Bald katholische Diakoninnen?

Papst Franziskus will über den Diakonat der Frau diskutieren. Das ist die Nachricht des Tages. Allerdings ist völlig offen, was am Ende der Debatte stehen wird. Daher sind verfrühte Jubelrufe der Reformer und Untergangsszenarien der Konservativen verfrüht. Franziskus hat beim Treffen von Ordensoberinnen gesagt, dass er offen ist für eine Kommission, die die Frage des Diakonats klärt. Nachdem die Ordensfrauen ihn mit dem Verweis auf die Praxis der Frühen Kirche gebeten hatten, den ständigen Diakonat für die Frauen zu öffnen, erklärte Franziskus, dass die Rolle der Diakoninnen der Frühen Kirche noch nicht richtig geklärt sei. „Es würde der Kirche gut tun, diesen Punkt zu klären“, wird er in Medien zitiert. Offen ist, wann die Kommission zusammentritt, wer Mitglied sein wird und wie der konkrete Arbeitsauftrag lautet. Auch ist noch nicht klar, wie ein mögliches Diakonat der Frauen im 21. Jahrhundert aussehen könnte, ob eine Weihe für Frauen in Frage kommt. Allerdings wird eines deutlich, Franziskus räumt ein weiteres Tabuthema ab.

Was hat Papst Franziskus genau beim Treffen mit den Ordensoberinnen gesagt? Bis zum Donnerstagabend hat der Vatikan noch keine Abschrift der Fragerunde vorgelegt. (Quelle: ap)

Was hat Papst Franziskus genau beim Treffen mit den Ordensoberinnen gesagt? Bis zum Donnerstagabend hat der Vatikan noch keine Abschrift der Fragerunde vorgelegt. (Quelle: ap)

Die Diskussion ist offiziell eröffnet

Jetzt darf offiziell darüber gesprochen werden, wofür Bischöfe wie vor einigen Jahren der Freiburger Robert Zollitsch oder Franz-Josef Bode noch gerügt und von konservativer Seite scharf angegriffen worden waren: Gibt es in der katholischen Kirche Platz für Diakonninen? Die entscheidende Frage wird sein, wie das Diakoninnenamt konkret aussehen soll. Papst Franziskus hat ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es um das Studium der Diakoninnen der frühen Kirche gehen soll. Das schließt schon einmal aus, dass es schlicht um eine automatische Übertragung des Ständigen Diakonats der Männer auf die Frauen gehen soll. Damit ist mit dem heutigen Tag auch nicht automatisch der Weg frei für das Frauenpriestertum. Das hatte Franziskus ja sogar schon mehrfach ausgeschlossen. Auf dem Rückweg seiner USA-Reise Ende September hatte er mit Verweis auf entsprechende Aussagen von Papst Johannes Paul II. erklärt: „Das kann die Kirche nicht tun.“

Diakoninnen sind in der Westkirche bis ins 13. Jahrhundert hinein bezeugt. In manchen Ostkirchen gibt es sie bis heute. Was war nun die Aufgabe der Diakoninnen der ersten Jahrhunderte? Hier gehen die Meinungen der Experten auseinander. Einig sind sie sich noch darin, dass sie sich um Arme, Kranke und Witwen gekümmert haben. Uneinigkeit herrscht darüber, ob sie auch die Taufe gespendet haben und zum Dienst am Altar zugelassen waren. Doch dazu gibt es bereits umfangreiche Studien. Es wird die Aufgabe der Kommission sein, diese zu sichten und unter Umständen noch einmal eigene Forschungen anzustellen. Die Frage wird dann auch sein, ob unter den geänderten Bedingungen heute das Amt auch mit Aufgaben versehen werden könnte, die in den ersten Jahrhunderten nicht damit verbunden waren. Kardinal Walter Kasper wies bei einem Vortrag vor der Deutschen Bischofskonferenz im Februar 2013 auf diese Möglichkeit hin.

Wird eine konstruktive Diskussion gelingen?

Seit Anfang seines Pontifikats spricht Papst Franziskus davon, dass auch in der Kirche etwas für die Frauen getan werden muss. In welche Richtung er denkt, hat er nie so richtig durchblicken lassen. Das ist jetzt anders. Auch wenn am Anfang des Diskussionsprozesses nicht klar ist, was für ein Diakoninnenamt am Ende herauskommen könnte. Franziskus wird dafür sorgen müssen, dass in aller Offenheit diskutiert werden kann. Beim synodalen Prozess zu Ehe und Familie hat das nicht immer geklappt. Der Mainzer Kardinal Karl Lehmann hat vor einigen Tagen gegenüber dem ZDF in einem Interview erklärt, dass er traurig sei, dass gerade bei den schwierigen Themen Viri probati und dem Diakonat der Frau eine Diskussion nicht möglich gewesen sei. „Ich bin traurig, dass es die ganze Zeit, dich ich überschauen kann weder in der Kirche noch außerhalb gelungen ist, mit einer Ausgewogenheit und so, dass man noch gar nicht so festgelegt ist, über die Dinge zu diskutieren. Man ist immer schnell Für und Wider. Haut sich die Köpfe ein und so fort. Und nachher ist nichts gewesen.“ Es wäre zu wünschen, dass die Diskussion nun sachlich verläuft. Lehmann war in den 70er Jahren bei der Würzburger Synode dabei, die Rom um die Prüfung des Diakonats für die Frau bat. Auf die Eingaben der deutschen Bischöfe und Theologen hat der Vatikakan nie wirklich geantwortet.

Nach dem Thema wiederverheiratete Geschiedene packt Franziskus mit dem Diakonat der Frau nun ein nächstes heißes Eisen an. Das Priesteramt und damit der Pflichtzölibat und die Viri probati gehören zu den heißen Kandidaten für das Thema der nächsten Bischofssynode. War es unter Benedikt XVI. der Missbrauchsskandal, dessen Aufarbeitung ins Rollen kam, sowie die Reformen im Finanzbereich, sind es unter Franziskus die innerkirchlichen Tabuthemen.

P.S. Bei der Fragerunde ging es auch um die Möglichkeit von Ordensfrauen zu predigen. Nachdem, was bisher aus dem Treffen bekannt ist, erklärte Franziskus, dass dies im Wortgottesdienst ohne Probleme möglich sei. Dort könnten auch Frauen, ob Ordensfrau oder nicht, predigen. Anders verhalte es sich bei der Eucharistiefeier. Hier sei der Predigtdienst an den Vorsteher der Zeremonie gebunden. Franziskus erteilte damit auch der Laienpredigt in der Messe eine Absage. Erst vor wenigen Wochen hatte es in der vatikanischen Tageszeitung L’Osservatore Romano einen Artkel gegeben, der an diesem Verbot zu rütteln schien. [Hinzufügung am 14.5.: Nach Sichtung des Transkripts stellt sich die Antwort von Franziskus zum Thema Predigt durchaus erwas anders da. Es könnte auch hier Bewegung geben.]

P.P.S. Interessant ist ein Dokument der Internationalen Theologenkommission von 2002. Das Gremium, das an die vatikanische Glaubenskongregation angedockt ist, hat sich Anfang des Jahrtausends mit dem Diakonat beschäftigt. Es gibt darin ein eigenes Kapitel über den „Dienst der Diakonissen„.

P.P.P.S. Am Freitagmorgen hat der Vatikan den Wortlaut des Treffens mit den Ordensfrauen vorgelegt, auf Italienisch und mit einer englischen Arbeitsübersetzung.

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Jürgen Erbacher

Seit 2005 berichte ich für die ZDF-Redaktion „Kirche und Leben katholisch“ über die Themen Papst, Vatikan, Theologie und katholische Kirche. Dafür pendle ich regelmäßig zwischen Mainz und Rom - meiner zweiten Heimat. Dort habe ich vor meiner ZDF-Zeit mehrere Jahre gelebt und für Radio Vatikan gearbeitet. Studiert habe ich Politikwissenschaft und Katholische Theologie in Freiburg i.Br. und Rom.

99 Kommentare

  • Micaela Riepe
    12.05.2016, 22:08 Uhr.

    Es gibt auf Radio Vatikan ein wunderbares Interview mit der Generaloberin Katharina Grau. Das hat Tiefe und aus ihren Reflexionen lassen sich auch der Mut und die Tiefe von Franziskus ermessen.

    Die Überschrift lautet:

    Diakonat der Frau: „Danke, ihr habt mir neue Anstöße gegeben“

    Leider kann ja hier kein Link mehr gesetzt werden, was ich äußerst blöd finde. Im Übrigen hat Radio Vatikan eine Zusammenfassung einer Ordensfrauentagung gebracht, die mit „Wunde des Patriarchats“ überschrieben war, sicher lässt sich auch dieser Artikel unter seiner Überschrift finden.

    Sind gut drauf, die Jungs von Radio Vatikan. Gibt´s in der Redaktion eigentlich auch Redakteurinnen?

    • Wanda
      14.05.2016, 15:14 Uhr.

      – „Wunde des Patriarchats“ sagt eigentlich schon alles über die Anmassung der von (fast) Beginn an immer dominierenden Altmänneriege, wobei nicht einmal die grossen, angeblich weisen Kirchenlehrer ausgenommen werden können. Traurig…

      • Wrightflyer
        21.05.2016, 14:47 Uhr.

        In der Tat haben diese alten Kirchenväter in der Hinsicht unendlichen Schaden angerichtet.

        Wissen Sie, es gibt einen Stein den Ratzinger bei mir im Brett hat:
        Die ak-Kirche kennt ja keine Heiligsprechungen und hat es nicht so mit Heiligenverehrung, was ich auch gut so finde, aber privat bekenne ich mich zu einer tiefen Verehrung für Hildegard von Bingen, einer sehr charakterstarken und klugen Mystikerin des Mittelalters. Ratzinger hat sie, und dafür bin ich ihm dankbar, zur Kirchenlehrerin erhoben!

