Hoffnung auf den Papst

Dass die Mitglieder des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) ihre Hoffnung auf ein Machtwort des Papstes setzen, ist für einige Mitglieder eine neue Erfahrung. Bei der Herbstvollversammlung an diesem Wochenende wurde bei den Beratungen über das Ergebnis der Bischofssynode zum Thema Familie die Erwartung geäußert, dass der Papst in seinem nachsynodalen Schreiben das vollende, was den Bischöfen nicht gelungen ist. Und auch, dass ein Vertreter des Bundes der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) bemängelte, dass die Synode nichts Positives zum Thema Verhütung gesagt habe, wurde mit dem Hinweis beantwortet, man sei eher froh, dass die Bischöfe dazu geschwiegen hätten. Doch die Nachbetrachtung der Synode war nur ein Punkt der Tagesordnung.

Überraschender Wahlsieger: Prof. Thomas Sternberg

Großes Medieninteresse am neuen ZdK-Präsidenten Thomas Sternberg.

Neuer Vorsitzender gewählt

Eine erste Überraschung war der klare Wahlsieg von Thomas Sternberg als neuer Präsident und Nachfolger von Alois Glück, der nach sechs Jahren nicht mehr kandidierte. Beobachter hatten eher mit einem knappen Ausgang der Wahl gerechnet, da Maria Flachsbarth mit der starken Unterstützung der Frauen rechnen konnte. Aber auch Sternberg versprach, Frauenthemen sehr ernst zu nehmen. Der nordrhein-westfälische Landtagsabgeordnete (CDU) betonte den Anspruch des ZdK auf Repräsentanz aller Katholiken. Als große Aufgabe bezeichnete er den Dialog mit der Gesellschaft und anderen Religionen. „Wir kennen den Unterschied zwischen Glauben und Terrorismus“, meinte er. „Dialoge kann man am besten führen, wenn man verwurzelt ist,“ und wies auf die langjährigen Erfahrungen hin, die die Gesprächskreise Juden und Christen sowie Christen und Muslime im ZdK haben.

Flucht darf Familien nicht trennen

Eine Begrenzung des Familiennachzuges bei den Flüchtlingen zu fordern sei ethisch nicht vertretbar, heißt es in einem Beschluss der Vollversammlung. Die erzwungene Trennung von Ehepaaren und Familien sei aus menschenrechtlicher wie aus christlicher Perspektive nicht hinzunehmen. Zuvor hatte ZDF-Chefredakteur Peter Frey ein sehr beachtetes Referat gehalten, in dem er das Krisenjahr 2015 analysierte. Terror, Flüchtlingskrise und das Auseinanderfallen Europas seien große Herausforderungen. Durch sie seien die Kirche und die Christen „unverhofft in eine wichtige Rolle geraten – und sie ist wichtiger als manche innerkirchliche Auseinandersetzung. Es ist die Rolle der Rückkopplung der sogenannten christlichen Werte an die politische Realität. Solidarität, Lastenteilung, Hilfe für die Schwachen sind plötzlich furchtbar konkret geworden. Wir müssen die staatstragenden Parteien an diesen Werten messen und sie zum C ermutigen, diese Werte aber auch in der Praxis mit den Partnern in der Zivilgesellschaft beglaubigen“, so Frey.  

Die katholischen Laien haben an diesem Wochenende klar gemacht, dass sie bereit sind, in Kirche und Gesellschaft eine Rolle bei der Überwindung der Probleme zu spielen.

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Michaela Pilters

Ich leite seit 1985 die ZDF-Redaktion „Kirche und Leben/kath“. Bevor ich zum ZDF kam, war ich bei der Katholischen Nachrichtenagentur in Bonn und beim Hessischen Rundfunk in der Kirchenredaktion - also viele Jahre Erfahrung mit kirchlichen Themen. Mein Studium der katholischen Theologie (Diplom) habe ich in München gemacht.

42 Kommentare

  • Silvia
    22.11.2015, 0:43 Uhr.

    „Die katholischen Laien haben an diesem Wochenende klar gemacht, dass sie bereit sind, in Kirche und Gesellschaft eine Rolle bei der Überwindung der Probleme zu spielen.“

    Na hoffentlich vergrößern sie die Probleme nicht durch unrealistische einstellungen.

    Und was den Familiennachzug von Ehefrauen und Kindern bei den bei uns um Asyl ansuchende Männern angeht, so hatten wir es hier im Blog schon öfter davon, dass es zumindest befremdlich ist, dass diese Männer ihre Familien im Bürgerkriegsgebiet zurück lassen und sich nur selbst in Sicherheit bringen.

    Ehrenwert ist das jedenfalls nicht.

  • Wrightflyer
    22.11.2015, 12:55 Uhr.

    „Und auch, dass ein Vertreter des Bundes der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) bemängelte, dass die Synode nichts Positives zum Thema Verhütung gesagt habe, wurde mit dem Hinweis beantwortet, man sei eher froh, dass die Bischöfe dazu geschwiegen hätten.“
    Wie schonmal gesagt: Daß ALLE Wünsche bei der Familiensynode in Erfüllung gehen wäre auch zuviel verlangt gewesen. Ich denke, daß schon sehr viel dadurch erreicht ist, daß das totale Verbot künstlicher Verhütung praktisch stillschweigend gestrichen wurde.

