Habt keine Angst vor dem Neuen!

Mit diesem eindringlichen Appell hat heute der Generalrelator der Synode, Kardinal Claudio Hummes, die Beratungen eröffnet. Zuvor hatte Papst Franziskus betont, dass es bei den Beratungen um vier Dimensionen gehe: die pastorale, die kulturelle, die soziale und die ökologische. Wie schon bei den früheren Synoden ermutigte er zur freimütigen Rede, ermahnte aber zugleich zum demütigen Zuhören stets im Bewusstsein, „ich weiß nicht alles“. Eine Synode sei ein Prozess, in dem es nicht darum gehe, wer der Stärkere sei. Beeindruckend war am Morgen das Gebet zur Eröffnung der Beratungen am Petrusgrab im Petersdom. Nach dem „Veni sancte spiritus“ und einem kurzen Gebet des Papstes zogen mehrere Dutzend Indigene mit den Synodenvätern und den anderen Teilnehmern durch den Petersdom, über den Petersplatz zur Synodenaula – untermalt von den Gesängen der Indigenen, dem Lobpreis Gottes, des Schöpfers. Ein altgedienter Vaticanista aus den USA raunte mir zu: „Das ist historisch!“

Die Beratungen begannen am Morgen mit einem gemeinsamen Gebet am Petrusgrab. (Quelle: Erbacher)

Ordensfrauen und die Sakramente

Am ersten Tag ist es zu früh für das Urteil, ob diese Synode als ein historischer Moment in die Kirchengeschichte eingehen wird. Doch wenn man sieht, mit welcher Selbstverständlichkeit am Mittag im Pressesaal des Vatikans eine Ordensfrau berichtet, dass ihre Mitschwestern aus Mangel an Priestern, taufen, bei der Eheschließung assistieren und eine gewisse Form von Beichtgesprächen führen, kann man erahnen, welche Sprengkraft in den nächsten drei Wochen steckt. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können, als Schwester Alba Teresa Cediel Castillo über die Arbeit ihrer Mitschwestern berichtete.

Wohlgemerkt, hier ging es nicht um progressive Forderungen für die Zukunft. Die Ordensfrau aus Kolumbien beschrieb, was Standard ist und zwar in weiten Teilen des Amazonas. Das ist Realität in der katholischen Kirche. Bei der Synode muss es nun darum gehen, diese Dienste aus dem Graubereich herauszuholen. Bei den Hintergrundgesprächen der vergangenen Tage konnte man den Eindruck gewinnen, dass es eine große Mehrheit dafür gibt, diese Dienste offiziell anzuerkennen. Das gilt auch für die Frage der viri probati oder der Gemeindeleitung durch Laien, Männer und Frauen. Allerdings sind noch viele Fragen zu klären, bevor die entsprechenden Entscheidungen fallen können, und dafür bieten die Beratungen bis zum 27. Oktober Raum und Zeit.

Kardinal Marx spricht über Ökologie

Kardinal Claudio Hummes versuchte heute eine Systematisierung, um die Vielfalt der Themen für die Beratungen in den Griff zu bekommen. Er schlug sieben Themenkomplexe vor. Dazu gehört die Frage nach der Inkulturation und Interkulturalität, die Frage der Ämter inklusive der Rolle der Frauen, die Frage nach dem Auftrag der Kirche im Kontext der integralen Ökologie, die Frage nach der Pastoral angesichts der zunehmenden Verstädterung in der Region, die Frage nach dem Wasser und schließlich die Frage nach einer Kirche, die hinausgeht und neue Wege der Evangelisierung geht.

Am Nachmittag wurden die ersten Statements gehalten. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, der als Mitglied des Kardinalsrats C9 an der Synode teilnimmt konzentrierte sich in seinem vierminütigen Statement auf Fragen des Umweltschutzes und der integralen Ökologie, die auch soziale Fragen beinhaltet. Zu pastoralen Themen äußerte er sich nicht. Am Mittag hatte er in einer kurzen Pressekonferenz darauf hingewiesen, dass jede Synode Auswirkungen auf die ganze Kirche habe. Mit Blick auf die Debatte um viri probati betonte er, dass die Möglichkeit zur Teilnahme an der Eucharistie „lebensnotwendig“ für die Kirche sei.

Viri probati bereits Thema

Nicht Marx, aber andere Synodenväter sprachen am Nachmittag bereits das Thema viri probati an. Das teilte der Vatikan am Abend mit. Es handle sich um eine „legitime Notwendigkeit“. Zudem müsse es ein grundsätzliches Nachdenken über die Natur des Priesteramts geben und seine Verbindung zum Zölibat, berichtet der Vatikan aus der Synodenaula.

Papst Franziskus ermahnte die Teilnehmer heute Morgen mit zur Disziplin bei den Dingen, die von den Beratungen nach außen getragen werden. So sei in der Vergangenheit schon mal der Eindruck entstanden, als gebe es eine Synode in der Aula und eine andere Synode außerhalb der Aula. Schon bei den letzten Synoden hatten der Papst und die Organisatoren betont, wie wichtig es sei, einen geschützten Raum für die freimütige Rede zu haben. Franziskus ist überzeugt, dass nur so eine ehrliche Debatte stattfinden kann.

