Die Welt ist eine Google: Klicken wir uns das Gehirn weg?

Durchklicken, googeln, chatten. Hauptsache online, eine Gesellschaft in ständiger Bereitschaft, immer auf Abruf, immer dran: Das Netz ersetzt das Gehirn. Tolle Sache, sagen selbst Lehrer. Aber die digitale Revolution fordert Opfer. 250 000 Deutsche sind bereits abhängig. Klicken wir uns auf Dauer das Gehirn weg? Ja, sagt der Gehirnforscher Manfred Spitzer. Wenn wir nicht dagegen steuern, verspielen wir unsere Zukunft. Spitzer diskutiert am 29. August bei ZDF log in.

Was sagt ihr dazu? Klicken wir uns das Gehirn weg? Diskutiert mit: hier im Blog, bei Facebook, StudiVZ und bei Twitter mit dem Hashtag #ZDFlogin!

Ohne euch geht bei log in gar nichts! Ihr gestaltet die Livesendung mit euren Beiträgen inhaltlich mit und eure Beiträge werden von Moderatorin Jeannine Michaelsen in die Sendung gebracht.

18 Kommentare | 24. August 2012 | 13:34 Uhr | Twittern | Facebook

18 Kommentare

  1. Ich freue mich ja so, dass ohne mich hier nichts geht. Dennoch muss ich wiedermal was anknabbern: Einerseits steht die Begrifflichkeit des Multitasking aus der PC-Sprache nicht nur im IT-Bereich sondern auch im Berufsleben schon lang nicht mehr für innovativ- gesund und anstrebenswert sondern für krank- irrig und zerstörend und andererseits, wird jedoch von ausnahmslos fasst allen Medien die bereitwillige Verfügbarkeit multipler stets immer gleichzeitiger Zuwendungen der Jugend für Bild- Ton- und Informationsinhalte abverlangt. Und das am besten wie gesagt alles gleichzeitig- zusammen und schnell.
    .
    Vielleicht erkennt der eine oder andere Mitarbeiter oder Redakteur einmal die überzogenen Erwartungen von solchen mehr schlecht als rechten „Sozialen Netzwerken“. Neben den immer deutlicher werdenden Licht jener ausnahmslos auf die personenbezogenen Daten- Interessen oder Neigungen seiner ahnungslosen Benutzer abziehenden „Netzwerke“ die eben auch ausnahmslos ihren Sitz in Übersee haben und Datenschutzrechtlich keiner Kontrolle unterliegen, sind ihre Applikationen auf das schon angesprochene Multitasking ausgerichtet und durch allerlei Knoten miteinander verknüpft.
    .
    Computer sind nichts Schlechtes. Das Abgeben und überlassen funktioneller Empirie an künstliche Maschinen ist aber weder im erfahren eigener Kognition unserer Kinder und Jugendlichen gesund sondern führt auch zu einer Verflachung und Bildungskonsistenz bei Erwachsenen. Dazu zählt dann auch der kranhafte Hype um ständige Erreichbarkeit und das persönliche mit herumtragen eines oder mehrerer tragbare Überwachungsgeräte mit Telefonfunktion und eingebauter Kamera und Mikrofon.
    .
    .
    So…jetzt habe ich aber was Gutes und Inhaltliches zur Livesendung beigetragen…
    .
    .
    susi

    susi bibelmaus | 24. August 2012 | 14:35 | Antworten
    • Ja… und jetzt ist die Diskussion erföffnet und es können auch andere was dazu sagen.
      .
      susi

      susi bibelmaus | 24. August 2012 | 14:38 | Antworten
  2. Internet macht das Leben schon leichter. Zum Beispiel Telefonie (mit Video), Versenden von Dokumenten, Produktsuche, sich auch ab und an mit Leuten gleichen Interesses unterhalten und Meinungen austauschen.
    Danach wird es schon problematischer, wer sich in einem ” Netzwerk” preigibt, soll es machen.
    Andere Medien sind auch gut oder nicht, sei es das Mima oder die Bildzeitung, der Spiegel oder Focus. Letztlich hat man selbst einen Kopf zum Denken und seine eigene Meinung.
    Oder auch nicht. Beides ist nicht schlimm. Es muß Schlaue und Dumme geben dürfen. Wo käme sonst die Werbeindustrie hin, zum Beispiel?
    Abschließend kann man auch mal wieder Freunde einladen, und rumdödeln, auch ohne hohe Wissenschaft.
    Wer nicht verblöden will, verblödet auch nicht, wem das egal ist, um den soll es uns egal sein.

