Bis zu 400 Prozent Gewinn

Wir warten auf der Münchner Leopoldstraße auf zwei Männer, zwei Männer aus Polen. Über eine deutsche Internetseite hatten wir Kontakt aufgenommen, auf der Suche nach reinrassigen englischen Bulldoggen. Vierhundert Euro soll ein Welpe kosten, Verbandszüchter verlangen etwa das Vierfache. Werden sie wirklich mit einem Welpen auf dem Arm am Unibrunnen auftauchen? Und werden sie, wie versprochen, Papiere dabei haben, Impfpässe, die beweisen, dass die Hunde gesund sind?

In unserer Begleitung befindet sich Karl-Heinz Joachim vom Tierheim München, er soll die Angaben der angeblichen Welpenzüchter überprüfen. Er kennt das Problem mit polnischen Hunden nur zu gut: Immer wieder landen Welpen bei ihm, wenn sich Tage oder Wochen nach dem Kauf herausstellt, dass die Tiere todkrank sind.

Tatsächlich erscheinen die polnischen Züchter mit einem niedlichen Welpen unter der Jacke. Schnell stellt sich heraus: Weder ist das Tier geimpft noch alt genug, um überhaupt von der Mutter getrennt zu werden. Und: Im Kleinwagen warten zwölf weitere Hundebabys, zusammengepfercht, hungrig und erschöpft von der neun Stunden langen Reise aus dem Osten. Karl-Heinz Joachim ruft die Polizei.

Etwa 5,4 Millionen Hunde gibt es in Deutschland. Zigtausende sind Schnäppchenwelpen aus dem Ausland: Rassehunde, angeblich aus hervorragender Zucht, via Internet nach Deutschland exportiert. Für die Züchter ein lohnendes Geschäft mit bis zu vierhundert Prozent Gewinn. Doch wie gelangen die Welpen nach Deutschland, wer profitiert vom schmutzigen Geschäft mit der Ware Hund?  Das wollte ich herausfinden und habe mich im letzten halben Jahr auf die Fährte sogenannter “Welpenproduzenten” begeben…

- Utta Seidenspinner

29 Kommentare | 10. Januar 2012 | 10:00 Uhr | Twittern | Facebook

29 Kommentare

  1. Viele Züchtern aus Polen fühlen sich beleidigt von Euch!!!!

    Lukas Zych | 12. Januar 2012 | 00:15 | Antworten
    • Natürlich gibt es auch in Osteuropa gute Züchter. Ich selber besitze eine Hündin aus Ungarn.
      Nur – diese Welpen stammen aus seriösen FCI-Zuchten. Sind geimpft, gechippt und gesundheitlich untersucht. Ebenso wie die Eltern.
      Und ganz sicher nicht zum Schnäppchenpreis von 200-400€ zu bekommen.

      Bri | 13. Januar 2012 | 14:58 | Antworten
  2. Das ist nicht in Ordnung

    Lukas Zych | 12. Januar 2012 | 00:15 | Antworten
  3. Mach das doch bitte auch in anderen Eu Ländern

    Lukas Zych | 12. Januar 2012 | 00:16 | Antworten
  4. Ich kenne ganz viele int. Ch. Aus Polen egal ob das jetzt bulldogen oder doggen sind….

    Lukas Zych | 12. Januar 2012 | 00:17 | Antworten
  5. Was macht import aus Austria?

    Lukas Zych | 12. Januar 2012 | 00:18 | Antworten
  6. Was macht import aus der usa?

    Lukas Zych | 12. Januar 2012 | 00:18 | Antworten
  7. Hat hier zu Lande kein Mensch hunde in Österreich gakauft?

    Lukas Zych | 12. Januar 2012 | 00:20 | Antworten
  8. Sehr guter Bericht, sauber ohne zu dick aufzutragen. Bleibt bitte an den Thema drann. Das war nur ein kleiner Teil, die Leute merken gar nicht was Sie da unterstützen.

    Burda Annette | 12. Januar 2012 | 00:25 | Antworten
  9. Was soll das denn?
    Habt Ihr alle keine andere Probleme?

    Lukas Zych | 12. Januar 2012 | 00:27 | Antworten
  10. Was ist mit allen Affen oder schlangen?