  • Wrightflyer
    12.05.2016, 22:31 Uhr.

    Ich bin ganz sicher nicht diejenige die verfrüht jubeln wird. Schließlich bin ich diejenige die stets gesagt hat, daß eine solche Entscheidung nur die gesamte rk-Kirche treffen kann, kein einzelner Papst.
    Es muss also erstmal eine Situation her in der die rk-Kirche eine solche Entscheidung überhaupt treffen kann. Kurz: Synodale Verfahren.

    Hier in Europa wäre die Zustimmung zu Frauendiakonat und Frauenpriestertum mit Sicherheit hoch. Aber wie sieht es woanderst aus? Das wäre zu klären.

    Es wäre schon schön, wenn die rk-Kirche sich eines Tages überwinden könnte, Frauen zu den Weiheämtern zuzulassen.
    Sich zum Priesteramt berufen zu fühlen bedeutet nicht, von etwas zu träumen wie Doktoranden vom Titel oder Fußballfans vom Aufstieg in die nächsthöhere Liga oder ich vom Flugschein auf den ich aus Umweltgründen doch verzichten werde oder Ostdeutsche 1989 von Reisen und Bananen.
    Wem die Berufung zum Priesteramt verweigert wird, der wird im Leben immer das Gefühl haben, daß ihm/ihr etwas fehlt.
    Andererseits ist es natürlich so, daß ein Geistlicher den die Gemeinde nicht akzeptieren kann, völlig nutzlos ist, d.h. so jemand kann nurnoch Eremit werden. Die Leute müssen weibliche Priester und Diakone akzeptieren können!

    • Suarez
      14.05.2016, 12:13 Uhr.

      „Die Leute müssen weibliche Priester und Diakone akzeptieren können!“

      Das stimmt und ist natürlich auch nur die andere Seite der Medaille. Ich habe ja sogar schon das Scheinargument gehört: Frauen würden in Afrika, Indien usw. nicht als Gemeindeleiterinnen anerkannt werden. Ja, dann muss man im Sinne einer christlichen Paideia eben die dortigen Christen zu Gal 3 (in Christus gibt es die Unterscheidung zwischen Frau und Mann nicht mehr) erziehen. Das ist eine indispensable christliche Überzeugung, der, schlimm genug, die Kirche in 2000 Jahren so gut wie nicht nachgekommen ist. Man hat also nicht vermeintlich Rücksicht zu nehmen – Frauen als Bischöfinnen, Priesterinnen und Diakoninnen würden dafür sorgen, dass der christlichen wie nichtchristlichen Welt bewusst wird, dass „Gleiche Rechte für Frauen und Männer!“ urchristlich ist.

      • Wrightflyer
        19.05.2016, 0:51 Uhr.

        „Ja, dann muss man im Sinne einer christlichen Paideia eben die dortigen Christen zu Gal 3 (in Christus gibt es die Unterscheidung zwischen Frau und Mann nicht mehr) erziehen“
        Ja, ich bin sehr dafür, aber bitte nicht mit kolonialistischer Arroganz, denn diese hat schon zuviel Schaden angerichtet!

  • prospero
    12.05.2016, 22:55 Uhr.

    Es gibt also überhaupt keinen Grund von einer „Neueinrichtung“ dieses Amtes zu sprechen; die Wiederrichtung des Frauendiakomats ist somit nur eine Berufung auf etwas, das in der Kirche jahrhundertelang instituiert war sowie schließlich auf nicht gerechtfertigte Weise gewaltsam unterdrückt und zu einem Ende gebracht wurde. Ich bin mir aber auch sicher, dass auf diese Initiative des römischen Bischofs Franziskus die nun eben sogenannten „Rechtgläubigen“ wieder davon sprechen werden, er sei mit diesen Plänen dabei einen weiteren Schritt zu tun, um die Kirche zu zerstören

    • Suarez
      14.05.2016, 12:09 Uhr.

      „schließlich auf nicht gerechtfertigte Weise gewaltsam unterdrückt und zu einem Ende gebracht wurde.“

      Das stimmt kirchenhistorisch so nicht. Der Diakonat der Frau ist aus der Übung gekommen. H. Wolf hat in seinem Buch Krypta u.a. auf die Äbtissin von Huelgas verwiesen und gezeigt, wie machtvoll eine Frau gegenüber Männern auch ohne Weihe sein konnte (nota bene: eine Äbtissinnenweihe ist keine Weihe im sakramentalen Sinne, sondern eine Segnung).

      • Wanda
        16.05.2016, 19:54 Uhr.

        Suarez 12:09
        – guter Hinweis und sie war übrigens offenbar nicht die Einzige…
        Zufälligerweise hat die DW-TV in Lateinamerika heute eine ZDF-Dokumentation zur Äbtissin von Huelga ausgestrahlt. Hochinteressant und fundiert. Bemerkenswert der Schlusssatz des Kirchenhistorikers (sinngemäss)“man muss also nicht erst etwas Neues erfinden, es genügt die vorhandenen Schätze der Kirche zu heben“…

        • Alberto Knox
          19.05.2016, 19:18 Uhr.

          in der tat war sie nicht die einzige. in deutschland gab es auch mehrere solche äbtissinnen. sie sind das kirchenrechtsgeschichtlich stärkste argument für die jurisdiktionsfähigkeit der frau (letztlich geht es ja um die und nicht um irgendwelche weihevollmachten).
          wenn ich mir anschaue, was im mittelalter möglich war, dann muss man aus dieser alten perspektive sagen: rein theoretisch könnte eine frau diözesanadministratorin des bistum rom sein mit allen amtsvollmachten (also: papststellvertreterin mit allen rechten!), die einen weihbischof für die geistlichen belange einsetzt.

          und jetzt kommt der knaller. das gab es sogar schon einmal. die amtsinhaberin war für wenige tage die blutjunge lucrezia borgia.

  • Silvia
    12.05.2016, 23:02 Uhr.

    Dass Bewegung in die so genannten innerkirchlichen Tabuthemen kommt, dh., dass offen darüber diskutiert werden darf, ist auf jeden Fall zu begrüßen.

    Was nun die Diakoninnen in der frühen Kirche angeht, so scheint meines Wissens nach nicht klar zu sein, ob die genau wie die männlichen Diakone geweiht waren oder nicht.

    Kardinal Kasper hat vor gut drei Jahren vorgeschlagen, ein Amt der Diakonin OHNE Weihe einzuführen.

    Das halte ich nicht für erstrebenswert, weil die Frauen dann nur Diakone zweiter Klasse wären und es außerdem zu Verwirrung beitragen würde, weil kein Mensch mehr zwischen geweihtem männlichen Diakon = Kleriker und nicht geweihter Diakonin = Laie unterscheiden könnte.

    Ferner müsste auch überlegt werden, ob es überhaupt Bedarf für Diakoninnen gibt.

    Wir haben schließlich gut ausgebildete Pastoral – und Gemeindereferentinnen, die ihren männlichen Kollegen gleichberechtigt sind und in verschiedenen Feldern der Seelsorge arbeiten und auch Religionsunterricht geben.

    Und die kirchliche Sozialarbeit ist beim Caritasverband in Händen ebenfalls gut ausgebildeter Fachleute.

    So Manches wird auch von ehrenamtlichen Laien abgedeckt, wie z.B. die Krankenkommunion zu bringen, Firmkatechese, Erstkommunionvorbereitung u.ä.

    Und was die Laienpredigt in der Eucharistiefeier angeht, ich habe in der Messe schon oft Pastoralreferentinnen – und referenten predigen gehört. Da sind wir in Deutschland schon deutlich weiter.

    Der Diakon darf ebenfalls in der Messe predigen, aber der gehört ja zum Klerus und nicht zu den Laien.

    • Suarez
      14.05.2016, 12:07 Uhr.

      „Kardinal Kasper hat vor gut drei Jahren vorgeschlagen, ein Amt der Diakonin OHNE Weihe einzuführen.“

      Das halte ich für Unfug. Wenn Diakoninnen, dann bitte auch mit Weihe. Alles andere zementiert nur die Ungleichbehandlung der Frau in der Kirche.

      • Silvia
        17.05.2016, 16:29 Uhr.

        Suarez
        14.05.2016, 12:07 Uhr.

        GENAU DAS habe ich ja geschrieben!!!! Ich nannte es Diakonat zweiter Klasse, was ich ablehne!

    • Wanda
      14.05.2016, 15:22 Uhr.

      Silvia:
      – wir werden unter den Herren der Kirche noch manches Abwehrgezappel erleben, da bin ich mir sicher und es wird auch noch dauern bis die Frauen zu Ihrer Gleichberechtigung in der RK Kirche kommen, aber ein Anfang wäre gemacht und dann ist das Weitere nicht mehr aufzuhalten und nur noch eine Frage der (allerdings höchsten) Zeit…

  • Wrightflyer
    12.05.2016, 23:18 Uhr.

    „Auf dem Rückweg seiner USA-Reise Ende September hatte er mit Verweis auf entsprechende Aussagen von Papst Johannes Paul II. erklärt: „Das kann die Kirche nicht tun.““
    Wojtywa hatte lange Jahre irgendetwas zwischen einer engen Freundin und einer platonischen Liebe (weiter ging es wohl nicht, immerhin wusste ihre Familie Bescheid), und hatte trotzdem wenig Ahnung von realen Frauen.
    Naja, da war er nicht der einzige, es gibt sehr viele langjährige Ehemänner, oder zum 3. Mal Ehemänner, die wenig Ahnung von ihrer Frau, ihren Träumen, ihrem Verzicht für Mann und Kinder haben.

