Kapitalismus am Ende? Lötzsch kontra Wissing
Finanzkrise, Eurokrise, Schuldenkrise – für Parteichefin Gesine Lötzsch (Foto: dpa) Zeit zur Umkehr vor dem großen Knall. “Es geht so nicht weiter.” Das Finanzgewerbe habe sich von der realen Wirtschaft abgekoppelt. “Irgendwann wird die ganze Blase platzen. Dann stehen wir alle vor einer Riesen-Katastrophe, und das müssen wir verhindern.“ Das sieht Volker Wissing, Vize-Chef der FDP-Bundestagsfraktion, völlig anders. Es gebe keinen Grund für die Systemfrage. Die soziale Marktwirtschaft müsse aber korrigiert werden: „Der Staat muss eingreifen, indem er die Marktakteure zur Verantwortung zwingt“, sagt Wissing. Beide streiten am Mittwoch bei log in über die Frage: Erst wachsen, dann platzen – mit dem Kapitalismus in den Bankrott?
Ein Thema wird sein, wie die Auswüchse an den Finanzmärkten begrenzt werden könnten: die Finanztransaktionssteuer. Für Wissing (Foto: Imago) ist sie das falsche Mittel – wenn sie denn nur in den 17 Euro-Ländern eingeführt werde. „Dadurch werden Steuerschlupflöcher geschaffen, die die stärkeren Länder umgehen können. Das ist unfair.“ Linken-Chefin Lötzsch hält sie jedoch für dringend notwendig. „Wir fordern, eine strenge Regulierung einzuführen“ Man habe in den vergangenen Jahren eine Deregulierung erlebt. Der Neoliberalismus „hat sich als völlig falsch herausgestellt”, sagt sie.
Wer nimmt wen an die Kandare?
Fraglich ist: Kann der Staat überhaupt die Märkte an die Kandare nehmen? Für Lötzsch die entscheidende Frage: Wie könne verhindert werden, dass die Banken der Politik diktieren, was sie zu tun hat? “Jetzt muss man sehen, wie die Geister, die man rief, wieder zu beherrschen.“ FDP-Politiker Wissing gibt es einen Unterschied: Mit der Globalisierung wurde keine internationalen Aufsichtsbehörden geschaffen, das sei das Problem. “Was wir als nationales Parlament tun können, das haben wir getan. Deutschland hat den reguliertesten Finanzmarkt weltweit.” Eine Abhängigkeit des Staates von den Märkten sieht Wissung aber auch: „Aus dieser Abhängigkeit muss der Staat sich befreien. Und das geht nur durch Haushaltskonsolidierung“, sagt Wissing.
Fragen an Wissing und Lötzsch oder anderer Meinung? Platz dafür ist hier im Blog, bei Facebook, StudiVZ und Twitter. Antworten gibt es am Mittwoch, 21 Uhr – live im Netz und bei ZDFinfo.
30 Kommentare | 23. Januar 2012 | 16:59 Uhr |
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Sehr geehrter Herr Wissing,
…halten Sie den Atomwaffensperrvertrag, für eine schlechte Sache? Schließlich haben einige Länder nicht unterschrieben, wie Pakistan.
…halten Sie die Finanzmarkttransaktionssteuer, für eine schlechte Sache? Schließlich wollen einige Länder nicht mitmachen, wie Großbritannien.
…warum tun Sie so, als ob eine Regel, ein Gesetz nur dann gut sei, wenn es alle unterschreiben?
…können Sie sich nur bewegen, wenn ein gemeinsamer Zwang vorliegt?
…was sind die Folgen des Fraktionszwangs, z.B. bei der Wahl des Bundespräsidenten?
Sehr geehrter Herr Wissing,
Sie sagen: „Dadurch werden Steuerschlupflöcher geschaffen, die die stärkeren Länder umgehen können. Das ist unfair.“
Ich sage: Es gibt in fast allen europäischen Ländern einen Mindestlohn! Weil wir als starkes Land, unseren Binnenmarkt und damit unsere Einfuhren klein halten wollen, umgehen wir diese Regelung als starkes Land.
Meine Meinung:
Deutschland zu Mindestlohn wie
Pakistan zu Atomwaffensperrvertrag wie
USA zu FinanzmarktTA-Steuer
Es sind alles nicht wünschenswerte Einstellungen, die global schädlich sind.
