Die Implosion hat begonnen

Mit seinem Rücktritt wolle er eine “neue Dynamik” entfachen, sagt Christian Lindner. Das wird ihm gelingen. Aber es wird eine Dynamik, die in die Implosion der FDP und den Sturz des Vorsitzenden Philipp Rösler münden könnte. Seinen Parteichef hat Christian Lindner mit dem Rücktritt nicht gestützt, sondern an den Abgrund geführt. Es ist kein Bauernopfer für, sondern ein dramatisches Misstrauensvotum gegen Philipp Rösler.

Es ist der bizarrste Rücktritt des Jahres. Dass angesichts der desaströsen Lage der Partei ihr Generalsekretär den Hut nimmt, mag nach den politischen Gesetzmäßigkeiten folgerichtig erscheinen. Dass aber ausgerechnet Christian Lindner die Parteispitze verlässt, macht deren Lage noch schlimmer.

Die Personalie Philipp Rösler war schon in ihrer Geburtsstunde nur als Kombi-Lösung denkbar. Die Partei hat nicht einen Vorsitzenden gewählt, sondern ein Team, deren Kern immer Christian Lindner war. Die Partei sah schon im Frühjahr eher in ihm einen Parteichef als in Philipp Rösler, dem man aber vor allem wegen seines nicht mehr gar so jugendlichen Alters den Vorzug gab. Lindner hat das Parteiprogramm entworfen, ihm traute die Basis am ehesten so etwas wie eine Vision von Liberalismus zu, mag auch die Vokabel vom “mitfühlenden Liberalismus” noch nicht recht verfangen haben. Lindner war der Chefplaner der Parteizentrale, das “Brain” der FDP, dem viele jedes Amt zugetraut hätten. Ein Scheitern Lindners ist deswegen ein Scheitern Philipp Röslers.

Natürlich geht die missratene Mitgliederbefragung zum Euro-Rettungsschirm auch auf Organisationsfehler des Generalsekretärs zurück. Doch dass es mit dem Mitgliederentscheid überhaupt zu einer solchen Manifestation der Spaltung kommen konnte, geht vor allem auf das Konto eines in der Euro-Frage irrlichternden Parteichefs. Die Integration und Befriedung der Partei nach der Ära Westerwelle, sie ist gescheitert.

Für die schwarz-gelbe Koalition ist der Rücktritt mehr als eine Parteiangelegenheit. Der Verlust Christian Lindners tangiert Angela Merkel nur am Rande, die eklatante Destabilisierung der FDP hingegen muss sie mehr fürchten als Opposition und alle Querulanten in den eigenen Reihen zusammengenommen. Dass sich die Union längst nach alternativen Regierungspartnern ab 2013 umsieht, entspringt dem Merkelschen Pragmatismus und dem Selbsterhaltungstrieb der Union als Regierungspartei. Dass sie sich nun aber ab sofort Gedanken über die Koalitionsfähigkeit in den verbleibenden zwei Jahren bis zur Bundestagswahl machen muss, das ist die eigentliche Bedeutung des heutigen Rücktritts.

Der einzige, dem sein Schritt nützt, ist Lindner selbst – ein Absprung vom sinkenden Schiff kurz vor dem Untergang. Nur so sind die letzten Worte seiner Abschiedserklärung zu verstehen: “Auf Wiedersehen”.

145 Kommentare | 14. Dezember 2011 | 13:38 Uhr | Twittern | Facebook

145 Kommentare

  1. Das Problem der FDP Führungsriege:
    “Jung, dynamisch, ahnungslos”

    Das trifft man in dieser Altersgruppe öfter an.

    Helmut | 14. Dezember 2011 | 13:51 | Antworten
    • @
      hoppla!
      Das ist aber arogant!

      Miriam | 14. Dezember 2011 | 15:56 | Antworten
      • @miriam

        Tut mir leid aber so sehe ich das leider.

        Wo gibt es denn in der Politik noch die Charakterköpfe und Personen mit Profil? Das größte Problem in meinen Augen ist die interne Parteikarriere ohne eigene Lebenserfahrung ausserhalb der politischen Scheinwelt.
        Dies erzeugt eine starke Abhängigkeit von der Partei und dem Amt. Wo sind die Typen wie Helmut Schmidt, Herbert Wehner, Friedrich Genscher, Franz-Josef Strauß und andere? Wir finden doch nur austauschbare Figuren ohne eigenes kantiges unterscheidbares Profil.
        Cool wirken, smart sein und Sprüche klopfen sind in der Politik fehl am Platz.
        Zur Politik gehört eine ganze Portion Lebenserfahrung und nicht nur ein flottes Mundwerk.

        Davon können übrigens auch Personalchefs ein Lied singen. Scheinen und Sein klafft bei vielen Jungdynamikern sehr auseinander und beim kleinsten Konflikt wirft man das Handtuch.

        Helmut | 14. Dezember 2011 | 16:19 | Antworten
        • dem stimme ich voll zu … mag man den Westerwelle kritisieren, aber er hat der FDP mehr Profil verliehen, als diese nichtsagenden Figuren, die an der Spitze der FDP stehen und anscheinend ganz einfach auch überfordert sind…

          buenos | 14. Dezember 2011 | 16:59 | Antworten
          • nun, ich finde der Westerwelle hat der Partei gerade dieses Profil verliehen : Wähl mich, bezahl mich und ich mach dir Steuergeschenke auf Kosten des kleinen Mannes, denn der geht uns schon immer am Arsch vorbei….

            …. schön, daß es ein klitzekleines Bisschen Gerechtigkeit gibt und diese Farbe hoffentlich bald verschwunden sein wird, denn liberal muss man SEIN und nicht nur draufschreiben…. byebye ihr geldgeilen Lügenbeutel….

            vielleicht eröffnen sie eine Rate – Agentur ???

            staatsfeind No.1 | 15. Dezember 2011 | 08:16 | Antworten
          • Genau so ist es.

            Sven71 | 15. Dezember 2011 | 10:50 | Antworten
          • Westerwelle: Sicher hat er der FDP ein “Profil” gegeben, aber gerade das war es, was der FDP Probleme bereitete. Die Prozente, die sie bei der letzten Wahl bekamen, waren Leihstimmen der CDU Wähler, die nun wieder weg sind.

            Heiner Toenne | 15. Dezember 2011 | 14:19 | Antworten
        • Mit “Cool wirken, smart sein und Sprüche klopfen” kann man in der Politik auch hochkommen.Siehe Joschka Fischer.

          Hans | 14. Dezember 2011 | 18:18 | Antworten
          • der hatte wenigstens “Eier in der Hose” und ist nicht gleich umgefallen, wenn mal ein Wattebäuschchen geflogen kam….

            staatsfeind No.1 | 15. Dezember 2011 | 08:18 | Antworten
          • Sie beweisen mit Ihren Aussagen,dass die politische Verblödung auch an Ihnen nicht vorbeigegangen ist.Ihr Kommentar zu Fischer unterschlägt wieder mal seine terroristische Vergangenheit,wie es in der deutschen Geschichte oft genug getan wurde.
            Die FDP zeigt liberale Politik im Moment sicher nicht in Hochform,aber Deutschland braucht sie in Zukunft mehr als man ahnen kann.

            pit52 | 15. Dezember 2011 | 10:40 | Antworten
          • @pit52

            Wie schön, dass man immer wieder bei passender Gelegenheit den “Terroristen” Joschka Fischer aus der Mottenkiste holen und kräftig draufprügeln kann. Früher war es bis zum Abwinken der “Vaterlandsverräter” Willi Brandt, der im Zweiten Weltkrieg auf der Seite der Gegner stand oder der (ganz üble) Kommunist Herbert Wehner, die immer wieder als Argumentationsschablonen für diejenigen dienten, die sonst nichts Substantielles gegen die Genannten vorbringen konnten.

            DieterK | 15. Dezember 2011 | 18:31 | Antworten
          • vielen Dank für Ihre “freundliche Aufklärung”, gelb war schon immer die Farbe, die am meissten verschleiert und in ihrem Fall wohl auch heftigst blendet, gell….. Fischer ein Terrorist, ich lach mich kaputt…. er ist für seine Überzeugung auf die Strasse gegengen, und hat einen ganzen Stein igendewohin geworfen und einen Polizisten geschubst oder gehauen, wahrscheinlich, weil man seine Überzeugung mit Wasserwerfern, Tränengas und Schlagstöcken zu ersticken versuchte, während ihre “verfilzte Brut” sich hintenherum auf Kosten Anderer Bereichert, Lügt und Betrügt und Wohlwollen im Namen des Volkes heuchelt…. aber gerade die FDP zeigt, daß sie nicht mal das kleine bisschen Politik drauf hat, welches man vorgaukeln muss um seine Machenschaften durchzuziehen…. plump, dumm, vorlaut -> eben gelb…. und der Mappus ist ein Teletubby, oder wie?

            staatsfeind No.1 | 16. Dezember 2011 | 08:02 | Antworten
          • nein fischer ist kein terrorist – aber:
            vom steinewerfer und sonnenblumenchristen
            zum außenminister und militaristen, wenn
            das die toten 68er wüßten.
            apropos: zwischen fischer und brandt liegen
            welten!

            eberhard seelig | 16. Dezember 2011 | 10:59 | Antworten
          • @ eberhard seelig

            allerdings! Was die ewig vorgestrigen Herrschaften seinerzeit Brandt anlasteten war noch übler!

            DieterK | 16. Dezember 2011 | 11:18 | Antworten
        • Meines Wissens heißt der Genscher Hans Dietrich.

          Barnold | 14. Dezember 2011 | 23:19 | Antworten
          • @Barnold

            Richtig! Da habe ich mich geirrt.

            Helmut | 15. Dezember 2011 | 10:41 | Antworten
        • Bitte Hans Dietrich Genscher!

          Groundy | 15. Dezember 2011 | 22:15 | Antworten
      • Miriam: Das kommt einem aber manchmal so vor. Ein Beispiel: Die Troika der FDP, die noch nicht wirklich gearbeitet hat, erklärt mir, der ich über 40 Jahre gearbeitet habe und nun Arbeitssuchend bin, daß “auch die Älteren heute gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben”. Das kann man doch nicht ernst nehmen.

        Ich akzeptiere, daß man als junger Mensch gegen die Älteren aufbegehrt und alles ändern will. Das war immer so und wird auch immer so bleiben. Anders würde sich die Gesellschaft nicht weiterentwickeln. Nur: Wenn man die Backen aufpustet, dann muß man auch pfeifen. Und das haben die Herren der FDP nicht geschafft.

        Heiner Toenne | 15. Dezember 2011 | 14:13 | Antworten
    • yo, genau. Wobei, der Herr Lindner hat mir fast noch am besten gefallen. Aber er ist ja noch jung, da geht noch viel im Arbeitsleben.

      Heiner Toenne | 15. Dezember 2011 | 14:09 | Antworten
      • … na, na, na; da würde ich mal ganz vorsichtig sein. Soweit mir bekannt ist, hat Lindner bevor er Generalsekretär der FDP wurde als Unternehmer eine mill.-schwere Pleite hingelegt wegen Unfähigkeit. Und aus Mitleid und treues Mitglied der FDP bekam er dann dieses lukrativen Posten als Generalsekretär.
        Seine von ihm abhängigen Beschäftigten dagegen rutschten zum Dank dafür in die Arbeitslosigkeit.

        Dinja119 | 16. Dezember 2011 | 11:57 | Antworten
    • Hallo Herr Stefan Leifert,

      Ihre Meinung in Ihrem Kommentar, dass Ch. Lindner immer der Kern vom Team war, kann nicht nur ich nicht nachvollziehen!

      Er war immer

      - bis auf die letzten ca. 2 Monate –

      in der Lautstärke und der Arroganz Herrn Westerwelle nicht nur knapp dran, nein, er wollte ihn in dieser Idiotie auch noch überholen! Und alleine darum konnte und kann er nie und nimmer die Nummer 1 sein oder werden.
      Die FDP ist eine an Geist und Führungslosigkeit verarmte Partei.

      Gleichwohl: diese Partei wollte vom Anbeginn an mit in der Regierung sitzen. Denn, mit 5,0% ist das ja leider möglich. Aber auf gar keinen Fall nötig!!!

      Ich denke und hoffe, dass der Fall Christian Lindner endlich erledigt ist, und die FDP nie mehr in ein Parlament gewählt wird!

      Gruß und Hoffnung: nur an und von H.-D. Genscher.

      KT | 27. Dezember 2011 | 18:28 | Antworten
      • ____________
        ZDF heute.de: Der Beitrag wurde wegen Verstoßes gegen die Forenregeln (Beleidigungen und Pöbeleien) entfernt.

        KT | 27. Dezember 2011 | 19:07 | Antworten
  2. Die Erkenntnis, dass sich der soziale Sinn des menschlichen Handelns und kapitalistische Logik zueinander verhalten wie Mutter Theresa zum Machiavellismus, blieb vielen Menschen noch vor knapp zwei Jahren verborgen. Sie verhalfen den Liberalen bei der vergangenen Bundestagswahl zu einem Traumergebnis. Es schien so, als als hätte der Marktradikalismus sein Ziel erreicht, die Gesellschaft seiner Deutungs- und Definitionshoheit zu unterwerfen, die kulturelle mit ökonomischen Hegemonie zu vereinen.

    Doch schnell war der Lack ab. Die FDP als die Protagonistin des Marktradikalismus bekam ihre Quittung. Lernerfolg: NULL.

    Rudolf Homann | 14. Dezember 2011 | 14:02 | Antworten
  3. Wann ist denn endlich Schluss mit dieser nach einer Gemüseart benannten Truppe?

    G lücklos
    U nfähig
    R atlos
    K apitalergeben
    E rsetzbar
    N achhaltig gestört.

    Hoffentlich verschwinden diese bald endgültig von der politischen Bühne. Es gibt gerade wichtigeres in Europa als der Streit um Ämter und Personen!

    France | 14. Dezember 2011 | 14:08 | Antworten
    • Nachhaltig gestört mag ich nicht. Zwei Worte, unglücklich gewählt. Wie wäre es mit N ichtig?

      @Topic:

      Endlich mal wieder eine gute Nachricht:)

      Hannes_86 | 14. Dezember 2011 | 18:54 | Antworten
      • Ich habe die Worte wohl abgewägt!

        nachhaltig heißt für längere Zeit, tiegfreifend, empfindlich gemäß Synonym-Duden

        gestört heißt unharmonisch, zerüttet!

        Beide Zustände treffen auf die FDP derzeit zu!

        Nichtig gefählt mir nicht. Niemand ist nichtig. Jede Partei kann zumindestens als “schlechtes Beispiel” dienen!

        France | 15. Dezember 2011 | 08:45 | Antworten
  4. Betrachtet man die propagierten Ziele der FDP und das was sie in der Regierung tut, dann kann ich nur sagen: Diese Partei hat sich selbst demontiert und entbehrlich gemacht.

    Unter Genscher und Scheel wäre das nicht passiert, weil das noch weitsichtige Politiker waren.

    HG | 14. Dezember 2011 | 14:10 | Antworten
  5. Na ENDLICH !
    Wurde auch Zeit, dass sie sich jetzt für alle sichtbar, selbst zerlegen…..diese halbseidenen “Jungmanager”, die von Allem etwas verstehen, nämlich soviel, wie mein Hund.

    hel | 14. Dezember 2011 | 14:11 | Antworten
  6. Die FDP wird verdientermassen in der Bedeutungslosigkeit unter “Sonstige” verschwinden.

