Die “Wahl im Web” – live aus Berlin

Sonja Schünemann und Wolf-Christian Ulrich

Nach dem Papst beschäftigt uns jetzt wieder die Wahl in Berlin: Wie geht das Duell um das Bürgermeisteramt zwischen SPD-Wowi und der Grünen Renate Künast aus? Was passiert in der FDP, wenn die Liberalen auch aus dem Berliner Landesparlament fliegen? Schaffen es die Piraten tatsächlich, das Rote Rathaus zu entern? Es verspricht ein spannender Abend zu werden in Berlin – und Ihr könnt live dabei sein und mitdiskutieren, wenn wir das Geschehen aus der Netzperspektive betrachten: Am Sonntag um 20.15 Uhr bei „ZDF log in – die Wahl im Web“ – hier und natürlich auch bei ZDFinfo.

Im Fokus der Sendung stehen die Wahlergebnisse und die Reaktionen im Netz, aber auch die Ziele, Motivationen und Einschätzungen junger Politiker, die sich im Wahlkampf engagiert und für das Abgeordnetenhaus kandidiert haben. Dazu werden Wolf-Christian Ulrich und Sonja Schünemann aussichtsreiche junge Kandidaten aus Berlin befragen: Die jüngste SPD-Abgeordnete im Berliner Abgeordnetenhaus Ellen Haußdörfer, Katrin Schmidberger von den Grünen, Julia Wiedemann (Linke), Martin Pätzold (CDU) und Lukas Karnasch (FDP).

Auch die Piraten kommen zu Wort: Christopher Lauer wird uns zu allen Piraten-Fragen Rede und Antwort stehen. Natürlich habt Ihr wieder Gelegenheit, im Chat direkt mit den Nachwuchspolitikern zu diskutieren. Oder Ihr schickt uns Eure Kommentare per Twitter und Facebook.

Außerdem beantwortet Thorsten Faas, Professor für Politikwissenschaft an der Universität Mannheim, im Chat Fragen rund um die Wahlen. Weitere wissenschaftliche Unterstützung kommt von Professor Christoph Bieber von der Uni Duisburg-Essen. Er beschäftigt sich schon seit langer Zeit mit politischer Kommunikation im Internet und hat am Wahlabend die Netzaktivitäten der Parteien im Blick.

17 Kommentare | 15. September 2011 | 12:30 Uhr | Twittern | Facebook

17 Kommentare

  1. Das war ein überraschendes Ergebnis .
    Piraten sind drin !!!
    FDP ist drausen .
    Gott sei dank haben die Wahler den plumben Versuch gegen die Griechen zu wettern durchschaut.
    Mit diesem ernsten Thema sollte man kein Landtagswahlkampf machen .
    Mfg

    adi | 18. September 2011 | 19:32 | Antworten
  2. Hallo,

    meiner Meinung nach sind die Verluste der FDP bei den letzten Wahlen eine Quittung für die dreisten Wahllügen.
    Das Ergebnis der Piraten zeigt den Vertrauensverlust der Jugendlichen in die Politik. Das Wohl der Banken liegt der Regierung näher als das der Bevölkerung.

    Olaf Blum | 18. September 2011 | 19:49 | Antworten
  3. Beschämend, wie sich die Herren in der Berliner Runde verhalten. Dobrindt schwätz Frau Lemke dazwischen, der Moderator unterbricht Frau Lemkes Versuch, darauf zu antworten, Frau Nahles darf nicht ausreden, Lindner redet wirres Zeug – ich kann nur hoffen, dass unser Geschlecht nicht insgesamt so desolat dasteht, wie der Moderator und die drei Parteienvertreter.

    Andreas D | 18. September 2011 | 19:54 | Antworten
    • Ich finde es schon grotesk wie sich die Männer – einschließlich Moderator – verhalten. Da gibt es Parteien mit “christlichem” bzw. “liberalem” Anspruch die die Werte wie Pünktlichkeit, Fleiß etc hochhalten. Von Höflichkeit ist diesen Personen nichts anzumerken, Frauen dürfen nicht ausreden, werden vom Geschrei der Christen und Liberalen unterbrochen, nicht neinmal der Moderator ist in der Lage, diesem Alpha-Männchengehabe Einhalt zu bieten. Diese Sendung gehört abgesetzt oder in einem erträglichen Maß fortgesetzt zu werden. Was sucht eigentlich der Bayer in dieser Runde?

      Wolfgang L. | 19. September 2011 | 09:51 | Antworten
      • Den Bayern haben sie nur eingeladen damit sie den Stuhl nicht mit der Piraten Partei füllen müssen.