  • Alberto Knox
    13.05.2016, 0:24 Uhr.

    „Lehmann war in den 70er Jahren bei der Würzburger Synode dabei, die Rom um die Prüfung des Diakonats für die Frau bat. Auf die Eingaben der deutschen Bischöfe und Theologen hat der Vatikakan nie wirklich geantwortet.“

    das ist noch viel zu freundlich gesagt. der vatikan hat die synode – immerhin ein lehramtlicher akt – völlig ignoriert.

    das sollte man schon bedenken:

    eine komplette synode – also alle damaligen deutsche bischöfe! – spricht sich für das weiheamt der frau aus;

    drei wirklich bedeutende theologen – m.w. hünermann, vorgrimler, und lt. papst franziskus dessen lieblingstheologe congar – erklären, dass die weihe problemlos möglich ist.

    erst ab mitte der 90er wird das – in meinen augen – pseudoargument der einheit des weiheamtes hervorgekramt (dieses argument taucht vorher nie auf), um frauen zu verhindern.

    und wie sieht es eigentlich mit gal 3,26-39 aus?

    „Ihr seid alle durch den Glauben Söhne Gottes in Christus Jesus. Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus (als Gewand) angelegt. Es gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht Mann und Frau; denn ihr alle seid «einer» in Christus Jesus. Wenn ihr aber zu Christus gehört, dann seid ihr Abrahams Nachkommen, Erben kraft der Verheißung.“

    vor der heiligen schrift verstummt jede tradition.

    • Suarez
      14.05.2016, 12:05 Uhr.

      Den Hinweis auf Gal 3 halte ich für absolut schlagend! Den hat noch niemand – auch bei der Priester- und Bischofsweihe für Frauen – entkräfen können!

    • Wanda
      14.05.2016, 15:24 Uhr.

      – Bingo !

    • Silberdistel
      14.05.2016, 18:22 Uhr.

      Alberto Knox
      13.05. 0:24 h
      Oh Gott, gal 3,26-39 würde demnach auch bedeuten das sowieso alle konfessionellen Unterschiede sekundär zu betrachten und in Christus alle gleichermaßen, ohne jeglichen Unterschied (beschenkt) sind!
      Ungeheuer, wie wäre es nur möglich gal 3,26-39 zu hintertreiben? Indem man ein Fleisssternchen namens „Weihe“ erfindet! Welche nicht hübscher macht, nicht intelligenter, nicht wohlriechender und auch nicht liebevoller. Die historisch nachweisbar garnichts bringt, – außer Unterschiede zwischen Gleichen manifestieren zu wollen.

      • Alberto Knox
        16.05.2016, 16:27 Uhr.

        „Oh Gott, gal 3,26-39 würde demnach auch bedeuten das sowieso alle konfessionellen Unterschiede sekundär zu betrachten“.

        meines wissen nach ist gott KEIN katholik. und sein sohn ist jude.

        • Wanda
          17.05.2016, 1:11 Uhr.

          Alberto Knox 16:27
          – …und sein Sohn ist Jude ? Gegenüber der RK Amtskirche eigentlich eine (wenn auch göttliche) Unverschämtheit. Dafür hätte IHN vor nicht allzu langer Zeit noch die Inquisiton vorgeladen…

          • Alberto Knox
            18.05.2016, 12:45 Uhr.

            wieso? das steht in der bibel. am achten tag beschnitten, regelmäßig in den synagogalgottesdienst gegangen, unternimmt jesus sogar mehrere wallfahrten nach jerusalem. also jüdischer geht’s nimmer.

          • Silvia
            18.05.2016, 14:12 Uhr.

            Wanda
            17.05.2016, 1:11 Uhr.

            Dabei vergessen Sie aber, dass das Christentum und damit auch die rk Amtskirche vom Judentum abstammt, in den Anfangszeiten eine jüdische Sekte war und die ersten Christen neben ihren sonntäglichen Hausgottesdiensten auch den Synagogengottesdienst besuchten, die jüdischen Speisevorschriften und die anderen jüdischen Gesetze einhielten.

            Bei der Heidenmission des Paulus entstand ja auch eine Kontroverse darüber, ob die Heiden erst Juden werden, dh., sich beschneiden lassen müssten, bevor sie Christen werden können.

            Die Trennung vom Judentum erfolgte erst um die Mitte des 2. Jahrhunderts nach Christus, indem die Judenchristen aus den Synagogen ausgeschlossen worden sind.

            Der kulturelle Einfluss der Heidenchristen dürfte bei der Trennung von der Mutterreligion auch eine Rolle gespielt haben.

            Zumindest ist der Einfluss des Hellenismus auf das (römisch – katholische) Christentum bis heute erhalten geblieben.

    • Wrightflyer
      21.05.2016, 14:40 Uhr.

      Als Begründung, den Frauen die Priesterweihe vorzuenthalten gilt ja immer das ursprüngliche Kollegium der 12 Apostel die alles Männer waren.
      Nun fehlt aber da die logische Verknüpfung, warum heute noch sämtliche Priester männlich sein müssen. Mit keinem Wort hat Jesus das Handeln in seinem Namen an Bedingungen wie Geschlecht oder Herkunft geknüpft. Sehr wohl aber an innere Qualifikationen, gerade an Bescheidenheit! Das zum einen.
      Zweitens: Wenn man sich wirklich an den ursprünglichen 12 Aposteln orientieren will, sind die meisten Priesterweihen heute ungültig. Denn wieviele Priester sind heute konvertierte Juden und beschnitten? Wieviele Päpste waren gelernte Fischer? Wann war die exakte Anzahl aller Priester weltweit zum letzten Mal durch 12 teilbar?
      Außerdem wäre da noch die später durchaus von Jesus selbst als Zeugin der Auferstehung in den Apostelrang erhobene Maria Magdalena.
      Und schließlich das letzte Abendmahl: Es steht nirgends daß Jesus mit den 12 Aposteln allein dort war. Es ist eher so daß er mit den 12 Aposteln kam als andere Gäste schon dort waren. Und hätte er sich mit den 12 in ein Separée zurückgezogen, was für ihn wirklich sehr seltsam gewesen wäre: Wer hätte die Vorgänge beim letzten Abendmahl dann glaubwürdig überliefert?

  • Alberto Knox
    13.05.2016, 0:27 Uhr.

    „Nachdem, was bisher aus dem Treffen bekannt ist, erklärte Franziskus, dass dies im Wortgottesdienst ohne Probleme möglich sei. Dort könnten auch Frauen, ob Ordensfrau oder nicht, predigen. Anders verhalte es sich bei der Eucharistiefeier. Hier sei der Predigtdienst an den Vorsteher der Zeremonie gebunden. Franziskus erteilte damit auch der Laienpredigt in der Messe eine Absage.“

    erklärt der papst hier den status quo oder lehnt er eine diskussion der frage ab? oder ist der kontext der aussage des papstes unklar – das wäre konkret wichtig zu wissen.
    wenn der predigtdienst an den vorsteher der eucharistiefeier absolut gebunden wäre, dann wäre somit auch die predigt eines diakon (nach dem jetzigen rechtsstatus möglich) abgeschafft. denn ein diakon kann keiner eucharistie vorstehen.

  • Wanda
    13.05.2016, 1:32 Uhr.

    – interessant ist doch auch die Frage: kann es Diakoninnen (auch verheiratet) aus dem gläubigen Fussvolk geben oder müssen diese einem Frauen-Orden angehören, was also wiederum den Zölibat in’s Spiel bringt ?

    • Suarez
      14.05.2016, 12:04 Uhr.

      Ist die Alternative nicht ein bisschen schlicht? Es gibt doch jetzt schon verheiratete ständige Diakone.

    • Brigitta
      14.05.2016, 17:09 Uhr.

      Anlässlich der Weihe verheiratete Diakone sind verheiratet. Wenn die Frau stirbt kann er aber nicht noch mal heiraten

      • Alberto Knox
        16.05.2016, 16:28 Uhr.

        „Wenn die Frau stirbt kann er aber nicht noch mal heiraten“. das stimmt so nicht (auch wenn es die regel ist) – wenn ein diakon z.b. kleine kinder hat und die erste frau stirbt, aber „bald“ die zweite da ist, erlaubt der vatikan um der kinder willen eine weitere ehe.

        • Brigitta
          17.05.2016, 1:02 Uhr.

          Gut wieder was gelernt. Ich hatte diese Information allerdings von einem ständigen Diakon und deshalb nicht hinterfragt

        • Silvia
          17.05.2016, 11:24 Uhr.

          Alberto Knox
          16.05.2016, 16:28 Uhr.
          „Wenn die Frau stirbt kann er aber nicht noch mal heiraten“. das stimmt so nicht (auch wenn es die regel ist) – wenn ein diakon z.b. kleine kinder hat und die erste frau stirbt, aber „bald“ die zweite da ist, erlaubt der vatikan um der kinder willen eine weitere ehe.“

          Ja eben, wie ich weiter unten bereits schrieb, in begründeten Ausnahmefällen mit Erlaubnis des Papstes und NICHT generell wie bei einem sakramental verheirateten „normalen“ Witwer.

          Das ist doch ein gewaltiger Unterschied.

          Auch darf ein ständiger Diakon, der als unverheirateter Mann die Diakonenweihe erhalten hat, DANACH nicht mehr heiraten.

  • Silberdistel
    13.05.2016, 9:30 Uhr.

    Wenn das ´christliche Menschenbild´ in der Praxis ausgrenzend wirkt, dann ist das im Kontext zur originalen Botschaft des Religionsstifters, ohnehin etwas sehr merkwürdig.