    „Als große Aufgabe bezeichnete er den Dialog mit der Gesellschaft und anderen Religionen.“
    Hierzulande gibt es inzwischen auch wieder das Heidentum. Und zwar NICHT nur bei Nazis. Wobei es dabei auch verschiedene Strömungen gibt. Wiccaner z.B. gehören eher einer neuen Richtung an die mit dem alten Glauben nicht mehr viel zu tun hat.
    Ich muss gestehen daß ich für das Heidentum gewisse Sympathien habe und würde mir auch in der Richtung einen interreligiösen Dialog wünschen.

    „Eine Begrenzung des Familiennachzuges bei den Flüchtlingen zu fordern sei ethisch nicht vertretbar, heißt es in einem Beschluss der Vollversammlung.“
    Dem stimme ich komplett zu!
    Es ist nunmal so, daß oft die Männer voraus flüchten, gerade wenn mehr als 1 Kind da ist, um die Familie später auf einem sicheren Weg nachzuholen. Monate durch den Balkan latschen oder in einer Nusschale übers Mittelmeer fliehen ist mit kleinen Kindern oder alten Leuten nicht so einfach.

    Unterm Strich lässt sich zum Thema Flüchtlinge sagen:
    Die Diskussion hierzulande dreht sich viel zu sehr um uns hierzulande und viel zu wenig um die URSACHEN der Flüchtlingskrise, ist also irgendwie auch wieder egozentrisch. Dabei liegt eines auf der Hand: Wenn ziemlich viele ihr zuhause aufgeben, Menschen monatelang zu Fuß unterwegs sind, sich von dubiosen Schleppern das Ersparte aus der Tasche ziehen lassen um dann hier in einer Sammelunterkunft ohne Privatsphäre mit vielen Fremden in einem Raum zu schlafen, ist die Lage in den betreffenden Ländern wirklich katastrophal.
    Zahlende Gäste die freiwillig kommen, nennt man Touristen, das aber sind Flüchtlinge.

    Ich habe aus der Diskussion der letzten Tage mehrere Lehren gezogen:
    1. Wenn Hass das logische Denken vernebelt, nützt auch eine akademische Ausbildung nichts mehr!
    2. Der Versuchung, „mit Feuer und Schwert“ missionieren zu wollen, erliegen in diesen Tagen nicht nur manche Muslime… Bzw. mit Kampfdrohnen und Bomben…
    3. Das Phänomen daß Menschen die selbst noch keinen einzigen Tag lang im Krieg waren andere Menschen gern in den Krieg schicken, (und das auch noch in einen Krieg in dem es keine klaren Fronten gibt, wo man nicht definieren kann wer der gute und wer der böse ist,) ist zwar schon seit 1914 bekannt, aber gelernt hat man daraus nicht.
    4. Manche römische Katholiken (gottseidank nicht alle!!) denken auf weltpolitischer Ebene noch sehr RÖMISCH, d.h. daß das Christentum nicht dazu gedacht war, das Römische Reich zu ersetzen, ist noch nicht vollständig verstanden worden. Daher schlagen sich manche römische Katholiken gern kompromisslos und treu loyal auf die Seite der größten Militärmacht, obwohl zu den unverzichtbaren Grundprinzipien der Demokratie gehört, GERADE die stärkste Macht kritisch zu hinterfragen. Das sind natürlich die USA, für die zivilen Opfer von Bombardierungen und Drohnenangriffen, auch wenn es sich um Kinder handelt, gibt es kein Mitgefühl und keine Empathie. Russland ist auch ganz toll, obwohl einem die Tatsache daß seit den 1990ern viele Juden aus Russland flüchten und in neuerer Zeit auch Homosexuelle eigentlich sagen müsste, daß mit dem Land etwas nicht stimmt. Flüchtlinge sind, wie schon gesagt, immer Anzeichen für eine katastrophale Situation. Und natürlich hat Israel schon recht wenn es sich mit Militärgewalt ein Stück Land nach dem anderen holt und den Einheimischen die Olivenbäume zerstört. (Angesichts dessen daß ich ein paar Artikel weiter unten entweder missverstanden oder diffamiert wurde, eine Klarstellung: Ich kritisiere ISRAEL für seinen Rassismus und Militarismus, nicht das Judentum!! Zum Judentum kann man konvertieren, im Gegensatz zu Freddie Mercurys (den ich immernoch für einen der größten Musiker aller Zeiten halte) Religion.) Und auch wenn mit scharfer Munition auf steineschmeißende Jugendliche geschossen wird, haben die Soldaten natürlich recht. Und dann die saudischen Wahabiten: Da die nunmal bis an die Zähne bewaffnet sind, lieben wir die als „Stabilitätsanker der Region“, aber daß die den Salafismus großzügig exportieren und gerade die Frauen so schlimm dran sind wie ansonsten nur unter den Taliban, übersehen wir großzügig.
    Natürlich liegen viele Fehler und Versäumnisse auch in der muslimischen Welt. Diese hat es viel zu lange versäumt, klar zu definieren was noch zum Islam gehört und was nicht, also sich deutlich genug von gewalthaltigen Strömungen abzugrenzen, so daß diese leider einsickern konnten. Außerdem gab es zu viele kleinliche Machtinteressen in der muslimischen Welt, die auf dem Rücken der Bevölkerung ausgetragen wurden und eine Generalreform des Islam verhindert haben. Wie damals in Europa, als jedes einzelne europäische Land nichts geringeres als die Weltherrschaft wollte. Damals konnte man sowas wie eine Kirchenreform natürlich auch dezent vergessen!! UND zur Durchsetzung ihrer kleinlichen Machtinteressen nahmen die verschiedenen Diktatoren in den muslimischen Ländern blind die Waffen von falschen Freunden aus Ost und West. Assad z.B. die von Russland, Saddam die der USA für seinen irak-iranischen Krieg mit etwa 750.000 Toten.
    Aber wer als Christ so blind der Logik von Macht und Gewalt folgt, wer auf Krieg nur mehr Krieg als Antwort kennt, wer sogar aufgeflogene Lügen als Kriegsgrund kritiklos akzeptiert, der verrät Jesus Christus, denn er nimmt dem Christentum das was es einzigartig macht.

