Finger weg von Zeitarbeit?

Auf der Suche nach Interviewpartnern für Zeitarbeit stoße ich ziemlich schnell auf Menschen, die sich teils jahrelang als Leiharbeiter durchschlagen, und das Frustpotenzial ist groß. „Diese Sklavenarbeit sollte man abschaffen“, „Du bist als Leiharbeiter doch nur Mensch zweiter Klasse“ und „Ich hörte immer wieder: ‘Hey Leiher, mach mal dies, mach mal das.’ Ich habe gar keinen Namen bei den Kollegen“.

Viele lehnen es rundheraus ab, sich vor der Kamera zu zeigen, aber doch nicht alle. Tom (Name geändert) aus Bad Salzuflen sagt, ihm ist es egal. Wenn ihn seine Firma feuert, findet er eben eine andere. Geht das so einfach? Ich will es selbst herausfinden und bewerbe mich in einer norddeutschen Stadt als Hilfsarbeiter während einer von der Arbeitsagentur organisierten Messe. Ich hinterlasse einen Lebenslauf, stecke Visitenkarten ein und tatsächlich: Binnen weniger Tage habe ich einen Job. Der Zufall führt mich in eine Zeitarbeiterkarriere, die einiges von dem bestätigt, was meine Interviewpartner erzählen: Ich muss ohne schriftlichen Vertrag arbeiten, bekomme trotz Tätigkeit auf dem Bau keine Sicherheitsschuhe, der Arbeitgeber nennt mich nur „den Leiharbeiter“ – und am Ende habe ich große Probleme mit der Bezahlung für meine Arbeit als Bauhelfer.

Auf der Suche nach Gesprächspartnern, die mir von unseriösen Praktiken aus der Branche berichten, muss ich nicht einmal Aussteiger oder Undercover-Interviewpartner suchen. Das Problem, sagt mir der Inhaber einer großen Zeitarbeitsfirma in Heilbronn, sind die vielen kleinen Firmen. Die müssen eng kalkulieren, und da ist es bis zum Betrug gar nicht weit. Er weiß, dass die Konkurrenten Menschen als 400-Euro-Jobber einstellen und Vollzeit arbeiten lassen, dass bei den Stundensätzen getrickst wird; aber auch, dass Industrieunternehmen öfter mal sagen: „Ich brauch einen Mann für drei Wochen, aber die erste Woche zahle ich nicht“.

Also Finger weg von Zeitarbeit? So weit würde ich nicht gehen. Wir finden auch Menschen, die zufällig vor unserer laufenden Kamera erfahren, dass sie fest übernommen werden, und andere, die froh sind, wenigstens hier eine Chance zu bekommen. Das Problem liegt darin, dass sowohl Zeitarbeitsfirmen als auch Industriebetriebe das Instrument der Zeitarbeit ausnutzen. Daimler in Stuttgart beschäftigt nicht nur eigene Leiharbeiter (mit dem Betriebsrat hat man sich auf eine Quote von 8 Prozent geeinigt), sondern auch über so genannte Werkverträge Subunternehmer, die ihrerseits Leiharbeiter einsetzen – außerhalb des Überblicks des Betriebsrats, und noch einmal schlechter bezahlt als die „Daimler“-Leiharbeiter. Im Gegensatz zu der angeblich so verschwiegenen Zeitarbeitsbranche sind die Stuttgarter Manager aber nicht bereit, sich vor unserer Kamera zu äußern.

- Christian Bock

100 Kommentare | 12. Januar 2012 | 16:00 Uhr | Twittern | Facebook

100 Kommentare

  1. Hallo Herr Bock,

    vielen Dank für das Anstimmen der Diskussion. Ich bin gespannt, was Sie für Feedbacks erhalten. Ich denke, Sie haben sehr gut zwei Seiten der Medaille beschrieben. Aber ich denke auch, dass eine “Trickshaltung” nicht unbedingt nur in der Zeitarbeit anzutreffen ist. Zeitarbeit ist wahrscheinlich wie das Leben – man kann gute und schlechte Erfahrungen damit machen.

    Mit besten Grüßen

    Martin Reti | 17. Januar 2012 | 09:41 | Antworten
    • Ich bin selber Inhaber eines Handwerksbetrieb habe 16 festangestellte
      Meiner Meinung nach ist, leiharbeit reine Ausbeutung eine moderne Sklaverei der Arbeiter,
      Das ganze sollte man abschaffen und verbieten, denn die Arbeit auf dem Arbeitsmarkt ist vorhanden, dann können die Firmen die Arbeiter auch nur noch bei festeinstellung beschäftigen
      So wie es früher war, denn so wie es jetzt zur zeit ist, ist das nur 2dabei verdienen das ist die Zeitfirma und der Hauptauftragnehmer,

      Herbert O | 19. Januar 2012 | 00:44 | Antworten
      • Hallo Zusammen,

        danke für die Reportage. Ich bin Dipl. Betriebswirt und arbeite in einem Dax Konzern zudem weder Rot,Grün,Schwarz oder Gelb. Aber die derzeitige Ausgestaltung der Leiharbeit ein absolutes Missbrauchs- und Ausbeutungsinstrument.

        Zur Abdeckung von Auslastungsspitzen müsste die Leiharbeit eigentlich teurer als normale Arbeitslöhne sein, schließlich führen Sie ja auch zu Übergewinnen.

        Bitte weitere Reportagen mit substanziellem Tiefgang anstoßen. Was hier in Deutschland passiert ist nicht ok.

        MfG
        Michaela

        Michaela | 19. Januar 2012 | 10:23 | Antworten
  2. Alle verdienen – nur der die Leistung erbringt nicht
    - oder wie man mit Unterstützung des Staates noch zusätzlich als Zeitarbeitsfirma Geld verdienen kann.

    Aus einem aktuellen Fall kann ich folgendes berichten:

    Ein Leiharbeiter wird im Juni 2011 von einer Zeitarbeitsfirma angestellt und in die Solarbranche entsendet. Im 3-Schicht-Dienst 40 Stunden/Woche erhält er 1085,- Euro Brutto/Monat.
    Ohne sein Wissen beantragt die Zeitarbeitsfirma bei der Agentur für Arbeit einen Eingliederungszuschuss, da Sie weiß, dass der Leiharbeiter zuvor ALG II bezogen hat.
    Die Agentur für Arbeit genehmigt einen Zuschuss von ca. 460,00 Euro / Monat für 6 Monate.

    Er muss 8 Stunden lang täglich schwere Solarmodule alleine von einem Ort zum anderen tragen. Trotz baldiger Rückenschmerzen beißt er die Zähne zusammen ist immer pünktlich, kein Tag krank. Das Unternehmen motiviert damit, dass die besten Leiharbeiter einen „befristen Arbeitsvertrag“ erhalten.

    Anfang Oktober 2011 schickt das Solarunternehmen alle Leiharbeiter nach Hause, wegen angeblich schlechter Auftragslage, das war an einem Donnerstag.

    Der Leiharbeiter hat Schmerzen im Rücken, ist auch zutiefst enttäuscht, dass es wieder mal keine Übernahme in ein festes Arbeitsverhältnis gab und geht am Freitag zum Arzt. Der Arzt schreibt ihn eine Woche krank und verordnet Krankengymnastik.

    Die Zeitarbeitsfirma bietet am selben Tag – am Freitag – dem Leiharbeiter an, am Montag eine andere Tätigkeit aufzunehmen. Der Leiharbeiter sagt er wäre krankgeschrieben.
    Am Montag ruft die Zeitarbeitsfirma wieder an und bietet einen weiteren Job an. Obwohl der Leiharbeiter krank ist, geht er zu der Vorstellungsrunde, mit ihm sind weitere 6 Leiharbeiter bei der Vorstellungsrunde. Es stellt sich heraus, dass das Unternehmen gar niemand braucht.
    2 Tage später hat der Leiharbeiter seine Kündigung im Briefkasten.

    Er muss wieder ALG II beantragen.
    Da der Eingliederungszuschuss einer Auflage von 6 Monaten Beschäftigung unterliegt, behauptet die Zeitarbeitsfirma der Leiharbeiter habe die Kündigung provoziert, somit muss die Zeitarbeitsfirma den Zuschuss nicht zurückzahlen. Der Leiharbeiter erhält eine 30% Kürzung seines ALG II-Satzes für 3 Monate.

    Anna Bauer | 18. Januar 2012 | 10:04 | Antworten
    • Also dieser geschilderte Fall ist wirklich diskriminierend!
      Eigentlich schon kriminell.
      Es soll sogar Sklaven gegeben haben, die besser behandelt wurden!
      Wer sich abrackert und trotz Krankheit weiter malocht, wird zum Dank auch noch entlassen.
      Die größte Frechheit ist die Kürzung der lächerlichen Hartz4-Almosen.
      Bleibt zu hoffen, daß der Betroffene gegen die unnötige Sanktion vorgeht!
      Ich würde an seiner Stelle Klage erheben und Ansprüche auf Schadensersatz prüfen lassen.
      Wenn es sein muß, bis zur letzten Instanz.
      Ein Attest vom Arzt sollte hierzu problemlos ausreichen.

      Mitdenker | 18. Januar 2012 | 18:16 | Antworten
    • Ich hätte die Leiharbeit verklagt .alleine schon wegen Betrugs eine Anzeige gemacht ,das sie den Zuschuss einkassieren ,und den armen Leiharbeiter wegen Krankeheit entlassen(er ist ein mensch und keine Maschine).
      In der BRd herrschen ummenschliche zustände,und das nur weil Erwerbslose ihre Rechte nicht kennen ,und leichtgläubig sind .Nicht nur sich selber schaden ,sondern auch die anderen ,weil damit Gesetze ausgehebelt werden,und die Politik ,ja weiss das der deutsche Bürger die Füsse still hält.So was ist für uns alle Schädlich ,weil wir alle dazu beitragen das diese System zusammen bricht.(Totale Verarmung ,wie in den entwicklungsländern.vielleicht nicht heute auf morge ,aber in naher zukunft.
      Gute Nacht BRD .

      seppel | 19. Januar 2012 | 01:58 | Antworten
  3. Das Problem bei der Zeitarbeit ist nicht, dass man mich nicht mit Namen anspricht (ich wurde immer mit Namen angesprochen,egal von wem) sondern der Lohn für die Zeitarbeit.Der ist defenitiv zu wenig zum Leben, wenn man Unterhaltspflichtig ist, kann man den nicht zahlen,(obwohl man zahlen möchte). Desweiteren gibt es kaum Extraleistungen wie Urlaubs-,Weihnachts- und Fahrgeld(das manchmal nur anteilig).Man darf auch nicht vergessen, dass wenige nur Steuergelder bezahlen müssen, weil sie nicht genug verdienen. Beim Arbeitsamt oder Arge heisst das deswegen immer versicherungsplichtigen Job annehmen. Ich habe 10 Jahre Zeitarbeit gemacht, ich bin weder weitergekommen, noch habe ich heute einen Job, von dem ich selbstständig, ohne Kontrolle staatlicherseits leben kann. Inzwischen bin 56 Jahre alt, konnte durch zu geringen Verdienst nichts zurücklegen, ganz zu Schweigen von meiner Rente, die den derzeitigen Status von Grundsicherung hat.Am Arbeitseifer lag es nie, trotz Kind (1976) wenig Kindergeld und ohne Babyjahre(staatliche Hilfe). Ich habe mich und mein Kind alleine durchgebracht wie Millionen andere Menschen auch.Fazit? Es gibt keins Arbeitgeber und Politiker bringen ihre Schäfchen ins Trockene. Otto Normalverbrauchen kann sehen ,wo er bleibt

    lühmann,Ursula | 18. Januar 2012 | 12:28 | Antworten
    • Hallo Frau Lühmann,

      zu diesem Thema würde ich mich gerne mit Ihnen unterhalten. Wenn Sie möchten, schreiben Sie an ZDFzoom@zdf.de

      MfG
      Christian Bock

      Christian Bock | 23. Januar 2012 | 14:14 | Antworten
  4. Zeitarbeit/Leiharbeit
    Ich kann da nur sagen,die Arbeitsämter/Jobcenter arbeiten doch diesen Firmen zu!
    Bin im Programm 50+ soll eine bessere Förderung sein?!
    Aber was mir da bis jetzt nur Angeboten wird wurde sind eben nur o.g.Firmen.
    Nun frage ich mich was das mit Vermittlung zu tun hat?

    Joseph Schinkel | 18. Januar 2012 | 13:11 | Antworten
    • Was das mit Vermittlung zu tun hat ?nichts.Es dient nur dazu Erwerbslose zu kontrolieren ,und dafür zu sorgen ,das die Politiker ihre fetten Pensionen bekommen.Wollen wir das alle weiter zulassen?

      Warum hast du 10 jahre Zeitarbeit gemacht?Der Arbeitgeber muß ja schon milionnär sein .Nach 2 jahren hätte du den Arbeitgeber verklagen können ,auf eine unbefriste Arbeitstelle.so bist du nie in den Genuss einer Abfindung gekommen.
      Bei dir hat es dazu geführt ,das du immer auf staatliche hilfe angewiesen bist. auch im Alter.Es ist so politisch gwollt.Wenn jeder sich juritisch mal mit seinen rechten auseinder setzten würde ,hätten wir nicht die probleme.und man muß mal an die nächsten Generantion den ken ,da wo noch weitere sklaven in die welt gesetzt werden.
      Ja ,und in so ein system wollen wir alt werden. gute nacht BRD.

      seppel | 19. Januar 2012 | 02:05 | Antworten
      • Morgen,

        also erstmal kannst du niemanden nach 2 Jahren auf einen unbefristeten Vertrag verklagen, bevor du hier mit juristischen Tipps um dich wirfst, überprüf erstmal dein Wissen, es gibt immer noch den befristeten Arbeitsvertrag mit Sachgrund, der kann unterm Strich immer weiter laufen. Ich heisse solche Verträge selber nicht gut, aber das ist nun mal Praxis, in der Zeitarbeit aber auch (und gerade) bei ganz vielen Firmen.

        Davon mal abgesehen, jeder der einen neuen Job anfängt (egal ob direkt Angestellt oder entliehen), muss wohl um seinen Job bangen, wenn er in den ersten Wochen oder Monaten Krank wird. Es gibt wohl kaum eine Firma die dann jemanden trotzdem weiter beschäftigt.

        Was Zeitarbeit betrifft, ist Deutschland auf dem richtigen Weg bis Ende des Jahres werden die Stundenlöhne auf mindestens 8,19€/Std. angehoben, wenn man dann mal bedenkt, dass diesen Lohn wirklich JEDER bekommt, und auch wirklich JEDER einen Job bekommt, ganz egal was er bisher gemacht (oder auch nicht gemacht) hat, sollte man als ungelernte unqualifizierte Kraft die Füße still halten. Klar gibt es schwarze Schafe in der Zeitarbeitsbranche, aber wo gibt es diese nicht?

        In diesem Sinne,

        guten Morgen Deutschland

        Thorsten | 20. Januar 2012 | 09:18 | Antworten
        • Schwarze und graumelierte Schafe
          @Thorsten
          Werden Ihre verliehenen Ingenieure auch bei Krankheit entlassen?,ich denke nicht.
          Es wird immer um den Helfer-Bereich gehen,
          hier verdienen Sie Ihr Geld.(E1)
          Qualifiziertes Personal wird oft von den echten Arbeitgebern eingestellt.Selbst diese haben in den ersten 6 Monaten die Möglichkeit ohne Begründung zu kündigen um ihre Auftragsspitzen abzufedern.
          Wachen Sie auf.
          8,19? Echt klasse,solange Sie nicht für diese peinliche Summe tätig werden müssen. Ach ja,Sie sind ja was besseres,weil Sie Arbeit haben und alle anderen sind faul.
          Sie glauben tatsächlich ein Samariter zu sein.
          Gerade Leute mit dem IQ eines Toastbrotes sind
          in der Führungsebene gefärlich und ermöglichen
          diese Ausbeutung….solange die Provision stimmt.

          Torsten | 20. Januar 2012 | 15:53 | Antworten
          • Im Helferbereich Geld verdienen? Wer denn, die Zeitarbeitsunternehmen? In dem Bereich ist die Marge so hoch, davon kann man sich glatt 2 oder 3 Lutscher kaufen.
            Aber um sie eines besseren zu belehren was mich betrifft, nein ich habe keine Arbeit, ich befinde mich zur Zeit in einer Umschulung, vorher (sie werden es kaum glauben) hab ich Jahrelang als Leiharbeiter gearbeitet, und das anfangs für sagenhafte 7,50€/Std.! Dann habe ich einige Kurse besucht, und siehe da, ich hab dann auf einmal ein ganzen Euro mehr pro Stunde verdient. WOW! Zum Schluss kletterte mein Gehalt sogar auf über 9€!
            Dann bin ich Arbeitslos geworden, und hab mich erdreistet bei der BA mich um eine Umschulung zu bemühen, und sie werden es nicht glauben, es hat funktioniert, und warum? Ich hab mich nicht in mein stilles Kämmerlein verkrochen, trübsal geblasen und die Welt für mein scheitern verantwortlich gemacht.
            Beleidigungen sollte man sich sparen, zeugen nicht gerade von Selbstbewusstsein und Intelligenz.

