Alles umsonst – ist Schule Zeitverschwendung?
Lustlose Schüler, frustrierte Lehrer und überforderte Eltern. An den Schulen brennt´s und keiner schaut hin. Statt mutiger Reformen verrennt sich die Politik in föderaler Kleinkrämerei. Wird hier die Zukunft Deutschlands verspielt? Ja, meint Hirnforscher Gerald Hüther und fordert eine Revolution, “wenn es die Politik nicht hinkriegt, müssen wir eben selber ran.”
Prof. Dr. Gerald Hüther ist Hirnforscher und Autor des Buches “Jedes Kind ist hoch begabt”. Er ist der Meinung, wir bräuchten keine Pflichterfüller wie im Maschinenzeitalter, sondern Kreativität und Spaß. Mit ihm diskutiert bei log in am kommenden Mittwoch Ursula Sarrazin, Lehrerin und Autorin des Buches “Hexenjagd”. Sie sagt, der Spaßfaktor würde überbetont. Bei ihr müssten die Schüler noch aufstehen, wenn sie die Klasse betritt. Mit dabei ist auch Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes. Er meint: Wohlfühlpädagogik bringe nichts, Schule bedeute auch Anstrengung. Und Schulleiterin
Margret Rasfeld aus Berlin, sie zeigt wie Schule anders geht.
log in braucht eure Meinung! Diskutiert mit! Und das geht hier: im Blog, bei Google+, Facebook und bei Twitter mit dem Hashtag #ZDFlogin!
Egal, ob ihr vor der Sendung mitmacht oder live am Mittwoch, dem 17. Oktober 2012, ab 22:20 Uhr: Alle Kommentare können in die Sendung kommen!
29 Kommentare | 12. Oktober 2012 | 13:03 Uhr |
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Der alleinige Hauptgrund flächenübergreifenden Versagens heutiger Schüler liegt nicht in jener immer dichter werdenden Welt an Informationen die in immer kürzerer Zeit aufgenommen werden müssen, wie uns sogenannte „Experten“ stets gern bekunden, sondern an der alleinigen völlig irrigen Rücksichtnahme von auch noch der letzten kleinen Randgruppe unserer Gesellschaft. So wurde unter anderen der sehr erfolgreiche Frontalunterricht (Lehrer vorn und Schüler in Reihen mit Gesicht zum Lehrer) durch abenteuerlich aufgestellte Bank- und Sitzreihen quer und schräg durch das Klassenzimmer ersetzt oder auf es wird, weil man es den Schülern ja heut nicht mehr zumuten kann, auf Begrüßungsgesten des Lehrers vor Unterrichtsbeginn verzichtet. Das es heut auch keinen mehr juckt wenn heutige Schüler Mützen- Kopfhörer- Handys und Klamotten auch während des Unterrichtes nicht ablegen, ist die Verweigerung zur Lehrerautorität der herangezogenen Zombies nur naheliegend. Abgerundet wird der kurze Ausflug in die heutige Schule mit jenen unsäglichen Rechtschreibreformen, nach deren Scheitern die Schüler nun gänzlich einer gesicherten Schrift beraubt wurden. Daher ist es auch kein Wunder, wenn schon länger an der völligen Aufhebung des schon im Kindesalter heranwachsenden Schriftbildes (ist Voraussetzung für Feinmotorik und Entwicklung des Kindes und späteren Jugendlichen) gearbeitet wird und statt klarer eindeutiger Schrift- Rechtschreib- und Grammatikregeln der heutige „Experte“ aus einem Gemisch angeblich noch moderner Erkenntnisse die Einsicht gewann, dass es für die Schüler heut besser sei eben so zu schreiben, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Alle regelnd wurden zugunsten scheinwissenschaftlicher Erkenntnisse aufgehoben und aus Ordnung Chaos geschaffen. Das Chaos ist gewollt, die Unordnung der Dinge wurde vorangetrieben und den heutigen Schülern wird statt Individualität nur noch Gruppendynamik- Teamgeist und das überschreiten von Regeln anerzogen.
