Chancen ja – aber was ist mit den Risiken?

Eigentlich entscheiden wir uns ja für ein Thema, weil es etwas Neues zu berichten gibt. Weil vielleicht eine neue Studie erschienen ist oder weil uns brisante Informationen zugespielt wurden.

Im Falle der Nano-Doku ist es anders – diesmal wissen wir über die Risiken einer Technik auch nach langer Recherche so gut wie nichts. Worüber unserer Meinung nach dringend berichtet werden muss.

Nanotechnologie: Wassertropfen auf Plättchen

Nanotechnologie: Wassertropfen auf Plättchen

Denn Nano-Technik ist rasant auf dem Vormarsch, sie bietet ja auch große Chancen. Die unfassbar kleinen Partikel wirken mal antibakteriell, mal wasserabweisend, mal als Riesenhilfe in Tütensuppen – die Industrie hat viele gute Ideen für Innovationen. Wenn man dann aber über die Risiken sprechen will – schließlich sind die Partikel so klein, dass wir sie beispielsweise leicht einatmen können -  klingt es ein wenig nach dem Motto “was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß”.

Deshalb haben wir für unsere Dokumentation viele der wenigen Informationen, die über die Risiken der Nano-Technik existieren, gesammelt und namhafte Experten getroffen. Wer es sich ansieht, ist hinterher also hoffentlich doch schlauer. Aber wer nach dem Film denkt “Hey, ich weiß da noch was”, darf sich gerne hier melden…

7 Kommentare | 06. Dezember 2011 | 13:37 Uhr | Twittern | Facebook

7 Kommentare

  1. Vieles, was wir künstlich erschaffen haben ist im nachhinein unkontrollierbar geworden…
    Wann wird der Mensch umdenken??
    Es ist längst hinreichend bekannt, daß durch Nano-Partikel
    Krebs ausgelöst bzw. verursacht wird ( insbesondere Bronchialkarzinome )
    NUR weil es Nano-Silber heißt, verhält es sich nicht WIE Silber – sondern es wird vielfältige Auswirkung auf unsere Gesundheit und Umwelt haben !!!

    STOPPT DEN WAHNSINN !!!

    Reiner | 8. Dezember 2011 | 00:20 | Antworten
  2. WANN endlich wird die so oft zitierte Produkthaftung der Industrie in Kraft gesetzt ??
    Leider alles leeres BlaBla….

    Reiner | 8. Dezember 2011 | 00:25 | Antworten
  3. .. DANKE für die Recherche …
    Es beschämt wohl niemanden mehr in verantwortlicher Funktion – weder in der Industrie, noch in der Forschung, noch in der Politik!
    Verarscht uns Verbraucher ruhig weiter, doch der Widerstand wird wachsen!!!

    Occupy NOW

    Reiner | 8. Dezember 2011 | 00:31 | Antworten
  4. Ich vermisse in Ihrem tendentiösen Bericht den Hinweis, dass Nanopartikel erst einmal Partikel in Nanometergröße sind. Milch sind Nanopartikel: Butterfett umhüllt mit Milcheiweiß in Nanometergröße in Wasser. Im Zigarettenrauch entstehen Nanopartikel in großer Konzentration. Flüssige Nanodispersionen werden als Arzneimittel eingesetzt, gerade weil sie dadurch besser resorbiert werden. Das Wassermolekül ist ein Nanopartikel von ca. 0,3 nm.
    Der Beitrag ist weniger geeignet aufzuklären, als vielmehr Ängste zu schüren. Ich hätte mir eine differenzierte Recherche und Information gewünscht.

    Dr. Med. Dipl. Biochem. Hans-Ulrich Jabs | 8. Dezember 2011 | 00:41 | Antworten
    • Das Gefühl hatte ich bei der Sendung leider auch; wieder einmal wurden Chancen verpaßt, stattdessen wurden wieder Panik & Technologiefeindlichkeit porpagiert. Außerdem hat dies noch gar nichts mit eigentlicher/echter Nanotechnologie zu tun, da hier nur nanoskalige Effekte genutzt werden. Echte N. geht von molkülgroßen Maschinen aus, mit denen MAterie auf atomaren / molekularem Niveau manipuliert wird!! Was übrigens pure NAtur ist: z.B. Zellmechanismen laufen ja auf Nanometerebene ab!! Damit hätte sich m.E. ein professioneller Bericht beschäftigen müssen.

