Papst: Kardinäle sind keine Fürsten

Die katholische Kirche hat fünf neue Kardinäle. Papst Franziskus nahm heute Nachmittag fünf Bischöfe in den Senat der Kirche auf. Dabei mahnte er die neuen Purpurträger, ihre Aufgabe sei es, so wie Jesus und mit ihm zu dienen. Es gehe darum, die Wirklichkeit wahrzunehmen und sich nicht durch „andere Sichtweisen ablenken zu lassen“. Die kurze Predigt des Papstes zeigte einmal mehr, dass für Franziskus der Dienst an Gott durch den Dienst am notleidenden Menschen passiert. Die Wirklichkeit seien die Unschuldigen, „die aufgrund von Kriegen und Terrorismus leiden und sterben“; sei die Sklaverei, „die nicht aufhört, die Würde des Menschen auch im Zeitalter der Menschenreche zu leugnen“; die Wirklichkeit sei jene der Flüchtlingslager, „die zuweilen mehr einer Hölle als einem Fegefeuer ähneln“; die Wirklichkeit sei „die systematische Entsorgung all dessen, was nicht mehr gebraucht wird, und seien es Menschen“. Bischöfe, die in solchen Situationen ihre Stimme erheben oder deren Gläubige, und sei die Herde auch noch so klein, in solchen Situationen leben, werden unter Franziskus zu Kardinälen erhoben. Das Kardinalat wird in erster Linie zur moralischen Unterstützung. Franziskus scheint weniger den Aspekt des Beratens im Blick zu haben. Mit den fünf neuen verschieben sich die Stimmenverhältnisse erneut, wenn auch nur gering, weiter in Richtung der südlichen Halbkugel.

(Quelle: ap)

Europas Vormacht schwindet weiter

Nur noch 44 Prozent der Papstwähler kommen künftig aus Europa, das sind 53 von 121 Kardinälen. Afrika und Asien werden künftig mit je 15 Kardinälen (je 12 Prozent) vertreten sein, Ozeanien mit vier Kardinälen (3 Prozent), Nordamerika mit 17 Kardinälen (14 Prozent) sowie Mittel- und Südamerika ebenfalls mit insgesamt 17 Kardinälen. Mit dem heutigen Konsistorium hat Franziskus 49 der aktuell 121 wahlberechtigten Kardinäle ernannt. In ein Konklave würden zudem 53 Purpurträger aus dem Pontifikat von Benedikt XVI. und 19 aus dem von Johannes Paul II. einziehen. Damit haben die „franziskanischen“ Kardinäle noch keine Mehrheit. Dies führte in den vergangenen Wochen zu Spekulationen, der Papst könnte eine Aufstockung des Wahlgremiums auf bis zu 150 Kardinäle vornehmen, um sozusagen sein Erbe zu sichern. Immerhin werden die nächsten Plätze erst wieder frei ab Februar 2018. Insgesamt vollenden dann bis Juni 2018 sieben Kardinäle ihr 80. Lebensjahr. Da wird sich Franziskus also unter Umständen etwas einfallen lassen müssen, wenn er dem Kardinalskollegium weiter seinen Stempel aufdrücken möchte. Doch bisher gibt es keine Anzeichen für eine Aufstockung.

Alle neuen Kardinäle anwesend

Beim Konsistorium heute waren alle fünf neuen Kardinäle anwesend. Bis zuletzt war unklar, ob der Erzbischof von Bamako, Jean Zerbo, kommen wird. Laut einem Bericht der Zeitung „Le Monde“ soll die Malische Bischofskonferenz umgerechnet rund 12 Millionen Euro auf Privatkonten in der Schweiz haben. Für die Anlage soll seinerzeit Zerbo verantwortlich gewesen sein. Die Malische Bischofskonferenz hatte die Anschuldigungen zurückgewiesen. Für eine abschließende Beurteilung fehlen viele Informationen. Zu bedenken ist auch, dass gerade in Ländern, in denen Bürgerkrieg herrscht oder es kaum eine Infrastruktur gibt, Institutionen wie die Kirche Geld im Ausland verwahrte, um es dem unberechtigten Zugriff etwa staatlicher Stellen zu entziehen, und zuverlässig Zahlungen vornehmen zu können.

Mit Anders Arborelius wird erstmals ein Bischof aus Schweden Kardinal. Mit dem Weihbischof von San Salvador, Gregorio Rosa Chávez, ehrt Franziskus indirekt auch den ermordeten Erzbischof Oscar Romero. Chávez war Mitarbeiter des 1980 ermordeten Romero und ist einer der wichtigsten Führsprecher der Heiligsprechung des salvadorianischen Märtyrers. Mit Louis-Marie Ling Mangkhanekhoun, dem Apostolischen Vikar von Paksé in Laos, gibt es einen weiteren Kardinal aus einem Land, in dem die Katholiken eine kleine Minderheit darstellen. Franziskus wählt also nicht unbedingt nach Größe und Katholikenzahl aus. Ihm scheint es wichtig zu sein, dass möglichst viele Regionen und Lebenswirklichkeiten im Kardinalskollegium vertreten sind. Einziger Kardinalspurpur für einen „traditionellen“ Kardinalssitz gab es heute für den Erzbischof von Barcelona, Juan José Omella.

