Arm, Reich, Gerechtigkeit, Soziale Gerechtigkeit, Armutsschere, Mittelschicht, Ohne Fleiß, fetter Preis: Saugen Arm & Reich unser Land aus?

Deutschland in Auflösung, nicht durch Krieg oder Krankheit: Es sind die Armen und Superreichen, die unser Land zerstören. Das behauptet zumindest der Autor Walter Wüllenweber. Leistung als Leitkultur der Deutschen – das war einmal. “Leistungsloses Einkommen” heißt das neue Lebensmotto einer ungewöhnlichen Koalition von Unter- und Oberschicht. Finanziert von der fleißigen Mittelschicht, die die wachsenden Parallelgesellschaften der Reichen und Armen jährlich stärker subventioniert.

Darüber diskutieren am Mittwoch, dem 31. Oktober 2012 bei log in:

- Stern-Autor Walter Wüllenweber, er beklagt in seinem Buch Die Asozialen, dass Ober- und Unterschicht auf Kosten der Mitte leben und so Deutschland ruinieren.

- Die Millionärin Claudia Obert, sie liebt den Luxus. Ihr Vermögen hat Obert im Modegeschäft gemacht.

Jetzt ist deine Meinung gefragt! Diskutier bei log in mit: hier im Blog, bei Facebook, Google+ und bei Twitter mit dem Hashtag #ZDFlogin! Alle Beiträge, egal auf welcher Plattform, werden von den log in-Redakteuren gelesen. Jeannine Michaelsen bringt so viele Kommentare wie möglich in die Sendung.

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33 Kommentare | 26. Oktober 2012 | 15:59 Uhr | Twittern | Facebook

33 Kommentare

  1. Die fleißige Mittelschicht hat jene Zustände, unter denen sie die zunehmende Last an Sozialtransfers stemmen muss, aber nicht gemacht! Gewollt und abgenickt haben das unsere farbenfrohen Regierungsparteien. Niedriglohnsektor- Agenda 2010- Harzt- Lockerung des Kündigungsschutzes- Veränderung des Schulsystems… so ziemlich alle „Werte“ wurden zu Ungunsten einer geradlinigen normalen Lebensplanung modelliert um eben genau den jetzigen Zustand einer aufeinander losgehenden Klassengesellschaft zu erreichen. Der in Lohn und Brot stehende Mittelständler hält den faulen Arbeitslosen vor wenn er Arbeit suchte würde er welche finden, der Arbeitslose beugt sich den Regierungsslogans von „Sozial ist das was Arbeit schafft“ oder „besser Arbeit für wenig Geld als gar keine“ und erkauft sich für ein paar Cent weniger um sein und das Gewissen anderer zu beruhigen und die Wohlhabenden sind besorgt um ihr bisschen mehr Prestige. Dieser bewusst in Umlauf gebrachte Klassenmobbing wird sogar noch gesteigert und auf die nächst höhere Ebene verlagert: Jetzt werden nicht nur Bürger und Klassen gegeneinander aufgehetzt, jetzt sind ganze Staaten dran! Der faule Grieche, der nimmer satte Spanier und die tricksenden Portugiesen.
    .
    Erst wenn das System vollends destabilisiert, wenn die zusammenhalte der Klassen aufgesplittert wurden und die die Arbeit haben auf die losgehen die welche suchen, erst dann ist der Boden reif um jenen gewollten Zustand in Europa herzustellen bei deren jeder jede Arbeit zu jeder Konstitutionen annimmt und den Arbeitgebern zusätzlich unbezahlte Mehrarbeit anbietet. Und eines muss auch jeden nochmal ins Gewissen gerufen werden: Je mehr und je öfter Deutschland Lokomotive ist und je Super Hyper wir dastehen – umso sollte man besorgt sein.
    .
    susi

    susi bibelmaus | 26. Oktober 2012 | 19:24 | Antworten
  2. Ich hatte ja für einen Moment die Hoffnung, Log-in würde sich diese Woche aus aktuellem Anlaß mal die Verknüpfung zwischen Politik und ö-r Medien vornehmen, oder wenns sensationeller sein soll, vielleicht den kiffenen Lindner.

    Nun also 1 Std. Werbung für Wüllenweber und sein Buch ^^

    Seit Sarrazin wollen wohl alle Verlage Geld mit Büchern machen, in denen steile Thesen, lang Bekanntes und Unwahrheiten ohne ernstzunehmende Lösungsansätze zum Besten gegeben werden.

