Polizeigewerkschaft: Fanbetreuer verharmlosen

Krawalle bei Fußballspielen – geht es nach der Deutschen Polizeigewerkschaft ist Zeit zum Durchgreifen: „Das ufert in einer Weise aus, die unerträglich ist“, sagt Gewerkschaftschef Rainer Wendt. Verantwortlich laut Wendt für die verfahrene Situation: Fanbetreuer und Vereine. „Die sogenannten Fanbetreuer sollte man von Zeit zu Zeit daran erinnern, auf welcher Seite sie stehen. Sie treten in zunehmenden Maße als Verharmloser auf“, kritisiert er. Wendt ist am Mittwoch Gast bei log in und diskutiert nach den Ausschreitungen des DFB-Pokal-Spiels Dortmund – Dresden unter anderem mit Fans zum Thema: Fußball, Fackeln, Fanatismus – Null Toleranz bei Randale?

Rainer Wendt (dapd)Polizeigewerkschafter Wendt findet, dass sich die Fanbetreuer zu sehr vor diejenigen stellten, die gewalttätig werden. Warum, fragt sich Wendt durften „bekannte Krawallmacher von Dynamo Dresden überhaupt abreisen?“. Wendt würde solche Leute im Zweifelsfall für die Dauer des Spiels in Polizeigewahrsam nehmen. „Wenn man einige Rädelsführer vorher schon einmal abflückt, spricht sich das rum in der Szene und hätte präventive Wirkung.“

DFB und DFL sollen zahlen

Die Gruppe der Gewalttätigen nehme laut Wendt zu: Waren es vor einigen Jahren 3.000 bis 4.000, „gehen wir mittlerweile auf die 10.000 zu“. Wendt möchte deswegen die Verbände DFB und DFL an den Einsatzkosten beteiligen – und nicht die Steuerzahler. 50 Millionen Euro sollten diese pro Saison zahlen. Denn: Die Einsatzstunden der Polizei stiegen ständig. Hochgerechnet seien 2.000 Polizisten in Deutschland im Fußball-Dauereinsatz. Mehr als 100 Millionen Euro müsste der Staat pro Saison für die Polizeipersonalkosten bezahlen.

Fragen an Wendt? Hier im Blog, bei Facebook, StudiVZ und Twitter besteht dazu die Möglichkeit. Antworten gibt am Mittwoch, 21 Uhr – live im Netz und bei ZDFinfo.

68 Kommentare | 07. November 2011 | 17:04 Uhr | Twittern | Facebook

68 Kommentare

  1. Rainer Populismus bzw. Aktionismus. Wieso wird bei hunderttausenden gestohlenen Fahrrädern pro Jahr keine Beteiligung von Fahrradfahrern an der Aufklärung der Fälle gefordert?
    Bedenkt man wie viele Körperverletzungen es auf dem Oktoberfest gibt, so werden bei 7 Mio. Besuchern deutlich mehr verletzt als bei 17 Mio. Zuschauern im dt. Profifußball. Niemand spricht hier von Prävention, Alkoholverbot, finanzieller Beteiligung oder einer Datei “Gewalttäter Oktoberfest”.

    Yannik Bresber | 7. November 2011 | 17:46 | Antworten
  2. Eine Frage an Herrn Wendt: Meinen Sie, dass Verhängung von lebenslangen Stadionverboten die vorhandenen Probleme löst, beziehungsweise ein Umdenken in den Köpfen der Täter bezweckt? Meine Befürchtung ist, dass ein “Ausperren”, den Tatort nur auf außerhalb des Stadions verlagert, wo es im Gegensatz zum Stadioninneren, nicht “überall” Überwachungsmöglichkeiten gibt.

    David Cäsar | 7. November 2011 | 18:24 | Antworten
  3. Herr Wendt,

    Kennen Sie sich mit dem Grundgesetzt der BRD aus?
    Wissen Sie eigentlich was die Fußballclubs an Steuern zahlen pro Jahr?
    Kennen Sie den Unterschied zwischen Söldnern und einer Polizei die vom Staat angestellt ist?
    Haben Sie in diesem Zusammenhang keine Bedenken, dass die Polizei von privatrechtlichen Institutionen bezahlt werden soll?
    Wann waren Sie das letzte mal im realen Dienst?
    Haben Sie persönlich Erfahrungen mit Fanbetreuern?
    Haben Sie sich schon einmal ausführlicher mit eben jenen Unterhalten über ihre Arbeit?
    Haben Sie schon einmal mit einem Mitarbeiter von Fanprojekten ernsthaft diskutiert?
    Haben Sie tiefergehende Kenntnisse über Sozialarbeit bzw. sozialpädagogische Ansätze?
    Haben sich ihre Kollegen tatsächlich negativ über die Arbeit von Fanbetreuern geäußert?
    Haben Sie jemals die ZiS Statistik in Relation zu der Zahl der Besucher betrachtet?
    Haben Sie jemals dargestellt, wieviele der Verletzten eben jener Statistik auf Grund von dem Einsatz von Reizgas bzw. Pfefferspray behandelt werden mussten?
    Haben Sie sich jemals genauer mit der Thematik Ultras und Hooligans beschäftigt?
    Wenn ja worauf beruhen ihre Erkenntnisse?
    Ist Ihnen bewusst, dass häufig geschlossene Einheiten (insbesondere BFE, MKÜ, USK) die Hinweise der SKBs ignorieren, obwohl dies die eigenen Kollegen vom “Fach” sind?
    Halten Sie es für gerechtfertigt sich über das pauschalisierende ACAB auf zu regen und gleichzeitig pauschal über alle Ultras zu urteilen?
    Können Sie erklären warum bei Fußballspielen, bei denen keine Gästefans zugelassen waren, ein ganzer Block voller Polizisten rumsitzt?
    Halten Sie in Anbetracht solcher Zustände die Einsatzgröße der Polizei immer für realistisch?
    Halten Sie es für gerechtfertigt, dass sich freie Bürger der BRD abfilmen, fotografieren und personalisieren lassen müssen, während Sie gleichzeitig verlangen, dass man Polizist nicht mal an Hand einer Identifikationsnummer identifizieren kann?
    Warum fordern Sie eigentlich immer drastische Massnahmen, als die Vertreter der doppelt so großen GdP?
    Verfolgen Sie damit vielleicht sogar ganz eigene Ziele?
    Lesen Sie Zeitung?

    http://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen/polizeigewalt-in-muenchen-ein-einsatz-mit-nachspiel-1.1018807

    http://www.haz.de/Nachrichten/Sport/Fussball/Hannover-96/Polizeieinsatz-in-der-Nordkurve-der-AWD-Arena

    http://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/gewalt-im-stadion-mehr-geld-fuer-praevention-11504929.html

    http://taz.de/Fussballfans-und-Gewalt/!80701/

    http://www.lawblog.de/index.php/archives/2011/11/03/die-methode-waschweib/

    http://www.zeit.de/sport/2011-11/fangewalt-krisentreffen-dresden-rom

    Als kleine Auswahl aus unterschiedlichsten Publikationen jeder politischen tragbaren Couleur.