    Sie hat ihre letzte Chance – ein klares NEIN zu EURO, Schuldenunion und Eurobonds – nicht genutzt.
    Ein Herr Schäffler wurde von der unfähigen Parteispitze, die immer nur versprochen aber nie geliefert hat, öffentlich blossgestellt und die Mitgliederbefragung torpediert.

    Die Quittung kommt bei den nächsten Wahlen.

    Man_of_Truth | 14. Dezember 2011 | 14:14 | Antworten
    • Durch das Vorgehen in der Mitgliederbefragung und die Vorwegnahme des vermeintlichen Ergebnisses hat die FDP erneut bewiesen, welcher Buchstabe in ihrer Namensgebung überflüssig und falsch ist:

      Nämlich das F (für FREI)………

      hel | 14. Dezember 2011 | 14:16 | Antworten
  7. Gute Analyse Herr Leifert. Christian Lindner ist wirklich nicht der Typ für einen selbstlosen Rücktritt, damit eine “neue Dynamik” die FDP weiterbringt.

    Er geht in die zweite Reihe, damit er in Sicherheit ist, wenn es in der ersten Reihe einschlägt. Ist die 1. Reihe dezimiert, ist er mit wieder da.

    Dieter M. | 14. Dezember 2011 | 14:15 | Antworten
    • Welche 1. Reihe. Die gibt es doch in diesem Sinne schon seit Jahren nicht mehr.

      hel | 14. Dezember 2011 | 14:18 | Antworten
      • Doch, die “boygroup”. Das ist nicht die 1. Wahl und ob die was bewirken ist ´ne andere Sache, aber vorne stehen welche.

        Dieter M. | 14. Dezember 2011 | 14:46 | Antworten
  8. Das wirklich Schlimme ist, dass diese Partei Regierungsvernatwortung trägt in einer Krise, wie es sie seit dem zweiten Weltkrieg nicht mehr gab.

    Mag sein, dass sie in den Umfragen auf 3% gefallen sind. Leider sind sie Realpolitisch doch noch vorhanden. Eine Partei die sich auflöst gepaart mit einer schlechten Kanzlerin – das wird meines Erachtens Europa in den Ruin stürzen.

    Realist | 14. Dezember 2011 | 14:23 | Antworten
  9. @ alle

    Na, da bin ich ja froh. Ich meine nicht den Rücktritt von Herrn Lindner.
    Ich habe befürchtet, dass sich das ZDF auf das Thema „Privatkredit von Herrn Wulff“ stürzt.
    Nochmal gut gegangen!

    „Die Implosion hat begonnen“
    [Implosion die; -, -en: schlagartige Zertrümmerung eines Hohlkörpers durch äußeren Überdruck] (Quelle: DUDEN)
    Was will uns der Autor, Herr Leifert, mit dieser Überschrift sagen?

    Besser die Überschrift:
    „Der Untergang (oder auch das Abtauchen) der FDP setzt sich fort.“
    Das sinkende Schiff rechtzeitig zu verlassen, ist eine gute Entscheidung.
    Und der „kleine Kapitän“ bleibt an Bord. Was er noch nicht wahrhaben will ist, dass wir Deutschen diese liberale Partei nicht brauchen. Ich betone „diese“.
    Liberalismus ja – aber nicht dieses Hansel-Theater.
    Keine Sorge! Die Akteure haben allesamt „ordentliche Berufe“. Es wird ihnen an nichts fehlen. Und uns werden sie auch nicht fehlen.
    Welche Partei wird bei der nächsten Bundestagswahl diese drei Prozent Stimmenanteil bekommen? Vielleicht jeder einen Teil davon. Um 18 % geht es ja nicht mehr.
    Obwohl: Achtzehn lässt sich gut durch drei teilen – drei ebenso gut.

    Einen freundlichen Gruß aus Eisenach

    Heinz Sahl - Eine Stimme aus Thüringen | 14. Dezember 2011 | 14:26 | Antworten
    • Meinen Sie wirklich, die hätten einen “auskömmlichen” Beruf ? Linder ist ein sog. Jungmanager mit Insolvenzerfahrung(früher Bankrotteur genannt) und der Zweite ist Augenarzt mit Nichterfahrung.Würden Sie ihm ihre Augen anvertrauen ?
      Aber dennoch, wir brauchen uns keine Sorgen zu machen. Sicherlich wird in irgendeiner Bank noch ein Vorstandsposten für sie frei (gemmacht) sein (werden).
      Oder bei der EU – siehe v.Gutstenberg…

      hel | 14. Dezember 2011 | 14:36 | Antworten
      • @ hel | 14. Dezember 2011 | 14:36

        Nein, ich meine „ordentlich“ und nicht „auskömmlich“.

        Ob das Auskömmliche ordentlich sein wird, vermag ich nicht zu beurteilen.

        Gruß aus Eisenach

        Heinz Sahl - Eine Stimme aus Thüringen | 14. Dezember 2011 | 14:46 | Antworten
      • Nur der Genauigkeit halber: Rösler ist kein Augenarzt: er befand sich in der fachärztlichen Ausbildung zum Augenarzt, bevor er sich “ganz auf sein politisches Wirken konzentriert hat”.

        D. h. da kommt mal einer, der etwas anderes gelernt hat als BWL oder Jura bis zum ersten Staatsexamen (zu Guttenberg), und der macht’s dann nicht zu Ende sondern wird auf dieser Grundlage für geeignet gehalten, zuerst den Gesundheits- und dann den Wirtschaftsminister zu geben – es ist kein Wunder, dass diese Jungs und Mädels täglich beweisen, wie überfordert sie sind. Sie sollten aus diesen Rollen befreit werden – zu ihrem und unserem Nutzen.

        Sibylle | 14. Dezember 2011 | 17:49 | Antworten
        • Überforderung ist eine richtige Beschreibung. Hilflosigkeit kommt noch dazu. Der Rücktritt von Lindner war wohl der Zeigefinger aus der Hilflosigkeit.

          Emil | 14. Dezember 2011 | 18:14 | Antworten
        • Richtig. Diesmal gilt für mich: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Da habe ich ihm doch zuviel Ehre erwiesen. Entschuldigung Herr Minister.

          hel | 14. Dezember 2011 | 18:19 | Antworten
        • wie wahr wie wahr,ein bisschen mehr brauchts schon,um
          Minister für ganz Deutschland zu sein.
          Leider sind diese Personalentscheidungen für “junge”Menschen nicht immer von Vorteil,sie werden mit ihrer evtl.unbestrittenen Kompetenz zu zeitig verbrannt,und sind dann gar nicht mehr zu gebrauchen.
          Ich denke dabei noch nicht einmal an die z.T. ungewollten Schäden,die sie in ihrer Machtposition verursachen.

          charlotte | 15. Dezember 2011 | 17:30 | Antworten
  10. Sicher werden die Mövenpiks gut dotierte Pöstchen nach ihrem politischen Ableben bekommen – Das Ansinnen 5 Euro Zuzahlung für jeden Arztbesuch – kann auch nur von diesen Würstchen kommen..Hoffentlich verschwindet diese unappetittliche Partei bald im Nirwana. Aber bis zur nächsten Wahl können sie ihrem Klientel noch viel ” Gutes tun..” Freut euch und frolocket ihr habt sie ja gewählt.

    dieter | 14. Dezember 2011 | 14:35 | Antworten
  11. Auf der Jagd nach immer modischeren Parteietiketten vergisst man, dass die Person die Figur macht. Es ist zum Kotzen wie eine Jahrzehnte andauernde Parteikultur innerhalb weniger Monate (24) zugrunde gehen kann. Aber es ist eben ein sehr resistenter Virus.

    Beste Grüße an alle Protestwähler.

    Piers | 14. Dezember 2011 | 14:37 | Antworten
  12. Für mich war dieser arrogante, selbstgefällige Jungstar der FDP hoffnungslos überschätzt. Und die FDP wird lernen, Jugend alleine ist kein Garant für Erfolg. Und die FDP wird vielleicht begreifen, für eine erfolgreiche und nachhaltige Politik im Sinne der Menschen und für die Menschen braucht es mehr als einen “Dampfplauderer” wie den Herrn Lindner.

    Wie war das noch: Die Ratten verlassen zuerst das sinkende Schiff, dass bei der nächsten Bundestagswahl mit deutlich unter 5 % untergehen wird!

    Thomas | 14. Dezember 2011 | 14:38 | Antworten
  13. Vertrauensverlust und Glaubwürdigkeit erreicht immer mehr einen kritischen Siedepunkt und in der abnehmenden Prozentzahl vergangener Wahlbeteiligungen lässt sich dieser Trend sehr deutlich ablesen. Plötzliche Richtungswechsel, die Aufgabe berechenbarer Zuverlässigkeit aber auch die mittlerweile themengleiche Beliebigkeit auch aller anderer Parteien, wenn es zum Beispiel um Europa, sind allesamt so flach, so austauschbar… so abstoßend. Und dann ist da noch das alles so entscheidende gemeinsame Erkennungsmerkmal dieser austauschbaren Gesichter: fehlende Redlichkeit! ! !!!!!
    .
    Wenn Personen wie Herr Lindner sich wortreich mitteilen, dann steht das was er sagt, dem was dabei aus seinem Gesichtsausruck abgelesen wird, diametral entgegen. Wenn Menschen wie Herr Rösler zu uns reden, dann ist das was er spricht, mit dem wie er sich dabei Mimisch distanziert, dass krasse Gegenteil von dem was er sagt. Diese junge von sich eingenommene Generation smarter Politiker hält Redlichkeit und Verlässlichkeit in Wort und Tat für Tugenden vergangener Generationen. Daher gehen von ihnen abstoßende Signale nach draußen, deren Vorhandensein und Wirkung sie sich nicht bewusst sind. Mitleid mit diesen meinungsbeliebigen Berufspolitikern braucht keiner zu haben, sehen wir doch immer wieder, dass sich hinter ihrem beruflichen Engagement nur lebenserhaltender Status Quo verbirgt.
    .
    susi

    susi bibelmaus | 14. Dezember 2011 | 14:41 | Antworten
  14. “Lindner war der Chefplaner der Parteizentrale, das ‘Brain’ der FDP…”

    Tja, das war das “Leben des Brain”. Und jetzt alle: “Always look on the bright side of life… und tschüß… dadi dadi dada…”.

    Alles in allem gerade einmal ein Verlust für die FDP, sicher keiner für Deutschland.

    Tocqueville | 14. Dezember 2011 | 15:08 | Antworten
    • Nachtrag:

      Der Lindner geht, der Rösler wackelt,
      die FDP wird abgefackelt.
      So ein Geschenk zum Christenfest
      den Bürger dankbar hoffen läßt.
      Vielleicht wird ja ein Märchen wahr
      und Neuwahl’n gibt es nächstes Jahr.
      Von Kinderhort bis Reichensteuer
      wird Politik wieder geheuer.
      Dann lasst uns beten, Happy End,
      der FDP nur drei Prozent.

      Tocqueville | 14. Dezember 2011 | 17:19 | Antworten
      • @Tocqueville

        Christian Lindner war für mich nie interessant,
        laut Forist von ” hart aber fair”,
        fuhr Er ein Unternehmen schon einmal an die Wand.
        Man darf sich nicht wundern,
        wenn solch ein Politiker geht,
        das kommt davon,
        wenn man von der Materie nichts versteht.

        HOPF T. | 14. Dezember 2011 | 20:50 | Antworten
  15. Wie schön das alle auf die FDP hacken und hoffen, dass sie demnächst untergeht und/oder bei der nächsten Wahl nicht wieder auftaucht. Die Politik der FDP wird als untragbar kritisiert. Das Bedauern ist groß, dass sie überhaupt in Regierungsverantwortung sind. Ich bin nicht bei der FDP und habe sie nie gewählt. Doch möchte ich dem Souverän, dem Volk, dem Wähler, in Erinnerung bringen, wer diese Partei in die Regierung gewählt hat. Dazu kann man auch sagen: Die Geister, die ich rief oder alternativ, wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus. Also liebe Mitbürger, Augen auf wo man das Kreuzchen setzt, nicht wahr?

    Benjii | 14. Dezember 2011 | 15:16 | Antworten
  16. Gute Analyse vom ZDF. Aber: Sei es drum. Meine Prognose:

    In wenigen Tagen geht Rösler, dann fällt die Regierung, dann kommt recht bald die große Koalition. Dann gibt es Wahlen und die Karten werden neu gemischt.

    Lindner wird früher oder später wieder auftauchen.

    Olaf | 14. Dezember 2011 | 15:19 | Antworten
    • @Olaf

      und nichts wird sich ändern!!!!, wie seit ewigen Zeiten.

      Saluetier | 14. Dezember 2011 | 17:11 | Antworten
  17. Am Rande:

    Wann begreift man endlich, daß mit schicken und redegewandten Jungdynamos kein Blumentopf zu gewinnen ist? Auch wenn sie in die Verantwortung hinwachsen müssen, diese Youngsters sind noch naß hinter den Ohren, für Führungsaufgaben fehlt ihnen schlicht und einfach die Lebenserfahrung. Sie können wunderbar heiße Luft von sich geben, mit Labern hat es aber noch keiner geschafft, die Welt zu verändern.

    Miss Moneypenny | 14. Dezember 2011 | 15:44 | Antworten
    • Das ist doch in der heutigen Gesellschaft modern.
      ….siehe die Jungbanker
      ….siehe die Menschen, die so ca. ab 40 zum alten Eisen geworfen werden….usw. usw.

      Scheinbar ist es doch das Volk, dassden Jugendwahn befördert, ansonsten würde es sich wehren, was es nicht tut. Nur maulen hilft nicht.

      hel | 14. Dezember 2011 | 16:26 | Antworten
  18. Es ist nicht das erste Mal, daß sich die FDP selbst zerlegt. Der häufige Wechsel der Parteivorsitzenden seit dem Sturz der Regierung Helmut Schmidt spricht hier eine deutliche Sprache; der häufige Wechsel der Generalsekretäre eine noch deutlichere.

    Nach Hans-Dietrich Genscher vermochte alleinig Guido Westerwelle die Partei zu stabilisieren. Den Niedergang der FDP hat allerdings in aller erster Linie Westerwelle zu verantworten, indem er nach der Wahl nicht nur das Gewicht seiner Partei völlig überschätzte, sondern wie eine Mimose und ein trotziges Kleinkind selbst auf die dümmsten Anfeindungen von CSU und Opposition ständig reagierte statt diese wie die Kanzlerin von sich abprallen zu lassen.

    Die Personalwahl Westerwelles, Christian Lindner als Generalsekretär und Birgit Homburger als Fraktionsvorsitzende im Bundestag zu berufen, sowie der laxe Umgang der FDP mit den Plagiatoren Silvana Koch-Mehrin, Jorgo Chatzimarkakis, Bijan Djir-Sarai, Daniel Volk und Jürgen Goldschmidt gaben der FDP schließlich den Rest und bestärkten in der Öffentlichkeit den Eindruck einer korrupten Lobbypartei.

    Christian Lindner war und ist sicherlich ein begnadeter Redner, der jedoch meist aalglatt und kalt wirkt(e). Die FDP braucht jetzt dringend Persönlichkeiten vom Schlage der Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger, die glaubwürdig und sozial engagiert auftreten. Leider fehlt der Bundesjustizministerin hierzu das notwendige Charisma. Andernfalls wird die FDP jedoch auf längere Sicht – vielleicht sogar für immer – in die Bedeutungslosigkeit abrutschen. Mit reiner Klientelpolitik wird die FDP sicherlich nicht mehr Punkten können.