Auffallend war bei der Zeremonie im Petersdom, dass die Reihen licht waren, sowohl unter den Kardinälen als auch bei den Gläubigen. Es waren nur wenige neue Kardinäle, daher erklären sich vielleicht die lichten Reihen unter den Gläubigen; aber auch bei den Kardinälen waren nur gut 90 der 220 Purpurträger zum Gottesdienst in den Petersdom gekommen. Das dürfte zum einen damit zusammenhängen, dass das Konsistorium während der Woche stattfindet. Es dürfte für viele Kardinäle aber auch schlicht eine Frage des Aufwands gewesen sein. Einmal mehr nutzte Franziskus das Konsistorium nicht, um sich mit den Kardinälen zu beraten. Das bedeutet zugleich auch, dass den Kardinälen die Möglichkeit fehlt, sich gegenseitig kennenlernen. Das war immer ein guter Nebeneffekt der Beratungstage bei früheren Konsistorien und in seinem Wert nicht zu unterschätzen. Denn schließlich müssen die Purpurträger eines Tages aus ihren Reihen den neuen Papst wählen. Franziskus hat bisher zweimal ein Konsistorium zur Kreierung neuer Kardinäle mit Beratungen verbunden: Im Februar 2014 ging es um das Thema Ehe und Familie, ein Jahr später um die Kurienreform.

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Jürgen Erbacher

Seit 2005 berichte ich für die ZDF-Redaktion „Kirche und Leben katholisch“ über die Themen Papst, Vatikan, Theologie und katholische Kirche. Dafür pendle ich regelmäßig zwischen Mainz und Rom - meiner zweiten Heimat. Dort habe ich vor meiner ZDF-Zeit mehrere Jahre gelebt und für Radio Vatikan gearbeitet. Studiert habe ich Politikwissenschaft und Katholische Theologie in Freiburg i.Br. und Rom.

37 Kommentare

  • Silvia
    28.06.2017, 18:21 Uhr.

    Mit zusammen 58 Prozent liegen Europa und Nordamerika, also die Kardinäle aus der westlichen Welt, immer noch vorne.

    Dass den Kardinälen nun eine Möglichkeit genommen wurde, sich persönlich kennen zu lernen, halte ich für einen großen Fehler vor allem hinsichtlich einer späteren Papstwahl, aber auch sonst.

    • prospero
      29.06.2017, 20:14 Uhr.

      Mit zusammen 58 Prozent liegen Europa und Nordamerika, also die Kardinäle aus der westlichen Welt, immer noch vorne.

      Diese prozentuelle Verteilung der „Wahlmänner“ ist ohne jede Frage durchaus noch den tatsächlichen Gegebenheiten anzupassen; aber wie so manches mag hier auch der Grundsatz „man muss der Zeit Zeit lassen“ seine gewisse Berechtigung haben. Wenn man bedenkt, dass beim Konklave von 2013 die „europäisch-atlantische“ Kardinalsgruppe 65 % der gesamten Wählerschaft umfasste, dann kam es hier auch zu Veränderungen, die sich in den nächsten Jahren fortsetzen werden. Beispielsweise stammen von den obenerwähnten sieben Kardinälen, die 2018 ihr Wahlrecht verlieren werden, bis auf einen alle aus Europa.

  • Silberdistel
    28.06.2017, 19:43 Uhr.

    Es heißt in einer älteren Schrift, die Priester seien zwischen den Engeln und den Menschen verortet, um als Mittler das wahrhaftige Gottes- und Friedensreich auf Erden zu errichten. Dabei ist es per se auch vollkommen schnurz, aus welcher Ecke des Globus die Priester kommen, wenn denn schon der ganze Globus geheilt werden soll. Das Christentum hat sich zu postjesu Zeiten aus dem Judentum heraus, ja ohnehin hauptsächlich in solche Länder ergossen, die für die zeitgenössischen Juden vollkommene Exoten waren, wie etwa das heutige Europa mit seinen damaligen und heutigen Wilden.

    Für das Gottesreich zu arbeiten bedeutet jedoch, sich selbst schon auf einem sehr hohem christlichen Niveau zu bewegen. – Zu hoffen ist nur, das das allen Priestern/Mittlern bekannt und vor allem bewußt ist und sie als Seilschaft letztlich alle an einem Strang ziehen. Ob pro oder contra jeweiligem Papst ist in der Sache, Gottes ´Sache´, dabei irrelevant. Denn letztere gehen, doch ´Gott´ bleibt mit den Menschen.

    • Silberdistel
      29.06.2017, 8:33 Uhr.

      PS: Im Kontrast zu meinem o.g. formulierten Anspruch, die zuverlässig auftretende bittere Realität aus jenen Reihen: Das sich z.B. aktuell in Melbourne der ranghohe Kurienkardinal, Vatikan-Finanzchef sowie Papstvertrauter George Pell; gerichtlich wegen sexuellen Missbrauch von minderjährigen Jungen verantworten darf.

