Stichwort Designerbaby
Von “Hat mein Kind einen Gendefekt?” zu “Mein Kind soll grüne Augen haben”? Was meint ihr, wo führt das hin?
(Foto: Flickr.com/melloveschallah)
11 Kommentare | 25. September 2012 | 07:02 Uhr |
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Von “Hat mein Kind einen Gendefekt?” zu “Mein Kind soll grüne Augen haben”? Was meint ihr, wo führt das hin?
(Foto: Flickr.com/melloveschallah)
11 Kommentare | 25. September 2012 | 07:02 Uhr |
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Ich finde diese Fragen Blödsinn.Aber ob man ein behindertes Ungeborenes austrägt oder Abtreibt ist doch wohl eine ganz andere Situation,zu welcher die Schwangere auch sich entscheiden muss,ob sie eine Abtreibung,Addoptionsfreigabe oder das Selbstgroßziehen verkraften würde.Denn diese Entscheidung wird sehr stark ihr eigenes Leben beeinflussen.
Von daher sollte niemand die Schwangere mit Vorwürfen beeinflussen.
Das hat nichts mit Wahl des Perfekten Babys zu tun,sondern mit einer Entscheidung für die Schwangere und dem Ungebohrenen.Was nutzt es,wenn mit Vorwürfen die Schwangere beraten wird,weil sie ein behindertes Ungeborenes abtreiben will,wenn sie mit dem Großziehen oder Addoptionsfreigabe sich psychisch überlasten würde und es dann zum Suizidversuch kommt der schlimmstensfalles zum Tod von Schwangere und Ungebohrenes führt ?
Gen-designing ist verwerflich, wie Gen-doping.
Was soll man denn designen? Ein Mädchen, so dumm und dreist wie Paris Hilton? Oder ein Kind wie Kevin, oder andersherum ,wie Einstein?
Dann wird das Kind zur Modeware, dieses Jahr grüne Augen, im nächsten Jahr sind braune Augen modischer.
Oder: schlaue Kinder nur noch für Gutverdiener, bei Hartzern wird es dem Zufall überlassen. Oder werden zum Schluß alle minderintelligenten Kinder abgetrieben?
Wenn es nur noch Professoren und Ingeneure gibt, wer backt mir dann meine Brötchen?
So einfach ist das ganze nicht!
Intelligenz kann man genetisch nicht beeinflüssen, denn es gibt blonde, blauäugige, die geistig behindert sind, und es gibt Urwaldnachkommen, die sehr intelligent sind.
Übrigens: dass ein Kind blaue Augen haben sollte, kann man nur durch ein Gendefekt erreichen, so viel zum Genwissen. Allerdings heißt das nicht, dass jedes Gendefekt gesundheitsschädlich sein muss, sogar manchmal vorteilhaft für die Umgebung.
Es mag sein, dass bis zu bestimmten Prozentsatz Intelligenz vererbt werden könnte, aber die Umwelt und die Gesellschaft hat den entscheidenden Faktor.
Fazit: Egal wieviel Wissen sich der Mensch erwirbt, bleibt er am Ende UNWISSEND.
Ich stehe der Entwicklung skeptisch gegenüber. Ich sehe den technischen Fortschritt als nicht immer humanen Fortschritt an.
Gerade bei den Tests geht es ja um die Selektion von “lebenswertem” Leben. Aber über die Wertigkeit von menschlichem Leben möchte ich persönlich nicht urteilen, das “Gott spielen” ist nicht so meins.
Bei der gesetzlichen Regelung zur Abtreibung könnte ich z.B. nicht sagen ob 3 Monate, 4 Monate oder 2 Monate eine geeignete Grenze ist. Ebenso wenig könnte ich alleine bestimmen, welche Test zulässig sein sollen, welche nicht. Ich denke, dass hier deshalb die Gesetze einen guten Kompromiss darstellen, weil hierdurch die gesellschafltichen Gegensätze in einem demokratischen Verfahren abgewogen wurden.
In der Frage bin ich zwiegespalten. Zum einen fände ich es verwerflich ein Ungeborenes abzutreiben, da es hilflos ist und es sich nicht weren kann. Zum Anderen kann ich es verstehen, dass es viele Menschen gibt die zeitliche Probleme haben würden ein Kind mit einem Handycap großzuziehen. Wenn beide Partner in der Beziehung arbeiten wollen ist dies eigentlich unmöglich. Zum Glück ist Intelligenz eine Frage von Bildung und Fleiß und nicht von den Genen.
