Mutti allein zu Haus: Gehören Kinder in die Kita?
“Mein Kind gehört zu mir” – meint zumindest die CSU und pocht auf das im Koalitionsvertrag beschlossene Betreuungsgeld. Die Familie als glückbringender Hort für die Erziehung der Kleinen. Von wegen – sagen die Kritiker und pochen auf den Ausbau der Kitaplätze. Über 100.000 Plätze fehlen noch, um das Versprechen einer bundesweiten Versorgung zu gewährleisten. Jetzt reicht’s, sagt die Kanzlerin und meint damit nicht die Kinderbetreuung, sondern den Streit in der Regierung. Kitabetreuung oder Erziehung daheim? Was ist besser für Kinder und Eltern?
Die Diskussion bei log in am 30. Mai, ab 21 Uhr, live auf ZDFinfo und im Livestream. Diskutiert jetzt schon mit! Stellt Eure Fragen und postet Eure Kommentare hier im Blog, bei Facebook, StudiVZ und Twitter.
Alle Fragen, Kommentare, Diskussionsbeiträge die vor und während der log in-Sendung gestellt werden, haben die Chance von Moderatorin Jeannine Michaelsen in die Sendung gebracht zu werden!
26 Kommentare | 25. Mai 2012 | 15:22 Uhr |
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Ich habe selbst keine Kinder, deshalb kann ich nur die Sicht eines “Aussenstehenden” hier schreiben.
Obwohl meine Mutter erst wieder arbeiten ging, als mein Bruder und ich etwas älter waren, bin ich in meiner Heimatstadt damals in den Kindergarten gegangen.
So wie jeder eigentlich, soweit ich das wahrgenommen habe.
Dies war jedoch Ende der 70er in einer Kleinstadt, als “die Welt noch in Ordnung schien”.
Ich habe das damals nicht als Bildung wahrgenommen, aber wurde selbstverständlich gebildet, bekam Kontakt zu anderen Kindern, die nicht in der direkten Nachbarschaft wohnten und war dort auch mit Einzelkindern zusammen, denen dies in Bezug auf ihr Sozialverhalten glaube ich sehr gut tat.
Soviel zu der Bereicherung für die Kinder.
In einer Zeit in der Viele alleinerziehend sind, beide Elternteile arbeiten müssen, aus beruflichen Gründen Viele weit weg von den Großeltern leben, ist ein ausreichendes Kitaangebot absolut notwendig!
Da die Politik heute aber nichts Entscheidenes mehr auf die Reihe bekommt, wundere ich mich nicht, daß auch das versprochene Kitaangebot nicht ausreichend ist.
In diesem rohstoffarmen Land ist es unbedingt notwendig Bildung von der Kita bis zur Uni kostenfrei anzubieten.
In großen Firmen sollte es zusätzlich Betriebskitas geben, damit die Mütter, und ja selbstverständlich auch die Väter, ihre Kinder in der Nähe haben, sich unnötige Fahrtwege sparen, und von Arbeitsbeginn bis zum Feierabend ihre Kinder sicher aufgehoben wissen.
Firmen mit Betriebskitas sollten vielleicht auch steuerlich etwas entlastet werden, um einen Ausbau in diesem Bereich zu fördern.
Zu staatlichen Programmen kann ich nur sagen, daß wie in der Wirtschaft, auch in der Politik mehr “Köpfe rollen” sollten, wenn Vorgaben, Versprechen und Durchsetzungen nicht oder nicht ausreichend stattfinden.
Die Herdprämie ist natürlich Schwachsinn, weil sie ein Verzicht auf eine staatliche Leistung belohnt, anstatt mit diesem Geld mehr Plätze zu schaffen.
Würde ich für alles Geld bekommen, was ich an staatlichen oder staatlich gefördeten Leistungen nicht in Anspruch nehme, wäre ich ein reicher Mann.
Wo sollte dies dann enden? Gebe es auch Geld, weil ich selten in die Oper gehe, oder weil ich kein Auto habe (weil in einer Großstadt lebend) und deshalb die Strassen nicht benutze?
