Der Papst, die Umwelt und der Präsident

Es wäre zu schön gewesen, wenn der Papst hätte etwas bewegen können! Doch auch sein Gespräch mit Donald Trump konnte den US-Präsidenten nicht umstimmen. Wie schon im Wahlkampf angekündigt, werden sich die USA vom Pariser-Umweltabkommen verabschieden. Ein Vertrauter des Papstes, der Leiter der Päpstlichen Sozialakademie Erzbischof Marcelo Sanchez-Sorondo, hatte gestern bereits erklärt, ein Ausstieg der USA aus dem Klimaschutzabkommen wäre „auch eine große Schmach“ für den Vatikan. Nun ist Franziskus nicht nachtragend, dennoch wird sich diese Entscheidung auf die Beziehungen zwischen der katholischen Kirche und der US-Regierung negativ auswirken. Es ist ein weiteres Feld, auf dem beide Seiten unterschiedliche Positionen vertreten – zusätzlich zu Fragen der Sozialpolitik, der Migration und der Bildung. Für Papst Franziskus ist Lebensschutz mehr als die Frage: „Wie hältst Du’s beim Thema Abtreibung?“ Die Übereinstimmung in dieser Frage mit Donald Trump wird nicht ausreichen als Basis für ein gutes Miteinander, auch wenn Franziskus immer wieder von dem kleinen offenen Spalt in der Tür spricht, der Ausgangspunkt für die Suche nach weiteren Gemeinsamkeiten sein soll. Die US-Bischofskonferenz kritisierte den Präsidenten scharf: „Präsident Trumps Entscheidung wird den Menschen in den Vereinigten Staaten und der Welt Schaden zufügen, insbesondere den ärmsten, schutzbedürftigsten Gemeinden.“

Papst Franziskus ließ die Entscheidung von Präsident Trump heute zunächst unkommentiert. Er traf sich mit Kindern und Jugendlichen und beantwortete deren Fragen.(Quelle: reuters)

US-Bischofskonferenz in Opposition

Donald Trump konnte bei seiner Wahl auch auf die Stimmen vieler Katholiken zählen. Er muss daher vorsichtig sein, dass er diese Wähler nicht allzu sehr verprellt. Zwar gehören viele von ihnen wohl auch zu den Kritikern des Papstes. Ihnen schmeckt seine Kapitalismuskritik ebenso wenig wie sein Einsatz für Migranten und sein erweiterter Begriff des Lebensschutzes. Doch sollte Trump nicht zu sehr mit dem Feuer spielen. Denn er bringt den immer mächtiger werdenden Latino-Anteil der Katholiken in den USA gegen sich auf, wenn er sich gegen den Latino-Papst stellt. Das könnte in vier Jahren, wenn es um eine mögliche Wiederwahl geht, vorausgesetzt Trump bleibt so lange im Amt, den Stimmenanteil der weißen US-Katholiken relativieren.

Man darf gespannt sein, wie der Vatikan und die US-Bischofskonferenz langfristig auf das Politikgebaren Trumps reagieren werden. Franziskus ist ein Mensch, der von der Basis her denkt. Das gilt bei allen seinen Reformbemühungen auch innerhalb der katholischen Kirche. Daher könnte eine zentrale Frage sein, wie man die Oppositionskräfte an der Basis stärken kann. Mit den Kolumbusrittern gibt es eine der größten katholischen Laienbewegungen der Welt in den USA. Der Chef, Carl Anderson, geht im Vatikan ein und aus. Er hatte dem Vernehmen nach auch seine Finger im Spiel, als es um die Vorbereitung des Besuchs von US-Präsident Trump im Vatikan ging. Er könnte jetzt die „Truppen des Papstes“ mobilisieren. Übrigens rief der Vatikan heute in einer Botschaft zum Fastenmonat Ramadan Christen und Muslime zu einem verstärkten Engagement für die Umwelt auf.

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Jürgen Erbacher

Seit 2005 berichte ich für die ZDF-Redaktion „Kirche und Leben katholisch“ über die Themen Papst, Vatikan, Theologie und katholische Kirche. Dafür pendle ich regelmäßig zwischen Mainz und Rom - meiner zweiten Heimat. Dort habe ich vor meiner ZDF-Zeit mehrere Jahre gelebt und für Radio Vatikan gearbeitet. Studiert habe ich Politikwissenschaft und Katholische Theologie in Freiburg i.Br. und Rom.

22 Kommentare

  • Silberdistel
    03.06.2017, 8:42 Uhr.