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susi
Ich bin froh, wenn Lehrer eine natürliche Autorität haben und nicht durch autoritäres Handeln diese zu erlangen versuchen.
Wir hatten bei uns einen Lehrer, der in Mittel- und Oberstufe noch bei Mathearbeiten mehr Wert auf das Unterstreichen des Ergebnisses legte, als auf den Rechenweg.
Wenn ich diesen Lehrer gehabt hätte, weiß ich nicht ob ich noch ein 1er-Mathe-Abitur hingelegt hätte. Ich hatte Glück, und kann sagen, dass meine Mathematiklehrer, stets mein Interesse in diesem Bereich gefördert haben.
@Susi bibelmaus:
Die Randgruppen sind schuld?
Ferner stimmt es auch nicht, dass es in Deutschland keine Rechtschreibung gibt (siehe z.B. Duden). Und wenn mit Regeln gemeint ist, dass Lehrer autoritär sein sollen, dann will ich diese Regeln tatsächlich nicht,
ganz im Gegenteil.
Wenn für Sie Eigenschaften wie “Teamgeist” nachrangig sind, dann ist das wohl eher eine Randmeinung. Wieso aber diese nun besser sein soll, als andere Randmeinungen…
“Der alleinige Hauptgrund flächenübergreifenden Versagens heutiger Schüler liegt [...] an der alleinigen völlig irrigen Rücksichtnahme von auch noch der letzten kleinen Randgruppe unserer Gesellschaft.”
Meines Erachtens ist vor Allem das ständige rumgebastel das große Problem.
Man kann sich kaum auf das verlassen, was heute beschlossen wurde, weil morgen die nächste Regierung wieder alles umwirft. Der Schulfrieden in NRW, also die Einigung der Regierung mit der Opposition, eine gemeinsame Linie in der Schulpolitik zu fahren, war da denke ich ein Meilenstein, zumindest für NRW.
Wenn bei jedem Regierungswechsel zig Millionen in die Umstrukturierung der Schulen gesteckt wird, fehlt das Geld für das wichtigste – die Lehrer.
Mein Programm für die Schulpolitik wäre daher in allen Ländern mehr oder weniger gleich. Mein Ziel wäre es in allen Schulformen den Klassenteiler zu senken.
Ich würde als Kulutsminister, schlicht den Klassenteiler um ein Kind senken. Sobald das umgesetzt ist, würde ich wieder versuchen, den Klassenteiler um ein Kind zu senken.
Eine Klassengröße von 28 Kindern in der Grundschule und über 30 Kindern in den weiterführenden Schulen halte ich für das größte Problem unserer Bildungspolitik.
Bei solchen Klassengrößen, behaupte ich, ist ein vernünftiges Lernen und Lehren unmöglich. Hierbei ist unerheblich ob es sich um eine Gesamtschule handelt oder ein 3-gliedriges Schulsystem. Bei so einem großen Klassenverband, kann weder auf die schwächeren Schüler noch auf die stärkeren Schüler entsprechend eingegangen werde.
Aber nicht nur durch Erhöhung der Klassenteiler, sondern auch durch den Wegfall von Förderunterricht, Arbeitsgemeinschaften und anderem (Schulbibliotheken) wurden zwar Kosten gespart, aber die Bildung qualitativ verschlechtert.
Ein Lichtblick ist hier aber der Rückgang der Gerbutenraten. Bei gleicher Lehreranzahl wird sich das Zahlenverhältniss zwischen Leherern und Schülern verbessern.