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Jürgen Erbacher

Seit Juli 2018 leite ich die ZDF-Redaktion "Kirche und Leben katholisch", für die ich seit 2005 über die Themen Papst, Vatikan, Theologie und katholische Kirche berichte. Dafür pendle ich regelmäßig zwischen Mainz und Rom - meiner zweiten Heimat. Dort habe ich vor meiner ZDF-Zeit mehrere Jahre gelebt und für Radio Vatikan gearbeitet. Studiert habe ich Politikwissenschaft und Katholische Theologie in Freiburg i.Br. und Rom.

31 Kommentare

  • Wanda
    07.10.2019, 23:31 Uhr.

    Habe heute vergeblich in den Aufmachern der wichtigsten TV-Sender (ARD und ZDF) und den aktuellsten Nachrichten der überregionalen Druckmedien Deutschlands (FAZ, WELT, SZ, ZEIT, Spiegel, BILD etc.) nach der Amazonas-Synode gesucht. Vergeblich…
    Lediglich in diesem (ZDF-)Blog spielt das Ereignis für eine überschaubare und schrumpfende Anzahl von Diskussionsteilnehmern eine Rolle; wohl symptomatisch.
    Fazit: es ist dringend Demut angebracht, was die Nabelschau der röm.-kath. Kirche angeht. Die Akzeptanz bei den ganz normal Sterblichen ist gravierend gesunken, vor allem in Bezug auf die Rolle des Klerus, dem nur anzuraten ist, sich endlich und streng zurückzunehmen. Reform und Anstrengung sind erforderlich, wenn man die Talfahrt aufhalten will. Spät bedeutet nicht unbedingt zu spät und da steht zumindest für die Amtskirche ja auch noch die Forderung vom „Gesundschrumpfen und Ballast abwerfen“ im Raum.

    • Maria
      08.10.2019, 11:36 Uhr.

      „Habe heute vergeblich in den Aufmachern der wichtigsten TV-Sender ….nach der Amazonas-Synode gesucht.“
      Leider wird über die Kirche in den angesprochenen Medien vorwiegend im Zusammenhang mit dem Missbrauch berichtet. Gute Nachrichten, wie z.B. die Amazonassynode, sind hier keine Nachrichten, schon gar nicht in den Aufmachern. Das war auch bei der vergangenen Versammlung der deutschen Bischöfe in Fulda zu beobachten. Es ging dort vorwiegend um den synodalen Weg, in den Nachrichten aber um die Entschädigung von Missbrauchsopfern, die sicherlich sehr wichtig ist.
      Aber es tut gut, hier über diese Synode zu lesen, und auch darüber, dass die Gesprächskultur eine ganz andere geworden ist.

      • Wanda
        08.10.2019, 23:13 Uhr.

        Maria 08.10. 11:36
        – Leider ? Gott sei Dank, denn sonst würde immer noch vertuscht, verheimlicht und verharmlost. Die Kirche selbst musste erst unter öffentlichen Druck gesetzt werden. Einen Selbstreinigungsmechanismus hat es bei ihr noch nie gegeben und auf ein Schuldbekenntnis muss man bei einigen hohen Vertretern (z.B Müller oder den Papst-Bruder Ratzinger) immer noch warten…
        – Und vielleicht sollten Sie bedenken, dass die Amazonas-Synode, wo höchst wahrscheinlich gegensätzliche Auffassungen des hohen Klerus aufeinanderprallen, sich erst im Anfangsphase befindet. Von guten Nachrichten kann also zumindest jetzt noch nicht die Rede sein…

        • Carla Maltese
          10.10.2019, 12:11 Uhr.

          Es ist halt bloß […]*, wenn in der öffentlichen Meinung keine Grenze gezogen wird zwischen dem hohen Klerus der verharmlost und vertuscht hat und den vielen anständigen Leuten „unten“ in der Kirche, die sich den Hintern aufreißen um noch ein schönes Gemeindeleben zu bieten und die sich aufopferungsvoll um Leute kümmern die von allen anderen im Stich gelassen werden, wie Caritas oder Bahnhofsmission!
          Irgendwo ist dann auch mal ein Punkt wo es nicht fair ist!

          Bzw.: Wenn die Leute Kirche wirklich NURNOCH mit Kinderschändern oder sonstigen Skandalen identifizieren, z.B. Finanzskandale, mit allem üblen, wüsten und schlechten, dann auch uns Altkatholiken, obwohl wir nichts dafür können!

          *Der Beitrag wurde wegen des Verstoßes gegen die Netiquette editiert.

          • Wanda
            10.10.2019, 17:24 Uhr.