    In der Angelegenheit des Klimaschwindels hat Trump ganz einfach recht, was schnell klar wird wenn man nicht der größten Propaganda […]* aufsitzt, sondern sich in Ruhe den Faktencheck anschaut: Ganze ca. 0,04 % des propagandistisch verrufenen „Gift-“ und Treibhausgases Kohlendioxid befindet sich in der Atmosphäre. Davon werden ca. 0,012 % anthropogenen, also menschlichen Ursprungs, zugeschrieben. Warum dieser geringe Anteil des „Treibhausgases“ CO² am Klimageschehen völlig zu vernachlässigen ist, ergibt sich nicht nur anhand der geringen „Konzentration“, sondern schlichtweg aus der Vergangenheit des Klimas: Es ist belegt, das der erdgeschichtliche Anteil des CO² früher sehr viel höher war (bis zu 0,15 %) und der Planet deshalb auch nicht in Klimakatastrophen versinken mußte. Im Gegenteil, Leben hat sich unter diesen Umständen erst entwickelt! Die Natur selbst hat dann über die Zeit den Kohlenstoff C aus dem CO² in die heutigen fossilen Energieträger, sowie in riesigen Kalksteingebirgen, abgelagert. Dieser Prozess dauert im Übrigen heute immer noch an. Heißt, die heutige CO²-„Konzentration“ von ca. 0,04 %, stellt somit, trotz neuzeitlicher menschlicher Aktivität, immer noch das absolute Minimum dieses Anteils des Spurengases CO² dar. Zynisch könnte man sogar behaupten, das man durch Verbrennung der Atmosphäre nur das zurück gibt, was einst ohnehin ihr eigen war. So ist wissenschaftlich ebenso gesichert, das das Klima auch nicht vom CO²-Gehalt der Atmospähre gesteuert wird, sondern von ganz anderen einflussreicheren Faktoren.
    Um was es beim Klimaschutzabkommen tatsächlich geht, ist eine gigantische globale Umverteilung finanzieller Mittel. Weg von den auf dem Papier reicheren Nordländern, hin zu den Entwicklungs- bzw. industriellen Schwellenländern im Süden. Hauptsächlich an China und Indien, damit ihnen Alternativen zur Verbrennung von fossilen Energieträgern zur Verfügung gestellt werden können. Deher sieht die Hochfinanzindustrie darin einen neuen tollen Markt, in dem in Zukunft die Luft zum Atmen auch noch verkauft werden kann, bzw. mit Abgaben versehen werden kann und protegiert diesen mit. Ebenso wie hauptsächlich die Politik, die in der Neoideologie „Klimaschutz“ ihre neue Existenzberechtigung ausgemacht hat. Und sich in Deu nicht gescheut hat über politisch finanzierte Institute einen ´Klimapapst´ zu installieren. Ein ´Klimapapst´, der dann dank Bundesministerin für Bildung und Forschung ad und ihres Zeichens heutige Botschafterin Deu´s im Vatikan, Frau „Dr.“ Annette Schavan, beim rk-Papst aufschlagen und dort vorsingen durfte. Im Sinne der Propaganda ein genialer Schachzug, da man somit der Kampagne das päpstliche Image des Schuldbewusstseins hinzufügen konnte.

    Wen sollte es eigentlich wundern, das Trump unter so einem fragwürdig zustande gekommenen Geschäftsmodell des „Klimaschutzes“ einen schlechten deal für sein Land sieht?! Zumal seine Forschungsinstitute, sowie Putins russische, keinen klimatischen Handlungsbedarf sehen. Oder ist jemand der Meinung Trump wie Putin sind zu Ihrer Ansicht nur bei Whiskey bzw. Vodka gekommen??

    Das Klimaschutzabkommen ist auch deswegen ein schlechter deal, da der Umwelt- und damit Lebensschutz global auf ein völlig falsches Gleis gesetzt wird. Wichtiger wäre es die fragilen Humusschichten des Planeten vital zu halten und dessen Gewässer sauber. Denn beide sind vom Eintrag vom modernen Menschen verursachten chemischer und teils radioaktiver Stoffe betroffen, die dort und vor allem in die Nahrungskette, keinesfalls hingehören. – Wirklicher Umweltschutz und damit Lebensschutz, setzt in deren naturgemässe Reinhaltung an und nicht in der Veränderung des Anteils eines Spurengases der Atmosphäre. Dies ist nämlich schlichtweg technisch gar nicht möglich und vor allem im Sinne der Schöpfung nicht nötig.