            Ahja, Toastbrote können schimmeln, und sogar Kulturen auf sich “züchten”, letztenendes sogar Leben bilden. :)

            Thorsten | 24. Januar 2012 | 10:08 | Antworten
  5. Sicher die Zeitarbeit hat ein schlechtes Image und ein Leiharbeiter verdient weniger als ein fest angestellter aber was soll man dazu sagen ausser “Sei froh wenn du arbeit bekommst.” Wie viele Arbeitslose soll es den geben oder wie hoch soll die Steuer den steigen? Für den Unternehmer muss es sich rentieren mehr Arbeitskräfte einzustellen als er benötigt. Für den Staatshaushalt ist es wichtig die Kosten zu senken. Für den Angestellten relevant ausreichend zu verdienen. Mit Zeitarbeit kommen viele in Arbeit die sonst langzeitarbeitslose währen. Der Arbeitsmarkt muss umstrukturiert werden. Wir leben in Zeiten der Automatisierung.
    Ich selbst bin auch Leiharbeiter und ziehe eine Anstellung in Zeitarbeit vor.Wenn eine Firma schlecht bezahlt oder nicht ausreichend, nach Vertrag, gehts zum Arbeitsgericht.Zu viele hängen an einem festen Job. Geh, wenn die bezahlung schlecht ist, in die nächste Bude und gut.

    wagner, mario | 18. Januar 2012 | 22:13 | Antworten
    • was für eine scheisse redest du denn.?Den staatshaushalt die kosten zu senken? mit den verhalten ,unterstützt du nur das system .
      Ja wie viele Arbeitslose haben wir wohl deiner Meinung nach?Ich sage 12 millionen.Alle die Erwerbsunfähig sind zahlen nicht mehr ein ,dann die arbeitsgelegenheiten machen ,dann die eine Massnahme nachen.Leute die Eu rente bekommen ,aufstocker.Grunssiherungsbezieher im alter.

      so´n scheiss hab ich noch nie gelesen,Da hilft wohl auch kein Nachdenken mehr.

      Es lebe das lohndumping land BRD Richtig?

      seppel | 19. Januar 2012 | 02:10 | Antworten
    • es gibt nur eine Rechtfertigung für Zeitarbeit

      Kurzfristige Beschäftigung zu gleichem Lohn, so verzichte ich zu Gunsten anderer auf mein Kündigungsschutz. Das ist vollkommen ausreichend als Entgegenkommen meinerseits.

      Sklavenarbeit nein danke und wer sich daran beteiligt sagt ja zu Hartz IV zu Schröder Müntefering Fischer und ja der Herr Steinmeier und Gabriel waren federführend daran beteiligt diesen Mist in Deutschland zu praktizieren.

      Und der Beitrag sagt es sehr deutlich Europa beschwert sich dass sich Deutschland einen schlanken Fuß macht auf Kosten der Nachbarländer. Zum Teufel 10 % der oben haben im letzten Jahr 30 % das Wachstum sich angeeignet.

      Denken schadet nicht nachdenken hilft

      Klaus 16 | 19. Januar 2012 | 03:46 | Antworten
  6. Zeitarbeit/Personalleasing

    Ich war 2mal im Westen arbeiten bei einer Zeitarbeit und Personalleasingfirma. Bei der zweiten Firma war gut 5Monaten beschäftigt gewesen als Helfer für Abriss,Entkernung,Entrümpelung.Ich hatte dort eine zweite Unterkunft auf dem Gelände des Firmensitzes.Ich wurde in der Region Rheinland-Pfalz,Saarland,Bayern eingesetzt.Die Firma stelle Fahrzeug zu Verfügung.Die Unterkünfte wurde immer bezahlt und mir am Ende mit 330Euro vom Gehalt abgezogen.100Euro gabt es für Fahrkosten und Spritkosten wurde abgerechnet über Firma.Derweil hatten wir immer gute Arbeit gehabt beim Kunden.Als noch beschäftigt kamen immer wieder neue Leute auf unsere Arbeitsstelle und meine alte Firma kündigt die Leute immer wieder mit der Begründung “keine Aufträge,keine Arbeit“.Bei uns haben wir immer Leute gebraucht,deshalb gab es viel Arbeit für wenig Geld.(7,50euro Brutto,100euro Fahrgeld,24Euro Auslöse,Zuschlag cents, Monatsverdienst rund 1050netto)Dazu wollte für paar freie Tage nach Hause gefahren wegen Überstunden,sowohl wolle einen Sonntag wieder nach zweiten Unterkunft fahren ,um Montag zu arbeiten beim Kunden.Meine Chefin rief mich am Freitag an um mich zu kündigen.Ich stand mit hohen Schulden dar,diesbezüglich konnte keine Rechnung bezahlen für diesen Zeitpunkt.Diese Schulden muss man bis heute noch abtragen.Bei der anderen Arbeit wurde immer geringfügig bezahlt von 5,89 Brutto einer Zeitarbeit(Zuschläge:0,80cent pro Stunde,keine Fahrkosten,kein Verpflegungsgeld).Ich habe eine Abmahnung bekommen wegen unerlaubten Arbeitsplatz zu haben.Ich habe meinen Arbeitsplatz nicht verlassen man ist uns wie Vieh um gegangen durch den Arbeitgeber.Dazu haben wir im Ausland gearbeitet auf den Bau bei Wind und Wetter keine Absicherungen.Ausserdem wollte immer versuchen eine dauerhafte Stelle bekommen,wie mal gesagt 3Versuche habe gestartet um etwas festes zu kriegen.Bei meiner letzte Arbeitsstelle wurde auch kurzer Hand gefeuert.Man hatte mir erst innerhalb 4 Tage neue Arbeit beschafft bei einer Solarfirma.Auch hier hatte mich immer wieder verhalten stehen gelassen und eine verdreckte,verschimmelte Wohnung(Badschimmel,Schlafzimmer Nassewände) angeboten.Diese Räume wurde hilfsweise gereinigt durch eigenes Zeitarbeitpersonal durch meiner Firma.Briefe vom Vormieter waren auch im Briefkasten.Ja,es gab auch immer wieder mal Problem in unser Firma mit Kunden und Arbeitnehmer.Bei Anrufen wurden man abgeblockt oder einfach ignoiert.Ich musste auf dem Gelände der Mercedes Benz Werk Wörth/Rhein einer ansässigen Entsorgungsfirma arbeiten,wo man uns täglich Mobbing machte.Durch einen Anruf unser Zeitarbeit wurde mir mitgeteilt es fehlen noch für 2Wochen Tätigskeitsnachweise.Es gab dort immer wieder Vorfälle mit anderen Leiharbeiter/Mitarbeiter.Der Chef kümmert sich kaum um seine Leiharbeiter.Auch möchte sage es schwierig eine richtige Arbeitstelle bei Abbruchunternehmen zu finden.

    klaus,Hausmann | 18. Januar 2012 | 23:24 | Antworten
    • Lieber Herr Hausmann,

      wenn Sie möchten, schreiben Sie uns doch bitte eine Kontaktadresse an ZDFzoom@zdf.de – ich würde mich gerne nochmal mit Ihnen unterhalten.

      MfG
      Christian Bock

      Christian Bock | 23. Januar 2012 | 14:17 | Antworten
  7. DER STAAT WILL, DASS MAN VON IHM LEBT – TUN WIR IHM DOCH DEN GEFALLEN!
    Arbeit wird nicht geschätzt, sondern bestraft. Nicht-arbeitende H4-Empfänger sind heute oft besser dran als Niedriglöhner. Sie erhalten Bildungspakete, Sozialtickets und andere Vergünstigungen, die den Niedriglöhnern versagt bleiben, auch wenn sie weniger als H4 verdienen. MAN BESTRAFT ALSO DEN ARBEITNEHMER UND AUCH SEINE FAMILIE !
    Wer die Wahl hat, soll sich lieber für Geld fürs Nichtstun als für einen prekären Job entscheiden. Ein schlechtes Gewissen (“Wenn das jeder täte”) ist ABSOLUT UNNÖTIG, denn der Staat zeigt ja, dass er will, dass man von ihm lebt: durch die Verweigerung eines Mindestlohns und intensive Förderung von Niedriglohn, Leiharbeit und Aufstockertum und Vergeudung von Talenten (Existenzgründer/Weiterildungswillige erhalten keine Chance, sogar Ingenieure/Universitätsprofessoren können in H4 fallen, und statt ihre Fähigkeiten nutzen zu dürfen, müssen sie an unsinnigen, teuren Beschäftigungsmaßnahmen teilnehmen). Wenn ich mir mein Personal vom Staat bezahlen lassen kann, müsste ich ja dumm sein, das nicht auszunutzen und freiwillig selbst mehr zu zahlen.
    D. H., MAN LEBT VOM STAAT, OB MAN NUN ARBEITET ODER NICHT!
    Und GELD, DAS DER BÜRGER NICHT NIMMT, WIRD NUR VERGEUDET (simulierter Supermarkt mit Plastikobst, wo H4-ler einkaufen üben sollen, dreimal hintereinander derselbe sinnlose Bewerbungskurs u. ä. unsinnige Maßnahmen zur Schönung der Statistiken oder unnötige Bauprojekte). Die 2 Fragen an Arbeitslose mit Kindern “Was kannst du den Kindern bieten, und welches Vorbild bist du?” sind leicht zu beantworten. Zur Frage des Vorbildes: Man ist den Kindern das Vorbild, das einem der Staat ist, und wenn der einen spüren lässt, dass Arbeit etwas Schlechtes ist, gibt man das eben an die Kinder weiter. Im Gegenteil: Jeden Euro, den der Staat den Bürgern zahlen muss, kann er nicht mehr vergeuden! NICHTSTUN KANN ALSO VIEL SOZIALER ALS ARBEITEN SEIN!!!

    Hans Meier | 18. Januar 2012 | 23:33 | Antworten
    • >>>auch wenn sie weniger als H4 verdienen.<<<

      Unwissenheit ist nun mal nicht, die Grundlage von Wissen

      jeder Arbeiter mit ergänzenden Leistung SGB II ( Hartz IV)mit 1000 Euro brutto, hat mindestens 360 Euro mehr als jeder Hartz-IV-Empfänger im Portmonee.

      Und du bist ein Paradebeispiel für das ausspielen gegeneinander. Informiere dich bevor du solche Behauptungen aufstellt.

      als erste Anlaufstelle könnte dir das helfen

      .tacheles-sozialhilfe Fragen stellen, und Unwissenheit beseitigen. In dem Sinne schönen Tag noch.

      Klaus 16 | 19. Januar 2012 | 03:40 | Antworten
  8. Frage: Haben solche Menschen keine Würde und Selbstachtung, dass sie sich so behandeln lassen? Ist die Tatsache ARBEITEN zu dürfen soviel mehr wert, das man sich zum Sklaven macht? Gibt’s eben wieder Hartz IV, macht bei den Löhnen sowieso kaum einen Unterschied ob man Stütze bekommt oder Arbeitslohn!Nehmt lieber Geld fürs Nichtstun als so einen Job! SKRUPEL SIND TOTAL UNNÖTIG: Durch Förderung von Niedriglohn+Leiharbeit statt des Mindestlohns zeigt der Staat ja, dass ER WILL, DASS MAN VON IHM LEBT, OB MAN NUN ARBEITET ODER NICHT. Und Geld, das ihr nicht nehmt, wird nur vergeudet (z. B. simulierter Supermarkt mit Plastikobst, wo Hartz-4-ler einkaufen üben sollen). Jeder €, den der Bürger erhält, kann nicht mehr vergeudet werden ! NICHTSTUN KANN ALSO VIEL SOZIALER ALS ARBEIT SEIN!

    Peter Schmidt | 18. Januar 2012 | 23:56 | Antworten
  9. Probearbeiten ist gem. Meinem Arbeitsamt bis zu 4 Wochen üblich. Selbst um eine Lehrstelle in Aussicht gestellt zu bekommen, sollte man vorher 1 Woche Probearbeiten. War als Einfühlungsverhältnis getarnt. Angeblich ohne Pflicht zur Arbeit. Wer aber nicht mitarbeitet, bekommt auch keinen Lehrvertrag.

    Frank | 19. Januar 2012 | 00:37 | Antworten
    • Hallo,

      Probearbeiten finde ich ja auch in Ordnung. Die nicht zu bezahlen, ist das Problem.

      MfG
      Christian Bock

      Christian Bock | 23. Januar 2012 | 14:18 | Antworten
  10. Zeitarbeit weltweit verbieten!!! es ist unerträglich für gleiche arbeit weniger zu bekommen bzw. das ich jemanden bezahlen muss um geld zu verdienen … zeitarbeitsfirmen gesetzlich verbieten.

    Joachim Müller | 19. Januar 2012 | 00:47 | Antworten
  11. Habe jetzt 4 Jahre als Leiharbeiter in Österreich gearbeitet. Als es zuletzt Probleme mit Zulagen gab bin ich zur Arbeiterkammer gegangen. Da hat ein Arbeitsjurist in meinem Namen einen bösen Brief geschrieben… 1 Woche später hatte ich eine dicke Nachzahlung. Die Arbeiterkammer ist eine sehr gute Sache. Die würden sogar für mich vor Gericht ziehen. Wäre was für Deutschland.

    Atti d. | 19. Januar 2012 | 00:49 | Antworten
  12. Guten Abend,
    ich sehe gerade diese Sendung und bin betroffene Mutter zweier “Zeitarbeitskinder”.
    Ich empfinde große Freude, dass endlich dieses Thema auf den Tisch kommt.
    Was mir aber fehlt ist eine Institution an die man sich wenden kann, wenn z.B. unentgeltliche Arbeit abverlangt wird oder der Stundenlohn in der Produktionshilfe unter 7,00 € liegt.
    Der Verdienst läßt keine juristische Beratung zu und irgendwer müßte sich doch in diesem unserem Lande darum kümmern, dass wir nicht osteuropäische Arbeitsverhältnisse kriegen.
    Bin ich zu blauäugig? Weiß wer Rat?
    Mit den besten Grüßen
    M. Bargaoui

    Marina Bargaoui | 19. Januar 2012 | 00:54 | Antworten
    • Guten Abend,

      ich empfehle wegen Beschwerde folgende Anlaufstellen:
      - Gewerbeaufsichtsamt
      - Zoll, wenn Mindestlohn nicht eingehalten wird
      - DGB-Mitgliedsgewerkschaft
      - Bild-Zeitung

      Matthias Mieth | 19. Januar 2012 | 22:24 | Antworten
      • Hallo Herr Mieth,
        Vielen Dank für Ihre Hinweise.
        Wir hatten schon einen Anwalt eingeschaltet und prompt 1700 € Lohnnachzahlung lediglich auf Grund eines “Anwaltsschreibens” an die betroffene Firma erstattet bekommen. Aber nun kann man ja nicht immer einen Rechtsbeistand mit zur Arbeit nehmen.
        Deshalb werden wir demnächst (und der Fall wird sicher eintreten) es mal mit den von Ihnen genannten Institutionen versuchen.

        Mit freundlichen Grüßen
        M. Bargaoui

        Marina Bargaoui | 21. Januar 2012 | 00:30 | Antworten
  13. Sicherlich kann man behaupten, dass die Löhne in der Zeitarbeit zu niedrig sind, keine Frage.
    Ich stelle hier allerdings die realistische Frage, was soll ein Mitarbeiter ohne jede Qualifikation, also ein Hilfsarbeiter denn verdienen? Im Grunde sind die Gewerkschaften das Problem. Ein Produktionsarbeiter ohne Ausbildung verdient z.B bei Daimler als fester Mitarbeiter rund 20 EUR pro Stunde, weil dies so im Tarifvertrag steht. Dies kann nur ein Scherz sein. Es ist doch nur Konsequent, wenn die Zeitarbeit hier als Kompensation für eindeutig zu hohe Löhne für ungelernte Kräfte erhalten muss. Was ist die Arbeit einer Hilfskraft im globalen Wettbewerb Wert? 20 EUR sicher nicht, aber auch nicht 7,89 EUR, sondern irgendwo in der Mitte und wäre dies so, dann bräuchte Daimler auch keine Leiharbeiter mehr, wenn alle z.B. 14 EUR bekommen, dies möchten die etablieren Kräfte sicher nicht. Die Schuld, bei der Zeitarbeit abzulegen ist nicht gerecht. Die Schuld liegt auch bei den Gewerkschaften, welche nicht bereit sind vor der eigenen Türe zu kehren. Das Sau, die man durchs Dorf treibt heißt Zeitarbeit. Die Ursache liegt aber in der Logik der Lohnstrukuten und in der Lobbyarbeit der Gewerkschaften.