    • Silvia
      22.11.2015, 17:55 Uhr.

      Wrightflyer, 22.11. 12:55

      Ist Ihnen entgangen, dass in den islamischen Ländern Homosexuelle auf grausamste Weise ermordet werden?

      Und seit wann missionieren „wir“ mit Bomben und Drohnen, wenn wir den IS bekämpfen (wobei Deutschland ja bisher keine Luftangriffe fliegt) Hier geht es ja nun wahrhaftig nicht um Mission.

      Und ich werde Ihnen nicht den Gefallen tun, mich zu verteidigen, weil ich ihre antisemitische Haltung gegen „die Juden“ und den Staat Israel nicht teile.

      Ich bin allerdings der Meinung, dass ihr Antisemitismus gerade für eine Christin eine Schande ist.

      • Wrightflyer
        22.11.2015, 21:27 Uhr.

        Ich kritisiere einen STAAT, den Staat Israel. Er nimmt sich eine Religion zum Vorwand um tatsächlich einen ziemlich scheußlichen Rassismus zu rechtfertigen. Der im übrigen auch Juden trifft, gerade dieses Jahr gab es Proteste äthiopischer Juden wegen Diskriminierung. Und ich kritisiere eine IDEOLOGIE, nämlich den Zionismus.

        Es hat sich in Israel eine fast schon hoffnungslose Situation aus Rassismus und Militarismus zusammengebraut, die NIEMANDEM einen Gefallen tut.
        Den Palästinensern wird systematisch das Land, das Wasser und das Existenzrecht genommen, es werden Olivenbäume und Häuser zerstört und Jugendliche erschossen. Und das schon seit Jahrzehnten. Sie werden nicht glauben was der jüdische Dichter Erich Fried geschrieben hat zu dieser Situation, dabei ist er sogar noch vor der Abriegelung von Gaza verstorben. Er hatte ein Wort für die Zionisten das ich hier nie wagen würde zu schreiben.

        Religiös gibt es Unterschiede zwischen uns und dem Judentum, das habe ich geschrieben. Das festzustellen ist NICHT antisemitisch. Das Judentum lebt seinen Glauben konsequent nach innen. Wir nicht.
        Antisemiten unterstellen allen Juden irgendwelche Weltherrschaftsfantasien, aber eigentlich ist beim Judentum, wenn es seine eigenen Gebote ernst nimmt (d.h. diese fanatischen Siedler machen genau das NICHT), genau das Gegenteil der Fall.
        Ich habe die Zoroastrier böse kritisiert, daß bei ihnen die Erleuchtung unbedingt an die väterliche Blutlinie gebunden ist, d.h. daß der ganze Rest der Menschheit halt Pech gehabt hat. Und ja, aus dieser Sicht, muss ich sagen, gefällt mir diese Religion nicht sehr. Zum Judentum dagegen kann man konvertieren, d.h. es ist eben NICHT derart, nun ja, völkisch. Also man kann sich auch anschließen und die ganzen jüdischen Gebote halten, aber bei den Zoroastriern ist man entweder als solcher geboren oder wird niemals gut genug für Ahura Mazda sein.

        Und was IS angeht:
        Der hat sein Gebiet nicht etwa in den Ländern in denen eine starke staatliche Ordnung herrscht, er hat seine Basis in Syrien und im Irak. Derzeit ist in Syrien und im Irak kaum noch etwas übrig was man als Staat bezeichnen kann. Letzterer musste furchtbare Kriege und ein Embargo das laut UNICEF 500.000 Kindern das Leben gekostet hat, erleiden. Die Kriege von 1991 und 2003 geschahen auch unter Täuschung der westlichen Öffentlichkeit.
        Jetzt sind Militärschläge gegen den IS wohl unausweichlich. LEIDER, denn beim Bombardierungen lassen sich zivile Opfer niemals ausschließen.
        Was ich die ganze Zeit kritisiere ist, daß man die ganze Zeit davor in der der Irak wirklich übel behandelt wurde, vergisst oder sogar verherrlicht.
        Die Situation ist jetzt nicht mehr zu ändern. Die 500.000 Kinder sind tot, der Irak kaputt und IS tobt da herum. Aber wenn wir nichts draus lernen, wird sich das immer und immer wiederholen, mit einem Land nach dem anderen. Es wird kein Ende geben. Doch, es WIRD ein Ende geben. Mit der gesamten Menschheit.

        Denken Sie an Vietnam…
        Mit jedem Napalmangriff, mit jedem Bauern der auf dem Reisfeld vom Hubschrauber aus erschossen wurde bekam der Viet Kong Zulauf.

