log in-direkt mit Walter Wüllenweber
Der Stern-Autor Walter Wüllenweber ist der Meinung, dass sich Ober- und Unterschicht in Parallelgesellschaften zurückgezogen haben und nicht mehr zur Finanzierung des Gemeinwesens beitragen. Daran wird sich auch nichts ändern, so Wüllenweber: Die Finanzindustrie macht die Oberschicht reich. Die Sozialindustrie lebt von der Unterschicht. Finanziert werden beide Industrien von der Mittelschicht, die in die Sozialsysteme und an den Fiskus zahlt.
Walter Wüllenweber stellt sich heute Abend in der Live-Sendung zwei Minuten deinen Fragen. Also her damit, aber bitte kurz und kompakt.
11 Kommentare | 31. Oktober 2012 | 14:52 Uhr |
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Herr Wüllenweber,
ab wann ist man ihrer Meinung nach reich bzw. arm?
Der Teaser ist wirklich selten dämlich. Die Finanzindustrie macht die Oberschicht reich? Richtig wäre wohl zu sagen, die Finanzindustrie und die Oberschicht sind ein und das Selbe. Nach dieser Logik müßte Herr Wüllenweber auch schreiben, die Sozialindustrie macht die Unterschicht reich. Was ist überhaupt die Sozialindustrie?
Ein überaus tendenziöser Artikel.
Zielführender wäre es, die Frage zu beantworten, wie die Gesellschaft mit dem Problem exponentiellen Wachstums von Vermögenswerten umgehen soll. Und das nicht aus sozialromantischer Perspektive, sondern auf Grund von mathematischen Fakten. Ohne eingreifende Massnahmen (massive Steuern auf auf große Vermögen) ist dieser Prozess nicht aufzuhalten. Irgendwann werden sonst sämtliche Werte (Geld, Produktionsmittel, Immobilien) einer winzigen Kaste von Oligarchen gehören. Das hat nichts mit kommunistischem Gelaber zu tun, sondern ist ein mathematisches Phenomen.
Ich hätte es nicht besser ausdrücken können. Bravo!
Hallo!
Ich finde es ist echt grauenvoll wie viel manche Menschen verdienen im Gegensatz zu anderen. Alten oder Krankenpfleger arbeiten z.B. Teilweise 20 Tage+ am Stück, machen dabei ihren Rücken kaputt und Opfern sich für die Menschen auf und verdienen als Helfer gerade mal etwas mehr als Hartz IV während Bosse oder Manager von großen Unternehmen im neuen A8 Vorfahren und nur Büroarbeit machen müssen. Irgendetwas kann in so einer gesellschaft nicht stimmen. Ich finde das System Menschenverachtend, da nur in wirtschaftlichen Bereichen in denen ein hohes Konsumklima besteht Wohlstand herrscht. Wir MÜSSEN die Reichen irgendwann heranziehen und wenn es nur mit Enteignung geht sonst sind wir in 50 Jahren total kaputt.
Es ist eine Schande für Deutschland, dass immer mehr Vollzeitbeschäftigte so wenig verdienen, dass sie zum Amt müssen und um´s Geld betteln damit sie ihre Miete, Heizung und Strom zahlen können !
Das heißt, Steuerzahler subventionieren Firmen die nicht bereit sind Löhne zu zahle mit denen man überleben kann.
Umverteilung ist da; das streitet niemand ab. Meine Frage: Was ist die grundlegende Ursache?
Ich will nicht wissen wie man zurückverteilen kann, sondern wie man die Umverteilung stoppen kann!
Hi,
vollkommen richtig, sehe ich genauso.
Die dummen sind die, die arbeiten und Steuern zahlen.
Es klicken sich deshalb immer mehr aus den Sozial- und Steuersystemen aus.
Die da oben, die in der Mitte und die da unten.
Deshalb sind diese Leute meiner Meinung nach keine Sozialschmarozer.
Warum noch heute in Sozialsysteme einzahlen, wenn das Geld in Ländern wie z.B. Griechenland verschwindet.
Wir reden von hunderten 000 000 000 Euro die dem Staat nicht mehr zur Verfügung stehen.
Die Aussagen von der Kanzlerin Merkel oder vom Finanzminister Schäuble haben heute, wenn es überhaupt der Wahrheit entspricht, was sie sagen, eine Halbwertszeit von TAGEN.
