Das Käfig-Ei und die Machtlosigkeit der EU

213 Eier schafft jeder Deutsche im Jahr – statistisch betrachtet. Die meisten Ei-Esser sind schwer daran interessiert, wo das Ei gelegt wurde: Freiland? Bodenhaltung? Bitte keine Käfighaltung! Die ist deutschen Verbrauchern ein Graus.

So wie die abschreckenden Bilder zerrupfter, leidender Legehennen in ihren Batteriekäfigen. Wie gut also, dass hierzulande die tierquälerische Hennen-Aufbewahrung auf einer weniger als Din-A-4-großen Fläche längst abgeschafft ist. Und Eier aus deutschen Landen, mit dem vertrauenswürdigen DE-Aufdruck auf der Schale, mit gutem Gewissen verspeist werden können.

Seit Jahresbeginn gilt das Käfigverbot auch in der restlichen EU. Gute Nachricht also für den ei-sensiblen deutschen Verbraucher, sollte man meinen. Problem nur: Knapp die Hälfte aller Eier müssen wir importieren. Wer sich sicher wähnte vorm Käfigei, der irrt gewaltig.

Zwölf Jahre lang hatten die Mitgliedsstaaten Zeit, die entsprechende Richtlinie aus Brüssel umzusetzen. Das klägliche Ergebnis: 15 EU-Länder – darunter Polen, Spanien und Italien – machen nicht mit, produzieren weiter in ihren alten Legebatterien. Was da unten raus fällt, kommt weiter millionenfach auch zu uns. Denn aufgeschlagen als Eimasse landen die Eier in Backmischungen, Keksen, Nudeln oder Fertiggerichten. Keine Chance, bewusst darauf zu verzichten, denn auf der Packung steht nur selten drauf, woher sie stammen. Freiwillig drucken das nur wenige Hersteller auf. Verbotene Käfig-Eier werden dem Konsumenten so einfach untergejubelt. Deutsche Hühnerhalter und Verbraucherschützer bilden jetzt eine ungewöhnliche Allianz und fordern in seltener Einigkeit: Kennzeichnungspflicht auch auf Verpackungen von Eiprodukten.

Am Käfig-Ei zeigt sich: Die EU ist weitgehend machtlos, den Verbraucher zu schützen. Und schafft es auch nicht, mehr Tierschutz durchzusetzen. Denn es fehlt Brüssel an wirksamen Kontrollmöglichkeiten in den Ländern.  Und die deutsche Landwirtschaftsministerin? Will sich der Forderung nach zwingenden Angaben auf Packungen zur Herkunft von Eiern nicht anschließen. Obwohl durchaus möglich wäre, eine solche Regelung national zu beschließen. Aigner verweist stattdessen mal wieder auf die EU. Und die? Siehe oben…

Die Käfig-Eier sind auch Thema heute Abend bei Frontal21, um 21 Uhr im ZDF. Alle Infos zur Sendung hier

78 Kommentare | 24. Januar 2012 | 16:03 Uhr | Twittern | Facebook

78 Kommentare

  1. Schlimm ist es, wenn aus der Legebatterie die Eier eine Art Rutsche herunterrollen und es schlüpft ein Küken. Es wird gleich rausselektiert und getötet. Nicht irgend wo hin abgegeben. Klasse. Und es müßte eigentlich ein ungutes Gefühl entstehen, wenn Eier nicht gekenntzeichnet sind, ob befruchtet oder nicht. Manchem Eiesser vergeht der Appetit.

    Die Machtlosigkeit der EU zeigt sich wie beim Völkerbund oder der UN: Beschlüße sind nicht bindent, dienen nur als Richtlinien. Mich als Antieuropäer könnte das erfreuen, allein, was die politische und wirtschaftliche Souveränität anbelangt. Doch bei Lebensmitteln merkt man auch, daß die EU als Hilfsmittel dienen kann, die nationalen Politiker zum machen zu bewegen, was sonst nicht geschähe.

    Es wartet noch viel Arbeit. Auf uns alle.

    Michael Egler | 24. Januar 2012 | 16:10 | Antworten
    • ich versuchs jetzt mal direkt hier oben, sorry, interessant finde ich, welche posts stehen bleibnen, ich hab weiter unten 3 links eingefuegt zu petitionen zwecks eu weiter durchsetzung des kaefigverbots, die werden ansscheinend grade wegzensiert, wenn das so bleibt, war das hier meine letzte zeitverschwendung im zdf blog.

      monika | 25. Januar 2012 | 10:09 | Antworten
    • also doch nur wieder geballte Volksverarschung….. daran sollte sich die Bundesmutti mal ein Beispiel nehmen…. nicht immer kuschen und sauer verdientes Geld anderer Leute verschenken sondern mal zu EU ” Verordnungen” nein sagen, wenn´s in den eigenen Geldbeutel geht…. ganz einfach….

      was lernen wir : man kann anderen Ländern nicht einfach die eigene “superschlaue” Meinung aufzwingen, weder mit nem europaparlament, noch mit der US- Armee….

      Staatsfeind No.1 | 26. Januar 2012 | 08:21 | Antworten
  2. Die EU und erst recht unsere Regierung soll uns mit etwaigen Eierverordnungen in Ruhe lassen. Typischer EU- und deutscher Bürokratieschwachsinn.
    Wenn ich ein ” gutes ” Ei essen will, hole ich mir das vom Bauern nebenan, und das kann ja wohl jeder.

    Tomca | 24. Januar 2012 | 16:58 | Antworten
    • @Tomca:
      - die gute Absicht in Ehren, aber bei wie vielen Stadtbewohnern(und das ist in DEU die überwältigende Mehrheit) wohnt denn der Bauer gleich so nebenan ?

      Ramses | 24. Januar 2012 | 17:38 | Antworten
      • Und genau da liegt doch das Problem.
        Auch in der Stadt gibt es Wochenmärkte wo man sicherlich einen Anbieter findet der einem versichern kann, dass das Ei aus ordentlicher Produktion kommt. Machen Sie es sich hier mit Ihrer Antwort nicht etwas zu leicht?!

        Wir sollten uns “bewegen” und nicht ständig nach Ausreden suchen!

        G.Walter | 25. Januar 2012 | 05:36 | Antworten
    • Tomca, wohnst wohl auf dem Land

      Eine Millionenstadt hat diese Möglichkeit nicht,und die Bauernmärkte sind während der Geschäfts-/Bürozeit.

      Wir brauchen A L L E ordentliche Lebensmittel! Die deutsche Verbraucherschutz Ministerin Aigner CSU, ist die größte Gegnerin für gesunde umweltfreundliche Lebensmittel. Sie redet, und macht das Gegenteil. Noch nie hatten wir so viel Verlogenheit in diesem Ministerium.

      elisabeth chowdhury | 24. Januar 2012 | 21:15 | Antworten
    • Im Blog stand ausdrücklich, dass nicht die von den Verbrauchern als ganze Eier gekauften das Problem sind, sondern die in Produkten untergemischten! Verkauft Ihr Bauer auf dem Markt auch Nudeln, Kekse, Kuchen, und all die anderen Lebensmittel, die im Blog gemeint waren, aus eigener Produktion?