    *Der Beitrag wurde wegen des Verstoßes gegen die Netiquette editiert.

    • Brigitta
      04.06.2017, 18:17 Uhr.

      Die Umverteilung der Geldmittel wäre ja schon ein riesiger Fortschritt, wenn diese Geldmittel z.B. bei den Staaten ankämen, die das Geld dringend brauchen

    • Alberto Knox
      04.06.2017, 21:02 Uhr.

      es gibt natürlich keinen klimaschwindel. und selbstverständlich können weitaus geringere prozentanteile chemischer substanzen eine weitaus verheerendere folge zeitigen. z.b. kann man menschen mit weit geringeren gewichtsanteilen vergiften. vielleicht sollten nichtchemiker, nichtbiologen und nichtklimawissenschaftler einfach schweigen, wenn sie nichts fachkundiges wissen.

      • Silberdistel
        06.06.2017, 9:33 Uhr.

        Brigitta
        04.06., 18:17 h
        Sie meinen doch nicht in der Art wie etwa bei den Milliardentransfers nach Griechenland? – Es wäre allerdings auch ein riesen Fortschritt wenn Geld in Deutschland selbst an den maroden Schulen, Universitäten, bei Alleinerziehenden, Kindergärten, Rentnern und denjenigen ankäme, die mittlerweile 2 Jobs machen müssen, nur um von einem zum nächsten Monat über die Runden zu kommen.

        Alberto Knox
        04.06., 21:02 h
        Man kann sich allerdings fachkundig machen im Informationszeitalter, auch über hochkomplexe Fachgebiete. Sie und der Papst als Theologen wagen es sich ja auch zu äußern, obwohl mir bis zum heutigen Datum nicht bekannt war, das Physik oder gar „Klimaschutz“ Teil des Theologiestudiums ist. Und wenn sie das chemisch und physikalisch träge CO² in der Wirkung mit Giften oder Drogen vergleichen, dann werfen sie mir das vor was explizit ihr eigenes Defizit ist.

        • Alberto Knox
          07.06.2017, 11:08 Uhr.

          man sollte nicht vergessen, dass der papst immerhin auch einen abschluss in chemie hat. und daher mit sicherheit mehr zum thema weiß als die meisten hier.

        • Brigitta
          09.06.2017, 16:22 Uhr.

          Beides ist notwendig – sowohl Griechenland als auch die Unterstützung hier vor Ort – nur für die maroden Schulen sind die Länder zuständig (bis jetzt und erst mit der Neuordnung des Finanzausgleichs kann jetzt der Bund eingreifen). Wenn die Länder das Geld für anderes ausgeben, was ihnen wichtiger erscheint, dann ist halt kein Geld mehr für die Infrastruktur mehr da.

      • bernardo
        06.06.2017, 9:46 Uhr.

        Ach, sind Sie jetzt nicht nur Theologe, sondern auch Meteorologe und Klimatologe? Der „Klimawandel“ ist weder fake noch Tatsache noch Glaubensakt, auch wenn er teils Züge einer säkularen Religion besitzt, sondern Paradigma, eine vorherrschende wissenschaftliche Lehrmeinung, die sich gegenüber anderen Lehrmeinungen durchgesetzt hat. Gut möglich, dass dies in 20 oder 30 Jahren anders ist und man dann so vom „Klimawandel“ spricht wie heutzutage vom, in den 1980er Jahren prognostizierten „Waldsterben“.

        • Silvia
          07.06.2017, 10:48 Uhr.

          bernardo
          06.06.2017, 9:46 Uhr.

          Genauso sehe ich das auch. Die Wälder stehen zum Glück noch. Übrigens, nicht zu vergessen, das Ozonloch, das heute auch kein Thema mehr ist.

        • Alberto Knox
          07.06.2017, 11:10 Uhr.

          a) beim waldsterben hat man ja gottlob umgesteuert.
          b) wenn man in ostblockländer schaut – und dort besonders die situation um 1990 – dann waren die wälder dort flächendeckend tot.

          si tacuisses…

        • Brigitta
          09.06.2017, 16:14 Uhr.

          Und woher kommt dann bitte, dass sich die Gletscher in den Alpen fast halbiert haben, das Eis in der Arktis schon fast verschwunden ist und der Wasserstand in der Nordsee inzwischen um 20cm gestiegen ist ….
          Es gäbe noch weitere Beispiele, aber das führt hier zu weit.

  • Wrightflyer
    03.06.2017, 21:00 Uhr.

