Der Präsident, ein Partyhopper

Eines gleich vorweg: Große Überraschungen bergen die 239 Seiten Schriftverkehr zwischen Journalisten und dem Anwalt des Bundespräsidenten nicht. Es handelt sich nicht um geheime, brisante Unterlagen, sondern um E-Mails von und an Journalisten. Mit deren Veröffentlichung erfüllt Wulff-Anwalt Gernot Lehr nun das Versprechen, das sein Mandant am 4. Januar im Interview mit ZDF und ARD gegeben hat: alle 400 Fragen und Antworten ins Internet zu stellen und neue Maßstäbe der Transparenz zu setzen. Von “morgen Früh” hatte Wulff gesprochen, die neue Ära beginnt nun also mit zwei Wochen Verspätung.

Dass die unzähligen E-Mails kein neues Licht auf die vielen Fragen zu Kredit, Mailbox und Urlauben werfen, macht sie nicht weniger interessant. Sie zeichnen eindrücklich Genese und Verlauf der Affäre nach, ausgebreitet auf 239 Seiten Kleingedrucktem. Die E-Mail-Sammlung ist das Rohmaterial dessen, was Politik und Medien seit vier Wochen in Atem hält. Wer sich durch die Seiten quält, bekommt eine ungewöhnliche Nahaufnahme von der Arbeit eines Präsidenten-Anwalts und deutscher Journalisten.

Der Zeitdruck, immer wieder der Zeitdruck. Kaum eine Journalisten-Anfrage endet ohne den Verweis auf die nächste Sendung (manchmal schon kurz nach Abschicken der Mail) oder den Redaktionsschluss der Zeitung. “Wir erbitten die Beantwortung aller, auch der gestrigen Fragen, bis spätestens heute, 17:30 Uhr”, heißt es in einer Anfrage. Da hatte der Anwalt kaum eine Stunde Zeit für seine Antwort. Der Ton ist immer ernst, manchmal scharf, nie humorvoll. “Mit freundlichen Grüßen und frohe Weihnachten”, antwortet Lehr lakonisch am Nachmittag des 23. Dezembers. Da hatte er einen Berg von Anfragen noch vor sich.

Immer wieder entschuldigen sich die Anwälte für ihre verspäteten Antworten. Manche Journalisten schicken ganze Kataloge von Fragen, E-Mail-Wechsel erreichen bis zu acht Seiten Länge. Oft sind die Antworten kürzer als die Fragen. Gernot Lehr ist der Meister der Ein-Satz-Antwort. Viele hält er so kurz, dass sie kaum als Antwort zu verstehen sind. Der Großteil ist in trockener Juristensprache gehalten, Besserwissereien, Spitzen oder Polemiken leistet sich Lehr nicht. Hübsch seine Antwort auf die Frage, ob es sich bei einer Reise nach Italien um die Flitterwochen des Ehepaars Wulff gehandelt habe: “Die Reise fand nach der standesamtlichen Trauung statt.” Punkt.

Viele Bausteine benutzt Lehr dutzendfach. Immer wieder untermauert er, dass es sich bei den von der BW-Bank gewährten Konditionen um ganz gewöhnliche gehandelt habe, und überhaupt: “Herr Wulff hat keinen Anhaltspunkt, dass von den üblichen Verfahrensweisen oder Bedingungen abgewichen wurde.” Warum Christian Wulff sich denn überhaupt an die nicht gerade nahe liegende Baden-Württemberg-Bank statt an eine Bank Niedersachsens gewandt habe, fragen Journalisten immer wieder. Worauf Lehr versucht, den Spieß umzudrehen. Es habe nahe gelegen, den Kredit nicht bei einer Bank Niedersachsens aufzunehmen: “Gerade für einen niedersächsischem Ministerpräsidenten bietet es sich an, solche Kreditaufnahmen nicht im eigenen Bundesland vorzunehmen, um nicht den Anschein von Verquickung von privaten mit amtsbezogenen Interessen zu erwecken.”

Man kann Lehrs Versuche mitverfolgen, allem die Spitze zu nehmen, etwa dem, was dann zur Mailbox- und Medien-Affäre eskalierte. In der Antwort auf eine Frage nach dem Charakter des Anrufs bei “Bild”-Chef Kai Diekmann formuliert der Anwalt: “Richtig ist, dass Herr Wulff sich in einem Hintergrundgespräch kritisch mit der Berichterstattung auseinandergesetzt hat.” Das mag nicht falsch sei sein, trifft aber auch nicht ganz den Duktus, in dem Wulff in seiner Rage die Mailbox besprochen hatte.

Immer wieder ist da natürlich die Frage nach Wulffs Freunden, nach Verquickungen zwischen dienstlich und privat, nach Interessenkollisionen. Hier ist Lehr besonders einsilbig, versteckt sich oft hinter Wortstanzen. Nach dem den ersten Kredit gewährenden Unternehmer-Ehepaar Geerkens gefragt, lässt Wulff seinen Anwalt beteuern, es fehle jeglicher Amtsbezug. Ob es aber nicht zu Überschneidungen von Dienstlichem mit Privatem komme, wenn ein Ministerpräsident beim Vorstandschef eines in seinem Land ansässigen Versicherungsunternehmens Urlaub mache? Die knappe Antwort: “Christian Wulff hat seine privaten Beziehungen zu den Eheleuten Baumgartl vom Dienstlichen immer klar getrennt.” Inwieweit Wulff sich für den Versicherungskonzern Talanx von Wolf-Dieter Baumgartl eingesetzt habe, lautet eine andere Frage. Darauf Lehr: “Christian Wulff hat die dienstlichen Kontakte zur Förderung von Wirtschaft und Arbeitsplätzen im Land Niedersachsen genutzt.” Dieser Stil durchzieht den gesamten Frage-Antwort-Katalog.

Am interessantesten sind die kleinen Informationen am Rande. So erfährt man etwa, was ein frisch gewählter Bundespräsident in der Nacht nach seiner Wahl so macht. Nach einem Empfang mit den Fraktionsvorsitzenden der Parteien, die Wulff vorgeschlagen hatten, ging der frisch gewählte Präsident “gegen Mitternacht” noch zu einer Feier des Event-Managers Manfred Schmid. Der hatte in einer Gaststätte in der Nähe des Reichstags zu einem “Umtrunk” geladen. Und so weiß die Welt, dass auch ein Präsident mal Partyhopping macht.

164 Kommentare | 18. Januar 2012 | 21:09 Uhr | Twittern | Facebook

164 Kommentare

  1. also die ganze aufregung umsonst? ich glaube, ich lese es lieber selber!

    peter h. | 18. Januar 2012 | 21:21 | Antworten
    • Nun gibt es rechtliche und moralische Fragen. Zum Unterschied: Für Herrn Spreng zum Beispiel gilt kein Ministergesetz. So weit, so gut.
      Ob er eine Anfrage nach den Einladungen, die er alle angenommen hat und wer sie bezahlt hat, wohl beantworten würde?

      Bodo | 21. Januar 2012 | 18:37 | Antworten
  2. http://dejure.org/gesetze/GG/18.html

    Könnte man daraus keine Präsidenten- oder wenigstens eine Organanklage basteln?

    Sonst dauert es bis 2015, bis ein neuer gewählt ist. Wenn, so wahrscheinlich 2013 Rot-Grün wiederkommt, so wird eine Abwahl 2 Jahre später sicher sein. Doch muß man solange warten? Das Ansehen im Ausland leidet zwar nicht allzusehr darunter (gerade im “Nachberlusconi-Italien”) doch für deutsche Verhältnisse ist Herr Wulff unhaltbar geworden.

    So etwas, was er, Wulff, sich geleistet hat, kann man nicht verzeihen. Ich bin überzeugt, daß bei anderen Berufspolitikern ähnliche Ergebnisse herauskommen werden. Seit Guttenberg wird die politische Klasse immer stärker unter die Lupe genommen…

    Michael Egler | 18. Januar 2012 | 21:47 | Antworten
    • @ Egler und alle, die´s verstehen:

      “So etwas, was er, Wulff, sich geleistet hat, kann man nicht verzeihen. Ich bin überzeugt, daß bei anderen Berufspolitikern ähnliche Ergebnisse herauskommen werden. Seit Guttenberg wird die politische Klasse immer stärker unter die Lupe genommen…”

      da wird es auch allerhöchste Zeit, denn was sich diese, teilweise größenwahnsinnigen Zivilversager seit Kohl leisten, und immer noch einen draufsetzen, hat mit deren Amtseid und Hauptaufgabe schon lange nichts mehr zu tun…..

      daher : ALLE weg -> alle NEU -> ALLE vorher durchleuchten und auf Eignung testen !!!

      Staatsfeind No.1 | 19. Januar 2012 | 08:30 | Antworten
    • Ich verstehe nicht wie Sie mit Art. 18 eine Anklage gegen den Bundespräsidenten basteln wollen? Abgesehen davon gibt es ja schon eine Möglichkeit einer Präsidentenanklage. Aber ich hoffe inständig, dass ich es nicht erleben muss, dass es jemand zulässt, dass unser Staatsoberhaupt vor dem BVerfG landet. Dann ist das Amt restlos verloren. Das wäre für mich ernsthaft eine Gefahr für eine staatskrise.

      ea.slauer | 19. Januar 2012 | 10:11 | Antworten
      • Ein Amtsenthebungsverfahren wie in Amerika gibt es hier nicht. Lediglich eine Absetzung per Gerichtsbeschluß. Auch das ist nur möglich, nachdem ein Viertel der Mitglieder von Bundestag- oder rat den Antrag auf Abstimmung drüber stellen, und dieser Antrag mit Zweidrittelmehrheit durchkommt. Auch dann geht eine Klage nur, wenn ein konkreter Verstoß gegen die Verfassung nachgewiesen werden kann.

        Der VERSUCH der Einschränkung der Pressefreiheit, welche tatsächlich erfolgt ist, wird vom STGB nicht bedroht. Also denke ich mir, daß es mit Artikel 18 eventuell klappt, wenn Herr Wulff nicht von sich aus demissioniert.

        Es stimmt, daß die Opposition von einer Staatskrise redet, da der Präsident (theoretisch) über allem steht.

        Doch Herr Wulff hat die Würde des Amtes verwirkt, und gehört entfernt. Und somit ist es nur eine Feigheit von Gabriel und Nahles, Trittin und Roth, wenn keine Klage ins Auge gefasst, gar nicht thematisiert wird.

        Michael Egler^ | 19. Januar 2012 | 15:26 | Antworten
  3. Schon wieder dieses Thema…es wird auch nicht besser, wenn wir noch länger darüber diskutieren.

    Ich hätte einen neuen Vorschlag:

    Diskussion über die unsäglichen ZDF-Kochsendungen. Wie wärs?

    wissensdurstig | 18. Januar 2012 | 22:04 | Antworten
    • @wissensdurst
      Es wäre doch mal etwas Neues und Anderes.

      M.G. | 19. Januar 2012 | 10:51 | Antworten
    • Lol, da gibt´s ja leider bislang keinen Skandal. Ist nur furchtbar, wenn man wunde Finger bekommt vom endlosen Wegzappen dieser dusseligen Kochsendungen. Vielleicht ist der Skandal, dass man kein Schmerzensgeld in Rechnung stellen kann? ;-)

      ilonka w. | 19. Januar 2012 | 11:35 | Antworten
      • Wie wärs damit: Schuhbeck und McDonald passen nicht wirklich so direkt zum öffentlich-rechtlichen Auftrag, die Bevölkerung über gesunde Ernährung aufzuklären ;-D

        Ich meine, da brauchts einen Blog dazu …

        marc | 19. Januar 2012 | 12:23 | Antworten
        • @marc
          Aber bitte keine Diskusion über Fleischessen oder veganes Leben.

          M.G. | 19. Januar 2012 | 12:52 | Antworten
  4. ______________________
    *Anmerkung der Redaktion: Der Beitrag wurde doppelt gepostet und daher entfernt.

    dracon | 18. Januar 2012 | 22:13 | Antworten
  5. Aus der Zusammenfassung von Herrn Leifert gewinne ich den Eindruck, daß Herr Wulff mittels seines Rechtsanwaltes die Sache zu juristisch angeht. Im Grunde genommen wird die Mechanik wie vor dem Niedersächsischen Landtag wiederholt, sogar verfeinert und noch überboten. Es wird nicht nur nicht millimetergenau auf der Linie der Fragestellung in der Antwort balanciert. Der Herr Rechtsanwalt Lehr kommt mit Lehrstellen daher, verdreht die Fragestellung in sein Gegenteil. Ich glaube, die Bevölkerung, für diese die Journalisten erwarten nicht retorische Finesse, die Wahrheit als Tatsachen- und Sinnzusammenhang im Kontext der Krise. Als Beispiel vordergründiger Schlaumeierei: Wieso sollte sich Christian Wulff verdächtig machen, wenn er sich wie niedersächsische Otto-Normal-Häuslekäufer einen stinknormalen Kredit bei einer niedersächsischen Sparkasse nimmt?

    Melzer | 18. Januar 2012 | 22:13 | Antworten
  6. Christian Wulff ist ein Bundespräsident aus der Upperclass, mit den Gepflogenheiten gesellschaftlicher Art und Weise, wie sie in der Upperclass nun mal Usus sind. Auch ein Fragenkatalog der Unbedarften mit noch so vielen Antworten wird das nie vollständig erklären können.
    Er war nie ein Präsident des Volkes. Das ist sein Dilemma.

    silberdistel | 18. Januar 2012 | 22:22 | Antworten
    • @silberdistel

      Sie irren.
      Wulff ist eben kein BP aus der Upperclass.
      Wäre er es, hätten diese “freundschaftlichen” Gesten der wahren Upperclass keine solch enorme Anziehungskraft für ihn gehabt.
      Einem Guttenberg wäre das nicht passiert. Und dass soll keine Lanze für KTG sein.

