Bye, Bye Großbritannien?

Es war eine zermürbende, lange Nacht, in der um den Fortbestand Europas gerungen wurde. Mit der Hoffnung auf Erfolg. Denn auf dem Krisengipfel in Brüssel vereinbarten die 17 Euro-Staaten gemeinsam mit neun Nicht-Mitgliedsländern einen Vertrag, der verschärfte Spar- und Kontrollauflagen für die Haushalte der einzelnen Staaten vorsieht.

Endlich, möchte man meinen, Zeit zum Aufatmen, zum Nach-vorne-schauen. Das Duo „Merkozy“ wollte noch mehr. Nämlich den EU-Vertrag aller 27 Mitgliedstaaten ändern, als Fundament zum Umbau der Eurozone zu  einer gemeinsamen  Haushalts- und Wirtschaftspolitik gewissermaßen.
Ein starkes politisches Signal sollte davon ausgehen, für eine engere verbindliche Zusammenarbeit.
Nur einer machte da definitiv nicht mit: Großbritannien. Denn dort wollte man seine eigenen Spielregeln und umfangreichen Schutzmaßnahmen  beziehungsweise Freiräume für den Londoner Bankenmarkt garantiert bekommen. Dies konnte jedoch für die Euro-Staaten nicht akzeptabel sein. Denn was die Briten verlangten, hätte das bisschen, was an Kontrolle der Finanzmärkte vereinbart war, wieder in Frage gestellt.
Und weil das nicht gehen konnte, waren die Engländer beleidigt. Man zog sich schmollend zurück und ließ stattdessen lieber seine politischen Muskeln fürs Heimatland spielen. Der britische Premierminister David Cameron rechtfertigte danach sein Nein zu einer EU-Vertragsänderung als “harte, aber gute Entscheidung”. Und sein Außenminister William Hague wehrt sich gegen Vorwürfe, sein Land sei nun isoliert und außen vor.
Bei aller Sympathie für die Briten, ihr Königreich, ihre Unabhängigkeit und ihre Insellage: Aber: Wo sind wir denn? Da droht Europa auseinander zu brechen, das Taumeln von Krise zu Krise, von einem Land zum nächsten, erschüttert den ganzen Kontinent – und allen ist klar, dass wir es nur gemeinsam schaffen, dies die letzte Chance für Europa ist. Und da sagen die Briten: Sorry, ohne uns. Unglaublich. Und irgendwie setzt sich der Eindruck fest, dass die Londoner Regierung nur von der EU profitieren will, und selbst nicht bereit ist, sich solidarisch zu zeigen.
Selbst die Dänen gingen mit an Bord, obwohl sich Dänemark, ähnlich wie Großbritannien, schon vor längerer Zeit das Recht zusichern ließ, den Euro nicht einführen zu müssen. Und doch sind glücklicherweise auch andere Stimmen auf der Insel zu hören: “Großbritannien ist heute stärker isoliert als je zuvor in seiner 35-jährigen Mitgliedschaft in Europa”, sagt der Labour-Außenpolitik-Experte Douglas Alexander. “Es ist nicht im nationalen Interesse Großbritanniens, dass Entscheidungen getroffen werden, ohne dass wir auch nur mit am Tisch sitzen.”
Wie wahr! Zumal jedem klar ist, dass alles getan werden muss, um die Finanzmärkte zu beruhigen. Der Schaden für Großbritannien, fürchte ich, wird größer sein als die geforderte wirtschaftliche Autonomie. Das Image der englischen Regierung hat international Schaden genommen. Wo bleibt  die Solidarität? Am Ende geht es Cameron scheinbar doch nur um Eigeninteressen. Und das Vertrauen, das die Politiker hierzulande aber auch europaweit mühsam aufbauen müssen, wird durch Alleingänge wie den britischen wieder einmal erschüttert. Europe is not amused!

202 Kommentare | 10. Dezember 2011 | 11:58 Uhr | Twittern | Facebook

202 Kommentare

  1. Wer in den zurückliegenden zwei Jahren ein sich plötzlich anbahnendes Szenario aus einem Mix von Geldmangel und Wirtschaftskrise sieht, hat die Zeichen der Zeit immer noch nicht erkannt und wird es wohl auch nicht mehr. Mit einem Vorlauf von mehreren Jahrzehnten wurde fern der Öffentlichkeit an den Hebeln und Stippen gezogen, welche wegen ihrer verdeckten Isolierung erst um Jahre später ihre Wirkung offenbaren sollten. Nach den ersten Einschlägen jener drohenden Bankenkrise vor zwei Jahren, zogen sich die Strippenzieher noch abwartend der folgenden Reaktionen ins Dickicht ihrer Deckungen zurück. Durch ausbleibende Gegenwehr europäischer Bevölkerungen und deren ohnmächtiger Hinnahme aller folgenden Ereignisse wurden die Rauch- und Nebelkerzen die für das Verschleiern des eigentlichen Hintergrundes, jenes Zieles des Errichtens einer globalen Kompetenz, aus der Deckung geworfen wurden in immer dichteren Abständen gezündet. Heut verbleibt den so geblendeten Realisten, die sich im detaillierten Analysieren jeder Nebelkerze gezwungen sehen die Abwurfrichtung zu bestimmen, keine Zeit ihre Blicke weg vom vernebelnden Rauch zu nehmen, da sofort nach dem Lichten des einen Rauches, eine…oder zwei neue Nebelkerzen und Lunten gezündet werden.

    Innerhalb dieser Rauchschwaden ziehen so vernebelnde Schleier wie Vorratsdatenspeicherung oder eigenartig und plötzliche Festnahmen extremistischer Terroristen, jedoch ohne konkrete Anschlagziele, ihre Wirkung vermeidlich erst mal weg von Eurorettung. Doch wer genauer hinsieht erkennt die Gemeinsamkeiten, haben sie doch alle nur das eine Ziel: Bündelung globaler Kompetenzen!
    .
    Diese Bündelungen umfassen nicht nur die Begehrlichkeiten sich der personenbezogenen Merkmale der Bürger in Datenbanken dauerhaft zu bemächtigen, sie beinhalten darüber hinaus auch den nicht mehr länger verschwörerischen Wunsch von Kontrolle über den Zahlungs- und Konsumverkehr, die Koordinierung wirtschaftlicher Mechanismen, der globalen Anpassung von Lebensstandards (sprich: weltweiter Herabsetzung des Lebensstandards hinsichtlich der Löhne und Renten) als auch der baldigen Etablierung einer globalen Richtungskompetenz. Manche können es nicht ertragen, doch unbestritten biblische Belege für das Kommen jenes unheiligen Imperiums gibt es zur Genüge! Und ich rede hier nicht von diffusem Geschreibsel von irgendwelchen Sehern oder falschen Propheten deren wirre Sätze zu allem und jedem passen…
    .
    Das Aussehen von Himmel und Erde könnt ihr beurteilen und schließt daraus, wie das Wetter wird. Warum versteht ihr dann nicht, was die Ereignisse dieser Zeit ankündigen? (Lukas 12:56; Matthäus 16:3)
    .
    susi

    susi bibelmaus | 10. Dezember 2011 | 12:15 | Antworten
    • Sehr geehrte Frau Bibelmaus.
      Ist es nicht erschreckend, wie Sie hier das Thema verfehlen?