    Grüßen mag ich kaum.

    Nicolai | 7. November 2011 | 18:35 | Antworten
  4. Herr Wendt, wann treten Sie endlich zurück? Nach “sogenannten Fans” und “sogenannten Ultras” nun “sogenannte Fanbetreuer”…
    Ich frage mich auch warum eine Bitte um mehr Sachlichkeit, von Menschen, die sich in der Thematik befinden, Ultras, ihre Hintergründe, ihre Wünsche und ihre Gefahr bestens kennen, von Ihnen als Verharmlosung diffamiert wird.

    Auch wenn ich mich als Pazifist sehe, diese unhaltbaren, erlogenen Äusserungen, die einzig und allein den Zweck haben Ihrer Gewerkschaft (und vor allem Ihnen persönlich) zu dienen, jedoch an Sachlichkeit nichts zu bieten haben, machen mich wirklich aggressiv… Denn es frustriert, wenn man auf Kommunikation setzt und als Antwort Pfefferspray und Ihre Aussagen bekommt.
    Aber warum soll sich jemand wie Sie auch mit Frustrations/Aggresionstheorien auseinander setzen? Sie wissen ja schon von vorneherein, dass alle Ultras nur Verbrecher sind. Ich warte nur darauf, dass Sie die Todesstrafe fordern. Wundern würde es mich leider nicht.

    Dieter Erger | 7. November 2011 | 18:55 | Antworten
  5. @ David Cäser: Gute Fragen!

    Olli_1312 | 7. November 2011 | 19:06 | Antworten
  6. Immer dieses Ammenmärchen, dass der arme Steuerzahler für die Polizeieinsätze zu zahlen hat.

    Die Verbände und Vereine zahlen pro Jahr rund 1,7 Milliarden(!!!) € Steuern, dagegen muten die 50 Millionen an Einsatzkosten doch sehr wenig an.

    CR09 | 7. November 2011 | 19:07 | Antworten
  7. Herr Wendt,

    ist das wirklich Ihr ernst? Wenn ja sollten Sie dringend überlegen, in Ihren Ruhestand zu wechseln und uns endlich mit Ihren unerträglichen Kommentaren in Ruhe lassen.

    Morty | 7. November 2011 | 19:12 | Antworten
  8. Jaja, wenn ein sogenannter Polizist auf die soganannten Fans und deren sogenannte Betreuer trifft.
    Eine Welt voller böser Ultras, armer Polizisten, die dank des sogenannten Fußballs ja so viel Stress haben und die die am besten wegen Verbrechen an der Menschlichkeit verhaftet werden sollten.
    Dabei könnten die Vereine stattdessen seine Rente doch so schön bezahlen.

    Schöne einfache und kleine Welt die er sich da aufgebaut hat.

    Matthias | 7. November 2011 | 19:14 | Antworten
  9. man sollte sich mal mit den fragen von david cäsar beschäftigen herr von und zu!

    marcel | 7. November 2011 | 19:17 | Antworten
  10. Guten Abend,

    Herr Wendt spricht in seiner Aussage von sogenannten Fanbetreuern. Er sagt, dass diese sich entscheiden müssen auf welcher Seite sie stehen. Entschuldigung Herr Wendt, aber sie haben keine Ahnung. Fanbetreuer entscheiden sich bewusst für keine Seite. Sie stehen zwischen den beiden Parteien und gerade das macht sie in so häufigen Fällen so effektiv. Effektiver, als “sogenannte Szenenkundigenbeamten”, als mediale Keulen, oder als eine Kriminalisierung aller Fußballfans.
    Zu den Fanbetreuern haben die Fans vertrauen. Umgekehrt verstehen die Fanbetreuer die Fans. Fanbetreuer wissen sicherlich von zahlreichen Aktionen, die sie eben durch dieses Vertrauen verhindern können.
    Sie können mäßigend auf die Fans einwirken. Ihnen vermitteln, das es quatsch ist. Gerade im Hinblick auf Ultras, die häufig noch sehr jung sind und somit sehr beeinflussbar. Wenn diese von einem älteren Menschen angesprochen werden, dem sie vertrauen(!), bringt das sehr viel mehr als jedes Stadionverbot, denn auf dumme Gedanken kommen junge Leute so oder so. Sie sind jung. Auch ein Herr Fischer hat früher mal Steine geschmissen und würde es heute sicherlich nicht mehr tun.

    Als Beispiel für die Inkompetenz des Herrn Wendt lassen sich zahlreiche Beispiele aufführen, weshalb ich es als einen fatalen Fehler des ZDF betrachte, diesen einzuladen. Insbesondere nur ihn.

    Laut des Fernsehvertrages sind die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten dazu angehalten einer breiten Masse eine Plattform zu geben. In diesem Fall gibt man lediglich der Exekutive eine Plattform. Schade… Insbesondere, da das Gespräch schon jetzt feststeht. Herr Wendt wird einseitig über böse Fußballfans sprechen. Jemand der mit ihm in den Dialog tritt?? Den gibt es nicht.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Alexander Stube

    Alexander Stube | 7. November 2011 | 20:09 | Antworten
    • Ich halte den Bonzen Wendt eigentlich nur für gefährlich und schüttele ständig den Kopf über ihn. Aber in Sachen ‘Kostenbeteiligug der Vereine’ bin ich seiner Meinung. Geht’s nämlich den Vereinen an die Brieftasche, um Randalierer in Schach zu halten bzw. vorläufig festsetzen zu lassen und unbeteiligten Zuschauern Schutz zu gewähren, fällt den Fuball-Funktionären ganz schnell ‘was ein, was in ihrem jeweiligen Stadion getan werden muß, um randalierende Chaoten zu verhindern – wetten ?

