In eigener Sache

Liebe Leser und Leserinnen dieses Blogs,

immer wieder stehen wir als Redaktion vor der Frage, wie wir mit einigen Kommentaren in diesem Blog umgehen sollen. Sie wissen selbst, wie immer wieder persönliche Angriffe und Sticheleien hier das Klima beeinträchtigen. Oft ist es Ermessensfrage, ob ein Kommentar gegen die Netiquette verstösst oder nicht. Dann fühlen sich die Autoren ungerecht behandelt. Wir wollen aber gerecht und fair sein beim Editieren.

Wir haben uns daher entschlossen, keinen Kommentar mehr zu veröffentlichen, der andere Blogteilnehmer persönlich anspricht, ob lobend oder kritisierend. Dadurch können wir die Kommentarfunktion weiter erlauben und den Austausch von Sachargumenten ermöglichen.

Wir hoffen, dass dadurch mehr Sachlichkeit herrscht und bitten um Verständnis.

39 Kommentare

  • Peter S.
    18.02.2016, 19:39 Uhr.

    Ich denke, das wird die Diskussion um Themen versachlichen. Ins Persönliche gehende Streit- oder Lob-Beiträge dienen dem Inhalt wenig.

  • Doktor Krakebusch
    18.02.2016, 22:08 Uhr.

    Bin ich hier im Kindergarten, oder was? Wenn ich niemanden „lobend oder kritisierend“ ansprechen darf, lass ich es gleich ganz sein – wozu dann überhaupt noch eine Kommentarfunktion? Für Selbstgespräche?

    • Wrightflyer
      20.02.2016, 14:57 Uhr.

      Ja, ich bin da auch nicht begeistert davon.
      Daß Beiträge inzwischen immer erst freigeschaltet werden weiß ich inzwischen zu schätzen, weil es mir mehr Freizeit verschafft. Ich habe nicht mehr das Gefühl hier stundenlang rumhängen zu müssen. Ich kann es auch mal auf die Redaktion schieben wenn ich keinen Bock habe: „Ups, ich habe nicht mitbekommen daß neue Beiträge freigeschaltet wurden…“
      Aber was die jetzt machen wollen, da frage ich mich ehrlich, wofür die uns eigentlich halten…

  • JasJu
    19.02.2016, 9:51 Uhr.

    Kommentare ohne diskursiven Wert – interessanter Ansatz für einen Blog. Was ist an einem Disput so furchtbar? Viel schlimmer sind die vulgären Haßtiraden gegen den großen Papst Benedikt, der hier – von den Editoren achselzuckend geduldet – als schwuler, verbrecherischer Schwachkopf bekeift werden darf. Ich bitte dringend, dieses zu unterbinden. Vor solchem Hintergrund sind die Sticheleien unter Kommenttoren Petitessen.

    • Silvia
      19.02.2016, 12:43 Uhr.

      Ich war nie eine „Freundin“ von Papst Benedkt, aber die Hasstiraden waren auch für mich nicht mehr hinnehmbar.

      Die waren gegen die Menschenwürde!

      Die so genannten gegenseitigen Sticheleien und Bildung von Allianzen samt Unterstellungen allerdings auch!

      Ich war seit der Wahl von Papst Franziskus in diesem Blog und habe die Entwicklung mizerlebt.

      Lange Zeit wurden die Kommentare ohne vorherige Zensur sofort veröffentlicht, bis die Zustände wirklich nicht mehr tragbar waren.

      • Wrightflyer
        21.02.2016, 11:52 Uhr.

        Mir geht das mit Ratzinger manchmal auch auf den Senkel. Wenn er wirklich unter JEDEM!!!! einzelnen Thema vermöbelt wird. Da habe ich in letzter Zeit manchmal schon versucht, dagegenzuhalten.
        Ich kann natürlich verstehen daß bei manchen da noch unaufgearbeitete Wunden aus der Ratzinger-Ära sind. Man muss kein Insider in höchsten Kirchenkreisen sein, daß unter den letzten beiden Päpsten reihenweise reformorientierte Theologen Prügel bezogen haben, konnte man auch als „Randkatholik“ mitbekommen.

        […]*

        Der Beitrag wurde wegen des Verstoßes gegen die Netiquette editiert.

    • Wrightflyer
      20.02.2016, 14:41 Uhr.

