Marx: Kein Stopp-Schild für „Synodalen Weg“

Spannend wie selten sind die Beratungen bei der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Fulda. Zum Start forderten am Montag knapp 200 Frauen bei einer Demonstration die Bischöfe auf, am „Synodalen Weg“ festzuhalten. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, sicherte den Frauen zu, dass bei den Beratungen keine Themen ausgeklammert werden. Für Donnerstag sind weitere Aktionen der Bewegung Maria 2.0 und der KJG geplant. Kardinal Marx betonte vor Journalisten, aus Rom gebe es kein Stopp-Schild für den „Synodalen Weg“.

Kardinal Reinhard Marx im Gespräch mit Frauen der KfD, die heute in Fulda vor dem Tagungsort der Bischofskonferenz demonstrierten. (Quelle: Erbacher)

Deutsche wollen keine Alleingänge

„Der Weg ist frei für Gespräche“, erklärte Kardinal Reinhard Marx am Montagmittag beim Eröffnungsstatement zur Herbstvollversammlung in Fulda gegenüber den Journalisten. Details über seine Gespräche vergangene Woche in Rom wollte er nicht preisgeben. Zunächst werde er am Dienstag den Bischöfen berichten und mit diesen über die beiden Briefe aus Rom, Ende Juni von Papst Franziskus und Anfang September vom Präfekten der Bischofskongregation, Kardinal Marc Ouellet, beraten.

Marx machte deutlich, dass es keine deutschen Alleingänge am Ende des „Synodalen Wegs“ geben werde. „Es war von vornherein klar, dass die deutsche Kirche sich nicht lösen wird von der Weltkirche“, stellte Marx mit Entrüstung fest. Auch sei klar, dass am Ende jeder Bischof für sein Bistum entscheiden muss, ob und welche Beschlüsse umgesetzt werden. Fragen, die nur auf weltkirchlicher Ebene zu behandeln sind, würden dann als Votum nach Rom gebracht. „Man kann dafür werben, das Kirchenrecht zu ändern“, so der Konferenzvorsitzende.

Wie schon bei früheren Anlässen betonte Marx, dass es um die Einheit gehe und zwar in einer vielfachen Weise: die Einheit mit Rom, die Einheit unter den Bischöfen aber auch die Einheit mit dem ganzen Volk Gottes. Und dieses Volk Gottes seien nicht nur die, die sonntags in die Kirche gingen, sondern alle Getauften. Selbstverständlich gehe es bei dem „Synodalen Weg“ um die Frage, wie Evangelisierung heute gelingen könne. Dafür müssten aber die Hindernisse zur Evangelisierung in den Blick genommen und die Unglaubwürdigkeit überwunden werden. Dazu müssten die Themen bearbeitet werden, die man sich in den vier Foren des „Synodalen Wegs“ vorgenommen habe.

Reformbewegungen unterstützen „Synodalen Weg“

Die Bewegung „Wir sind Kirche“ sieht die katholische Kirche in Deutschland und in vielen anderen Ländern am „Scheideweg“. Sprecher Christian Weisner zeigte sich erfreut, dass die Mehrheit der Bischöfe den „Synodalen Weg“ unterstütze. Besorgt sei er, dass von Einigen Zwietracht gesät werde. Er warnte davor, die Weltkirche gegen die Ortskirchen auszuspielen. Gabriele von Karais von der Bewegung Maria 2.0 erklärte, die Frauen wollten „keine Kirche mehr, die einer absolutistischen Monarchie gleicht. Wir träumen nicht mehr nur von einer geschlechtergerechten Kirche, sondern wir kämpfen dafür.“ Es habe in der Geschichte schon einmal einen Marin Luther gegeben. „Vielleicht gibt es heute eine Martina oder viele Martinas“, so von Karais.

Der Sprecher des Eckigen Tischs, ein Zusammenschluss von Opfern sexuellen Missbrauchs, Matthias Katsch, zeigte sich zuversichtlich, dass die Bischöfe morgen eine Entschädigungsregelung für Betroffene verabschieden werden. Diese sei seit Mai in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe von Betroffenen, Experten und Bischofskonferenz ausgearbeitet worden. Während bisher Betroffene in der Regel eine einmalige Zahlung als „Anerkennung erlittenen Leids“ von 5.000 Euro erhalten haben, sollen künftig Zahlungen bis zu 300.000 Euro, nach Informationen des Magazins Spiegel vom Montagabend sogar 400.000 Euro, möglich sein. „Endlich kommen die Bischöfe vom Reden ins Handeln“, wertete Katsch die bevorstehenden Entscheidung sowie den anstehenden „Synodalen Weg“.

Was will der Papst?