      Glombeck, Lutz | 9. November 2011 | 20:22 | Antworten
      • Wie sieht es denn mit einer Beteiligung und Bezahlung der Polizei bei einem Castortransport aus? Oder bei einer Demonstration der Rechten gegen die Linken und der Linken gegen die Rechten? Oder beim Karnevall oder beim Oktoberfest oder bei der Rheinkirmess oder bei einem Verkehrsunfall, denn da sieht es ja auch so aus, geht es den Leuten an die Brieftasche, dann verursachen sie gar keine Unfälle – wetten?!?

        Kemper, Thomas | 9. November 2011 | 21:40 | Antworten
        • Nur ein Hinweis auf Ihre Zeilen:
          Beim Fußball geht es um die Durchführung einer kommerziellen Unterhaltungsveranstaltung,
          Bei Demonsatrationen geht es um die Inanspruchnahme der Versammlungsfreiheit (art.08GG).
          Die Polizei in Deutschland hat den Auftrag das GG und die anschl. Rechtsnormen durchzusetzen.
          Ein Grundrecht auf Fußball ist im GG nicht vorgesehen.
          Jeder private Veranstalter hat die Kosten für seine Veranstaltung auch selber zu tragen. Und da der DFB mit seinen Vereinen es nicht will/oder kann Straftaten vor/wärend/ nach seinen Veranst. zu verhindern, soll er auch für diese nun vorhersehbaren Kosten beteiligt werden.
          Ich bin kein Fußballfan aber Steuerzahler. Deshalb unterstütze ich die Forderung des R. Wendt.
          Personen- und sachschäden dürfen durch die Gesll. nicht akzeptiert werden, nur weil es um Fußball geht.

          Myjagi | 10. November 2011 | 15:44 | Antworten
  11. Mich erinnert dieser Wendt immer an Karl-Eduard von Schnitzler. Um die Äußerungen dieses Menschen mal in Relation zu sehen, ist es ganz gut zu wissen, dass selbst “Kollegen” wie Herr Witthaut von der Polizeigewerkschaft GdP Wendts schon traditionelles Geseier von einer Kostenbeteiligung der Vereine als absoluten Populismus bezeichnen, mit dem Schluss sein müsse. Ich würde mich als Mitglied der DPolG jedenfalls einfach nur für diesen Demagogen schämen.

    Oliver Ehlert | 7. November 2011 | 20:28 | Antworten
  12. [img]http://i39.tinypic.com/21wjlf.jpg[/img]

    Olli_1312 | 7. November 2011 | 20:28 | Antworten
    • Die Einsatzkosten vom Verein tragen lassen und auf die Eintritskarten umlegen anteilmäßig.So wird ein Schuh drauß.

      M.G. | 7. November 2011 | 20:53 | Antworten
  13. @ M.G.

    Die Vereine tragen bereits die Kosten, wie schon geschrieben: 1,7 Milliarden € zahlen die Vereine Jahr für Jahr an Steuern. Da sind die Einsatzkosten, die durch unnütze, viel zu überhöhte Polizeipräsens auch noch nach oben getrieben werden, Peanuts gegen.

    Es ist ein Unding, dass dieser Mensch, der von seinen “Kollegen” der größeren und weitaus bedeutenderen GdP mehr als kritisch gesehen wird, auch noch eine Plattform geboten bekommt, wo er seine Halbwahrheiten und Angstszenarien unters Volk bringen kann.

    CR09 | 7. November 2011 | 21:18 | Antworten
    • Lieber zu viel Sicherheit, als zu viel Tote und Verletzte.@CROS

      M.G. | 8. November 2011 | 09:25 | Antworten
      • Waren sie jemals auf einem Fußballspiel? Wie viel Menschen sind dabei in den letzten 15 Jahren ums Leben gekommen?
        Die Statistik für letzte Saison zählt ca. 800 Verletze bei über 20 Millionen Zuschauern in den Ligen.
        Da passiert in jeder Disko mehr.

        Pantau | 8. November 2011 | 12:40 | Antworten
        • Gerade weil so viel passiert, sollte man weiter für mehr Sicherheit sorgen,Ich verzichte auf die Gefahren im Stadion und sehe mir die Spiele lieber zu haus an.

          M.G. | 8. November 2011 | 15:24 | Antworten
          • Sie betrachten Fußball nur von ihrem Sofa aus und wollen wirklich bei diesem Thema mitdiskutieren?

            Pantau | 8. November 2011 | 16:36 | Antworten
          • Den Mund lasse ich mir nicht verbieten.@Pantau

            M.G. | 9. November 2011 | 11:15 | Antworten
          • Ich gehe zwar nicht in Fußballstadien, aber hier möchte ich doch hinzufügen, dass wir alle durch Sprüche wie:

            Lieber zu viel Sicherheit, als …. ((suchen Sie sich etwas aus)) in den letzten Jahrzehnten in immer unerträglicherer Weise gegängelt werden.

            Dabei werden den jeweiligen Maßnahmen immer die Kosten bzw. die Wirtschaftsbelastung gegenübergestellt, die bei Nichteinführung/Nichteinhalten entstehen. (Gesundheitswesen, Straßenverkehr, Betriebssicherheit, Freizeit etc.). Quintessenz: Keine Bürger mehr = keinerlei Kosten.

            Unsere Sicherheit steigt aber nicht durch diese Komplettregulierung, sondern es kommt zu immer mehr Aggression.

            Da hilft nur Rückkehr zu anderen Erziehungswerten und anderen Leitbildern (zur Stärkung des moralischen “Immunsystems” einerseits und Deeskalation im Gebahren der Ordnungshüter andererseits.

