Kaffee aus der Region?

Der Umsatz mit Bio-Produkten hat sich in den letzten zehn Jahren nahezu verdreifacht. 5,9 Mrd. Euro haben wir in Deutschland im Jahr 2010 für Bio ausgegeben. Doch der Bio-Rausch hat auch Haken.

Ich habe meinen Teil zum Bio-Boom beigetragen und der Biobranche viel Geld in den Rachen geworfen – aus Überzeugung. Und schon längst bin ich Teil des  nächsten Booms – wieder aus Überzeugung.  Dem Biohype folgt der Regioboom.

Biobutter, Biobrot, Biowurst – alles Bio. Ich schwimme seit Jahren auf der Biowelle mit. Spaß macht mir einkaufen nur noch wenn ich Bio kaufe – in Bioläden, auf Biomärkten, im Biodiscounter. Beim Bioapfel aus Neuseeland bin ich allerdings stutzig geworden. Wenn Äpfel einmal um die Erde transportiert werden, kann das irgendwie nicht Bio sein. Bio ist eben mehr als biologisch angebaut. Bio bedeutet auch: kurze Transportwege, wenig CO2 und faire Arbeitsbedingungen. Doch Bio ist zur Massenbewegung geworden, und die Politik war zu zögerlich. Die Umstellung auf Bioanbau läuft immer noch zu langsam in Deutschland. Die Nachfrage nach Bioprodukten übersteigt das deutsche Angebot und so müssen auch Bioprodukte importiert werden. Biokarotten aus Israel kaufen wir, weil es zu wenig Deutsche Biokarotten gibt. 

Bio ist aber für die meisten Verbraucher nicht das wichtigste Markenzeichen. Viel wichtiger ist die Herkunft. Die Verbraucherzentrale Hessen bestätigt: Zwei Drittel der Deutschen bevorzugt regionale Produkte. Und plötzlich locken auch die Supermärkte mit Produkten aus der Region. Die großen Handelsketten haben den Trend natürlich erkannt, die Regale sind voller Regionalprodukte. Nur: Kartoffeln, die in Hessen verpackt werden sind noch lange keine hessischen Kartoffeln. Kaffee mit dem Label  „Unser Norden“ ist nicht mehr als ein schlechter Witz. Der Begriff „aus der Region“ ist weder geschützt noch definiert. „Alpenmilch“ kann so auch aus dem Schwarzwald stammen. Geregelt ist bisher nichts. Einige Bundesländer werben mit ihrem Herkunfts- und Qualitätszeichen – doch die jeweiligen Standards sind höchst unterschiedlich definiert. In Berlin auf der Grünen Woche wird präsentiert und diskutiert. Es herrscht Chaos. 

Was brauchen wir? Eine Definition des Begriffs Region und ein dazugehöriges Label. Und wenn schon mit Regionalität geworben wird, dann aber bitte richtig: nur wenn das Produkt zu 100 Prozent in dieser Region produziert wurde, darf es sich mit dem Regionallabel schmücken.  Ich will keinen Kaffe aus meiner Region.

92 Kommentare | 23. Januar 2012 | 10:07 Uhr | Twittern | Facebook

92 Kommentare

  1. “Spaß macht mir einkaufen nur noch wenn ich Bio kaufe”

    ganz toll….Sie sind auf dem richtigen Weg

    Psychologe | 23. Januar 2012 | 10:49 | Antworten
    • ___________
      ZDF heute.de: Der Beitrag wurde wegen verbaler Entgleisungen entfernt. Bitte beachten Sie die Forenregeln. Vielen Dank!

      dracon | 23. Januar 2012 | 16:02 | Antworten
      • Kalter Kaffee natürlich – nicht kalter Kaffe

        dracon | 23. Januar 2012 | 16:03 | Antworten
    • @Psychologe
      Nicht nur der Kaffeeumsatz ist gestiegen,die Zahl der Herzinfakte und Herzkranken auch.

      M.G. | 23. Januar 2012 | 19:11 | Antworten
    • Dito! Ich kaufe meine Kippen nur noch im Bioladen.

      Delitant | 24. Januar 2012 | 05:36 | Antworten
      • @Delitant
        Versuchen Sie doch mal ganz mit Rauchen aufzuhören.Dies gefährdet gar nicht die Gesundheit.Die Warnungen stehen ja nicht um sonst auf den Zigarettenpackungen.

        M.G. | 24. Januar 2012 | 09:22 | Antworten
    • was wir wirklich brauchen sind mehr Leute, die uns weniger verarschen…..

      Staatsfeind No.1 | 24. Januar 2012 | 08:19 | Antworten
      • und was ist mit den Leuten die uns verarschen. Bio,kann nur Sein, was ich selbst im eigenen Garten anbaue und Tiere die ich selber halte (Ausnahmen sind fast unmöglich) Wie soll ein Bauer ohne Schutzmittel auskommem, seine Ernte wäre fast null oder total unansehnlich. Die weiße Fliege, eine heutige Landplage, würde ihn alle Kohlarten vernichten (Privat bekommt man die Mittel nicht).Ebendso ist es mit der Zwiebelfliege usw.Saatgut ist gebeizt(Gift). Tiere die in grösseren Beständen gehalten werden kommen ohne Arznei(Antibiotika usw)nicht aus, weil irgend eine Krankheit den Bestand befallen würde und es auch einen Totalausfall geben würde (ist mir bei keinen Biobauern bekannt) Antibiotika war schon in den siebziger Jahren Bestandteil des Futters und heute?? Gammelfleisch wird uns untergejubelt und BIO soll anders sein ??? Wir werden nur verarscht!!!!

        hellgruen | 24. Januar 2012 | 13:10 | Antworten
  2. Immer dieses pöse CO²…wär da was dran, läg ich längst unter Palmen (an der Nordsee)

    Rokko | 23. Januar 2012 | 11:17 | Antworten
  3. Wer nur noch bei Lidl und Aldi kauft, verlagert früher oder später viele Arbeitsplätze woanders hin. Die kleinen Läden gehen kaputt und jeder wundert sich, warum die eigenen Kinder keine Lehrstelle mehr finden.

    Also, da wo es möglich ist, lokale Anbieter nutzen die ihr Geld auch wieder in der Region investieren.

    Bananen, Tomaten oder Brot brauche ich nicht aus dem Ausland. Dabei spielt BIO für mich keine Rolle da der Bauer von nebenan dieses “Siegel” nicht braucht. Ist eh meist eine Mogelpackung.

    G.Walter | 23. Januar 2012 | 11:24 | Antworten
    • Es gibt jedes Jahr tausende unbesetzte Lehrstellen, meist aus Faulheit und nicht aus Mangel!!!

      Christoph P. | 23. Januar 2012 | 20:14 | Antworten
      • @Christoph P.
        Das stimmt, hat aber leider mit meinem Statement hier nichts zu tun.