      Irmgard R. | 25. Januar 2012 | 08:32 | Antworten
  3. Ich ernähre mich nur und ausschliesslich pflanzlich. Hierzu zählt die Wurzel der Pflanze, das grüne Kraut der Pflanze sowie die Blüte bzw. die Frucht der Pflanze. Diese Nahrungspalette ist so reichhaltig, das ich jeden Tag etwas anderes essen kann, ohne lange in der Küche stehen zu müssen. Meine Nahrung wird ganz selten gekocht, gedämpft oder gedünstet.

    Wer nun meint, er brauche darüber hinaus das Fleisch anderer Lebewesen, dem Wünsche ich ebenfalls, irgendwann mal als Nahrung dienend, qualvoll zu verrecken.

    Wie kommt der menschliche Nacktaffe eigentlich darauf, das er sich das Fleisch anderer Lebewesen verdient hätte? Von wem hat er das blos gelernt? War’s Homo neanderthalensis, und landete irgendwann ebenfalls auf unserer Speisekarte? Man weiss so wenig.

    Die Katze aus dem Sack | 24. Januar 2012 | 17:13 | Antworten
    • Eisen ist blutbildend. Vegetarische Ernährung enthält meines Wissens nicht viel Eisen. Kannst Du mir folgen?

      Michael Egler | 24. Januar 2012 | 18:16 | Antworten
      • Dein Wissen ist unvollständig. Folgende Nahrung (Auszug) enthält Eisen, in unterschiedlicher Konzentration: Artischocken, Linsen, generell Vollkornprodukte, Bierhefe, getrocknete Pilze, Kürbiskerne, Leinsamen, Sojamehl, Sesam, Bohnen, Nüsse aller Art, getrocknete Früchte, Preisebeeren, Heidelbeeren, Grünkohl, Holunder, Vogelbeeren, Kichererbsenmehl, Sonnenblumenkerne, Brennesseln, Hafer, Pfifferlinge, Petersilie, Tomatenkonzentrat, Mangold, Tofu, Schwarzwurzel, Brunnenkressel, Löwenzahnblätter, Gartenkresse, Spinat, Fenchel, Wurzel- und Knollengemüse, Möhren, Feldsalat, Schnittlauch, Zwiebel, Oliven, Radiccio, Meeretich, Blattsalate.

        Ich werde des öfteren auch gefragt, ob ich wohl auch Fleisch essen würde, wäre ich am verhungern. Ich sage dann zum Fragenden immer: “Wenn ich am verhungern wäre, würde ich das Fleisch auch direkt aus Dir herausschneiden!”

        Die Katze aus dem Sack | 24. Januar 2012 | 18:54 | Antworten
        • Viel interessanter hingegen ist folgende Fragestellung: Wie machst Du und alle anderen Dreckfresser es, das Eisen überhaupt euren Metabolismus erreicht?

          Faktoren wie Kaffee oder schwarzer Tee, Aspirine und andere Schmerzmittel, Ballasstoffe (wobei das ein Widerspruch in sich ist, manche oben aufgeführte Produkte enthalten, wie zum Beispiel Vollkornprodukte, ja sehr viele Ballaststoffe – ist halt alles nicht so leicht), Calcium-Salze, Phosphate (vor allem in Cola und ‘Eigelb’), Oxalate (allgemein in dunkelgrünen Gemüsesorten enthalten).

          Um richtig viel Eisen zu bekommen, jage ich einige Gemüse in die Zentrifuge und machen mir ein wohlschmeckendes Saftkonzentrat.

          Die Katze aus dem Sack | 24. Januar 2012 | 19:01 | Antworten
          • Diese Faktoren entziehen dem Körper jedenfalls wieder Eisen, und verhindern eine bio-chemische Reaktion. Ausserdem fördert Vitamin C die Aufnahme von Eisen in der Blutbahn.

            Die Katze aus dem Sack | 24. Januar 2012 | 19:12 | Antworten
          • Danke für die aufklärung. Doch dann frage ich mich, woher manche Leute Eisenmangel, manche gar an Blutarmut sterben.

            Nun wohl, Du fragtest, woher der “menschliche Nacktaffe” dazukommt, das Fleisch anderer zu essen und woher er es gelernt hat.

            Alles Leben kommt aus dem Meer. Und als manche Meeresbewohner an Land gingen mußten sie sich anpassen. Instinktiv. Wenn keine Pflanzen mehr da waren, durch Eis und Schnee oder Sonne und Wüste, mußte man was anderes probieren.

            Richard Wagner hatte schon recht, daß er Fleisch ablehnte aus Achtung vor den Tieren. Doch in Zeiten harten Lebens, in manchen Regionen auch Zeiten der Kriege, da kann man nicht viel über solche Aussagen des Altmeisters nachdenken. Bevor die Menschheit zum umdenken kommt, nur noch Pflanzen zu essen, werden noch Generationen vergehen.

            Das Groteske dabei ist, daß Pflanzen selbst Lebewesen sind, sie sogar Schmerzen spüren und kommunizieren können, wissenschaftlich belegt. Da Mensch aber nicht verhungern kann, muß halt immer

            Michael Egler | 24. Januar 2012 | 19:21 | Antworten
          • wer dran glauben.

            Und es ist der Kreislauf des Lebens. Wenn wir gestorben sind, werden unsere Körper ein Teil der Natur, u.a. zu Gras. Das Gras fressen die Tiere und die Menschen wiederum beides.

            Ein Gesetz der Natur. Eigentlich irgend wo blöd, aber irgend wie auch alternativlos. Findest Du nicht auch?

            Michael Egler | 24. Januar 2012 | 19:23 | Antworten
          • In dieser Gesellschaft anhand von Mangelerscheinungen zu sterben ist ebensowenig schwer, wie durch Übergewicht und Arterienverschluss.

            Möglicherweise gestaltete sich das Leben ja so, wie Du geschildert hast, bewiesen ist da jedoch noch gar nichts. Es gibt lediglich laue Vakanzen die sich als Annahmen erweisen. Man nimmt sogar an, das der Mensch, aufgrund des Fehlens der überwiegenden Körperbehaarung und des Bindegewebes gar selbst eine Zeit lang im Wasser zu tun hatte. Stimmt ja auch, in der Fruchtblase.

            Die genetischen Informationen die mir zum homo sapiens vorliegen, deuten in eine ganz andere Richtung. Scheinbar haben unsere hominiden Vorfahren nicht nur Hund, Katze, Kühe, etc. domestiziert, sondern ihnen könnte das auch bei einer ganz bestimmten Menschenart gelungen sein, gab ja damals nicht nur eine. Die Genetik wird hier in den nächsten Jahren sehr viele Erkenntnisse liefern. Einige Wissenschaftler in Leipzig sind schon sehr weit bei den DNA-Sequenzen.