  • G. Küppers
    13.05.2016, 13:44 Uhr.

    Naja, das finde ich jetzt etwas überinterpretiert, wenn Sie hier sagen: „Franziskus erteilte damit auch der Laienpredigt [und damit der Frauenpredigt] in der Messe eine Absage.“

    C’è poi il problema della predicazione nella Celebrazione Eucaristica. Non c’è alcun problema che una donna – una religiosa o una laica – faccia la predica in un Liturgia della Parola. Non c’è problema. Ma nella Celebrazione Eucaristica c’è un problema liturgico-dogmatico, perché la celebrazione è una – la Liturgia della Parola e la Liturgia Eucaristica, è un’unità – e Colui che la presiede è Gesù Cristo. Il sacerdote o il vescovo che presiede lo fa nella persona di Gesù Cristo. E’ una realtà teologico-liturgica. In quella situazione, non essendoci l’ordinazione delle donne, non possono presiedere. Ma si può studiare di più e spiegare di più questo che molto velocemente e un po’ semplicemente ho detto adesso.

    Er sagt ja am Ende des Absatzes ausdrücklich, dass seine Worte hier nur skizzenartig das aktuelle Verständnis schildern und grob zusammengefassen: „Aber man kann das genauer untersuchen und genauer erklären, was ich hier auf die Schnelle und etwas vereinfacht gesagt habe.“

    Von daher sehe ich da keine „Absage“, sondern eher eine Reflexion, ein lautes Nachdenken des Papstes. Die Homilie in der Messe ist halt anders als sonstige Predigten dem Vorsteher der Messfeier vorbehalten, und das ist nunmal der bislang stets männliche Bischof oder Priester.

    Allerdings kann ja auch heute schon ein Zelebrant jemand anderen in seinem Namen predigen lassen, sei es einen anderen Priester (Gastprediger, Volksmissionar etc.) oder eben auch einen Diakon (der ja auch keiner Messe „als untrennbarer Einheit aus Wortliturgie und Eucharistischer Liturgie“ vorstehen kann). Ob der Zelebrant nicht auch eine Frau in seinem Namen in der Messe predigen lassen könnte, kann man auf dieser Schiene also nicht ausschließen, es sei denn man hängt das Geschlecht des Predigers ganz ganz hoch, was man aber glaube ich nicht muss.
    Derartigen Argumenten erteilt der Papst mit dieser Stellungnahme meine ich keine „Absage“, sondern eher eine Ermutigung, über diese Fragen nachzudenken.

    • Jürgen Erbacher
      Jürgen Erbacher
      14.05.2016, 8:15 Uhr.

      Der Blogbeitrag wurde geschrieben, als das Transkript noch nicht vorlagt und es nur Informationen bei Radio Vatikan sowie persönliche Gespräche mit Teilnehmerinnen gab. Nach Sichtung des Transkripts sieht es in der Tat anders aus. Es könnte also auch bei der Predigt in der Messe Bewegung geben.

      • Suarez
        14.05.2016, 12:02 Uhr.

        „Derartigen Argumenten erteilt der Papst mit dieser Stellungnahme meine ich keine „Absage“, sondern eher eine Ermutigung, über diese Fragen nachzudenken.“

        Das würde ich auch so sehen. Danke, Herr Erbacher, für Ihre Klarstellung.

    • Alberto Knox
      15.05.2016, 11:29 Uhr.

      allzu groß sind die liturgietheologischen probleme aber wohl nicht.
      1) konzelebranten und diakone können auch predigen.
      2) erst seit der liturgiereform von paul vi. ist die predigt wieder (am sonn- und feiertag verpflichtender, sonst empfohlener) bestandteil der messe; vorher unterbrach die homilie den messritus erlaubterweise „accidentaliter“.
      3) die verbindung von priesteramt und predigtdienst in der messe ist nicht iuris divini (göttlichen rechts), also problemlos änderbar.
      4) braucht das amt des priesters wirklich das alleinstellungsmerkmal des predigens in der eucharistie? das wäre ein armutszeugnis, wenn da nicht mehr an theologie wäre.

      es spricht kein sachgrund dagegen, theologisch und rhetorisch gut ausgebildete laiInnen auch predigen zu lassen. und wie schrieb der herausragende münsteraner philosoph und homiletiker klaus müller in seinem epochalen werk zur predigtkunde so schön (ich zitiere frei): „wieviele priester würden lieber, würden besser predigen, wenn sie wenigstens ab und zu selbst hörer des wortes sein könnten und nicht jeden sonntag predigen müssten.“

      • Wrightflyer
        21.05.2016, 14:14 Uhr.

        „„wieviele priester würden lieber, würden besser predigen, wenn sie wenigstens ab und zu selbst hörer des wortes sein könnten und nicht jeden sonntag predigen müssten.““
        Klingt logisch: Irgendwann kann auch dem besten Pfarrer nichts neues mehr einfallen!
        Als ich noch rk war habe ich in meiner alten Heimatgemeinde sogar ein paarmal eine Dame vorne predigen hören, das hat unser alter Pfarrer (den meine Eltern nie mochten weil er sich nichts merken konnte, den ich aber heute nachträglich doch sehr schätze) zugelassen.
        In der ak-Kirche habe ich allerdings noch keine Laienpredigt gehört. Aber die ak-Kirche hat ja auch Priester mit Zivilberuf, also solche Priester die das nicht jeden sonntag machen sondern mal den Pfarrer ablösen.

  • SuNuraxi
    13.05.2016, 14:32 Uhr.

    Sollte man eventuell nicht die ziemlich reißerische Überschrift ändern, nachdem der Wortlaut der Papstaussage mittlerweise veröffentlicht ist?

    • Suarez
      14.05.2016, 12:01 Uhr.

      Ich wüsste nicht, warum die Überschrift reißerisch ist und warum man sie ändern sollte. Stören kann sie ja nur die Feinde der Kirchenreform und der Gleichberechtigung von Mann und Frau in der Kirche.

      • SuNuraxi
        20.05.2016, 13:13 Uhr.

        Suarez, 14.05.2016, 12:01

        Wieso die Überschrift reißerisch ist? Informieren Sie sich mal, was der Papst wirklich gesagt hat. Er hat gemeint, dass man eine Kommission einrichten könnte, welche die Rolle der frühkirchlichen Diakoninnen untersucht (was man allerdings vor ca. 15 Jahren sowieso schon gemacht hat). Daraus den Schluss zu ziehen, dass es bald katholische Diakoninnen geben wird, ist so betrachtet doch ein bisschen voreilig, finden ich.

  • Brigitta
    13.05.2016, 16:02 Uhr.

    Endlich ist diese Diskussion auch im Vatikan ergebnisoffen angekommen. Ich freue mich

    • Alberto Knox
      14.05.2016, 10:22 Uhr.

      ich freue mich auch!

      • Wanda
        14.05.2016, 15:44 Uhr.

        – bestens !
        Will nur noch hinterherschieben: von Jesus weiss man, dass er auf Erden als Mann wirkte. Aber wie und was ist er in der Dreieinigkeit ?
        Gott ist angeblich Gott, d.h. doch wohl weder Mann noch Frau, oder ?
        Wo also ist das Problem in der röm.-kath. Kirche ?

        • Alberto Knox
          16.05.2016, 16:31 Uhr.

          „Aber wie und was ist er in der Dreieinigkeit?“ in der dreifaltigkeit ist ja „nur“ der logos, nicht die menschliche natur jesu (die natürlich männlich bleibt – was auch immer das genau in der ewigkeit zu bedeuten hat, da die verklärten auferstehungsleiber bestimmte merkmale wie raumzeitliche ausdehnung und damit natürlich auch hoden/penis und scheide/klitoris nicht mehr haben werden).
          ich bitte um genauere unterscheidung in der gotteslehre. jesus ist nicht einfachhin gott, sondern jesus ist als mensch mit gott hypostatisch geeint.

          • Wanda
            17.05.2016, 0:58 Uhr.

            … nicht (so) „einfachhin Gott“…, nett ausgedrückt !

        • Wrightflyer
          20.05.2016, 0:28 Uhr.

          @Wanda:
          Sie werden staunen: es war sogar ein Papst, nämlich der (leider!) Kurzzeitpapst Luciani, der gesagt hat: „Gott ist unser Vater, aber noch mehr ist er unsere Mutter!“
          Wie weit könnte die römisch-katholische Kirche heute sein, wenn der nur besser auf seine Gesundheit geachtet hätte? Tja…

          Tatsache ist:
          Gott ist nur in der Gestalt von Jesus eindeutig männlich, denn in dieser Gestalt ist er nicht nur ganz Gott sondern auch ganz Mensch und zum Menschsein gehört nunmal ein Geschlecht haben. Die anderen beiden Gestalten Gottes, der Schöpfer und der Heilige Geist, haben kein Geschlecht.
          Wir reden Gott kulturell geprägt in der Regel als den Vater an. So ist es auch bei mir. Etwas geschlechtsloses können wir Menschen nunmal nicht ansprechen. „Es“, so spricht man höchstens über kleine Kinder. ÜBER sie, nicht mit ihnen. Und als Vater nicht als Mutter, nun ja, es ist die kulturelle Prägung.

          • Alberto Knox
            20.05.2016, 21:57 Uhr.

            „Tatsache ist:
            Gott ist nur in der Gestalt von Jesus eindeutig männlich, denn in dieser Gestalt ist er nicht nur ganz Gott sondern auch ganz Mensch und zum Menschsein gehört nunmal ein Geschlecht haben. Die anderen beiden Gestalten Gottes, der Schöpfer und der Heilige Geist, haben kein Geschlecht.“

            gott ist auch in jesus ohne geschlecht, denn das geschlecht eignet nur der menschlichen, nicht der göttlichen natur christi. wäre nicht schlecht, sich mit den grundlagen der trinitätslehre zu befassen, besonders, wenn wir das hochfest der heiligen dreifaltigkeit am sonntag wieder feiern!