Also “Betreuungsgeld” nicht einführen, Geld in die Kitas stecken, bessere Bildungschancen auch für Jungs bieten und von der Kita bis zur Uni alles gebührenfrei machen !!!
Trotzdem sollte es anders als bei der Schulpflicht keine Kitapflicht geben.
Gruß
Hugo
PS:
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Ah ok Danke, dies beantwortet auch meine an anderer Stelle gestellte Frage.
Meine Mutter war immer zu Hause und für mich und meinen Bruder da. Ich finde es wichtig, dass zu Hause eine Mutter wartet, wenn das Kind aus der Schule nach Hause kommt. Vor allem aber Kleinkinder brauchen die eigene Mutter sehr; so ist das halt beim “Tier” Mensch. Jetzt bin ich “groß” und meine Mutter arbeitet, vorsicht kein Witz, als Tagesmutter und passt auf Kinder anderer Leute auf, die lieber Arbeiten gehen. Meine Mutter arbeitet als Tagesmutter aber auch in Familien, die mit der Erziehung einfach überfordert sind; dort hilft sie mit und erstattet dem Jugendamt bericht.
Ich erachte Kindererziehung als eine unbezahlbare Leistung. Es ist ein Knochenjob, Vollzeit, ohne Gewerkschaft und ohne Lohn. Die eigene Mutter ist meiner Meinung nach die Beste Betreuung für ein Kleinkind, aber auch ein Schulkind. Daheim lernt man was fürs Leben, man bekommt Werte vermittelt und ist nicht anderen Leuten ausgeliefert. Wenn ich selbst ein Kind habe, dann möchte ich auch selbst für es da sein. Der Beruf “Mutter” ist der wohl wichtigste Beruf der Menschheit. Zur Besseren Vereinbarkeit “Beruf und Familie” gibt es vom Familienministerium diverse Programme und Zertifizierungen. Mit diesen Maßnahmen können Mütter sich um ihr Kind kümmern und weiterhin, modifiziert beim Arbeitgeber beschäftigt bleiben. Solche Programme sind sicherlich auch Auswahlkriterien für all die begehrten Fachkräftinnen, die ja bekanntlich überall fehlen. Die Betriebe müssen es möglich machen! Der Staat darf sich gerne raushalten, muss aber dewn Beruf Mutter besser anerkennen – auch in der Sozialversicherung. Eine Herdprämie würde ich nicht wollen; sowas bringt nichts.
lg
Ich möchte den eigentlichen Hintergrund mal von einer anderen Seite beleuchten. Im Rahmen einer europäischen Gleichstellung nicht nur von Währungen, auch von allen anderen wirtschaftlich-sozialen oder arbeitsrechtlichen Belangen, ist das noch augenblickliche Nebeneinader laufen verschiedenster Sachzwänge und Gesetze hin zu einheitlichen EU-Normen auch im Wunsch einer frühzeitigen Beeinflussung heranwachsender Kinder zu bemerken. Ein unter dem Begriff „Gender-Mainstreaming“ im Amsterdamer Vertrag von 1999 verankertes Konzept mit der bezeichnenden Zielsetzung einer „Gleichstellungspolitik der Europäischen Union“ beschreibt jene Projekte- Maßnahmen und Einzelschritte, deren Zug um Zug in der frühzeitigen herausnähme unserer Kinder vom geborgenem Elternhaus, von Mutti und Vati, einzuleiten sind um die neuen Werte einer europaweit ethischen Harmonisierung nicht den Unzulänglichkeiten des Elternhauses zu belassen sondern staatlich gefördert zu gewährleisten. Hier… in diesem Programm der frühkindlichen Wegnahme aus dem Elternhaus in staatliche Observationen, sind dann auch alle Einzelheiten der kontrollierten Erziehung unserer Kleinen festgeschrieben. So sollen sie dort schon früh lernen das alle dieselben Chancen haben (aus dem jetzt noch parallel laufenden Projekt Chancengleichheit und Migration) und auch in den frühen Genuss auch aller anderen Harmonisierungen, spricht Gleichmacherei, kommen.
