Papst verurteilt Mafia und macht Mut

italy pope

Papst Franziskus hat heute Neapel besucht. Dabei hat er noch einmal scharf die Mafia verurteilt und die Neapolitaner aufgefordert, ihre Hoffnung nicht zu verlieren. Wie so oft fand Franziskus deutliche Worte: „Die Korruption stinkt, eine korrupte Gesellschaft stinkt, und ein Christ, der die Korruption bei sich zulässt, ist kein Christ, er stinkt“, so der Pontifex bei einem Besuch im Armenviertel Scampia, wo er seine Visite in Neapel am Morgen begonnen hatte. Auf dem Programm standen zudem ein Gottesdienst, ein Mittagessen in einem Gefängnis sowie Begegnungen mit Klerikern und Ordensleuten. Zum Abschluss traf sich Franziskus mit Jugendlichen. „Lasst Euch die Hoffnung nicht rauben“, lautete die Botschaft des Pontifex.

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Papst nimmt Rücktritt von Kardinal (fast) an

ordinary public consistory for the creation of new cardinals

Das hat es lange nicht gegeben. Papst Franziskus hat den Rücktritt eines Kardinals vom Kardinalat angenommen.  Es geht um den ehemaligen Erzbischof von Saint Andrews und Edinburgh, Keith Michael Patrick O’Brien. Der hatte im Februar 2013 sexuelle Übergriffe gegenüber Priesteramtskandidaten zugegeben und war zurückgetreten. Zum letzten Mal ist ein Kardinal 1927 von seinem „Kardinalsamt“ zurückgetreten. Allerdings verzichtete damals der Jesuit Louis Billot komplett auf Titel, Würde und Rechte. O’Brien wird – nach bisherigem Informationsstand – auch künftig den Kardinalstitel führen, nur die Rechte und Privilegien nicht ausüben.

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Papst ruft Heiliges Jahr der Barmherzigkeit aus

pope attends lent service

Überraschung zum zweiten Jahrestag der Wahl von Papst Franziskus. Papst Franziskus hat ein „Außerordentliches Jubiläum“ angekündigt – ein „Heiliges Jahr der Barmherzigkeit“. Es beginnt am 8. Dezember mit der Öffnung der Heiligen Pforte des Petersdoms und endet am 20. November 2016, dem Christkönigsfest. Das Heilige Jahr wird unter dem Motto „Seid barmherzig wie der Vater“ (Lk 6,36) stehen. Franziskus verleiht damit dem Hauptthema seines Pontifikats noch einmal eine besondere Bedeutung. Wie das Jahr konkret gestaltet sein wird, ist noch nicht bekannt. In einem TV-Interview zum Jahrestag der Wahl erklärte Franziskus heute, dass er mit einem kurzen Pontifikat rechne und sprach von vier oder fünf Jahren. Einen Rücktritt schloss er nicht aus, lehnte aber ein festes Pensionsalter für Päpste ab.

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Kardinal Kasper über Papst Franziskus

Kardinal Walter Kasper gehört zu den Beratern des Papstes. Kaspers Buch über die Barmherzigkeit hat Franziskus schon mehrfach zitiert und zum Lesen empfohlen. Kardinal Kasper ist überzeugt, mit Franziskus ist die konstantinische Ära in der katholischen Kirche zu Ende.

Hintergrund: ein Papst aus Lateinamerika

Wie hat seine Heimat Papst Franziskus geprägt? Was ist die “Theologie des Volkes”, die argentinische Form der Befreiungstheologie? Darüber haben wir mit der Osnabrücker Theologieprofessorin Margit Eckholt und dem Jesuiten Juan Carlos Scannone gesprochen. Eckholt hat viele Jahre in Lateinamerika gelebt und lehrt heute immer wieder an verschiedenen Fakultäten in Südamerika. Scannone war eins Jorge Mario Bergoglios Lehrer in Griechisch und Literatur. Er ist einer der prominentesten Vertreter der “Theologie des Volkes”.

