Papst zwischen Vergebungsbitte und Ägyptenreise

Es war keine gewöhnliche Politikeraudienz am Montagmorgen im Vatikan. Papst Franziskus traf den Präsidenten Ruandas Paul Kagame. 1994 wurden in dem ostafrikanischen Land binnen weniger Monate bis zu 800.000 Tutsi und gemäßigte Hutu von radikalen Hutus ermordet. Die Kirche spielte damals eine unrühmliche Rolle. Priester und Ordensleute der Hutu lieferten teilweise Menschen, die in kirchliche Häuser geflüchtet waren, an die Milizen aus. Papst Franziskus gestand bei der Audienz gestern ganz klar die Mitschuld der katholischen Kirche ein und bat um Vergebung für die „Sünden und Fehler der Kirche und ihrer Mitglieder“. Priester und Ordensleute seien dem Hass und der Gewalt verfallen. Sie hätten damit das Evangelium verraten und das „Antlitz der Kirche entstellt“.

Papst Franziskus trifft den Präsidenten Ruandas, Paul Kagame, im Vatikan. (Quelle. epa)

Papst Franziskus hofft, dass das Treffen mit Präsidenten, Paul Kagame, zur Versöhnung in Ruanda beitragen kann. (Quelle. epa)

Papst geht über lokale Bischöfe hinaus

In der Erklärung des Vatikan wird die Vergebungsbitte des Papstes ausdrücklich in Verbindung mit der Vergebungsbitte von Papst Johannes Paul II. beim großen Bußgottesdienst im Heiligen Jahr 2000 gebracht. Doch Franziskus geht darüber hinaus und spricht die Schuld der Kirche deutlicher aus. Er übertrifft damit auch die ruandischen Bischöfe, die im November 2016 erstmals um Vergebung gebeten hatten. In ihrer Erklärung gestanden sie die Beteiligung von Geistlichen an den Massakern ein, lehnten aber eine Schuld der Kirche als Institution ab. Das war von der Regierung damals scharf kritisiert worden. Sie forderte in einer Reaktion auf das Statement der Bischöfe auch eine Erklärung des Vatikans. Der Papst hat nun klar Stellung bezogen. Er hofft, dass damit der Prozess der Aufarbeitung und Versöhnung in Ruanda vorangebracht werden kann. Mit seiner Aussage macht er auch deutlich, dass die katholische Kirche nicht nur aus ihren Mitgliedern besteht, die je ihre eigene Verantwortung für ihr Handeln tragen, sondern dass auch die Institution Schuld auf sich laden kann.

Reise nach Ägypten steht

Vergangene Woche wurde noch über die Papstreise nach Ägypten spekuliert. Am Samstag bestätigte der Vatikan, dass Franziskus am 28. und 29. April Kairo besuchen wird. Kurz, aber nicht einfach, wird der Trip an den Nil. Es vermischen sich Politik mit Ökumene und interreligiösem Dialog. Franziskus wird den Großscheich der Al-Azhar-Universität, Ahmed Mohamed el-Tayyib, treffen. Er ist eine der höchsten Autoritäten im sunnitischen Islam. Zuletzt hatte er sich in einem Interview entschieden vom IS distanziert. Er betonte auch, dass die Rechte und Pflichten einer Person heute nicht mehr über die Religionszugehörigkeit zu definieren seien, sondern über ihr „Bürgersein“, also säkular. Ende Februar hatte in Kairo eine gemeinsame Konferenz des Vatikans und der Al-Azhar-Universität stattgefunden. Damals ging es um die gemeinsamen Anstrengungen der beiden Institutionen gegen Fanatismus, Extremismus und Gewalt im Namen der Religion. In der Abschlusserklärung wird ausdrücklich der „Respekt vor der religiösen Vielfalt“ betont. Der vatikanische Dialogminister, Kardinal Jean-Louis Tauran, betonte im Anschluss, es gebe zum Dialog keine Alternative: „Es gibt entweder Krieg oder Dialog“.

