Die Linke braucht dringend eine Personaldebatte

“Wir brauchen keine Personaldebatte!“, “Ende der Personaldebatte!”, “Nicht der richtige Zeitpunkt für eine Personaldebatte!”: So wie das Jahr 2011 für die Linke geendet hat, so beginnt dieses Jahr für die Partei. Gysi, Lafontaine, Bartsch, Wagenknecht, Lötzsch oder Ernst – das Personalkarussell hat begonnen, sich zu drehen. Und damit die Spekulationen. Aber geredet werden soll darüber nicht. Verordnet unter anderem vom heimlichen Vorsitzenden Oskar Lafontaine.

Dabei hat die Linkspartei nichts so dringend nötig wie eine ordentliche Debatte, ob sie die richtigen Leute in ihrer Partei hat. An ihrer Spitze: Warum schaffen es Gesine Lötzsch, Klaus Ernst und Gregor Gysi nicht, Ruhe in die Bundestagsfraktion zu bekommen? Und: Warum dürfen linke Abgeordnete wie Ulla Jelpke, Sevim Dagdelen, Dieter Dehm und andere ungestraft ihre dumpfe Propaganda verbreiten?

Sechs Abgeordnete sind es insgesamt, die einen Internet-Aufruf unterschrieben haben. Titel: “Kriegsvorbereitungen stoppen! Embargos beenden! Solidarität mit den Völkern Irans und Syriens”. Nur: Um Solidarität mit den Opfern der Regime im Teheran und Damaskus geht es den Verfassern nicht. Es hagelt Vorwürfe, die USA und die EU würden bewusst in beiden Ländern innere Konflikte schüren. Die Embargo-Politik des Westens sei “menschenverachtend” und “zynisch”. Wörtlich: “Die Wirtschaft des Iran und Syriens soll bewußt in eine tiefe Krise gestürzt, ihre Arbeitslosenzahlen erhöht und die Versorgungslage ihrer Bevölkerung drastisch verschlechtert werden.” Die Gewalt der Regime; die mehr als 5.000 Menschen, die vom Militär umgebracht worden sind, davon ist in dem Papier nicht die Rede.

Sechs Abgeordnete, die sich mit Machthabern wie Assad solidarisieren, der foltern und morden läßt – was muss noch passieren, damit die Führungsspitze der Linken endlich beginnt, eine ernsthafte Debatte um ihr politisches Personal zu führen?  Vielleicht muss die Partei erstmal eine Führung wählen, die nicht permanent mit sich selbst beschäftigt ist und die genügend Autorität hat, Wahnsinnige wie die sechs Unterzeichner des Aufrufs in ihre Schranken zu weisen.

115 Kommentare | 16. Januar 2012 | 09:04 Uhr | Twittern | Facebook

115 Kommentare

  1. Dieses Kommunistenpack gehört genauso verboten wie die NPD! Am besten, man verordnet denen mal einen Zwangsparteitag auf Kuba oder in Nordkorea.

    Joachim Halemeyer | 16. Januar 2012 | 09:48 | Antworten
    • die meisten die hier schreiben sollte mal ein geschichtsbuch lesen!der faschismus beginnt immer mit angst und hass gegenüber den “kommunisten”.da reicht ein brief und schon sind die “dönermorde” wieder vergessen.
      “warum dürfen linke abgeordnete wie…ihre dumpfe propaganda verbreiten?”das nennt sich presse bzw.meinungsfreiheit und genau deswegen dürfen auch sie ungestraft ihre dumpfe propaganda verbreiten.

      hado | 16. Januar 2012 | 11:47 | Antworten
    • Sehr geehrter Herr Halemeyerr,

      ich muss schon sagen: Gehts noch?

      Wie polemisch sind Sie denn? Kommunistenpack?
      Sie haben es wohl auch eher mit den “etablierten” korrupten Parteien und den zugehörigen Raffgier-Pack?

      Mäßigen Sie Ihren Ton bitte.
      Leute wie Sie sind mit Schuld, dass die jetztige Regierung gewählt wurde.

      Sphinx57 | 16. Januar 2012 | 12:27 | Antworten
    • Bester @Joachim Halemeyer !

      Ich glaube fast, sie haben da etwas in ihren falschen, ultra-rechten Hals bekommen(???)

      Es waren “nicht” Die Linken, die unseren Sozialstaat an die Wand gefahren haben, oder all das schöne Geld verbrannt
      haben, dass die Banken nun vom Steuerzahler in den Allerwertesten geschoben kriegen.
      Aber vielleicht halten sie es ja geradewegs für kriminell, wenn sich eine Partei, bzw. deren Volksvertreter, bisher noch keinen Spendenskandal, unwürdige Vorteilsannahme im Amt, oder die Erschleichung eines Doktortitels geleistet hat.
      Was müssen das wohl für abnorme Deppen sein, dass sich keiner von denen(wie es sich gehört) inbrünstig und anständig am großangelegtem Beschiss und dem Ausverkauf unserer moralischen Werte beteiligt hat?
      Und schließlich war es dieser widerlich aufrichtige Oskar L., der sich seinerzeit erdreistete, uns die Auswüchse des Raubtierkapitalismus, wie den Sozialdarwinismus vorraussagte, der uns durch die Neoliberalisierung der Kapitalmärkte ins Haus stand.
      Ein Lampenschirm aus solch ehrlichen, linken Häuten würde ihnen bestimmt großartige Dienste leisten, um ihnen heim ins Reich zu leuchten, oder irre ich mich?

      Grußlos,

      Henk

      Delitant | 16. Januar 2012 | 17:07 | Antworten
      • @Delitant:
        - was Oskar L. angeht, man kann sich an ihm sicher reiben. Trotzdem, er war der Einzige, der konsequent für sich die Reißleine gezogen hat als die SPD einen großen Teil ihrer Positionen (meiner Meinung nach grundlos) aufgegeben hat und zur Mitte driftete.
        - Obigen Halemeyer kann man wohl ignorieren, der hat noch nicht überwunden, daß ihm “Hoffnungsträger” wie K.T.G. abhanden gekommen sind.

        Ramses | 16. Januar 2012 | 18:51 | Antworten
        • Hi, Ramses!

          Leute wie dieser @Halemeyer gibt es zu Hauf.
          Anstatt ihre Hirnwindungen, bemühen diese stets nur die ihres Darms, und dessen peristaltischen Reflexe.
          Anstatt den fragwürdigen Versuch zu wagen, diesen Menschen notdürftig das Schreiben und Lesen beizubringen, hätte man besser verhindern sollen, dass
          sie je zu Sprechen erlernen.
          Das Denken braucht man ihnen gottlob nicht erst zu verbieten, denn dafür hat die Natur schon hinreichend gesorgt.

          Gruß,

          Henk

          P.S.: Ich bin übrigens kein Wähler “Der Linken”, dennoch aber davon überzeugt, dass Oskar L. einer der wenigen ehrlichen Politiker ist, die sich ihre Haltung und ihren Charakter bewahrt haben.
          Die meisten Anderen wähne ich längst rückgradlos und bandwurmgleich in rektalen Gefilden von Leuten wie Josef Ackermann, der ihnen Bürgernähe und Mitte bietet.

          Delitant | 18. Januar 2012 | 10:41 | Antworten
    • Wenn wir etwas nicht brauchen, ist es dieses Blog-Thema hier.
      Wie oft wurde darüber schon siniert?
      Fällt den Blog-Machern nichts mehr ein?

      G.Walter | 16. Januar 2012 | 18:10 | Antworten
  2. Die Partei DIE LINKE braucht keine Personaldebatte, obwohl einzelne Personen, wie allseits bekannt, immer auch für bestimmte Politikrichtungen stehen. Selbstverständlich kann O. Lafontaine und eigentlich jeder vernünftig denkende Politiker der Linken kein Interesse an Spekulationen und an dem entsprechenden öffentlichem Palaver haben.

    Die Partei hat demhingegen ihre Programmdebatte noch nicht bewältigt, das ist das Problem und wird noch lange das Problem bleiben. Noch immer ist nicht definiert, was der „demokratische Sozialismus“ denn eigentlich bedeuten soll und der Zusammenhang zum Kommunismus-Begriff wird kaum ausreichend erläutert. Als das Programm verabschiedet wurde gab es zwar weitestgehende Zustimmung, dies jedoch aus einer nur allzu verständlichen Solidarität der Genossen, die schwer im Sperrfeuer der allgemeinen Anti-Links-Propaganda der Medien standen.

    Die Positionen der Linken zur Nah-Ost- und Mittel-Ost-Politik rühren noch aus den Tagen, da eine Sowjetunion existierte. Aber es wäre zu einfach, so zu tun, als würde man links nicht begreifen, daß sich auch im Morgenland etwas veränderte. Zufall eher also, daß hier eine Kontinuität dem Anschein nach existiert. Es sind einfach die Interessen Rußlands, die hier die entscheidende Rolle spielen. Man kann zu der Embargo-Politik der westlichen Staaten diese oder jene Meinung haben, aber hier wird in der Linken nicht nur ein Defizit deutlich. Man bleibt politisch abhängig vom „großen Bruder“. Das ist nicht nur das Problem dieser sechs Abgeordneten, sondern belastet die gesamte Führung der Linken mehr oder weniger stark. Mit Mühe hat man sich zwar entschlossen, lautstark auch zu verkünden, als Partei nicht mehr abhängig sein zu wollen von irgendwoanders her, aber tatsächlich bleibt das vorerst wohl noch anders …

    Bernd Boeske | 16. Januar 2012 | 10:01 | Antworten
    • @Bernd Boeske
      Es ist zwar schwer für DIE LINKE mehr in Freiheit zu entscheiden,aber aus meiner Sicht als angehendes Mitglied der LINKEN erscheint mir dies in unserem Ortsverband auch nicht unmöglich.Ich denke es liegt einfach an dem neuen Programm,was in Textform existiert,aber in der Praxis zu denken,fällt vielleicht dem Einen oder Anderen noch schwer.
      Von einer Personaldebatte kann man von unserem Ortsverband aus,nicht reden,da nur von einer neuen Art der Wahldurchführung gesprochen wurde,welche aber nicht von der Satzung her durchführbar ist und daher so nicht stattfinden kann.Die Kandidatur ist nicht das Problem.

      M.G. | 16. Januar 2012 | 13:16 | Antworten
      • @M.G.

        Ach, M.G., da sind Sie ja schon richtig vom Partei-Procedere eingefangen worden, als wenn es keine Inhalte gäbe … Das Parteiprogramm ist in ganz wesentlicher Hinsicht unprofessionell, d.h. wenig sachkompetent verfaßt. Schöne Phrasen …

        Bernd Boeske | 16. Januar 2012 | 14:47 | Antworten
        • @Bernd Boeske
          Das sieht ein Betroffener immer anders,daher belasse ich jeden in seiner Meinung und werde mich nicht weiter äußern.
          Dennoch einen schönen Abend.
          Den ich mir mit den Filmen mit Medikopter 117 mir gefallen lasse.

          M.G. | 16. Januar 2012 | 19:18 | Antworten
          • @M.G.
            Viel Spaß!