            Die Katze aus dem Sack | 24. Januar 2012 | 19:41 | Antworten
          • Also ich kann nicht feststellen, ob Pflanzen leiden. Ich bin da selbst wohl auch nicht feinfühlig genug um soetwas festzustellen, das können andere besser, teils mit wissenschaftlichem Gerät, teils wohl auch ohne.

            Ich mache es mir grundsätzlich einfach, hast Du ja teilweise auch schon mitbekommen: Kein Fleisch, generell – nur um mir nicht überlegen zu müssen, welches Fleisch ich nun aufgrund moralischer Ethiken essen darf und welches nicht. Eine Unterscheidung zwischen tierischem und menschlichem Fleisch mache ich nämlich nicht. Ich lasse mir auch keine Innereien anderer Menschen einpflanzen, nur um ein paar Jahre mehr Leben aus diesem Körper herauszuholen. So ist vieles was ich tue sonderbar und eigenartig. Das ist mir in so langer Zeit ja nun auch aufgefallen – ich bin schliesslich nicht gänzlich blöd, aber auch nur ein Kind dieser Gesellschaft. Ein ungezogenes Kind.

            Die Natur quält dort wo sie es für richtig hält. Der Mensch macht sich diesbezüglich weniger bis gar keine Gedanken.

            Die Katze aus dem Sack | 24. Januar 2012 | 19:50 | Antworten
          • Laut Evolutionstheorie, von Charles Darwin als erstes beschrieben, sind unsere Vorfahren aus dem Meer gekommen. Die Fische waren zuerst da, vorher die Amöben und wie auch immer. Eine wissenschaftliche Erklärung, die die Erschaffung durch Gott wiederlegt. Kann ich aber nicht teilen. Meines Erachtens wissen wir durch die E-Theorie wie Gott arbeitet. Doch das gehört jetzt nicht hierher.

            Was die Pflanzen angeht, lies Dir das hier mal durch. Was anderes konnte ich auf die schnelle nicht auftreiben. Nun nenn mich bitte nicht leinkindlich, ;-)

            http://www.biologie-lexikon.de/forum/index.php?threads/sind-pflanzen-lebewesen.192/

            Michael Egler | 24. Januar 2012 | 20:00 | Antworten
          • Die Organtransplantation ist eine merkwürdige Sache. Wenn man Kunstherzen aus Metall einpflanzen kann, wieso nicht auch andere Organe? Wieso der ganze Spendewimmel? In Österreich gibt es jedenfalls nicht solche Diskussionen wie hier. Dort unten gibt es die Möglichkeit zum Widerspruch, und wer nicht wiederspricht wird ausgeräumt. Dann ohne wenn und aber. Sollen sie sogar bei Touristen machen, wenn diese dort einen Unfall haben.

            Auf alle Fälle ist es eine großartige Errungenschaft. Vielleicht muß sie Dir auch mal nützen oder daß Du spenden mußt. Für wen auch immer.

            Moralische Ethiken beim Fleisch sind eine Erfindung der Neuzeit. Daß in manchen Kulturen und Religionen Schweinefleisch verboten ist, hat in erster Linie hygienische Gründe gehabt. Im arabischen Raum sollen Schweine Krankheitserreger verursacht haben. Die Religion besorgte den Rest. Wer weiß was da los war.

            Sonderbar und eigenartig ist jeder auf seine Weise. Vor allem mit einem so bewegten Leben wie Deinem.

            Michael Egler | 24. Januar 2012 | 20:05 | Antworten
          • massenfleischproduktion is auch ne erfindung der neuzeit.

            monika | 25. Januar 2012 | 09:42 | Antworten
          • Die Evolutionstheorie ist, wie der Name schon sagt, eine Theorie. Leider verfügte weder Darwin noch Wallace über die Möglichkeiten, genetische Informationen von Lebewesen auszulesen. Seine Forschung war leidiglich eine Sicht-Forschung aufgrund vorliegender Fossilien und interpretierbarer Beobachtungen von Fauna und Flora. Nun versucht man krampfhaft, die genetischen Ergebnisse an bereits bestehendes Wissen anzupassen. Man macht’s also erstmal genau umgekehrt. So in etwa ist es mit allem.

            Gott ist ein Hirngespinst. Den lassen wir mal schön aussen vor. Vor allem deshalb, weil ich gar nicht wüsste, welche der Menschenarten nun nach seinem Antlitz geschaffen wurden.

            Ich mag keine Käfige, keine Eier die von Lebewesen kommen welche in Käfigen gehalten werden und ich mag keine Politik, die das alles achselzuckend hinnimmt und jedwede Richtungsänderung mit möglichen Arbeitsplatzverlusten beklagt.

            Die Katze aus dem Sack | 24. Januar 2012 | 20:28 | Antworten
    • Schöne grüße vom vegetarischen Löwen – oder vielleicht von der vegetarischen Hauskatze. So ein mörderisches Viech aber auch. Die armen Mäuse. Und die böse böse Amsel, die die armen Regenwürmer qualvoll verrecken läßt.
      Vegetarier mag sein wer will. Aber bitte keine Bekehrungsversuche aufgrund einer angeblich höheren Moral. Und keine Diffamierung der Menschen als Nacktaffen oder Neandertaler, die keine Vegetarier sind – man kann Vegetarier auch für spinnerte Irre deklarieren. Wohlgemerkt: Man kann, man muß aber nicht.
      Ach so, eh ich es vergesse. Der arme Salat. Wird einfach hingemordet – gefühllos und brutal. Am moralischsten ist es dann doch, gleich nach Geburt zu verhungern, oder habe ich da was falsch verstanden?

      Blogleser | 24. Januar 2012 | 21:30 | Antworten
      • Ich würde meinen, Du hast da was falsch verstanden. Ich weiss nicht wie es bei Dir war, aber mich hat meine Mutter gesäugt, bis ich eigenständig die Nahrung, meist Gemüsebreie, verzehren konnte.

        Es ist kinderleicht, den Fisch oder das Fleisch aus der Verpackung zu nehmen, zu waschen, ggf. aufzutauen und anschliessend durch 1001 Zubereitungsformen zu garen. Es ist für manche auch zumutbare Arbeit, in einem Schlachthaus den beruflichen Dienst zu tun und Leben im Sekundentakt zu beenden. Ablehnen zumutbarer Arbeit gilt hier nicht.

        Es tut mir leid, wenn Du Dich zu den Nacktaffen oder Neandertalern zählst, ich dachte nicht, das sich diese Schuhe hier jemand anzieht. Du hast natürlich völlig recht: Weder Nacktaffe noch Neandertaler will ich den Barbaren nennen. Klar ist, das es einige primitive Lebensformen auf diesem Planeten gibt, die auf Fleischverzehr ihre Lebensweisen ausgerichtet haben. Ich finde es nur fraglich, ob es eine zivilisierte Lebensform wie wir ihnen gleich tun sollte.