    • Silberdistel
      14.05.2016, 20:11 Uhr.

      Brigitta
      13.05. 16:02 h
      Ergebnisoffen?? Ein Relegationsspiel.

  • Silvia
    14.05.2016, 10:38 Uhr.

    Ich habe mich immer für die Frauenordination stark gemacht. Aber nicht um den Preis, die Kirche noch mehr zu spalten.

    Die Weiheämter sind keine Spielwiese für Feministinnen sondern ein Dienst am Volk Gottes und Dienst kommt von DIENEN.

    Und es regt mich wirklich auf, dass der Papst es schon wieder geschafft hat, Öl ins Feuer der innerkirchlichen Streitereien zu gießen.

    Und ich kann es immer nur wiederholen, wir haben sehr gut ausgebildete Frauen im kirchlichen Dienst mit weitreichenden Befugnissen.

    Ich bezweifle sogar die Notwendigkeit ständiger Diakone überhaupt, also der männlichen Diakone, weil es bis heute kein einheitliches Berufsbild für diesen Beruf gibt.

    Manche Katholiken können den geweihten Diakon nicht mal von Laien unterscheiden. Und wenn ich mir hier so einige Beiträge anschaue, dann habe ich den Eindruck, dass manche Frau gar nicht genau weiß, worum es wirklich geht.

    • Alberto Knox
      16.05.2016, 16:36 Uhr.

      die kirche wird ja, das muss man ehrlichkeitshalber sagen, nicht von den progressiven gespalten, sondern von den reaktionären. ein blick in die kirchengeschichte lehrt das (z.b. der arianische streit – die „arianer“ und was man alles darunter subsumiert, wollten die ergebnisse der vertieften theologischen reflexion auf die person jesu einfach nicht mittragen).

      • Silvia
        17.05.2016, 16:36 Uhr.

        Alberto Knox
        16.05.2016, 16:36 Uhr.
        „die kirche wird ja, das muss man ehrlichkeitshalber sagen, nicht von den progressiven gespalten, sondern von den reaktionären.“

        Ich denke, dass die potienziellen Kirchenspalter an BEIDEN extremen Rändern zu finden sind. Linksaußen genauso wie rechtsaußen.

        Aber wie auch immer, Aufgabe des Petrusamtes ist es, die Einheit zu wahren und nicht, neue Spaltungen zu riskieren.

        • Alberto Knox
          18.05.2016, 12:43 Uhr.

          dann zeige mir @silvia die kirchenspaltung, die von nicht-konservativer seite in den letzten 2000 jahren betrieben worden ist. auch die altkatholiken sind in diesem sinne konservativ – sie wollten den status von vor 1870 bewahren. sie haben aber eine ganz gute, uns römische katholiken durchaus inspirierende entwicklung genommen.

          • Silvia
            20.05.2016, 15:50 Uhr.

            Alberto Knox
            18.05.2016, 12:43 Uhr.
            „dann zeige mir @silvia die kirchenspaltung, die von nicht-konservativer seite in den letzten 2000 jahren betrieben worden ist.“

            Die Lutheraner und sämtliche andere reformatorische Kirchen (z.B. Calvinisten).

          • Wrightflyer
            21.05.2016, 13:52 Uhr.

            Daumen hoch, vielen Dank, Herr Knox, genauso ist es!

            Mir gefällt ja am altkatholisch sein gerade auch ein gewisser Purismus… der Glaube ist vielleicht sogar ein bischen strenger, ein bischen puristischer. Trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, ist die ak-Kirche reform- und entwicklungsfähiger.

  • Silvia
    14.05.2016, 11:54 Uhr.

    Auf Radio Vatikan ist zu lesen, dass es bereits 2002/2003 eine Kommission gab, die sich mit dem Diakonat (insgesamt, für Männer und Frauen) in der Frühen Kirche beschäftigt hat.

    Der springende Punkt dabei ist, dass nicht historisch geklärt werden konnte, ob die Diakonissen (so wurden sie in der Frühen Kirche offenbar genannt) eine Weihe vergleichbar der Weihe der männlichen Diakone erhalten haben oder nicht.

    Das Zünglein an der Waage ist also die Frage der WEIHE!

    Ferner möchte ich zu bedenken geben, dass man seinerzeit, als das VatII den ständigen Diakonat für verheiratete Männer (wieder) zugelassen hat, davon ausgegangen ist, dass dies nur der erste Schritt hin zu verheirateten Priestern sein. Was dann aber leider nicht der Fall war.

    Und noch etwas: Verheiratete Männer können zwar zum ständigen Diakon geweiht werden, aber ein einmal geweihter Mann darf nach der Weihe nicht mehr heiraten, auch nicht, falls seine Ehefrau sterben sollte.

    Dies würde im Fall des Falles dann auch für Diakoninnen gelten, falls sie denn eine sakramentale Weihe erhalten sollten und dürfte den Jubel wohl etwas dämpfen.

    • Alberto Knox
      16.05.2016, 16:37 Uhr.

      „Und noch etwas: Verheiratete Männer können zwar zum ständigen Diakon geweiht werden, aber ein einmal geweihter Mann darf nach der Weihe nicht mehr heiraten, auch nicht, falls seine Ehefrau sterben sollte.“

      das stimmt so einfach nicht. natürlich kann der papst eine entsprechende ehe erlauben.

      „Dies würde im Fall des Falles dann auch für Diakoninnen gelten, falls sie denn eine sakramentale Weihe erhalten sollten und dürfte den Jubel wohl etwas dämpfen.“

      nein, würde es nicht automatisch. außerdem ist die zölibatsverpflichtung ja auch bedenkbar.

      • Silvia
        17.05.2016, 11:06 Uhr.

        Alberto Knox
        16.05.2016, 16:37 Uhr.

        Ja eben, wenn der Papst einen – z.B. verwitweten Diakon – von der Zölibatspflicht suspendiert, aber das hängt vom Papst ab.

        Eine Wiederheirat wie jedem NORMALEN Witwer ist einem Diakon eben NICHT möglich.

        • Alberto Knox
          18.05.2016, 12:40 Uhr.

          der papst DISPENSIERT von der zölibatsverpflichtung (eine suspension ist etwas ganz anderes) und er macht das im beschriebenen fall regelmäßig.

    • Wanda
      16.05.2016, 19:38 Uhr.

      – was sind das nur für dümmliche Regeln ? Mit Ehefrau ist ein Mann nach entsprechender Weihe in der Lage als Diakon zu wirken, nach deren Tod aber nur als Witwer, d.h. mit einer neuen Ehefrau aber nicht ?
      Mit teuflischer Sicherheit ist das keine göttliche Logik sondern nur die einer zölibatären Männerkaste, denen der Hl. Geist fehlt…

      • Silvia
        17.05.2016, 11:14 Uhr.

        Wanda
        16.05.2016, 19:38 Uhr.

        Meines Wissens nach hängt das damit zusammen, dass es sozusagen Sakramente gibt, die höherwertiger sind als andere.

        Dh., die sakramentale Weihe der Kleriker (vom Diakon an aufwärts) ist höherwertiger als das Ehesakrament.

        Sollte ich mich bei meiner Erklärung irren, bitte ich die Moderation um Berichtigung.

        In den orthodoxen Kirchen und den mit Rom vereinten Ostkirchen ist es meines Wissens nach genauso. Dort gibt es ja verheiratete Priester, die müssen aber VOR der Priesterweihe heiraten, danach geht nicht mehr. Und dürfte auch für verwitwete Priester gelten, es sei denn, sie bekommen eine Ausnahmegenehmigung.

        Wie gesagt, es gilt wohl so eine Art Hierarchie bei den Sakramenten.

        Das sage ich aber unter Vorbehalt, weil ich mir nicht ganz sicher bin.

        • Jürgen Erbacher
          Jürgen Erbacher
          18.05.2016, 15:25 Uhr.

          Von einer hierarchischen Unterscheidung der Sakramente, in dem von Ihnen benannten Sinn, ist mir nichts bekannt. Es gibt durchaus verschiedene Einteilungen der sieben Sakramente. Diese verlaufen aber anders. So unterscheidet der Katechismus der Katholischen Kirche zwischen den drei Sakramenten, die nur einmal gespendet werden können (Taufe, Firmung, Weihe) und denen, die wiederholt gespendet werden können (Eucharistie, Beichte, Krankensalbung, Ehe). Daneben findet sich in der Theologie verschiedentlich die Unterscheidung nach „sacramenta maiora“, damit sind Taufe und Eucharistie gemeint, und „sacramenta minora“, damit sind die übrigen Sakramente gemeint.

          • Silvia
            18.05.2016, 18:44 Uhr.

            Jürgen Erbacher
            18.05.2016, 15:25 Uhr

            Danke für die klarstellung.

            Weiß man denn, warum nach der Diakonenweihe normalerweise keine Heirat mehr möglich ist?

          • Alberto Knox
            19.05.2016, 19:13 Uhr.

            nach einer weihe ist deswegen ein eheschluss nicht mehr möglich, weil die weihe – ebenso wie z.b. nahe blutsverwandtschaft – ein ehehindernis darstellt. allerdings – anders als bei der nahen blutsverwandtschaft – kann der papst von diesem ehehindernis dispensieren. übrigens bei allen drei weihen (diakon, priester, bischof). das ist auch schon vorgekommen bzw. öfter angedacht worden. z.b. als die bairischen wittelsbacher ausstarben hat der letzte kurfürst-erzbischof von köln – wiewohl geweiht – überlegt, ob er sich dispensieren lässt, um legitime männliche kinder zeugen zu können.
            es geht ja nur um die gültigkeit einer kirchlichen ehe. ein priester kann ohne vorhergehende dispens nur einen eheSCHLUSS VERSUCHEN. eine gültige ehe kann nur nach dispens des papstes (derzeit nur nach ausscheiden aus dem priesteramt) eingegangen werden.