      Zu den Briten:
      Wir Deutschen profitieren enorm in dieser EU. Wenn wir tatsächlich nur noch unsere eigenen Interessen vertreten würden, wäre es bald mit unseren Vorteilen vorbei, wir würden vielleicht genauso vor uns hin dümpeln, wie die Portugiesen oder Spanier. Die Briten haben uns in diesen Tagen wieder eines gezeigt – deren Desinteresse an Europa und die Verweigerung, sich positiv in Europa mit einzubringen. Man verharrt seit Jahren immer noch im Großmacht-Denken, leider hat man nicht begriffen, dass diese Zeiten längst vorbei sind.

      G.Walter | 10. Dezember 2011 | 12:51 | Antworten
      • In der Krohme lebt man noch in der Monarchie,welche eine Großmacht war,aber unter geht GB auch nicht und gehen ja immer wieder Arbeitssuchende dort hin um zu arbeiten.Also das Großmachtdenken scheint auch vom Ausland den Arbeitssuchenden nicht zu stören.@G.Walter

        M.G. | 10. Dezember 2011 | 23:04 | Antworten
    • susi bibelmaus schreibt:
      “Und ich rede hier nicht von diffusem Geschreibsel von irgendwelchen Sehern oder falschen Propheten deren wirre Sätze zu allem und jedem passen…”

      Ihre Selbstironie ist wirklich erfrischend.

      heuteFan | 10. Dezember 2011 | 13:33 | Antworten
      • Zu dem Komentar von Susi Bibelmaus auf den Beitrag der Frau Sybille Bassler.

        Dieser Text den Susi Bibelmaus im Komentar postuliert
        sehe ich eine sehr große Übereinstimmung aus dem Text
        der Broschüre “Erwachet” der Zeugen Johovas die diesen Beitrag kolportiert haben.

        Leider fehlt hier die eigene Meinung von Susi Bibelmaus.
        Kein Wunder, dass man hier das Thema verfehlt.

        Hajolife

        hajolife | 10. Dezember 2011 | 18:32 | Antworten
        • ! Der Querulant soll die „Quelle“ des Wachturmes der ZJ belegen, und zwar mit Heftnummer, bei dem sich meine Kommentare angeblich herleiten sollen. Wer falsch Zeugnis über seinen nächsten Redet nimmt ein böses Ende!
          .
          .
          susi

          susi bibelmaus | 10. Dezember 2011 | 20:02 | Antworten
          • Ich habe entzwischen meine Achturmhefte alle endsorgt,da ich von den ZJ mich entfernt habe,sonst könnte ich noch nachschlagen.Ein Falsches Zeugnis muss nicht immer ein böses Ende nehmen,denn es wird lediglich Haftstrafe verhängt und in der JVA resozialisiert,vielleicht bekommt der Häftling dannoch vorzeitige Endlassung mit Bewährung,was aber nicht immer gleich das Ende bedeuten muss,sondern auch ein Neuanfang.@susi bibelmaus

            M.G. | 10. Dezember 2011 | 22:58 | Antworten
          • Es sollte Wachturmhefte heißen.

            M.G. | 10. Dezember 2011 | 23:34 | Antworten
          • Zumindest recycelt sich Susi selbst:

            http://blog.zdf.de/zdfdasblog/2011/12/08/sprung-ins-truebe/

            Einfach mal nach “nach den ersten Einschlägen” suchen!

            :-)

            Gunslinger | 12. Dezember 2011 | 13:48 | Antworten
          • [...]

            [...] und sich nicht immer einmischen wenn man 1. keine Ahnung hat und 2.sich nur profilieren will und 3. nicht weiß wann es GENUG ist

            *Anmerkung der Redaktion: Der Beitrag wurde wegen persönlicher Beleidigung editiert.

            Sphinx52 | 12. Dezember 2011 | 13:51 | Antworten
    • Also wieder einmal Susi Bibelmaus!
      Ich und sicher viele andere haben es befürchtet: Immer sie erste und dann auch noch solchen Blödsinn schreiben. Mal wieder völlig am Thema vorbei. Dazu noch ein bilisches Zitat.
      Ich bin wahrlich für Rede -und Schreibfreiheit. Aber in so manchen Fällen wie hier würde ich am liebsten bestimmt Foristen sperren.

      An Susi Bibelmaus: Macht es Ihnen Spaß oder sind Sie so minderbemittelt? Vielleicht beides?

      Vor Inbetriebname des Mundwerks (bzw. der Finger über der Tastatur)Gehirn einschalten.

      Zum Thema:
      Die Briten zeigen diesmal ganz unverblümt, dass es nur um ihre Interessen geht und immer gegangen ist.
      Den Euro wollten sie nicht, aber mitentscheiden und anderen mit erhobenen Zeigefinger zu sagen was zu machen ist.
      Für mich ist es kein Unglück, wenn die Briten weg sind vom Fenster. Sollen ihre Schrulligkeit pflegen und auf ihrer Insel glücklich werden. Wegen mir können sie auch ganz aus der EU.Dann aber ohne Wiederkehr. Sollen die Briten ruhig weiter träumen von gestrigen Großmachtstellungen.

      Dir Briten hatten nie echtes Interesse an Eurpoa, an Zusammenhalt und der gemeinsamen Lösung von Problemen. Nur eigenen Nutzen herausziehen, das nennt man Schmarotzertum. Aber über die Kontinentaleuropäer spotten und lachen.
      Nun, wer zuletzt lacht, lacht am Besten.

      Tschüß England :-)

      Sphinx52 | 12. Dezember 2011 | 13:48 | Antworten
      • lol die susi ist eben ein flinkes mäuschen. eine sphinx hingegen ist sehr langsam und redet meist in rätseln. so bleibt mir deine beurteilung der briten eher schleierhaft. aber was soll’s, wir leben in einer demokratie.

        RaRa Rasputin | 12. Dezember 2011 | 14:29 | Antworten
  2. Die Briten tun das, was für ihr Land gut ist. Würden das die Deutschen auch tun, wären wir den Euro endlich los.

    Hans | 10. Dezember 2011 | 12:21 | Antworten
    • …da ist was dran.

      Ich muss immer schmunzeln, wenn uns massenmedial seit Jahren eine Währung (!) als “Europa” verkauft wird. Weder der Euro noch Schengen oder Basel2 haben etwas mit Friede, Freude, Eierkuchen zu tun, noch weniger mit “Europa”.