Meine Kinder sind noch nicht in der Schule, daher kann ich nur aus eigener Erfahrung sprechen. 1997 habe ich Abitur gemacht, der letzte Schultag war für mich der schönste Tag meines Lebens, denn endlich musste ich nicht mehr diesen ganzen Unsinn mitmachen. Vermisst habe ich die Schule bisher keinen einzigen Tag. In meiner schulischen Laufbahn gab es vielleicht zwei oder drei Lehrer die mich motivieren und Interesse in mir wecken konnten, da habe mir viel merken können, durch den Untericht, nicht durch das zuhause Büffeln, da spielte es auch keine Rolle, ob der Lehrer streng oder lasch war. Ansonsten habe ich mich durchgemogelt wo es ging – hochbegabt im Durchmogeln, hahaha, das haben die mir beigebracht und das hat gut funktioniert. Ein fundiertes Wissen wurde mir nicht mitgegeben – gut, ich habe lesen und schreiben gelernt.
Ich kann nur hoffen, dass meine Kinder bessere Lehrer haben…
Die Schüler lernen nicht was sie wissen müssen, sondern nur was sie wissen sollen.
Ich bin da konservativ: Disziplin und Fleiß hat noch keinem geschadet! Die heutigen Kinder sind doch oftmals nur noch verwöhnte Prinzen und Prinzessinnen. Was mir fehlt ist mehr Vorbereitung fürs leben. Die Schüler lernen zwar alles über Goethe und Beethoven, aber so gut wie nichts über den Alltag.
lg
Dinge zu hinterfragen, Kreativität und eigenständiges Denken haben auch noch nie geschadet.
Gerade die Obrigkeitshörigkeit von vielen Menschen wird durch übertriebene Disziplin ausgelöst. Es gibt Menschen die sich an Regeln halten, die schlicht keinen Sinn machen.
Wenn hierbei die Anwendung von Gesetzen und Regeln das Leib und Leben anderer gefährden, muss auch diesen Regeln niemand folgen. Hier gilt dann ein übergesetzlicher Notstand.
Bsp.: In falscher Richtung auf der Autobahn zu fahren ist natürlich verboten. Dennoch kann ich mir vom brennenden Benzinlaster bis hin zu einem Bergrutsch genügend Dinge vorstellen, die jedes deutsche Gericht als Rechtfertigung für eine solche verbotene Handlung ansehen.
Ausdruck dessen ist auch die Straffreiheit z.B. bei Mundraub.
@JennyGER
Da Sie mit Disziplin und Fleiß sicherlich nicht die Extremvariante des bedingungslosen Gehorchen meinen will ich es nochmal anders ausdrücken.
Ein gewisses Maß an Disziplin und Fleiß ist für jeden unverzichtbar. Ein Übermaß ist aber für die Gesellschaft verzichtbar.
Anstrengung ohne Wohlfühlen ist nicht von Erfolg gekrönnt, Herr Kraus!
Die BRD gibt weitaus mehr Geld für Kriege nebst Folgen aus als für Bildung, obwohl das volkswirtschaftlicher Schwachsinn ist. Das lässt für mich nur einen einzigen Schluß zu: Das ist politisch so gewollt; denn der Staat mag keine mündigen Bürger; Bürger die revoltieren und unsere Politiker durchschauen.
In SH werden z.B.Schulen als “Zukunftsschulen” bezeichnet und gefördert, die ein besonderes Projekt hervorbringen, z.B. Ernährung, Schaffung eines ökologischen Teiches etc.
Das sollte eigentlich eine Selbstvertändlichkeit für alle Schulen sein. Es ist ein Schlag ins Gesicht für die tatsächlichen, von Prof. Hüther ins Leben gerufenen Schulen der Zukunft. Sonst kommen wir eines Tages noch dazu, Schulen als Zukunftsschulen zu bezeichen, wo mind. 75% aller Abgangsschüler in der Lage sind, ihren Vor-und Zunamen fehlerfrei zu schreiben. Berufsschüler sind z.T. nicht einmal in der Lage zu zeigen, was 75cm sind. Wenn diese später einen Navi nutzen und dieser ihnen in der Stadt sagt, nach 400m re abbbiegen, dann sind sie überfordert, geraten in Stress und gefährden andere Verkehrsteilnehmner, weil sie gar nicht wissen, was 400 m sind!