    • Wrightflyer
      20.05.2016, 0:14 Uhr.

      Die ak-Kirche und die anglikanische Kirche haben sich erst Mitte der 1990er dazu durchgerungen die Weiheämter von Diakon bis Bischof für Frauen zu öffnen. Die EKD kennt, glaube ich, seit den 1980ern Pfarrerinnen, aber es war damals in vielen evangelischen Gemeinden noch das was man in meiner zweiten Heimat Aggewars nennt, eine Pfarrerin durchzusetzen.

      Die römisch-katholische Kirche braucht nach der langen Phase der Lethargie, nach einem aus dem Ruder gelaufenen Papsttum (erkennbar daran daß noch in meiner Jugend der größte Teil der Kirchenbasis garnicht wusste daß es zum Unfehlbarkeitsdogma die zwingende Einschränkung gibt daß ex cathedra drunterstehen muss) und angesichts der Tatsache daß sie die größte und kulturell verschiedenste Konfession ist natürlich deutlich länger als die oben genannten Kirchen.
      Der Prozess ist jetzt gerade erst am Anfang. Und er braucht vor allem Realismus, Geduld und ein Hören auf den Heiligen Geist.

      • Silvia
        20.05.2016, 10:30 Uhr.

        Alberto Knox
        19.05.2016, 19:13 Uhr.
        „nach einer weihe ist deswegen ein eheschluss nicht mehr möglich, weil die weihe – ebenso wie z.b. nahe blutsverwandtschaft – ein ehehindernis darstellt.“

        Und WARUM stellt eine Diakonsweihe eine Ehehindernis dar?

        DAS war der Kern meiner Frage!

        • Alberto Knox
          20.05.2016, 18:29 Uhr.

          kirchenrechtliche festlegung. revidierbar.

  • Silvia
    16.05.2016, 19:16 Uhr.

    Suarez
    14.05.2016, 12:24 Uhr. (Thema Piusbruderschaft)
    Keine Antwort???

    Ich habe das Hickhack damals um die Piusbruderschaft sehr genau verfolgt, aber nach ziemlich genau vier Jahren kann ich nicht mehr dezidiert die Quellen benennen.

    Es gab auf der Homepage der Piusbruderschaft immer wieder Infos über den Stand der Verhandlungen und ich meine, auch auf Radio Vatikan.

    Was ich noch genau weiß: Der damalige Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Levada, hat im Auftrag von Papst Benedikt eine Präambel erarbeitet oder erarbeiten lassen, eventuell von der Ecclesia Dei – Kommission, die die Piusbruderschaft hätte unterschreiben müssen.

    Es ging um die Anerkennung des Vat II in ALLEN Punkten, speziell die Dokumente zur Religionsfreiheit, zur Aussöhnung mit dem Judentum und der Novus Ordo – Messe.

    Die Piusbruderschaft hat mehrmals Textkorrekturen eingereicht.

    Kurz vor Pfingsten 2012 ging das Gerücht durch die Medien, Papst Benedikt wolle die Piusbruderschaft am Pfingstsonntag wieder in die Kirche aufnehmen, ohne dass die diese Präambel unterzeichnet hätten.

    Daraufhin wandte sich die Glaubenskongregation an die Öffentlichkeit – ein damals noch total ungewöhnliches Vorgehen – und erklärte, sie hätten dem Papst von diesem Schritt abgeraten, könnten ihn aber nicht daran hindern, es doch zu tun.

    Benedikt nahm dann wohl Abstand von diesem Schritt und die Verhandlungen kamen zum Erliegen, zumal Anfang Juli 2012 Müller Präfekt der Glaubenskongregation wurde und der der Piusbruderschaft alles andere als gewogen ist.

    Mehr weiß ich nicht mehr! Näheres könnte man vielleicht von Radio Vatican erfahren, z.B. den Text der damaligen Präambel.

    Da im unteren Thread die Kommentarfunktion bereits geschlossen ist, bitte ich hier um Veröffentlichung.

    • Silvia
      17.05.2016, 13:20 Uhr.

      Gerade eben habe ich entdeckt, dass es auf katholisch.de einen aktuellen Artikel zu den Einigungsbemühungen mit der Piusbruderschaft gibt und da werden auch die diesbezüglichen Vorgänge unter Papst Benedikt noch mal erwähnt und die kürzlich in Rom kursierenden Spekulationen über eine MÖGLICHE Vorgehensweise von Papst Franziskus.

      Nach wie vor SCHEINT Alles offen zu sein.

      • Silvia
        17.05.2016, 13:28 Uhr.

        Und auf Radio Vatikan finden sich aktuelle Äußerungen von Papst Franziskus aus einem neuen Interview zu den Einigungsbemühungen mit der Piusbruderschaft.

        Und ich wette, wenn ein Theologe wirklich Interesse an der unter Papst Benedikt erarbeiteten Präambel hat, lässt sich dieser Text auch noch finden.

        Einfach mal bei P. Hagenkord nachfragen!!!!!

        Ich habe jetzt Alles, was mir (noch) möglich war, zu diesem Thema zusammen getragen als Antwort auf die Frage im geschlossenen Thread!

        • Jürgen Erbacher
          Jürgen Erbacher
          18.05.2016, 15:19 Uhr.

          Ich habe bisher noch niemanden gefunden, der die Präambel wirklich kennt. Ganz so einfach ist es nicht, den Text zu bekommen.

    • Alberto Knox
      17.05.2016, 13:30 Uhr.

      „hat von der Glaubenskongregation und deren Unterbehörde mehrmals einen hieb – und stichfesten Text ausarbeiten lassen“ so im originalwortlaut silvia, die oben ziemlich genau die diskussion der letzten jahre wiedergibt. allerdings kann man sehen („Mehr weiß ich nicht mehr!“), dass das urteil über den text nicht haltbar ist. einen text, den man gar nicht kennt (und den damalige beobachter als windelweich fürchteten) als „hieb- und stichfest zu bezeichnen“, empfinde ich als unangemessen und sachlich falsch. es ging viel mehr darum, den papst in ein schlechtes licht zu rücken, der mittlerweile klar stellung bezogen hat -katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/franziskus-will-dialog-mit-piusbrudern-fortsetzen- und sich offen zu einem divide et impera bekennt. im übrigen gilt ja weiterhin die frage: wollen die piusbrüder überhaupt zurück in eine kirche, in der geschiedene wiederverheiratete die kommunion bekommen, über den diakonat der frau offen diskutiert wird und sich der papst nicht an liturgische regeln hält, die schon bei der verabschiedung obsolet waren (fußwaschung auch für nichtchristen)? so wie diese leute gestrickt sind, wage ich die prognose: nein.

    • Suarez
      17.05.2016, 14:02 Uhr.

      Silvia
      16.05.2016, 19:16 Uhr.

      Doch eine Antwort. Aber eine, die mir nicht genügt und von einem La-Croix-Interview wohl schon überholt sein dürfte (da man keine links mehr einfügen darf: La Croix, Francois und Pius in eine Suchmaschine eingeben ;-).

      Wie @Silvia einen ihr unbekannten Text als hieb- und stichfest bezeichnen kann, erschließt sich mir gar nicht. Kein Literaturwissenschaftler, Theologe oder Philosoph kann so etwas. Ich mache mir keine Sorgen über das Verhältnis von Papst und Piussen. Den der aktuelle Papst steht im Gegensatz zu seinem Vorgänger ganz auf dem Boden des 2. Vatikanischen Konzils und will es nicht rückgängig machen.

      Der Papst hat übrigens Stellung bezogen:
      „I believe, as I said in Argentina, that they [die Piusbrüder] are Catholics on the way to full communion.“

      Sie stehen also derzeit nicht in voller Gemeinschaft.

      „Would you be ready to grant them the status of a personal prelature?

      Pope Francis: That would be a possible solution but beforehand it will be necessary to establish a fundamental agreement with them. The Second Vatican Council has its value.“

      Ich würde in Zukunft einfach weniger den […]* Träumen von katholisches.info und auch nicht der FAZ trauen. Aus mir unverständlichen Gründen hat der sonst so geschätzte D. Deckers eine, wie ich finde, Obsession entwickelt, hinter jeder Äußerung des Papstes Planlosigkeit entdecken zu WOLLEN.

      *Der Beitrag wurde wegen des Verstoßes gegen die Netiquette editiert.

    • Wanda
      17.05.2016, 16:56 Uhr.

      Silvia:
      – das ist auch mein letzter Kenntnisstand der Dinge (allerdings aus der gängigen Presse). Danach verlautete merkwürdigerweise nichts mehr, jedenfalls nichts aus kirchlichen Quellen. Nur noch Geraune…

      • Silvia
        19.05.2016, 14:47 Uhr.

        Auf katholisch.de kann man heute lesen, dass sich auch das ZDK besorgt über den neuen Dialog mit der Piusbruderschaft äußert, ganz besonders wegen des Dialogs mit dem Judentum und der dabei erreichten Fortschritte.

        Man hat dort wohl die Befürchtung, dass dieser Punkt des Konzilsfokuments Nostra aetate (.u.a.) zur Disposition stehen könnte.

        Diese Befürchtung teile ich, ebenfalls u.a.

        Aber gerade was das Verhältnis der Kirche zum Judentum angeht, wäre das, nicht zuletzt angesichts eines neuen Antisemitismus, den wir heute erleben, ein verheerendes Zeichen.