        Die Katze aus dem Sack | 24. Januar 2012 | 23:14 | Antworten
      • @blogleser. Haben Sie schon Massentierhaltungen persönlich in Augenschein genommen? Sich über die Haltungsbedingungen in solchen “KZ´s” informiert??

        Nein, haben Sie nicht. Sonst könnten Sie nicht in einem solchen Tenor über Vegetarier/Veganer schreiben – Und wären höchstwahrscheinlich selbst schon längst einer, angesichts der gewonnenen Eindrücke ;-)

        silberdistel | 25. Januar 2012 | 04:40 | Antworten
      •  
        …und wer schützt nun die Pflanzen vor dem guten Gewissen der Pflanzenfresser?
         

        Wolkenspalter | 25. Januar 2012 | 19:07 | Antworten
  4. Zuletzt Bio, jetzt also die Eier. Wie bei “Bio” und “Region” wird die Sache irgendwie falsch angegangen. Nicht die eigentlich zu erwartenden positiven Eigenschaften des Produkts sind zu kennzeichnen, sondern die Eigenschaften, die den Produktwert mindern. Im Moment sieht es so aus, daß für uns Lebensmittel, die, allgemein gesprochen, “industriell” hergestellt werden, als eine Art Grundversorgung selbstverständlich sein sollen. Das heißt, der Verbraucher soll sich über Dioxine, Pestizide, Antibiotika, etc. im Essen zunächst nicht beschweren. Will er, was eigentlich zu erwarten ist, den ganzen Dreck nicht in sich hineinstopfen, muß er detektivisch auf Kennzeichnungen und Labels achten. Das ist doch völliger Hirnriß!

    Zurück zum Ei: Importierte Lebensmittel tierischer Herkunft oder auch als Beimischungen, deren wenigstens einigermaßen pfleglicher Umgang mit der Ware “Tier” nicht nachweislich gewährleistet ist, gehört einfach nicht ins Regal, oder anders gesprochen, gesetzlich verboten! Wieso sollte sich der Verbraucher mit noch einem Label, diesmal das “glückliche Ei”, auf der Verpackung herumärgern? Beim Autokauf muß man schließlich auch nicht auf beispielsweise ein Label “wintertauglich” achten, wenn man ab November nicht böse überrascht werden will, ohne dann Ansprüche geltend machen zu können.

    Es bleibt dabei: Der ganze Wahnsinn der Lebensmittelkennzeichnungen für bessere Produkt gehört in die Tonne! Das Fleisch, das Geflügel, der Fisch, das Ei, Gemüse und Obst müssen grundsätzlich einer gnadenlosen Richtlinie entsprechen, die Giftmischerei und Tierquälerei automatisch ausschließt. Hier sollte Frau Ei-gner ansetzen und Druck in der EU machen, oder wir verbieten die Importe. Jedenfalls, bitte nicht noch ein Label, das überflüssig wie ein Kropf ist. Wer im Supermarkt einkauft, muß sich auf die Produkte blindlings, im wahrsten Sinne des Wortes, verlassen können und darf nicht genötigt werden, ein Studium der Lebensmittelchemie und/oder des Verbraucherschutzes mitzubringen.

    Tocqueville | 24. Januar 2012 | 17:19 | Antworten
    • Da schliesse ich mich an.

      Die Katze aus dem Sack | 24. Januar 2012 | 17:31 | Antworten
    • @Tocqueville:
      - Ihr letzter Absatz bringt die Sache auf den Punkt. Im Grunde ist die Sache simpel wie bei vielen Dingen aber welcher Politiker legt sich schon mit der entsprechenden Lobby an ? Zu deren überbordenden Einfluß gibts ja inzwischen von politischer Seite sogar die Schutzbehauptung, Abgeordnete bzw. Regierung bräuchten unbedingt die Fachkenntnisse der Lobbyisten…
      P.S. wenn dem tatsächlich so sein sollte, warum hat man dann z.B. auf diese angeblichen Spezialkenntnisse der Finanzlobby während der Bankenkrise nicht zurückgegriffen ?

      Ramses | 24. Januar 2012 | 17:56 | Antworten
      • Nun, wenigstens in Deutschland sind wir auf einem einigermaßen guten Weg, was die Qualität der Lebensmittel und den Umgang mit dem Tier betrifft. Alleine der Label-Schmarrn nervt “tierisch”, aber das könnte sich irgendwann von selbst lösen, wenn auf der Verpackung vor lauter Kennzeichnungswut kein Platz mehr für den eigentlichen Produktnamen ist.

        Was die Lobbyistenrepublik Deutschland betrifft, ist dem voll zuzustimmen, aber es gibt ein noch viel krasseres Beispiel: Den flächendeckenden Mindestlohn für alle behandelt unsere Regierung als wäre er gleichbedeutend mit Hämoridenbefall. Dagegen war die Rente mit 67 für alle mit einem kurzen Federstrich beschlossene Sache. Woran das wohl nur liegt?

        Tocqueville | 24. Januar 2012 | 19:08 | Antworten
        • Mir ist grad lanweilig darum mein Senf dazu ;-)
          @Tocqueville,
          “Nun, wenigstens in Deutschland sind wir auf einem einigermaßen guten Weg, was die Qualität der Lebensmittel und den Umgang mit dem Tier betrifft.”
          Einigermaßen, mehr auch nicht! Das Schwien wünscht sich ein Huhn zu sein!
          Holländer und Skandinavier investieren in Germany in rießige Schweine-Mastbetriebe, die größten Europas, weil hier die Auflagen bei weitem geringer sind. Alleine wegen der rießigen Güllemengen ware bei denen der Benötigte Flächenbedarf um einiges größer. Dazu gibt es noch von unser Papi-Staat dicke Zuschüsse!
          Auch unsere Fleischfabriken, verniedlicht auch Schlachthöfe bezeichnt gehören in die Kategorie; the german are the biggest
          Und die Eiergeschichte wäre auch schnell zu Ende, siehe “Schlecher”li, wenn der deutsche Jammerbürger anstatt ständg das Maul mal die Augen aufmacht und so er lesen kann, nur die Nudelpackung mit dem Hinweis “Eier aus Bodenhaltung” über die Ladentheke schiebt.

          martin | 24. Januar 2012 | 21:35 | Antworten
          • Das Schwein natürlich, nicht das Schwien !!!
            will es ja nicht noch schlimmer machen,wie es schon ist!

