Arm bleibt arm, Reich bleibt reich

Walter Wüllenweber wirft der Politik vor, dass sie die Armen arm hält und die Reichen reich. Die Reichen etwa hätten in den vergangenen Jahrzehnten viele Erleichterungen erhalten: Abgeltungssteuer, Unternehmenssteuer, Erbschaftssteuer wurden gesenkt, Vermögenssteuer und Börsensteuer abgeschafft. All das geht zu Lasten der Mittelschicht, findet Wüllenweber. Wie seht ihr das?

3 Kommentare | 29. Oktober 2012 | 10:26 Uhr | Twittern | Facebook

3 Kommentare

  1. Nur mal so zur Erinnerung: Derzeit beträgt der Zahlenwert unseres „Geldes“ dem der einstigen DDR Ostmark. Lag einst der Durchschnittsverdienst bei 500 bis 1000 Ostmark, liegt er dort heut auch wieder! Nur im Unterschied zu einst war ein Konsumbrötchen, dass jedoch doppelt so Groß und innen auch wirklich mit Teig ausgefüllt war, damals nur 10 Pfennig. Und es soll mir keiner erzählen, dass diese beiden Währungen nicht miteinander vergleichbar währen… sie sind es!
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    Der „Wert“ des Euro wurde nicht aus heiterem Himmel halbiert, er vollzieht mit Voraussicht die massenhafte Verelendung ganzer Bevölkerungsschichten. Bildung schützt vor Arbeitslosigkeit und Lohndumping eben nicht – mehr! Vielleicht hat sie das vor Jahrzehnten mal. Heut ist es ein bewusst in Kauf genommener Kreislauf, dass die, welche den Slogans und Versprechungen derer Glauben schenken die Wohlstand- Ansehen und Karriere bei der Jagd nach jedem Fortbildungsmodul versprechen und suggerieren das Auffrischen oder Erneuern von Wissen positiv durchsetzte Begriffe seien, unter dem Zwiespalt zwischen äußerer Erwartungshaltung und innerem Erleben massenhaft in Depressionen und psychischen Erkrankungen ihrer Seele abrutschen. Denn inzwischen rennen auch „Gebildete“ den Stellenausschreibungen für Callcenter oder Kellnerjobs hinterher um das tägliche Leben abzusichern. Aber sicher sind die Leute wegen der stündlichen Werbebotschaften eines für alle glückversprechenden Europas heut indoktrinierter geworden und „fühlen“ sie eben nur: die Teuerung!

    Ein Beinamputierter hat ja schließlich auch keine Beinschmerzen mehr, nur weil er welche sprüht. Das ist die eiskalte Logik derer die uns täglich Versprechungen machen: uns geht es gut!
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    susi

    susi bibelmaus | 29. Oktober 2012 | 12:06 | Antworten
    • Der „Wert“ des Euro wurde nicht aus heiterem Himmel halbiert.

      Da sieht man das komplette Unverständniss von Währungen. Die Franzosen haben Ihren Wert zum Euro gesiebtelt, die Italiener haben mit dem Faktor 1:2000 umgestellt und auch Österreich kommt mit 1:14 auf einen etwas anderen Umrechenkurs.

      Und nun Susi Bibelmaus?

      mister-ede | 29. Oktober 2012 | 15:22 | Antworten
  2. Wie sieht die Realität aus?
    Leute über 50 werden ganz schnell entsorgt und gegen Junge – möglichst billige Leiharbeiter oder Befristete – ausgetauscht. I. d. R. fallen die dann ganz schnell in Hartz 4, weil die Firmen kein Personal über 50 wollen, trotz des angeblich so schlimmen Arbeitskräftemangels. Im “günstigsten” Fall kriegen die noch einen Minijob, z. B. Toilettenreinigung auf Autobahnen. Als Krönung werden sie dann von der Politik und den Medien als Faulenzer und Soazialschmarotzer diffamiert.
    Es gibt offiziell ca. 3 Mio. Arbeitslose. Dazu kommen geschätzt weitere 2 Mio., die in keiner Statistik mehr erfasst werden. Sind in “Fortbildung, Kursen” oder nicht mehr vermittelbar. Dazu die Leute, die alles aufgegeben haben und gar nicht mehr zum Arbeitsamt gehen. Wozu auch? Wer sich wie oft beworben hat und wegen seines Alters nicht mal mehr ne Antwort bekommt, der resigniert.
    Selbst Leute die Arbeit haben, kriegen derartige Hungerlöhne, dass sie nicht die Fahrkarte zur Arbeit bezahlen können. Es ist bekannt, wie erbittert sich die Regierung gegen einen echten Mindestlohn wehrt. Klar, entspricht nicht den Interessen ihres Klientels!

    Dass die Reichen immer reicher werden und die Armen immer ärmer ist nicht neu. Nur das atemberaubende Tempo und die damit verbundene menschenverachtende Geldgier ist neu. Vor ein paar Jahren hat ein Vorstand 500.000 DM bekommen und der Pförtner 25.000 DM. Heute kriegt der Vorstand 5.000.000 und der Pförtner 400 Euro im Minijob oder 600 Euro als Leiharbeiter. Die Regierung nennt das Liberalisierung und meint, dass sich der Pförtner auf Knien bei seinem Arbeitgeber für dessen Herzensgüte bedanken muss, weil ihm Arbeit gegeben wird. Makaber, aber auch 1945 gab es Arbeit – an einem Ort wo stand “Arbeit macht frei”.
    Nun gibt es zumindest eine Partei, die meint die Reichen sollten erwas mehr Steuern zahlen und die Löhne auf ein reales Niveau angehoben werden…………
    Staatszerstörer! Höhere Löhne würden die Wirtschaft vernichten. Weitere Dumpinglöhne, Befristungen, Minijobs und Leiharbeit ist angesagt. Und höhere Steuern für Reiche geht gar nicht. Dann wären die evtl. verärgert und würden nicht nur ihr übriges Geld, sondern auch die “normale” Kohle in die Schweiz, Philippinen, Nassau/Bahamas oder sonst wohin schaffen. Gelder, die hier niemand mehr braucht. Klar, niemand kauf sich jeden Monat ne neue Villa, ein Boot und nen Ferrari oder Maybach. Irgendwann kann man das Geld nicht mehr ausgeben. Aber höhere Steuern…………. das wäre ja Kommunismus und Enteignung. Da erhöht man lieber bei den Ärmsten den Stromzuschlag. Ist einfacher!

    Bei den Arbeitslosen ist das wie bei der “Reise nach Jerusalem”.
    Natürlich kann man die Leute jeden Morgen wie Vieh zusammentreiben, mit Stromschlägen durchs Dorf jagen und ihnen incl. der Menschenwürde alles nehmen. Nur schafft das nicht einen Arbeitsplatz. Es fehlen eben mal 4 – 5 Mio. Arbeitsplätze. Sie sind nicht existent und daher können die Arbeitslosenzahlen auch nicht nachhaltig zurückgehen.
    Ähnlich die Rente ab 67. Ein Witz! Wie soll das gehen, wenn sich die Industrie weigert Personal > 50 zu beschäftigen/einzustellen??? Da wäre als erstes ein Altenquote notwendig, als Zwang zur Beschäftigung von Personal über 50, bzw. 60. Man könnte es auch Abschaffung des Jugendwahns nennen. Das geht aber nur per Gesetz.

    leevancleef | 31. Oktober 2012 | 17:16 | Antworten

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