            Carla Maltese 10.10. 11:12
            – Nun, da sprechen Sie einen Punkt an, der mir persönlich seit langem schon auf die Nerven geht: die Redaktionsmeinung überwiegt, neutrale Berichterstattung steht zu oft hintenan. Ich bin vollkommen einverstanden, wenn eine Zeitung ihre Ausrichtung offenlegt (sozial-liberal, konservativ, konservativ-liberal, links, liberal etc., etc,). Damit kann ich als Leser eine Einordnung vornehmen und gewichten. Einen journalistischen Vorbeter brauche ich nicht. Sobald aber Meinungen aus der Redaktion von der Berichterstattung nicht mehr zu unterscheiden sind, ist die Grenze des seriösen Journalismus überschritten. Und genau daher rührt auch die Medienverdrossenheit, die leider in dem Wort „Lügenpresse“ gipfelt. Die Rolle der Öffentlich-Rechtlichen will ich hier nicht weiter kommentieren. Dort wird nach Poporz besetzt und da gibt es das schöne Wort „wes Brot ich ess, des Lied ich sing“…
            – Von Hajo Friedrichs stammt wohl die Aussage, auf die sich die Presse immer nur dann gern bezieht, wenn sie sich selbst feiert. Sinngemäss: „Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit eine Sache. Auch nicht mit einer guten Sache. Dass er überall dabei ist aber nirgends dazugehört“.
            Dem ist nichts hinzuzufügen…

          • Carla Maltese
            12.10.2019, 14:18 Uhr.

            Wenn Sie ausgerechnet den Sender der es Ihnen ermöglicht, auch Ihre Meinung öffentlich zu äußern in die Pfanne hauen, erlauben Sie mir doch einen kleinen Widerspruch:
            Wir haben hier in der BRD die interessante Situation, daß sich der Staat von den eigenen Sendern!! kritisieren lässt.
            Bis auf Spiegel TV (gibt es das eigentlich noch?) gibt es in den Privaten absolut nichts politisch relevantes. Kein Kabarett, wie Mitternachtsspitzen oder die heute Show oder die Anstalt, keine Magazine wie Monitor oder Panorama oder Frontal 21. Das alles gibt es nur in den öffentlich-rechtlichen. Dazu die sehr lobenswerte Reihe „Mit offenen Karten“.

            Alles ist da auch nicht Gold was glänzt, manchmal haben die öffentlich-rechtlichen wirklich einen kräftigen Tritt in den Hintern verdient, wenn sie Schnarchsendungen ewig beibehalten aber coole Sachen wie damals die HR LateLounge oder kürzlich Wiwaldi absetzen oder Leute wie Joko und Claas gehen lassen.
            (Und, ganz ehrlich, liebes ZDF: Der Versuch, „Horrible Histories“ zu kopieren ist eher nicht so geglückt. Und was ihr aus Ijon Tichy gemacht habt, da bin ich euch immernoch böse)

            Aber was bieten die Privaten?
            -Minimum 3 Werbeblöcke in jeder 45-Minuten-Folge einer guten Serie (bei meiner Lieblingsserie M*A*S*H ist der eine Werbeblock genauso lang wie die ganze Folge)
            -„Guckt mal, sind die Hartz-IV-ler alle so dumm, voll die Assis!“
            -Ein mehr als fragwürdiges Frauenbild an dem sich junge Mädchen auch noch orientieren sollen
            -Zum Glück gibt es die „Supernanny“ nicht mehr, aber ein eklatanterer Verstoß gegen die Menschenwürde fällt mir im deutschen Free-TV nicht ein. Kleine Kinder und Jugendliche öffentlich vorführen damit die ganze Nachbarschaft und die Schulklasse „Bescheid weiß“ was das angeblich für eine „Assifamilie“ ist: SAGT MAL, GEHTS NOCH??!!!
            Kurz: Treten nach unten, aber wenig Kritik nach oben.

            Ein Lichtblick in den Privaten, den ich selbst sehr gern sehe WENN ich überhaupt noch dazu komme, den Fernseher einzuschalten (der Blog hier frisst echt zuviel Zeit) ist das Urgestein „Genial daneben“. Super Sendung, ohne öffentliches Demütigen und so. Macht einfach nur Spaß!

      • Carla Maltese
        09.10.2019, 18:54 Uhr.

        Ich habe irgendwann schonmal bei katholisch.de, und da lehnt man sich schon aus dem Fenster wenn man Kirche verteidigt, weil man nämlich nurnoch auf Facebook da kommentieren kann, geäußert daß es mich ebenfalls sehr stört daß die Medien fast nurnoch negativ über Kirche berichten.
        Zwar sind da natürlich die großen Kirchen gemeint, aber: Was glauben Sie denn, was kirchenferne Leute die Unterschiede zwischen römisch-katholisch und altkatholisch interessieren? Wir hängen da genauso mit drin, auch wenn es bei uns keinen einzigen bekannten Fall gibt.