      Slyer | 19. Januar 2012 | 08:27 | Antworten
      • Ich gebe Ihnen Recht. Ich denke auch Herr Wulff wollte endlich Ben angekommen sein. Aber so viel Prestige ein Amt auch hat, der Mensch hat es nicht. Dementsprechend ist er nie angekommen wo er hinwill. Dass ein studierter Mensch das aber nicht durchschaut und sich so ausnutzen lässt ist für mich unverständlich. leider prägt dieser Mann das Amt nun hochkratisch negativ. Am Ende werden wir die Bilanz ziehen: Christian Wulff ist Maßstab dafür wie wir unseren Bundespräsident nicht wollen. Schade, dieses Amt könnte in der jetzigen Zeit seine absolute Blüte erleben.

        ea.slauer | 19. Januar 2012 | 10:15 | Antworten
  7. “Christian Wulff hat die dienstlichen Kontakte zur Förderung von Wirtschaft und Arbeitsplätzen im Land Niedersachsen genutzt.”

    Diese Aussage stimmt nicht!
    Es gibt zum Talanx Konzern Medienberichte, die von dem Verlust von über 1000 Arbeitsplätze sprechen.
    Also, was hat Wulff tatsächlich im Ferienhaus gemacht.

    D.A. | 18. Januar 2012 | 22:22 | Antworten
  8. Zur “Affäre” Wulff: HEUTE sagten die Staatsanwälte: da ist nix. Weder Kredit unrechtmäßig. Noch der Telefonanruf beim Dicken bei Bild. Die jetzt noch weiter draufrumhauen – die haben sie nicht mehr alle beisammen – diese UNERSÄTTLICHEN HETZER

    dracon | 18. Januar 2012 | 22:28 | Antworten
    • @dracon. Sie verkennen, das sich das Amt des BP nicht über juristische Kompatibilität, sondern insbesondere über den Stil der Amtsführung, definiert.

      silberdistel | 18. Januar 2012 | 22:34 | Antworten
      • Sie ganz raffiniert umgehen den Rechtsstaat und stellen neue Regeln auf, Benimm-Regeln aus den Reihen der Pressefürsten. Sie sind auf dem Niveau der Krawatte, die man tragen muss.

        dracon | 18. Januar 2012 | 22:45 | Antworten
        • Nun dracon. In der Justiz ist man dort nicht wirklich einig. Die meisten Staatsrechtsprofessoren sehen Handlungsbedarf der Staatsanwaltschaft. Gleichzeitig weißt Herr Prof. von Arnim Auf die Weisungsgebundenheit der Staatsanwaltschaft hin.

          Daher sowohl die bejahung wie auch die Verneinung von strafrechtlicher Relevanz würde ich mit Vorsicht genießen.

          Ich gebe Silberdistel aber Recht in der Politik und gerade in diesem Amt ist es nicht nur ein rein juristischer Maßstab. das sogar nun noch der Bundespräsident unser Vertrauen verspielt ist eine sehr dramatische Entwicklung.

          Dass angeblich 50% seinen Verbleib wünschen drückt meiner Einschätzung nach nur aus, dass dieses Amt aktuell niemand wirklich interessiert. Dramatisch im Angesicht der Politikverdrossenheit. Eine große Gefahr für unsere Staatsform.

          ea.slauer | 19. Januar 2012 | 10:21 | Antworten
  9. Es bleibt das Bobbycar

    dracon | 18. Januar 2012 | 22:29 | Antworten
  10. Ich spreche für mich für meine Familie und etliche Arbeitskolegen von mir:Wir können dieses Thema nicht mehr hören!Es gibt viel wichtigere Probleme in Deutschland und auf der Welt von denen Ihr berichten sollt,als davon wie Herr Wulff sein Haus finanziert hat oder ob er auf dem Oktoberfest ein Würstchen bezahlt bekommen hat oder wie seine Frau ihr Auto finanziert u.s.w..Von Syrien höre ich nichts mehr in den Nachrichten oder von dem Atomunglück in Japan.Ist da etwa wieder alles in Ordnung?

    Dettmann Bernhard | 18. Januar 2012 | 22:32 | Antworten
    • Auf Bürger wie Sie setzt der Marathonläufer Wulff.Aussitzen heißt die Devise. Natürlich nervt das Thema. Dem kann nur Wulff abhelfen. Wenn ein Präsident es nicht schafft, sich aus dem Focus des Affäreninteresses zu nehmen, ist schon was mit der Amtsführung schief gelaufen.

      Melzer | 18. Januar 2012 | 22:55 | Antworten
      • Übrkandidelter Superkritiker! mach es doch besser, Du Unersättlicher!

        dracon | 18. Januar 2012 | 23:08 | Antworten
    • Wie wäre es wenn Sie für alle Themen Interesse haben?
      Sowohl Japan, Syrien, Schiffsunglück, Gewalt in In- und Ausland wie auch das Thema Politikerverdrossenheit bedürfen der selben Aufmerksamkeit. Dass sie in 15 Min Tagesschau nicht alles unterbringen ist klar. Dafür gibts mittlerweile neben auswählenden Zeitung aber auch das Internet um sich über alles informieren zu können.

      ea.slauer | 19. Januar 2012 | 10:24 | Antworten
  11. Die Medien sind verrückt geworden. Der simple Bürger spürt das.

    dracon | 18. Januar 2012 | 22:36 | Antworten
    • @dracon
      Schön, dass sie erkennen wie simpel sie sind.

      Slyer | 19. Januar 2012 | 08:17 | Antworten
  12. Staatsanwälte über Wulff: Da is nix. Weder mit dem Kredit. Noch mit dem Anruf beim Dicken bei Bild.
    Medien: Wulff angeschossen, Wulff rücktrittsreif, Wulff weiterhin in der Kritik, neue Vorwürfe, BOBBYCAR.
    Die Medien sind verrückt geworden. Der simple Bürger spürt das.

    dracon | 18. Januar 2012 | 22:43 | Antworten
  13. Wenn die Regeln des Rechtsstaates nicht gehen – dann erfindet man selber Regeln – “Stil” – “Würde des Amtes” – Hetze-Schleim, weich aber giftig.

    dracon | 18. Januar 2012 | 22:47 | Antworten
    • @dracon. Welchen Schleim rauchen Sie denn da in Ihrer Pfeife??

      silberdistel | 18. Januar 2012 | 22:55 | Antworten
    • - Ist ja gut Dracon, wir kennen jetzt zur Genüge Ihr Parteibuch und Ihre männliche Ikone…

      Ramses | 19. Januar 2012 | 00:26 | Antworten
  14. “Der Präsident, ein Partyhopper”

    Dies ist eine Schlagzeile fuer die BLIND Zeitung, aber dass man eine solche Ueberschrift als Erste auf der Web-site von den heute-Nachrichten liest, ist wirklich eine Schande und ein Armutszeugnis fuer die Oeffentlich-Rechtlichen Medien.

    MEDIEN, hoert endlich mit der Hetzjagd auf!!!!!!

    Med-Sea | 18. Januar 2012 | 22:56 | Antworten
    • Das Ziel rückt näher. Das Vergessen beginnt (nach 1 Jahr). Die Vorstufe dazu ist der Verdruss, den hier und in andren Blogs die Ganovenanbeter äußern.
      Letztes Beispiel, das Bobby Car. Mit ganz wenig Geist und noch weniger Sinn für menschliche Werte, zumal in diesem Amt, sollte doch erkennbar sein, wessen Geistes Kind unser Bundespräsident ist.
      Ich habe Herrn Wulff zum neuen Jahr auf einer geschenkten Karte des Tierschutzbundes alles Gute gewünscht. Leider war das offensichtlich nicht genug für eine Einladung zur Party. Ich hätte wohl besser auf ein Kettcar gespart. Wäre mir sehr schwer gefallen, aber mehr als die Karte war bei meiner kleinen Rente einfach nicht drin. Na ja, ein Autohaus habe ich auch nicht in der Hinterhand.
      Ich bin sicher, dass die präsidiale Einladung bestens gerahmt zur Einsicht für die Kunden im Verkaufsraum hängt.
      Und so ganz nebenbei ist der Eingeladene plötzlich ein besonderer Mensch, ein Auserwählter, der Herrn Wulff irgendwann einmal nützlich sein kann. Und ebenso ganz nebenbei, ist eine Party beim BP auch ein ideales Podest, auf dem sich viele einer vermeintlichen Elite tummeln, die man ja umsatzsteigernd als Kunden gewinnen kann.
      “Eine Hand wäscht die andere” oder auch, “mit Speck fängt man Mäuse.
      Und alle die hier glauben, weil die Staatsanwälte in Hannover und Stuttgart keinen Ermittlungsgrund sehen und deshalb der BP ein integerer Mann sei, glauben auch an den Weihnachtsmann. Kein Staatsanwalt stellt sich gegen seinen Leitenden, kein General gegen seinen Justizminister. Einige Zollfahnder wurden an einer heißen Stelle in einer Ermittlung versetzt oder für geistig krank erklärt.
      Noch Fragen?

      orcas | 19. Januar 2012 | 02:15 | Antworten
      • @orcas
        Hervorragend analysiert und das Thema “Bobbycar” und Partyeinladung auf den Punkt gebracht.

        Slyer | 19. Januar 2012 | 08:19 | Antworten
  15. Zeitungen eignen sich wofür:
    1. man kann damit Fliegen erschlagen und
    2. Politiker hinrichten.
    Investigativer Journalismus ist ein Übel, weil Initiatoren, Informanten und Verleumder nicht benannt werden müssen.

    halef | 18. Januar 2012 | 23:02 | Antworten
    • Ein Übel? Machen Sie sich mal damit vertraut wie wichtig Presse wirklich ist. man darf Kritik üben. Ein Übel ist die Presse aber bestimmt nicht. In einer Meinungs- oder Propagandadiktatur möchte ich nicht leben. Sie ?

      ea.slauer | 19. Januar 2012 | 10:28 | Antworten
      • Wer diktiert denn unsere Meinungen? Die 4. und mächtigste Macht in unserer Gott sei Dank freien Gesellschaft ist unkontrollierbar die kommerzielle Medienlandschft!

        halef | 19. Januar 2012 | 12:58 | Antworten
        • Wer diktiert denn unsere Meinungen? …Die 4.Gewalt?
          In erster Linie Sie selbst und jeder andere Käufer. Ohne Käufer geht das Blatt ein.
          Wenn ich Sie richtig verstehe, hat das Blatt das Sie kaufen und lesen damit auch Ihre Meinung gekauft. Na toll, nur unterliegen Sie mit dieser Annahme, besser Feststellung, einem kapitalen Fehler. Entwickeln Sie mal aus den Meldungen eine eigene Meinung.
          Genau das tun nämlich die User, die sich hier so vehement gegen das Verhalten des BP wehren.
          Nur Schlagzeilen lesen ist nicht genug. Sie haben nur den Zweck, Ihren Kaufreiz zu wecken. Die Informationen zur eigenen Meinungsbildung finden Sie eher im folgenden Text und oft auch zwischen den Zeilen. Die Mühe, sich daraus eine eigene Meinung zu bilden, ist zumutbar.

          orcas | 19. Januar 2012 | 17:30 | Antworten
  16. Medien suchen verzweifelt – wie die Verrückten

    Jetzt sind die Medien dabei, den Rechtsstaat zu mißachten. Die Staatsanwälte haben nix. Die Medien suchen. Wie die Verrückten. Jetzt haben die das BOBBYCAR. Das geschenkte Bobbycar. Merken diese unsäglichen Hetzer noch was? Die simplen Bürger, in Millionenzahl, haben ein Gespür dafür.

    dracon | 18. Januar 2012 | 23:06 | Antworten
  17. Medien in der Hetze gegen Wulff verrückt geworden

    Die Medien sind in ihrer Hetze gegen Wulff verrückt geworden. Natürlich bekommt das keiner zu lesen, zu hören, zu sehen, in der Zeitung, im Radio, im TV …

    dracon | 18. Januar 2012 | 23:10 | Antworten
  18. @dracon: Mensch dracon, nehmen Sie sich doch mal ´ne Auszeit. Sie wirken ja schon selber ganz gehetzt…

    Stephanie Hoppen | 18. Januar 2012 | 23:23 | Antworten
  19. Man hört nichts mehr von Afganistan, was sollen sich unsere Soldaten denken,wenn daheim über ein Bobbycar
    in den Nachrichten berichtet wird.Haben wir sonst keine Probleme???Wann hört die Hetzjagd auf.Jeder der ein Auto
    kauft verhandelt.Frau Wulff ist doch nicht Bundespraesententin..
    Wir wollen auch nicht von den Medien regiert werden!!!!!!Liebe Medienjournalisten nehmt euch wichtigere Themen vor.

    ledi | 18. Januar 2012 | 23:33 | Antworten
  20. Also ich weiß nicht … es war mit Sicherheit nicht alles richtig, was er gemacht hat, aber irgendwie finde ich den ganzen Trubel doch ein bisschen übertrieben. Jetzt regt man sich gerade über einen Bobbycar auf, den Wulffs Sohn von einem Autohändler geschenkt bekommen hat! Geht das nicht alles ein bisschen zu weit? Ich glaube, da ist auch viel Freude an der Demontage dabei. “Der Fall des Gerechten” (Dostojewski) hat schon immer die Menschen motiviert und kehrt nicht immer

    Tomtom | 18. Januar 2012 | 23:53 | Antworten
    • - richtig, mit solch einem Blödsinn wird von der eigentlichen Problematik abgelenkt, wobei Letztere leider noch nicht ausgestanden ist.
      Der Fakt einen absolut unwürdigen und vor allem unglaubwürdigen Amtsinhaber als Bundespräsidentn zu haben, bleibt leider und daran kann wohl nur Wulff selbst etwas ändern, wenn er denn noch charakterlich dazu in der Lage ist.