            Bernd Boeske | 16. Januar 2012 | 20:09 | Antworten
          • @Bernd Boeske
            Danke für den gewünschten Spaß.Vielleicht haben Sie ja auch gerade Ihren Lieblingsfilm gefunden zum ansehen.
            Ich,für meine person,wollte nur keinen politischen Streit und die Filme Medikopter 117 sind sehr viel Inhalt von Sozialverhalten,was mein Lebensziehl als Sozialberaterin beim Arbeitslosenverband ist,daher mag ich die Filme.
            Noch mal,einen schönen Abend und geruhsame Nacht auch Ihnen.

            M.G. | 16. Januar 2012 | 21:08 | Antworten
          • @M.G.
            Guten Morgen M.G.!
            Haben Sie gut geschlafen und schön geträumt ?
            Oder war der TV-Abend zu aufregend ? Habe keinen TV und trotzdem Aufregung genug!
            Also Frohes Schaffen !!!

            Bernd Boeske | 17. Januar 2012 | 08:41 | Antworten
          • @bernd Boeske
            Schönen guten Morgen!
            Der Abend war gut,denn die Filme sehe ich über You Tube,denn ein TV habe ich auch nicht,das Internet reicht doch voll umpfänglich aus.
            Ich wünsche auch Schaffenskraft für den Tag !!!

            M.G. | 17. Januar 2012 | 10:01 | Antworten
          • @M.G.

            Über YouTube ? Meine Internetverbindung ist zu langsam.
            Hallöchen noch …!

            Bernd Boeske | 17. Januar 2012 | 12:24 | Antworten
          • @Bernd Boeske
            Die You Tube-Videos müssten Sie aber auch über die einfache Telekom-DSL-leitung aufrufen können.Mann kann aber auch über ZDF-Programm mal sehen nach dem Medikopter.Möglich ist es auch über andere Fernsehsenderinternetseiten mit dem Aufruf.Einfach mal umsehen und versuchen.
            Viel Erfolg!

            M.G. | 17. Januar 2012 | 12:50 | Antworten
          • @M.G.

            Ja, es tut mir für mich selber leid, aber ich kann
            nur kleine Sequenzen sehen, und das oft auch nur
            verstockt, ruckelig.

            Dafür haben Sie das größere Vergnügen, ha ha

            Alles Gute!

            Bernd Boeske | 17. Januar 2012 | 14:42 | Antworten
          • @Bernd Boeske
            Versuchen Sie es auf anderen Sendern,denn auf ZDF bin ich nicht fündig geworden,z.B. RTL hat soetwas auch schon ausgestrahlt,was links oben am Rand der You Tube-Videos zu sehen war.Es könnten auch Videos von anderen Video-Webseiten den selben Inhalt haben.
            Viel Glück

            M.G. | 17. Januar 2012 | 15:22 | Antworten
          • @M.G.

            Danke, probier’s mal ! Erstatte morgen Bericht.

            Bernd Boeske | 17. Januar 2012 | 15:28 | Antworten
          • @Bernd Boeske
            OK.Ich wünsche noch einen schönen Abend und eine erholsame Nacht.

            M.G. | 17. Januar 2012 | 17:34 | Antworten
  3. @ Winnie Heescher

    Aber, aber, Frau Heescher, für Ihren Beitrag vom 9. Januar 2012 „Die Causa Wulff tut uns gut“ habe ich Sie gelobt. Und nun kommen Sie mir eine Woche später mit dieser „Auftragsarbeit“.

    „Vielleicht muss die Partei erstmal eine Führung wählen, die nicht permanent mit sich selbst beschäftigt ist und die genügend Autorität hat, Wahnsinnige wie die sechs Unterzeichner des Aufrufs in ihre Schranken zu weisen.“

    Ob die sechs Abgeordneten der LINKS-Partei Wahnsinnige sind, kann ich nicht beurteilen.
    Im Gegensatz zu Ihnen bin ich kein Fachmann. So muss ich also anerkennen, dass neben dem Studium der Politikwissenschaft auch noch ein Psycholgiestudium von Nutzen sein kann.

    Bleibt mir halt eben, dass ich hier als Laie meine laienhaften Fragen stelle:

    Welchen Sinn haben Embargos und welche wirtschaftlichen Interessen werden mit Embargos verfolgt?
    Warum hat die Europäische Gemeinschaft nicht längst einen Haftbefehl gegen den Mörder Assad beantragt?
    Warum liefert Deutschland an Saudi-Arabien Rüstungsgüter (für die Landstreitkräfte) in erheblichem Umfang?
    Warum lassen die USA die Lage im Persischen Golf in dieser erschreckenden Weise eskalieren?

    Sehen Sie, Frau Heescher, diese und andere Fragen hätten die „sechs Wahnsinnigen“ auch stellen können. Wie wäre Ihr Beitrag dann ausgefallen? Hätten Sie diese Fragen hier im Blog beantwortet?

    Damit mein Beitrag nicht zu sehr negativ ausfällt:
    In diesen Tagen konnte ich aus Pressemeldungen entnehmen, dass die USA in Zukunft nicht mehr als einen Krieg gleichzeitig führen möchten.

    Zum Abschluss:
    Ich bin kein Freund der LINKS-Partei – ich bin ein Freund der Wahrheit.
    Die Wahrheit wird sich an mich erinnern. Allzu viele Freunde hat sich nicht.

    Einen freundlichen Gruß aus Eisenach

    Heinz Sahl - Eine Stimme aus Thüringen | 16. Januar 2012 | 10:22 | Antworten
    • Korrektur:
      Nehmen Sie bitte in meinem letzten Satz: „Allzu viele Freunde hat sie nicht.“

      Heinz Sahl - Eine Stimme aus Thüringen | 16. Januar 2012 | 10:26 | Antworten
      • @Heinz Sahl-Eine Stimme aus Thüringen
        All zu viele Feinde hat die Partei DIE LINKRE auch nicht,da ich mich ihr zugesellte.Von einer Personaldebatte kann nicht die Rede sein,sondern nur von Vorbereitung der Führungswahl nach der Satzung.
        Mit freundlichen Grüßen aus HVL

        M.G. | 16. Januar 2012 | 13:02 | Antworten
  4. Was bietet die Linke?
    `-NATO – Austritt :- Quatsch
    -keine Bundeswehrkriegseinsätze :- überlegenswert
    -Ökonomische Vernunft jenseits des DDR – Sozialismus :- absolute Fehlanzeige

    Die Linke an der Regierung wäre die Katastrophe. Ich hoffe , es wird in den nächsten 40 Jahren nicht dazu kommen.
    Ansonsten dürfen sie gerne alles diskutieren und in ihrer Partei verändern, solange sie keine Macht haben.

    Tomca | 16. Januar 2012 | 10:30 | Antworten
  5. An Schwester Winni noch einen Neujahrsgruß und ein erfolgreiches 2012 – privat u. beruflich

    susi

    susi bibelmaus | 16. Januar 2012 | 10:33 | Antworten
  6. ich bin ein linker. parteimitglied und somit insider. trotzdem bin ich kein kommunist.trotzdem bin ich ein aufrechter demokrat, der zum grundgesetz steht. (uns) alle als kommunistenpack abzuwatschen zeigt ahnungslosigkeit und auch ein bisschen rechte tumbheit. aber vielleicht hatte der herr halemeyer auch bloß noch nicht gefrühstückt…
    es stimmt, wir haben eine doppelspitze in der partei die linke, welche nicht gerade durch politische ideengebung und führungstärke glänzt. das manko in unserer (meiner) partei liegt wohl u.a. auch darin, dass sich -genau wie bei den anderen parteien- bis auf einige sehr wenige ausnahmen in den führungsriegen immer wieder nur mittelmass durchsetzt. alles andere, was gefährlich werden könnte wird weggemobbt. wenn man dann den erstrebten posten hat, wird die tür zu gemacht, ein stuhl unter die klinke gestellt und mit dem brieföffner in der hand auf den vermeintlich kurz bevorstehenden angriff gewartet. dass bei einer solchen grundhaltung nicht gerade ein richtungsweisendes politisches feuerwerk zünden kann dürfte wohl (fast) jedem klar sein.
    ein weiteres problem ist die unfassbare aber leider weit verbreitete initiativlosigkeit des intellektuellen mitgliederpotentials innerhalb der partei. man zieht sich zu schnell vornehm zurück und beantwortet (verbale)angriffe mit:” da sehen wir es ja wieder! man lässt uns ja nicht!”
    so kann das leider nichts werden! wenn die medien aus lauter verzweifelung über die “nichtssagenden” linken immer wieder auf ein angebliches personalroulett zu sprechen kommt, dann ist was faul in der partei. wo sind die themen für die wir, die einfachen mitglieder, angetreten sind? hartz4, mindestlohn, präkariat, etc.
    die antwort ist nur ein jammervolles schluchzen auf bundes- und landesebene: “die bösen anderen haben uns die themen geklaut…”
    ich bin ein demokratischer linke und werde auch einer bleiben! und wahr ist auch – die hoffnung stirbt zuletzt.

    michael hamm | 16. Januar 2012 | 10:34 | Antworten
  7. Welche Beweise hat denn Frau Winnie Heescher dafür, dass in Syrien “mehr als 5.000 Menschen vom Militär umgebracht worden sind”. Könnte es eventuell eine Lüge der gleichen Größenordnung sein wie schon die Lüge über Gaddafi, der angeblich sein Volk mit Flugzeugen angegriffen hätte, oder vielleicht die Lüge von 2003 über Saddam Husseins Massenvernichtungswaffen:
    http://ef-magazin.de/2011/02/22/2866-irak-krieg-2003-grundloser-hirnloser-strategischer-megafehler-des-westens

    Was soll man mit Argumenten des ZDF gegenüber den ach so “wahnsinnigen” Linken anfangen, die auf inzwischen entlarvte oder noch zu entlarvende Lügen von imperialistisch denkenden Demokraten basieren?

    Wer ist hier eigentlich wahnsinnig?

    Rainer | 16. Januar 2012 | 10:51 | Antworten
    • Dieser Beitrag ähnelt leider eklatant den Äußerungen anderer Radikaler, die Massenmord und Genozid leugnen.

      Strongbow | 16. Januar 2012 | 16:36 | Antworten
      • Mein Beitrag gefällt Ihnen nicht? Ich bin also der Radikale, und Sie sind der Demokrat? Lesen Sie doch mal hier, wie die sogenannten Demokraten im Irak mittels der vorgenannten Megalüge über Saddam Husseins Massenvernichtungswaffen ab 2003 über 600.000 Tote verursacht und das Land in Armut gestürzt haben: http://www.heise.de/tp/artikel/23/23733/1.html

        In Libyen haben die “Demokraten” der NATO mit Berufung auf Lügen, wonach Gaddafi die Zivilbevölkerung bombadiert hätte (siehe http://hinter-der-fichte.blogspot.com/2012/01/libyenuno-keine-400-fragen.html), nach vorsichtigen Schätzungen über 100.000 Tote gerade durch den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg und durch die Unterstützung radikaler Islamisten verursacht.

        Was sagen Sie denn nun? Finden Sie es nicht auch furchtbar, was da so abläuft und was uns ZDF etc. erzählen?

        Rainer | 16. Januar 2012 | 18:28 | Antworten
        • Schön, dass Sie noch zwischen Demokraten und sogenannten Demokraten unterscheiden. Und nein, Ihr Beitrag gefällt mir nicht. Ganz und gar nicht.