    Fabian Ritter | 14. Dezember 2011 | 15:50 | Antworten
    • Meiner Ansicht nach wurden die Wahldebakel der FDP schon kurz nach der Regierungsbildung eingelaeutet. Bei allen Faehigkeiten die Westerwelle, verdient oder auch nicht als Aussenminister und Vizekanzler zugeordnet werden hat ein nicht unerheblicher Teil des Wahlvolkes seine “moralische Orientierung” nicht mitgetragen. Auf seiner ersten bedeutenden Auslandsreise nach Suedamerika seinen Lebenspartner mitzunehmen und dabei den starken Eindruck zu hinterlassen das er ihm noch lukrative Geschaefte zuchancen will ist bei mir selbst und sicher bei vielen Anderen nicht gut angekommen. Von Reisen in Moslemlaendern in denen diese Einstellung mit bis zur Todesstrafe geahndet wird ganz zu schweigen. Die grosszuegige Spende der deutschen Hotelbranche im Gegenzug zur bevorzugten MWSt-Behandlung hat beim Wahlvolk jeden Zweifel ausgeraeumt das man es mit einer Partei der Puenktchen und Poestchen zum Vorteil bestimmter Interressengruppen zu tun hat. Ich bedauere das sehr, weil fuer mich in einer Zukunft ohne FDP die Piraten, die Linksaussen und die Gruenen (siehe Stuttgart 21) in einer Regierung einen Alptraum darstellen.
      Diese Anschauung wurde von Jemand aus Kanada der das nur am Rande verfolgen kann uebermittelt.

      Tony Stoeckl | 15. Dezember 2011 | 02:44 | Antworten
  19. Die FDP braucht einen neuen Anführer….mh…dieser Guttenberg gibt sich inzwischen doch liberal….

    frank | 14. Dezember 2011 | 16:05 | Antworten
  20. Die FDP hat sich schon seit langem selbst zerlegt. Ohne Programm und ohne glaubwürdiges Personal wird diese Partei auch keiner mehr vermissen.

    EugenO | 14. Dezember 2011 | 16:05 | Antworten
  21. FDP kaputt? Na und? Glaubt denn auch nur Einer, dass das etwas ändert? Es ist doch völlig egal, wer deutschland ruiniert.

    Ob das Ossen-Angie, die FDP oder SPD/SED oder die Grünen machen, ändert doch für die Bürger nichts. Sie werden bezahlen.

    Aber eine weniger ist ein Anfang, vielleicht verschwinden die Anderen auch bald – das wäre ein grosser Schritt vom Schröder-, Merkel-und EUdssr-Faschismus hin zu einer Demokratie.

    Jörg | 14. Dezember 2011 | 16:29 | Antworten
  22. Der Kommentar von Herrn Leifert reiht sich ein, in die lückenlose Hinrichtungskampagne und Stimmungsmache der öffentlich-rechtlichen Medien gegen die FDP und den Liberalismus in Deutschland.

    Es ist das Ergebnis eines offen ausgetragenen Kampfes von umlagefinazierten Staatsunternehmen, HARZ4-Beziehern und Geiz-Empfängern, deren Bestandsicherungsbemühungen an griechische Zustände erinnern.

    Der diametrale Gegensatz zwischen Leistungsgesellschaft und kompromisslosen lebenslangen Unterhalt erzeugt ein gewaltiges Sicherungsbedürfnis, welche in einem täglichen Hass auf alle, die diesen Zustand ändern wollen.

    Der überwiegende Teil des Kommentars besteht aus wilden Spekulationen als Träger der Botschaft: „Die FDP ist blödt. Kommt und stimmt mit mir ein“

    Dabei wird von allen die dort einstimmen übersehen, dass die FDP als einige Partei die Instrumente, die wirtschaftspolitische Kompetenz und den Willen zur Bewältigung der Krise hat.

    Und dabei geht es nicht um einen Radikal-Liberalismus, wie er in den USA sein Unwesen treibt, sondern einen Liberalismus, der auf den Fundamenten der sozialen Marktwirtschaft im Sinne von Ludwig Erhard fußt und soziale Misstände zu ändern bereit ist.

    Dazu gehören auch Steuerungsmechanismen, die den Teilnehmern der Gesellschaft Rückmeldungen liefern, wenn etwas schief geht.

    Am Beispiel der jetzt kommenden Fernsehsteuer für jeden Haushalt zeigt sich wie so etwas falsch gemacht wird:

    Die öffentlich-rechtlichen Medien sind ihres Ertrages sicher. Egal wie viel sie gegen die Wirtschaft und vernünftige Regeln polemisieren.

    Eine Alternative wäre, die Gebühren und somit die Einnahmen von Steuergeldverbrauchern an den jeweiligen Wohlstand der Gesellschaft und der Menschen die diese Steuern erarbeiten anzupassen.

    Damit wäre ein passendes Motiv geschaffen.

    Oder bei Arbeitslosengeld: Diese Geld wird von den Arbeitnehmern, der Arbeitgebern und dem Staat finanziert.

    Somit sind alle, die einen Einflu0 haben beteiligt und werden sich zurückhalten, weil es auch ihr Geld kostet.

    Karl Letis | 14. Dezember 2011 | 16:36 | Antworten
    • @karl letis

      Leben sie in einer alternativen Realität?!

      Es gibt derzeit ca. 6 Mio. Empfänger von Transferleistungen in Deutschland.
      Würden diese offen ihren Kampf austragen, würden Franzosen und Italiener neidisch darauf schauen wie komplett Deutschland in einem Generalstreik das Land stillegen kann.

      FDP und wirtschaftliche Komepetenz?!
      Die von der FDP jahrzehntelang propagierte Politik hat einen großen Anteil an den Wirtschafts- und Finanzkrisen der letzten Jahre.
      Wer gegen Mindestlöhne ist, hat mit sozialer Marktwirtschaft nichts am Hut.

      Und wenn die Medien nicht mehr öffentlich-rechtlich sind, sondern privat finanziert werden sieht man in den USA bei FOX News, dem News of the World Desaster in GB, den Privatsendern in Berlusconis Italien und Putins Russland.

      Grisu | 14. Dezember 2011 | 18:43 | Antworten
      • @Grisu

        Zunächst einmal gibt es keine unterschiedlichen Realitäten.

        Was ich geschrieben habe ist der Sachstand.

        Die 6 Millionen Empfänger des zweitgrößten Haushaltspostens sind die direkt messbaren Empfänger von Transferleistungen.

        In Wirklichkeit ist der Umfang dieser Umverteilung weitaus größer.

        Ich führe auch keinen Feldzug gegen diejenigen, die wirklich aus sozialen und persönlichen Gründen in einer prekären Lage gekommen sind und/oder auf diese Leitungen angewiesen sind.

        Dennoch müssen auch hier Maßnahmen geschaffen werden, damit diese Menschen wieder in eine Situation zu kommen, in der Sie ihr Brot selber verdienen können, und in der sie etwas zu Gesellschaft beitragen können.

        Nicht weil der Mensch als nützliches Zahnrädchen in einer Industriegesellschaft zu dienen haben, sondern zu seinem eigenen Schutz wegen.

        Die Möglichkeiten, in Deutschland seinen Lebensunterhalt im unteren Lohnsegiment zu bestreiten haben Gewerkschaften, deren Parteien im Bundestag sowie weitere Romantiker auf Dauerwahlkampftour vermasselt, weil SIE eine andere Realität wollten.

        Jetzt sind diese Gruppen Vertreter der Transferleistungsempfänger ohne wirklich jemals etwas gegen diese Form der Arbeits/-oder Würdelosigkeit getan zu haben.

        Statt das Recht auf Arbeit in das Grundgesetz zu schreiben, haben sie den Tierschutz verankert und wollen noch die Anti-Atomkraftbewegung einschreiben lassen, welche langfristig auch zu mehr Arbeitslosen führen wird.

        Generalstreiks und Druck der Strasse:
        Dass diese Gruppen sich unglaublich stark fühlen und in Deutschland zu start sind, ist nicht erst seit der Öko-Aktivisten gegen die Kernkraft bekannt („Wir können auch anders“)

        Die deutsche Gesellschaft wird diesen Terror nicht mittragen. Diese Gruppen sind ihrem propagierten Ziel „macht kaputt was euch kaputt mach“ nie wirklich entronnen.

        „Die FDP jahrzehntelang propagierte Politik“
        Die deutschen Liberalen mit ihren 3 bis 10% Wählerstimmen können gar nicht die Politik soweit bestimmen, dass man behaupten kann, das sie die alleinigen Schuldigen für dieses Ergebnis sind.

        Die Krise in Europa ist eine Staatsschuldenkrise.
        Die Parteien haben sich in einem Wohltatenüberbietungswettbewerb in diese Situation gefahen.

        Die FDP war immer für einen schlanken Staat und eine Wirtschaft die sich von selber ohne Subventionen trägt. Die FDP hat immer vor den Landesbanken gewarnt und schon weit vor der Krise 2009 einen Verkauf der WestLB gefordert oder den Grichenlandbeitritt zum Euro zu den damalugen Bedingungen abgelehnt.
        Die Vorgaben für die Bankenderegulierungen kamen aus den USA und mussten auch hier umgesetzt werden, damit Kapital und Banken nicht in die USA oder nach London wechselten.

        Die Krise in den USA hat die Ursache in einem extremen Neo-Liberalismus der nichts mit dem Ordoliberalismus der deutschen FDP zu tun hat. Was zu eine völligen Freigabe alles Kräfte führt sieht man: Die US-Großkonzerne führen eine Art weltweiten Eroberungsfeldzug im sinne der amerikanisen Gesellschaftsvorstellungen.

        Ich habe grundsätzlich nichts gegen einen öffentlich-rechtlichen Rundfund. Und gegen eine Grundversorgung habe ich auch nichts geschrieben. Ich nehme an, da sie in dem Bezug auf diese art und weise polemisieren, vertreten Sie Ihre eigenen Interessen. Jetzt wird es natürlich schwierig zu argumentieren, denn die „Große Mutter“ bedingungsloses Grundeinkommen vernebelt jegweligen logischen Gedankengang und die Neutralität bei diesen Thema.

        Es müssen Mechanismen geschaffen werden, in dessen Zuge die Pauschal-Empfänger von Transferleistungen (wie der kommenden TV-Steuer oder der steuerfinanzierten Beamtenbesoldung) selbst-korregierend mit dem Motiv des Eigennutzes Einfluss auf die Situation der Einnahmequellen nehmen können. D.h. umlagefinanzierte Medien und Staatsangestellte wie Lehrer werden nach Wirtschaftsleitung finanziert. Zumindest anteilig. Damit würe der Effekt vermindert, dass die Menschen an ihrem eigenen Ast sägen. Diese Prinzip gilt universell für fast alle Bereiche. Das ist schmwerzhaft aber war und geht leider nicht anders.

        Um das zu erreichen muss das System der parteipolitischen Einflussnahme in den Rundfunkräten und bei der Besetzung von Stellen auch beendet werden.

        Denn nur die diejenigen, die am besten auf eine Stelle passen sollen genommen werden.

        Karl Letis | 15. Dezember 2011 | 10:47 | Antworten
        • @Karl Letis

          Dass das Recht auf Arbeit nicht im Grundgesetz explizit verankert ist, müssen Sie nicht „Diesen Gruppen“ (warum sagen Sie nicht gleich: „der grüne Terrorrismus“?) anlasten, sondern den Vätern des Grundgesetzes. Im Übrigen dürfte besagtes Recht zur Genüge durch Art. 2 GG (Freiheitsrechte) abgedeckt sein.

          Als offenbarer Gegner der Festschreibung des Tierschutzes im GG (bis jetzt nur Art. 74 GG, „Gegenstände der konkurrierenden Gesetzgebung“ d.h. Bund und Länder) vermute ich, dass Sie von der Wichtigkeit des Tierschutzes nicht gerade überzeugt sind. Da möchte ich Ihnen doch mal empfehlen bei Kant „Metaphysik der Sitten“nachzulesen, wo (dem Sinne nach) steht. SO WIE DER MENSCH DIE TIERE BEHANDELT, SO IST ER AUCH ZU DEN MITMENSCHEN. Immanuel Kant, deutscher Philosoph, 1724-1804. Da gibt es wohl noch Einiges bei Ihnen nachzudenken!

          DieterK | 15. Dezember 2011 | 18:57 | Antworten
          • Erst die Tiere, dann die Würde des Menschen?

            Hmm..

            Der „grüne Terrorismus“ (vielen Dank für die Formulierung) denkt eben weiter, wo anständige Menschen erst einmal an ihre “Artgenossen” denken wird hier zu Ablenkung die ganze Welt gerettet.

            Das sind die peinliche Auswüchse einer Verwechslung mit einem Vogelnest, in dem derjenige Piepmatz den Wurm bekommt, der am lautesten kreischt. Die Sache sieht in einer Demokratie aber etwas anders aus, wenn man zu einem sachlichen Diskurs zu kommen möchte.

            Zu: “vermute ich, dass Sie von der Wichtigkeit des Tierschutzes nicht gerade überzeugt sind”
            Meine Güte, Sie sind doch hoffentlich nicht einer dieser radikalen Tierschützer?
            Das ist eine psychiatrische Krankheit!
            Das meiden jeweiliger Tierprodukte in der Nahrung bewirkt eine pathologischen Änderung des Gehirnstoffwechsels. Bestimmte Einsichten sind in diesen Zustand nicht mehr möglich. Sie brauche Transfusionen!

            Kant
            Kant soll wohl Vegetarier gewesen sein. Seine zahlreichen Gäste dürften wenig Freude bei der Konversation mit diesem Eisblock gehabt haben.

            Zumal ihnen ein vollwertiges und fleischhaltiges Essen verweigert worden sein wird.

            Zum Zwecke der Überführung des zu verspeisenden Tiergutes in den leblosen Zustand halte ich übrigens die Schächtung für die richtige Methode.

            Ein kurzer Schnitt und das Tier merkt nichts mehr.

            „SO WIE DER MENSCH DIE TIERE BEHANDELT, SO IST ER AUCH ZU DEN MITMENSCHEN“
            Das stimmt. (Kommt das nicht von den Backwahren oder so ähnlich)

            Deshalb behutsam mit dem Tier umgehen und dann zum Wohle der Menschheit Schächten.

            „Immanuel Kant, deutscher Philosoph, 1724-1804. Da gibt es wohl noch Einiges bei Ihnen nachzudenken!“

            Leider nicht. Bevor Sie solche, mehr oder weniger, weitreichende Literatur in die Hand nehmen, würde ich Ihnen eine Portion Königsberger Klopse empfehlen.

            Denn die weitreichenden Einwände gegen diese Form des Ethikentwurfes sind auch nicht ohne und vermutlich in einer pathologischen Fleischverweigerung begründet.

            Da Treffen sich offensichtlich zwei erkennenden Subjekte auf einer weltfremden Ebene.

            Dieser tendenziell solipsistische Ethikprozess entbehrt der völligen Sensualität und bleibt in der Luft hängen.

            Oder salopp ausgedrückt: Es kann durchaus sehr angenehm sein, eine hübsche Dame in einem wundervollen weichen Pelz zu einem petit déjeuner einzuladen. Tschüss

            Karl Letis | 15. Dezember 2011 | 23:12 | Antworten
          • Da Sie von Kant, seiner Person und seiner Ethik offenbar NULL Ahnung haben und außerdem mit Ihren höchst schmeichelhaften Vermutungen mich betreffend, offenbar dazu neigen Ihre eigene psychische Befindlichkeit auf andere zu projezieren, erlaube ich mir, Ihren Beitrag (mit spitzen Fingern!) in die Mülltonne zu befördern. Zur Wiederverwertung auch dort nicht geeignet!

