“Karikaturen müssen zur Diskussion anregen und nicht nur beleidigen.”
Markus Dröge, Landesbischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische-Oberlausitz, stellte sich gestern nach der Sendung noch 20 Minuten euren Fragen und gab u.a. Antwort darauf, ob man nicht auch den Christopher-Street-Day verbieten sollte. Hier gibt es den Chat zum Nachlesen:
Bischof Markus Dröge: Hallo liebe Leute – ich bin gespannt auf eure Fragen!
RideOnDG: Herr Dröge, wie stehen sie als Bischof zu den Papst-Karikaturen in der Titanic?
Bischof Markus Dröge: Ich fand die Karikaturen sehr geistlos und ohne weiterführende Kritik. Karikaturen müssen zur Diskussion anregen und nicht nur beleidigen.
Gast5219 (Gast): Ich würde gerne wissen, wie der Meinung Herrn Dröges nach das Christentum mit derartigen Schmähungen umgehen sollte, die Reaktionen der Botschaftsstürmer mal außen vor gelassen, rein inhaltlich. Ignorieren? Gegendarstellungen? Verbieten kann man schlecht.
Bischof Markus Dröge: Ich würde den Film, wenn er sich gegen das Christentum richten würde, gar nicht ernst nehmen. Er ist so schlecht und dumm, dass er mich überhaupt nicht treffen würde.
Gast5232 (Gast): Warum verurteilen die deutschen Kirchen den Film mehr als die Ausschreitungen?
Bischof Markus Dröge: Das stimmt so nicht. Wir verurteilen grundsätzlich Gewaltanwendung. Es ist nicht zu akzeptieren, wenn Demonstranten Botschaften angreifen, anzünden, Menschen in Gefahr bringen. Wir verurteilen deshalb auch, wenn Radikale, den Film benutzen wollen, um weiter Gewalt zu schüren.
Tita3112: Herr Dröge ist es nicht so das die Arabische Welt aus ihrem Dämmerschlaf geweckt wurde und einfach nur ein bisschen Zeit brauch um zu akzeptieren, dass im Westen die Medien so frei sind?
Bischof Markus Dröge: Viele Menschen in den arabischen Staaten können sich nicht vorstellen, dass in unserer freien Gesellschaft auch Dinge gesagt werden dürfen, die die Regierung und die Mehrheit der Bevölkerung gar nicht mit trägt. Es gibt auch in der global vernetzen Welt noch nicht genug Kommunikation, um sich wirklich zwischen den Kulturen besser zu verstehen. Da gibt es noch viel zu tun.
ThomasKöln: Ich lebe in Köln, wo es den Christopher-Street-Day gibt. Wenn es nun zu islamischen Ausschreitungen dagegen käme, würden Sie dann dafür plädieren, den CSD zu verbieten?
Bischof Markus Dröge: Nein, weil der Christopher Street Day niemanden diffamiert und keine Gewalt provoziert. Ich bin ja nur deshalb dafür, die provokative Aufführung des Hassvideos zu verhindern, weil hier bewusst die Gewaltspirale weiter gedreht werden soll.
[log in]Moderator: Jetzt kommt die letzte Frage an Herrn Dröge.
Gast4233 (Gast): Lieber Herr Dröge, ist nicht das Zusammenleben der Gesellschaft gefährdet, wenn Teile der Gesellschaft das Grundgesetz nicht achten. Es gilt doch für jedermann. Nach dem dt. GG wäre demnach ein Zusammenleben verschiedenerer Ethnien, die verschiedene Ansichten über die Akzeptanz der GG haben, unmöglich?
Bischof Markus Dröge: Ich verabschiede mich für heute abend und bedanke mich für die interessante Diskussion!
Bischof Markus Dröge: Der Meinung bin ich auch. Wenn unser Grundgesetz nicht geachtet wird, fehlt der Konsens für ein friedliches Zusammenleben. Das Grundgesetz geht aber davon aus, dass unterschiedliche Ethnien in unserem Land zusammenleben können. Es ist so gestaltet, dass man nicht einer bestimmten Religion angehören muss, um in unserem Land zu leben. Unsere Gesellschaft muss allerdings darauf bestehen, dass Menschen aller Religion und Kultur, die bei uns leben, das GG achten.
[log in]Moderator: Vielen Dank für Eure engagierte Diskussion!
6 Kommentare | 20. September 2012 | 17:07 Uhr |
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Schönes Allgemeinwischiwaschi, Botschaften abfackeln, Menschen umbringen, Bibeln verbrennen, ist zwar alles Sch…, aber das ist nur von den bösen Bösen aufgestachelt und verursacht. Soll das denn etwa heißen, die seien selber schuld, wenn sie ermordet werden?
So wie vergewaltigte Frauen: Was laufen die auch so aufreizend herum?