“Aus dieser Abhängigkeit muss der Staat sich befreien. Und das geht nur durch Haushaltskonsolidierung”
Ist Ihnen vielleicht aufgefallen, dass in der Euro-Krise meherer Rettungsschirme gespannt wurden?
Ist Ihnen bekannt, dass die EZB Anleihen der Krisenstaaten gekauft hat?
WO WAREN SIE DIE LETZTEN 2 JAHRE? WAS GLAUBEN SIE, WAR DENN DIE INTENTION, DIESER MAßNAHMEN?
Wenn ich mich recht entsinne, ging es darum die Kapitalbereitstellung vom Markt abzukoppeln, damit die Zinslast nicht zu hoch wird.
ERGO: DIE ABHÄNGIGKEIT KANN MAN AUCH ANDERS LÖSEN!
Nicht dass Sie mich falsch verstehen, Haushaltskonsolidierung ist extrem wichtig, wie ich beschrieben habe. Aber ihre Einstellung zu einem Problem, dass es ALTERNATIVLOS immer nur eine Lösung gibt, lässt mich zweifeln, ob Sie sich wirklich Gedanken zu diesem Thema machen oder einfach nur die Partei-Meinungen propagieren.
“Aus dieser Abhängigkeit muss der Staat sich befreien. Und das geht nur durch Haushaltskonsolidierung”
Der Haushaltsdefizit eines Staates bestimmt sich aus 2 Größen, Einnahmen und Ausgaben. Wenn wir unseren defizitären Haushalt konsolidieren wollen, dann gibt es 2 Möglichkeiten (nicht alternativlos!!):
1. Einnahmen steigern
2. Ausgaben senken
Wie soll aber die Haushaltkonsolidierung, die Sie eben fordern, funktionieren, wenn die FDP Steuersenkungen will? Wie weit sollen die Ausgaben gesenkt werden.
Bringen Sie doch bitte mal einen sinnvollen Vorschlag. Die FDP ist die einzige Partei, die keinen sinnvollen Vorschlag zur bewältigung der Euro-Krise hervorgebracht hat.
Daher sind die jüngsten Entwicklungen der FDP sehr zu berüßen.
w ww.ndr.de/fernsehen/sendungen/extra_3/videos/extradrei903.html
Sehr geehrter Damen und Herren,
Von den Gegnern der Finanztransaktionssteuer haette ich gerne einmal erklaert bekommen, wie denn eine Bank diese Steuer auf die Kunden umlegen soll.
Das Volumen der Steuer ergibt sich einzig und allein aus Aktivitaeten der Bank, die nichts, aber rein gar nichts mit der Aktivitaet der Kunden (auszer denen, die Wertpapiere kaufen) zu tun hat. Dieses Volumen selbst ist vollkommen unvorhersehbar, da wir von Millionen-Euro-Transaktionen reden, welche, wenn noetig, innerhalb von Bruchteilen von Sekunden erfolgen koennen. Theoretisch kann das Volumen in einem Monat im Billionenbereich sein, im naechsten nur im Milliardenbereich – aendern die Banken dann monatlich ihre Gebuehren?
Im Zweifelsfall koennte die Bank ein gewisses Limit setzen, und dieses auf die Kunden abwaelzen – aber schon dieses Limit waere ein Fortschritt, weil es Anreize schafft, weniger voreilig zu spekulieren und mit dem Budget zu haushalten.
Denen, die den Kapitalismus kritisieren und fuer gescheitert erklaeren (wobei ich die soziale Marktwirtschaft als eine Variante des Kapitalismus erachte), wuerde ich gerne die ganz einfache Frage stellen:
Was wollen Sie statt des Kapitalismus?
Und zwar bitte ganz konkret und nicht mit irgendwelchen leeren Worthuelsen von Gerechtigkeit und Gleichheit. Wie soll dieses bessere System aussehen?
Mit freundlichen Grueszen,
Deathworks
Sehr geehrte Damen und Herren,
Noch eine zusaetzliche Frage an Herr Wissing:
Was hat die FDP dazu getan, dasz Verantwortlichkeit in der Finanzbranche herrscht? Schlieszlich regiert Schwarz-Gelb schon eine Weile.