            Seit Jahrzehnten läuft die Polizei bei größeren Volksaufläufen in dieser grauenhaften Verkleidung als Schwarze Ritter mit herabgelassenem Visier auf. Wer sollte da noch darauf kommen, dass sie zum Schutz der Bürger da sind und dafür von diesen auch bezahlt werden? Diese Montur scheint ja schon bei ihnen selbst zu einem ungeheuren Adrenalinanstieg zu führen. Wenn man mal an die “Knüppel-aus-dem-Sack”-Aktionen der letzten Jahre denkt – und das beschränkt sich ja nicht auf Deutschland – da besteht europäischer Konsens – dann überlegt man es sich auch als Normalbürgerin mit unerschütterlichem Freiheitswillen und -recht lieber dreimal, bevor man zu einer Demonstration geht. Es kann aber nicht sein, dass sich die Polizei zu Handlangern politischer Ziele macht, die die Vorstellung vieler Politiker vom idealen Volk umsetzen sollen: Brot und Spiele und kusch!

            Sibylle | 9. November 2011 | 19:45 | Antworten
          • Merke: Die Bullen aller Länder waren schon immer nur willfährige Handlanger – egal wer gerade behauptet das Sagen zu haben; das beweist die Geschichte. Wie man freudig zum Gelderwerb in diese Kluft steigen kann, ist mir völlig schleierhaft.

            Glombeck, Lutz | 9. November 2011 | 20:28 | Antworten
          • Das erzählen Sie mal den Familien der im Dienst getöteten Polizeibeamten.
            Ich bin gespannt auf Ihre Einstellung, wenn sie Opfer einer Gewalttat werden.
            ein Blick ins Gesetzbuch, verbessert die Rechtsfindung ungemein.

            Myjagi | 10. November 2011 | 15:49 | Antworten
  14. Herr Wendt ist bereits hat bereits in der Vergangenheit gezeigt dass er einerseits einen starken Hang zum Populismus hat, dass er andererseits aber fachlich nicht sonderlich kompetent ist. Auch wenn die Deutsche Polizeigewerkschaft deutlich kleiner als die GDP ist so fragt man sich doch wie er es an die Spitze seiner Organisation geschafft hat.

    Ulrich | 7. November 2011 | 21:35 | Antworten
  15. Wozu sich mit Herrn Wendt auseinandersetzen. Ihn als Chef der sogenannten Polizeigewerkschaft (DPG) anzusprechen verschleiert nur, dass diese rechte Beamtenbundsfiliale sich anmaßt für die PolizeikollegInnen zu sprechen, deren große Mehrheit aber in der Gewerkschaft der Polizei (GdP) organisiert ist, die sich bisher eher sachlich eingelassen hat. Aber die Medien ziehen z.Z. ja die Scharfmacher vor

    J.W. | 7. November 2011 | 21:36 | Antworten
  16. Dieser sogenannte Experte sollte sich mal lieber an Fakten halt, statt populistische Ergüsse sondersgleichen los zu lassen. Aber wenn ein sogenannter Experte meint, dass er von seinem warmen Bürostuhl aus alles beurteilen kann…

    Rainer Zufall | 7. November 2011 | 21:45 | Antworten
  17. Hallo liebes ZDF,

    ich frage mich ernsthaft, warum mit Rainer Wendt nur ein Vertreter einer radikalen Splittergruppe eingeladen wird. Wendt zeichnet sich seit Jahren vor allem dadurch aus, dass er innenpolitische Hysterie schürt und über diese Hysterie immer wieder die Einschränkung von Freiheits- und Bürgerrechten fordert. Da werden undifferenziert Feindbild zusammengebastelt und als Lösung immer wieder nur Abbau von Freiheiten und mehr Repression propagiert. Anstatt einen solchen Scharfmacher einzuladen, hättet ihr lieber Leute aus den Fanszenen, Fanbetreuer und Fanforscher wie z.B. Jonas Gabler einladen sollen. Die kennen sich mit den Problemen aus, können das Phänomen “Ultra” sicherlich besser erklären als Herr Wendt und nutzen nicht gleich jede Lapalie um den drohenden Weltuntergang zu prophezeien, der nur durch autoritäre Law and Order-Maßnahmen abgewendet werden kann.
    Ich für meinen Teil würde mir wünschen, dass gerade öffentlich-rechtliche Medien kritischer wären und gerade Akteure wie Wendt hinterfragen, anstatt ihn als “Experten” mit Allwissen zu präsentieren.
    Aber vielleicht verlange ich da auch zu viel von einem Staatssender.

    Rainer Wasserloch | 7. November 2011 | 22:09 | Antworten
    • Lieber Rainer Wasserloch,
      keine Sorge, es kommt natürlich nicht nur Herr Wendt, sondern auch Fanvertreter. Das Ziel ist, dass beide Seiten eine Stimme bekommen und miteinander diskutieren. Und wenn den Zuschauern das Gesagte in der Sendung nicht passt, kann man sich live einloggen und über Blog, Chat, Facebook, Twitter mitdiskutieren. Viel Spaß dabei!

      zdflogin | 8. November 2011 | 11:21 | Antworten
  18. Ich frage mich was für Weicheier eigentlich unsere heutigen Gewalttäter geworden sind. Laut ZIS sind im letzten Jahr 846 Menschen bei Krawallen verletzt worden. Wenn man davon ausgeht, dass die Mehrheit davon mit Pfefferspray und Schlagstöcken Bekanntschaft machte, hat es nicht mal jeder zwanzigste der angeblich 10.000 Gewalttäter geschafft jemanden so zu verwemsen, dass er wenigstens in der Statistik auftaucht… und dafür reicht eigentlich schon simples Nasenbluten.

    Ansonsten wäre noch zu bemerken, dass es höchste Zeit ist mal ein paar der geistigen Brandstifter “abzupflücken”.

    md1909 | 7. November 2011 | 22:49 | Antworten
  19. Sehr geehrter Herr Wendt,

    Sie haben natürlich Recht. Jedoch befürchte ich, dass der gemeine, oftmals recht plumpe Fußballfan Ihre schlüssige Argumentation nicht nachvollziehen kann.

    TR | 7. November 2011 | 23:12 | Antworten
    • Ich finde auch lieber mehr Sicherheit,als nachher zuviel Tode und Verletzte und möchte auf die Loveparade in Düsseldorf aufmerksam machen.

      M.G. | 8. November 2011 | 09:32 | Antworten
      • schon mal im Stadion gewesen?

        Ach so – die Loveparade war in Duisburg.
        Die hatte aber nix mit Fußball zu tun.

        Seine eigene Ahnungslosigkeit sollte man vielleicht nicht so deutlich zur Schau stellen.

        lr | 8. November 2011 | 10:56 | Antworten
        • Das hat nichts mit Ahnungslosigkeit zu tun, sondern hier geht es um mehr Sicherheit, was ich auch mit anderen Augen betrachte und nicht mit den eines Fußballfans.