      Einzig mit Lobbyismus. Nun haben die Engländer ihrem “City of London”-Bankenlobbyismus nachgegeben und wir unserem “Deutsche-Bänker-Lobbyismus”

      Mit Europa, Demokratie und einem Projekt in Richtung Einigkeit hat und hatte der Euro nie etwas zu tun, allen Hosiannah-Rufen vom Staatsfernsehen und Lobbyverbänden zum Trotz. Und wie eingigend dieser Euro ist, sieht man aktuell:

      - überhaupt nicht: er hat letztlich zur Spaltung geführt.

      und wie gut der Euro gerade für uns Deutsche ist, sieht man auch erst jetzt,- denn jetzt wird die Rechnung ja erst aufgemacht:

      - überhaupt nicht. Mit der DM wären uns solche hunderte-Mrd-Fantasieschirmchen die nie wieder abbezahlt werden können, nicht entstanden.

      Fazit: wir sind alle – in ganz Europa – einigen wenigen Eliten auf den Leim gegangen. Und weil man nicht Rechts oder Links sondern immer mittig sein wollte, wurde jede Gegenstimme immer so schön als “Populismus” verkauft. Lachhaft das ganze.

      Thomas Sievers | 10. Dezember 2011 | 19:56 | Antworten
  3. Cameron hat das getan, wofür ihn seine Landsleute gewählt haben.
    Nämlich die Interessen des britischen Volkes vertreten.

    Charlot | 10. Dezember 2011 | 12:38 | Antworten
    • Der Herr Cameron hat in erster Linie die Interessen seiner Partei vertreten, damit es demnächst nicht alle Nachwahlen zum Unterhaus verliert. Ob das die Interessen “des britischen Volks” sind, sei mal dahingestellt. Solange die Briten in der EU noch mitreden wollten, haben sie stets versucht ein eigenes Süppchen zu kochen – sollen sie. Die EU kann auf die Briten zur not verzichten, nur – mit wem wollen die Briten handeln? Mit Äquatorial-Guinea oder mit den Fidschi-Inseln?
      Charles de Gaulle hat von einem britischen Beitritt zur EU nie etwas gehalten, der kannte sein Pappenheimer wohl zu gut aus seiner Zeit in London.

      Blogleser | 10. Dezember 2011 | 17:50 | Antworten
      • die Briten sind ebenso bequem, desinteressiert und obrigkeitshörig wie wir Deutschen, daher ist Camerons Ansage sicher nicht die Meinung der Briten, sondern die derer, die dafür Camerons nächsten Wahlkampf bezahlen… so läuft das auch bei uns und vielleicht haben wir ja Glück, und die Merkel wird ob zu geringer Wahlkampfspenden endlich in die Wüste geschickt…. und wir haben vielleicht noch mehr Glück, daß die Folgeregierung endlich mal wieder auf unserer Seite ist und genug Zeit hat den Müll von Schwarz/Gelb wieder aufzuräumen…..

        staatsfeind No.1 | 12. Dezember 2011 | 08:18 | Antworten
  4. Mein Gott, was haben wir nur für einen miesen Journalismus!!! Großbritannien wählt eine souveräne (zweifelhafte) Entscheidung – und alle Mainstreammedien machen aus dieser Komödie eine Titelgeschichte – scheinbar in Sorge um das Schicksal Großbritanniens!!! Welch ein Propagandawirbel! Stattdessen soll Kanzlerin Merkel als große Problemlöserin für die EU herausgestellt werden – doch was ist eigentlich erreicht worden???
    1. Den Finanzspekulanten geht es auch jetzt noch nicht an den Kragen. – Finanztransaktionssteuer? Pustekuchen! – Solidaritätszuschläge von den mehrfachen Millionären? Vergessen Sie’s!
    2. Zukünftig wird es bei milliardenschweren Rettungsaktionen, bei denen die verschuldeten Länder die von Rating- und anderen Finanzspekulanten hochgepushten Zinsen zuguunsten der Banken der Geberländer finanziert bekommen, keine Beteiligung der Banken und anderer privater Vertreter mehr geben… – das Risiko liegt nun endgültig nur noch auf Steuerzahlers Schultern!
    3. Eine zentrale, ratingunabhängige Kreditvergabe durch die EZB zu niedrigen Zinssätzen – auch das war natürlich kein Thema! Die privaten Großbanken dürfen sich auch weiter die hohen Zinsen in ihren ünerquellenden Profittopf stopfen – ein Skandal!

    Nein – dieser sogenannte “Gipfel” ist der Gipfel der (gewollten!) Unfähigkeit, zumindest die für alle sichtbaren übergroßen Auswüchse des Finanzkapitalismus, für den Millionen von Niedriglöhnern und nicht zuletzt der Mittelstand bluten müssen, auch nur ansatzweise zu bekämpfen! – Aber darüber schreiben Sie, Frau Bassler, und ihre erst- und zweitklassigen Journalistenkollegen natürlich nicht!!! Und wenn Sie’s täten und könnten, wären Sie Ihre Jobs in den eingenordeten und von wachsamen Chefredakteuren bewachten bürgerlichen Schreibstuben auch bald los!!!
    Das Kapital und die es unterstützenden Politiker machen die Gesellschaft seit Jahrzehnten sozial, ökonomisch und politisch kaputt – und Sie haben nichts Besseres zu tun als Großbritannien auf die Titelseiten zu hieven und weitere Nebenkriegsschauplätze und Lügengebilde aufzubauen – damit ja alles so bleibt, wie es ist – und Sie noch ihren kleinen Vorteil (und sei’s nur der Joberhalt) daraus ziehen können! Wie erbärmlich!!!

    husfl | 10. Dezember 2011 | 12:42 | Antworten
  5. Mich verwundert schon das auch nach dem x-ten Jahr europäischer Einheits(ver)beschwörung seitens politisch Interessierter und Blogger immer noch Begrifflichkeiten wie „Demokratisch“ verwendet werden wenn es um multiple politische Entscheidungen geht. Schön im ersten Gedanken derer die jenes Land, indem Milch und Honig für die Bevölkerungen fließen sollte, in Anlehnung an das schon einmal gefallene Babylon auferstehen sahen und mit allerlei politischer Struktur versahen, war kein Spielraum gedacht für Mehrheitsentscheidungen mit demokratischem Rückhalt. Und wer zu sich selbst aufrichtig ist, erkennt in den immer einengenden und auf Zentralisierung von Macht und Kontrolle einst säkularer vielfarbiger Staaten hinauslaufenden bestreben eben jenes demokratisches Verständnis, welches das kommende Imperium nicht mehr zulassen wird. Denn längst schon haben sich nicht nur Staatsmänner und Politiker den neuen Weisungen aus Brüssel unterworfen, auch Journalisten, die ihre Beiträge- Kommentare oder Letter schon vorab im Kopf wegen arbeitsrechtlicher Gebundenheit beschneiden müssen – verbleibt ebenso keine Toleranz zu kritischer Hinterfragung des aufkommenden neuen Gefühls von „Demokratie“!
    .
    Alles in allem, ein wunderbares Land was sich da vor uns auftut. Eines indem jetzt schon absehbar ist, dass eine Abweichung von verordneter Richtungsvorgabe oder ethischer Auffassung der Diktatoren nicht nur berufliche Konsequenzen für betreffende hat, bald werden selbst schon aufkommende „Gedankenverbrechen“ mit empfindlichen Sanktionen belohnt. Das sich rasend entpuppende Imperium samt sich anbahnend zentralisierter Befugnisse wird uns Menschen vor einschneidende persönliche Konsequenzen stellen, die jeder für sich entscheiden muss.
    .
    Das Aussehen von Himmel und Erde könnt ihr beurteilen und schließt daraus, wie das Wetter wird. Warum versteht ihr dann nicht, was die Ereignisse dieser Zeit ankündigen? (Lukas 12:56; Matthäus 16:3)
    .
    .
    susi