            DieterK | 16. Dezember 2011 | 11:47 | Antworten
          • Viel Spass dabei (..und beim Tiere schützen)

            Karl Letis | 16. Dezember 2011 | 12:13 | Antworten
  23. Viel gibt es zu diesem Thema nicht zu sagen. Nur eine einzige Frage: Wie kann eine Regierung mit einem so instabilen Koalitionspartner Deutschland und die EU aus der Krise fuehren, zumal es auch keine Fachleute mehr gibt? Diese Regierung ist schon lange fertig und Frau Merkel handelt gegenueber Deutschland verantwortungslos. Selbst die ganzen Gipfeltreffen die immer kurz nach dem Ende als der grosse Wurf verkauft wurden, waren einfach nichts. Maerkte und Ratingagenturen handeln nach Fakten und natuerlich der gefuehlten Einschaetzung einer Entwicklung. Alles sind leere Huelsen, und das Problem verstaerkt sich ueberproportional.

    Detlev G. Pinkus | 14. Dezember 2011 | 16:37 | Antworten
  24. Generell: Die Zeit ist vorbei für Wahlgeschenke, Steuerermässigung und Schulden. Die Patei, die einen ausgeglichenen Haushalt schafft hat eine grosse Zukunft.

    sigi | 14. Dezember 2011 | 16:49 | Antworten
  25. Totgesagte leben länger. Überflieger stürzen irgendwann ab – das ist uralt und gilt auch für die FDP und Herrn Lindner.
    Alle derzeitigen Prognosen sind so gut wie die Ratings von Standard&Poors für die Firma Lehman drei Tage vor deren Pleite. Alles Kaffeesatz und Glaskugel – oder reines Wunschdenken.
    Auf die Idee, daß Herrn Lindner wegen erwiesener Unfähigkeit diskret davongejagt wurde, kommt offensichtlich niemand. Das ist wohl zu abwegig – obwohl der einzige rationale Grund für dessen Verschwinden Knall auf Fall.
    Die einzige Analyse, die stimmt, ist, daß die FDP in Panik geraten ist. Grund dazu hat sie.

    Blogleser | 14. Dezember 2011 | 16:51 | Antworten
  26. Auf gut schwäbisch: Herr schmeiß Hirn ra! Vielleicht wären Rösler und Co. besser dran, wenn jetzt alle zurücktreten würden und wir neu wählen könnten. Nur nicht die FDP. Die hat schon vor Jahrzehnten immer ihren Koalitionspartner erpresst, das hat sich bis heute nicht geändert. Und der “Erpresser” hat auch noch die wichtigsten Posten in diesem Land inne. Irre, oder?

    Schwabenmaus | 14. Dezember 2011 | 16:54 | Antworten
  27. hi Blogleser,

    die FDP ist nicht nur in Panik, die FDP hat fertig. Der Lindner ist wohl eher nicht davongejagt worden, sondern er hatte die Nase von Rösler gestrichen voll. Denn soweit ich dass lese, soll es in der letzten Zeit zwischen Lindner und Rösler massive Streitereien gegeben haben. Es ging wohl darum, wer in der FDP das sagen hat: der Rösler oder der Lindner.

    Aber: in meinen Augen sind beide gleichermaßen unfähig und daher kann ich mich all denjenigen nur anschließen, die darauf spekulieren, dass Rösler die nächsten Tage ebenfalls abgesägt wird und es nzu Neuwahlen kommen wird!! Und die Neuwahl ist so sicher wie das Amen in der Kirche, da die FDP kein besseres Personal zur Verfügung hat. Dieser Baum ist zu alt und ebenfalls zu wirtschaftshörig und die anderen sind alle verbraucht und unglaubwürdig.

    Daher kann ich nur sagen: weg mit der FDP in den Orkus der Zeitschichte. Wie wäre es denn mal mit Alternativen wie mit der Piratenpartei oder aber mit den Grünen??

    Linuxhelfer | 14. Dezember 2011 | 17:05 | Antworten
  28. mir ist erst wieder wohler, wenn Steinbrück/Gabriel/Steinmeier die Regierungsgeschäfte führen – Lindner hin oder Rösler her: die sind mir unwichtig.

    Mackenbrock | 14. Dezember 2011 | 17:10 | Antworten
    • @Linuxhelfer

      Da wäre mir eine Neuauflage der Koalition aus Schwarz-Rot lieber. Steinmeier als Aussenminister. Merkel Kanzlerin und als Finanzminister Schäuble oder Steinbrück. Den Herrn Gabriel als der Erzengel der SPD sollte lieber in der Partei wirken. Der klopft auch mehr Sprüche als sachliche Beiträge zu liefern, dies ist jedenfalls mein subjektiver Eindruck. Die CDU/CSU musste jedenfalls zu dem Zeitpunkt mit dem Klammernsack gepudert gewesen sein, als sie die FDP zum Traum-Koalitionspartner ausrief, jetzt hat sie einen Albtraumpartner.

      Helmut | 14. Dezember 2011 | 17:22 | Antworten
  29. Hochmut

    Mit dem Werteverfall in Deutschland ist die FDP eng verbunden.Wähler sind Menschen,das haben die Führungsleute letzlich übersehen.Vielleicht sollten die Rotznasen endlich mal erkennen,daß Politik für Vertrauen stehen soll.
    Bei den Liberalen brennt schon lange der Baum, trotz Feuerlöscher und eingesetzter Patschen.
    Bedeutungslos,harmlos und hilflos dümpelt die FDP vor sich hin.
    Frau Merkel schenkt dieser Partei ihr ganzes Mitleid zu 100%.
    Viele Kreuze braucht sie, um zu überleben,diese FDP.
    Zur Zeit gibt es aber mehr Nägel, als Bleistifte.
    Einen abgesoffenen Dreimaster macht niemand mehr flott.
    In der stürmischen Eurokrise geht die FDP sang und klanglos unter. Herr Brüderle steht vor einem Scherbenhaufen.
    Nach Steuergeschenken winkt nun das Gnadenbrot!
    Hochmut kommt vor dem Fall.
    Aufwiedersehen FDP.

    G Kesper | 14. Dezember 2011 | 17:17 | Antworten
  30. hi G Kesper,

    und was ich noch vergessen habe anzufügen:

    die FDp hat sich selbst beschädigt mit dem Steuergeschenk an die Hoteliers und dann war der endgültige Genickschuss diese neue Praxisgebühr in Höhe von 5 € pro Arztbesuch. Wer das wohl genießen darf?? Ja, ganz klar die Ärtzelobby und die Regierung und die Krankenkassen (mal weider höhere Bezüge für die Herren Vorstände!!).
    Langsam aber sicher reicht es mir mit dieser FDP und mit dieser schwarz-gelben Koalition!!

    Außerdem: ein weiterer Dauerbrenner und Problem sind diese bisherigen Studiengebühren in Höhen von 500 € pro Semester…Dann kam dazu diese gesamte nicht behebbare Schuldenkrise, das Ausschnüffeln der Bürger mittels den ganzen Staatstrojanern, dann dieses Abzocken der Bürger mittels Abmahnungen zugunsten der Musikindustrie deren Präsident niemand anders ist als Siegfried Kauder (der Bruder von Holger Kauder)…

    Von daher: schwarz-gelb hat fertig, hat mehrfach eindeutig die Verfassung gebrochen und die Bürger ausgeplündert… Weg mit dieser CDU/FDP-Koalition!!

    Meine Forderung: Auflösung des Bundestages und zwar sofort inklusive Neuwahlen!!!

    Linuxhelfer | 14. Dezember 2011 | 17:27 | Antworten
    • Ja,wir benötigen eine neue soziale Verantwortung in Deutschland.
      Geben und nehmen und teilen.
      Im Meckerland Deutschland schläft der Wähler in himmlischer Ruh`´!Wach auf,wach auf, armes krankes,Land!
      Ohne FDP ist jede Bundesregierung planungssicherer!

      G Kesper | 15. Dezember 2011 | 10:18 | Antworten
  31. Die FDP hat schon seit langem ihre Identität verloren und besteht nur noch aus einem Haufen von Populisten, die mit nicht einhaltbaren Versprechungen (Steuersenkung) das Volk belügt! Soll man mit dieser Partei etwas Mitleid haben, wenn sie sich jetzt selbst zerlegt?

    Heiko Thaden | 14. Dezember 2011 | 17:52 | Antworten
  32. - unglaublich wie weit sich die FDP von Ihren einstigen Prinzipien und Partei-Größen entfernt hat. Heuss, Dehler, Hamm-Brücher, Mischnik, Scheel, Weyer, Genscher, Baum etc., standen tatsächlich für einen humanen Liberalismus, der diesen Namen auch verdiente.
    Es wird schnell übersehen, daß unser Grundgesetz (eine der besten Verfasssungen auf der Welt) ganz maßgeblich die Handschrift der damaligen Liberalen trägt; seinerzeit gegen beträchtlichen Widerstand aus der Union und der Sozialdemokraten, die sich nicht gern daran erinnern lassen. Trifft übrigens gleichermaßen auf die Soziale Marktwirtschaft zu. Erhardt bekam mehr Unterstützung von den Liberalen als von seinen eigenen Partei. Insofern ist der Niedergang des Liberalismus generell zu beklagen, denn er nahm den Konservativen sowie den Linken immer die übertriebenen Auswüchse.
    - Was die selbstverursachte Demontage der aktuellen FDP unter ihrem Schreihals Westerwelle mit seiner aalglatten Gruppe angeht, ist Bedauern allerdings nicht angebracht. Fragt sich nur, wer die absolut notwendigen Ideale des Liberalismus in einer polarisierten Parteienlandschaft ausfüllen soll und kann ?

    Ramses | 14. Dezember 2011 | 18:09 | Antworten
    • Die werden dann schon alle irgendwo als Lobyisten unterkommen und dann den Liberalismus von dieser Seite aufrollen und verteidigen. Da mache ich mir keine Sorge.

      hel | 14. Dezember 2011 | 18:23 | Antworten
  33. Schade eigentlich; die Schicht der Intelligenz ist dünn, das war schon immer klar und eigentlich ein Positivum der FDP….vieleicht hilft ja mal die Rückwärtslesung unter Einbeziehung frischer Kräfte : Piraten der Freiheit !
    Dieser neue Parteiname ist urheberrechtlich nicht geschützt und darf verwandt werden….

    Ulrich Eich | 14. Dezember 2011 | 18:22 | Antworten
  34. Nicht Deutschland schafft sich selbst ab, die FDP schafft sich selbst ab! (frei nach Sarrazin)
    Und das ist auch gut so! (frei nach Wowereit)
    Zumindest was die derzeitige Führungsriege angeht.
    Man kann Lindner, Rösler und Konsorten allerdings keinen Vorwurf daraus machen.
    Die Garde Jungpolitiker ist mit Neoliberalismus, Lobbyismus und fehlender Stringenz in den Aussagen der vorgehenden Politiker groß geworden.
    Was Hännschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr…

    Eine Partei, die nicht in der Lage ist die Bedürfnisse und Wünsche der eigenen Klientel umzusetzen, scheitert entsprechend.
    Bestes Bespiel ist die SPD. Als die unter Schröder ihre eigene Klientel verriet, fuhr sie jahrelang empfindliche Niederlagen bei Wahlen ein.
    Zwischen der FDP und der SPD gibt es nur einen entscheidenden Unterschied – die Fallhöhe bis zum notwendigen 5 % Puffer.

    Grisu | 14. Dezember 2011 | 18:35 | Antworten
  35. Die Ratten verlassen das sinkende Schiff.
    Wer in der Verantwortung in so einer Krise wie der jetzigen steht, und sich aus dem Staub macht, sollte anschliessend keine 2. Chance bekommen.
    Deutschland braucht Leute, auf die Verlass ist!

    Dieter | 14. Dezember 2011 | 18:38 | Antworten
  36. Die geistig moralische Wende.

    Was haben wir diese Woche gelernt?

    Herr Wulff leiht sich mal eben eine halbe Millionen vom Spezzi, Rösler vertraut ihm, Lindner geht und Frau Koch-Mehrin kann es vor Gier und Dreistigkeit nicht lassen und klagt gegen den Entzug des betrügerisch erworbenen Doktortitels.

    Ach ja, die durchschnittliche Lebenserwartung der immer größer werdenden Gruppe, der Armen in unserem Lande hat sich dank Schwarz/Gelb um 2 Jahre reduziert. Jaja, die spätrömische Dekadenz.

    rodelaax | 14. Dezember 2011 | 18:44 | Antworten
  37. Neueste Nachricht: Patrick Döring soll Nachfolger von Linder werden. Endlich mal ein Fachmann, ein gestandener Unternehmer, nämlich: Vorstandsmitglied der Haustierversicherung. Wer sagts denn: die FDP hat doch noch richtige Unternehmenspersönlichkeiiten und setzt sich künftig für mehr liberale Rechte unserer Haustiere ein.

    hel | 14. Dezember 2011 | 18:57 | Antworten
    • wie heisst der nachfolger von dem lindner? döring?
      mannmannmann, döring, lindner, rösler, ahnungslose, die noch nie im richtigen arbeitsleben eine tätigkeit erfolgreich nachweisen, besetzen politische ämter oder hochbezahlte vorstandspöstchen ohne überhaupt fähig zu sein – können und klasse anbieten zu wollen.
      erbärmlich und widerlich dieser peinliche personalzirkus in der fdp.

      im politischen tagesgeschäft laufen mehr flaschen rum, als jede feuchtfröhliche weihnachtsfeier bereitstellen könnte.

      mein einziger wunsch an den weihnachtsmann:
      bitte lass die medien diese splitterpartei fdp endlich unter sonstiges laufen. sonstiges lieber weihnachtsmann. “sonstiges!”

      herr von s. | 14. Dezember 2011 | 20:17 | Antworten
  38. @ rodelaax,

    was diesen Kredit von Wulff angeht, muss ich dir entschieden widersrpechen. Denn was Fulff gemacht hat, ist in keinster Weise strafbar. Dazu bitte mal dass hier lesen:

    http://www.sueddeutsche.de/politik/kreditaffaere-um-bundespraesident-wulff-das-tut-man-nicht-herr-praesident-1.1234198

    Und hier würde ich dir mal diesen Textauszug empfehlen:

    —————–Zitat aus oben verlinktem Artikel:—————

    In seiner Zeit als Ministerpräsident hat er von einer Geschäftsfrau einen günstigen Kredit für den Kauf seines Hauses aufgenommen. Das ist nicht verboten, das ist nicht rechtswidrig. Aber es ist, vorsichtig gesagt, unglücklich – weil man einen Kredit auch bei einer Bank kriegt, und unter Umständen, die weniger spekulationsträchtig sind. Noch unglücklicher ist, wie sich Wulff zu diesem Freundschafts-Darlehen öffentlich eingelassen hat. Nein, er hat nicht gelogen. Er hat aber dem niedersächsischen Landtag nicht die ganze Wahrheit erzählt, sondern die volle Wahrheit verschwiegen, als er kurz vor seiner Wahl zum Staatsoberhaupt zu seinen geschäftlichen Beziehungen befragt wurde.

    Nicht das, was er da gesagt hat, war bedenklich. Bedenklich war, was er nicht gesagt hat: Er hat geschäftliche Beziehungen zu seinem Freund und Trauzeugen, dem Unternehmer Egon Geerkens, bestritten, aber die finanziellen Beziehungen zu dessen Ehefrau verschwiegen.