      • Jürgen Erbacher
        Jürgen Erbacher
        29.06.2017, 18:36 Uhr.

        Dazu morgen mehr. Heute reicht leider die Zeit nicht mehr.

      • Wrightflyer
        29.06.2017, 21:25 Uhr.

        Ja, die Meldung leuchtete einem heute in den Nachrichtenportalen direkt entgegen…

        Prinzipiell sollte man ja GERADE bei Leuten die einem nicht sympathisch sind vorsichtig sein was für Anschuldigungen man glaubt, aber in dem Fall kommt es bereits zu einer konkreten Anklage. Es sind nicht mehr nur Gerüchte, es liegt genug Verwertbares für eine australische Staatsanwaltschaft vor. D.h. es muss leider davon ausgegangen werden daß Franziskus, 2013 neu im Amt und im Bereich Australien und Südpazifik ohne Alternativen was seinen Kardinalsrat anbelangte, mit Pell kräftig ins Klo gegriffen hat.

        Vielleicht mit ein Grund für seine derzeitige… Ungenießbarkeit.

        Es ist schon auffallend daß es diese klerikalen Kinderschänder vor allem im konservativen Milieu gibt. Man mag daraus durchaus Schlüsse ziehen.

    • Wanda
      30.06.2017, 13:35 Uhr.

      Ernsthaft gefragt:
      – kann sich jemand von den hier Diskutierenden Jesus in der Gesellschaft dieser Kardinäle überhaupt (bildlich) vorstellen ?

      • alberto knox
        01.07.2017, 0:36 Uhr.

        nein, und das habe ich mir schon gedacht bei dem konsistorium, in dem rührige, vernünftige und gute kardinäle wie lehmann und kasper aufgenommen wurden.

    • Wanda
      01.07.2017, 18:11 Uhr.

      Habe es öfter geschrieben: meine unerschütterlich gläubige Mutter hielt wenig von der Priesterkaste und betonte immer „wenn ich etwas mit meinem Gott auszumachen habe, dann tue ich das persönlich“ (und sie hatte aufgrund ihres schweren Lebens so manchen Grund dazu).
      – Glaubt denn wirklich jemand von den hier Diskutierenden, ein Gott, dem man ua. die Attribute „allmächtig, allwissend und allgegenwärtig“ zuschreibt, bräuchte einen Vermittler als Kontakt zu seinen Gläubigen ? Das wäre mit dem Wort Widerspruch ja wohl noch sehr dezent umschrieben…
      – Zum Thema Kardinals-Diskussion und -Geschichte: es wurden recht zahlreich männliche Kinder (fast immer Verwandte) von den Päpsten in den Kardinalsrang erhoben, und zwar noch bis in´s Zeitalter der Vernunft. Der Grund dazu war sicherlich nicht, fähige Berater an der päpstlichen Seite zu haben. Da verweigerte sich sogar der Hl. Geist…

      • Wrightflyer
        02.07.2017, 0:54 Uhr.

        Es wäre ja auch sehr übel wenn man mit Gott nicht selbst in Kontakt treten könnte. Also wenn man nicht richtig beten könnte.
        Selbstverständlich ist Gott für jeden Menschen persönlich zu sprechen!

        Trotzdem macht ein guter Priester Sinn, denn er kann einem dabei helfen, eine Beziehung zu Gott aufzubauen, also einem den Weg zu Gott hin zu zeigen.

        Wohlgemerkt GUTER Priester.

        Die ak-Kirche ist eine synodale Kirche, d.h. alle wirklich wichtigen Entscheidungen für die gesamte Kirche werden in der Synode getroffen, die Synodalen werden gewählt, in den Gemeinden gibt es den Kirchenvorstand, auch der wird gewählt, kurz: Nichts wirklich wichtiges macht der Priesterstand allein. Dennoch ist die ak-Kirchde weit davon entfernt den Priesterstand abzuschaffen. Eben weil er durchaus Sinn macht, wenn er verantwortungsbewusst ausgeübt wird.

        • Wanda
          03.07.2017, 17:13 Uhr.

          Jesus war Jude, nicht Christ. Und als Jude war ihm die Priesterkaste ein Greuel. Das hat er dem Neuen Testament zufolge öfter und mehr als deutlich ausgedrückt (siehe ua. seine Kritik „jene in den langen Gewändern“).
          – Eigentlich ist es doch ziemlich eindeutig, was dieser Wanderprediger laut Matthäus 23,8-12 seinen Vertrauten als Weisung aufgetragen hat: …ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen, denn nur einer ist euer Meister. Ihr alle aber seid Brüder. Auch sollt ihr niemanden auf Erden euren Vater (Papa/Papst) nennen, denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel. Auch sollt ihr euch nicht Lehrer nennen lassen, denn nur einer ist euer Lehrer, Christus. Der Grösste aber unter euch soll euer Diener sein…
          – Und was hat die Amtskirche daraus gemacht ? Sie handelt diametral entgegengesetzt: eine priester-dominierte Kirche anstelle der „ihr alle aber seid (lediglich) Brüder“. Dazu mit einer Hierarchie überwiegend greiser Männer von arroganter Deutungshoheit, welche den klaren Auftrag dieses Jesus ignorieren und das auch noch als unanfechtbar deklarieren.
          – Offenbar ein Naturgesetz: jede Grundidee, jeder Entwurf eines akzeptablen Weltbildes wird irgendwann durch den Menschen pervertiert…

          • Wrightflyer
            04.07.2017, 22:29 Uhr.