Wie heikel die bevorstehende Reise ist, zeigt ein Blick in die jüngere Geschichte. Die Al-Azhar-Universität hatte 2011 den Kontakt zum Vatikan abgebrochen, nachdem Benedikt XVI. in Folge eines Attentats auf koptische Christen einen besseren Schutz der Christen in Ägypten angemahnt hatte. Unter Franziskus hat sich das Verhältnis wieder entspannt. Der Großscheich war vergangenes Jahr im Vatikan. Bei seinem Besuch in Deutschland machte er deutlich, dass er die moderaten Kräfte des Islam unterstützen möchte. Was aus den Gesprächen am Rande der Besuche in Deutschland und im Vatikan berichtet wird, legt die Vermutung nahe, dass ihm Zuhause angesichts der schwierigen politischen und religiösen Gemengelage oft der Handlungsspielraum fehlt. Daher baut er auch auf die Entwicklungen in Europa und hofft auf Reformen im Islam.

Die Christen stehen in Ägypten unter massivem Druck. Daher ist die Visite von Franziskus in Kairo nicht zuletzt auch ein Solidaritätsbesuch – sowohl mit den Katholiken als auch mit den orthodoxen Kopten.

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Jürgen Erbacher

Seit 2005 berichte ich für die ZDF-Redaktion „Kirche und Leben katholisch“ über die Themen Papst, Vatikan, Theologie und katholische Kirche. Dafür pendle ich regelmäßig zwischen Mainz und Rom - meiner zweiten Heimat. Dort habe ich vor meiner ZDF-Zeit mehrere Jahre gelebt und für Radio Vatikan gearbeitet. Studiert habe ich Politikwissenschaft und Katholische Theologie in Freiburg i.Br. und Rom.

22 Kommentare

  • Alberto Knox
    21.03.2017, 17:06 Uhr.

    doppelt gut – das mea culpa zu ruanda (lang überfällig, aber zu sowas war b16 bekanntermaßen völlig unfähig, weil er seiner ideologie der nie fehlenden kirche verhaftet war) und ägypten!

    • Wrightflyer
      24.03.2017, 20:16 Uhr.

      Ich stimme Ihnen zu, daß Benedikt ein ziemlich fatales Kirchenbild hatte, da braucht man kein Theologe zu sein, gesunder Menschenverstand reicht. Allein schon das Vorhaben, die Kirche auf einen harten ultrafrommen Kern zusammenzuschrumpfen…

      Aber so langsam geht es mir ehrlich auf den Senkel, daß Sie ihn bei jeder sich bietenden Gelegenheit ausbuddeln.

      Gut, ich kann verstehen daß bei jemandem der beruflich mit Kirche zu tun hat Traumata aus der alten Zeit recht tief sitzen können. Muss ja schon das eine oder andere vorgefallen sein bei den Berufstheologen.
      Trotzdem möchte ich Sie bitten, den Altpapst mal etwas liegen zu lassen. Manche hier können es echt nicht mehr lesen…

      Die wichtige Frage ist: Was kann man hier tun um die neue Zeit mal so richtig zu Laufen zu bringen?
      Einer allein kann das nämlich nicht, auch nicht mit weißer Soutane und noch so viel absolutistischer Vollmacht!

      • Wanda
        28.03.2017, 17:23 Uhr.

        Wrightflyer 24.03.2017, 20:16
        – da bin ich auf Ihrer Linie…
        Wenn der oberste und obere klerikale Klüngel nicht mitzieht und boykottiert und intrigiert, kann Franziskus tun und beabsichtigen was er will: die Amtskirche ist so schnell nicht in die Knie zu zwingen…

  • Silberdistel
    21.03.2017, 19:29 Uhr.

    „Die Kirche spielte damals eine unrühmliche Rolle“ Zitatende.

    In einer Konfession, in der man die ursprüngliche göttliche Botschaft über die Jahrhunderte pö a pö durch selbst ausgedachten Brimborium & Bimbam weitestgehend ersetzt hat, muß man sich um die Umsetzung der nicht vorhandenen Urbotschaften in Stresssituationen auch nicht wundern.

    Wäre sie noch vorhanden und im wirklich wahren Leben (vor-)gelebt, so müßte man sich hinterher auch nicht ständig als Sünder selbst zeihen und in Sack und Asche wiedermal Buße tun.

  • Wrightflyer
    21.03.2017, 22:31 Uhr.