        Eigentlich, Silvia, müssten wir längst tot sein. Es gab während des Kalten Krieges mehrere Eskalationen die eigentlich den Atomkrieg hätten auslösen müssen. Da war das mit dem U-Boot während der Kubakrise, der K129/Scorpion-Zwischenfall, das mit den falschen Raketenblitzen und Able Archer, um nur die zu nennen die mir spontan einfallen.
        Gerade das mit den falschen Raketenblitzen, als ein sowjetischer Spionagesatellit Lichtstrahlen von der Sonne für Abschussblitze amerikanischer Interkontinentalraketen gehalten hat, zeigt, daß nur ein Eingreifen Gottes uns alle vor der Vernichtung bewahrt hat. Aber hunderttausende Menschen im Vietnam, Lateinamerika, Angola, Afghanistan ect. haben den Kalten Krieg NICHT überlebt.
        Und jetzt sind wir dumm genug, einer außer Kontrolle geratenen Militärmaschinerie vor der schon ein scheidender konservativer US-Präsident gewarnt hat, blind zu vertrauen?

        Wie gesagt: Die Situation ist im Moment die, daß Militärschläge gegen den IS sein müssen. Ich wünschte es wäre NICHT so, denn niemand kann garantieren daß bei einer Bombardierung nicht auch Zivilisten sterben.
        Aber wie kam es dazu? Wie kam es erst zum IS?
        Wenn wir nicht daraus lernen was passiert wenn wir unsere westlichen Werte mit Bomben und Kampfdrohnen verbreiten wollen, werden solche Dinge immer wieder passieren.

        • Wrightflyer
          22.11.2015, 22:18 Uhr.

          Ich war auch mal sehr pro-amerikanisch (obwohl gleichzeitig Kommunistin), zynisch gegenüber dem Irak und habe die Friedensbewegung für naiv gehalten.
          Heute zeigt mir GERADE die Entstehung des IS, daß ich damals dumm und naiv war.
          Ich glaubte 1991 mit 12 Jahren, daß Saddam der der alleinige schuldige wäre und sich kuweitisches Öl unter den Nagel reißen wollte (in Wirklichkeit gehört das Ölfeld Rumailah zu 90% dem Irak). Ich glaubte tatsächlich was die US Army alles von einem „sauberen Krieg“ zusammenlog, in Wirklichkeit war es ein Blutbad. Klar, der Westen hatte den Kalten Krieg gewonnen und in diesen Jahren der Siegereuphorie habe ich meine frühe Jugend verbracht. „Wir“ durften scheinbar ALLES.

          Ich wusste auch noch nichts von Vietnam.

          Ich war auch mal sehr pro-israelisch, denn so wurde ich nicht zuletzt im Religionsunterricht erzogen.
          Aber wie kann es möglich sein, daß auf der einen Seite Panzer und auf der anderen steineschmeißende Jugendliche stehen? Wie kann es möglich sein daß ein Siedler der mit einem MG in eine Moschee eindringt und 29 betende Menschen erschießt, als Held gefeiert wird? Und wozu müssen Olivenbäume zerstört werden? Warum entstehen immer mehr und mehr israelische Siedlungen im Westjordanland? Wie nennt man das, wenn man irgendwo eine Siedlung hinstellt und die Einheimischen mit Waffengewalt ringsherum vertreibt?
          Und dann hatte ich auch noch eine „nette“ Diskussion mit einer in Deutschland lebenden und in Israel geborenen Jüdin die mir deutlich machte, daß sie Araber nicht als Menschen sondern als Vieh betrachtet.

      • Wrightflyer
        22.11.2015, 23:22 Uhr.

        Wie gesagt sehe ich im Moment leider auch keine andere Möglichkeit als die militärische, gegen IS vorzugehen.

        Aber dieser blinde und naive Glaube an das Recht der stärkeren Militärmacht MUSS!! aufhören, denn sonst ist das Christentum und die ganze Welt beim Teufel!!
        Die Dinge die IS haben entstehen lassen, dürfen wir nicht weiter hinnehmen!!

        Vor allem müssen die vielen Waffen aus der Welt verschwinden. Woher kommen die?? Sooo viele Waffenhersteller gibt es nicht in der Welt. Im Nahen Osten nur einen einzigen und der, naja…
        Mit wessen Waffen prügeln sich eigentlich gerade Saudi-Arabien und der Iran um den Jemen?

        Wir können so nicht weitermachen, auf keinen Fall!!
        IS ist in zwei völlig vernichteten Ländern entstanden, da ist das Kind in den Brunnen gefallen und jetzt haben wir keine andere Lösung dagegen als Bomben.
        Und weiter?? Lernen wir daraus oder setzen wir die nächsten Länder schonmal auf die Abschussliste?

        • Silvia
          23.11.2015, 9:42 Uhr.

          @Wrightflyer, haben Sie bei Ihrer Aufzählung die vielen unschuldigen Menschen vergessen, der der IS auf bestialische Weise umgebracht hat und weiter umbringt?

          Darunter sehr viele Kinder! Christen und Jesiden werden um ihres Glaubens Willen verfolgt! Frauen werden als Sexsklavinnen gehalten und auf abscheulichste Weise missbraucht, darunter kleine Mädchen.

          Frauen und Kinder werden auf Sklavenmärkten verkauft und das nicht im Mittelalter sondern im 21. Jahrhundert.