Es ist doch ein Unding, dasz Banker, die ihre Bank in den banlrott getrieben haben, noch Boni oder ausstehende Gehaelter einklagen koennen, umgekehrt aber scheinbar niemand, auch nicht bei staatlichen oder verstaatlichten Banken, in der Lage ist, diese Baenker zur Haftung und zur Beseitigung des durch ihre Geschaefte verursachten Schadens heranziehen kann. Soweit ich weisz hat sich dies keinen Deut in Deutschland geaendert, obgleich das Problem nun schon seit der Lehmann Brothers Pleite bekannt ist. Oder habe ich da etwas nicht mitbekommen?
Mit freundlichen Grueszen,
Deathworks
Frau Lötzsch,
Warum soll ein Atomkrafwerk in öffentlicher Hand schlechter sein, als eines in privater Hand?
Warum soll eine Privat-Uni schlechter sein, als eine öffentliche?
Ich finde es höchst bedenklich, dass auch Politiker/innen vom linken Rand, nur auf das Eigentum schauen. Frau Lötzsch, wenn der einzige Ansatz für eine gestalterische Politik bei Ihnen die Umverteilung von Eigentum ist, dann befürchte ich schlimmes für die Linkspartei.
Herr Wissing wird Ihnen erzählen können, wie unvorteilhaft es war, dass die einzige politische Idee der FDP, die Umverteilung von Eigentum war (Steuersenkungen).
Ich überlege oft warum es mich so aufregt, ja wirklich emotional berührt, wenn Menschen sich für etwas Besseres halten. Wenn sie hetzen gegen Arbeitslose und Fremde, denen Faulheit und Unwillen vorwerfen. Sich im gleichen Atemzug erheben, als Leistungsträger bezeichnen, die eben die Chancen die für alle gleich vorhanden seien genutzt hätten und jetzt die Erstgenannten mit durchfüttern müssten.
Vielleicht, weil ich mich mal selbst für so einen Leistungsträger gehalten habe. Es nicht verstanden habe, warum es anderen Menschen schwer fällt etwas zu lernen, etwas zu leisten und damit für sich selbst sorgen zu können.
Vielleicht, weil ich überzeugt war, dass jeder der will es schaffen kann und jeder der viel Geld verdient auch mehr leistet als die die weniger für ihre Arbeit bekommen.
Vielleicht, weil die Welt so gesehen schön einfach ist. Einfach Schwarz und Weiß , Gut und Böse. Man braucht sich keine Gedanken zu machen, keine Schuldgefühle zu haben und kann sein Leben und seinen Reichtum in vollen Zügen genießen. Ich bin aber heute davon überzeugt, dass jeder auch ohne sozialen Gewissen, mit einer ausgeprägten Neigung zum „Gutmenschentum“ (was immer das auch heißt) oder einer sozialistischen Familiengeschichte zu der Überzeugung kommt, dass vieles in unserer kapitalistischen Welt ungerecht ist. Das jeder zu dieser Überzeugung kommt, wenn er die Fakten ganz objektiv betrachtet und einander gegenüberstellt.
Heute bin ich davon überzeugt, dass jeder der sich der oben genannten neoliberalen Rhetorik bedient es sich nur einfach machen möchte. Dieser Jemand sich erlaubt dümmer zu sein, als er in der Realität wirklich ist. Man hat eine Ausrede, um sich und sein egoistisches Verhalten erklären zu können gegenüber anderen Menschen, aber auch gegenüber sich selbst. Den in den meisten von uns schlummert dann doch irgendwo das soziale Gewissen und dieser Urinstinkt ist wohl noch so präsent, dass er mit dieser Selbstlüge beruhigt werden muss.
Ich möchte, dass jede Stunde Arbeit gleich entlohnt wird!
Das hat nichts mit bedingungslosen Grundeinkommen oder die Hineinsteigerung in die Schriften von Marx & Engels zu tun, es ist einfach nur logisch und zum dritten Mal gesagt – gerecht.