    Mir tut nur der Ulrich Schneider leid, der seit vielen Jahren in vielen Sendungen die Leute informiert aber seine Mahnungen und Erklärungen immer auf taube Ohren stoßen.

    Welchen neuen “Ausweg” sieht denn der “Freund der Griechen” Wüllenweber aus dieser sensationellen Erkenntnis, daß die Mittelschicht die Gesellschaft trägt?
    Na?

    Hugo | 26. Oktober 2012 | 22:25 | Antworten
  3. In den nächsten 3 bis 5 Jahren dürfte der sogenannte Mittelstand auch vollends wegrationalisiert sein, so dass dieser Begriff in Artikeln und Kommentaren gar nicht mehr erscheinen wird.
    Der parteipolitische und unternehmerische Mob, der sich in diesem unserem Lande mehr und mehr zu etablierten wusste, wird diese “Meisterleistung“ vollends zügig vollenden.

    Einen Großteil der Schuld an diesem Geschehen trägt der untergehende Mittelstand jedoch selbst mit, da er dieses unfähige und dekadente “Parteiunwesen“ von Legislaturperiode zu Legislaturperiode wieder wählt und bestätigt.

    Auch die EU – Finanzmafia in Brüssel wird einen entsprechenden Beitrag zu dieser Entwicklung leisten – die ehemals korrupten “Banker – Faktoten“ von Goldman Sachs (Draghi und Konsorten).

    Und zur Ablenkung von dieser ganzen Entwicklung wird der tumbe Mob auf der Straße immer wieder mit diesem unsäglichen “Wachstumswahn“ eingelullt, welcher für jeden einigermaßen klar denkenden Menschen längst als Fata Morgana durchschaut ist.

    Als Begründung wird man dann seitens der verantwortlichen Politiker den “Bildungswahn“ (besser vielleicht noch “Bildungshysterie“) heranziehen und dem untergehenden Mittelstand und seinen Nachkömmlingen vorwerfen, dass sie sich zu wenig gebildet haben.

    Deutschland wohin gehst du? Gib Antwort! Es gibt keine Antwort!

    Dieter Ackermann | 27. Oktober 2012 | 03:48 | Antworten
  4. Jetzt noch einmal ganz kurz zum 1. Satz des Leitartikels: _“Deutschland in Auflösung, nicht durch Krieg oder Krankheit:“_

    Wenn alles so weitergeht, wird eventuell ein Kontinent (der europäische Staatenbund) auch ohne “Weltkrieg“ restlos verwüstet und vernichtet (abgefackelt) werden!

    In ein paar hundert Jahren wird diese Epoche in unseren Geschichtsbüchern dann wie folgt niedergeschrieben sein:
    _Friedensnobelpreisträger (Europa) zerstörten und verwüsteten ihren Kontinent ganz ohne Krieg – es gab zig Millionen von Toten, Schwerverletzten und Krüppeln!
    So wie man in einer früheren Geschichtsepoche von der “Aufklärung“ redete, wird man dann unsere Zeit mit dem Begriff (Überschrift) “Massenverblödung“ (vielleicht auch “Massenverdummung“) bezeichnen.
    Ein ganz besonderes Phänomen, welches dann nach Jahrhunderten in diesem Zusammenhang noch nicht erklärbar sein wird, ist, dass die Dummheit trotz “Bildungswahn“ (“Bildungshysterie“) unkontrollierbar und grenzenlos eskalierte.
    Des Weiteren wird sich die Frage erheben, ob es möglich ist, dass man mit exzessiver Bildung Menschen mehr und mehr verblöden kann. Wir hatten dieses Phänomen ja schon einmal im “Dritten Reich“, als der größte Teil der akademisch gebildeten und Intellektuellen von Tag zu Tag trotz ständiger Weiterbildung dümmer wurden.

    Die Frage aller Fragen wird dann nach Jahrhunderten in unseren Geschichtsbüchern lauten:
    _Kann man durch intensive Bildung auch dumm und immer dümmer werden?_

    Das war jetzt mein “Wort zum Sonntag“!
    D. Ackermann

    Dieter Ackermann | 27. Oktober 2012 | 14:23 | Antworten
  5. Dass hier billigste, infame Propaganda von Wüllenweber und Co. als Überschrift verwandt wird, sagt etwas über diese Seite und Sendung aus – nichts Gutes jedenfalls. Ich wünsche dem Autor des Buches von Herzen, dass er in die Mühlen von Hartz 4 gerät und da nicht mehr rauskommt. Dann wird er sich an seine Worte erinnern und bereuen.