    Benjamin | 19. Januar 2012 | 01:03 | Antworten
  14. Sehr geehrte Damen und Herren,
    Ihr Beitrag über die Zeitarbeit hat mich sehr interessiert, da ich selbst ein Zeitarbeitsfirma für den medizinischen Bereich leite.
    Leider habe ich auch diesmal wesentlich mehr negative Argumente zu hören bekommen, als positive.

    Deshalb möchte ich Ihnen einmal vorstellen, wie wir unsere Pflegeassistenten und -tinnen, Alten- und Krankenpfleger und
    -pflegerinnen behandeln.

    1. Wir behandeln jeden einzelnen Mitarbeiter menschlich.
    2. Wir zahlen den geforderten Mindestlohn nebst vertraglich zugesicherten Zuschlägen, teilweise übertarifiche Zulagen und das immer pünktlich.
    3. Wir achten auf Ruhezeiten.
    4. Mögliche Dienste werden mit den Mitarbeitern abgesprochen, eventuelle Wünsche berücksichtigt.

    Was ist die Folge? Die meisten unserer Mitarbeiter haben Festverträge und sind teilweise schon seit 4 Jahren unter meiner Leitung. Viele haben Angebote für Festeinstellungen in Pflegeheimen erhalten doch dankend abgelehnt. Die, die es mal ausprobiert haben, sind oftmals zurück gekommen.

    Unsere Kunden möchten sie nicht missen, denn sie haben Freude an der Arbeit, sind super gut und zuverlässig.

    Ja, auch so etwas soll es in dieser Branche geben und es wäre sehr schön, wenn auch darüber mal eine Reportage gemacht würde. Es wäre nämlich mal an der Zeit, dass in dieser Branche die positiven Aspekte viel mehr an die Öffentlichkeit kommen würden. Ich kann diese negativen Äußerungen langsam nicht mehr hören, obwohl auch ich der Meinung bin, dass es sehr viel schwarze Schafe in dieser Branche gibt – aber eben nicht alle!!

    Mit freundlichen Grüßen
    Gabriele Rimark

    Gabriele Rimark | 19. Januar 2012 | 01:06 | Antworten
    • Liebe Frau Rimark,

      Dann würde es mich freuen wenn Sie Kontakt zu mir aufnehmen, bitte an ZDFzoom@zdf. de

      MfG
      Christian Bock

      Christian Bock | 23. Januar 2012 | 14:20 | Antworten
  15. ,Zeitarbeit ist Lohndiskrimierung und daher menschenunwürdig. Der ZA hat keine konsumfähigkeit und sozial den staatlich programmierten Abstieg. im Prinzip wird der ZA auf die Stufe von vorbestraften Mitbürgern auf die selbe Stufe gestellt. Ihr Beitrag über ZA ist zutreffend. Meine Kritik setzt da an, daß das Thema immer nicht treffend genug als Gefärdung unserer Gesellschaft dargestellt wird.

    armin pfeiffer | 19. Januar 2012 | 01:06 | Antworten
  16. Netter Beitrag, allerdings wurden die wirklich schwarzen Schafe gezeigt. Die dunkelgrauen nicht, es gibt immerhin einige, die sich an gewisse Rechte halten. Aber weiße Schafe gibt es definitiv nicht, die ganze Branche ist ein Konstrukt von DGB (Tarifverträge), der Industrie und der Politik (Schönigung der Arbeitslosenzahlen).
    Solange es weiterhin die gesetzeswidrigen Tarifverträge gibt, wird sich nichts ändern. Die Zeitarbeitsfirmen verdienen sich eine goldene Nase, die Politik hat “tolle” Arbeitslosenzahlen und der Arbeitnehmer guckt in die Röhre…
    Gesetzeswidrige Tarifverträge deshalb, weil der DGB für eine Gruppe unorganisierter Arbeitnehmer – es gibt keine Gewerkschaft für Zeitarbeiter, man müßte aufgrund der Flexibilität in jede Gewerkschaft eintreten, aber wer kann sich das leisten? – Tarifverträge abschließt, ohne daß der Arbeitnehmer vertreten wird, es wird nur auf die Interessen von BZA/iGZ und Industrie geachtet. Im Gesetz steht, daß ein Zeitarbeiter das gleiche Geld verdienen muß wie ein vergleichbarer Festangestellter, es sei denn, es gibt einen Tarifvertrag. Welcher Arbeitnehmer würde einen definitiv schlechteren Abschluß erzielen wollen als den, der ihm laut Gesetz zusteht???? Der DGB ist der Verbrecher und spielt den Zeitarbeitsfirmen in die Hände. Die Politik macht die Augen zu, ist ja nur gut für ihre Statistiken… Toller Staat…
    Es muß endlich ein Ende haben, Schluß mit der Ausbeutung, der Aufschwung und die Gerechtigkeit muß! endlich bei den Arbeitnehmern ankommen.

    Zur Info: Ich bin seit über 7 1/2 Jahren Zeitarbeiter.

    Thorsten Stein | 19. Januar 2012 | 01:08 | Antworten
  17. Es ist wirklich ein Trauerspiel,was in unserem Staat los ist! “A r m e s Deutschland ”
    Ich bin sehr froh, dass dieses Thema endlich resolut aufgegriffen wird. Vielen Dank an den Autor !
    Bitte bleiben Sie an diesem Thema ´dran.
    Es ist doch furchtbar, wenn Menschen die arbeiten, arbeiten wollen und gearbeitet haben in diesem Staat so bestraft werden.
    Vor allem junge Menschen können sich keine Existens aufbauen, geschweige etwas für die Altersversorgung zurück legen. In einigen Jahren werden wir ein Land von Bettlern und Armen sein.
    Viele arbeitswillige und gut ausgebildete Menschen gehen ins bessere Ausland, wo sie unter menschenwürdigen Bedingungen arbeiten und leben können.
    Es ist offensichtlich, dass die Politiker sich von der Wirtschaft ” kaufen ” lassen,denn man bemerkt sehr oft dieses harmonische Zusammenspiel dieser Machtfaktoren.
    Wenn die sehr medienbewußte Arbeitsministerin Ursula v.d.Layen Ihre “getürkten” Arbeitsmarktzahlen monatlich bekannt gibt, könnte ich jedesmal “im Karree springen”.
    Wir Bürger werden doch wirklich für bekloppt gehalten.
    (Aber die vorherigen Regierungen konnten das auch schon sehr gut !)
    Im Verwandten-und Bekanntenkreis bekommt man sehr oft
    mit,wie das mit vielen privaten Arbeitsvermittlungen läuft und ebenso mit der Auslagerung von Firmenbereichen
    wo dann Arbeiter aus Rumänien,Polen u.a.Oststaaten für
    ganz wenig Geld arbeiten.
    Aber auch die fest angestellten AN werden, wie im Beitrag sehr gut dargestellt enorm unter Druck gesetzt.
    Es muß aufhören,dass der Staat(Arbeitsagenturen) die unseriösen Zeitarbeitsfirmen bzw.Personalvermittlungen
    und viele unseriöse AG f i n a n z i e r t, die Ihre
    Gewinne maximieren.

    von den Steuergeldern der

    Christa Riemer | 19. Januar 2012 | 02:03 | Antworten
  18. Peter Schmidt ich kann ihnen nur zustimmen.Nein leider hat der Deutsche schon lange seine Würde und selbstachtung diesbezüglich verloren.Im Ausland heisst es wir sind ein gebrochenes Volk.Ist ja anscheind so gewollt ,weil sonst würde der Deutsche sich ja nicht versklaven lassen.

    Die allermeinsten haben ihre Wertschätzung über die Erwerbsarbeit.So ist es seit kindesbeinen den Leuten beigebracht worden ,wenn du arbeitst ,egal ob du davon leben kannst oder nicht ,bist du was wert ,ohnen Arbeit nicht.

    Das steckt noch in den Köpfen der Menschen.Traurig genug .1933 Arbeitslager reicht doch.wollen wir so was wieder haben ?

    seppel | 19. Januar 2012 | 02:19 | Antworten
  19. ein Riesen Lob an Herrn Christian Bock

    einer der besten Beiträge seit langem im ZDF, wenn es um soziale Gerechtigkeit in Deutschland geht.

    Hoffentlich bleiben sie am Thema dran und weiten es mal auf die Entstehungsgeschichte aus wie wie wer und wann dieses System installiert hat. Heute möchte jemand dafür Kanzler werden mit Namen Steinmeier.

    Klaus 16 | 19. Januar 2012 | 03:50 | Antworten
  20. Offenbar kennen alle nur Zeitarbeiter, die vergleichsweise unqualifiziert, bzw. in Jobs sind, in denen die Nachfrage das Angebot übersteigt. Andernfalls würden sich ja die AG um die AN bemühen

    Wir betreuen in der Vermögensverwaltung einen SAP Programmierer, der nur und gezielt Zeitarbeit macht, weil das interessanter ist und der nicht unter 8000 EUR pro Mo nach Hause geht. Ebenso eine Bekannte, die als Akademikerin gezielt die Abwechslung sucht und sehr gut dabei verdient – nicht so viel, wie beim gleichen Arbeitgeber, aber sie kann Wünsche äußern – z.B. bei Missfallen des Arbeitsverhältnisses zu einem anderen AG geschickt zu werden. Diese Freiheit schätzt sie. Beide können sich den Job aussuchen und das Zeitarbeitsunternehmen nimmt sie mit Kusshand auch nach Unterbrechungen.

    Wenn man natürlich nur “Tür auf Tür zu” machen kann oder einen “Schlenz in einen Müpf stecken”, wie der verdeckte Ermittler Bock kann man keine Wunder erwarten – was Betrug nicht rechtfertigt. Aber hier gibt es Anwälte und das Recht, charaktervoll NEIN zu sagen. Die Akzeptanz von Schwachsinn oder unfairer Behandlung zeugt von einer reinen Opportunitätsüberlegung – man will die Kohle.

    Offenbar ist diese Spezies AN aber auch nicht in der Lage sich selbst einen Job zu suchen oder selbst etwas zu unternehmen, das ihnen den Lebensunterhalt sichert.

    Das Zeitarbeitsunternehmen erledigt das dann für den AN einen Job in einem gsättigten Markt oder bei mangelhaftem Management des eigenen Angebots (sprich: man kann nix) zu finden. Dafür ist ein Verdienst des Zeitarbeitsunternehmens von 80 cent pro Stunde allemal gerechtfertigt, wie der Film zeigte. Dazu kommt noch das unternehmerische Risiko, dass nach der Probezeit durch Kündigungsschutz etc für das Zeitarbeitsunternehmen besteht.

    Abgesehen von Auswüchsen ist die tendenzielle Hetze gegen diese schöne Möglichkeit Erfahrung in unterschiedlichen Untenehmen zu sammeln wirklich nicht gerechtfertigt.

    Warum zeigt der Film nur die Seite der Wenigverdiener? Warum beleuchtet er nicht auch die Seite derer, die damit zufrieden sind? Diese Tendenzberichterstattung in den Medien, die meist einem linken Mainstream huldigt, entspricht wirklich nicht dem Auftrag der ausgewogenen Meinungsdarstellung der öffentlich Rechtlichen.

    Askay | 19. Januar 2012 | 05:21 | Antworten
    • Zitat: “Offenbar ist diese Spezies AN aber auch nicht in der Lage sich selbst einen Job zu suchen oder selbst etwas zu unternehmen, das ihnen den Lebensunterhalt sichert.”

      Vielen Dank für dieses treffende Vorurteil.

      Matthias Mieth | 19. Januar 2012 | 22:35 | Antworten
  21. Ich bin auch seit 1 Jahr arbeitslos, habe aber das große Glück heute einen Arbeitsvertrag für eine Festanstellung unterschreiben zu dürfen, sonst wäre mir erst einmal auch nichts anderes als Zeitarbeit übriggeblieben.

    Das Traurige ist doch, dass der Staat Arbeitslose in die Zeitarbeit reindrängt. Die Vermittlungsvorschläge von der Agentur für Arbeit waren nur Zeitarbeitsfirmen. Wenn ich nicht die Möglichkeit genutzt oder gehabt hätte über das Internet in deren Jobbörse reinzuschauen, hätte ich auch keine anderen Möglichkeiten gefunden. Die normalen Stellenangebote zu Festanstellungen, die in der Jobbörse eingestellt sind, werden den Arbeitslosen nicht angeboten.

    Meines Erachtens sollte der Staat mehr Geld für mehr Personal in den Arbeitsämtern ausgeben, anstatt den Zeitarbeitsfirmen € 2000 für Vermittlungsgutscheine in den Rachen zu werfen, und die Mitarbeiter der Arbeitsagentur zu entlassen. Die zusätzlichen Leute könnten dann mehr Jobs reinholen und die Zeitarbeit wäre überflüssig. Aber wahrscheinlich kassieren unsere Politiker da wieder irgendwie mit. Ansonsten kann man dieses Verhalten nicht verstehen.

    Gaby | 19. Januar 2012 | 11:05 | Antworten
  22. Ich war knapp 1 Jahr beim Daimler Headquarter in Stuttgart Möhringen. Über einen Dienstleister. An unserem PC klebte ein gelber Zettel, so daß jeder gleich wusste: aha, Zeitarbeiter!

    Brischitt | 19. Januar 2012 | 11:09 | Antworten
    • Interessant. Offenbar hat die Firma ein Faible für gelb: Die Leiharbeiter, die ich gesehen habe, hatten einen gelben Ausweis an ihrer Kleidung.

      MfG
      Christian Bock

      Christian Bock | 23. Januar 2012 | 14:24 | Antworten
  23. Moin,moin aus Hamburg,
    lieber Herr Bock,

    als Beobachter des in Ihrem Beitrag erwähnten Zeitarbeitkongresses Anfang November 2011 in Köln, dem Sie mit Ihrem Team in Vorbereitung dieser Dokumentation ebenfalls beiwohnten, haben mein Geschäftspartner und ich – als Betreiber des unabhängigen, deutschlandweiten Info- und Bewertungsportals für Zeitarbeit http://www.derzeitarbeits-check.de – Ihre ZDF-Dokumentation in Hinblick auf eine kritische und gleichfalls faire, objektive Berichterstattung mit großem Interesse und einer Mindest-Erwartungshaltung verfolgt.
    Bei dem sehr tief in der öffentlichen Wahrnehmung verwurzeltem Negativimage der Zeitarbeits-Branche war es nicht schwer, dieses teilweise ungerechtfertigte Klischee mit Ihrem Beitrag ideal zu bedienen, ohne dabei nur ansatzweise den Versuch zu unternehmen, auf die große Zahl von positiven Beispielen in der Branche (denn diese gibt es auch!!) mit objektiv-kritischem Blick hinzuweisen oder diese gar zu erwähnen.
    Ihre einseitig-negative, klischeehafte Darstellung wirkt auch trotz des Interviews mit dem Geschäftsführer eines wirklich (!!!) vorbildlich und fair agierenden süddeutschen Personaldienstleisters wenig journalistisch-objektiv und ist in Bezug auf die Brisanz des Themas nicht hilfreich.
    Ihre Reportage ist für alle in der Branche tätigen seriösen und fairen Personaldienstleister wieder einmal enttäuschend und zeigt, dass eine neutrale Aufklärung über Chancen und Risiken der Zeitarbeit auch in Ihrer Doku nicht angestrebt wurde. Motto: Sensationsgier vor differenzierter Betrachtung?
    Wir laden Sie deshalb gern dazu ein, sich erneut und verantwortungsvoll, objektiv-investigativ über die zahlreichen positiven Fakten und Tatsachen in der Branche zu informieren und dies in einem Beitrag auch objektiv darzustellen.
    Zum Schluss ein wichtiger Hinweis für Sie und all diejenigen, welche nicht viel Positives über die Zeitarbeit wissen: Eine sachkundige, unabhängige Organisation zertifiziert vorbildlich und verantwortungsvoll agierende Personaldienstleister mit einem Gütesiegel (IQZ), welches jedes Jahr neu und nach strengen Kriterien geprüft und vergeben wird (http://www.guetesiegel-zeitarbeit.de/).
    Gleichfalls gibt es die Branchen-Initiative “seriös & fair” des Portals DerZeitarbeits-Check.de http://www.derzeitarbeits-check.de/index.php?id=270
    Lassen Sie uns also alle in dieser Thematik sachlich und konstruktiv-kritisch im Gespräch bleiben.

