Traumjob Abgeordneter – Sprungbrett zum Großverdiener?
Fette Honorare fürs Reden, tolle Vergünstigungen – wie viel Nebeneinkünfte dürfen unsere Volksvertreter haben? Der Fall Steinbrück wirft Fragen auf: Müssen Politiker ihre Steuererklärung offenlegen? Wie viel Distanz besteht zwischen Politik und Wirtschaft? Brauchen wir den gläsernen Abgeordneten oder können wir ihnen vertrauen?
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15 Kommentare | 08. Oktober 2012 | 10:14 Uhr |
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Soll doch jeder tun und lassen was er will, solange kein Dritter oder die Umwelt einen Schaden bekommt. Von mir aus können Abgeordnete so viel verdienen wie sie wollen, so lange sie ihre Arbeit, für die sie gewählt sind, richtig machen. Das Thema ist etwas für die Klatsch- und Ablenkungspresse. Viel wichtiger wäre es die Missetaten und Fehler von Steinbrück und Merkel zu diskutieren. Die Nebeneinkünfte sind mir ziemlich egal. Viel wichtiger wäre es, dass Politiker sich mal wieder ihrem Gewissen und dem Grundgesetz unterstellt fühlen. Eine offengelegte Steuererklärung sorgt noch lange nicht für bessere Politik. Was entsteht ist eine Kontrollillution, verursacht durch augenscheinliche Transparenz, die keinerlei Mehrwert bietet. Diese Transparenz ist dann etwas für Journalisten, die sonst nichts zu schreiben haben; weil sie nicht dürfen.
Nebeneinkünfte sind im Moment wirklich das kleinste Problem, das man mit z.B. Steinbrück haben könnte.
lg
Wenn jemand meint er sei dieses oder jenes Wert und Mitmenschen findet die ihm das zugestehen, dann hat sich gleiches zu gleichem gefunden. Ich reg mich schon lange nicht mehr über Maßlosigkeit anderer auf. Das heutige Phänomen der resignierenden Gleichgültigkeit von ungezügeltem Selbstverständnis beschleunigt den Reputationsverlust politischer Ämter. Es gibt kaum einen anderen Berufsstand der so derart belastet ist wie der eines Politikers. Die Kluft zwischen „den da oben“ und dem Rest kommt nicht von ungefähr. Beispiele sehen wir täglich…
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Wo mit diesem verzerrten Selbstverständnis der persönlichen Wichtigkeit jemand für nur wenige Sätze das an Zuwendung erhält bei deren sich zum Beispiel die Fachkrankenschwester mehr als ein Jahr in Pflicht genommen sieht um auch nur annähernd das Gefühl jener gesellschaftlichen Anerkennung ihrer Leistung zu partizipieren – dort, in jenem Land, wurden nicht nur allgemeine Werte geschliffen, dort gibt es sie auch nicht mehr!
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susi
Der Kreissparkassendirektor erhält ein höheres Gehalt als die Bundeskanzlerin. Was soll das?
das Gehalt deines “Kreissparkassendirektor” wird vom Verwaltungsrat der Sparkasse abgesegnet. Dort sitzen vor allem “a.D.”´s und Bürgermeister. Also genau deine Volksvertreter. Das Gehalt des Kreissparkassendirektors ist also demokratisch legitimiert. ^^ Realsatire!
1. Ständig unterwegs, kaum Zeit für privates.
2. Shitstorms, Verleumdungskampagnen und die Damen und Herren des Boulevards.
3. Ständig Kritik und Widerspruch, aus der eigenen Partei, von der Opposition und von Teilen der Bevölkerung (immer der, dem es gerade nicht passt)
4. Privatleben wird durchleuchtet, Fehltritte stehen auf Seite eins.
TRAUMJOB!
Das die Kritik an Steinbrück von CDU und FDP Politikern reine Heuchelei ist, versteht sich von selbst, wenn man weiß wie oft diese Politiker schon gegen mehr Transparenz bei Nebeneinkünften gestimmt haben.
Trotzdem ist so ein SPD-Kanzlerkandidat einfach nur arm. Auch was Ex-Politiker wie Schröder, Fischer, Clement oder Schily mit ihren Beratertätigkeiten heute veranstalten hat nichts mit der sozialdemokratischen oder linksliberalen Politik zu tun, die sie angeblich mal aus Überzeugung vertreten haben.
Jetzt wieder einen “Genossen der Bosse” zum Spitzenkandidaten der SPD zu machen ist für mich so niederschmetternd, ich weiß wirklich nicht wann die Parteien links der Mitte endlich lernen, dass wir was anderes als Mutti & Co. möchten und nicht eine Kopie rot-grün angemalt. Macht endlich wieder linke Politik und denkt nicht nur an Kohle, Karriere und dem Absahnen als Berater nach der Politik! Wenn es wenigstens erst mal beim danach bliebe, wäre ja schon was erreicht! Es ist echt traurig….
Mal völlig davon abgesehen, daß ich mir auch mit der größten Phantasie nicht vorstellen kann, was ein Peer Steinbrück so tolles zu sagen hat, daß man ihm dafür tausende von Euronen zahlen muss, habe ich grundlegend keine wirklichen Probleme mit Nebeneinkünften von Abgeordneten. Es gibt auch einige, welche Einkünfte aus Aktien, Mieten, Firmenbeteiligungen etc erhalten…
ABER ich habe durchaus ein gewaltiges Problem damit, daß ein AKTIVER Politiker für seine eigentliche und vom Wahler legitimierte Arbeit (denn genau so etwas sind Vorträge bei Firmen, Unis und dergl. und nichts anderes) noch zusätzliches Geld einsackt.