    Wo leben wir eigentlich?

    werner | 27. Oktober 2012 | 14:23 | Antworten
  6. Nicht “die Armen und Superreichen” sind schuld an irgendwas. Umverteilung entsteht im Geld- und Zinssystem. Dort sitzt der Virus. Wir sollten die “Schichten” nicht gegeneinander aufhetzen. Die wahren Schuldigen leben in London und an der Wallstreet und lachen sich über uns kaputt.

    lg

    JennyGER | 27. Oktober 2012 | 15:54 | Antworten
    • “Wir sollten die “Schichten” nicht gegeneinander aufhetzen.”

      Spalte und herrsche ist doch ein altbewährtes Prinzip.

      Daß die Reichen von einer fleißigen Mittelschicht leben, ist spätestens seit Occupy, eigentlich schon seit Marx bekannt.
      Daß die Chancenlosen und Verzweifelten beschimpft und diffamiert werden, kennen wir auch seit mind. 20 Jahren.

      Es geht hier um den Verkauf eines Hetzbuches wie bei Sarrazin.
      Lösungen, hinterfragen des Systems oder eine soziale Zurückverteilung der systemischen Vermögenskonzentrationen, sind nicht gewollt.

      “Die wahren Schuldigen leben in London und an der Wallstreet und lachen sich über uns kaputt. ”

      Meiner Meinung nach sind die “wahren Schuldigen” die die dieses System stützen, ohne über Alternativen nachzudenken oder eine Soziale Marktwirtschaft wieder einzuführen, die diesen Namen auch verdient.

      Die wahren Verantwortlichen stützen das System.
      Sie werden regelmäßig verängstigt und gegeneinander aufgehetzt, um die “Alternativlosigkeit” der Gesetzesvorlagen aus London und von der Wallstreet, nicht zu hinterfragen.

      Gruß
      Hugo :)

      Hugo | 27. Oktober 2012 | 16:54 | Antworten
    • Das Geld- und Zinssystem soll Schuld sein? Nein die Konstellation der Sterne ist es.

      mister-ede | 27. Oktober 2012 | 18:45 | Antworten
  7. Ich habe heute einen sehr langen und umfangreichen Artikel zum Thema Umverteilung geschrieben. Bitte nur klicken, wenn wirklich interessiert: http://jennyger.blog.de/2012/10/27/zdflogin-spricht-ueber-umverteilung-15134899/

    Es geht darum, dass Umverteilung ein politischer Akt ist. Wir brauchen keine Zurückverteilung durch neue Reichensteuern! Es wäre viel eleganter, diese ungerechte Umverteilungsmaschine komplett aus zu schalten. Wer traut sich den Off-Knopf zu drücken?

    lg

    [Anmerkung der Redaktion: Das ZDF ist für den Inhalt externer Links nicht verantwortlich!]

    JennyGER | 27. Oktober 2012 | 17:17 | Antworten
    • “Wer traut sich den Off-Knopf zu drücken?”
      Ich :)
      Solange dann nicht versucht wird, einen auch nicht funktionierenden Staatssozialismus wieder einzuführen, bin ich sofort mit dabei den Kapitalismus abzuschaffen ;)

      Guter Artikel btw

      Gruß
      Hugo

      Hugo | 27. Oktober 2012 | 18:01 | Antworten
    • @JennyGER

      Sehr lesenswerter und empfehlenswerter Artikel hinter Ihrem Link!

      Respekt und Kompliment!

      Weiter so – vielleicht kann man doch noch einige aus ihrem Tiefschlaf (“Schlaf des Gerechten“) aufwecken!

      Allerdings glaube ich, dass die einzige Möglichkeit den “Off – Knopf“ zu drücken nur in einer Wahlbeteiligung bei ca. 5% bei der bevorstehenden Bundestagswahl läge – nur eine andere Parteikonstellation zu wählen, wird überhaupt nichts bringen.

      Gruß D. Ackermann

      Dieter Ackermann | 27. Oktober 2012 | 19:15 | Antworten
  8. Wie soll sich denn etwas verändern, wenn alle weglaufen?

    Es ist leicht auf “die” Parteien und “die” Politiker zu schimpfen. Wer von Ihnen ist den Mitglied in einer Partei und engagiert sich politisch?