„Das geht niemals, dann würde keiner sich anstrengen!“ – Das höre ich immer wieder, so als wäre Geld der einzige Faktor zur Berufswahl. Meinen Vater der diesen Satz bei politischen Diskussionen an Festtagsessen oft gebraucht, entlarve ich mit seiner eigenen Geschichte. Ein Hauptgrund für ihn sich vom Hilfsarbeiter auf dem zweiten Bildungsweg zum selbständigen Unternehmer hochzuarbeiten war nach eigener Aussage, die Überzeugung es besser zu können als die die ihm von oben herab Befehle zu geben. Die Lust selbst kreativ zu sein, Arbeiter besser zu behandeln als er es erlebte und etwas zu schaffen, was wichtiger ist als er selbst. Das hat alles nichts mit Geld zu tun und das ist auch gut so! Ein Arzt, Jurist, Journalist, Ingenieur, Wissenschaftler oder Forscher der nur der üppigen Entlohnung wegen arbeitet, wie arm wäre die Welt. Ich denke, es geht für viele bei ihrer Arbeit neben Spaß und Freude besonders auch um Anerkennung und diese Anerkennung wird in unserer Gesellschaft über die Höhe des Gehalts, der Größe des Hauses oder des Autos definiert. Im Kern geht es also schlicht um die Angst Anerkennung und auch Macht zu verlieren, sollte jeder gleich entlohnt werden.
„Akademiker, Betriebswirte und Selbstständige haben ja auch mehr schulische Vorleistung als die Putzfrau oder Müllmann“ – etwas was mir ein angehender Betriebswirt mit SPD-Mitgliedsbuch immer um die Ohren haut, wenn wir über meinen Vorschlag diskutieren. Aber zahlt nicht der Haupt- oder Realschüler mit einfacher Lehre nicht ab dem 16. Lebensjahr Sozialbeiträge und Steuern damit Leute wie er kostenfrei studieren können. Ist es gerecht, wenn eine evtl. höhere Intelligenz belohnt und andere Fähigkeiten, die genauso wichtig sind, unberücksichtigt bleiben? Das Ganze gipfelt dann in der Ungerechtigkeit im Rentensystem, wo der der genug verdient hatte um privat vorzusorgen, durch sein hohes Gehalt auch mehr Rente bekommt. Der der schon das ganze Leben weniger hatte, auch privat nicht vorsorgen konnte, wieder mit einer staatlichen Mindestrente leben muss. Noch nicht mal im Alter belohnt man ein Arbeitsleben nach den Jahren der Erwerbsfähigkeit sondern macht es weiter abhängig von der Höhe der geleisteten Einzahlungen, damit die Stände gewahrt bleiben.
„Wer mehr Geld verdient ist eben fleißiger und sowieso wer sich anstrengt kann alles erreichen, man muss die Chancen nur nutzen!“ – das höre ich auch immer wieder von einem anderen BWLer. Ich frage mich dann immer, was wir machen würden, wenn 80 Mio. Deutsche „ihre Chance nutzen“ und alle ein Abitur mit 1,0 hinlegen. Können jetzt alle Medizin, Jura oder Betriebswirtschaft studieren? Wer desinfiziert dem Arzt das OP-Besteck, wer geht ihm zur Hand? Wer tippt die Briefe des Anwalts, wer dient dem Richter als Justiz-Beamter im Gericht? Wer leert dem Manager den Mülleimer, saugt sein Büro und wer schraubt die Produkte zusammen die er verkaufen möchte?
Es mag banal und kindlich naiv gedacht sein, es ist aber einfach die Wahrheit: Jeder der arbeitet ist in einer Volkswirtschaft gleich wichtig, jede Arbeit hat den gleichen Wert! Daher sollte jede Arbeit gleich entlohnt werden, egal was, wann und wo man es macht! Nur das wie macht einen Unterschied, ein Koch der 10 Stunden gut kocht, ein Spüler der 10 Stunden gut spült und ein Hoteldirektor der 10 Stunden gut am Budget feilt haben alle das gleiche geleistet. Arbeitet jemand weniger oder mit weniger Effektivität bekommt er auch weniger, ansonsten gibt es keinen qualitativen Unterschied der besser entlohnt wird. Das würde auch für Vermittler, Vertreter und Berater gelten, die dann nach besten Wissen und Gewissen beraten und nicht nach der Höhe der Provision oder der Gewinnmarge für den Makler selbst.
