Enthemmt oder verklemmt? Sind wir oversexed? Diskutiert mit!

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Heute ist die letzte Chance vor der Sommerpause zum mitdiskutieren!

16 Kommentare | 04. Juli 2012 | 20:30 Uhr | Twittern | Facebook

16 Kommentare

  1. Dann möchte ich allen für die Sommerpause auch eine gehörige Portion Mut mit auf dem Weg geben. Mut und Mumm auch dem zu wiedersprechen, was sich Dir und Mir als Zeitgeist in den Weg stellt. Die sexuelle Revolution, ihre Emanzenschwestern und heutige Popikonen überschwemmen im Mantel vermeintlichen Aufklärung leichtgläubige Mitmenschen mit Eigenschaften, deren Wirkung nicht revolutionären – sondern rebellierenden Hintergrund hat. So sollen die knechtenden „Fesseln“ derer gelöst werden, die sich zu Anstand und Moral bekennen. Das lästige Gebot sittsamen Verhaltens soll durch das stückweise Aufbauen in Sünde verharrender Vorbilder bisherige Ordnungen umkehren. Aus Licht wird Dunkelheit und Gut und Anständig sein wird prüde und verklemmt. So… will dann natürlich keine der modernen Mitmenschen stigmatisiert werden und fügt sich ein in das propagierte Dunkel gewissenloser Menschen. Habt Mut euren Nächsten zu widersprechen, widersetzt euch zwielichtigen Vorbildern und zeigt denen die darin noch gebunden sind und ihrer Umwelt signalisieren das sie darunter leiden das Liebe und Nächstenliebe was anderes ist als vulgäre Pornografie.
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    susi

    susi bibelmaus | 4. Juli 2012 | 20:50 | Antworten
  2. Hallo,

    ich glaube, dass Internet einen großen Einfluss auf die Sexualität heutzutage ausübt. Früher war ich süchtig nach Gayromeo. Heute hat es sich etwas aufgrund meiner zweijährigen Beziehung geändert, allerdings gibt es keinen einzigen Tag, an dem ich nicht vor dem Rechner vor (einer )Pornoseiten stehe und nicht nach Reizen suche. Das beeinträchtigt leider auch sehr stark meine Sexualität vor allem innerhalb meiner Beziehung. Natürlich liegt es auch an mir, dass ich danach süchtig geworden bin, aber dieser Suchtpotenzial wird meines Erachtens die ganze Zeit von den Werbungen bzw. in der Medien ausgenutzt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Caio

    Caio Haffer | 4. Juli 2012 | 21:11 | Antworten
  3. Das “oversexed” ist doch ein Mythos. Nur weil Erotik im Alltag und den Medien stattfindet oder sich manche mehr oder weniger bewusst aufreizend kleiden und verhalten ist die Gesellschaft nicht “oversexed”. Früher wurde damit möglicherweise zu verklemmt umgegangen und deshalb wirkt der an sich natürliche Umgang mit Sex für manche im Kontrast unangemessen. In die Öffentlichkeit getragen wird so ziemlich alles. Wer damit ein Problem hat Brüste zu sehen, der sollte sich vielleicht selbst hinterfragen.

    Zu Pornos: Solange alles freiwillig geschieht, wo ist das Problem? Außerdem stehen bei weitem nicht alle Frauen auf “feministischen/Frauenporno-”Sex. Bestimmte sexuelle Praktiken muss man nicht mögen, aber sie sind bestimmt nicht per se frauenfeindlich.

    HTC_Freak | 4. Juli 2012 | 21:14 | Antworten
  4. Aus welchem Grund sollte man über sex reden? Was hat es jemanden anzugehen wie ich mich mit meiner freundin anneinanderschmiege und [...]
    Gut das Sex weiterhin Tabuthema ist.

    [Anm.d.Red.: Bitte sachlich diskutieren.]

    Ruderbursche | 4. Juli 2012 | 21:16 | Antworten
  5. Bis heute werden Menschen wegen sexueller Identität diskriminiert, ist die Information der breiten Öffentlichkeit bestenfalls lückenhaft und weitgehend auf Vorurteilen gegründet. Wenn alle Menschen ihre sexuelle Identität und Orientierung ohne Vorurteile und Angst vor Diskriminierung leben können, erst dann ist die Aufklärung über die Sexualität ausreichend und Toleranz und Akzeptanz der Gesellschaft, wie sie per Grundgesetz eigentlich jedem Menschen zugesichert wird.
    Ausreichend Sachinformation ohne Polemik und zu viel nackte Haut bringt mehr als Überflutung mit dem 1001. Porno.

    marcopolo | 4. Juli 2012 | 21:17 | Antworten
  6. Alle Ihre Gäste sprechen Wahrheiten aus, daher finde ich Ihre polarisierende Abstimmung ja/nein unglücklich, Sie sollten immer ungerade AntwortOptionen wählen.