        G.Walter | 24. Januar 2012 | 06:02 | Antworten
  4. man kann sich ganz einfach jede woche eine kiste mit lokalen bio-gemüse vor die tür stellen lsaaen.

    ob diesachen echt sind, weiss ich nicht

    karl letis | 23. Januar 2012 | 11:27 | Antworten
  5. Wenn sich der Umsatz von “Bio”-Erzeugnissen in den letzten 10 Jahren verdreifacht hat – und die Menschen immer mehr auf regionale Kost setzen, dann kann der (suggerierte !) Satz :
    ‘Die Verbraucher wollen alles nur b i l l i g haben’ = nicht stimmen !

    Barbara R., Berlin | 23. Januar 2012 | 11:41 | Antworten
  6. Eigentlich müsste ich schon lange tot sein. Ich esse keine Bioprodukte, dafür aber viel Fleisch und Ernährungsberater können mir gestohlen bleiben. Und doch erfreue ich mich mit meinen 73 Jahren bester Gesundheit. Bin ich ein Wunder der Natur, oder nur der viel zitierte Einzelfall :-)

    Hans | 23. Januar 2012 | 11:53 | Antworten
    • Einzelfall!

      An alle:
      Und noch mal, kauft bewusst ein, dann müssen wir uns nicht über die Qualität aufregen. ( Antibiotika, Tierhaltung, Bio,….)

      Gruß
      Michl

      Michl | 23. Januar 2012 | 12:21 | Antworten
      • @Michl
        Wenn wir bewusst einkaufen sollen,sollten wir nicht soviel Kaffee trinken,dies erspart Herzinfakte.

        M.G. | 23. Januar 2012 | 22:42 | Antworten
        • Stimmt so auch nicht. Es gibt da “neue” Erkenntnisse.
          Aber man sollte sich einfach bewusst ernähren.
          Kaffee ist immer noch besser als Zigaretten oder Alk.,
          oder?! usw….
          Egal, ich glaube man weiß was ich meine.

          Gruß
          Michl

          Michl | 24. Januar 2012 | 12:26 | Antworten
        • @ user M.G.

          “Viel” beim Kaffeekonsum ist relativ. Mein Becher Kaffee morgens zum Wachwerden und mein Cappuccino nachmittags als Genuss getrunken bekommt mir sehr gut und ist nach Expertenmeinung auch nicht schädlich. Der Kaffee stammt aus fairem Handel (Gütezeichen) und so habe ich kein schlechtes Gewissen beim Verzehr.

          Lisbeth aus dem Kohlenpott | 24. Januar 2012 | 14:19 | Antworten
          • @Michi und @Lisbeth aus dem Kohlenpott
            2 Becher Kaffe sind ja noch menschlich.Ich meine mit übermäßig ab 8 Bescher und aufwärts,wo schon das Herz sich vor Überfordeerung meldet.
            Sicher bin ich mir jedoch nicht,ob Kaffee wirklich besser ist,als Alkohol,denn widerum mal 1 Glas Sekt oder Rotwein können auch wiederum nützlich als seelischen Ausgleich sein,wozu sogar Ärzte raten,jedoch nicht auf Dauer.
            Wenn man in Maßen und nicht in Massen genießt,kann man immer noch von Genuss und nicht von Sucht reden.

            M.G. | 25. Januar 2012 | 22:16 | Antworten
    • @Hans, glückwunsch zu Ihrer Gesundheit, Sie könnten ein biblisches Alter erreichen und es könnte passieren, daß die Umwelt vor Ihnen stirbt.

      martin | 24. Januar 2012 | 13:01 | Antworten
  7. Landwirtschaftliche Produkte aus der Region sind gut und schön. Aber bitte nicht auf Kosten der EU-Steuerzahler. Die Agrar-Subventionen müssen weg. Erstens, weil ich keine Lust habe, Landwirte zu alimentieren, die eh alle Millionäre sind (oder wären, wenn sie ihr Land verkauften). Zweitens, weil die EU-Agrarsubventionen den Markt verfälschen, Entwicklungsländer, die allein agrarische Produkte herstellen ihrer einzigen Welthndelsmögichkeit berauben und jedes Jahr 1.000e Menschen in der Dritten Welt daran sterben – an der erzwungenen Unterentwicklug mangels Fortschritt durch Handel und qua Handel finanzierter Investitionen…

    Emil Castro | 23. Januar 2012 | 13:37 | Antworten
    • An Emil Castro:

      die wenigsten Landwirte sind Millionäre. Allein Ihre Stammtischparloe zeigt wie Sie verallgemeinern und polemisieren.

      Aber einfach was geschrieben…

      Sphinx57 | 23. Januar 2012 | 14:48 | Antworten
    • @Emil Castro,
      wenn die Landwirte ihr Land verkaufen würden, hätte Deutschland sicherlich ein paar tausend Millionäre mehr, aber ein paar millionen Menschen würden schnell feststellen, dass man tausender nicht essen kann.
      Richtig, Subventionen sollten weg; dafür ehrliche Preise für ehrliche Arbeit und ehrliche Nahrungsmittel!

      martin | 24. Januar 2012 | 13:17 | Antworten
    • @ user Emil Castro
      Sie hätten in Ihrem Beitrag ruhig Queen Elizabeth II von England erwähnen können. Diese Multimillionärin wird von der EU schon seit Jahren mit mehr als einer halben Million Pfund für ihre privaten Öko-Landwirtschaftsbetriebe subventioniert während der schuftende Kleinbauer vom Niederrhein nicht einmal auf einen Cent hoffen kann. Das ist der Skandal!

      Lisbeth aus dem Kohlenpott | 24. Januar 2012 | 14:46 | Antworten
  8. @ alle

    Wir sollten nicht alles in unserem täglichen Leben reglementieren.

    Dann doch lieber an die Vernunft der mündigen Bürger appellieren. Der Markt reguliert sich selbst. Der wichtigste Teil dieses Marktes ist der Endverbraucher – also Sie und ich.
    Spargel oder Erdbeeren zu Weihnachten, Kiwis ganzjährig überwiegend aus Neuseeland, Tomaten aus Spanien und den Niederlanden außerhalb der „guten“ Tomatenzeit und, und, und …
    Schauen Sie, der „Schwarzwälder Schinken“ muss für mich nicht aus dem Schwarzwald kommen. Die Alpenmilch kann wegen mir auch aus Niederbayern oder aus Schwaben kommen. Wichtig für mich ist, dass die Lebensmittel schmecken und nicht gesundheitsschädlich sind.

    Ich kaufe gerne bei Bio-Bauern ein. Diese Leute stehen mit ihrem Namen für die Qualität der verkauften Produkte. Sie werden kontrolliert und sie kontrollieren sich auch selbst.
    Ein Stück Fleisch von diesen Lieferanten können Sie in der Pfanne ruhig für kurze Zeit allein lassen. Wenn Sie wieder nach ihm sehen, dann hat es sich (was das Volumen angeht) kaum verändert. Machen Sie diesen Test mit einem Stück Fleisch aus manch einem Supermarkt. Da war nur der Preis erstmal „super“ – aber das Ergebnis in puncto Volumen und Geschmack erbärmlich.