            Ich gebe zu daß vergreiste langweilige Priester einen eher vom Glauben wegtreiben als daß sie etwas nützen. Und es hat in der rk-Kirche leider viel zu viele Priester gegeben die nix taugen.

            Eine andere Sache sind wirklich gute Priester. Ich kam erst im Lauf des letzten Jahres drauf was ich „meinem“ alten Pfarrer eigentlich zu verdanken habe. Er und eine großartige Religionslehrerin haben dafür gesorgt daß bei mir in einem eher schwierigen Lebenslauf immer eine Tür offenblieb durch die Gott rein konnte.

  • Suarez
    29.06.2017, 11:48 Uhr.

    „Denn schließlich müssen die Purpurträger eines Tages aus ihren Reihen den neuen Papst wählen.“

    Das ist kirchenhistorisch und kirchenrechtlich falsch. Wählbar ist jeder gültig getaufte Mann.
    Es ist zwar schon länger her (1378, und das war keine segensreiche Wahl), dass ein Nichtkardinal gewählt wurde (dass der neugewählte zwar Kardinal, aber kein Bischof war kam noch im 19. Jahrhundert vor). Aber die Kardinäle sind absolut frei, auch einen Nichtkardinal zu wählen.

    • Jürgen Erbacher
      Jürgen Erbacher
      29.06.2017, 18:35 Uhr.

      De facto wählen sie aus ihren Reihen einen Papst. Das war mit der Aussage intendiert. Das jeder katholische Mann gewählt werden kann, der die Voraussetzungen für eine Priester- und Bischofsweihe besitzt, ist korrekt, aber in der Praxis eher unwahrscheinlich.

    • Wrightflyer
      29.06.2017, 21:16 Uhr.

      Also daß die Kardinäle einen Mann wählen der noch nicht Kardinal war, also einen für viele von ihnen wohl völlig unbekannten, das ist wirklich Science Fiction!

      • Silberdistel
        30.06.2017, 11:48 Uhr.

        So nun Jesus Christus wiederkäme, etwa in der Art wie in Fjodor Dostojewski´s Roman „Der Großinquisitor“, beschrieben; bestünde gar keine Möglichkeit für Ihn das höchste Amt, das Amt des Papstes, in „Seiner“ rk-Kirche einzunehmen?!

        • Wrightflyer
          30.06.2017, 22:28 Uhr.

          Er würde es wahrscheinlich garnicht wollen, ist nicht sein stil!

          So ein Papst hat ja einen Haufen Schreibtischarbeit. Und muss dann auch einigermaßen abgeschottet leben um ebendiese erledigen zu können, geht nicht anderst. Geht selbst Franziskus nicht anderst, auch wenn er Santa Marta dem Palast vorzieht.

          Jesus und…. Büro?! Jesus und abgeschottet leben?!
          Neeee, das würde er nicht wollen…

          • Silberdistel
            01.07.2017, 6:11 Uhr.

            Stil hin oder her, ob der wiedergekehrte Christus als Papst mit oder ohne Büroarbeit, das liese sich dann ja noch ganz konrekt mit Seinem Amtsverständnis ausformen. Denke zumindest Arbeitsnachweise sollten schon sein!
            Ob der Heiland jedoch RK-KIRCHENRECHTLICH überhaupt Kardinal oder gar Papst werden könnte, so Er denn überhaupt wollen täte würde… wäre doch schon mal interessant zu erfahren. Ob sozusagen ein „leerer Stuhl“, rein gegenständlich gesehen und/oder in gesetzlicher Form, für Ihn über die Jahrhunderte vorgehalten wurde, wenn ER denn „wie ein Dieb in der Nacht“ (Off. 16,17) kommt und eines schönen Morgens im Petersdom seine Aufwartung macht. Oder wird Er, wie in „Der Großinquisitor“, von der Stelle von der Schweizer Garde verhaftet und in eine der zwei Arrestzellen des Vatikans verbracht, oder sitzt ER da nicht schon längst?
            Oder wird es zusammen mit der sicher wie ein Hühnerhaufen aufgescheuchten Kurie „Selfies“ geben und welcher Art würden die ausfallen, wie @wanda bereits spekulierte?
            Ist Jesu angekündigte Wiederkehr in der rk-Kirche, die ja ein Kirchenstaat eigenen Rechts ist, ergo überhaupt in irgend einer Form vorgesehen? – Denn immerhin war Jesus noch nicht einmal Christ, geschweige denn katholisch, sondern Jude. Und als solcher, zumindest rein kirchenstaatsrechtlich gesehen, noch nicht einmal berechtigt die hl. Sakramente zu empfangen.