    LEIDER hatte ich recht, es war Zeitverschwendung für Franziskus.

    Ich will nimmer.

    Ehrlich, ich will nimmer.

    Ich halts nimmer aus.

    Da telefoniere ich gestern in aller Unschuld mit meiner Mutter und sie hat schon wieder was auf Lager: „Das Trumpeltier hat…“
    …habe ich also gemacht daß ich hier schnellstmöglich ins Internet komme: Ja, allerdings, er hat schon wieder etwas fabriziert.

    Ich weiß nicht wies den Mitschreibern hier geht, aber ich komme mir so langsam vor wie im Stalinismus.
    Ständig und überall dieses Gesicht, egal was ich aufmache: GMX, Facebook, Spiegel Online…
    Und da wundern sich manche noch, warum ich mir etwas mehr eigene staatliche Souveränität wünsche!!

    So, der Grund warum ich mich hier schon wieder melde obwohl ICH EIGENTLICH DREI WOCHEN AUSZEIT NEHMEN WOLLTE!!!!! ist der, daß dieses Thema extrem wichtig ist und ich in der Vergangenheit gemerkt habe, daß es unbedingt auf eine feste naturwissenschaftliche Basis gestellt werden muss, sonst wird es wieder völlig konfus hier.

    Also, worum gehts es beim Klimawandel, was geschieht?

    Der Mechanismus ist eigentlich ganz einfach, es geht um die Absorption von Wärmestrahlung.

    Die Sache ist die:

    Es gibt das sogenannte elektromagnetische Spektrum. Die Sonne strahlt über eine große elektromagnetische Bandbreite und diese Strahlen kommen bei uns an. Für einen Teil dieses Spektrums ist die Athmosphäre nahezu komplett durchlässig, an diesen Teil haben wir uns angepasst und nennen es „sichtbares Licht“. Es enthält alle Farben die wir kennen.
    Es gibt aber außerdem noch infrarotes und ultraviolettes Licht, rechts und links von dem für uns sichtbaren Bereich. Bienen sehen auch ultraviolett, Schlangen infrarot.

    Das allein schafft allerdings noch nicht die Verbindung zum Klimawandel, da muss man noch etwas anderes verstehen.

    Es gibt prinzipiell nur drei Arten des Wärmetranportes:
    Konvektion, d.h. Wärme wird von einem strömenden Fluid mitgenommen, Wärmeleitung durch einen Körper und Wärmestrahlung.
    Jeder erhitzte Körper strahlt Wärme ab. Die Erde auch, denn sie ist ja (zum Glück!) wärmer als das All.

    Die Wellenlänge der Wärmestrahlung hängt von der Temperatur des strahlenden Körpers ab. Die Erde strahlt mit ihren durchschnittlichen Oberflächentemperaturen im Infrarotbereich.

    Und hier kommen die Treibhausgase ins Spiel. Sie verursachen, daß die Durchlässigkeit der Athmosphäre für infrarote Strahlung sinkt.

    D.h. die Sonne erwärmt die Erde, wie sie es schon seit Jahrtausenden tut, aber die Erde strahlt weniger Wärme als früher ins All zurück.

    Was ist ein Farbstoff, d.h. was sind Farben?
    Wenn Licht auf ein weißes Blatt Papier trifft, reflektiert dieses Blatt Papier nahezu das gesamte Licht.
    Wenn das Licht auf so einaltmodisches Blatt Kohlepapiert trifft, falls noch jemand eine alte Schreibaschine daheim hat, schluckt das Blatt Papier nahezu das gesamte Licht.
    Zwischen den beiden Extremen gibt es zahlreiche Varianten, nämlich wenn ein Körper nur einen Teil des Lichtes schluckt und den Rest zurückwirft. Das sehen wir dann als Farben.
    Pflanzen sind deswegen grün weil das Chlorophyll gerade den grünen Anteil des Lichtsprektrums nicht verdauen kann und deswegen zurückwirft.
    Die Farben die wir sehen sind also gerade die Wellenlänge des Lichtes oder die Mischung aus Wellenlängen die von einem Körper nicht geschluckt sondern reflektiert wird.
    Man kann ziemlich genau sagen: Die Treibhausgase färben die Athmosphäre!

    Jeder von uns kennt übrigens den Effekt, ob man im Hochsommer mit dunkler oder heller Kleidung rumläuft: Es ist schon eine beachtliche Energiemenge die man bei ungeschickter Kleidungsauswahl abbekommt!