Mathe-Aufgabe für eine 4. Klasse Grundschule! Textaufgabe:
In Guggugshausen ist die Straße kaputt. Die drei Arbeiter am Bauhof der Stadt bräuchten eigentlich 8 Arbeitstage um die Straße auszubessern. Weil aber Gustav Grippe krank ist, müssen seine beiden Kollegen alleine arbeiten.
Wieviele Tage sind die beiden beschäftigt, wenn anzunehmen ist, dass alle Arbeiter gleich schnell arbeiten.
Antwort:
Kann mir jemand helfen auf die Antwort zu kommen?
^^
Einfacher Dreisatz:
Wenn 3 Leute 8 Tage brauchen, braucht ein Leut die dreifache Zeit, also 24 Tage.
Sind sie zu zweit, gehts doppelt so schnell, also in 12 Tagen.
Man könnte hier auch zwei Gleichungen aufstellen:
x = Arbeitsleistung für die Strasse
y = Neue Arbeitszeit bei zwei Leuten
x/3 = 8 und x/2 = y
beide Gleichungen nach x auflösen und gleichsetzen
x = 8*3 und x = y*2
also: 8*3=y*2 bzw. 24=y*2 bzw. y = 24/2 bzw. y = 12
Dies ist aber mathematische Theorie.
In der heutigen Realität würde man den Beiden sagen, sie müßten trotzdem in 8 Tagen fertig werden, ob die Überstunden bezahlt würden, müsse man noch sehen und im Übrigen wäre eine Verlängerung ihrer Zeitarbeitsverträge evtl. in Gefahr, wenn die Strasse nicht in 8 Tagen fertig ist.
Dann müsse man sich vielleicht andere von Steuerzahler subventionierte Billiglöhner vom Jobcenter suchen.
Ihnen würde auch gesagt, daß dieser Stress ja nur entstünde, weil Gustav sich hat krankschreiben lassen, und damit das Team im Stich lassen würde.
@Hugo
Letzteren Teil (ich schätze die Realität ähnlich ein) würde ich von einem Grundschüler nicht erwarten.
@All
Diese Matheaufgabe – gar nicht so leicht – sollte auch ein zehnjähriger lösen können. Das ist aber aus meiner Sicht eine verdammt gute Leistung, Kinder in diesem Alter so etwas (Dreisatz) beizubringen. Meinen Respekt für Lehrer die das schaffen – auch heute noch!
Allerdings glaube ich, dass dies nur dann möglich ist, wenn die Kinder schon von zuhause eine gute Erziehung mitbringen.
Ich hoffe das Beispiel zeigt, bei welchen Aufgaben ich die Schule, und bei welchen ich die Eltern als zuständig erachte.
Bin kein Pädagoge, aber ich denke Textaufgaben sollen das Denken anregen. Es sollen die relevanten Fakten von den unrelevanten getrennt werden und daraus Schlüsse gezogen werden bzw. damit gerechnet werden.
Diese Methode ist auch für das Leben eines erwachsenen Bürgers sehr wichtig.
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Was heißt z.B. wenn in einer Werbung angepriesen wird “Kaufen sie bei uns einen neuen Wagen und bekommen sie bis zu 4000€ für ihren alten” ?
Es heißt das Gleiche wie:
“Kommen sie zu uns, vielleicht bekommen sie nur 1 € für ihren alten Wagen, aber auf keinen Fall bekommen Sie mehr als 4000€, selbst wenn er 5000€ wert ist.”
Die Fakten sind die Gleichen, hören sich nur anders an.
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Wenn die FDP sagt: “Mit uns bekommen sie mehr Netto von Brutto. Der Bürger muß mehr selbst entscheiden können, was mit seinem Geld passiert” Dann hört sich das für viele erstmal gut an; Super,(erstmal) mehr auf dem Konto.