Mein Gott, was ist doch unsere christliche Kirche für ein lahmer Sauhaufen geworden!
Kein Wort gegen das Abschlachten der Glaubensbrüder weltweit.
Kein Wort, wenn Kirchengebäude als Klohäuschen benutzt werden.
Und da wundert Ihr Euch noch, wenn Euch die Gläubigen scharenweise davonlaufen?
Erwartet Ihr denn im Ernst, dass auch nur eine einzige müde Hand sich erhebt, Euch zu verteidigen?
Es ist unglaublich, dass nicht zu aller erst diese unsägliche Männer-Gewalt in diesen arabischen Ländern verurteilt wird. Dieses Morden, Abschlachten, dieser sichtbare Hass, mit dem sie ihre “Betroffenheit”, ihr “wir sind beleidigt” weil man unseren Gott verunglimpft hat, verteidigen und dabei brandschatzen und morden. Und für diese Wahnsinnigen wird Partei ergriffen. WIR oder besser diejenigen, die Filme, Karikaturen oder sonst etwas herstellen, sind die Schlimmen, weil sie “provozieren”. Was provoziert diese “Gläubigen” eigentlich nicht? Was erlaubt ihnen, Menschen anderen Glaubens – bevorzugt Christen oder Frauen, die etwas tun, das ihnen nicht paßt – zu töten, zu verfolgen. Und unsere multikulturellen Politiker und viele Journalisten tönen herum, dass “wir” nicht provozieren sollen. Manfred Siebenrock hat recht – was interessieren diese Lautsprecher die vergewaltigten und ermordeten Frauen oder die Christen? WO SIND DAZU EURE PROTESTE?
Die globale Unterwerfung, anders gesagt: Kapitulation, der Regierungen und Kirchen unter dem Islam in der Verfolgung von Islamkritikern und Ächtung von Begrifflichkeiten wie die des Islamhassers, ist keine überraschende Reaktion auf den ausrastenden Mob und schon gar keine Vorsichtsmaßnahme um handreichend zu beschwichtigen und Brücken zu bauen, wie uns immer gesagt wird – es ist nur die logische Konsequenz der vor der Öffentlichkeit verborgenen Umsetzung der OIC Resolution 16/18 die im März 2011 im Hauptquartier des UN Menschenrechtsrates eingereicht und seit dem vollzogen wird. Hier verpflichten sich die Staaten auf Wunsch der Organisation der Islamischen Kooperation (OIC), welche aus derzeit 57 islamischen Mitgliedsländern besteht, kritische Äußerungen und Handlungen gegen den Islam unter Strafe zu stellen und Rädelsführer und Organisationen die sich gegen den Islam aussprechen zu verfolgen und zu bestrafen. So ist seitdem der Blasphemie-Paragraph, der Islamfeindlichkeit unter Strafe stellt, sozusagen durch den Rücken hinein ins Herz ein fester Bestandteil der für uns heut sichtbar und unfassbaren Reaktionen vor dem Islam kriechender Politiker und Kirchen!
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Die seichten Vorläufer dieser Resolution 16/18 die sich derzeit „vorerst“ nur auf die Verächtlichmachung und Stilllegung Islamkritische Personen und Organisationen konzentriert, werden bald an Schärfe gegen jeden der Islamkritische Äußerungen und Handlungen vollzieht unter dem Schein des Verhinderns- Vorbeugens und Unterbindens von provozierenden Inhalten zunehmen.
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Erwartet also von Regierungen und Kirchen keinen aufrechten Gang sondern richtet euch auf völlig quer zum Verstand liegende Entscheidungen der Regierungen, Politiker und Verantwortlichen ein. Und ein Wort noch an Brüder und Schwestern: Nicht kriechen sondern bekennen!
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susi
ich frage mich wie sich die Christen in der “islamichen Welt” fühlen müssen. Dort werden sie verfolgt, im günstigsten Fall nur unterdrückt.
In der “christlichen Welt” gibt man sich alle Mühe dem Islam bestmöglichst entgegen zu kommen, in der “arabischen Welt” wird die Christendrangsalierung ausgebaut.
“ich frage mich wie sich die Christen in der “islamichen Welt” fühlen müssen.”
Sie können ja einfach mal die Pauschalurlauber aus Tunesien, Ägypten oder der Türkei fragen. Niedrige Preise, Top-Gastfreundschaft und jede Menge gutes Wetter.
Schicken Sie mal eine Delegation aus Afrika nach Mecklenburg-Vorpommern…
Man sollte alle Religionen verbieten,da sie nur kriegerische Streist bringen,wie Kinder im Kindergarten.Denn was nicht existiert kann man im Video und Karikaturen nicht beleidigen wie z.B. Gott in verschiedene Religionen und Mohammed usw.
Das sich erwachsene Menschen noch so streiten,wie kleine Kinder ist kindisch,was meine meinung als Atheisten ist.