      Ramses | 19. Januar 2012 | 00:33 | Antworten
    • Hoffentlich fragt unsere bisweilen doch recht “spitzfindige” @M.G. jetzt nicht gleich, ob Dostojewskis Sohn auch so ein Bobbycar geschenkt gekriegt hat? (lol)

      Delitant | 19. Januar 2012 | 04:23 | Antworten
      • @Delitant
        Im Gegenteil,wan kommt mal ein andees Thema im Blog,das mit dem BP kennen wir schon.

        M.G. | 19. Januar 2012 | 10:52 | Antworten
      • @Delitant
        Mir ist es vollkommen egal,wer ein Bobbycar geschenkt bekommt,diese Schikane hätten Sie sich sparen können.

        M.G. | 19. Januar 2012 | 11:06 | Antworten
  21. Die Banken regieren die Welt, das wissen wir schon lange . Falsch wäre , wenn er den Kredit abgelehnt hätte…

    Mineiro | 19. Januar 2012 | 01:29 | Antworten
  22. Ihre Phantasie ist sehr begrenzt.
    Es gab in Deutschland eine Zeit, in der man sich auf Zeitungen legte und zudeckte, weil es keine Matratzen und Decken gab, Zeitungspapier als Filter benutzte, Löcher in Scheiben flickte, Kartoffel vor Frost schützte, als Putzlappen benutzte weil die Lumpen die man trug dazu zu schade waren, in Kaninchenställen als Einstreu verwandte, statt Strümpfen in Schuhen trug, ja man benutzte sie auch für “hinterlistige” Zwecke.
    Für die, die Letzteres nicht verstehen: Um den eigenen Arsch und den der Kinder abzuputzen.
    So wie ich hier eine Reihe von vermeintlich intelligenten und doch absurden Antworten, wären sie auf Papier gedruckt, auch heute noch verwenden würde. Und sei es auch nur, um meinem Missfallen über so viel Kurzsichtigkeit und offensichtlichem Werteverfall eindeutig Ausdruck zu verleihen.
    Aus einem Kleptomanen wird allzu leicht ein richtiger Dieb wenn er nicht erwischt wird.
    Justitia ist nicht so blind wie sie sein sollte und weil das so ist, bestimmt oft Zweckmäßigkeit ihre Entscheidungen.

    orcas | 19. Januar 2012 | 03:12 | Antworten
  23. Anhand einer Berichterstattung, die zunehmend jede auch noch so winzige Flatulenz zum Blitz- und Donnerschlag erklärt, finde auch ich mittlerweile, dass Wulff doch eigentlich höchst selbstlos, wie sehr volksnah gehandelt hat.
    Schließlich will man als Minister- oder gar Bundespräsident
    doch keinem einzigen Bürger seines Landes vor den braven Kopf stoßen, indem man dessen Geschenke, oder die Sonderkonditionen zurückweist, die dieser einem gewährt.
    Man sollte vielmehr offen dazu stehen, dass man alles mitnimmt, was man irgendwie einsacken kann. Zumal das, dem egomanem Zeitgeist entsprechend, von besonderer Klugheit zeugt.Nichts stinkt so sehr aus dem Hals wie der Volksmund, aus dem es dazu so treffend heißt:

    “Selber essen macht fett!”, oder auch:

    “Bescheidenheit, Bescheidenheit verlass’ mich nicht bei Tische, dass ich trotz der Bescheidenheit, das größte Stück erwische!”

    Unseren biederen Christian Wulff (ein paar einverleibter Keckse wegen) jedoch obendrein nun auch noch als verwegenen “Partylöwen” aufzubauen, nur weil dem z.B. Leute wie C. Maschmeyer, als ewig grinsendes Honigkuchenpferd begegnen, und über jede Belanglosigkeit unseres BP schallend, wie in einer Art lachen, dass der sich schon selbst für einen Starkomiker halten muss, erinnert mich zudem an die zuvor so ultra-schlicht gestrickte Masche der BZ, nämlich KTvzG als Retter der Menschheit zu feiern, nur weil dessen Antlitz an die Comicfigur Clark Kent(Superman) zu erinnern scheint.

    Mir waren diese aalglatten Ständiglächler schon immer zu wider, aber Wulff zum “Badboy” und “Partyhopper” hochstilisiert, empfinde ich als ebenso schlapp und unglaubwürdig, wie als selbstgerechter Saubermann.

    Delitant | 19. Januar 2012 | 04:14 | Antworten
  24. Wann sieht dieser “Bundespräsident” endlich ein, dass er kein Präsident des Volkes ist, da das Volk ihn noch nie haben wollte, und nach den ganzen Affären schon längst nicht mehr haben will?! Wer kann denn einem Bundespräsidenten überhaupt ein Ende bereiten, wenn dieser das Amt nicht nur bereits beschädigt hat sondern weiterhin beschädigt? Das ist so ein trauriges Beispiel deutscher Geschichte, dass mir dafür weitere Worte fehlen.

    Jennifer | 19. Januar 2012 | 06:09 | Antworten
  25. Nun ist gut, Wulff geht, oder auch nicht. Es ist alles gesagt. Anderes Thema bitte.

    Tomca | 19. Januar 2012 | 07:59 | Antworten
  26. Die Ohnmacht verbreitet sich.
    Zweifel ist fast verboten geworden.
    Es wird als subversiv betrachtet, etwas in Frage zu stellen.
    Die Kunst zu retuschieren trübt die Substanz der Fakten.
    Wir sehen nur reflektierten und gespalteten Erscheinungen.
    Es gibt keine unfiltrierte Komunikationskanäle,
    sogar die Straßen werden gefilmt.
    Also zurück auf die Bäume.
    Die Entwicklung führte uns in eine Sackgasse.
    Das Vertrauen ist zu einem Fremdwort geworden.
    Es Lebe unsere Präsident.
    Die Blätter fallen im Herbst von allein ab.

    Werker | 19. Januar 2012 | 08:43 | Antworten
  27. Langsam reicht es aber. Es wirkt schon krankhaft, wie die Medien versuchen, unbedingt den Präsidenten abzuschiessen.
    Die selbsternannten Moralisten können schon eine Plage sein.
    Wo bleibt die Konzentration auf das Wichtige?
    Themen gibt es genügend.
    Falls Sie Bedarf haben, fragen Sie nur, ich nennen Ihnen aus dem Stand hunderte.

    EugenO | 19. Januar 2012 | 08:56 | Antworten
  28. Der Präsident, ein Partyhopper.
    Das ist tatsächlich eine Überschrift aus einer öffentl. /rechtl. Sendeanstalt. Wie weit darf das Niveau
    eigentlich sinken? Ich bin konsterniert.

    hans48 | 19. Januar 2012 | 09:02 | Antworten
  29. Natürlich ist das was Hr. Wulff getan hat moralisch nicht korrekt.
    Aber ist bisher nicht bewiesen, dass Hr. Wulff gegen irgendein Gesetzt verstoßen hat. Alles was in den Medien verbreitet wird sind nur vermutungen. In diesem Land gilt die Unschuldsvermutung bis die Schuld bewiesen wird.

    kadour | 19. Januar 2012 | 09:20 | Antworten
  30. @ (ZDF) Stefan Leifert

    Ihr Artikel umfasst 741 Wörter. Davon beziehen sich 663 Wörter auf Fragen und Antworten von und an Journalisten. Ihre Zusammenfassung ist interessant.
    Aber dann (damit es nicht allzu langweilig wird) schreiben Sie zum Ende Ihres Artikels 78 Wörter zum Thema: „Der Präsident, ein Partyhopper“.

    Die Überschrift soll den Leser zum Thema hinführen.
    Angesichts dieser etwas dümmlichen Überschrift, hätten Sie sich auf den letzten Absatz Ihres Artikels beschränken können. Nicht alles, was bei BILD üblich ist, sollte sich beim ZDF als „guter Brauch“ festsetzen.

    Warum nicht gleich die Überschrift: „Der Präsident, ein Partypopper“ (deutsch: Partyknaller)?
    Und, bitte sehr, von Party zu Bunga … ist der Weg nicht weit.
    Hätten Sie doch die Geschichte mit den Austern gebracht. Aber dies hier …

    Gruß aus Eisenach

    Heinz Sahl - Eine Stimme aus Thüringen | 19. Januar 2012 | 09:39 | Antworten
  31. @ZDF

    die öffentlich-rechtlichen Sender unterstreichen in ihrer Aufgabenbeschreibung ja den Bildungsauftrag. Aus meiner Sicht gehört es durchaus auch zu seinen Aufgaben, auch mal unabhängig von der Causa Wulff, den Bürgern verständlich darzulegen(gerne auch einmal in einer Talk-Show), warum es die ganzen Minister- und Beamtengesetze gibt.Welche Synergien sich bei Nichtbeachtung ergeben, bzw. ergeben könnten. Wer wird ggf. benachteiligt, wenn es an anderer Stelle Vorteilsannahme, sowie Vorteilsgewährung gibt.

    Es geht ja nicht nur um Politiker und Behörden, sondern es kann ja auch den Mitarbeiter in irgendeinem Unternehmen betreffen, der vielleicht gar nicht versteht, was das Compliance beinhaltet. Was bedeutet Korruption etc.

    Was derzeit geschieht, ist eine einseitige Betrachtungsweise dieser hier zur Diskussion stehenden Vorgänge, geht aber am eigentlichen Problem vorbei.

    n.n | 19. Januar 2012 | 10:01 | Antworten
  32. In Köln sagt man Klüngel.

    Wie lautet der entsprechende Ausdruck in Hannover?

    Oder ist das der Normalzustand und es gibt keinen besonderen Ausdruck.

    Kölsche Jung | 19. Januar 2012 | 10:13 | Antworten
  33. Hätte die Veröffentlichung der Fragen tatsächlich kritisch für Wulff werden können, wären sie nicht veröffentlicht worden.
    Und dort, wo eine ausführliche Antwort wahrscheinlich oder eventuell Delikates aufgedeckt hätte, ist kurz und ausweichend geantwortet worden.
    Also bringt die Veröffentlichung keinen Mehrwert.
    Der einzige Mehrwert ist, dass Wulff sich an gegebene Versprechen nur hält, wenn er sehr unter Druck steht.

    Ganz nebenbei:
    Wir, und der Rest der Welt, haben gravierendere Probleme als einen möglicherweise “klüngelnden” Bundespräsidenten.
    Und andere Länder haben mit ihren Staatsoberhäuptern noch ganz andere Erfahrungen machen müssen.

    Aber das sollte zu seinem “Wulff und “anderes Problem”" führen und nicht zu einem “Wulff, Wulff, Wulff”.

    Und ich lebe in Deutschland, deshalb sollten meine inländischen Politiker, Wirtschaftslenker usw. als Vorbild dienen können und nicht irgendein “Hampelmann” eines anderen Landes.
    Und Vorbilder braucht eine Gesellschaft! Die moralische Orientierung nach unten bringt uns nicht vorwärts, sonderm wird zu einer Spirale nach unten.

    Syler | 19. Januar 2012 | 10:35 | Antworten
  34. Toll finde ich auch, dass die Damen und Herren von der SPD, allen voran Herr Steinmeier, jetzt offenbar herausgefunden haben, dass eine solche “Affäre”, wenn man sie denn als solche bezeichnen mag, die Politik in Verruf bringt (so titelt jedenfalls ein heute.de-Artikel). Ach so – das bringt also die Politik in Verruf. Und ich dachte, es wären die tausend kleinen und großen Affären der Politiker davor gewesen, vielleicht auch die Abgeordneten und Minister, die nichts Besseres zu tun haben, als sich über Parteispenden ganz legal bestechen zu lassen. Oder sind es gar jene, die mehr oder minder offen die Interessen spezieller Gruppen über das Allgemeinwohl stellen? Diejenigen, die die Informations- und Kommunikationsfreiheit weiter einschränken wollen? Nein, es sind erst Herr Wulff und sein Haus. Wenn es nicht so traurig wäre, würde ich glatt drüber lachen.

    Klar hat der BP Mist gebaut (und @draco: Nicht alles, was rechtlich erlaubt ist, muss man deswegen auch gleich gut finden). Viel schlimmer finde ich aber, dass die Leute, die wir nach Berlin schicken, um unsere (ja, damit sind wir gemeint – weiß inzwischen nicht mehr jeder) Interessen zu vertreten und unser Land besser zu machen, nur noch von einer Krise in die nächste, von einer Affäre zur nächsten stolpern. Bitte, bitte, bitte, liebe Politiker: MACHT ENDLICH WIEDER EURE ARBEIT!!! Man möge mir ausnahmsweise diesen naiven Wunsch verzeihen, aber bitte: Macht aus Deutschland, aus Europa, aus der Welt endlich wieder einen bessern Ort!