    Aber, das soll jeder für sich herausfinden. Wenn es nicht schmeckt(!), nach dem Staat zu rufen, ist wohl der falsche Weg. Oder, wir gestehen uns ein, dass wir nicht mündig sind.

    Einen freundlichen Gruß aus Eisenach

    Heinz Sahl - Eine Stimme aus Thüringen | 23. Januar 2012 | 13:47 | Antworten
    • Heinz Sahl:
      - Sie haben zweifellos recht. Allerdings spielen weitere Momente eine ganz wichtige Rolle:
      - nicht jeder und schon gar nicht junge Familien im unteren Einkommenssegment, das sind mittlerweile ziemlich viele, können sich echte regionale Bioprodukte leisten.
      - Da gibt es übrigens einen gewaltigen Widerspruch, was den Preis angeht: eigentlich sollte man meinen, die Ersparnis bei Transport und Lagerhaltung der regional erzeugten Lebensmittel würden die Produkte nur unwesentlich teurer machen, wenn überhaupt ! Wie stehts denn damit ?
      - Und noch etwas: wenn Handelsketten erst einmal eine dominierende Position erreicht haben, gibt es nicht mehr viele Alternativen auszuweichen. Selbst die noch wenigen, selbstständigen Einzelhändler hängen an den überwiegend gleichen Großhändlern, und die diktieren. Mit einer Preis-Unabhängigkeit ist da schon ziemlich schwer…

      Ramses | 24. Januar 2012 | 02:13 | Antworten
  9. STOPPT DIE ZENSUR DES INTERNETS!!!!

    Massive Zensur des Forums:
    Zeit.de, Spiegel.de, Sueddeutsche.de, Ard.de …

    Überall Zensur!!

    Stoppt die Feinde der Meinungsfreiheit und Pressefreiheit!
    Stoppt die mediale Gehirnwäsche!!

    Darius | 23. Januar 2012 | 14:24 | Antworten
    • Stoppt die Meinungs-Messis, die jeden Blog mit völlig themenfremden Parolen zumüllen!

      Tocqueville | 23. Januar 2012 | 14:49 | Antworten
      • Ja bitte beide Seiten.

        Darius | 23. Januar 2012 | 14:54 | Antworten
      • - sind zum Glück (noch) in der Minderheit…

        Ramses | 23. Januar 2012 | 15:57 | Antworten
    • Wem sagst Du das? Wir haben die Intendanten und Chefredakteure informiert. Diese werfen jetzt ein Auge auf ihre – zensierenden (das muss man sich mal reintun!) – Online-Redaktionen.

      dracon | 24. Januar 2012 | 08:20 | Antworten
  10. “Bio” ist doch bald alles, was nicht den Anspruch erhebt zur Entsorgung auf die Sondermüll-Deponie zu müssen. Und reicht es nicht für irgendein Bio-Siegel, dann ist es wenigstens aus “nachhaltigem Anbau”, “resourcensparend gewonnen”, “ökologisch wertvoll”, “naturbelassen”, “transfair” oder mit sonst einem Blabla versehen, was nur einer Business-Strategie folgt: Zahle mehr für ein gutes Gewissen! Das hat den Lebensmittelkonzernen Milliarden eingebracht, aber dieser Markt gerät langsam an seinen Sättigungshöhepunkt.

    Es ist an der Zeit sich etwas Neues einfallen zu lassen und dabei wird jetzt die “Region” entdeckt. Das braucht nun wieder allerhand Gutachten, Patente, Prüfsiegel und hast’e nicht gesehen. Das Resultat ist dann die verbriefte Tatsache, daß mein Ei aus meinem Landkreis kommt und nicht aus dem Nachbarlandkreis. Jetzt zahle ich zwar noch mehr (Bio muß es ja auch sein), aber niemand kann meinen Lokalpatriotismus in Abrede stellen, was mir wiederum eine Maximierung des guten Gewissens beschert.

    Ist bei all dem Wahnsinn eigentlich mal jemand auf die Idee gekommen, daß es eigentlich genau umgekehrt sein müßte? Nicht “Bio” oder “aus der Region” (Alpenmilch muß automatisch Alpenmilch sein!) sollte explizit verbrieft werden und damit das Produkt verteuern, sondern Hinweise wie “aus industriellem Anbau”, “ein Produkt der Massentierhaltung”, “importiert per Luftfracht”, etc. das Produkt verbilligen. Dann kann der Verbraucher explizit gewissenhaft ablehnen oder gewissenlos zulangen.

    Zuguterletzt bleibt allerdings so oder so ein schaler Nachgeschmack. In unserem Land werden diejenigen, die sich den Luxus von Bio oder Region leisten können, immer weniger. Die Anderen schaffen sich Ihre neuen “Wandlitz”, heute noch für alle zugänglich, wenigstens für ein Sightseeing, morgen vielleicht schon wieder hinter Zaun und Stacheldraht. Ob die Kartoffeln dann teuer sind, weil sie aus der Region oder aus Kalifornien kommen, braucht nur noch in der Financial Times diskutiert werden. Dem Hartz IVler dürfte das ziemlich am A… Verzeihung!… am Teller vorbeigehen. Der muß sowieso nehmen, was ihm die Tafel in die Tüte steckt.

    Tocqueville | 23. Januar 2012 | 14:36 | Antworten
    • @Tocqueville,
      ……”daß es eigentlich genau umgekehrt sein müßte?”
      Ein sehr vernünftiger (ökologischer und ökonomischer) Gedankengang. Der Aufwand und die Kosten für Gutachten, Patente, Prüfsiegel, etc. sollte all denen auferlegt werden, die nicht “natürlich” produzieren. Wenn alle Hilfsmittel wie; chemisch Behandelt, künstlich Gedüngt-Beheizt-Belichtet, Massentierhaltung, vobeugende Medikamentierung, Industrie-Mastfutter, Genverändert, Monokultur, Industriesaatgut, Trasport-Energieangaben usw,..usw.., von den Produzenten und Vermarktern deklariert werden müssten; dann wäre automatisch alles Bio und Öko was ohne “Siegel” auskommt und somit auch günstiger.
      Die deutschen lassen sich das Essen €weit am wenigsten kosten, der Durschnittsverd. hat neben seinem dicken Auto, dem Auslandsurlaub und sonstigem Konsum-Schnickschnack kein Geld mehr für hochwertiges Essen über und eim grossteil der Harzer ist es auch wichtiger, daß die Familie mit Handy, Spielekonsolen, Pc,TFT versorgt ist.

      martin | 24. Januar 2012 | 14:29 | Antworten
  11. *wenig CO2 und faire Arbeitsbedingungen*

    ein Gespenst geht um im Universum,
    …Klimakiller huhuhuhuhu

    werner | 23. Januar 2012 | 15:10 | Antworten
  12. @ Tocqueville Ihr Schlußsatz:”Dem Hartz IVler dürfte das ziemlich am A… Verzeihung!… am Teller vorbeigehen. Der muß sowieso nehmen, was ihm die Tafel in die Tüte steckt.” bringt es (fast) schon auf den Punkt.
    Allerdings nicht nur Hartz IVler sondern auch “Normalverdiener” mit Kindern oder gar Rentner und Alleinerziehende werden sich den Luxus des “egal-welches-Siegel” eh nicht leisten können.
    Hier bleibt jedem nur übrig im Rahmen seiner Vorstellungen Abstriche zu machen und zu verzichten oder auf Billigprodukte zurück zu greifen.
    Ein Weg ist der von Herrn Sahl bereits aufgezeigte, nämlich nicht immer und zu jeder Jahreszeit alles kaufen zu wollen. Hier kann auch Otto-Normalverbraucher mitwirken.
    Ansonsten ist die Bio- oder auch Regionalsiegel Diskussion für den größten Teil der Bevölkerung so unnütz wie ein Kropf, da sie es sich eh nicht leisten können.

