Prof. Dr. Christoph StillerWer hat sich auf langen Autofahrten nicht schon gewünscht, dem Fahrzeug die Verantwortung für die restlichen Kilometer zu überlassen? Auch wir Reporter freunden uns auf unserer Reise quer durch Deutschland schnell mit dem Gedanken eines Autopiloten für unseren Dienstwagen an. So verlockend Wunschvorstellungen dieser Art sind, sie gehören doch eher in den Bereich der Fiktion à la "James Bond". Oder? In Karlsruhe ist das Forscherteam um Professor Dr. Christoph Stiller dieser Vision schon ein gutes Stück näher gekommen. Für uns Grund genug, die Wissenschaftler in der Ideenwerkstatt der Universität Karlsruhe zu besuchen.

Die Welt bewusst wahrnehmen und diese Erkenntnisse kognitiv umsetzen - diese Fähigkeiten werden in der Regel dem Menschen zugeordnet. Das Team des Sonderforschungsbereichs "Kognitive Automobile" in Karlsruhe und ihre Partner an der TU München haben sich zum Ziel gesetzt, diese Eigenschaften auf Fahrzeuge zu übertragen. So genannte "kognitive Automobile" sollen sich selbst und ihre Umgebung wahrnehmen, sowie Wissen selbstständig sammeln und strukturieren.


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Ulrich SommerWir fahren von Gütersloh nach Marl. 116 Kilometer über eine total verstopfte A2. Mitschuld daran ist Gottlieb Daimler, der vor 175 Jahren am 17. März 1834 geboren wurde. Er ist nämlich der Erfinder des Verbrennungsmotors und seine Vision von Mobilität hat die Welt verändert. Daimler hat sich wahrscheinlich über den Spritverbrauch keine Gedanken gemacht, anders als Ulrich Sommer, den wir in Marl treffen. Er arbeitet seit mehr als 15 Jahren an einer Antwort auf die Frage, wie man in Zukunft Mobilität sicher stellen kann, und zwar für alle. Wenn die Spritpreise steigen, muss der Verbauch sinken. Das ist die simple Idee hinter Loremo, dem LOw REsistance MObile, das Sommer in Marl entwickelt.

Loremo-Modell






















Der Loremo ist leicht und hat einen geringen Luftwiderstand und verbraucht deshalb auch nur 2 Liter auf 100 Kilometer. Zumindest theoretisch. Denn noch gibt es das Auto ja gar nicht, sondern nur ein Modell und so genannte Fahrerprobungsträger zu Testzwecken. Für den Loremo haben sich allerdings schon zehntausende potentielle Käufer angemeldet, die sehnlichst auf den Beginn der Fertigung warten. 2011 könnte es losgehen. Nach der Begegnung mit den Elektromobilen gestern, fragen wir uns allerdings, ob ein Verbrennungsmotor überhaupt noch zeitgemäß ist? 


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Wir sind den ganzen Nachmittag mit den Elektromobilfreunden in Gütersloh zusammen - leider ist das Wetter nicht berauschend und schon gar nicht geeignet für eine Fahrt im Cabrio. Trotz Wind und Regen nimmt Bernhard Stroop das Verdeck seines City-Els ab, damit wir einen Eindruck bekommen vom Fahrgefühl. Mit Isabel fahren wir in ihrem Elektro-Peugeot, der vor allem durch eine Eigenschaft auffällt, die man im Video gar nicht zeigen kann: Der kleine Wagen ist ein echter Flitzer, weil der Elektromotor zwar weniger "PS" hat und letztlich nur etwa hundert Stundenkilometer schafft. Anfahren kann man damit aber wie mit einem Sportwagen. Die Zukunft der E-Mobilität hängt von der Batterietechnik ab, und die hat Axel, einer der E-Mobilfreunde, so vorangebracht, dass er jetzt mit seinem System "in Serie" geht.

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StromtankstelleWir sind ab heute unterwegs im Nordwesten und die erste Station machen wir in Gütersloh, genauer gesagt ein paar Kilometer vorher in Rietberg. Bernhard Stroop von den Elektromobilfreunden hat uns zu sich nach Hause eingeladen und als wir ankommen, steht vor dem Haus schon eine ganze Flotte von E-Autos: vom kleinen Einsitzer bis zum Kleinwagen, alle batteriebetrieben. An der Hauswand die Elektromobiltankstelle. Hier fließt Strom und lädt die Batterien auf. Je nach Modell haben die Autos eine Reichweite bis zu 120 Kilometern.

Die Elektromobilfreunde kommen überwiegend aus Gütersloh und Umgebung und alle verbindet ein Gedanke: Sie wollen zeigen, dass das Fahren mit Strom längst möglich ist und vor allem Sinn macht für die kleinen Fahrten. Die meisten nutzen die E-Autos für den Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen und sparen damit nicht nur Geld, sondern tun aktiv etwas gegen den Klimawandel, indem sie praktisch kein CO2 ausstoßen, vorausgesetzt der Strom kommt aus erneuerbaren Energien. Etwas 8000 Stromautos fahren in Deutschland und dass es nur so wenige sind, liegt nach Ansicht der versammelten Elektromobilfahrer an der Politik.

Elektromobilfreunde.JPG






















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April 2009: Sechs ZDF-Reporter reisen quer durch Deutschland - auf der Suche nach Zukunftsmachern. Wir suchen und finden Menschen, die nicht nur jammern, sondern zupacken. Die kreative Ideen für eine bessere Zukunft haben. Die Reise ist zu Ende, die Erlebnisse unserer Deutschlandtour können Sie aber jederzeit hier nachlesen.

Zukunft machen — diesmal im Südwesten

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