Hätte sie gesagt: “Wir wollen die Lohnnebenkosten für Sozialversicherungen senken, in die die Stärkeren mehr einzahlen als die Schwachen.
Danach kann sich jeder für daraus entstehenden Leistungskürzungen, zusätzlich privat versichern.”
Dann hören sich die selben Fakten schon mal anders an.
Oder mathematisch:
Eine Krankenschwester zahlt 200€ in die Krankenversicherung, ein Chefarzt 300€.
Beide werden um 10% entlastet.
Die Schwester zahlt also 180€, der Arzt 270€
Diese 50€ mehr Netto der Beiden müssen nun privat aufgebracht werden, um die Leistungskürzungen zu kompensieren. Jeder zahlt also 25€ in private Versicherungen.
Die Krankenschwester zahlt nun insgesamt 205€, der Chefarzt 295€.
DAS meint mehr Netto von Brutto!
Wichtige Fakten aus Texten ziehen und diese einordnen zu können, ist wirklich sehr wichtig.
Den Dreisatz wenden Viele z.B. beim Einkaufen an, wenn man unterschiedliche Packungsgrößen preislich vergleicht.
Ich stimme Ihnen absolut zu. Auf diese Art sollen Schüler erlernen Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden und sich auf die wesentlichen Dinge zu fokussieren.
Gerade Ihre Beispiele zeigen, wie nötig die Fähigkeit ist, aus dem Gesagten das Verschwiegene zu erschließen.
Die Schulproblematik ist in erster Linie kein Bildungs- sondern Gesellschaftsproblem. Die Gesellschaft ist die eigentliche Bildungsstätte, denn sie macht den Heranwachsenden und Erwachsenen zu dem, was als Ziel einer Gesellschaft ausgegeben wird. Damit formt sie natürlich auch maßgeblich die Bildung, aber ist damit eben Initialzünder jeglicher Störung.
Was ist denn die Krankheit, die im Gesellschaftsgefüge innewohnt?
Es ist die Konsum- und Konkurrenzausrichtung, mit der unsere Kinder konfrontiert werden und welches sie als Vorbild betrachten. Die Ziele der Wirtschaft werden schnell zu den eigenen Zielen, denn es geht darum mithalten zu können, sich durchzusetzen und der Angst des Scheiterns( mit notfalls allen Mitteln) entgegenzutreten.
Wenn wir also unsere Kinder an die Spielekonsole setzen, Ihnen selbstständiges und verantwortungsvolles Verhalten abtrainieren( keine Beteiligung am Haushalt, Erlernen des Selbstmanagements) und Ihnen keine Orientierung mehr geben, dann hat der Gesellschaftsdruck leichtes Spiel. In erster Linie müssen wir bei uns anfangen und nicht das Bildungssystem verteufeln. Ja, es ist sicher nicht das Beste, aber es wäre besser, wenn die Kinder noch voller Motivation und nicht von WoW und Co.beseelt wären. Man muss als Erwachsener auch selbst einmal Verantwortung übernehmen!
Dem stimme ich zu. Nur- wo sind die Vorbilder unserer Kinder, ich sehe sie weder in den Eltern noch in den Lehrern!
Sie sind ein Vorbild, Herr Janiesch, Sie und ich. Fangen wir an!
ich habe längst begonnen-nur- wenn man 7 Jahre Lehrer ausbildet,dann ist man irgendwann traumatisiert.
1. Ist Erziehung und Bildung dasselbe?
Nein! Es gibt hoch anständige aber dennoch schlecht gebildete Menschen und auch umgekehrt sehr gebildete aber schlecht erzogene Menschen.
2. Ist die Erziehung oder die Bildung das Ziel der Schule?
Es ist die Bildung.
3. Wer ist für die Erziehung zuständig?
Die Erziehung ist zuerst die Aufgabe der Erziehungsberechtigten, in aller Regel der Eltern.