        NATÜRLICH ist das Thema wichtig. NATÜRLICH darf sexueller Missbrauch, in welcher Form auch immer, auf keinen Fall verharmlost und vertuscht werden.
        (Und hier gebe ich auch einen Fall zu der mir richtig weh tut, schon damit klar ist daß ich es genauso meine: Leider ist mittlerweile auch ein Fall bei der THW-Jugend aufgeflogen, übrigens…)

        Aber die Kirche besteht nicht nur aus Kinderschändern. Es gibt immernoch sehr fleißige Leute die sich alle Mühe geben, ein schönes und lebendiges Gemeindeleben aufrechtzuerhalten.
        Sei es das Kirchencafé, oder Bibelkreise, oder Gemeindeausflüge.
        Und es gibt immernoch sehr anständige, fleißige und aufopferungsvolle Leute die bei Caritas, Diakonie, Bahnhofsmission usw. arbeiten und sich um diejenigen kümmern die von allen im Stich gelassen werden.
        Und nein, diese Leute haben es NICHT VERDIENT, daß über Kirche immer nur das schlechte berichtet wird.

        Da wo Kirche wirklich schön ist, und JA, es gibt die Räume und Orte immernoch, das existiert in den Medien grundsätzlich nicht!
        Und wenn dann nur als Massenauflauf auf dem Petersplatz.

  • Wanda
    09.10.2019, 6:06 Uhr.

    Sehr geehrter Herr Erbacher,
    – ich hoffe doch sehr, dass der auf dem Foto sichtbare einzige federgeschmückte Amazonas-Indigene und die Ordensdame an der Seite links von Franzisco (ansonsten umgeben von rot- und purpur-tragenden Chargen des Klerus) nicht als Alibi zu verstehen sind, ähnlich den politisch korrekt bedingten türkisch-stämmigen oder afro-amerikanischen Kommissaren in deutschen und US-Kriminalfilmen. Letztere haben weiss Gott nichts mit der Realität zu tun.
    Wenn es allerdings (beabsichtigt) den Proporz in der rk. Kirche wiederspiegeln soll, bin ich absolut bei Ihnen…

    • Carla Maltese
      10.10.2019, 11:08 Uhr.

      Schwarze Polizisten habe ich hier tatsächlich noch nicht viele gesehen. Aber türkischstämmige gibt es schon.

      • Wanda
        10.10.2019, 16:43 Uhr.

        Carla Maltese 10.10. 11:08
        – Nun ich habe nicht auf irgendeinen Streifenpolizisten hingewiesen, sondern auf die Besetzung der etwas höheren Chargen. Und da wird versucht, in den filmischen Machwerken ein absolut falsches Bild zu vermitteln. Dieses dümmliche Anbiedern über eine falsch verstandene politische Korrektheit ist zum K…..!

        • Carla Maltese
          12.10.2019, 13:51 Uhr.

          Sie haben ein Problem mit schwarzen oder türkischstämmigen Polizisten in höheren Dienstgraden? Das stört Sie? Warum? Darf es die nicht geben?

          Mich nervt es wenn Autos in Filmen und Serien generell explodieren wenn sie nur mit 20 km/h gegen einen Pfosten fahren. Mich nerven falsch gezeigte oder völlig unterlassene Erste-Hilfe-Maßnahmen. Aber mich nerven keine Polizisten mit Migrationshintergrund in höheren Dienstgraden.
          Ein Polizist muss ganz auf dem Boden des Grundgesetzes stehen, es durch und durch verinnerlich haben, und fachlich kompetent und körperlich tauglich sein, dann kann er von überallher abstammen, von wo auch immer.

          Gruß
          Carla Maltese, die selbst teilweise slowenischer und französischer Abstammung ist.

          • Wanda
            14.10.2019, 22:59 Uhr.

            Carla Maltese 12.10. 13:51
            – Sie kapieren nicht und schiessen mal wieder zu schnell aus der Hüfte. Lesen Sie noch einmal ganz langsam nach:
            – mich stört, dass in den diversen Kriminal-Filmchen lediglich aus vermeintlich politischer Korrektkeit farbige oder türkische etc. Kommissare auftreten, die es in Wirklichkeit so gut wie gar nicht gibt. In diesen Machwerken allerdings schon und das hat eben mit der Realität bisher jedenfalls wenig zu tun.
            Frage: wieso also kommen Sie zu Ihrer Schlussfolgerung, ich hätte etwas dagegen ? – Allerdings würde ich jeden Bewerber ablehnen, der nicht die deutsche Sprache beherrscht und andere (Mindest-)Wissenslücken aufweist, wie es z.B. an der Berliner Polizei-Akademie bis vor kurzem noch die skandalöse Norm war. Sie erinnern sich doch wohl ?

          • Carla Maltese
            16.10.2019, 7:35 Uhr.

            Irgendwann wird es sie geben! Und? Wo ist das Problem?
            Wenn Polizisten mit Migrationshintergrund eines sicher nicht sind, dann Reichbürger!
            Leider soll es garnicht wenige geben 🙁
            In dem Fall bin ich sogar froh wenn Fernsehserien die ins Ausland verkauft werden eine „Kleinigkeit“ verschweigen…

  • Klemens Füreder
    09.10.2019, 7:40 Uhr.

    Sehr geehrter Herr Erbacher!

    Kommt von Ihrer Seite vielleicht noch eine Buch-Kritik von Sodom von Frédéric Martel? Würde mich wirklich sehr freuen!

    Mit freundlichen Grüßen,
    Klemens Füreder

    • Jürgen Erbacher
      Jürgen Erbacher
      10.10.2019, 7:54 Uhr.