    Wer von Ihnen hat sich schon um politische Ämter beworben?

    Kann man Personen ernstnehmen, die über “die Politik” schimpfen, und selbst zu faul sind, sich zu engagieren? Ich glaube nein.

    mister-ede | 27. Oktober 2012 | 20:54 | Antworten
    • Diejenigen die dieses Umverteilungssystem betreiben, installiert haben und davon profitieren sind keine Politiker. Ich glaube nicht, dass Abgeordnete den Mut oder auch die Möglichkeit haben etwas zu ändern. Beispiel: ESM. Die meisten mussten und haben zugestimmt. Das selbe sehen wir nun bei der Bankenunion. Das Umverteilungssystem wird immer weiter laufen; wer das verhindern will gilt als Abweichler und macht keine Karriere. In die Politik gehen ist daher kontraproduktiv.

      lg

      JennyGER | 27. Oktober 2012 | 20:59 | Antworten
      • Natürlich werden viele Entscheidungen nicht im Parlament sondern von den Bürgern (ja auch die Reichsten der Reichen sind Bürger) selbst getroffen. Selbstbestimmung ist doch auch Ihr Wunsch? Ich hatte ja schon formuliert, dass „Selbstbestimmung“ und „Sozialverantwortung“ die beiden Grundpfeiler sind, zwischen denen ein Staat mit Regeln das gesellschaftliche Leben austarieren muss. Diese Regeln müssen immer wieder überprüft und an die Realitäten angepasst werden. Das ist aber eine ganz andere Einstellung zum demokratisch politischen Prozess, wie Sie es mit „Kasperltheater“ gerne beschreiben.

        Natürlich kann auch Ihre Kritik am ESM gerechtfertigt sein. Allerdings ist der Begriff “Umverteilung” so unspezifisch, dass ich schlicht nicht weiß, was Sie genau meinen. Vieles wird umverteilt. Nicht jede Umverteilung ist schlecht (Kindergeld) nicht jede Umverteilung ist gut (nach gusto).

        Wenn Sie das “Schuldgeldsystem” meinen, dann ist hier meine Antwort:
        http://www.mister-ede.de/sonstiges/zdf-nachtstudio/303
        Kurz: Moderner Mythos

        Wenn Sie die Bankenunion meinen, dann ist hier meine Antwort:
        http://www.mister-ede.de/politik/die-folgen-des-euro-gipfels/1200
        http://www.mister-ede.de/politik/bewertung-der-bankenunion/1225
        Kurz: Es ist eine Entscheidung von Politikern (abwählen?)

        Wenn Sie die Umverteilung von unten nach oben meinen, dann ist hier meine Antwort:
        http://www.mister-ede.de/politik/armut-im-vollzeitjob/911
        Kurz: Man kann politisch gegensteuern (Alternativen wählen?)

        Ich hoffe ich habe gezeigt, dass es stets um konkrete politische Entscheidungen geht. Entscheidungen für die sich die Volksvertreter vor den Bürgern durch Wahlen rechtfertigen müssen. Wer schlechte Entscheidungen trifft wird abgewählt.

        [Anmerkung der Redaktion: Das ZDF ist für den Inhalt externer Links nicht verantwortlich!]

        mister-ede | 27. Oktober 2012 | 22:45 | Antworten
    • @mister-ede

      Natürlich nicht weglaufen – aber aktiv politisch mitmischen kann auch einmal bedeuten, aus Protest nicht an der Wahl teilzunehmen – nicht aus Faulheit oder Bequemlichkeit sondern aus Überzeugung!

      In diesem Falle muss man natürlich klotzen und nicht kleckern. Wenn hier wirklich aus Protest eine extrem niedrige Wahlbeteiligung resultieren würde, käme es zu massiven Auseinandersetzungen und Debatten. Was glauben Sie was im TV z. B. bei “Illner“ und “Will“ los wäre, wenn die Wahlbeteiligung unter 20% besser noch unter 10% läge.

      Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass sich diese “Strategen“ bei ca. 30% noch sauwohl und putzmunter fühlen und ihr “Parteiunwesen“ in dieser unsäglichen Art und Weise weiter betreiben würden.

      Ich bin überzeugt, dass eine wirkliche Veränderung (Zäsur) in unserer Politik nur über eine extrem niedrige Wahlbeteiligung herbeigeführt werden kann – der Protest der Bürger muss eklatant zu Tage treten.