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Für Europa sicher ein guter Schachzug, sich der kleinen zu bemächtigen. Uns Erwachsene brauchen sie nicht mehr umzuerziehen, nur wenige lassen sich noch was vormachen. Die kleinen aber, deren Eltern nicht zugetraut wird verantwortungsvoll mit ihnen und dem bisschen Geld dass es dafür vom Staat gibt umzugehen, wird alle Aufmerksamkeit angetragen um sie so früh als möglich in einem immer unfreier werdenden Europa unter Kontrolle zu bringen. Daher, die Eile- der Drang und der Druck… um unsere Kinder.
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susi
@susi so sehe ich das auch. “Nur Sklaven sind gleich”. Ich kann hier von finanzieller Seite noch was bringen: Die Deutschen lieben ihr Bargeld; die sogenannte Geldkarte kommt nicht wirklich gut an. (Das ist eine Funktion von EC-Karten, wo man prepaid Geld “draufläd”, für kleinere Bezahlungen). Die Deutschen bezahlen Kleinbeträge nicht mit Karte – den Banken wäre das aber sehr recht, denn Bargeld soll abgeschafft werden. Weil es bei den Erwachsenen nicht klappt macht man jetzt folgendes: In Schulkantinen kann das Essen künftig nur noch mit Geldkarte bezahlt werden – für die Automaten werden großzügige Förderungen bereit gestellt. Unsere Kinder gewöhnen sich damit daran, auch kleinere Beträge mit virtuellem Geld zu bezahlen. Wer nicht mitspielt hat nichts zu essen.
Das einzige was man in dem Zusammenhang George Orwell vorwerfen kann, ist dass er so unglaublich untertrieben hat.
lg
Das fällt m.E. wohl unter die vollständige Ökonomisierung der Gesellschaft.
Wieso sollen kleine Kinder überhaupt Geschäfte abschließen müssen, um essen zu dürfen?
Kantinenessen für Schulkinder sollte der Staat vollständig, also auch die Kinderlosen, bezahlen.
Schließlich bezahlen diese Kinder später auch ihre Rente.
Oder aber das Kantinen-Geld sollte über die Steuererklärung, je nach Einkommenshöhe der Eltern bezahlt werden.
Meiner Meinung nach, gibt es durchaus Bereiche die man ökonomisieren könnte, weil sie dann besser laufen würden, z.B. die EU-Agrar-Planwirtschaft langfristig marktwirtschaftlich machen.
Andere Bereiche wie das Essen in Ganztagsschulen sollten nicht ökonomisiert werden.
PS:
Als technikbegeisterter Nichtbenutzer dieser Paykarten, frage ich mich immer, wie man dort das Problem von virtuellem Falschgeld in den Griff bekommen will.^^
ich möchte den ZDF beitrag im meinVZ aufgreifen, der da lautete:
ZDF log in:
“Nie wieder Kinder!” Ihr seid Eltern und würdet es nie wieder tun, weil sie zu teuer sind und der Staat zu wenig hilft? Meldet Euch.
wenn es tatsächlich eltern gibt, die es bereuen ihre kinder bekommen zu haben, macht mich das sehr trauig und wütend!
es gibt leute, denen wird das glück nur so hinterher geworfen und die bemerken garnicht wie gut es ihnen geht. in jeder hinsicht.
wir, denen es nicht vergönnt ist kinder zu haben, ist das jedes mal ein stich ins herz!
sollen se doch ihre kinder jenen geben, die denen eine schöne und warme umgebung geben können!