    susi bibelmaus | 10. Dezember 2011 | 12:50 | Antworten
    • @Bibelsusi:
      -unendlich öde dieses pseudo-religiöse Gelaber. Vielleicht im Unterricht für Novizinnen angebracht, aber hier ?
      Wie wär´s mal mit einem substantiellen Beitrag ?

      Ramses | 10. Dezember 2011 | 14:52 | Antworten
    • [...]
      * Anmerkung der Redaktion: Der Beitrag wurde wegen unsachlicher Wortwahl gelöscht.

      Sphinx52 | 12. Dezember 2011 | 13:56 | Antworten
  6. Zunächst frage ich mich schon länger, warum Länder, die der Währungsunion nicht angehören, bei der Bewältigung der Krise ein Wort mitzureden haben ? Zahlen sie für die Mitgliedsländer die Zeche? Das nur am Rande.
    Was GB angeht. Warum diese Aufregung ? Es ist doch nichts Neues, dass sich GB nur die Rosienen herauspickt und ansonsten seine eigene Suppe kocht. Also Beruhigung der Nerven ist angesagt.
    Wäre es denn aus wirtschaftlicher Sicht ein Drama, wenn GB der EU nicht mehr angehören würde? Was kann GB den Festlandeuropäern denn bieten, was sie selbst nicht schon(teilweise im Überfluss) haben ?
    Landwirtschaft = haben die Festländer im Überfluss/Werften = haben die Festländer im Überfluss /Autos = exportieren die Festländer/Finanzmärkte = haben die Festländer (sie müssen sie nur schlagkräftiger machen/Bier=haben die Festländer im Überfluss usw.
    Was hat die GB Volkswirtschaft noch zu bieten, was wir nicht haben. Es fällt mir nichts mehr ein (ah: vielleicht diesen schlagkräftigen Fussball ?).

    hel | 10. Dezember 2011 | 13:16 | Antworten
  7. Die Sache ist doch einfach. Europäische Gemeinschaft. Gemeinschaft! Da muss man aufeinander zugehen. Da müssen Kompromisse gemacht werden. Auch von den Engländern. Wenn sie das nicht wollen, dann ist die Frage durchaus erlaubt, was sie in der Gemeinschaft wollen? Nur abkassieren? Oder was?
    Ich denke darüber müssen sich vor allem die Engländer Gedanken machen. Der Rest darf aber auch darüber nachdenken was von einem Mitglied der Gemeinschaft zu halten ist, welches anscheinend zu keinen Kompromissen bereit ist und nur an die eigene Interessenlage denkt. Doch der Sinn der Gemeinschaft scheint mir sich auch Gedanken über die gemeinsamen Interessen Gedanken zu machen.
    In GB hat man daran aber offenbar kein Interesse. Nicht nur bei dieser Frage. Was also wollen die Engländer in dieser Gemeinschaft?

    Rook | 10. Dezember 2011 | 13:53 | Antworten
    • Die Briten wissen,wie man zu etwas kommt,durch gute Geschäftsführung.Saubere Geschäftsverhandlungsarbeit von den Briten.alle Achrung.@Rook

      M.G. | 10. Dezember 2011 | 15:00 | Antworten
      • Ahaa, deshalb müssen also viele Briten 2 bis 3 Tätigkeiten nachgehen, um zu überleben (Vorbild für unsere Niedriglöhner). So kommt man also zu etwas, schönes Vorbild, sollte es eines sein !?

        hel | 10. Dezember 2011 | 15:35 | Antworten
        • Im Bankgeschäften sind die Briten besser,als die Deutschen und daruf kommt es ihnen auch nur an.
          Ich muss ganz ehrlich zugeben,ich bin auch noch schadenfroh gegen die EU-Staaten mit dem €.

          M.G. | 10. Dezember 2011 | 21:56 | Antworten
          • Verstehen Sie etwas von Bankgeschäften ?

            hel | 10. Dezember 2011 | 23:00 | Antworten
          • Leider nein,ich hörte von guten Qualitäten der Briten in den nachrichten,aber ich hätte nichts gegen eine Kaufmannsausbildung,nur zahlt die mir keiner.@hel

            M.G. | 10. Dezember 2011 | 23:06 | Antworten
          • Dann doch bitte nicht solche Aussagen,wie:
            “Im Bankgeschäften sind die Briten besser….”

            hel | 10. Dezember 2011 | 23:48 | Antworten
          • Sind die Deutschen mit ihrem Steuergeldverschenken, wegen Pleiteländer, an die Banken besser ?
            Wo landet denn unser Steuergeld,wegen dem Rettungsschirm ?@hel

            M.G. | 11. Dezember 2011 | 01:02 | Antworten
      • Erpressung ist das, was die Briten in der EU immer am besten konnten, um Sonderkonditonen für sich herauszuschlagen. Das kann man natürlich auch als “saubere Geschäftsverhandlungsarbeit” bezeichnen. Nur irgendwann lassen sich die anderen das britische Gehampel nicht mehr gefallen.
        Und vielleicht merkt auch die britische Presse, die jetzt so jubelt, daß der 2. Weltkrieg schon seit 66 Jahren vorbei ist, daß die Hunnen keine V2 mehr auf London abschießen und daß die seit Jahrhunderten gepflege britische Hochnäsigkeit (wir das Empire und der schäbige Rest der Welt)inzwischen ziemlich angestaubt und fehl am Platz ist. Britannia rules the waves – das war einmal.

        Blogleser | 10. Dezember 2011 | 18:00 | Antworten
      • @M.G.:
        - Schon mal auf der Insel gewesen und mit ganz normalen Briten zu tun gehabt ? Ein durchschnittlicher Lebensstandard mit einem Sozialsystem, von dem Sie offenbar keinen blassen Schimmer haben und den ich Ihnen persönlich absolut nicht wünsche…
        - Dort kommen vielleicht die aalglatten jungen Bankster der “Londoner City” schnell zu Geld und Wohlstand. Der britische Normalbürger jedoch schaut in die Röhre und ist nicht erst seit Maggie Thatchers Kahlschlag der Gelackmeierte !