      Bisher kenne ich das Buch nicht. Es gab in den vergangenen Jahrzehnten sehr viele ähnliche Bücher, bei denen am Ende nicht viel Substanz enthalten war. Ob das hier anders ist, vermag ich aktuell nicht zu beurteilen.

    • Carla Maltese
      10.10.2019, 10:56 Uhr.

      Brauchen wir wirklich noch die 150000. Bestätigung, daß der Vatikan ein Misthaufen ist? Voller Skandale?
      Daß der Laden zu nicht mehr viel taugt ist doch schon reichlich bekannt.

      Wie das Trumpeltier: Daß dessen Geisteszustand irgendwas medizinisches ist aber alles andere als gesund sieht doch jeder der selbst noch bei Verstand ist! Die sollen den endlich impeachen, aber wir brauchen ehrlich nicht mehr jeden einzelnen Tag sofort die teils schon seltsamen Grimassen wenn wir irgendein Nachrichtenportal aufmachen.

      Wichtiger wäre, mehr darüber zu schreiben was Kirche sonst noch ist. Wo Kirche noch lebt und wirklich schön ist.
      Zum Beispiel im Donnerstagabendgottesdienst mit anschließendem gemütlichen Beisammensein in der ***kirche in ***. Worauf ich heute ehrlich mal wieder Lust hätte, aber leider wohl nicht hingehen werde, weil krank.

    • Novalis
      10.10.2019, 15:15 Uhr.

      Es hat Substanz. Ich habe es mit Interesse – und Ekel (zu den Themata AIDS und Prostitution im Vatikan) – gelesen. Ich kann aus eigener Anschauung die vorzüglich recherchierten rechtsradikalen Verbindungen des rete Ratisbonense (Regensburger Netzwerk) bestätigen. Burke hat direkte Verbindungen zum Regensburger Ordinariat. Wie weit in AfD-Kreise Regensburg abgedriftet ist, merkt man daran, dass der Regensburger Bischof – im Gegensatz zu seinem Münchener Kollegen, der den Anschlag in Halle sogleich auf seiner homepage thematisierte – mit keinem Ton erwähnt. Jemand, der sich geistig der AfD nahe fühlt und eine exkludierende Religionstheologie hat, KANN dazu nichts sagen – es wäre eine Selbstoffenbarung… Er müsste ja sagen: Das Judentum sei eine „Erscheinung, die mit dem Anspruch auftritt, die Kerngehalte des Christentums zu negieren: Den Glauben an den dreifaltigen Gott, die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus und sein Erlösungswerk am Kreuz. Nur wer seinen eigenen Glauben entweder nicht kennt oder nicht ernst nimmt, kann hier eine weit reichende Integration … für möglich halten“. Man darf diese Sätze, die Voderholzer 2017 tatsächlich sagte, für das Benzin halten, das gestern ein anderer in Halle angezündet hat.
      Das gesamte Buch hat ein paar Rechtschreibfehler, ist aber sehr authentisch. Und: es ist autorisiert.

      • Carla Maltese
        13.10.2019, 13:05 Uhr.

        Ein Beispiel, welche Macht dieses Schmieblatt hat:
        Ist Ihnen Bakery Jatta ein Begriff?
        Es handelt sich um einen Profi beim HSV, der als Flüchtling aus Gambia herkam. Etwa Zeitgleich verschwand in Gambia ein anderer Fußballer mit Vornamen Bakery spurlos. Das Druckerzeugnis mit den großen Buchstaben strickte daraus ohne jede Beweise eine Geschichte von wegen daß Jatta unter falschem Namen eingereist wäre. Meherer Vereine die in jüngster Zeit gegen den HSV verloren haben legten daraufhin Widerspruch gegen die Wertung ein. Und das war nicht alles: Es gab sehr unschöne Szenen bei HSV-Spielen, Jatta wurde ausgebuht, beschimpft, angepöbelt…

        Verstehen Sie mich nicht falsch: Ich bin kein HSV-Fan. Wirklich nicht. Spätestens seit er meine zweite Heimat beleidigt hat wünsche ich dem HSV genau wie den Bayern den Absturz in die 5. Liga.
        Aber in Sachen Jatta hat der HSV meine Solidarität. Es ist wirklich wirklich widerlich was da passiert ist.

        Das einzige was wirklich wahr ist ist, daß es in Gambia möglich ist, seinen Sohn „Bäckerei“ zu nennen. Dafür, und nur dafür, liegen klare Beweise vor.

      • Carla Maltese
        16.10.2019, 7:31 Uhr.

        Entschuldigung, Novalis, da fehlt der Zusammenhang!

        Herr Erbacher hat da den Beitrag vorher gelöscht aber keinen Hinweis drauf gelassen daß was fehlt.

        Ich wollte zum einen drauf raus, daß es keinen isolierten Antisemitismus gibt. Wer Juden hasst, der hasst genauso Flüchtlinge, Muslime generell, Homosexuelle, Feministen (letzteres zeigen die üblen Beschimpfungen gegen Frau Künast, die von einem Gericht auch noch durchgewunken wurden)…
        Es gibt Nazis. Nazis hassen alles was nicht in ihr enges kleines enges Weltbild passt. Genauso der Täter von Halle: Nachdem er gottseidank nicht in die Synagoge reinkam, hatte er es als nächstes auf Türken abgesehen.

