"I'll be back" - dieser Spruch trifft auf der Cebit wie die Faust aufs Auge. Denn Arnold Schwarzenegger ist zwar da, aber man bekommt nur seinen Rücken zu sehen. Umringt von einem Dutzend braungebrannter kalifornischer und deutscher Bodyguards hastet er heute von Termin zu Termin. Redefreudiger als der Gouverneur von Kalifornien ist Schwarzeneggers Duz-Freund und Muckibudenkumpel aus früheren Tagen, Ralph Möller. Er erzählt uns, was für ihn Zukunft bedeutet. Zu guter Letzt darf natürlich der Kommunikationsguru der Nation in Hannover nicht fehlen - Telekom-Chef René Obermann. Er erzählt uns, wie seiner Meinung nach die Zukunft aussieht - trotz Krise und ohne rosarote Brille...


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MYBLOG "Was ist Zukunft?" fragt Thomas Le Blanc. "Für die meisten von uns ist es das, was in der nächsten Sekunde passiert. Für einen Science-Fiction-Autor dagegen ist die Zukunft eine Idee." Thomas Le Blanc ist Science-Fiction-Schriftsteller. Und er leitet die größte Bibliothek für phantastische Literatur weltweit. Rund 170.000 Titel der phantastischen Literatur haben er und sein Team in der "Phantastischen Bibliothek" in Wetzlar zusammengetragen. Märchen, Fantasy, Horror. Aber vor allem: Science Fiction. Zukunftsromane.


Eine solche Bibliothek habe es vorher nicht gegeben und genau deswegen habe er sie gegründet, sagt Le Blanc. Im Jahr 1989 war das. Nahezu alles, was in deutscher Sprache an SF oder Fantasy erschienen ist, ist hier vorhanden - aus Spenden, aus Nachlässen. Es ist eine Goldgrube für Fans - und vielleicht nicht nur für sie. Denn in Wetzlar beginnt derzeit eine besondere Form von "Data Mining".

"Wir sprechen im Moment eine Menge Firmen an, und fragen, ob sie an unserem Projekt 'Future Life' interessiert sind", erzählt Le Blanc. Das Konzept von "Future Life": Den Schatz an Ideen, an Erfindungen und Entwicklungen, die in der gesamten utopischen Literatur versammelt sind, nutzbar zu machen für die Gegenwart. Im Auftrag von Firmen, in Zusammenarbeit mit Universitäten.


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Frühstück_q_dpa.jpg„Ich möchte gern mein urbanes, beheiztes bürgerliches Leben mit Klo und Auto sinnvoll umbiegen - aber Möhren hinter dem Bauwagen ziehen, Subsistenzwirtschaft und Ackerbau mit Pferd - das sind 70er Jahre Aussteigerträume, kein Modell für eine gesellschaftliche Zukunft!", schreibt hier jemand im Blog und ich kann's verstehen, in meinem gemütlichen Hotelzimmer in Berlin, wo mich die Heizung wieder aufgewärmt hat, warmes Wasser aus der Wand fließt und ein Frühstück serviert wird, das mit köstlichen exotischen Früchten aus aller Welt lockt. Was hat also das Leben im Bauwagen mit der Zukunft zu tun? Ist der Traum von der Selbstversorgung nicht längst von gestern?


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Wam Kat am Messpunkt
























Irgendwann vor Jahrzehnten ist es mal ausgemessen worden und man hat festgestellt, dass irgendwo zwischen Potsdam und Magdeburg der Mittelpunkt der DDR liegt. Wam Kat führt uns zum Messpunkt, um den herum man eine Karte in Beton gegossen hat. Wam Kat und die anderen Ökos in der Region leben also mitten in der ehemaligen DDR lebt, zumindest messtechnisch. "Manchmal halten hier Reisebusse", erzählt uns Wam, der selbst ein waschechter Altlinker ist, PDS-Mitglied und - obwohl Niederländer - im Stadtrat von Belzig sitzt. Von DDR-Nostalgie hält Wam allerdings genauso wenig wie von triumphalem Kapitalismus. Gibt es einen "dritten Weg"?  

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Über dieses Blog

April 2009: Sechs ZDF-Reporter reisen quer durch Deutschland - auf der Suche nach Zukunftsmachern. Wir suchen und finden Menschen, die nicht nur jammern, sondern zupacken. Die kreative Ideen für eine bessere Zukunft haben. Die Reise ist zu Ende, die Erlebnisse unserer Deutschlandtour können Sie aber jederzeit hier nachlesen.

Zukunft machen — diesmal im Südwesten

Zukunft machen

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