        Ramses | 10. Dezember 2011 | 19:08 | Antworten
        • Aber dennoch gehen viele Arbeitssuchende nach GB um dort arbeiten zu gehen.Also irgendetwas muss doch unheimlich ziehen,denn wo nichts zu gewinnen gibt,würde ich doch als Arbeitssuchender nicht hin gehen.@Ramses

          M.G. | 10. Dezember 2011 | 21:59 | Antworten
          • Ausgewählte Berufsgruppen, wie z.B.Ärzte, gehen dort hin. Oder am Hochbau beschäftigte (aber überwiegend aus Osteuropa). Weil es sie u.a. eben nicht in genügender Anzahl gibt

            hel | 10. Dezember 2011 | 23:03 | Antworten
          • Ist mir bekannt.Dies ist in Deutschland auch nicht anders mit dem Fachkräftemangel,aber dennoch wird GB bevorzugt.@hel

            M.G. | 10. Dezember 2011 | 23:08 | Antworten
          • Von Ärzten z.B. bevorzugt, weil die Bezahlung für As.-Ärzte und die Arbeitszeiten besser sind.

            hel | 10. Dezember 2011 | 23:50 | Antworten
          • Da hat doch also GB den Deutschen etwas voraus.@hel

            M.G. | 11. Dezember 2011 | 01:03 | Antworten
  8. [...]*

    Seit über 13 Jahren schauen Sie schweigend zu, wie in Deutschland Menschenrechte in schwerster Weise verletzt werden. Sprechen Sie diese menschenverachtende Heuchlerin ö f f e n t l i c h auf die fortgesetzten massiven Menschenrechtsverletzungen an!

    Seit 2005 täuscht die Merkel darüber hinweg, dass die Verletzung von Bürgerrechten schwerster Art u n v e r ä n d e r t fortgesetzt wird. Dazu kommt, dass die Merkel die dafür verantwortlichen Rechtsbrecher deckt, damit diese die Menschenrechtsverletzungen weiterhin ungestört fortsetzen können. Schlimmer noch: Die Situation der Menschenrechte hat sich seit ihrem Amtsantritt drastisch verschlechtert. Und die Merkel blinzelt den Journalisten zu.

    Ein Unrechtsstaat ist dadurch gekennzeichnet, dass die Verletzung von Bürgerrechten schwerster Art über einen längeren Zeitraum mit Duldung, wenn nicht sogar mit Billigung staatlicher Stellen fortgesetzt wird, die strafrechtliche Sanktionierung der Rechtsbrecher durch Staatsanwaltschaft und Gerichte systematisch verschleppt und behindert wird und das Parlament sich über die Menschenrechtsverletzungen schwerster Art und die dafür verantwortlichen Rechtsbrecher ausschweigen.

    Und wann kommt der Autor dieses Artikels endlich seiner journalistischen Berichtspflicht nach? [...]*

    * Anmerkung der Redaktion: Der Beitrag wurde wegen unsachlicher Wortwahl editiert.

    jps-mm | 10. Dezember 2011 | 13:55 | Antworten
    • Was, bitte sehr, hat das mit unserem Thema zu tun ? Und welche Wortwahl…..

      hel | 10. Dezember 2011 | 14:22 | Antworten
      • Der User über Ihrem Beitrag bekommt sicher bald wieder eine Abmahnung vom ZDF,wenn sie hinter die verbale Aufregung steigen,na ich weiß von nichts.

        Ich hötte an Cammerons Stelle auch erst mal das Wohl des britischen Volkes für wichtiger gehalten nach dem Amtseid,Schaden vom Volk fern zu halten Wäre schön, wenn unsere Kanzlerin auch mal so denken würde,vielleicht ginge es dem Volk besser und die Kanzlerin würde sich von Frankreich und Brüssel nicht so herrumschupsen lassen.@hel

        M.G. | 10. Dezember 2011 | 14:53 | Antworten
        • Welchen Schaden soll er denn vom Volk fernhalten, gehört ja bekanntlich GB nicht zur Eurozone ? Bitte um Erläuterung.

          hel | 10. Dezember 2011 | 15:28 | Antworten
          • Sie sehen doch,dass sie nur geographisch dazu gehören,aber wirtschaftlich ihr eignes Ding drehem wollen,denn immerhin geht es ihnen nur Finanzgeschäfte,nicht um soziale Einheit.jeder sieht Europa anders.@hel

            M.G. | 10. Dezember 2011 | 21:46 | Antworten
          • Ich will Ihnen gerne sagen: wenn GB ausscheidet hat die derzeitige Regierung den Briten Schaden zugefügt, weil dann die Europatöpfe verschlossen sind, die GB bisher gerne in Anspruch genommen hat. Und das, obwohl sie stets und immer genörgelt haben.

            hel | 10. Dezember 2011 | 23:06 | Antworten
          • Dies können sie sicher mit Finanzgeschäften und Zölle hinein holen.Ich glaube nicht,dass GB die Ausscheidung aus der EU stört.@hel

            M.G. | 10. Dezember 2011 | 23:10 | Antworten
          • Manchmal ist Schweigen besser…..deshalb schweige ich….

            hel | 10. Dezember 2011 | 23:52 | Antworten
          • Ist ihr gutes recht mit dem Begriff Aussageverweigerung.@hel

            M.G. | 11. Dezember 2011 | 01:04 | Antworten
  9. @jps-mm
    Sie müssen ja ein schlechtes Kraut angedreht bekommen haben :D Verfolgungswahn kann daraus durchaus resultieren, aber auch Orientierungslosigkeit :D

    Ansonsten: Die Briten haben sich vor Jahrzehnten schon ihren EU Beitritt mit Sonderkonditionen erschlichen, gegen den Willen Deutschlands.
    Die EU kommt ohne die Briten gut zurecht, das gilt umgekehrt nicht.

    Schönen 3ten!

    HG | 10. Dezember 2011 | 15:43 | Antworten
  10. Europa ist kein Selbstzweck und man kann nicht unbegrenzt unterschiedliche Probleme und Meinungen in eine Gemeinschaft packen.

    Im Allgemeinen meinte ich damit die krassen Einkommensgegensätze in den vielen Staaten. Die Bekämpfung von Fehlentwicklungen im Finanzsektor ist aber auch wesentlich. Großbritannien hat sich entschieden etwa 10% seiner Wirtschaftsleistung aus dem Finanzsektor zu ziehen.

    Nichts gegen Kosten aus Dienstleistungen für die Realwirtschaft, aber für den Rest der Wirtschaft und den Rest der Länder sind die extremen Gewinne der Finanzwirtschaft Kosten ohne Gegenleistung, also parasitär. Mir gefällt der Ausdruck “parasitär” auch nicht, aber andere Begriffe sind zu schwach.

    Wenn Großbritannien weiter die Gemeinschaft damit belasten will, muss dieses Land die Gemeinschaft verlassen, egal wie. Es muss aber auch der Finanzsektor in anderen Ländern reguliert werden, nur ist der Anteil da nicht so hoch.