Im Vorfel der Beratungen in Fulda wird deutlich, dass doch die Mehrheit der Diözesanbischöfe entschlossen ist, den „Synodalen Weg“ zu starten. Das wird nicht ohne Reibung gehen. Das zeigen die vergangenen Monate. Dafür steht zu viel auf dem Spiel. Die Bischöfe werden sich am Dienstag noch einmal intensiv mit dem Papstbrief an die Katholiken in Deutschland beschäftigten. Bischof Felix Genn und Kardinal Rainer Maria Woelki werden ihren Mitbrüdern den Brief erläutern. Es wird eine heftige Diskussion erwartet, denn nach der Veröffentlichung des Briefes Ende Juni fühlten sich Gegner und Befürworter des „Synodalen Wegs“ in ihren Positionen bestätigt.

Die Beiden Interpreten sind von der Konferenzregie klug ausgewählt. Gehört Woelki doch zu den stärksten Kritikern des „Synodalen Wegs“, wie er aktuell geplant ist. Genn ist auch eher ein Vertreter der Konservativen in der Bischofskonferenz. Allerdings hat sich der Münsteraner Bischof klar hinter den „Synodalen Weg“ gestellt. „Wir brauchen eine neue Machtverteilung, konkret ein neues Verhältnis von sogenannten Laien und Priestern, von Haupt- und Ehrenamtlichen, von Männern und Frauen in der katholischen Kirche“, so Genn gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom Samstag.

„Synodaler Weg“ wird kommen

Ein „weiter so wie bisher“ scheint in Fulda nicht mehr möglich. Die Mehrheit der Bischöfe hat erkannt, dass Veränderungen nötig sind. Der Missbrauch hat systemische Ursachen und die müssen angepackt werden. Nur so kann die Kirche wieder Glaubwürdigkeit zurückgewinnen und Vertrauen neu aufgebaut werden. Dabei müssen die Bischöfe und am Ende wohl auch der Papst vielleicht an der ein oder anderen Stelle sogar weiter gehen, als es eigentlich möglich ist. Aber wer so massiv Kredit verspielt und Menschen Leid zugefügt hat, muss in Vorleistung treten. Man merkt dem Konferenzvorsitzenden Marx und seinen Amtsbrüdern an, wie kompliziert die aktuelle Situation ist. Der Druck ist massiv von allen Seiten. Die Erwartungen sind hoch.

 

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Jürgen Erbacher

Seit Juli 2018 leite ich die ZDF-Redaktion "Kirche und Leben katholisch", für die ich seit 2005 über die Themen Papst, Vatikan, Theologie und katholische Kirche berichte. Dafür pendle ich regelmäßig zwischen Mainz und Rom - meiner zweiten Heimat. Dort habe ich vor meiner ZDF-Zeit mehrere Jahre gelebt und für Radio Vatikan gearbeitet. Studiert habe ich Politikwissenschaft und Katholische Theologie in Freiburg i.Br. und Rom.

28 Kommentare

  • Wanda
    23.09.2019, 22:01 Uhr.

    Nun ja, spiegelt sich alles auch in den Druckmedien und Öffentlich-Rechtlichen wieder. ARD heute zur
    – „Missbrauchsstudie 1 Jahr danach: ausser Versprechen nicht viel passiert“… – Bischofskonferenz in Fulda „Wie findet die Kirche aus der Krise?“ Und im Nebensatz „Die deutschen Bischöfe laufen damit direkt auf einen Konflikt mit dem Vatikan zu“ (dort spielt ein gewisser Franziskus die Hauptrolle)…

  • Silvia
    24.09.2019, 0:52 Uhr.

    Marx sagt genau das, was ich im vorigen Thread versucht habe zu erklären:

    Beschlüsse der DBK, die Bedeutung für die gesamte Weltkirche haben, müssen dem Papst zur Entscheidung vorgelegt werden.

    Dass niemand in der DBK wirklich ein Schisma anstrebt, glaube ich sofort, so unvernünftig wird kein deutscher Bischof sein.

    Die Bischöfe werden sich mehrheitlich auf bestimmte Reformanliegen einigen und diese dann dem Papst zur Entscheidung vorlegen. Marx wird wahrscheinlich noch mal persönlich beim Papst vorstellig werden und für diese Reformanliegen werben, aber kein deutscher Bischof wird zu einem Alleingang gegen Rom bereit sein, und das ist auch gut so.

    Der synodale Weg soll meines Wissens nach im Dezember beginnen und zwei Jahre dauern. In diesen zwei Jahren kann viel geschehen, warten wir also ab, was daraus werden wird.

  • Silvia
    24.09.2019, 9:08 Uhr.

    Ich denke, wenn überhaupt, dann bringt die Amazonassynode Änderungen, an die man sich in Deutschland versuchen wird, dran zu hängen.

    Ich war am Sonntag nach gesundheitlich bedingter längerer Abwesenheit mal wieder in meiner Gemeinde zum Gottesdienst und anschließendem Stehempfang anlässlich der Vorstellung einiger neuer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

    Da habe ich eine sehr lebendige City – Gemeinde erlebt, eine volle Kirche, jede Menge Ministranten/innen vom diesjährigen Kommunionjahrgang bis zum Teenageralter.

    Und neu hinzu gekommen sind ein paar junge, schwarzafrikanische Familien mit kleinen Kindern.

    Das ist die Realität, die von unseren Internetdiskussionen nicht abgebildet wird.