    ———————Zitatende———————————–

    Von daher: Herr Bundespräsident hat hier nichts strafbares gemacht. Und übrigens: unter uns Bürgern ist es doch schon lange normal, dass man sich Geld vom Freund leiht, wenn es zum Häuslebau nicht ganz reicht. Dass macht doch jeder von uns. Von daher mal eine ehrliche Frage: was ist daran bitte ein Skandal?? Außerdem: die Zinsen wurden immer pünktlich bezahlt und dieser Kredit ist inzwischen durch eine offizielle Bankbürgschaft abgelöst. Außerdem hat Herr Wulff bei diesem Freund keinerlei Schulden oder sowas. Von daher sollte man diese Sache um Herrn Wulff etwas tiefer hängen und den Ball flach halten.

    Was die FDP mit ihrer Steuersenkung für Hoteliers allerdings gemacht hat, so was dass deutlich mehr als eine Klientelbegünstigung. Und die absolute Frechheit ist diese neue geplante Ausplünderung von uns Bürgern mit der neue Version der Praxisgebühr in Höhe von 5 € pro Arztbesuch. Sowas nenne ich mal allglatte Abzocke von uns Bürgern zu Gunsten der Ärztelobby und der Krankenkassenvorstände!! Das ist viel mehr ein Skandal sondergleichen!!

    Von daher tut mir diese in Auflösung begriffene FDP keinen Strich mehr leid!! Die gehören für mich nirgendwo anders hin als in den Orkus der Zeitgeschichte!!

    Gruß
    Linuxhelfer

    Linuxhelfer | 14. Dezember 2011 | 19:02 | Antworten
  39. [...]*

    * Anmerkung der Redaktion: Der Beitrag wurde wegen verbaler Entgleisung entfernt. Viele Grüße, Redaktion heute.de

    Frank John | 14. Dezember 2011 | 19:27 | Antworten
    • Ist beim ZDF wieder einmal das Zensur-Teufelchen unterwegs?

      Typisch deutsch: Bierernst und ohne jeden Sinn für Humor.
      In England würde man so einen offenkundig satirischen Beitrag NIEMALS löschen.

      Es lebe die Meinungsfreiheit! – auch ohne das Zweite Deutsche Fernsehen, Abt. Internet.

      Frank John | 14. Dezember 2011 | 20:13 | Antworten
  40. Ich freue mich einfach darüber dass Herr Lindner zurückgetreten ist.

    Wenn sich die Klientelpartei FDP demnächst auflösen sollte wäre ich noch um einiges glücklicher, schau´n mer mal.

    Auf jeden Fall: Weiter so!

    Naveen T. R. | 14. Dezember 2011 | 20:19 | Antworten
  41. Ein Rücktritt auf höchster Bundesebene mit 32 ist auf seine Art eine Leistung – In diesem Alter befinden sich Mediziner und Juristen am Ende ihrer Berufsausbildung!

    Ich hoffe, ZDF, das findet Gnade vor der alldemokratischen Zensurbehörde.

    Frank John | 14. Dezember 2011 | 20:31 | Antworten
  42. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Welke in seiner Heute Show Anfang Januar Rainer Brüderle, wie Phoenix aus seiner eigenen Asche auferstanden, als FDP-Vorsitzenden und Vizekanzler wird begrüßen können.

    Die Dynamik scheint sich zum Hurrikan zu entwickeln, wir wissen noch nicht genau, was dessen Auge gebiert.

    Den Rössler, der für unsere Verhältnisse in putinischer Manier mit seiner vorlauten Meldung zur Mitgliederabfrage demokratische basics dünnhäutig ,ignorierte scheinen alle los werden zu wollen.

    Der hat ja auch die –unrealistischen Erwartungen?- enttäuscht. Es zeigt sich vielleicht außerdem, daß Guido Westerwelle doch kein Zwergenerbe hinterlassen hat. Wer seine Partei zu dem letzten Bundestagswahlerfolg geführt hat, muß sein Polithandwerk schon irgendwie verstanden haben. Der dann folgende dramatische Niedergang der FDP hat mehr als nur einen Vater oder Mutter.

    Die FDP muß sich schnellstmöglich für ihr Outfit entscheiden. Wie will sie nach außen darstellen? Es gäbe mehrere Möglichkeiten. Z.B., die bürgerrechtsliberale Schiene der Justizministerin Leutheuser-Schnarrenberger. Das prägnanteste Firmenlogo würde aber tatsächlich wohl Rainer Brüderle abgeben.

    Natürlich gibt es ein chaotisches Bild ab, wenn die Partei schon recht kurz nach der Bestallung mit dem Parteivorsitz die Führungsriege -auch in der Bundestagsfraktion- umkrempelt. Aber wenn sie die unabweisbare Notwendigkeit angesichts der Überforderung Rösslers erkennt, macht ein Herrumreißen des Ruders jetzt Sinn und würde akzeptiert, striche mehr Zeit ins Land würde es keiner mehr verstehen. Jetzt wären die Wunden frisch und verheilten schnell.

    Melzer | 14. Dezember 2011 | 21:07 | Antworten
  43. “Wer seine Partei zu dem letzten Bundestagswahlerfolg geführt hat, muß sein Polithandwerk schon irgendwie verstanden haben.”

    Das sehen Sie entschieden zu persönlich. Es war im September 2009 schnurzpiepegal, wer FDP-Vorsitzender war. Denn mitten in der großen Weltfinanzkrise wollten die Wähler ihre Spareinlagen keiner linken Bundesregierung anvertrauen.

    Daran, dass SPD und weiter links im Bereich Wirtschaft/Finanzstabilität deutlich weniger Kompetenz zugebilligt wird, dürfte sich so bald nichts ändern. Das ist eine Konstante seit Konrad Adenauer!

    Frank John | 14. Dezember 2011 | 21:25 | Antworten
    • @Frank John

      Zu Ihrem letzten Absatz:
      An der Zubilligung der Kompetenzen von CDU – CSU und FDP dürfte sich in absehbarer Zeit auch wohl einiges verändern – spätestens wenn infolge des sich sicher anbahnenden Euro – Desasters das Niveau unseres Lebensstandards auf die Hälfte, oder gar auf ein Drittel absinken wird.

      Gruß D. Ackermann

      Dieter Ackermann | 15. Dezember 2011 | 01:52 | Antworten
  44. Zu Zeiten Genschers war die FDP eine ordentliche Partei, sie krankt aber heute wie alle anderen Parteien am Nachwuchs. Und das macht sich bei einer kleinen Partei schneller bemerkbar als bei den groesseren. Die FDP sollte sich aus der aktuellen Politik zunaechst eimal zurueckziehen und sich darauf konzentrieren Nachwuchs zu bilden von Format.

    Detlev G. Pinkus | 14. Dezember 2011 | 21:29 | Antworten
  45. Ehrlich mal – wen interessiert denn noch die FDP?

    HDR | 14. Dezember 2011 | 21:31 | Antworten
    • Die FDP interessiert mich insofern, als mit ihrem Verlust auch begrifflich jede liberale Position im Parlament verschwinden würde.
      In einem anderen Beitrag hier räumte ich bereits ein, daß die FDP nicht wirklich liberal ist und in ihrer derzeitigen Form in der Tat eine einschneidende Zensur verdient und benötigt. Aber Untergang? Wünschen Sie sich ein Parlament, das nur noch aus linken Splitterparteien besteht? Wünschen Sie sich ein Ende des Meinungspluralismus? Sicher nicht, denn dann können wir gleich zurück in die DDR oder jedes andere totalitäre System.

      Am Ende des Tages kann man weder mit inkompetentem Hedosozialismus à la Piraten, noch mit faktenferner Umwelthysterie à la Grüne auf Dauer einen Staat sinnvoll im Interesse seiner Bürger lenken. Stattdessen lenkt man die Bürger mit mainstreammedialen Nebelkerzen und wahrt eigene Interessen.
      Daher wünsche ich mir eine echte liberale Partei als Gegengewicht. Gerne in Form einer rundum erneuerten FDP.

      Sven71 | 15. Dezember 2011 | 11:23 | Antworten
      • Ich weise der guten Ordnung halber darauf hin, daß Zäsur gemeint war, nicht “Zensur”. Die letzte Klassenarbeit meines Sprosses habe ich vorsorglich zur Seite gelegt.

        Sven71 | 15. Dezember 2011 | 11:24 | Antworten
  46. Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr Leifert

    der Rücktritt von Christian Lindner geht völlig in Ordnung, denn die von Herrn Leifert hier so gepriesenen Thesen von einem “mitfühlenden Liberalismus” klingen in den Ohren eines 33 Jährigen, wie die Thesen von Gregor und Oskar zum “demokratischen Sozialismus” einfach abschreckend! Der Herr Rösler war der einizge der in dem ganzen Kuddel Muddel von Merkel noch einen klaren Kopf hatte, der Vorschlag für Insolvenzregelungen für Staaten ist die Richtige Lehre aus der Krise, leider geht diese These beim verzweifelten Versuch die “Soziale Marktwirtschaft” weiter zu rechtfertigen unter.

    Der Rücktritt Lindners könnte ein Signal in Richtung Neuorientierung der FDP, hin zur Marktiwrtschaft andeuten, mal abwarten was noch folgt.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dennis Kufner

    Dennis Kufner | 14. Dezember 2011 | 21:37 | Antworten
  47. Das Westerwelle nichts anderes kann als seine sterotypen Sprechblasen zum Thema Steuersenkung abzusondern, war jedem mit gesundem Menschenverstand schon vor der letzten Bundestagswahl klar. Genauso war es klar, dass die FDP sich mit ihrer neoliberalen Politik nicht gegen Merkel und die CDU wird durchsetzen können.

    Wenn es nach mir ginge könnte Westerwelle und Rösler gleich mit gehen und den Platz für Neuwahlen frei machen.

    Es wird zeit für einen Politikwechsel…. Weg von der neoliberalen Marktradikalität. Zurück zum Volk, das nicht nur aus Unternehmern, Großkonzernen und Aktionären besteht….

    xxlteddy | 14. Dezember 2011 | 21:53 | Antworten
    • Unfähigste Regierung und ihr Ende !

      Der Rücktreten von Herrn Linder ist ein mutiger Schritt. Die Unfähigste Regierung aller Zeit wird ihr Ende bald finden. 85% der Regierung wie Merkel, Schavan, Schröder, Van Leyen, Rösler, Aigner, Bahr etc. + Herr Wulff sind nutzlos und verdienen kaum Respekt in der Gesellschaft. Man hat fast alle Landtagswahlen verloren, aber man versucht mit allen mitteln weiter zu regieren. Ich bedenke mich bei Herrn Linder für diesen richtigen Schritt.

      music77 | 14. Dezember 2011 | 23:26 | Antworten
    • Jetzt verraten Sie uns doch bitte, wo Sie in der BRD … nein, in der gesamten EU so etwas wie “neoliberale Marktradikalität” wahrnehmen.

      Unsere Staaten nehmen aus eigenen Machterhaltsinteressen Schulden auf, um damit Wahlversprechen und zu finanzieren. Was hat das mit Markt, mit Angebot und Nachfrage zu tun?

      Unsere Banken monetarisieren die Bonds, die Bundesobligationen, die Staatsanleihen. Wenn Staaten dann irgendwann überschuldet sind (heute Griechenland, morgen Spanien und irgendwann sogar Deutschland), sind die von jenen Staaten angekauften Anleihen schlagartig wertlos.
      Das ist bis dahin das normale Anlagerisiko und wenn eine Bank zu intensiv auf riskante Anleihen gesetzt hat, damit Griechen früh in Rente können, geht sie eben pleite und verschwindet vom Markt. Das wäre richtig so, das wäre “marktradikal” … was immer daran radikal sein mag.
      Stattdessen aber werden Banken mit Steuermitteln gerettet, obwohl die Bürger das gar nicht wollen. Weil die Politiker ihre Banken auch morgen noch brauchen, denn wer sollte sonst die Anleihen monetarisieren und das Geld für Themen wie “soziale Gerechtigkeit” oder “Klimaschutz” bereitstellen? Genau DAS ist Systemrelevanz in bester UdSSR-Manier, wo es konsequenterweise eine Staatsbank gab. Wie das ausging, wissen wir.
      Nur: Was ist daran “neoliberal” oder “marktradikal”. Das ist eher schon real existierender Sozialismus im Schafspelz.

      Wenn Lobbypolitik im Austausch gegen Vorstands- und Aufsichstratsposten betrieben wird, also große Marktteilnehmer mit der Politik klüngeln, so daß mit Rückendeckung des Gewaltmonopolisten Kartelle und Wirtschaftsoligopole entstehen können, dann hat das mit “neoliberal” und “marktradikal” genau was zu tun? Das sind schon halbe VEBs bei all den Politikern, die dort den Fuß in der Tür haben.
      Und je mehr Zuständigkeiten der Staat sich anmaßt, desto mehr Angriffspunkte für Korruption und Einflußnahme gibt es. Es lohnt sich darüber nachzudenken, ob Arbeitsschutzvorschriften beispielsweise wirklich den Arbeitnehmer schützen sollen oder ob Existenzgründungen für Mitbewerber im Interesse alter, etablierter Großunternehmen derart verteuert werden sollen, daß sie sich nicht mehr lohnen? Verhindert den Wettbewerb und schützt das Oligopol. Und der kleine Durchschnittsdepp denkt vermutlich noch, daß der tolle Staat ihn beschützt. Indes wuchsen die etablierten Unternehmen ohne jene Vorschriften mit entsprechend größeren Margen.

      Wer diese Mißstände ausgerechnet am Liberalismus festmachen will, der das genaue Gegenteil dieser Mißstände fordert, ist entweder ein Lügner. Oder das Opfer ideologischer Indoktrination. In der EU inkl. Deutschland ist seit Jahrzehnten nichts mehr liberal oder gar marktradikal. Alleine die Existenz eines umfassenden, wenn nicht ausufernden Sozialsystems zu Lasten von nurmehr 35 Mio. am Markt erwerbstätiger Menschen – die einzig legal diskriminierbare Minderheit – widerlegt die These von der Marktradikalität.

      Lassen Sie sich nicht vom Mantra des vermeintlichen Neoliberalismus an der Nase herumführen. Das ist Orwellscher Neusprech.

      Sven71 | 15. Dezember 2011 | 11:41 | Antworten
  48. @ xxlteddy:

    diesen Worten von Ihnen:

    > Wenn es nach mir ginge könnte Westerwelle und Rösler gleich mit gehen und den Platz für Neuwahlen frei machen.

    Es wird zeit für einen Politikwechsel…. Weg von der neoliberalen Marktradikalität. Zurück zum Volk, das nicht nur aus Unternehmern, Großkonzernen und Aktionären besteht…. <

    kann ich Ihnen nur vollstens beipflichten. Neue Parteien braucht dieses Land und dringendst Neuwahlen. Mit den bisherigen Parteien ist kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Die FDP hat sich total ins gesellschaftliche Abseits manövriert und ist daran höchst selbst schuld!!

    Daher: ihre Worte treffen ins schwarze!! Weg mit der schwarz-gelben Koalition. Am besten noch vor Jahresende!!

    Grüße
    Linuxhelfer

    Linuxhelfer | 14. Dezember 2011 | 23:28 | Antworten
  49. Was ich allerdings auch deutlich sagen muss: Euro-Skeptiker sollten sich wirklich gut überlegen, was sie da fordern. Es ist und bleibt möglich, den Euro zu retten!! Und dieser Weg kann nur über die Eurobonds gehen.

    Da haben die Fachleute total Recht und ich predige dass schon seit Monaten. Aber eine Rückkehr in die damaligen Währungen kommt schon alleine wegen der Folgen überhaupt nicht in Betracht!! Außerdem würde es Europa zerstören!! Daher ist diese pro-Euro-Politik richtig. Nur der Weg ohne Eurobonds ist falsch. Denn es waren die Banken und diese us-Immobilienblase in den USA zusammen mit der europäischen Schuldensituation, die alles so hat kommen lassen. Darüber bekamen die USA dann massive Haushaltsschwierigkeiten, die EU-Länder verschuldeten sich massivst und dann kamen die ganzen Rettungspakete für die Banken, die das Geld der Bürger verzockt hatten…

    Von daher: es gab viel Ursachen für die jetztige Krise.