    Tim | 19. Januar 2012 | 10:39 | Antworten
    • @tim

      Syler | 19. Januar 2012 | 10:58 | Antworten
      • @tim, da war ich schnell..

        Das WIR die Politiker nach Berlin schicken stimmt nur sehr bedingt.
        WIR senken die Wahllisten ab, die die Parteien bestimmt haben.
        Da habe ich als einfacher Bürger keine Entscheidungsbefugnis und muss, wenn ich einer Partei zugetan bin, auch die Kandidaten mitwählen, denen ich persönlich nichts Gutes zutraue.
        Da ginge nur über Direktwahl oder durch Priorisierung auf den Wahlzetteln (also Liste der Kandidaten nach Parteizugehörigkeit geordnet abdrucken und jeder kann “seinem” Kandidaten ein Kreuz geben).
        Der Großteil der Regierung und der Oppositionsführer wären uns dann wahrscheinlich erspart geblieben.

        Syler | 19. Januar 2012 | 11:04 | Antworten
        • @syler

          Sie haben selbstverständlich Recht. Ich bin in letzter Zeit (und damit meine ich nicht die letzten Wochen, sondern eher in Richtung der letzten zehn bis fünfzehn Jahre) mit stetig wachsender Intensität wütend auf das, was in Berlin, Brüssel und anderen Regierungssitzen entschieden wird. Mein Beitrag bezog sich daher wohl etwas zu sehr auf den Idealzustand, den ich mir wünschen würde, und darüber habe ich das kleine Detail der Wahllisten kurzfristig übersehen. Ein freundliches Dankeschön für die Korrektur!

          Tim | 19. Januar 2012 | 11:41 | Antworten
  35. Der Beitrag belegt, dass die Affäre noch weitergeköchelt wird – obwohl es keine weiteren Erkenntnisse gibt. Dass die Unterlage interessant seien, glaube ich dem Autor – aber wieso soll mich diese Ansicht interessieren? Sie müssen sich darauf einrichten, dass, sollten sich keine neuen Vorwürfe ergeben, Wulff im Amt bleibt – und das mit allen Folgen: Man wird über ihn den Kopf schütteln. Deutschland im präsidialen Interregnum. Es wäre an der Zeit, wenn die Medien dies (wenn auch zähneknirschend) zur Kenntnis nehmen würden.

    Gregor Keuschnig | 19. Januar 2012 | 10:48 | Antworten
  36. „Das Fernsehgericht tagt.“

    Die etwas älteren Leser werden sich an diese sehr beliebte Sendereihe aus den Sechzigern und frühen Siebzigern (des vorigen Jahrhunderts) erinnern.
    Der vorsitzende Richter Jennewein …, der Staatsanwalt Sachs …
    Na ja, das ist lange her. Besonders in Erinnerung geblieben ist bei mir der Appell, den der Staatsanwalt regelmäßig an die Angeklagten richtete:
    „Geben Sie doch der Wahrheit die Ehre!“

    Es ist Ihnen aufgefallen? Die Wahrheit hat keine Ehre – die Wahrheit braucht keine Ehre.
    Sie ist einfach nur die Wahrheit.

    Was nützt es nun, wenn der sich selbst überschätzende Mann aus Niedersachsen die Wahrheit spricht? Nichts! Die Ankläger möchten „seine“ Wahrheit nicht hören. Die Aussagen von zwielichtigen Zeugen werden ungeachtet ihrer Motive gerne vernommen. Etwas Wahrheit ist in ihren Aussagen enthalten – aber eben nur etwas. Die ganze Wahrheit, und nur die gibt es, sieht dann doch schon anders aus.

    Wie wird das Verfahren enden? Es wird einen Freispruch mangels Beweisen geben.
    Ein Freispruch zweiter Klasse. Kein Sieg für den Angeklagten, aber eine Niederlage für uns alle.

    Einen freundlichen Gruß aus Eisenach

    Heinz Sahl - Eine Stimme aus Thüringen | 19. Januar 2012 | 10:52 | Antworten
    • Aber Herr @Sahl. Es geht in der ´Causa Wulff´ doch nicht um eine Verurteilung (sofern Er tatsächlich nicht gegen geltende Gesetze verstoßen hat), noch einen Mensch wie auf einer Jagd zur Strecke zu bringen. Dieser Vergleich würde meiner Meinung nach beträchtlich hinken und ich glaube auch nicht das es die Absicht einer der blogger hier ist! Sondern es geht alleine darum, ob Herr Wulff seinen Job in Zukunft noch gut genug machen kann, bei dem was nun so pö á pö alles in die Öffentlichkeit kam. Und ob Er Uns, das Volk, so noch ausreichend gut repräsentieren kann. Denn das ist in erster Linie der Arbeitsauftrag des BP.
      Einer Diskussion darum, ob wir unseren Job gut oder nicht gut genug machen; müssen wir Uns, die wir im Arbeitsleben stehen, unserem Chef gegenüber doch auch stellen. Und für den BP sind Wir nun mal als Chef angesagt ;-) MfG

      silberdistel | 19. Januar 2012 | 12:15 | Antworten
      • @ silberdistel | 19. Januar 2012 | 12:15

        Ja, ich stimme Ihnen teilweise zu.
        Natürlich handelt es sich bei der Causa Wulff nicht um ein ordentliches Gerichtsverfahren. Ich bin sicher, Sie haben den Sinngehalt meines Beitrags verstanden.
        Dann nehmen wir doch ersatzweise, Ihr Einverständnis vorausgesetzt, den Begriff „Schauprozess“.

        In dieser Blogreihe sind wir alle zusammen einen „merkwürdigen“ Weg gegangen – vom Häuslebauer zum Partyhopper. Vielleicht gibt sich ein unterbeschäftigter Journalist dafür her, dem Begriff „Partypopper“ nachzugehen. In dieser Causa fehlt das Wort „Poppen“.
        Das wäre dann doch wohl die „halbe Miete“. Eine Praktikantin und eine geschenkte Krawatte wären auch nicht schlecht.

        Einen freundlichen Gruß aus Eisenach

        Heinz Sahl - Eine Stimme aus Thüringen | 19. Januar 2012 | 13:16 | Antworten
    • @Heinz Sahl,

      Ihr Artikel, insbesondere Ihr Absatz über die Ankläger, die “seine” Wahrheit nicht hören möchten, ist excellent.

      Allerdings wird es überhaupt kein Verfahren geben, das enden könnte – mangels Anfangsverdachts.

      Und in den Köpfen vieler Journalisten und Mitbürger – in diesem Blog wieder sehr gut zu erkennen – ist ein Freispruch, sei es aus erwiesener Unschuld oder aus Mangel an Beweisen, überhaupt nicht vorgesehen.

      Das ist schlicht eines Rechtsstaates unwürdig. Wer sein eigenes Glashaus schon kaputt geworfen hat, kann prima mit Steinen werfen…

      hamsterhugo | 19. Januar 2012 | 13:10 | Antworten
      • @hamsterhugo, @Heinz Sahl. Jeder kennt die Messestände mit den Vertretern von Firmen, die sich dort repräsentieren wollen: Jede dieser Firmen sorgt dafür, das auch für nur wenige Tage top-Messestände für das Publikum entstehen und sie sind bereit, dafür sehr viel Geld hinzulegen. Und jede dieser Firmen schickt top-Mitarbeiter: Eloquent, gutaussehend, fachkundig, schicke, saubere Gardarobe. Niemand von uns hat auf Messen je ungepflegte Firmenvertreter in Sandaletten und Bermuda-Shorts gesehen (Es sei denn, eine Firma wollte vielleicht gerade diese Artikel und/oder Pflegeaccessoires verkaufen). Sie verstehen die Metapher!
        Viele junge Demokratien schauen sich gerade auf der Weltmesse der etablierten um und suchen Orientierung. Was sollen diese nur von uns denken wenn Sie CW in Sandaletten und Bermudashorts auf unserem Stand sehen, während andere sich in bester Gala-Garderobe herausgeputzt haben…?

        silberdistel | 19. Januar 2012 | 14:17 | Antworten
        • @ silberdistel | 19. Januar 2012 | 14:17

          „Was sollen diese nur von uns denken wenn Sie CW in Sandaletten und Bermudashorts auf unserem Stand sehen, während andere sich in bester Gala-Garderobe herausgeputzt haben…?“ (Ihr Text auszugsweise)

          Eine interessante Frage. Die Antwort hierauf kenne ich nicht.
          Aber dafür zwei Fragen von mir: Wer hat ihm die Hosen ausgezogen und warum, und wem zieht es die Schuhe aus?

          Gruß aus Eisenach

          Heinz Sahl - Eine Stimme aus Thüringen | 19. Januar 2012 | 15:00 | Antworten
          • @Heinz Sahl. Nach dem aktuellen Kenntnisstand und nach CW´s vielen pö á pö Einlassungen á la “Causa Guttenberg”, scheint es so zu sein das Er sich einfach nicht “benehmen” konnte (Vorausgesetzt, Er hat tatsächlich nicht gegen geltende Gesetze verstoßen). Und sich dadurch durchaus selbst die Blöße gegeben hat. Manches tut man eben einfach nicht, gerade wenn man eine besondere Position inne hat!! Das kennen wir doch alle aus unserem eigenen Leben…
            Die “Journaille”, deren gesellschaftlicher Auftrag es durchaus ist bloß zu stellen, waidet das natürlich nun genüsslich aus. Wohl auch gerade wegen CW´s zögerlichen Zugeständnissen. Aber kann man es Ihnen vorwerfen?? Schließlich haben Sie ja NICHT die Ursache ansich gesetzt.
            Die Schuhe wird es CW trotz Verlust des Höschens nicht auch noch ausziehen, um im Bild zu bleiben. Selbst wenn man Ihm bereits einige Sohlen gezeigt hat. MfG.

            silberdistel | 19. Januar 2012 | 17:13 | Antworten
          • Was heißt hier eigentlich “Sandaletten und Bermudashorts”???

            Im Moment sieht es doch vielmehr nach einem, “Von
            oben beglissen, von unten besch…en!” aus, also ganz danach, als wenn Wulff sich selbst die Unterhose über dem spitzen Kopf ausgezogen hat, und nun zwar in Frack und Livree dasteht, dafür jedoch unten rum völlig nackt. Kein Wunder also, wenn jetzt alles nach Pippi riecht.

            Delitant | 20. Januar 2012 | 03:41 | Antworten
  37. Persönlich habe ich Herrn Wulff nie gemocht, weder als Ministerpräsident in Niedersachsen noch als derzeitiger Bundespräsident. Was jetzt aber fast alle Medien zur Zeit veranstalten, um an diesem Mann herumzumäkeln, das geht mir schon lange über die Hutschnur. Und ich glaube, dass es der Mehrheit der Bevölkerung ebenso ergeht. Es muss jetzt endlich einmal Schluss sein. Deutschland hat doch weiß Gott andere Probleme zu lösen.

    Ich vermute sehr stark, dass es irgendeinen Auslöser im persönlichen Bereich gegeben haben muss, der dazu geführt hat, dass die bislang so hofmäßig berichtende Bild-Zeitung plötzlich die Fahne gewechselt hat. Und nun hat die gesamte Medienwelt – dazu gehören auch die öffentlich-rechtlichen TV-Sender – eine Hetzkampagne veranstaltet, die in Wirklichkeit auf etwas ganz anderes zielt: Die Ablösung der gegenwärtigen Regierung.

    Damit ist noch etwas verbunden, was viele Bürger inzwischen auch erkannt haben: das Amt des Bundespräsidenten ist total überflüssig! Im Grunde genommen, ist Frau Merkel ebenfalls davon überzeugt, denn ihre halbherzige Unterstützung sagt alles über den Zustand der Regierungsspitze aus.

    Daraus folgert: Die gesetzgebenden Gremien müssen in den nächsten Jahren dafür sorgen, dass durch eine Grundgesetzänderung das Amt des Staatsoberhauptes und das des Regierungschefs in e i n e r Person gebündelt werden muss! Das ist ja in Frankreich und in den USA ebenfalls der Fall. Also, weg mit diesem alten Zopf! Er passt nicht mehr in die heutige politische Landschaft.

    Archimedes | 19. Januar 2012 | 11:02 | Antworten
    • @Achimedes,

      Sie werfen da eine interessante und unverständlicherweise kaum gestellte Frage auf. Diese Fragestellung will ich gerne konkretisieren:

      Will die BILD-Zeitung Herrn Wulff gezielt vernichten? Richtet sich die Kampagne der BILD-Zeitung überhaupt gegen Herrn Wulff? Oder richtet sich die Kampagne nicht eher an alle anderen Personen des öffentlichen Lebens (insbesondere an alle führenden Politiker), denen über die Sache Wulff eindrucksvoll vor Augen geführt werden soll, zu was BILD fähig ist, wenn man nicht im aller besten Sinne mit BILD zusammenarbeitet?

      Da unsere Journalisten schon lange nicht mehr das sind, was sie einmal waren und was sie sein sollten, stellt sich der Berufstand diese drängenden Fragen nicht – und versagt einmal mehr. Um so ärgerlicher, wenn diese Journalisten auch noch mit öffentlichen Gebührengeldern finanziert werden.

      Oft ist das Motiv des Anklägers eben viel wichtiger als das, was der Angeklagte vermeintlich gemacht hat…

      hamsterhugo | 19. Januar 2012 | 13:23 | Antworten
      • @hamsterhugo

        Ich muss ihnen gleich mehrfach widersprechen.

