Energieeffizienz als Heilsbringer
Hans-Jürgen Beerfeltz (FDP) diskutiert am
13. Juni, ab 20:15 Uhr bei log in. Er ist Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Beerfeltz sagt: “Wir müssen alles daran setzen, die vorhandenen Ressourcen effizient zu nutzen.” Jede Investition in mehr Energieeffizienz in Entwicklungsländern sei eine Investition in die Zukunft dieser Länder, “sie sorgt für Energiesicherheit, trägt zum Klimaschutz bei, schafft Arbeitsplätze und hilft damit im Kampf gegen die Armut”. Wichtig findet Beerfeltz, Unternehmen zu beteiligen: “Das BMZ setzt sich dafür ein, dass Unternehmen gerade auch in Entwicklungsländern durch ihr Engagement für nachhaltige Entwicklung Verantwortung übernehmen und entsprechende marktwirtschaftliche Anreize erhalten.” Nur so könne eine moderne Ökonomie verwirklicht werden. Von der Konferenz Rio+20 erhofft er sich einen entscheidenen Schub für eine solche nachhaltige Wirtschaft.
Beerfeltz (Foto: Liberal Verlag) diskutiert mit Bärbel Höhn (Bündnis 90/ Die Grünen) und Umweltaktivist Daniel Boese bei log in am Mittwoch, den 13. Juni, um 20:15 Uhr.
Ihr habt Fragen Beerfeltz? Stellt sie hier! log in braucht Eure Fragen für die log in-Livesendung! Welche Ziele sollte Deutschland in Rio einfordern? Wie findet Ihr es, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht zum Gipfel fährt?
UPDATE 11. Juni 2012: Dirk Niebel (FDP) hat kurzfristig abgesagt, nach Auskunft seines Ministeriums: “wegen wichtiger Termine.”
16 Kommentare | 09. Juni 2012 | 07:00 Uhr |
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Ach Herr Niebel, den entscheidenden Schub wird diese Welt erst dann machen, wenn die schlechten Regierungen abgesetzt sind.
Und damit ist ausnahmsweise mal nicht die schrecklich nette schwarz-gelbe Familie gemeint, sondern die wirklichen Tyrannen.
Ich will aber eigentlich gar keine Diskussion zum Thema Entwicklungshilfe mit dem derzeitigen Minister. Nach den verschieden Presseberichten wirken Sie auf mich einfach unglaubwürdig. In diesem Zusammenhang macht natürlich auch ernaut mein satirischer Mitliedsantrag Sinn.
http://www.mister-ede.de/4-fun/satirischer-mitgliedsantrag/899
[Anm.d.Red.: Das ZDF ist für den Inhalt externer Links nicht verantwortlich]
“Und damit ist ausnahmsweise mal nicht die schrecklich nette schwarz-gelbe Familie gemeint, sondern die wirklichen Tyrannen.”
//sign.
Was bringt er aus dem Basar Brasilien für günstige Schnäppchen mit. Was langes mit Beinen bis zum Himmel? So einen angeschlagenen Minister, der ja jede Stunde vorher schon von einem ihm eigen Politikerdeo umhüllt war, Deutschland noch in der Welt zu vertreten der Hauptskandal der Nichführung Merkel. Röttgen musste gehen und das Übel dar weiter bleiben.
Der Skandal ist doch nicht nur der hinterzogene Zoll, für einen Minister eine nicht entschuldbare Fehlleistung sondern ein Rücktrittsgrund.
Politische Verantwortung hieß dies einst, als der Staat nicht nur die persönliche Beute war, sondern ein Konstrukt dem man diente.
Der 2. Skandal an dem fliegenden Teppich ist doch, dass Niebel nur einen Bruchteil (1.000 € für mindestens 9 qm) für dieses Teppichmonster bezahlt hat, also seine Stellung, seine vertretene Leistung für das Land zu seinem Vorteil nutzte.
Vorteilsnahme nennt die das Recht im Korruptionsbereich.
Auch dieser Teil ist in die Bewertung ein zufließen.
Wann fordern die Grünen, die Roten den Rücktritt oder ist für die nur peinlich, dass einer der Ihren nur so blöd war, das Allgemeinverhalten mal wieder offen zulegen, da er sich sogar des BND zum SCHMUGGELN bediente.