    Tomca | 27. August 2012 | 16:57 | Antworten
  3. Also ich gebe in Mathe und Physik Nachhilfe, und studiere auch die Fächer auf Lehramt, und merke immer wieder, dass man nicht einfach alles googlen kann.

    In der heutigen Arbeitswelt wird eben auf ganz andere Dinge wertgelegt als früher, das Allgemeinwissen verliert an wert,
    dafür gewinnt Anpassungsfähigkeit, die Fähigkeit zum Problemelösen und viele weitere kreative und logische Fähigkeiten an Wert.

    Das macht im allgemeinen die Gesellschaft nicht dümmer, die Prioritäten werden nur anders gesetzt.
    Anstatt das Gehirn mit “unnützen Sachen” voll zu stopfen, liegt der Fokus woanders.

    lena | 28. August 2012 | 22:36 | Antworten
    • “In der heutigen Arbeitswelt wird eben auf ganz andere Dinge wertgelegt als früher, das Allgemeinwissen verliert an wert,
      dafür gewinnt Anpassungsfähigkeit, die Fähigkeit zum Problemelösen und viele weitere kreative und logische Fähigkeiten an Wert.”

      Aus meiner sicht ist Wissen unabdingbar für eine gute Allgemeinbildung. Ich denke nur wer sich mit der Geschichte auseinandergesetzt und hieraus genügend Wissen angesammelt hat, kann auch in der Gegenwart die richtigen Entscheidungen treffen.

      Ohne die Kenntnisse wie sich Regionen, politische Systeme oder Machtverhältnisse entwickelt haben, können meines Erachtens viele kleinere Informationen gar nicht eingeordnet oder verarbeitet werden.

      mister-ede | 29. August 2012 | 22:03 | Antworten
  4. Link: log in: gleich live auf ZDFinfo!

    [...] Diskutiert mit: bei Facebook, auf Twitter mit dem Hashtag #ZDFlogin und ab 22:00 Uhr im Chat! Mit euch diskutieren: Blogger und Mitbegründer der re:publica:, Jimmy Schulz (FDP), Mitglied der Enquete-Kommission Internet und Digitale Gesellschaft und Manfred Spitzer, Hirnforscher und Bestseller-Autor: Johnny Haeusler über “Klicken wir uns das Gehirn weg?“. [...]

  5. Das Internet sollte mehr Staatlich kontrolliert werden. Das Internet ist unkontrollierte “Massenverdummung”. Sexuelle Früherziehung geschieht auf youporn.

    Die Medien sollen: Unterhalten, Erziehen und Bilden

    Das heißt nicht: Zum Kauf verleiten, Abhängig machen und Zeit rauben

    Mathias Lang | 29. August 2012 | 22:52 | Antworten
  6. Für Kinder: Microsoft Office und E-mail JA, Youporn, Facebook, etc. NEIN

    Mathias Lang | 29. August 2012 | 23:02 | Antworten
  7. Politikgeiler FDP`ler und Modestyler gegen einen Dr., ungleiche Diskussion!!! Mehrheit 2:1!!!

    Mathias Lang | 29. August 2012 | 23:04 | Antworten
  8. was haltet ihr davon, euch mal wieder auf euer leben zu besinnen?. zu schmecken, zu riechen und zu fühlen, z.b. und gar nicht zu googeln. ich glaube, das ist ziemlich schwer. ich hatte es im urlaub drei wochen lang und hatte richtig entzugserscheinungen. wenn das nicht mal was zu heißen hat….

    ulrike brötz | 29. August 2012 | 23:05 | Antworten
  9. Jimmy Schulz: Schlechter Diskussionspartner, sollte mal seinen Diskussionspartner in die Augen schauen, wenn er versucht zu argumentieren!