          Klingt mir irgendwie zu sehr wie das Geschwätz von der “Auschwitzlüge” aus der braunen Ecke. Für die KZs gibt es ja angeblich auch keine Beweise…

          Strongbow | 16. Januar 2012 | 23:39 | Antworten
          • Bei Ihnen sehe ich bisher nur Schubladen: “Linke Radikale”, “braune Ecke”, “Massenmörder”, “Genozid” etc.

            Sie sollten sich mal die Mühe machen, auf Argumente, Fakten und Zahlen, die sich hinter meinen und anderen Links verbergen, sachlich zu reagieren. Meine Links gehen auch zu liberal-demokratischen Magazinen. Danach sollten Sie sich in rechtsstaatlicher und anständiger Art und Weise dafür einsetzen, dass die internationalen Schwerstverbrechern, denen ihre furchtbaren Untaten gerichtlich nachzuweisen sind, der Titel “Demokrat”, den sie sich immer noch mit Erfolg anmaßen, öffentlich aberkannt wird und dass sie ihre verdiente Strafe bekommen. Die Reihenfolge der Verurteilungen sollte sich objektiv nach der Anzahl der verursachten Opfer und nicht nach politischer Meinungsmache richten. Bekannte Politiker der USA, GB und Frankreichs werden ganz vorn liegen, wenn man sich nur auf die letzten 15 Jahre bezieht.

            Auf dieser Grundlage könnten wir weiter diskutieren: Über Despoten, über unsere Parteien und deren Flügel usw.

            Rainer | 17. Januar 2012 | 09:48 | Antworten
          • Hatte ich noch vergessen zu bemerken: Für Hitlers KZ gibt es ausreichende Beweise. Meine Tante Herta ist 1944 in einem KZ an “Lungenentzündung” gestorben.

            Rainer | 17. Januar 2012 | 13:21 | Antworten
          • Die “Lungenentzündung” Ihrer Tante tut mir Leid.

            Ansonsten lese ich aus Ihrem Beitrag, dass Sie das syrische Regime schönreden wollen, indem Sie die Opfer in Frage stellen. Ob es 5000, 500 oder 50 sind, ist vergleichsweise unwichtig.

            Wenn ich Sie da falsch verstanden habe, tut mir auch das Leid, aber das könnte dann ja auch daran gelegen haben, dass Sie sich unklar ausgedrückt haben.

            Sie unterstellen mir, dass ich die “demokratischen” Mörder (nennen wir Bush ruhig beim Namen) weniger schlimm finde als die despotischen wie Assad, Kim, Mubarak, Ahmedinedschad, Gaddafi und Co. Dem ist nicht so. Mord ist Mord.

            Strongbow | 17. Januar 2012 | 20:10 | Antworten
          • Ach ja, auch ich habe etwas vergessen. “Linke Radikale” habe ich nicht geschrieben. Ich habe kein Problem damit, dass Menschen links oder Mitglieder der “Linken” sind.

            Mein Problem mit den Unterzeichnern ist, dass sie schwerste Verbrechen relativieren. Und das rückt sie wiederum in die Nähe von Neonazis, die schwerste Verbrechen der Altnazis relativieren.

            Ich gehe einmal davon aus (und hoffe), dass die weit überwiegende Mehrheit der Linkswähler und -mitglieder keine Sympathien mit dem Assad-Regime haben.

            Ich hoffe, jetzt habe ich mich klar genug ausgedrückt.

            Strongbow | 17. Januar 2012 | 20:16 | Antworten
          • Sie haben mich immer noch nicht verstanden. Die Regime Assad, Gaddafi, Hussein etc. werden (wurden) durch bestimmte Kreise, die zu weit größeren Verbrechen bereit und in der Lage sind und diese Verbrechen bereits mehrmals praktiziert haben, schwarz angemalt, weil diese Regime gegen diese Kreise opponieren bzw. opponiert haben. Andere Diktaturen werden in Ruhe gelassen, da sie diesen Kreisen dienen. Schwarz anmalen heißt: Negative Informationen maßlos übertreiben und positive weitgehend unterdrücken.
            Diese Kreise geben sehr viel Geld für ihre Propagandamaschine aus. Um das zu durchschauen, muss man selbst Hintergrundinformationen einholen (das machen leider nur wenige). Zu Assad mal ein kleines Beispiel: http://www.lafontaines-linke.de/2012/01/kriegerische-rhetorik-iran-syrien-aufurf-kritik/comment-page-3/#comment-24035
            Das Assad-Regime hat wie auch das Gaddafi-Regime eine breite Unterstützung bei den Menschen, weil beide Regime reale Sozialpolitik durchgesetzt haben (trotz möglicher Bereicherungen einzelner Leute, die aber nicht vergleichbar sind mit den Bereicherungen der westlichen Oberschicht).
            Ihre Vergleiche mit den Nazis sollten Sie besser unterlassen. Die Nazis haben über 50 Millionen Tote auf dem Gewissen, da sie einen Weltkrieg angefangen haben.

            Rainer | 17. Januar 2012 | 21:15 | Antworten
          • Hier noch ein Link, der mal im Zusammenhang beschreibt, wie unsere Informationsindustrie zum Thema Libyen/Syrien die Leute verblödet:
            http://hinter-der-fichte.blogspot.com/2012/01/libyensyrien-zappendustere-0815.html

            Rainer | 18. Januar 2012 | 05:42 | Antworten
          • Sie schreiben: “Ob es 5000, 500 oder 50 /Opfer/ sind, ist vergleichsweise unwichtig.”
            Die syrische Armee muss für die Mehrheit Ordnung im Land herstellen. Bei bewaffneten Auseinandersetzungen gibt es auf beiden Seiten Verletzte und Tote. Wer in Berlin mit einer Kalaschnikov auftaucht, bekommt auch große Probleme mit der Polizei.

            Richtig ist, dass es in naher Zukunft eine neue Verfassung und freie Wahlen geben muss. Daran scheinen die bewaffneten Störenfriede aber kein Interesse zu haben: http://www.lafontaines-linke.de/2012/01/kriegerische-rhetorik-iran-syrien-aufurf-kritik/comment-page-3/#comment-24031

            Rainer | 17. Januar 2012 | 21:39 | Antworten
      • @Strongbow:
        - kann mich erinnern, da gab es in der Union und sogar bei den Liberalen Parteimitglieder, die hätte man eigentlich eher zur NPD, den Republikanern oder der DVU gerechnet. Auf der anderen Seite gab es extrem Linke in der SPD und bei den Grünen, die ihre Ansichten auch ganz offen vertraten.
        Was also soll diese ganze Aufregung ?
        Die Parteien haben und hatten immer auch ihre extremen Flügel, Links- und Rechtsaußen, von Mitgliedern, die ursprünglich mal Funktionsträger bei den Nazis bzw. bei den Kommunisten waren ganz zu schweigen (Globke, Filbinger, Kiesinger, Wehner usw… man kann sich doch mal irren und ändern, oder ?).
        Gönnen wir also ganz gelassen den Linken mehr Zeit zur Entwicklung. Schließlich hat die SPD weit mehr als ein Jahrhundert auf dem Buckel und die Union mit ihrem Vorläufer Zentrum brauchte auch nicht weniger, um sich in ihrer heutigen Form zu präsentieren.

        Ramses | 16. Januar 2012 | 23:21 | Antworten
        • @Ramses: dem stimme ich weitgehend zu. Jeder kann sich ändern und seine alten Irrtümer ablegen. Aber die Damen und Herren Unterzeichner haben dieses Stadium noch nicht erreicht.

          Um Irrtümern vorzubeugen: ich werfe den Leuten nicht vor, links oder auch extrem links zu sein (auch wenn ich das nicht bin). Ich werfe ihnen vor, Apologeten von Massenmördern zu sein.

          Strongbow | 16. Januar 2012 | 23:43 | Antworten
          • - klar akzeptiert… Der Horizont ist manchmal etwas eingeschränkt und bei Politikern ideologisch bedingt vielleicht noch etwas mehr. Sache der Partei, solche wirren Leute einzufangen. Geben wir den Linken diese Chance, auch bei anderen Parteien dauerte es Jahre sich von Auswüchsen zu befreien…

            Ramses | 17. Januar 2012 | 03:37 | Antworten
          • OK, darauf können wir uns einigen.

            strongbow | 17. Januar 2012 | 09:17 | Antworten
  8. “Sechs Abgeordnete, die sich mit Machthabern wie Assad solidarisieren…”. Ist das so? Wurde das so formuliert: “Wir erklären uns solidarisch mit Baschar al-Assad und Mahmud Ahmadinedschad und wünschen ihnen allzeit gutes Gelingen!”? Nein! Im Aufruf heißt es am Ende lediglich:

    “Das iranische und syrische Volk haben das Recht, über die Gestaltung ihrer politischen und gesellschaftlichen Ordnung allein und souverän zu entscheiden. Die Erhaltung des Friedens verlangt es, dass das Prinzip der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten konsequent eingehalten wird.”

    Da ist durchaus etwas Wahres daran. Verbrecherische Regime sind ein Übel dieser Welt, keine Frage, aber eine aktive Einmischung von Außen hat noch nie etwas Gutes entstehen lassen. Der 2. Golfkrieg hat ein Chaos im Irak hinterlassen. Wir “feiern” 10 Jahre Krieg in Afghanistan. Das passiert, wenn den Völkern Kriege unter dem Aspekt der “Humanisierung” und “Demokratisierung” aufgezwungen werden. Und Embargos? Reicht die Kraft nicht für einen Einmarsch, dann sollen Embargos die Bevölkerung zum Aufstand zwingen. So die Überlegung. Dazu gesellt sich allerdings noch die Doppelmoral. Während Embargos in erster Linie die Bevölkerung und nicht die Machthaber treffen, läuft im Hintergrund beispielsweise die Schieberei von Waffen munter weiter. Alles unter den Augen der verantwortlichen Demokraten, die “Freiheit” vor allem in der Freiheit der Gewinnmaximierung und des Profits sehen.

    Ist nun ein Aufruf gegen Krieg und Embargo verwerflich, nur weil er von einigen Abgeordneten der Linkspartei verfasst wurde? Und wer, außer der Linken selber, hat das Recht deswegen oder auch aus anderen Gründen eine Personaldebatte in dieser Partei zu fordern? Und selbst wenn, müssen die Gleichen dann nicht auch eine Personaldebatte in der Union fordern, nach all den Guttenbergs und Wulffs? Vorsicht liebe Journalisten! Die Pressefreiheit ist ein hohes Gut, das man katastrophal beschädigen kann, wenn tendenziös und einseitig verzerrt veröffentlicht wird. Das gilt für News und Kommentare. Der Vorwurf der Medien-Kampagne läßt sich dann nicht mehr so einfach abwiegeln und spielt all denen in die Hände, die die Pressefreiheit am liebsten beschneiden möchten.

    Tocqueville | 16. Januar 2012 | 10:56 | Antworten
    • @ Tocqueville | 16. Januar 2012 | 10:56

      Ein guter Beitrag – volle Zustimmung – Respekt!

      Gut gewählt ist auch der Zeitpunkt der Veröffentlichung zu Beginn dieses Blogs.
      Vielleicht bleibt uns dadurch eine Vielzahl von „Flachkommentaren“ erspart.