      Die Vergangenheit hat doch wirklich deutlich gezeigt, dass jedwede Veränderung der bestehenden politischen Konstellation mit dem bestehenden dekadenten Parteiunwesen keine echte Veränderung bringen kann.

      Wie brauchen eine echte Veränderung – eine Zäsur – auch wenn es uns über einen gewissen Zeitraum wehtun könnte!

      Gruß D. Ackermann

      Dieter Ackermann | 28. Oktober 2012 | 02:48 | Antworten
      • Lieber D. Ackermann, die Deutschen protestieren nicht, denn “das Betreten des Rasens ist verboten”.

        lg

        JennyGER | 28. Oktober 2012 | 10:26 | Antworten
      • Es gibt einen Unterschied zwischen aktivem und passivem Wahlrecht. Ich habe über das passive Wahlrecht und das Gestalten von Politik gesprochen.

        Begriffe wie der Kompromiss tauchen doch bei der Politik-Kritik nicht auf.

        Als Beispiel sprechen Sie von Veränderung, Zäsur. Aber sind Sie sich sicher, dass Sie die selbe Veränderung meinen wie andere?

        Wenn die Rechtsradikalen von Veränderung sprechen, meinen diese etwas anderes als die sozialistische Internationale, und nochmal was anderes als El Qaida.

        Und damit bin ich wieder genau bei dem Punkt. Eine Veränderung zu fordern, das Aktuelle kritisieren, ist leicht. Aber sagen, wo man hinwill, das können die meisten nicht, aber genau das ist es was Politik ausmacht:
        Vorschläge und Ideen einbringen, diese bewerten und umsetzen. Gegebenfalls Kompromisse suchen und zu einer gemeinsamen Linie zu finden.

        mister-ede | 28. Oktober 2012 | 12:42 | Antworten
        • Es gibt viele Ideen und Alternativen der “Kritiker” von Umverteilung durch das Schuldgeldsystem. Ein Lösungsweg könnte die MOnetative sein, andere sehen fließendes Geld als die bessere Alternative an. Manche sagen auch, Geld sollte im Zeitverlauf an Wert verlieren, so wie ein Obst das verdirbt. Es gibt ganz viele Lösungswege, leider werden sie nicht öffentlich diskutiert. Es wird immer nur darüber diskutiert, wie man die kleinen Stellschrauben am vorhandenen System verstellen kann. Es wird nicht darüber gesprochen, wie ein aslternatives System aussehen könnte. Den Vorwurft keine Lösungsen zu bieten werfe ich zurück: In den Alternativmedien findet man viele tolle Ansätze, die man in den Staatsmedien nicht findet.

          lg

          JennyGER | 28. Oktober 2012 | 13:22 | Antworten
          • “Es gibt viele Ideen und Alternativen”

            Die Idee alleine reicht eben nicht aus. Entweder man engagiert sich politisch um diese Ideen umzusetzen, oder man bekommt einfach irgendetwas serviert.

            “In den Alternativmedien findet man viele tolle Ansätze, die man in den Staatsmedien nicht findet.”

            Schonmal politisch engagiert und für diese Vorschläge geworben? Es wird sicher schwieriger, wenn man “tolle Ansätze” in mehrheitsfähigen Beschlüsse umsetzen will.

            mister-ede | 28. Oktober 2012 | 14:16 | Antworten
          • …selbstverständlich, aber über die Blogosphäre oder andere Sphären hinaus in den Mainstream schaffen es diese “Ideen” nicht. Frage mich wer von der CSU da dauernd anruft, damit sowas nicht in den Staatsmedien kommt.

            JennyGER | 28. Oktober 2012 | 15:32 | Antworten
  9. Es sollte eine Reichtumsgrenze geben (So 30 Millionen Euro) alles darüber sollte der Staat bekommen. Ab 5 Millionen € brauchen wir eine Reichensteuer von 4% pro Darüberliegenden Cent! Jemand der viel hat muss denen helfen die wenig haben und das wird in der Gesellschaft außer acht gelassen. Reiche werden dazu verführt ihr Geld lieber in nutzlose Luxusgüter zu investieren anstatt hungernde Kinder zu unterstützen

    Knotenfisch | 28. Oktober 2012 | 22:45 | Antworten
    • Ich finde es widerspricht der Selbstbestimmungen, jemandem vorzuschreiben, dass er nichts dazu verdienen darf. Genau das wäre aber bei einer solchen “Reichtumsgrenze” ja der Fall.