    Mit besten Grüssen aus Hamburg!
    O. Repp
    S.Lohmann

    Repp | 19. Januar 2012 | 13:42 | Antworten
    • Hallo Herr/Frau Repp,bisher haben schon bei einigen Zeitarbeitsfirmen,Personalleasingfirma hart gearbeitet für mein Geld.Aber doch bekam man unerwartet eine Kündigung ins Haus geschickt.Es scheint wohl so zu sein ,nicht allein da stehe mit richtigen,anständigen,bezahlen Job zu bekommen.Seitdem es mit diesen Firmen aufgetaucht sind,derweil gibt es so welche wie Sand am Meer.Sehr schön Sie uns bestimmte Hinweise geben,aber sollte so sein würde es kaum Arbeitslos geben.Sie können doch aus dem grossen Topf schöpfen vom Amt.Welche Arbeit bieten Sie denn an?Welcher Preis darf es sein?Melden Sie sich doch mal per Jobangebot an meine Mailadresse(schneiderlein96@freenet.de) mit Stundenlöhne,Arbeitseinsatz?Vielleicht könnten mich umstimmen wegen die negativen Meldungen über diese Zeitarbeit.

      jochen45 | 19. Januar 2012 | 21:53 | Antworten
    • Ein herzliches Moin aus dem schönen Lipperland

      Liebe Herren Repp und Lohmann, da sie sich ja hier so mokieren das der Bericht unobjektiv sei habe ich mal eine kleine Frage an sie. Warum machen sie und ihre Brance es nicht einfach und fangen an alle nach dem Equal Pay Prinzip zu Bezahlen wie es auch das AÜG und die allgemeine Erklärung der Menschenrechte in Artikel 23 Absatz 2 vorsehen und zack werden sie von der öffentlichkeit viel positiver wahrgenommen und nicht als die Ausbeuter die die Masse ihrer Brance ja auch darstellen.

      Hier nochmal zum nachlesen der Artikel der Menschrechts erklätung für sie zum Nachlesen: JEDER OHNE UNTERSCHIED hat das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit.

      Aber ich fürchte dazu werden sie sich niemals freiwillig entscheiden.
      Oder können sie mir erklären warum es sonst in ganz Europa mit ausnahme von Großbritanien Equal Pay schon gibt ? Das hat doch nicht etwa etwas damit zu tun das unser ehemaliger Arbeitsminster Clement heute einen gut bezahlten Job bei der Addecogruppe hat, den er natürlich nicht für die Öffnungsklausel im AÜG bekommen hat oder ???

      Ich fürchte Zeitarbeitsbetroffene werden sich ihre UNVERBRÜCHLICHEN Menschenrechte mit hilfe der Gewerkschaften selbst erkämpfen müssen von der Politik werden wir keinerlei Hilfe zu erwarten haben im Dienste der Wirtschaft werden unsere Spitzenpolitiker die ja immer so fleißig Menschenrechtsverletzungen in China und anderen Ländern anprangern auf die eklatanten Menschenrechtsverletzungen die sie selbst sofort beheben könnten weiterhin einen feuchten Kericht geben.
      Tja die Wirtschaft zahlt halt zu gut für kleine Gefälligkeiten.

      siehe Mövenpick und die kleinen Racker von der FDP

      Ich hoffe auf antworten auf meine fragen

      MFG das Kratur

      Alex | 19. Januar 2012 | 23:40 | Antworten
    • solange sie der Meinung sind, das Zeitarbeitsfirmen nicht den gleichen Lohn für gleiche Arbeit eines fest angestellten zahlen müssen, solange ist Zeitarbeit in Deutschland Sklavenarbeit. Die Verpflichtung Arbeit in Zeitarbeit anzunehmen führt unweigerlich zum Konkurrenzkampf zwischen fest angestellten und Zeitarbeitnehmer.

      Nehmen Sie sich an Frankreich am Beispiel Gleicher Lohn für gleiche Arbeit und für Zeitarbeit 10 % plus. Und solange das nicht Standard ist solange ist Zeitarbeit als verabscheuenwürdiges Instrument des Arbeitsmarkt zu betrachten.

      Die einzigen die daran Geld verdienen sind die Firmen selbst und zwar auf Kosten ihrer Angestellten Ausbeutung auf niedrigem Niveau.

      Und ihre Aussage das ein Gütesiegel erforderlich ist um die Qualität von Zeitarbeit zu einem Stundenlohn von knapp unter acht Euro zu rechtfertigen, Zeug wieder von der Richtung die sie hier gutheißen wollen.

      Sie sind einer der Beteiligten, die andere Menschen zu ihrem Vorteil ausnutzen. Ihre innere Haltung sollten Sie vielleicht überdenken. Solange Menschen Menschen ausbeuten, solange wird sich auch nichts ändern in der Denkweise.

      Französische Verhältnisse in Deutschland oder keine Zeitarbeit. Und irgendwann wird es gewaltig laut in Deutschland und dann sollten solche die Zeitarbeitsfirmen betreiben, ganz schnell in Deckung gehen.In diesem Sinne wird sich das Gütesiegel dann erledigen.

      es war nicht einer der sich über Zeitarbeit geäußert hat sowie der Autor dieses Beitrages sondern viele viele Beteiligte.

      Ihr Statement hat auch eine Aussiehtzeichnung verdient, “Die Goldene Himbeere” ist so ein Gütesiegel.

      soviel zu ihrem Beitrag.

      Klaus 16 | 20. Januar 2012 | 01:48 | Antworten
      • Vielleicht hilft es in diesem Fall, einmal nicht reflexartig auf jeden einzuschlagen, der sich um das Thema Zeitarbeit bemüht, bzw. die Situation sachlich zu beleuchten.

        Zunächst einmal ist klar, dass es in der Zeitarbeit, wie in jeder anderen Branche auch, kriminelle Machenschaften gibt (wie zum Teil im Film erwähnt) die es ganz klar zu nennen und zu beenden gilt.
        Da kann ich nur jedem Arbeitnehmer empfehlen zum Arbeitsgericht zu gehen – kostet nähmlich in der ersten Instanz nichts oder Geringverdiener bekommen Prozesskostenhilfe.

        Und was heisst im Einzelfall gleiches Geld für gleiche Arbeit? Wann ist es die gleiche Arbeit? Es kann doch wohl nicht sein, dass ein langjähriger Mitarbeiter eines Unternehmens nicht besser bezahlt wird als ein neuer Mitarbeiter (über Zeitarbeit) der nur für ein paar Wochen oder Monate da ist ?

        Lösung könnte sein, eine Gleichbezahlung nach 9 oder 12 Monaten Einsatzzeit einzuführen. Die Tücken liegen da aber immer im Detail !
        Und fragen Sie doch mal Menschen aus anderen Branchen, die wären froh, wenn sie den Mindestlohn von € 7,89 Zeitarbeit West erhalten würden – gibt es darüber auch Dokumentationen ? Führen Sie dort dann auch die gleiche Bezahlung ein ?

        Jedes Unternehmen (und Unternehmer) lebt und profitiert im übrigen von der Arbeit seiner Mitarbeiter, nicht anders ist es in der Zeitarbeit. Alles andere ist Kommunissmus – und wie der funktioniert hat konnte man ein paar Jahrzente in der DDR und UDSSR etc. “bewundern”.

        Richtig, etwa 1/3 der Zeitarbeiter sind im Niedriglohnsektor (Mindestlohn 7,89), 2/3 sind dies aber nicht – über diese Mehrheit spricht kaum jemand.
        Und was meinen Sie, was ein Unternehmen in unserer globalen Welt machen wird, wenn es für einfachste Anlerntätigkeiten 15 oder 20 Euro plus Lohnnebenkosten von 70% zahlen muss, während er das Ganze in Osteuropa oder Asien für vielleicht 2 oder 3 Euro bekommt ?
        Die Unternehmen wären ja geradezu dumm, diese Arbeiten in Deutschland durchführen zu lassen.

        Ergebnis wäre nur, dass es diese Jobs hier nicht mehr gibt, die Menschen keine Perspektive mehr haben und alle höhere Sozialkosten tragen müssen.

        Und noch einmal zum “Vorbild” Frankreich. Wenn schon informieren dann richtig. Mitarbeiter in Frankreich bekommen das gleiche Geld plus 10% – das stimmt. Aber die Mitarbeiter werden immer in die jeweils unterste Stufe (ohne Berufserfahrung) eingestuft plus 10%. Ein vergleichbarer Mitarbeiter verdient immer mehr. Zudem werden die Zeitarbeitnehmer immer nur für einen Auftrag eingestellt, es gibt keine Bezahlung von Einsatzfreien Zeiten, bei Krankheit oder Urlaub !!
        Und nach Ende des Einsatzes sind die Mitarbeiter sofort arbeitslos – im übrigen ohne Anspruch von Arbeitslosengeld, wenn sie weniger als 6 Monate im Einsatz waren – dies sind etwa 90% !!

        Also, es ist nicht immer alles so einfach oder nur schwarz oder weiss. Meine Anregung ist, die Tarifverträge in der Zeitarbeit insgesamt einheitlich zu verbessern, schwarze Schafe rigoros nennen und rausschmeissen, und wirklich gleiche Bezahlung nach 12 Monaten einführen. Dazu vorher Einsatzdauer- und Branchenzuschläge.

        Torsten Oelmann | 20. Januar 2012 | 11:22 | Antworten
    • Lieber Herr Repp,

      Danke für ihre Anmerkung, die ja auch auf Ihrer Website veröffentlich sind. Ich bin, wie Sie sich denken können, nicht ganz Ihrer Meinung. So ein bisschen widersprechen Sie sich selbst, weil Sie einerseits sagen
      “ohne dabei nur ansatzweise den Versuch zu unternehmen, auf die große Zahl von positiven Beispielen in der Branche (…) hinzuweisen oder diese gar zu erwähnen”
      und einen Absatz tiefer:
      “Ihre einseitig-negative, klischeehafte Darstellung wirkt auch trotz des Interviews mit dem Geschäftsführer eines wirklich (!!!) vorbildlich und fair agierenden süddeutschen Personaldienstleisters (…)”

      Natürlich ist der Bericht für die vielen seriösen Unternehmen enttäuschend, aber das ist ja gerade der Witz daran. Wenn Sie sich die Kommentare hier durchlesen, wird doch klar, dass meine Beispiele nicht isoliert aufgegriffen sind sondern offenbar eine häufig erlebte Erfahrungsebene widerspiegeln. Daran sollte die Branche meiner Meinung nach arbeiten und nicht an der Tatsache, dass berichtet wird.

      MfG
      Christian Bock

      Christian Bock | 23. Januar 2012 | 14:32 | Antworten
  24. Hallo.
    Ich habe gestern Ihren Bericht im ZDF gesehen und war begeistert das erneut der Versuch gestartet wurde, ein wenig mehr Licht auf die dunklen Machenschaften der Zeitarbeit zu werfen.

    Seit 4 Jahren bin auch ich in dieser Branche angestellt, bisher zum Glück nur bei einer einzigen Firma. Ich kann daher nicht alles bestätigen was so an negativen Gerüchten umgeht, aber wie schon ein Vorredner schrieb, es gibt keine weißen Schafe.

    Mir liegt besonders das Thema Geld/Verdienst am Herzen. Es ist einfach zu wenig, auch der Mindestlohn ist lächerlich (zwischen 870 und 950 Euro NETTO). Im Gegensatz zu Hartz4 muss ich aber meine Wohnung selber bezahlen (Kaltmiete, Nebenkosten, Strom, Wasser, Heizung); um für die Arbeit gut gerüstet zu sein und flexibel auf verschiedene Jobs an unterschiedlichen Orten reagieren zu können brauche ich ein Auto (Versicherung, Reperatur, Benzin); ich muss mich selbst mit Lebensmitteln versorgen und einen privaten Versicherungsschutz brauche ich auch, incl. einer privaten Rentenversicherung.
    Jetzt soll mir doch mal jemand sagen das das alles nicht unbedingt sein muss. Auto ist Luxus? Hat das jetzt jemand gedacht? Nun, es ist notwendiger Luxus! Mit Bus und Bahn bin ich nicht günstiger unterwegs zur Arbeitsstelle, bin nicht so flexibel einsetzbar (wird zwingend erwartet) was den Arbeitsort und die Arbeitszeit angeht. Wenn in den Firmen wo ich eingesetzt werde, Überstunden anstehen weil die Aufrtagslage am Anfang der Woche stark ist, dann MÜSSEN wir Leiharbeiter länger arbeiten. Die Stammbelegschaft, bis auf den Schichtführer, macht pünktlich Feierabend.
    Da ist man ziemlich verloren wenn man dann nachts um 1 Uhr noch einen Bus haben will im Industriegebiet. Was bleibt? Taxi. Ob das alles zusammen günstiger ist und besser für meine Zukunftsaussichten? Ohne Auto wäre ich wahrscheinlich schon lange nicht mehr bei der Firma angestellt.

    So, nun ist es ja schon schwierig genug obiges Geld so einzusetzen, das man ohne Schulden auskommt. Bedeutet, ich komme so gerade eben über die Runden.

    Aber da hört es noch nicht auf: gesellschaftliches Leben findet heutzutage meist ausserhalb der Wohnung statt und kostet Geld. Selbst in der Wohnung Freunde einzuladen kostet Geld (Getränke, Snacks etc). Ein Minimum des Lohns geht dafür bei mir drauf, und das geht auch nur deshalb, weil ich selbst mit 32 Jahren noch von den Eltern Lebensmittel bekomme (der gute Eintopf der Mutti z.B.). Würde ich diesen Zuschuß nicht bekommen, hätte ich überhaupt keine Chancen am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
    Neue Klamotten kaufen? – KiK, bei guten Sachen C&A
    Lebensmittel? – Eigenmarken der Discounter
    Hygiene- und Waschartikel ebenso.

    Es gibt noch viele andere Dinge die an der Zeitarbeit stören, doch einen Großteil wäre man deutlich lieber bereit in Kauf zu nehmen, wenn man mind. das doppelte des aktuellen Mindestlohns verdienen würde.

    Da gibt es aber ja schon die nächsten Hiobsbotschaften für die Zeitarbeiter.

    FROHE Botschaft zuerst: Equal Pay 2012 – Gleiche Arbeit, gleicher Lohn
    Hört sich toll an und wäre genau das, was ich vorhin bemängelte. Super Idee, so kann man sich auch mit 32 überlegen eine Familie zu gründen und ist nicht vom Gefühl her “unterklassig”.

    SCHLECHTE Botschaft: Die Zeitarbeitsfirmen wissen schon lange Bescheid über diesen Gedanken des Equal Pay und haben sich darauf vorbereitet.
    Mir ist bei meiner Firma zu Ohren gekommen das, wenn das Gesetz “Equal Pay” geltend wird, sich die Firma umbenennt und anschließend nur noch Werksverträge mit den Kunden geschlossen werden für die einzelnen Mitarbeiter. Diese Werksverträge sehen die gleiche Bezahlung vor, wie zuvor. Es würde sich also vom Gehalt her nichts ändern. Noch schlimmer wäre dann sogar: Ist beim Kunden mal keine Arbeit mehr für die Leiharbeiter vorhanden, werden sie nicht etwa in andere Firmen umgeswitcht, wie jetzt, sondern müssen auf Grund von Arbeitsmangel entlassen werden.
    Schön und gut, bekommt man ja zumindest Arbeitslosengeld wenn man entlassen wird, glaubt man – nix da! Man hat zu wenig verdient als das man Anspruch hätte! W T F !!!!

    Ich hoffe allein der letzte Punkt macht auch die Fürsprecher der Zeitarbeit stutzig – wobei es denen bestimmt am A**** vorbei geht was aus den ehemaligen Nummern ihrer Kartei wird – Hauptsache sie haben ihr Geld verdient und die Kundenfirma ist zufrieden.

    Leiher 1 | 19. Januar 2012 | 17:30 | Antworten
  25. Was soll das…irgenwie wird man verrückt, wenn man den ganzen scheiß hört….kann das der politik wirklich egal sein? Irgendwie wird man da richtig sauer aber auch ohnmächtig, dass die, die das ändern können, das nicht wollen.

    Maik | 19. Januar 2012 | 20:25 | Antworten
  26. Hoffentlich bleibt das ZDF Team weiter and diesem Thema dran. Es sollten auch einmal die Mißstände bei den Jobcenter aufgezeigt werden wie diese immer wieder versuchen Menschen in die Zeitarbeit zu drängen. Ansonsten kann man nur sagen das die Zeitarbeitsfirmen mit einer Art Strafsteuer belegt werden sollte um einen Ausgleich für die Zuschüsse der Arbeitsagenturen zu erhalten da nicht Allgemeinheit für die Geiz ist Geil Mentalität der Arbeitgeber und Zeitarbeitsfirmen aufkommen sollte.