    Siggi | 10. Dezember 2011 | 16:45 | Antworten
    • …kann dem nur beipflichten, die wirtschaftlich schwaechelnde USA tut wirklich alles, um die starke Eurozone zuzerstoeren. Mich sollte icht wundern, wenn da mal wieder so ein falsches politisches Spiel zusammen mit den Briten gegen Europa ablaeuft.

      WHPallasch | 11. Dezember 2011 | 04:24 | Antworten
  11. Cameron hat gepokert aber zu hoch! England hat seit Jahren ein riesiges Problem: Die reale Wirtschaft ist fast gänzlich weggebrochen, da auf dem Weltmarkt nicht konkurenzfähig. Der einzige Hoffnungsträger der Engländer ist nun mal die sogenannte “Finanzindustrie”. Dazu kommt noch der Traum von der Weltmacht, die sie auch nicht mehr sind und das Inseldasein. Schon Mrs.Thatcher hat des öfteren auf den “Putz” gehauen und die Festlandseuropäer haben inzwischen die Faxen dick. Ich habe persönlich überhaupt nichts gegen die Engländer, im Gegenteil! Die Menschen sind mir sympathisch, das Land ist schön und sie lieben ihre Traditionen.
    Allerdings hat derjenige, der zuviel in die Vergangenheit schaut oft das Problem die Zukunft nicht richtig zu sehen. So scheint es mit Mr. Cameron zu sein, er träumt offensichtlich noch von einem Königreich mit weltweitem Einfluß, obwohl man selbst in Kanada überlegt nicht mehr für das Königshaus in London aufkommen zu wollen. Ein zerbröselndes Weltreich ohne Realwirtschaft hat schon heute ein Problem und alleine wird GB nicht aus der Krise kommen.
    Europa und da gehört England eigentlich dazu hat nur eine Zukunft, wenn sich alle Europäer endlich einig sind.
    Jeder kann doch sehen, wie die USA bemüht sind, unterstützt durch die dubiosen Rating Agenturen, Europa zu zerlegen, um den größten Konkurenten auf dem Weltmarkt zu zerschlagen. Was dort angezettelt wurde (Finanzkrise I und II) wird durch die intensive Beschäftigung mit den europäischen Staaten zu einem grandiosen Ablenkungsmanöver der US Administration, um von den eigenen, erheblichen wirtschaftlichen Problemen abzulenken und Investoren von Europa nach USA umzulenken. Ein gar garstig Spiel gegen das wir Europäer mit aller Macht und gemeinsam wehren müssen!
    Europas Economy ist den USA schon lange ein Dorn im Auge. Erst hat man versucht die Stabilität dadurch zu erschüttern, in dem man die Türkei als Mitglied den Europäern ans Herz legte und jetzt knöpfen sich die Rating-Agenturen ein Land nach dem anderen vor. Ein Schelm wer böses dabei denkt!

    Helmut | 10. Dezember 2011 | 16:54 | Antworten
    • @Helmut:
      - bin überwiegend der gleichen Meinung. Leider ist UK durch unsinnigste politische Entscheidungen inzwischen bar jeder Realwirtschaft und dem Finanzsektor total ausgeliefert. Der bindet natürlich nur wenige Menschen in den Arbeitsmarkt ein – die Arbeitslosigkeit hat in GB ein Ausmaß (vor allem unter den Jugendlichen) erreicht, von dem man sich in Deutschland überhaupt keine Vorstellungen macht. Klar, daß Cameron die nationale Karte spielt: mit nostalgischen Gefühlen zur “Splendid Isolation” lassen sich immer noch viele Briten ködern. Bleibt nur die Frage: wie lange noch ?
      - Jetzt müssen die EU bzw. Euro-Staaten aber auch konsequent auf ihren noch festzulegenden Regeln zur Zügelung der Finanzindustrie gegenüber den Bankstern generell und besonders der “Londoner City” bestehen und diese radikal durchsetzen. Andernfalls werden wir erleben, daß die irren und unseriösen Finanzgeschäfte weitergehen und lediglich den Schauplatz wechseln bzw. sich auf einen einzigen in Europa (nämlich London) konzentrieren…

      Ramses | 10. Dezember 2011 | 18:26 | Antworten
    • Helmut, bin ganz Deiner Meinung. Die USA hat 14 Millionen Arbeitslose, mehrere Trillionen Schulden und muessen vor den Dollarbergen in China “zittern”. Die Regierenden in Washington tuen alles und ich meine alles, um europas Economy in die “Klauen zu bekommen”.
      Hoffentlich legt die EU den Kaffesatzlesern von S&P endlich das Handwerk.

      WHPallasch | 11. Dezember 2011 | 04:36 | Antworten
    • Großbritannien rückt wieder näher an die USA heran.

      Mit den „Finanzjongleuren“ in London und an der Wallstreet können beide eine gewaltige Macht aufbauen. Die Geschichte erinnert ein wenig an die Art, wie die Republik Venedig mit Rückenwind aus Rom und der Geldgier der Medici als Motiv, das Byzantinische Reich zu Kleinholz verarbeitet hat und Griechenland letztlich dem Orient überlassen hat.

      Dieses Beispiel zeigt, dass der „dialektische Fortschritt“ (hier in Form der USA, als geschichtlicher Nachfolger Europas) bestrebt ist, seinen Vorgänger „aufzuheben“.

      Als Konsequenz für uns, müsste gelten, dass wir stärker auf unsere Werte und unsere Kultur schauen und uns von den USA abgrenzen und uns weiter unabhängig machen. Diese Abwehrleistung ist ein elementares Recht eines unabhängigen Staates oder eines Staatenbundes.

      Es ist wenig sinnvoll, wenn wie bei den Briten jetzt, immer wieder einzelne Europäer ihren eigenen kurzfristigen Erfolg sehen und die „Europäische Sache“ mit Füßen treten. Es wirft aber auch ein ungünstiges Licht auf dass Verhältnis von EU zur USA. Das ständige Spalten der Europäer kommt hier nicht gut an und schafft keine vertrauensvolle Basis. Dieses „Herrumwuseln“, auch in innerstaatliche Angelegenheiten, wie der Unterstützung einer genehmeren Opposition, ist in Deutschland, wie in der EU eine Zumutung.

      Die NATO als Bündnis gegen den Sowjet-Kommunismus ist vielleicht nicht mehr aktuell. Jedenfalls scheint es so, als wenn die USA nach aktuellen Bedürfnissen die Richtung vorgeben möchte (welche allerdings oft nicht so abwegig ist) und wir dies abzunicken haben. Solange eine gemeinsame Strategie abseits der Ost-Expansion fehlt, sollte das europäische Engagement in der NATO gemeinsam heruntergefahren werden.

      Die EU sieht sich als Befehlsempfänger degradiert. Dass das Art Schief gehen kann, zeigt das Beispiel, wie der in Europa ausgebildete Nuklearforscher Kahn im Kalten Krieg auf Anweisung der USA nach Pakistan geschickt wurde, um dort die Bombe gegen einen russischen Durchmarsch aus Afghanistan fertig zu bauen.

