Kontroverse Themen bei Amazonassynode

Wird der Sonderweg zur Regel? Papst Franziskus will bei der Amazonassynode im Oktober die Weihe von „viri probati“ diskutieren lassen sowie neue Ämter für Frauen in der katholischen Kirche. Bei der Vorstellung des Arbeitspapiers für die Synode betonte ein Vatikanvertreter, dass Lösungen für die konkrete Situation im Amazonasgebiet gesucht werden, die nicht für die ganze Weltkirche gelten. Doch mit der bevorstehenden Synode geht der Vatikan neue Wege. Wenn es für den Amazonas neue Regelungen gibt, warum soll es dann nicht auch für Europa oder Teile Europas neue Regelungen geben. Auch für diese Region gilt, was Bischof Fabio Fabene vom Synodensekretariat erklärte: Die Kirche muss „neue Antworten für neue Situationen“ finden. Doch was heißt das für andere Regionen der Welt und Deutschland?

Papst Franziskus eröffnete bei seinem Besuch im Amazonasgebiet im Januar 2018 den Vorbereitungsprozess zur Amazonassynode, die vom 6. bis 27. Oktober im Vatikan stattfindet. (Quelle: Erbacher)

Synode hat Potenzial für grundlegende Reformen

Künftig wird es nicht mehr so einfach möglich sein, Forderungen nach Veränderungen in der Kirche mit dem Hinweis abzutun, man könne keinen deutschen Sonderweg gehen. Was im Herbst bei der Amazonassynode im Vatikan passieren wird, könnte einschneidende Folgen für die Verfasstheit der katholischen Kirche mit sich bringen. Sie könnte noch stärker zu einer Kirche der Vielfalt in Einheit werden. Regionale Lösungen sind fortan möglich, ja aus vatikanischer Sicht angebracht. Das geht bis zu den zentralen Themen der Kirchenverfassung: den Zölibat und die Frage nach Ämtern für Frauen in der Kirche.

Sicherlich wird der Pflichtzölibat im Herbst nicht über Bord geworfen. Doch es werden erstmals auf Anraten des Vatikans die „viri probati“ diskutiert. Papst Franziskus hatte in den vergangenen Monaten immer wieder betont, dass er einerseits am Pflichtzölibat festhalten will, man aber über weitere Ausnahmen nachdenken müsse. Die Erfahrungen der vergangenen sieben Jahre haben den Pontifex gelehrt, dass Veränderungen oder besser Weiterentwicklungen in der katholischen Kirche behutsam angepackt werden wollen, um keine Spaltungen zu provozieren. Spannungen wird es geben; doch er darf den Bogen nicht überspannen.

Neue Ämter für Frauen

Angesichts der intensiven Arbeit, die der Vatikan und eine ganze Reihe von Theologen, die den Kurs von Papst Franziskus unterstützen, in die Vorbereitung der Diskussion über die „viri probati“ seit Monaten investieren, wäre es eine große Überraschung, wenn sie nicht mit der Synode oder im Anschluss eingeführt würden für das Amazonasgebiet. Das könnte dann auch für die Frage nach den „Frauen in Führungspositionen“ gelten, von denen das Arbeitspapier mehrfach spricht. Das wird weder der Diakonat noch das Priesteramt sein, wie Bischof Fabene bei der Vorstellung des Papiers betont. In welche Richtung man denken könne und müsse, ließ er offen.

Papst Franziskus hatte Anfang des Jahres eine Idee in den Raum gestellt, die der südafrikanischen Bischof Fritz Lobinger in den 1970er Jahren geäußert hatte. Da ging es um die Aufteilung der drei Aufgaben (munera) des priesterlichen Dienstes. Man könnte dann eventuell in besonderen Situationen verheirateten Männern das „munus sanctificandi“ (Heiligungsdienst) übertragen. Die übrigen beiden Ämter, die normalerweise ebenfalls mit dem Priesteramt verbunden sind, „munus docendi“ (Lehramt) und „munus regendi“ (Leitungsamt), hingegen würden bei diesem Modell nicht übertragen. Diese Überlegungen eröffnen nun vielleicht auch neue Wege in Bezug auf Ämter für Frauen.

Die genannten Themen stellen nur einen kleinen Ausschnitt aus dem umfangreichen Arbeitspapier zur Synode dar. Sie dürften aber die sein, die zu den kontroversesten Diskussionen führen werden. Einigen könnte auch die immer wieder geforderte „prophetische Kirche“ zu politisch sein. Doch ganz im Sinne des amtierenden Papstes – und auch der klassischen Befreiungstheologie in der Nachfolge Jesu – formuliert das Papier in seinen Vorschlägen, dass die Kirche Ungerechtigkeit, Ausbeutung von Mensch und Natur sowie neue Formen des Kolonialismus anprangern muss. An vielen Stellen setzt sich das Papier mit der Verstrickung der Kirche in Ausbeutung und Unterdrückung der Indigenen auseinander. Es betont zugleich die Bedeutung und den besonderen Wert der Indigenen und ihrer Kulturen für das Amazonasgebiet, aber auch für die Kirche.

Stärkere Inkulturation

Der Glaube müsse stärker inkulturiert werden, und zwar nicht in einer Bewegung von oben nach unten, sondern diese Inkulturation muss an der Basis beginnen. Die Synode könnte somit den Paradigmenwechsel, den die Kirche in Lateinamerika in der Tradition von Medellin, Puebla und Aparecida begonnen hat, nun endgültig vollziehen. Zugleich könnte auch dieser Aspekt über das Amazonasgebiet hinauswirken. Denn auch in anderen Teilen der Welt muss es eine konsequentere Inkulturation des christlichen Glaubens geben. Asien könnte der nächste Kontinent sein, auf dem das konkret durchexerziert wird. Warum dann nicht auch in Europa?

Deutsche Sonderwege werden auch nach der Amazonassynode schwierig werden. Papst Franziskus mag keine nationalen Alleingänge. Aber diese Sondersynode könnte den Weg aufzeigen, wie man durch regionale Zusammenarbeit notwendige Reformen voranbringen kann. Daher täten die deutschen Bischöfe, die erkannt haben, dass Veränderungen notwendig sind, gut daran, sich Partner zu suchen. Dann könnten auch in unseren Breiten tiefgreifende Veränderungen und Weiterentwicklungen möglich sein.

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Jürgen Erbacher

Seit Juli 2018 leite ich die ZDF-Redaktion "Kirche und Leben katholisch", für die ich seit 2005 über die Themen Papst, Vatikan, Theologie und katholische Kirche berichte. Dafür pendle ich regelmäßig zwischen Mainz und Rom - meiner zweiten Heimat. Dort habe ich vor meiner ZDF-Zeit mehrere Jahre gelebt und für Radio Vatikan gearbeitet. Studiert habe ich Politikwissenschaft und Katholische Theologie in Freiburg i.Br. und Rom.

71 Kommentare

  • Carla Maltese
    22.06.2019, 7:00 Uhr.

    @Herr Erbacher:
    Sie haben sich nicht geäußert: Ich habe angeboten, für das Freischalten von einem Fußball enthaltenden Kommentar hier komplett zu schweigen. Also mich hier komplett rauszuhalten.
    Gilt das so? Ist das der Deal?
    Es wäre schön wenn Sie sich dazu äußern könnten. Und zwar so daß ich es auch verstehe.

    PS: Endlich wieder ein Foto von Ihnen!

    • Jürgen Erbacher
      Jürgen Erbacher
      22.06.2019, 15:59 Uhr.

      Es geht hier nicht um Deal oder nicht Deal. Jede und jeder entscheidet für sich, ob er schreibt oder nicht schreibt. Wir freuen uns, wenn die Diskussion zum Thema lebhaft ist.

  • bernardo
    22.06.2019, 9:24 Uhr.

    „Deutsche Sonderwege werden auch nach der Amazonassynode schwierig werden. Papst Franziskus mag keine nationalen Alleingänge.“ Nun, das wird die Deutschen sehr enttäuschen, denn sie mögen ja Sonderwege und sind gerade mal wieder auf einem Sonderweg in Europa. Verständlicherweise mag Franziskus (wie übrigens alle seine Vorgänger) keine Sonderwege im religiösen Bereich. Was die Prophetie angeht – wie viel Schindluder wird mit ihr betrieben? Wie viel eigene politische Überzeugungen werden als Prophetie gepriesen, bis hin zu jenem schwedischen Schulmädchen, das uns als moderne Prophetin angepriesen wird, auch von Geistlichen beider Konfessionen in Deutschland? Ein bisschen mehr Zurückhaltung wäre angebracht. Ob die munera so aufgeteilt werden können, kann ich nicht beurteilen, da ich kein Theologe bin. Mir scheint, als würde man damit einen problematischen Weg beschreiten.

    Noch etwas zum hier geäußerten Vorwurf, ich sei rechts. Ich verweise auf die Worte des ehemaligen Bundespräsidenten Gauck. Ja, ich bin konservativ: Ich glaube, dass Staaten das Recht haben, zu entscheiden, wen sie aufnehmen und wen nicht. Ich glaube, dass die Gendertheorie ein Angriff auf die Institution Familie ist. Ich glaube, dass die Kirche gut daran tut, spiritueller Begleiter des Menschen vor allem in Extremsituationen zu sein (und nicht politische Lehrmeisterin) und dass das Evangelium die Liebesbotschaft Gottes an den Menschen ist – und keine politische Theologie. Das alles mag von mir aus „rechts“ sein, hat aber nichts mit Rassismus, Misogynie etc. zu tun. Davon abgesehen ist es Unsinn, Argumente mit dem Hinweis abzutun, sie seien rechts anstatt zu fragen, ob sie richtig sind.