    J.Müller | 19. Januar 2012 | 21:24 | Antworten
  27. hallo zusammen,

    es geht in dem beitrag zwar eher um ungelernte kräfte aber selbst ein arbeiter mit erlerntem beruf findet kaum noch eine normale anstellung.

    wie kann es sein das sich grosse firmen noch eigene firmen bauen dürfen um mitarbeiter dadrüber einzustellen?

    zeitarbeit ist an sich nicht schlecht, würde der zeitarbeiter aufgrund seines mehrrisikos höheren lohn bekommen als der festangestellte.

    damit wäre flexibilität gewährleistet und die binnennachfrage kann auch gestärkt werden.

    jedoch ist es schwierig eine familie zu gründen geschweige denn etwas zu planen.

    wenn die regierung damit nix ändert braucht sie sich nicht wundern das die geburtenrate zurück geht und wenig geld in die sozialkassen kommen.

    ich kann aber nicht wirklich daran glauben das sich eine wendung in der zeitarbeit oder bei den befristet beschäftigten ergeben wird.

    es spriessen täglich in deutschland neue zeitarbeitsfirmen in den städten.

    traurig aber leider brutale realität.

    aber das land macht sich ja selbst kaputt, in frankreich wäre sowas nicht möglich.

    in diesem sinne

    hansi | 20. Januar 2012 | 01:10 | Antworten
    • Seien Sie froh, dass wir keine französichen Verhältnisse haben – nicht gegen Frankreich und die Menschen, bin immer gerne dort gewesen.

      Aber die Arbeitsverhältnisse und Bedingungen sind dort nun wirklich nicht erstrebenswert.
      Deutlich höhere Arbeitslosigkeit, dazu eine vielfach höhere Jugendarbeitslosigkeit als in Deutschland.
      Schlechtere wirtschaftliche Rahmenbedingungen, viele Unternehmen machen eine Bogen um Frankreich – auch wegen der gerne zelebrierten “Streikkultur”.
      Hohe Staatsverschuldung (deutlich mehr als bei uns!!), was zur Folge hat, dass weitere Leistungen des Staates in Zukunft extrem eingeschränkt und gekürzt werden.

      Und – für viele auch nicht unwichtig – weniger Urlaubstage und im Durchschnitt geringerer Verdienst.

      Da habe ich doch meine Zweifel, ob das als Vorbild taugt und ertrebenswert ist.
      Im Übrigen bleibt es jedem ungenommen, ins “gelobte” Land zu ziehen, wenns denn dort so toll ist!

      Torsten Oelmann | 20. Januar 2012 | 11:39 | Antworten
  28. Ich habe in meiner Jahre langen Hartz IV Karriere (seit anno 2006 bis heute) mich bei unzähligen dieser Sklavenfirmen vorstellen müssen – ohne jemals auch nur einmal für die einen Finger krumm gemacht zu haben!

    Was ich das teilweise erlebt habe verschlägt einen die Sprache! Wie in der Reportage gezeigt wurde: Probearbeiten ohne Bezahlung (OT einer Person werde ich nie vergessen! “Es dient UNSERER Sicherheit, wenn sie eine Woche lang Probearbeit ohne Bezahlung machen! Wir können es uns nicht leisten Klienten durch potentiell ungeeignete Mitarbeiter zu verärgern!”). Ständig wechselnde Arbeitsplätze, schön geredet mit dem Argument, die Möglichkeit zu haben, die Vielfalt an Firmen kennenzulernen, wurden mir angeboten.

    Dann natürlich die Sache mit den Zeitarbeitskonten! Man bekommt einen Vertrag über 35 Stunden/Woche und muss 42 Stunden arbeiten um Stundenguthaben aufzubauen, bekommt aber wenn überhaupt nur die 35 Stunden bezahlt!

    Natürlich wird dann auch noch versucht von Seiten der Firmen die Mitarbeiter um Zusatzvergütungen zu bescheißen, in dem man sie einfach unter den Tisch fallen lässt!

    Die Firmen wissen genau, dass jeder “Leiher” es sich drei Mal überlegt, ob er sich beschweren tut oder zähneknirchend den Beschiss hinehmen tut, weil niemand ist so einfach zu feuer wie ein “Leiher”!

    Mein persönliches Glück ist es, dass sich das JobCenter für mich einen feuchten Dreck interessiert! Ich bin was die Arbeitssuche betrifft auf mich alleine gestellt und in dieser Hinsicht kommen für mich Leihfirmen und private Arbeitsvermittlungen für mich nicht in Betracht!

    Ich frage mich, warum soviele Menschen in Deutschland dieses perfide Spiel mitspielen und sich ausebeuten lassen?

    Wie können sich diese Menschen zur Arbeit motivieren, wenn sie wissen, dass der Festangestellte sehr viel mehr Lohn erhält für die gleiche Arbeit?

    Zählt der Gedanke Arbeit zu haben wirklich so extrem viel, dass man dafür bereit ist Stolz und Würde aufzugeben, sich erniedrigen lassen zu müssen und das Gefühl zu haben man ist eine Art Untermensch?

    Sabine | 20. Januar 2012 | 04:02 | Antworten
    • Gebe Ihnen insofern Recht, dass sich niemand unter seiner Würde erniedrigen lassen darf und man auch nicht alles akzeptieren soll.

      Auch müssen Arbeitsverträge transparent, verständlich und fair sein und Mindestbedingungen entsprechen.
      Dass sich alle Parteien daran halten müssen, sollte sowieso klar sein. Und Unternehmen, die dies nicht tun, müssen vom Markt verschwinden.

      Aber auch klar muss sein, dass Arbeitnehmer eine Verantwortung haben und sich an Vereinbarungen halten müssen. Was würden Sie als Unternehmer tun, wenn ein Arbeitnehmer – analog zum Beitrag im Film – 2 Tage nach Arbeitsbeginn schon krank wird oder die Arbeit nicht mehr machen möchte ?

      Und bei aller berechtigten Kritik an der Zeitarbeit – immerhin gibt sie Menschen ohne Qualifikation eine Arbeitschance. Sie sagen, dass die Arbeitsagentur Sie in Ruhe lässt und Sie sich selber um Arbeit bemühen können. Dies scheint aber seit über 5 Jahren nicht zu funktionieren. Da Sie seitdem auf Kosten anderer leben, würde ich mehr Engagament Ihrerseits erwarten. Zudem berichten Sie über Zustände in der Zeitarbeit – haben aber selbst dort nicht einmal gearbeitet !

      Machen Sie doch selber die Erfahrung, lernen unterschiedliche Dienstleister kennen und beurteilen Sie dann, wer seriös ist oder wer nicht und geben diese Info an andere weiter – das würde helfen.

      Torsten Oelmann | 20. Januar 2012 | 11:56 | Antworten
  29. Moin,

    schade ist doch wirklich die Tatsache, dass immer nur die negative Schlagzeilen hoch gehalten werden. Es wird, wie schon hier angeschnitten, immer nur der Helfer mit seinen 7,89€ auf´s Tablett gestellt und durchleuchtet, aber “Hey Leute, es gibt auch qualifizierte Mitarbeiter, die auch mehr verdienen!” Es gibt Ingenieure die mehr verdienen als Festangestellte, weil die Zeitarbeitsfirma überstunden auszahlt, und nicht wie beim Entleiher, diese nur (falls überhaupt) abfeiern lässt. Es gibt genug Zeitarbeitsnehmer die schon seit Jahren bei ein und dem selben Entleiher eingesetzt sind, und man höre und staune, das auch noch zufrieden, die gar nicht weg wollen…! Ja mit 7,89€/Std., bevor jemand fragt.

    Warum wird nicht mal eine Reportage aus Sicht des Zeitarbeitsunternehmen gemacht? Wisst ihr eigentlich wieviel Arbeit dahinter steckt? Was wir täglich leisten müssen? Mit was für Menschen wir uns täglich rum schlagen müssen? Ich kenn beide Seiten, ich war Jahrelang selber Zeitarbeitsnehmer, war auch immer zufrieden, hab immer mein Geld bekommen, und selbst wenn ich Krank war, wurde ich bezahlt und danach auch noch beim selben Entleiher weiter eingesetzt. Jetzt kenn ich die andere Seite des Schreibtisches…, und weiss was für eine Arbeit Tag täglich geleistet wird…
    Ich denke bevor man seine Meinung kund tut, sollte man sich erstmal Informieren, und nicht einfach nur mit der Herde mitlaufen!

    Thorsten | 20. Januar 2012 | 09:53 | Antworten
    • ..die andere Seite des Schreibtisches..
      @thorsten
      Ich denke hier liegt gerade das Problem,Sie sind jetzt in leitender Position und haben sich dieses erarbeitet.
      Allerdings machen Sie einen Denkfehler:
      Mitarbeiter jahrelang beim gleichen Kunden?
      Das ist Ihre Auffassung von Zeitarbeit?
      Für 7,89/Std. wurde hier ein “regulärer Arbeitsplatz”
      von Ihnen ersetzt. Schleckerprinzip.
      Traurig,unerfahren Disponenten üben Macht.
      Echt ekelig.

      Torsten | 20. Januar 2012 | 11:28 | Antworten
      • Ganz ehrlich, mich nerven ihre Mutmaßungen! Sie haben ja schon weiter oben, gemutmaßt…erfolglos!
        Schleckerprinzip = Drehtürklausel = Verboten
        Diese Mitarbeiter, die das glück haben, schon seit Jahren bei ein und dem selben Entleiher arbeiten zu können, machen das weil sie das WOLLEN. Es wurde schon oft genug an diese Mitarbeiter das Angebot gemacht fest für sie zu arbeiten, was sie aber immer wieder ausgeschlagen haben.
        Sie denken jetzt bestimmt “Wie dumm ist das denn?”
        Ich sage ihnen einen der Gründe, diese Mitarbeiter fühlen sich wohl bei uns, und wollen gar nicht mehr weg. Es gibt schliesslich auch jährlich eine Lohnerhöhung. Mit dem Grundlohn von 7,89€ + Zulage + Lohnerhöhung + Mehraufwandsentschädigung, kommt man auf einen echt guten Stundenlohn im Helferbereich, aber dazu muss man auch länger als 3 Monate arbeiten gehen, nicht bei den kleinsten Problemen rumheulen und Krank feiern, sich auf die Füsse getreten fühlen, wenn man die ersten Monate “niedere” Tätigkeiten ausübt.

        Ich mutmaße jetzt mal das sie Arbeitsuchend sind…, es heisst Arbeit-”suchend”…nicht Arbeit-”finde mich”!

        Ich hoffe ich kann ihnen ihren Ekel nehmen, wenn sie meine Antwort weiter oben gelesen haben, ich habe keine Macht…

        Thorsten | 24. Januar 2012 | 10:44 | Antworten
    • Das ist ganz toll, dass es auch weiße Schafe am Markt gibt und wenn man das Glück hat für so eine Firma zu arbeiten und sich wohl dabei fühlt, ist das noch besser.

      Ja, es stimmt, dass es höhere Entgeltstufen gibt mit höheren Löhnen, aber um überhaupt in eine E-Stufe für 11€ zu gelangen, da muss man wirklich was bieten können! Hochschuhlstudium, Doktortitel, Bachlorabschluss…

      Der einfache Arbeiter jedoch, der nach 20 Jahren auf dem Bau seine Arbeit verloren hat, wird nach gewisser Zeit genötigt sich als HELFER zu verdingen!

      Seine langjährige Erfahrung interessiert beim Hartz IV Amt niemanden. Er ist ein Bittsteller auf Staatskosten und hat daher JEDE Arbeit zu machen, die sich ihm bietet. Er hat kein Recht Ansprüche zu stellen, was die Arbeit betrifft oder sich darauf zu berufen, dass er durch langjährige Berufserfahrung zu einer höhrern Position sich eigenen täte.

      Sicher die Verleihfirma, könnte das dann machen! Die könnten sagen, dass er durch 20 Jahre Erfahrung auf dem Bau, nicht als Helfer arbeiten muss, sondern zu besseren Konditionen eine Postion bekommt, aber da wäre die Verleihfirma ja echt dämlich! Wozu einen “Leiher” als Fachkraft einsetzen und gut bezahlen, wenn man ihn als Helfer mit wenig Lohn abspeisen kann? Auf Grund der Tatsache seines Könnens, wird es sich sowieso ergeben, dass er zum Helferlohn, Facharbeit verrichten tut!

      Und wie gesagt, als “Leiher” hält man lieber fünf mal den Mund, als ihn einmal auf zu machen und damit seine Arbeit zu riskieren und eventuelle Represalien durch das JobCenter (3 MONATE SPERRE VON LEISTUNG!!!!).

      Sabine | 22. Januar 2012 | 05:37 | Antworten
      • Hi,

        also zu dem Thema 20 Jahre Erfahrung, kann ich nur sagen, dass die Zeitarbeitsfirma dumm wäre, wenn sie einen dann nur als Helfer einstellen würde, immerhin kann man Menschen mit langjähriger Berufserfahrung 1. besser vermitteln und 2. ihn als eine Fachkraft bei einem Entleiher anstellen lassen, was im Umkehrschluss bedeutet mehr Lohn für den Arbeitnehmer, und umso mehr bleibt für die Zeitarbeitsfirma übrig, weil die Firma einen höheren Stundensatz für den Mitarbeiter bekommt, also steht unterm Strich mehr für alle, und der Entleiher hat eine Fachkraft mit viel Berufserfahrung.

        Um an 11€/Std. zu kommen muss man nicht viel mehr als eine Ausbildung in der Tasche haben, selbst als Staplerfahrer ohne Ausbildung (Kostenlose fortbildung über die BA, oder mal 80€ – 120€ bei der Dekra investieren) kommt man auf 8,50€/Std., wo wir dann wieder bei einem Nettogehalt StKl. 1 von ca. 1050€ – 1150€ wären, für jemanden der nix gelernt hat, und nur einen Gabelstapler bedienen lernen muss, eigentlich ganz gut, oder? Wenn man dann noch sowas wie eine Mehraufwandsentschädigung bekommt (hängt von der Firma und Einsatzort ab), kommt man nochmal auf 6€/Tag Netto zusätzlich, also im Schnitt 120€ Netto obendrauf. Wer jetzt noch behauptet es sei Hungerlohn, hat wohl einiges an Realität zur wirklichen Welt verloren…

        Nur mal so als genereller Tip…
        Erst denken und informieren, und dann meckern. ;-)

        Thorsten | 23. Januar 2012 | 10:57 | Antworten
  30. Lieber Herr Bock,

    Sie sollten auch mal bei sich Intern schauen wie das beim ZDF/NDR/ARD mit der Zeitarbeit ist!

    Ich habe mehr als 5 Jahre beim NDR als Zeitarbeiter gerabeitet und wurde auch nicht gerade gut behandelt! mir wurde auch gesagt ich kann meine Fresse halten sonst melden die mich ab! ich wurde auch beleidigt das war unterste Schublade und warum habe ich nichts gesagt weil ich Angst um meine Arbeit hatte! Gott sei dank waren nicht alle Kollegen so!
    Mein Lohn war auch Exterm unter dem was die Festangestellten beim NDR verdient haben, alleine schon die vorteile bei der Monatskarte für die Bahn wären ein Parr Hundert € im Jahr gewessen.
    Ich frage mich wo bitte wurde ich da angeglichen?
    Nicht nur ich sondern meine Arbeitskollegen von denn Fremdfirmen haben sich oft beworben wir haben nie eine Chance bekommen und meine Meinung ist wenn ich 5 Jahre bei einem Kunden als Zeitarbeiter arbeite kann man diese Stelle auch Ausschreiben und besetzten. Aber es sollen ja immer Stellen abgebaut werden! Ich frage mich nur wo? da ja immer mehr Zeitarbeiter oder Fremdfirmen geholt werden!

    Das selbe wurde ja auch mit dem Sicherheitspersonal gemacht ein minimum an Verdienst von Festangestellten bekommen!

    LG L.V

    Lars | 20. Januar 2012 | 10:16 | Antworten
    • Toll, dass endlich auch einmal die Entleiher genannt und in die Verantwortung genommen werden.
      Die Zeitarbeit ist doch auch zu dem geworden, was die entleihenden Unternehmen daraus gemacht haben.

      Es gibt viele Zeitarbeitsunternehmen am Markt, die ihre Mitarbeiter ordentlich behandeln und mehr zahlen würden, allein der Preisdruck der Entleiher und deren Vorgehensweisen behindert dies.