4. Wer ist dann schuld an fehlender Erziehung?
Hier versagen nicht die Medien oder die Gesellschaft oder die Lehrer – hier versagen die Eltern. Und diese sind entsprechend dann auch Schuld.
Solange alles in einen Topf geworfen wird, hüben wie drüben, kommt ihr nicht vorwärts. Warum nicht mal selbst wieder in eine Schule gehen, zusehen, beobachten, nachdenken, und die eigenen miesen Erfahrungen als Schüler mal weglassen? Diese sind uns, die uns daran hindern, Schule als Ort gelten zu lassen, an dem gelebt werden darf. Leben für die Bildung, Bildung für das Leben.
Worauf kommt es in diesem Leben – nicht im letzten Jahrhundert – an? Welche Qualitäten braucht ein Mensch, um mit der sich rasend schnell entwickelnden Technik und eventuell dem grossen Kollaps klarzukommen, die bei den “maschinell” geschulten Menschen von gestern ihren Anfang nahmen? Spielt es dann eine Rolle, ob man richtig schreiben kann? Oder bräuchte es nicht vielmehr die Fähigkeit, vernetzt zu denken, mit dem was da ist, etwas Sinnvolles zustande zu bringen, miteninander statt gegeneinander zu bauen, zu entwickeln, zu funktionieren?
Es gibt viele Möglichkeiten, das umzusetzen. Und es ist auch nicht überall das Gleiche nötig und wichtig – und schon gar nicht für jedes Kind und jeden Menschen. So vielfältig wie diese Kommentare hier, so vielfältig sind die Kinder, die in unsern Klassen sitzen – auch die der allerhintersten Minderheiten, mit Verlaub(!) – und so vielfältig müssten die Schulsysteme sein können, um allen gerecht zu werden. Letztlich ist es der Mensch der zählt, mit seinen Fähigkeiten und Schwächen, denn der Mensch, der jetzt heranwächst, ist der Mensch, der uns unterhält und pflegt, wenn wir alt und bedürftig sind. Wollen wir dann leute, die klaglos funktionieren und die wir herumkommandieren können oder wollen wir uns umgeben sehen von Menschen, die gelernt haben, aufeinander Rücksicht zu nehmen, füreinander da zu sein und zu sorgen, ein jeder so, wie er es am besten kann? Die einen mit Höchstbegabung in medizinischer Entwicklung und Forschung und die andern schlicht mit Liebe und Hingabe?
Danke Doris für deinen sehr guten Kommentar. Du hast recht, dass unsere Ziele einer Bildung mit den wachsenden Problemen der Gegenwart und Zukunft kombiniert werden müssen. Wir müssen herausfinden, inwieweit die Inhalte, die wir unseren Kindern lehren, tragfähig sind. Nur wer fasst diese Ziele zusammen und setzt sie durch? Die Politik scheint kraft- und mittelslos, viele Unternehmen möchten den Funktionsmechanismus Mensch und die Gesellschaft scheint erst langsam oder kaum zu begreifen, dass ein Wandel von nöten ist. Bis dato ist der Mensch kaum in der Lage gewesen, Entwicklungen, die in eine düstere Zukunft führten, mit Enthusiasmus zu bekämpfen. Es muss erst etwas geschehen, bevor jmd handelt.(diese Fähigkeit könnte ein neues Bildungsziel sein). Also müsste ein Jeder die Konsequenzen unserer Lebensweise erkennen, um für einen Wandel einzustehen. Nur scheint es mir die Minderheit, die verstanden hat, was in Zukunft passieren wird mit der Generation Facebook. Es müsste eine Aufklärungsarbeit von immensen Maß stattfinden, die kaum einer tragen kann, wenn Viele, die ihren Nutzen aus dem momentanen Bildungs- und Gesellschaftssystem ziehen, sich dagegen stämmen; oder vielleicht auch nur aus dem Grund, weil es ein Wandel ist und die Menschen Angst vor Veränderungen haben.