      Einen freundlichen Gruß aus Eisenach

      Heinz Sahl - Eine Stimme aus Thüringen | 16. Januar 2012 | 17:14 | Antworten
  9. Die Linke hat wie fast alle Parteien gute Ansätze die ich unterstützen würde.
    So lange aber Steinzeitkommunisten wie Lötzsch und Wagenknecht dort mitreden können, ist die Linke für mich nicht wählbar.
    Die NPD natürlich auch nicht.
    Beide können von mir aus verboten werden.

    HG | 16. Januar 2012 | 11:34 | Antworten
  10. Logisch:

    Die Dunkel-Roten(Linke) sind traditionell mit den Russischen Interessen verbandelt (Russland treib regen Handel mit Iran und Syrien. Syrien ist stark orthodox geprägt)

    Die Hell-Roten(SPD & Grüne) sind traditionell mit der anderen Seite, verbandelt und vertreten Türkeibeitritt, Wirtschaftshemmnisse, teuren Strom, Exportbegrenzungen, Rüstungskontrolle und zu viel Mitbestimmung. Eben alles, was den Exporten andere Staaten hilft.

    Der Spuch “Vaterlandslose Gesellen” ist also gar nicht so abweging.

    Doch Hilfe für die Probleme in Deutschladn gibt es nur von Innen.

    Spiegelrau | 16. Januar 2012 | 11:47 | Antworten
    • @Spiegelrau

      So einfach ist das nicht, wie Sie behaupten. Rußland ist weder „dunkelrot“ noch „links“, dafür allerdings reaktionär und nationalistisch. Wer sich dort heute Kommunist nennt, kann nur nationalistisch sein und drischt bloß Sozialphrasen, (davon abgesehen, daß es noch richtige Dummköpfe gibt, die Bilder von Väterchen Stalin durch die Straßen schleppen wie etwa eine religiöse Ikone).

      Unsere LINKEN sind wirklich keine „Kommunisten“ mehr. Sie sind Opportunisten wie SPD und Grüne, Piraten. Die Beziehungen, die sich während der Besatzungszeit in Ostdeutschland herausgebildet hatten, bestehen einfach fort. Während der Besatzungszeit haben sich gesellschaftliche Substrukturen herausgebildet, die selbstverständlich von der Supermacht gesteuert wurden und auch auf den Westen übergriffen und heute mit entsprechenden Strukturen der Bundesrepublik zusammenarbeiten. Wenn diese Strukturen wollen, die in allen Bereichen – d.h. durchaus auch rechteren Parteien z.B. – der Gesellschaft existieren, dann geht nichts mehr …

      Der Opportunismus ist all den linken Parteien hier eigen und bildet auch ihr zentrales Problem, so daß sich alle Politik letztendlich in Sachzwangverwaltung erschöpfen muß. Wenn es also in den 70er Jahren hieß „Mehr Demokratie wagen!“, dann warten wir noch heute auf die Realisierung dieser schönen und Hoffnung machenden Parole …

      Alle linken Parteien haben zweifellos ein Problem mit ihrem Vaterland und das muß sich bald ändern …, denn das, was Sie mit „Innen“ bezeichnen – vielleicht meinen wir nicht dasselbe – , ist entweder zu dämlich oder arbeitet für die Errichtung einer reaktionären Diktatur.

      Bernd Boeske | 16. Januar 2012 | 14:32 | Antworten
      • Das ist doch eine völlig naive und weltfremde Vorstellung, dass mit einer Änderung des politischen Systems in Russland oder in Ost-Deutschland die persönlichen Verbundenheiten verschwinden würden. Putin selber war z.b. KGB-Mann in Deutschland.
        Es geht immer um Macht und Einfluß, und nicht um vordergündige Parteiprogramme.

        Allein die Tatsache, dass Stalin ein studierter Priester war und eine zaristischen Kurs mit Ikonenhaften Personenkult betreibt, macht klar, dass die inneren Teile einer Gesellschaft erstmal bleiben. Erneuerung durch Zerstörung, wie die titanischtischen Grünen es gerne hötten, würd viel zu großen Schaden anrichten und kräfte verbrauchen.

        Ein „Mehr Demokratie wagen!“ ist unsinn, wenn man die magelnde Informiertheit der meisten Hobby-Plotiker hier betrachtet und die erbährmiche Informationsaufbereitung in den Medien sieht.

        Die Bürger wählen ein Team von Experten, die dann entscheiden.

        “… Errichtung einer reaktionären Diktatur”
        Weltfremde Sprücheklopferei

        Spiegelrau | 17. Januar 2012 | 10:51 | Antworten
        • @Spiegelrau
          Sie unterstellen mir doch nicht etwa, daß ich das behauptet hätte, was Sie da in ihrer Entgegnung im ersten Satz schreiben ?

          Mehr Demokratie wagen, sei eine unsinnige Forderung ? Daß die statistische Zusammensetzung der User hier nicht repräsentativ sein dürfte, muß zunächst festgestellt werden und des weiteren ist festzuhalten, daß Sie die Bevölkerung in der Rolle eines Objekts sehen, über das andere zu entscheiden haben, als hätte das Volk nicht unterschiedlichste Interessen aufzubieten und selber zu verteidigen. Zweifellos geht es hierbei auch um Macht und Einfluß, wie Sie auch schreiben.
          Sie selber haben wohl naive Vorstellungen, wenn Sie glauben, daß die Bürger ein Team von Experten wählen würden, die entscheiden würden ?! Schauen Sie sich die Zusammensetzung des Bundestages an! Was sitzen da für „Experten“ ?!

          Sie sollten erst richtig lesen und überlegen, bevor Sie loslegen!

          Bernd Boeske | 17. Januar 2012 | 11:40 | Antworten
    • Spiegelfrau es könnte auch! Verstandslose Gesellen !
      heißen,
      jeden Morgen stehen ein paar Dumme auf ,die den
      haltlosen Versprechen der Linken glauben.

      Muschel | 16. Januar 2012 | 16:41 | Antworten
      • Also den Vorschlag der Linken in NRW, die Förderung vor der “Erfurcht vor Gott” aus der Verfassung zu streichen, halte ich für gar nicht so schlecht.

        Hier haben sogar die Grünen und die FDP abgeleht.

        Aber es gibt zu viele Parteien und auch zu viele Palamentarier. 600 Bundestagsabgeordnete sind zu viel.

        Spiegelrau | 17. Januar 2012 | 10:54 | Antworten
  11. eine gute freundin von mir ,aktive linke,war über jahre in einem landtag als abgeordnete.als es um bundestagswahlen ging,fragte sie mich,ob ich diese partei wählen würde.meine frage war:habt ihr denn ein schlüssiges programm.
    die antwort war:nicht wirklich.
    und genau das bezeichnet diese partei bis heute.
    politiker wie gysi nutzen ihre bonität,lafontaine ist für mich bis heute sehr fragwürdig und gerade in der führungsriege sitzen blaßschnäbel ohne charisma.
    es ist schon gut,wenn wir auch eine linke haben,erinnert mich an den aufstiegskampf der grünen.ein durchgehendes konzept ist nicht sichtbar.
    gleichzeitig distanziere ich mich von verbalen ausrutschern der frau heescher.ich meine sie sind journalistin?????,oder

    charlotte | 16. Januar 2012 | 12:17 | Antworten
  12. erst dachte ich, die linken spännen mal wieder (oder heisst es spönnen?). aber so verkehrt finde ich die aussagen, die da unterschrieben wurden, gar nicht. zumindest, was den iran angeht, werden wir doch gerade wirklich zeuge einer üblen kriegsinszenierung. da wird mit biegen und brechen darauf hingearbietet, den iran baldmöglichst attackieren zu können. wem das nicht auffällt, der hat mächtig sand in den augen. oder ist die hochnotpeinliche iranischer geheimdienst-ermordungs-reifenhändler-story von vor ein paar monaten schon vergessen? und jetzt, verschärfung von sanktionen, anstatt diplomatie? es ist alles zu haareraufen.

    Egbert | 16. Januar 2012 | 12:35 | Antworten
    • es heißt trotzdem spinnen lg. gruß

      charlotte | 17. Januar 2012 | 12:55 | Antworten
    • @ Egbert | 16. Januar 2012 | 12:35
      „erst dachte ich, die linken spännen mal wieder (oder heisst es spönnen?).“

      @ charlotte | 17. Januar 2012 | 12:55
      „es heißt trotzdem spinnen lg. gruß“

      Ich mische mich ungern in die Klärung der sprachlichen Feinheiten ein.
      Sowohl „spännen“ als auch „spönnen“ ist lt. unseren obersten Sprachhütern (DUDEN) richtig.
      Letztendlich ist die Aussage wichtig: „Erst dachte ich …“
      Und diese Aussage macht deutlich, dass der Schreiber bislang angenommen hat, dass die LINKE spinnt. Und jetzt hat er eine andere Sichtweise.

      Verzeihen Sie mir bitte meine Einmischung.

      Einen freundlichen Gruß aus Eisenach

      Heinz Sahl - Eine Stimme aus Thüringen | 17. Januar 2012 | 13:17 | Antworten
      • hallo herr sahl,selbstverständlich kann man,aber wie immer deutsche sprache,schwere sprache
        verzeihung muß nicht sein,aber lieb

        charlotte | 17. Januar 2012 | 13:31 | Antworten
  13. - jede Partei hat ihre Flügel und im Hinblick auf andere das Recht sich ebenfalls über Jahre zu entwickeln, irgendwann ihren endgültigen Standort im Parteienspektrum einzunehmen und ihr Profil zu schärfen. Wie lange habe SPD, Union und Liberale zu ihrer heutigen Position und ihrem Status gebraucht ?
    Also bitte mehr Gelassenheit Frau Heescher !
    Im Übrigen tut uns bei dem heutigen, menschenmißachtenden Neoliberalismus eine Partei auf dem linken Spektrum ganz ganz gut, da sie einige von der SPD aufgegebene Positionen besetzt. Außerdem bindet sie offenbar mehr Wähler als die regierungsbeteiligte, nicht mehr liberale FDP. Sollte man auch einmal bedenken…

    Hans Lauterfeld | 16. Januar 2012 | 13:39 | Antworten
  14. Frau Heescher, Ihre Anschluldigung gegen die Linke ist falsch! Als ob die sich mit dem Assad-Regieme solidarisieren. Geht´s noch?

    Das war eine typische Anti-Linken-Propaganda, schlecht rercherschiert und billig. Entsprechende Kommentare die so etwas ungeprüft annehmen “dieses Kommunisten-Pack..” sind die Folge und wie auf Bestellungheuchlerisches Getue vom CDU-General Gröhe. Bild-Zeitungs-Niveau.

    Diese Partei steht wenigstens für Inhalte im Gegensatz zu den Piraten die nicht wissen was sie wollen und die geforderte “Ruhe” innerparteilisch” gibt es in keiner Partei des Bundestags. Der Deutsche will es “geschlossen”. Ber geschlossener Unsinn bringt nichts.

    Frau Heeescher, hören Sie auf die Leute zu verdummen!

    Marvin | 16. Januar 2012 | 14:12 | Antworten
  15. @ Marvin: Leute zu verdummen, das finde ich einen sehr harten Vorwurf. Verschiedener Meinung darf man immer sein! Vielleicht lesen Sie den Online-Aufruf und dann unterhalten wir uns gerne auch weiter über journalistische Recherche.