        Und es gab schon viele viele Vorfälle.
        Z.B. eine Gasleitung außen an einer zum Glück noch nicht bewohnten Flüchtlingsunterkunft die angesägt war, z.B. 200 Leichensäcke die Rechtsterroristen bestellt haben…
        Bischen spät, wenn unsere Politik jetzt nach einem Anschlag auf eine Synagoge endlich aufwacht!!

        Ich wollte auch darauf raus, daß ein Bischof heutzutage ganz sicher nicht der entscheidende Faktor ist, der in bestimmten Milieus eine dumpfe Athmosphäre aus Angst und Hass züchtet, auf der ein brauner Sumpf blüht und gedeiht.
        Ohne jetzt Voderholzer in Schutz nehmen zu wollen, sollten er diese Aussagen tatsächlich getätigt haben, sind sie wirklich widerlich. Aber ein einzelner Bischof hat heutzutage nicht mehr diese Macht.
        Es ist ein ganz anderes Druckerzeugnis, das diese Macht hat. Das Und eigentlich gab es da schon mehr als genug Vorfälle des Lügens, des Verdrehens, des Verstoßes gegen Persönlichkeitsrechte, des bewussten Inkaufnehmensdaß Kapitalverbrechen begangen werden (einmal sollen die hinter der Bezahlschranke ihrer Onlineausgabe detailliert Auskunft gegeben haben, wie ein gewalttätiger Mann seine Ex wiedergefunden hat, bevor er sie umgebracht hat), daß dieses Druckerzeugnis verboten werden sollte.

  • neuhamsterdam
    09.10.2019, 17:24 Uhr.

    Wanda
    „Lediglich in diesem (ZDF-)Blog spielt das Ereignis für eine überschaubare und schrumpfende Anzahl von Diskussionsteilnehmern eine Rolle; wohl symptomatisch.“
    Das gibt mir auch Rätsel auf. Eine recht kleine und stabile Stammschreiber mit ausgesprochen niedriger Fluktuation und vor allem einem ausgewogenen und ausgezählten Meinungsprofil wie es im legendären ZettDehEff-Rundfunkrat mit ausgesprochenem Parteienproporz nicht ähnlicher sein könnte.
    Während von der Redaktion immer wieder anlassbezogen betont wird, daß jede Wortmeldung veröffentlich wird, die den Blogrichtlinen entspricht, scheinen sich einige Schreiber sich im sozialen Kontext dieses kleinen Kreises verpflichtet zu fühlen, ihren Abschied von diesem Blog mitteilen zu müssen. Meine Einstellung ist dazu, schreiben oder es bleiben lassen.

  • Carla Maltese
    09.10.2019, 19:59 Uhr.

    Es ist sehr schön daß Franziskus sich doch getraut hat, den Indigenos eine Bühne zu geben, sie sichtbar zu machen.
    Es gefällt mir sehr!

    Nun, wenn Herr Erbacher schreibt wie selbstverständlich eine Ordensfrau eine Rede hält in der sie darüber berichtet, was für Dienste, auch priesterliche, ihre Mitschwestern längst tun: Noch beim 2. Vatikanum dagegen war völlig selbstverständlich daß lediglich Männer in der römisch-katholischen Kirche irgendwas zu sagen haben. Hätte eine Frau im Sitzungssaal damals auch nur einen Pieps gesagt… man mag es sich nicht vorstellen!
    Gottseidank hat sich auch in der römisch-katholischen Kirche seit damals viel gebessert, auch wenn es bei weitem noch nicht zufriedenstellend ist.
    (Und der schadenfrohe Teil von mir stellt sich gerade vor wie entsetzt Wojtywa wäre wenn ihn irdische Dinge noch belasten würden).

    Man muss sich überlegen wie unvorstellbar die Tatsache daß eine Frau im Synodensaal eine Rede hält und was sie da berichtet noch beim 2. Vatikanum war, dann sieht man daß sich eben doch viel ändern kann.

    Überhaupt müssen frühere Bischofstreffen in Rom auch nach dem 2. Vatikanum vor der Familiensynode stets eine solche sinnlose Farce gewesen sein, absolute Nullnummern, daß es sich scheinbar nicht für die Medien lohnte, sie auch nur im geringsten zu beachten.

    Auch muss man sehen daß Umweltschutz bis vor kurzem bei der römisch-katholischen Kirche kaum eine Rolle gespielt hat. Ein bischen bei der evangelischen, ja. Aber die römisch-katholische hat sich bis weit in die 90er nicht die Bohne für Umweltschutz interessiert.

    Um eine Lage realistisch einzuschätzen, darf man nicht nur das negative sehen, man darf die Dinge nicht schlechter reden als sie sind.
    Man muss auch sehen was man tatsächlich zur Verfügung hat, bzw. was man alles schon geschafft ht.