    • Jürgen Erbacher
      Jürgen Erbacher
      22.06.2019, 16:03 Uhr.

      Wenn die Mehrheit der deutschen Bischöfe sich auf internationaler Ebene umschauen würde, würde sie sehr schnell feststellen, dass sie mit Ihren Anliegen nicht alleine dasteht. Das wurde beim synodalen Prozess zu Ehe und Familie beim Thema wiederverheiratete Geschiedene und vielen anderen Themen sehr schnell deutlich. Sie lässt sich aber von denen, die keien Veränderungen wollen, immer wieder in eine Diskussion um vermeintliche „nationale Sonderwege“ hineinziehen. Gewiss ist es wichtig, innerhalb einer Konferenz eine gewisse Einmütigkeit herstellen zu wollen. Irgendwann ist aber der Punkt erreicht, an dem man seine Energie eher darin investieren sollte, international Gleichgesinnte zu finden, als sich in die Falle der „nationale Sonderweg-Debatte“ locken zu lassen.

      • Novalis
        22.06.2019, 17:01 Uhr.

        Sehr richtig bemerkt. Man muss schon Scheuklappen haben, wenn man nicht bemerkt, dass die großen Probleme, die die Kirche momentan hat, nicht international wären. Es gibt zu wenig Vorsteher der Eucharistiefeiern. Aber es dürfen keine Verheirateten sein, obwohl die Erfahrungen von 22 katholischen Kirchen mit verheirateten Priestern exzellent sind. Das kurioseste Beispiel: In Wien ersetzte der Kardinal einen Priester, der im lateinischen Ritus geweiht war und für Frau und Kind aus dem Amt schied, durch einen Priester des ukrainischen Ritus, der mit seiner Familie in dasselbe Pfarrhaus zog. Dieser Priester feiert übrigens in der Gemeinde selbstverständlich nach dem ins Deutsche übersetzten lateinischen Ritus. Wie soll man denn das einer Gemeinde verständlich machen? Gar nicht. Es ist nicht verständlich. Der Zölibat ist menschengemacht und er gehört in dieser Form abgeschafft. Er ist schlicht unmenschlich.

        • Carla Maltese
          24.06.2019, 18:49 Uhr.

          Das ist, glaube ich, das fieseste: Wenn man dann auch noch Ausnahmen zulässt.
          Also der darf, der nicht!

          Das muss ja denjenigen die weiter zölibatär leben müssen, bzw. den Gemeinden die einen guten Priester deswegen verlieren erst recht wehtun…

      • Carla Maltese
        22.06.2019, 21:03 Uhr.

        Hmmm, von konservativer Seite aus liest man häufig daß die Reformforderungen in der römisch-katholischen Kirche ein „sonderweg“ wären. Schlimmer noch: „Luxusprobleme“. Nach dem Motto: „die reiche dekadente deutsche Kirche soll sich mal ein Beispiel an den braven Afrikanern nehmen!“
        Die gute Frage ist, ob das so stimmt. Nur weil sich da ab und zu mal ein paar afrikanische Bischöfe extrem konservativ äußern…
        Ich habe erst heute einen interessanten Text gelesen, bzw. ein interessantes Interview, das zu einem GANZ ANDEREN Ergebnis kommt.
        Dazu später mehr, siehe unten.

        „bis hin zu jenem schwedischen Schulmädchen, das uns als moderne Prophetin angepriesen wird,“
        Nicht das schwedische Schulmädchen ist die Prophetin, der schwedische Chemiker und Nobelpreisträger war es! Um das Jahr 1900 herum! Nur wollte auf ihn keiner hören.

        „Ich glaube, dass Staaten das Recht haben, zu entscheiden, wen sie aufnehmen und wen nicht.“
        Und mich verwundert immer wieder, wenn von der deutschen Verantwortung wegen dem Holocaust die Rede ist, warum keiner etwas hören will von europäischer Verantwortung für die kaputten Länder die 600 Jahre Kolonialismus hinterlassen haben. Bzw. von europäischen Verpflichtungen wegen des Profites den wir bis heute aus diesen Ländern schlagen. Paradebeispiel: Areva im Niger…
        Das bedeutet doch, daß wir Menschen einen unterschiedlichen Wert zubilligen.
        Ob wir darauf ein Recht haben? Andere ausbeuten, aber dann Hilfe verweigern? Bis hin zu absichtlichem Ertrinkenlassen? Ich denke nein!

        „Ich glaube, dass die Gendertheorie ein Angriff auf die Institution Familie ist.“
        Nur wenn man sie nicht richtig verstanden hat und glaubt daß sie irgendjemandem irgendetwas aufzwingen will!
        Das Gegenteil ist der Fall: Die Genderforschung will herausfinden, wie die Menschen wirklich gestrickt sind. Was ist nun männlich, was ist weiblich?
        Wie gesagt: Nach klassischer Auffassung dürfte ich nicht existieren, und trotzdem definiere ich mich als Frau.
        Wollen wir in der Zukunft Familien wie früher? Auf einem Haufen Lügen und Totschweigen basierend? Die Menschen brechen, damit sie ins Schema passen?

        ? Und zum Thema Politik: Die Liebe ist nicht die Friedfertigkeit dauerbekiffter Gurus der alles piepegal ist! Wenn man das mit der Liebesbotschaft ernst nimmt, dann kann einem das Leben niemals egal sein. Vor allem nicht menschliches Leben, aber auch nicht das Leben insgesamt auf diesem Planeten.
        Und das hat eben auch politische Auswirkungen.

        • bernardo
          24.06.2019, 10:30 Uhr.

          Nach dem Motto: „die reiche dekadente deutsche Kirche soll sich mal ein Beispiel an den braven Afrikanern nehmen!“
          Habe ich nicht geschrieben, viele Probleme der deutschen Kirche sind aber Luxusprobleme. Oder Probleme, die aus einem zu schwachen Motor resultieren. Die deutsche Kirche ist einem riesigen Hummer vergleichbar, der einen Ein-PS-Motor besitzt.

          „Und mich verwundert immer wieder, wenn von der deutschen Verantwortung wegen dem Holocaust die Rede ist, warum keiner etwas hören will von europäischer Verantwortung für die kaputten Länder die 600 Jahre Kolonialismus hinterlassen haben. Bzw. von europäischen Verpflichtungen wegen des Profites den wir bis heute aus diesen Ländern schlagen. Paradebeispiel: Areva im Niger…
          Das bedeutet doch, daß wir Menschen einen unterschiedlichen Wert zubilligen.
          Ob wir darauf ein Recht haben? Andere ausbeuten, aber dann Hilfe verweigern? Bis hin zu absichtlichem Ertrinkenlassen? Ich denke nein!“
          Was für 600 Jahre? Meinen Sie den Sklavenhandel, an dem auch Afrikaner gut verdienten? Und an dem sich Araber beteiligten, ohne deshalb Schuldgefühle zu hegen? Meinen Sie die Zeit von ungefähr der Hälfte des 19. bis zur Hälfte des 20. Jahrhunderts, als Afrika unter den westlichen Kolonialmächten aufgeteilt wurde – was haben die Polen, Ungarn oder Rumänen dann damit zu tun? Auch im Fall Areva sind es die Herrscher afrikanischer Länder, die im Verein mit westlichen Konzernen Unheil über die Menschen bringen. Es wären dann auch jene Verantwortlichen, die die Menschen entschädigen müssten.

          „Nur wenn man sie nicht richtig verstanden hat und glaubt daß sie irgendjemandem irgendetwas aufzwingen will!
          Das Gegenteil ist der Fall: Die Genderforschung will herausfinden, wie die Menschen wirklich gestrickt sind. Was ist nun männlich, was ist weiblich?
          Wie gesagt: Nach klassischer Auffassung dürfte ich nicht existieren, und trotzdem definiere ich mich als Frau.
          Wollen wir in der Zukunft Familien wie früher? Auf einem Haufen Lügen und Totschweigen basierend? Die Menschen brechen, damit sie ins Schema passen?“
          Sorry, aber Sie haben die Gendertheorien nicht verstanden. Es geht um die Dekonstruktion von Institutionen, mittels derer der nun befreite Mensch zum eigentlichen Selbst gelangen kann.

          „Und zum Thema Politik: Die Liebe ist nicht die Friedfertigkeit dauerbekiffter Gurus der alles piepegal ist! Wenn man das mit der Liebesbotschaft ernst nimmt, dann kann einem das Leben niemals egal sein. Vor allem nicht menschliches Leben, aber auch nicht das Leben insgesamt auf diesem Planeten.
          Und das hat eben auch politische Auswirkungen.“
          Politische Auswirkungen ja, die aber nicht das Ende des politischen Streits bedeuten, denn das wäre die Aufhebung des Politischen zugunsten einer säkularen Heilsreligion, die irgendwie christlich verbrämt wäre. Bsp. Mietpreisbremse – man kann als Christ unterschiedliche Positionen vertreten, eine unsinnige linke, die glaubt, man könne mit mehr Regularien Mietpreissteigerungen verhindern, und eine vernünftige marktwirtschaftliche, die Anreize für’s Bauen schafft, bspw. indem man das Baurecht entrümpelt. Bsp. Migration – man kann die Position vertreten, alle Menschen, die irgendwie europäischen Boden betreten aufzunehmen, oder man vertritt die Position, dass dies einem „survival of the fittest“ gleichkäme, bei der diejenigen unberücksichtigt blieben, die der Hilfe am dringendsten bedürften. Wie gesagt, dieser Diskurs wäre ein politischer und nicht ein religiöser.