    Lukas Zych | 12. Januar 2012 | 00:28 | Antworten
  11. hallo,
    ich habe grad zufällig zu ihrer sendung geschalten. und finde es sehr grausam wie die armen welpen leiden müssen. vor allem als ich sah wie 13 kleine boxer-welpen zusammengepfercht 9 stunden im auto verweilen müssen.
    vieleicht können sie mir mitteilen ob die welpen von ihrem polnischen züchter wieder abgeholt wurden bzw. ob sie noch im tierheim in münchen sind. ich würde gerne einem dieser welpen ein neues zuhause geben. wie gesagt ich habe zufällig zu ihrer sendung geschalten und da ich in nächster zeit wieder einen hund in meiner familie aufnehmen wollte, habe ich nun kurzerhand gedacht ich schreibe sie einfach mal an.
    ich hoffe doch wie auh immer diese geschichte zuende ging das es den welpen besser geht wo auch immer sie sind.
    mfg haas

    Haas | 12. Januar 2012 | 00:30 | Antworten
  12. Habe mir gerade die Sendung mit den Hundehandel angesehen, bin wie immer entsetzt und bin der Meinung, man darf solche
    Sendungen nicht so spät…. und auch öfter senden…
    Renate Rapp

    Renate Rapp | 12. Januar 2012 | 00:39 | Antworten
  13. Beste Leute,

    Ich möchte es nicht über diese Machenschaften haben. Man kann das nicht bändigen. Für mich gilt es eine Änderung durch zu führen und zwar den Verkauf und Kauf von Hunden und Katzen zu untersagen. Man soll keinen Hund oder Katze Kaufen. Das heisst man sollte Tiere über Tierheime adoptieren. Auch Rassetiere müssen über Tierheime vermittelt werden. Interessenten müssen sich übers Tierheim ein Tier nehmen und zahlen für die Unkosten nicht Fúr eine sogenannte Wert der der Züchter festlegt. Das wir Hunden kaufen weil wir eine bestimmte Rasse haben möchten beinhaltet oft ein unheimliches Leit für die Tiere. Dazu sind Deutsche Tierheime auch übervoll. Was man nicht alles aus Südeuropa holt. Wäre es mal nicht Zeit das man mit anderen Ideeën kommt?

    Nicole Sonnensberger | 12. Januar 2012 | 00:47 | Antworten
    • Noch besser wir schaffen gleich noch die Tierheime ab, was die zum Teil betreiben ist auch nur ein Handel mit Kreaturen!
      Damit werden genau die Umstände erst möglich – wenn der Hund aus Polen oder Spanien (liste ist beliebig zu erweitern) nichts Taugt kann in ja sonst jeder vor dem Tierheim „abladen!“
      Wer wirklich ernsthaft in ein Tierheim geht kann sehen wo das Problem entsteht: außer den „Problem-Rassen“ Kampfhunde sind dort überwiegend die Hunde die „nichts Kosten“ eben die Mix und sonstige aus dem Ausland die für ein paar Euro aus Dummheit angeschafft wurden.
      Hier soll mit Sicherheit nicht dem Handel mit Hunden eine Lanze gebrochen werden, wer aber mit Verantwortlichen Züchtern zu tun hat weiß das das monetäre hier keinen Vorrang hat.
      Also schaffen wir doch am besten die Verwahranstalten, genannt Tierheim ab – dann muss künftig jeder selbst mit den Problemen zurecht kommen die er sich nach hause holt!