      Ähäm…
      Schwul ist keine Abwertung. Es ist eine sexuelle Ausrichtung, ganz einfach. Es macht einen nicht besser oder schlechter als andere. Zunächst einmal ist jeder Schwule ein Mensch wie alle anderen auch! Ich kenne sehr anständige, sehr erwachsene und vernünftige homosexuelle Menschen mit denen ich gern befreundet bin!

      Wenn man sich damit aber nicht abfinden kann, wenn man sich selbst nicht mit dem was man ist annehmen kann, wird daraus ein unvollständiger, gebrochener Mensch, und das ist bei einem Menschen in einer hohen Führungsposition NIE gut. Wenn jemand ein hohes Amt hat und mit sich selbst nicht zurechtkommt, dann bleibt das nicht ohne Folgen auf seine Führungseigenschaften. Deswegen geht es uns als westliche Christen auf jeden Fall etwas an, was mit Ratzinger nicht stimmt. Nicht weil man ihm böses will, sondern weil seine Brüche in der Biographie dadurch daß er zum Papst wurde auch zu unseren Brüchen in der Biographie wurden.

      Und „großer“ Papst, da kann man mit Recht so einige Einwände haben!
      So mancher Schlag ins Gesicht für Frauen, Indios, Reformgruppen ect. war keine Größe, sondern einfach nur sehr unbedarft.

  • Alberto Knox
    19.02.2016, 14:19 Uhr.

    ich halte ratzinger jedenfalls mit guten gründen für homosexuell, das ist auch gar nicht ehrenrührig, denn homosexualität ist völlig normal. ich könnte auch schreiben, dass ich ratzinger für einen mann hielte, der gern bretzeln ist. das hätte moralisch die gleiche bedeutung.
    und man muss auch die wahrheit aushalten: die leitung der erzdiözese münchen – also ratzinger – war informiert über peter h. und sie ist für die versetzerei auch nach wie vor verantwortlich (www.nytimes.com/2010/03/19/world/europe/19church.html?_r=1
    http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/papst-unter-druck-ratzinger-wusste-offenbar-von-kinderschaender-a-684720.html). ich habe von ratzinger kein bedauern gehört. das disqualifiziert ihn moralisch. genauso wie sei dokumentiertes verhalten gegenüber dem monströsen murphy (noch schlimmer als maciel) oder der belegte andere fall, dass er einen unter 40jährigen pädophilen priester deswegen nicht suspendierte, weil er sichtlich besorgt war, dass die entlassung eines priesters der diözese schaden könnte.

    • heilbründl
      21.02.2016, 19:22 Uhr.

      Ich kenne Peter H. zufällig, weil ich in der Nähe wohne. Wie mir Kirchenmitglieder bestätigten, hat er sich nie mehr etwas zuschulden kommen lassen. Die Gemeindemitglieder konnten es nicht glauben, dass er versetzt wurde. Ein Aufruf über einen Omdusmann, sich neutral bei dem Anwalt zu melden, brachte kein Ergebnis.

  • Wanda
    19.02.2016, 16:01 Uhr.

    ein Bier ohne Hopfen…

  • Wrightflyer
    20.02.2016, 10:39 Uhr.

    Hiermit beantrage ich auch, daß in Zukunft gerügt wird, wenn jemand nur der Angeberei wegen ohne zwingenden Grund Italienisch oder Latein schreibt.
    Es macht nämlich auch keine soooo gute Stimmung wenn jemand sich aufbläst von wegen: „Ich bin ja soooo viel intelligenter als ihr, ich kann sogar etwas schreiben was ihr nicht versteht! Ihr seid ja alles nur dumme Unterschichtler!“

    Ich kann Spanisch und habe das einmal des langen und breiten raushängen lassen um ein Interview zu übersetzen. Ich kann etwas Russisch und weiß einiges über Russland. Das habe ich erzählt, weil ich wesentliche Beiträge zur aktuellen Diskussion liefern kann. Ich habe hier amerikanische Cartoons ins Deutsche übersetzt. Ich kann auch wenige Worte Finnisch, zumindest „järvi“ oder „kiitos“. Soooo dumm kann ich also nicht sein.
    Es ist schon ein wesentlicher Unterschied wenn man Fremdsprachenkenntnisse benutzt um wichtige Beiträge zu leisten oder ob man einfach nur überheblich ist und den anderen unter die Nase reiben will daß man sie irgendwie für weniger gebildet hält (was so auch nicht stimmt!)

    • Wrightflyer
      20.02.2016, 10:50 Uhr.

      Also: Sprachkenntnisse herzlich willkommen wenn sie dazu dienen etwas zu erklären oder direkt zu übersetzen. NICHT willkommen wenn sie dazu dienen, sich über die Mitschreiber zu überheben und die Mitschreiber abzuwerten.