        Das die Bild-Zeitung keineswegs die Macht hat, die sie augenscheinlich gerne hätte, zeigt der Fall Guttenberg.
        Wäre es nach der genannten Zeitung gegangen wäre KTG immer noch Dr., immer noch Minister und ein Volksheld.

        BP Wulff befeuert die Macht, die Bild in dieser Diskussion hat, selber. Sei es der Anruf, die, zumindest, interpretierbare, Form seines Mailboxanrufes und seinem Umgang damit.

        Und wäre Wulff ein normaler Beamter oder Angestellter wäre es seinen Job los und wahrscheinlich gäbe es vermutlich auch intensivere strafrechtliche Ermittlungen, wenn eine Anzeige vorläge-

        Ich bin mir relativ sicher, dass Wulf selbst, aber auch seine “alten” Parteifreunde über einen anderen BP einer anderen Partei noch viel heftiger herfallen würden. Zumindest taten sie dies in der Vergangenheit. Und bei KTG bemühten sie sogar J.Fischer als Beleg, dass es auch grüne “Übeltäter” gibt, die “überlebt” haben.

        Wulff ist jemand der Wsser predigt, aber Champagner säuft.
        Und das isgt unredlich und der Würde dieses Amtes nicht angemessen.

        Slyer | 19. Januar 2012 | 16:34 | Antworten
        • @Slyer,

          BILD kann gegen einen Mainstream zwar niemand beschützen, aber BILD kann protegieren und BILD kann vernichten.

          Das muß von zeit zu Zeit bewußt gemacht werden.

          Denn das Geschäftsmodell BILD beruht doch darauf, überall dabei zu sein, Informationen aus erster Hand und als erstes zu erhalten.

          hamsterhugo | 19. Januar 2012 | 17:43 | Antworten
  38. Gestern hat der unvergleichliche und bescheidene Herr Zimmermann in der “Philharmonie” uns alle mit seiner Interpretation des Violinkonzerts D-Dur von Beethoven verzaubert. Wir leben in einem wunderbaren Land mit wunderbaren Menschen.
    80 Millionen der Deutschen wären, wie die Tatsachen jetzt zeigen, wohl besser als Bundespräsident geeignet gewesen, als der, der den unkündbaren “job” jetzt zu seinem Vorteil bis zum Ende durchsteht. Schande über die teutschen Parteisoldaten , die mit ihrer Parteidisziplin als Berufspolitiker der Regierungsparteien um des eigenen Fortkommens willen für diese Peinlichkeit und unser Fremdschämen verantwortlich sind.

    Bruno | 19. Januar 2012 | 11:26 | Antworten
  39. Diese ganze unappetitliche Geschichte nimmt immer unwürdigere Züge an.

    Ein Bundespräsident der offensichtlich so tief im eigenverursachten Kakao steckt, daß er sich gegenüber seinen „Untertanen“ von Anwälten vertreten läßt.

    Wer die: „Erläuternde Hinweise zur Veröffentlichung der Journalistenanfragen an Christian Wulff und der gegebenen Antworten“ ließt, weiß, daß er nichts wissen werden wird. Da bei diesen Frage- und Antwortspielen (kann man nicht anders ausdrücken) über dritte(bedauerliche „Mißverständnisse“ vorprogrammiert), von zuvor schon ausgefilterten, abgelehnten oder an andere zur Beantwortung verwiesenen Fragen, sehr viel Spielraum bleibt, um zu „gestalten“.

    Lenken die unglaublich vielen vermeintlichen Kinkerlitzchen(sollen die Geschichte wohl ins Lächerliche ziehen) die dort hin und her gehen doch schön vom wesentlichen(er hat allem Anschein nach gegen bestehendes, sehr wichtiges und für *alle* Staatsdiener geltendes Recht verstoßen) ab.

    Obwohl das alles in allem eigentlich ein doch aussagekräftiges Mosaik vom einnehmenden, leutseligen Wesen des B.P.(lukrative Freundschaften pflegender Mann von Welt = Partyhopper) ergibt, halte ich das jetzt für die größte gezündete Nebelkerze.

    Meiner Meinung nach verkörpert B.P. Wulff hinter seiner dick- viel zu dick um jemals für mich glaubwürdig gewesen zu sein- aufgetragenen Fassade des biederen, treuherzigen Schwiegermutterlieblings ein ganz anderes Kaliber. Nämlich das, eines von Jungend an in der Politik geprägten, Berufspolitikers; mit der Mentalität: Das steht mir doch zu, daß mir Vorzugs -behandlung,
    -rechte, -vergünstigungen gewährt werden.

    Ich habe immer noch ein bezeichnendes Bild vor Augen.
    Als unser damaliger Kanzler Schröder einen Wochenmarkt besuchte, bei dem er einen Obsthändler durch seine Aufmerksamkeit und ein Gespräch adelte, sich zum Abschluß einen Apfel griff und huldvoll von dannen gehen wollte. Die Verblüffung und der Unglaube in seinem Gesicht, als der Händler darauf bestand, den Apfel bezahlt haben zu wollen, hat mich dann wiederum verblüfft.

    Meine Erkenntnis in der Sache: Berufspolitiker dieses Schlages sollten Politik machen(leider) aber die Finger von diesem Amt lassen.

    V.S. | 19. Januar 2012 | 11:50 | Antworten
    • Jetzt wird auch schon kritisiert, daß man sich in einem
      solch emotional aufgeladenen Fall durch einen Anwalt
      vertreten läßt. Oh Himmel! Wie soll man sich denn gegen
      diesen Meutenjournalismus und gegen die Leute, die schon immer wußten, was Wulff für ein ‘Schweinehund und Ver-
      brecher’ist, denn noch wehren, wenn allenthalben juristische
      Fallen lauern? Muß dieser Mann sich bei gewissen Leuten
      unbeliebt gemacht haben. Er kann machen was er will, bestimmten Leuten kann er einfach nichts recht machen. Sonst
      würde doch die schöne Kampagne zusammenbrechen. Und wenns
      für Substanzielles nicht mehr reicht, es gibt noch Bobbycars und Partyhopper.

      hans48 | 19. Januar 2012 | 12:41 | Antworten
      • Tut mir leid, wenn Ihnen der tiefere Sinn des ganzen „Theaters“ verborgen bleibt.
        Aber mit dem Problem stehen Sie ja offensichtlich nicht alleine da.

        V.S. | 19. Januar 2012 | 12:55 | Antworten
        • Sie könnten mir sicher helfen.

          hans48 | 19. Januar 2012 | 14:29 | Antworten
          • Nein.

            V.S. | 19. Januar 2012 | 14:34 | Antworten
          • Hab ich mir gedacht.

            hans48 | 19. Januar 2012 | 14:58 | Antworten
          • So eine Selbstreflexion ist schon ein guter Ansatz.

            V.S. | 19. Januar 2012 | 15:07 | Antworten
          • Leider einseitig.

            hans48 | 19. Januar 2012 | 15:18 | Antworten
          • Bleiben Sie dran.

            V.S. | 19. Januar 2012 | 15:35 | Antworten
          • @Vera:

            Dichte doch mal ein schönes Wulffgedicht zur Abwechselung. ;-)

            Michael Egler^ | 19. Januar 2012 | 15:39 | Antworten
          • Zum guten Schluß: Lesen Sie nochmals meine
            Einlassung ganz oben, vielleicht sind Sie
            inzwischen weiter mit IHRER Selbstreflektion.

            hans48 | 19. Januar 2012 | 15:56 | Antworten
          • Ja und dann wirklich zum guten(?) Schluß.

            Ich habe Ihre Einlassung schon beim erstenmal verstanden.
            Habe ich um Hilfe gebeten, oder Sie?

            Stänkern Sie doch zur Abwechslung mal jemand anderen an. Wird sich doch noch jemand finden lassen.

            V.S. | 19. Januar 2012 | 17:02 | Antworten
          • Als Präsident ist er kein Normalsterblicher mehr. Daher ist ein Verhalten wie seines Mist. Erst das Bauernopfer mit seinem Berater, dann weitere Skandale, es fehlt nur noch Bunga Bunga, und man erkennt ein gutes Beispiel für die Entartung unserer führenden Kräfte.

            Michael Egler^ | 19. Januar 2012 | 15:38 | Antworten
          • Ja, dabei beinhaltet das Amt des Bundespräsidenten, entgegen der allgemeinen Wahrnehmung, sehr wichtige Aufgaben für die Bundesrepublik .

            Er fungiert als quasi oberster Notar des Landes und hat dabei u. a. als neutrale Instanz neue Gesetze zu prüfen und zu unterschreiben, damit sie überhaupt Gültigkeit erlangen.
            Da die Betonung auf neutral, auch überparteiliche liegt, scheint nur ein Kandidat geeignet zu sein, der sich von äußerlichen Einflüssen nicht beeindrucken und abhängig machen läßt. Er sollte also schon „über den Dingen stehen“, wenn man es geschwollen ausdrücken will.

            Fatal, wenn es zu dem Eindruck kommen könnte, daß dieser jemand, der es innehat, es nicht so genau nimmt.

            V.S. | 19. Januar 2012 | 15:43 | Antworten
          • Solange die Parteien wählen spielt die Parteimigliedschaft eine untergeordnete Rolle. Neutral ist niemand.

            Michael Egler^ | 19. Januar 2012 | 15:50 | Antworten
          • @ Michael

            Ich denke schon, daß ein gestandener Parteisoldat anders agiert/reagiert, als ein Quereinsteiger- also ein politisch unbedarfter Privatier.

            V.S. | 19. Januar 2012 | 15:57 | Antworten
          • Vorteile haben wir dadurch aber auch keine.

            Michael Egler^ | 19. Januar 2012 | 16:00 | Antworten
          • Vielleicht doch.
            Weil man dann nicht befürchten muß, das er sich doch noch irgendwie der Parteiräson verpflichtet fühlt.

            V.S. | 19. Januar 2012 | 16:05 | Antworten
          • Das macht dann aber keinen Sinn. Lieber jemanden, welcher noch nicht völlig verdorben ist. Bei einer Direktwahl durch die Bevölkerung, allen Bedenken der Verfechter der repräsentativen Demokratie zum Trotz, könnten Leute die Wahl gewinnen, welche offen und ehrlich sind, und jedenfalls es freilich auch leichter haben im Umgang mit der “Macht” als der Kanzler, in ständiger Konfrontation mit der Realpolitik.

            Ein Versuch wäre es allemal wert.

            Michael Egler^ | 19. Januar 2012 | 16:09 | Antworten
          • Natürlich.
            Vielleicht wäre es ja ein Fortschritt, wenn die Bevölkerung wenigstens Vorschläge machen dürfte, wenn die Wahl auch weiterhin so abläuft, wie bisher.
            Oder aus mehreren von der Politik vorgeschlagenen Kandidaten, selber wählen dürfte.

            V.S. | 19. Januar 2012 | 16:31 | Antworten
          • Leider wird so etwas nicht passieren, wenn man nichts unternimmt. Also nicht resignieren – organisieren! ;-)

            Michael Egler^ | 19. Januar 2012 | 17:28 | Antworten
  40. Wer kommt eigentlich für die Anwaltskosten auf? Ich hoffe doch, daß diese von der Familie Wulff getragen werden.

    Dietrich Ritter | 19. Januar 2012 | 11:53 | Antworten
    • Witzbold von Ritter. Das Ehepaar Wulff hat als Haupteinkunft unsere Steuergelder. Zahlen tun wir.

      Michael Egler^ | 19. Januar 2012 | 15:47 | Antworten
  41. @Dietrich,

    Wollte schon sowas schreiben wie “jetzt reichts aber langsam”.

    Der Wulff machts einem aber auch nicht leicht ;-)

    Irgendwo habe ich gelesen, dass er seine Rechtsanwälte privat bezahlt. Eigentlich könnte man es damit auf sich bewenden lassen, allerdings … beim genaueren Hinsehen und dem Wissen darum, was Rechtsanwälte kosten (400,- EUR aufwärts die Stunde), dem geschätzten Zeitaufwand und dem, was man über Herrn Wulffs finanziellen Stand weiß fällt eine gewisse Diskrepanz auf. Könnte natürlich sein, dass es seine Rechtsschutzversicherung übernimmt. Hoffen wir mal, dass er da keine Sonderkonditionen in Anspruch nimmt.

    marc | 19. Januar 2012 | 12:10 | Antworten
  42. Man sollte es nicht glauben, aber es gibt ja nur gute und ehrliche Menschen in Deutschland. Vor allen Dingen haben diese Menschen so viel Zeit und Geduld, um im Privat- und Dienstleben des Bundespräsidenten herumzustöbern.
    Erstaunlich, die Stasimitarbeiter hätten sich über die Raffinesse dieser Menschen gefreut.

    schmoho | 19. Januar 2012 | 12:28 | Antworten
  43. Was lernen wir aus der “Affäre Wulff”?

    Christian Wulff ist einfach nur ein Spießbürger, der sich gerne mit den Reichen und Mächtigen umgibt. Er ist sich dabei nicht zu schade, auch noch den kleinsten Vorteil mitzunehmen.

    Merke: Wir alle sind ein bisschen Wulff! Auch und gerade die Journalisten, die so genüsslich über ihn herfallen.