      Martin | 12. Januar 2012 | 11:50 | Antworten
  14. Hallo Frau Seidenspinner,
    ein erschütternder Beitrag. Aber nicht neu. Als hauptberufliche Hundetrainerin erlebe ich es leider täglich. Der Hund soll in der Anschaffung nicht so teuer sein…meist weil das Geld für einen Hund mit Papieren gar nicht da ist. Sparen für einen Hund? Das gibt es nicht mehr. Dabei wird vollkommen ausgeblendet was ein Hund in ca. 10-15 Jahren überhaupt kostet. Und auch ein Rassehund mit VDH oder FCI Papieren kann erkranken, und dann? Ich selber habe Rassehunde…und musste mir schon oft die vorwurfsvolle Frage stellen lassen:”wie kann man denn Züchter unterstützen, es gibt doch so viele arme Hunde”. Und leider gibt es viele schwarze Schafe unter unseren VDH Züchtern, ich habe selber Zustände gesehen, die nicht weit entfernt waren von denen in Ihrer Sendung. Beschwerden werden abgetan, ich wurde sogar aufgefordert aus dem KfT/VDH auszutreten…Menschen die hinsehen und meckern sind nicht erwünscht. Aber ich meine, wer heute einen Hund via Internet bestellt für kleines Geld, der ist nicht Opfer. Der ist Mit-Täter. Meiner Ansicht nach sind auch viele Tierschutzorganisationen Täter, auch die verdienen an den armen Kreaturen die ins Land gekarrt werden. Ich sehe es in meiner Kundschaft…alte Leute bekommen z.B. einen Podenco Welpen, der dann armselig an der Flexi-Leine endet.
    Ein Hund kann in der Anschaffung gar nicht teuer genug sein (das ist zugegeben auch keine Lösung), aber würden zukünftige Hundehalter sich über die Anschaffung eines Hundes so viele Gedanken machen, wie über die Anschaffung eines Autos, dann wären wir ein Stück weiter. Und würde z.B. im VDH nicht so viel vorsätzlich kranker Inzucht Müll produziert, dann hätten Hunde mit genau diesen Papieren einen besseren Ruf. Trotzdem ich natürlich keine Patentlösung habe – es kann nicht genug Beiträge wie den von Ihnen gezeigten geben. Vielleicht sollte man mal eine “Soap” darüber drehen, wie toll es ist 365 Tage im Jahr bei Wind und Wetter durch den Wald zu stiefeln / keine Wohnung mehr zu bekommen, wenn man einen oder mehrere Hunde hat / wie man ein Urlaubsdomizil mit Hund bekommt / was Tierarztbesuche kosten / was artgerechte Ernährung bedeutet…usw…usw…
    Machen Sie weiter so!! Danke für den Beitrag.
    Viele Grüße
    Iris Achilles

    Iris Achilles | 12. Januar 2012 | 03:06 | Antworten
  15. Ich finde es schrecklich, was diese Hunde durchmachen müssen, um die Profitgier von “verbrecherischen Individuen” zu unterstützen. Ich finde, es sollten wieder massive Kontrollen an den Grenzübergängen von den Ostblockländern nach Deutschland eingeführt werden, um diesen Verbrechern das Handwerk zu legen.
    Es sollte viel mehr Aufrufe in den Medien geben, dass keine Welpen von diesen “Händlern” gekauft werden sollten!
    Es werden dadurch ja auch Krankheiten durch diese Hunde eingeführt!

    Sylvia Lindemann | 12. Januar 2012 | 07:58 | Antworten
  16. Guten Morgen,

    der Bericht ist wirklich traurig, leider kann ich nicht alle retten.
    Aber:
    „Aber viele können sich keinen teuren Rassehund leisten, deshalb gilt leider auch beim Hundekauf: Geiz ist geil.“

    Wenn ich so was immer höre oder lese:
    Wir haben unseren Mops von einem deutschen Züchter, eingetragen beim VDH und beim deutschen Mopsclub (darauf zu achten wird ja empfohlen), mit Papieren und allem drum und dran für 1400€ gekauft.
    Wir sind hingefahren, haben uns den Züchter und andere Möpse angeschaut.
    In den ersten 2 Monaten hatten wir dann ca. 3000€ Tierarztkosten (Augenoperationen in Zürich in der Tieruniklinik, Demodikose, Hodenhochstand und und).
    Nun ist er „repariert“. Ich habe mir dann von meinem Tierarzt ein Gutachten machen lassen und bin zum Anwalt. Nach langer Zeit (da hatte dieser Züchter sicherlich schon wieder kranken Nachwuchs produziert) wurde das Verfahren eingestellt. Das wars. Mein Mops ist eine Sache!!! Ich könnte nun noch eine zivile Klage anstrengen, aber ich möchte eigentlich kein Geld zurück. Ich möchte das dieser „Züchter“ aufhören muß, oder besser kontrolliert wird. Aber leider ist dafür von höherer Stelle kein Geld da.

    Liebe Grüße
    Elke

    Kubiaczyk Elke | 12. Januar 2012 | 08:52 | Antworten
  17. Der Beitrag zeigt sehr gut die Missstände im realen Tierschutz Deutschlands auf. Hundehandel und Qualzucht sind allerorten Realität und zwar nicht nur “illegal” auch ganz legal.

    Man schaut gerne aufs Ausland und meint, dort deutsch Tierschutz-Tugenden exportieren und vierbeinig importieren zu müssen. Vor der eigenen Haustüre steht der Dreck meterhoch.

    Danke für den Beitrag.
    Wann denken die so genannten Hundefreunde, die solche amren Hunde kaufen, nach?
    Wann handelt endlich der Gesetzgeber?

    Für jede Salatgurke gibt es dutzende Vorschriften, für die Hundeproduktion praktisch keine.