      • Wanda
        21.02.2016, 18:07 Uhr.

        – Nun, die 5 Kommentare zur Pressekonferenz von Franziskus sprechen Bände: da ergeht sich (wie auch sonst regelmässig) ein Kommentator in epischer Breite, oft in Comic-Sprache, um den anderen ihr verqueres Weltbild zurechtzurücken und das wahre Christentum beizubringen. Ein wahrhaft missionarischer Drang, das muss man anerkennen.
        Dass zudem so nebenbei die eigenen Verdienste ausgebreitet werden und auch der Vergleich mit Franziskus (siehe Karlspreis) nicht fehlt, ist eine Frage der Bescheidenheit und hat was mit Niveau zu tun

        • Silvia
          22.02.2016, 13:39 Uhr.

          Wie wäre es, wie z.B. in anderen Blogs teilweise üblich, die Länge der Kommentare von vornherein auf eine bestimmte Zeichenzahl zu begrenzen? Damit könnten die o.g. Kommentare in epischer Breite, die auch mich stören, vermieden werden im Interesse der Sachlichkeit.

          Auf ein gewisses sprachliches Niveau – siehe Komiksprache und Rotlichtvergleiche – zu achten wäre auch wünschenswert.

          • Alberto Knox
            24.02.2016, 14:31 Uhr.

            ich wäre gegen eine begrenzung. ich lese gern, wenn jemand was gescheites zu sagen hat. eine wortbegrenzung ist immer auch eine gedankenbegrenzung und daher zensur.
            […]*
            ein begrenzung sichtlich nur auf eine person hin zu fordern, kommt der forderung sie mundtot zu machen gleich.
            * editiert wegen Verstoßes gegen die Netiquette

  • Alberto Knox
    21.02.2016, 15:05 Uhr.

    jetzt sind wir soweit, dass das wiedergeben der wahrheit – die missbrauchsvertuschungsvorwürfe sind belegt, und meine persönlichen meinungen sind als innere meinungen eben stimmig – als hasstirade bezeichnet werden. dabei empfinde ich eigentlich nur mitleid mit b16, den ich für einen einen armen, alten, schwulen mann halte, der nie mit sich im reinen war, als theologe, bischof und papst heillos überfordert war und daher half, die kirche erst in den katastrophalen zustand zu bringen, aus dem sie sich dank papst franziskus seit drei jahren im schneckentempo herausbewegt.

    • Wrightflyer
      22.02.2016, 23:30 Uhr.

      Möglicherweise ist er jetzt mit sich im Reinen. Es ist schon auffallend, daß er jetzt plötzlich wesentlich fitter aussieht als bei seinem Rücktritt.

  • Loriot
    21.02.2016, 15:54 Uhr.

    Wer seine Kommentare in regelmäßigen Abständen mit der Vormulierung „der schwule Ratzinger“ oder „der homosexuelle Ratzinger“ anreichert, der macht keine einfache Aussage, sondern der verfolgt ein Ziel, und zwar ein unlauteres!
    Es ist vollkommen gleichgültig, welche sexuelle Veranlagung ein Mensch hat. Beim Papst gleich zweimal nicht, denn er lebt ohnehin zölibatär.
    Das man einem Menschen seine Sexualität vorwirft, zeugt von niederem Charakter.
    Ich zumindest keine aus der Öffentlichkeit keinerlei Aussagen im Sinne von:“ Der homosexuelle regierende Bürgermeister von Berlin arbeitet an diesem oder jenem Gesetz.“ oder „Die heterosexuelle Bundeskanzlerin äußerte sich zu diesem oder jenem Thema.“
    Die Sexualität einer Person ist nebensächlich. Wer sie ins Spiel bringt, verfolgt schändliche Ziele und dem spreche ich ab ein Christ zu sein.

    • JasJu
      22.02.2016, 10:04 Uhr.

      Ich entnehme Loriots Beitrag, dass Herr Kox, dessen Kommentare ich nicht lesen kann, fortfährt, auf niederträchtigste Weise einen großen Mann zu verunglimpfen. Ich habe die Editoren dringlichst gebeten, dies zu unterbinden. Und bin damit nicht der einzige. Nochmals meine Aufforderung an ein im Dunstkreis der öffentlich-rechtlichen Medien angesiedelten Blog: Bitte verhindern Sie Beiträge, die die Würde von Menschen mit Füßen treten.