    Provokateur | 19. Januar 2012 | 13:09 | Antworten
    • “geht aber am eigentlichen Problem vorbei”
      Ihr Beitrag würde erheblich an Wert gewinnen, wenn Sie Ihren letzten Halbsatz derart ergänzen, was Sie für das eigentliche Problem halten.

      orcas | 19. Januar 2012 | 17:52 | Antworten
    • “Wir sind alle ein bisschen Wulff…”
      Da stimme ich Ihnen zu.

      Wir sind alle aber keine Bundespräsidenten mit hoher Verantwortung. Das ist der eklatante Unterschied.

      Ich halte dagegen:
      Wir wollen nicht alle so sein wie wie der Bundespräsident.

      orcas | 19. Januar 2012 | 18:08 | Antworten
  44. Mich wundert es eigentlich gar nicht mehr wie in Deutschland durch die Printmedien und TV Medien aus einer Eintagsfliege ein Riesen-Skandal aufgebaut wird. Hätten unsere öffentlich-rechtlichen Moralhüter und die schreibende Heuchlerzunft mal so genau recherchiert, als es um die verzockten Milliarden der Banker ging und Licht in die Zahlungen der Banker Boni gebracht, wäre das Anständig gewesen. Aber im Falle Wulff wird in noch so tiefen Morast gegraben nur um auch noch die letzte Schlagzeile und Einschaltquote zu bekommen. Würden die gleichen, über allen Zweifel erhabenen Journalisten im Müll von einem Herrn Trittin, Steinmeier und Konsortien mal so wühlen. Aber das passt ja nicht in den generellen Mainstream der deutschen Ethiker.

    Ralf K. | 19. Januar 2012 | 13:23 | Antworten
  45. - bin gespannt, wann der erste Bürger bei einem Behördengang vor Erledigung seiner Formalitäten von dem Bearbeiter um eine kleine Gefälligkeit angehalten wird unter Hinweis darauf, daß dies seit der Affäre Wulff üblich geworden sei…
    P.S. natürlich nicht als Pflicht, sondern als freiwilliger Beitrag; macht die Angelegenheiten geschmeidiger…

    Ramses | 19. Januar 2012 | 14:30 | Antworten
    • umgekehrt wird eigentlich der Schuh draus:

      Beispiel:Der Privatmann geht zum Bauamt, unter dem Arm einen Bauantrag, in der freien Hand ein kleines Mitbringsel und ein charmantes Lächeln im Gesicht.

      Wo gehört der Bauantrag hin? Richtig! Nach ganz unten im Antragsstapel, denn die müssen alle nach Antragseingang bearbeitet werden und wenn es Wochen dauern sollte!

      Manch einer mag jetzt denken, was ist denn jetzt daran so schlimm? Mitbringsel oder Einladungen jeglicher Art sind in der Regel ein Versuch der Bestechlichkeit, in meinem Beispiel z.B.für eine vorgezogene Bearbeitung des Bauantrags.So etwas geht ja zu Lasten der anderen Bauantragssteller.Bei denen verzögert es sich noch weiter.Folgerichtig:Das Mitbringsel darf die Person wieder mitnehmen und der Antrag mit Erwiderung des charmanten Lächelns unten in den Packen gesteckt werden:-)
      Ramses, stellen Sie sich mal vor, die Annahme würde nun durch die Causa hoffähig

      n.n | 19. Januar 2012 | 15:26 | Antworten
      • - hoffentlich nicht, wäre als Folge aber durchaus denkbar. Mag ich mir gar nicht vorstellen…

        Ramses | 19. Januar 2012 | 16:08 | Antworten
        • Genau das ist meine größte Befürchtung, so wie jetzt mit dem Thema umgegangen wird.Wenn die Causa Wulff für irgendetwas gut gewesen sein soll, sollte dieses ursächliche Problem, ohne es an irgendeiner Person festzumachen, wirklich auf die Tagesordnung und zu einem Umdenken bei allen führen.

          n.n | 19. Januar 2012 | 16:47 | Antworten
  46. Mein Vater war Leiter einer Stadtwerke-GmbH einer Kleinstadt. Und Leiter des dortigen Amts für Liegenschaften. Selbstverständlich erhielt er z.B. von einigen Firmen Gechenke kleinerer Art, zu Weihnachten, Dienstjubiläum usw. Er hat diese kleinen Geschenke (Ausnahme vielleicht Blumenstrauß zum Geburtstag) an wohltätige Organisationen etc. weitergereicht, und die Absender darüber informiert. Ein wichtiger Grund war, dass es keinen Anlass für üble Nachrede geben sollte. Insofern halte ich das Verhalten des derzeitigen BP für unprofessionell.

    Wie dem auch sei. Das Thema Wulff als BP und seine möglichen Vorteilsnahmen ist m.E. ausgenudelt. Es sei denn, es wird wirklich noch ein schweres Vergehen ausgebuddelt. Eigentlich passt doch alles zusammen: Der BP, der Umgang der Presse mit der Affäre und die Reaktionen vieler Bürger sind allesamt spießig und kleinkariert. Wir wissen nun noch besser, dass unser BP weder moralisch noch intellektuell eine Größe ist. Das reicht doch als Erkenntnis.

    Schlimmer | 19. Januar 2012 | 14:35 | Antworten
    • es ist schon eine schwierige sache mit präsenten zu irgend-
      welchen anlässen.aber man sollte und muß dazu eine gesunde grundeinstellung haben.zu meinem 10-jährigen firmenjubiläum
      und zu runden geburtstagen wird um geldspenden gebeten um diese gelder dann für vereine oder sachzuwendungen zu verwenden.dazu braucht man auch keinen öffentlichen rummel,sondern man tut es,weil man will.insofern ist es schon erstaunlich,dass herr wulff nebst gattin in so hohem amt auf gaben angewiesen sind und diese unverfroren annehmen.
      aber wie im vorfeld schon gesagt,die medien lassen mittler-
      weile ein anrüchiges bild von sich selbst an die öffentlichkeit,die den grundgedanken des journalismus mächtig ins wanken bringen,und genau das beunruhigt mich viel mehr.die akte wulff ist irgendwann zu,die journalisten bleiben und fühlen sich als sieger.

      charlotte | 19. Januar 2012 | 15:34 | Antworten
  47. Unserer bundesdeutschen Journaille und allen Medien kann man nur ins Stammbuch schreiben:

    “Getretener Quark wird breit – nicht STARK!”

    L.S. | 19. Januar 2012 | 14:54 | Antworten
    • @L.S.

      Und das ist gut so! Es wäre ja dramatisch, wenn unser BP jetzt auch noch gestärkt aus seiner eigenen “Schmuddelei” hervorgehen könnte.

      Gruß D. Ackermann

      Dieter Ackermann | 19. Januar 2012 | 15:22 | Antworten
  48. Großes gerede um nichts.

    Wichtig ist doch, dass der Bundespräsident keine Gegenleistung an seine Freunde geleistet hat.

    Jeder hat schließlich Freunde, und gute Freunde fallen nicht vom Himmel, sondern es ist eine jahrlange gegenseitige Bindung.

    Wer kennt, dass schlißelich nicht, dass man von einem guten Freund ein Geschenk bekommen hat, dass etwas teuerer gewesen ist. Aber so ist das halt so, wenn man Freunde hat denen es gut geht. Die können halt besser geschenke oder stärker einen Helfen…

    Darius | 19. Januar 2012 | 15:24 | Antworten
    • Jeder einigermaßen geradeaus denkender Bürger sieht Herrn Wulf als Bundespräsident “verbrannt”! Dass diese bedauerliche Tatsache die Medien bis in die Niederungen eines bobbycar beschäftigt – und Internetnutzern Gelegenheit zu flachgeistigem Meinungsstreit gibt, kann man als Errungenschaft freier Meinungsäußerung sehen. Die tatsächliche Sorge um das Amt des Bundespräsidenten erfordert eine Diskussion um die Werte, die durch einen Präsidenten vermittelt werden sollen/müssen. Es bedarf keiner kleinkarierten Fragenkataloge, um festzustellen, dass Herr Wulf diese Forderungen nicht erfüllt – und daher zurücktreten sollte! Seine “Freunde” aus der Belle-Etage könnten ihm den besten Dienst erweisen, wenn sie ihm den Rücktritt nahelegen würden! Und alles weitere Gequatsche wäre gegenstandslos!
      Darin liegt das eigentlich Skandalöse: Der merkt nicht, dass er nicht mehr erwünscht ist – und das er sein Dasein als Präsident verwirkt hat!

      gustav ganz | 19. Januar 2012 | 16:08 | Antworten
  49. “Der Präsident, ein Partyhopper”

    Da scheint schon jemand schon was geahnt zu haben …

    Partyveranstalter nennt man das jetzt :-D

    “Am Donnerstag hat Christian Wulff seinen Sprecher und Vertrauten Olaf Glaeseker entlassen.”

    Bild

    “Razzia bei Christian Wulffs Ex-Sprecher Glaeseker”

    Tagesspiegel

    marc | 19. Januar 2012 | 16:18 | Antworten
  50. “Durchsuchung bei Wulffs Ex-Sprecher Glaeseker”
    Das wirkt wie Benzin auf die letzte Glutemmision des verbranntes Präsi.
    Oh got ohgotgot ohgot!
    Dies mal kommt doch die Passion Wulff vor Karnaval.
    Traurig.
    .
    Und wenn in Saarland keine Einigung gibt dann kommt, die Tsunamiwelle doch nahe an die Regierungssphären.
    .
    Ich wollte mich jetzt an die Energiewende ran machen und Tatsächlich entdeckte, dass mit den Sonne doch die Komunalegeschäftsmänner bereits pakten mit den Sparkassen abgeschlossen haben.
    Ja, Sparkassen die “Ertragsberechnung von Solaranlagen” ermitteln, wie Kundenfreundlich, sofort habe ich nach den Spielregeln beim Staatsanwalschaft geschaut. Leider lenkte mich die obere Eilmeldung ab.
    So kann man nicht Arbeiten! ;)

    Werker | 19. Januar 2012 | 16:41 | Antworten
    • eben die Meldung kam gerade:
      “Saarland: Gespräche von CDU und SPD gescheitert”.
      Das Spielkasino der Politik ist geoffnet.

      Werker | 19. Januar 2012 | 18:58 | Antworten
    • Werker,jetzt muss ich sie wieder beim Arbeiten stören :-)

      Bin dem Hinweis/Link von Michael Egler^ | 19. Januar 2012 | 17:36

      und schon kommt die aktuelle Eilmeldung, dass es im Saarland zu Neuwahlen kommt.

      n.n | 19. Januar 2012 | 19:15 | Antworten
  51. Wer von den Autoren dieses Blogs (und auch der Journalisten die die “Affaire” aufgedeckt haben) würden bei einer Durchleutung ihrer privaten Affairen noch eine lupenreine Weste haben? Ich glaube viele von denen sollten nicht zuerst mit Steinen werfen – sie könnten womöglich selbst in einem Glashaus sitzen.

    Im Ausland wird diese Diskussion langsam als lächerlich empfunden.

    Erhardt Spiess | 19. Januar 2012 | 16:43 | Antworten
    • @Erhardt Spiess,
      So haben wir auch Berlusconi, Chirac, Clinton empfunden.
      Jetzt sind wir dran.
      Nach Groenemayer: …”der Mensch heißt Mensch, weil er vergißt, weil er verdrängt und weil erschwärmt und glaubt”…

      Werker | 19. Januar 2012 | 16:52 | Antworten
      • “Durchsuchungen in Niedersachsen, Berlin und Schweiz” ARD
        Bellevue inkl. oder nicht.
        That is the question?

        Werker | 19. Januar 2012 | 17:33 | Antworten
          • @Michael Egler^
            Ja man unterschächt die kleinen Unternehmen.
            Meine Aktuelle Rating:
            0. Gewalt Präsi D (Zahlungsausfall)
            1. Gewalt Kanzli BB+ (Spekulative Anlage. Bei Verschlechterung der Lage ist mit Ausfällen zu rechnen)
            2. Gewalt Bundestag -rat (keine öffentliche Geschäftsbericht bekannt.)
            3. Gewalt Juztiz AAA (Schuldner höchster Bonität, das Ausfallrisiko ist sehr gering)
            4. Gewalt Presse BBB+ (Durchschnittlich gute Anlage. Bei Verschlechterung der Gesamtwirtschaft ist aber mit Problemen zu rechnen)
            Politische Klasse B- (Hochspekulative Anlage. Bei Verschlechterung der Lage sind Ausfälle wahrscheinlich)
            Bürger ohne Gewalt AAA (Schuldner höchster Bonität, das Ausfallrisiko ist sehr gering)

            Werker | 19. Januar 2012 | 18:04 | Antworten
          • Demnächts:
            5. Gewalt Kabarettisten (momentan durcheinander)

            Werker | 19. Januar 2012 | 18:08 | Antworten
    • @E. Spiess:
      - totale Überschätzung. Deutschland ist im Ausland kaum von Interesse, es sei denn unser Land stoppt seine internationalen oder EU-Finanzhilfen. Erst dann wird aufgemerkt (verständlich)…
      P.S. lebe vorübergehend einige Jahre im Ausland. Innere Angelegenheiten DEU spielen erst recht keine Rolle, nicht einmal bei unseren unmittelbaren Nachbarn. Evtl, wenn sich der FC-Bayern oder die Fußball-Nationalmannschaft in einem Land ansagt kommt DEU ins Gespräch, aber sonst ?