    Auch beim Stehempfang sprach niemand vom synodalen Weg, von der Amazonassynode oder Maria 2.0. Niemand hat gestritten. Es war das pralle, fröhliche Leben einer lebendigen Gemeinde, die ihren neuen Vikar und einige andere neue Hauptamtliche mit großer Freude begrüßt hat.

    Und da habe ich mich gefragt, warum ich Zeit und Nerven hier im Blog investiere, wenn das reale kirchliche Leben so schön und lebendig und auch vielfältig ist.

    Mit anderen Worten, ich habe den guten Vorsatz gefasst, mich hier in Zukunft rarer zu machen.

    • Silberdistel
      24.09.2019, 14:59 Uhr.

      Silvia
      24.09.2019, 9:08 h
      Wie heißt es so schön: „Die Ausnahme bestätigt die Regel“ oder „Bildung einer Blase“ oder garstiger (und nicht miss zu verstehen): „Ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn“ 😀

    • Wanda
      24.09.2019, 15:29 Uhr.

      Verständlich…

    • Carla Maltese
      24.09.2019, 18:11 Uhr.

      Ach neee!!

      Ich betone schon seit Jahren in diesem Blog, dass auch die römisch-katholische Kirche nicht nur Papst und Vatikan und Kardinäle und *bla* ist, sondern auch noch aus Gemeinden besteht!!
      Ich versuche hier seit Jahren, um Verständnis dafür zu werben, dass einfache Gemeindeleben mehr zu registrieren und mehr wertzuschätzen!!

      Jetzt kassieren Sie natürlich die Lorbeeren für das was ich hier schon seit Jahren versuche durchzukriegen. Hurra.

    • Carla Maltese
      25.09.2019, 17:07 Uhr.

      @Silvia:
      Ich weise schon SEIT JAHREN hier darauf hin, dass Kirche nicht nur Papst und Vatikan ist.
      SEIT JAHREN versuche ich hier dafür zu werben, das „kleine“ normale Gemeindeleben mehr zu beachten und ernster zu nehmen. Diese ganze bunte Vielfalt!

      Und heute helfe ich sogar auf einer Abendveranstaltung zu genau dem Thema! Habe sogar einen halben Tag Urlaub genommen!

      Also bitte nicht „die Internetdiskussionen“ über einen Kamm scheren, das beleidigt mich nämlich persönlich!

      • Wanda
        26.09.2019, 16:58 Uhr.

        Carla Maltese 24.09. 18:11
        – Was soll das denn, seit wann geht’s hier um zu erringenden Lorbeer ? Vielleicht sollte man sich auf´s Wesentliche konzentrieren und persönliche (sowie endlos dargestellte berufliche) Befindlichkeiten bzw. Verdienste raushalten, ua. auch wer wann was und ggf. früher gesagt hat. Eine Reaktion wie ein Sandkastenspielchen.
        Will Ihnen nicht zu nahetreten, aber die Hymnen und ständiges Schönreden zu Sprüchen und Widersprüchen von Franziskus mit seiner Amtsführung des Vatikan (gibt’s da überhaupt eine?) kommt einem Groupie-Verhalten schon bedenklich nahe.
        – Doch zurück zum eigentlichen Thema dieses Blogs:
        1. Geld kann erlittenes Leid weder lindern noch wiedergutmachen und schon gar nicht aus der Welt schaffen. Es kann jedoch dazu dienen Folgen zu mildern, sich neu zu orientieren und Chancen aufzutun. Leider muss man fürchten, dass ein Teil des Klerus meint, damit sei das Problem Missbrauch aus der Welt. Ist es aber nicht: die Gründe und Wurzeln des Übels liegen im System und müssen radikal angegangen werden. Leider immer noch vielfach ignoriert oder klein geredet. Und da fehlt es weit: Erklärte Absichten noch und noch, aber keine Umsetzung…
        2. Und wenn der Münsteraner Bischof Genn von einer neuen „Machtverteilung“……in der katholische Kirche redet, dann ist mir irgendwie in Erinnerung, dass der Nazarener speziell mit dem Wort „Macht“ sehr subtil umging und sie seine Anhängern und dem Gläubigen nicht unbedingt empfahl. Lasse mich aber gern korrigieren…

        • Wanda
          26.09.2019, 17:51 Uhr.

          Wanda 26.09 16:58
          – Möchte ausdrücklich anfügen:
          Die Machtstrukturen der röm. Kirche stammen aus der Antike bzw. dem Mittelalter, lassen sich jedoch in absolut keiner Weise auf den sandalentragenden Wanderprediger Jesus zurückführen.
          Bergpredigt (Matthäus 5-7) „Euch muss es zuerst um das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit gehen. Dann wird euch solches auch zufallen oder dazugegeben (Matthäus 6.33). Die einzige Lebensregel des Gottesreiches ist also Brüderlichkeit und Liebe*) und damit verlangt dieses ausschliessliche Prinzip logischerweise den Verzicht auf alle Formen der Macht, auch die Macht des Vatikan.
          *) das ist die Essenz der an sich so einfache Lehre des Nazareners, die (zugegeben) im Alltagsleben nicht einfach umzusetzen ist.