Es ist doch auch Wahnsinn, dass heutzutage der Produzent schlechter bezahlt wird wie der Vermarkter und Verkäufer. Kann der Vermarkter und Verkäufer jemals wichtiger sein als der Produzent eines Produkts oder einer Leistung, wohl eher nicht?!
Natürlich gibt es Arbeiten die gefährlicher sind als andere (Gleisarbeiter, Feuerwehr, Polizei etc.) auch das muss berücksichtigt werden, aber auch nur aus diesem Gesichtspunkt heraus. Auch Selbstständige sollten für ihr Risiko sich zu verschulden belohnt werden, aber dann auch voll für ihre Entscheidungen haften und sich nicht in eine GMBH etc. flüchten.
Mir ist natürlich klar, dass in der heutigen Gesellschaft und Wirtschaftssystem diese Vorstellungen unvorstellbar und als nicht umsetzbar gelten. Das Ökonomen und überzeugte Kapitalisten und Marktwirtschaftler gerade zu darüber lachen werden oder bedenklich die Stirn runzeln.
Manchmal gehen diese Menschen jedoch zumindest Weihnachten einmal im Jahr in die Kirche. Glauben an einen Gott und dessen Sohn mit den fantastischten Fähigkeiten, über das ich dann nur die Stirn runzeln kann. Wenn sie wenigstens danach leben wollten, müssten sie über diese Idee zumindest mal nachdenken.
Immer glauben diese Leute an den freien Markt, der alles regelt und selbst für wirtschaftliche Gerechtigkeit sorgt. Über diese Naivität kann ich dann auch nur lachen!
Am Ende steht die Frage an jeden selbst. Glaube ich, dass eine Volkswirtschaft so leben könnte? Das Neid, Gier und Missgunst so der Vergangenheit angehört? Das so alle Ungerechtigkeit beseitigt wäre? Nein, natürlich nicht. Aber wenn wir den Ansatz „Gleicher Lohn für Alle“ als Ziel anstatt Illusion vorgeben würden, wäre unser Ansatz so gut und so nah wie möglich ans Ideal zu kommen, auch wenn es in der Praxis unerreicht bleibt.
Eigentlich ein urchristlicher Gedanke, wie ich finde! Für ein Land mit christlich-jüdischer Tradition also erstrebenswert….
Warum wollen Sie den Menschen die Freiheit klauen? Wenn ein Angestellter gute Arbeit leistet, dann muss der Arbeitgeber ihn doch entlohnen können dafür.
Wenn der Arbeitgeber das nicht kann, weil z.B. die Produkte nicht mehr nachgefragt werden, dann geht der gute Mitarbeiter zu einen Unternehme, das neue und innovative Produkte herstellt.
Der Kapitalismus “vernichtet” sich turnusmäßig zu bestimmten Zeiten. Er dient in dieser Zeit NUR der Oberschicht die immer reicher wird und beutet in dieser langen Zeit die Mehrheit der Menschen aus.
Wenn wir dieses System, dass zwei Weltkriege verursacht hat und für das HEUTIGE ELEND der GESAMTEN Welt verantwortlich ist, werden wir wieder viel Gewalt und viele Tote zu verantworten haben!
Eine Welt kann nur funktionieren, wenn alle am Wohlstand beteiligt sind, dass schafft der Kapitalismus und vor allem der heutige NICHT !
Solange man in Bangladesh Menschen für unseren Profit und Wohlstand versklavt und Menschen in Afrika für uns Hungern, kann man dieses KAPITALISTISCHE System nicht fortführen.
Es gibt genug für alle auf dieser Welt, aber eben nur wenn NICHT Wenige sich den Großteil in die eigene Tasche stecken.
Bertolt Brecht:
Reicher Mann und armer Mann
standen da und sahn sich an.
Und der Arme sagte bleich:
»Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich«.
Wie Sie selbst erkennnen, ist reich nur möglich wenn es arm gibt. Daher sollten wir nicht nach Reichtum, sondern nach Wohlstand streben.
Wohlstand heißt dass man nicht alles hat, aber genügend um in Würde und Freiheit zu leben und frei entscheiden zu können.
