Die Neue: Jeannine Michaelsen
Einen wunderschönen guten Tag allesamt. Jeannine Michaelsen ist meine Name und per Definition bin ich die “Neue” fürs Netz.
Mein Job ist also, grob umrissen: lesen, verstehen, weitergeben!
Und zwar eure Fragen, Kommentare und Kritiken.
Schreibt via Twitter, Facebook, StudiVZ oder direkt im ZDF log in-Blog und fordert Antworten und Positionen, statt dem bekannten Tanz auf Allgemeinplätzen.
Ich freu mich dann schon mal.
Beste Grüße,
Jeannine
11 Kommentare | 17. April 2012 | 15:45 Uhr |
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Man muß ja auch loben können, und deshalb möchte ich schon mal schreiben, daß ich das Vorstellungsvideo nicht wirklich schlecht finde.
Der ironische Satz, man würde das Internet lesen (ganz
) und dann berichten, gibt mir zumindest mal eine kleine Hoffnung, das auch die ö-r-Medien langsam zu verstehen beginnen.
btw:
Wäre schön wenn Ihr demnächst auch öfter mal z.B. Diaspora o.ä. statt Facebook empfehlt, oder auch andere Suchmaschinen außer Google erwähnt, um nicht in den Verdacht von kommerzieller Schleichwerbung für fragwürdige Firmen zu kommen.
Ansonsten (wie ein großer deutscher Philosoph einst sagte):
Schau´n mer mal !
@hugo: “das auch die ö-r-Medien langsam zu verstehen beginnen.” – äh, hast du die sendung schon mal gesehen? die gibt’s schon etwas länger und verfolgt, so weit ich weiß, auch den online-im-tv-ansatz schon von beginn an …
aber zum thema: der neuen alles gute – und bye-bye milena!
@ Günni
So, zur Erklärung gibt es jetzt mal eine kleine Sendungs- bzw. Senderkritik und das ganz ohne Beratervertrag
1. Kritik allgem.
Kritik führt im besten Fall zur Reflektion und zur Verbesserung der Zustände, sollte also meines Erachtens nicht als grundsätzlich negativ gesehen werden.
Wenn ich Intendant wäre, würde ich deshalb als Erstes einen offenes Blog zur Senderkritik einführen.
2. “online-im-tv-ansatz”
Die Möglichkeit z.B. Fragen einzureichen, gab es doch schon immer, z.B. über Briefe der Zuschauer, jedoch konnten andere Zuschauer dies nicht nachvollziehen.
Daß man live, während der Sendung, Fragen stellt und diese beantwortet werden, ist doch auch schon Jahrzehnte alt, spontan fällt mir dazu z.B. der Internationale Frühschoppen ein, mit Anrufern, die live zugeschaltet werden.
Es ist also immer eine Frage der Sichtweise.
Wenn z.B. eine ZDF-Führungsetage meinen würde, “Ah Log-in, das sind doch diese verrückten jungen Leute, die da was mit diesem Neuen machen, mit diesem Internet. Toll!” dann ist das eine Sichtweise.
Wenn man aber Großeltern sieht, die sich im Netz z.B. Gartentipps holen und mit ihren Gartenfreunden dort kommunizieren, wenn Eltern z.B. ihre Klassentreffen im Netz organisieren, und man selbst das Netz schon sehr lange nicht mehr als “neues” Medium betrachtet, sondern darin wie selbstverständlich kommuniziert, arbeitet und vielleicht sogar “flirtet”, dann bekommt man eine ganz andere Sicht auf die Dinge.
Würde das ZDF wirklich interaktives Fernsehen machen wollen, dann sollte man vielleicht damit beginnen
a. die User das Thema bestimmen zu lassen
b. die User die Gäste bestimmen zu lassen (mit Ersatzgästelisten für Absager oder Nichtwoller)
c. die User die eingeladenen Journalisten bestimmen zu lassen (wobei ich ausdrücklich erwähnen möchte, daß eine taz-Journalistin zu diesem Thema wirklich gut passt)
usw.
3. Begrifflichkeiten
Wenn man im TV z.B. Dialoge hört, wie
“Tina, was sagt denn das Netz dazu? Ja Thomas, ich habe jetzt ein bißchen in Facebook gelesen, also das Netz meint dazu…”
dann ist dies in meinen Augen an Ignoranz gegenüber der Realität kaum zu überbieten, denn das Netz ist im Jahre 2012 “die Menschheit”, zumindest die der Nordhalbkugel.
4. politische Objektivität
Politische Objektivität sollte grundsätzlich angestrebt werden, egal was für “Auftraggeber” man hat, sonst wird man in einer Welt/Zeit in der “alle” Informationen zugänglich sind, nicht mehr ernst genommen, selbst von den Anhängern dieser “Auftraggeber”.
5. modernes Fernsehen
Niemand hat etwas dagegen, wenn auch Tv-Studios im modernen Licht erscheinen, wobei aber z.B. die Touchscreen-Problematik von mir nicht besser erklärt werden könnte, als von Gernot Hassknecht von der heute-show
Jedoch sollte dies nicht dazu führen, daß immermehr zwar alte, aber absolut notwendige Grundlagen der Journalistik, über Bord gehen.
z.B. Bericht und Kommentar zu trennen oder sich kaum noch Gedanken zu machen, ob das was man sagt, so auch stimmt oder evtl. falsche Eindrücke hinterlässt.