        • bernardo
          27.09.2019, 11:51 Uhr.

          @ Wanda: Ihr Wort in Gottes Ohr.

          Ich bin unverdächtig, Franziskus übermäßig zu schonen, aber als Papst kann er die Erwartungen, die er bei manchen vielleicht geweckt haben mag, gar nicht erfüllen. Ich habe den Eindruck, einige Kardinäle, vor allem der spanische Nachfolger Kardinal Müllers, haben Franziskus, der kein großer Theologe ist, „eingefangen“. (Ich schätze, die vielleicht doch sehr „teutonische“ Art Müllers hat den Papst mehr abgeschreckt als dessen theologische Positionen).

          Übrigens hat auch Kasper, den ich auch nicht unbedingt geschont habe, eine wichtige Klarstellung vorgenommen: „Jesus hat seinen Jüngern, d.h. allen Jüngern den Heiligen Geist versprochen und gesandt, damit er sie in allen Jahrhunderten an Jesu Botschaft erinnert und im Gespräch mit der Kirche tiefer in sie einführt (vgl. Dei Verbum, 8). Das ist Tradition, und der synodale Prozess kann sich gar nicht anders denn als ein Glied innerhalb des so verstandenen Traditionsprozesses verstehen. Wer die Tradition freilich als bloßes Konstrukt versteht, hat davon wenig oder nichts verstanden.“

          Tradition als bloßes Konstrukt verstanden… Ich denke, ich brauche nicht mehr zu schreiben.

        • Carla Maltese
          28.09.2019, 11:41 Uhr.

          Ich war hier immerhin NIE so kindisch, von Franziskus zu erwarten daß er eine Woche nach seiner Amtszeit schon mit göttlicher Gewalt eine ganz andere Kirche ganz nach dem Geschmack gewisser Mitschreiber gezaubert hat. Und dann herumzunörgeln weil bestimmte Dinge mehr Zeit brauchen als man sich vorgestellt hat und plötzlich jede Kleinigkeit bei Franziskus ganz doof zu finden.
          IMMER UND IMMER WIEDER habe ich davor gewarnt, von Franziskus mehr zu erwarten als er kann, denn dabei kann man nur enttäuscht werden.

          Und JA, mir geht es auch darum, wer wann was gesagt hat, nämlich um Dinge wo es bei mir immer hieß: „Das hat hier nichts zu suchen! Hier geht es nur um Franziskus und Vatikan und Kardinäle!“

          Daß die römisch-katholische Kirche sich strukturell komplett ändern muss, also daß die Verantwortung und die Entscheidungsgewalt auf viele Schultern verteilt werden muss, also daß sie eine wirklich synodale Kirche werden muss, genau der Meinung bin ich ja!
          Mit dem bisherigen System kann auch ein noch so toller Reformpapst nicht viel tun, denn was soll er alles machen? Pfarrern auf den Fidschi-Inseln ihre Predigten vorkauen, Bischöfe am oberen Orinoco ernennen, die Bistumsfinanzen von Hamburg oder Köln durchwühlen, das Problem der Desertifikation in Burkina Faso lösen?
          IMMER UND IMMER WIEDER habe ich die letzten Jahre davor gewarnt, das Papstamt zu vergöttlichen!! Weil auch ein noch so toller Reformpapst an die Grenzen des für ihn machbaren stößt und absolut NICHTS vorankommen wird, wenn man alles nur vom Papst allein erwartet!!
          Ich verlange auch von Ihnen daß Sie aufhören, mich hier zu beleidigen.

          Und daß mir mein beruflicher Status hier wichtig ist, tja, woran kann das nur liegen?
          Vielleicht an jemandem der das hier reichlich ausgenutzt hat als ich eine berufliche Durststrecke offen zugegeben habe?

          • Wanda
            30.09.2019, 17:02 Uhr.

            Carla Maltese 28.09. 11:41 und 14:44
            – Nun ja, soweit ich die Kommentare zu Franziskus seit Übernahme des Papstamtes in diesem Blog verfolge, ist das „in den Himmel loben“ (nicht vergöttlichen) seiner Person ziemlich eng mit Ihrem Namen, noch dazu als Altkatholikin verbunden. Ist wohl kaum zu bestreiten…

  • neuhamsterdam
    25.09.2019, 20:29 Uhr.