      Darauf wird viel zu wenig geachtet, nicht immer die böse Zeitarbeitsfirma ist schuld – viel zu einfach und nett vom Entleiher, alles darauf zu schieben.

      Warum kann man denn die Zeitarbeitnehmer in vielen Unternehmen sofort erkennen ? Warum mussten sie bisher in Kantinen etc. mehr bezahlen als die Stammbelegschaft? (seit 01.12.2011 übrigens nicht mehr erlaubt)
      Womöglich noch andere Arbeitskleidung oder wie weiter oben beschrieben, ein verräterischer Sticker am PC?

      Auch unsere Volksvertreter sind da fleißig involviert – zum Beispiel bei der Ausschreibung von Zeitarbeitskräften für den Bundestag (Sekretärinnen, Assistenten für die Büros Parlamentarier etc.)
      Es hat ein Dienstleister “gewonnen”, der pro Stunde und Mitarbeiter nur etwa 14 Euro in Rechnung stellt – das ist Lohndumping in Reinform.

      Torsten Oelmann | 20. Januar 2012 | 12:07 | Antworten
    • @ L.V

      Bin mal gespannt, ob dein Beitrag gelöscht wird!

      Peter | 21. Januar 2012 | 13:29 | Antworten
  31. Was passiert nun mit dieser ominösen Firma,die im Baugewerbe ohne Erlaubnis und Lohn ihre Umsetzungen tätigt?
    Zieht die Regionaldirektion die AÜ-Erlaubnis ein?
    Weichen diese dann auf Scheinwerkverträge aus?

    Selbst das CGZP Urteil hat nach meiner Kenntnis noch nicht
    gefruchtet.Viele ehemalige CGZP Anwender eröffnen eine Niederlassung nach der anderen.Hier wurde jahrelang der AMP angewendet und Lohndumping betrieben.Weiterhin schmücken sich diese ominösen Firmen als Fachkräfte-Verleiher,haben aber hauptsächlich Helfer im Portfolio.

    Aus meiner Sicht ist Equal Pay eine Möglichkeit.
    Hier würden zumindest einige der Auslutschbuden vom Markt
    verschwinden.

    Sebst Randstad setzt auf Zeitkonten seiner Mitarbeiter und nutzt diese illegal für sich.

    Torsten | 20. Januar 2012 | 11:09 | Antworten
    • Hallo,
      soweit ich weiß, wollte sich die Arbeitsagentur mit denen in Verbindung setzen. Ich bin auch gespannt, was da passiert.

      MfG
      Christian Bock

      Christian Bock | 23. Januar 2012 | 14:52 | Antworten
  32. Also, dass Leiharbeit an schwieriges Thema ist, will ich nicht bezweifeln. Ich möchte auch nur die journalistische Arbeit von Herrn Bock bewerten. Sie sollte in Zukunft darauf verzichten, pauschalierend Arbeitssituationen zu bewerten, die ihnen absolut fremd sind. Das man im Garten und Landschaftsbau auch mit kleineren Abrissarbeiten betraut wird, ist allein deshalb schon üblich, weil man wegen eines kleinen Treppenpodestes kaum ein anderes Gewerk beauftragt. Für sie mag es viel Beton gewesen sein. Ich würde sagen in einer halben Stunde muss so ein Ding im Container liegen. Das sie dann noch über ihre Rückenprobleme klagen, soll wohl den Zuschauer endgültig davon überzeugen, dass Zeitarbeit Sklaverei ist. Es sind in Ihrem Bericht ganz normale Tiefbauarbeiten gezeigt worden die Tausende von Menschen täglich, in Deutschland erledigen. Den fehlenden Arbeitsschutz kann man bemängeln. Die arbeiten an sich sind nun mal so auf dem Bau. Nicht auszudenken wenn sie einen Job in einer Metallgießerei oder als Autoaufbereiter bekommen hätten. Das sind harte Jobs die kaum einer machen will, aber wer keinen Berufsabschluss hat, vielleicht auch keinen Schulabschluss, muss in den meisten Fällen mit Muskelkraft sein Geld verdienen. Das wissen auch die Betroffenen und manche haben monotone Arbeit lieber als das sie nachdenken müsse. Das alles würden sie wissen wenn sie die nötige Lebenserfahrung hätten. Ich war viele Jahre als Ingenieur nah an der Produktion dran und kenne die Nöte und Sorgen von Arbeitnehmern die in der Produktion arbeiten. Ein Tiefbauarbeiter der sie bei ihren Selbstversuch erlebt hätte, würde sie nur auslachen wenn sie von schweren Gehwegplatten reden und einen viertel Kubikmeter Beton in Form eines Treppenpodestes als viel Beton bezeichen. Schön fand ich auch den Versuch am dritten Tag zum Arzt zu gehen. Das macht sie als Reporter lächerlich und lässt dann bei der Gesamtbeurteilung der Reportage keine halbwegs objektive Bewertung zu. So ist es in meinem Fall. Ich betone nochmals, es gibt ohne Zweifel Missstände, aber man sollte sie besser transportieren. Fazit: Wenig Ahnung von der Materie, Selbstversuch (ungewohnte körperliche Arbeit zu verrichten) gescheitert, dadurch ist der Bericht zur Satire geworden.

    Peter | 20. Januar 2012 | 14:15 | Antworten
    • Hallo,

      das Vielsagende an meinem kurzen Einsatz war doch, dass es gleich beim ersten Einsatz zu so fragwürdigen Bedingungen kam. Klar ist die Betontreppe (es war noch ein mehr, nur nebenbei) nicht beeindruckend für den Profi, aber es geht um das rechtliche Prinzip. Nur weil es anscheinend üblich ist, dass Leiharbeiter Tätigkeiten aus dem Bauhauptgewerbe machen, ist es noch lange nicht legal. Was die Rückenschmerzen angeht: Auch hier geht es ums Prinzip. Ich will ja nicht sagen was für ein harter Typ ich bin, sondern wie leicht und offenbar weit verbreitet es ist, unfair mit den Arbeitern umzugehen.
      MfG
      Christian Bock

      Christian Bock | 23. Januar 2012 | 14:11 | Antworten
      • Ich denke das die Reaktion von Peter etwas überzogen war, aber unterm Strich steht doch, dass wenn man einen Job ausübt der eine hohe körperliche Belastung fordert (ungeachtet ihrer Fähigkeiten Hr. Bock), es nicht der richtige Job ist, wenn man quasi von Anfang an über Rückenschmerz klagt. Natürlich war ihr 1. Griff ein Griff in die …, aber allgemein gesehen kann es sich eine große Zeitarbeitsfirma nicht erlauben, solche versöße gegen das Gesetz zu erlauben. Mir ist auch klar, das es genug Firmen gibt, die es nicht interessiert, aber diese existieren auch nicht lange auf dem Markt, allerdings für den Zeitraum, richten diese genug Schaden an…leider.

        Die einizigen Punkte die ich zu bemängeln habe sind, dass mehr über die negativen Aspekte berichtet wurde (hab ich in diesem Blog schon öfter gesagt), und das nur einige wenige Firmen unter die Lupe genommen wurden, bzw. sie nur für diese eine Firma gearbeitet haben. Wahrscheinlich war aber für mehr Berichterstattung auch einfach zu wenig Sendezeit vorhanden. :)

        Thorsten | 24. Januar 2012 | 11:30 | Antworten
  33. Ich glaube hier werden mal wieder viele Vorurteile hochgekocht. Es gibt sicherlich viele Fälle die negativ abgelaufen sind aber es gibt auch mindestens soviele die positiv für den Arbeitnehmer abgelaufen sind. Ich denke auch das negative ist kein generelles Problem der Zeitarbeit sondern das trifft man in sehr vielen Unternehmen an. Bei Zeitarbeitsunternehmen ist es nur populär darüber abzukotzen.
    Auch sollten sich mal viele Arbeitnehmer mal an die eigene Nase fassen warum es nicht mit einer Festanstellung geklappt hat. Ich kenne sehr viele Fälle wo Zeitarbeitskräfte in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen worden sind, allerdings haben diese auch nicht ständig unentschuldigt gefehlt, waren nicht ständig krank etc.
    Viele hier machen es sich doch sehr einfach!
    Viele vergessen, dass jeder für sich selbst verantwortlich ist und nicht der Staat.

    Mike | 20. Januar 2012 | 15:09 | Antworten
  34. Die Leihbuden die im Beitrag gezeigt wurden sind dafür bekannt, daß die Leute dort nur verarscht werden. Mit der jetzigen Firma habe ich Glück gehabt , Lohn kommt pünklich, die Zuschläge stimmen und ich bekomme Urlaub, Krankheit bezahlt und bei Auslandseinsätzen einen Firmenwagen inkl. Fahrkosten.

    Zirkel | 21. Januar 2012 | 22:29 | Antworten
  35. hallo,
    mein lebensgefärte ist ebenfalls bei einer zeitatbeitsfirma beschäftigt. und zwar seit april 2011. er ist bisher nur in einer einsatzfirma tätig. das arbeiten dort macht ihm auch spass, aber…. ja wenn doch da die lohnabrechnung nicht wäre. jeden monat sitzen wir da und rechnen alles nach. es verging bisher noch kein monat, indem wir sagen konnten ” die abrechnung war richtig”. wenn wir beschwerde einlegen, wird die korrektur durchgeführt. eine mitarbeiterin der zeitarbeitsfirma, die ich schon lange kenne, sagte mir einmal in einen telefonat, dass nahezu 99% der löhne falsch berechnet werden. wer sich nicht beschwert, kriegt nichts. diees unternehmen müßte man sich mal näher anschauen.

    Katja | 23. Januar 2012 | 16:24 | Antworten
    • Hallo, ja gerne. Bitte mailen Sie an ZDFzoom@zdf.de, wir behandeln selbstverständlich alles vertraulich.

      MfG
      Christian Bock

      Christian Bock | 23. Januar 2012 | 18:36 | Antworten
    • Dazu kann ich nur sagen, dass ich schon immer meine Lohnabrechnungen geprüft habe, egal ob Zeitarbeiter oder Festangestellter. Selbst meine Lebensgefährtin macht das, und sie sitzt in der Buchhaltung ;)

      Das Unternehmen von dem sie sprechen, sollte man denk ich mal generell prüfen denk ich, wenn die schon nicht im Stande sind die Lohnabrechnung korrekt durchzuführen (was nun wirklich keine Hexenkunst ist).

      Thorsten | 24. Januar 2012 | 11:41 | Antworten
  36. Alles nur ein Missverständnis und Herr Christian Bock hat hier nur zufällig ein Teufelsschaf erwischt?
    Na, dann sollte Herr Bock doch mal Lotto spielen,
    die Chancen auf einen 6er mit Superzahl wären enorm!

    Ich nennen Ihnen allein in Niedersachsen diverse sogenannte Fachkräftedienstleister, die nicht Ansatzweise Gesetzeskonform arbeiten und dadurch illegal beschäftigen.
    Natürlich freut sich der Entleiher (Kunde) bei Verrechnungssätzen von 10-15 Euro/Std.
    Allein die Assessmentcenter der Großen Dienstleister schulen Ihre “Kinderdisponenten” nur noch auf Profit.
    Qualität der Dienstleistung ist komischer Weise zur Nebensache geworden. Von Fairness dem Mitarbeiter gegenüber spreche ich schon gar nicht mehr.

    Eingruppierung der Ecklöhne;
    hier wird richtig verdient,allerdings vom Dienstleister.
    Hier wird der Facharbeiter zur Hilfskraft degradiert.

    Schlimm ist, die sogenannten Kinderdisponenten,stellv. Niederlassungsleiter und Niederlassungsleiter halten sich auch noch für Samariter. Top Leistung der Assessmentcenter.

    Torsten | 23. Januar 2012 | 19:57 | Antworten
    • Nach wie vor gilt, es gibt jede Menge kleinerer Personaldienstleister, die nicht Gesetzeskonform arbeiten, aber die großen haben ja keine andere Wahl, man bedenke wieviel an der Erlaubnis Personal zu entleihen hängt, nicht nur die externen Mitarbeiter sondern auch interne MA´s, mal ganz zu schweigen von dem wirtschaftlichen Schaden der entsteht. Davon mal abgesehen, wenn ZDFzoom mal einen Bericht ÜBER Zeitarbeitsunternehmen bringen würde, die den Verwaltungs- und Arbeitsaufwand zeigen würde, wären hier einige Kommentare überflüssig und entkräftet.
      Glaubt es oder lasst es, ES GIBT GUTE FIRMEN!
      Natürlich regt sich jeder auf, wenn was schief läuft, aber wenn eine Firma xy keinen Bedarf mehr an Leiharbeitern hat, und diese dann mit einer Unterbrechung von maximal 2 oder 3 Tagen, die dank des Zeitkontos auch bezahlt werden, wieder einen neuen Einsatz bekommen, wer sagt denn dann “Wow, klasse ich hab wieder Arbeit”? Niemand, dass fällt dann unter den Tisch.

      Zur Info, in einem Assessmentcenter wird nicht geschult, da wird per Definition beurteilt bzw. bewertet, das was sie meinen ist wahrscheinlich ein Profitcenter, und das haben ALLE grossen Firmen, in jeder Branche, weil es überlebensnotwendig ist.
      Zu ihrer Eingruppierung der Ecklöhne, dazu kann ich nur sagen, dass sehr knapp kalkuliert wird, im Helferbereich liegen die Margen zwischen 0,50 cent und 1€ pro Stunde, falls sich eine Fachkraft als Helfer einstufen lässt, dann liegt das an der Art der Arbeit, und nicht an der Qualifikation des Mitarbeiters. Da muss ich echt sagen, fetter Gewinn……
      Zu ihrer herablassenden Art über Berufsanfänger die sie “Kinderdisponenten” nennen, da frag ich mich ob sie als Kind in den Zaubertrankkessel gefallen sind, und schon alles in dem Beruf den sie erlernt haben konnten? Wahrscheinlich nicht, von daher jeder fängt mal klein an, macht Fehler und lernt aus diesen. Natürlich ist es als Berufsanfänger ein gutes gefühl, wenn man jemanden in Arbeit gebracht hat, und natürlich ist man stolz darauf, aber wer wäre das nicht in der Position? Genau, kaum einer.

      Thorsten | 24. Januar 2012 | 16:14 | Antworten
      • @Thorsten
        Habe ich schändlicher Weise aus dem IGM Forum kopiert.
        Interessanter Artikel.