          • Carla Maltese
            25.06.2019, 21:45 Uhr.

            „viele Probleme der deutschen Kirche sind aber Luxusprobleme.“
            (3. Versuch) Auf katholisch.de stand ein langer Artikel, den ich DURCHAUS FÜR DAS AKTUELLE THEMA FÜR RELEVANT HALTE, weil von den Eindrücken geschrieben wird, die Thomas Andonie (BDKJ) und Daniela Ordowski (KLJB) von einem internationalen Jugendtreffen mitbringen und wo das Märchen vom deutschen „Sonderweg“ und von „Luxusfoprderungen“ EINDEUTIG WIDERLEGT WIRD.

            Es sind durchaus weltweit ähnliche Wünsche und Sehnsüchte vorhanden. Die nur mangels Räumen wo man seine Meinung sagen kann und sich aussprechen kann und mangels Kommunikation nicht gehört werden.

            Thema Kolonialismus:

            Wer ist eigentlich Haupteigner von Areva?
            Ups, der französische Staat…

            Tatsache ist, daß wir in Europa mit unserem Lebensstil sehr wohl alle von Ressourcen aus unseren ehemaligen Kolonien profitieren. Insofern geht uns alle auch an, was dort geschieht!

            Wir Europäer sind die Nachfahren der Kolonialherren, das ist nunmal Tatsache!
            Und wenn es heute noch eine deutsche Verantwortung gibt wegen 12 Jahren Nazizeit, dann erst recht eine europäische für 600 Jahre Kolonialzeit mit vielen gezielten Völkermorden!

            Was die Genderforschung angeht:
            Vor der müssen sich nur diejenigen fürchten die noch immer an einer mehr oder weniger unterschwelligen Rangodernung zwischen Mann und Frau festhalten wollen. Nicht umsonst sind diejenigen die Homosexuelle hassen meistens auch identisch mit denjenigen sie an einem „traditionellen“ Familienbild festhalten, also einem wo der Mann das Sagen hat und der alleinige Ernährer ist der das Geld ins Haus bringt. Homosexuelle pflegen halt Liebe die keine Unterwerfung ist…

          • bernardo
            27.06.2019, 10:16 Uhr.

            „Nicht umsonst sind diejenigen die Homosexuelle hassen meistens auch identisch mit denjenigen sie an einem „traditionellen“ Familienbild festhalten, also einem wo der Mann das Sagen hat und der alleinige Ernährer ist der das Geld ins Haus bringt. Homosexuelle pflegen halt Liebe die keine Unterwerfung ist…“

            Ja, eigentlich ist die homosexuelle Liebe der heterosexuellen überlegen. Ist es das, was Sie uns sagen wollten?

        • Silberdistel
          24.06.2019, 11:16 Uhr.

          Carla Maltese
          22.06., 21:03 h
          „Und das hat eben auch politische Auswirkungen“.
          Wenn man sich den kürzlich gewesenen evangelischen Kirchentag als geneigter Beobachter so anschaut, dann konnte man schon den Eindruck gewinnen, es sei der Parteitag des aktuellen politischen mainstreams gewesen: Die Einen (AfD) wurden vorab bereits ausgeladen, die Anderen (FDP) erst gar nicht eingeladen. Somit bereits zu Anfang demonstrativ gespalten. Die „one world“ ohne jegliche Grenzen wurde proklamiert, zur Fernstenliebe geworben, für das Klima gehüpft. Selbstverständlich alle Schuld der Welt (nicht nur 600 Jahre Kolonialismus) auf sich geladen. Und man sah und staunte, man konnte sogar Vulven malen!
          Ein Schelm wen dabei der Eindruck beschleicht man liese sich, blind von neolinksgrüner Ideologie sowie anderen Irrungen und Wirrungen dieser Welt, am Nasenring durch solch einen „Christustag“ ziehen.

          • Silvia
            25.06.2019, 12:05 Uhr.

            Silberdistel
            24.06.2019, 11:16 Uhr.

            Bingo! Die größte „Attraktion“ war ja wohl der Workshop Vulven Malen, das gibt es bis jetzt nicht mal bei der Volkshochschule.

            Ich bin gespannt, ob der nächste Katholikentag etwas Vergleichbares auf die Beine stellen wird.

          • Wanda
            25.06.2019, 15:54 Uhr.

            Silberdistel 24.06.2019 11:16
            – Dieser Kirchentag disqualifiziert sich selbst. Zur Karrikatur degeneriert. Hat sich übrigens Bedford-Strohm irgendwie dazu geäussert ? Ist ja nun ein Glaubensrepräsentant, der nicht so gern Stellung bezieht wenn´s darauf ankommt (siehe Felsendom-Besuch mit Marx).

          • Carla Maltese
            25.06.2019, 21:10 Uhr.

            Ja, ich habe schon auf Facebook gelesen, daß etliche vor Entsetzen aus allen Wolken gefallen sind, ob der Erkenntnis daß zu einer richtigen Frau auch eine Vulva gehört!
            Wie schrecklich, daß eine Vulva ein ehrbares Körperteil ist und nichts „schmutziges“, „falsches“ und „schlimmes“ das verdrängt und vergessen werden muss, wie in der bis heute nachwirkenden Propaganda der alten griechischen Philosophen!
            Für so manche dermaßen schlimm, daß sie den ganzen Kirchentag mit 2.400 Veranstaltungen nur auf das Vulvenmalen reduzieren.

            Vermutlich auch für meinen alten Biolehrer falls er noch lebt, der damals in den 1990ern Sexualkunde mit uns machen sollte. Aber schon die erste Stunde Sexualkunde einleitete mit: „Das Thema ist mir peinlich… eigentlich möchte ich es nicht machen…“
            Glauben Sie mir: Wenn bei dem sexuelle Lust vorkam, dann nur männliche. Und auch die nur am Rand. Weibliche existierte nicht. Generell keine weiblichen Teile unterhalb des Muttermundes. Interessant, wieviele Stunden man mit haploider Zellteilung und Spermienreifung und Eizellenreifung füllen kann, um ja nicht über das reden zu müssen was junge Menschen bei Beginn der Pubertät wirklich interessiert…

            Und was die AfD angeht:
            Erklären Sie mir mal, warum das keine faschistische Partei sein soll! Was bitte unterscheidet die noch von Faschisten?

            Man kann nicht Christ und Faschist sein! Es geht nicht, es ist ein Widerspruch in sich!

            Und was Umweltschutz und Klima angeht:
            Heute haben wir die Situation, daß Gottes Schöpfung ausgerechnet durch uns in Gefahr ist, vernichtet zu werden. Eigentlich sollen wir ja Gottes Abild sein und die Erde hüten. Momentan ist das Gegenteil der Fall.
            Die Schande der Kirchen ist, daß sie viel zu lange dazu geschwiegen haben.

          • bernardo
            27.06.2019, 9:58 Uhr.

            @ Silvia, Wanda: Eine Lachnummer – passt. Vulvenmalerei statt Jesus Christus. Politisches Gequatsche und, ja CM, das Hofieren der Mächtigen, statt der Bibel. Nun ja, im Hofieren der Mächtigen waren sie immer stark, egal, ob diese Wilhelm, Adolf oder Angela hießen.

          • Silberdistel
            27.06.2019, 11:35 Uhr.

            Carla Maltese
            25.06., 21:10 h
            Sie haben ja recht, eine gute Sexualkunde ist für die Entwicklung hin zu einem vollwertigen, reifen Menschen notwendig! Im Übrigen wie eine gute ´Kulturkunde´. Vielleicht können auf der Amazonassynode die Vertreter der Naturvölker den angeblich so ´zivilisierten Weisen´ diesbezüglich noch etwas beibringen?
            Als Anghöriger des männlichen Geschlechts, wollte ich ja auch nur eifersüchtig darauf hinwirken, das wenn schon Vulven auf einem Kirchentag vertreten sind, Penisse natürlich nicht fehlen dürfen! Und zwar selbstverständlich in gleichberechtigter 50/50-Quote. Und wo bitteschön bleibt die Repräsentanz der anderen 6658 Gendergeschlechter? So hoffe ich inständig, das der nächste Katholikentag sich nicht diesem Vorwurf der Diskriminierung von Geschlechtsteilen aussetzen wird und seinerseits für dahingehende Ausgewogenheit sorgen wird. – Ich glaube meine Insinuation macht deutlich, das es auf einem Kirchentag tatsächlich wichtigere und hehre Themen geben mag. Also solche, denen man nicht eine gewisse Infantilität zuodnen kann und eigentlich in den vorschulischen Bildungsbereich zu verorten sind.