      Es sollte schon so sein, dass jeder der will auch die Möglichkeit hat Geld zu verdienen – auch dann wenn er schon 30 Mio. hat.

      Aus meine Empfindung sind daher auch die 75% Einkommenssteuer, welche Hollande in Frankreich für Spitzenverdiener einführt, zu viel.

      mister-ede | 28. Oktober 2012 | 23:39 | Antworten
      • Hallo @mister ede,

        an dieser Stelle mal kurz etwas Grundsätzliches:

        Fleiß, Strebsamkeit, Bildung, Cleverness, Glück usw. dürfen nicht dazu führen, dass für einen Menschen, der mit all diesen positiven Eigenschaften gesegnet ist, irgendwann hunderte oder gar tausende “schuften“ müssen – und genau solche Zustände gibt es bei uns häufig.

        Natürlich soll ein Mensch, dem all die o. g. positiven Attribute zu eigen sind, zu etwas kommen und er soll sich auch wesentlich mehr leisten und anschaffen können als jener andere, welcher sich nur ein bequemes Leben macht und allem ausweicht, was anstrengend, anspruchsvoll usw. ist.
        Aber unser Gesellschaftssystem (unsere Politik) muss “modernes Sklaventum“ mit allen verfügbaren Mitteln verhindern – und das tut sie trotz einer dramatischen und für jeden durchschnittlich gebildeten Zentraleuropäer deutlich sichtbaren Eskalation dieser “Sklaverei“ nicht.

        Gruß D. Ackermann

        Dieter Ackermann | 29. Oktober 2012 | 02:22 | Antworten
        • Ich glaube nicht, dass die Angestellten z.B. der Brauerei Krombacher, das Gefühl haben von der Eigentümerfamilie ausgebeutet zu werden.

          Ist es nicht vielmehr so, dass Arbeitskraft und unternehmerischer Geist sich zusammen gut ergänzen?

          ABER: Daneben gibt es leider tatsächlich auch oft Ausbeutung. Mitschuld sind sicher die gesetzlichen Rahmenbedingungen (Politiker abwählen?). Aber früher haben auch starke Gewerkschaften z.B. für ein hohes Lohnniveau gekämpft. Heute muss man feststellen, dass die Gewerkschaften ziemlich schwach werden, weil die Mitglieder weglaufen.

          Fragen Sie mal umgekehrt, wieviele derjenigen, die sich über zu niedrige Löhne beklagen in einer Gewerkschaft organisiert sind.

          mister-ede | 29. Oktober 2012 | 15:37 | Antworten
          • “Fragen Sie mal umgekehrt, wieviele derjenigen, die sich über zu niedrige Löhne beklagen in einer Gewerkschaft organisiert sind.”

            Diese Frage stelle ich auch immer denjenigen, die sich über ihre niedrigen Löhne beklagen.

            Jedoch wurden die Gewerkschaften in den letzten 20 Jahren, durch die Schröder-Politik auch stark geschwächt.

            Hugo | 29. Oktober 2012 | 19:50 | Antworten
          • Klar, es ist leicht auf die Schröder-Politik zu schimpfen. Die Zustimmung des Mainstreams ist Ihnen sicher.

            Sowohl der Aufstieg Chinas oder Indiens wird hierbei völlig ausgebldent, als auch die insgesamt globalisiertere Wirtschaftsstruktur.

            Daher ist es nicht die Schröder-Politik, sondern vor Allem die Globalisierung der Wirtschaft. Diese Zwänge werden aber bei der Kritik z.B. an der Beschäftigungspolitik völlig vernachlässigt. Das ist nicht Mainstream tauglich. Nachfragen passt nicht in die Bildzeitungslandschaft.

            Einfache Antworten, ein Schuldiger, ach ist die Welt leicht zu verstehen.

            mister-ede | 30. Oktober 2012 | 12:28 | Antworten
  10. Ich verdiene auch über 700 000 € im Jahr und Spende mehr als die hälfte davon und ich lebe trotzdem in Wohlstand und habe alles was ich benötige.