    Christoph Jung | 12. Januar 2012 | 09:12 | Antworten
  18. Jedesmal, wenn ich solche Sendungen sehe, bin ich sprachlos wozu Menschen aus Geldgier fähig sind.

    Auch wir hatten über Weihnachten eine 4 Monate alte französische Buldogge zur Betreuung,die wie sich herausstellte,sterbenskrank war und unsere beiden Hunde noch mit Parasiten angesteckt hat. Der Welpe kommt aus einer Welpenstube aus Dorsten, wo alle möglichen Rassen “gezüchtet” werden.

    Ich hoffe, dass Sie dieses Thema weiter verfolgen und die Zustände in solchen “Zuchtstationen” öffentlich machen.

    Ich glaube jedoch, solange Tiere eine “Sache” sind, wird
    sich wohl nichts ändern

    Siewert, Ute | 12. Januar 2012 | 14:27 | Antworten
  19. Also auf den ersten Blick fand ich den Bericht ganz gut.

    Als ich, als Züchter, mir den Bericht aber “näher anschaute” fielen mir doch einige Sachen auf.

    1. Ich glaube hier steckt sehr viel Arbeit hinter und man hat sehr viel selektiert um diese Sache so schlimm wie möglich dazustellen und die Meinung der Zuschauer in eine bestimmte Richtung zu lenken: Nur bei einem Rassehundezüchter in D – mit guten Papieren aus streng kontrollierten Vereinen bekommt man gesunde Hunde.

    2. Wirkt die Zucht, die als vorbildlich präsentiert wird sehr unrealistisch: Ich züchte schon lange und muss doch staunen, dass man dem Zuschauer hier ein solch unechtes und absolut geschöntes Bild als normal verkaufen möchte.
    Meine Welpen haben ihr eigenes Zimmer mit ihren eigenen Sachen/Möbeln/Spielsachen.
    Sollten die Welpen die ganze Wohnung für sich haben, würde diese im null komma nix auf den Kopf gestellt werden. Sicher sind die Hunde oft unter Aufsicht in der ganzen Wohnung, aber wenn es nicht gerade nur ein oder 2 Welpen sind, hält man das nicht lange durch (es sei denn, die Wohnung ist eh schon ein “Stall” und dem Züchter somit alles egal)
    Auch das Spielzeug das in dem Video zu sehen ist (Tunnel, Bälle, etc.), wäre von einem Haufen 8 wöchigen Welpen nach nicht viel mehr als einen Tag kaputt.

    Ich glaube schon, dass es zu viel illegalen Hundehandel mit (kranken) Hunden aus dem Ausland gibt und die schlimmste Seuche für Welpen ist Parvovirose, die gerade Massenzuchten – einmal drin – nicht mehr loswerden. Ein grossteil der Welpen überlebt Parvo nicht. Deshalb werden solche Hunde vor Ausbruch, also mit 4-5 Wochen verkauft, damit die Krankheit beim Welpenkäufer ausbricht und man noch das Geld für den Welpen bekommt.
    Allerdings halte ich die Zahlen, die hier immer wieder genannt werden absolut übertrieben und entbehren jeder Grundlage/Quelle.

    Ich kenne z.B. einen Mopszüchter, der in der “Mopsbranche” als guter und verantwortungsvoller Züchter bekannt ist. Seine Hunde wohnen im Haus. Er züchtet im VK/VDH und ist regelmässig auf Ausstellungen. Durch Zufall habe ich erfahren, dass er noch viel mehr Hunde hat als man als Interessent oder Behörde zu Gesicht bekommt, dass er bspw. Welpen von seinen “geheimen Hündinnen” ohne Papiere seinen Hündinnen mit Papieren beilegt usw.
    Aus einer solchen Zucht kaufe ich dann einen Welpen für 1500,- und kann genau das Pech haben, dass ich kranke Welpen z.B. aus verbotenen Inzuchtverpaarungen kaufe – von einem seriösen Deutschen Züchter und für viel Geld.

    Solche Geschichten höre ich immer wieder – von beiden Seiten. Sowohl vom “Opfer (Welpenkäufer) als auch vom “Täter” Züchter. Mittlerweile habe ich mich aus diesen “seriösen und streng Kontrollierten” Vereinen (VDH) in denen man als Stammtischkollegen und Bekannte jeden Championtitel für seinen Hund bekommt, jeden Wurf abgenommen bekommt, jede Hündin Zuchttauglich bekommt und jeden Deckakt eingetragen bekommt.