      T. Ahrendt | 8. Dezember 2011 | 16:13 | Antworten
  5. Sehr geehrtes ZDF Team, sehr geehrte Frau Hauner, das war ein sehr gutes Stück Journalismus, das Sie da gestern abgeliefert haben, Gratulation! Nicht so der übliche Horror-Kram, den es bei Spiegel online oder anderen Internet-Portalen zu lesen gibt. Grundsätzlich war ich daher mit der Darstellung zufrieden. Allerdings bleibt doch die Frage, warum sie z.B. den Bericht unseres Arbeitskreises der DECHEMA zu 10 Jahren Sicherheitsforschung zwar auf Ihrem Schreibtisch liegen hatten, diesen aber nicht erwähnt haben? Ich finde es schade, das wir immer auf der “Unwissenheit” herumreiten, aber seit fast 30 Jahren bereits Studien zur biologischen Wirkung von Nanopartikeln veröffentlicht werden. Auch bin ich nicht der Meinung, die Menschen einem erhöhten Krebsrisiko auszusetzen, indem man die Nanopartikel in Sonnencremes negativ darstellt. Haben sie schon einmal darüber nachgedacht, was drin wäre, wenn keine physikalischen UV-Blocker in der Creme enthalten wären? Es wäre Chemie, kleiner als Nano und viel besser hautgängig, was im Übrigen die Nanos nicht sind, auch bei entzündeter Haut, egal was das BfR behauptet! Sie sehen, es gibt immer etwas zu kritisieren, aber trotzdem bin ich mit Ihrem Beitrag sehr einverstanden, denn geforscht werden muss auch weiterhin auf jeden Fall und das ist ganz wichtig, um diese neue Technologie auch sicher zu gestalten! Beste Grüsse von einem Nano-Risikoforscher
    Harald Krug, Empa, Schweiz
    PS: von Druckgassprays mit Nanopartikeln rate ich den Herstellern und auch den Verbrauchern seit mehr als 10 Jahren ab, das ist der reinste Irrsinn, so etwas herzustellen, jedoch sind Pumpsprays dagegen unkritisch! Wir können uns ja gern einmal dazu unterhalten.

    Prof. Dr. Harald Krug | 8. Dezember 2011 | 09:21 | Antworten
  6. Unmöglicher Zustand !
    die Industrie weigert sich die Inhaltstoffe zu deklarieren und der Kunde hat keine Möglichkeit dagegen vorzugehen.
    Ich kann es als Kunde ja nicht einmal durch meinen Konsum steuern, wenn ich nicht weiß in welchen Produkten die Nano-Partikel enthalten sind.
    Was noch viel schlimmer ist, die Industrie ist damit aus der Haftung raus, sollte sich in der Zukunft herausstellen, dass es zu schweren Erkrankungen oder Todesfällen kommt !
    Der Konsument bzw. die Angehörigen haben dann keine Möglichkeit den Schuldigen zu finden oder zu verklagen.
    Wieder einmal ein Beweiß für unsere korrupte Politik, die offensichtlich nichts dagegen unternimmt.
    Interessant, dass Sie im Beitrag zwar klarstellen, dass es auf die Menge der Nano-Partkel ankommt die von einer Zelle aufgenommen wird, ob es zu einer Zellentzündung kommt oder nicht. Aus dem Beitrag geht aber icht hervor ob die Nano-Partikel jemals vom Körper wieder abgebaut werden oder sich eine kritische Sättigung der Zellen automatisch irgendwann einstellt. Werden die Nano-Partikel nicht wieder aus der Zelle abgestossen und vom Körper abgebaut würde dies bedeuten, dass wir lebende Zeitbomben in uns tragen.
    Mir geht es nicht darum “schwarz zu malen” und alles schlecht zu reden. Es ist toll wenn es neue Entwicklungen und Märkte gibt ! Wenn es die Industrie aber macht um Geld zu verdienen, sollte die Industrie auch haften, wenn es schief läuft !
    Schöne Grüße, W.Bratfisch

    Wilhelm Bratfisch | 8. Dezember 2011 | 12:37 | Antworten

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