    Mich würde mal interessieren, zu welchen Gehaltsklassen die zählen, die sich so massiv dem Thema Bio, Regional…. annehmen!

    Andreas | 23. Januar 2012 | 15:16 | Antworten
    • Besserverdiener,
      ich kaufe aber trotzdem bei Aldi, nur das Gemüse ist dort die Katastrophe. Das hol ich mir dann wirklich frisch.
      Ansonsten halte ich es ähnlich wie unser Heinz Sahl.

      Tomca | 23. Januar 2012 | 15:47 | Antworten
    • - bei diesem Thema gehört unweigerlich auch der Begriff “Global” in die Diskussion. Wenn man nicht nur bei Nahrungs- und Genußmitteln die eigenen Regionen wieder stärker berücksichtigen würde, ersparte man sich enorme Kosten an Transport, Treibstoff sowie Lagerhaltung und gewänne zudem in punkto Frische eine Qualitätssteigerung. Logischerweise müßten diese Produkte auch preiswerter sein, denn die vorgenannte Kostenersparnis dürfte sich auf die Kalkulation niederschlagen.
      Voraussetzung wie leider fast immer: eine wirksame, (evtl. Selbst-)Kontrolle der Produzenten und Händler, die sicherstellt, daß die Produkte auch wirklich aus der Region stammen…

      Ramses | 23. Januar 2012 | 16:13 | Antworten
  13. Wohl dem Gutverdienenden, der sich wirklich Bio kaufen kann, was geschmacklich auch kaum zu toppen ist.
    Im Ausverkauf habe ich vor ein paar Tagen eine Hafermastgans aus Polen für 20 Euro gesehen. Ich habe für meine Biogans den sechsfachen Preis bezahlt. Und sie war jeden Cent wert.

    Allerdings lege ich mir für meine Biogans aufs Jahr ein Konto an, wo ich jeden Monat einen entsprechenden Betrag hineinlege.

    Mein Credo. Ich esse weniger Fleisch und versuche dann Bio einzukaufen und beim Gemüse koche ich saisonal.

    Und wenn ich Lust auf eine Banane habe, dann so fair gehandelt wie möglich.

    Wer es aber so richtig krachen lassen will und damit meine ich unsere Regierung, lässt Bio wie einen Markennahmen schützen. Rigide Auflagen ohne wenn und aber.
    Aber da müßte sich Ilse Eigner mit einer einer gewaltigen Lebendsmittellobby anlegen, was sie und alle nachfolgenden Minister(innen) niemals tun werden.

    Schade eigentlich.

    Tuklov | 23. Januar 2012 | 16:15 | Antworten
  14. _____________
    ZDF heute.de: Der Beitrag wurde wegen fehlendem Themenbezug entfernt. Vielen Dank für Ihr Verständnis!

    dracon | 23. Januar 2012 | 16:49 | Antworten
    • _____________
      ZDF heute.de: Der Beitrag wurde wegen fehlendem Themenbezug entfernt. Vielen Dank für Ihr Verständnis!

      leser | 23. Januar 2012 | 16:57 | Antworten
      • _____________
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        dracon | 23. Januar 2012 | 17:09 | Antworten
  15. _____________
    ZDF heute.de: Der Beitrag wurde wegen fehlendem Themenbezug entfernt. Vielen Dank für Ihr Verständnis!

    dracon | 23. Januar 2012 | 16:52 | Antworten
  16. _____________
    ZDF heute.de: Der Beitrag wurde wegen fehlendem Themenbezug entfernt. Vielen Dank für Ihr Verständnis!

    leser | 23. Januar 2012 | 17:00 | Antworten
    • _____________
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      dracon | 23. Januar 2012 | 17:06 | Antworten
  17. @ ZDF-Redaktion

    Wenn der Teilnehmer @ dracon nicht zufällig ein uneheliches Kind eines ZDF-Granden ist, dann unterbinden Sie doch bitte diese themenfremden Beiträge von @ dracon.
    „Kaffee oder Tee“ geht natürlich auch. Aber dann sollten Sie dies in der Überschrift kenntlich machen.
    Bei all meiner Liebe zur Meinungsfreiheit. Aber einen Meinungsterror sollte es nicht geben!

    Einen freundlichen Gruß aus Eisenach

    _____________
    ZDF heute.de: Vielen Dank für den Hinweis, wir werden wieder strenger moderieren.

    Heinz Sahl - Eine Stimme aus Thüringen | 23. Januar 2012 | 17:13 | Antworten
    • Danke, da freut das mitlesen wieder mehr.

      meier | 23. Januar 2012 | 17:35 | Antworten
    • - dem kann ich mich nur anschließen !
      Dieser irre @dracon scheint zu meinen, alle Themen haben einen Wulff-Bezug.
      Wie wär´s denn ZDF, mal ein bißchen darauf zu achten, daß die Blogger in ihren Kommentaren und Beiträgen einigermaßen beim Thema bleiben ?
      P.S. sehe schon den nächsten @dracon-Anfall, in etwa:
      - Wulff, der beste BP den wir je hatten, kauft nur Bio-Produkte von deutschen Bauern. Das soll sich der Mob mal hinter die Ohren schreiben…

      _____________
      ZDF heute.de: Vielen Dank für den Hinweis, wir werden wieder strenger moderieren.

      Ramses | 23. Januar 2012 | 17:36 | Antworten
  18. bio ist und war noch nie gleich bio,nach meinem verständnis.
    geht auch gar nicht,denn angebliche bioprodukte,die ich im winter beziehen kann,die es eigentlich in mitteleuropa um diese zeit gar nicht gibt,sind nie bio.
    als ossi kann ich mich erinnern,dass wir viele sachen ganz einfach auf grund der nicht möglichen herstellung oder der kosten auf unserem speiseplan nicht fanden,und von meiner lieben westverwandschaft bemitleidet wurde.und da war von uns einfach kreativität verlangt.ich weiß auch wovon ich spreche,ich habe eine fundierte berufsausbildung in diesem bereich.
    ich selbst bin gastronomin seit über 27 jahren und lege sehr großen wert auf die zusammenarbeit mit regionalen herstellern.besuche solche betriebe auch,damit ich meinen kunden gegenüber aussagefähig bin.
    ein großes problem sehe ich auch beim kauf von lebensmitteln,es wird einfach über den bedarf gekauft und dann verworfen,das sind kosten,die jeden geldbeutel belasten

    charlotte | 23. Januar 2012 | 18:50 | Antworten
  19. fortsetzung:
    es ist nicht in jedem falle der staat gefordert,sondern in sehr vielen fällen der bürger selbst.
    leider rutschen natürlich auch immer wieder Betriebe durchs
    kontrollraster,die ihr kriminelles nwesen treiben können,das fängt schon bei den zusätzen im joghurt an.