            Seit wann sind denn hier die Zeichen so stark reklementiert???

            martin | 24. Januar 2012 | 21:41 | Antworten
  5. Eine Frage bleibt offen: Was war zuerst da? Das Huhn oder das Ei? Oder doch dieser sinnige Artikel? Schön, dass Frau Petersen eine über GEZ-Gebühren finanzierte Festanstellung gefunden hat, um uns alle mit ihren tiefschürfenden Blog-Beiträgen zu erfreuen. Die Dame aufzufordern, sich ein Ei drauf zu braten, ginge somit sicherlich an der Sache vorbei – und würde der Autorin ebenso wenig gerecht wie dem mit Käfighaltung schon genug gestraften Huhn…

    Emil Castro | 24. Januar 2012 | 17:35 | Antworten
    • Das Ei ist lediglich ein Funktionsbehälter um den Nachwuchs nicht lange im gebärenden Leib zu halten, sondern schnell in die Umwelt zu entlassen und Platz für Nachfolger zu machen. Das Huhn, bzw. etwas ähnliches, war zuerst da, dann kam das Ei.

      Die Katze aus dem Sack | 24. Januar 2012 | 18:02 | Antworten
  6. Es reicht mit Lebensmitteln. Wie wäre es mal mit einem Blog zum Thema “Verfassungsschutz & Linkspartei”???

    ea.slauer | 24. Januar 2012 | 20:36 | Antworten
    • oder der Kampf um “Mein Kampf”??!!

      martin | 24. Januar 2012 | 20:52 | Antworten
  7. Klar soll bei dem Verbot von Käfighaltung durchgegriffen werden. Aber auch die Hühner die nicht in Käfigen gehalten werden haben es schlimm. Auch bei Hühnern die nicht aus Käfighaltung stammen werden die männlichen Küken getötet, weil sie keine Eier legen können. Deshalb ist für mich die einzige Lösung gar keine Eier zu essen und vegan zu leben.

    halilela | 24. Januar 2012 | 21:18 | Antworten
    • Da dann viele Grüße an vegane sogenannte Raubtiere. Oder soll man diese unbelehrbaren Mordgesellen nicht am besten ausrotten? Ach so, das ist ja Natur. Also ist die Natur ein unmoralisches Mörderpack, das nur frißt bevor es selbst gefressen wird. Und der Salat hat wohl kein Recht auf körperliche Unversehrtheit.
      Aber bitte, wer meint, vegan leben zu müssen, weil Pflanzen nicht laut schreien, wenn sie vernichtet werden….Aber bitte nur Wildpflanzen, keine vom Acker. Das ist ja Massenpflanzenhaltung auf engstem Raum….

      Blogleser | 24. Januar 2012 | 21:50 | Antworten
      • @Blogleser,
        Dich plagt doch nicht etwa das schlechte Gewissen; oder lässt so ein unqualifizierter Rundumschlag auf anderer Basis zur Erklärung bringen?!

        martin | 24. Januar 2012 | 22:24 | Antworten
      • Wollen wir ein kleines Experiment machen? Du kannst das danach ja ins Web stellen. Du nimmst eine Pflanze Deiner Wahl die Du bitte ganz langsam aufschneidest und dabei das Verhalten der Pflanze studierst. Du sollst Dir dabei ausdrücklich viel Zeit lassen, berücksichtige jedoch die natürliche Verderbnis dabei. Zappelt die Pflanze herum, schreit die Pflanze, kratzt und beisst die Pflanze während Du tief ins Fleisch schneidest? Notiere bitte die Ergebnisse.

        Das nächste Schnittgut gebe ich vor, auch die Zeit, nämlich nur halb so lang wie beim obigen Gemüse: Eine Katze (eine Delikatesse in manchen Kulturen). Damit das Fleisch schön zart bleibt, schneidest Du zunächst das lebende Tier mit einem Messer bis ins Bauchfett und ziehst dann langsam mit dem Messer an der Haut das Fell ab. Beobachte dabei die Reaktionen der noch lebenden Katze: Zappelt sie herum? Schreit? Kratzt? Alles notieren und die Arbeit weiter fortsetzen.

        Danach legen wir die Notizen zusammen und vergleichen mal richtig. OK?

        Die Katze aus dem Sack | 24. Januar 2012 | 23:27 | Antworten
        • Hallo “Katze” dein Bemühen hier ist vergebliche Mühe. Einen Fleischesser wirst du nicht bekehren. Schon gar nicht durch Beschimpfungen.

          Hans | 25. Januar 2012 | 07:15 | Antworten
          • Ich will ja gar keine Fleischfresser bekehren, sondern nur beschimpfen. *kichert*

            Die Katze aus dem Sack | 25. Januar 2012 | 08:25 | Antworten
          • Jo Katze, mit den Fleischfressern wirst du wohl leben müssen. Aber um deinen Frust abzubauen hätte ich einen Tipp: einfach in eine Stuhllehne beissen :-)

            Hans | 25. Januar 2012 | 11:19 | Antworten
  8. Kalter Kaffee und Eier-Salat, Eier-Likör, Eier-Pampe aus Mainz. Damit wird jetzt das Thema “Hetze gegen Wulff” zugedeckt. Weil allmählich dem Hetze-Mob der Boden unter den Füßen weggleitet. Der Fakt steht wie ein Schloss in England, wie eine Burg am Rhein, wie eine Bauernkate an der Nordseeküste:
    Bundespräsident Christian Wulff ist unschuldig, juristisch, politisch, gesellschaftlich. Ein guter Bundespräsident. Der Mob frisst sich jetzt selber auf.

    dracon | 24. Januar 2012 | 21:26 | Antworten
    • Jetzt darf Wulfi mal die Eier werfen!
      Bodnhaltung versteht sich; sonst gibs wieder Zoff ;-)

      Die kommen mit dem lesen nich mehr nach! Oder?
      Zitat Absenden.”Du kommentierst zu schnell. Immer locker bleiben.”

      martin | 24. Januar 2012 | 21:48 | Antworten
    • Stimmt. Ein ehrenwerter Präsident für eine ehrenwerte Gesellschaft. Der Beste, den man für Geld kaufen kann.

      Die Katze aus dem Sack | 24. Januar 2012 | 23:29 | Antworten
      • @Die Katze aus dem Sack,
        Erstmal bedanke ich mich für die Ratschläge zur Eisenmangelbehandlung. Ich habe es nötig. Alles Notiert. Auch an @Michael Egler^.
        Zu Ihrem kommentar:
        Ich musste lachen, wir suchen nicht irgenwelche BP mit Eier den wir kaufen können, sonder eine mit “Cojones”. Sie sollen “Bio” sein, Sponsor/Betreiber soll bekannt sein, gut Öko sind sie, wegen der Transportwege sie nehmen jede Mitfahrgelegenheit war, “Nachhaltig” sind sie auch wird gerade bewiesen.
        Nur die Etiketierung ist irgenwie verdächtig.
        Krebs hat ähnliche Merkmalen. Gut faule Eier lassen sich auch umstempeln.
        Übrigens eine bestimmte Art von “Weicheiern” mussen Inlandslobby in eigener Sache betreiben, das ist das Ziel ihres Daseins und deshalb werden nicht nach Davos exportiert. Nicht representativ für Qualität “Made in Germany”.