    Das was Herr Erbacher schreibt wäre noch vor 10 Jahren alles unvorstellbar gewesen.
    Und daß das jetzt so stattfindet, da ist doch einiges geschehen…

  • Carla Maltese
    09.10.2019, 20:51 Uhr.

    Man sollte Großprojekte mit Respekt angehen, aber ohne Angst. Und ohne Vorausjammern von wegen es würde eh nichts dabei rauskommen.
    Das gilt für Synoden genauso wie für komplette Industrieanlagen oder Brücken.

  • Carla Maltese
    09.10.2019, 21:17 Uhr.

    Bitte Herr Erbacher, sprechen Sie mit mir, sagen Sie mir etwas..

    Und eines noch:
    Unterstehen Ihnen Leasingkräfte?
    Bitte behandeln Sie sie gut! Bitte behandeln Sie sie respektvoll!

    • Jürgen Erbacher
      Jürgen Erbacher
      10.10.2019, 7:56 Uhr.

      Wie wir hier schon unzählige Mal geschrieben haben, ist jede und jeder willkommen. Entscheidend ist, dass sich die Kommentierenden an die Netiquette halten.

      • neuhamsterdam
        10.10.2019, 22:22 Uhr.

        Kann es sein, daß hier im Blog die trüben Tage des Herbstes den Bewohnern auf dem Gemüt liegen und sich eigenartiges Verhalten breit macht? Schon bei der aneinandergereihten Verabschiedung mehrerer Schreiber habe ich mir Gedanken gemacht, wie kann das begründet sein. Das eine wäre ein ganz normaler Generationswechsel, Gruppen kommen, Gruppen gehen. Die andere Möglichkeit ist die Stimmung, welche sich angesichts kürzer werdender Tage und sich früher einstellender Dunkelheit in den Beiträgen niederschlägt.
        Da fragt man sich dann, Elvis lebt vielleicht doch noch oder meint etwa Gott wäre tot. Da hilft nur der Realitätscheck: Niemand hat Elvis bisher bestätigbar gesehen und wenn Gott tot wäre, welchen Sinn würde dieser Blog machen?
        Und wer kein Internet hat und deswegen hier nicht den Sinn suchen und finden kann, der zündet Kerzen an, singt Weihnachtslieder, trinkt Punsch und und isst Kekse dazu, denn das hebt die Stimmung (und den Serotoninspiegel) und hat sich schon bereits seit 10.000 Jahre v.u.Z. bewährt.

  • Wanda
    14.10.2019, 23:28 Uhr.

    Carla Maltese 12.10. 14:18
    – Generell sollten Sie die Beiträge andere Blogteilnehmer sorgfältiger lesen bevor Sie antworten…
    Schrieb mit Absicht, dass ich die Öffentlich-Rechtlichen nicht weiter kommentieren wolle, habe diese also nicht „in die Pfanne gehauen“ sondern nur deren Abhängigkeit vom ua. politischen Proporz erwähnt, die Sie wohl nicht abstreiten können, oder ? Die unglückliche und vielfach kritisierte Zwangsfinanzierung liess ich dabei sogar ausser Acht.
    – Nun denn, eines stelle ich „für mich“ fest: im Vergleich zu den einigermassen seriösen Druckpublikationen wie FAZ, ZEIT und auch noch die WELT usw., die ihre Ausrichtung deutlich bekennen, überwiegt in ZDF, ARD und der DW eine doch recht regierungsfreundliche Berichterstattung und entsprechend zahme Kommentare, unabhängig davon, wie sich die Regierung parteilich zusammensetzt. Der Proporz bei der Besetzung der Schlüsselposten tut halt seine Wirkung: wie auch nicht ?
    Und Ihr Vergleich mit den Privaten ist mir ziemlich schnurz, die interessieren mich grundsätzlich nicht. Absolut untauglich, schlechtere Sender zur Rechtfertigung heranzuziehen…

    • Carla Maltese
      15.10.2019, 12:01 Uhr.

      Sie kennen die heute-show nicht. Da fallen Sprüche gegen Politiker wo selbst ich manchmal sage: „Aua, muss das jetzt sein?“

      Glauben Sie mir: Übermäßig regierungsfreundlich sind die öffentlich-rechtlichen gerade nicht. Weder bei den Mitternachtsspitzen noch z.B. bei Frontal 21.

      Okay, AfD-Anhänger finden die öffentlich-rechlichen regierungsfreundlich. „Staatsfunk“ und so.
      Aber daß diese Partei am schlechtesten wegkommt, liegt vielleicht daran daß sie rein garnichts außer Hass zu bieten hat.

      Klar möchte die AfD gern die öffentlich-rechtlichen abschaffen.
      Genau wie das ALG I und II, also komplett jede Grundsicherung für Arbeitslose, die gesetzliche Rente, und so ziemlich alles andere was wir vom Staat haben. Ziel ist ein Minimalstaat in dem es heißt: „Hol dir was du kannst oder stirb!“
      An den öffentlich-rechtlichen kann man mit recht kritisieren daß sie sich bislang selbst zuviel mit Islamdebatte aufgehalten haben und es versäumt haben, intensiver auf das VOLLSTÄNDIGE Parteiprogramm der AfD aufmerksam zu machen.

