Papstgeflüster – Das Vatikan-Blog

Interessantes und Hintergründiges aus dem Vatikan

Papst: Frieden im Kleinen und im Großen

Es war das Thema, das alle Ansprachen des Papstes durchzog: der Frieden. Dabei richtete er den Fokus nicht nur auf die großen Krisen und Kriege, sondern auch auf jeden Einzelnen. „Wenn jeder von uns – auf allen Ebenen –, anstatt andere zu beschuldigen, zuerst seine eigenen Fehler erkennen und Gott um Vergebung bitten würde und sich gleichzeitig in die Lage der Leidenden versetzen und sich mit den Schwachen und Bedrängten solidarisieren würde, dann würde sich die Welt verändern“, erklärte Leo XIV. in seiner Weihnachtsbotschaft vor dem Segen Urbi et orbi. Zuvor hatte er bei der Weihnachtsmesse betont, dass es dann Frieden geben werde, „wenn unsere Monologe aufhören und wir, befruchtet durch das Zuhören, vor dem nackten Fleisch des anderen auf die Knie fallen“. In der Christmette hatte er gestern Abend zu mehr Menschlichkeit aufgerufen. „Während eine verkehrte Wirtschaft dazu verleitet, die Menschen als Ware zu behandeln, macht sich Gott uns ähnlich und offenbart die unendliche Würde jedes Menschen.“

Papst Leo XIV. beim Segen Urbi et orbi im Vatikan (Foto:dpa)

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Papstreise endet mit eindringlichem Friedensappell

„Der Nahe Osten braucht ein neues Denken!“ Mit einem eindringlichen Friedensappell für die Region verabschiedete sich Papst Leo XIV. aus dem Libanon. Das Thema Frieden und Versöhnung durchzog wie ein roter Faden die letzten beiden Tage im Libanon. Auffallend war, dass der Pontifex bei vielen Terminen im Libanon lockerer und deshalb präsenter wirkte als zuvor in der Türkei, seine Reden mit Emotionen vortrug und deshalb auch immer wieder Applaus aufkam, während er sprach. Das zeigte sich am Montag beim Treffen mit Vertretern anderer Kirchen und Religionen in Beirut und besonders bei der Begegnung mit Jugendlichen am Abend in der Katholikenhochburg Bkerke. Auch beim Gottesdienst und der Abschiedszeremonie heute, konnten die Anwesenden einen Papst erleben, der nicht nur eine Rede verlas, sondern seinen Worten Nachdruck verlieh. Bei der fliegenden Pressekonferenz auf dem Weg zurück nach Rom sprach er unter anderem über den Synodalen Weg in Deutschland, Reisepläne, den Ukrainekrieg und die Situation in Venezuela.

Papst Leo XIV. bei der Pressekonferenz auf dem Weg von Beirut nach Rom. (Foto: Erbacher)

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