          • Wrightflyer
            02.07.2017, 0:38 Uhr.

            Ich gebe Ihnen recht daß Jesus selbst heutzutage nicht Papst werden könnte. Er würde nicht gewählt werden.

            Vor langer Zeit hätte er auch nicht römisch-katholischer Priester werden können, da es kirchenrechtlich vorgeschrieben war daß Priester ordentlich verheiratete Eltern haben. Im Koran heißt Jesus übrigens „Sohn der Maria“. Ausgerechnet die Muslime geben also den stärksten Hinweis, daß Jesus‘ Zeugung nicht ganz regelkonform war.

            Aber würde er Papst werden wollen?
            Er hat nie ein öffentliches Amt angenommen. Er war noch nicht einmal Bürgermeister von Nazareth.

  • prospero
    29.06.2017, 13:19 Uhr.

    Es ist offensichtlich, dass Franziskus mit der gestrigen Kardinalsernennung seiner Gewohnheit treu bleibt und das Kollegium zumindest einmal im Jahr nach eigenen Vorstellungen ergänzt. Der Termin mochte sich aus dem Umstand ergeben, dass 2017 – mögliche Todesfälle ausgenommen – die Anzahl der heute wahlberechtigten Kardinäle unverändert bleibt. Die Frage einer Vergrößerung des Wahlkollegiums, wie es sie nach den Kardinalsernennungen von 2001 und 2003 unter JP II. gab, als die Anzahl der Wahlberechtigten zwischenzeitlich auf eine Gesamtzahl von 135 angewachsen war, steht meiner Ansicht nach wohl eher außer Frage. Franziskus überschritt bei seinen bisherigen Berufungen neuer Kardinäle, das von Paul VI. festgelegte Limit von insgesamt 120 Mitgliedern eines zukünftigen Konklaves zwar konstant, allerdings immer nur geringfügig (2014 gab es 122 „Wahlkardinäle“, 2015 waren es 125, sowie 2016 und 2017 dann 121).
    Gerade aus diesem Grund erscheint mir die im Beitrag erwähnte Möglichkeit einer Erweiterung des Wahlkollegiums auf 150 als reine Spekulation; in seiner bisherigen Haltung ist es Franziskus ganz offensichtlich daran gelegen, es bei den „Rahmenbedingungen“ der Teilnehmerzahl zu belassen, dafür jedoch für eine allmähliche Neuausrichtung der Proportionen zu sorgen. Was das bedeutet, lässt sich an statistischen Fakten ablesen; hier möge man nur darauf hinweisen,dass es seit dem Konklave 2013 zu einem Zuwachs der Herkunftsländer der Kardinäle von insgesamt 25 % kam.

    • Wrightflyer
      30.06.2017, 6:01 Uhr.

      Was eine Abweichung von höchstens 4,2% macht.

    • Wrightflyer
      30.06.2017, 7:08 Uhr.

      Bzw. Kann man aus gerade mal drei Ereignissen ueberhaupt sinnvoll eine Standardabweichung berechnen?
      Das wäre dann 3,87.

  • Wrightflyer
    29.06.2017, 19:57 Uhr.

    Zu Franziskus‘ charakterlicher (Rück)Entwicklung die Herr Erbacher beschreibt äußere ich mich gleich, erstmal zu den Kardinälen:

    An sich bin ich ja der Meinung daß der Kardinalsstand ein Dinosaurier ist. Ein Anachronismus.
    Andererseits hat Herr Erbacher schonmal angedeutet daß Franziskus bedrängten Ortskirchen mit einem Kardinal tatsächlich helfen könnte, also diesen Auftrieb verleihen könnte. In dem Fall gönne ich diesen den Kardinal natürlich von Herzen!

    Was Franziskus‘ Definition von der Wirklichkeit angeht, da bin ich völlig mit ihm einer Meinung! Dazu auch gleich mehr.

    „Europas Vormacht schwindet weiter“
    Kontinentale Vormacht suchen ist nun definitiv ein Dinosaurier. Von vorgestern.
    Wir werden immer stärker mit der Tatsache konfrontiert daß wir uns nunmal alle denselben Planeten teilen müssen. Mit denselben Ressourcen, und die sind endlich.

    „Zu bedenken ist auch, dass gerade in Ländern, in denen Bürgerkrieg herrscht oder es kaum eine Infrastruktur gibt, Institutionen wie die Kirche Geld im Ausland verwahrte, um es dem unberechtigten Zugriff etwa staatlicher Stellen zu entziehen, und zuverlässig Zahlungen vornehmen zu können.“
    Das sehe ich ein.
    Mal ehrlich: Ich würde ja auch niemals niemals mit einem Laptop voller unverschlüsselter technischer Zeichnungen und sonstiger Dokumente in die USA einreisen. Der Laptop kommt dann beim Zoll erstmal weg, man bekommt ihn zwar wieder, aber hat auch den Amis kostenlos jede Menge Firmengeheimnisse serviert (doch, doch, Wirtschaftsspionage betreiben die Amis tatsächlich!! Ist schon lange bekannt!). In anderen Ländern, kann man davon ausgehen, passieren noch viel wildere Sachen, gerade in Diktaturen.
    Vor ein paar Jahren sprach ich mit einem Obdachlosen, einem Ungar aus Slowenien. Der sagte daß er eigentlich noch einen Haufen Geld gehabt hätte, aber die Bank existiert nicht mehr.