    Thema Ruanda:
    Vielleicht hätte damals doch ausnahmsweise ein militärisches Eingreifen geholfen… auch wenn man nach den schlechten Erfahrungen, die man mit einem solchen im Nahen Osten gemacht hat, kaum noch dran glauben mag. Aber im Fall von Ruanda wäre viel gewonnen gewesen, wenn man diese Radiostation hätte besetzen können.
    Aber eines ist klar: Eine Militärintervention schafft niemals Frieden, nur einen Waffenstillstand. Sie ist mit Glück eine Erste Hilfe, aber sie heilt den Patienten nicht. Frieden kann nur in Ruanda selbst durch Versöhnung entstehen. Natürlich ist das verdammt schwer… aber es ist das einzig Richtige.
    Immerhin ist Ruanda damit wohl auf besserem Weg als der Balkan… und macht damit auch Hoffnung für den Südsudan.

    „Die Christen stehen in Ägypten unter massivem Druck.“
    Tja… damals als es in Ägypten Hoffnung gab, kam es vor daß sich Christen und Muslime gegenseitig vor Gewalt schützten.

    NATÜRLICH sind Christen in Ägypten in Not. Unter al-Sisi ist, wie die Nachrichten von dort sagen, alles noch schlimmer als unter Mubarak. Und die Christen sind eine Minderheit. Man findet dieses Muster quer durch die Bank in allen möglichen Diktaturen, es hat nichts mit einer bestimmten Religion oder ethnischen Identität zu tun: Wenn den Leuten die Kraft und der Mut fehlt, sich gegen die Obrigkeit zu wehren, treten sie die schwächeren. Dann sind Minderheiten Sündenböcke für alles.

    Die Ägypter hatten zweimal die Kraft, ihre Regierung abzusetzen. Nichts wurde besser, im Gegenteil. Jetzt ist die Kraft wohl verbraucht.
    Zumal Ägypten auch keine ermutigenden Beispiele in der Nähe hat: In Libyen herrscht Bürgerkrieg.

    Ein Faktor, wenn auch sicher bei weitem nicht der einzige, der zum Scheitern des Arabischen Frühlings in den meisten Ländern geführt hat, war sicher daß vom Westen kein Entgegenkommen kam. Stattdessen wurden Investitionen abgezogen und die Arbeitslosigkeit stieg.
    Unseren Regierungen und unseren Konzernen sind halt einfach gestrickte völlig berechenbare Diktatoren lieber als Demokratien. Mit dem Regime al-Saud oder mit al-Sisi macht man liebend gern Geschäfte!

    „Daher baut er auch auf die Entwicklungen in Europa und hofft auf Reformen im Islam.“
    Veränderungen, auch dringend notwendige, kosten allerdings Kraft. Und Mut. Und es ziemlich kontraproduktiv, wenn den Leuten vor lauter Diktatoren und Krieg und Überlebenskampf genau die fehlen.
    Die Frage ist: Wie können wir Christen den Islam im dringend notwendigen Reformprozess unterstützen?
    Nur mit einem entschiedenen Einsatz gegen Kriege und die Unterstützung von Diktatoren wie al-Sisi, die es uns bequem machen aber ihr eigenes Volk blutig schinden.

    • Wrightflyer
      21.03.2017, 23:08 Uhr.

      Zusammenfassend noch eines:

      Man muss den Islam nicht in den Himmel loben, er verdient durchaus viel Kritik.
      Aber: Syrien hat sich in einen Fleischwolf verwandelt, Libyen existiert nicht mehr, im Jemen herrscht Krieg, Ägypten ist ein Polizeistaat schlimmer als unter Mubarak, zum Irak fällt einem nur betretenes Schweigen ein… kurz: Der islamischen Welt geht es schlecht wie seit den Kreuzzügen nicht mehr. Und jemanden der am Boden liegt, den tritt man nicht.

      Den ägyptischen Christen Hoffnung machen ist gut und schön, ich bin dafür.
      NOCH besser wäre allerdings ein Hoffnungszeichen für den GANZEN Nahen Osten, also AUCH die muslimische Bevölkerungsmehrheit.
      Aber wenn das einer hinkriegt, dann Franziskus.

      • Wanda
        24.03.2017, 18:52 Uhr.