        Frank Vehmeier | 19. September 2011 | 10:41 | Antworten
  4. Super Erfolg für die Ptraten.
    Natürlich sind die völlige Neulinge und müssen sich erst mal an Parlamentsarbeit gewöhnen.
    Aber ich bin zuversichtlich, dass sie in die Rolle hineinwachsen.
    Zudem ist es toll, dass die Berliner lieber die Piraten wählen, statt der Wahl fernzubleiben.
    Denn jeder Sitz den eine Partei wie die Piraten einnehmen, kann nicht von den etablierten Parteien besetzt werden.
    Das tut den etablierten mehr weh, als sämtliche Demos die im Jahr stattfinden!
    Denn das zwingt die Parteien endlich wieder das Augenmerk auf den Bürger zu legen!

    Hans-Peter | 18. September 2011 | 19:54 | Antworten
  5. Hallo,

    ich finde es geradezu unverschämt das in der Berliner Runde
    die FDP mit 2% und die CSU die keine Berliner Partei ist auftreten und die PIRATEN mit 9% nicht vertreten ist!
    Außerdem versuchen die 3 Herren die Diskussion zu dominieren!

    K.J. Beyerle | 18. September 2011 | 19:55 | Antworten
    • Bravo!

      Frank Vehmeier | 19. September 2011 | 10:42 | Antworten
  6. Die “berliner Runde” war eine Zumutung für politisch interessierte Frauen. Dürfen hier nur Maenner ungestört ausreden. Von der CSU sind wir den mangelnden Respekt Frauen gegenüber ja gewöhnt(bes. Herr Dobrinth),aber auch
    den beiden anderen Herrn fehlt es an der nötigen Gesprächsdisziplin.
    Doch dies zeigt uns die momentane Schäche der politischen Troika sehr deutlich auf.
    Die Moderation war nicht neutral und die Redezeit nicht
    annaehernd ausgeglichen.
    Bitte nicht nochmals!

    Fuchs K. | 18. September 2011 | 20:17 | Antworten
  7. Das geplärre von DAS Künast ist nicht mehr auszuhalten. Was will diese Öko FDP?? Ahoi für die Piraten, endlich nach den Linken eine wirklich gute Partei!

    Ali | 18. September 2011 | 20:23 | Antworten
  8. In der Tat , Sie sollten das Konzept dieses Sendeformates °Berliner Runde” überdenken. Ich bin weder Mitglied noch Wähler der Piratenpartei, aber 9% der Berliner Wähler finden offensichtlich, dass die etablierten Parteien wichtige Themen schlicht und einfach verschlafen. Auch wer diese Partei nicht für satisfaktionsfähig hält, kommt auf Dauer an bestimmten Themen nicht vorbei, z. B. einer Neudefinition des (geistigen) Eigentumsbegriffes. So zeichnet sich in der Open-Source-Szene allmählich aber deutlich ab, dass nicht nur kapitalistisch gewinnorientierte Strukturen eine enorme Kreativität freisetzen können, ohne die wir die Zukunft kaum bewältigen werden. Ein Medium wie das ZDF, das sich in seiner Wahlberichterstattung weitgehend auf CSU und FDP-Fossilien beschränkt und nicht mit sondern allenfalls über die Vertreter einer erfolgreichen neuen politischen Kraft redet, setzt sich dem Verdacht aus, entweder den Bezug zur Wirklichkeit verloren zu haben oder Veränderungen blockieren zu wollen, weil man sich ja mit den Regierenden so gut arrangiert hat. Vielleicht will der eine oder andere ZDF-Journalist ja noch Regierungssprecher werden?

    Herwig Luderer | 18. September 2011 | 20:24 | Antworten
  9. Warum war in der “Berliner Runde” kein Vertreter der Piratenpartei?

    Frank F. | 18. September 2011 | 20:32 | Antworten
  10. Nun kann die FDP eine geordnete Insolvenz für sich einleiten! Die Hotelbranche nimmt doch bestimmt noch Tellerwäscher etc! Das Geschwätz der CDU, das man sich nun auch auf Bundesebene mit diesem Wahlergebnis bestätigt fühlt, kann nur ein Realitätsverlust einer früheren Volkspartei sein und das schön Reden der Griff nachdem Strohhalm ist um nicht die Vertrauensfrage für Neuwahlen auf Bundesebene gehen zu müssen!