      • Loriot
        22.02.2016, 14:18 Uhr.

        Ich unterstütze die Forderung meines Vorredners!
        Wer nicht sachlich diskutieren kann, und nur unlauter und schändlich über Dritte, zumal Personen die keine Gelegenheit haben sich zu wehren, herziehen kann, dem sollte man die Möglichkeit nehmen, seine Tiraden öffentlich zu verbreiten!
        Jeder hat das Recht, seine Meinung frei zu äussern, auch mit harten Worten. Aber niemand hat das Recht, andere zu demütigen und in den Dreck zu ziehen. Und genau das tut man, wenn man die Sexualität des Menschen unlauter ins Spiel bringt, zumal wenn die Sexualität als Beweis für Unfähigkeit herhalten muss.

        Solch ein Verhalten ist zu unterbinden!

        • Suarez
          23.02.2016, 12:56 Uhr.

          Es mag manchen ja nicht passen, sich mit Joseph Ratzingers Homosexualität anzufreunden, aber die Meinung zu vertreten, er sei schwul, ist nichts Unmoralisches. Außerdem wäre die Zensur dieser Meinung ganz eindeutig ein Beschneiden der Meinungsfreiheit.

      • Alberto Knox
        22.02.2016, 14:37 Uhr.

        ich verunglimpfe nicht, ich sage wahres. ich trete niemandes würde mit füßen, nur weil ich sage, ich halte ratzinger für homosexuell, weil homosexualität etwas normales ist (und ob ratzinger seine homosexualität ausgelebt hat oder auslebt, wissen wir nicht; das zölibatsversprechen ist jedenfalls keine kastration). wer mit der homosexualität ratzingers im einzelfall nicht zurecht kommen könnte, der dürfte wohl selbst ein problem mit homosexualität an sich haben. ein öffentlich-rechtliches blog dient auch der veröffentlichung von meinungen – nicht zur zensur derselben oder gar der propaganda.

      • Silvia
        22.02.2016, 16:31 Uhr.

        Man muss nicht jeden Papst mögen, man darf einen Papst auch kritisieren, aber es gibt Grenzen, nicht nur Päpsten sondern allen Menschen gegenüber und die wurden und werden bei Benedikt XVI von ein bis zwei Usern hier ständig verletzt und da entsteht auch bei mir der Eindruck, dass dies durchaus im Sinne der Moderatoren ist.

        Übrigens, überlange Kommentare, oft mehrfach hintereinander, lese ich inzwischen nicht mehr, u.a., weil sowieso immer dasselbe drin steht.

        • Alberto Knox
          24.02.2016, 14:27 Uhr.

          ich freue mich, dass silvia wieder da ist, auch wenn ich mit ihr nicht immer einer meinung bin.

      • Wrightflyer
        22.02.2016, 23:21 Uhr.

        Oh, ich habe hier im Blog schon reichlich gelesen, wie ein sehr großer Mann, nämlich Franziskus, auf übelste Weise verleumdet wurde!!

        • Silvia
          23.02.2016, 10:38 Uhr.

          Keine Kritik an Franziskus zielte buchstäblich unter die Gürtellinie. Das ist der Unerschied.

          Es geht nicht darum, ob ein Papst homo – oder heterosexuell ist, sondern darum, dass diese – durch nichts bewiesene Vermutung – ständig ins Feld geführt wird um dem Betreffenden Unfähigkeit und sonst noch alles Mögliche zu unterstellen.

          Nicht die sexuelle Orientierung, sofern sie denn zutreffen sollte, ist das Verwerfliche sondern die Absicht, in der diese Orientierung ständig erwähnt wird, z.B. auch als Adjektiv zur Beschreibung der Person, wenn es um ganz andere Dinge geht.

          • Loriot
            25.02.2016, 12:15 Uhr.

            Bravo!

          • Wrightflyer
            25.02.2016, 22:05 Uhr.

            Ich finde es schon SEHR untergürtellinig und ehrenrührig, wie über Franziskus hergezogen wird wenn er sich bemüht in seiner mit sich selbst zerstrittenen und gespalteten Kirche und auch außerhalb von dieser Brücken zu bauen statt durch diktatorische Anordnungen noch tiefer zu spalten und noch mehr innerkatholischen Hass als es eh schon gibt zu erzeugen.

            Homosexuell zu sein ist nichts verwerfliches und es ist keine Schande. Was dagegen hier im Blog Franziskus vorgeworfen wurde, unterstellt diesem eine gewisse Unehrlichkeit.

