Die NPD drängt in die Mitte der Gesellschaft

Die Parteien vergessen ihre BürgerInnen? Nicht so die NDP: Mit Hüpfburg und Dosenwerfen veranstaltet sie ein Fest für die Kinder und kümmert sich um die Familien. Frontal21 über Versuche der rechtsextremen Szene, ihr radikales Image zu verharmlosen. Der Beitrag ist von 2011, aber dennoch aktuell.

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14 Kommentare

  • JennyGER
    18.11.2012, 23:55 Uhr.

    Könntet ihr bitte bei den Begrifflichkeiten ein bsischen aufpassen? Radikalisten sind nicht immer Extremisten. Das sind zwei unterschiedliche Dinge. Ich bezeichne mich auch als radikal, denn das Wort radikal kommt von “radix”, die Wurzel. Quasi “back to the roots”. In der Türkei gibt es eine linksliberale Zeitung, die sich “Radikal” nennt. Die englische Partei ” Liberal Party” hieß noch bis ins 19. Jahrhundert “Die Radikalen”. Ebenfalls um diese Zeit nannte man den aufkommenden Liberalismus als “radikal”. Das Wort radikal war damals noch nicht negativ besetzt.

    Ich sehe bei der NPD kein “radikales Image”; was ich sehe ist ein fremdenfeindliches und auch ein extremistisches Image aber kein radikales. Im übrigen sehe ich zwischen linksextrem und rechtsextrem nur sehr wenige Unterschiede. Womöglich handelt es sich sogar um 2 seiten der ein und der selben Medallie. Im Wort “Nationalsozialismus” steckt auch das Wort Sozialismus. Un nun rollt nach dem Nationalsozialisus ein Kontinentalsozialismus auf uns zu und wieder schauen alle weg? Wie wärs mal mit Regionalsozialismus bei dem die Bürger vor Ort über sich entscheiden? Egal wo dieses “rechts” und dieses “links” auch immer sein mag, eines steht für mich fest: Extremismus und Gewalt darf in unserer Gesellschaft nichts verloren haben. Das gilt für jede Form der Gewalt; dazu zähle ich auch Rüstungsexporte unseres Parteienkartells. Die NPD hetzt und stellt sich damit auf eine Stufe mit anderen Hetzern. Ich verabscheue sowas. Aber mit Radikalismus hat das alles nuer wenig zu tun. Vielleicht würde uns ein bisschen Radikalismus sogar helfen! Zurück zu den Wurzeln; zurück zu den Menschen. Das Wort “radikal” ist nichts schlimmes und kein Synonym zum Wort “extremistisch”. In einer starken Gesellschaft mit mündigen Bürgern haben Extremisten keine Chance. Das Motto unserer Politik: “Ihr streitet und wir herrschen”. So lange sich links und rechts an der Basis die Köpfe einschlagen, können die Einheitskapitalisten machen, was sie wollen. Das ist Ablenkung vom Feinsten. Man sollte jede Form der Gewalt verabscheuen; egal ob von NPD, CDU, SPD, FDP oder anderen Schubladen.

    lg

    • mister-ede
      19.11.2012, 16:02 Uhr.

      Das “radikal” bezieht sich auf die tief verwurzelten Ansichten.

      Radikale Christen, Rechtsradikale, Linksradikale, radikale Ökos, Moslems, Fußball-fans.

  • mister-ede
    19.11.2012, 16:18 Uhr.

    Hier ist die Zusammenfassung der Studienergebnisse. Von NPD habe ich darin nichts gelesen, habe es aber nur mal eben überflogen.

    http://www.fes-gegen-rechtsextremismus.de/pdf_12/ergebnisse_mitte_studie_2012.pdf

    fes = Friedrich-Ebert-Stiftung

    [Anmerkung der Redaktion: Das ZDF ist für den Inhalt externer Links nicht verantwortlich!]

  • JennyGER
    19.11.2012, 19:23 Uhr.