      Ramses | 19. Januar 2012 | 17:37 | Antworten
  52. Ein Schiff hängt schräg an den Gestaden,
    der Käpt’n ging zu früh an Land
    Ein Präsident ließ sich einladen,
    und fährt sein Staatsamt an die Wand

    Dem Fernseher hängt’s zur Röhre raus
    und uns geht’s auf den Sack
    Der Präsident tagein tagaus,
    und täglich grüßt das Wrack

    Tocqueville | 19. Januar 2012 | 16:46 | Antworten
  53. Wieder eine Neiddiskussion…Warum einer von Freunde was Geschenkt/Vergünstigung bekommt.

    Großer Skandal!

    Darius | 19. Januar 2012 | 17:10 | Antworten
  54. @Darius
    in summa summarum doch.

    Werker | 19. Januar 2012 | 17:11 | Antworten
  55. Wullf bleibt.
    Weil 100 % unschuldig.
    Es wird weiter viel kommen.
    Hetzeschleim. Weich und giftig.
    Die knallharten Fakten sprechen eine andere Sprache. Wulff unschuldig. 100 Prozent.

    dracon | 19. Januar 2012 | 20:28 | Antworten
  56. Wenn Glaeseker der Schöpfer des (neuen) Wulff ist, das zweite ich des Wulff, seine Identität, dann sollte die Fragen ihm gestellt und von ihm beantwortet werden. Der weiß dann auch besser, welche Rechnungen sein Stofftier bezahlt hat oder auch eben nicht.

    Wulff zieht mitlerweile die niedersächsische CDU tief i eine unangenehme Lage. Mal sehen, wie lange der agile Ministerpräsident, David McAllister das mitmacht.

    Aber vor allem Merkel wird einen cut machen, wenn sie, sei es auch nur mittelbar, mit staatsanwaltlichen Ermittlungen gerät.

    Melzer | 19. Januar 2012 | 22:13 | Antworten
  57. Glaeseker for President statt Kunstfiguren? Oder ist er nur ein Bauernopfer?

    Melzer | 19. Januar 2012 | 22:22 | Antworten
  58. Selbstverständlich genießt der mobbende Mob – diese Biomasse – nicht den Schutz irgendwelcher Persönlichkeitsrechte oder gar den Schutz der Menschenwürde. Diesen Schutz können nur Menschen bekommen. Die Äußerungen aus dem Mob heraus gegen Bundespräsident Christian Wulff in den vergangenen Wochen zeigen ja auch zudem auf, dass der Mob selber ausdrücklich den Persönlichkeitsrechten und der Menschenwürde keine Beachtung schenkt oder gar einen besonderen Wert beimisst. Dass der mobbende Mob – diese Biomasse – nicht den Schutz der Persönlichkeitsrechte oder der Menschenwürde genießen kann, ist also in mehrfacher Hinsicht plausibel, ja zwingend erforderlich, um ihm gerecht zu werden. Der mobbende Mob – diese Biomasse – dieses sprachliche Gerüst und dieses Gedankengut entstammt nicht nur wissenschaftlichen Untersuchungen sondern auch den öffentlichen Erklärungen aus der Anführerriege der Piratenpartei. In der Anführerriege der Piratenpartei will man, ausdrücklich, individuelles Denken dem Kollektiv unterordnen. Kommen Sie mir also nicht damit, dieses sei auf meinem Mist gewachsen. Dieses ist auf dem Mist dieser Gesellschaft gewachsen. So viel also zur Qualität des Mobs.
    Um die Quantität des Mobs zu umschreiben, braucht es noch weniger Wörter als vorstehend zur Qualität. Nach den seriösen Erhebungen ist der aktiv aufhetzende Teil des Mobs mit etwa 0,6 Prozent der Bevölkerung anzusetzen (Aufhetzende in Print- und Digitalmedien). Der durch das Aufhetzen aufgehetzte, passive Teil des Mobs sei mit etwa 1,2 Prozent Anteil an der Gesamtbevölkerung anzusetzen, heißt es. So haben wir einen Mob, der einen Anteil an der Gesamtbevölkerung von 1,8 Prozent ausmacht.
    Nicht unerheblich ist der Anteil der Bevölkerung, der “dagegen hält”: Immerhin rund 0,9 Prozent!
    Somit sind 2,7 Prozent der Gesamtbevölkerung Teilnehmende an der Diskussion. Die restlichen 97,3 Prozent der Gesamtbevölkerung dürfen mit Fug und Recht für sich in Anspruch nehmen, dass sie der überwältigende Mehrheitsanteil sind, das besonnene Volk.
    Meine Meinung: derzeit zählt die mobbende Biomasse in Deutschland zum Widerwärtigsten, was der Globus zu bieten hat. Andererseits ist das besonnene Volk ein gutes, leuchtendes Zeichen in einer Welt voller Missgunst, Neid und Hass. – d r a c o n -

    dracon | 21. Januar 2012 | 07:37 | Antworten
    • Dracon, unterschätzen Sie bei Ihrer Statistik nicht etwas die Dunkelziffer im Internet?Da sind doch Millionen Menschen vernetzt(Facebook, StudiVz etc.), die entweder ihre Meinung schriftlich hinterlegen, oder zu den hinterlegten Meinungen/Witzen/Beleidigunen etc. ihre Votes abgeben.Da sind mit Sicherheit noch hunderttausende Menschen von Ihren errechneten 97,3%, die sich über irgendwelche Funktionen wie “gefällt mir” etc.anonym beteiligen.Dementsprechend auch bei der sogenannten Meinungsbildung mitwirken.
      Ich weiss jedoch nicht, ob man dies mit technischen Mitteln überhaupt auswerten kann.

      n.n | 21. Januar 2012 | 10:15 | Antworten
    • @ d r a c o n . Immer nach Erkenntnis ringend, weiß ich nun aber endlich, und hoffentlich nicht zu spät, um die Definition eines “mobbenden Mobs”. Und wurde durch Ihre erleuchtenden Ausführungen derart aus der ahnungslosen Ahnungslosigkeit des offensichtlichen Viertelwissens gerettet!!

      Indes sprudeln die Informationen um CW und dessen Habitat munter weiter, wie aus einer nicht versiegen wollenden Quelle… Oder sollte man besser sagen, wie ein ständiges Blubbern aus einer vor sich hin gärenden Biomasse: Glaeseker, Gratisflüge, Gratisurlaube. Immer wieder dieselben Gerüche nach Exkrementen von Selbstbedienung, Mitnahmeeffekten, Schnorrerei, in einem der Politik verschriebenen Leben.

      Doch dank Ihres postings halte ich nun die Fackel der Aufklärung lodernd hoch in Händen und weiß als @zdfblogteilnehmer nun: Diese Gerüche stammen nicht aus jener Biomasse eines schlammbadenden CW´s, sondern aus den insgesamt 1,8 Prozent Bevölkerungsbiomasse Deutschlands (Nach der seriösen Erhebung)! :-)

      silberdistel | 21. Januar 2012 | 10:17 | Antworten
      • Hier mein kleiner, thematisch partieller Beitrag, der Selbstverwirklichung der Geschichte, der Gesellschaftsentwicklung, nämlich dem “saeulum post mobbendum mobsum” näher zu kommen:Glaeseker wußte anscheinend (es gilt die Unschuldsvermutung)welche Rechnung er bezahlt hat und noch vielmehr, welche er eben nicht bezahlt hat, sondern, zwar die Musik bestellend, die Rechnung aber der Staatskanzlei oder anderen staatlichen oder Selbstverwaltungsstellen aufgebrummt hat, während Wulff sich ins Tal der Ahnungslosen zurückzieht. Mit den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen Glaeseker hat das Strafrecht an der Staatskanzlei unter der Ägide CW`s (dies Kürzel kupfere ich jetzt ab)angekloppt, . Damit steht der Sensenmann des schwersten Schwertes unseres Rechtssystems schon am Gartenzaun von Bellevue. Allein dieses Fluidum ist des Amtes des Bundespräsidenten unwürdig.

        Melzer | 21. Januar 2012 | 11:51 | Antworten
        • Schon mit der Aufnahme der Ermittlungen gegen Glaeseker war das Bundespräsidialamt mehr als abstrakt in Mitleidenschaft gezogen.

          Wenn Gabriel, Herr Kleber richtig sagt, billige Beute und fast auf lau einen auf staatsmännisch machen kann, dann zeigt sich, wie CW die Würde seines Amtes schon enkernt hat.

          Reziprok zu der Angriffsmöglichkeit und einer entsprechenden Resonanz in der Bevölkerung wird die Unterstützung der Kanzlerin schwinden.

          Dreht euch nicht um, denn der Sensenmann geht herum……

          Melzer | 29. Januar 2012 | 22:15 | Antworten
  59. am besten wäre es den Anruf bei der Bildzeitzeitung öffentlich zu machen, damit es jeder anhören kann. Wenn es nicht so extrem ist, dürfte es für Wulff ja nur zum Vorteil sein oder?

    Heris | 21. Januar 2012 | 11:21 | Antworten
  60. Anders als ein Torwart, der nur seinen Kasten sauber zu halten hat, darf es der BP nicht mal zulassen, daß sich im Strafraum eine Suppe von politischer Anrüchigkeit auftürmt. Um dem Sitz des Bundespräsidenten sollte vielmehr eine Bannmeile liegen, die als firewall gegen Affairen schützt.

    Es entschuldigt Wulff nicht, wenn er in der Staatskanzlei nicht mehr „primus inter“ sondern „unter pares“ ist. CW und Glaeseker haben völlig das Bewußtsein über Bord geworfen, hoheitlich zu handeln. Steuergelder scheinen als freie Dispositionsmasse für „Ich will ja nur gestalten“ mißbraucht worden zu sein. Das Fehlverhalten in Niedersachsen strahlt in Schloß Bellevue auf. Ex ante und ex post zusammen ergeben das Lagebild einer Bewertung politischer Korrektheit. Sich die Amtsausübung von einem Marmeladenproduzenten versüßen zu lassen mag für sich genommen eine Lappalie zu sein. Aber: Kleinvieh macht auch Mist, ergibt ein Gesamtbild, hier ein vernichtendes.

    Über dem Amt des Bundespräsidenten sollte nach der Komposition des Grundgesetzes nur der blaue Himmel scheinen, sprich keiner kann dem BP reinfunken, er ist von niemandem abhängig. Wenn sich nun düsterschwarze Gewitterwolken zusammenbrauen und Sturm anzukündigen scheinen, dann ändert das natürlich nichts an der verfassungskonzeptionellen Unabhängigkeit. Aber das Organ BP muß mit den anderen Verfassungsorganen im weitesten Sinne zusammenwirken können. Eine konfrontative oder zumindest kritische Haltung zur Bundesregierung in dem und jenem Punkte, wenn es mal notwendig sein sollte, die uns ja auch gut tun könnte, siehe manches Statement Köhlers an der politischen Klasse, könnte ein BP überzeugend nur dann durchstehen, wenn er selbst als politisch korrekt dasteht.

    Merkel wird not amused sein. In der letzten Hälfte des verstrichenen Jahres hat sie die Führung in der Eurokrise übernommen. Das wird auch in den kommenden Monaten schwer genug bleiben. Einen Klotz am Bein kann sie sich nicht leisten. Zudem muß sie die Koalition zusammenhalten. Zu viele Krisenfelder kann sie sich nicht leisten. Das könnt CW zu spüren bekommen.

    Melzer | 21. Januar 2012 | 12:41 | Antworten
  61. sollte er es schaffen alles “auszusitzen” -als CDU-ler kann er ja mal bei vielen seinen Parteikollegen sein Wissen darüber noch ausbauen- dann ist von ihm bestimmt keinerlei regierungskritische Äußerung mehr zu erwarten… Gesetze absegnen kann dann auch seine Sekretärin, denn da kann er sich auch nicht mehr allzu viel erlauben. Tja und was “unsere Kanzlerin” dabei denkt und ob er wirklich erst geht wenn sie das anordnet? Wer weiß das schon. Das Volk liest, hört und staunt, zahlt seine Steuern und Rechnungen selber und karpft mit Darlehenszinsen fürs eigene Haus rum die bei “denen da oben” wahrscheinlich einen Alptraum auslösen würden. Politikverdrossenheit macht sich breit und das Gefühl dass man eigentlich nur noch sich selbst und einem erlauchten Kreis von Freunden und Familie glauben kann. Ein Gemeinschaftsgefühl kann sich so in einer Gesellschaft nicht entwickeln.

    weißnichtwer | 21. Januar 2012 | 14:55 | Antworten
  62. Wer die Frustration der Presse als Hetzjagd bezeichnet, geht genauso am Kern vorbei wie die Presse selbst: Die Privilegienfeindlichkeit ist der Kern einer egalitären Gesellschaft.

    Aus guten Gründen liegt die gesetzliche Schamschwelle für Zuwendungen an Angestellte bei 35 Euro, an öffentliche Bedienstete bei Null. Mehr ist zwar möglich, aber offiziell unerwünscht. Dabei geht es nicht nur um Untreue oder ihre Vorstufen. Der innere Frieden erlaubt einfach kein “privus lex” von Amts wegen.

    Wulffs Gebaren ist daher nicht nur Tabubruch, sondern Dammbruch. Er lebt das Beispiel, Privilegien sehr gerne anzunehmen. Er verschleier, er weiß, daß er nichts unrechtes tut, aber etwas unerwünschtes. Was, wenn sein Beispiel Schule macht?