          Warum fehlt das in Ihrer Aufzählung?

          Der IS „tobt nicht nur in Syrien und dem Irak herum“, wie Sie es verharmlosend ausdrücken sondern ist inzwischen in Europa angekommen, siehe u.a. das Massaker in Paris am 13.11.

          Und nein, „wir“ sind nicht an allem Übel in diesen Ländern schuld. Diese Pauschalisierung vereinfacht das Problem gewaltig und nährt nur den kollektiven deutschen Schuldkomplex.

          • Wrightflyer
            23.11.2015, 22:53 Uhr.

            OH, SILVIA!!!!

            Ich habe es GERADE davon, daß solche Dinge wie der IS nie mehr passieren dürfen!! In KEINEM Land!! Daß der IS furchtbar ist, weiß ich auch, die Frage ist, wie sowas entstehen konnte!
            Es kann so nicht weitergehen. Natürlich liegen viele Fehler auch in der islamischen Welt. Und natürlich war Arabien niemals ein rosa Zuckerwatteland. Aber es gibt auch die Schuld der US-Militärmaschinerie und ihrer Lakaien, und wenn wir diesen bösen Geist nicht irgendwie in die Flasche zurückgestopft bekommen, wird ein Land nach dem anderen vor unseren Augen in die Barbarei fallen. Irgendwann wird auch der IS besiegt sein. Aber was wird dann sein? Wenn wir diese Militärmaschinerie nicht in den Griff bekommen, wird die Welt zum Teufel gehen.

      • Wrightflyer
        26.11.2015, 0:10 Uhr.

        Und im übrigen möchte ich betonen, daß es für einen Christen NIEMALS eine Schande ist, auf der Seite von Menschen zu stehen, die unter einer brutalen Besatzung leiden!
        Jesus selbst hat in einem Volk gelebt, das unter einer brutalen Besatzung gelitten hat!

    • bernardo
      27.11.2015, 7:31 Uhr.

      Zitat: „4. Manche römische Katholiken (gottseidank nicht alle!!) denken auf weltpolitischer Ebene noch sehr RÖMISCH, d.h. daß das Christentum nicht dazu gedacht war, das Römische Reich zu ersetzen, ist noch nicht vollständig verstanden worden. Daher schlagen sich manche römische Katholiken gern kompromisslos und treu loyal auf die Seite der größten Militärmacht, obwohl zu den unverzichtbaren Grundprinzipien der Demokratie gehört, GERADE die stärkste Macht kritisch zu hinterfragen.“

      Ich habe mich zwar etwas mit Demokratietheorie befasst, aber dass zu ihrem Wesen, zu ihren Grundprinzipien gehört, die größte Militärmacht – in diesem Fall die USA – zu „hinterfragen“, wäre mir neu. Aber keine Sorge, ich hielt „Afghanistan“ für einen Fehler und auch „Irak“. Im Fall des Drohnenkrieges bin ich allerdings der Ansicht, dass diese Schläge als Kriegshandlungen eines angegriffenen Staates gerechtfertigt sind, auch durch die traditionelle katholische Ethik.

      Auf ihre Postings zu Israel werde ich nicht eingehen, da ich Ihnen kein Forum für weitere Anklagen gegen diesen Staat geben will. Nur so viel: Ohne den israelischen „Militarismus“ gäbe es diesen Staat nicht mehr. Und damit nicht die Möglichkeit für viele notorische Antisemiten, ihren Antisemitismus als Antizionismus zu maskieren. Oder vielleicht doch: Antisemiten haben ja nichts gegen Juden als solche, sondern nur gegen Juden, die Kommunisten sind, die Kapitalisten sind, die Universalisten sind, die zu wenig Universalisten sind, die zu gebildet sind, die zu ungebildet sind, die zu reich sind, die zu arm sind, usw. Gegen die Juden als solche haben sie nichts…

      • Silvia
        27.11.2015, 8:57 Uhr.

        bernardo
        27.11.2015, 7:31 Uhr.

        Da haben Sie meine volle Unterstützung!

        Ohne den Staat Israel hätten viele Juden bis heute keine Zuflucht. Auch heute sehen Viele keine Zukunft mehr in Europa und wandern nach Israel aus, nicht zuletzt weil der Antisemitismus hier dank der massiven muslimischen Zuwanderung für sie immer bedrohlicher wird.

        • bernardo
          27.11.2015, 10:44 Uhr.

          Liebe Silvia,

          ich denke, wir stimmen in vielen Punkten überein. Auch ich glaube, Franziskus hat einen frischen Wind in den Vatikan gebracht und stehe hinter ihm, auch wenn ich durchaus kritisch bin. Das war ich aber auch bei seinen Vorgängern. Jede Form von Papolatrie lehne ich ab (wie Sie wahrscheinlich auch).

          • Silvia
            27.11.2015, 20:29 Uhr.

            Lieber bernardo, auch ich stehe Papst Franziskus nicht unkritisch gegenüber. Manches an ihm kann ich nicht einordnen.

            Bei seinen beiden unmittelbaren Vorgängern war ich allerdings kritischer.

      • Wanda
        27.11.2015, 16:47 Uhr.