    “Die NPD drängt in die Mitte der Gesellschaft”

    Ich habe mal die historischen Wahlergebnisse bei Bundestagswahlen der NPD gegooglt; woran machen die ZDFlogin Redakteure fest, dass die NPD in die Mitte der Gesellschaft drängt? Wo sieht man hier einen Trend? Die Zahlen sind ernüchternd: Zwischen 1972 und 2009 bewegten sich die Wahlergebnisse zwischen 0,2% und 1,5%. Aktuelle Umfragen geben keinen Grund zur Sorge. Ich sehe nicht, dass die NPD flächendeckend in die Mitte der Gesellschaft drängt; dies ist höchstens lokal der Fall. Liebe Redakteure, bitte macht das Problem nicht größer als es ist, oder liefert Argumente. Einfach irendwas in der Überschrift behaupten ist uncool um es mal auf loginisch zu sagen. Rechte Gewalt ist ein Problem, aber die NPD drängt nicht in die Mitte der Gesellschaft. 0,00% wären mir auch lieber!

    lg

  • Markus Meister
    19.11.2012, 20:55 Uhr.

    Es ist leider so, dass die anderen Parteien nicht genug engagieren. Wir bräuchten eine Stärkung der Kommunalpolitiker in diesen strukturschwachen Regionen, damit die Ortsverbände in der Lage sind eigene Sozialberatung anzubieten, Vereine zu unterstützen und Feste zu veranstalten. Einfach eine Präsenz zu erzeugen und der NPD damit ihre Monopolstellung dort streitig zu machen. Mal kurz hin zur Anti-Nazidemo reicht da nicht, weil dies nur die erreicht, die sowieso gegen Rechtsextreme sind.

    So wie jetzt, wird rechtes Gedankengut leider immer hoffähiger und ist für manche einfach eine Meinung von vielen die man toleriert oder normal findet, auch als Mensch der selbst nicht so radikal denkt.

    Man merkt das auch in der Jugend- und Subkultur das rechtes und linkes Denken sich vermischt. Wenn eine rechtsnationale Band wie Freiwild große Hallen und Stadien füllt, können das nicht nur bewusst rechtsnational oder rechtsradikal denkende junge Menschen sein. Der Nazi wird zunehmend akzeptiert im Gemeindeparlament, als Vereinsvorsitzender , als Musiker oder im Ultra-Fanblock.

    Das ist das Problem und das löst man weder mit irgendwelchen neuen Behörden noch mit deren Datenbanken oder härteren Strafen. Der Nährboden muss entzogen werden, aber das scheint der Politik dann doch zu anstrengend!

  • Markus Meister
    19.11.2012, 21:07 Uhr.

    Die Wahlergebnisse der NPD auf kommunaler Ebene sind aber schon erschreckend. Außerdem würde ein Blick nach Österreich helfen. Würde die NPD nicht so stumpfsinnig argumentieren und nicht nur mit eher bescheiden gescheiten Altnazis antreten, kann das schnell kippen.

    Die neueste Studie dazu von der Friedrich-Ebert-Stiftung zeigt das. Auch das Ergebnis der Schill-Partei in der Hansestadt Hamburg. Dort gab es eine Persönlichkeit wie Herrn Schill der durchaus in der Lage war ein Drittel der Wähler mit rechten Parolen zu überzeugen. Zum Glück ist auch dieser Clown an sich selbst gescheitert. Würden aber die Rechtsnationalen ihren Hang die alte braune Vergangenheit schönzureden ablegen und ein ähnliches Programm fahren wie die FPÖ, bin ich sicher sind bei uns auch Ergebnisse zwischen 10% und 20% denkbar.

    Das alles wird auch in Zuknuft probiert werden mit der Gründung der Partei “Die Rechte”.

    Es spricht für die Wähler in Deutschland, dass sie bisher nicht wie in Österreich, Schweiz, Frankreich, den Niederlanden oder Dänemark auf rechtspopulistische Parteien hereingefallen sind.