    Kann man mit so einem vergleichsweise geringen Anteil an CO2 in der Athmosphäre (nicht einmal 1%) die Athmosphäre nennenswert färben, so daß ein merkbarer Unterschied bei der Absorption oder Reflexion elektromagnetischer Strahlung spürbar ist?
    Ja, kann man….

    Hier muss ich mal angeben: Ich habe selbst schon Kunststoffpulver mit Hilfe von überkritischem CO2 mit organischen Farbstoffen gefärbt. Weil ich den Anteil Farbstoff der mir ein nennenswertes Färbeergebnis erzeugt rausfinden wollte aber nicht wiegen konnte weil das eine oder andere verlorene Pulverkorn natürlich mein Ergebnis verfälscht hätte, habe ich das Zeug in ein spektroskopisches Speziallabor gegeben… und eine Pleite erlebt. Meine Farbstoffanteile waren so dermaßen winzig, daß wir sie nicht rausbekommen haben. Zusatz- und Begleitstoffe in den Kunststoffen haben alles überlagert.
    Gefärbt war das Zeug aber! Sogar ziemlich kräftig!
    Ein Miniwinzanteil vom richtigen Farbstoff reicht schon absolut wenn man etwas gefärbt haben will!

    Die ersten ernsthaften Berechnungen zum menschengemachten Klimawandel kanem übrigens von Svante Arrhenius, einem sehr wichtigen Chemiker der 1927 starb. Das Thema liegt also schon lange in den Schubladen!

    Auch ein Begriff den man hier kurz erläutern muss, weil er in der Vergangeheit des öfteren vorkam, allerdings nicht unbedingt korrekt, ist der Begriff „chaotisches System“.
    Ein chaotisches System ist eines in dem kleine Ursachen verdammt große Wirkung haben, aber es ist keineswegs ein System in dem plötzlich keine Naturgesetze mehr gelten würden!
    Die Hauptsätze der Thermodynamik gelten da selbstverständlich auch!

    „Aber das kann man mit Computermodellen doch garnicht….“
    Heutzutage berechnen Computer ja gerade auch komplexe Strömungsvorgänge!

    Hat sich das alles ein deutscher „Klimapapst“ ausgedacht? Ist es „German Angst“?
    Da überschätzt man die eigene nationale Bedeutung aber gewaltig, wenn man bedenkt daß auch Länder wie China oder Indien ernsthafte Schritte in Sachen CO2-Reduktion unternehmen wollen.

    Den Mechanismus des Klimawandels kennen übrigens nicht nur Klimaforscher und Meteorologen, sondern auch Astronomen und Astrophysiker. Schließlich sind Lichtspektren deren täglich Brot! Immerhin hoffe man ja derzeit gerade, lebensfreundliche Exoplaneten zu finden. Dazu müssen die Teleskope irgendwann so fein sein, daß man deren Athmosphäre analysieren kann.

    Ich möchte daher Ihnen, @Sehr geehrte Redaktion, vorschlagen, einmal Prof. Harald Lesch hier zu Wort kommen zu lassen. Der kann das sicher besser erklären als ich.

    Nach dem was mir bereichtet wurde, spekulieren schon manche daß das Ende des amerikanischen Zeitalters gekommen sein könnte.
    Ich habe nichts dagegen, aus mehreren Gründen.
    Mein Verständnis von Demokratie ist, daß jeder seine eigene Regierung wählen kann und nicht von einer Regierung weit weg regiert wird, die er garnicht wählen darf!
    Außerdem sind noch immer viele Länder die zwischen im Kalten Krieg zwischen den Giganten USA und Sowjetunion zerrieben wurden heute noch kaputt, außerdem zeigt die Joint Vision 2020 die noch unter Clinton verabschiedet wurde, daß das auf Weltherrschaft um jeden Preis ausgerichtete Gedankengut auch in den USA nicht einfach 1989 verschwunden ist. Eine Hegemonialmacht die sich selbst als die Krone der Menschheit sieht der sich alle anderen zu unterwerfen haben, beschützt einen so lange wie man ihr strategisch nützt.
    Schließlich und endlich haben frühere US-Präsidenten jeden Krieg bekommen den sie wollten. GERADE die coolen, smarten, intelligenten, gebildeten.
    Ein Bill Clinton hat so viele Irakis sterben lassen während des Embargos, UNICEF schätzt allein die Anzahl der deswegen gestorbenen Kinder auf eine halbe Million.
    Ein Barack Obama hat den Drohnenkrieg intensiviert und Whistleblower in den eigenen Reihen gnadenlos verfolgt.
    Und schließlich sei in Erinnerung gerufen, daß Nixon den Vietnamkrieg von der Lichgestalt Kennedy geerbt hatte.
    Auch frühere US-Präsidenten haben sich geziert, Klimaabkommen oder dem internationalen Strafgerichtshof beizutreten.