  • Wrightflyer
    29.06.2017, 20:26 Uhr.

    Zu Franziskus‘ charakterlicher (Rück)Entwicklung:

    Es war ja schon auffällig daß ausgerechnet die argentinischen Jesuiten 2013 keinen Ton dazu gesagt hatten daß einer der ihren Papst wurde. Ansonsten hatte sich ja Argentinien damals überschlagen vor Freude! Naja, mit Ausnahme von wenigen die ihn noch der Kollaboration mit der Diktatur verdächtigten.

    Nun, es sind jetzt über 4 Jahre und in diesen über 4 Jahren kann man in einem solchen Amt nicht unverändert bleiben, das ist logisch. Die Frage ist halt: In welche Richtung verändert man sich?

    Prinzipiell bin ich noch immer ein sehr großer Fan von Franziskus, trotz des gewaltigen Fehlers den er in Nigeria gemacht hat.
    Aber ich habe schon seit 2013 immer wieder betont daß er sein gewaltiges Reformwerk nicht allein schaffen kann. Er ist nur ein Mensch. Er allein kann die rk-Kirche mit allen ihren Problemen und Baustellen nicht geradeziehen. Er braucht alle Hilfe die er kriegen kann.
    Diese Hilfe muss, wies aussieht, auch mal so aussehen daß er eine Ohrfeige bekommt wenn er in eine schlechte Richtung driftet, wenn er also wieder zu dem wird was er in seinen schlechtesten Zeiten war.

    Die Frage ist nur: Wie sieht eine passende Ohrfeige für einen Papst aus, wie macht man das? Wie dringt man zu ihm durch?
    Gute Frage, nächste Frage!

    Richtig gute Freunde sind die die einem auch mal die Meinung geigen wenn man entgleist.
    Ich selbst hatte eine Art Lehrmeister, von dem ich während einer bestimmten Station meines Lebenslaufes eine LKW-Ladung voller Anschisse bekommen habe und dem ich heute unendlich dankbar für jeden einzelnen bin.

    „Doch er hielt es nicht lange an der Jesuitenhochschule in Frankfurt aus, kehrte in sein Heimatland zurück und wurde dort nach Córdoba ins „Exil“ geschickt.“
    An der Stelle bin ich ein wenig stolz…
    Ich habe selbst, von diversen Wochenendausflügen quer durch Argentinien abgesehen, mehrere Monate in Córdoba verbracht. Es war, darf ich sagen, die beste und schönste Zeit meines Lebens. Häufig denke ich an Córdoba, an die Firma wo ich damals gearbeitet habe, an alles. Und verfolge noch immer gelegentlich in der 2. Liga die Spielergebnisse von Instituto Atlético Central Córdoba.

  • Wrightflyer
    29.06.2017, 20:56 Uhr.

    Es gibt da übrigens noch einen Aspekt von Franziskus.
    Ich würde die Redaktion gern drum bitten, den vielleicht nächstes Jahr wenn sie über 5 Jahre Franziskus Bilanz ziehen (vermute ich mal) zu berücksichtigen.
    Das machen sicher nicht viele, die würden damit eine Lücke füllen.

    Es geht darum daß Franziskus Chemiker oder Chemietechniker (die Angaben unterscheiden sich da) wurde bevor er Priester wurde.
    Ich bin mir sehr sicher daß ihn das mit geprägt hat.
    Mit einer naturwissenschaftlichen Bildung sieht die Welt schon ein bischen anderst aus als für einen bloßen Geisteswissenschaftler. Und ich meine nicht allein naturwissenschaftliche Kenntnisse mit denen er z.B. den Klimawandel beurteilen kann.
    Im Labor lernt man daß man Analyseergebnisse nunmal nehmen muss wie sie kommen. Selbst wenn man z.B. klar und deutlich gefärbtes Kunststoffpulver hat aber der Farbstoffanteil so gering ist daß man ihn nicht rauskriegt. Man lernt, die Wirklichkeit zu nehmen wie sie ist und daraus seine Schlussfolgerungen zu ziehen.

    Also das wäre mein persönlicher Herzenswusch daß die Redaktion da mal Bezug drauf nehmen würde…

    Immerhin kann er ja auch Angela Merkel offensichtlich verdammt gut leiden, und die ist Physikerin.

    […]*

    *Der Beitrag wurde wegen des Verstoßes gegen die Netiquette editiert.

  • Wrightflyer
    29.06.2017, 21:07 Uhr.

    Ach äh, mal etwas aus dem Bereich Ökumene.

    Also die Süddeutsche schreibt heute daß die serbisch-orthodoxe Kirche einen Krawall gegen die neue serbische Ministerpräsidentin veranstaltet. Die Frau ist nämlich bekennend lesbisch.