        Wrightflyer 22:31
        – Obacht: für die Todesfatwas gegen muslimische Wissenschaftler, Schriftsteller und Journalisten in Deutschland (und anderswo) ist nicht der ägyptische Staatschef Al-Sisi verantwortlich sondern diese wurden von Rechtsgelehrten und Professoren der al-Azhar erstellt, also jener Universität, deren oberste Autorität Gross-Sheikh Al-Tayyib demnächst brüderlicher Gesprächspartner des Papstes in Ägypten sein wird.
        Und wie bereits ausgeführt, vertritt dieser Gross-Imam Ahmed Mohamed al-Tayyib Positionen, die das Gegenteil der in oa. Artikel behaupteten gemeinsamen Anstrengungen des Vatikan und der Al-Azhar (gegen Fanatismus, Extremismus und Gewalt im Namen der Religion) darstellen:
        – noch 2002 rechtfertigte er ausdrücklich Selbstmordattentate (Terrorismus) gegen Israel,
        – er sieht den IS als Produkt einer zionistischen(!) Verschwörung, um neue Militärinvasionen der USA in Nahost zu rechtfertigen,
        – er lehnt die Priorität des Staates ab und befürwortet unmissverständlich und energisch eine Theokratie nach dem Muster der iranischen Mullahs, „da für uns die Religion immer über dem Staat steht“…
        Fazit: Man darf wohl davon ausgehen, dass diese harten Fakten leider schon beim letzten Treffen von Franziskus mit al-Tayyib keine Rolle gespielt haben. Stattdessen verbreitete man lieber Fotos der brüderlichen Umarmung…

        • Jürgen Erbacher
          Jürgen Erbacher
          25.03.2017, 13:45 Uhr.

          Auch unter Johannes Paul II. und Benedikt XVI. pflegte der Vatikan Kontakte zur Al-Azhar-Universität und Johannes Paul II. traf sich auch mit deren Vertretern bei seinem Besuch in Ägypten im Jahr 2000. Es soll hier nicht der Eindruck entstehen, Franziskus mache hier etwas Neues. Unabhängig davon ist er überzeugt, dass durch Begegnungen und persönliche Beziehungen Menschen zur Haltungsänderung bewegt werden können und nicht durch schroffes Zurückweisen oder Dialogverweigerung. Wie ich in meinem Text geschrieben habe, erklärte Al-Tayyib vor wenigen Tagen, dass im staatlichen Bereich nicht mehr die Religion sondern das „Bürgersein“ der entscheidende Punkt ist.

          • Wanda
            25.03.2017, 17:10 Uhr.

            Nun, wenn der bestimmende und führende Gross-Sheikh der al-Azhar nichts gegen die Verhängung von Todesfatwas unternimmt, die von einigen ihm nachgeordneten Religionsprofessoren seiner Universität gegen Abtrünnige, muslimische Journalisten und Wissenschaftler (ua. in Deutschland) verhängt werden, dann darf man wohl erwarten dass er sich damit als Gesprächspartner des Papstes zu einer gemeinsamen(?) Aktion gegen „Gewalt im Namen der Religion“ disqualifiziert, oder ?
            Wie weit darf denn Gesprächbereitschaft entgegenkommen, wo ist denn dann überhaupt die Grenze ?
            Abgesehen von den weiteren extremen Positionen al-Tayyibs, die er noch kürzlich ausdrücklich und öffentlich vertreten hat…

        • Wrightflyer
          25.03.2017, 21:29 Uhr.

          […]*

          @Wanda:
          Man darf nicht veregessen:
          Auch Muslime haben ein Alltagsleben. Die wenigsten Muslime sind irgendwelche Gelehrte die den ganzen Tag den Koran und die Hadithen und weitere religiöse islamische Schriften lesen. Und das was das Leben in Ägypten derzeit vordringlich bestimmt, ist nunmal die Diktatur al-Sisi.

          Sie wissen ja, daß der polnische Katholizismus, als er nach der Wende zum Vorschein kam, einen ziemlich reaktionären Eindruck gemacht hat. Inzwischen, habe ich von jemandem mit guten Verbidnungen nach Polen erfahren, reicht es vielen Polen mit ihrem Klerus von vorgestern, aber es ist schon signifikant, daß die rk-Kirche hinter dem Eisernen Vorgang die Modernisierungen im Westen nicht so mitgemacht hatte.