    Wenn ich es recht bedenke, hat die US-Außenpolitik gerade das Gesicht das sie schon immer hatte, das man nur nicht so genau sehen wollte, weil es mit einem Bill Clinton oder Barack Obama charmant und nett geschminkt wurde.
    Noch Fragen warum ich keine Schminke mag??

    Donald Trump ist gegen Abtreibungen, schön und gut.
    Aber ist er deswegen ein Lebensschützer??
    Das frägt man am besten ein Kind im Jemen.
    Eins von den Kindern die gerade verhungern weil die Saudis und der Iran dort einen Stellvertreterkrieg fürhren.
    Die Saudis denen Trump gerade einen gigantischen Waffendeal angeboten hat.

    Und im ürbigen bleibt mir zu sagen:
    Ich bin heute in einem Fluss geschwommen. Mit kritsllklaren Wasser und süßen kleinen Fischen und Libellen. Und heute morgen im Zelt hat mich ein phänomenales Vogelkonzert geweckt.
    Deswegen, nicht wegen dem Papst oder der Regierung, verzichte ich auf meinen großen Traum von einem Flugschein für so eine Cessna. Oder andere sehr dreckige Hobbies.
    Dieser Planet ist wunderschön, aber leider viel zerbrechlicher als man noch 1970 geglaubt hatte!!

    • Wrightflyer
      04.06.2017, 6:57 Uhr.

      Muss gleich los, eins noch ganz kurz:

      Wichtiger noch als Trump ist Steve Bannon, der der Trump die Richutng vorgibt. Und der ein glasklarer Faschist ist. Man sollte sich mit ihm und seinem Gedankengut intensiver auseinandersetzen.
      Und sich anschließend fragen ob man denn wirklich eine herrschende Hegemonialmacht haben will die einen nach gutdünken bzw. geostrategischen Geklüsten entweder beschützt oder zerstört.

      Ich bin mehr für ein neues Zeitalter der Demokratie und global gültiger Menschenrechte.

      Und im übrigen:
      Die Vögel halten hier morgendliche Generalkonferenz… wir haben einen wunderschönen Planeten. Und niemand dem dieser Planet egal ist, hat auch nur das geringste Recht, sich Christ zu nennen. Denn all das ist Gottes Schöpfung. (nur bei Katzen bin ich mir nicht so sicher und Quallen sind, nun ja, offensichtlich von woanderst her).

      • Silberdistel
        08.06.2017, 1:43 Uhr.

        Wrightflyer
        04.06., 6:57 h
        Denn all das ist Gottes Schöpfung. (nur bei Katzen bin ich mir nicht so sicher…) Zitatende.
        Sie stehen mit dieser Aussage allerdings in guter katholischer Tradition: Es gab sogar einen diesbezüglichen Erlass, den „summis desiterantes affectibus“ durch Papst Innozenz VIII aus dem Jahre 1484. Dieser leitete ein 300jähriges Martyrium der Katze, parallel der Hexenverfolgung, ein. – Ein gutes Beispiel dafür, wie rein psychologische Hypes sich völlig verselbstständigen können ( Welch hübsche Analogie zum >antropogenen< Klimawandel). Wer Katzen wirklich kennt und sich keinen selbst ausgebrüteten Phantasien hingibt, der müsste wissen welch engelsgleiche, liebevolle Wesen sie in Wirklichkeit sind.

    • Krakebusch
      06.06.2017, 19:58 Uhr.

      @Wrightflyer: „Dieser Planet ist wunderschön…“

      Und ich genieße grad – untermalt von Vogelgezwitscher – einen irrsinnigen Doppelregenbogen.

      Du empfiehlst Harald Lesch (was waren das für legendäre Gespräche im Nachtprogramm des BR), ich empfehle Dir den Wissenschaftsblog von Florian Freistetter, seines Zeichens Astronom. Der hat noch jede […]* dieser Welt wissenschaftlich auseinandergenommen – was leider sinnlos ist, weil Verschwörungstheoretiker an ihrer Verschwörungstheorie festklammern, bis zum geht nicht mehr. Macht aber trotzdem Laune, da mitzulesen (unbedingt auch die Beiträge zu „Nibiru“…Spoiler: Überraschenderweise alles Quatsch.^^)

      *Der Beitrag wurde wegen des Verstoßes gegen die Netiquette editiert.