    »Während bisher Betroffene in der Regel eine einmalige Zahlung als „Anerkennung erlittenen Leids“ von 5.000 Euro erhalten haben, sollen künftig Zahlungen bis zu 300.000 Euro, nach Informationen des Magazins Spiegel vom Montagabend sogar 400.000 Euro, möglich sein.«
    Neulich. Priester kommt aus dem Urlaub zurück, Generavikar ist auch da zur Feier der Heiligen Messe.
    Was geschah…
    Der Pfarrer war in Urlaub — und daß er in Urlaub war, das wurde den Gläubigen in einem informativ-appellativen Flugblatttext mitgeteilt, in welchem jener zentrale Urlaub-Satz in Fettschrift gehalten war.
    Warum war der Priester in Urlaub? A) Es war Sommer. Richtig — ist auch B), denn er wurde vom Bischof beurlaubt.
    Warum hat der Bischof das gemacht? Mindestens deswegen, weil es in den beschlossenen Richtlinien steht. Dann wurde ermittelt und ermittelt und die weltliche Obrigkeit ist zu der Überzeugung gelangt, daß die geschilderte Rahmenhandlung nicht plausibel ist.
    Unnu issa wieder da.
    Ich meine, auch 5.000 Euro haben Kehrseiten. Wenn es hingegen in die Hundertausende geht, dann kann einer angesichts dieser Zahlen schon mal den klaren Kopf verlieren.
    Regelmäßig angewendet führt das zu einer „Opfer-Bezahlung“ und monetären Bewertung von berichteten Geschehnissen. Das widerspricht schon der oft und weltweit geäußerten Floskel, daß solches Erlebenmüssen eben gerade NICHT mit ausreichend Geld aufgewogen werden kann.
    Schon fangen die Bischöfe an zu rechnen und darüber nachzudenken, wen sie fragen müssen, um diese Summen bereitstellen zu können. Wenn es denn nicht die wichtigste Forderung der Opfer ist, dafür viel Geld zu bekommen, kann es sein, man will die Kirche zahlen sehen, nur deswegen, weil man was gegen die Kirche hat und die Rolle des aussenstehenden Opferbeistehers moralisch Eindruck macht? Der Verdacht drängt sich auf.
    Mit diesen hohen Geldbeträgen ist aber noch etwas viel wichtigeres berührt: Nämlich die Glaubwürdigkeit. Am Ende des Artikels ist die verspielte Glaubwürdigkeit angesprochen worden. Diese Form des weltlichen Glaubwürdigkeitsverlustes wird dauernd von der Presse konstatiert und resultiert AUCH daraus, daß die Presse das schreibt, jedoch sind das weltliche Kategorien und möglicherweise auch weltlich richtig. Ich meine hingegen die spirituelle Glaubwürdigkeit. Kann sich die Kirche noch glaubwürdig Heilsinstitution nennen, wenn sie weltlichen Mammon zu verteilen bereit ist, in der Art, wie jeder Konzern dazu verpflichtet sein könnte? DAS mindert doch die Glaubwürdigkeit. Heil kann nur umfassend sein.
    Mit Gottes Hilfe wird der Generalvikar bis Weihnachten schon noch welche aus dem „normalen“ Urlaub an ihren Wirkungsort zurückgekehrten Pfarrer besuchen können.

    • Silberdistel
      26.09.2019, 16:14 Uhr.

      neuhamsterdam
      25.09., 20:29 h
      „Kann sich die Kirche noch glaubwürdig Heilsinstitution nennen, wenn sie weltlichen Mammon zu verteilen bereit ist, in der Art, wie jeder Konzern dazu verpflichtet sein könnte?“ Zitatende.
      Die Höhe der Entschädigungszahlung von kläglichen 5.000,- € für „Anerkennung erlittenen Leids“ rk-Missbrauchsopfer, war bereits ein Nebenaspekt des Limburger TvE-Skandals. – Wenn man sich denn erinnern mag. – In dem z.B. der gleichzeitig im Bistum Rottenburg begonnene Verwaltungsbau für veranschlagte 12,5 Mio., der schließlich 39,2 Mio. kostete; ebenso zur Sprache kam, wie der Erwerb einer 10-Mio.-Villa in Rom als Residenz für Kardinal Marx. Sowie last but not least das Marx´sche millionensanierte Prunk-Palais in München. Wo man in dieser Diözese allerdings gleichzeitig keine Unterkunft für Obdachlose mehr weiterführen wollte.
      TvE, der Luxusskandal der rk-Kirche, der soviel Druck der Öffentlichkeit auf die Bistümer aufbaute, das sich schließlich einige dazu veranlaßt fühlten „freiwillig“ ihre Bilanzen offen zu legen. Und wer nach diesen Bilanzen der paar immer noch glaubt, das die Kirchen mit ihren Unterorganisationen und Beteiligungen an Dax-Unternehmen, keine Konzerne mit ebensolchen Strukturen und Umsätzen sind; welche z.B. auch Steuerschlupflöcher (ein anderer Skandal um den Mammon) nutzen; sowie das man seit 2015 mit dem Staat zusammen das automatische Verfahren zur Abführung von Kirchensteuern auf Kapitalerträge nutzt (Wo bleibt diesbezüglich eigentlich die Beachtung des 9. und 10. Gebotes?). Derjenige Welcher fühlt sich nicht der Wahrheit verpflichtet, sondern wirft Nebelkerzen um den exorbitanten Reichtum der Kirche(n) hierzulande, rk wie ev. Deren „kirchliche Würdenträger“ z.B. immer noch vom Staat aufgrund eines Reichsdeportationshauptschlusses aus dem Jahre anno 1803 monatlich mit über 10.000,- Euro, alimentiert werden.
      War der Christus nicht besitzlos gewesen und man will ihm in seinen Fußspuren folgen? Geld ist in den Kirchen soviel vorhanden, wie Staub auf den Kirchenbänken. Man braucht nur mal hinschauen!