Ganz wichtig in dem Zusammenhang: Wäre Wulff ein Reicher, hätte es es nicht nötig gehabt, den günstigsten Kredit zu suchen, den er kriegen kann. Dann hätte er das, was er finanzieren wollte, von seinem “Reichtum” erworben. Auch wichtig: Chefredakteure einiger gegen Wulff hetzenden Medien brauchen keine günstigen Kredite. Diese finanzieren ihre Angelegenheiten mit ihren stattlichen Gehältern (die sollen sie übrigens auch gerne bekommen, das bringt richtig Steuern…)
Alle die die gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Situation beklagen haben selbst alle 4 Jahre die (legale)Gelegenheit durch ihr Wahlverhalten etwas zu ändern. Z.Zt. muß man jedoch anerkennen, daß es lediglich eine meckernde Mehrheit gibt.
Sie, Herr Wissing, seien Sie beruhigt: Es wird noch lange dauern bis Sie und Ihresgleichen weggewählt, enteignet und davon gejagt werden.
Sie, Frau Lötsch, müssen anerkennen, daß die Zeit der “Wissing’s” noch so lange anhalten wird bis weltweit die Realität “Geld regiert die Welt” durch die Realität “Wohlstand für Alle” abgelöst wird.
Das sehe ich anders. Es gibt auch in dieser Zeit eine Menge von Landtagswahlen. Daher ist der Einfluss der CDU und der FDP seit der Bundestagswahl deutlich gesunken.
Es ist ein demokratischer Prozeß, dass heute keine Steuersenkungen im Gespräch mehr sind. Damit ist aber die Einprogrammpartei FDP am Ende der Fahnenstange mit den Ideen.
Ich denke die Landtagswahlen und der Bundesrat dürfen nicht unterschätzt werden, was den politischen Einfluss anbelangt.
Siehste! Und: Auch in Sibirien gilt der Grundsatz: Wer einen Wolf (Wulff) anpinkelt, sich dann gröhlend amüsiert, dass der Wolf (Wulff) irritiert fast ins Stolpern gerät – der braucht sich nicht zu wundern, wenn der Wolf (Wulff) so handelt, wie Mutter Natur das vorgesehen hat. Da geht dann die Post ab, wenn man den Wolf (Wulff) unvorsichtig falsch behandelt.
Abtreten Herr Präsident. Sie haben sich zu viel eingesteckt. Eine Entschuldigung reicht bei dieser Fülle der Vorfälle nicht aus, auch nicht drei oder vier Entschuldigungen.
Bei jedem Auftritt von Ihnen, denke ich, “wohin ist Deutschland gekommen”.
Bei jedem Mit-Mobbing-Einzel-Akt gegen Wulff im Sog der Super-Mobber Spiegel, Bild & Co denke ich “Wohin ist deutschland gekommen?”
“Allgemein begreift man Kapitalismus als eine Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, die auf Privateigentum an den Produktionsmitteln und einer Steuerung von Produktion und Konsum über den Markt beruht.” Quelle Wikipedia
Wir haben in Deutschland und Europa keinen Kapitalismus. Weder kann ich mit meinem Privateigentum machen was ich möchte, denn der Staat zwingt mich zu Abgaben und eine Steuer der Produktion und Konsum über den Markt gibt es auch nicht, da die Staaten regelmäßig wieder mit Steuern, Verboten und Subventionen in den Markt eingreifen.
Meiner Meinung nach führt genau diese staatliche Steuerung zu den Problemen, zum Beispiel ist unser komplettes Geldsystem von der Regierung gesteuert, die Vorgaben Ratings von Ratingagenturen durchführen zu lassen stammen vom Staat, die Garantien für Bankeinlagen stammen ebenfalls vom Staat.
Als Beispiel für staatliche Fehlplanung steht zum Beispiel Q-Cells.
Wir leben aktuell nur in einer DDR Light und der Sozialismus schreitet immer weiter voran. Es ist nur eine Frage der Zeit ob wir langsamer, so wie Herr Wissing es vorhat abdriften oder ob es direkt und sofort passiert, so wie es Frau Lötzsch gerne hätte.
Der Staat ist nur in einer Abhängikeit, weil er ständig seinen Bürgern mehr gibt und verspricht, als er halten kann und durch Steuern einnimmt. Viele Bürger wurden durch staatliche Bevormundung überhaupt erst in Abhängigkeit des Staates gebracht.