Wie armseelig ist das denn, wenn man den Staat anbettelt? Der Staat sollte den Bürgern so viel weniger wegnehmen, damit sie ihn nachher nicht mehr anbetteln müssen. Der Staat soll nicht fördern, sondern einfach weniger wegnehmen. Wenn es nichts zum weniger wegnehmen gibt, dann soll der Staat dafür sorgen, dass jeder etwas hat, das er nicht wegnehmen kann. Die Leistungserbringer dieser Zollunion bezahlen jährlich 25Mrd€ an ALG2-Empfänger und ca. 400Mrd€ an Vermieter, Geldanleger und Kapitalbereitsteller. Ich nenne das “Vermögenssteuer”, weil diese Steuer das Geld immer schön zu den Vermögen steuert. Lasst den Menschen ihr Geld, dann klappts auch mit den Kindern.
lg
Was ist das wieder für ein Beitrag?
Dann lassen wir den Arbeitslosen, Aufstockern, Kranken, Pflegebedürftigen, Rentner, Kindern, Schülern, Stundenten, einfach das Einkommen, welches sie haben.
Dass dann 30 Mio. Menschen in Deutschland kurz vor dem Kollaps stehen ist kein Problem, solange Sie mehr Netto vom Brutto haben.
Mit so einem Beitrag könnten Sie es in die Sendung schaffen. Das ist das Niveau hier.
hm Niveau? Sorry, ich bevorzuge Produkte von bebe.
“Wenn es nichts zum weniger wegnehmen gibt, dann soll der Staat dafür sorgen, dass jeder etwas hat, das er nicht wegnehmen kann.”
Ja ich finde Modelle wie BGE, z.B. über eine Negative Einkommenssteuer auch interessant. Würde halt u.a. viele Verwaltungskosten sparen.
Gruß
Hugo
btw
Steuerrecht:
Zitat Schäuble – Steuerberater-Kongress
“Also zu einfach werden wir das Steuerrecht, aus Gründen der Existenzerhaltung der Steuerberater nicht machen. Da können sie sich – Da können sie sich drauf verlassen – Da können sie ganz sicher sein !”
(Quelle – letzte extra3-Sendung)
Mir ist ein “gerechtes” Steuersystem lieber, als ein “einfaches”.
Die Progression bei der Einkommensteuer ist z.B. nicht notwendig, führt aber zu gerechteren Ergebnissen, weil kontinuierlich derjenige der mehr verdient auch stärker belastet wird.
Auch die Steuerfreibeträge für Pendler oder Werbungskosten für Arbeitnehmer sind sinnvoll. Genauso die steuerliche Bevorzugung von CO² armen Fahrzeugen und vieles mehr.
Allerdings nicht immer ist eine individuelle Lösung das richtige. Wenn man hier nicht klar das Ziel definiert, wie bei der Besteuerung von Energie, dann kann es auch negative Folgen haben. Die unterschiedlichen Mehrwertsteuersätze führen zu einer massiven Subvention der Landwirtschaft. Hier wäre eine Vereinheitlichung geradezu wünschenswert und würde auch deutliche Kosten sparen.
oppss hatte meine täglichen 5 sozialliberalen Minuten^^
Ihr Beitrag ist rein egoistisch. Sie wollen mehr haben, egal auf wessen Kosteb.
“Sozial” bedeutet auf die Gesellschaft zu achten und nicht den eigenen Vorteil zu suchen.
Ich halte es für sehr wichtig, dass Kinder in einen Kindergarten oder eine Kita gehen können. Sie lernen dort mit Gleichaltrigen umzugehen und sich in einer Gruppe zu bewegen. Außerdem denke ich, dass es gut ist, wenn Kinder schon mit 3 oder 4 Jahren lernen, ein paar Stunden ohne ihre Eltern zurecht zu kommen.
Allerdings halte ich es für noch wichtiger, dass Kinder viel Zeit mit Eltern und Geschwistern verbringen können, da sie die familiäre Bindung brauchen.
Deshalb: Jedes Kind sollte einen Platz im Kindergarten oder der Kita haben können, gleichzeitig sollten Eltern nicht gezwungen sein, die Kinder den ganzen Tag dorthin abzugeben, weil sie ihre Familie sonst nicht ernähren könnten.
