Die komplette Sendung vom 22. August zum Nachsehen!
Darf man kleine Jungs beschneiden? Darüber diskutierten: Ali Utlu, Mitglied der Piratenpartei und Ex-Muslim; Serkan Tören, Bundestagsmitglied und integrationspolitischer Sprecher der FDP; Michael Schmidt-Salomon, Philosoph und Mitbegründer der Giordano-Bruno-Stiftung und Julian-Chaim Soussan, Rabbiner in Mainz mit euch! Ihr habt die Sendung verpasst oder wollt die Diskussion noch einmal sehen? Hier gibt es die komplette Sendung für euch:
log in nächsten Mittwoch wieder um 22:20 Uhr mit Manfred Spitzer, Bestseller-Autor des Buches Digitale Demenz.
8 Kommentare | 23. August 2012 | 00:24 Uhr |
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in was für einer verlogenen Gesellschaft leben wir?
Bei uns steht der Tierschutz über dem Menschenschutz!
Bei Hunden ist es verboten, den Schwanz und Ohren zu kupieren.
In der Sendung berief man sich immer auf das Grundgesetz,
jedoch nach eigener Auslegung.
Bei uns ist die Kinderehe nach dem Willen der Eltern verboten.
Die Beschneidung ohne den Willen der Kinder erlaubt?
Das soll gut sein?
Postmoderne und demokratisch-rechtstaatliche Gesellschaft trifft auf archaische Rituale. Das die FDP, CDU, Die Grünen und auch die SPD die Beschneidung leglaisieren wollen, zeigt auf dass es unseren Politikern an demokratisch und rechtsstaatlichen Verständnis fehlt. In einem Rechtsstaat einen Rahmen für Körperverletzung zu schaffen ist schlicht nicht möglich. Der säkulare Staat würde somit aufgehoben werden (weshalb wohl auch die katholische und evangelische Kirche mitmischt).
Warum ausgerechnet die Vorhaut? Beschäftigt man sich mit religiöser Literatur erkennt man sehr schnell, dass die Religionen den Mann auf die Geschlechtsteile reduziert. Katholische Bischöfe, welche nach Kirchenrecht keine Frau haben dürfen, geben dann Tipps zur Ehe und wie der Geschlechtsverkehr stattzufinden hat.
Und wo ist die Grenze? Diese wird im Moment in einem Maß überschritten, was sich jedem demokratischen Verständnis entzieht. Ehrenmorde, Zwahngsheirat und Züchtigung sind auch Teil von religiösen Praktiken.
Ein trauriges Bild unserer Gesellschaft und vor allem der unüberlegten Führungselite
Gerade das Gegenteil ist der Fall. Sie haben ja eben schon beschrieben, dass Körperverletzung nicht zulässig ist.
Fragen Sie aber bei den Juden und Muslimen nach, ob die Beschneidung eine Körperverletzung ist, verneinen diese.
Wenn aber keine Körperverletzung vorliegt, wieso sollte es dann untersagt sein? Andere Eingriffe in den Körper eines Kindes sind ja auch z.B. aus medizinischen (z.B. Impfung, OP) oder ästestischen Gründen (z.B. Zahnspange) möglich.
Die Bestimmung wann etwas eine Körperverltzung ist, und wann eben nicht, können nicht einfach Sie übernehmen.
“mister-ede”, die beschneidung ist DE FACTO eine körperverletzung, wie jeder operative eingriff. diese definition ist bereits geleistet. juden und muslime können dieses geltende recht nicht einfach negieren.
Kinderärzte ins Gefängnis ist dann die Folge? Von der Einwilligung haben Sie noch nichts gehört, und die liegt ja konkludent vor.
Mister Eder…
Sie sollten sich schon mal für eine Position entscheiden. Bisher taumeln Sie bei fasst jedem Thema hin und her und je nach Username und Meinung pendeln Sie von links nach rechts. Hier ein Beispiel: weiter oben argumentieren Sie das die eine Körperverletzung nur dann vorliegt wenn sie auch vom Täter zugestanden wird (Zitat: „Fragen Sie aber bei den Juden und Muslimen nach, ob die Beschneidung eine Körperverletzung ist, verneinen diese.“ Zitat Ende.
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Und hier ganz unten, nehmen Sie plötzlich eine ganz andere Position ein, indem Sie von einer „Einwilligung des Opfers“ zur Verletzung schreiben! Was denn nun? Hin oder her, warm oder kalt, links oder rechts… oder was?
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Sie sollten sich hier nicht mit endlosen Kommentaren hervorheben und lieber mal in Ihrem eigenen Blog was kluges schreiben. Hoffentlich sind bei Ihnen überhaupt Gäste? Wenn ich hier so sehe, sind Sie wohl mehr hier als dort.
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susi
Sie beanspruchen ja die Wahrheit per se für sich.
Dass ich die Selbstbestimmung als Grundsatz sehe, steht sowohl in meinem Blog, als auch hier in vielen Beiträgen zu diversen Themen.
Nur die Selbstbestimmung ist schwierig zu verteidigen, wenn ein Baby noch gar keinen Willen hat.
Was also gut oder schlecht für ein Baby ist, müssen zwangsläufig andere (Eltern, Staat) entscheiden.
Diesen Widerspruch zeige ich sachlich auf, und versuche darzustellen, dass die Argumentation der Eltern beim konkreten Thema Beschneidung nicht objektiv widerlegt werden kann.
Nämlich dass dies ein üblicher Brauch und eben keine Körperverletzung ist. So wie die Taufe ja eben auch nicht zu psyschichen Schäden wegen des Wassers führt.
Zur Sendung: Die Beschneidungsbefürworter haben sich mit bei der Diskussion eigentlich immer mit alten Argumenten eher im Kreis gedreht. Ausnahme wenn Herr Soussan zumindest genau kontrollierte Bedingungen befürwortet. Bei den Beschneidungsgegnern war deutlich, dass so ein Eingriff einfach nicht so sehr auf die leichte Schulter zu nehmen ist wie manche meinen. Es ist doch bloß die Vorhaut? Vor allem wenn Herr Schmidt-Salomon darauf hinweist, dass die Vorhaut 60-70% des sensiblen Gewebes des Männlichen Geschlechtsteils ausmacht, und wenn Herr Utlu von einem Trauma spricht, unter dem er durch die Beschneidung zu leiden hatte, bekomme ich die Meinung, dass es hier nicht mal mehr nur um die körperliche sondern auch um die sexuelle Unversehrtheit geht. Die Formulierung es wäre sexuelle Gewalt gegen Kinder mag zwar wiederum überspitzt und übertrieben sein, aber es ist trotzdem ein körperverletzender Akt im sexuellen Bereich eines Menschen, und das bevor sich dieser seiner Sexualität bewusst ist.
Bei den Befürwortern ist natürlich trotz allem die Tradition und wieder die Tradition unverrückbar, und da fällt dann auch der Name Abraham. Der hat ja seinen Sohn Isaak opfern wollen, aber da hat Gott im letzten Moment gesagt: Nein! Keine Menschenopfer mehr. Was in der Bibel ein absolutes ‘Upgrade’ bedeutet, um diesen Begriff zu verwenden. Dass man dann aber statt dem Kind nur seine Vorhaut opfert, wenn ich da so drüber nachdenk: Kleines Downgrade nach einem großen Upgrade, und irgendwie eigentlich überflüssig.