          M.G. | 8. November 2011 | 15:26 | Antworten
          • Mit dem Autofahren sollten sie besser aufhören, es gibt nämlich prozentuall mehr Straftäter im Straßenverkehr, als im Fußball! Also besser zu Hause bleiben sonst passiert noch was.
            Das Risiko von 0,005 Prozent Opfer von Gewalt im Rahmen eines Fußballspiels zu werden hat doch letztendlich auch mich davon überzeugt, nicht mehr zum Fußball zu gehen….(Achtung Ironie!)

            Fantyp | 8. November 2011 | 19:01 | Antworten
          • Ich fahre als Asthmatiker gar kein Auto,aber nicht alle Fans sind Engel und die Randale müssen ja wohl nicht sein.@Fantyp

            M.G. | 9. November 2011 | 11:16 | Antworten
  20. Ich frage mich immer wieder, wie Sie – lieber Herr Wendt – es schaffen, eine derartige Aufmerksamkeit für Ihre unsinnigen, populistischen Parolen zu erreichen. Hut ab!

    Wilfried Bindzus | 7. November 2011 | 23:28 | Antworten
  21. Noch eine Anmerkung zum Thema Kostenübernahme bei Polizeieinsätzen.
    Gab es nicht auch schon einmal Demonstrationen/Ausschreitungen bei Castor-Transporten. Könnte doch ein Präzedenzfall sein.
    Wer hat eigentlich die Kosten damals getragen?

    Wilfried Bindzus | 7. November 2011 | 23:35 | Antworten
  22. Es geht doch nicht im Mindesten um Sicherheit im Rahmen von Fußballspielen. Es geht einzig und allein darum, ein möglichst beeindruckendes Gefährdungsszenario herbeizufabulieren, um mehr finanzielle Mittel für das eigene Personal zu generieren. Mag dieses Ziel aus der Sicht eines Gewerkschafters legitim sein – der dazu eingeschlagene Weg ist es nicht.

    Wer vertritt die übrigen an dieser Thematik beteiligten Parteien in dieser Diskussion? Von einem gebührenfinanzierten Sender erwarte ich, daß eine ausgewogene, sachiche Debatte ermöglicht wird.

    Homer S. | 7. November 2011 | 23:44 | Antworten
    • Lieber Homer S.,
      keine Sorge, auch die Fans werden in der Sendung eine Stimme haben. Mehr bald hier im Blog!

      zdflogin | 8. November 2011 | 10:58 | Antworten
  23. ja was denn bloß, Herr Wendt, hat sie geritten, dass sie nun auch noch auf die Fanbetreuer losgehen? Haben Sie mit ihren ganzen anderen haltlosen Argumenten keinen Zuspruch mehr gefunden?
    Es ist immer wieder erstaunlich, wie Sie versuchen sich und ihre Theorien in den Vordergrund zu spielen um vermeintliche Zustimmung von “Unwissenden” zu bekommen.

    Aber wieso äußern Sie sich eigentlich nicht mal zu der Problematik, dass mittlerweile sogar Fans von Polizeiseite verletzt werden, die weder Szene- noch Ultra- oder gar Hooliganambitionen haben? Von Polizeiseite wird wahllos in Mengen gepfeffert was das Zeug hält, Fans werden in Züge geknüppelt oder noch vor dem Stadioneingang von Wasserwerfern und den ach so gestressten Beamten niedergestreckt, sogar Fans auf Krücken!!! Es ist eine Frechheit, dass Sie sich hinstellen und die Polizei schützen wollen, die an den meisten Eskalationen selbst schuld ist. Wenn ich als einfacher Fussballfan, weiblich, mich in einen Tross von Fans zum Stadion bewege, weil es keine andere Möglichkeit gibt dorthin zu kommen und mir bei Problemen, von Polizisten anhören muss: na sie müssen ja nicht zum Spiel kommen!, schürt das bei mir ebenfalls nur Aggression.
    Als Dank auf einfache, freundliche gestellte Fragen darf man dann auch noch rennen, damit man in Reizgaswolken oder Knüppelattacken nicht verletzt wird. Es scheint mir eher, dass die Polizei vergessen hat wozu sie eigentlich vor Ort ist. Ist es nicht Aufgabe “Sicherheit” herzustellen? Was hat aber Sicherheit bitte damit zu tun, wenn man auf Bahnhöfen nicht mal mehr auf Toiletten gehen darf? Wo ist die Sicherheit wenn man sich aus einer Gruppe von gereizten Fans Richtung Polizei orientiert und von denen noch eine aufs Maul bekommt?
    Ganz ehrlich, mittlerweile fühle ich mich in einem Fantross sicherer als am Rand wo ihre Mannen stehen, die bei einem falschen Blick jemanden zu Boden reißen und ihn erstmal in Gewahrsam nehmen.
    Wo kann ich mich beschweren über Einsätze die mich verletzen, wenn ich nicht einmal die Schuldigen benennen kann? Es ist doch lächerlich, dass immer wieder behauptet wird: Taten der Polizei werden versucht aufzuklären.

    Herr Wendt, ich persönlich, als bisher unabhängige und unvoreingenommene Person, bin in Ihren Augen wohl auch nur ein “sogenannter Fan” und wissen Sie was, Ihre Polizei hat mich genau dazu gemacht. Denn ich sehe jeden Spieltag wie mit Fans umgegangen wird und es gibt keine Unterschiede mehr zwischen all ihren Fankategorien!!! Das ist das allerletzte! Also fassen Sie sich an die eigene Nase und tun dass, was sie von Verein und Fans fordern: Räumen Sie in den eigenen Reihen auf!

    Ehrlich gesagt erwarte ich von Ihrer “Diskussion” sowieso nichts, denn wie viele ihrer Vorredner kommt wahrscheinlich nur heiße Luft und sie sagen mit vielen Worten gar nichts!

    Auf das nächste Schlachtfest, ich frage mich was härteres Vorgehen von Polizeiseite sein soll? Die Schusswaffe? Totschlag? Ich sehe ansonsten kaum noch eine Möglichkeit wie es “härter” werden kann.