Dass das sehr schwer zu finanzieren ist, ist mir klar. Ich denke aber, dass alles versucht werden sollte, so nah wie möglich an diesen Zustand zu kommen.
Ich bin ganz Ihrer Meinung. Ich wäre z.B. für ein Kindergeld in Höhe von 250 Euro einheitlich für alle Kinder.
Bei 15 Mio. Kindern wären das Kosten von rund 10 Mrd. Euro. Das Problem ist also immer die Frage der Finanzierbarkeit.
Aber einheitlich 225 Euro würde schon gehen, wenn man den Kinderfreibetrag abschafft und das Elterngeld sein lässt.
Eine 4 köpfige Familie, die bislang nicht vom Kinderfreibetrag profitiert hat, hätte dann rund 70 Euro mehr im Monat zur Verfügung.
Eine 4 köpfige Familie, die in der höchsten Steurklasse lag und daher vom Kinderfreibetrag profitiert hat, würde dann aber etwa 150 Euro weniger im Monat haben.
Ich halte es aber für gerechter wenn alle Kinder den selben Betrag bekommen, statt “reichen” Kindern mehr Förderung zu geben.
Ich finde das ist eine rein ideologische Debatte. Jeder sollte die Wahl haben und es machen, wie es für das Kind, sich selbst und der Lebenssituation angemessen und notwendig ist aus der Sicht des Betreffenden.
Es ist einfach Lebensrealität, dass es Konstellationen gibt, bei denen es besser für das Kind ist, es wird so früh als möglich betreut und gefördert in einer KITA. Wir können es uns schlichtweg nicht mehr leisten, auch nur ein Kind und seine Talente unter den Tisch fallen zu lassen, weil das Kind nicht die bestmögliche Betreuung bekommen hat.
Die Konservativen müssen begreifen, dass ihre heile Welt Familie nicht überall existiert. Nicht jeder Papa so gut verdient, Frau und Kinder zu ernähren bzw. Mutti und Vati oft gar nicht am Tag präsent sind und da ist Profi-Betreuung in der KITA, Ganztagsschule etc. eine perfekte Alternative, wenn die Betreuungskräfte gut ausgebildet, geschult und bezahlt sind.
Die Feministinen sollten andererseits aufhören von Herdprämie etc. zu reden, das würdigt die Arbeit einer Mutter oder Vaters herab, der sich um die Kinder kümmert. Es gibt wenig anstrengenderes und es ist kein Zufall, dass die Frauenrechtlerinnen die so reden, selbst kinderlos sind und damit im Grund auch ahnungslos!
Fazit: Genug Angebot und Auswahl und dann die die es angeht selbst entscheiden lassen – die Eltern!!!
Sehr guter Beitrag, Markus.
Ab dem Alter von 3 Jahren sollten Kinder grundsätzlich den Kindergarten besuchen. Bis dahin sollten sich die gesellschaftlichen Ideologen heraushalten. Das führt am Ende häufig zu “unappetitlichen Grabenkämpfen”: Da stehen sich “Herd-Heimchen” und “Rabenmütter” unerbittlich gegenüber.
Unser Staat MUSS nicht ALLES vorschreiben/belohnen/bestrafen. Unsere Gesellschaft MUSS sich nicht in ALLES einmischen.
Eltern sollte das Recht einer GANZ PRIVATEN Entscheidung zugestanden werden, wie sie ihre Kinder bis zum Eintritt in den Kindergarten betreuen möchten bzw. können.
Also: Angebote bereitstellen und ansonsten einfach mal die Klappe halten
Ich stimme hier grundsätzlich,
aber auf was die Bezeichnung HerdPRÄMIE schon eindeutig hinweist, ist nicht die Herabwürdigung der Eltern die sich um ihre Kinder kümmern (ich hoffe alle machen dies), sondern eine Prämierung der Nichtinanspruchnahme einer zugesagten und nicht mehr einhaltbaren staatlichen Leistung.