    Deshalb sind diese Rassehundezuchten in streng kontrollierten für mich schon lange kein Vorbild mehr und ich bin eher der Meinung, dass solche Geschichten, wie diese Sendung von genau solchen Züchtern gefördert werden und solche Geschichten in Foren, etc. geschürt werden um ihre eigenen (kranken) und überteuerten Hunde mit so tollen Papieren loszuwerden.

    Zusammensetzung Welpenpreis:

    z.B.: 850,- Welpe
    -19% MwSt: 714,-
    -10% Steuer: 650,-
    -Tierarzt: 550,-
    -Futter: 500,-
    -eventual: 400,-
    (Papiere, 250,-
    Wurfabnahme,
    etc.)

    Alle diese Zahlen sind teilweise stark aufgerundet und würden sogar einen Kaiserschnitt abdecken. Hier ist auch genügend Luft für eventuelle Investitionen in die Zucht. Sie zeigen, dass selbst ein ehrlicher Züchter, der alles ordnungsgemäss versteuert bei einem Welpenpreis von 850,- immer noch genug über hat.
    In der Regel bleibt mehr über als 250,-

    Gerhard T. | 12. Januar 2012 | 16:19 | Antworten
    • kann ihnen da nur zustimmen ,aber die menschen glauben nunmal alles schöne im tv obs realistisch ist oder auch nicht.

      katha | 13. Januar 2012 | 00:41 | Antworten
  20. Leibes ZDF Team!
    Vielen Dank fuer eure Arbeit.Leider sind die Bedingungen nicht nur in Polen so schlecht.Ich kann Euch gerne nach Kreta oder besser nach Italien einladen, wo man letztens 500 Hude in einem Container gefunden hat.Nimmt euch Bulgarien unter die Luppe…..es gibt tausende Beispiele in Europa……..
    Wir leben in schrecklichen Zeiten! Ich bin wirklich sprachlos, wozu Menschen faehig sind, wenn es um ein bisschen Geld geht.
    Unseren Hunden haben wir vor 3 Jahren auf der Strasse gefunden und sofort adoptiert. So gewinnt man einen echten Freund!

    Dominika | 12. Januar 2012 | 16:44 | Antworten
  21. Danke für gute Recherche und einen sachlichen Bericht!
    Leider ist es nicht so, dass solche Vorgänge nur in Polen, Tschechien etc. zu beobachten sind. Massenvermehrer sind auch in Deutschland haufenweise zu finden. Tiere, die unter erbärmlichsten Bedingungen vegetieren, inkompetente Amtstierärzte, die offenbar keine Augen im Kopf haben und immer wieder Menschen, die ein “Schnäppchen” machen wollen. Diese Tierhalten sollen sich bitte nicht beschweren, dass die Welpen krank sind und sterben. Sie – die Käufer – forcieren diese Vorgänge!

    Wer einen gesunden und wesensfesten Hundewelpen möchte, muss dafür auch Geld ausgeben.

    Im Deutschen Tierschutz bemühen wir uns seit Jahren verzweifelt, diese Vorgänge zu stoppen. Leider ohne jeglichen Erfolg! Ingnoranz, “dumme” Käufer und ein Restssystem, in dem das Tier noch immer eine “Sache” ist, machen alle Bemühungen sinnlos. Wir können nur retten, was zu retten ist. Den vielen tausend Hundemüttern, die in den Qualzuchten als Wurfmaschinen dienen, dürfen wir nur dann helfen, wenn sie selbst zum Abverkauf an den polnischen Markt schon zu alt sind.

    Ich würde Sie bitten, die Augen auch mal auf Deutschland zu richten. Vernünftige Tierschutzgesetze (wie in Irland seit 1.1.12), viel Aufklärung und eine Kontrolle der Grenzen auf illegale Übertritte von Welpen würden schon viel ausrichten können.

    Wer wie wir in unserem Haushalt mit ehemaligen Vermehrerhündinnen lebt, der kennt das Elend dieser Tiere mehr als genau!

    Daniela K. | 12. Januar 2012 | 17:02 | Antworten
  22. Sehr geehrtes ZDF-Team. Der Bericht war gut, aber er wurde viel zuspät ausgesenden. So etwas muss man nach den 19.00 Uhr Nachrichten oder unmittelbar von HEUTE senden.
    Dann werden die Menschen aufmerksam und kaufen nichtsolche Tiere im Internet.
    Internet ist sowieso immer schlecht. Zur Information okay, aber sonst vorsichtig.
    Wir haben unseren Hund auch nach unserem Vertrauen zu den Züchtern ausgesucht und hatten am Ende zwei Züchter, denen wir vertrauten.
    Niemals würde ich ein Tier- ein Lebewesen – im Internet oder auf der Straße kaufen. Auch nicht in einem Laden wie Zoo Zajac, der ja morgen mit dem Verkauf von “Jungtieren” beginnt. Tiere muss man kennenlernen und man muss sich mit anfreunden und das kann ich nur bei einem gutem Züchter oder Züchterin.