    Ich grüße Sie auch nicht, denn Sie sind mit Ihrer Einstellung, so wie die Polizisten die Sie versuchen zu “schützen”, das allerletzte in meinen Augen.

    thesch | 7. November 2011 | 23:45 | Antworten
  24. Guten Tag Herr Wendt,
    ich bin Jahrgang 1951 ( dies sage ich, damit Sie mich nicht gleich in eine bestimmte Ecke drängen )und möchte mich gerne zu Ihren Aussagen äußern, die ich nur selten nachvollziehen kann.
    Das Weltuntergangsszenario, das Sie beschreiben, ist doch so gar nicht vorhanden.
    Konkret: Ich bin Anhänger von Borussia Dortmund und habe mich vor dem Pokalspiel gegen Dynamo Dresden in der Dortmunder Innenstadt mitten zwischen Dynamo-Fans frei bewegen können, nette Gespräche gehabt, obwohl ich Dortmunder Fanuntensilien dabei hatte. Danach war ich im Biergarten des Stadions Rote Erde, wo sich Dortmunder und Dresdner Anhänger vermischt haben, ohne dass es nach meiner Wahrnehmung zu irgendwelchen Komplikationen gekommen ist. Natürlich ist es in der Folgezeit zu Polizeieinsätzen aufgrund unterschiedlichster Vorkommnisse gekommen.
    Mir geht es allerdings um die Relativierung der Vorgänge:
    Wenn ca. 12.000 – 13.000 Dresdner Fans “vor Ort” waren und vielleicht 500 – 1.000 “auf Randale aus waren”, stellt es m.E. – ich glaube, Sie sehen es ähnlich – ein Armutszeugnis dar, dass man diese Minderheit offenbar nicht in die Schranken weisen konnte.
    Wie kann also die Lösung aussehen?
    Sicherlich nicht durch Ihre propagierten drastischen Maßnahmen, sondern eher durch Einbeziehung aller gutmeinenden Beteiligten, denen der Fußballsport am Herzen liegt! Und da wären zu allererst die Fanbeauftragten oder – wie Sie es nennen – die Fanbetreuer zu nennen!

    Wilfried Bindzus | 8. November 2011 | 00:13 | Antworten
  25. Muss man(n) sich denn so nackisch machen Herr Wendt? Es ist einfach erbärmlich.
    Kommt bald der Rettungsschirm mit oder ohne Hebel im Profifußball?!

    So ein sinnfreier Aktionismus und Populismus… NEIN DANKE!

    LG

    René | 8. November 2011 | 08:30 | Antworten
  26. Hallo Herr Wendt,

    klappt das Online-Streife-gehen via Google Streetview eigentlich mittlerweile? Wäre das nicht eine Lösung für den Terrorismus in deutschen Stadien?

    Grüße

    Abb

    Alibamboo | 8. November 2011 | 10:53 | Antworten
  27. Krawalle bei Fußballspielen – geht es nach der Deutschen Polizeigewerkschaft ist Zeit zum Durchgreifen: „Das ufert in einer Weise aus, die unerträglich ist“, sagt Gewerkschaftschef Rainer Wendt. Verantwortlich laut Wendt für die verfahrene Situation: Fanbetreuer und Vereine.

    Was ist das denn für ein Einleitungstext? Ist Herr Wendt tatsächlich der Meinung, dass für die Krawalle bei Fußballspielen Fanbetreuer und Vereine verantwortlich sind? Also entweder sieht Herr Wendt nicht mehr ganz durch oder das ZDF (von wegen “mit dem Zweiten sieht man besser”).

    Hans Geist | 8. November 2011 | 10:55 | Antworten
  28. Liebe Medien, hört endlich auf, die verantwortungslosen Chaoten “Fans” zu nennen.
    Fan heißt Liebhaber, das sind Leute, die ihre Vereine mögen und ihnen nicht schaden wollen.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass es eine “Selbstreinigung” geben könnte, dass die Fans den Chaoten ein paar auf die Mütze geben. Dann kommen aber garantiert die Wendts dieser Welt und mahnen, dass Selbstjustiz nun schon mal gar nicht geht.
    Und wenn die Polizisten mal etwas energischer zulangen, kommen die Wendts auch wieder und hauen den eigenen Leuten ein paar auf die Finger.
    Gehen Sie, Herr Wendt, mal selbst ins Stadion und “sprechen” Sie mit den Chaoten. Unser Mitgefühl haben Sie!
    Gute Besserung!

    Tolkewitzer | 8. November 2011 | 12:39 | Antworten
  29. Ein Armutszeugnis diesem Herrn Wendt eine, u. a. auch von uns allen mitfinanzierte, Plattform zur Verfügung zu stellen aber Angst schüren um Massen zu manipulieren ist ja leider wohl ein (alt-)bekanntes und probates Mittel.
    Armes Deutschland, armes ZDF…
    Mit dem Zweiten sehe ich wohl erst einmal nicht mehr!

    Nor Bert | 8. November 2011 | 16:24 | Antworten
    • Lieber Nor Bert, wenn man ein Thema diskutieren will, gehören alle Seiten dazu: Pro und Contra. Keine Sorge: Ein Vertreter von Pro Fans und Ultras sind auch dabei – und natürlich unsere User. Durch die Kommentare werden die Inhalte der Sendung bestimmt!

      zdflogin | 8. November 2011 | 17:40 | Antworten
      • Dennoch hat man als Medium auch eine Verantwortung, wen man in der Debatte zu Wort kommen lässt. Mit Herrn Wendt hat man sicherlich _die_ Person für hitzige Diskussion, doch sollte nicht das Bewerfen mit Dreck Maxime der Sendung sein.
        Das Problem an der Person Wendt ist, dass die Medienvertreter sich immer an ihn wenden, wenn sie Schlagzeilen brauchen – denn diese liefert er zuverlässig. Für die Debatte förderliche wäre ein Vertreter der GdP, denn schlussendlich spiel die DPolG und ihr Vorsitzender Wendt in der Diskussion auf fachlicher Ebene eine marginale Rolle.
        DFL und DFB haben sich klar positioniert, dass für sie nur die GdP Ansprechpartner ist. Genauso äußerten sich Vertreter der GdP mehrfach eindeutig über die DPolG. Am Ende bleibt Herr Wendt als Scharfmacher und Populist, für die reale Diskussion spielt er einfach überhaupt keine Rolle.
        Insofern kann man sich selbst schon kritisch hinterfragen, ob die Auswahl dieses Gastes wirklich Sinn macht oder gar sogar Kontraproduktiv ist, denn Herr Wendt verfestigt durch seine Art und Weise eher die Feindbilder.