      • Carla Maltese
        28.09.2019, 11:02 Uhr.

        In Hamburg müssen katholische Schulen aus Finanznot schließen.

        Ich hätte ehrlich gesagt gern Zahlen und Fakten aus einer seriösen unabhängigen Quelle (nicht dubiose Youtubevideos!) zu den Finanzen der großen Kirchen. Zwischen „die Kirchen schwimmen alle im Geld wie die DAX-Vorstände!“ und kurz vor der Pleite wird irgendwo die Wahrheit liegen.

        • Silberdistel
          30.09.2019, 10:24 Uhr.

          Carla Maltese
          28.09., 11:02 h
          Sie wissen was die in meinem Beitrag erwähnten Bilanzen sind?? Von „die Kirchen schwimmen alle im Geld wie die DAX-Vorstände!“ war auch nicht die Rede. Wenn sie denn einen Beitrag kommentieren, dann wäre es hilfreich sich um Fakten zur Argumentation einer Gegendarstellung zu bemühen und nicht um Augenwischerei. […]*
          Bei der causa Schulschließungen Diözese Hamburg handelt es sich um eine erst 1994 (!) gegründete in der Diaspora des Nordens. Welche wohl darauf spekulierte, etwa durch den Bau und Betrieb von Schulen (und das in einem angelbich säkularisiertem Staat) diese Diaspora, nach vormals regelrechten Verboten für kath. Einrichtungen, nun im kath. Sinn etwas auflockern zu können. Das diese vermutete Spekulation nicht Früchte tragen wollte (eventuell garade wegen der kath., nicht aber christlichen, Lehre?), zeigen die zunehmenden Austrittszahlen. Welche zusammen mit den laufenden Betriebskosten samt Pensionsansprüchen eines solchen Engagements, der Diöszese nun als Bilanzdefizite auf die Füsse fallen.
          Möglicherweise ist man in Hamburg ja bereit einige der 600 in Besitz befindlichen Immobilien (Stolzer Besitztum einer solchen neuen Diözese!) im Notverkauf auf den Markt zu werfen, um die drohende Misere liquider Mittel doch noch abzuwenden. Vielleicht hülfe aber auch z.B. ein solidarischer Akt anderer bilanztechnisch exorbitant reicher Diözesen. Wie beispielsweise der von München, wo Marx nach eigener Aussage gar keinen Überblick mehr über die materiellen Werte hat. Wo man die Marx´sche Luxusvilla in Rom veräußern könnte, um deren Erlös der Schwesterdiözese im Norden als erste Hilfe zur Verfügung zu stellen. Oder aber die vom deutschen Steuerzahler mit über 10.000 Euro im Monat alimentierten „kirchlichen Würdenträger“, werfen dieses leicht verdiente Geld mit in den Sanierungstopf?!

          *Der Beitrag wurde wegen des Verstoßes gegen die Netiquette editiert.

          • Carla Maltese
            30.09.2019, 21:42 Uhr.

            Ist doch interessant wie hier reagiert wird wenn man unabhängig recherchierte seriöse Fakten haben will statt sofort alles zu glauben und auf Reizwörter wie „exorbitanter Reichtum“ anzuspringen!

          • Silberdistel
            01.10.2019, 21:41 Uhr.

            Carla Maltese
            30.09., 21:42 h
            Bilanzen: Bilanzwahrheit und -klarheit sind, wie Immobilienbesitz, keine Gefühle!! Sondern unterliegen gar einem gesetzlichen Regelwerk. Haben sie daran Zweifel, fragen sie einfach bei ihrem zuständigen Finanzamt oder einem Wirtschaftsprüfer nach, die ihnen für die Erklärung sicherlich viel Zeit einräumen mögen. Oder gleich einen Mitarbeiter/in des Finanzamts vorbeischicken.
            Doch @Novalis hat Recht, offenbar ist – wenigstens öffentlich – nicht bekannt, wie die Geheimtöpfe des Bischöflichen Stuhls überhaupt in die Bilanzen der Bistümer mit einfließen, da eben richtig geheim. TvE z.B. soll ja einiges daraus finanziert haben. Ist hoffentlich kein Staat im Staate! Denn als braver rasierter Steuerzahler, hoffe ich natürlich inständig das es wenigstens das Finanzamt weiß. Dem heutzutage eigentlich – wie dem lieben Gott – nichts verborgen bleibt. Wenigstens was den Mammon anbelangt. Selbst Grundstücksanteile von […]* Privateigentümern nicht.

            *Der Beitrag wurde wegen des Verstoßes gegen die Netiquette editiert.

        • Novalis
          30.09.2019, 11:16 Uhr.