Meiner Meinung nach, geht es hier beim “Betreuungsgeld” nicht um die übliche und langweilige Diskussion über “Entscheidung zwischen Rabenmutter und Heimchen”, sondern um Prämien wenn man staatliche Leistungen nicht in Anspruch nimmt.
Gruß
Hugo
Muss der Staat die Kinder vor den Eltern oder die Eltern vor den Kindern schützen?
Welche Rechte hat überhaupt ein Kind in Deutschland? Bis zum Alter von 3 Monaten z.B. so wenig, dass man es töten (abteiben) darf. Aber wie sieht es danach aus?
Hat ein dreijähriges Kind das Recht auf Bildung z.B. in einer Kita, egal ob die Eltern dies wollen oder nicht?
Nastia´s Beitrag gefällt mir sehr gut. Der Staat soll das Angebot schaffen; mehr nicht. “vorschreiben/belohnen/bestrafen” ist etwas was man mit den Kindern beim spielen macht, aber doch bitte nicht mit den Eltern. Man sollte Eltern nur dann zu etwas zwingen, wenn z.B. das Kindeswohl darunter leidet; bevor ein Kind zu Hause verwahrlost sollte es lieber in eine Kita. Kinder haben auch rechte. Die Rechtsfähigkeit beginnt mit der Vollendung der Geburt (BGB). Dann gilt für sie das Grundgesetz und alle anderen Gesetze. Ich fragen nicht was der Staat tun muss, sondern was die Eltern tun müssen. Viel wichtiger ist doch die Frage, was der Staat NICHT tun sollte, damit sich Eltern mit ihren Kindern frei entfalten können. Der Staat sollte so wenig in das Leben und in das Geld der Bürger eingreifen, dass sich jeder Kinder “leisten” kann. Der Staat sollte Bildungseinrichtungen und Kindergärten sowie Kitaplätze bereitstellen. Viel wichtiger sind aber flexible Arbeitgeber. Den Staat braucht doch kein Mensch. Mir fällt aktuell kein Bereich ein in den sich der Staat einmischt und wo es absolut “rund” läufs. Gesundheitsystem, GEZ, Propagandamedien, Geldsystem und vieles andere mehr; überall Chaos und Planwirtschaft. Wenn die Eltern Kitaplätze nachfragen, dann sollte man welche schaffen, wenn nicht dann nicht. Einfach mal die Eltern vor Ort in den Kommunen fragen, was sie wollen. Ich glaube nicht, dass man hier eine Top-Down-Lösung finden kann.
lg
“Die Rechtsfähigkeit beginnt mit der Vollendung der Geburt (BGB).”
Hier muss ich ganz klar widersprechen. Auch schon vor der Geburt haben Menschen Rechte. Es ist zwar eingeschränkt, aber es gibt das Recht auf köperliche Unversehrtheit.
Dennoch finde ich Ihren Beitrag innhaltlich gut. Irgendwo, zwischen dem Recht der Eltern über die Erziehung zu entscheiden, und dem Recht der Kinder auf eine anständige Fürsorge, muss ein Mittelweg gefunden werden.
Im Moment würde ich es begrüßen, wenn Kinder im Alter von 5 Jahren in eine gemeinsame Betreuung (nicht ganztags) müssen, um auf die Schule vorbereitet zu sein.
Gerade diejenigen Kinder, die ein Defizit haben, werden bei der Einschulung meist zurückgestellt. Aus meiner Sicht ist es schon ein Problem, wenn Kinder erst mit 7 Jahren Mal auf eine andere Authorität als die Eltern hören müssen.
Aus meiner Sicht wäre eine feste Altersgrenze sinnvoll, so dass bei einer Einschulungsrückstellung, die Kinder effektiv auf die Schule vorbereitet werden.