Diese FDP braucht wirklich keiner.
Korr.: “Langes” “eigenen”"darf”
“Politische Verantwortung hieß dies einst, als der Staat nicht nur die persönliche Beute war, sondern ein Konstrukt dem man diente.”
Guter Satz, kann ich so unterschreiben.
Ja, wenn in steuerfinanzierten Botschaften, Teppiche verkauft werden zum Privatgebrauch für “Staatsdienende” Minister und diese Güter dann dem BND als offizielles Staatsgeschenk zum Transport mitgegeben werden, damit es am Zoll vorbeigeschmuggelt werden kann, ist dies selbstverständlich ein Rücktrittsgrund von einem Ministerposten, dessen Haus die FDP ja eigentlich schon längst hätte abschaffen wollen.^^
Was will Hr. Niebel in Rio? Seine Wohnungseinrichtung vervollständigen? Oder will er etwa anderen Nationen erklären, wie man sich richtig und korrekt verhält (zum Schutz der Umwelt)?
Wenn der Teppichskandal sich ausweitet, kommt der Niebel sowieso nicht in die Sendung, oder ihr müßt den halben Chatroom zensieren, wetten?
Gruß
Hugo
PS:
Ja, die Merkel sollte hinfahren. Sie gibt doch auch sonst gerne Erklärungen ab, aus denen dann nichts wird.
Klimakanzlerin? Darüber lache ich schon lange nicht mehr…
Wie halten Sie es mit der Kinderarbeit, denn
als Entwicklungs “Hilfe” Minister die Kinderarbeit verhöhnen, zum Schnäppchen Preis.
Als Trophäe in den eigenen 4 Wänden, das Leid auf dem Boden und er trampelt darauf rum, nie vergessen, diesen Rechtsbruch und die Unvereinbarkeit mit seinem Amt.
Wenn er nicht fällig ist wer dann.
Die Mitarbeiter in seinem Ministerium, die Heimgesuchten vom FDP-Filz haben es verdient.
Schönes Thema eigentlich, aber hier wird wohl über Teppiche geredet.
Vielleicht schreibe ich eine Abhandlung über die Kunst des Teppichknüpfens…
Aber nicht in Kinderarbeit!
Zum Thema Klima und Klimawandel habe ich verschiedene Beiträge auf meiner Homepage geschrieben.
Den Temperaturanstieg kann man wohl kaum leugnen, man kann aber natürlich die Ursachen hinterfragen.
http://www.mister-ede.de/category/natur
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Ich empfinde die deutsche Umweltpolitik als grandios und enttäuschend zu gleich.
Wenn ich mir anschaue, wieviel hier in Deutschland für die Umwelt gemacht wird, dann glaube ich, dass Deutschland hier Vorreiter ist. Auch wenn manchmal wohl über das Ziel hinausgeschossen wird, bin ich trotzdem froh, dass eine solche Bewegung existiert und sich der Umweltgedanke in der Gesellschaft manifestiert.
Auf der anderen Seite bin ich der festen Überzeugung, dass wir noch wesentlich mehr erreichen könnten.
Eine stärkere Besteuerung von Energie und dafür andere Steuern reduzieren, den Haushalt auszugleich, oder gar die Sozialbeiträge stärker mit Steuern finanzieren.
Die Abschaffung des ermäßigten MwSt.-Satzes. Neben allgemein positiven Effekten würde auch die Verschwendung von Lebensmitteln und vor Allem die Umweltauswirkungen der Fleischproduktion besser berücksichtigt.
In Kuhställen sollten die klimaschädlichen Gase durch Filter abgefangen werden, oder die Forschung der CO²-Umwandlung mittels Bakterien oder Kleinstlebewesen verstärkt werden. Man könnte z.B. mit einem Gesetz der Industrie auferlegen, bis 2020 mindestens 25% der Klimaschädlichen Gase bei der Energieproduktion umzuwandeln.
Hier halte ich den Weg der CO²-Zertifikate zwar für noch besser als feste Verbote, aber die EU sollte ein eigenes System aufbauen und nicht die Zertifikate aus der Dritten Welt einkaufen. Europa sollte sich einer gemeinsamen ökologischen Verantwortung bewusst sein. Flüsse fließen quer durch den Kontinent, da sollte jeder sein möglichstes zum Schutz beitragen. Auch Radioaktiver Fall-Out ist keine Sache von einigen Quadratkilometern sondern eine Existenzbedrohung für ganz Europa.