          Manchen Diözesen geht es ausgesprochen schlecht, z.B. im Osten, aber auch Essen und Hamburg. Der eigentliche Skandal ist das Schönrechnen der Immobilien und vor allem, dass die Geheimtöpfe des Bischöflichen Stuhls immer noch nicht öffentlich gemacht werden.
          In der Diözese Regensburg ist das exemplarisch: Nichts in den Umweltschutz oder die Missbrauchsopferentschädigung investiert, aber viel Geld in ein Domturmjubiläum gesteckt, das die Vertuschung von Missbrauch durch Kardinal Müller und den Unwillen, Missbrauch jenseits von den Domspatzen aufzuklären, vergessen machen soll. Darüber schafft man für Angehörige der Generation Benedikt eine eigene millionenschwere Stelle, um eine „Jugendglaubenszeitung“ zu verlegen, über die die betroffenen jungen Christ*innen nur lachen.

          • Carla Maltese
            30.09.2019, 21:33 Uhr.

            Wir haben in der Bundesrepublik einen Länerfinanzausgleich. Reiche Bundesländer geben armen Bundesländern Geld. Bayern flucht und schimpft, hat aber selbst lange Jahre vom Länderfinanzausgleich profitiert.
            An sich müsste sowas auch im kirchlichen Bereich möglich sein, zwischen den Bistümern eines Landes. Dazu müssten allerdings Bistümer die jetzt noch geheimniskrämerisch rummachen einmal wirklich ihre Finanzen detailliert offenlegen.

            Und den Immobilienbesitz auch genau erklären. Was genau sind das für Immobilien, wie werden sie genutzt, bringen Sie Mieteinnahmen?
            Der Unterschied ist, ob man von einer Immobilie tatsächlich Einnahmen hat oder keine und stattdessen in ihre Erhaltung investieren muss. Wenn man den reinen Marktwert addiert, sagt das nichts aus.

            Und was für ein Gehalt bekommen kirchliche Angestellte, wieviele gibt es?
            Was für ein Gehalt bekommt ein Bischof und was bleibt ihm davon nach allen dienstreisen die er selbst finanziert?

            Was kosten jährlich kirchliche Kindergärten, Krankenhäuser und Schulen?

            Einfach mal alles genau erklären!

          • Carla Maltese
            30.09.2019, 22:02 Uhr.

            Irgendein Immobilienexperte könnte mich auch reicher rechnen als ich bin, neulich habe ich mich daran erinnert daß mir 1/3 von einem bestimmten Grundstück gehört. Meine Tante hat sich die letzten Jahre um die Grundsteuer gekümmert, der vordere Teil der verpachtet wurde deckt das gerade so.
            Der Rest ist Brachfeld, bzw. inzwischen sogar ein kleines Wäldchen. Und wenn es nach mir geht, bleibt es das auch, denn beim letzten Besuch habe ich dort erstaunlich viele Vögel gehört. Ich will weder verkaufen noch verpachten.
            Aber so unseriös wie heutzutage gerade im Immobilienbereich gerechnet wird findet sich sicher irgendein Experte der uns drei zu Besitzern von halb Monaco hochrechnen würde.

            Ich bin einfach in jede Richtung sehr skeptisch, was Wert von Immobilien angeht.

            Oder anderes Beispiel: In einer Spedition und in einem THW-Ortsverband stehen jeweils 10 große Fahrzeuge. Macht zusammen 20 Fahrzeuge mit… soundsoviel Marktwert insgesamt. Von denen bringen aber nur 10 Fahrzeuge Geld. Die anderen 10 Fahrzeuge sind ein reiner laufender Kostenfaktor.

        • Wanda
          30.09.2019, 16:30 Uhr.

          Carla Maltese 28.09. 11:02
          – die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen ? Allein die von den Bistümern erzwungenen Offenlegungen (die mit Sicherheit immer noch geschönt sind) zeigen den unfassbaren Reichtum der Kirche.
          Kommen Sie uns also nicht mit solchen Geschwafel „bis kurz vor der Pleite“…

          • Carla Maltese
            30.09.2019, 21:14 Uhr.

            Ich glaube bei den Kirchenfinanzen weder an das eine noch an das andere Extrem. Ich will genaue Fakten aus einer seriösen unabhängigen Quelle, das darf man sehr wohl verlangen!

            Allein schon den Immobilienbesitz sollte man genauer erklären: Was sind das für Immobilien, wie werden sie genutzt, bringen sie tatsächlich Miteinnahmen oder sowas?
            Ich bin lange genug Tochter einer Hausbesitzerin um genau zu wissen daß der Besitz eines Hauses mit einem bestimmten geschätzten Marktwert noch lange nich heißt daß man davon reich wird. In der Summe kann man genausogut eher draufzahlen um es zu erhalten.