  • Wrightflyer
    03.06.2017, 21:05 Uhr.

    Ich werde übrigens die nächsten Tage definitiv nicht die Möglichkeit haben, ins Internet zu kommen.
    Wenn ich also mich hier an der Diskussion nicht weiter beteilige, heißt es nicht daß ich z.B. silberdistel recht geben würde, es heißt nur daß ich die nächsten Tage nicht online bin.
    Bitte, sehr geehrte Redaktion, schalten Sie das frei, damit ich nicht doof dastehe!

    • Silberdistel
      04.06.2017, 21:09 Uhr.

      Wrightflyer
      03.06., 21:00 h + 21:05 h
      […]*
      Sie beschreiben den Effekt der Absorption von Wärmestrahlung in der Atmosphäre als Maschinenbauingenieurin ja auch im Ansatz richtig. Nur ganz nüchtern wissenschaftlich betrachtet übersehen sie das:
      a) Der Klimawärmehaushalt natürlich auch noch von anderen Faktoren abhängt, als von den propagandagefällig genannten „Treibhausgasen“. So ist 1.) unser primärer Energielieferant, die Sonne, zu nennen. 2.) Die jeweilige Umlaufbahn, bzw. Neigung des Planeten zur Sonne. 3.) Die Wolkenbildung mit ihren großen weißen Abstrahlflächen. 4.) In der Atmosphäre enthaltene Staubpartikel. 5.) Kosmische Einstrahlungen 6.) Die Verteilung und Richtungen der globalen Wärmeströmungen in Atmosphäre wie in den Meeren. Dies alles sind keine Konstanten, sondern Variablen, die insbesondere in ihren >chaotischen< Wechselwirkungen nicht prognostiziert werden können. So entstehen auf ganz natürliche Weise langperiodische natürlich schwankende Klimazyklen, die mit menschlichem Einfluss überhaupt nicht in Korrelation stehen.
      Und b) Der anthropogene Anteil an CO² bei nur angenommenen und längst nicht schlüssig bewiesenen (CO² ist auch ein s.g. Temperaturfolger) ca. 0,012 % liegt. Diese ohnehin nur marginale Erhöhung ist gar nicht geeignet solche enormen Verwerfungen des globalen Klimas hervor zu rufen, wie die Klimapropagandisten das in ihren Computerrechenmodellen ausgerechnet haben wollen.

      Natürlich haben die Industrieschwellenländer und größeren CO²-Emittenten China (28,21 %) und Indien (6,24 %) ganz erhebliche Umweltprobleme. Jedoch regionale in den Industrieballungsgebieten und keinesfalls wegen den CO²-Emissionen. Sondern weil ihre bisherigen Kohlekraftwerke Staub- und sonstige Dreckschleudern sind, die Umweltbewußtsein niedrig. Der Anteil Deu an der anth. CO²-Emission beträgt übrigens ganze 2,23 % (Zahlen für 2016). Also ganze 2,23 % an den 0,012 % angenommener anthropogener Gesamtein-fluss…..

      Leider sind auch ganz erhebliche Skandale seitens der Klimakatastrophen-propagandisten auf zu führen. Z.B.: "climategate", "Himalayagletscher-schmelze", "Emissionshandel-Betrug", sowie wissenschaftlich schwerwiegend manipulative Darstellung von Grafiken. Zu Letzterem benannt die berühmte und gern vorgeführte "hockeystick-Kurve", die den drastischen Anstieg des vom Menschen verursachten Klimawandels beweisen soll. – Nur finden sie im erdgeschichtlichen Gesammtdiagramm aller bekannten Klimazyklen mehrerere solcher "hockeystick-Kurven". Also abrupte Klimaänderungen in der ein oder anderen Richtung, in einem relativ kurzen Zeitfenster, ohne das man die Ursache dafür kennen würde – außer den von mir weiter oben bereits ausgeführen. Geschweige denn der Mensch dafür die Ursache gewesen sein könnte. Nicht ganz wissenschaftlich seriös also das Gebaren der Klimakatastrophenpropagandisten…. Das Motiv dafür gleich noch mit geliefert: Es geht in der Klimawandeldebatte schon jetzt um mehrstellige Milliardenbeträge.

      *Der Beitrag wurde wegen des Verstoßes gegen die Netiquette editiert.

      • Brigitta
        09.06.2017, 16:29 Uhr.