    Daher müssen die Finanzmärkte an die Kandare gelegt werden und am angerichteten Schaden beteiligt werden. Und wir müssen aufpassen, dass die EZB durch diesen massigen Ankauf von sogenannten “Giftpapieren” nicht selbst in die Schieflage kommt. Und jetzt lese ich auch noch, dass der Soffin wieder aktiviert wird, damit wieder Banken gerettet werden.

    Aber die Frage ist: wer rettet am Schluss unser Geld und uns, die Bevölkerung??

    Linuxhelfer | 14. Dezember 2011 | 23:34 | Antworten
    • Ihre Frage will ich beantworten. Wer rettet Sie ? Ihr Nachbar über “Nachbarschaftsbonds”oder “Straßenzügebonds”.
      Das wär`s doch nach Ihrer Vorstellung. Schade, dass ich nicht Ihr Nachbar bin. Würde mich verschulden (denn wer Kredit hat und ihn zurückzahlt, tritt sein Glück mit Füssen)und Sie würden zahlen. Wunderbare Vorstellung.

      hel | 14. Dezember 2011 | 23:52 | Antworten
  50. Das sinkende Schiff FDP, das durch Unfähigkeit des Personals und durch eine neoliberal-antisoziale Politik unter Volldampf gegen den Eisberg gefahren wurde ist eh nicht mehr zu retten. Der Rücktritt hat gezeigt, dass Lindner dies verstanden hat und er nicht vor hat weiter einen aussichtslosen Kampf zu führen.
    Man kann es als Flucht nach vorn sehen, die ihm die Möglichkeit lässt am Tiefpunkt der Kriese (und die ist noch lang nicht vorüber) wieder in sein Kerngeschäft(Lobbiearbeit/Politik) einzusteigen. Würde mich nicht wundern wenn er früher oder später an der Seite des Freiherrn KT v.u.z. G. wieder aus der Versenkung auftaucht.

    krümelmonster | 15. Dezember 2011 | 00:33 | Antworten
  51. sind wir doch mal ehrlich….auch wenn Gedächtnisleistungen nicht gerade das sind was den Wähler auszeichnet. Eine Partei die umgehend nach regierungsantritt ihr lobbyhörigkeit durch steuergeschenke offen auslebt, ist nicht tragbar!

    @ZDF ihr Heutekommentar gestern war erstklassig!
    Ich habe den Namen des blonden Mannes leider nicht parrat, was sich zukünftig ändern wird.
    Der “Kapitänsvergleich”….super!

    sprachlos | 15. Dezember 2011 | 07:19 | Antworten
  52. Die FDP hat ein Problem, ihr Steuergeschenk
    haben viele der Arbeitnehmer nicht vergessen,
    Das Geschenk ist ein ständiges Ärgerniss jeden Tag in jedem Hotel…

    ebensowenig wie sie den Machtgierigen Westerwelle vergessen haben, noch einen Rössler der Merkel in den Hintern kriecht, und sich bemuttern lässt.

    Mir geht es garnicht um den Euro, sondern um das was Handfeste Politik angeht, und da macht die FDP und die CDU vieles völlig falsch…

    Raubkopierer werden schlimmer bestraft als ein richtiger Vergewaltiger, das dumpfe Volk wird überwacht wie noch nie zuvor, aber richtige Verbrecher lässt man gewähren, bis zu dem Moment wo man sie Politisch einsetzen kann usw…

    ich habe nicht vergessen wie unter dieser Regierung viele Gesetze mal eben durchgeflutscht sind, die es nie geschafft hätten, weil gerade eben mal aus Zufall HALLO irgendwo genau das passierte was Jahrelang nie passiert ist…

    Wenn es nach mir ginge würde nicht nur die FDP verschwinden, sondern mit ihr gleich 2/3 aller Politiker in Deutschland auch, die kosten nur Geld und machen nix, als neue Kosten veruhrsachen, und ich würde Deutschland radikal verschlanken, und mit diesen Unsäglichen Länderhoheiten aufhören, sind wir ein Deutschland oder nicht, wozu also alles doppelt gemoppelt und das zigfach….

    Die Frage ist überhaupt braucht Deutschland noch Politiker, wenn die Regierung in Zukunft in Europa steht, da ist die Kriese aller Parteien, nur ein Sinnbild des beginnenden Zerfalls, hin zu einem Europa, einem Europa das die Amerikaner vor kurzen in Schutt und Asche gelegt haben indem sie mit Waffengewalt einfach einbrachen um sich zu nehmen was ihnen zusteht….

    Nein ich habe nicht vergessen wer damals Regierungsverantwortlich war und ich habe auch nicht vergessen wer da den Decke draufgehalten hat, als die Amerikaner an das Arabische Pulverfass Lunte gelegt haben…

    dilldapp | 15. Dezember 2011 | 08:26 | Antworten
  53. Ich finde den Vorgang ganz natürlich, wenn eine Partei *implodiert*, weil die Zeit über sie hinweggegangen ist. Es gehört freilich zur Deutschen Kultur, hier Schuldfragen konstruieren zu müssen.

    Freilich gebe ich zu, dass ich die FDP nicht besonders mag. Das ist aber kein Problem der FDP. Die folgen ihrem Programm, und wenn es nicht mehrheitsfähig ist, dann gibt es da eben die 5-Prozent-Hürde.

    Mal anders gefragt: Was sollen die denn machen? Den Kurs der Grünen oder der Piratenpartei kopieren? Oder den der *großen Parteien*?

    Ich auch | 15. Dezember 2011 | 08:52 | Antworten
    • wie auch Dennis Kufner schon schrieb, habe auch ich mittlerweile den Eindruck, dass es bei der FDP zu einer neuen politischen Ausrichtung kommen könnte. Innerhalb der Parteimitglieder hat sich um Frank Schäffler(hab da mal gegoogelt:-)) eine nicht unerhebliche Gruppe gebildet, die liberatär/national denkt. Deswegen, so vermute ich, besteht ja auch in der FDP-Spitze diese Panik, und als solche möchte ich sie mal beschreiben, vor dem Ergebnis der Mitgliederabstimmung.Selbst wenn doch das Quorum nicht erreicht wird, wird sich beim Ergebnis widerspiegeln, wo die FDP ihre Schwerpunkte mehr setzen muss.

      Genaugenommen würde bei einer solchen Neuausrichtung doch ein neues Wählerpotential ergeben. Und darum geht es ja der FDP.

      Christian Lindner ist ein überzeugter Liberaler und dem könnte es schwer fallen, als Geschäftsführer der FDP, diese abweichende Ideologie mitvertreten zu müssen.Also dem traue ich nicht zu, dass er sich zurückzieht, weil ihm Röslers Nasenspitze nicht gefällt.

      sille | 15. Dezember 2011 | 10:11 | Antworten
  54. hier wird diskutiert,über so ein Sch…. !!!!
    warum wird nicht über den geplanten dritten Weltkrieg diskutiert. Es gibt einen grossen Knall,und die Medien haben nichts gewusst,wie immer,was sind Sie für Menschen,
    haben Sie kein Gewissen,oder treibt sie nur die karriere und Geldgier.
    Gruss Kurt
    PS.wahrscheinlich wieder nicht veröffentlich,aber das ist man in einer Diktatur der Medien gewöhnt.Leider gehört Ihr euch nicht selbst,sondern seid nur Marionetten vom grossen Geldgeier.

    Kurt | 15. Dezember 2011 | 09:11 | Antworten
  55. Personalie:
    Die Führung wird doch nur als Lachnummer wahrgenommen, diese Führung tut gut daran, wenn sie sich komplett abschafft.

    Inhalte:
    Zurückweisung linker Politik ohne Alternativen aufzuzeigen.

    Also, als Regierungspartei ein glatter Versager, setzen-6.

    Dabei braucht gerade jetzt unser Land guten Liberalismus mit Wertevermittlung, wie – Leistungsprinzip, ordnungsliebend, kaufmännische Werte (nicht auf Pump leben
    ),
    Dabei aber den Sozialausgleich bitte nicht vergesssen, und diesen gerecht, das kann doch so schwer nicht sein.
    Gerne auch mal für die Schwächeren der Gesellschaft argumentieren, dann kann man auch gegen die Faulen etwas sagen. …

    Tomca | 15. Dezember 2011 | 09:19 | Antworten
  56. Juchhu, die FDP-Fregatte sinkt und damit auch der politische Neoliberalismus. Jetzt kann die CDU einen eigenen Kurs aufnehmen und hat keine weiteren Reibungsverluste mehr gegenüber den Sozis und Linken. Ich trauere nicht um den Abstieg der FDP. Ganz im Gegenteil. Alles nur Blender, die der Meinung sind, sie könnten führen, Verantwortung tragen und gestalten. Nichts können sie außer Macht zusammen raffen und dem Teufel gleich immer mehr und mehr davon verschlingen. Solange bis alle Prozesse gelähmt sind und jedweder Impuls verödet. Ein ganz übles Beispiel ist die Clique in Sachsen-Anhalt, die alle gesellschaftlichen Bereiche infiltriert und mit Seilschaften durchsetzt hat. Ergebnis, rumtümpeln in der Versenkung der Ahnungslosen, blockieren jedweder Initiative und Korrumption an allen Ecken und Enden.

    Der mit der Wahrheit tanzt | 15. Dezember 2011 | 09:47 | Antworten
    • @ Der mit der Wahrheit tanzt | 15. Dezember 2011 | 09:47

      „Juchhu, die FDP-Fregatte sinkt und damit auch der politische Neoliberalismus.“
      Zitatende

      Mein Lieber, Ihr Pseudonym deutet darauf hin, dass Sie gerne tanzen.
      Wenn sie mit der Wahrheit tanzen, dann achten Sie bitte darauf, ihr nicht auf die Füße zu treten.

      Zum Thema:
      Der Begriff „Neoliberalismus“ ist zum Unwort verkommen. Dabei ist diese Wirtschaftsform doch gerade das, was wir Bürger uns wünschen sollten: So wenig Staat wie möglich und so viel Staat wie nötig. Das freie Kräftespiel von Angebot und Nachfrage – und auf der anderen Seite die Verhinderung von Monopolen und von Ausbeutung der Menschen.
      Der Staat schafft und überwacht die Einhaltung der Rahmenbedingungen.
      Kritik sollte also nicht an dieser neoliberalen Wirtschaftsform geübt werden, sondern an der nicht immer ausreichenden Beaufsichtigung durch den Staat.
      Ja, ich räume ein, dies ist ein langweiliges Thema.

      Zu Ihrer Bemerkung: „ … die FDP-Fregatte sinkt …“
      Eine Fregatte ist schon ein etwas größeres Kriegsschiff. Sie meinen wohl in diesem Zusammenhang ein Schnellboot. Ein Schnellboot ist, wie es der Name bereits sagt, schnell und wendig. Im Kampfeinsatz mag dies vorteilhaft sein – in der Politik …?

      Also, wenn Sie mit der Wahrheit tanzen, dann … – sagte ich bereits.

      Einen freundlichen Gruß aus Eisenach

      Heinz Sahl - Eine Stimme aus Thüringen | 15. Dezember 2011 | 11:01 | Antworten
      • Lieber Herr Saal,

        Sie haben recht, ich tanze gerne – vor allem im Umgang mit der Wahrheit, die in diesem Land ungern gehört bzw. geteilt wird und trotzdem ausgesprochen werden muss. Eine sog. Volkspartei die nicht einmal die 5% Hürde schafft, sollte nicht an der Regierung in den Ländern oder im Bund beteiligt sein, es sei denn, das politische System favorisiert Minderheitenpolitik. Die FDP hat abgewirtschaftet und ist daran selber schuld. Soweit so gut.

        Sie haben, mit Verlaub, ein bedenkliches Verständnis von Neoliberalismus. Diese Wirtschaftsform ist genauso grotesk wie Kommunismus. Es funktioniert einfach nicht, da das Gros sich nicht an die Spielregeln hält. Weniger Staat bedeutet immer weniger Kontrolle und führt zum Missbrauch. Gelegenheit macht Diebe, Herr Sahl. Und deshalb führt Neoliberalismus auch zur Aushöhlung jedweder Konventionen. Neoliberalismus kennt leider keinen Anstand und das Prinzip von Treu und Glauben. Lediglich ein immer mehr, ohne jemals gesättigt zu sein.
        Auch ihr Staatsbild ist fraglich. Der Staat ist nicht irgendeine autonome Institution, welche nur sich selbst verpflichtet ist. Ein Staat ist die Summe aus Staatsgebiet, politischer Ordnung und vor allem dem Staatsvolk. Das wären dann wir. Wir sind der Staat und der Souverän. Eine Verringerung des Staates ist somit faktisch auch eine Beschneidung der gesellschaftlichen Partizipation. So entstehen Parallelwelten, Korruption und vieles andere. Nur wenn wir hinsehen und uns einmischen, Grenzen aufzeigen und diese kontrollieren entsteht Gemeinschaftssinn und gelebte Freiheit. Neoliberalismus ist die Keimzelle sozialer Kälte, von Ignoranz und Allmachtsphantasien.
        Fazit: Ich bin ein Tänzer, Sie ein Träumer. Passt doch gut zusammen, oder?

        Der mit der Wahrheit tanzt | 15. Dezember 2011 | 12:44 | Antworten
        • Genau! Dem gibt es nichts hinzuzufügen.

          Ich singe übrigens, ist auch besser als zu träumen.

          France | 15. Dezember 2011 | 13:03 | Antworten
        • @ Der mit der Wahrheit tanzt | 15. Dezember 2011 | 12:44

          „Ein Staat ist die Summe aus Staatsgebiet, politischer Ordnung und vor allem dem Staatsvolk.“ Zitatende

          Ja, ich stimme Ihnen teilweise zu.
          Allerdings vermisse ich einen Hinweis auf die Mündigkeit des Staatsbürgers.
          Diese Wirtschaftsordnung funktioniert zufriedenstellend nur, wenn der Bürger mündig ist.
          Er sollte sich also nicht den „Staat“ zum Vormund nehmen .
          Alles tun dürfen und lassen können – und wenn es schief geht, nach dem Gesetzgeber rufen?

          Sie sehen, es ist ein sehr komplexes Thema. Tanzen ist leicht. zu erlernen.

          Einen freundlichen Gruß aus Eisenach

          Heinz Sahl - Eine Stimme aus Thüringen | 15. Dezember 2011 | 13:47 | Antworten
        • Hr. Sahl ist, so denke ich, kein Träumer. Er hat nur geschildert, wie Staat und wirtschaft funktionieren könnten.

          Welche Staats- und Wirtschaftsform ist denn dann die Beste? Ein bisschen wohl von jedem… Aber: Es gibt immer Schlupflöcher, die die Menschen (nicht alle) nutzen, um sich zu bereichern, um andere auszunutzen. Und die anderen “geben es gerne”.

          Da spielt die Form des Staates keine Rolle solange es Menschen gibt – so sind sie eben.

          Der Kopfschmerz | 15. Dezember 2011 | 13:52 | Antworten
          • “Welche Staats- und Wirtschaftsform ist denn dann die Beste?”