        Werker | 25. Januar 2012 | 09:30 | Antworten
  9. Nein nein, der Wulff ist ganz böse, er ißt ja womöglich Eier vom falschen Huhn. Blödsinn beiseite – de Wulff hat mit Käfigeiern nichts zu tun.
    Man sollte aber mal die Konsequenz ausrechnen. 216 Eier mal 80 Millionen Einwohner ergibt sie stolze Zahl von 17,28 Milliarden Eiern pro Jahr. Wie groß ist die benötigte Fläche, wann alle zugehörigen rund 50 Millionen Hühner im Freiland gehalten werden sollen? Die Konsequenz kann nur heißen – keine Eier mehr essen. Übrigens auch keine Eiernudeln, keinen Kuchen, keine sonstigen Eierprodukte. Bis zur letzten Konsequenz eine Sache durchzudenken ist aber unbequem, moralisch sich aufzuspielen ist einfacher.

    Blogleser | 24. Januar 2012 | 21:43 | Antworten
    • Eierlikör!

      dracon | 24. Januar 2012 | 21:46 | Antworten
      • Au weia, da hab ich noch einen rumstehen, mach ihn gleich auf und genieße Ihn weg, bevor er da noch mit reingezogen wird.

        martin | 24. Januar 2012 | 21:54 | Antworten
  10. Fälschend – fälschlich – hat ein Blogger oder ein Mitarbeiter des ZDF mir, dracon, den Eintrag “Überall Politik! Stoppt diesen Irrsinn. Stoppt die Gehirnwäsche!” eingeschrieben, so dass es für den Außenstehenden so wirkt, als hätte ich solch einen Unsinn verzapft. Ich kann bei meinem Leben beeiden, dass nicht ich sondern irgendein böswilliger Mensch in diesem Netz mir dieses Zitat “Überall Politik! Stoppt diesen Irrsinn. Stoppt die Gehirnwäsche!” untergeschoben hat. Ich, dracon, habe wahrlich andere Beiträge zu liefern als solch einen hehren Schwachsinn. Natürlich ist das Ganze ein Vorgang mit kriminellem Bezug. Aber ich lache drüber. Ich bemerke, wie das, was ich, dracon, an anderer Stelle schon mitteilte, wesentlich relevanter ist.
    :) ——— :)

    dracon | 24. Januar 2012 | 21:53 | Antworten
    • “Ich, dracon, habe wahrlich andere Beiträge zu liefern als solch einen hehren Schwachsinn”

      …die da wären?

      Ich, leser, Teil des Mobs, denke bei dem Thema “Eier” sollte man den Wulff doch mal ganz außen vor lassen.
      Hat er nicht, interessiert ihn nicht

      leser | 25. Januar 2012 | 07:48 | Antworten
  11. Wir sind doch hier im Eierforum, oder net?
    Bitte wende Dich an die Beschwerdezentrale!

    martin | 24. Januar 2012 | 21:59 | Antworten
    • Lb. Martin – das läuft alles. Aber wir hier unten wollen ja auch Bescheid wissen – gelle ?

      dracon | 24. Januar 2012 | 22:10 | Antworten
  12. @ ZDF-Redaktion

    Die ZDF-Autoren dieses Blogs werden für ihre Artikel bezahlt und vielleicht ist es ihnen egal, ob sich eine sinnvolle Diskussion entwickelt oder nicht. Die Blogger, die sich mit den Artikeln ernsthaft auseinandersetzen, investieren dagegen ihre Zeit ohne Vergütung. Nun machen irgendwelche Pausenclowns immer wieder ihre eigenes Kasperltheater aus diesem Blog. Die werden mal mehr, mal weniger mit der Gelben Karte bedacht, alles in allem aber nicht besonders akkurat und nachhaltig. Der ZDF-Blog ist eine dankbare Alternative zur Facebook-Monokultur. Es wäre schade, wenn diese Alternative gewissen Chaoten preisgegeben und eine seriöse Beschäftigung damit unmöglich würde. Niemand will eine Zensur, aber die Rote Karte mit deftiger Zeitsperre als Ultima Ratio gegenüber diesen Zeitgenossen (die wissen schon, wer gemeint ist) darf nicht nur in der Gesäßtasche bleiben. Andernfalls sagen sicher viele Engagierte demnächst “Lebe wohl” und in Folge dessen irgendwann vermutlich auch der ganze Blog. Wäre es das wirklich wert?

    Tocqueville | 24. Januar 2012 | 23:04 | Antworten
    • Ja, das Aussperren mag vielleicht in diesem Blog funktionieren, nicht jedoch in der gelebten Wirklichkeit. Ausserdem lässt es sich nicht verhindern, das man selbst mal ganz weit ausholen muss, auch auf die vermeintliche Gefahr, sich vom Themenschwerpunkt zu weit wegzubewegen.

      Im Grunde genommen, ist Dein Beitrag von 17:19 der einzig Sinnvolle auf den Text von der Hilke Petersen. Die Ilse Aigner eröffnete die Grüne Woche so: “Umweltfreundlich, lukrativ, sozial – so soll die Landwirtschaft in Deutschland werden”.

      Ich schätze, bei dem herrschenden Wirtschaftssystem, wird man über Lukrativitäten kaum hinauskommen. Weiter so.

      Die Katze aus dem Sack | 24. Januar 2012 | 23:41 | Antworten
    • @Tocqueville. Ihrer Aussage möchte ich mich vorbehaltlos anschließen!

      silberdistel | 25. Januar 2012 | 04:09 | Antworten
  13. Jetzt kann uns nur noch eine zentrale Datenbank helfen. Da müssen sich dann alle Übeltäter eintragen.

    Kalle | 25. Januar 2012 | 06:58 | Antworten
  14. ich bin vegetarier aus ueberzeugung. die fuehrt mich langzeitig dazu, veganer zu werden. ich haette gar nichts gegen fleischkonsum, wenn denn – flaechendeckend weltweit – tierhaltung statt fleischproduktion praktiziert wuerde. das wuerde fuer mich bedeuten, das das tier ein LEBEN hat, 145000 schweine werden taeglich alleine in deutschland geschlachtet. macht ganz grob gerundet 5 millionen, bei einer 6monatigen durschschnittlichen lebenszeit 2,5 mio staendig zu versorgende schweine in deutschland. was wir unter tierhaltung verstehen ist da gar nicht umsetzbar, da ist nur abstrakte fleischproduktion moeglich. und was es da zu sehen gibt, moechte ich nicht auf dem teller haben.
    ich schliesse mich den fleischessern hier an, beschimpfungen sind “unter aller sau”, belehrungen fuehren leider zu nichts. aber ich freue mich, dass doch inzwischen ca. 10% der deutschen vegetarier sind. tendenz steigend. fuer alle die es interessiert, schaut mal in google nach seitan als fleischersatz.