Oder man z.B. Interviews mit irren Diktatoren, als in voller Länge anzusehen angibt, um diese dann ganz plump zu schneiden und damit zu zensieren.
6. ZDF öffnet sich für junges Publikum
Die ZDF Offensive, sich jetzt auch für junge Gebührenzahler zu öffnen, ist ja grundsätzlich löblich, kommt aber mind. 15 Jahre zu spät, denn “Kunden” die man einmal verloren hat, sind ja bekanntlich unendlich schwerer zurückzugewinnen, als sie zu halten.
Als besonders positives Beispiel dieser “Offensive” möchte ich “Roche und Böhmermann” nennen, mit übrigens einem “Retro-Lock” für die Sendung und diesem lustigen Mann, der die Einspieler vorliest.
Als besonders negatives Beispiel, fiel mir und meinem Umfeld letztens eine Sendung mit Sarah Kuttner auf, inder sie fragte ob Deutschland plötzlich(!) cool sei.
Und dies im Jahre 2012! Hätte man diese Frage zu Zeiten der Loveparade in Berlin gestellt, als “die Jugend” der Welt auf Deutschland schaute, oder während der WM06, oder als U2 nach Berlin zogen um ein Album zu schreiben, hätte dies auch Sinn gemacht. Jetzt und heute wird sowas von vielen als peinlich und ignorant empfunden.
Beruflich habe ich Nichts mit Medien oder Journalistik zu tun, aber wenn mir und meinen Freunden diese Dinge schon auffallen, dann können wir eigentlich nicht die einzigen sein, die auf viele Dinge im ö-r-Fernsehen nur noch mit Kopfschütteln reagieren.
Nach Voltaire´s Spruch
“Der Bessere ist der Feind des Guten.”,
könntet Ihr von Log-in jetzt nicht eingeschnappt sein, wegen einer Kritik,
sondern dies vielleicht mal an die Entscheider bei Euch im ZDF weiterleiten.
Dann kann man ja immernoch 99% als Unsinn abtun, aber vielleicht bleibt ja auch mal etwas hängen.
Bitte, da nicht für
MfG Hugo
Bei zig hundert Stunden öffentlich-rechtlichem TV-Programm kann man sich ja schon seinen Teil raussuchen.
ABER:
“Würde das ZDF wirklich interaktives Fernsehen machen wollen, dann sollte man vielleicht damit beginnen
a. die User das Thema bestimmen zu lassen
b. die User die Gäste bestimmen zu lassen [...]
c. die User die eingeladenen Journalisten bestimmen zu lassen [...]”
Das Sendeformat fände ich wirklich gut und lustig. Alle zwei Wochen werden Themenvorschläge von den Nutzern eingebracht und bewertet. Nach einer Woche steht das Thema und es wird versucht die entsprechenden Gäste zu bekommen.
Einen Versuch in dieser Richtung fänd ich wirklich innovativ und begrüßenswert. Bewerten und Beurteilen kann man es wenn es ausprobiert wurde.
Nachtrag:
Wenn ein Moderator von kostenlosem ÖPNV spricht und bei der Verbesserung so tut, als wüsste er es nicht, dann ist dies nicht glaubwürdig!
oder
Er weiß es wirklich nicht und bereitet sich unfassbar unprofessionell auf eine Sendung mit einem Pirat vor, dessen Partei medial mit diesem Programmpunkt sehr sehr stark vertreten ist.
oder
Er macht Politik für z.B. die CDU, die die Piraten gern verunglimpft sieht.
Ja, schon öfter mal gesehen, je nach Thema, genau deshalb hab ich das ja auch geschrieben ^^
Gruß Hugo
Der Name Jeannine gefällt mir schon mal; hört sich fast so an wie meiner
)
Herzlich Willkommen im Internet. Ich bin die Quotenblondine in Twitter *fg*
Sehr geehrte Frau Michaelsen,
Ich wuensche Ihnen viel Erfolg mit Ihrer neuen Aufgabe. Gestatten Sie mir, Ihnen einen guten (?) Rat zu geben: Nicht jeder ist Mitglied bei StudiVZ, Twitter oder Facebook – die Welt des Internets ist grosz, sehr grosz, so dasz Sie und Ihre Redaktion sicherlich viele Moeglichkeiten haben, sich aus verschiedensten Stellen Anregungen/Stellungsnahmen und Informationen zu beschaffen.
Mit freundlichen Grueszen,
Deathworks
Hallo Jeannine – eigentlich erwarte ich, dass eine ZDF-Moderatorin weiß, wie “für`s” geschrieben wird – nämlich ohne Aposttoph. Viel, mehr Glück heute Abend – Wolfgang Will
Lieber Wolfgang Will,
vielen Dank für den Hinweis. Haben wir geändert.
Beste Grüße aus der log in-Redaktion
….schön, wenn jemand einen auf Oberlehrer macht und dabei ein Eigentor erzielt. Aposttoph wird nämlich Apostroph geschrieben. Herzlichen Glückwunsch Herr Will!!!
Liebe Grüsse an die süße Jeannine, die macht ihre Sache wirklich gut. Nur der Anblick und die warme Stimme sind Grund genug, den Fernseher einzuschalten.So!