            Noch dringend mehr als ein Wort zur AfD, bzw. angeblichen „Rechtspopulismus“ die wohl auch hier im blog Diffamierung erfahren soll und nicht nur auf dem ev. Kirchentag. Dazu vorausschickend, das ich persönlich und als Christ ein völlig apolitischer Mensch bin. Davon überzeut, das Politik nur der Sand in den Augen darstellt, der den klaren Blick für den richtigen Weg in die Zukunft verhindert. Ihre Einlassungen hier zur AfD gleichen denn auch genau der einer Antifa welche sich bereits, aufgrund einer wie auch immer gearteten höheren Moral berufen und berechtigt sieht, sogar Gewalt und aggressive Diffamierungen gegenüber Repräsentanten der AfD auszuüben. Einer Antifa, hauptsächlich gesponsert über eine äußerst fragwürdige Amadeu Antonio Stiftung, die ihrerseits vom Staat finanziert wird. Deren Vorsitzende Anneta Kahane allerdings ausgerechnet eine IM der Stasi war und sich mit der angeblich richtigen Gesinnung wohl bestens auskennen mag. Ob hier nicht das Zitat: „Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: «Ich bin der Faschismus» Nein, er wird sagen: «Ich bin der Antifaschismus»“, zur Offenbarung wird.
            Auf der anderen, der rechtsradikalen Seite welche mit der AfD jedoch nichts zu tun hat, hat man nun aktuell sogar ein Mord an einem Repräsentanten des aktuellen politischen mainstreams der „Fernstenliebe“ zu verzeichnen. Ohne Zweifel handelt es sich hier um eine neue größere Gewaltspirale in unserem Land, die sich zwischen beiden politischen Polen offensichtlich immer intensiver begonnen hat zu drehen.
            An der Gewaltspirale würde ich mich durch nur Äußerungen einer Art, die eigentlich nur Unterstellungen sind, nicht beteiligen wollen. Ausgrenzung kann nunmal nur das erfahren, was nach unserem guten Grundgesetz justiziabel ist. Doch justiziabel ist an der AfD und deren Mitgliedern/Sympathisanten, die sich zum Teil aus der alten CDU heraus abgespalten hatten und überwiegend deren alte konservative Programmatik vertreten, nunmal nichts. Eine andere Meinung ist nicht justiziabel, auch wenn man sich das manchmal noch so wünschen mag. Wenn ich mir so manchen faktischen Unsinn über den anderen aktuellen mainstream, den „Klimawandel“-Unfug anhören muß, wünsche ich mir solche totalitären Eingriffe ebenso sehnlichst. Doch andere Meinungen und das Werben um Mehrheiten, kennzeichnen nunmal gerade die Demokratie! Die mM ein direkter Ausfluß aus den Botschaften Christi ist. Und wenn sie mich somit als geouteten Sympathisanten der AfD entdecken, so sage ich ja, ich erfreue mich wie ein Schnitzel an nunmehr wieder richtig kontroversen Debatten, anstatt Gleichschaltung im Einheitsparteiensystem mit Denkverboten.

      • bernardo
        24.06.2019, 10:10 Uhr.

        Lieber Herr Erbacher, mit deutschem Sonderweg meinte ich nicht den der Kirchen, sondern den deutschen politischen Sonderweg in Europa: Inzwischen haben wir schlechte Beziehungen zu Washington, London, Moskau, Ankara, Warschau, Rom, Budapest… Gut, die Beziehungen zu Luxemburg sind ausgezeichnet.

        • Silvia
          25.06.2019, 12:01 Uhr.

          bernardo
          24.06.2019, 10:10 Uhr

          Am deutschen Wesen soll halt nach wie vor die Welt genesen, auch wenn man sie notfalls dafür in Trümmer legen muss und sich außenpolitisch immer mehr isoliert.

        • Carla Maltese
          25.06.2019, 20:44 Uhr.

          WAS???!!
          Wir sollen gute Beziehungen zu Trump, Putin, Erdogan, Orbán, den Brexiteers (die bekanntlich mit Lügen Stimmen gefangen haben) und Kaszynski pflegen??
          Zu wem noch? Assad? Duterte? Dem Kronprinzen in Riad, der innenpolitisch zwar Reformen macht, außenpolitisch aber Kinder im Jemen verhungern lässt?
          Unsere Politiker und die Bischöfe unserer Kirchen sollen den letzten Rest Anstand und christlche Werte in den Wind schießen um jedem verlogenen menschenverachtenden Brutalo hintenrein zu kriechen??

          Die Türken muss man loben: Zumindest in Istanbul haben sie rechtzeitig die Reißleine gezogen. Sie sind ernsthaft dabei, Erdogan loszuwerden. Damit sind sie wesentlich früher aufgewacht als z.B. die Ungarn. Die jetzt keine Opposition und keine freien Medien mehr haben.

          Aber wenn Sie wirklich der Meinung sind, aß wir auf die Knie gehen sollen vor jedem brutalen Schlächter, auch vor Putin ohne den die Hölle in Syrien so nicht möglich gewesen wäre, der die OMON auf friedliche Demonstranten loslässt, in dessen Amtszeit Dinge geschehen die ich mit Rücksicht auf Herrn Erbacher hier nicht schreiben möchte, der eine widerliche Hetze gegen Homosexuelle zulässt um die Leute von den Machenschaften seiner Machtelite abzulenken…

          …dann habe ich hiermit das letzte bischen Achtung vor Ihnen verloren.

          • bernardo
            27.06.2019, 10:06 Uhr.

            @ CM: Tja, das wäre schade, wenn Sie das „letzte bisschen Achtung“ vor mir verlieren. Nun bin ich der altmodischen Meinung, dass Deutschland immer schlecht gefahren ist, wenn es meinte, die Welt erobern, belehren oder retten zu müssen. Ich bin auch der altmodischen Meinung, dass eine deutsche Regierung immer versuchen sollte, gute Beziehungen etwa zu Washington, London oder Moskau zu halten, egal, wer dort regiert. Bei Erdogan hingegen dürfte etwas mehr Härte schon sein, vor allem, wenn er in die deutsche Innenpolitik interveniert.

            @ Novalis: Früher sagte man zu Kritikern „dann geh doch nach drüben“. Starkes Argument. Vielleicht sollten wir diese „schönen Werte“ (welche eigentlich?) mal anfagen selbst zu leben statt Predigten zu halten. Predigten etwa über die Vorzüge des Multilateralismus, um dann in Sachen „Energiewende“ oder „Migration“ unabgesprochene Alleingänge hinzulegen. Predigten über den Wert der Wahrheit in Harvard, um dann eine Politik des systematisierten Lügens zu praktizieren – ganz nach dem Motto „mendacium liberabit vos“.

          • Silvia
            27.06.2019, 14:19 Uhr.

            Carla Maltese
            25.06.2019, 21:10 Uhr.

            Ich bin überrascht, dass es auf einmal doch wieder so etwas wie eine „richtige Frau“ geben soll, nachdem man uns erst vor ein paar Tagen hier im Blog zu überzeugen versucht hat, dass wir alle Mischwesen seien.

            Bestenfalls „überwiegend weiblich“ und „überwiegend männlich“.

            Bei all der Verwirrung verwundert es kaum noch, dass Frauen ihre Genitalien malen und Männer mit den ihren prahlen.

            Im Rahmen von Maria2.0 haben übrigens Freiburger katholische Theologiestudenten die Mutter Jesu auch als Vulva gemalt und dieses Plakat außen an ihre Unikirche gehängt.

          • Wanda
            27.06.2019, 15:30 Uhr.

            Carla Maltese 25.062019, 20:44
            – erstaunlich (ein anderes Wort wäre eher angebracht), was Sie so alles in die Beiträge anderer Blog-Teilnehmer hineininterpretieren…
            Damit Sie was lernen: diplomatische Beziehungen mögen schlecht, gut oder mittelmässig sein. Als Kontakt- und Gesprächsforum sind sie unerlässlich und müssen genutzt werden, wie es Willy Brandt bei seiner öffnenden Ostpolitik formulierte.
            – Vermute übrigens, dass Bernardo trotz des Verlustes Ihrer Restachtung weiterhin eingermassen zurechtkommt.

        • Novalis
          26.06.2019, 9:48 Uhr.

          In fast all diesen Ländern regieren Autisten der Macht. Da dürften gute Beziehungen schwierig sein. Und im Übrigen: Wer mit unseren Werten in diesem schönen Land nichts anfangen kann, kann gern nach Ungarn, Polen oder Russland.

          • Silberdistel
            28.06.2019, 11:06 Uhr.

            Novalis
            26.06., 9:48 h
            Welches Traumziel ist denn das Ihrige? Das Amazonasgebiet wäre zumindest als Bildungsreise wahrscheinlich nicht so schlecht geeignet, um sich von indigenen Völkern deren Ansichten zu „Gender-Mainstreaming“, „one-world“ und damit verbundenen „clash of civilisations“ sowie „CO2-Bepreisung“ abzuholen. Die neuen „German-Angst“-Ideologiehypes, die international ohnehin nur noch ein an die Stirn tippen hervorrufen.

    • Wanda
      22.06.2019, 19:31 Uhr.