        Mit Grüßen (an die Redaktion) aus der realen Fußballwelt

        Nicolai | 9. November 2011 | 00:34 | Antworten
  30. Wie kommt Top-Populist Wendt darauf zu behaupten, alles würde schlimmer im Fußball?
    Weiß er etwa nicht, was in den 70ern bis 60ern in und an den Stadien los war? Dagegen ist das heutige Stadion-Event bestenfalls Kindergeburtstag, Justin-Bieber-Gekreische, Tupperparty.
    Lächerlich. Welches Ziel verfolgt Herr Wendt mit solchen Unwahrheiten? Einschränkung von Freiheitsrechten und weitere Drangsalierung von “normalen” Zuschauern?

    No Lies | 8. November 2011 | 16:58 | Antworten
  31. edit: Meinte 60er bis 90er

    No Lies | 8. November 2011 | 16:59 | Antworten
  32. Also in Hannover soll der Dialog zwischen Fans und Polizei ja funktionieren =)

    Markus | 8. November 2011 | 21:31 | Antworten
  33. A.U.A.I.

    All Ultras Are Idiot

    Ebbs | 8. November 2011 | 21:52 | Antworten
  34. Mich beschleicht nach den zahlreichen Aussagen in den letzten Jahren von Herrn Wendt das Gefühl, dass dieser Herr sich gerne einen Polizeistaat wünscht. Einer Polizeigewerkschaft steht es meiner Meinung nicht zu sich in Sicherheitspolitische Debatten einzumischen, denn dies ist nicht ihre Aufgabe als Beamten des Staates.

    Philipp Peters | 9. November 2011 | 01:48 | Antworten
    • Irrtum, denn auf jedem Sicherheitsaufkleber in Bahnen und Bussen steht so gar,Sicherheit geht uns alle an, also auch Herrn Wendt.@Philipp Peters

      M.G. | 9. November 2011 | 11:20 | Antworten
  35. Herr Wendt, Sie haben echt keine Ahnung und versuchen doch nur dem DFB vors Schienenbein zu treten, weil der nicht mit ihnen reden will; Kindergarten auf hohem Niveau

    Tom Schreiner | 9. November 2011 | 16:59 | Antworten
  36. Ist die Meinung wirklich von Herrn Wendt?
    Arme Polizeigewerkschaftler von wem la? ihr euch nur leiten?

    Icke | 9. November 2011 | 17:26 | Antworten
  37. Herr Wendt,

    Haben sie sich schon einmal das Grundgesetz durchgelesen?
    Haben sie schon einmal mit einem Ultra gesprochen bzw seine Ideologie angehört?
    Kennen sie den Unterscheid zwischen Pyrotechnik und Ausschreitungen?
    Können sie ihre Ermittlungen mit Zahlen und Statistiken von der Zis gleichsetzen bzw haben sie dieses getan?
    Wenn ja zu welchem Ergebnis kommen sie?

    Ich hoffe sie nehmen sich meine Fragen zu Herzen und überdenke ihre Repressions Maßnahmen.

    mit freundlichen Grüßen ihre Problemfans

    Eike Schriever | 9. November 2011 | 18:01 | Antworten
  38. Ich selber gehe seit über 30 Jahre in Fußballstadien. Krawalle und Ausschreitungen habe ich selber nie erlebt. Ich denke wir sollten trotz der letzten Ausschreitungen, die ich wie jeder Fußballanhänger und Bürger dieses Landes verurteile, eine sachlich bezogene Diskussion führen. Schuldzuweisungen helfen uns allen und dem Fußballsport am aller wenigstens. Wir dürfen uns den Fußball von einigen wenigen Hunderten meist rechtsradikalen Gruppierungen nicht kaputt machen lassen. Die große Mehrheit unser Fußballanhänger, die zu tausenden Woche für Woche unsere Stadien besuchen, gehen in friedlicher Absicht zu den Spielen um die eigene Mannschaft lautstark, stimmungsvoll mit Gesängen und Fahnen manchesmal mit tollen Korographien in den Fankurven der jeweiligen Heimmannschaften zu unterstützen. Das ist das Bild der Fußballanhänger in Deutschland und wir brauchen jeden einzelnen Anhänger davon. Den Fanprojekten und ihren Mitarbeitern ist es zu verdanken, dass Gewalt und Auseinandersetzungen in unseren Stadien die große Ausnahme sind. Sie verhamlosen die Sitaution in keinster Weise. Sie wollen und suchen den offenen Dialog mit der DFL mit dem DFB und der Politk.

    Stefan Bonzek | 9. November 2011 | 18:15 | Antworten
  39. Herr Wendt benutzt jedes sich dafür eignende Thema dazu, um seine gegenüber der GdP ganz eindeutig im Hintertreffen befindliche Polizeigewerkschaft in die Öffentlichkeit zu bringen, um hier mit Populismus und einfachen Antworten neue Mitglieder werben zu können. Es ist schade, dass das ZDF dies nicht durchschaut. Stand kein seriöserer Polizeivertreter zur Verfügung?
    Einer, der weiß, dass Fußballvereine Milliarden in die öffentliche Haushalte abführen und den Staat eben nicht Geld kosten, wie Herr Wendt dies im Bezug auf die Polizeieinsätze gerne verkürzt festhält.
    Einer, der weiß, dass es auch total überdimensionierte Polizeieinsätze, also polizeiinterne Fehlkalkulationen, gibt.
    Einer, der weiß, dass eine Vielzahl der bei Fußballspielen Verletzten ihre Verletzungen in Folge polizeilichen Handelns erlangen (z.B. durch den Einsatz des Pfeffersprays).
    Einer, der weiß, dass bei aller klaren Benennung von Fehlentwicklungen im Fußball der Dialog das Entscheidende ist.
    Einer, der weiß, welche Aufgaben die Fanbetreuer haben.
    Einer, der eben nicht dramatisiert und übertreibt.