        Bernardo 27.11.2015, 07:31
        – gar keine Frage, der Staat Israel und natürlich die USA sind zum Glück DIE Zufluchtsländer für Juden. Dass man den Staat Israel bzw. dessen Regierung auch und öfter durchaus kritisch sehen kann (siehe die Palästinenserfrage), ist uns allen klar und wird ja auch durch Avi Primor, ehemals israelischer Botschafter in Berlin deutlich und ist sicher berechtigt. Aber wie so oft ist die Ursache nicht nur auf einer Seite zu finden.
        Eine erfreuliche Tatsache gilt es besonders zu fördern und (leider) auch zu schützen: viele junge Israelis werden von Berlin angezogen und verbringen zumindest einige Jahre dort. Sie sind eine Bereicherung. Hoffentlich bleibt uns das trotz der chaotischen massiven muslimischen Zuwanderung erhalten…

    • Wanda
      28.11.2015, 21:25 Uhr.

      22.11 2015, 12:55
      – Zitatanfang_…“jedes einzelne europäische Land wollte damals die Weltherrschaft“…Zitatende –
      Ist mir da vielleicht etwas entgangen ? Lassen wir einmal die bekannten Kontrahenten beiseite, aber von der Schweiz, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark, Tschechen, Ungarn, Italien, etc., etc. sind mir die angestrebten Imperien nicht bekannt, aber möglicherweise habe ich da im Geschichtsunterricht geschlafen…

  • silberdistel
    22.11.2015, 14:53 Uhr.

    Wann denn tragen die verlautbarten hehren Ansprüche in der Kirche selbst Früchte und man nimmt in den zahlreichen, sicher oft leerstehenden kirchlichen Liegenschaften, selbst Flüchtlinge auf? Selbstverständlich mit deren Familie!

    • Silvia
      22.11.2015, 17:47 Uhr.

      Inzwischen haben Bistümer und Klöster schon eine Menge freie Immobilien als Flüchtlingsunterkünfte zur Verfügung gestellt.

      Auch Kirchengemeinden machen das und zwei Pfarrer bei mir am Ort haben Flüchtlingsfamilien in ihre Pfarrhäuser aufgenommen.

      Das Bistum Passau baut gerade 150 Sozalwohnungen für Flüchtlinge und andere Bedürftige und hat ein Jugendhaus als Unterkunft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zur Verfügung gestellt, für das die Kommune aber plötzlich keinen Bedarf sieht.

      Es werden Ehrenamtliche für pädagogische Arbeit mit traumatisierten Flüchtlingskindern ausgebildet usw.

      In DEM Punkt kann man der kath. Kirche in Deutschland wirklich keine Tatenlosigkeit nachsagen.

      • Wanda
        23.11.2015, 17:33 Uhr.

        Silvia 17:47
        – der Augsburger Bischof Konrad Zdarsa hat angekündigt, dass im Dom der Fugger-Stadt ein neuer Altar für sage und schreibe 300.000 Euro errichtet wird. Und das, nachdem er sich kurz zuvor bei einem (wie er es selbst nannte) Schock-Besuch in der Augsburger Asylantenunterkunft, entsetzt über die dortigen Zustände geäussert hatte…
        – Sie sehen, es braucht lediglich ein Mitglied des hohen Klerus, um all die positiven Initiativen daneben verblassen zu lassen…

        • Silvia
          23.11.2015, 22:27 Uhr.

          Und das Erzbistum Berlin hat gerade einen Flüchtlingsfond mit 500.000 Euro eingerichtet:

          http://www.erzbistumberlin.de/medien/pressestelle/aktuelle-pressemeldungen/pressemeldung/datum/2015/11/23/vergaberichtlinien-fuer-den-fluechtlingsfonds-des-erzbistums-berlin/

          Daran könnte sich der Bischof von Augsburg ein Beispiel nehmen.

          • Wanda
            26.11.2015, 16:51 Uhr.

            Silvia 13:04
            – was mich zugegeben persönlich am meisten stört, ist die Ungleichgewichtung der eigenen, unter Kinder- und Altersarmut leidenden sozialen Problemgruppe durch unsere Kanzlerin mit ihrer Regierung. Wann immer die Sozialverbände Finanzmittel für unsere benachteilgten eigenen Mitbürger forderten, hiess es sofort, damit werde die deutsche Wirtschaft gefährdet und die schwarze Null im Haushalt sei nicht zu halten.
            Im Gegensatz dazu werden für die chaotisch hereinströmenden Flüchtlinge jedoch plötzlich wie aus dem Nichts x-Milliarden Euro aus dem Hut gezaubert, auch Sachleistungen fliessen reichlich – und siehe da, Schäubles schwarze Null ist auch nicht gefährdet.
            Wie ist das nur möglich und was sind unserer Regierung und den Politikern eigentlich die „eigenen“ sozial benachteiligten Bürger wert ? Wieso diese Ungleichbehandlung ?
            – Leider wird dieser Widerspruch von unseren Medien in deren Willkommens- und Merkel-Euphorie nicht zum Thema gemacht sondern total ignoriert. Insofern kann man tatsächlich von einem einheits- und merkel-konformen Moment der Medienlandschaft sprechen. Jedenfalls spiegelt sich derzeit eine Pluralität der Meinungen (eine Säule der Demokratie) dort nicht wieder…

          • Wrightflyer
            27.11.2015, 0:36 Uhr.