      Und wie soll eine Medienlandschaft am besten aussehen, Ihrer Meinung nach? So wie in den USA?
      Dort sind gerade mal die Lokalsender frei, nicht die für den Bundesstaat sondern nur für das County. Alles andere kostet zusätzlich. Wenn jemand von einem Vollzeitjob gerade so über die Runden kommt oder vielleicht 3 Jobs zum Leben braucht, leistet er sich nicht unbedingt die großen Sender, oder nur für Football und Baseball. Ergebnis: Gerade in ärmeren Regionen reicht der Horizont der meisten Leute nicht über das eigene County raus.

      • bernardo
        16.10.2019, 13:10 Uhr.

        Ja, die AfD, die außer Hass nichts zu bieten hat. Man muss kein AfD-Anhänger oder Wähler sein, um eine solche Aussage in dieser Pauschalität befremdlich zu finden.

        Und man muss kein AfD-Anhänger sein, um festzustellen, dass die journalistische Qualität (nicht nur in den Öffentlich-Rechtlichen) zurückgeht: Volkspädagogik statt Information, Gesinnungsjournalismus (pardon Haltungsjournalismus) statt Neugierde; von fehlender Sachkenntnis, mangelhaften Grammatik- und Rechtschreibkenntnissen ganz zu schweigen. Natürlich betrifft dies nicht alle Journalisten; auch Herr Erbacher „macht einen recht guten Job“ und besitzt auch theologische Kenntnisse, was bei Journalisten, die über die Kirche schreiben, nicht unbedingt die Regel ist. Einer verwechselte sogar das Dogma der unbefleckten Empfängnis Mariens mit der Jungfrauengeburt, was ihn nicht daran hinderte, das Dogma zu verurteilen. (Manche Journalisten erinnern eben an die Päpste des 19. Jahrhunderts. :-))

        btw, heute stoße ich auf zwei „Verfremdungen“: Einmal wird eine Grünen-Abgeordnete als einfache „Kundin“ in einem Bio-Laden aufgeführt; ein anderes Mal ein Zitat des Senators Lindsey Graham, in dem dieser vom „radical Islam“ spricht, verfremdet – der radikale Islam taucht in der deutschen Übersetzung nicht mehr auf.

        Noch ein Wort zur heute-show: Es ist eine peinlich zeitgeistige Veranstaltung. Zur journalistischen Ethik gehört m. E. auch, einfache Passanten nicht vorzuführen. Wenn Merkel, Scholz, Seehofer oder Baerbock Quatsch reden, können sie auch öffentlich vorgeführt werden – das ist ihr Berufsrisiko. Lieschen oder Otto Müller in der Einkaufspassage in Gelsenkirchen sollten nicht öffentlich vorgeführt werden.

      • Wanda
        16.10.2019, 16:38 Uhr.

        Carla Maltese 15.10. 12:01
        – Bleiben Sie bei der Sache. Vorträge über irgendwelche Parteien, ob konservativer, rechter, linker, liberaler oder extremer Ausrichtung, sind hier nicht das Thema. Ihre abschweifenden Belehrungen sind also fehl am Platze.
        Wie Meinungsvielfalt aussehen kann, zeigen unsere Druckmedien, die sich deutlich positionieren, so dass ich weiss welche Richtung sie vertreten und sie einordnen kann. Ausserdem bieten sie durchaus und häufig Gastkommentaristen ein Forum. Das bedeutet, ich kann also einerseits die meiner Auffassung nahekommende Publikation vorziehen und gleichzeitig allesamt querlesen, womit ich den Fakten in deren Berichterstattung wohl am nächsten komme. Kritisch bleibe ich trotzdem.
        Dazu noch zwei weitere wohltuende Unterschiede: -a) wenn diese ihren Preis erhöhen, entscheide ich selbst, ob ich sie mir noch leiste und -b) deren Werbung kann ich aussortieren oder überlesen. Die ÖR hingegen muss ich bezahlen, sogar wenn ich kein Empfangsgerät besitze, wobei diese inzwischen auch Werbungsblöcke haben, oder ?
        – Was der US-Bürger vorgesetzt bekommt, ist dessen Sache…

        • Jürgen Erbacher
          Jürgen Erbacher
          16.10.2019, 19:48 Uhr.

          Auch in den öffentlich-rechtlichen Medien haben Sie eine Meinungsvielfalt. Neben den Journalisten kommen viele Gäste aller Farben und Richtungen zu Wort, etwa in den zahlreichen Gesprächssendungen. Was die Gebühren anbetrifft, so werden diese von einer unabhängigen Instanz festgelegt. Blickt man in die Welt, schon der Blick ins europäische Ausland reicht aus, kann man die Vorzüge eines unabhängigen öffentlich-rechtlichen Rundfunks schnell erkennen.

    • Carla Maltese
      16.10.2019, 16:01 Uhr.

      Daß Herr Erbacher vorurteilsbehaftet ist und manche Schreiber lieber mag als andere kann man nicht dem ganzen Sender zum Vorwurf machen.

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