      Die USA agieren durchaus einer Position der Stärke heraus. Sie haben, abseits von Staatsdefizit, durchaus das Potential dazu. Das wir hier oft übersehen. Sie haben die technologische Führerschaft in fast allen Bereichen. Zudem ist die USA unendlich Reich. Die vielen Fonds und Millionäre nutzen ihr Geld, um gegen den Euro zu spekulieren.

      .
      Es gibt aber auch andere Verbündete, mit denen eine engere Zusammenarbeit möglich wäre.

      Der neue Staat Israel. Geografisch naheliegend, eine erstaunliche Innovationskraft. Es gibt gegenseitig ergänzende Interessen: Sicherheit, wissenschaftliche Zusammenarbeit (wie bei den U-Booten), Handel, etc

      Man könnte sich auch noch mal mit China zusammensetzen und zum Beispiel versuchen, doch ein gemeinsames GPS-System zu bauen. Europa müsste auf die rein zivile Nutzung verzichten und China könnte Europas Patentbemührungen achten. Eine Lösung wäre zum großen Vorteil beider Seiten.

      Um einen Schwenk möglich zu machen, sind langfristige Bemührungen notwenig. Einen entsprechend vertrauensvollen Rahmen müsste man über Jahrzehnte erst aufbauen.

      Die aktullen Problem werden damit nicht gelöst. Nachdem die Verschuldungsproblematik gelöst scheint, müsste eigendlich sofort weiter Maßnahmen eingeleitet werden. Es ist nur möglich, die Schulden abzubauen, wenn man die wirtschaftliche Performance ankurbelt. Dazu sind erhebliche Strukturmaßnahmen notwendig, wie einfache Steuergesetzgebung(slovenien), gerechte effektive und moderne Verwaltungsstrukturen wie in Estland, ein einergieolitisch freundliches Klima auf allen Ebenen wie in Frankreich, Arbeistmarktreformene wie in Dänemak. Es sollten immer die Erfolgreichsten Syteme zu allgemeingut aller werden. Wirtschaft und Wohlstand sind die ersten Prämissen.

      Karl Letis | 11. Dezember 2011 | 15:25 | Antworten
  12. Politiker kümmern sich fast nur noch um die Wirtschaft, anstatt sich um gerechte und moralisch einwandfreie Gesetze zu bemühen, wie ich dies in meinem Weltrettungsforum schreibe, und wie dies in der Erzählung “Die drei weisen Alten” zum Ausdruck kommt. Dabei ist doch dieses ganze Gejammer um den Euro nur Bullshit.

    Was ist denn daran überhaupt so schwierig, dass Griechenland den Staatsbankrott erklärt? Die Gläubiger würden dadurch zwar ihr geliehenes Geld nicht zurück bekommen. Diese haben doch aber in den vergangenen Jahrzehnten so viele Zinsen kassiert, dass sie sich gegebenenfalls eigentlich nicht beklagen können.

    Und wenn man dies nicht will, warum schert Griechenland nicht einfach vorübergehend aus der EU aus? Dieses Land kann dann mit seiner eigenen Währung Geld drucken, um so die Schuldenlast so sehr zu drücken, dass seine Wirtschaft endlich wieder stabil ist, um dann einfach der EU wieder beizutreten.

    Mann Mann Mann! Es ist ja auch alles so schwer, wenn man den Medien und den Politikern glauben will, was den Euro betrifft. Wer aber nur ein bisschen klar bei Verstand ist, der durchschaut diesen ganzen Klamauk, und macht sich lieber Gedanken über Wichtigeres.

    Und was soll überhaupt der Unsinn mit der Schuldenbremse? Das eigentliche Problem ist doch nicht, dass die Verschuldung gegebenenfalls zu hoch ist. Wie ich schon schrieb, gibt es da ganz einfach zu handhabende Möglichkeiten, aus dieser wieder heraus zu kommen.

    Viel problematischer ist eine ständig vorhandene geringe Verschuldung, welche die Gesellschaft laufend mit der Tilgung der Schuldzinsen praktisch ohne Gegenleistung belastet. Hier muss der Staat dafür sorgen, dass die so entstandene Ausbeutung des Menschen durch den Menschen verhindert wird.

    Peter Stolz | 10. Dezember 2011 | 17:03 | Antworten
  13. Die Briten zeigen der Euro-Union den Stinkefinger und die Euro-Union gibt die beleidigte Leberwurst. Als ob Letztere angesichts des katastrophalen Zustands dazu auch nur den Hauch von Berechtigung geltend machen könnte.

    Die Schuldenkrise ist mit dem vergangenen EU-Gipfel mitnichten vom Tisch, sie wird wohl lediglich durch die Weihnachtszeit ein bißchen gebremst. Die für alle Mitgliedsstaaten beschlossene verfassungsmäßige Schuldenbremse kommt, wenn überhaupt, erst in Monaten. Ob überhaupt noch soviel Zeit bleibt? Und jetzt wird es richtig abenteuerlich: Glaubt jemand ernsthaft, daß dieses Gesetz jeweils nicht von vorne herein mit so vielen Schlupflöchern versehen sein wird, daß sich die jeweiligen Staaten nicht umgehend herauswinden könnten? Immer und alles verfassungskonform, versteht sich. Dann wären da die automatischen Sanktionen. Lächerlich! Das hatten wir doch schon mit Maastricht. Gerade die Euro-Vorturner werden das vom Tisch fegen, wenn sie betroffen sein sollten. Bemerkenswert ist, daß nun die institutionellen Anleger zur Euro-Rettung nicht mehr herangezogen werden. Auf Deutsch: Alles bleibt beim alten, die Zocker können weiter zocken und der Bürger zahlt die Zeche. Immerhin, die Euro-Bonds sind abgebügelt, wenigstens vorläufig, aber sicher auch nur, bis auch hier wieder eine gewisse Halbwertszeit vorbei ist.

    Alles in allem ist außer hehren Absichten und viel heißem Dampf nichts durch den EU-Gipfel gewonnen worden. Die Briten werden das wohl schon im Vorfeld so erwartet haben. Unter diesem Vorzeichen hätten sie mit Engagement nicht nur nichts gewonnen, im Gegenteil! Wären sie endgültig mit in das EU-Boot gestiegen, einen löcherigen Seelenverkäufer, völlig überteuert und unbezahlt, hätte sie ihre wenigstens halbwegs trockene Insel aufgeben müssen. Daß Cameron dazu nicht bereit war, zeugt eher von Weisheit, als daß er sich dafür schelten lassen müßte. Großbritannien macht jetzt eigentlich das Klügste überhaupt. Es läßt sich nicht verdingen und hält sich alle Optionen offen. Kann sein, daß ihnen das zunächst Probleme bereiten wird. Wenn dem Kontinent allerdings endgültig die Luft ausgehen sollte, und danach sieht es aus, kann Monty Python endlich wieder einen neuen Film drehen: “Die Euro-Retter der Kokosnuß”. Das wird ein Schenkelklopfer!