    Winnie Heescher | 16. Januar 2012 | 14:58 | Antworten
  16. Also wirklich, der arme Assad! Kaum schlachtet er ein paar friedliche Demonstranten ab, schon mag ihn keiner mehr. Schön, dass es immer noch Menschen gibt, deren Mitgefühl auch (und gerade) bluttriefende Tyrannen einschließt. Und Hut ab vor den begnadeten FührerInnen der Einheitspartei, die so etwas nicht gleich im Keim ersticken. Das ist wahre Meinungsfreiheit, da können sich die Demokraten ruhig eine dicke Scheibe abschneiden!!

    Strongbow | 16. Januar 2012 | 16:17 | Antworten
  17. Genosse Gysi war ja auch schon 3 Tage Finanzsenator in Berlin. Er hatte ein Einsehen und ging ganz schnell wieder.
    So kann er wenigstens behaupten, an der Schuldenmisere des SPD – geführten Senats keinen Anteil zu haben.
    Rot und Geld, das hat noch nie gepaßt. In der DDR nicht, in Berlin nicht, in Bremen nicht, in Sachsen – Anhalt unter Rot-Rot nicht,… .
    Wenn dieses Dilemma glaubhaft aufgelöst werden würde,kann man auch glauben, was versprochen wird.
    Die Geschichte lehrt aber bisher, alles Demagogie.

    Tomca | 16. Januar 2012 | 16:58 | Antworten
  18. Es müßte der marxistische Teil der führenden Leute im Linkenvorstand sein, durch den so etwas zu stande kommt. Immer hat der Westen schuld, raus mit allen Truppen aus dem Ausland, die Völker sollen ihre Probleme selbst lösen, idealerweise unter Führung der KP.

    Kopfschüttelnd quittiert man die Tatsache, daß 2 Jahrzehnte nach Glasnost keine Perestroika in manchen Köpfen Einzug gehalten hat. Auch im 21. Jahrhundert, in denen gerade Solidarität und Menschenwürde oberste Prioritätt haben sollten, verfällt die Linkspartei in alte Verhaltensweisen. Eine Partei, die wie die FDP mit sich selbst hadert und nicht weiß wohin. Freilich noch nicht so dramatisch. Und die “Piraten” laufen ihnen noch nicht den Rang ab.

    Woher kommt das Problem? Hat die proletarische Denkweise versagt oder sind es die “Kleinbürger”, welche Infiltration betreiben?

    Ach was solls, man wird sehen wies weitergeht.

    Michael Egler | 16. Januar 2012 | 17:54 | Antworten
  19. Na ja, nach dem die FDP (immerhin als Regierungspartei) Gaddafi unterstütz hat*, dürfen Linke jetzt doch auch mal.

    (*In der Resolution ging es in erster Linie um eine Flugverbotszone, da die Freiheitskämpfer halt keine Flugzeuge hatten, jedenfalls ging es nicht wie gerne behauptet um den Einsatz deutscher Soldaten)

    Ich habe ein anderes Problem mit den Linken … sie schwächen die SPD derart, dass es immer wieder zur Großen Koalition kommt.

    Manche, nicht wenige scheinen das zwar für einen Heilszustand zu halten, aber es ist nicht gut für unsere Demokratie.

    marc | 16. Januar 2012 | 17:59 | Antworten
  20. Was wohl für ustände in Berlin herrschen würden, hätte Klaus Wowereit die rechnerisch mögliche Alternative mit Linken und Piraten gewählt?

    Und eine Demokratie haben wir nicht, sonst wären die Leute da draußen nicht unzufrieden. Interessant nur, daß die Linken sich um Syrien und Libyen und ähnliches kümmern, aber sich um den Generalstreik in Nigeria oder den Streiks bei kasachischen Ölarbeitern nicht scheren.

    Michael Egler | 16. Januar 2012 | 18:07 | Antworten
    • Na ja, ohne die LINKE hätte Wowereit ja nicht mit denen koalieren können ;- )

      Es ist genau das, was ich geschrieben habe. Ohne die LINKE wäre die SPD deutlich stärker und konnte z.B. mit den PIRATEN eine Regierung bilden, oder auch mit den GRUNEN.

      marc | 16. Januar 2012 | 18:19 | Antworten
      • Man erinnere sich an die Geschichte: Die Linke ist aus der SPD entstanden. Ich bezweifele allerdings, daß die SPD ohne die Linke, welche im Grunde nur eine Art gemäßigte KPD oder MLPD ist, mehr Stimmen erlangen könnte.

        Die Mitglieder sind fast ausschließlich von der alten SPD enttäuscht. So würden sich die Stimmen bestenfalls auf die Grünen verteilen, schlechtestenfalls auf irgend welche Kleinparteien. Was auch nicht verkehrt sein muß, denn so käme mal Abwechselung in unsere Quasselbuden.

        Michael Egler | 16. Januar 2012 | 18:28 | Antworten
  21. Nehme ein mal Na ja zurück :- )

    marc | 16. Januar 2012 | 18:20 | Antworten
  22. @ Winnie Heescher

    Das Problem bei den Linken besteht darin,daß auf der
    Führungsebene,eine rückwärts gewandte Politik betrieben wird.Es fehlt mir der Erneuerungs-Prozess.So lange die
    Linke Personen wie Gesine Lötzsch bzw.Sahra Wagenknecht
    (Kommunistische Plattform)in ihrer Führungsebene haben,
    ist die Partei meiner Meinung für einen aufrechten Demo-
    kraten nicht wählbar.Denn beide Personen verkörpern das
    System Honecker.Ich habe mir die Zeit genommen,und 3
    Stunden der Sendung Kontraste im RBB angesehen.Unter
    anderem wurde der Streikleiter,des Arbeiter-Aufstandes
    von 1953 verhaftet und in ein Gefängnis gesteckt.Dieser
    Streikleiter aus dem Jahre 1953,lebt meines Wissens heute
    noch.Er hatte im RBB,die Repressalien der Stasi ge-
    geschildert.Von einem Zeitzeugen weis ich zu berichten,
    daß die frühere DDR aus dem Jahr 1953,das 3.Reich umge-
    kehrt war.Es war in etwa mit dem jetzt noch radikalsten
    islamischen Regime wie Saudi-Arabien,um die Worte von Dr.
    Scholl-Latour zu gebrauchen vergleichbar.Herr Oskar
    Lafontaine hat sich meiner Meinung,mit der Liaison in
    Bezug auf Frau Sahra Wagenknecht,ins Abseits manövriert.
    Er könnte sich einmal an den Personen Helmut Schmidt,
    Otmar Schreiner oder Dr.Rudolf Hinsberger ein Beispiel
    nehmen.Diese Personen kennt Herr Lafontaine alle sehrgut.

    HOPF T. | 16. Januar 2012 | 18:22 | Antworten
    • In der WASG gab es Befürchtungen, daß im Falle einer Parteifusion die WASG von der PDS ideologisch geschluckt werden könnte. Ob sich das bewahrheitet hat..?

      Michael Egler | 16. Januar 2012 | 18:31 | Antworten
      • @Michael Egler

        Sie dürften mit Ihren Befürchtungen ,nicht so falsch
        liegen.Auch Gregor Gysi ist nicht gerade so der Sauber-
        mann,so Frau Havelmann in Kontraste vom RBB.Er ist mehr
        der Mann der Talkshows.Er hat nicht das Format eines
        Dr.Dr.Gustav Heinemanns oder Herbert Wehner.Ich erinnere
        nur an die Worte des ehemaligen Fraktions-Vorsitzenden
        der CDU,Herrn Dr.Rainer Candidus Barzel im Bundestag,
        Herr Wehner ,das war die Stunde des Parlamentes.

        HOPF T. | 16. Januar 2012 | 19:00 | Antworten
  23. Was werden die armen armen Linken hier auch wieder einmal schlecht geredet. Na ja, vielleicht bekommen sie ja Trost vom netten Herrn Assad oder vom lieben Genossen Fidel, dem man feundlicherweise zum Geburtstag und zu seiner kubanischen Prachtrevolution gratulieren mußte. Und die vielen toten Syrer sind garantiert alle von alleine vor Schreck tot umgefallen, als sie ihren Fehler eingesehen haben, den lieben Herrn Assad für einen üblen Menschenschlächter zu halten. Alles Gruselpropaganda der bösen Kapitalisten.
    Na ja, vielleicht machen die Linken ja das jugendliche Liebespaar Oskar und Sahra noch glücklicher und wieder zu Vorsitzenden. Ein echter Familienbetrieb und noch dazu paritätisch Ossi-Wessi. Na ja, mit Saarländern hat man bei den Ahnen der Linkspartei ja beste Erfahrungen gemacht.
    Womit ich nichts gegen die vielen Saarländer sagen will, die nichts mit Erich, Oskar oder dem aus der Nähe (Trier) stammenden Karl Murx zu tun haben wollen…..
    Es gibt einen klassischen Spruch aus Frankreich: Wer mit 20 kein Sozialist ist, hat kein Herz. Wer mit 40 immer noch Sozialist ist, hat kein Hirn.

    Blogleser | 16. Januar 2012 | 19:43 | Antworten
  24. Das alte Problem der Linken…
    Wenns was gibt zum Zerstreiten , wirds auch getan.

    Irgendeinem fällt schon was ein , wenns mal zu ruhig wird und jeder kennt den einzig richtigen Weg.

    new kid on the blog | 16. Januar 2012 | 20:22 | Antworten
  25. Die Linke braucht keine Debatte, die braucht ein Verbot, genauso wie die NPD.
    Weg mit dieser wiederlichen Stasipartei.
    Die sind noch gefährlicher als die NPD, die echten Nazis sterben nämlich langsam aus, und niemand mag sie, aber die Kommunisten sind Hoffähig, siehe diesen Blog. Kein Journalist würde sich trauen zu schreiben “die NPD braucht eine Personaldebatte”- die Linke ist viel gefährlicher als die NPD!!!

    Hans Huber | 17. Januar 2012 | 01:13 | Antworten
    • - mein Gott, legen Sie endlich die Parteibrille ab ! Und vielleicht mal wieder die Regeln der Rechtschreibung in Erinnerung rufen ?

      Ramses | 17. Januar 2012 | 03:41 | Antworten
      • Rechtschreibung? Aber wir sind doch gegen Rechts und somit politisch korrekt, oder?

        Hans Huber | 17. Januar 2012 | 09:58 | Antworten
  26. da macht man einmal ein “zdf-quiz” mit und wird am schluss tatsächlich gefragt “ob man sich nicht für die islamische Ausbildug in Tübingen einschreiben möchte” !?
    geht´s noch? …Verteilt mal Flugblätter vor ner Mosche, wenn die Moslems viel über das Christentum wissen, dann fangt mal vor Ort an zu fragen ob sie nicht zum Christentum übertreten wollen… würdelos und ohne Selbstschätzung!! traurig ZDF, das war voll fürn Eimer!!

    sprachlos | 17. Januar 2012 | 07:41 | Antworten
    • - tut mit leid ZDF, das mit dem Quiz voll überzogen !
      Laßt endlich diesen Blödsinn mit den Religionen – diese haben in der Geschichte und auch jetzt noch (siehe muslimisches Abschlachten untereinander) genug angerichtet.
      Wenn das ZDF seine Medienpäsenz endlich einmal dazu nutzte darauf hinzuwirken, daß Religion wirklich zur absoluten Privatsache würde und diese undurchsichtige und unseelige Vermischung mit Staat und Politik als Thema brächte, wäre schon viel gewonnen…

      Ramses | 17. Januar 2012 | 14:38 | Antworten
  27. Die Offenheit einer Gesellschaft erweist sich in ihrem Umgang mit Andersdenkenden. Folgt man nun über Jahre hinweg den Verlautbarungen des ZDF, so darf man aus Sicht dieses Senders offenkundig überall anders denken, nur nicht gerade in den konstituierenden Gremien der Demokratie, nämlich den Parteien. Versucht es dort doch jemand mit ganz gleich welchem Erfolg, wird die Führung als Handlungsunfähig dargestellt, die Gruppierung als zerstritten und uneinig, kurzum, als Chaotenhaufen.