          Und jetzt denken Sie mal an den 2. Weltkrieg:
          Der dauerte nur 6 Jahre, 4 Jahre ab dem Einmarsch in die Sowjetunion, hat aber eine ganze deutsche Generation traumatisiert hinterlassen. Meinen eigenen Großvater hat die Ostfront in ein gefühlskaltes Arschloch verwandelt.
          Und in Spanien hassen sich in manchen Dörfern ganze Familien bis heute wegen 3 Jahren Bürgerkrieg. Die auch schon bald 80 Jahre her sind.
          Jetzt überlegen Sie mal folgendes: Ein paar muslimische Länder haben seit über 30 Jahren keinen Frieden mehr erlebt…

          Wenn wir hier im Okzident solche Erfahrungen gemacht haben, wie können wir da so naiv sein zu glauben, daß die langen Jahrzehnte von Diktaturen und Kriegen keine Rückkopplungen im Islam hinterlassen haben?

          *Der Beitrag wurde editiert, dass die ersten Zeilen an die Redaktion gerichtet waren.

  • Wanda
    22.03.2017, 18:59 Uhr.

    Ein offenes Wort, Herr Ebacher, zu meinem merkwürdig spät freigeschalteten kritischen Beitrag zum Grossmufti der al-Azhar Universität als fragwürdigen Gesprächspartner des Papstes. Sollte damit eine Diskussion vermieden oder unterbunden werden ? Dass direkt danach die Kommentarfunktion geschlossen wurde, lässt diesen Verdacht leider aufkommen.
    Die geschilderten Sachverhalten sind nachprüfbar und durchaus bedenklich, aber das will man wohl übergehen oder nicht wissen.
    Unrühmlich und wenig professionell, diese redaktionelle Verhalten !

    • Jürgen Erbacher
      Jürgen Erbacher
      23.03.2017, 7:45 Uhr.

      Der Beitrag wurde später freigeschaltet, weil er der Recherche bedurfte. Da es in diesem Beitrag auch um die von Ihnen kritisierte Person geht, ist die Diskussion weiter offen.

    • Silberdistel
      24.03.2017, 2:54 Uhr.

      Wanda
      22.03., 18:59 h
      Leider kann ich nichts besseres berichten: So wurde die Freischaltung meines letzten Beitrages im letzten thread mit wrightflyer in der ´Klimakatastrophendebatte´, bzw. Umweltenzyklika des Papstes, merkwürdig verzögert und dann die Kommentarfunktion geschlossen. Der Beitrag in dem ich die „Klimakatastrophenversteher“, also auch die beiden ´Klimakatastrophenpäpste´ Schellnhuber & Franziskus plausibel nachvollziehbar widerlege, ist bis jetzt noch nicht freigeschaltet.

      • Jürgen Erbacher
        Jürgen Erbacher
        24.03.2017, 10:15 Uhr.

        Die Kommentarfunktion schließt automatisch. Darauf nehmen wir als Redaktion in den konkreten Fällen keinen Einfluss.

        • Silberdistel
          24.03.2017, 11:11 Uhr.

          Aber sehr geehrter Herr Erbacher, eine solche kurzfristige Schließung der Kommentarfunktion ist doch recht unpraktikabel. So kann z.B. keiner mehr seine helle Freude an meinem letzten Beitrag zur päpstlich protegierten ´Weltklimakatastrophe´ haben, weil dieser im neuen thread bzw. der geschlossenen Kommentarfunktion des alten, völlig untergegangen ist. Danke!

      • Doktor Krakebusch
        24.03.2017, 13:09 Uhr.

        Naja, sooo wichtig ist die Propaganda von EIKE nun auch nicht. Zwar gerne wiedergekäut, aber dennoch von kaum einem richtigen Wissenschaftler ernstgenommen.

        p.s. Alles Liebe zu den jüngsten und kommenden Temperaturrekorden.

      • Wrightflyer
        24.03.2017, 20:01 Uhr.

        „Der Beitrag in dem ich die „Klimakatastrophenversteher“, also auch die beiden ´Klimakatastrophenpäpste´ Schellnhuber & Franziskus plausibel nachvollziehbar widerlege“
        Nein, tun Sie nicht.
        Sie haben irgendwelche Begriffe aneinandergereiht, nach dem Motto: klingt wichtig, wird schon irgendwie signifikant sein, aber das wars auch schon.

        Es reicht aber nicht, irgendwann mal was über Erdachse, Vulkanausbrüche und „chaotische Systeme“ aufgeschnappt zu haben, man muss den Ablauf und den Wirkmechanismus verstehen. Und wenn man astronomische Vorgänge die sich in einem Zeitraum von Jahrtausenden abspielen einfach so in einen recht konfusen Vortrag über etwas das sich innerhalb von wenigen Jahrzehnten abspielt, reinrührt, ist das nicht gerade überzeugend.