Der Titel der Sendung “Mutti allein zu Haus – gehören Kinder in die Kita” regt mich schon maßlos auf – Mütter geben ihre Kinder nicht in die KITA um sich in Ruhe zu Hause die Nägel zu lackieren, sondern um arbeiten gehen zu können. Weil sie es hin und wieder müssen. Weil sie es unbedingt tun sollten. Das Modell Frau=Hausfrau / Mann schafft die Kohle durch bezahlte Arbeit heran, das die Frauen im mittleren Alter im Regen stehen läßt, weil sie ohne jede selbst erworbenen Rentenanspürche dahstehen und gerne auch mal wegen einer jüngeren verlassen wurden – dieses Modell gehört in die MÜLLTONNE. Und jede Frau, die sich auf diesem Schwachsinn einlässt tut mir in der Seele leid. Steht einfach auf eigenen Füßen!
Einige haben in ihren Kommentaren interessante Ansätze genannt. Jedoch finde ich, dass man nicht alles so verallgemeinern darf.
Natürlich soll der Staat den Eltern die Freiheit überlassen selbst zu entscheiden, ob sie ihre Kinder in Krippen geben(wo sie von qualifiziertem Fachpersonal betreut werden) oder rund um die Uhr von den eigenen Eltern versorgt werden. Beide Seiten haben ihre Vorzüge, dies kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Ich bin selbst eine junge Mutter (25) und auch noch eine staatlich anerkannte Erzieherin. Mein Sohn ist 9 Monate alt und wird bald für einige Stunden am Tag in die Krippe kommen. Man müsste meinen, dass ich als Erzieherin darauf bestehe meine Kind selbst zu betreuen, denn mit dem erlernten Fachwissen bin ich überdurchschnittlich qualifiziert dazu. Aber genau daher weis ich wie wichtig soziale Kontakte für Kleinkinder untereinander sind. Kinder lernen mehr gemeinsam in einer Gruppe, als alleine nur mit ihren Eltern. Selbst wenn die Eltern sich noch so viel Mühe geben, die Vielfalt an Reizen und Erfahrung die ihre Kinder in einer Krippe geboten bekommen, können sie zu Hause nicht ermöglichen. sie sind garnicht in der Lage dazu das eigene zu Hause so kindgerecht und kinderfreundlich zu gestalten. In der Krippe sind die örtlichen gegebenheiten ideal auf das Kindesalter und die Entwicklungsschritte dieser Kinder angepasst, daher können sie dort ihrem natürlichem Entwicklungsdrang nachgehen und die Welt auf ihre Art mit Unterstützung durch eine/n Erzieher/in erfahren. Ich habe an eigenem Leib erfahren wie schwierig es sein kann sich gleichzeitig um den Haushalt, eine gesunde und ausgweogene Ernährung und ein Kleinkind zu kümmern welches noch nicht sehr mobil ist. In eine Krippe wird sich voll und ganz um die Bedürfnisse des Kindes gekümmert, hier muss kein Haushalt noch nebenbei gemacht werden.
Zudem hat man als Elternteil ja auch das Bestreben danach, sein Kind bestmöglich zu förden, damit es sich optimal entwickelt-so geht es mir zumindest. Dies lässt sich nicht immer hundertprozentig vereinbaren, wenn dann noch finanzielle Probleme hinzukommen, weil ein Gehalt fehlt, dann ist die Krippe oft eine sehr gute alternative. Hierdurch bekommt man die Möglichkeit wieder arbeiten zu gehen, sich um den Haushalt zu kümmern und die gemeinsame Zeit mit dem Kind voll und ganz zu nutzen und auch zu genießen.
Des Weiterem bin ich der Auffassung, dass Kinder viel mehr fürs Leben lernen, wennn sie sowohl von qulifizierten Fachpersonal als auch von liebenden Eltern betreut werden. Das eine schließt das andere ja nicht aus.