Es gibt wohl eher keinen Masterplan. Aber wenn ihr für eure Gedanken einsteht und wir gemeinsam handeln, dann mag das möglicherweise Auswirkungen haben.
Und zuletzt glaube ich, dass wir, entgegen der Aussage von Doris, ein Bildungssystem entwickeln können, in denen die Menschen wahrhaftig mündig werden. Trotz aller Verschiedenheiten haben doch alle Menschen etwas gemeinsam: Ihre Bedürfnisse nach Liebe, Freiheit, Orientierung und “Bewusstsein”. Eigentlich der Begeisterung am Lebendigen.Wenn die Schule es schafft, diese Inbrunst zu erhalten und fördern, wären wir sicher gut aufgehoben.
Wir brauchen definitiv eine Revolution. Meinungen wie die von Frau Sarrazin und Herrn Kraus sind engstürnig und halten Neuerungen auf. Es gibt Hirnforscher wie Herrn Hüther, die zeigen, dass an unseren Schulen einfach falsch gelernt wird. Und ja, Schule darf Spaß machen, denn Lernen macht Spaß, komischerweise aber nicht in der Schule.
Die älteren Generation muss ihre eigenen Schulerfahrungen zurückstellen und sich daran zurückerinnern wie sie sich als Kinder gefühlt haben. Ansonsten wird es sehr schwer werden wirklich etwas zu verändern, denn die junge Generation wird bei den Reformen nicht einbezogen. Lasst euch auf etwas Neues ein, denn wir brauchen es so dringend.
Und wie Herr Hüther sagt, ja, wir müssen selber ran, deswegen ist die junge Generation dabei auch ihren Beitrag zu leisten, schließlich sind wir diejenigen, die gerade darin lernen. Wir stellen die entscheidende Frage an diejenigen, die politische Macht besitzen: Was bildet ihr uns ein? und fordern die Bildungsrevolution.
Unser Blog: http://wasbildetihrunsein.de/
[Anmerkung der Redaktion: Das ZDF ist für den Inhalt externer Links nicht verantwortlich!]
Ich denke, dass das Hauptproblem die Einstellung vieler Schüler ist. Was soll ein Lehrer tun, wenn sich Cliquen bilden, in denen die Schule völlig egal ist? Da sind Eltern gefragt.
Aber andererseits ist auch das Bildungssystem teilweise suboptimal:
wieso sind die einzelnen Bundesländer hier so verschieden? (ich weiß, dass sich bereits etwas in diesem Aspekt tut, z.B. mit dem gemeinsamen Aufgabenpool für Abituraufgaben)
Warum wird nicht ein System entweder gehalten oder komplett reformiert? Das hier viel beredete Flickschustern ist m.E. eins der größten Probleme. Z.B. wird jetzt in BaWü neben dem G8 wieder G9 eingeführt. Aber nicht überall, es ist auch nicht der alte Stoff sondern wieder was anderes als das alte: Was soll das?
Nächster Punkt: Alle reden von Ingenieurmangel, aber keinen scheint es zu stören, dass man mit einem Abitur kaum noch studierfähig ist, was Studiengänge mit höherem Mathematikanteil angeht. Wieso ist es z.B. in BaWü (soweit ich weiß, als einzigem Bundesland) einem Gymnasialschüler nicht möglich verstärkt Mathematik zu wählen? Hier greift wieder ein Aspekt, der auch beim Thema Gesamtschule fällt: Wir sind hier an einem Punkt, an dem Spezialisierung der Schüler schon eine Rolle spielt, aber die die eigentlich weniger Mathematik bräuchten (keine Mathematik sollte m.E. nicht möglich sein, da sie zu einer Grundausbildung dazu gehrt) kommen so immer mal wieder nicht mit, und die die es wollten und bräuchten langweilen sich.
Wieso reden alle über Unterrichtsmethodik?