            Das war leider nicht die Frage. Fakt ist, dass der Neoliberalismus uns in die jetzige Situation gebracht hat. Euro- und Bankenrettung, Finanz- und Wirtschaftsunion sind ja nur der Notfallplan, um die gravierenden Versäumnisse der Wenigstaatmaxime zu korrigieren. Mal ehrlich, wer hat wirklich daran geglaubt, dass die sich selbst überlassenen Geldinstitute den Glorienschein vorantragen. Zur Wirtschaft gehört nunmal auch der Abschwung. Eine ewige Steigerung ist Illusion und daran ändert auch ein Wachstumsbeschleunigungsgesetz nichts. Eine blatzende Blase nach der anderen bestimmt unsere Finanz- und Wirtschaftpolitik und das Leben von Millionen Menschen, die darauf vertrauen, dass der Staat pluralistisch denkt und nicht dem unseligen Treiben der Geldelite mit Blindheit begegnet. Jetzt müssen wir mit einem mehr an Staat und Regularien leben. Das ist auch eine Folge des Neoliberalismus.

            Der mit der Wahrheit tanzt | 15. Dezember 2011 | 16:59 | Antworten
  57. Die politische Kaste in unserem Land hat bald abgewirtschaftet.
    Das Land Berlin, es lebt bekanntlich von den Transferleistungen aus Bayern, Baden-Württemberg und Hessen erlaubt sich den Luxus, einen erst vor ein paar Tagen ins Amt gekommenen CDU Senator mit einem Übergangsgeld von 48.000.- Euro (in Worten: achtundvierzigtausend) nach nur 11 Tagen im Amt entläßt.
    Der Fuzzi war wegen unsauberer Immobiliengeschäfte unter Druck. Schlau wie er war hat er um seine Entlassung gebeten und nicht den Anstand besessen von selbst zu gehen.
    Auf diese Weise ist ihm das Übergangsgeld sicher.

    Ich frage mich langsam im Ernst, was für Schweinepriester bei uns in Ämtern hocken und was für Knalltüten Gesetze machen. Wie kann ein Mensch Anspruch auf 48.000.- Euro nach 11 Tagen Amt haben? Da muss eine Oma lange für stricken!
    Den Party-Wowi und seine Gang sollte man zum Teufel jagen. Wie lange läßt sich die Bevölkerung solche Verhöhnung des normalen arbeitenden Bundesbürgers noch gefallen?
    Die Känguru-Crew in Berlin (nix im Beutel aber große Sprünge machen) gehört mitsamt den verantwortlichen Beamten entlassen aber ohne Pensionsansprüche.

    Helmut | 15. Dezember 2011 | 11:01 | Antworten
  58. Ich würde die Verfallsprozesse in der FDP nicht an Lindner festmachen. Er ist nur ein Symptom. Die Krankheit geht über die FDP hinaus und betrifft den zunehmenden Mangel an Pluralismus: Beispielsweise haben sich alle Parteien das Umverteilen von Einkommen auf die Fahnen geschrieben, als sei es völlig selbstverständlich, daß man die einen bestehlen darf, um den anderen die Hehlerware im Austausch gegen Wählerstimmen zu überlassen. Man kann das auch ganz anders sehen, jedoch zum Pluralismus gehört, daß auch solche unbequem erscheinenden Positionen eine Vertretung haben.

    Unterschiede nur noch in Nuancen reichen aber nicht. Politikverdrossenheit ist seit über 20 Jahren das Resultat, aber die Nichtwähler erscheinen nicht in den Diagrammen jener Institute, die sich anmaßen Ergebnisse prognostizieren zu können, “wenn heute Wahl wäre”. Diese Institute liegen oft genug daneben. Die Politiker, die diesen Ergebnissen hinterher hecheln, genauso.

    Von einer liberalen Partei erwarte ich liberale Politik. Auch im Programm der FDP wird jedoch in bester sozialdemokratischer Manier verboten, reguliert und umverteilt. Wer das gut findet, wählt sowieso die SPD. Wer auf Umweltschutz steht, wählt Grüne. Die FDP mag Anfang der 70er auf dem Gebiet eine Vorreiterrolle gespielt haben, als es noch keine Grünen gab. Das ist Geschichte.
    Liberalstaatliche Forderungen nach Beschränkung des Zuständigkeitsbereichs des Gewaltmonopolisten vermißt man: weg von der Einmischung ins Private bis hin zur Glühbirne, weg von der Indoktrination unserer Kinder an Schulen, weg von den Anmaßungen zur Frage sozialer Gerechtigkeit, welche derzeit unter erheblicher Diskriminierung der erwerbstätigen Minderheit per fiskalischem Raub verwirklicht wird und tatsächlich weniger den Bedürftigen als der Sozialberatungs- und Umschulungsindustrie nutzt, aus deren Ecke die Rufe nach sozialer Gerechtigkeit überhaupt erst kommen.
    Davon ist in der FDP nicht die Spur zu erkennen und deshalb soll sie sich bitte nicht in die Tradition von Mises, Hayek, Friedman, Rothbard, Erhard et al. rücken. Dort steht sie nicht und stand sie auch nie wirklich.

    Lindner spielt dabei nur mehr eine Statistenrolle. Und da schließt sich der Kreis: An Lindner muß man den Verfall der Etikettenschwindelpartei nicht festmachen.

    Eine Wende wäre nur mit einem Komplettaustausch und mit glaubwürdigen Köpfen wie Frank Schäffler möglich. Daran glaubt aber niemand.

    Sven71 | 15. Dezember 2011 | 11:15 | Antworten
  59. Der Rücktritt von Lindner ist ein klarer Angriff auf Rösler und dessen Posten als Vorsitzender der FDP. Der kann es nicht und ist als Parteichef spätestens durch Lindners Rücktritt ausgezählt.
    Da die FDP sich in der Parteienlandschaft überflüssig gemacht hat, ist es jetzt spannend zu sehen, wie sich Merkel verhält. Noch wäre Zeit, eine Neuauflage der großen Koalition zu starten und sich selbst damit auch über die Wahl 2013 zu retten.

    bravo | 15. Dezember 2011 | 11:24 | Antworten
  60. Entweder die FDP zaubert einen Charismatiker a la Graf Lamsdorf aus dem Hut, oder sie ist weg.
    Deutschland brauch aber Parteien, die für Maß und Mitte stehen. Ob dies die CDU alleine schafft, darf bezweifelt werden.
    Ich glaube, den Ausspruch: -Arbeit muß sich lohnen- unterschreibt in Deutschland die Mehrheit.
    Aber:- Ich bin fleißig, verdiene dann mehr, und der Staat greift mein verdientes Mehrgeld ab, dies unterschreiben nur die Umverteilungsgewinner.
    Und das ist nicht die Mehrheit.
    Das mit einfachen Worten und erlebter Politik uns Wählern klarzumachen, müßte zum Wahlengewinnen reichen.
    Liebe Regierungspolitiker: in diesem Sinne…

    Tomca | 15. Dezember 2011 | 11:25 | Antworten
  61. Geht ja gut los …

    “http://www.derwesten.de/politik/bundestag-beraet-ueber-aufhebung-von-doerings-immunitaet-id6165044.html”

    Erfahrungsgemäß merkt man es, wenn man einen Spiegel abreißt … außer natürlich der Zustand gebietet anderes.

    Wie auch immer. Fahrerflucht ist immer schlecht.

    Marc | 15. Dezember 2011 | 12:43 | Antworten
  62. Das es einer Regierungspartei seit nun mehr über 2 Jahren möglich ist, mit derart unfähigen Leuten so dilletantisch zu agieren, stempelt die Qualität unseres kompletten “Politsystems” zum Kasperltheater. Beim Betrachten dieser Selbstdarsteller und fachlichen Schwachleister muss man sich über den Zulauf zu Parteien, die offenbar neben jeder Realität stehen, nicht mehr wundern. Eine Verringerung der gesamten Politklasse um 90% würde man nur an den geschrumpften Versorgungsansprüchen kennen. Die Arbeitsbermittler hätten Hochkonjunktur und die Fabrikhöfe würden so sauber sein, wie schon lange nicht mehr.

    John Silver | 15. Dezember 2011 | 12:51 | Antworten
  63. Nur mal um hier einem Irrtum vorzubeugen: Die FDP-Liberalen mögen am Ende sein, die Neoliberalen sind es indessen in keinster Weise.

    Als Neoliberalismus beschreibe ich eine Strömung, welche in sehr professioneller Weise und unter Nutzung aller technisch-wissenschaftlicher Mittel das Recht auf Wertschöpfung zu ihren eigenen Gunsten fordert, erweitert, und legalisiert und dabei sowohl die Konsumenten als auch die Produzenten gegeneinander ausspielt und letztlich leer melkt.

    Dass diese Strömung alles andere als implodiert und so weit legalisiert und damit etabliert und arriviert ist, dass ihr kaum noch Gefahren drohen könnten, das zeigen doch sehr plastisch die Hedge-Fonds und Spekulanten, welche durch das Wetten auf Lebensmittelpreise Hungersnöte auslösen und ihre Gewinne aus dem vorweihnachtlichen Spendenaufkommen mit bestreiten. Aber auch die Machenschaften sogenannter *sozialer Netzwerke* sprengen – wie der Frost – systematisch immer neue Risse in die Privatsphäre aller Beteiligten bis diese vollkommen inkontinent wird. Die Jugend hat sich derweil daran gewöhnt. Einige drohen unverhohlen damit, jeden, der ihnen krumm kommt über Facebook & Co *fertig zu machen*.

    Liberaler geht’s nimmer.

    Ich auch | 15. Dezember 2011 | 13:34 | Antworten
    • Diese Jugendlichen machen sich selbst fertig. Der letzte Coup besteht wohl darin, dass Datenkraken Imaging-Produkte “ganz umsonst” zum “Download” anbieten, damit User dort ihre Fotoalben verwalten. Es gilt als praktisch, wenn diese dort die Gesichter ihrer “besten” Freunde mit Namen versehen. Dieses alles ist dann natürlich mit dem Internet verbunden. Die Gesichtserkennung kommt ja nun im zweiten Schritt. Ich hatte solch ein Teil mal vor 2 Jahren installiert. Als es umgehend damit begann, meine Festplatte nach Bildern abzusuchen, habe ich es abgeschossen und sofort wieder deinstalliert. Damit mache ich mich aber schon zu einem skurilen Einsiedler. Jedenfalls kann man zusammenfassend feststellen, dass die Neoliberalen die Denunziation letztlich fordern und fördern. Hauptsache es macht Spass’.

      Fiete | 15. Dezember 2011 | 13:53 | Antworten
  64. Liberalismus im 21.Jahrhundert, was ist das?
    Freiheit und Eigenverantwortung, aber auch Hilfe für Hilflose.
    Liberalismus heißt nicht, ich nehme mit, was ich kriegen kann, geht mein Handeln nach hinten los, sollen es andere richten (wie bei den Banken).
    Liberalismus heißt auch, Hilfe zur Selbsthilfe, und Liberalismus heißt nicht, anderen auf den Taschen liegen.
    Liberalismus heißt, sich nicht in alles und jedes einmischen. Jeder kann nach seiner Fasson leben, im Rahmen der Freiheit, die durch bestehende Gesetze definiert ist.
    So , Rest -FDP, nun macht mal.

    Tomca | 15. Dezember 2011 | 16:36 | Antworten
    • Wieso “die Implosion hat begonnen”,diese kommt doch eigendlich bei Bildröhren vor und die werden durch Flachbildschirme ersetzt.@Tomca

      M.G. | 15. Dezember 2011 | 17:02 | Antworten
  65. “Auf Wiedersehen”.

    Genau darum dürfte es gehen. Könnte aber auch nach hinten losgehen , trägt schließlich auch dazu bei , daß die FDP tatsächlich aus dem Bundestag fliegen könnte.
    Aber Lindner ist ja noch jung…
    Ob er allerdings geschmeidig genug ist , sich zukünftigen Anforderungen anzupassen , ist unklar.

    Glatt gebügelte , pseudodynamische Aufsteiger könnten in Zukunft weniger gefragt sein. Der Neoliberalismus hat , vorsichtig formuliert , seine besten Zeiten hinter sich.

    new kid on the blog | 15. Dezember 2011 | 17:03 | Antworten
  66. Weil vorgebliche “Liberale” vergessen haben, was wirtschaftliche Freiheit bedeutet (die Ordoliberalen der 1950er Jahre wussten das noch), nämlich das Recht zur Beteiligung am Wettbewerb, und auch die Ordoliberalen nie begriffen hatten, wie diese zentrale Freiheit, um die sich alle anderen Freiheiten anordnen, zu verwirklichen ist, nämlich durch eine freiwirtschaftliche Geld- und Bodenreform (echte Soziale Marktwirtschaft = Marktwirtschaft ohne Kapitalismus), wird der “moderne Liberale” die Ursache der “Finanzkrise”, die bisher jede Volkswirtschaft in der Geschichte der halbwegs zivilisierten Menschheit zerstörte,…

    http://www.deweles.de/files/untergang.pdf

    …bis zum Jüngsten Tag nicht mehr begreifen.

    Vorgebliche “Christdemokraten” glauben an “Apfelbäumchen”,…

    http://www.deweles.de/files/apfelbaeumchen.pdf

    …und können daher nicht wissen, dass wir mit der Verwirklichung der echten Sozialen Marktwirtschaft nicht erst seit einem Jahrhundert im Rückstand sind,…

    http://www.deweles.de/files/soziale_marktwirtschaft.pdf

    …sondern schon seit zwei Jahrtausenden:

    http://www.deweles.de/files/himmel_auf_erden.pdf

    Zur “parlamentarischen Opposition” gibt es nicht viel zu sagen,…

    “Aus dem offenkundigen Versagen des historischen Liberalismus erwuchs die sozialistische Bewegung mit dem Ziel, die missbrauchten Freiheitsrechte einzuschränken zugunsten der Gesamtheit und besonders zugunsten der wirtschaftlich Schwachen. Diese Zielsetzung beruht jedoch auf einem Denkfehler; denn der historische Liberalismus versagte nicht, weil er zuviel, sondern weil er zuwenig Freiheit verwirklichte.”

    Ernst Winkler (Theorie der Natürlichen Wirtschaftsordnung)

    …denn wie schon Jesus von Nazareth bemerkte,…

    (Matthäus 5,38-41) Ihr habt gehört, dass gesagt ist: “Auge um Auge, Zahn um Zahn.” Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Übel, sondern: wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar. Und wenn jemand mit dir rechten will und dir deinen Rock nehmen, dem lass auch den Mantel. Und wenn dich jemand nötigt, eine Meile mitzugehen, so geh mit ihm zwei.

    …lassen sich leistungslose Kapitaleinkommen nicht durch eine weitere Einschränkung des Wettbewerbs mit staatlicher Bevormundung beseitigen, sondern nur durch eine Entfesselung des Wettbewerbs eigendynamisch auf Null regeln:

    “Man sagt es harmlos, wie man Selbstverständlichkeiten auszusprechen pflegt, dass der Besitz der Produktionsmittel dem Kapitalisten bei den Lohnverhandlungen den Arbeitern gegenüber unter allen Umständen ein Übergewicht verschaffen muss, dessen Ausdruck eben der Mehrwert oder Kapitalzins ist und immer sein wird. Man kann es sich einfach nicht vorstellen, dass das heute auf Seiten des Besitzes liegende Übergewicht einfach dadurch auf die Besitzlosen (Arbeiter) übergehen kann, dass man den Besitzenden neben jedes Haus, jede Fabrik noch ein Haus, noch eine Fabrik baut.”

    Silvio Gesell (Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld)

    Stefan Wehmeier | 15. Dezember 2011 | 17:05 | Antworten
  67. Hier im Block wird vieles gesagt was stimmt. Leider wirkt es oft konfus. Daher noch mal vereinfacht:

    Die Liberalen der FDP legitimieren sich über Wahlen. Wenn sie “ihre” Wähler nicht mehr erreichen, sind sie weg vom Fenster.