    Zudem ist das anonyme im Umgang mit Sexualität, das ‘nicht kommunizieren”, ich meine das ernsthafte nicht das heischende, ein riesen Problem. Watzliwik weiss, man kann nicht nicht kommunizieren, deshalb schürte ein Schweigen meisten nur Missverständnisse und Unsicherheiten.

    Offenheit und dies Verantwortlich, jeder sollte seine eigene Grenze im Umgang im Gespräch über Sexualtität finden und die anderer wahren.

    Nikolaus H. | 4. Juli 2012 | 21:20 | Antworten
  7. wenn die meisten menschen so prüde sind durch die versexualisierung der gesellschaft – warum waren die menschen im mittelalter denn auch prüde? im 19ten jahrhundert? und und und?

    jen | 4. Juli 2012 | 21:26 | Antworten
  8. Mich regt der Kommentar von Lady Bitch Ray, sie würde den Männern zeigen wie Frauen ES mögen! Wie kann eine Frau wissen, wie Millionen Frauen es mögen? Jede ist unterschiedlich und hat verschiedene Vorlieben, dank so “offenen” Frauen wie sie wird Sex in Pornos und dann im Bett so lieblos und teilweise gewaltätig vollzogen, weil Männer glauben so müsse man Sex machen! Dadurch wird Sex entzaubert, vielen Dank!

    Nancy | 4. Juli 2012 | 21:36 | Antworten
    • lady bitch ray glorifiziert sex um ihre pornographischen lieder zu verkaufen

      Ruderbursche | 4. Juli 2012 | 21:42 | Antworten
  9. Der Drang nach Befriedigung (auch nach sexueller) ist im Menschen von Beginn an tief und fest verwurzelt. (Sigmund Freud)
    Ich denke, dass diese Welle an öffentlichem “Kommerz-Porno” (z.B. in der Werbung) und auch der allgemein verfügbare Hardcore-Inernet-Porno die Leute überflutet.
    Dieser innere Trieb wird heut zu Tage an jeder Ecke bedient und gewöhnt den Menschen von heute an ein unrealistisches Bild. Und nicht nur das: es kann auch gefährlich sein, wenn Triebtäter ständig die Versuchung vor die Nase gehalten wird!

    Elli | 4. Juli 2012 | 21:51 | Antworten
  10. Ich bin Bj. 1956 und Aufklärung oder Gespräche über Sex waren absolut Null ! Bis zum 13 Lebensjahr habe ich Brüste immer mit Tüten bezeichnet, weil mir keiner sagen konnte, was, wo für usw. . Mit 14 Jahre dann in die Lehre in einen großen Betrieb und dort langsam mit allem konfrontiert worden. Mit 19 geheiratet und meine Frau war leider zu katholisch. Mein Sexleben ist so selten abgelaufen, das ich das heute sehr bedauer ! Mit der Zeit über Pornohefte und Videos, Praktiken gesehen, die mich sehr überrascht haben. War so gehemmt, das ich bis heute keine Frau ansprechen kann, um diese kenen zu Lernen ( liegt da drann, das Sex früher als großes Tabu angesehen wurde ).
    Mit den Jahren dann in eine ganz falsche Richtung gekommen.
    Ich stand schon seit meiner Kindheit auf Damenunterwäsche, aber meine Frau wollte da von nichts wissen. So bin ich nach der Einführung von Internet zu Männerbekantschaften gekommen, die das gleiche Lieben, wie ich. Heute bin ich geschieden, Bi veranlagt und heimlicher Damenwäscheträger. Wenn ich heute im www sehe, wie viele Männer das gleiche Problem erleben,muss ich sagen, das früher vieles fehl gelaufen ist, weil alles als Tabu Klassefiziert wurde.
    In andere Richtung würde ich heute Kinder im Alter bis zu 12 Jahren nicht imm www alleine Rum suchen lassen, weil dann die Auswirkungen noch viel schlimmer im weiteren Leben verlaufen wird ! Da sehe ich ein schreckliche Zukunft auf uns zu kommen !
    Das Wort Liebe kenne ich nur aus Schlagern und habe es nie erlebt und habe auch keinen Bezug da zu mehr gefunden.
    Meine Meinung : früh und gut Jugentliche aufklären, mit Lebenspartner ausführlich über Wünsche reden und auch praktizeren.
    Für mich habe ich den Eindruck, das ich ein ständiges Verlangen habe, es aber anscheinend keine Frauen gibt, die Spaß an Sex hätte !?
    Wo sind die nur ? Also werden im Leben noch viele unerwünsche Träume nur geträumt und nicht erlebt !
    Heute mit 56 Jahren frage ich mich, wie ich noch je eine Frau kennen lernen könnte ? Da bleiben anscheinend nur Singelbörsen in Frage zu kommen mit sehr geringem Erfolg !??
    Nette Grüße von Bert