    • Wrightflyer
      19.05.2016, 23:41 Uhr.

      Während der Amtszeit Benedikt hatte die Sache mit den Piusbrüdern eine sehr große Bedeutung, da das Empfinden daß er bzw. der Vatikan sich mehr um solch kleine Ultrareaktionäre Gruppen als um die Sorgen und anliegen der „Alltagskatholiken“ kümmerte nicht von der Hand zu weisen war.
      Das ist unter Franziskus nicht so, im Gegenteil! Der nimmt die Kirchenbasis bei weitem ernster als seine ganze Kurie und weiß ganz genau was der „Alltagskatholik“ für Sorgen hat. Daher braucht man auch den Piusbrüder keine größere Bedeutung mehr zu geben als sie verdienen und kann sie als das sehen was sie sind: Eine sehr kleine sehr seltsame Truppe die sich von der rk-Kirche abgespalten hat.

  • Silberdistel
    17.05.2016, 1:00 Uhr.

    Wanda
    14.05. 15:44 h
    Andere Dimension/en lassen sich halt schlecht nachvollziehen.

  • Silvia
    17.05.2016, 12:54 Uhr.

    Ich möchte generell noch etwas zum ständigen Diakonat (der Männer) sagen:

    Die allermeisten ständigen Diakone sind „Diakon im Zivilberuf), dh., sie üben hauptberuflich ihren bürgerlichen Beruf, mit dem sie ihren Lebensunterhalt verdienen, weiter aus.

    Die Tätigkeit als Diakon nur neben – oder ehrenamtlich.

    Es gibt auch hauptamtliche ständige Diakone, in meiner Seelsorgeeinheit gibt es zwei davon.

    Die dürfen ab und zu mal in der Eucharistiefeier predigen, ansonsten üben sie soziale Tätigkeiten aus, sind also so Art „Gemeindesozialarbeiter“, deren Tätigkeiten problemlos auch von Pastoral – und Gemeindereferenten/innen übernommen werden können.

    Einer unserer Diakone leitet seit zwei Jahren ein Projekt der „offenen Kirche“, eine wichtige und verantwortungsvolle Tätigkeit, die nach seiner Pensionierung eine Pastoralreferentin übernehmen wird, die im Herbst beginnt um sich schon mal entsprechend einarbeiten zu können.

    Das Problem beim ständigen Diakonat stellt sich für mich so dar, dass es bis heute keine einheitliche Stellenbeschreibung für diese Berufsgruppe gibt, von daher können die Tätigkeiten der Diakone – mit Ausnahme der Predigt in der Eucharistiefeier – jederzeit von anderen Berufsgruppen übernommen werden.

    Etwas, was ich als sehr unbefriedigend empfinden würde, wenn ich davon betroffen wäre. Und dafür die Zölibatsverpflichtung zu übernehmen, wäre nichts für mich.

    Dass die Gruppe der ständigen Diakone (meist im Zivilberuf) trotzdem wächst, ist mir ein Rätsel.

    Für mich ist dieser Beruf nichts Halbes und nichts Ganzes.

    • Alberto Knox
      18.05.2016, 12:35 Uhr.

      „Das Problem beim ständigen Diakonat stellt sich für mich so dar, dass es bis heute keine einheitliche Stellenbeschreibung für diese Berufsgruppe gibt, von daher können die Tätigkeiten der Diakone – mit Ausnahme der Predigt in der Eucharistiefeier – jederzeit von anderen Berufsgruppen übernommen werden.
      Etwas, was ich als sehr unbefriedigend empfinden würde, wenn ich davon betroffen wäre. Und dafür die Zölibatsverpflichtung zu übernehmen, wäre nichts für mich.“

      vielleicht lässt es die caritas, also die tätige nächstenliebe, gar nicht zu, eine einheitliche stellenbeschreibung einzuführen. ich bin froh, dass es eine weiheamt in der kirche gibt, dass so flexibel gehandhabt wird. übrigens war das früher auch bei priestern so: vom biologieprofessor bis zum stubengelehrten, vom gemeindepfarrer bis zum stiftskapitular war da alles dabei. und was hat sie geeint: das messelesen. mehr war da nicht.
      übrigens sind ständige diakone NICHT, wie @silvia schreibt, zölibatsverpflichtet.

      • Silvia
        19.05.2016, 20:55 Uhr.

        Alberto Knox
        18.05.2016, 12:35 Uhr

        Der ständige Diakon IST zum Zölibat verpflichtet. Er darf zwar vor der Weihe heiraten aber NICHT MEHR DANACH!

        Und die DISPENZ für verwitwete Diakone wird eben nur in begründeten AUSNAHMEfällen erteilt.

        Also immer schön bei der Wahrheit bleiben, auch wenn die weh tut.

        • Alberto Knox
          20.05.2016, 18:31 Uhr.

          ein ständiger diakon ist nicht zum zölibat verpflichtet. zölibat kommt aus dem lateinischen und heißt „ehelos“. ständige diakone sind in überwältigender anzahl verheiratet. die sind weder ehelos noch leben sie so – ich gehe davon aus, dass sie mehr oder weniger guten sex mit ihren ehefrauen haben.

    • Wrightflyer
      19.05.2016, 23:29 Uhr.

      Warum soll die Gruppe der Diakone nicht wachsen? Sich Gott für den Dienst an den Mitmenschen geschenkt haben kann ein sehr erfüllendes Leben sein!
      Daß es mehr Diakone werden zeigt doch daß es immernoch Menschen gibt die im geweihten Leben für Gott und die Menschen ihren Lebenstraum sehen und damit glücklich sind! Und das ist absolut gut so!
      Die Frage stellt sich hier, was mit dem Priesteramt nicht stimmt, warum das so massiv schrumpft.

      Die altkatholische Kirche kennt übrigens auch Priester mit Zivilberuf (seit der letzten oder vorletzten Synode „Priester im Ehrenamt“ genannt, was mir persönlich NICHT gefällt) und macht auch gute Erfahrungen damit.

      • Silvia
        20.05.2016, 16:01 Uhr.

        Wrightflyer
        19.05.2016, 23:29 Uhr.

        Dass die ak Kirche auch Priester im Zivilberuf kennt, ist mir bekannt. Könnte vielleicht daran liegen, dass diese kleine Konfession weniger Geld hat als die rk Kirche.

        In der rk Kirche hat der HAUPTBERUFLICHE Diakon durchaus eine Berechtigung in Zeiten des Priestermangels.

        Aber DIESE Gruppe von ständigen Diakonen wächst leider nicht!

      • Alberto Knox
        20.05.2016, 18:45 Uhr.

        „Die Frage stellt sich hier, was mit dem Priesteramt nicht stimmt, warum das so massiv schrumpft.“

        weil sich kaum jemand auf so etwas unklares mit dem handicap offiziell keineN partnerIn zu haben einlassen will. ich hab’s mir auch überlegt. aber ich mache seelsorge für 1500-2000 menschen, nicht für 20000 – das ist ja irre. noch dazu, wenn man von den ordinar(r)iaten nur für eine verwaltungsnummer gehalten wird.

  • Silvia
    18.05.2016, 11:54 Uhr.

    Suarez
    17.05.2016, 14:02 Uhr.

    Ich habe den text damals sehr wohl gelesen und demnach auch gekannt, allerdings nicht auswendig gelernt, sodass ich ihn hier nach vier(!!!!) Jahren nicht wiedergeben kann, habe aber darauf hingewiesen, wo man ihn vielleicht noch bekommen kann.

    Für einen Berufstheologen dürfte das ganz einfach sein!

    • Silvia
      18.05.2016, 11:59 Uhr.

      Alberto Knox
      17.05.2016, 13:30 Uhr.

      Wie gesagt, ich KANNTE den Text DAMALS! Auswendig gelernt habe ich ihn nicht! Die Herren Fachtheologen müssten ihn aber eigentlich kennen.

      • Alberto Knox
        19.05.2016, 19:06 Uhr.

        „Wie gesagt, ich KANNTE den Text DAMALS!“

        man kann den text auch damals nicht gekannt haben. er wurde schlicht nicht veröffentlicht.

        • Silvia
          20.05.2016, 10:32 Uhr.

          Alberto Knox
          19.05.2016, 19:06 Uhr.

          Die Piusbruderschaft hat den Text aber damals auf ihrer Homepage veröffentlicht!

          • Alberto Knox
            20.05.2016, 17:54 Uhr.

            nein, hat sie nicht. der text war und ist vertraulich.

  • Silvia
    18.05.2016, 18:50 Uhr.

    Interessanter Weise relativiert man auf katholisch.de den dortigen Bericht von voriger Woche zum Diakonat der Frau.

    Inzwischen geht man dort offenbar davon aus, dass es dem Papst vor allem darum geht, das Frauendiakonat in der Frühen Kirche zu klären.

    Übrigens findet sich dort auch ein Artikel über den ständigen Diakonat der Männer und die Ausbildungswege dorthin.

    Eine mögliche Variante der theologischen Ausbildung ist u.a. der Würzburger Kurs „Theologie im Fernstudium“, den ich auch teilweise gemacht habe. Also so ganz wertlos ist der nicht, wie hier mal jemand suggeriert hat.

    • Wrightflyer
      19.05.2016, 22:54 Uhr.

      Man wirbt erfolgreicher für solch einen Fernkurs wenn man diejenigen die eine andere Ausbildung gemacht haben NICHT arrogant und von oben herab runterputzt! Möchte ich nur mal erwähnt haben. Speziell dann wenn es sich ebenfalls um Akademiker, z.B. Ingenieure, handelt.