    Mich erinnert das immer an den Ausspruch:
    Wir wollen unser’n alden Kaiser Willem wieder ha’m. (Hicks)…

    Kronach | 17. Januar 2012 | 08:48 | Antworten
  28. Man stelle sich mal vor:
    Bayern und Baden- Würtenberg und Hessen werden von Rot – Rot regiert.
    Die Wertschöpfung würde in diesen Ländern unweigerlich sinken, da die Motivation weg ist ( wer arbeitet schon gern nur für andere und muß außerdem noch Sozialneidkampangien über sich ergehen lassen? ).
    Siemens, Daimler, BMW ,Allianz und Co. verlagern ihre Zentralen dann vielleicht nach Ostdeutschland, wegen dem günstigerem Arbeitsklima. Wenn auch dort alles ROT ist, dann gehen sie ins Ausland.
    Wer weiterhin in der Produktion als Facharbeiter gutes Geld verdienen will, geht gleich mit.
    Nach wenigen Jahren sind die oben genannten Länder Nettoempfänger im Länderfinanzausgleich, und Berlin und Bremen zahlen. Nur, wovon wollen sie was einzahlen, die sind ja jetzt schon pleite.

    Wenn man dies zu Ende denkt, haben wir bald die alte DDR wieder und nach Jahren dann nochmal eine friedliche Revolution. Und die Geschichte wiederholt sich.

    Tomca | 17. Januar 2012 | 09:09 | Antworten
    • diese von Ihnen geschilderten gefahren haben nicht nur in “rot” ihren ursprung.
      AREVA baut nach dem Atomausstieg in DE Arbeitsplätze ab, Strom wird entgegen vergangener merkelscher Beschwörungen wohl deutlich teurer, die BASF verschiebt Arbeitsplätze in die USA.

      Ob wir uns so “grüne luxusmentalitäten” auf Dauer leisten können wird sich zeigen, wenn Anspruch und Realität aber zu weit auseinander liegen, kommt in den seltesten Fällen etwas ordentliches bei raus

      sprachlos | 17. Januar 2012 | 10:36 | Antworten
    • @Tomca

      „( wer arbeitet schon gern nur für andere und muß außerdem noch Sozialneidkampangien über sich ergehen lassen? ).“_________ Na was wollten Sie uns denn damit sagen ?! Jeder „Arbeitnehmer“ muß seine Arbeitskraft auf dem Arbeitsmarkt an den „Arbeitgeber“ verkaufen (1) und erarbeitet sich dann, wenn es „gerecht“ zugeht, zu einem gewissen Bruchteil des tatsächlichen Erlöses aus dem Verkauf der Produkte ein Entgelt(2). (1)+(2) = Lohn. Den eigentlichen Gewinn aus der Produktion zieht der „Arbeitgeber“. Selbstverständlich, der Unternehmer muß Rücklagen bilden und neu investieren und trotzdem bleibt so etwas wie Profit, sonst würde kein Unternehmer auch nur eine müde Mark in eine Produktion stecken. Was kommt also raus, der „Arbeitnehmer“ arbeitet vor allem für den „Arbeitgeber“ und nicht bloß für sich selbst. Daß zwischen Kapital und Arbeit, zwischen gesellschaftlicher Produktion und privater Aneignung ein Konflikt besteht, – das hat niemand erfunden, das ist einfach so. Die Occupy-Bewegung entstand nicht aus Friede, Freude, Eierkuchen, und auch nicht aus „Sozialneid“.
      Der Kapitalismus hat mit dem politischen System erst mal gar nichts zu tun. Wenn nun im politischen System diese oder jene Partei am Ruder ist, dann können die dafür sorgen, daß die Rahmenbedingungen für die wirtschaftliche Entwicklung stimmig gestaltet werden, aber mehr nicht. Wenn das Kapital nicht investiert, dann läuft eben nichts, ob einer von der CDU, SPD, FDP, Grüne, LINKE oder Piraten den Wirtschaftsminister mimt. Wenn das gesellschaftspolitische Klima von den Massenmedien aufgeheizt und auf Polarisierung eingestellt wird, werden die Unternehmer sagen: „Mit den Linken geht nichts, denn die wollen uns enteignen …“ Die Linken hatten in der Tat stets ein Problem mit dem Kräfteverhältnis und glaubten an ein sozialistisches Dogma, aber man muß ihnen auch Lernfähigkeit zubilligen, wenn wir ein gesellschaftliches Miteinander wollen und keinen Bürgerkrieg. Tatsächlich sind die LINKEN heute opportunistisch wie die SPD oder Grüne und wenn in deren Parteiprogramm der „demokratische Sozialismus“ als Ziel genannt wird, wovon sie nicht mal sagen können, was das zu bedeuten habe, dann möchte ich wetten, daß wir darauf warten können genauso wie auf die Realisierung der Parole der SPD, die uns mehr Demokratie versprach …

      Bernd Boeske | 17. Januar 2012 | 10:43 | Antworten
      • Einfach formuliert, es steht der Beweis aus, das man mit kommunistischem Gedankengut eine Volkswirtschaft auf gutem oder gar hohem Niveau laufen lassen kann. Siehe dazu DDR, heute noch Kuba und Nordkorea.
        Die Begriffe Demokratie und Sozialismus schließen sich aus (bewiesene Leninsche Lehre in der Sowjetunion und Ostblock). Heute noch zu bestaunen in China. Dort wird mit ” harter Hand” regiert, was bis jetzt auch zu funktionieren scheint. Ich glaube nicht, das chinesische Verhältnisse hier irgendwer möchte.
        Zusammenfassung: Sozialdemokratie ist nicht funktionierender romantischer Sozialismus, auch wenn er gut gemeint ist. Realer Sozialismus geht nicht.
        Kommunismus geht noch nicht ( siehe hierzu Marx`sche Theorie … Arbeit als Bedürfnis…).
        Wer links wählt, ist ein Romantiker, vielleicht gar ein ” guter Mensch”, aber eben auch ein Träumer.

        Tomca | 17. Januar 2012 | 11:17 | Antworten
        • @Tomca

          China bietet den Beweis: Turbokapitalismus – wie man ihn sich als Unternehmer nicht besser vorstellen kann. Die USA haben heute ein Problem, das man sich vor zwei Jahrzehnten noch nicht vorstellen konnte. Die Arbeitsplätze werden in die Billiglohnländer verlegt. Beispiel: Einer der größten Computerhersteller DELL läßt fast ausschließlich in Rotchina produzieren. So wie man einst über die Japaner lachte und das Lachen dann schnell verging, als die uns hier in Europa mit ihren ausgezeichneten und vor allem hochwertigen Waren beglückten, so wird man hier eines Tages einen großen Bumms erleben, wenn China seine Produkte selber entwickelt. Alle Textilbilligwaren kommen schon heute aus China und mußte die EU schon vor einigen Jahren nicht den unkontrollierten Import blocken ?! Na klar, niemand kann hier solche Verhältnisse wollen wie sie in China herrschen, aber hier kann durchaus auch noch was anderes passieren …, wodurch z.B. der Billiglohn gewaltsam durchgesetzt und jegliche Sozialleistung gestrichen wird (s.U.S.) . Die politische Ökonomie ist nicht unbedingt vom Regierungssystem oder vom politischen System abhängig, das beweist China. Ohne China wäre die Finanzkrise anders ausgegangen!
          Außerdem haben Sie mich falsch verstanden, denn es wird keinen „Sozialismus“ a la „DDR“ mehr geben oder alles geht unter …, schon deshalb weil das jeder in der LINKEN weiß, der ein bißchen Verstand hat, zerbricht eher diese Partei, als daß hier noch falsche Experimente möglich werden.

          Bernd Boeske | 17. Januar 2012 | 12:08 | Antworten
        • es konnte in der ddr nicht funktionieren,oder anderen sozilaistischen staaten;die lenker und macher waren menschen,mit ihren ureigensten interessen,das ist der risikofaktor.und wenn die unterste schiene der gesellschaft sich eine eigene fundierte meinung bildet,dann kann man diese nur mit gewalt zerstören.denn wenn man diskussionen aufkommen läßt,könnten die eigenen argumente das eigene unrecht bloßlegen.und so lange die linke eine eigene aufarbei-
          tung ihrer geschichte nicht vollendet hat,wird sie nicht zum kern ihres politischen wollens finden.

          charlotte | 17. Januar 2012 | 13:27 | Antworten
          • @charlotte

            Worauf Sie anspielen, das meint den Sozialismus/Kommunismus, wie ihn Marx verstand. Die „DDR“ war kein Produkt, das aus einem demokratischen Entscheidungsprozeß hervorging, sondern die alleinige Antwort der Sowjetbesatzer auf die Gründung der BRD. Die Russen wollten vor allem erreichen, daß die Deutschen gegen ihr Land nicht mehr Krieg führen. Jedes Mittel war ihnen recht, dieses Ziel zu erreichen – schließlich auch die Spaltung Deutschlands. Dies zu erfassen, gehört zu den Punkten, die von der Linken aufgearbeitet werden müssen. Den Blutzoll, den deutsche kommunistische Emigranten in der UdSSR zu bezahlen hatten, hätte W.Ulbricht schon zum Anlaß nehmen müssen, von jeglich sozialistischem Experiment Abstand zu nehmen.

            Sie haben recht, die menschlichen Unzulänglichkeiten sind ein Grund für das Scheitern im Osten, aber dies nicht allein. Der Hauptgrund: Es fehlte an den objektiven Bedingungen, die eine wirkliche Umwälzung in jeder Hinsicht ermöglicht hätte, kurz: Aufhebung der Arbeitsteilung und Entfremdung und damit keine politische Herrschaft mehr. Utopisch war und bleibt das, auch heute noch. Etwa sinngemäß sagte Marx: Unsere Revolution muß eine Revolution radikaler Bedürfnisse sein. Davon sind wir ganz ganz weit weg ………………
            Und wenn man in der Linken nicht endlich offenlegt, was die Mittel und Methoden des Kalten Krieges waren, welche geheime Organisations- strukturen unterdrückten und verfolgten, dann wird diese Linke selbst die erreichbaren Ziele vergeigen, die nicht im Sozialismus bestehen können. Es darf nicht sein, daß im Falle einer Kanzlerschaft der LINKEN einfach behauptet wird, wir haben jetzt den demokratischen Sozialismus … Noch hat man Zeit, darüber nachzudenken, aber ich habe inzwischen auch schwere Zweifel …

            Bernd Boeske | 17. Januar 2012 | 14:28 | Antworten
  29. Wenn man als Linke für die Zukunft ausgerichtet sein will, muß man sich seiner Vergangenheit stellen.
    So wie ich als Kind oft hören konnte: Bei Adolf war nicht alles schlecht, so höre ich es oft heute über Stalin von der kommunistischen Linken.
    Dass Hitler und Stalin menschenverachtende Diktatoren waren, wird von der NPD und der Linken nicht aufgearbeitet.