            @Wanda
            Glauben Sie wirklich, daß Sie die Welt besser machen indem Sie eine Sorte Notleidender gegen eine andere Sorte Notleidender ausspielen??
            Und wenn Sie Chaos sehen wollen: In Syrien hat es jede Menge davon! Die Leute kommen nicht wegen dem schönen Wetter hierher sondern weil sie sich daheim nur aussuchen können von wem sie sich umbringen lassen wollen! Und im Irak und in Afghanistan sieht die Lage auch übel aus!

    • Wanda
      24.11.2015, 0:00 Uhr.

      Silberdistel 14:53
      – aus Uruguay, dem sozialsten obwohl nicht reichen Land Lateinamerikas, ein Bericht über das Verhalten der aufgenommenen syrischen Flüchtlinge:
      Sie beklagen sich über die hohen Lebenshaltungskosten, obwohl die Regierung für die Unterkünfte aufkommt und den Familien einen bestimmten Betrag bezahlt. Weitere Klagen: keine Schafe, keine Kühe, kein Land(!). Und das bei einem Durchschnittslohn von 440 Euro für Einheimische, die denn auch empfindlich reagieren: „Sie haben wohl gedacht, sie kommen in ein Land mit mehr Wohlstand“. Schuhverkäuferin Monica Benitez: „Ich bin empört, was sie tun ist beleidigend“…
      Und der Politanalyst Daniel Chasquetti bestätigte, dass viele Syrer nur über begrenzte berufliche Fähigkeiten*) verfügten und freie Arbeitsplätze in Uruguay eben auch für Einheimische nur Mangelware seien.
      Und so wollen die Syrer denn auch wieder fort aus Uruguay, aber nicht als Kriegs- sondern als Wirtschaftsflüchtlinge…
      -Fazit: für Asylanten, die vorgeben nur dem Krieg entrinnen zu wollen, ein ziemlich undankbares Verhalten dem aufnehmenden Land gegenüber…
      *) hat sich inzwischen sogar beim BAMF herumgesprochen…

      • Silvia
        27.11.2015, 8:49 Uhr.

        Wanda
        26.11.2015, 16:51 Uhr.

        Da gebe ich Ihnen vollkommen recht, das stört mich auch gewaltig.

        Und mir fällt noch etwas Ähnliches auf:

        Unsere Gesellschaft wird seit Jahren sozial immer kälter, kaum Einer kümmert sich z.B. um einen alten Nachbarn, der mal Hilfe brauchen würde, aber für die unaufhörlich ins Land strömenden Migrantenströme arbeiten zig ehrenamtliche Helfer von jung bis alt bis zur Erschöpfung. Ohne diese vielen Ehrenamtlichen wäre das Chaos noch weitaus größer.

        Das ist ein Widerspruch, der mir unangenehm aufstößt.

  • JasJu
    23.11.2015, 11:51 Uhr.

    Das Zentralkommitee (alleine der Name…) ist überflüssig, teuer und ärgerlich. Es vertritt ausschließlich die glaubensfernen Gremienkatholiken und kämpft den Kampf der 70er Jahre um die Schleifung bzw. Protestantisierung katholischer Inhalte. Angesichts solcher durch gerade mal 0,002 Prozent der deutschen Katholiken gewählter Apparatschiks muß man sich fragen, woher diese die Arroganz nehmen, der Weltkirche ihre peinlichen, infantilen Forderungen zu unterbreiten.
    @ Wrightflyer: Fassen Sie sich bitte kürzer, es könnte sein, daß Sie die Leser langweilen.

    • bernardo
      27.11.2015, 7:33 Uhr.

      Würde man das Zentralkomitee auflösen, wäre nichts verloren. Mich vertritt es jedenfalls nicht.

      • Silvia
        27.11.2015, 20:31 Uhr.

        „Mich vertritt es jedenfalls nicht.“

        Mich auch nicht!

  • Wrightflyer
    27.11.2015, 22:11 Uhr.

    Hand hoch wem außer mir dieser Blog aktuell ein bischen zu hasserfüllt ist.
    Vorsichtig ausgedrückt ist der Islam auch nicht gerade meine Lieblingsreligion. Ich habe einiges daran auszusetzen. Aber was hier für Töne teilweise gespuckt werden muss einem ehrlich nicht gefallen.

    Ich habe gerade keine richtige Lust mehr, muss ich ganz ehrlich sagen…
    Ich habe sowieso nicht mehr so viel Zeit und wenn meine zweite kleine Nebenbeschäftigung im Januar startet wird es noch weniger.

    Es wäre noch einiges sagen, aber ich beschränke mich jetzt auf wenige Punkte und mache dann hier Schluss.

    @bernado:
    Ist Pakistan mit einem Heer in den USA einmarschiert?
    Wenn ein Staatsangehöriger eines Landes in einem anderen Land ein Verbrechen begeht (begründete Zweifel an der Geschichte lassen wir mal beiseite), verlangt man üblicherweise dessen Auslieferung, notfalls mit diplomatischen Druckmitteln. Es ist NICHT gestattet, einen alttestamentarischen Rachefeldzug über mehr als 10 Jahre hinweg zu starten. Es ist NICHT gestattet, den Tod unzähliger Unbeteiligter, auch von Minderjährigen, in Kauf zu nehmen.