    Man muss aber auch überlegen, ob eine demokratische rechtsliberale oder rechtskonservative Partei nicht auch positiv sein könnte, damit Menschen die so denken nicht automatisch immer ins braune Lager abrutschen. Es ist auch richtig, nicht jeder der Fremdenangst hat oder Multikulti kritisch gegenüber steht ist gleich braun, radikal und gewaltbereit. Mit diesen Leuten muss man streiten, aber sie gehören in das demokratische Spektrum und dürfen nicht mit Nazis in einen Topf geworfen werden!

    • Hugo
      19.11.2012, 22:12 Uhr.

      “Man muss aber auch überlegen, ob eine demokratische rechtsliberale oder rechtskonservative Partei nicht auch positiv sein könnte,…”

      Ich fände eine solche Partei gut, denn dann gäbe es ständig Kämpfe zwischen der CDU und dieser Partei.
      Rechte Mehrheiten kämen nicht mehr so leicht zustande und Dritte würden sich freuen ;)

      Es gibt seit Jahren “linke” Mehrheiten im Parlament und “rechte” Regierungen, weil sich die “linken” Parteien nicht einigen können.
      Wäre vielleicht nicht schlecht, wenn dies auch mal anders herum liefe.

      • JennyGER
        19.11.2012, 23:05 Uhr.

        Ich glaube dieses “links/rechts”-denken ist nicht mehr aktuell. Ich habe schon oft die Nazikleule gespürt – zu unrecht! Vieles was als “rechts” gilt (Euro-Kritik etc…) ist eigentlich nicht rechts. Sowas wie “Ron Paul” wird oft als rechts bezeichnet, ist aber libertär. Libertäre Menschen haben nunmal die radikale Ansicht, dass andere Menschen nicht ihr Eigentum sind und dass man nicht stehlen sollte, was auch für Bankenkartelle gilt. Das ist alles andere als rechts. Die Medien und Claquere sollten mal das Wort “libertär” lernen.

    • JennyGER
      19.11.2012, 22:31 Uhr.

      Eine Rechtspartei kann gar nicht gegründet werden! Ich persönlich verhindere dies. Die neue potenzielle Rechtspartei könnte keinen Twitteraccount haben, weil ich den Account “Rechtspartei” (als Accountleiche) inne habe. Das ist quasi meine Altersvorsorge – wenn sich die Partei dann mal bildet, dann verkaufe ich den Account *lach*, aber ohne Twitteraccount werden die nicht groß. Also keine Sorge Leute: Wenn es eine “Rechtspartei” gibt, dann kann sie unter dem Namen schon mal nichts in Twitter machen. Der Account schläft und nur ich habe die Zugangsdaten :D

      lg

      • JennyGER
        19.11.2012, 22:43 Uhr.

        hab mich in @Rechtspartei gerade mal eingeloggt; der Account folgt niemandem aber wird von 194 Leuten gefolgt – die meisten sind NPD´ler oder andere Nazis. Ich mach da mal ein bissl Satire, muhahahaha :-))

      • Hugo
        19.11.2012, 22:57 Uhr.

        lol :D

        Gut zu wissen, daß Du mit diesem Account die Macht hast, Parteigründungen zuverhindern ;)

        Ohne Jenny geht nix. :D

        • JennyGER
          19.11.2012, 23:11 Uhr.

          Hehe, stell dir vor eine Rechtspartei will ihren Stumpfsinn in Twitter verbreiten und kann dies nicht… ahhhh!HHH!! Egal ob National- oder Kontinentalsozialismus, beides muss verhindert werden, denn wir haben ein Grundgesetz.

          • Hugo
            19.11.2012, 23:30 Uhr.

            “Hehe, stell dir vor eine Rechtspartei will ihren Stumpfsinn in Twitter verbreiten und kann dies nicht…”

            Genau, deshalb ist es ja auch gut daß Du die Macht hast. :D

            Psst… darst ihnen aber nicht veraten, daß sie ihren Stumpsinn auch über ähnlich heißende Accounts verbreiten könnten ;)

          • JennyGER
            19.11.2012, 23:36 Uhr.

            hm schaffen sie nicht. in Twitter bestimmen nur ca. 200-300 Accounts was wichtig und was unwichtig ist. Ich hab das mal nachgewiesen aber finde den Link grad nit^^

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