    charlotte | 23. Januar 2012 | 18:53 | Antworten
  20. Was der Mensch ißt, das ist Er!
    Doch der mündige Bürger ist besser als sein Ruf und vor allem seine Volksvertreter, die dank Lobby noch nicht mal eine vernünftige Kennzeichnungspflicht hinbekommen. Dann nämlich würden, angesichts der vielen Zusatzstoffe und Streckmittel in ´Industriefood´ aufgeschreckt, sehr viel mehr Verbraucher von ganz alleine auf höherwertiges Futter umsteigen, auch wenn das den Geldbeutel teurer kommt.
    Aber noch was gehässiges zum Preis: Die durch Übergewicht und Bewegungsmangel in rasantem Tempo zunehmenden Zivilisationskrankheiten (hier mal ein informativer link einer Krankenkasse dazu = http://www.tk.de/tk/fotos-und-grafiken/grafiken/zivilisationskrankheiten/215960 ), lassen sich durch “FRISS DIE HÄLFTE” ganz gut im Zaum halten. Also: Die Hälfte nur in die Kaumaschine schaufeln und dabei ruhig das doppelte für hochwertiges Futter bezahlen. – Und trotzdem stimmt die Haushaltskasse wieder! :-)

    silberdistel | 23. Januar 2012 | 19:31 | Antworten
    • Zusatzangabe: Die Quelle des links entstammt “Grafik: Techniker Krankenkasse”.

      silberdistel | 23. Januar 2012 | 20:20 | Antworten
  21. “Bio bedeutet auch: kurze Transportwege, wenig CO2 und faire Arbeitsbedingungen” – eben nicht. Wie man in den EU-Richtlinien nachlesen kann bezieht sich “BIO” v.a auf die Anbaumethoden. Anders wäre es ja auch nicht möglich, BIO-Kaffee zu konsumieren-oder einen BIO-Apfel aus Neuseeland zu kaufen.

    Zudem gibt es auch in der konventionellen Landwirtschaft strenge Kontrollen&Vorschriften. Und:nicht alle konventionellen landwirtschaftlichen Betriebe sind große Mastbetriebe, auf denen es nicht mit rechten Dingen zu geht. Mich stört die inzwischen übliche Unterscheidung in Bio=gut, Nicht-Bio=böse. Mir sind die Erdbeeren, die nicht Bio sind, die ich aber in der Region direkt vom Erzeuger kaufen kann, 100x lieber als ein Bio-Produkt, von dem ich nicht genau weiß, woher es kommt.

    Und:Landwirte sind bei Leibe nicht alle Millionäre, ich spreche aus Erfahrung, meine Eltern führen selbst einen Bauernhof.Und Grundbesitz ist nunmal eine unabdingbare Voraussetzung zum Anbau von Lebensmitteln.

    Mahlena | 23. Januar 2012 | 20:43 | Antworten
  22. STOPPT DIE POLITIK IM INTERNET!!!!

    [...]

    * Anmerkung der Redaktion: Der Beitrag wurde wegen verbaler Entgleisung editiert.

    Überall Politik!

    Stoppt diesen Irrsinn.
    Stoppt die Gehirnwäsche!

    dracon | 23. Januar 2012 | 20:48 | Antworten
    • Was bist denn du für einer.
      Festplatte hat gefressen, oder?
      Geh raus an die Luft!

      Michl | 24. Januar 2012 | 12:40 | Antworten
    • Stoppt diesen dracon!

      martin | 24. Januar 2012 | 13:23 | Antworten
  23. Lebensmittel in deutschland sind die billigsten der Welt, was den Preis betrifft, aber wohl auch die Qualität.

    Das heisst, wenn Bio teurer ist, dafür aber wirklich gut (geschmacklich und gesundheitlich), dann hat es bestenfalls einen Normalpreis. Vergleichen sie mal Lebensmittelpreise mit anderen EU Ländern oder der Schweiz.

    Auch Überseevergleiche werden zeigen, wie billig das Zeug in deutschland ist. Das liegt natürlich komplett an den Quersubventionierungen der EU – es kommt nix in die Theke, was nicht mindestens 5000 km unterwegs war. D.h., natürlich zahlt der Steuerzahler die Preisdifferenz.

    Man muss aber auch sagen, dass Aldi, Lidl und Co. [...]auch nur in deutschland verkaufen können. Die Qualität der Waren im Ausland ist wesentlich besser. Dort würde das Zeug niemand kaufen. In deutschland ist es recht einfach, [...] zu verkaufen, viele glückliche Kunden…

    * Anmerkung der Redaktion: Der Beitrag wurde wegen verbaler Entgleisung editiert.

    Jörg | 23. Januar 2012 | 20:59 | Antworten
    • @Jörg:
      - welches Ausland ? Lebe in einem südlichen Land mit einer im Winter durchschnittlichen Tagestemperatur von 25 Grad und wer glaubt, hier kämen vollreife rote Tomaten aus der Freilandhaltung in den Handel – eine Illusion. Das gilt für andere Lebensmittel genauso: Milchkühe bleiben im schattigen Stall und bekommen Futter aus dem Ausland, weil außerhalb der sehr kurzen sogenannten “Regenzeit” kein Grünfutter verfügbar ist, Mastvieh wird ruhig gestellt, um ja kein Kilo vermarktbares Fleisch zu verlieren. Unsere Horror- Hähnchenzucht und Legebatterien werden hier noch weit übertroffen. Über Transportbedingungen und Frischhaltung besser nicht reden. Es ist eben alles relativ. Und man glaubt es kaum, wieviel Lebensmittel transkontinental aus der EU und DEU exportiert werden…
      Übrigens ist ALDI durchaus international vertreten !