      Und was das Diakonat für römisch-katholische Frauen angeht: Die Diskussion steht gerade erst am Anfang. Weder katholisch.de noch irgendwelche selbsternannten Vatikanorakel können jetzt schon ein Endergebnis festlegen.
      Nach der langen Zeit in der die Diskussion über Weiheämter für Frauen unterdrückt war muss erstmal die Wahrheit auf den Tisch wie die römisch-katholische Kirche insgesamt darüber denkt. Das weiß nämlich niemand.

      Es wäre mir lieb wenn in diesem Blog nicht ständig Nebensächlichkeiten zu Mammuts aufgeblasen würden. Die viel wichtigere Frage lautet: Ist der Wunsch nach den Weiheämtern für Frauen in der römisch-katholischen Kirche stark und flächendeckend oder ist die Furcht davor stärker? Was denken die Lateinamerikaner, Afrikaner oder Chinesen darüber?

      • Silvia
        20.05.2016, 10:34 Uhr.

        Wrightflyer
        19.05.2016, 22:54 Uhr.
        „Man wirbt erfolgreicher für solch einen Fernkurs wenn man diejenigen die eine andere Ausbildung gemacht haben NICHT arrogant und von oben herab runterputzt! Möchte ich nur mal erwähnt haben. Speziell dann wenn es sich ebenfalls um Akademiker, z.B. Ingenieure, handelt“

        Ich WOLLTE aber gar nicht WERBEN! Wer sich für theologische Weiterbildung interessiert, kann heute dank Internet selbst alle Informationen finden!

  • Wrightflyer
    19.05.2016, 0:27 Uhr.

    Zum Thema Piusbrüder:
    […]*

    Ich halte Benedikts Zugehen auf die Piusbrüder noch immer für ein fatales Signal, weil es eine jahrelange Vorgeschichte gab in der reformorientierte Einzelpersonen und Gruppen aus Rom ständig nur „Haltet die Fresse!“ und Maulkörbe und eisiges Schweigen bekamen. Die Abspaltung dieser Reaktionäre hat ihm wehgetan, aber der Weggang zahlreicher enttäuschter römischer Katholiken war ihm gleichgültig? Bei Franziskus gibt es diese Vorgeschichte nicht, deswegen kann man unter ihm die Piusbrüder als das nehmen was sie sind: Eine sehr kleine sehr seltsame Gruppe die sich selbst entscheiden muss ob sie das Zweite Vatikanum anerkennt oder weiter ihren eigenen „Laden“ betreibt.

    *Der Beitrag wurde wegen des Verstoßes gegen die Netiquette editiert.

    • Alberto Knox
      20.05.2016, 3:01 Uhr.

      das sehe ich auch so – franziskus hat einen guten freund, der rabbi ist, mit dem er einen interviewband veröffentlicht hat. er kennt und schätzt das judentum. das kann man so einfachin von ratzinger, der nachweislich seines lthk2-artikels der mittlerweile als antijudaistisch anerkannten substitutionstheorie anhängt (so jürgen kroth und gewichtiger: hubert frankemölle) und auch im als rechtsextrem gewerteten aulaverlag publiziert hat, weißgott nicht sagen. wenn b16 die piusbrüder (oder die piusbrüder b16?) in die katholische kirche aufnehmen wollte, war das ein zeichen für seine rechte gesinnung und seine abneigung gegen das zweite vatikanische konzil. wenn franziskus die piusbrüder umgarnt, dann, weil er sie zu tode liebt. das ist ein eminenter unterschied.

    • Wanda
      20.05.2016, 14:21 Uhr.

      Wrightflyer 0:27
      – Waren Sie nicht vorher über die Piusbrüder absolut anderer Meinung ? Und jetzt plötzlich sind sie für einen franziskusgemäss sanften Umgang mit diesen ultrakonservativen Betonköpfen ?
      Oh Herr, ein Wunder (wie bei Monty Phyton)…

      • Wrightflyer
        21.05.2016, 12:42 Uhr.

        Nein, meine Haltung gegenüber den Piusbrüdern hat sich NICHT geändert! Das ist ein Missverständnis.
        Es geht mir um die jeweilige Haltung von Benedikt und Franziskus zu ihrer gesamten Kirche. Es spielt schon eine Rolle, WARUM jemand etwas tut. Unter Benedikt war es so daß dieser sich den Piusbrüdern zuwandte und Schmerz über die Trennung ausdrückte, aber eine überwiegende Mehrheit sich nach Reformen sehnender Katholiken bestenfalls mit Gleichgültigkeit, wenn nicht mit eiskalten Abfuhren aus dem Vatikan abgefertigt wurde. Was musste man damals dazu empfinden wenn man römischer Katholik war? Franziskus dagegen hat Reforminitiativen die Tür weit geöffnet -was sich an Reformen letzten Endes verwirklichen lässt hängt allerdings nicht allein an ihm- und jeder weiß inzwischen daß er die Kirchenbasis wesentlich ernster nimmt als seine Kurie. Daher sagt allein schon die Logik daß sein Zugehen auf die Piusbrüder aus einer anderen Motivlage kommen muss das die Initiative von Benedikt.

        Um die Piusbrüder an sich geht es mir also garnicht. Sie sind eigentlich nicht sonderlich wichtig sondern nur sehr seltsam. Es geht mir darum ob der Papst eine kleine Gruppe bevorzugt und für die Anliegen der Mehrheit kein Gehör hat oder ob er jemand ist der Brücken nach ALLEN Seiten baut, was eigentlich seine ursprüngliche Aufgabe ist, und wo eben auch die Piusbrüder dabei sind.

  • Wrightflyer
    19.05.2016, 0:46 Uhr.

    Es war interessant, mit einem evangelischen guten Freund über das Thema Weiheämter für Frauen in der römisch-katholischen Kirche zu diskutieren (in der altkatholischen haben wir sie ja schon) und festzustellen, daß wir weitgehend einer Meinung sind.
    Schottland muss dringend wieder ein Unabhängigkeitsreferendum durchführen, da sind wir nämlich komplett verschiedener Meinung…

    Wir stimmen beide darin überein daß die kompletten Weiheämter für Frauen kommen werden. Aber sie werden erst kommen wenn die römisch-katholische Kirche dafür bereit ist ohne daß es sie dadurch zerreißt, keinen Tag vorher. Das wird mit Sicherheit noch Jahre dauern, wir müssen damit rechnen daß es nicht mehr zur Amtszeit von Franziskus geschehen wird. Ein Papst der sich im ursprünglichen Sinn seines Amtes versteht, nämlich als Brückenbauer, wird hier kein Schisma riskieren.

    Justin Welbys Kampf für die anglikanische Bischofsweihe für Frauen ging schonmal nicht ohne Schlammschlacht.

    Ob Franziskus wirklich komplett gegen die Priesterweihe für Frauen ist, sehen wir beide nicht als eindeutig gegeben. „Diese Tür ist zu!“ verstehen wir beide jedenfalls nicht als Ausdruck von jemandem der innerlich definitiv hinter einem Verbot steht.
    Aber es kommt in dieser Frage auch nicht auf Franziskus an, sondern auf die rk-Kirche insgesamt.

    Die Diakoninnenweihe wäre erstmal der Spatz in der Hand. Und ob man den wegschmeißen will, nun…
    Offen gestanden möchte ich weder einen Mann noch eine Frau als Priester sehen der/die Diakon sein für unter seiner/ihrer Würde hält.

    • Alberto Knox
      20.05.2016, 21:55 Uhr.

      „„Diese Tür ist zu!“ verstehen wir beide jedenfalls nicht als Ausdruck von jemandem der innerlich definitiv hinter einem Verbot steht.“

      das sehe ich auch so. türen in verschlossenem zustand erfüllen ja gerade NICHT ihre funktion. und: ich meine auch, dass ALLE weiheämter auch für frauen offenstehen müssen und werden. die radikale gleichheit in allem wesentlichen von mann und frau, die ja gerade auch paulus lehrt, ist da zwingend.
      je länger, desto mehr bin ich dankbar für die offenen, aber sehr wohl abgewogenen formulierungen von papst franziskus. er ist keineswegs theologisch unbedarft (ebensowenig wie es johannes xxiii. war, der von der kurie als hinterwäldlerischer bauerntrampel angesehen wurde), sondern hat seine theologie ordentlich „verdaut“ und kann sie unter guter beratung auch einsetzen. es ist ja gerade NICHT seines amtes durch glasklare abgrenzungen möglichst viele auszuschließen, um einige wenige auf spur zu halten, sondern die botschaft christi möglichst vielen, ja allen plausibel zu machen (soweit das menschen können). sein vorgänger saß ja dem spalterischen irrtum auf, möglich scharf abzugrenzen (obwohl mir ein bekannter professor einmal deutlich sagte, dass die begriffliche schärfe ratzingers stärke nicht war).
      fakt ist auch: der derzeitige papst schätze die deutsche theologie und kirche so wie seit pius xii. kein papst mehr dies tat!

  • Silvia
    19.05.2016, 20:59 Uhr.

    Wrightflyer
    19.05.2016, 0:46 Uhr.

    „Offen gestanden möchte ich weder einen Mann noch eine Frau als Priester sehen der/die Diakon sein für unter seiner/ihrer Würde hält.“

    Und wer hat das behauptet? ICH jedenfalls nicht! Ich habe nur gesagt, dass ICH keine Diakonin sein möchte. Aber seit wann bin ich Pfarrerin?

  • Silvia
    20.05.2016, 21:14 Uhr.

    Auf der Homepage der Piusbruderschaft findet sich ein Interview mit Fellay vom 13. Mai, in dem ganz Erstaunliches über den Stand der derzeitigen Gespräche mit Rom mitgeteilt wird.

    Wohlgemerkt aus der Sicht von Fellay!

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