        Hallo,
        nachdem ich nun 2 Jahre als interne Mitarbeiterin einer ZAF arbeite, möchte ich gerne meine Erfahrungen posten. Mitte 2009 wurde ich arbeitslos und erhielt kurz darauf ein Jobangebot in den internen Bereich der ZAF zu arbeiten. Da ich neugierig war und mir eine längere Arbeitslosigkeit nicht leisten konnte, nahm ich das Angebot an.
        Eingestellt bin ich Disponentin bei einem der größten Personaldienstleister Deutschlands. Das zu betreuende Personal ist im kaufmännischen und gewerblichen Bereich zu finden.
        Wir Disponenten haben meist eine kaufmännische Ausbildung oder kommen aus dem Handwerk. Ebenso die Niederlassungsleiter/-innen. Studium, BWL-Wissen, Englischkenntnisse oder Personaler-Hintergrund sind nicht nötig, da der Schwerpunkt auf der Vertriebsschiene liegt.
        Das heißt: Akquise, Akquise und nochmals Akquise. Alle Kundenbesuche/Telefonate werden in der EDV erfasst. Jede Disponentin bekommt ein Vertriebsgebiet und muss sich Ihren eigenen Kundenstamm aufbauen. Wer sich zu schade ist, „Klinken zu putzen“ ist für den Job ungeeignet und wird aussortiert. Wir haben eine entsprechend hohe Fluktuation in den Niederlassungen. Spätestens bei einer abschwächenden Konjunktur, trennt man sich nicht nur sehr schnell von den Zeitarbeitern, sondern auch von den Disponenten. Die Niederlassungsleiter/-innen sind überproportional an ein Bonussystem angebunden und maximal gierig was die Erreichung der Umsatzzahlen betrifft. Was das für den Einzelnen bedeutet kann sich jeder ausmalen. Eine Einarbeitung findet so gut wie nicht statt. Meistens ist man dazu verdonnert sich Rat bei den Arbeitskolleginnen zu holen, die entsprechend genervt sind. Allerdings, ist der Job auch nicht wirklich schwierig. Jede Bedienungsanleitung eines Toasters ist dicker als unser Tarifwerk und die meisten Schreiben wie Zeugnisse, Angebote, Abmahnungen usw. sind vorgefertigt und jederzeit abrufbereit. Innerhalb einer Woche ist man, bei entsprechender Motivation, schon recht gut im Thema. Die Bezahlung, ist gemessen an der nicht vergüteten Überstundenanzahl, die reichlich anfallen, unterdurchschnittlich.
        Es ist auf Dauer recht eintönig und wenig anspruchsvoll. Telefonakquise, Leiharbeitnehmer bei Laune halten, Bewerber von einen nicht wirklich guten Produkt überzeugen müssen, bei Kunden vor Ort einschleimen. So in etwa, sieht mein Tagesablauf aus.
        Jeder Leiharbeitnehmer erhöht die Tantiemen unserer Niederlassungsleiterin und muss entsprechend lange im Auftrag gehalten werden. Sollte kein Folgeauftrag vorhanden sein, trennt man sich zügig. Die Niederlassungen sind Profit-Center und streng wirtschaftlich ausgelegt. Für Sentimentalitäten ist kein Platz. Wer die Mär von der „unbefristeten Einstellung“ , des „Traumjobs“ der „hervorragenden Betreuung“ oder ähnlichen glaubt, ist ein hoffnungsloser Romantiker. Selbstverständlich, sucht jeder Personaldienstleister etwas was Ihn angeblich von den anderen unterscheidet. Ist halt Marketing in eigener Sache.
        Unsere Bewerber haben meist schon eine sehr lange Zeitarbeitskarriere hinter sich, stehen kurz vor der Kündigung, sind entweder sehr jung oder sehr alt. Berufsbilder die sehr stark am Markt nachgefragt werden oder Akademiker kommen nicht zu uns. Gut qualifiziere Bewerber sind eher selten.
        Oft sind es auch Kandidaten die sich auf Druck von AA oder Argen bei uns bewerben müssen. Man merkt natürlich sehr schnell ob der Kandidat bei uns arbeiten möchte. Sollte dies nicht der Fall sein, beende ich das Gespräch zügig. Die betreuenden Agenturen benachrichtige ich nicht. Ich habe keine Lust, die Erfüllungsgehilfin für mögliche Sanktionen zu sein. Ich weiß, dass einige ZAF das anders handhaben. Was die Bezahlung angeht sind wir nicht besser und nicht schlechter als Andere, die den Tarifvertrag für die Leiharbeit anwenden. Gelder werden pünktlich überwiesen, Absprachen (meistens) eingehalten. Unsere Zeitarbeiter bekommen ungefähr zwischen 30-50 % weniger, als ein vergleichbarer Festangestellter. Natürlich, ist das ungerecht und es gibt kein Argument, dass dies so bleiben sollte. Ich weiß, dass sich einige Disponenten ebenfalls eine Equal Pay Lösung wünschen. Man sollte das aber besser nicht äußern, da unsere Firma unter Verfolgungswahn leidet. Ich selber, musste bei Unterzeichnung meines Arbeitsvertrages unterschreiben, dass ich weder Sympathisantin noch Anhängerin des Gedankengutes von L. Ron Hubbard bin. Unglaublich, aber wahr.

        Torsten | 24. Januar 2012 | 17:41 | Antworten
        • Guten Morgen,

          sehr schöner Artikel, ehrlich. Es erstaunt mich immer wieder welche Berufserfahrungen manche Menschen sammeln müssen.
          Ich kann nur aus meiner Sicht und Erfahrung reden, und meine Erfahrung sind zum grössten Teil gut, ich weiss ja nicht ob es an der Gegend liegt, oder woran sonst. Ich habe nach meiner Ausbildung keinen Job in meinem Beruf gefunden, hab dann angefangen mich mit Zeitarbeit zu beschäftigen, meine erste Erfahrung mit einer der Top 5 ZAF, war auf anhieb gut, ich wurde für ein halbes Jahr eingesetzt, und es folgte mit einem Tag Unterbrechung der nächste Einsatz, diesmal mit offenem Ende, allerdings musste ich seiner Zeit aus privaten Gründen den Job nach weiteren 8 Monaten kündigen. Die Bezahlung lief ohne Probleme, anfänglich wurde ich bei beiden Einsätzen erstmal mit “Abstand” behandelt, aber oft hilfreich und zumindest nicht unfreundlich empfangen.

          Danach folgten einige Zeit später 2 weitere (kleinere) ZAF´s, die beide jeweils nur ca. 6 Monate einen Einsatz hatten, bei der einen Firma lief es mit der Bezahlung gut, bei der andere gab es auch mal Probleme mit der Abrechnung (Zuschläge falsch berechnet), aber immer wurde pünktlich mit 2-3 Tagen Verzögerung, bezahlt.

          Dann bin ich bei dem Platzhirsch untergekommen, dort hab ich durchweg fast 2 Jahre bei ein und dem selben Entleiher gearbeitet, wenn ich private Probleme hatte, war Urlaub kein Thema, und das obwohl ich keinen Urlaub und so gut wie nix auf meinem Zeitkonto hatte, wurde ich trotzdem bezahlt (es handelte sich damals um 4 Tage). Die ZAF hat mich da voll und ganz unterstützt.

          Zuletzt dürfte ich mich noch mit 2 kleineren ZAF´s rumschlagen, die eine hat mich nicht richtig bezahlt, die Sache ging vor Gericht, und sie zahlten dann doch, sogar noch etwas mehr, weil das 3-fache Brutto Entgelt als Streitwert genommen wird. Die andere Firma stand bei einem Problem beim Entleiher nicht hinter mir, weil Chef des Entleiher und Chefin des Verleihers wohl…wohl halt…kann man sich denken oder?

          Seitdem bin ich auf dem Weg zur anderen Seite des Schreibtisches…, und von der Seite her kann ich nur sagen, dass hier soweit ich das beurteilen kann alles gut läuft. Wir stehen hinter unseren MA´s bisher hat sich niemand über Abrechnungen beschwert (und wenn dann waren Missverständnisse oder Unverständnis seitens des MA´s). Klar betreiben wir auch Akquise, das ist unser täglich Brot, neben der Einsatzplanung. Seitdem ich hier bin haben wir immerhin 5 MA´s in eine Festanstellung gebracht.

          Was die Ausbildung der bisherigen Disponenten usw. betrifft, ich denke da liegt die Crux, wer eine kaufmännische Ausbildung hat, denkt auch fast nur Kaufmännisch, darum gibt es ja auch seit 2008 den Beruf als Ausbildungsberuf, indem wird natürlich auch kaufmännisches Wissen, aber vor allem arbeitsrechtliches Wissen vermittelt und alles was Personalführung-, vermittlung und gewinnung betrifft.

          Also wie sie lesen können, ist meine Erfahrung eine positive Erfahrung. Ich weiss ja nicht ob ich das Ei des Kolumbus gefunden hab, aber ich bin überzeugt davon, dass meine Mitschüler auch zum grössten Teil gute Erfahrungen gemacht haben.

          Thorsten | 25. Januar 2012 | 09:23 | Antworten
  37. Sehr geehrter Herr Bock,

    interessant und näher ergründenswert ist doch gewiss auch die Frage, ob aus einer, durch einen Kunden (Arbeitgeber) diverser Zeitarbeitsunternehmen, angebotenen Stelle plötzlich mehrere Stellen werden im System der Bundesarbeitsagentur, wenn, wie bekannt ist, der Kunde der Zeitarbeitsfirma namentlich nicht genannt werden muss / darf! Entstehen so nicht ebenfalls bessere Arbeitsmarktzahlen, wie im Falle kranker und so genannter “Unterbeschäftigter” (sich in so genannten Maßnahmen – wie z.B. einem der vielen Bewerbungstrainings, die ohne reale Stellen natürlich gar keinen Erfolg haben dürften!), die nicht als Arbeitslose gezählt werden?

    Mit freundlichen Grüßen
    Mario Trutschel

    Mario Trutschel | 24. Januar 2012 | 05:20 | Antworten
  38. Man sollte bei der Diskussion auch beachten, dass es sich bei der Anzahl der in der Zeitarbeit befindlichen Angestellten lediglich um 3% der Sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse handelt. In worten DREI Prozent

    Und zum Thema Lohndumping gilt hier auch wieder der Grundsatz: Angebot und Nachfrage, solange Firmen das Angebot Zeitarbeit zu den viel zu günstigen Konditionen nutzen wollen wird dieser Tatbestand auch weiter bestehen. Erst wenn die Entleiher bereit sind Zeitarbeiter zu Equal Pay Konditionen anzufordern (was mit erheblichen Mehrkosten verbunden ist), wird sich auf diesem Gebiet etwas ändern.

    Noch viel trauriger an diesem Gesichtspunkt ist die Tatsache das hier hauptsächlich über Hilfstätigkeiten diskutiert wird. Was würde ein Bäcker, Florist, Schreiner, Einzelhandelskaufmann oder Frisör denn sagen? Bei 3 jähriger Berufsausbildung können diese Berufsgruppen mit weniger bis maximal gleichen Gehalt rechnen.
    Ist das gerecht? Das jemand der handwerkliches Geschick mit sich bringt und wirklich etwas vorzuweisen hat, weniger verdient als jemand der den ganzen Tag ein und denselben Takt vollbringt?

    Zum Thema schwarze Schafe: Betrachten Sie mal die Tarifverträge der großen Fast-Food-Ketten. Mit rollierenden Schichten und Wochenendarbeit ist da die Zeitarbeit diesem Unternehmensbereich weit voraus.

    MFG
    Hans

    Hans | 24. Januar 2012 | 15:00 | Antworten
  39. Ich habe eine Ausbildung in einem Bereich, der gerade fieberhaft Fachkräfte sucht.
    Trotzdem erhalte ich auf Bewerbungen nur Angebote von Zeitarbeitsfirmen. In der Regel sind die Stellen, auf die mich beworben hatte, “leider” schon weg (obwohl sie anschliessend noch Wochenlang auf der Webseite stehen).
    Angeboten wurden mir Veträge über 3 bis 6 Monate mit Übernahmeoption.
    Beim Kundenunternehmen stellte sich dann heraus, dass es sich um Projektarbeiten handelte, die noch 2-3 Wochen liefen und eine Übernahme nie zur Debatte stand.
    Entsprechend habe ich nach ca. 14 Tagen immer die Kündigung mit 2 Tagesfrist erhalten. Das sorgt bei mir dafür, dass mir das Jobcenter sofort nach Einreichung des Arbeitsvertrages die Leistungen streicht und ich trotz Arbeit nicht weiss wie ich meine Miete zahlen soll weil zeitarbeitsfirmen den Lohn gerne mal erst zur Mitte des Monats auszahlen. Im Lebenslauf machen diese Kurzeinsätze auch keinen guten Eindruck.
    “Leider” konnte man mir dann auch keine ädaquate Stelle mehr anbieten, die meinen Qulifikationen entspricht.
    Und dass alles nur weil ich als Mann den Fehler gemacht habe die Erziehung meines Kindes zu übernehmen und ich keine ausreichende Berufserfahrung für direkte Stellen habe.
    Ich bin deswegen gefangen zwischen Leiharbeit, Jobcenter und Perspektivlosigkeit und muss mir vor dem Familiengericht noch anhören “Arbeit sei nicht mein Ding, sonst hätte ich ja längst was gefunden”.

    Born | 25. Januar 2012 | 12:43 | Antworten
  40. Das ist bedenklich nicht Wahr,das unser ehemaliger Arbeitsminster Clement heute einen gut bezahlten Job bei der Addecogruppe hat.Da denkt man schon vofür dieser zeitfirmen gut sichd , wenn an Vermitltund bei niedriger Bezahlung man gut verdienen kann…
    Ich denke auch ,solange Zeitarbeitsfirmen nicht den gleichen Lohn für gleiche Arbeit eines fest angestellten zahlen müssen, solange ist Zeitarbeit in Deutschland Sklavenarbeit. Die Verpflichtung Arbeit in Zeitarbeit anzunehmen führt unweigerlich zum Konkurrenzkampf zwischen fest angestellten und Zeitarbeitnehmer.

    Ich werde immer behaupten das Zeitfirmen ist reine Sklaverei,Solange Menschen Menschen ausbeuten..

    Es ist sehr peinlich das es heute so was gibt und noch peinliche das es hier bei uns in Deutschland.

    Kolora | 25. Januar 2012 | 13:54 | Antworten
    • Zeitarbeitsfirmen können nicht mehr zahlen, als die Entleiher einem anbieten. Von dem Angebot muss der Verleiher dann noch eigene Personalkosten, Mieten, Sozialversicherungsabgaben und nicht zuletzt Büromaterialen bezahlen, da bleibt unterm Strich am Ende nur ein Gewinn von 50 cent bis 1€ pro gearbeitet Stunde, und dann auch nur, wenn alle Zeitarbeitnehmer beschäftigt und nicht Krank sind.

      Thorsten | 27. Januar 2012 | 11:20 | Antworten
      • @thorsten
        Hallo Thorsten,
        ich schätze dich aufgrund Deines Einsatzes.
        Für jeden Unternehmer sehr wertvoll und wichtig.
        Ich komme selber aus dem Bereich Personaldienstleistung.
        Als ehemaliger Inhaber von zwei mittelständischen Personaldienstleistungs-Unternehmen ist mir bewusst,
        wovon ich spreche.
        Allerdings konnte ab 2007 jeder der nur annähernd einen Hund an der Leine führen konnte eine AÜG beantragen.
        Hier wurde mir bewusst das Geschäftsmodell zu beenden.
        Der Preisdruck wurde enorm und der Kunde bestimmte die Stundensätze.
        Nichts für ungut, ich wünsche Dir ein erfolgreiches berufliches fortkommen.
        2012 wird aus meiner Sicht Equal-Pay von der Gesetzgebung über die Gewerkschaften forciert,
        hier wird sich die Spreu vom Weizen trennen und
        für eine Bereinigung des Marktes sorgen.
        Selbst der Zoll ist mittlerweile im Einsatz um
        offensichtliches Lohndumping zu bekämpfen.
        450 Beamte für eine Aktion in mehreren Bundesländern
        im Einsatz. Sorry, ICH FIND DAS GEIL!

        Torsten | 27. Januar 2012 | 19:11 | Antworten
        • Nachtrag
          Gewerkschaften/Arbeitgeberverbände
          Zu Assessmentcentern;
          hier werden berufliche Marionetten zur Umsetzung des jeweiligen Auftrages geformt.
          Hier geht es nicht nur um Neueinstellungen.
          Karrierebewusste Mitarbeiter eines Unternehmens werden hier beurteilt und gemessen.
          Die Auswertungen liegen der Geschäftsleitung vor und werden natürlich dem Mitarbeiter vor die Birne geknallt.
          Dieser muss dann an sich arbeiten und wird je nach Position, Vertriebsleiter, Manager usw. zur Verhaltensänderung genötigt.
          Diese ist natürlich nicht unbedingt christlich…
          grins, wie der CGZP…kleine Metapher

          Torsten | 27. Januar 2012 | 20:43 | Antworten
        • Guten Morgen Torsten,

          natürlich hast du Recht mit deiner Behauptung @Hunde an der Leine führen, aber da du ja Erfahrung in der Branche hast, müsstest du (und gerade du) aber auch Wissen, dass es auch genug weisse Schafe gibt. Mich stört es hier, dass NUR die negativen Seiten aufgezählt werden, und darüber hinaus andere Dienstleistungssektoren (bestes Beispiel Frisöre) unter den Teppich gekehrt werden. Es gibt viele andere Bereiche in denen wesentlich weniger gezahlt wird, aber ein dankbares Ziel für Ahnugslose ist immer die Zeitarbeit. Ich verwette meinen Hintern darauf, das 80% der Leute die Probleme mit ZAF´s hatten/haben, selber daran Schuld sind, und nur mit dem Zeigefinger auf uns zeigen, weil es viele Andere tun.
          Ich denke EqualPay wird für einige Firmen das Aus bedeuten, aber das sind dann auch diejenigen die eh nicht ganz Koscher sind. Ich denke es wird eher so aussehen, dass sich viele Entleiher weiterhin an ZAF´s wenden, alleine weil sie dann nicht das unternehmerische Risiko der bezahlten Krankheitstage tragen, und auch immernoch flexibel auf den Markt reagieren können.
          Was mich betrifft, kann ich nur sagen das ich weiss, dass ich manchmal etwas enthusiastisch bin, aber auch nur dann, wenn ich von einer Sache auch überzeugt bin.
          Die Aktion vom Zoll find ich im übrigen auch SEHR GEIL.