    Knotenfisch | 28. Oktober 2012 | 22:47 | Antworten
  11. Wenn ich mir die Gästeliste so ansehe, dann vermisse ich Gäste, die sich wirklich auskennen und die Hintergründe von “Umverteilung” erklären können. Dirk Mülle, Klaus von Dohnany, Günther Lachmann, Bernd Senf, Margot Kennedy, Franz Hormann und viele andere mehr. So jemand hätte sein Fachwissen einbringen können, ganz ohne für eine gewisse “Seite” zu polarisieren. Fachliche Infos und wahre Hintergründe sind bei diesem Thema unersetzlich. Nur über die Folgen zu reden bringt nichts; man muss die Ursache bekämpfen.

    Bei mir im Blogf hat jemand dazu kommentiert: “Solche Sendungen schaue ich mir schon lange nicht mehr an (obwohl ich für sie bezahlen muss).”

    Beweist doch mal, dass solche Kommentatoren unrecht haben. Oder hats die CDU im Rundfunkrat verboten?

    lg

    JennyGER | 29. Oktober 2012 | 07:23 | Antworten
  12. Link: 29. Oktober 2012

    [...] “Ohne Fleiß, fetter Preis: Saugen Arm & Reich unser Land aus?“ [...]

  13. Link: Linkliste: Ohne Fleiß, fetter Preis

    [...] Vor der Sendung recherchieren sie im Netz, was etwa BloggerInnen schreiben und was im Netz zum aktuellen log in-Thema zu finden [...]

  14. Die Frage kann man nicht so einfach mit Ja oder Nein beantworten.

    Der Großteil der “Armen” hat sich die Armut nicht ausgesucht, sondern ist unverschuldet hineingeraten. Sicher gibt es auch einige wenige Ausnahmefälle. Aber die werden aufgewogen durch Menschen, die eigentlich Anspruch auf staatliche Fürsorge hätten, darauf aber verzichten.
    Deshalb habe ich auch keine Probleme damit, als “Mittelschichtler” für diese Menschen mein Geld mit zu verdienen.

    Bei den “Reichen” wird es etwas schwieriger. Ich finde, ein mittelständischer Unternehmer, der Tag & Nacht und am Wochenende arbeitet, um sein Unternehmen erfolgreich zu machen oder zu halten, der sollte auch viel Geld damit verdienen dürfen.
    Auch in dem Unternehmen, in dem ich als Angestellter arbeite, gibt es viele gute Manager, die einen sehr guten Job inclusive vieler Überstunden machen. Die verdienen zu Recht auch viel Geld.

    Was ich auch gerade noch akzeptieren kann ist dass der Besitz von Geld- oder anderem Vermögen per Rendite bzw. Zinsen wieder zu Einnahmen führt. Was ich aber verwerflich finde ist, dass diese “Primärzinsen” das Vermögen vergrößern und wiederum verzinst werden. Ich bin also nicht gegen Zinsen aber gegen Zinseszinsen. Denn diese führen genau zu der immer weiter auseinander klaffenden Schere zwischen Arm und Reich.

    Aber wie kann man Zinseszinsen verhindern?
    Ich würde auf Zinseinnahmen eine hohe Steuer erheben – sagen wir 80%. Ein “Reicher” kann aber Dienstleistungen oder Produkte, die er einkauft, gegen diese 80% verrechnen.

    Beispiel:
    - Ein “Reicher” besitzt 100 Millionen Euro Vermögen
    - Er hat dieses Kapital zu 10% Zinsen im Jahr angelegt – das sind also 10 Millionen Euro Zinseinnahmen pro Jahr
    - Dafür müßte er 80% Kapitalertragssteuer – also 8 Millionen zahlen
    - Er hat in dem Jahr aber für 8 Millionen Produkte und Dienstleistungen eingekauft (Essen gehen, Urlaube, Kunst, in die Oper gehen, eine Yacht gekauft, etc.)
    - Folge: er zahlt keine Kapitalertragssteuer
    - Weitere Folge: da er die 8 Millionen verkonsumiert hat, erhöhen sie sein Kapital nicht und es gibt keinen Zinseszinseffekt
    - Und noch eine Folge: sein Konsum schafft und sichert Arbeitsplätze (in Restaurants, bei Reiseveranstaltern, bei Künstlern, in der Oper, beim Hersteller von Yachten)

    Das ist aus meiner Sicht ein einigermaßen fairer und moralisch vertretbarer Ansatz.

    Victor | 31. Oktober 2012 | 19:52 | Antworten
  15. Es sind die Armen und Superreichen, die unser Land zerstören. Das behauptet zumindest der Autor Walter Wüllenweber.