        Nur dass wir den Dreck schon seit 200 Jahren in die Luft schleudern und er sich dort angesammelt hat – lies nach bei Latif und anderen Wissenschaftlern, die Chinesen dies aber erst seit 50 – 70 Jahren tun ….

  • bernardo
    03.06.2017, 21:48 Uhr.

    „und sein erweiterter Begriff des Lebensschutzes“ Was genau habe ich mir darunter vorzustellen? Das weitgehende Schweigen vieler Bischöfe, wenn es um Abtreibungen geht? Die Fixierung auf die Migrationsfrage? Das Schwadronieren einiger Papstfans über „Barmherzigkeit“, als wäre Barmherzigkeit ein Gutheißen aller Positionen? Der mit Händen zu greifende Irenismus, der sich freilich nicht auf die Konservativen, geschweige denn auf die Piusbruderschaft bezieht? Fragen über Fragen…

    Man kann den Begriff „gespalten“ auch auf die Katholiken in den USA anwenden. Allerdings wäre Trump mit dem Klammerbeutel gepudert, würde er sich mit Franziskus anlegen. Ich vermute, er wird (anders als bei anderen Staatschefs) den Papst öffentlich loben, allerdings kein Jota von seiner Agenda abweichen. Letztlich wahlentscheidend wird seine Haltung nicht sein, zumal durch Wikileaks die antikatholische Stoßrichtung führender Demokraten offensichtlich geworden ist. Trump mag also für viele Katholiken das geringere Übel sein:

    Hier ein paar Beispiele.

    *Der Beitrag wurde wegen des Verstoßes gegen die Netiquette editiert.

    • Jürgen Erbacher
      Jürgen Erbacher
      04.06.2017, 14:59 Uhr.

      „Erweiterter Lebensschutz“ bedeutet, dass es Papst Franziskus nicht nur um die strikte Ablehnung der Abtreibung geht, sondern dass er sich mit gleicher Dringlichkeit auch für menschenwürdige Lebensbedingungen einsetzt. Für Franziskus gehört zum Lebensschutz mehr als nur die strikte Ablehnung der Abtreibung.

      • Silvia
        04.06.2017, 16:59 Uhr.

        Zum Lebensschutz gehört auch der Schutz am Lebensende, also das Eintreten für menschenwürdiges Sterben, z.B. in Hospitzen und auf Palliativstationen, statt Euthanasie.

        Dazu gehört auch das Eintreten für das Lebensrecht behinderter Menschen von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod.

        Dazu gehört praktische Hilfe und Unterstützung für ungewollt schwangere Frauen und unverheiratet schwangere Frauen, wie es die kirchlichen Beratungsstellen, die es heute in DIESER Form nicht mehr gibt, taten.

      • Alberto Knox
        04.06.2017, 21:04 Uhr.

        danke für ihre sachliche und ruhige richtigstellung, herr erbacher, auf unsachliche gehässigkeiten, nur weil manche einfach nicht akzeptieren können, dass ihre liebgewordene form christlichen gebarens nichts mit christus zu tun hat.

  • carn
    06.06.2017, 13:16 Uhr.

    Die Analyse lässt am Schluss am bißchen was außer Acht:

    „Daher könnte eine zentrale Frage sein, wie man die Oppositionskräfte an der Basis stärken kann. Mit den Kolumbusrittern gibt es eine der größten katholischen Laienbewegungen der Welt in den USA. Der Chef, Carl Anderson, geht im Vatikan ein und aus. Er hatte dem Vernehmen nach auch seine Finger im Spiel, als es um die Vorbereitung des Besuchs von US-Präsident Trump im Vatikan ging. Er könnte jetzt die „Truppen des Papstes“ mobilisieren.“

    Anderson und die Kolumbusritter gegen den Republikaner Trump, der wenigstens verbal gegen Abtreibung ist, und damit indirekt für die Demokraten, für die Abtreibung nahezu uneinschränkbares Grundrecht zu sein scheint, zu mobilisieren, dürfte nicht klappen, denn der betreffende Anderson hat explizit Abtreibung als besonderes Kriterium benannt, was Katholiken bei ihrer Wahlentscheidung beachten sollen:

    bitte googlen nach: carl Anderson abortion

    erster Link vom 2. August 2016

    „Voting for pro-abortion politicians? There’s no excuse, head Knight of Columbus says“

    Als echte Opposition zu Trump wird der wohl nicht agieren wollen, solange eben die Demokraten oder Trump ihre jeweilige Haltung nicht ändern.

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