          Thorsten | 30. Januar 2012 | 08:53 | Antworten
          • @Thorsten
            Frisöre und andere Branchen;
            natürlich hast Du Recht,nur hier geht es gerade um Leiharbeit.
            Die Guten;vielleicht gibt es welche,ich habe nur schwarze und graumelierte kennengelernt.(nicht über Zeitungsschlagzeilen,im direkten Berufsleben)
            Ausgliederung;natürlich ist es für den Entleiher einfacher,ZAF gleich Personalabteilung mit kompletter Verwaltung, nur;
            eine vernünftige Firma hat eine Personalabteilung,
            zumindest einen Steuerberater,hier würde es nicht ins Gewicht fallen die LANs selbst zu pflegen und ins Lexware,AIDA usw. zu tackern.
            Kündigen können die in den ersten 6 Monaten auch,ohne Begründung.(Auftragsspitzen)
            Und teurer ist es auch nicht,im Gegenteil.
            Zeitarbeit war zur Deckelung von Auftragsspitzen gedacht,mehr nicht.
            Natürlich konnte die Regierung es zur Beschönigung von Arbeitslosen Zahlen positiv nutzen, nur im Schnitt blieben die LANs “3″Monate.
            Jetzt wehrt sich das Volk und die Regierung muss handeln.
            Aus sicherer Quelle ist mir bekannt,dass Arbeitsämter und Argen verschärft “viel WENIGER”
            mit ZAFs zusammen arbeiten sollen und der Nachschub an Vermittelten sich dadurch dramatisch verringern wird.
            Mindestlohn für alle Branchen;
            Bin gespannt, meine Meinung ist,dass ein Friseur,Gastronom usw. gar nicht erst ein Betrieb eröffnen soll,wenn er nicht angemessene Löhne zahlen kann. ICH KANN MIR AUCH NUR EINEN PORSCHE KAUFEN WENN ICH DAS GELD DAFÜR HABE!
            Schuld eines MA;
            Was ist denn Schuld,dass der Auftrag ausgelaufen ist und die ZAF entlässt ihn? Sollte nicht gerade die ZAF dieses besser machen?
            Natürlich gibt es arbeitsunwillige,
            nur eben nicht alle.
            Selbst die sogenannten Großen ZAFs verhalten sich aus meiner Sicht nicht besser.
            Krankheitstage;diese sollten doch in der Kalkulation berücksichtigt sein.(Faktor 2,1 GRINS)
            (oder doch eher 1,6 aufgrund Preisdruck?)
            Gruß
            Torsten

            Torsten | 30. Januar 2012 | 10:45 | Antworten
          • Nachtrag
            häufig erkrankte MA;
            normalerweise analysiert der Arbeitgeber diese Problematik am Mitarbeiter, Gespräche, Ergründungen,ggf.Versetzung in einen anderen Bereich usw.
            Dieses nennt man Führsorgepflicht,
            kennen die meissten ZAFs eher selten,
            desswegen wird keine Qualität generiert.
            Nur HAURUCK Dienstleistung.
            Natürlich mag es Ausnahmen geben,
            ich würde es mir natürlich wünschen.
            Gruß

            Torsten | 30. Januar 2012 | 12:53 | Antworten
          • Ja natürlich geht es hier um Zeitarbeit, nur frag ich dich jetzt:
            Gab es jemals so viele Themem und Diskussionen zu anderen Dienstleistungen? Mir fällt da jetzt nichts zu ein, zumindest nicht in dem Ausmaß. Ich will erst gar nicht Wissen, wie es wirklich in der Gastro, beim Frisör oder sonst wo “hinter den Kulissen” aussieht, da werden wohl ZAF´s nahezu “paradisisch” sein. ;)

            Personalabteilung und Auftrgsspitzen, ich denke es ist immernoch leichter die Suche nach Personal einem Dienstleister zu übertragen, weil diese einfach mehr Erfahrung haben, vor allem in dem Helferbereich, schliesslich bedeutet Personalsuche einen recht grossen Aufwand, mal ganz abgesehen von den Kosten.
            Was die Probezeit betrifft finde ich, wäre es doch für einen MA wesentlich sinniger weiterhin eine ZAF zu arbeiten, weil diese in der Regel nach der Auftragsspitze oder Saison weiterhin eine Beschäftigung hat. Wenn man es vernünftig betrachtet aus AN-sicht, ist es doch letztenendes besser, das ganze Jahr Vollbeschäftigt für weniger Lohn zu sein, als nur für 6 Monate.
            Der MA hat wohl seltener die Schuld, ausser natürlich die Arbeitsunwilligen, allerdings weisst du das genauso gut wie ich (sofern man in einer guten ZAF arbeitet), dass sich die Disponenten den Hinter mit unter quer aufreissen, um ihre Leute weiterhin zu beschäftigen, der Vertrieb immer auf der Suche nach Firmen ist, die eventuell eine andere Saison fahren, oder ganzjährigen Bedarf haben, um die MA´s die aus der Saison raus fallen weiter zu beschäftigen.
            *lach* Klasse Faktor 2,1, wenn Entleiher den Satz zahlen würden, dann hätte niemand was zu meckern. Wie du ja schon unterm Strich sagst, PREISDRUCK, und darauf muss der Verleiher nun mal reagieren. Ich weiss, dass wenn wir mehr Geld von den Entleihern bekommen könnten, wir auch übertariflisch bezahlen würden.

            Ich denke auch, dass sich GERADE die grossen nicht besser Verhalten, weil es denen meist “egal” ist, ob sie 100 MA mehr oder weniger haben, vor allem im Helferbereich, das Einzige was passieren kann ist, dass die dann einen Co-Lieferanten mit ins Boot nehmen müssen, um solche Schwankungen Zeitnah wieder auffangen zu können.

            Hey ich kann dir einen “Wunsch” erfüllen ;)
            Bei der Firma in der ich das Praktikum mache, ist wirklich so, dass sie erstmal MA´s mit hoher Krankheitszahl auch erstmal zum Gespräch bestellt, ich weiss das, weil ein Freund von mir hier arbeitet, und ihm genau das auch passierte, konsequenz? Nein nicht gekündigt, er hat einen anderen Einsatz bekommen.
            Aber ich weiss was du meinst, es ist (zu) oft anders.

            Thorsten | 30. Januar 2012 | 14:44 | Antworten
          • Dein Enthusiasmus spricht für Dich.
            Ehrlich.
            Hast Dir leider nur die falsche Branche ausgesucht. Dein Zitat:

            “Klasse Faktor 2,1, wenn Entleiher den Satz zahlen würden, dann hätte niemand was zu meckern. Wie du ja schon unterm Strich sagst, PREISDRUCK, und darauf muss der Verleiher nun mal reagieren. Ich weiss, dass wenn wir mehr Geld von den Entleihern bekommen könnten, wir auch übertariflisch bezahlen würden.”

            Wäre es nicht an der Zeit den Bums zu schließen und sich nicht am daraus resultierenden Lohndumping zu beteidigen?
            Gruß
            Torsten

            Torsten | 30. Januar 2012 | 15:31 | Antworten
          • Nachtrag
            Aus “moralischen” Grundsätzen.

            Torsten | 30. Januar 2012 | 16:01 | Antworten
          • Nein, warum sollte ich?
            1. hab ich mich bewusst für diese Umschulung entschieden, und
            2. geh ich in dem Job auf (wie du ja merkst), warum sollte ich denn alles knicken, lochen, abheften?
            Ich arbeite für eine gute ZAF, auf jeden Fall besser als viele andere Firmen in der Gegend.
            Mir ist auch bewusst, dass ich niemals die Zeitarbeit revolutionieren oder signifikant verbessern werde, aber wenn ich es schaffe jeden Tag, mit einem guten Gefühl nach Hause zu gehen, mich aufrecht im Spiegel angucken kann ohne weg gucken zu müssen, und mit einem noch besseren Gedanken Morgens aufzustehen, dann denke ich, dass es der richtige Job für mich ist.
            Lohndumping hin, Lohndumping her. Es gibt schlimmere Jobs, und deren Folgen, als intern in einer ZAF zu arbeiten.

            Wer weiss vllt schlag ich auch die Vermittlungsschiene ein. :)

            Thorsten | 30. Januar 2012 | 16:03 | Antworten
          • @ moralischen Grundsätzen

            Bisher ist mir nichts moralisch Verwerflisches passiert oder aufgefallen, wir bedienen nur die Nachfrage eines Marktes, von dem wir die Preise nicht machen. Wir (die ZAF für die ich arbeite) halten uns an die gesetzlichen Vorgaben, und versuchen (wirklich ohne Schei…benkleister) unsere MA vernünftig zu behandeln…, ich weiss in vielen Ohren klingt das wie Hohn, aber was soll ich sagen? Es ist wie es ist.

            Thorsten | 30. Januar 2012 | 16:08 | Antworten
          • Nachfrage eines Marktes….
            hatten wir ab 1933 auch schon mal.
            Sorry,angreifbarer Vergleich,
            allerdings viel mir das sofort ein.
            Ich schaue gern hinter die Kulissen und
            versuche wie beim Schach zu aggieren.
            Gruß

            Torsten | 30. Januar 2012 | 16:16 | Antworten
          • Naja angreifbar nicht unbedingt, mir fehlt dazu die Fläche, weil es doch sehr Flach war, sorry.
            Den Bogen bekommst du nicht gespannt.

            Thorsten | 30. Januar 2012 | 16:23 | Antworten
  41. Cool…Der Zoll stürmt die Logistikzentren von Kaufland und Netto.
    450 Beamte im Einsatz um Scheinwerkverträge aufzudecken.

    Torsten | 25. Januar 2012 | 22:38 | Antworten
  42. Zeitarbeit ist als Einstieg gar nicht mal so schlecht, um erste Erfahrungen im Berufsleben zu sammeln. Aber Zeitarbeit sollte keine berufliche Dauerlösung sein.

    Reime Freund | 27. Januar 2012 | 11:34 | Antworten
  43. Sehr geehrter Herr Bock,

    ich bin einer von vielen Angestellten im Werkvertrag bei Daimler (Böblingen).
    Wir sind mittlerweile ein Team von 4 Angestellten eines Ing-Dienstleisters, arbeiten teilweise an den selben, teilweise in verschiedenen Projekten.
    Bis dahin klingt das sicher alles verständlich.

    Jetzt kommen die Punkte, welche eigentlich jeden Betriebsrat, jede Arbeitsagentur und jeden Steuerprüfer stutzig werden lassen sollten:
    - wir vier arbeiten seit mehreren (bis zu 9 !!!) Jahren nahezu ohne Unterbrechung in den Räumen (Büro´s) von Daimler!
    - wir erhalten direkte Anweisungen von Daimler-Vorgesetzten!
    - wir werden aktiv in Fachgespräche eingebunden!
    - unser “Projekt” ist keines, welches zeitlich befristet ist, im Gegenteil, es sind Leistungen die Daimler gegenüber anderen Organisationen stets erbringen muss!
    - uns wird seit Jahren die Chance auf Übernahme zugesichert.

    Und:
    - wir bekommen rund 1000,- Euro weniger Gehalt als Daimler-Kollege am Schreibtisch nebenan…

    Wann wird die Regierung endlich tätig?

    Viele Grüsse,
    Joe

    Joe | 1. Februar 2012 | 13:05 | Antworten
    • Bitte schicken Sie mir doch eine E-mail. zdfzoom@zdf.de Ich sichere Ihnen gerne Vertraulichkeit zu.
      MfG Christian Bock

      Christian Bock | 2. Februar 2012 | 16:43 | Antworten
  44. Hallo Christian Bock,
    nach dem ich eine tolle Zeit von 10.2009-11.2011 einen Job in den Niederlande gehabt und bin viel besser bezahlt worden
    wie in Deutschland bis BP-Rotterdam den Geldhahn abgedreht wurde.Dann bin ich arbeitslos geworden und bei einer Zeit-
    arbeit in Leverkusen GTP GmbH voll auf die Schnauze gefallen
    Da ich ledig bin werde ich es wieder auf die Reihe bekommen
    aber mit rechtlichen Mittel habe ich keinen Erfolg,aber wer
    zuletzt lacht,lacht am besten!Die Agentur für Arbeit war das
    letzte,da ich selber gekündigt hatte wurde eine Sperrzeit von 3 Monaten ausgesprochen!Aber Harz4 ist der Oberhammer und das jobcenter ist die reinste Schikane!Die Diskriminier-
    ungen beim bewerben auf dem 1.Arbeitsmarkt im Alter mit 58 Jahren ist sehr groß,trotz Facharbeiter und 39 Jahre Berufs-
    erfahrung!Wenn bei mir die Sicherung durchknallt Bitte senden!Aber die Hoffnung stirbt zuletzt! Viele Grüsse!!

    Karl-Heinz Bolten | 2. Februar 2012 | 20:23 | Antworten
  45. Ich war selber mal Zeitarbeiter und weiß, wie schlecht die Bedingungen in einzelnen Betrieben sein können. Mal hat man Glück und ist eine Woche in einem Betrieb wo man respektiuert wird, danach folgt wieder so eine Firma, wo man wie der letzte Dreck behandelt wird.

    Der Musiker | 10. Februar 2012 | 11:28 | Antworten
  46. Hallo,

    Ich bin 30Jahre alt, habe keinerlei Ausbildung und damals aus Privaten gründen die Schule abgebrochen. Ich bin sozusagen genau das Opfer was sich Zeitarbeit unternehmen Wünschen und auch suchen!

    ein kleines beispiel:

    Ich wurde eingestellt von einer Zeitarbeiter Firma die den Namen eines Tüv unternehmens trägt. Ich habe 9 Monate dort gearbeitet, mein Einsatz war bei einem Bäckerei lieferanten, Ich habe täglich Tonnen an Mehl usw in die keller oder Obergeschosse der Bäckereien getragen von Morgends halb 4 bis mittags 14-15 Uhr, und als es zum Winter kam und viele Bäckereien saison bedingt runtergefahren sind hat mir die Zeitarbeitsfirma ihr wahres gesicht Gezeigt!

    Ich habe zb eine Abmahnung bekommen weil ich mich angeblich nicht gemeldet haben soll, was anhand meines Telefon verbindungsnachweis ich wiederlegen kann (ich rufe ja nicht morgens die Firma an und unterhalte mich 14 minuten übers wetter), dies aber nicht gemacht habe weil ich meinen Job nicht verlieren wollte.
    Ich habe eine weitere Abmahnung bekommen weil ich einen Betrieb der nicht ausgeschildert der nichteinmal eine hausnummer hat nicht gefunden habe und meine Personal disponentin nicht erreichbar war! Dieser betrieb soll auf einem Gelände einer anderen Firm irgendwo gewesen sein.

    Darauf folgte dann auch die Kündigung der Zeitarbeits firma mit dem Grossen namen. ich habe wirklich alles versucht die Arbeit zu behalten, ich bin mit knap 40° Fieber auf die arbeit gegangen und das mit wissen der Zeitarbeits firma und mit Krankenschein.

    Ich habe auch dank der Zeitarbeits Firma eine 3 Monatige voll Sperre beim amt bekommen weil ich angeblich aus eigenverschulden die Arbeit verloren hätte, was ich dann auch Nachweislich dem Amt wiederlegen konnte und was mit nach 3,5 Monaten Prüfzeit auch vom Amt bestätigt wurde das die Zeitarbeitsfirma gelogen hatte.
    Nun habe ich aber dank der Firma 3 Monate meine laufenden kosten nicht zahlen können, wie Strom,Telefon,Heizung usw und bin dadurch noch weiter in die Schulden gefallen als es mit Zeitarbeit schon der fall war.

    Dies ist aus meiner sicht gang und gäbe bei den Zeitarbeits Firmen, den kleinen Hilfsarbeiter der 10+ Stunden am Tag arbeiten geht , wenn es eng wird einfach rauszuekeln und ihm dann noch im Nachhinein eine reinzuwürgen.

    Und auf meine anfrage an die Argentur für Arbeit hin das ich gerne einen Abschluss nachholen möchte oder eine Weiterbildung machen möchte, bin ich nun seit 9 Monaten in ein Seminar gesteckt worden, was mich natürlich aus den Zahlen der Agentur rausnimmt aber mit Persönlich kein bisschen weiter hilft. Den in diesem Seminar wird NICHT an weiter bzw vortbildung gearbeitet einzig und alleine an Bewerbungs unterlagen wird gearbeitet. Nun man sollte da doch auch als Arbeitsagentur mal ein bissle mitdenken das eine Bewerbung die schön ordentlich geschrieben ist ABER absolut nichts vorzuweisen hat, was Qualifikation angeht nichts bringt heutzutage!

    Leider ist es von meiner sicht aus Total sinn und zwecklos heutzutage mit meinem Schriftlichen bildungstand noch eine Arbeit zu suchen bzw zu machen, man ist am Ende nur der gearschte, egal von welcher Seite man eine reingedonnert bekommt.

    Borrmann | 10. Februar 2012 | 19:35 | Antworten

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