      Bernardo 22.06.2019, 09:24
      – Ignorieren Sie diese dümmlichen Vorwürfe! Sie werden stets dann gebraucht, wenn es keine schlüssigen Argumente gibt. Vereinfacht: alles was nicht links ist, ist automatisch rechts. Ein etwas naiv-primitives Weltbild einfacher Gemüter, da kann man nichts machen.
      Konservativ ist demnach natürlich auch ganz rechts und das „Unwort“ patriotisch bedeutet selbstverständlich nationalistisch oder gleich Nazi. Handelt sich um nichts anderes als eine Art angemasster Deutungshoheit.
      Für einen französischen Sozialisten oder Kommunisten (ich denke da an Marchais) war es die höchste Beleidigung, ihn nicht als Patrioten anzuerkennen. Für seine italienischen Kollegen Berlinguer und Craxi gleichermassen. So unterschiedlich sind die Sichtweisen im Vergleich zu DEU.
      – Mir hat man das in früher Jugend einmal so erklärt:
      Schau dir deine Hände an. Die linke und die rechte haben alles gemeinsam: den Finger in der Mitte und dann jeweils 2 rechts- und 2 links-orientierte Finger. Und danach folgte noch der Ausspruch, der mich als jungen Burschen (zugegeben) anfangs einigermassen verwirrte: die rechte Hand ist die, wo der Daumen links-, die linke Hand jene, wo der Daumen rechts sitzt. Ohne Daumen jedoch taugen unsere Hände nichts. Allenfalls die Zeigefinger, die aber nur zum Denunzieren…

      • bernardo
        24.06.2019, 10:13 Uhr.

        @ Wanda: Sie haben recht mit allem, was Sie schreiben. Der Niedergang der Linken, die die globalistische Agenda übernommen haben, ist bemerkenswert. Die Hochburgen des PCF sind jetzt Hochburgen des RN Le Pens, und die einst linke Hochburg Emilia-Romagna ist jetzt eine Hochburg von Salvinis Lega.

      • Silvia
        24.06.2019, 11:16 Uhr.

        Wanda
        22.06.2019, 19:31 Uhr.

        Damit sprechen Sie auch mir aus dem Herzen, zumal ich gerade im so genannten „Nachbarblock“ denselben Angriffen ausgesetzt bin.

        • Wanda
          25.06.2019, 16:01 Uhr.

          Silvia 24.06.2019, 11:16
          – Muss man gelassen sehen. Empfehle das Sprichwort „Was stört es die Eiche…“

        • Carla Maltese
          26.06.2019, 7:10 Uhr.

          Übrigens, da ich gerade leicht erkrankt mehr Zeit habe als ich dachte, habe ich mich auch mal im „Nachbarblog“ umgesehen.
          Ganz ehrlich? Da hauen Sie teilweise auch ganz schön giftig um sich!

          Und sind wir mal ehrlich: Als Sie mich damals „obrigkeitshörig“ genannt haben, eine schlimmere Beleidigung geht kaum: Für das gleiche Vergehen Ihnen gegenüber hätte ich hier eine lebenslange Sperre kassiert. Sie durften das.

        • neuhamsterdam
          29.06.2019, 19:47 Uhr.

          Silvia, 24.06.2019, 11:16 Uhr.
          „Nachbarblock“
          ??? Ich habe jetzt etwas rumgegoogelt in der Befürchtung es wäre JENEr Blog gemeint, der hier ungenannt bleiben sollte. Und das ist auch gut so! Dann habe ich den gemeinten gefunden und – uuiuiuiuiui – er sollte schon aus Ehrfurcht hier nicht genannt werden, denn es ist doch hier das Papst-Geflüster…
          Und niemand hat hier „JEHOVA“ gesagt!
          Neeeeeeee neee neeeee nee!!! — Nööö nö nö nöö…

  • Novalis
    22.06.2019, 15:04 Uhr.

    „Sonderweg“. Mit Verlaub, mit diesem Wort verdreht man die Wirklichkeit. Es gibt 23 katholische Rituskirchen, die den Papst als Oberhaupt anerkennen. 22 kennen den Zwangszölibat (an den sich nicht nur m.E. kein Priester hält, weil die bis auf die asexuellen Wenigen wie alle anderen Menschen auch masturbieren) NICHT. Nur eine hat nach einer tausendjährigen anderen Tradition und GEGEN ausdrückliche Bescheide eines ökumenischen Konzil den Zwangszölibaz eingeführt. Die römisch-lateinische Kirche hat hier einen Sonderweg, der z.B. in Afrika völlig kulturfremd ist. Der Sonderweg des Zwangszölibats ist zu beenden. Um der geistigen und körperlichen Gesundheit der Priester wegen.

    • Wanda
      22.06.2019, 18:54 Uhr.

      Novalis 22.06.2019 15:05
      – Wo gibt es denn da einen Zwang ? Natürlich bin auch ich dafür den Zölibat abzuschaffen. Dennoch: die geistige und körperliche Gesundheit von Priestern, die sich freiwillig für den Zölibat entscheiden, ist doch ganz allein deren Bier. Oder glauben Sie, die haben ihre Entscheidung zum Priesteramt in einem Zustand geistiger Unzurechnungsfähigkeit getroffen ?
      – Viel eher sehe nicht nur ich das viel grössere Problem (und da gibt´s ganz kräftige Hinweise), dass sich einer bestimmt veranlagten Gruppe die exzellente Möglichkeit bietet, in der Tarnung ihres geistlichen Amtes den potentiellen, meist minderjährigen Opfern zu nähern. Und das wiegt wesentlich schwerer als die Gesundheit der erlauchten geweihten Täter. Was übrigens zu beweisen war…

      • Silvia
        24.06.2019, 11:20 Uhr.

        Wanda
        22.06.2019, 18:54 Uhr.

        Volle Zustimmung in allen Punkten.

      • Carla Maltese
        24.06.2019, 18:41 Uhr.

        Meinen Sie daß ein Priester nichts weiter ist als jemand der zölibatär lebt oder auch nicht??
        Wenn ein Priester nichts wäre und nichts täte, bräuchten wir hier nicht über die Priesterweihe für Frauen zu diskutieren! Einsiedler kann schließlich werden wer mag.

        Priester ist ein spezieller Dienst zu dem Gott einen beruft, um bestimmte wichtige Aufgaben in den christlichen Gemeinden zu tun. Nicht jeder der zu diesen Aufgaben berufen ist, ist aber auch zum Zölibat berufen! Gibt genug Beweise die das belegen.

        Würden Sie es für angemessen halten, von Personen die sich zum/r Ingenieur/in oder zum/r Musiker/in eignen, einen Zölibatseid zu verlangen? Nein, gell?

        • Wanda
          25.06.2019, 15:26 Uhr.

          Carla Maltese 24.06.2019, 18:41
          – Wollen Sie mit Ihrer Antwort etwas ausdrücken, füllen Sie diese mit Sinn…

          • Silvia
            27.06.2019, 11:27 Uhr.

            Wanda
            25.06.2019, 15:26 Uhr.

            Ich habe in besagter Antwort auch nur Widersprüche entdeckt. Mir ist inzwischen meine Energie zu schade, auf Beiträge zu reagieren, die erkennbar keinen Sinn haben. Und ich muss auch nicht mehr auf persönliche Angriffe hier im Blog antworten.

            Ihr Spruch mit der Eiche passt da sehr gut.

      • Carla Maltese
        24.06.2019, 20:22 Uhr.

        Es geht hier nicht um den Männergesangsverein dem man beitritt oder auch nicht, wenn einem der Zwang zum Smoking missfällt!

        Es geht hier um komplette Berufs- und Lebenswege. Die Leute wollen sein können was sie sind: Zum Priesteramt berufen aber nicht alle zum Zölibat!

        Wir bräuchten nicht über die Öffnung des Priesteramtes für Frauen zu diskutieren, wenn es um irgendetwas nebensächlichles ginge.

    • Silberdistel
      22.06.2019, 21:04 Uhr.

      Novalis
      22.06., 15:04 h
      „kulturfremd“: Interessant, das sie nun selbst diese Vokabel verwenden, über die sie sich in einem der vorigen threads bei der Redaktion noch bitter beklagten! Diejenige welche, die als angeblich „nationalsozialistisch profiliertes Wort – mit Hilfe dieser Vokabel wurden nämlich die deutschen Juden nach 1933 um ihre staatsbürgerlichen Recht gebracht – die Juden seien ´kulturfremd´“.
      Und noch interessanter, das sie „kulturfremd“ für Afrika zubilligen, für Europa bzw. Deutschland jedoch nicht! – Ist aber sicher nur eine angestrengte Korinthenkackerei, ganz ohne jegliche inhaltliche Bedeutung. Genau wie ihre vorige Klage 😉

      • Novalis
        24.06.2019, 10:44 Uhr.

        Hehe, hab also jemanden zum Nachdenken gebracht. Schön, dass Sie so aufmerksam lesen. Vielleicht denken Sie noch weiter.

        • Wanda
          25.06.2019, 16:05 Uhr.

          Novalis 24.06.2019, 10:44
          – Ihr Eigenlob würde ich eher als „autogol“ sehen…

        • Wanda
          26.06.2019, 16:42 Uhr.

          Novalis 24.06.2019, 10:44
          – schon drollig, wenn man Sie (wie Silberdistel) bei Ihren Widersprüchen packt, stellen Sie das als gewollte Anregung zum Mitdenken dar? Ziemlich peinlich…

    • Heilbründl
      23.06.2019, 11:05 Uhr.

      Jetzt bin ich überfordert – 22 katholische Kirchen?
      Welche sind denn das?
      Ich kenne griechisch orthodox!
      Danke für Ihre Antwort.

      • Novalis
        24.06.2019, 10:54 Uhr.