Es besteht von Seiten der Politik keinerlei Interesse die Sozialsysteme für nächste Generationen leistungsfähig zu erhalten.
Die Wähler werden belogen, hingehalten und desinformiert.
Die dummen sind die, die arbeiten und Steuern zahlen.
Es klicken sich deshalb immer mehr aus den Sozial- und Steuersystemen aus.
Die da oben, die in der Mitte und die da unten.
Deshalb sind diese Leute meiner Meinung nach keine Sozialschmarozer.
Warum noch heute in Sozialsysteme einzahlen, wenn das Geld in Ländern wie z.B. Griechenland verschwindet.
Wir reden von hunderten 000 000 000 Euro die dem Staat nicht mehr zur Verfügung stehen.
Die Aussagen von der Kanzlerin Merkel oder vom Finanzminister Schäuble haben heute, wenn es überhaupt der Wahrheit entspricht, was sie sagen, eine Halbwertszeit von TAGEN.
Es besteht von Seiten der Politik keinerlei Interesse die Sozialsysteme für nächste Generationen leistungsfähig zu erhalten.
Die Wähler werden belogen, hingehalten und desinformiert.
ICH SITZE AUCH AUF MEINEM REICHTUM , WEIL ICH DAS , WAS ICH BESITZE , BAR BEZAHLT HABE / NICHT MIkT KREDITKARTE . ABER ICH BIN SUPERTEICH AN WISSEN UND WORTEN . / ¤ETOT¤
Aus Armut kann Reichtum werden und aus Reichtum Armut. Vielen Menschen denen ich begegnet bin stehen mit gemischten Gefühlen gegenüber dem Deutschen Arbeitsmarkt. Problemzonen in vers. Stadien des beruflichen Werdeganges. Auszubildende verdienen zu wenig=Staatsbelastung, technischer Fortschritt, Steuerbelastung und “Outsourcing” im weiterem, lassen dem Arbeitgeber keine Übernahme zu. Wohin mit den ausgelernten Kräften? Selbständigkeit ist nicht jedermanns Sache, hat aber den einen oder anderen Effekt der Selbstversorgung=Staatliche Entlastung durch Steuereinahmen. “Outsourcing” hat eine Völkerwanderung wie seit 800 Jahren nicht mehr erlebt, ausgelöst. Man zieht dem Job hinterher. Man sieht viel von der Welt aber die Steuern die durch diesen Arbeitnehmer im Ausland erzielt werden, hätte man durch eine simple Gesetzgebung unterbinden können. Mir ist klar das ich kein Jurist bin aber um eine starke Mittelschicht aufzubauen müssen Arbeitsplätze zu einem erheblichen Teil in dem Herkunftsland bleiben. Krabben die an der Deutschen Nordsee gefangen wurden, werden nach Afrika verschifft und dort für den Deutschen Markt “aufbereitet”. Diese landen wieder bei uns in der Auslegware und in Reasturants und Diskont-billig Läden. Der teure Verwaltungstechnische Aufwand, die Steuerbereinigung (600 Milliarden Steuereinahmen 2012) und die Inflation lassen Erzeuger auf’s Ausland ausweichen. Tausende von Kilometer, mit dem Schiff und per LKW, tausende Liter Treibstoff, Ein- und Ausfuhrtaxen, etliche verschiedene Berufsgruppen deren Dienstleistung in Anschspruch genommen werden muss=folge des “Outsourcing”—>der Staat verlangt zuviel Steuer für Personal. Um Auftragsspitzen voll ausnutzen zu können gibt es Personalleasing. Weniger Lohn für gleiche Arbeit. Damit dem Unternehmen auch was vom “Plus
,….auch was vom “Plus” aus der guten Auftragslage hat. Bei einem Konzern wie VW, sowie bei einem selbständigen, wie bei Otto-normal Arbeitgeber. Jetzt zu den “festen” Angestellten: nicht jeder bekommt die allgemeinen erhöhten Lebenserhaltunskosten durch seinen “gefestigten” Lohn mit. Deutlich wird es in der Lohnabrechnung: je höher die Einahmen, desto höher die Staatsbereinigung. 3200 € Monatseinkommen eines Alleinstehenden Arbeitnehmers wird mit bis zu -29% Steuern belastet. Das ist ein Einschnitt den man besonders bei Zahlung der fälligen Fixkosten bemerkt. Konsequenz: Der Mittelstand muss bei Aldi einkaufen, “Outsourcing” wird durch die Käufer begünstigt und man greift zum nächsten Rattenschwanz der Wirtschaft und pumpt den Ballong der nächsten Krise Stück für Stück weiter auf.