    Gerhard Modrow | 12. Januar 2012 | 17:18 | Antworten
  23. Hallo Frau Seidenspinner. Ich fand diese Reportage sehr gelungen und wichtig.

    ber was mich sehr gestört hat ist, dass sie während der Sendung (beim Besuch des Veterinäramtes) echten Pelzbesatz an ihrer Jacke tragen.
    Das passt irgendwie nicht zu einer Sendung mit einem Tierschutzthema. Ich fand es sehr traurig und habe Sie eigentlich für eine sehr nette Frau gehalten.
    Wirklich Schade.

    Zum Thema Welpenhandel. Selbstverständlich gibt es tolle gesunde Tiere aus Polen und Co, aber es ist eben auch nun mal so dass die meißten dieser Kofferraumwelpen eben nun mal aus den Ostländern wie Polen kommen.
    Für die liebevollen, verantwortungsvollen Züchter die es auch in Polen gibt tut es mir sehr leid.
    Es hilft also nix sich SEINEN Züchter ganz genau anzugucken und das nicht nur einmal.

    nadja | 12. Januar 2012 | 21:35 | Antworten
  24. Selten habe ich einen so schlecht recherchierten Bericht gesehen.

    Die einzige Chance das Übel bei der Wurzel zu packen ist der Käufer. Wenn niemand solche Hunde kauft, dann hat sich das ganze Geschäft erledigt. Solange hier aber die Mentalität Geiz ist geil regiert (das Zitat ‘wir haben schon geschaut, dass es preislich passt’ ist ein Witz) und man unbedingt einen Rassehund für 400 Euro kaufen will, dann unsterstützt man zwangsläufig unseriöse Hundezüchter. Wenn man das Geld für einen Rassehund nicht hat, dann soll man einfach einen Hund aus dem örtlichen Tierheim kaufen oder auch einen preiswerteren Mischling.

    Anstatt auf solchen simplen Zusammenhänge hinzuweisen und zu sagen, dass der Handel erst mit solchen Käufen am leben erhalten wird, wird lieber das Internet als Schuldiger ausgemacht: ‘Ich würde keinen Hund mehr im Internet kaufen. Das sind Fehler die macht man nur einmal. Ich werde mir einen Züchter aus der Gegend suchen.’ Illegalen Hundehandel gibt es schon länger als das Internet. Unabhängig wo man die Anzeige sieht, sollte man einfach einige simple Regeln beim Kauf beachten (dann klappt’s auch mit dem Welpen): Zeit nehmen, den Wurf und das Umfeld ansehen, Anzahl der verkauften Rassen bzw Hunde des verkäufers beachten usw.

    Ein seriöser Züchter aus der Gegend wird sicherlich keinen reinrassigen Hund für 400 Euro anbieten. Da man aber offensichtlich nicht bereit ist mehr auszugeben und es unbedingt ein Rassehund sein muss, wird dann das nächste mal satt aus dem Internet vermutlich ein reinrassiger Welpe für 400 Euro an der nächsten Autobahntankstelle aus dem Kofferraum gekauft und sich anschließend gewundert, dass der Hund krank ist… (Schuld ist dann natürlich der Tankstellenbetreiber)

    Dirk | 13. Januar 2012 | 15:47 | Antworten
  25. Hätte der gute Herr in dem Film bspw. einen Jahreswagen für 30% des Marktwertes in einem dubiosen Hinterhof mit Dutzenden Autos anderer Marken von jemanden gekauft, nur weil die Anzeige im Internet schöne Fotos und ihn der Text angesprochen hat?

    Manchmal reicht schon gesunder Menschenverstand und Verantwortungsbewusstsein. Stattdessen keinerlei Reflexion oder Selbstkritik.

    Andreas P. | 13. Januar 2012 | 18:20 | Antworten
  26. Ich hatte die Sendung gesehen und fand sie ziemlich erschreckend, hoffentlich wird bald mehr gegen diese Tierquälerei getan.

    Franziska | 15. Januar 2012 | 11:43 | Antworten

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