    Bert | 4. Juli 2012 | 21:53 | Antworten
  11. Sex hat keine Richtlienien, denn es hat ein breites Sortiment wie das leben.
    Es ist die sache jedes einzelnen Menschens, da kann auch nicht die Dame in Rot oder der Herr im Sacko etwas vorschreiben oder über andere zu urteilen.

    Erol | 4. Juli 2012 | 21:53 | Antworten
  12. Ich denke Sex ist eine ganz persönliche Sache, gerade weil jeder Mensch doch unterschiedliche Bedürfnisse hat. Durch eine solche Diskussion wird die Illusion geschaffen, dass Sex etwas ist was einer Norm entsprechen muss. Ich denke, dass es vollkommen ausreichend ist Kinder so aufzuklären, dass sie wissen was Geschlechtsverkehr ist, was die Gefahren sind und wie sie sich schützen können. Warum ist es schlecht, wenn die Jugend sich selbst und ihre Gefühle erforschen muss? Ich bin der Überzeugung das dadurch die Persönlichkeit viel stärker reift als durch die eine Aufklärung bis ins Detail.

    Die Wirkliche Aufklärung sollte zudem durch die Eltern erfolgen. Gerade Eltern haben doch häufig Schwierigkeiten mit ihren erzieherischen Aufgaben und sind immer froh, wenn sie die Verantwortung auf Institutionen abwälzen können. Dann ist es natürlich auch einfach, mit den Fingern auf jemanden zu zeigen und zu sagen “Du / Ihr seid schuld!”

    Für mich steht weiterhin fest, dass Pornografie zu einer Verrohung führt. Besonders junge Männer sind dafür empfänglich und setzen sich unter Leistungsdruck. Wir sollten wieder die Liebe mehr in der Vordergrund stellen und weniger die sexuellen Begierden. Sex wird generell überbewertet. Es ist und bleibt die schönste “NEBENSACHE” der Welt.

    SamsonBB | 4. Juli 2012 | 21:56 | Antworten
  13. Kinder die zu früh mit Sex, Pornos usw konfrontiert werden, sind doch Kinder die von ihren Eltern vernachlässigt werden!
    Woher haben diese Kinder sonst die Zeit und Möglichkeit ungestört sich damit zu beschäftigen.
    Ein 8 oder 9 jähriges Kind wird bestimmt keine Pornos bei Freunden schauen wenn sie in einem vernünftigen Umfeld aufwachsen. Aber was man in den Medien hört was bei Jugendämter alles durchgeht, wo Drogensüchtige Eltern mit ihren Kindern zusammenleben, die Eltern alles machen um an Drogen zu kommen und die Kinder alles miterleben.Aber da muß man bei der Politik und den Behörden anfangen, allerdings ist es das gleiche wenn ich im Keller mit nem Kohleberg rede der wird genausoviel ändern!

    gast54321 | 4. Juli 2012 | 21:57 | Antworten
  14. Ein guter Start für dieses Thema in ihrer Sendung. Es ist aber noch ein längerer Weg, die richtigen Schwerpunkte zu setzen, damit sie auch von Erfolg gekrönt ist.