    Ganz ehrlich?? Die serbisch-orthodoxe Kirche soll sich um wichtigeres kümmern!!
    Um den noch immer vorhandenen aggressiven Nationalismus z.B., oder noch immer nicht aufgearbeitete Kriegsschuld!!

    • prospero
      30.06.2017, 11:05 Uhr.

      Abgesehen davon, dass das wenig bis nichts mit dem Thema „Ökumene“ zu tun hat und seinem Wesen nach am eigentlichen Thema „Kardinalsernennungen“ absolut vorbeigeht, sollte man tunlichst nicht alles, was in der Zeitung steht (auch wenn es sich um die „Süddeutsche“ handelt) ohne wenn und aber übernehmen. Fakt ist, dass es in Serbien gewisse Kreise gibt, die sich ultranationalistisch- kirchentreu geben und gegen eine jede vermeintliche Abweichung ihrer Ideologie aktiv werden.
      Auch wenn diese Gruppen den Anspruch erheben, „rechtgläubig und patriotisch“ zu sein und ihr Treiben von manchen Kirchenvertretern leider gebilligt wird, ist es für mich inakzeptabe, die Orthodoxe Kirche Serbiens in der – wie man aufgrund Ihrer Äußerung glauben könnte – kriegslüsterne Nationalisten ihr Unwesen treiben, gleich in Bausch und Bogen zu verurteilen
      Im Übrigen stammt die von Ihnen erwähnte Meldung aus der serbischen Zeitung BLIC, die schon seit Jahren für ihren reißerischen Journalismus bekannt ist und so auch hier eine für sie passende Gelegenheit ausnützte; bedauerlich ist auch, dass sich eine eigentlich sehr renommierte deutsche Tageszeitung nicht genauer nach dem Ursprung ihrer Informationen umsieht.

      • Wrightflyer
        30.06.2017, 22:17 Uhr.

        Danke für die Klarstellung, ist immer gut wenn sich jemand wo richtig auskennt!

        Aaach, es ist zum Kotzen mit den ganzen Faschisten die in Europa rumzündeln…
        Die sind überall eine Minderheit, treiben aber Politik und Gesellschaft schamlos vor sich her! Ist bei uns genauso! (Und wer noch immer meint daß es die AfD mit armen Deutschen gut meint, der sollte sich mal ihr vollständiges Wahlprogramm reinziehen! Gerade im Hinblick auf Arbeitslose und Alleinerziehende)

        Ich sitze z.B. da wo ich derzeit arbeite mit einer Russin aus der Ukraine im Büro. Ihr Elternhaus steht gerade mal 70 km westlich der Front, die Mutter ist noch dort. Sie erzählt natürlich aus russischer Sicht und glorifiziert die Sowjetunion etwas (d.h. die Russifizierung blendet sie aus). Dennoch halte ich durchaus für glaubwürdig was sie so erzählt. Zur politischen Lage heißt es: Die ganze Politikerkaste ist völlig durchseucht von Faschisten.
        Ich halte es auch deswegen für glaubwürdig weil ich woanderst einen Ukrainer aus Odessa als Arbeitskollegen hatte. Der wurde dann konzernintern zu einem anderen Werk in der Ukraine, also in der Heimat, versetzt. Und hat es dort nicht lange ausgehalten. Jetzt lebt er in Hamburg.
        (Um keinen falschen Verdacht aufkommen zu lassen: Ich bin ganz ausdrücklich KEINE Putin-Freundin!! Ich lehne Putin und seine Machenschaften genauso ab wie den US-Imperialismus!)

  • Wrightflyer
    30.06.2017, 7:59 Uhr.

    Ich hätte irgendwie eine Riesenlust, mal ein paar alte Listen von den Orten von Kardinälen unter früheren Päpsten su zuchen (Wo auch immer man sowas her bekommt, ich habe keine Ahnung) und da jeweils den Mittelwert der Entfernungen zwischen ihnen und dem Vatikan zu berechnen. Und das dann mit der aktuellen Liste zu vergleichen. Wie sich das so verschoben hat ermitteln.

    Leider dauert sowas ein paar Stunden. Als ich noch arbeitslos war konnte ich sowas noch machen. Jetzt habe ich keine Zeit mehr.
    Naja, vielleicht wenn ich im August nicht gleich das nächste Projekt habe sondern vielleicht ein paar Wochen daheim bin… Aber meine Firma sucht schon das nächste für mich.

    • prospero
      30.06.2017, 11:21 Uhr.

      ch hätte irgendwie eine Riesenlust, mal ein paar alte Listen von den Orten von Kardinälen unter früheren Päpsten su zuchen (Wo auch immer man sowas her bekommt, ich habe keine Ahnung

      Werfen Sie doch einmal einen Blick auf die Webseite
      The Cardinals of the Holy Roman Church
      vielleich werden Sie da für ihre Zwecke dann fündig.

      • Wrightflyer
        30.06.2017, 21:49 Uhr.

        Vielen Dank für den Tipp!!