    Er hat von Amts wegen Erster unter Gleichen zu sein und nicht “gleicher”. Es geht nicht um die Quantität seines Fehlverhaltens, es geht um die Qualität.

    Nicht die Medien beschädigen das Amt.
    Wulff und seine Unterstützer beschädigen die Republik.

    Gelfling | 21. Januar 2012 | 18:18 | Antworten
  63. SUPER-MOBBING GEGEN WULFF IST ILLEGAL

    Die Benimm-Regeln der Medien-Fürsten hebeln den Rechtsstaat aus. Ob Bild, ob Spiegel, ob Stern, ob Focus, ob ARD, ob ZDF, in sämtlich genannten Anstalten sitzen selbsternannte oberste Hüter der Moral und erfinden „ungeschriebene Gesetze“, die neben die geschriebenen Gesetze treten sollen. Das geht so nicht weiter! Der Missbrauch der Pressefreiheit ist ein Thema der nächsten Jahre.

    dracon | 22. Januar 2012 | 11:32 | Antworten
  64. Der Katastrophen-Heini (die Katastrophen-Heidi), der/die mich offiziell gesperrt hat (ich hab vom ZDF die E-Mail bekommen) muss ja allmählich wahnsinnig werden, dass “dracon” immer noch seine kritischen Anmerkungen machen kann. Tja, “dracon” ist eben “dracon” und nicht irgendein Mit-Mobber im Mob … :)

    dracon | 22. Januar 2012 | 14:53 | Antworten
  65. Als Ergebnis der ZEIT-Matinee heute im Hamburger Schauspielhaus mit Herrn Wulff halte ich es mit Loriot: “Es sitzt und spricht”.

    ask | 22. Januar 2012 | 15:48 | Antworten
  66. Wulff geht es gut. Das darf ich ruhig so sagen. Die Hetzer gegen Wulff werden nervös. Einige Intelligente merken, dass der von Wulff offensichtlich zu Recht gefeuerte ehemalige Pressesprecher mit seinen Sperenzchen Wulff aus dem Sperrfeuer nehmen könnte. Die Beiträge in vielen Presseorganen und in Internetforen triefen derzeit von Verdächtigungen, Eventualitäten, Unterstellungen, Interpretationen. Das ist der weiche Hetzeschleim, der ziemlich giftig ist.
    Dagegen steht die Wand der Fakten. Bundespräsident Christian Wulff ist unschuldig, juristisch, politisch, gesellschaftlich. Er ist ein guter Bundespräsident.
    Und er weiß es.
    Der Mob tritt auf der Stelle. Angebliche Neuigkeiten sind neue Vorwürfe, Vermutungen, Unterstellungen. Der Mob zerfleischt sich selbst. Es gibt erste Anzeichen.

    dracon | 22. Januar 2012 | 18:52 | Antworten
  67. Der Übeltäter war Wulffs
    PRESSE-Sprecher … :)

    dracon | 22. Januar 2012 | 18:54 | Antworten
  68. Und den hat Wulff zu Recht gefeuert.

    dracon | 22. Januar 2012 | 18:54 | Antworten
  69. Selbst wenn Wulff nichts oder nicht von allem wußte, welche Strippen Glaeseker so alles zog. Sollte sich der Verdacht gegen Glaeseker erhärten, wird Wulff sich nicht einfach darauf berufen können, er habe nichts geahnt. Er hat und mußte Glaeseker blind vertrauen. Damit muß er etwaige strafrechtlich relevante Verfehlungen sich selbst zurechnen lasen, sind sie doch in der Späre des Ministerpräsidenten erfolgt, agiert Glaeseker nach außen ersichtlich, auch gezielt(?!)aus der Staatskanzlei heraus. Wulff müßte die politische Verantwortung, ein ungeschriebenes Institut unseres politischen Systems der Bundesrepublik, tragen.

    Im Sinne Gusys ist das Amt des BP nicht beschädigt. Selbst Wulff könnte aus seinem Schloß heraus Gesetzen die Unterschrift verweigern, die er verfassungsrechtlich kritisch sieht. Damit könnte er sich sogar wieder Ansehen verschaffen, etwa in einer Konstellation, wenn es um ein gesellschaftspolitisch sehr umstrittenes Gesetz ginge, das auf große Ablehnung im Volk stößt.

    Melzer | 22. Januar 2012 | 20:49 | Antworten
    • Gusy – dieser aus dem Gully von SED und STASI? Oder etwa Gisy?

      dracon | 22. Januar 2012 | 21:13 | Antworten
      • “Gully”, das ist Ihr sprachlicher Duktus, der sich durch all Ihre Äußerungen zieht. Die Monotie Ihres Griffs in die verbale Kloschüssel spricht für sich.

        Dabei kann man der LINKEN ja durchaus kritisch begegnen. Jährlich versammelt sich diese Partei mit ihren Anhängern am Kranzabwurfplatz von Karl Liebknecht, einem erklärter Gegner der parlamentarischen Demokratie zugunsten der Rätedemokratur. Ein Lieblingsmodell scheint die parlamentarische Demokratie bis heute nicht zu sein Wenn man anders könnte würde man auch wohl anders wollen. Aber erstmal mitspielen, wie die KPD damals in der Weimarer Republik und an den Wahlen teilnehmen Der alte Kaderinstinkt hat die LINKE noch nicht verlassen Der alte Geist waberte noch in Grußbotshaften an Fidel Castro in die Karibik rüber. Anderseits fühlen sich viele Bürger in ihren sozialen Sorgen von dieser Partei verstanden,die a-paternalsitisch von den demokratischen Parteien aufgegriffen werden sollten.

        Melzer | 23. Januar 2012 | 16:01 | Antworten
        • Das ist wohl war. Der Verbrecherstaat DDR aus SED und Stasi (nachweislich durchsetzt mit Mördern) ist aber 1989 so was von pleitegegangen! In der Richtung geht nichts mehr.

          dracon | 24. Januar 2012 | 08:36 | Antworten
  70. Wulffs und derzeitiger Finanzminister, Möllering, findet drastische Worte für diemit Staatsknete bezahlten Kochbücher. Das kann man nachvollziehen, mußte erdoch bei Tarifverhandlungen wegen klammer Staatskassen den Beinharten geben, der um jeden Cent kämpft.

    Backe backe …Kuchen, der Staatsgerichtshof hat gerufen. Soweit darf es nicht kommen. Wulffs Nachfolger im Amt des niedersächsischen MP hat von sich aus aufzuklären, ob die Kochbücher vom Steuerzahler bezahlt worden sind. Diese Klärung sollte die Landesregierung nicht dem Staatsgerichtshof überlassen. Die Opposition sollte auf die Klage vorm Staatsgerichtshof verzichten, wenn die Landesregierung Aufklärung à la Roland Koch liefert, also brutalst möglich.

    Natürlich gilt die Unschuldsvermutung für Glaeseker. Ebenso für den BP.

    Melzer | 22. Januar 2012 | 20:58 | Antworten
  71. Wenn man nach bestem Wissen und Gewissen Auskunft gegeben hat und stellt sich heraus, daß die Auskünfte nicht korrekt war, dann würde man wohl eigentlich nicht von sich selbst sagen, man habe die Unwahrheit gesagt, man bezichtigte sich wohl eher, man habe nicht sorgfältig genug seine Antwort geprüft. Backe backe Kuchen, der Staatsgerichtshof hat gerufen. Soweit darf es nicht kommen. Wulffs Nachfolger in Hannover hat die Pflicht, von sich aus aufzuklären, ob die Kochbücher vom Steuerzahler bezahlt worden sind. Diese Klärung sollte die niedersächsische Landesregierung nicht dem Staatsgerichtshof überlassen. Die Opposition sollte auf die Klage verzichten, wenn die Landesregierung Aufklärung auf “brutalst mögliche” Weise liefert. Regierung und Parlament müssen die Selbstreinigungskräfte aufbringen und sollten sich nicht ein Zertifikat vom Staatsgerichtshof abhängig sein.

    Melzer | 22. Januar 2012 | 21:59 | Antworten
  72. ___________
    ZDF heute.de: Der Beitrag wurde wegen verbaler Entgleisungen entfernt. Bitte beachten Sie die Forenregeln. Vielen Dank!

    dracon | 23. Januar 2012 | 16:34 | Antworten
  73. Wenn CW die Inquisition, das düstere Mittelalter, eine Hexenjagd à la Arthur Miller heraufbeschwört, seine Situation damit lakonisch vergleicht, zeigt er nur, daß er immer noch nicht verstanden hat.

    Aufgabe eines Bundespräsidnten ist es nicht, verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen, sondern stets aus einer Positition stetigen Vertrauens heraus zu handeln und Vertrauen nicht ekklatant zu verspielen.

    Da ist kein Präsident in Demut beim DIE ZEIT-Mediengespräch aufgetreten. Da tritt einer mit Pokerface auf. Seine Sprache und Wortwahl verraten ihn aber letztendlich immer wieder.

    Der Boykottaufruf eines verrannten FDP-Mitglied aus Sachsen könnte als Schuß nach inten losgehen, wenn diese Blätter und Sender ihreseits die FDP als Informationsgegenstand boykottierten. Das ist natürlich nicht ihre Aufgabe. Aber wie dämlich kann man sein?

    Melzer | 23. Januar 2012 | 17:22 | Antworten
  74. Es gibt im ZDF irgendeinen Hilfsarbeiter an irgendeinem PC in einer tristen Ecke, der mir, dracon, den Zugang gesperrt hat. Jetzt sieht er, dass ich weiter fröhlich mitdiskutiere. Er wird in seiner Verzweiflung über mein Weitermachen versuchen, mich wenigstens zu zensieren (editieren nennen die das). Der geneigte Leser/die geneigte Leserin kann diesen Text lesen? O.K. Dann sind die Versuche des Milchgesichtes mit Ziegenbart, mich hier kaltzustellen (toll!) gescheitert. :)

    dracon | 24. Januar 2012 | 08:32 | Antworten
  75. Selbstverständlich wird dracon auch weiterhin gegen den Giftschleim des Super-Mobbings seine Pfeile abschießen. Mit ihm übrigens viele edle Gleichgesinnte.

    dracon | 24. Januar 2012 | 08:38 | Antworten
  76. DAS HETZENDE ZDF

    “Die verwulffte Republik” ist Titel einer Talkshow im ZDF heute abend (Donnerstag, 26. Januar 2012). Die sympathische Moderatorin Maybritt Illner (nicht EISKALT sondern MENSCH)wird vor diesen Hetze-Karren gespannt. Anders kann man es nicht bezeichnen, wenn ein Fernsehsender derzeit einer Sendung einen solchen Titel gibt. Stand der Dinge heute: Christian Wulff, Bundespräsident – unschuldig – und das juristisch, politisch, gesellschaftlich – ein guter Bundespräsident.

    Der Titel der Sendung: Ein weiteres Anzeichen für Super-Mobbing und Hetze. Meine Mahnungen sind berechtigt.

    dracon | 26. Januar 2012 | 11:03 | Antworten
  77. ANTWORT AUF HETZE IST: GNADE

    Ganz zu schweigen vom § 90 StGB – Verunglimpfung des Bundespräsidenten. Dass die vielen relevanten Straftaten derzeit nicht strafrechtlich verfolgt werden, ist der sanften, gnädigen Linie zu verdanken, die der Bundespräsident in dieser Schlacht auch beibehält. Tausende Verfahren könnten zuungunsten der Straftäter, die gegen § 90 StGB verstoßen, schon laufen. Aber man will den Medien nicht noch mehr Öl in das Hass-Feuer gießen. Man ist seitens der Bundespräsidenten sehr, sehr gnädig und lässt den Mob in gewisser Hinsicht “sich austoben” – bis er sich dann in einer weiteren Phase selber auffrisst.

    dracon | 26. Januar 2012 | 11:10 | Antworten
  78. “ein Partyhopper”

    Leider nicht viel mehr.
    Was man sieht und hört erscheint als wenn es aus der Gosse kommt.

    Kein Haydn, kein Bach, keine dezenten Kleider, keine Literaturkenntnisse, keine Bildung, kaum Geschtskenntnisse, …

    Und das im Land der Dichter und Denker?

    Statt dessen:
    Tätovierungen, Madonna-Musik, AC/DC-Musik, Parties ohne Ende, …

    Eine neue Art von Vorbild.
    Er hätte wenigstens einen anderen Präsident spielen können.

    Karl Letis | 26. Januar 2012 | 18:15 | Antworten
  79. @Karl Letis

    **Was man sieht und hört erscheint als wenn es aus der Gosse kommt.**

    **Und das im Land der Dichter und Denker?**

    Tut mir leid Herr Letis, aber Ihre Anmerkungen erscheinen mir sehr dünkelhaft!

    Bei allem Respekt, aus der “Gosse” wie Sie zu schreiben pflegen, kommt weder Herr Wulff, noch seine Frau.

    Was das Land der Dichter und Denker betrifft, so muss doch auch Ihnen kar sein, dass unser Land heute durch “Dichtern” nicht mehr auf der Weltbühne bestehen könnte. Die Denker benötigen wir sicher, in Form von Wissenschaftlern,Ingenieuren und Techniker.

    Wir brauchen auch weniger Doktortitelträger weil:

    1. Dieser meist als Statussymbol benötigt wird.

    2. Wir doch inzwischen davon ausgehen können, dass bei der Hälfte der Titel, sagen wir mal, “unsauber” gearbeitet wurde.

    helmut | 29. Januar 2012 | 12:37 | Antworten

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