    monika | 25. Januar 2012 | 07:57 | Antworten
  15. was mich am meisten aergert, ist das fleisch, das verdirbt und weggeschmissen wird, und das sind mengen. diese tiere wurden komplett vergeblich gequaelt. ein wuerdevolleres umgehen mit fleisch und damit den “lieferanten” wuerde ich mir wuenschen. dass sich mehr menschen die muehe machen, sich ueber die vielfaeltigen alternativen zu informieren wuerde ich den tieren wuenschen. zumindest jeder der selbst ein haustier hat muesste doch irgendwie nachdenklich gestimmt sein angesichts der berichte in den medien wenn er seinen eigenen teller mal betrachtet vor dem kauen. damit will ich nicht belehren, nur mein absolutes unverstaendnis ausdruecken. am informationsmangel kanns nicht liegen, man muss sich ja schon ducken um nicht von den berichten erschlagen zu werden.

    monika | 25. Januar 2012 | 08:04 | Antworten
  16. Ist schon armselig das hier Veganer bzw. Vegetarier die Moralkeule schwingen. Jeder kann so denken wie er will. Wenn man allerdings Biologisch einfach mal sein Gebiss ansieht wird erkennen das der Mensche ein Allesfresser ist. Somit kann er auch alles essen. Hat auch nix mit dem Thema hier zu tun.

    Die EU Länder hatten 12 Jahre Zeit ein EU Gesetz umzusetzten. Bei denen die sich nicht daran gehalte haben gehört ein EU verhängten Boycot der Höfe die sich nicht daran gehalt haben. Die sollten ihre Betriebszulassung solange verlieren bis sie sich Modernisiert haben.Punkt.

    Sepheran | 25. Januar 2012 | 08:11 | Antworten
    • armselig find ich eher, die verantwortung auf andere abzuschieben, und sich drauf zu verlassen dass es gesetze gibt und die schon durchgesetzt werden. die hatten ja zeit, wenn sich niemand dran haelt ist es nicht mein problem? armseliger gehts ja kaum. uebrigens: auch die maennlichen kueken aus biohaltung werden lebend geschreddert. was ist daran ne moralkeule, wenn ich mich frage, wie leute, die ihre voegel verhaetscheln sich daran beteiligen? und so viele eier produziert werden, dass jede menge in den muell wandert? wenn nicht jeder verbraucher bei sich anfaengt, steigert er mit der nachfrage nach jedem ei die produktion von noch mehr, thema vorbei? ok. 145.000 schweine, 1 mio huehner taeglich. in deutschland. moralkeule? ich seh in meinem post keine keule, und moral ist etwas grudsaetzliches. man hat sie oder eben nicht.

      monika | 25. Januar 2012 | 09:35 | Antworten
      • Monika! Uns liest doch sowieso kein Schwein!
        Quatsch – doch – einer liest uns. Dieser Zensor
        in der ZDF-log-in-Redaktion. Ja, genau, der mit
        der Schere im Kopf. Ein Bekannter schickte dem Erich
        Honecker mal ein Paketchen, darin war ein Fläschchen, etikettiert mit “Grappa Ultima”. In dem Fläschchen war aber 100prozentig rein belassenes Öko-Rhizinus-Öl. Und ein Kärtchen war beigefügt. Darauf stand: “Schmerzlichen Tückpunsch zum Furztag!” Ja, es stimmt. Honecker hatte an dem Tag, als er das Päckchen bekam, Geburtstag. Ich find die Story irgendwie lustig.

        dracon | 25. Januar 2012 | 09:41 | Antworten
  17. Bleibt einstweilen wieder mal nur Bio zu kaufen … – und die Hoffnung, dass Wähler und vor allem KONSUMENTEN irgendwann ihre Macht begreifen und einen wirklich verantwortungsvollen Umgang mit Mitgeschöpfen und Umwelt erzwingen – durch ihr Kaufverhalten.

    Irmgard R. | 25. Januar 2012 | 08:40 | Antworten
  18. [...]*

    *Anmerkung der Redaktion: Der Beitrag wurde mehrfach gepostet und daher entfernt. Viele Grüße, Redaktion heute.de

    Irmgard R. | 25. Januar 2012 | 08:41 | Antworten
  19. armselig find ich auch, dass es offensichtlich keine handhabe gibt, die eu-staaten zur einhaltung der richtlinien zu zwingen, spanien, frankreich, italien, griechenland, kaefighaltung, wir muessen deren eier kaufen, dmait wir nicht noch mehr geld rueberschieben muessen, was sowieso vorher abgefangen wird. ich faend nen rettungsschirm fuer die menschen und tiere viel sinnvoller als einen fuer die banken. :)
    es gibt petitionen wo man seine stimme abgeben kann zwecks der kaefigeier aus eu laendern und dem vertrieb in deutschland.
    http://www.avaaz.org/en/
    http://www.vier-pfoten.de/website/output.php?id=1225&language=1
    http://www.peta.de/wiesenhof
    kann sein, dass die abgelaufen sind, aber die waren alle schon in 2011 online.
    man KANN also sehr wohl versuchen was zu tun, in jedem bereich der einen interessiert.
    gott hat mir ein hirn gegeben damit ich es benuetze, und ein paar finger, um eine tastaqtur zu bedienen.

    monika | 25. Januar 2012 | 09:57 | Antworten
  20. Das Ei ist eine “Geschissene Gottesgabe”! – Allerdings, wer mal die Produktionsbedingungen in solch einem “Hühner-KZ” gesehen hat, wird diese Aussage wohl mehr als bezweifeln…

    silberdistel | 25. Januar 2012 | 10:12 | Antworten
  21. Danke an die Katze aus dem Sack (auch für die Tips betr. Eisen) und Danke an Monika.
    Ich wurde zum Vegetarier nicht wegen der immer wiederkehrenden Lebensmittelskandale, sondern weil ich das unsägliche Leid der Tiere in der Massentierhaltung, in den Schlachthöfen und auf völlig unnötigen, tagelangen Transporten quer durch Europa nicht mehr ertrage.
    Seit den 80ern kaufe ich nur Freiland-Eier, was manchmal nicht einfach war, weil die Supermärkte voll waren mit Billig-Eiern aus Polen (die meist nach Fisch schmeckten, auch die Hähnchen, da sie mit Fischmehl gefüttert wurden statt mit Korn).