    @Silvia:
    Wenn es mit Israel nur so einfach wäre, dann würde ich Ihnen ja zustimmen. Aber die Realität ist leider eine andere. Das ist nicht das rosarote nette Fantasieland das wir uns jahrzehntelang vorgestellt haben. Schon allein die Tatsache daß sich dieses Jahr Juden wegen Diskriminierung beschwert haben, weil sie die falsche Hautfarbe haben, müsste einem eigentlich sagen daß da ganz gewaltig etwas nicht stimmt.
    Da Sie ja bevorzugt auf militärische Quellen hören, ich habe da etwas für Sie: Die Organisation „Breaking the Silence“ besteht komplett aus ehemaligen israelischen Soldaten. Keine Deserteure, alle haben brav ihren Wehrdienst geleistet. Und zwar mindestens teilweise in Palästina. Dieses Jahr wollten die in Köln eine Ausstellung machen: Sie wurde verboten.

    WARUM dürfen die Palästinenser nicht ihr Land, ihre Sicherheit, ihr Wasser, ihre Olivenbäume und ihre Würde behalten? Warum sollen sie nicht in dem Land das sie noch haben leben können? Das sind doch MENSCHEN und kein Vieh…

    Sie werfen mir Antisemitismus vor, aber ist Ihnen schonmal aufgefallen, daß auch Araber Semiten sind? Hebräisch und Arabisch sind eng verwandt, beide schreiben sich von rechts nach links und ohne Vokale! Was zumindest Arabisch lernen zu einem Alptraum macht.

    Ich jedenfalls bin SEHR froh, daß es trotz aller Gehirnwäsche, wie sie nunmal in solchen Zeiten und einer solchen Umgebung geschieht, noch vernünftige Israelis gibt. Wie die Aktivisten von B’Tselem oder Uri Avnery.

    Und wollen Sie wissen was ich wirklich vom Judentum halte?
    Gewalttätige, rassistische Perversionen der Religion lehne ich ab und werde ich niemals unterstützen. Gleiches gilt für mich genauso für den Islam und fürs Christentum. Ansonsten halte ich das Judentum für eine alte und ehrenwerte Religion.
    Sie werden mich NICHT!! dazu bringen, sämtliche Juden weltweit für den einen oder den anderen Standpunkt in Sachen Israel zu instrumentalisieren. Juden sind mündige Personen und können selbst eine Meinung haben und diese äußern. Die Vertreter der Organisation „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“, darunter auch mindestens ein ehemaliger israelischer Soldat, werden Ihnen und bernardo jedenfalls entschieden widersprechen.

    Übrigens leben inzwischen mehrere tausend Israelis in Berlin, weil sie die Schnauze von allem voll haben.

    • Wrightflyer
      27.11.2015, 22:23 Uhr.

      Und
      @bernardo:
      Ich habe einen Einmarsch in Afghanistan sogar befürwortet, aber nicht wegen „Deutschland am Hindukusch verteidigen“ und all diesem Mist, sondern weil es den Frauen unter den Taliban furchtbar ging.
      Es ist aber schwer für die Soldaten, der Bevölkerung zu helfen wenn die Politik andere Ziele hat. In dem Sinn wurde die Bundeswehr in Afghanistan verraten.
      Aber der wichtigste Punkt ist, daß die Taliban eine Vorgeschichte haben die auf den Einmarsch der Sowjets zurückgeht. Davor war Afghanistan ein wunderschönes Reiseziel für Rucksacktouren (und Drogenexperimente…). Und aus der kann man nur die Lehre ziehen, geopolische Machtspielchen die auf dem Rücken schwächerer Länder ausgetragen werden, komplett bleibenzulassen. Solche Dinge dürfen nie, NIE!! wieder geschehen.

      • bernardo
        29.11.2015, 17:06 Uhr.

        Ich dachte, die Aufgabe der Bundeswehr sei es, Deutschland zu verteidigen und ggf. Bündnissolidarität zu üben, aber nicht, in irgendwelchen fernen Ländern Frauenrechte zu garantieren. (Was ohnehin nicht mit Waffengewalt klappen wird, wenn die Gesellschaft das nicht akzeptiert.) Nun ja, ich habe mich offensichtlich geirrt.

        Wann nehmen wir endlich Abschied von dieser moralisch überhöhten Politik und kehren zu einer realpolitischen Einstellung zurück?

    • Silvia
      28.11.2015, 0:02 Uhr.

      @wrightflyer

      „Sie werfen mir Antisemitismus vor, aber ist Ihnen schonmal aufgefallen, daß auch Araber Semiten sind? Hebräisch und Arabisch sind eng verwandt, beide schreiben sich von rechts nach links und ohne Vokale! Was zumindest Arabisch lernen zu einem Alptraum macht.“

      MIR ist das schon längst „aufgefallen“. Aber erinnern Sie mal die muslimischen Araber daran!

    • Silvia
      28.11.2015, 0:08 Uhr.

      Wrighrflyer:

      „Da Sie ja bevorzugt auf militärische Quellen hören, ich habe da etwas für Sie: “

      ???????? Wie kommen Sie darauf? Ich bin ein total unmilitärischer Mensch, will sagen, ich verstehe rein gar nichts vom Militär.

      insofern könnte ich sogar Verteidigungsministerin werden! (war ironisch gemeint).

    • Wanda
      28.11.2015, 16:07 Uhr.

      Wrightflyer 22:11
      – Widerspruch: diese meist jungen Israelis (siehe Interviews) werden von dem inzwischen angeblich zum „melting pot“ mutierten Berlin mit seiner Szene angezogen. Das ist eigentlich schon alles und gerade für uns Deutsche ein schöner, mehr als akzeptabler Beweggrund…

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