    Wahlanalyse: Die Volksparteien SPD / CDU stagnieren halbwegs, die FDP verliert Ihre Berechtigung als Partei, Die Linken verlieren sich in Ihren eigenen Streitigkeiten! Gewinner sind die Grünen und die Piraten! Vertrauen und Glaubwürdigkeit in einer Partei sind noch Dinge wo die Grünen halbwegs noch Trumpfen können und erklärt auch warum die Piraten in das Parlament kommen sind, da man die anderen Parteien eher satt hat!

    Nie hat eine Regierung soviel Vertrauen und Glaubwürdigkeit verspielt in diese Demokratie und das Ansehen im In- und Ausland mehr geschädigt wie diese Parteien von CDU / CSU und FDP unter der “Führung” von Frau Merkel!
    Eine Truppe aus Wildsäuen und Gurkentruppen, welche den 1000sten Neuanfang mit einem nicht durchdachten Koalitionsvertrag ständig dazu nutzt, sich selbst zu Profilieren und innerhalb dieser Koalition die Oppositionsarbeit gleich mit übernimmt mit einer Kanzlerin dessen Politik auf Sicht basiert und je nach Wind vollzogen wird, verspielt damit jegliches Vertrauen in Nachhaltige und Zukunftsorientierte Politik! Wenn dann der Eindruck noch von politischen Handeln abhängig von Parteispenden ist, einige Abgeordnete sich Dr. Titel erschleichen und die Kanzlerin diesen Betrug versucht herunter zu spielen, die schwarzen Kassen der CDU immer noch nachklingen, Man mit der Wirtschaft dealt bei gleichzeitigen Steuergeschenken für finanziell gut gestellte Bürger und Sozialkürzungen bei Menschen am Existenzminimum und sich Krampfhaft immer gegen die Mehrheit in der Bevölkerung stellt und es nicht einmal für nötig hält für Ihren ZickZack Kurs im Vorfeld in der Bevölkerung zu werben bzw. sich zu erklären, man keine Visionen und Ziele in dieser Regierung erkennt, dann gehört sich abgewählt! Wenn der Zusammenhalt dieser Regierung nur noch auf das eigene Überleben der Partei und der Macht basiert, dann ist dieses nicht mehr mit dem geleisteten Amtseid zu vereinbaren und hätte diese Kanzelerin noch ein wenig Verantwortungsgefühl, würde sie die Vertrauensfrage stellen und endlich Neuwahlen einleiten!

    Uhlenbrock | 18. September 2011 | 20:33 | Antworten
  11. Die Piraten haben ein einfaches Konzept: Die Freiheit nicht abschaffen, um sie zu schützen.

    Seit Jahren haben wir den selben Reflex: Egal, was schlimes passiert: Die Politiker rufen nache “Schärferen Gesetzen” und “Mehr Überwachung” und natürlich: “Alternativlose Abgabenerhöhungen”.

    Die Piraten fordern “Mehr Vertrauen zu dem Bürger.”

    Die Etablierten inklusive der Grünen haben lange genug gezeigt, daß ihr Konzept nicht greift: Abnehmendes Sicherheitsgefühl, Schuldenrekorde…

    Wir müssen sehen, ob die Piraten es besser können. Aber es muß mal was anderes probiert werden, um Besseres zu finden.

    Martin Kubiczek | 18. September 2011 | 20:46 | Antworten
  12. 2+ für die FDP, weiter so!

    Guimo | 18. September 2011 | 21:08 | Antworten
  13. Man ist ja schon daran gewöhnt,das es Parteien (Linke oder Rechte) gibt die in den Gesprächsrunden klein gehalten oder absichtlich geschnitten werden.Dann heißt es immer man darf ihnen keine Bühne geben.Aber warum wird eine Piraten Partei mit fast 10% Stimmenanteil überhaupt nicht erst mit an den Tisch geladen? Sie haben sich bisher ja wohl nicht Verfassungswidrig verhalten!In einer Demokratie darf es solche tabus nicht geben.Auch wenn es manchen nicht gefällt!Ich wünsche mir das es in Zukunft in diesen Gesprächsrunden keine tabus mehr gibt.Das ist eben für manche Leute eine Kröte der Demokratie die sie schlucken müssen.Ansonsten kann ich solche Beiträge nicht mehr ernst nehmen!Das man anstelle eine 2% Partei (FDP) noch mit am Tisch hat ist ja wohl ein Witz. Lg.Frank

    Frank Vehmeier | 19. September 2011 | 08:38 | Antworten
  14. Unsere Interessen im Ausland werden von einem Politiker vertreten der einer Partei angehört,die offensichtlich niemand mehr will.Das kann nicht wahr sein.Bitte sofort Neuwahlen!!!!!

    Frank Vehmeier | 19. September 2011 | 10:46 | Antworten

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