    Mathias Lang | 29. August 2012 | 23:07 | Antworten
  10. Hr. Spitzer hat ganz Recht, wenn er behauptet, das Politik uns ständig Sachen einredet, die schlecht für uns sind! Beispiele dafür gibts genug, nehmen wir nur mal das Desaster um die Energiesparlampe… Ich find es wirklich schade, das er bei euch so lächerlich gemacht wird…

    Francis | 29. August 2012 | 23:13 | Antworten
  11. Der Prof. Spitzer hat so was von recht !! Die Hirnforschungsergebnisse sind so eindeutig…ich bin selber Arzt ! Diese FDP-Aussagen sind einfach läppisch ! Nicht die PC-Technik ist schlecht, das Problem ist die Dosis bei Kindern und Jugendlichen..
    MfG H.J.Knuf

    Hans-Joachim Knuf | 29. August 2012 | 23:17 | Antworten
  12. Der Computer kann Simulieren, Simulationen sind gut.
    Comupterspiele, Facebook simulieren uns eine Welt, wie wir Sie gerne vorfinden wollen.
    Eine Computer Simulation schult den Kampfflieger…

    Der Computer als Werkzeug richtig angewendet, ist die Zukunft!

    Der Computer als Teufelswerkzeug, als Geldmachmaschine, Stimmungsmacher gehört einfach verboten!

    Mathias Lang | 29. August 2012 | 23:17 | Antworten
  13. Was die Auswirkungen auf das sich noch entwickelnde Gehirn des Kindes und des Jugendlichen angeht, kann ich Spitzer gar nicht genug zustimmen. Es ist das Medium an sich bereits, das, ganz und gar unabhängig von den transportierten Inhalten, die Hirnentwicklung beeinträchtigt. Und dies eben auch und vor allem über die verschwendete Zeit. Verschwendet in dem Sinn, dass notwendige sensorische Integrationsprozesse auf der Strecke bleiben.

    Jürgen Bernhard | 29. August 2012 | 23:21 | Antworten
  14. Spielen ist ein Kulturgut…. ja Zockermentalität….

    Mathias Lang | 29. August 2012 | 23:24 | Antworten
  15. Ich finde das PC, Smartphone, Tablets und Co. Nichts für Kinder unter einer gewissen Altersgrenze zugänglich gemacht werden soll. Meine Tochter jetzt 1 Jahr werd ich das auch nicht erlauben.
    Meinen ersten Pc hab ich mit 13 bekommen Internet erst mit 17…Jetzt bin ich 22 Ausgelernt als Handwerker und ich kann auch den Hammer mit einer Maus bedienen.

    Patrick Klaus | 29. August 2012 | 23:39 | Antworten
  16. Reden wir über die Verteufelung digitaler Medien, so kann ich ganz und gar nicht zustimmen. Leider haben viele Eltern keinen blassen Schimmer von dem was ihre Kinder am PC so treiben. Daher kann es nur eine Lösung geben. Jeder in unserer Gesellschaft sollte sich über die Möglichkeiten der digitalen Welt informieren und verantwortungsvoll mit den Möglichkeiten umgehen, erziehen usw.
    Wenn ich aber nicht weis was abgeht, kann ich das nicht. Daher bitte unbedingt erst mal schlau machen, bevor man die Dinge wie Computerspiele und Soziale Netzwerke bewertet oder verdammt.
    Natürlich müssen die Kids lernen, mit PC, Smartfone usw. umzugehen. Das brauchen sie fürs heutige Leben. So lang aber das Thema von verschiedenen Generationen bewertet wird, sollten sich alle Beteiligten erst mal entspannen. Also Herr Spitzer, wenn ihnen wirklich etwas an der heutigen Jugend liegt, dann helfen Sie beim Erlernen des Umganges mit den Medien. Das ist viel konstruktiver als eine unsympathische Promotion für das neue Buch. Wir Eltern haben eine Vorbildfunktion. Sie auch. Daher bitte die Regeln für eine kultivierte Diskussion beachten. Ich habe die Sendung mit meiner 19-jährigen Tochter geschaut. Dabei haben Sie ein abschreckendes Beispiel für Sturheit und Intoleranz hinterlassen. Ich kaufe ihr Buch auf keinem Fall!

    Gerd | 30. August 2012 | 00:15 | Antworten

Was sagst du dazu?