“ABER ich habe durchaus ein gewaltiges Problem damit, daß ein AKTIVER Politiker für seine eigentliche und vom Wahler legitimierte Arbeit (denn genau so etwas sind Vorträge bei Firmen, Unis und dergl. und nichts anderes) noch zusätzliches Geld einsackt.”
Genau das ist ja der Punkt bei der Sache, wenn ein Politiker seine schon vom Wähler bezahlte Arbeit (Erklärung seiner Politik u.a. auch mit Vorträgen) nochmals bezahlt bekommt, liegt ein Korruptionsverdacht schon nahe, besonders wenn er vorher mit Steuerzahlergeld, diese Geldgeber vor hohen Verlusten gerettet hat.
“…keine wirklichen Probleme mit Nebeneinkünften von Abgeordneten. Es gibt auch einige, welche Einkünfte aus Aktien, Mieten, Firmenbeteiligungen etc erhalten…”
Also ein z.B. Wirtschaftsminister der über eine Staatsbürgschaft für Opel (mit-)entscheidet, während er selbst Opelaktien hält bzw. Mitbesitzer von Opel ist, wäre kein Problem?
Gruß
Hugo
“Traumjob Abgeordneter” Nach dem Gutenberg, Wulf und co Gemetzel sicherlich nicht mehr. Es sei denn, man wählt für sich eine extreme Rechte oder Linke Partei, dann ist der Angriff der etablierten Abgeordneten in jedem Fall vorauszusehen. Lieber gleich von der Kommunalpolitik aus in die Wirtschaft und dann die Politik kontrollieren.
Guten Abend, also der Herr der FDP sollte sich selbst einmal Hören (blutleer im Parlament man muss brechen!. Ab wann ist denn bitte die Grenze erreicht, was einer zusätzlich (!) verdienen kann, bevor der Tatbestand der potenziellen Bestechlichung respektive Beeinflussung erreicht ist. Die Gründerväter des Grundgesetzes haben seinerzeit den Politikern ein ordentliches Salär zugestanden, um eben diese Dinge zu vermeiden. heute sind wir schon so weit, dass Zusatzeinnahmen bis zu mehreren Hundert Prozent zulässig sind. Meinethalben – aber dann bitte öffentlich! Welchen Erkenntnisgewinn wir haben? Wir Wähler haben die kleine Chance Zusammenhänge zu erkennen! Ich prophezeie, dass Steinbrück mit “Neben”Einnahmen von geschätzten 700.000 € also einem Mehrfachen des Abgeordnetensalärs als SPD-Kanzlerkandidat bald nicht mehr tragbar ist. In der FDP hätte er sich vielleicht damit sogar profilieren können…. 700.000 € extra… wenn ich da nicht dessen Lied singe… aber ein Schelm, wer Böses dabei denkt…
Kollegiale Grüße
Knut
Journalist
Da möchte ein FDP-Anwalt seinen Klienten schützen, indem er auf Datenschutz und einen mehr als fragwürdigen Freiberuflerboni hinweist.
Welch Verständnis von einem politischen Amt/Mandat hat dieser Mensch eigentlich?
Sind die exorbitanten Rentenansprüche aus einer Legislaturpertiode im Deutschen Bundestag nicht schon Geld genug??
Wir alle wissen, dass auf einen Bundestagsabfeordneten ca. 400 Lobbyisten kommen.
Ja. als Bürger habe ich das Recht zu erfahren, wer “meinen” Bundestagsabgeordneten bezahlt, und in welcher Höhe!
Kein Wunder, dass sich mmer mehr Menschen (und nicht nur am unterem Rand unserer Gesellschaft von solchen Poltikern abwenden.(Da sind auch 4% Wählerstimmen ein nicht gerechtfertigter Vertrauensvorschuß.)
Nichts gewinnt man, wenn man die € zeigt. Wichtiger ist, dass die entsprechenden Politiker die Interessen des Volkes vertreten! Arbeitsplätze, Sicherheit, Bildung und Entwicklung bewusst fördern!
2.000,- € sind auch nicht mehr als 200.000,- € wert, wenn wir in Staaten wie … leben würden, in denen sich “Wohlhabende” verstecken/ schützen müssen.
Menschen aus der Wirtschaft schaffen Arbeitsplätze und spenden wesentliche Anteile ihrer Einkünfte, sie folgen Ihrer Berufung ohne auf einen 8h Job zu bestehen und mit 60 in Rente zu gehen.
abgeordnete sollten die firmen angeben von denen sie “nebengehälter” erhalten. Mündige bürger können dann bei der wahl entscheiden, welche lobby sie unterstützen. rentner und arbeitnehmer bezahlen sicher keinen abgeordneten für nebenbeschäftigungen. deshalb haben diese die a…. karte. 70 std.woche für abgeordnete wo ist die zeit für nebenbeschäftigung`?
90h bleiben, mehr als 8h Schlaf/ Woche sind doch ungesund, oder?
@meister – absolut sachlich richtige Bemerkung: Wie geht das bei einem – zumindest öffentlich geschickt so dargestellten – 70h-Job?
Ach ja, was darf ich nun als Honorar berechnen???