    Die Neoliberalen legalisieren sich über die Legislative. Hieran sind per Wahlen legitimierte Parteien in den Parlamenten beteiligt. Dass sie dennoch nicht um ihren Erfolg bangen müssen, liegt daran, dass sie ganze Staaten in das Defizit treiben, sodass den Parlamenten idR keine andere Möglichkeit bleibt, als ihrem Drängen nachzugeben.

    Dieses Defizit wird durch erwähnte Wertschöpfung erzeugt, bei welchem wiederum Konsumenten und Produzenten gegeneinander ausgespielt werden; und zwar auf allen denkbaren Ebenen.

    Weil Wertschöpfung praktisch immer bedeutet: Erheblich mehr Energie abgreifen als reinstecken, ergibt sich besagtes Defizit der anderen Sparringspartner praktisch und automatisch. Jedes weitere Abgleiten in das Defizit zwingt die Staaten zu weiteren Zugeständnissen in der Legislative. Man kann von einer schleichenden “Populüse” sprechen: Die Nationen lösen sich strukturell auf. Jedes neue Gesetz zugunsten der Neoliberalen bedeutet eine neue Sicherung im Felsen, den sie erklimmen.

    Letztes dramatisches Beispiel hierfür wäre der Ausstieg Kanadas aus dem Klimaschutzprotokoll von Kyoto. Praktisch begründet wird dieses durch die dadurch erzielte Vermeidung von Strafzahlungen. Letztere werden fällig, weil durch die Ölgewinnung aus Ölsand (vergleichbar mit dem Fracking von Erdgas hierzulande) enorme Schadstoffmengen in Erde, wasser und Luft freigesetzt werden, wobei die Energieausbeute relativ bescheiden ist.

    Die beteiligten Konzerne füllen sich die Taschen und die beteiligten Nationen ersaufen in falschen Hoffnungen und stinkendem Dreck. Und dennoch kann jeder Grad von Verblödung unter der Erwartung “Fetter Gewinne” auf seiten der Staaten noch getoppt werden. Dabei kippt das Klima dann komplett.

    Wir können folgendes erkennen: Dieselbe Kraft, welche Gesellschaften auf den Zenit brachte, hat sie in der Regel auch wieder zerstört. Unsere durch die Wissenschaft und Resourcenvernichtung begründete und determinierte Gesellschaft wird ein Ende finden, welche genau darauf basiert. Der Grund ist immer der Gleiche: Die Narren und Dumpfbacken steigen auf und wissen natürlich nie, wann sie aufhören müssten. Und wüssten sie es, nützte ihnen das recht wenig, denn sie sorgen gleichzeitig stets dafür, dass die Verhältnisse ihnen effizient die Hände binden, wenn sie ihnen nicht vollständig entgleiten.

    Man kann heute mit Fug und Recht sagen: Die Neoliberalen sind die kreischende Karrikatur und Überzeichnung der Wissensgesellschaft, welche bar jeglicher Moral praktisch alles verheizen. Sie tun dieses – wie die Schleppnetzfischer – mit desaströser Effizienz. Ob man nun die Energiekonzerne, die Sozialen Netzwerke oder sonst was dazuzählen möchte, bleibt jedem selbst überlassen. Definierendes Merkmal der Neoliberalen wäre für mich, dass sie sich dem Individuum als nützlichen Freund verkaufen und gleichzeitig auf dieses “scheißen”. Der Kater kommt immer erst zum Frühstück. Fragt sich nur, wer dann in wessen Maul landet.

    Bredemann | 15. Dezember 2011 | 17:53 | Antworten
    • Sehr guter Kommentar Herr Bredemann,
      trifft den Nagel auf den Kopf.

      Manfred | 15. Dezember 2011 | 19:31 | Antworten
      • Bredemann spricht aus, was man heute leider nicht laut sagen darf… vor allem nicht beim ZDF.

        Einen Punkt möchte ich anmerken.

        ES GIBT KEINE “SOZIALEN NETZWERKE”!

        Das, was derzeit unter diesem Begriff veranstaltet wird, sind virtuelle Viehställe, Indoktrinations-, Gleichschaltungs-, und Überwachungsbuden im Cyberspace. Diese Viehställe bieten in der Tat Wärme und Sicherheit. Das ändert aber nichts in der Sache.

        Es wundert mich, wenn das ZDF einerseits herumtönt (Schau hin, was Dein Kind macht!), und andererseits dieses besagte Phänomen in allen Facetten aufgreift und damit zu einem Organ des normativen Mainstreams kürt.

        Ich selbst denke da leider hoffnungslos veraltet und muss mich schon wundern, wie konsequent Personen in allen gegenwärtigen Aktionen gestoppt werden können, indem man einfach das Mobil-Telefon läuten lässt. Ob an der Ladenkasse, im Büro, … ganz gleich wo: Das Klingeln des Telefons und das, was dann folgt, ist geradezu symbolisch für die hirnlose Verdrehtheit unserer Zeit.

        WANN DREHT DEM UNFUG ENDLICH MAL EINER DEN STROM AB?

        Felmer | 15. Dezember 2011 | 20:15 | Antworten
  68. ich freue mich nicht,wenn eine liberale,christlich/demokratische,sozialdemokratische,grüne oder linke partei verschwinden würden(ich bin in keiner Partei),es ist sehr erschreckend und bezeichnend für die momentane Zeit,was sich da so alles tut und wie zerrüttet
    das politische Pflaster ist.
    Es geht nicht um uns Menschen,es geht um den Posten,den ich habe und um das Salär,welches ich bekomme.Egal wie ich mich verhalten habe.Also ganz klar,im zweiten Leben werde ich auf jeden Fall Politiker.

    charlotte | 15. Dezember 2011 | 19:10 | Antworten
    • Den Stress würde ich mir nicht antun.immer von einer Tagung zur anderen hechel, um dann bei Fehlern von anderen Politikern niedergemacht zu werden.@charlotte

      M.G. | 15. Dezember 2011 | 22:34 | Antworten
      • und was mach ich dann?Zu jeder Sitzung muß ich doch gar nicht,und ansonsten leg ich mir ein dickes Fell zu,je größer der Fehler um so größer die Popularität.Im Moment gibt es so einige Beispiele.
        Aber da ich das sowieso nicht schaffe,zuviel Unsinn zu verzapfen,der andere ins Verderben zieht,bleibe ich halt der Bundesbürger,der fleißig Steuern zahlt,damit unsere Politiker ihr Salär bekommen,die Kosten der Zocker mit trägt und fleißig spendet im eigenen Land.
        Es ist widerlich,wenn man sieht,wie sich unsere Journalisten auf Befindlichkeiten von Menschen stürzen und mit Vermutungen Behauptungen aufstellen und diese von
        “kompetenten”Menschen erklären lassen.Ob in der FDP oder jetzt bei Wulff.Es ist doch ganz natürlich,daß jeder sein Privatleben regeln muß.Und wo ich da meinen Kredit herbeziehe geht keinen was an.Demnächst muß Frau Merkel erklären,wo sie ihre Butter kauft.Der arme Biobauer tut mir jetzt schon leid.
        Mich erstaunt immer wieder,wer diese Angriffe forciert und ganz empört tut,dabei hat keiner ,egal welche Partei eine blütenreine Weste.

        charlotte | 16. Dezember 2011 | 11:35 | Antworten
        • Wenn jeder eine blütenreine Weste hätte,wären ja die Journalisten arbeitslos.@charlotte

          M.G. | 16. Dezember 2011 | 13:32 | Antworten
  69. In den seit 1971 unabhängigen Umweltrat der Bundesregierung soll erstmals ein Politiker der Koalition installiert werden – ein FDP-Mann. Sogar CDU-Röttgen hat zugestimmt. Ein weiteres krasses Negativbeispiel von politischer Einflussnahme der “Bürgerlichen”. Da kann ich nur auf die “Implosion” der Marktradikalen hoffen.

    Marvin | 15. Dezember 2011 | 21:27 | Antworten
  70. Null Moral Politiker in Berlin

    Diese unfähigste Regierung aller Zeiten hat keine Moral. FDP kann mit Piratenpartei (Piratenpartei ist NPD Light Version und hat Null Lösung für komplexe Probleme der Gesellschaft außerdem ein Joint zum Rauchen anzubieten) zusammen fusionieren, damit sie eine Zukunft hat. FDP hat noch schlechte Karten, da Freie Wähler aus Bayern und Deutschland bundesweite in 2013 Ihre Kandidaten stellen werden. Es ist besser, wenn die FDP von Bundesregierung zurücktreten wird. Aber FDP klebt an der Macht in Berlin.

    Unsere Politiker sind keine Vorbilder für die Kinder mehr. Haben Sie Herrn Sauerland (Oberbürgermeister, CDU) aus Duisburg gesehen? Frau Merkel hat monatelangen Herr Gutenberger unterstützt, obwohl er seine Doktorarbeit verfälscht hält. Jetzt ist Herr Wulff dabei zu beweisen, was für Politiker er ist? Ebenso ist die Arbeiter dieser Regierung: es scheint, dass Meisten in Urlaub auf kosten der Steuerzahler sind. Bis heute hat diese Regierung von der harten Arbeit von Herrn Schröder und Fischer profitiert. Deutschland braucht neue Reformen, die Zukunft dieses Landes sicher können. Welche Reformen hat diese Regierung unternommen: keine. Haben Sie zustand der Strassen gesehen? CDU /CSU-FDP Regierungen in Hessen und Bayern haben in Umfragen Ihre Mehrheit verloren. Es ist auch wahrscheinlich, dass SPD+Grün+FW eine Mehrheit in Bayern bekommen.

    Man versucht die Eurokrise mit PR Aktionen von Frau Merkel zu lösen. Um diese Krise zu lösen, sollte man Fach Wirtschaft richtig verstehen. Wenn man nur Physik studiert hat und kaum Wissen über Fach Wirtschaft verfügt, kann man solche komplexe Sachen nicht anpacken. Ebenso kann man nicht solche schwere Probleme lösen, falls man sehr erfahrene Fachmänner wie Herrn Kohler (Bundespräsident) und Weber (Bundesbankpräsident) von Ihren Ämtern wegjagt und durch unerfahrene junge Persönlichkeiten wie Herr Wulff (Bundespräsident) und Weidmann (Bundesbankpräsident) ersetzt. Schauen wir nach Italien und Griechenland jetzt: erfahrene Wirtschaftsfachleute leiten diese Länder, damit man weiter kommt. Nicht wie Frau Merkel gemacht hat, dass man eine unerfahrene Person wie Herr Weidmann (inkompetent!) Bundesbank leiten lässt.

    Bis heute hat diese unfähigste Regierung aller Zeit nichts geliefert, außer PR Aktionen. Ich hoffe, dass bald wir neue Wahlen bekommen.

    music77 | 15. Dezember 2011 | 21:56 | Antworten
    • @Music77 :
      - sich schon mal mit der Vita des griechischen Premiers Loukas Papademos beschäftigt ? Von wegen erfahrener Wirtschaftsfachmann: Papademos war maßgeblich an dem Schmu um die gefälschten Zahlen beteiligt, mit dem sich Griechenland den Beitritt zur Euro-Zone erschwindelte !
      Schon vergessen ?

      Ramses | 16. Dezember 2011 | 01:01 | Antworten
      • Lieber Ramses, das war kein Schmu, sondern Betrug.
        Und wer wäre besser geeignet die Finanzen Griechenlands zu “ordnen” als der Urheber des Desasters :D :D

        HG | 16. Dezember 2011 | 11:25 | Antworten
  71. Ja, Deutschland braucht den Liberalismus. Dumm nur, dass die FDP diesen schon lange nicht mehr vertritt. Sie ist in den letzten Jahren zum Selbstbedienungsladen für Karriere-Heinis wie diese unsägliche Boygroup verkommen und zum Büttel der Wirtschaft und Banken verkommen.Das merkt nun auch die Wählerschaft. Deshalb auch “Fast Drei Prozent”.

    Kennt noch einer die “Freiburger Thesen”? Dort war schon einmal ein “mitfühlender Liberalismus” nieder geschrieben. Also, ich habe nicht das geringste Mitleid mit dieser FDP. Weite Teile der Programmatik der Liberalen sind heute von den Volksparteien und vor allem von Grünen und Piraten weitestgehend aufgesogen. Insofern ist die FDP überflüssig und keiner Erwähnung mehr wert.

    R.I.P. Freie Demokratische Partei

    Provokateur | 16. Dezember 2011 | 08:56 | Antworten
    • Das ist leider wahr.

      Tomca | 16. Dezember 2011 | 11:39 | Antworten
  72. Frau Lagarde meint ja nun zu erkennen, daß die Welt untergeht.
    Dagegen wäre der FDP-Untergang ein kurzer Hauch in der deutschen Geschichte.
    Egal, jetzt ist Wochenende, und das Leben ist immer noch schön.

    Tomca | 16. Dezember 2011 | 11:48 | Antworten
  73. Eigentlich ist Liberalität grundsätzlich doch gar nicht so schlecht. Wie aber einst die wahren Propheten Gottes (nach 5. Mose 18) Karl Marx und Friedrich Engels richtig erkannt hatten, gerät die freie Marktwirtschaft in eine Krise,

    wenn es private Banken gibt und aus kleinen Handwerksbetrieben mächtige Konzerne geworden sind, die man am besten verstaatlichen sollte. Weil dies die FDP bis heute nicht erkannt hat, ist sie zum Untergang verurteilt.

    Eine Gesellschaft, die Flohmärkte und kleine private mittelständische Handwerksbetriebe nicht ehrt, ist die Verstaatlichung von Banken und großen Konzernen und die Enteignung von Monopolkapitalisten nicht wert; oder so ähnlich.

    Frage an Radio Elevan: Was ist der Unterschied zwischen Kommunismus und Kapitalismus? Antwort: Zuerst treibt der Kommunismus die Wirtschaft in den Ruin, sodass alles privatisiert werden muss. Und dann muss wegen der Krise des Kapitalismus wieder alles verstaatlicht werden. Weiter lesen:

    http://forumtreff.pytalhost.de/374

    Peter Stolz | 16. Dezember 2011 | 12:26 | Antworten
  74. Waaahhhnnnsssinnnnnn !
    Viele haben hier recht, nur wer kann schon in die Zukunft schauen. Nur eines ist klar die FDP war schon so oft am Boden und sie lebt( überlebt ) immernoch.
    Nur jetzt hat Sie Endlich die Möglichkeit es zu schaffen sich selbst aufzulösen.
    Vielleicht hat ja auch noch irgendwer das Rückrat und gibt
    Endlich den Weg frei für Neuwahlen.
    Aber Machterhalt ist doch wohl wichtiger, oder es geht nur die Zeit bis zu einen neuen Posten.Wahrscheinlich !
    Den mit den Leihstimmen wird das diesmal auch nicht mehr, die CDU braucht jetzt schon jede Stimme um nicht mit in den Abgrund gezogen zu werden.In Bayern geht das vielleicht noch. Aber sonst sehe ich diesemal keine Change für die FDP.
    Aber alle reden nur über im Bund, wer weiß was im Saarland geschehen ist?
    Der FDPler der seiner Partei den Rücken zugekehrt hat und gleich am nächsten Tag bei der CDU ist.
    Also hoffen wir nicht das das noch bis zum 21.12.2012 dauert und wir dann noch sagen müssen die Maja´s hatten recht. Das ist der Weltuntergang für 1,8 % der Wähler !

    Mit friedlichem Gruß

    Karlo | 16. Dezember 2011 | 22:30 | Antworten

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