Heut zu Tage ist es sehr oft notwendig, dass beide Elternteile arbeiten gehen, um einen angemessenen Lebensstandart überhaupt ermöglichen zu können. Daher finde ich den Verwurf das Mütter die ihre Kinder frühzeitig in die Krippe geben “Rabenmütter” sein als völlig ungerechtfertigt. Zudem darf man nicht vergessen, dass einige Eltern am Anfang mit ihrem Kind vielleicht überfordert sind, weil sie durch die mangelnde Komunkationsfähigkeit ihres Kindes, dessen Bedürfnisse nicht erkennen können. Und ein ständig schreindes Kind kann den Eltern schon letzten Nerv rauben. Dann sich doch lieber qualifizierte Unterstützung holen, um die gemeinsame Zeit mit dem Kind als wertvoll zu erachten und das Beste aus ihr zu machen.
Dann könnten vielleicht einige Kindeswohlgefährdungen durch Schütteln oder ähnliches verhindert werden. Man sollte Menschen die sich Hilfe holen nicht schlecht machen und herabwürdigen in den man sie als “Rabenmütter” oder ähnliches bezeichnet.
Die Entscheidung ein so kleines Kind in die Hände von anderen (qualifizierten) Personen zu geben ist nicht einfach – Oft kämpfen die Eltern mit Gewissensbissens und machen sich selbst Vorwürfe – Daher muss man diese Eltern nicht noch mehr in die Enge treiben.
Wir sollten lieber ihren Mut und ihre Entschlossenheit bejubbeln – denn sie tun alles in ihrer Macht stehende um ihren Kinden eine schöne Zukunft und ein optimales Aufwachsen zu ermöglichen – Denn dies ist nun mal das wichtigste – Wofür wir glaub ich alle einsetehen.
Unsere Kinder sollen sich gut entwickeln und in einem geschützen, geborgenen und liebevollen Umfeld aufwachsen.
Gruß Isabella
Arbeiten gehen wollen dem schnöden Mammon wegen ist häufig der Beweggrund, seine Kinder möglichst früh wegzugeben. Eltern von heute sind einfach nicht mehr so sehr bereit, auf den einmal erzielten Lebensstandard zu verzichten, nicht einmal um das eigene Kind zu umsorgen. Hier kommt die Möglichkeit gerade recht, fremde Leute mit dieser ungeliebten Aufgabe zu beauftragen. Diese Leute müssen einen Knochenjob leisten und werden nicht angemessen bezahlt, nicht zuletzt deswegen, weil die Eltern einen viel zu geringen Eigenanteil an den Kosten beisteuern. Nehmen ist wohl doch seliger als nehmen!
Was die Qualität der Betreuung in Kitas angeht muss freilich davon ausgegangen werden, dass Massenabfertigung einer individuellen Betreuung durch die eigene Mutter (koennte auch der Vater sein) immer nachsteht. Es gibt allerdings auch Eltern, die nicht imstande sind, Kinder zu erziehen und es sind leider Eltern, die selbst aus verkorksten Familien kommen uns so etwas wie Geborgenheit nie erlebt haben. Deshalb liebe Eltern, baut eine gelungene Eltern-Kind Beziehung auf, kümmert Euch um euren Nachwuchs, bietet Nestwärme und verlasst euch nicht darauf, dass die Zuneigung und Vertrauen sich später von alleine einstellt. So etwas kann man auch durch noch so viele Spielzeuge oder sonstigem Kram in heutigen Kinderzimmern nicht erkaufen. Missratene Existenzen wurden nicht selten im Kindesalter vorgepraegt.
Ich bin sehr dafür, Kinder nicht zu früh in fremde Hände zu geben, es zahlt sich für die Kinder aus!
Gruss Brteba
Auch mich regt der Titel der Sendung schon maßlos auf: Kinder sollen am Leben teilhaben, als Babys und Kleinkinder (meiner Meinung nach) am Besten am Familienleben, so dass ihre wichtigste Bindungsperson zuverlässig für sie da sein kann. Und sie GEHÖREN niemandem und nirgendwo hin! Ob eine außerfamiliäre Betreuung in Anspruch genommen wird, sollte ganz allein den Familien überlassen werden. Und ich hoffe, dass die Eltern diese Entscheidung gemäß den individuellen Bedürfnissen ihres Kindes treffen (können).