      Ramses | 23. Januar 2012 | 22:35 | Antworten
  24. Neuer Text für die erste Strophe: Bio, Bio über alles, über alles in der Welt……
    Zu Bio gibt es zig Studien, aus denen jeder das herauslesen kann, was er für seine Meinung zur Unterstützung braucht. Über die tatsächliche oder eingebildete Un-Gesundheit von Nicht-Bio läßt sich trefflich streiten, merkwürdigerweise sind die Menschen im Zeitalter vor der Biowelle auch nicht früher gestorben. Aber im Zeitalter der reinen Regional- und wahrhaft ökologischen Landwirtschaft vor 200 Jahren gab es eine Hungersnot nach der anderen. Das wird heute gern vergessen.
    Was aber Sache ist: Bio-Werbung ist manipulativ und suggestiv: es wird jeder vor die angebliche Gewissensfrage gestellt, ob er “was für die Umwelt” oder “gegen die Umwelt” tun will, kann oder soll. Für die Mehrheit der Menschheit stellt sich diese Luxusfrage gar nicht, da heißt es überlebe ich oder nicht.
    Hat schon jemand nachgedacht, wie die Ernährung der Menschheit laufen soll, wenn man wieder total Bio macht wie vor 150 Jahren?

    Blogleser | 23. Januar 2012 | 21:16 | Antworten
    • dracon dankt den mobbern im blog und dem zdf für die zensur

      Wenn ein Autor zensiert wird, weil man sich argumentativ nicht mehr zu helfen weiß gegen die Eindringlichkeit und Überzeugskräfte seiner Worte, so hat er ein Ziel schon erreicht: die Zensoren sind als solche entlarvt – und mögen sie noch so “klug” antworten. Schade – ich hatte das Zensiert-Werden nicht angestrebt sondern eine Duskussion.

      _____________
      ZDF heute.de: Sie haben im Bio-Thread mehrfach etwas über den Fall Wulff gepostet. Das haben wir entfernt – keine Zensur, sondern Moderation. Und jetzt bitte wieder zurück zum Thema. Vielen Dank!

      dracon | 23. Januar 2012 | 21:20 | Antworten
      • Wenn ein Blogger nichts Besseres zu tun hat, als mit irgendwelchem themenfernen Firlefanz die Diskussion anderer Blogger zu torpetieren, dann bettelt er geradezu nach Zensur. Die braucht dann keine argumentative Begründung und darf sich dem Beifall der genervten, ordentlichen Blogger gewiss sein. Irgendwo im Web gibt es sicherlich Blogs, die sich für nichts zu schade sind. Dort wird man der Eindringlichkeit und Überzeugskräfte der Worte, unabhängig von Sinn und Verstand, sicher die gebührende Aufmerksamkeit schenken.

        Tocqueville | 23. Januar 2012 | 21:53 | Antworten
      • - wann ist @dracon je auf Argumente eingegangen, wann beim Thema geblieben ? Nur ständige Wiederholung der gleichen Schlagworte und Bezeichnung Jener als “Mob”, die nicht seine Meinung teilten… Disqualifiziert sich selbst !

        Ramses | 23. Januar 2012 | 22:18 | Antworten
  25. Es ist nicht unbendingt wichtig ob durch Bioprodukte die Menschen länger leben oder nicht. Ich denke, dass sich das auch nicht zweilsfrei erforschen lässt, da der “Biohype” noch nicht entsprechend langen anhält und die Dauer des Lebens von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängt.

    Viele entscheidener ist es aber, dass durch Bioprodukte die Umwelt und die Artenvielfalt geschont werden. Der Verzicht auf künstliche Dünger und Pestiziden schützt doch Pflanze, Flüsse und Grundwasser in einem großen Maße.Diese zerstören die heimische Flora und Fauna. Und ob ein Leben für ein Kuh die nie im Sonnenlicht auf der Weide stand oder eine Huhn, dass eingezwängt in einem jetzt doppelt so großen Käfig (2 DINA 4 Blätter) lebenswert ist sei jetzt mal dahin gestellt.

    Ohne Zweifel ist es nicht sinnvoll Bioprodukte aus aller Welt zu kaufen. Trotzdem ist der Biogedanke an sich wichtig und richtig, hier soll in der Tat über eine Einschränkung des Biobegriffes nachgedacht werden um die Marke zu schützen.

    Dominik | 23. Januar 2012 | 21:39 | Antworten
    • @Dominik. “Und ob ein Leben für ein Kuh die nie im Sonnenlicht auf der Weide stand oder eine Huhn, dass eingezwängt in einem jetzt doppelt so großen Käfig (2 DINA 4 Blätter) lebenswert ist sei jetzt mal dahin gestellt.” Zitatende.
      Die Tiere werden bereits ausschließlich für den Schlachtautomaten speziell gezüchtet. Hier ein link zu einem Bericht des Spiegels von 02/11 mit dem Titel “Im Akkord zur Schlachtreife” = http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-76862438.html

      silberdistel | 23. Januar 2012 | 22:00 | Antworten
    • Daß Bio Flora und Fauna schützt, ist richtig, aber Mineraldüngung in Maßen schadet eben auch nicht. Das liegt nicht am “Bio” sondern an der für Bio und nicht-Bio gleichermaßen gültigen Chemie. Die Frage nach dem glücklichmachenden Bio stellt sich aber nur in Luxusländern – mit biologischem Anbau ist nun einmal das Risiko von Ernteausfällen größer (leider nicht wegdiskutierbar) und das kann man sich bei der stetig wachsenden Weltbevölkerung nicht mehr leisten. Da helfen auch keine schönen Bildchen von hübscher Landschaft à la Biedermeier drüber hinweg. Es stellt sich auch die Frage, ob eine vollbiologisch halbverhungerte afrikanische Kuh glücklicher ist als eine im deutschen Stall.
      Oder soll man – mal ganz brutal ausgedrückt – die halbe Menschheit erschießen, damit sich die andere Hälfte nur von glücklich lebendem Gemüse ernähren kann?

      Blogleser | 23. Januar 2012 | 23:52 | Antworten
  26. @ ZDF-Redaktion
    Hier ist was los,da haben wohl einige User zuviel Kaffee getrunken,egal ob Bio oder nicht,der war zu stark.

    M.G. | 23. Januar 2012 | 22:45 | Antworten
  27. Regio-Boom…

    Was für eine Wortschöpfung. Eigentlich ist es doch nur: zurück zu den Wurzeln.

    Wir erlauben uns den äußerst fragwürdigen “Luxus”, Transporte nicht mehr zu regulieren. Es gab früher einmal sowas selbstverständliches, wie Einfuhrzölle. Bis in die 1980er Jahre hinein lebten wir wunderbar damit.

    Heute, nach Schengen (ja, Schengen wurde nicht für uns Bürger, sondern für die LKW-Karawanen und Transport-Lobbyisten erdacht und umgesetzt), haben wir das Problem.

    Wir fangen Krabben in der Nordsee, fahren sie mit LKW zum Dumpingpreis nach Hamburg um sie mit viel zu billigen Flügen nach Marokko auszufliegen. Dort werden sie – ebenfalls zum Dumpingpreis – gepult. Anschließend lassen wir sie erneut mit Flugzeugen zurück nach Hamburg fliegen um sie dann hier in D in den Supermärkten zu verkaufen. Lebendtiere kutschiert man queer durch Europa weils schlachten anderenorts billig ist. Gemüse unter Plasitk aus Spanien wird hier rum ums Jahr verkauft.

    Der Transport ist zu billig!

