kompakt: Macht Glaube selig?

Darüber diskutierten bei log in am Mittwoch Bruder Paulus, Guardian (Leiter) Kapuzinerkloster Liebfrauen in Frankfurt am Main, Philipp Möller, Pressereferent der Giordano-Bruno-Stiftung und Bruno Würtenberger, schweizer Autor und Bewusstseinsforscher. Hier gibt es die Sendung für dich in der Kurzfassung:

3 Kommentare

  • M.G.
    09.01.2013, 12:47 Uhr.

    Nicht:”Macht Glaube seelig”,sondern:”Wer das glaubt,wird seelig.”

  • Klaus Scheler
    06.02.2013, 12:35 Uhr.

    Woran ich glaube?

    Eigentlich an immer weniger: mit fortschreitendem Alter gehen einem die Illusionen abhanden und die Ideale verlaufen sich wie alter Käse. Sie stinken dann auch noch!
    Also, die Frage – woran ich glaube? – ist einfach falsch gestellt. Wie sagte gleich so ein alter Grieche:
    „Ich denke, also glaube ich nicht!“

    Stellen wir die Frage anders:

    Woran ich glauben möchte?

    Diese Frage wäre leicht zu beantworten.
    Zuerst möchte ich an einen gütigen und gerechten Gott glauben, der die Hölle und den Teufel, den Papst und die Inquisition, Glaubenskriege und religiöse Fanatiker, Glaubenskämpfer mit Sprenggürteln, das Zölibat, den Krebs abschafft und der die Rollstühle zertrümmert, weil sie nicht mehr gebraucht werden.
    Ich möchte an einen lieben Gott glauben, der seine eigene Schöpfung achtet, der den Menschen nicht die Herrschaft über die Tiere anvertraut, sondern dieser „Krone der Schöpfung“ die Krone wegnimmt mitsamt diesem arroganten, gottverachtenden Ebenbildwahn.
    Ich möchte an einen weisen Gott glauben, der das Fressen und Gefressen werden als einen Schöpfungsfehler eingesteht und seine Arbeit gewissenhaft und ohne Zeitdruck nachbessert. Eine Woche war nicht genug, Gott. Als Ergebnis Deines Werks sollte eine Welt voller Musik, Harmonie und Poesie bestehen und das Ergebnis der Menschwerdung sollten Güte und Liebe und nicht Kain und Abel sein..
    Ich möchte hoffen, dass Gott endlich aufwacht und bösartige Menschen, Fanatiker und Hassprediger endlich und für immer einschlafen.

    Wenn es Dich, allmächtiger, gütiger Gott, nicht gibt, dann sollten die Menschen die notwendigen Arbeiten selbst in die Hand nehmen und das Himmelreich schon hier auf Erden errichten. Sie sollten die Heuchler, Fanatiker, Militärs, Glaubenskrieger und Missionare des jeweils einzig wahren Glaubens und ihre heiligen Kreuzritter und Sprengmeister dorthin schicken, wo ihr angestammter und sinnvoller Aufenthaltsort ist:
    zum Teufel!

    Doch ich bin nach einem langen Leben zu der Überzeugung gekommen, dass die Menschen dazu nicht in der Lage sind, denn sie denken zu wenig und glauben zu viel.

  • Klaus Scheler
    06.02.2013, 12:48 Uhr.

    Woran ich glaube?

    Eigentlich an immer weniger: mit fortschreitendem Alter gehen einem die Illusionen abhanden und die Ideale verlaufen sich wie alter Käse. Sie stinken dann auch noch!
    Also, die Frage – woran ich glaube? – ist einfach falsch gestellt. Wie sagte gleich so ein alter Grieche:
    „Ich denke, also glaube ich nicht!“

    Stellen wir die Frage anders:

    Woran ich glauben möchte?

    Diese Frage wäre leicht zu beantworten.
    Zuerst möchte ich an einen gütigen und gerechten Gott glauben, der die Hölle und den Teufel, den Papst und die Inquisition, Glaubenskriege und religiöse Fanatiker, Glaubenskämpfer, das Zölibat, den Krebs und den Krieg samt Feldpfaffen abschafft
    Ich möchte an einen Gott glauben,der den Menschen nicht die Herrschaft über die Tiere anvertraut, sondern dieser „Krone der Schöpfung“ die Krone wegnimmt mitsamt diesem arroganten, gottverachtenden Ebenbildwahn. Einen Gott, der nicht kleine Mädchen schwängert um einen Sohn zu zeugen, den er dann am Kreuz verrecken lässt und diese Schreckenstat anderen Menschen in die Schuhe schiebt.
    Ich möchte an einen weisen Gott glauben, der das Fressen und Gefressen werden als einen Schöpfungsfehler eingesteht und seine Arbeit gewissenhaft und ohne Zeitdruck nachbessert. Eine Woche war nicht genug, Gott. Als Ergebnis Deines Werks sollte eine Welt voller Musik, Harmonie und Poesie stehen – nicht Kain und Abel.
    Ich möchte hoffen, dass Gott endlich aufwacht und bösartige Menschen, Fanatiker und Hassprediger endlich und für immer einschlafen.

    Wenn es Dich, allmächtiger, gütiger Gott, nicht gibt, dann sollten die Menschen die notwendigen Arbeiten selbst in die Hand nehmen und das Himmelreich schon hier auf Erden errichten. Sie sollten die Heuchler, Fanatiker, Militärs, Glaubenskrieger und Missionare des jeweils einzig wahren Glaubens und ihre heiligen Kreuzritter und Sprengmeister dorthin schicken, wo ihr angestammter und sinnvoller Aufenthaltsort ist:
    zum Teufel!

    Doch ich bin nach einem langen Leben zu der Überzeugung gekommen, dass die Menschen dazu nicht in der Lage sind, denn sie denken zu wenig und glauben zu viel.

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