Warum redet man immer von Kapitalismus obwohl es dieses in Deutschland, Europa und auch in den USA überhaupt nicht gibt?
“Weder kann ich mit meinem Privateigentum machen was ich möchte…”
Ja gut so, oder soll es in Zukunft erlaubt sein jemanden zu erstechen, wenn ihm das Messer gehört?
“…denn der Staat zwingt mich zu Abgaben”
Es wäre für mich absolut ok, wenn Sie keine Steuern zahlen, und dafür weder die Straßen, noch die Krankenhäuaser, noch sonst irgendetwas staatliches Benutzen.
Auch ihre Lebensmittel bitte nicht über Straßen transportieren, und wenn Sie Hubschrauber fliegen, dann bitte ohne unsere Umwelt zu belasten.
“Wir leben aktuell nur in einer DDR Light und der Sozialismus schreitet immer weiter voran.”
Wir leben in einer sozialen Marktwirtschaft, das haben Sie oben selbst beschrieben. Sie müssen sich mit ihrer Produktion, an sozial notwendige regeln halten (Umweltschutz, Steuer, Arbeitsschutz).
“Der Staat ist nur in einer Abhängikeit, weil er ständig seinen Bürgern mehr gibt und verspricht, als er halten kann und durch Steuern einnimmt.”
Daher sollten die Steuern raufgesetzt werden, die Versprechen der FDP die Steuern zu senken, ist ein nicht finanzierbares Versprechen gewesen.
Warum positioniert sich die FDP als Partei der Wirtschaftskompetenz und der wirtschaftlichen Vernunft nicht entschiedener gegen eine Finanztransaktionssteuer?
Diese kostet nur Wirtschaftswachstum, weil Anleger weniger von ihrem ersparten bleibt und Investitionen durch höhere Zinsen teurer werden und teurer gegen Risiken abgesichert werden müssen. Die Folge wären höherer Arbeitslosigkeit, mehr Armut und volatilere Finanzmärkte, also genau das Gegenteil der angestrebten Ziele. Dazu kommt noch, dass eine solche Steuer – selbst wenn sie mit Großbritannien eingeführt – würde nicht funktionieren kann, sondern weltweit, ohne Ausnahme eingeführt werden müsste; wobei es angesichts ihrer schädlichen Auswirkungen schon wieder zu begrüßen ist, dass ein Teil der Europäer eine nicht wirksame Finanztransaktionssteuer einführen will.
Ich habe FDP gewählt, damit sie Steuern senkt, was nur geringfügig geschehen ist. Durch die kalte Progression steht unterm Striche sogar eine Mehrbelastung. Warum also noch eine weitere Steuer? Letztlich tragen alle Steuern die Bürger und nicht “Unternehmen” oder “Spekulanten”. Das man diese belasten kann ist in einer globalisierten Welt reines Wunschdenken.
Die Finanzmarkttransaktionssteuer führt zu einer verlangsamung der Spekulation, weil zumindest jedesmal die 0,1% (oder was die Marge) ist, an den Staat fällt.
Betrachten Sie es doch einfach als Spread, so wie Sie reden kennen Sie den Begriff.
Jede erhoben Steuer verteuert etwas, das ist logisch, aber lieber werden die Finanztransaktionen besteuert, als wieder nur der kleine Mann.
Der Hochfrequenzhandel wird mit einer (weltweit erhobenen) Finanztransaktionssteuer in der Tat ausgebremst, was aber negativ ist, wegen der dann höheren Volatilität der Märkte, auf Grund geringerer Liquidität (weniger Käufer und Verkäufer).
Bei wirklicher “Spekulation” nach dem Motto “gegen Griechenland wetten” oder “Nahrungsmittelpreise hochtreiben” sind 0,1 Prozent aber nicht relevant, das es um höhere Spreads geht. Die (weltweit erhobenen) Finanztransaktionssteuer, die nicht kommen wird, kann hier also nicht wirken. Zudem können “Spekulanten” immer nur dann auftreten, wenn ihnen Angriffsfläche geboten wird, etwa durch unsolide Staatsfinanzen und eine schlecht konstituierte Währung, wie den Euro. Nahrungsmittelpreise können auch nur temporär durch “Spekulation” beeinflusst werden (nach oben UND nach unten); mittel- und langfristig sind Angebot (von der Ernte abhängig) und Nachfrage (wachsende Weltbevölkerung, steigender Fleischkonsum) ausschlaggebend.