    Thomas Sievers | 23. Januar 2012 | 23:10 | Antworten
  28. Der Kaffeepreis wurde in letzter Zeit durch Spekulation hoch getrieben. Da ich nicht kaffeesüchtig bin und einfach auf Tee umsteigen konnte, habe ich das Thema nicht mehr verfolgt.

    Rein intuitiv würde ich vermuten, dass irgendwer eine neue Sau durch das Dorf treibt, damit der Kaffeepreis hoch bleibt. Die Kaffeebauern haben jedenfalls ohne fairtrade nichts davon.

    Siggi | 24. Januar 2012 | 00:12 | Antworten
  29. …, — Kaffee aus der Region: Muckefuck ;) ?

    Bernhard | 24. Januar 2012 | 00:28 | Antworten
    • @Bernhard
      Solch eine Frage könnte man sich auch stellen.da bekannt ist,dass in Deutschland keine Kaffeepflanzen wachsen.

      M.G. | 24. Januar 2012 | 09:28 | Antworten
  30. M.G
    Kaffee kann man als Düngermittel eingesetzt werden.

    Meine Frage ist kann man von einen Bio-Welt träumen wenn:
    -in Frankreich die Sozis an die Macht kommen,
    -in England die Euro nicht schmeckt,
    -die Italiener alles Panschen,
    -in Spanien und Niderland alles Bio-Gen oder was,
    -in Russland Sibierien Methanisiert wird,
    -gut in Japan nach Fokushima stellt sich nicht die Frage,
    - in den Latino-Länder und Bio zu anbauen Urwälder erodiert werden,
    -in Usa Hr. Gingrich an die macht kommt,
    und,und…?
    .
    In Deutschland wird das Etikettenschwindel das Problem werden, nach den aktuell eingeführten ethischen und moralischen Standdars.
    Ja Frechheit und Zynismus kann auch die Bauer lernen bzw. kontaminieren.

    Werker | 24. Januar 2012 | 10:30 | Antworten
    • @ Werker
      Dass man Kaffeegrund als Dünger benutzen kann bewies mir schon meine Ex-Schwiegermutti in ihrem Garten.

      M.G. | 25. Januar 2012 | 22:20 | Antworten
  31. Wenn die EU die vielen Agrarmilliarden streichen würde, hätten die Regionen auf dem regionalem Markt auch echte Chancen. Durch das unsinnige Hin- und Hersubventionieren lohnt sich auch ökonomisch und ökologisch unsinnige Produktion.
    Diese Milliarden wären in der Ausbildung und Forschung weit besser angelegt. Das hat was mit Liberalisierung zu tun. Dieser Begriff hat aber zur Zeit keine Konjunktur. Also bleibt es so, wie es ist.

    Tomca | 24. Januar 2012 | 11:36 | Antworten
  32. Also mal ehrlich:
    Das Bio-Siegel ist doch nur dazu da, das Geld aus den Taschen zu ziehen. Die Erdbevölkerung steigt doch zusehends, ebenso die Flächen die versiegelt werden.

    Mal in die Zukunft gedacht:
    Wo soll denn bitte schön nachen allen Regeln BIO angebaut werden? Abzüglich der Wüsten, abzüglich des Wassers auf dem Planeten usw. usf? Kein Wunder, dass es Massentierhaltung gibt…

    Das kann gar nicht funktionieren. Was aber immer funktioniert hat: dem Bürger das Beste was er hat abzuschöpfen.

    Es gab auch schon einige Fälle des Missbrauchs mit dem Gütesiegel, sogar in Deutschland. Auf was soll ich mich verlassen? Nur auf mich…

    Und ich geben @Heinz Sahl recht:
    Gurken und Tomaten und anderes Zeugs schmecken einfach im Winter nicht, deshalb möchte ich es auch nicht haben, aber die Auslagen in den Supermärkten müssen immer gut aussehen…

    Hat gestern jmd. die H&M-Doku und die Diskussion im Anschluss gesehen? Kann man auf das Thema hier übertragen…

    Der Kopfschmerz | 24. Januar 2012 | 13:18 | Antworten
  33. Jedenfalls wird es deutschen Kaffee so nicht geben können. Dafür ist es hier zu kalt. Und jedenfalls gab es am Samstag in Berlin eine Demo wegen dem dortigen Agrargipfel. Es ging laut Demospechern um “profitorientierte Landwirtschaft” sowie teilweise schädliche großindustriellen Produktionsmethoden bzw. ihre Auswirkungen auf Nahrungsmittel, Tiere und Klima.

    Mir ist eigentlich egal woher mein Essen stammt, durch etwaiigen Lokalanbau hat es halt nur ein vermeintlich besseres Image. Vor allem geht es mir um Bio- und Fairtrade.

    Faier Handel, mit diesem Markenzeichen schmücken sich gerne Kaufland und Lidl. Ob da was dran ist? Hm…..

    Das Reformhaus ist sehr zu empfehlen, nur halt etwas teurer.

    Michael Egler | 24. Januar 2012 | 14:44 | Antworten
  34. Bio heisst für mich zunächst biologisch und sagt mir damit gleichzeitig alles und doch nichts. Bio kann sein, Lebensmittel völlig ohne Eingriffe von “Bio”-Chemie zu gewinnen, oder kann auch sein, die zu meist künstliche Züchtung “Artgerecht” aufzupäppeln.

    Als Mensch, der sich gesund ernähren will, ohne gleich Lebensmitteltechnologie zu studieren, ist es in dieser Welt verdammt schwer. Wer hier Bagatellisiert, hat ggf. etwas grundlegendes nicht verstanden. Wenn schon die Monsanto- oder BASF-Samen unnatürlichen Ursprungs sind, dann ist doch beinahe nebensächlich, wie mit dem Gewächs letztlich umgegangen wird. Patente auf Lebewesen? Will man darüber etwas wissen?

    Die Katze aus dem Sack | 24. Januar 2012 | 14:47 | Antworten
    • Ob EHEC auch in Biosalaten aufrat? Zumindest sind Eier aus Freilandhaltung einem Wohlfühlen beim essen dienlich, ebenso Biomilch u.a.

      Michael Egler | 24. Januar 2012 | 14:51 | Antworten
      • Ich frage mich generell, was meine Mitmenschen sich so alles in ihren fetten Wanzt stopfen. Müssen sich nicht wundern, wenn sie jedwede Form von Allergien und sonst was an den Hals bekommen.

        Normalerweise müsste in nahezu allen konventionellen Lebensmitteln ein Beipackzettel beigegeben werden, der es in sich haben wird. Aus gutem Grund wird dies zu verhindern gewusst.

        Sich gesund zu ernähren soll eine Frage des Geldbeutels sein? In solch einer prächtigen Gesellschaft wollen wir also leben, ja?

        Die Katze aus dem Sack | 24. Januar 2012 | 15:30 | Antworten
        • Käfighaltung ist immer billiger als Freilandhaltung. Allein, soweit ich was davon verstehe, die Pachtgebühr mit Zins für die erweiterte Betriebsfläche. Und solange nicht gesetzlich ausschließlich Freiland- und Biohaltung erlaubt ist, wird gesunde Ernährung auch immer eine Frage des Geldbeutels sein. Oder daß bei Obst Pestizide und anderes nicht restlos verboten wird.