Den Unterricht den ich noch bis vor kurzem erlebt hatte war nie schlecht. Und auch Frontalunterricht kann gut sein, wenn der Lehrer das kann. Wenn nicht sollte er es aber auch nicht tun. Ich bin absolut gegen diesen Zwang, man müsse jetzt neue Methoden anwenden nur weil sie neu sind. Nicht alles ist schlecht was alt ist und nicht alles was neu ist ist auch besser. Die gesunde Mischung wäre für mich der beste Weg, aber ich beobachte häufig nur die extremen Positionen in den Diskussionen.
Zum Abschluss also:
Warum diskutieren manche hier so extrem idell mit Begründungen der Mündigkeit? Ist es nicht so, dass Bildung eben dies erreicht und dabei die Methodik nur eine Nebenrolle spielt solang sie ankommt(!)? Ich hatte nicht das Gefühl, dass die Schule dieses Ziel verfehlt. Aber ich habe auch nicht alle Schulformen gesehen. Aber ich denke nicht, dass (zumindest in BaWü) die totale Reform nötig ist.
Dem kann ich in weiten teilen nur zustimmen. Ich fand die Leistungskurse (gibt es glaub nicht mehr) auch ziemlich angenehm, erstens mehr Unterricht in einem Fach, das man mag. Zweitens waren dann immer alle recht motiviert in dem Bereich.
Sehr geehrter Herr Kraus,
ihre Äußerungen sind provokant und absolut unangemessen. Diejenigen Menschen, welche über tatsächliches Wissen und einschlägige Erfahrungen verfügen bemerken schnell, dass Sie keine Ahnung vom faktischen Weltgeschehen haben. Das machen Sie durch Ihre Unwissenheit(teilweise echt, partiell mutwillig) deutlich.
Sie sollten sich ernsthaft fragen, ob Sie für das „Amt“ des Präsidenten im DL noch geeignet sind.
Hallo,
Mein Name ist Volkan. Ich geh seit 13 Jahre in die Schule und ich bin der Meinung das die Schule unnötig ist und den Menschen kaputt macht.
Wieso ich das sage, hat einen einfachen Grund:
schaut euch doch mal um! Überall so viele Menschen die keine Arbeit finden nur weil sie für die Schule nicht begabt genug waren und ihre zeit dort verschwendet haben. Jeder wirklich jeder würde die schule schaffen wen man uns nicht unnötige scheiße beibringen würde wir lernen sachen in der schule die uns nie im ganzen leben was bringen werde und so mit verschwenden wir wichtige lebenszeit würde man die ganzen unnötige Fächer in der schule weg lassen und die wichtigen Fächer vertiefen dann würde man 1. Mehr zeit für sich selber haben 2. Weniger lern stress 3. Mehr Spaß an schule und lernen 4. Bessere Bildung 5. Kein großen ärger mit schlechten noten….
Die meisten erfolgreichen menschen sind nicht die die gut in der schule waren sondern gut in ihrer leidenschaft zu den was sie am liebsten getan haben und damit dann auch erfolg im leben hatten.
Durch schule wird man nicht reich! Man macht sein abi geht dannach studieren zahlt erst mal eine menge kohle für das studium und studiert mehrere jahre und dann kommt man fast in das 30 lebensjahr und hat immer noch kein geld aber stattdessen hohe schulen wegen dem studium und die wenigsten die das studium geschaft haben finden eine arbeit, und die restlichen die das studium erfolgreich geschaft haben sind am ende arbeitslos und hoch verschuldet. Da frag ich mich was die ganzen jahre gebracht haben? Ich sag mal so umsonst war es natürlich nicht aber trozdem ist man nicht an sein eigentliches ziel angekommen.
ich geh gerne in die schule aber ich hasse es sachen lernen zu müssen die mir sehr viel wichtige lebenszeit nehemn und mir am ende nichts bringen und wenn ich die sachen nicht lerne hab ich ein schlechten abschluss und hab dann genau so verkackt…
Naya ich hoffe ihr habt verstanden was ich meine.
LG
Volkan