    Die großen Soziologen und weitblickenden Analytiker, wie der außergewöhnliche Wilhelm Reich (abtrünniger Schüler Sigmund Freuds) einer war, wussten sehr genau, dass Sexualität deshalb immer schon tabuisiert worden ist, weil mit der Unterdrückung des Geschlechtstrieb Institutionen wie Kirche, Staat, Schule und auch Eltern, etc. Menschen / Kinder gefügig machen konnten. Die Figur “Wilhelm Reich” hätte unbedingt in Ihrer Sendung erwähnt werden müssen, weil Reich der Sexual-Aufklärer des 20. Jahrhunderts überhaupt gewesen ist. Statt immerzu Freud zu zitieren, sollte sich die Welt lieber mit dem Werk Reichs auseinandersetzen, dann wären Sendungen wie Ihre obsolet, denn Sie versuchen das Rad gerade neu zu erfinden. Im Werk von Reich finden Sie alles schwarz auf weiß bin ins kleinste Detail vorgekaut, wir müssen es nur noch in eine Sprache der Gegenwart übertragen. Die Tatsache, dass Liebe oft von Sex getrennt wird, hängt meist damit zusammen, dass die Menschen gar nicht mehr wissen was Liebe ist weil Sie so wenig vorgelebt wird. Oft endet “Liebe” in einem pathologischen Suchtverhalten, dem Wunsch mit dem Partner eins zu sein. Wer aber mit dem anderen bewusstlos verschmilzt hat keine eigenen Konturen und Grenzen mehr, die Grundlage für das Scheitern vieler Beziehungen, weil genau hier die Individualität verloren geht, weil wie es Kinder um ihr Überleben tun, nämlich ihre Grenzen mit denen der Eltern verschmelzen, um es ihnen recht zu machen und geliebt zu werden. Aus diesem kindlichen Verhalten können sich die meisten Er-wachsenen nicht aus eigener Kraft ent-wickeln, denn sie sind in die alten Strukturen ihrer Kindheit ver-wickelt.
    Wir müssen zu einem ernsthaften analytisch/soziologischen Diskurs zurückfinden und einige wichtige Grundsätze erstellen, die aber immer variabel bleiben müssen, sonst werden sie starr und Sexualität mit ihnen. Die Sexualökononmie von Wilhelm Reich bietet dazu hervorragende Ansätze. Aufklärung ist sicherlich wichtig, doch darf Aufklärung nicht kategorisieren, noch bevormunden, noch der Aufklärer den Aufzuklärenden kein starres Werteschema überstülpen, diese Gefahr besteht aber leider und so wird es heute praktiziert. Da kaum jemand mehr eine eigene selbst gebildete und differenzierte Meinung zur Sexualität hat, weil er in diesem Thema unbeholfen ist, nimmt er die öffentliche Meinung an und simuliert, diese zu vertreten aus Angst als hinterweltlerisch zu gelten. Leider enthält genau diese öffentliche Meinung über Sexualität fast nur die Mythen über sie selbst, die sich im Laufe der letzten 100 Jahre gebildet und gehalten haben. Ein offener und enttabuisierender Umgang mit dem Thema ist daher von größter Wichtigkeit für die geistige und körperliche Gesundheit unsere Gesellschaft. Ebenso wichtig ist die Differenzierung zur meist seelenlosen Pornografie, in der der Mensch zur Ware für den Konsumenten wird und Konsument und Objekt verdinglicht werden. Auf dieser Grundlage kann aber langfristig niemals eine funktionierende Gesellschaft aufbauen.

    Daher darf Aufklärung als Heranführung verstanden werden neue Aspekte kennenzulernen. Dem Individuum sollten dabei sowenig Beschränkungen wie möglich und nur diese die unbedingt nötig sind, auflegt werden. Die Grundlagen für Sexualstörungen liegen in fast allen Fällen in der Kindheit begründet, kein gesunder 50-jähriger bekommt aus heiterem Himmel Probleme, wenn er sie nicht schon früher hatte. Daher ist unser Augenmerk auf die Kinder zu richten. Hier ist aber mit größtmöglicher Behutsamkeit vorzugehen. Hier bietet die in den 70er Jahren leider gänzlich missverstandene antiautoritäre Erziehung, die von Alexander Sutherland Neill in der Schule Summerhill begründet wurde, ebenso alle Mittel. Reich und Neill bieten das ganze Spektrum für eine gesunde und glückliche Gesellschaft. Die Tatsache, dass wir immer wieder das Rad neu erfinden wollen, zeigt mir, wie wenig das Bestehende wertgeschätzt wird.

    Nikolaus H. | 5. Juli 2012 | 08:27 | Antworten
  15. Ich denke, dass man einige Jugendliche als “oversexed” bezeichnen kann. Die Medien und vor allem das Internet sorgen für eine solche Überreizung. Fast jeder 12-jährige hat schon einmal einen Porno gesehen. Der Zugang ist durch das Internet sehr leicht geworden. Die Sexualaufklärung müsste von Schulen und Eltern viel umfassender beschrieben werden. Man sieht einfach schon zu viele 14-jährige, die mit einem Baby im Bauch herumlaufen.

    [Anmerkung der Redaktion: Das ZDF ist für den Inhalt externer Links nicht verantwortlich!]

    Gabriele | 30. August 2012 | 09:45 | Antworten

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