          Michael Egler | 24. Januar 2012 | 16:01 | Antworten
  35. Na eben. Sag ich doch. Deshalb Solidarische Landwirtschaft. Deshalb CSA (community supportet Agiculture). Und die Lebensmittel, die nicht aus der Region sind, dann so nah wie möglich. Auch wegen der Transparenz. Der Kaffee darf für mich von Höfen importiert werden, für dessen Anbau- und Ernteweise jemand geradesteht, den ich kenne. Der darf ihn dann regional rösten, verpacken und auf kurzem Wege liefern.

    Jörg von Schmeling | 24. Januar 2012 | 14:52 | Antworten
    • Den nahegelegenen Kaffeehof kann man sich abschminken – den gibt es nicht. Wer keinen langen Transportweg haben will, muß auf Kaffee, Tee, viele Gewürze, Orangen und andere Zitrusfrüchte von vorneherein verzichten. Dann sind wir bei der regionalen Ernährung angelangt, die nur das liefert, was hier wächst und im Winter auf Eingelagertes oder Konserviertes (bitte Bio-konserviertes, kein Tiefkühlkram von irgendwo her) zurückgreift. Also Kartoffeln, Pökelfleisch und Sauerkraut mit Brot, Bio-Butter und Mamelade von heimischen Pflanzen, dazu noch Äpfel Uroma läßt grüßen. Bio-Fleisch? Aus der Region? Bei den paar Bio-Bauern, die das dann mangels Fläche wirklich streng biologisch hinkriegen? Wenn die Bio-Kartoffeln und das Bio-Getreide verfault sein sollten, helfen so wie anno 1917 Steckrüben aus. Mahlzeit.
      Alles andere nennt sich möglicherweise Bio aber aus der Region? Bitte mal konsequent zu Ende denken.

      Blogleser | 24. Januar 2012 | 15:36 | Antworten
  36. @blogleser
    Ich möchte nicht abstreiten, dass es schwierig ist genug Biolebensmittel für alle zu produzieren. Trotzdem gibt es auch Deutschland durchaus noch ein Potential, dass umgesetzt werden könnte.

    Doch dafür ist momentan scheinbar noch nicht die Nachfrage. Bevor man darüber nachdenkt eine “Komplettversorgung” zu gewähleisten, muss diese überhaupt erstmal verlangt werden.

    Desweitere wird auf der geamten Welt 3 soviel Nahrung produziert, wie benötigt würde. Deshalb ist es wohl nicht nötig die halbe Menschheit zu erschießen.

    Ich halte es für den falschen Weg zusagen Bio ist nicht sinnvoll, weil Bio eh nicht für alle umzusetzen ist.

    Dominik | 24. Januar 2012 | 16:47 | Antworten
  37. :)
    Fälschend – fälschlich – hat ein Blogger oder ein Mitarbeiter des ZDF mir, dracon, den Eintrag “Überall Politik! Stoppt diesen Irrsinn. Stoppt die Gehirnwäsche!” eingeschrieben, so dass es für den Außenstehenden so wirkt, als hätte ich solch einen Unsinn verzapft. Ich kann bei meinem Leben beeiden, dass nicht ich sondern irgendein böswilliger Mensch in diesem Netz mir dieses Zitat “Überall Politik! Stoppt diesen Irrsinn. Stoppt die Gehirnwäsche!” untergeschoben hat. Ich, dracon, habe wahrlich andere Beiträge zu liefern als solch einen hehren Schwachsinn. Natürlich ist das Ganze ein Vorgang mit kriminellem Bezug. Aber ich lache drüber. Ich bemerke, wie das, was ich, dracon, an anderer Stelle schon mitteilte, wesentlich relevanter ist.
    :)

    dracon | 24. Januar 2012 | 21:40 | Antworten
  38. _____________
    ZDF heute.de: Der Beitrag wurde wegen fehlendem Themenbezug entfernt. Vielen Dank für Ihr Verständnis!

    leser | 23. Januar 2012 | 16:44 | Antworten
  39. _____________
    ZDF heute.de: Der Beitrag wurde wegen fehlendem Themenbezug entfernt. Vielen Dank für Ihr Verständnis!

    dracon | 23. Januar 2012 | 16:54 | Antworten
  40. Kalter Kaffee aus Mainz

    dracon | 24. Januar 2012 | 08:23 | Antworten
  41. @dracon
    kalter Kaffee soll ja schön machen.

    M.G. | 24. Januar 2012 | 09:29 | Antworten
  42. @M.G.
    das Thema ist beschwerlich,
    auch, weil es Produkte, die Bedeutung Bioprodukt wirklich umfassend erfüllen
    nicht mehr gibt,
    außer in den seltensten Ausnahmen.

    Wenn Sie heute als Familie eine biologischen Bauernhof,
    dann haben Sie Glück, wenn Sie sich selbst gut versorgen,
    bei Kleinmengen wirken die Herstellungsauflagen der Ämter
    wie Mühlstein und Gift.
    Kurzum: einen Schaafskäse aus einer liebenswerten Umgebung und Herstellungsweise
    kann sich heute auch ein Mitarbeiter des ZDF nicht mehr leisten?!,
    ein sogenanntes Biosiegel allerdings schon.

    werner | 24. Januar 2012 | 13:52 | Antworten
  43. :) :)
    Fälschend – fälschlich – hat ein Blogger oder ein Mitarbeiter des ZDF mir, dracon, den Eintrag “Überall Politik! Stoppt diesen Irrsinn. Stoppt die Gehirnwäsche!” eingeschrieben, so dass es für den Außenstehenden so wirkt, als hätte ich solch einen Unsinn verzapft. Ich kann bei meinem Leben beeiden, dass nicht ich sondern irgendein böswilliger Mensch in diesem Netz mir dieses Zitat “Überall Politik! Stoppt diesen Irrsinn. Stoppt die Gehirnwäsche!” untergeschoben hat. Ich, dracon, habe wahrlich andere Beiträge zu liefern als solch einen hehren Schwachsinn. Natürlich ist das Ganze ein Vorgang mit kriminellem Bezug. Aber ich lache drüber. Ich bemerke, wie das, was ich, dracon, an anderer Stelle schon mitteilte, wesentlich relevanter ist.
    :) :)

    dracon | 24. Januar 2012 | 21:42 | Antworten
  44. @Werker
    Ich muss ganz ehrlich sagen,dass mir normale milch besser schmeckt,als Bio-Milch,welche so ein Nebengeschmack hat,der mir nicht gefällt.

    M.G. | 25. Januar 2012 | 22:22 | Antworten
  45. …, vielleicht die Geschmack s Gehirnwindungen schon auf das Produkt dressiert ;)

    Bernhard | 26. Januar 2012 | 20:39 | Antworten

Was sagen Sie dazu?