Das Geld steht den Staaten zur Verfügung, die dann damit wirtschaften können, Sonst haben es private die damit wirtschaften. Aber es ist nicht gut, dass es Geld kostet den Hunger zu stillen, aber kostenlos ist, mit dem Getreide zu spekulieren.
Sarkozy zieht nach ;D :
Nun hat es auch Nicolas verstanden:
“Der französische Präsident Nicolas Sarkozy will eine Finanztransaktionssteuer einführen. Die Steuer von 0,1 Prozent soll ab August erhoben werden und für jedes Unternehmen mit Sitz in Frankreich gelten, sagte Sarkozy in einem Fernsehinterview.” (Quelle: tagesschau.de)
Unabhängig von unserem Diskussionsstand ist das Leben – damit meine ich die Zustände auf dem Globus, wie sie jetzt sind – immer für eine Überraschung gut.
Hallo!
Die Energie-Ressourcen der Erde sind aufgebraucht… Energie im Sinne der Sonnen- und Erden-Energie, aus dem jeglicher Fortschritt, jeglicher Gewinn aller Unternehmen letztlich resultiert…
Aus ihnen ist kein Gewinn mehr zu schöpfen…
wozu der Kapitalismus nun folgerichtig übergegangen ist, den Gewinn aus der Arbeit der Menschen, aus IHREN Ressourcen zu schöpfen… Auch ihre Arbeit ist umgewandelte Energie, Geld ebenso… Es wird aber real immer weniger Geld für Arbeit gezahlt, die Energie für Ihre Gewinne KANN im Kapitalismus also nur noch aus der Energie der Menschen geschöpft werden, was eine Ausbeutung der menschen, wie sie im Kapitalismus heute zu sehen ist, nur logiscgh erscheinen lässt…
ALSO KANN Kapitalismus heute nur noch auf dem asozialen Verhalten der Unternehmer und Manager basieren… DAS wird auf Dauer nur das Ende des Kapitalismus bedeuten, da sich die Menschen dies nicht auf >Dauer gefallen lassen werden..
ZURECHT; ES WIRD ZEIT!
Es gibt bisher keine Alternative zum Kapitalismus, da dieses System die menschliche Natur am besten widerspiegelt. Außerdem hat der Kapitalismus der Welt schon viele Wohltaten beschert. Welche wichtigen Erfindungen wurden im Sozialismus erfunden.
Stimme Ihnen zu, aber auch die Marktwirtschaft muss fair bleiben bzw. werden. (Umweltverschmutzung für Gewinn, Kinderarbeit für Gewinn, Lohndumping, für Gewinn)
Es gibt bisher keine Alternative zum Kapitalismus, weil die wirklich Mächtigen, die Unternehmer, durch ihn ihre Lebensenergie beziehen, auch wenn sie heute immer mehr an allen anderen diesder Gesellschaft schmarotzen…
Solange die Schmarotzer dieser gesellschaft die Macht haben, wird es auch keine ernsthaften Bestrebungen geben, eine Alternative zum Kapitalismus zu schaffen…
Nein, es gibt keine Alternative, zum heutigen zeitpunkt, und das ist der Grund, warum es letztlich ins Chaos führen wird… Wenn sich eine Gesellschaft erfolgreich gegen Mindestlöhne wehrt, wird sie untergehen, früher oder später…
Da sitzt ein Börsenmakler im Nachtstudio und erzählt, dass die Schulden immer wachsen müssen, es sei ja Schuldgeld.
Er führt ein weit verbreitetes Beispiel an:
Wenn sich jemand Geld von der EZB leiht, muss er es nächstes Jahr mit Zinsen zurückzahlen. Weil er das Geld aber nur von der EZB bekommen kann, müssen die Schulden jedes Jahr steigen.
Das Beispiel ist reine Propaganda und ist schlicht falsch. Es ist ein weitverbreiteter Fehlglaube, auch bei vielen Occupy-Anhängern.
http://www.mister-ede.de