Jetzt zu den (Langzeit)Arbeitslosen: Heutzutage arbeitet man kaum noch in dem Unternehmen in dem man gelernt hat. Der Arbeitsvertrag auf Zeit hat sich durchgesetzt. 400€ Jobs wären eine ergänzende Alternative zur ständig schwankenden Auftragslage der Firmen, wenn die Versteuerung ab dem zweitem 400€ Job den Arbeitgeber zur Inanspruchnahme von Leiharbeit drängt, weil die Lohnsteuer doch mehr nimmt als die Gewinnspanne aushält. Wieder zurück zum Amt. Und an Mitbewerber auf dem Arbeitsmarkt fehlt es nicht. Es kommen sogar jedes Jahr neue hinzu. 50plus ist auch keine “Grauzone”. Altersteilzeit kommt beim Arbeitgeber nicht so gut an denn: zum selben Steuersatz gibt es effektivere Arbeitskräfte. Altern im Beruf in Würde ist ganz wenigen vorbehalten. Und die die sie haben freuen sich das es sie gibt, noch gibt.
Nun die Reichen(oder die deren Einkommen über 100.000 im Jahr übersteigt): Ihr habt es geschafft. Jeder der durch Erbschaft aber auch durch harte Arbeit und Disziplin zu den oberen 100.000 gehört kann Stolz auf sein tun sein. Sofern alles legal abläuft. Sozialabgaben, wie hoch sie auch sein mögen, seien gerechtfertigt da man Steuerbegünstigt ist. ,,Klar!”, trage ich zur Finanzierung der sozialschwachen und zur Abwendung von Sozialenbrennherden und Ghettobildung bei. Jedoch nur in einem gewissen Maße. Der Staat darf nicht durch mein hohes Einkommen denken, “da geht noch was!”, schließlich soll der Lohn nicht als “Pufferzone” dienen in “schlecht kalkulierten Legislaturperioden” von Opposition und Bund. Unvorhersehbares ist eine Sache, auf längere Sicht um den Frieden und Lebensstandard im eigenen Land zu gewährleisten eine andere. Subventionsbetrug und Korruption ist keine Lösung. 600 Milliarden Euro hat der Steuersparkurs in diesem Jahr dem Bund beschert. Wir arbeiten seit gefühlten 15 Jahren für weniger Lohn und lassen Überstunden nicht Auszahlen. Kann es sein das die 600 Milliarden nicht effektiv nutzbar gemacht werden? Es ist sicher schwer alle zu bedienen. Aber welche Ziele setzt sich der Staat? Will er das Reiche die Armen unterhalten? Das die Mittelschicht zermürbt wird von diesem Clinch und sich früher oder später ein Großteil des Mittelstandes sich beim Jobcenter wieder findet weil die Wiedereingliederung in den( das ist auch wie bei Gemüse) 1., 2. oder 3. Arbeitsmarkt wegen fehlender Arbeitsplätze nicht in 2-3 Jahren klappen wird.(Zwischendurch sicher Zeitarbeit aber nie wird er nach aufbrauchen des Ersparten wieder in “feste” Arbeit durch das Jobcenter-System bekommen) Grund könnten die Bewerbungen für ausgeschriebene Arbeitsgelegenheiten sein, die ganze Postwagen füllen könnten wenn sich tatsächlich alle Arbeitssuchende auf dem im Stellenangebot angegebenen Profil und Eignung bewerben würden. Aber Nein, es bleibt bei einer unübersichtlichen Anzahl an Bewerbern. Was kommt man wenn die eigene Bewerbung ganz unten liegt und die Personalabteilung keine Aushilfen sich leisten kann? Formel: Pi mal Daumen aus dem Handwerker -Jargon findet hier ansatz. Denn jeder ist für diesen Arbeitsplatz geeignet.
Sind 4 Jahre Legislaturperiode zu wenig oder nimmt man sich zuviel vor und schaft dann nichts!?