    Die “Lebensmittel”-Produzenten lernen nichts aus ihren Fehlern, die Tiere werden weiter mit billigem Mastfutter gefüttert, dabei sieht jeder, was dabei heraus kommt. Eklige Eier, kranke Tiere (Rinderwahn durch Fütterung mit Tiermehl), auch EHEC ist eine indirekte Folge, da Rindern nicht mit Mais/Soja sondern mit Heu/Gras gefüttert werden sollten. Dazu noch ein bißchen Dioxin oder Schmieröl …

    Heller | 25. Januar 2012 | 10:29 | Antworten
  22. Wir sollten nicht zynisch sein. Wir sollten alle keine Eier mehr essen.

    dracon | 25. Januar 2012 | 10:35 | Antworten
  23. an alle fleischesser:
    ich kann euch verstehen, es schmeckt so gut. und uns werden ja auch die augen verklebt mit Fleisch ist ein stueck lebenskraft (fragt sich fuer wen :) ) und bioaufdrucken. es ist unbequem, erinnert zu werden. leider werden vegetarier gleich als belehrend hingestellt. ich bin nicht nur vegetarier, ich bin auch tierschuetzer. meist geh ich solchen foren aus dem weg. weil ich nicht in die schublade moechte. aber manchmal kann ich nicht anders. weil ich das tierleid nicht mehr ertragen kann. ich will die videos nicht mehr sehen, dann muss ich weinen. wirklich. aber wir sehen es nur. in pixel, die tiere fuehlen es. wer es nicht mitansehen kann, sollte auf fleisch verzichten. wir vegetarier werden belaechelt, und die veganer erst. ich finde das schade. was gibts zu laecheln und spotten ueber menschen, die keine tiere quaelen moechten? und wenn man seine gruende offenlegt, dann wird man als belehrer hingestellt. dabei gibt es soviel zu belehren…

    monika | 25. Januar 2012 | 11:15 | Antworten
  24. ueber die alternativen zum beispiel. uebrigens findet im februar die 2. vegetariermesse in wiesbaden statt, tageskarte 10 euro. die kriegt man mit den probehaeppchen locker wieder rein lol.
    hier ein video:
    http://www.youtube.com/watch?v=LEIM2DRNFjM
    eins zum weinen.
    wir lernen zu abstrahieren, das schnitzel nicht mehr als das zu sehen, was es ist. da steht ne ganze industrie hinter, die uns erzaehlt, fleisch ist toll und noetig. fuer die zweifler wurde bio erfunden. damit die auch ausblenden koennen. ich behaupte mal, wenn jeder am massenschlachthof (und da landen sie alle, hausschlachtungen auch bei metzgern sind schon lange verboten) sein schnitzel nur holen muesste und mit dem “davor” konfrontiert wuerde, von selbst toeten red ich mal gar nicht, dann wuerde die vegetarierzahl mal ruckartig auf ueber 50% ansteigen. ganz vorsichtig geschaetzt.
    ja, es ist unbequem nicht auszublenden. es ist unbequem, alternativen zu lernen. aber es ist es wert.

    monika | 25. Januar 2012 | 11:22 | Antworten
  25. http://veggieworld.de/
    das ist der link zur messe in wiesbaden. da gibts info ohne ende. und nein, ich bin kein aussteller und ich profitiere nicht davon. die tiere profitieren.

    monika | 25. Januar 2012 | 11:27 | Antworten
  26. und mich wuerd auch mal interessieren, wieviele eier noch verkauft wuerden, wenn man sie ausnahmslos neben dem kuekenschredder kaufen koennte….. auch bio.

    monika | 25. Januar 2012 | 11:29 | Antworten
  27. jetzt haette ich gerne ne antwort in dieser form: “ich wuerde meine eier auch kaufen, wenn am verkaufsstand die maennlichen kueken lebend geschreddert werden. mir verdirbt der anblick nicht den appetit auf eier.” wenn hier einer dieser meinung ist, dann faend ichs toll, wenn er den mut haette das kundzutun.

    monika | 25. Januar 2012 | 11:33 | Antworten
  28. Der Mensch ist ein Fleisch- und Pflanzenesser. Wer etwas anderes behauptet, sollte sich sein Gebiss vom Zahnarzt erklären lassen.

    Soweit ich weiss, sind Pflanzen auch Lebewesen. Und von Bäumen ist bekannt, dass sie miteinander kommunizieren.

    Allerdings schauen sie uns nicht mit Kulleraugen an.

    Aber zurück zum Block.
    Beginnt endlich eine rigide Kennzeichnungspflicht bei den Lebendsmitteln. Im Zweifelsfall klebt Bilder von Viehtransporten und Schlachthöfen auf die Lebendsmittelverpackung.
    Die Zigarettenindustrie ist zu solchen rigieden Verhalten aufgefordert.

    Tuklov | 25. Januar 2012 | 11:38 | Antworten
    • Tuklov! In der Biologie heißt das Fleisch- und Pflanzenfresser. Wir sollten uns werder von Fleisch noch von Pflanzen ernähren. Wir sollten uns von der sogenannten Raumfahrer-Kost ernähren – chemisch hergestellt, da gibt ess auch keine Pilze, Keime, Erreger mehr in dem ganzen Brei, das geht runter wie “warme Semmeln” …. :)

      dracon | 25. Januar 2012 | 11:46 | Antworten
    • @Tuklov,
      der Mensch ist ein Allesfresser und kann bis auf wenige, für den Menschen unverdauliche Kost,wie Gras oder Rinde etc. fast alles zu sich nehmen. Dafür ist er anatomisch Ausgelegt,(es ist auch gewollt und gut so) das ist und leibt wohl unumstritten.
      Wer Pflanzen (organisch wachsendes Material) und Tiere (organisch lebendes, beseeltes Wesen) auf eine Stufe stellt oder mit einander vergleicht; kann meines erachtens im Kopfe nicht ganz helle sein. Leider gibt mittlerwiele so viele dieser Finsterlinge auf unserem Planeten, dass deshalb jedes normale Mass, was der Schöpfung entnommen,
      gegeben und wie damit umgeganen werden soll und kann, verloren gegangen ist.
      Das fänngt beim Wasser (anm.Wasser hat bewiesenermaßen ein Gedächtnis) an und hört beim Mitmenschen (dazwischen; Boden,Planzen,Tiere,etc.) auf. Man kennt mittlerweile die oberflächen Beschaffenheit vom Mars. Doch mit der Erde richtig umzugehen, bleibt ein dunkles Geheimnis. Gute Nacht!

      martin | 25. Januar 2012 | 13:04 | Antworten
  29. Übelste Tierquälerein sollten vermieden werden.

    Käfigbatterien gehören meiner Ansicht nicht dazu.

    Das weitere regelt der Markt.

    Wer lieber Eier von Bodenhaltung haben möchte, bei denen sich die Tiere gegenseitig kaputthacken, der kann diese ja kaufen.

    Eine glaubwürdige Zertifizierung müssten die Erzeuger selber aufbauen. Wenn se das nicht schaffen, kaufen die Leute eben wieder die guten alten Käfig-Eier.

    Karl Letis | 30. Januar 2012 | 10:25 | Antworten
    • Unglaublich; für Sie eine Zertifizierung des Lebens und alles ist paletti ?! Anstelle Gefühl, Gehirn und Gewissen reicht ein Stempel! Na ja, nicht umsonst sind wir da, wo wir jetzt sind; Mahlzeit.

      martin | 30. Januar 2012 | 11:01 | Antworten

Was sagen Sie dazu?