    Diesen Unfug kann ich nicht mehr hören und sehen. Wer sind denn die bösen Armen wirklich. Das klischehafte arbeitsscheue Gesindel? Kennt dieser Wüllenweber überhaupt Arbeitslose? Sicherlich nicht, denn sonst würde der nicht solchen Unfug verbreiten. Die meisten Armen sind heute arm, weil sie arbeitslos sind. Ihre Arbeitslosigkeit rührt aber nicht daher, daß diese Menschen arbeitsscheu sind, sondern ihnen die bezahlte Arbeit verweigert wird. Die Mehrheit der Arbeitslosen wollen arbeiten!
    Doch wie sieht der Arbeitsmarkt aus. Um ein befristetes Arbeitsverhältnis zu bekommen, benötigt man meist 3-5 Vorstellungsgespräche. Hört sich wenig an, doch für jedes Vorstellungsgespräch bedarf es 150 bis 200 (in Worten einhundertfünfzig bis zweihundert) Bewerbungen zum Stückpreis von 10 bis 15 €. Je nach Berufserfahrung und Beruf. Das deratige Geldsummen nicht im ALG2 enthalten sind wird verschwiegen.
    Ebenso verschwegen wird, daß das Erfolgsmodell Ich-AG de-fcto abgeschafft wurde, daß es keine ABM mehr gibt, daß es de-facto keine Fortbildungen mehr für Arbeitslose gibt, daß Frau von-der-Leyen Fortbildungen für Arbeitslose ab 45 gänzlich streichen will. Alles Maßnahem, die geeignet sind Menschen wieder in Lohn und Brot zu bringen. Mein Eindruck: Die Herrschenden wollen die Verarmung der Bevölkerung. Je mehr Not und Elend, desto geinger ist die Solidarität unter den Menschen, desto leichter lassen sich beherrschen.

    Wie sieht es sonst noch aus auf dem ARbeitsmarkt. Wer über 50 Jahre alt ist, wird grundsätzlich nicht eingestellt. 80 % aller Stellen werden nur über Beziehungen vergeben, 20 % über Stellenausschreibungen. Bei den Arbeitssuchenden ist das Verhältnis jedoch genau umgekehrt.
    Ältere Arbeitnehmer werden von den Arbeitgebern systematisch aus den Unternehmen gedrängt oder rechtzeitig vor erreichen des Kündigungsschutzalters entlassen. Dies betrifft alle Berufe und Berufsausbildungen, egal ob Arbeiter oder Akademiker! Boshaft gesagt, das ALG 2 – bekannter als Hartz 4 – lauert auf jeden Arbeitnehmer und ermöglicht ihm ein Leben in Armut.
    Weiterhin machen die meisten Unternehmen Gewinne nur noch durch die Beseitigung von Arbeitskräften, sowie Lohn-, Sozial- und Umweltdumping. Dies wird mit Begriffen wie out-sourcing, Ausflaggung bei Schiffen, Verlagerung von Betrieben ins Ausland verschleiert. Die Folge ist eine Spirale der Arbeitslosigkeit mit immer mehr Massenarbeitslosigkeit.

    Ach nein, nach Wüllenweber ist das ja ein kollektives Schmarotzerleben auf Kosten des Mittelstands. Daß der Mittelstand die Zeche zahlt ist dabei unbestritten. Daß dieses “Schmarotzerleben” von der Oberschicht künstlich erzeugt wird, verschweigt Herr Wülleweber. Er hetzt lieber gegen die Armen und die Reichen. Wer hetzt die Reichen gegen den Mittelstand und die Armen auf, letztere gegen die andern? Verfolge ich die Politik, dann sehe ich auch wie Regierung und Medien “Ossis” gegen “Wessis” aufhetzen, Nord gegen Süd, Einheimische gegen Einwanderer usw. usf. Hauptsache man hetzt, die Menschen gegeneinander auf. Dank der entstehenden Uneinigkeit kann man die Massen besser regieren – oder direkter gesagt, besser ausbeuten und sich bereichern. Hatten wir alles schon einmal in Deutschland (Goldene 20er) und auch in Spanien (Stichwort: Spanischer Bürgerkrieg). Herr Wüllenweber profitiert auch von dieser Propaganda, indem er sein Buch reißerisch vermarktet und sein Autorenhonorar einstreicht.

    Arminius | 31. Oktober 2012 | 20:42 | Antworten
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