    • Wanda
      27.09.2019, 0:08 Uhr.

      neuhamsterdam 25.09. 20:29
      – Oha ! Wollen Sie etwa ausdrücken, dass der schnöde Mammon (d.h. finanzielle Entschädigung) nicht dazu geeignet ist, den Missbrauch und dessen schlimme Folgen für die Opfer zu mildern ?
      Und wenn Sie schon in diesem Zusammenhang die spirituelle Glaubwürdigkeit bemühen,
      dann sollten Sie sich auch fragen, ob die Opfer den klerikalen Kirchenvertretern überhaupt noch eine Glaubwürdigkeit zutrauen. Denn die dürfte den meisten restlos abhanden gekommen sein.
      – Noch etwas: es handelt sich hier nicht nur um einen (wie Sie meinen) weltlichen- sondern auch religiösen Glaubwürdigkeitsverlust der Kirche, und nicht nur bei den Missbrauchsopfern, deren Klagen vom Klerus lange genug als unglaubwürdig abgetan wurden und die deshalb noch Spott über sich ergehen lassen mussten. Über die oft skandalöse Reaktion der kirchlichen Stellen auf die Anzeigen wurde genug berichtet. Eine Wiederholung erübrigt sich also.

  • Carla Maltese
    28.09.2019, 14:44 Uhr.

    „Zum Start forderten am Montag knapp 200 Frauen bei einer Demonstration die Bischöfe auf, am „Synodalen Weg“ festzuhalten. „
    Jetzt muss ich die Teilnehmerinnen von Maria 2.0 und KfD doch ein wenig auslachen. Von denen glauben ernsthaft welche, daß der synodale Weg jetzt noch abgepfiffen werden könnte? Och…

    Wenn man sich heute die Nachrichten auf katholisch.de so ansieht, in letzter Zeit kann ich sie aus Zeitgründen auch nicht mehr so verfolgen, dann ist in Rom sogar ein bekannter extrem konservativer Kardinal nervös geworden. D.h. Mit den früheren sinnlosen „Gesprächsprozessen“ mit den Bischöfen hat das was jetzt abläuft nichts mehr zu tun.
    Und was wollen die in Rom jetzt noch machen? Wenn die das von Rom aus abblasen machen sie die römisch-katholische Kirche in Deutschland so komplett lächerlich, von der Jahrhundertblamage würde sie sich hier nie wieder erholen.

    „Marx machte deutlich, dass es keine deutschen Alleingänge am Ende des „Synodalen Wegs“ geben werde. „
    Ich bin nach wie vor der Meinung daß „Warnungen vor Spaltung“ von einzelnen Akteuren im Prinzip Erpressungsversuche sind, um das ganze abzuwürgen.

    „Wie schon bei früheren Anlässen betonte Marx, dass es um die Einheit gehe und zwar in einer vielfachen Weise: die Einheit mit Rom, die Einheit unter den Bischöfen aber auch die Einheit mit dem ganzen Volk Gottes. „
    Wie ich schon früher hier betont habe ist Einheit mit Rom nicht automatisch Einheit mit der Kirche. Ich habe die letzten Jahre immer und immer wieder hier in diesem Blog betont, daß der Vatikan noch lange nicht die ganze römisch-katholische Kirche ist. Und daß es entscheidend ist, heute rauszufinden wer diese Kirche ist, und was sie wirklich denkt und will.

    „Es habe in der Geschichte schon einmal einen Marin Luther gegeben. „
    Vielleicht ist Martin Luther nicht der geschickteste historische Vergleich…
    (Nebenbei bemerkt hat er auch aus der Apostelin Junia aus den Paulusbriefen einen Junias gemacht)

    „„Wir brauchen eine neue Machtverteilung, konkret ein neues Verhältnis von sogenannten Laien und Priestern, von Haupt- und Ehrenamtlichen, von Männern und Frauen in der katholischen Kirche“, so Genn gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom Samstag. „
    Auch das Kapitalistenblatt schreibt ab und zu mal Kluges.
    Schon rein praktische Gründe sprechen gegen das streng hierarchische Kirchenbild. Wie ich weiter oben schon schrieb kommt auch unter noch so einem tollen Reformpapst nichts gescheites zustande wenn man daran festhält, weil auch ein noch so toller Reformpapst nunmal nicht Gott ist.
    Entweder wird sich die römisch-katholische Kirche komplett wandeln und zu einer synodalen Kirche werden und auch Unterschiede aushalten, oder sie stirbt. Und auch ein noch so toller Reformpapst kann das nicht verhindern.

    • Wanda
      30.09.2019, 16:51 Uhr.

      Frage mich, wie man überhaupt das Papstamt begründen will, wenn man die im NT beschriebenen diesbezüglichen Worte des Nazareners ernst nimmt, und daran zweifelt doch wohl kein Christ, oder ?
      Wiederhole mich zwar, aber kurz gefasst „niemand soll Euch Vater nennen, denn es gibt nur einen und der ist im Himmel. Ihr alle aber seid (lediglich) Brüder“…
      Deutlicher geht es doch wohl nicht…

    • Wanda
      01.10.2019, 1:14 Uhr.

      Macht und Christentum sollten sich eigentlich ausschliessen, oder ?

      • Novalis
        01.10.2019, 21:05 Uhr.

        „Denn Dein ist das Reich und die Macht und die Herrlichkeit…“ Einfach mal uninformiert Schlagwörter benutzen. Natürlich schließen sich Macht und Christentum nicht aus.

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