“Zum Glück ist Intelligenz eine Frage von Bildung und Fleiß und nicht von den Genen.”
Mit Bildung und Fleiß kann man die Intelligenz aufhübschen, aber ansonsten wird die Intelligenz vererbt und zwar zu einem Großteil von der Mutter.
Wo das hin führt?
Ich warte auf Hühnchen mit 8 Flügeln für die Chickenwings-Produktion.
In der Gentechnik werden sich auf allen Ebenen (medizinischer Fortschritt, Lebensmittel, Designer-Babys) zumindest technisch völlig neue Dimensionen öffnen.
So gut wie alle Eltern wollen doch das beste für ihr Kind.
Wenn man hässlich, dumm und unsportlich ist kann man mit noch soviel Ansträngung nicht alles ereichen was man möchte. Es ist daher ethischer seinen Nachwuchs mit den besten Erbanlagen auszustaten,um ihn ein besseres Leben zu ermöglichen.
Wo ist der Unterschied, ob intelligente, schöne und sportliche Kinder “natürlich” entstehen oder “unnatürlich”.
Wird in Zukunft intelligenten Schwangeren Alkohol verordnet, weil ihre Kinder sonst vielleicht viel intelligenter als der Durchschnitt würden?
“Wo ist der Unterschied, ob intelligente, schöne und sportliche Kinder “natürlich” entstehen oder “unnatürlich”
Mit allen Respekt, das ist unbedacht.
Das Leben eines Menschens kann nicht und wird auch nie in den Händen der Menschen liegen.
Es gibt junge, schöne, sportlche und berühmte Personen, die sich das Leben genommen haben, aus psychischer Erkrankung.
Und es gibt die, die durch Krebs sterben.
Als Gegenbeispiel nenne ich den argent. Fussballspieler Messi. Er sieht klein, hat keine Muskeln, durchschnittlich und hat (vielleicht genetische) Krankheit, bei der er hormonell (auf Dauer) behandelt werden muss. Alldas hat es nicht verhindern können, dass er der beste Fussballspieler der Welt ist.
“Das Leben eines Menschens kann nicht und wird auch nie in den Händen der Menschen liegen.” Tut es doch schon bei der Entscheidung eines zuzeugen. Der Embryo ist selbst nicht lebensfähig, sein Leben liegt in der Hand seiner Mutter.
“Es gibt junge, schöne, sportlche und berühmte Personen, die sich das Leben genommen haben, aus psychischer Erkrankung”
Eine Prädisposition zu psychischen Erkrankungen ist sehr wohl auch teilweise genetisch bedingt.
“Alldas hat es nicht verhindern können, dass er der beste Fussballspieler der Welt ist.” Mit unterdurchschnittlicher genetisch Ausstatung zur körperlichen Leistungsfähigkeit hätte das niemand geschaft.
“Er sieht klein, hat keine Muskeln und hat (vielleicht genetische) Krankheit,”
Er würde sich sicher nicht beschweren, wäre er das nicht.
“Der Embryo ist selbst nicht lebensfähig, sein Leben liegt in der Hand seiner Mutter.”
So oberflächlich habe ich nicht gemeint. Was macht die Mutter dazu? Gibt sie ihn Seele? Entscheidet sie es, ob er glücklich oder traurig wird? Ob er einen Arzt oder ein Alkoholiker wird? Kann sie ihn vor Unfällen oder Naturkatastrophen schützen?
Man glaube an die Evolutionstheorie, die ein Dogma ist, und hat mit Wissenschaft nichts zu suchen, obwohl viele, aus Mangel an Wissen, das Gegenteil denken.
Wenn wir annehmen, dass die Besten sich durchsetzen, dann gäbe es heutzutage kaum genetische Krankheiten, und die besten Berühmten sollten gar nicht an Depression leiden.
Die Prädispositon zu psychische Krankheiten und auch zu Krebs ist nur TEILWEISE genetisch bedingt, was auch nicht 100% sicher ist.
Laut Wikipedia:
“Als gesichert gilt, dass bei jeder bekannten Form der Depression das serotonale und/oder noradrenale System gestört ist”.
Diese Störung kann auch durch Drogen oder Verhatenssucht verursacht werden.