        Ich werde es den Juli über leider noch nicht machen können, Zeit fehlt. Solange geht der aktuelle Job noch und nebenbei habe ich noch ein paar Themen am Laufen. Ein paar davon blieben die letzten Jahre liegen weil ich zuviel hier war. Und sind jetzt erst recht dringend. Aber vielleicht habe ich im August ein paar wochen frei wenn meine Firma noch nix neues für mich hat, dann kann ich mich mal einen Vormittag lang dransetzen.
        Die Rechnerei geht ja noch: Einfach Excel-Tabelle machen und Daten eintippen. Aber erstmal muss man die Entfernungen einzeln rausfinden, denn die stehen ganz sicher nicht da.

        @Redaktion:
        Was sagen Sie? Wären Sie denn interessiert daß man die geographische Verschiebung der Kardinalszusammensetzung mal mathematisch bestimmt? Ich würde das machen, aber wie gesagt: Wohl frühestens im August!
        Was würden Sie denn haben wollen? Mittelwelt und Standardabweichung? Letztere wird natürlich riesig. Prozentuale Verteilung nach Kontinenten bzw. einzelnen Ländern? Eine Art geographischen Schwerpunkt bestimmen ginge auch aber hätte wenig Sinn. Wenn man mal von nur zwei Kardinälen ausgeht und einer in Winnipeg sitzt und der andere in Hanoi, dann wäre der Schwerpunkt immernoch äh… ungefähr in Rom.

        • Jürgen Erbacher
          Jürgen Erbacher
          30.06.2017, 22:29 Uhr.

          Vielen Dank für das Angebot. Die Verschiebungen werden sicherlich im Zusammenhang mit der nächsten Papstwahl interessant. Daher ist es sicherlich gut, wenn man dann mit den aktuellen Zahlen entsprechende Berechnungen anstellt.

          • Wrightflyer
            02.07.2017, 0:27 Uhr.

            Alles klar… ich mache das, aber, wie gesagt, frühestens im August.

            Also wenn Sie das wirklich wollen ist es mir sehr recht, ich habe richtig Lust auf Rechnen, aber es ist mir auch sehr recht daß es nicht eilig ist.

            Gut, naja, bis Franziskus abtritt will ich eher nicht warten. Der ist ja fit wie ein Turnschuh und macht locker noch 10 Jahre! Aber wenn die Excel-Tabellen mal stehen kann man sie ja jedes Jahr updaten, je nachdem ob Kardinäle dazugekommen sind oder weg sind.

            @alle Mitschreiber:
            Noch Ideen was man noch reinbringen könnte? Außer dem was ich schon genannt hatte?

  • Silvia
    30.06.2017, 13:28 Uhr.

    Zum Thema Kardinäle habe ich eine Frag:

    Im Juli jährt sich zum 5. Mal die Ernennung von Kardinal Müller zum Glaubenspräfekt.

    Weiß man schon, ob er in diesem Amt bestätigt wird oder ob der Papst eine andere Verwendung für ihn hat?

    Ich vermute, dass das nicht nur mich brennend interessiert.

  • alberto knox
    30.06.2017, 20:08 Uhr.

    eben habe ich die nachricht erhalten, unser franz habe den müller nicht verlängert. wenn dem so ist, dann ist das gleich die zweite wirklich gute nachricht an diesem tag.

    • SuNuraxi
      02.07.2017, 15:12 Uhr.

      Ja du meine Güte, Knox!
      Mit diesem „eben habe ich die nachricht erhalten“ wollen Sie wohl wieder mit irgendwelchen besonderen Beziehungen zu ich weiß nicht wem angeben, damit alle hier nur ja wissen, dass Sie enge Beziehungen zu informierten „Kreisen“ haben und deshalb immer im Recht sind. Nun, wenn man in diverse einschlägige Blogs reinschaut (besonders italienische, aber nicht nur), dann merkt man, dass diese „die nachricht“ schon deutlich früher als Sie erhalten haben. Könnte es sein, dass Sie einfach nur diese Blogs durchforsten, um dann die Dinge möglichst früh melden zu können und das alles dabei so zu formulieren, dass andere den Eindruck bekommen, Sie hätten die „nachrichten“ aus erster Hand?
      PS: Die Formulierung „unser franz“ ist auch ein wenig – nun ja – despektierlich, sag ich einmal. Ein Versuch, den Lesern hier ein persönliches Naheverhältnis zu „franz“ zu suggerieren?

      • alberto knox
        02.07.2017, 17:55 Uhr.

        „Mit diesem „eben habe ich die nachricht erhalten“ wollen Sie wohl wieder mit irgendwelchen besonderen Beziehungen zu ich weiß nicht wem angeben, damit alle hier nur ja wissen, dass Sie enge Beziehungen zu informierten „Kreisen“ haben und deshalb immer im Recht sind.“

        nein gar nicht, ich hatte schlicht einen italienischen link erhalten. fürs durchforsten von irgendwas fehlt mir als arbeitendem menschen die zeit. und auch die geduld zu übersetzen.
        ich mag den franz eben. er ist der beste papst seit paul vi. und ich verdanke ihm spirituelle anregungen sowie neue freude an der kirche. wenn er nicht ihr papst ist, können sie ja gehen.

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