        Übrigens bin ich Verfahrensingenieur. Thermodynamik, Chemie und Strömungslehre waren sehr fundamentale Bestandteile meines Studiums.
        Darüber hinaus, wie der Zufall es will, waren überkritisches CO2 und die physikalischen Grundlagen von Farbstoffen allgemein, also auch Licht und seine Zusammensetzung, wesentliche Themen meiner Diplomarbeit. Für die ich über 100 Versuche im Hochdrucktechnikum gefahren habe.

      • Wrightflyer
        24.03.2017, 22:58 Uhr.

        […]*Nur gilt auch für chaotische Systeme die elementare Thermodynamik.

        Energie die man über die Systemgrenze in das System hineinschiebt, muss entweder dort bleiben oder verlässt das System. Sie wird weder erzeugt noch vernichtet.
        Eine Systemgrenze kann man in der Thermodynamik überall legen, auch um die gesamte Erde. Wenn von der Energie die von der Sonne auf die Erde kommt weniger ins All zurückgeschickt wird, weil sich das Fenster für Infrarotstrahlung wegen den Treibhausgasen schließt, bleibt die Energie eben hier.
        Es gibt grundsätzlich nur drei Mechanismen des Wärmetransportes: Konvektion, d.h. ein strömendes Medium nimmt Wärme mit, Wärmeleitung durch ein Medium und Wärmestrahlung.
        Je nach Temperatur hat die Wärmestrahlung verschiedene Wellenlängen, aber bei den durchschnittlichen Temperaturen der Erdoberfläche liegt sie im Infrarotbereich.
        Die Wirkung von CO2 auf die Durchlässigkeit der Athmosphäre im Infrarotbereich wurde schon Anfang des 20. Jahrhunderts nachgewiesen.

        Und aus meinen eigenen Färbeversuchen anlässlich meiner Diplomarbeit weiß ich, daß schon winzigste Massenanteile eines Farbstoffes reichen um die Fähigkeiten eines Stoffes im Bereich der Lichtabsorption bzw. -reflexion zu verändern, also ein Färbeergebnis zu erzielen.

        Daß wir kein Infrarotlicht sehen heißt nicht, daß die Athmosphäre keine Farbe hätte. Ich hatte einmal einen Chef der farbenblind war. Das heißt aber nicht daß im ganzen Betrieb keine Farben mehr existierten.

        *Der Beitrag wurde wegen des Verstoßes gegen die Netiquette editiert.

  • Jürgen Erbacher
    Jürgen Erbacher
    25.03.2017, 13:50 Uhr.

    Wir werden in der aktuellen Diskussion keine weiteren Kommentare freischalten, die sich mit dem Thema Klimawandel beschäftigen. Die Einträge sind von gegenseitigen Unterstellungen und Angriffen durchsetzt, so dass auch ein Redigieren nicht möglich ist. Wir sind bemüht, alle Kommentare in zeitlicher Nähe zu bearbeiten und freizuschalten. Das ist nicht immer einfach, entweder weil die Texte sehr lang sind, oder persönliche Angriffe und Unterstellungen enthalten, die zunächst in der Redaktion besprochen werden müssen.

    • Alberto Knox
      25.03.2017, 22:13 Uhr.

      @herr erbacher:
      gilt dies (was ich prinzipiell nachvollziehbar finde) nur für kommentare, die NACH ihrer ankündigung geschrieben würden oder auch für kommentare, die bis zu ihrer ankündigung geschrieben wurden? letzteres fände ich unverhältnismäßig, da dann nämlich zum thema klimawandel nur SEHR einseitige stellungnahmen stehen blieben, die die unterschiedlichen positionen im forum nicht annähernd adäquat widergäben.

      • Jürgen Erbacher
        Jürgen Erbacher
        27.03.2017, 9:06 Uhr.

        Es gilt für die Kommentare, die nach meiner Ankündigung geschrieben wurden. Der Abbruch einer Diskussion ist immer ein Problem; denn der Verlauf wird immer einseitig stehen bleiben. Wenn sich aber eine Diskussion derart vom Ursprungsthema entfernt und dazu die Kommentare stark von persönlichen Angriffen und Unterstellungen durchsetzt sind, sehen wir keine Alternative.

        • Alberto Knox
          27.03.2017, 15:31 Uhr.

          volle zustimmung!

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