        Neben der lateinischen Kirche (also uns römischen Katholik*innen) erkennen den Papst als ihr Oberhaupt an:
        die Armenisch-katholische Kirche, Syro-Malankara Katholische Kirche, Syrisch-katholische Kirche, Syro-Malankara Katholische Kirche, Chaldäisch-katholische Kirche, Syro-malabarische Kirche, Äthiopisch-katholische Kirche, Koptisch-katholische Kirche, die griechisch-katholische Kirche der Griechen, Bulgaren, Albaner, Melkiten, Georgier, Rumänen, Ruthenen, Slowaken, Ungarn, Weißrussen, Kroaten, Serben, Makedonen und v.a. der Ukrainer, und vor allem gibt es sogar eine römisch-katholische Denomination für die Anglikaner.
        Das alles sind Katholik*innen wie wir, erkennen den Papst als Oberhaupt an – und haben keinen Zwangszölibat.

        • Heilbründl
          25.06.2019, 20:06 Uhr.

          Danke Novalis, hatte ich nicht gewusst!

          • Novalis
            27.06.2019, 13:27 Uhr.

            Gern geschehen. Und Sie sehen: Den Sonderweg haben nicht die anderen (katholischen und nichtkatholischen) Kirchen, sondern einzig die lateinische Kirche.

      • Silvia
        24.06.2019, 11:27 Uhr.

        Es gibt auch die „mit Rom“ unierten orientalischen Kirchen, die verheiratete Priester haben.

        Das Problem bei all diesen Kirchen sehe ich darin, dass nur vor der Priesterweihe geheiratet werden darf, danach nicht mehr.

        In der rk Kirche dürfen die ständigen Diakone nach der Weihe auch nicht mehr heiraten.

        • Novalis
          26.06.2019, 9:51 Uhr.

          Schon wieder lauter Falschinformationen.

          „Das Problem bei all diesen Kirchen sehe ich darin, dass nur vor der Priesterweihe geheiratet werden darf, danach nicht mehr.

          In der rk Kirche dürfen die ständigen Diakone nach der Weihe auch nicht mehr heiraten.“

          In den unierten Kirchen muss vor der Diakonenweihe geheiratet werden. Und selbstverständlich gibt es auch die durchaus praktizierte Dispens zur Wiederheirat für verwitwete ständige Diakone, die Kinder haben.
          Bitte informieren Sie sich doch einfach vorher.

          • Silvia
            27.06.2019, 11:38 Uhr.

            Novalis
            26.06.2019, 9:51 Uhr.

            Dass verwitwete ständige Diakone, wenn sie kleine Kinder haben, eine Dispens zur Wiederverheiratung bekommen können, ist mir durchaus bekannt.

            Aber seit wann stellt eine solche Ausnahmeregelung die Norm da? Ich bin vom NORMALFALL ausgegangen, und der schließt nun mal für ständige Diakone eine Heirat nach der Weihe aus.

            Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel.

      • Carla Maltese
        24.06.2019, 18:30 Uhr.

        Es gibt da die mit Rom unierten Ostkirchen. Griechisch-katholisch, maronitisch, usw.

        Wir sind hier nicht gemeint, denn wir sind zwar katholisch, unterstehen aber nicht dem Papst.

  • Silvia
    22.06.2019, 17:34 Uhr.

    Mich interessiert vor allem, welche neuen Ämter für Frauen angedacht sind. Denn zumindest im deutschsprachigen Raum haben wir Pastoral – und Gemeindereferentinnen, die ihre Aufgaben in der Seelsorge haben.

    Mit dem Begriff „Amt“ war ja wohl bisher immer das Weiheamt vom Diakon bis zum Bischof gemeint. Geweihte Diakoninnen sind offenbar nicht gemeint, Priesterinnen sowieso nicht. Was also dann? Darauf bin ich sehr gespannt.

    Die viri probati werden bereits seit dem 2. Vatikanum immer wieder mal ins Gespräch gebracht.

  • Carla Maltese
    22.06.2019, 21:05 Uhr.

    Jetzt zum Artikel:

    Bei den „Viri Probati“ bin ich halt arg skeptisch, ob das nicht all denjenigen wehtut, die weiter zölibatär leben müssen. Nach dem Motto: Warum darf der, aber ich nicht?

    Irgendwann wird auch das Zölibat in der römisch-katholischen Kirche fallen. Es funktioniert einfach nicht.
    Man hat es wohl mal eingeführt um eine erbliche Priesterkaste zu verhindern, aber solche Sorgen braucht man heute nicht mehr zu haben.

    Das soll jetzt nicht heißen daß automatisch alle zölibatären Priester schlecht sind! Da würde ich, glaube ich, auch zwei Exemplare bei uns beleidigen, soweit ich weiß. Außerdem gehören zu den coolsten römisch-katholischen Priestern oft ausgerechnet Ordenspriester, z.B. die Franziskaner bei uns. Und die tollen US-Nonnen die mit dem Vatikan ärger hatten darf man nicht vergessen! Bewundernswert was die leisten!

    Aber es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht ob das Zölibat eine freiwillige Sache ist, oder jemand zwanghaft ständig etwas wichtiges von sich selbst leugnen und verdrängen muss.
    Genau dann ist es erst recht da. Wie ein Elefant im Hausflur.

    Das Zölibat als Zwang war gleich eines der ersten Dinge die bei der Gründung der altkatholischen Kirche abgeschafft wurden. Den Leuten hätte es ja eigentlich egal sein können, schließlich betraf es sie nicht direkt,. Aber anscheindne hatte man schon damals das Empfinden, daß mit diesem Priesterstand etwas nicht stimmt.

    Wie es aussieht, siehe oben, ist wohl auch die Öffnung von Ämtern für Frauen nicht allein eine deutsche „Luxusforderung“. Das Empfinden, daß es mit der rein männlichen Hierarchie nicht mehr weitergehen kann, scheint breit geteilt zu werden.

    Vermutlich auch von den von Priestern vergewaltigten Nonnen.

    Bzw. anderes Beispiel: Frau hat schon 5 Kinder, HIV-positiver Mann kommt häufiger betrunken heim, Arzt sagt daß eine weitere Schwangerschaft für sie lebensgefährlich wäre, aber Priester sagt daß sie in die Hölle käme wenn sie an Verhütung auch nur zu denken wagt.
    Ich kann mir gut vorstellen, daß die Frau auch die Schnauze voll hat von einer Kirche in der Männer allein über Fortpflanzung entscheiden.

    Sind wir mal ehrlich: In dem Zustand in dem die römisch-katholische Kirche ist sieht es nicht danach aus, daß Männer allein fähig wären, die Verantwortung zu tragen.

    Aber daß Franziskus vorsichtig sein will um keine Spaltung zu riskieren ist verständlich. Bei den Anglikanern soll es ja kuriose Zustände geben…

    Aber… ganz ehrlich??
    Daß die römisch-katholische Kirche nicht der einzige Bereich ist, wo es noch viele Exemplare gibt, die an einer Unterrangigkeit der Frau festhalten, Frauen für „weniger wert“, zumindest für weniger kompetent, weniger fähig zum Tragen von Verantwortung und per se emotional instabil halten, stimmt leider auch.
    Wenn wir ehrlich sind, ist es teilweise auch noch in meinem eigenen Berufsstand zu spüren. Bei manchen vor allem mittelständischen familiengeführten Unternehmen bräuchte ich mich garnicht erst zu bewerben. Wenn, dann nur für Doku oder Einkauf.
    Gerade hier in Deutschland ist die Situation noch immer schlechter als z.B. in Spanien.
    Und, ganz ehrlich: Die gepfefferten Sprüche die Andrea Nahles zum Vorwurf gemacht werden: Ein Herbert Wehner konnte sich noch weit schlimmer benehmen und ist heute noch Kult!

    „An vielen Stellen setzt sich das Papier mit der Verstrickung der Kirche in Ausbeutung und Unterdrückung der Indigenen auseinander.“
    Auch etwas wofür man dankbar sein darf.
    Der Anteil der Kirche an der Unterdrückung und Vernichtung der Indianer Nord- und Südamerikas ist einer der schlimmsten Schandflecken dieser Kirche, der noch lange nicht genug gebüßt wurde.

    Ohnehin bin ich der Meinung,daß wir uns nicht nur bei den Indigenen entschuldigen sollen, sondern daß wir sie ernst nehmen müssen. Jetzt wo wir immer stärker sehen daß unsere weiße Art zu leben an ihr Ende kommt, haben uns die Indigenen viel zu sagen. Sie können uns viel beibringen.

    Was Asien angeht:
    Wenn man in einem Land gerade ganz andere Sorgen hat als Kirchenreformen, dann ist das China.
    Aus China kommen derzeit leider nie gute Nachrichten, das Land verwandelt sich mehr und mehr in Nordkorea. Jetzt wegen 30 Jahre Tiananmen haben sich hier Exilchinesen geäußert: Einer sagte: China besteht aus Leuten die Angst machen und Leuten die Angst haben. Und ein anderer warnt davor, daß die Partei beginnt, wie Putin Einfluss auf die Medien hier zu nehmen. Und Franziskus, das war die dümmste Entscheidung seiner Amtszeit, ist den chinesischen römischen Katholiken auch noch mit Anlauf in den Rücken gefallen mit seinem Abkommen mit Xi Jinping.

    Grundsätzlich habe ich zu Franziskus aber folgenden Eindruck:
    Er versucht allen Ernstes den alten Titel des Papstes der unter den letzten Päpsten nurnoch ein hohles leeres bedeutungsloeses Wort ist, wieder gültig zu machen.
    „Pontifex“. D.h. „Brückenbauer“.
    Die ganze Welt kennt das Wort, aber vor Franziskus hatte es keine Bedeutung mehr.
    Franziskus versucht tatsächlich, Pontifex zu SEIN.