        • Suarez
          23.02.2016, 12:57 Uhr.

          Ja, Papst Franziskus wurde hier schon wirklich verleumdet. Über die Homosexualität von anderen zu sprechen, ist nichts Ehrenrühriges. Diejenigen, die das für ehrenrührig halten, haben ein Problem mit Homosexualität. Das ist allerdings ehrenrührig – Homophobie ist ein Verbrechen.

          • Wrightflyer
            25.02.2016, 22:25 Uhr.

            @Suárez:
            Franziskus kann schon ein bischen schleimen wenn es erforderlich ist, um Frieden zu stiften. Aber z.B. in der Zentralafrikanischen Republik haben die Menschen keine knallharte Analyse zu den Irrtümern des Islams gebraucht, sie brauchen Frieden und Versöhnung. Schließlich gab es auf BEIDEN Seiten Hass und Gewalt. Beide Seiten, Christen und Muslime, waren Täter und Opfer.
            Aber wer ihn und das was er sagt wirklich aufmerksam verfolgt der weiß sehr genau daß er für niemanden bequem ist. Er hat allem und jedem etwas unbequemes zu sagen. Allein schon in den Santa Marta-Predigten kommen Dinge vor die sich heutzutage kaum ein mitteleuropäischer Pfarrer mehr trauen würde.
            Und wer meint daß er sich nicht gewählt ausdrücken könnte, dem empfehle ich Laudato Si Absatz 108: „Es ist nicht an die Möglichkeit zu denken, ein anderes kulturelles Paradigma zu vertreten und sich der Technik als eines bloßen Instrumentes zu bedienen. Da technokratische Paradigma ist heute nämlich so dominant geworden, daß es sehr schwierig ist, auf seine Mittel zu verzichten, und noch schwieriger, sie zu gebrauchen ohne von ihrer Logik beherrscht zu werden.“ (Meine persönliche Antwort dazu: Scherzkeks, ohne moderne Technik wäre dein Amt auch wesentlich schwieriger, dann würdest du nämlich so wie früher nur Schönschriftbriefe von Herrscherhäusern als Feedback bekommen und keine direkten Impulse von echten Menschen aus aller Welt! Abgesehen davon daß du nicht reisen könntest und kaum einer zu dir auf den Pretersplatz käme!)

          • Silvia
            26.02.2016, 20:40 Uhr.

            Mit „unter die Gürtellinie“ meinte ich genau das: Niemand hat sich hier je über die sexuelle Orientierung von Papst Franziskus ausgelassen!

            Auch Sonstiges aus seinem Privatleben wurde nie in der Absicht, ihn bloß zu stellen, erwähnt.

    • Wanda
      22.02.2016, 16:53 Uhr.

      Loriot 15:54
      – also ganz gleichgültig kann die sexuelle Veranlagung eines Papstes solange nicht sein, bis sich die Mutter Kirche über ihre Haltung zu der Frage endlich einmal besinnt und festlegt. Zumal sie bis jetzt ziemlich eindeutige Prioritäten in der Sexuallehre und im Zusammenleben von Partnern vertritt.
      Dem Papst mit seiner diesbezüglich persönlichen Ausrichtung und zugleich als oberstem Repräsentanten dieser amtskirchlichen Auffassung kommt vor diesem Hintergrund dann doch wohl eine grundlegende Bedeutung zu, oder ?

    • Wrightflyer
      22.02.2016, 23:09 Uhr.

      Wie hier die Vermutung daß Ratzinger schwul ist, als Hasstirade gewertet wird, ist eine Beleidigung aller homosexueller Menschen!!
      Schwule sind Menschen wie alle anderen auch, nichts schlechteres, nichts verdorbenes, nichts das einem peinlich sein muss!!

      Ein Problem wird nur dann daraus, wenn jemand deswegen mit sich selbst nicht im Reinen ist, wenn er sich selbst ablehnt. Und das kann bei einer Person auf einem Posten mit sehr viel Verantwortung ein großes Problem werden.

