Berührungsängste zwischen Politik und Wirtschaft?
“Diese Welt wird von geheimnisvollen Mächten regiert, die nicht die Regierung sind”, sagt Bambule-Reporterin Johanna Maria Knothe und geht der Frage nach, ob Lobbyisten für alles Böse verantwortlich sind. Doch scheinbar hat niemand was dagegen, dass Politik und Wirtschaft keinerlei Berührungsängste haben. Ihr etwa? Und wenn ja, warum?
8 Kommentare | 08. Oktober 2012 | 18:09 Uhr |
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Es gilt als Verschwörungtheorie, wenn man sagt, dass jemand regiert, der nicht gewählt ist. Solche Theorien sind schlecht fürs Image; drum spricht sie keiner aus.
eine “Verbindung” wie Zuhälter-Prostituierte erfährt nun mal eine gewisse gesellschaftliche Ankzeptanz…
Schaut mal in die USA wer die größten Wahlkampfspender sind; schaut mal welche angelsächsische Agentur den ESM-Vertrag formuliert hat etc…. wie sagte es Horst Seehofer so schön? “Diejenigen die gewählt sind haben nichts zu entscheiden und diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt”.
lg
Ja…Seehofer hat das schon richtig gesagt – die junge Moderatorin aber zog das zu Beginn der Anmoderation ins lächerliche, ins überspitze, um am Ende den Zuhörern mit dem Einwand „aber ich vertraue ja meinen Abgeordneten“ die eigentliche Botschaft dahinter doch noch zu suggerieren! Dabei wissen wir spätestens seit diesem Jahr alle um den parlamentarischen Parteienzwang im Bundestag und den Repressalien denen sich Abgeordnete oder Mandatsträger ausgesetzt sehen wenn sie doch ihren eigenen Gewissen folgen und sich der Parteilinie entsagen. Ich denke immer, dass solche kleinen poppigen Jornalistenclips jedes Mal die Linientreue der regierungsnahen Medien untermauern sollen und gleichsam den Skeptikern durch Überdrehung und rhetorische Karikatur der „Verschwörungen“ den Wind aus den Segeln zu nehmen versucht. Seehofer hat´s gesagt, Schäuble´s heimlicher Tagungsmittschnitt in Brüssel wo er einen anderen vor unbemerkt laufender Kamera sagte „aber es soll alles so aussehen als ob sie sich wirklich bemühen“ hat´s bestätigt und Frau Merkels aufgesetzter Merkelizer seit vier Jahren, der eher als inspirative Botschaft zu verstehen ist bei dessen verwenden sie sich durch ihn gleichsam vom gesagten distanziert weil sie ja wegen der Auftraggeber nicht anderes handeln konnte, wird´s täglich bekräftigen.
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susi
Gerade wenn man die Piratenpartei betrachtet, dann hat Spitzer wirklich recht.
Hier entsteht eine Generation von Ahnungslosen. Wer aber Leute ohne Ahnung ins Parlament wählt, der braucht sich nicht wundern, dass dann Lobbyisten das sagen haben.
Die Anhnungslosen… oder besser gesagt die ´Wegseher´ und ´Nichtwahrhabenwoller´ sind wohl eher jene, welche immer wieder CDU, SPD, FDP und leider inzwischen auch die Grünen wählen.
16 Jahre Kohl – Lobbyismus pur aber kein Ahnungsloser der Piratenpartei auch nur in Sicht.
Rot-Grüne Regierungszeit, die Geburtsstunde von Hartz IV – ohne einen einzigen ach-so-ahnungslosen Piraten im Parlament.
Offenbar helfen Regierungen, bestehend aus “Wissenden” auch nicht wirklich. Dann doch lieber Volksvertreter, die sofort der Welt per Twitter mitteilen, wenn sie von einem Lobbyisten angesprochen wurden.
Sehe ich auch so.
Die “Wissenden” die wider besseren Wissens handeln sind das Problem, nicht die “Ahnungslosen” die sich vernetzen und Wissen aneignen können, bevor sie entscheiden.
Was mich sehr beunruhigt,ist die Vetternwirtschaft hinter den Kulissen, wie z.B. bei den jährlichen Treffen von einflussreichen Politikern, Bankern, Lobbyisten, der sogenannten “Bilderberger-Treffen”, über die in den Medien nach Absprache nicht berichtet wird. So wird an der Demokratie vorbei regiert und es zeigt, wie wir Bürgerinnen und Bürger von diesen Mächtigen gesehen werden. Hier ein interessantes Video dazu, das in ARD und ZDF gezeigt werden sollte: http://www.youtube.com/watch?v=ZMenXf32MD4&feature=my_liked_videos&list=LL0XQ8vm-JO9mJaiYZYUBA0Q
Kurz nach einem solchen Treffen leitete Schröder,der bei den USA in Ungnade gefallen war, Neuwahlen ein und die US-verliebte Angela Merkel kam an die Macht, während Schröder großzügige Posten in der freien Wirtschaft erhielt. Was auch immer dran ist, wir müssen über diese Treffen informiert werden, so dass den Politikern solche Absprachen an der Demokratie vorbei erschwert werden.