    • Silvia
      24.06.2019, 11:34 Uhr.

      Die viri probati können meiner Meinung nach nur der Anfang sein, quasi, um eine Presche zu schlagen.

      Mir wäre es wichtig, dass dieser exklusive „Männerbund“ eine Öffnung erfährt durch Priester, die Ehefrauen und Kinder haben.

      Damit wäre der Priesterberuf wahrscheinlich auch nicht mehr so anziehend für Männer mit problematischer Sexualität oder für Männer, die zumindest im engeren Kollegenkreis keine Frauen haben wollen. Wenn zu diesem Kollegenkreis verheiratete Männer gehören würden, würde sich manches entspannen, hoffe ich zumindest.

      • Carla Maltese
        25.06.2019, 20:11 Uhr.

        Im ersten Moment sehe ich allerdings schon auch verletzte Gefühle kommen. Die die weiter zölibatär leben müssen, müssen mit Kollegen leben die ein ganz normales Familienleben haben dürfen.

        Wojtywa soll ja eine Freundin gehabt haben…
        Und wissen Sie was? Die nehme ich ihm ÜBEL!! Meiner Meinung nach war er eh schon ein katastrophaler Papst, aber die Freundin hat die letzte Möglichkeit vernichtet, daßich an ihm ein gutes Haar finde.
        Ganz einfach deswegen weil er sich da wie ein absolutistischer Monarch ein Privileg gegönnt hat das er allen anderen Priestern verboten hat. Das ist so eine Art, so richtig die eigene Macht raushängen zu lassen.
        Und, mal ehrlich, hat die Freundin irgendwas genützt? Nö, er hatte nach wie vor das Frauenbild das er nunmal hatte! Und das brauche ich wohl nicht weiter zu kommentieren…

        • Silvia
          27.06.2019, 11:44 Uhr.

          Was die Freundin von JPII angeht, die übrigens verheiratet war, habe ich mal mit einem inzwischen verstorbenen Pfarrer, den ich gut kannte, gesprochen.

          Der hat sich über diese Heuchelei auch furchtbar geärgert, so nach dem Motto „und unsereins hat sich ein Leben lang mit dem Zölibat gequält“.

          Das war übrigens ein gemäßigt konservativer Priester, kein Alt68er.

      • Novalis
        26.06.2019, 9:56 Uhr.

        Bresche.

      • Novalis
        26.06.2019, 10:00 Uhr.

        „Damit wäre der Priesterberuf wahrscheinlich auch nicht mehr so anziehend für Männer mit problematischer Sexualität oder für Männer, die zumindest im engeren Kollegenkreis keine Frauen haben wollen.“
        Da haben Sie den Nagel auf den Kopf getroffen. Das ist DER Grund von Ratzinger, Müller, Voderholzer und Oster, am Status quo nichts zu ändern. Denn die Änderung träfe sie in ihrem Seelenzustand – und ihre […]* Spießgesellen. Gerade Ratzinger hat das pädophile Monster Murphy ja gerade nicht suspendiert.

        *Der Beitrag wurde wegen des Verstoßes gegen die Netiquette editiert.

    • Wanda
      25.06.2019, 17:28 Uhr.

      Carla Maltese 22.06.2019, 21:05
      – Sie sollten einige Ihre „allgemein-gültigen“ Weisheiten vielleicht vorher nochmal überdenken, bevor Sie diese kundtun:
      1. speziell die kritisierten mittelständischen Unternehmen werden zu einem wesentlicher Teil von Frauen geführt, mitgeführt oder sind gar in deren Hand…
      2. Grossfirmen (z.B. in der Autoindustrie) haben in der elektronischen- und Robotsteuerung sehr erfolgreich die hohen und verantwortlichen Posten mit weibl. Spezialisten/Ingenieuren besetzt und das schon seit Jahrzehnten…
      3. was die angeblich so „umwelt-weisen“ Indigenen als Vorbild angeht: von deren ersten sesshaften- bis zu den Hochkulturen weiss man heute sehr genau, dass diese ihre Umwelt total ausplünderten bis die Bevölkerung nicht mehr zu ernähren war und dann ihre Siedlungsgebiete aufgeben mussten, was gleichzeitig deren kulturelles Ende oder Verschwinden bedeutete. Von wegen im Einklang mit Mutter Natur…
      Die noch nomadenhaft lebenden Indigenen in den weitgehend menschenleeren Regionen betraf das weniger: waren die Jagd-und Sammelgründe ausgebeutet oder nicht mehr ergiebig genug zog man weiter und diese konnten sich regenerieren. Das aber war nicht etwa deren Einsicht zu verdanken sondern lediglich deren noch unsesshafter, weniger entwickelter Kuturstufe…
      4. Zu China sagte einmal Helmut Schmidt sehr weise (sinngemäss): „Wir müssen uns von unserer arroganten Sichtweise verabschieden, der zufolge unsere Vorstellung von Politik, Staat und Regierungsform die einzig richtige ist, um sie kulturell und gesellschaftlich total anders entwickelten Völkern und Regionen mit ihrer gänzlich anderen Mentalität als „westliche Segnung“ zu empfehlen oder gar zu exportieren… Diese, wie im Fall China, besitzen als uralte tausendjährige Kulturen wesentlich mehr Erfahrung als Europa wie volkreiche bzw. übervölkerte Imperien geführt und regiert werden können. Unsere oberlehrerhaften Maszstäbe reichen da in keiner Weise aus und laufen ins Leere“…

  • Novalis
    24.06.2019, 11:02 Uhr.

    „Man hat es wohl mal eingeführt um eine erbliche Priesterkaste zu verhindern, aber solche Sorgen braucht man heute nicht mehr zu haben.“

    Richtig, bei sovielen Schwulen… Mittlerweile ist es doch so, dass unter den Verweigerern der Aufhebung die meisten Bischöfe deswegen gegen die Aufhebung sind, weil dann deutlich würde, wieviele ihrer Pfarrer nicht mit einer Frau, sondern mit einem Mann zusammenleben würden. Noch kann man sich hinter „Es gibt nur Mann-Frau-Phantasien“ verstecken, aber es ist wie bei Galilei. Die Wahrheit, dass das so nicht stimmt, setzt sich durch. Das hat zum Konservatismus jüngst auch Sascha Lobo treffend bemerkt: „Klassisch Konservative sträuben sich so lange gegen notwendige Veränderungen, bis sie vergessen haben, warum. Dann finden sie eine konservativ klingende Begründung für den Wandel („Bewahrung der Schöpfung“ für Umweltschutz), deuten rückwirkend das eigene Schaffen um und hatten schon immer recht. Deshalb twittert die CDU jetzt dauernd von ihren gigantischen Klima- und Umwelterfolgen. Neulich wurde Angela Merkel von der amerikanischen Universität Harvard mit Lob überschüttet für ihr Lebenswerk, bestehend aus, haha, Ehe für alle, Mindestlohn und Atomausstieg. Gegen alles drei hat sie gekämpft, bis es nicht mehr anders ging. Entweder weil sie in eine Falle tappte (Ehe für alle), weil die SPD ihren Kampfgeist kurz wiederfand (Mindestlohn). Oder weil die Realität manchmal einfach andere Pläne hat als die Konservativen – und hier schließt sich der Kreis zu Fukushima.“
    Letztlich sind Konservative Entwicklungsverhinderer. Aber selbst die Lehre der Kirche entwickelt sich, und deswegen sollten sich solche Verhinderer genau überlegen, ob sie sich Gott selbst, der diese Entwicklung will, in den Weg stellen.

    • Silberdistel
      25.06.2019, 10:48 Uhr.

      Novalis
      24.06, 11:02 h
      „Was sich bewährt hat kann bleiben und Fehlentwicklungen werden korrigiert“ ist das sinngemäße Credo des ´survival of the fittest´ in der Schöpfung. Wer sich allerdings allein auf die Korrektur fokusiert, der findet sich am Ende einer Entwicklung nicht selten bei den Verlierern wieder.
      Die Bibel ist ein gutes Buch! In ihr sind Hoffart und Torheit allerdings fast so umfänglich beschrieben, wie der gute Glauben. Ähnlich verhält es sich mit Geschichtsbüchern. In denen sich bis zum Überdruss nachlesen läßt, wie die „Umstürzler“ und deren Hypes, schließlich wie am Ende einer großen, sich nach unten drehenden Spirale, jeweils endeten. Nämlich als Verlierer.

    • Silvia
      25.06.2019, 12:14 Uhr.

      Novalis
      24.06.2019, 11:02 Uhr.

      Wobei Sie verkennen, dass es gerade der Zölibat ist, der den Priesterberuf für homosexuelle Männer so anziehend macht.

      Ohne den Zölibat gäbe es unter den Priestern auch nicht mehr homosexuelle Männer als in anderen Berufsgruppen. Und deswegen wird von Seiten homosexueller Priester der Zölibat am heftigsten verteidigt, weil man unter sich bleiben will und dabei noch den Anschein wahren kann, etwas ganz Besonderes zu sein.

      • Novalis
        27.06.2019, 13:25 Uhr.

        Das verkenne ich gar nicht, sondern stimme Ihnen zu. Es sind aber nicht die Homosexuellen, die mit ihrer Orientierung im Reinen sind, die das Problem im Priesterberuf darstellen, sondern die „Klemmschwestern“, also die Heuchler mit Doppelmoral. Aber sehen Sie vermutlich auch so.