Umwelttechnisch ist die EU aber nur ein bürokratisches Monster. Wenn wir alleine an die Belastung der Böden in Deutschland durch Düngemittel denken, dann kann man erahnen, welche Widerstände gegen eine sinnvolle Umweltpolitik stehen.
Wichtiger Termin…
…beim Steuerberater.
Schönes Video: Klima ist ein “nicht lineares chaotisches System” – so zu tun als könne man es mathematisch stellt eine göttliche Anmaßung dar. Wer behauptet genau zu wissen, welchen genauen Effekt Methan, CO2 u.a. aufs Komma genau haben werden, der lügt. Sind wir von der Politik was anderes gewöhnt? Das einzige, was wir wissen, ist doch dass wir nichts wissen; alles andere ist Spekulation. Mit Spekulationen sollte man keine Gesetze machen sondern alle Hebel in Bewegung setzen sich erst mal ein panikfreies und rationales Bild zu machen. Von Angst und Hysterie getriebene Politik war noch nie gut.
Link zum Video: http://youtu.be/96fU1kDsqaI
lg
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Schade, dass ich am Mittwoch schon am Strand liege
)…. ich wünsche euch eine tolle Sendung. Urlaub muss auch mal sein, selbst für überarbeitete Freizeit-Bloggerinnen
<3
Ich find diese Debatten in Deutschland sehr ideologisch, fast als ginge es um Religion oder so. Ich selbst merke immer, wie man sich als kleiner Erdenbürger an die Situation anpasst. Ich komme aus Kamerun, dort muss man mit allem sparen, weil nichts im Überfluss vorhanden ist.
Hier muss ich auch sparen, man konsumiert, lebt und handelt im alltäglichen Leben aber schnell wie alle Anderen. Trotzdem darf man die Welt drumherum nicht vergessen und jeder sollte etwas tun. Die Politik muss das große Ganze regeln. Wir müssen sie dabei kritisch begleiten. Jeder soll aber auch im Kleinen sich engagieren und helfen.
Ich engagiere mich an der Uni Kassel bei “Ingenieure-ohne Grenzen Regionalgruppe Kassel.” Wir möchten Brunnen in Dörfern im Westen Kameruns bauen. Jeder der kann sollte sich irgendwo für andere Menschen, die Umwelt oder Tierwelt einsetzen, nur so ist gewährleistet, dass die Veränderung nicht Top-Down von unten kommt, sonder auch von der Basis nach oben geht, im gegenseitigen Austausch. Resignation und ins eigene Leben zurückziehen bringt nichts.
Sehr geehrter Herr Beerfeltz, ich halte Ihren Ansatz mit der Energieeffizienz für ziemlich hanebüchen.
Sie setzen bei der Produktion an, aber das ist die völlig falsche Sicht. Sie müssen Entwicklungshilfe strikt vom Konsum her denken. Am Ende geht es nämlich nur um den Konsum, der die Wirtschaft treibt.
Was Sie machen ist grenzt an Volksvernebelung!
Im Prinzip fördern Sie mit Ihrem “Effizien”-Getöse – die kostengünstige Produktion der im Westen konsumierten Güter.
Es muss darum gehen, in den Ländern die wirtschaftlich abgehängt sind, Güter zu proudzieren, die entweder den heimischen Konsum bediene, oder den ausländischen.
Solange aber Nahrungsmittel in Europa mit Zoll belegt sind, grenzen Sie die Länder aus, die im wesentlichen auf Agrarprodukte fokussiert sind. Wenn wir den Konsum von Gütern aus dem Ausland beschränken, dann wird es den ärmeren Ländern niemals möglich sein, westlichen Standard zu erlangen.
Die Politik der rechten, konservativen Regierung besteht und bestand immer in der Ausbeutung. Ob die Ausbeutung der Arbeitnehmer (kein Mindestlohn), Ausbeutung der dritten Welt (Zollpolitik), Ausbeutung der Schwachen (Rentenkürzung für Bankenrettung).
Daher hoffe ich sehr, dass sich in Europa das soziale Gesicht Frankreich durchsetzt und nicht die preußische Marschmusik.