    Und: Bitte trennen Sie bei der Diskussion doch – wenn ich Ihren Trailer sehe, wird mir ganz schlecht – den Einsatz von Pyrotechnik und Gewalt im Fußball. Das sind unterschiedliche Themen. Bei Pyros handelt es sich im Regelfall um ein Ausdrucksmittel der Ultras, um Stimmung zu erzeugen. Dieser Einsatz kann mitunter auch gefährlich sein; er ist es aber erst recht durch das Verbot geworden, weil sich das Abbrennverhalten dadurch deutlich verändert hat. Aus Angst erkannt zu werden, wird beispielsweise viel mehr Rauch eingesetzt oder die Fackeln werden gleich fallen gelassen pp.
    Die massiven Strafen durch den DFB (Stadionverbote), die Vereine (Weitergabe der Strafen an Fans) haben übrigens in den letzten Jahren nicht dazu beigetragen das Problem auch nur annhähernd zu lösen. Strafverschärfungen werden ebenso verpuffen. Auch hier gilt: Dialog!

    Bela | 9. November 2011 | 18:40 | Antworten
  40. DFB / DFL sollen sich an Einsatzkosten beteiligen:

    Das ist meiner Meinung nach Populismus pur.

    Der Geschäftsführer der DFL Seifert verwies darauf,
    “dass der Profifußball jährlich 1,7 Milliarden Euro an Bund, Länder und Kommunen überweist. Demgegenüber stünden Ausgaben von 200 Millionen Euro, etwa für Polizeieinsätze.”

    Die Fans bezahlen also schon indirekt über die Kartenpreise die Polizeieinsätze mit. Völlig undurchdacht an dieser Stelle eine zusätzliche Beteiligung zu fordern.

    Dennis Meier | 9. November 2011 | 19:19 | Antworten
  41. Wie kommen sie darauf von “sogenannten Fanbetreuern” zu sprechen? Angenommen man spräche sie einmal auf die vorhandenen “sogenannten Polizisten” an, die den Fußball nur nutzen um ihre Agressionen an lobbylosen Ultras auszulassen, würden sie diese auch auf ewig vom Fußball fernhalten wollen?

    Jan-Philipp | 9. November 2011 | 21:00 | Antworten
  42. schlimm das sich hier nur die gewaltbefürworter der ultraszene melden. :-(
    ohne ultras gäbe es keine gewalt rund um den fussball.
    herr wendt greifen sie da hart durch! sie haben mindestens 90 prozent der stadionbesucher hinter sich!

    paul | 9. November 2011 | 21:49 | Antworten
    • Falschen Button gewählt?Das ist doch kein Ironie-Button!

      Wilfried Bindzus | 9. November 2011 | 23:05 | Antworten
  43. Hallo Herr Wendt,

    haben Sie jemals ein Bundesligaspiel besucht? Oder sich die Mühe gemacht sich unter Fans in eine Fankurve zu mischen? Ich fürchte nicht, denn Ihre Aussagen zeugen von wahrer Inkompetenz auf diesem Gebiet!
    Aufgrund dieser Tatsache, gehe ich davon aus, dass Ihnen die Zahlen zu diesen Themen nicht geläufig sind.
    In der Saison 2009/2010 wurden die Stadien der ersten und zweiten Bundesliga von ca. 17,4 Mio Besucher/Fans aufgesucht(Quelle DFL). Tendenz im der Folgesaison steigend.
    Im Laufe der Saison 2010/2011 wurden laut ZIS im Rahmen von Fußballspielen 846 Personen verletzt. Das stellt einen Prozentsatz von 0,004869% dar.
    Von diesen 846 Personen, wurden 243 Polizeibeamte verletzt(Quelle: Jahresbericht ZIS). Wieviele von diesen durch den eigenen Einsatz von Pfefferspray oder Reizgas verletzt wurden, ist aus dem Jahresbericht der ZIS nicht ersichtlich. Da beides jedoch selten gezielt gegen einzelne Personen eingesetzt werden kann, sondern oftmals auch unbeteiligte erwischt, scheint dies auch für Ihrer Polizeibeamten nicht ganz ungefährlich zu sein.

    Ich möchte Ihnen als Vergleich mal die Zahlen des diesjährigen Oktoberfest in München aufzeigen. Im Jahr 2011 besuchten ca. 6,9 Mio Besucher das zweiwöchige Oktoberfest. Während dieser Zeit kam es zu 379 einfachen und 120 gefährlichen Körperverletzungen (Quelle: Polizei Bayern). Das sind im Gesamten 499 Körperverletzungsdelikte mit einem Prozentsatz von 0,00723%.

    Somit ist die Chance auf zwei Wochen Oktoberfest durch Fremdeinwirkung verletzt zu werden höher als in einem Bundesligastadion.

    Meine Fragen nun an Sie Herr Wendt:

    Was ist Ihr Ziel? Ein Stadion bzw. Fußballspiel ohne jegliche polizeirelevanten Vorkommnisse?

    Falls ja, betrachten Sie das als realistisches Ziel?

    Wo würden Sie sich als Privatperson sicherer fühlen?

    Warum fordern Sie nicht auch beim Oktoberfest Konsequenzen und härtere Strafen?

    Alois | 9. November 2011 | 21:57 | Antworten
  44. Ich würde mir echt wünschen, daß die Polizei die -Bevölkerung- vor dem Mob bei Ligaspielen beschützt. Es ist eine echte Zumutung im schönen Westend (Bln) zu wohnen, wenn der Fußballpöbel da wieder zusammenkommt. Die Fußballfans sollen sich doch gegenseitig die Köppe einschlagen, aber Schluß mit dem Rumpöbeln, den Sachbeschädigungen und der Erregung öffentlichen Ärgernisses.

    mina | 9. November 2011 | 22:27 | Antworten
  45. In welcher Relation stehen bitte 5818 Straftaten beim Fußball und 17 Millionen Zuschauern zu rund 6 Millionen Straftaten in Deutschland im Jahr 2010? Von Morden, Vergewaltigen und anderen Gewaltverbrechen ganz zu schweigen. Das Problem liegt scheinbar woanders… Wenn sich die Politik, Medien, Polizei so auch bei allen anderen Themen in Deutschland ins Zeugen legen würden wie bei der “Gewalt beim Fußball” dann wäre allen geholfen. Repressionen für Randgruppen lösen die Probleme jedenfalls nicht.

    Marco Schmidtbauer | 9. November 2011 | 22:50 | Antworten

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