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Zwei Jahre Papst Franziskus

papst franziskus

Steht das Pontifikat von Papst Franziskus an einem Wendepunkt? Diese Frage stellen sich in diesen Tagen viele. Anlass ist der zweite Jahrestag der Wahl von Jorge Mario Bergoglio zum Papst am 13. März 2013. Beobachter machen eine zunehmende Unzufriedenheit aus mit dem ersten Papst aus Lateinamerika. Reformen gingen demnach zu langsam, seine „verbalen Ausrutscher“ in den vergangenen Wochen kratzten am Image des hoch bejubelten und von den Massen geliebten Pontifex. Die Frage wird laut, „ob er seiner Aufgabe gewachsen ist“. Andere vergleichen ihn  gar mit dem populistischen argentinischen Präsidenten Juan Perón und sehen die katholische Kirche vor einem Schisma.

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Franziskus – Papst der Armen


Zum zweiten Jahrestag der Wahl von Jorge Mario Bergoglio zum Papst blicken wir auf das bisherige Pontifikat zurück. Der Film „Franziskus – Papst der Armen“ analysiert die ersten beiden Jahre. Er zeigt, wie wichtig die Biografie und seine Herkunft sind, um den ersten Papst aus Lateinamerika zu verstehen.

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Politi: Papst will Kollegialität stärken

Zwei Jahre Papst Franziskus – darüber haben wir mit dem italienischen Vatikanjournalisten Marco Politi gesprochen. Er geht davon aus, dass Franziskus nicht die Lehre verändern möchte. Dennoch, so Politi im ZDF-Interview, sei der Papst überzeugt, “dass niemand in ein so dunkles Loch fällt, aus dem ihn Gott nicht herausziehen kann.” Daher sei der Pontifex auch der Meinung, “dass man einen Weg finden muss, zum Beispiel den Geschiedenen Wiederverheirateten nach einer Bußzeit wieder die Kommunion zu geben”.
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AIDS, Marx und Geld

Die Deutsche Bischofskonferenz hat heute gleich zweimal für Aufsehen gesorgt. Zum einen veröffentlichte sie eine Studie „HIV/AIDS in Afrika“; zum anderen wurde bekannt, dass die Kirchensteuereinnahmen im vergangenen Jahr für die evangelische und die katholische Kirche in Deutschland einen neuen Rekordstand erreichten. Zu Kardinal Marx möchte ich noch einige Anmerkungen zu seinen Interviews nachreichen. Papst Franziskus steuert auf den zweiten Jahrestag seiner Wahl am Freitag zu. In den Medien, vor allem den Zeitungen und Nachrichtenagenturen, hat der Deutungsmarathon begonnen um die rechte Bilanz des bisherigen Pontifikats. Eines wird wieder einmal klar: Papst und Pontifikat werden kontrovers gesehen und bewertet. Am Freitag gibt es zum Jahrestag bei ZDFinfo um 18.45 Uhr den Film „Franziskus – Papst der Armen“ – und natürlich auch hier im Blog bzw. der ZDF-Mediathek.

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Der Papst, die Finanzen und Kardinal Marx

pope francis waves as he arrives during the general audience in vatican

In diesen Tagen hat der Vatikan die Statuten für das neue Wirtschaftssekretariat von Kardinal Pell, den Wirtschaftsrat von Kardinal Marx und den neuen Revisor veröffentlicht. Wann das genau geschehen ist, lässt sich nicht so richtig nachvollziehen. Denn entgegen der üblichen Praxis tauchten die Statuten einfach plötzlich auf der Internetseite des Vatikans auf und wurden „per Anschlag” im Damasushof des Vatikanstaats veröffentlicht. Das Ganze sieht ein bisschen nach einer Nacht- und Nebelaktion aus. Zumal es in den letzten Monaten ein heftiges Ringen hinter den Kulissen um die Zuständigkeiten der neuen Finanzgremien gab. Der Papst macht dabei keine gute Figur. Da hilft es auch wenig, dass Kardinal Reinhard Marx einen weltweiten Interviewmarathon gestartet hat, um Franziskus und seine Anliegen zu unterstützen.

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