    Wenn die Wurzeln nicht gesund sind, wird der Baum faulen.

    Die Linke hat nur eine Chance in der Gesellschaft anzukommen, wenn sie ihren nicht nachdenkenden Geistern Paroli bietet.
    Dann hat sie vielleicht die Chance ein wirklich reales Wort in der Parteienlandschaft mitzureden.

    Tuklov | 17. Januar 2012 | 10:24 | Antworten
    • @Tuklov

      Absolut richtig!

      Bernd Boeske | 17. Januar 2012 | 10:45 | Antworten
      • Der Unterschied zwischen den Wirrköpfen bei den Linken und den Wirrköpfen bei den etablierten Parteien besteht doch darin, dass letztere zum Establishment gehören und von den Medien protegiert werden. Anders lässt es sich nicht erklären, wie in DE seit Schröder ein an Ungerechtigkeit schwer zu überbietender Billiglohnsektor entstehen konnte, und die Drahtzieher ungebremmst herumposaunen dürfen: Sozial ist, was Arbeit schafft. Solche Sprüche hingen früher auch schon anderswo. Nur darf man das eben nicht laut sagen, außer man will als Abweichler, Querdenker etc öffentlich zerlegt werden.

        Friedel | 17. Januar 2012 | 11:05 | Antworten
        • @Friedel

          Genau !

          Bernd Boeske | 17. Januar 2012 | 11:09 | Antworten
  30. Wer braucht Die Linke?
    Dieser Kommentar ist so unwichtig wie ein Kropf.
    Die inneren Probleme einer 6% Partei sollten uns nicht beschäftigen.

    EugenO | 17. Januar 2012 | 11:47 | Antworten
    • @EugenO
      Die Linke brauchen wir, damit Sie diese Frage stellen können, und Sie sich einbilden können wie wichtig Ihr eigener Kommentar ist, und wir anderen daran erinnert werden, daß diese 6%-Partei immer noch Zünglein an der Waage spielen kann …

      Bernd Boeske | 17. Januar 2012 | 13:49 | Antworten
    • @EugenO

      - Wer braucht die Linken?
      - Wer braucht die CDU?
      - Wer braucht die SPD?
      - Wer braucht die FDP?
      _ usw. usw. ………..

      - Wer braucht diese ganze verlogene Brut?
      - Wer bracht Figuren in der politischen Führungsebene,
      welche von Unwahrheit, Opportunismus, Unfähigkeit,
      Floskeln, Phrasen usw. durchdrungen und getragen sind?
      - Wer braucht einen Pseudoföderalismus?
      - Wer braucht einen Pseudoliberalismus?
      - Wer braucht politische “Vorbilder“, die vor
      Scheinheiligkeit nur so triefen?

      Gruß D. Ackermann

      Dieter Ackermann | 17. Januar 2012 | 13:59 | Antworten
      • @ Dieter Ackermann | 17. Januar 2012 | 13:59

        Mein lieber Herr Ackermann,
        heute sind Sie aber sehr zornig.

        Neun Fragezeichen habe ich gezählt. Darauf habe ich nur eine Antwort: „Das Volk“.
        Ich meine nicht die aufgeklärten Bürger. Ich meine im wahren Sinne des Wortes: „Das Volk“.

        Einen freundlichen Gruß aus Eisenach

        Heinz Sahl - Eine Stimme aus Thüringen | 17. Januar 2012 | 14:10 | Antworten
        • @ Dieter Ackermann | 17. Januar 2012 | 13:59

          Mein lieber Herr Ackermann,
          ich wollte Sie nicht mit meinem Kurzkommentar abspeisen.

          Sie kennen das Problem:
          Da möchten Sie die Herkunft des Wortes „Volk“ recherchieren. Sie finden jede Menge Erklärungen. „Eine“ mögliche Erklärung finden Sie aber nicht:
          Kann es nicht sein, dass das Wort „Volk“ seinen Ursprung in „folgen“ hat?
          Nein, ich meine nicht, dass das Volk immerzu die Folgen zu tragen hat.
          Mehr im Sinne von „nachfolgen“.

          Ich schaue mir jetzt mal die Stichwörter „Herde“ und „Stimmvieh“ an.
          Über das Ergebnis meiner Nachforschung werde ich Sie unterrichten.

          Einen freundlichen Gruß aus Eisenach

          Heinz Sahl - Eine Stimme aus Thüringen | 17. Januar 2012 | 14:29 | Antworten
          • Lieber Herr Sahl,
            Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen. Jedes Volk hat die Regierung und Politiker, die es verdient.
            Bei den nächsten Wahlen werden wir erleben, wie wieder die etablierten Parteien fast 80 % zusammnentragen werden.
            Also müssen wir uns doch mehr Gedanken über das “Volk” machen müssen.

            EugenO | 17. Januar 2012 | 15:58 | Antworten
          • Hallo Heinz Sahl,

            sehen Sie, indem Sie meine Fragezeichen gezählt haben, stoßen Sie mich darauf, dass ich eigentlich die runde Zahl 10 hätte vollmachen müssen!
            Ich hätte die CSU auch noch explizit nennen müssen, obwohl diese eigentlich, wenn ich über die CDU lästere, stets involviert ist.

            Meine Absicht war eben, dem “Blogger“, dem ich meinen Kommentar erwiderte, klar zu machen, dass die eigentlichen Probleme, die wir in diesem unserem Lande haben, nicht auf die Existenz und das Treiben der “Linken“ zurückzuführen sind, sondern auf das unsägliche Parteiunwesen der etablierten und hauptsächlich der regierenden Strategen.

            Dann zu Ihrer verbalen Akrobatik mit dem Wort “Volk“: Bei uns hier im Großraum Stuttgart ist diese sprachliche Verwirrung längst bereinigt – in diesem Zusammenhang gibt es hier nur ein “weiches“ _g_ – Volg, Volgsbegehren, Volgsentscheidung, folgen, verfolgen, folgsam ….usw.. Von unserer Regierung reden wir von dem “Sauvolg“ in Berlin da oben!

            Einen freundlichen Gruß aus dem sonnigen Süden (gerade echt)
            Dieter Ackermann

            Dieter Ackermann | 17. Januar 2012 | 16:18 | Antworten
  31. 1.)Aus aktuellem Anlaß:
    Die Beobachtung von einzelnen Linken durch den Verfassungsschutz. Na so was aber auch.

    Wenn es in der Linken definitiv Mitglieder/Strömungen gibt die davon Träumen hier ein anderes System einzuführen, halte ich das nicht nur für gerechtfertigt sondern für dringend erforderlich.

    „Die Linke braucht dringend eine Personaldebatte“- finde ich auch.

    Nein, es waren nicht die Linken, die unseren Sozialstaat an die Wand gefahren haben.
    und all das schöne Geld verbrannt haben, daß die Banken nun vom Steuerzahler in den Allerwertesten geschoben kriegen.
    Das war Rot-Grün(unter kaum verhohlenem Hohngelächter von Schwarz-Gelb); hatten die nicht auch das Finanzsystem leichtsinnigerweise von der Leine gelassen!? Die Folgen ließen nicht lange auf sich warten.

    Ein großer Teil der vereinigten Partei “die Linke” hat doch schon eindrucksvoll bewiesen, daß sie sogar einen ganzen Staat an die Wand fahren können. Nämlich während eines über 40 Jahre andauernden Experiments, welches jämmerlich, um nicht zu sagen saftig, in die Hose ging. Nur um jetzt mit neuem Mut und Unverdrossenheit in kaum veränderter Form erneut durchstarten zu wollen.

    Nichts gegen Oscar und die WASG, aber dadurch das diese sich mit der ehemaligen PDS vereinigt haben, wird aus der noch kein Blumenzüchterverein. Für viele war das Ende der DDR eben noch lange nicht die Abkehr von ihrem Traum vom demokratischen(?) Kommunismus/Sozialismus.

    V.S. | 24. Januar 2012 | 13:41 | Antworten
    • 2.)Dafür steht auch Gesine Lötzsch; sie verkörpert für mich mehr als die sympathische Sarah Wagenknecht die offensichtlich kommunistischen Strömungen der Partei. Das Bundesinnenministerium zählt insbesondere die Arbeitsgemeinschaft Cuba Sí, die Kommunistische Plattform, das Marxistische Forum, die Sozialistische Linke und den Geraer Dialog zu den „offen extremistischen“ Zusammenschlüssen der innerhalb der Partei, die außerhalb auch gerne mit der DKP und dem RotFuchs(googlenswert) zusammenarbeitet. Wie groß der Einfluß(scheint so, als ob Oscar und Gysi kaum den Deckel draufhalten können) dieser verschiedenen, K-Gruppierungen innerhalb der Partei ist, läßt sich von außen schwer einschätzen, stehen doch nur die “gemäßigten” im Rampenlicht der Öffentlichkeit. Die Töne die immer wieder aus den hinteren Reihen der Partei kommen sind höchst bedenklich und spiegeln 1 zu 1 die alten Denkschemata und opportunen Freund- Feindbilder der Vergangenheit wider.

      Da besteht tatsächlich ein Klärungsbedarf innerhalb der Partei. Stehen sich ihre äußersten Flügel doch mit diametraleren Einstellungen gegenüber als in allen anderen Parteien.

      Deshalb gebe ich Frau Heescher mit ihrem Beitrag unumwunden recht.
      Winnie Heescher: … „Dabei hat die Linkspartei nichts so dringend nötig wie eine ordentliche Debatte, ob sie die richtigen Leute in ihrer Partei hat. …

      V.S. | 24. Januar 2012 | 13:41 | Antworten
      • 3.)Original-Ton der ehemaligen Bürgerrechtlerin Freya Klier: „Vor wenigen Monaten, zum 50.Gedenktag des Mauerbaus, wartete die „Junge Welt“ mit einer atemberaubenden Titelseite auf. Zu sehen waren Mitglieder einer DDR-Kampfgruppe aus dem Jahr 1961: Vor der Brust die Waffe im Griff, blockierten die Genossen das Brandenburger Tor. **Dann folgte der Dank für 28 Jahre Mauer!** Die „Junge Welt“ ist das Lieblingsblatt der Partei Die Linke und ihres Nachwuchses“ …

        Freya Klier: … „Ihren Mitgliedern sind Menschenleben nur dann wichtig, wenn sie sich politisch instrumentalisieren lassen.“

        Wenn man den genauen Wortlaut des Aufrufs ließt, den 6 von ihnen unterschrieben, kann darüber kein Zweifel bestehen.