    • bernardo
      25.06.2019, 15:23 Uhr.

      Haha, Gott will also den Mindestlohn und die „Ehe für alle“. Und natürlich ist er Greta-Fan. Gott mit uns, wie es auch die Pastorin bei der Abschlussfeier in Dortmund meinte…

      Merkel ist nicht in eine Falle getappt, sie wollte das sperrige Thema nicht zum Wahlkampfthema der SPD machen: Deshalb hat sie es „abgeräumt“, wie sie das mit so vielen Themen gemacht hat. Über den Mindestlohn bestand vorher schon Einigkeit, nur dass die Union den Begriff „Lohnuntergrenze“ präferierte. Nun zu Gott: Gott ist kein SPD-, Linken- oder Grünenwähler (auch kein CDU- oder FDP-Wähler). Die Entwicklung, die er will, ist die Entwicklung des einzelnen Menschen in freier Entscheidung zu dem Menschen, als der er von Gott vor aller Zeit gedacht wurde. Das „werde, der du bist“. Mit billiger Parteipolitik hat das gar nichts zu tun.

    • Wanda
      25.06.2019, 15:42 Uhr.

      Novalis 24.06.2019, 11:02
      – Was Ihren Letzten Absatz angeht: welch simples Weltbild! Sei’s drum: seelig sind die…, usw.
      P.S. beim Zitat meinem Sie diesen (ua.) Spiegel-Kommentator, der um wahrgenommen zu werden, unter dem exotischen Namen Sascha Lobo und mit roten Hahnekamm firmiert? Nun, da gäbe es noch andere, die sich mir als Zitat-Lieferant verbieten würden. Ist doch etwas gewagt (denke dabei an Relotius).

    • Carla Maltese
      25.06.2019, 19:28 Uhr.

      Naja, die Behauptung daß 50% der römisch-katholischen Priester schwul wären habe ih auch schon gehört, halte ich doch für arg hoch gegriffen.
      Schon angesichts der Anzahl heimlicher Priesterkinder. Die fabriziert man(n) logischerweise mit einer Frau.

      Der Regierung Merkel müssen wir vor allem ankreiden, daß sie gerade den BRAUNKOHLEausstieg komplett verpennt hat. Den Ausstieg aus dem dreckigsten und ineffizientesten aller heute gebräuchlichen Energieträger. Lesen Sie mal eine Heiz- und Brennwerttabelle. UND WIR HABEN DUTZENDE ERGASKRAFTWERKE DIE STILLSTEHEN ODER NICHT AUSGELASTET SIND; AAAARRRRRRGGGG!!!!!!
      Der Kohlekompromiss, Ausstieg bis frühestens 2038, kam ja gereade deswegen zustande weil den (zensiert) JETZT!! aufgefallen ist, daß man für die Lausitz ewig nichts getan hat.
      Das Ende des Steinkohlebergbaus im Ruhrgebiet wurde mehr als 20 Jahre lang vorbereitet. Die Politik hat kräftig ins Ruhrgebiet invesiert, sogar einen Fluß haben sie bekommen, d.h. die Emscher wurde renaturiert und, eine technisch bewundernswerte Leistung, eine Kanalisation unter einen bestehenden Ballungsraum gezogen. Trotzdem war die Schließung des letzten Bergwerkes, Prosper Haniel, eine hochemotionale Angelegenheit, bei der sogar ich ergriffen war und ein wenig Trauer nicht leugnen konnte, da ich selbet mal 9 Monate im Ruhrgebiet gelebt habe, sogar sehr gern.
      Es wird befürchtet daß die Lausitz, wenn man jetzt sofort die Braunkohletagebaue dort dichtmacht, nachdem man da nichts anderes aufgebaut hat, endgültig restlos an die Faschisten fällt.

      Was den Atomausstieg angeht:
      Ich habe selbst schon auf einer AKW-Baustelle gearbeitet. Alles in allem kann ich es aber heute nicht mehr befürworten, derart viel Aufwand und derart viele Ressourcen in eine endliche(!!) Energiequelle zu stecken, wenn eigentlich genug regenerative Energie da ist, also für uns nutzbar wäre, um die ganze Menschheit 100 Mal zu versorgen.
      Persönlich profitiere ich aber von der Zeit auf der AKW-Baustelle, da sie mir eine penible Exaktheit in allen technischen Dokumenten beigebracht hat. Privat bin ich sehr unordentlich, aber beruflich bin ich anderst. In allem was technische Dokumente angeht, bin ich äußerst kleinlich und penibel. Da dulde ich noch nicht einmal eine im Fließbild falsch herum eingezeichnete Rückschlagklappe. Und gehe höheren Hierarchiestufen auf die Nerven, wenn von einer Rohrleitungsisometrie zur nächsten 12 mm fehlen.

      Dringend gesachlossen werden muss Tihange!!!
      Ja, ich mache mir Sorgen. Ein Reaktor, egal ob Chemie- oder Atom-, sollte eigentlich schon der Druchgeräterichtlinie entsprechen.
      Man muss dazu auch sehen, in welchem Zustand sich Belgien befindet. Immer wieder steht die Scheidung kurz bevor und alles wichtige bleibt liegen. Waren Sie schonmal in Charleroi?

      • Novalis
        27.06.2019, 15:09 Uhr.

        Rechnen Sie damit, dass sich 95% der Priester nicht an den lebenslangen Zölibat halten. Vielleicht wird Ihnen dann zwar anders, sollten Sie einmal in der römisch-katholischen Kirche den Leib Christi aus der Hand eines solchen Priesters erhalten (sie wissen ja nicht, wo diese Hand vor der Messe war), aber der moralische Status eines Priesters ändert nichts an der Gnadenvermittlung.

      • Wanda
        27.06.2019, 17:43 Uhr.

        Carla Maltese 25.06.2019 19:28
        – allen Enstes: haben Sie ein Minderwertigkeitsproblem, dass sie hier im Gegensatz zu den anderen Teilnehmern fast all ihre Diskussionsbeiträge mit Ihren beruflichen Qualifizierungen, Anstellungen, Erfahrungen und persönlichen Befindlichkeiten glauben untermauern zu müssen ? Das macht Ihre Beiträge nämlich auch so langatmig und geht oft am Thema vorbei…

    • Wanda
      27.06.2019, 17:25 Uhr.

      Novalis 24.06.2019 11:02
      – Nette Simplifizierung „Die Konservativen sind die Entwicklungsverhinderer“…
      Vielleicht erinnern Sie sich, dass der Sie belastende Paragraph 175 (wie Sie selbst bekennen) Juni 1994 unter der konservativen CDU/Kohl-Regierung abgeschafft wurde und nicht etwa unter der vorherigen linken, also progressiven SPD-Regierung. Da stimmt also irgendwas an Ihrer These nicht, oder ?
      P.S. Die stramm linke kommunistische (also nicht konservative) sondern nach eigenem Bekunden progressive DDR kehrte trotzdem 1949 zur alten Reichsfassung des Paragraphen zurück, um ihn 1968 in ähnlicher Weise neu zu formulieren und strich ihn erst 20 Jahre später ersatzlos.

  • Carla Maltese
    25.06.2019, 21:59 Uhr.

    Was mich an konservativen Positionen halt wirklich sehr nervt, ist dieses: Einerseits Härte gegen Menschen die eh Außenseiter sind aus welchem Grund auch immer, bzw. besonderst verletzlich, arm oder Flüchtling oder transsexuell, andererseits aber Weichlichkeit gegenüber den Mächtigen, also daß die Moral die man den Schwachen und Verletzbaren um die Ohren haut gegenüber Machthabern plötzlich windelweich ist.

    • bernardo
      27.06.2019, 9:56 Uhr.

      „In another sense, however, conservatism does rest in a system of belief, and is opposed as much to the theory as to the practice of socialist and liberal politics.“ Sir Roger Scruton

      Hätten wir weniger Sozialingenieure, die meinen, ihre irrigen Theorien in die Praxis umsetzen zu müssen, sähe die Welt wohl ein bisschen besser aus.

      „​Der progressive Christ macht seinem Gegner schöne Augen, damit ihm sein Glaube verziehen werde.“ Nicolás Gómez Dávila

    • Novalis
      27.06.2019, 13:23 Uhr.

      Das wäre ja nicht konservativ. Das ist reaktionär und rechtsradikal, was Sie schreiben – es tarnt sich nur. Ansonsten volle Zustimmung. Wohin man gerät, wenn man sich diesen Leuten vertraut macht, zeigt Erika Steinbach. Wer Menschen so angiftet, wie sie es getan hat, der bereitet Mördern die geistige Bahn.

  • bernardo
    27.06.2019, 10:43 Uhr.

    @ CM: Sie schreiben, man könne nicht gleichzeitig Faschist und Christ sein. (Ich stimme dem zu, auch wenn Faschismus nichts mit dem Schutz von Außengrenzen, Zöllen gegen China oder Ablehnung der gay marriage zu tun hat. Das erhellendste Buch über den Faschismus stammt von Paul E. Gottfried, Fascism: The Carreer of a Concept.) Ich frage mich, ob Sie auch der Aussage zustimmen können, man könne nicht gleichzeitig Kommunist und Christ sein. Oder ist der Kommunismus eine tolle Idee, die leider immer nur falsch angewendet wurde?

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