      Normalerweise gehört es sich nicht, über die Sexualität anderer Menschen Vermutungen anzustellen, das stimmt schon. Und das ghabe ich selbst auch schon geschrieben.
      Aber der innere Zustand einer Person mit einer derart hohen Verantwortung, d.h. von jemandem der auf den Lebens- oder Glaubensweg von vielen Menschen einen enormen Einfluss hat, ist NICHT so ganz seine Privatsache. Oder würde jemand einen innerlich kaputten Lehrer im Schuldienst behalten?
      Wer farbenblind ist, kann weder Elektriker noch Kapitän noch Pilot werden. Ich bin stabsichtig, kann also auch nicht Pilotin werden. Und der Posten den Ratzinger hatte, verlangt nunmal, ein kompletter, starker und innerlich gesunder Mensch zu sein.
      rk-Christen und ehemalige rk-Christen (wie ich), die eine verkrampfte und mutlose rk-Kirche erlebt haben, und andere westliche Christen die erlebt haben wie durch das Übergewicht Roms das ganze Christentum an Schwung verloren hat, fragen nach Erklärungen, wie es dazu kommen konnte. Und sehr viel davon hat, ob wir wollen oder nicht, mit der Persönlichkeit der letzten beiden Päpste zu tun. Wenn die Erklärungen auf den Tisch kommen warum beide so viel Unheil angerichtet haben, ist das keine Hasstirade, man möchte ganz einfach verstehen was los war. Und kann dann mit beiden auch Frieden schließen.

      • Wrightflyer
        22.02.2016, 23:18 Uhr.

        Übrigens hat hier im Blog auch ein bekennender Homosexueller seinen Eindruck geschildert, daß Ratzinger schwul ist. Und der wird das wohl kaum als „Hasstirade“ gemeint haben.

        Und hiermit betone ich ausdrücklich:
        Es ist NICHT schlimm, daß Ratzinger vermutlich schwul ist!! Es ist keine Abwertung, er braucht sich deswegen nicht zu schämen, es ist völlig in Ordnung!!
        Schlimm ist, daß er vom Umfeld her offensichtlich so geprägt wurde, daß er sich damit nicht akzeptieren kann. Das kann nicht gesund sein.

        Wenn ich an meinen Stammtisch denke, ist die vermutlich erwachsenste und vernünftigste Person vom ganzen Stammtisch unser lesbisches Mitglied!

        • Loriot
          23.02.2016, 9:48 Uhr.

          Man stellt keine Vermutungen über Menschen an. Weder über die Sexualität, noch über andere Bereiche des Lebens!
          Der von vielen so sehr geschätzte Papst Franziskus hat etwas sehr interessantes in Bezug auf Geschwätz und Vermutungen gesagt. Nämlich: Ein solcher Mensch soll sich bekehren oder er fährt zur Hölle!
          Harte Worte! Die sich einige seiner Anhänger mal hinter die Ohren schreiben sollten.
          Über die Sexualität eines Menschen stellt man keine Vermutungen an, weil es niemanden etwas angeht! Auch ein Mensch der selbst homosexuell ist, besitzt nicht die Qualifikation über andere zu Gericht zu sitzen und Vermutungen anzustellen.
          Ich wiederhole: Wer die Sexualität eines Menschen niederträchtig ins Spiel bringt versündigt sich am betreffenden Menschen und ist kein Christ!
          So ein Verhalten ist ekelhaft!

          Und damit möchte ich dieses unappetitliche Thema abschliessen!

  • Loriot
    25.02.2016, 12:33 Uhr.

    Mal wieder die altbewährte Homophobie-Keule. Tja, wenn einem die Argumente ausgehen bedient man sich eben der niedrigsten Mittel. Sehr erhellend!

    • Alberto Knox
      25.02.2016, 22:37 Uhr.

      nun, es ist keine keule – ich habe mit einem guten argument ins schwarze getroffen, wie ich sehe.

  • Wrightflyer
    25.02.2016, 21:57 Uhr.

    Im Prinzip geht es doch darum, daß Homosexualität trotz vieler „nein, ich bin nicht homophob! Ich doch nicht!“-Beteuerungen für viele unterschwellig eben DOCH irgendwie eklig, schmutzig, falsch, dreckig, krank oder sündhaft ist. Und ein hoher Geistlicher darf sowas natürlich nicht sein.

    • Silvia
      26.02.2016, 20:47 Uhr.

      Unter Phobie versteht man eine krankhafte, übersteigerte Angst vor irgendetwas, z. B. vor Spinnen, das ist dann eine Spinnenphobie.

      Heutzutage wird einem jedwede kritische Haltung gleich als Phobie ausgelegt, daraus entstanden sind dann so Kunstbegriffe wie z.B. homophob.

      Damit wird unterschwellig der Eindruck vermittelt, wer anders als der Mainstream denkt oder empfindet, sei psychisch krank.

      war und ist ein beliebtes Mittel iin Diktaturen, wo man Kritiker gerne in die Psychiatrie gesteckt hat.

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