        Winnie Heescher: … „Es hagelt Vorwürfe, die USA und die EU würden bewusst in beiden Ländern innere Konflikte schüren. Die Embargo-Politik des Westens sei “menschenverachtend” und “zynisch”. Wörtlich: “Die Wirtschaft des Iran und Syriens soll bewußt in eine tiefe Krise gestürzt, ihre Arbeitslosenzahlen erhöht und die Versorgungslage ihrer Bevölkerung drastisch verschlechtert werden.” …

        V.S. | 24. Januar 2012 | 13:42 | Antworten
        • 4.)Tatsächlich werden in dem Online-Aufruf einseitig die USA, die EU, Israel und die Nato-Staaten an den Pranger gestellt. Schuld an der Gewalt in Syrien habe nicht etwa das Assad-Regime, sondern der Westen, der die Bevölkerungen damit zu Bürgerkriegen treiben will. Darin wird die Bundesregierung aufgefordert, das Außenhandels-Embargo gegen den Iran und Syrien „bedingungslos und sofort“ aufzuheben. Der Aufruf spiegele „zu einhundert Prozent unser Parteiprogramm wider, das jede Kriegsvorbereitung ablehnt“, so Sevim Dagdelen. Damit wirft sie der Bundesregierung indirekt Kriegstreiberei vor.

          Daß das nicht zu 100% von der Partei mitgetragen wird, kann man dem entgegen den empörten Reaktionen anderer Stimmen aus der Partei entnehmen.

          Diese 6 Unterzeicher sind sicher nicht Wahnsinnig- wie man es umgangssprachlich schon mal ausdrückt- aber offensichtlich von einem merkwürdigen „Wahn der Wahrnehmungen“ umnebelt.

          Ich kann mich noch dunkel daran erinnern, daß von vielen DDR-Regimegegnern im Nachhinein der Vorwurf erhoben wurde: durch die Hilfsstellungen des Westens wäre das SED-Regime unnötig länger am Leben erhalten worden; gegenteilige Maßnahmen hätten eher zum Ende des Projekts geführt und viel weiteres Leid ersparen können.

          V.S. | 24. Januar 2012 | 13:42 | Antworten
  32. 5.)Allein Diplomatie kann helfen? Daran zu glauben, daß mit jedem über alles vernünftig zu reden sei, ist wahrhaft Träumerei. Hat es sich in der Geschichte doch immer wieder gezeigt, daß das Wohlergehen der eigenen Bevölkerung vereinzelten Machthabern nichts bedeutet, sondern diese lediglich Manövriermasse ist, welche als Erpressungspotential zur Durchsetzung eigener Ziele wunderbar eingesetzt werden kann. Das Embargos sich im Gegenzug auch dazu eignen, sich auf Kosten der eigenen Bevölkerung medienwirksam als Märtyrer zu stilisieren, versteht sich von selbst.

    Auch ich bin übrigens der Meinung, daß es besser ist, sich aus den Angelegenheiten anderer Nationen herauszuhalten, anstatt handgreiflich zu intervenieren, aber auch das sollte dann wirklich für jeden gelten.

    Und während sich hier aus gegebenem Anlaß alles wieder ausschließlich nach „Rechts“ verkrampft, braut sich weitgehend unbehelligt innerhalb des linken Spektrums, still und heimlich und von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen, nicht minder extremes Denken zusammen. Die zwar unter der Decke gehaltenen Grabenkämpfe innerhalb der Partei sprechen eine deutliche Sprache.

    V.S. | 24. Januar 2012 | 13:43 | Antworten
    • 6.)Von Ideologien, gleichgültig welcher Art, sollte die Menschheit endlich verschont leiben.
      Zu denen zählen für mich: Islamismus, Kommunismus, Nationalismus. Die Reihenfolge stellt keine Wertung dar sondern ist eine chronologische Aufzählung.

      „Kirk Russel hat einst geschrieben, eine der wichtigsten Einsichten der Konservativen sei, daß alle Ideologien falsch sind. Ideologen nehmen ein erdachtes System, ein Produkt von einem oder mehreren Philosophen, und behaupten „Dieses System muß wahr sein.“ Unvermeidlicherweise widerlegt die Realität nun dieses System, gewöhnlich in einer wachsenden Anzahl von Punkten. Aber Ideologien, das liegt in ihrer Natur, passen sich nicht an die Realität an; denn wenn sie das täten, dann würden sie sich selbst abschaffen.
      Aus diesem Grund muß die Realität unterdrückt werden. Wenn Ideologen Macht haben, dann nutzen sie diese Macht, die Unterdrückung durchzuführen. Sie verbieten, daß über bestimmte Tatsachen geschrieben oder gesprochen wird. Das Ziel ist nicht nur, das Ausdrücken von Gedanken zu verbieten, die dem entgegenlauten, „was wahr sein muß“, sondern sogar das Denken solcher Gedanken. Am Ende stehen unausweichlich Konzentrationslager, Gulags und Gräber.“

      Meiner Meinung nach ist uns aufgrund unserer Geschichte die Fähigkeit der unvoreingenommenen Einschätzung von Ideologien abhanden gekommen.

      V.S. | 24. Januar 2012 | 13:43 | Antworten
  33. Nee,
    aufgestauter Ärger.

    V.S. | 24. Januar 2012 | 14:55 | Antworten
    • Warum? Was ist/war los oder wird noch kommen?

      Michael Egler | 24. Januar 2012 | 14:56 | Antworten
      • Manche Reaktionen auf den Kommentar von Frau Winnie Heescher und jetzt neu, die öffentliche Empörung wegen der Überwachung einiger Parteimitgliedern der Partei: Die Linke.

        V.S. | 24. Januar 2012 | 15:01 | Antworten
        • Ich erlaube mir in Zweifel zu ziehen, daß Deine Abreagiererei via Blog etwas an den Reaktionen mancher User oder Frau Heeschers Meinung ändern wird.

          Und solange die Linke beobachtet wird und keine Negativmeldungen kommen (man wartet auf den nächsten Verfassungsschutzbericht) droht der Linken keine Gefahr. Wer ein “reines” Gewissen hat, riskiert auch kein Verbot.

          Michael Egler | 24. Januar 2012 | 15:05 | Antworten
          • Eben, so ist es.
            Es geht mir auch nur um Teile der Linken, nicht um die ganze Partei und schon gar nicht um ein Verbot.
            Es ist eben fraglich, ob sich manche Mitglieder in der richtigen Partei befinden.

            Übrigens um Mißverständnissen vorzubeugen, die Meinung von Frau Heescher teile ich vollständig.

            V.S. | 24. Januar 2012 | 15:16 | Antworten
          • Die Linke ist aus der WASG und der alten SED entstanden. Unterm Strich alles Enttäuschte ehemalige SPDler. Die PDS scheint die WASG ideologisch geschluckt zu haben. Mit Sarah Wagenknecht (eine Mischung aus Clara Zetkin und Rosa Luxemburg, erstere den Charakter, zweitere die Schönheit) kommt ein Comeback des Sozialismus/Kommunismus und eine Abkehr von der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Dem gegenüber stehen die Kräfte, welche den Kapitalismus nicht liquidieren, sondern reparieren wollen.

            Über den genauen Weg und die Methode streitet man sich. Es dringt der äußere Schein der Spaltung hervor und davon profitieren die Piraten.

            Und nun?

            Michael Egler | 24. Januar 2012 | 16:05 | Antworten
          • Anstatt blindlings zusammenzuglucken, sollten sie sich intern darüber einigen, für was die Partei mehrheitlich stehen soll und was für Ziele sie eigentlich hat.
            Und ob Teile der Partei in einer anderen Partei nicht besser aufgehoben wären- es gibt sie ja noch.

            Sonst „kauft“ der ahnungslose Wähler nämlich die Katze im Sack.

            V.S. | 24. Januar 2012 | 16:26 | Antworten
  34. (…)*

    *Anmerkung der Redaktion: Ihr Beitrag wurde wegen Verstoßes gegen die Nutzungsbedingungen gelöscht. Grüße, heute.de

    Rainer | 27. Januar 2012 | 17:51 | Antworten
  35. *Anmerkung der Redaktion: Ihr Beitrag wurde wegen Verstoßes gegen die Nutzungsbedingungen gelöscht. Grüße, heute.de

    Bitte die Nutzungsbedingungen per Mail an meine Adresse schicken. Gruß von Rainer

    ____________
    ZDF heute.de: Bitte sehr: http://chatsundforen.zdf.de/ZDFde/inhalt/22/0,1872,2035030,00.html

    Rainer | 27. Januar 2012 | 18:06 | Antworten
  36. Hiermit protestiere ich gegen die undemokratische Arbeitsweise der Moderation, die Beschimpfungen wie “Dieses Kommunistenpack gehört genauso verboten wie die NPD!” als den Nutzungsbedingungen entsprechend genehmigt, aber die Veröffentlichung meiner mit Fakten belegten Kritik an der schlechten Qualität des ZDF (heute.de), basierend auf oberflächlicher und einseitiger Recherche, hier nicht zulässt.

    _______________________
    *Anmerkung der Redaktion:

    Sehr geehrter Nutzer,

    eine andere Anrede ist mir durch Ihren unvollständigen Absender leider nicht möglich. Sicher ist die von Ihnen zitierte Formulierung “Dieses Kommunistenpack gehört genauso verboten wie die NPD!” eine in der Form stark zugespitzte Meinungsäußerung, als solche doch aber durch das Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt. Das unterscheidet diesen Beitrag wesentlich von Ihrer unsachlich-verunglimpfenden Äußerung, ARD und ZDF seien “Müllproduzenten” mit “schmutzigen Fingern”.

    Gern können Sie sich in unseren Blogs und Foren an Diskussionen beteiligen, wenn Sie sich an die geltenden Regeln halten.

    Mit freundlichem Gruß
    Axel Zimmermann
    Redaktion heute.de

    Rainer | 29. Januar 2012 | 10:05 | Antworten
  37. Immerhin hatte ich nicht dazu aufgerufen, ZDF und ARD zu verbieten, sondern nur symbolisch provokativ angeregt, dass Frau Heescher ihr Jahresgehalt 2011, erhalten aus den GEZ-Gebühren, freiwillig in die Staatskasse einzahlen sollte, weil sie sich an der Informationsverzerrung bezüglich der Vorgänge in Syrien beteiligt. ZDF und ARD verzerren auch die Informationen zum Iran und zu Libyen. “Schmutzige Finger” halte ich für eine relativ harmlose Formulierung angesichts der durch die MATO und die UNO verursachen Zehntausende von Toten in Libyen und angesichts der zu erwartenden Opferzahlen im Falle eines Krieges gegen Syrien und den Iran. Ich erinnere daran, dass im Ergebnis des völkerrechtswidrigen Krieges gegen den Irak des Jahres 2003 über 600.000 Tote zu beklagen waren. Ich bin gern bereit, meine Position durch Links zu belegen, befürchte aber, dass gerade diese Links auf durchaus intelligente Quellen der Moderation nicht gefallen. Darunter wäre auch Herr Christoph R. Hörstel.

    Rainer | 29. Januar 2012 | 19:14 | Antworten
  38. Korrektur: Mit MATO war natürlich die NATO gemeint. Hier noch die oben versprochenen Links:
    1) Propaganda unserer Medien über Libyen und Syrien: http://hinter-der-fichte.blogspot.com/2012/01/libyensyrien-zappendustere-0815.html
    2) Quelle für die angeblich vom syrischen Militär umgebrachten 5000 Menschen: http://hinter-der-fichte.blogspot.com/2012/01/syrien-un-menschenrechtskommissarin.html
    3) Irankrieg: Offener Brief an die Bundesregierung von Christoph R. Hörstel http://www.politaia.org/kriege/offener-brief-an-die-bundesregierung-irankrieg/

    Rainer | 29. Januar 2012 | 20:22 | Antworten

Was sagen Sie dazu?