Petersplatz in 360 Grad

Aus Anlass der Heiligsprechung von Mutter Teresa an diesem Sonntag gibt es ungewöhnliche Einblicke in den Vatikan. Mit einem 360 Grad-Video können sich die User auf dem Petersplatz umschauen, ohne selbst nach Rom kommen zu müssen. Gleiches gilt für das Zimmer, in dem Mutter Teresa immer wohnte, wenn sie sich in der Ewigen Stadt aufgehalten hat. Die 360 Grad-Filme sind für VR-Brillen (Virtual Reality) optimiert, können aber auch auf dem normalen Rechner (Desktop) geschaut werden. Technische Informationen dazu gibt es hier. Die Filme gibt es zudem auf der VR-Seite des ZDF.

Das ZDF-Team beim Dreh für die 360 Grad-Filme auf dem Petersplatz. (Quelle: Erbacher)

Das ZDF-Team beim Dreh für die 360 Grad-Filme auf dem Petersplatz. (Quelle: Erbacher)

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Jürgen Erbacher

Seit Juli 2018 leite ich die ZDF-Redaktion "Kirche und Leben katholisch", für die ich seit 2005 über die Themen Papst, Vatikan, Theologie und katholische Kirche berichte. Dafür pendle ich regelmäßig zwischen Mainz und Rom - meiner zweiten Heimat. Dort habe ich vor meiner ZDF-Zeit mehrere Jahre gelebt und für Radio Vatikan gearbeitet. Studiert habe ich Politikwissenschaft und Katholische Theologie in Freiburg i.Br. und Rom.

14 Kommentare

  • Wanda
    04.09.2016, 0:46 Uhr.

    Es ist schon schwierig sich einen Gott als heilig vorzustellen, welcher der Bibel zufolge seinem auserwählten widerspenstigen Volk mal im Zorn, mal rachsüchtig, mal strafend, mal parteiisch, mal eifersüchtig, mal gewogen, mal anstiftend und (erst im NT) liebend daherkommt…
    Dass aber normale, fehlerhafte, eben menschelnde Menschen von Ihresgleichen kraft (Papst-)Amtes oder göttlicher Eingebung zu Heiligen erklärt werden, ist tatsächlich nur in der röm.-kath. Kirche möglich.
    P.S. und es wäre doch gelacht, wenn sich die zwingende Voraussetzung der erforderlichen Wunder nicht bewerkstelligen liesse

    • Alberto Knox
      05.09.2016, 12:42 Uhr.

      „(erst im NT) liebend daherkommt“. wer solches sagt, hegt und pflegt antijudaistische vorurteile, einmal davon abgesehen, dass es ein gewaltätiges gottesbild auch im neuen testament zuhauf gibt. das zeigt mir nur, dass es nicht um ein eigenes, verantwortetes urteil, sondern um das nachplappern von vorurteilen geht.

      „Dass aber normale, fehlerhafte, eben menschelnde Menschen von Ihresgleichen kraft (Papst-)Amtes oder göttlicher Eingebung zu Heiligen erklärt werden, ist tatsächlich nur in der röm.-kath. Kirche möglich.“

      auch wieder: ein vorurteil. auch die orthodoxen kirchen kennen heiligsprechungen – und eine solche besagt nur, dass die kirche davon mit gewissheit ausgeht, dass die/der betreffende nun in der ewigkeit bei gott selig ist.

      • Wanda
        05.09.2016, 18:20 Uhr.

        Wie sollten denn wohl auch die betreffenden Heiligen in der Ewigkeit bei Gott etwas anderes als selig sein ?
        P.S. nur zur Begriffsklärung abseits von Religion: alle und alles befinden sich in der Ewigkeit, in welchem Zustand auch immer, ob tot oder lebendig…

        • Alberto Knox
          07.09.2016, 17:32 Uhr.

          unter uns: wir befinden uns in der zeit (also einem ablauf) und nicht in der Ewigkeit (die sozusagen eine stehende Gegenwart ist).

          • Wanda
            09.09.2016, 2:13 Uhr.

            Ansichtsache: wir stehen im beweglichen Zentrum – zurück geht’s zeitlich endlos (oder ewig) und voraus ebenfalls…

          • Alberto Knox
            09.09.2016, 20:06 Uhr.

            @wanda,

            sie haben den philosophisch durchaus nicht irrelevanten unterschied zwischen fortdauernder zeit (perpetuitas) und ewigkeit (aeternitas) nicht verstanden.

  • Silvia
    04.09.2016, 22:40 Uhr.

    Ich sehe Heiligsprechungen kritisch, seit es unter JPII eine wahre Inflation davon gegeben hat.

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