    Tocqueville | 10. Dezember 2011 | 17:39 | Antworten
    • @Tocqueville:
      - pardon, aber Cameron ist alles andere als weise. Er ist nicht mehr als eine kurzsichtige Lobby-Marionette und vollkommen von der Finanzmafia seines Landes abhängig:
      - In dem Moment, wo (was zu hoffen ist) der Kontinent sich zu effektiven Regeln für die Finanzindustrie durchringt, steht GB vor einem ziemlichen Scherbenhaufen. Abgesehen von der “Londoner City” gibt´s kaum noch Sektoren, die Steuern einbringen. Produzierende und exportierende Bereiche, die der britischen Bevölkerung genügend Arbeitsplätze bereitstellen, existieren auf der Insel kaum noch !
      Auf längere Sicht verhängnisvoll und eine Katastrophe für das Vereinigte Königreich…

      Ramses | 10. Dezember 2011 | 18:52 | Antworten
      • Das ist alles so ziemlich korrekt und hätte entsprechende Brisanz, wenn es nicht im restlichen Europa und den USA mehr oder weniger genauso aussähe. Während sich Merkozys Europa allerdings aus irgendwelchen luftigen Groß- und Allmachtsallüren immer fester ineinander verheddert, bleibt Großbritannien flexibel. Nachdem niemand weiß, was in dieser globalen Krise noch alles auf den Plan kommt, kann im Fall des Falles Flexibilität die Rettung sein, wie auch immer diese aussehen würde. Dagegen gießt sich der Kontinent in finanz- und währungspolitisches Kunstharz von zweifelhafter Qualität ein. Wenn dieser Klumpen vom Tisch fällt, ist alles kaputt, Deutschland und Portugal, Frankreich und Griechenland. Da läßt sich nichts mehr trennen. “Das” ist nicht besonders weise! Kluge Politik bestand und besteht immer darin sich seine Optionen offen zu halten, oder wenigstens Rückversicherungen in der Hinterhand zu haben. Deutschland ist Rückversicherung für ganz Europa, aber wen hat Deutschland als Rückversicherung? Und selbst wenn man Großbritanniens Verhalten als Isolation kritisieren will, kann sich Deutschland darüber sogar freuen. Immerhin ein Pleitekandidat weniger, der sich direkt aus den deutschen Töpfen bedienen kann.

        Tocqueville | 10. Dezember 2011 | 20:52 | Antworten
  14. Wie ich es sehe, haben die Engländer nichts anderes mehr als Schaf- und Geldhandel.

    Da wundert es nicht, dass die Engländer nicht mitmachen, schließlich provitiert England in großem Maße davon, wenn die anderen sich verschulden.

    Und ohne Geldhandel bleiben ja nur noch die Schafe ;-D

    Wichtig ist, dass die EURO-Länder und die, die mit eigener Währung mitmachen wollen, weiter zusammenrücken.

    Für Europa ohne England ist es ein Leichtes, diesen Finanzkrieg zu gewinnen.

    Marc | 10. Dezember 2011 | 17:46 | Antworten
    • Vielleicht verscherbeln sie ja jetzt die Kronjuwelen?!?

      Blogleser | 10. Dezember 2011 | 18:02 | Antworten
      • Die Kronjuwelen verscherbeln wäre wohl das Letzte,was die Queen zulässt,wegen den königlichen Protokolle.@Blogleser

        M.G. | 10. Dezember 2011 | 21:48 | Antworten
  15. PM Cameron hat gesagt, er handle nur im Interesse seines Volkes und Europa interessiere ihn nur als Handelplatz. Eigentlich eine ganz dumme Bemerkung. Sie zeigt, daß er nicht verstanden hat, was Europa eigentlich ist.Und wer sagt, daß das Mitmachen in Europa nicht doch den zukünftigen Interessen seine Volkes dienlich sein könnte? Schachspieler würden so denken,wenn sie an die zukünftigen Effekte eines Zuges denken. Das scheint dem britischen Premier aber fremd zu sein.

    Dr. Friedrich Wörndle | 10. Dezember 2011 | 17:47 | Antworten
    • voll den Punkt getroffen…

      Ramses | 10. Dezember 2011 | 18:28 | Antworten
    • das war nicht nur “eigentlich” eine ganz dumme bemerkung. es zeugt von wenig diplomatie. wer hat schon gerne jemanden zum freund, der einem nur zum geschäftemachen braucht?
      aber er war wenigstens für einen moment ehrlich. wenn es in syrien öl geben würde, wäre ein überzeugter engländer schon längst dort, um seine “freunde” zu unterstützen.
      ich persönlich definiere freundschaft und sogar eine (handels)partnerschaft anders. partner, die mich nur zum handeln benötigen, sind für mich nur schleimer.

      RaRa Rasputin | 10. Dezember 2011 | 21:36 | Antworten
  16. Werte Frau Sibylle Bassler!

    Hat Herr Cameron bei dem EU Gipfeltreffen,
    noch zu Taschenspieler-Tricks gegriffen,
    so wird man sein Fehlen,
    beim nächsten Treffen nicht vermissen.

    Wer so wie Großbritanien mit den Haushalts-
    gelder nicht umgehen kann,
    der ist auch nicht von der Kosolidierung
    der Finanzen angetan.

    Als Fazit würde ich einen Ausschluß aus
    der EU begrüssen,
    solche Länder sind für den europäischen
    Gedanken nicht zu geniessen.

    HOPF T. | 10. Dezember 2011 | 17:47 | Antworten
  17. im vergangenen “sommer” konnte man einen vorgeschmack auf,
    die zu erwartenden bürgerkriegszustände bekommen, wenn das
    sparpaket der regierung( das natürlich nur die “kleinen
    leute” trifft)seine wirkung zeigt.
    premier cameron schützt die “finanzindustrie”, als einzig
    funktionierendes gewerbe, in seinem deindustrialisiertem
    land.
    p.s.: wie so viele andere auch, wünschte ich mir, daß der
    “euro” geschichte wäre. jetzt kommt kroatien in die EU.
    was kommt als nächstes? türkei, irak, afghanistan?

    fritzguitar | 10. Dezember 2011 | 17:51 | Antworten
    • Die englische Finanzindustrie ist zwar ein bedeutendes britisches Gewerbe, aber sie funktioniert nur bedingt. Sie lebt von der Hoffnung auf Gelddrucken und Inflation – man höre sich die Bemerkungen der dortigen “Experten” genau an. An der Lehman-Pleite knabbern die Briten noch heute viel schlimmer als der Rest der EU, weil man sich dort auch massiv verzockt hat und eben neben der Finanzindustrie nichts mehr als Ausgleich besitzt.
      Mag ja sein, daß Herr Cameron mit seinem Gemache britische Interessen (genauer die seiner Finanzspekulanten) vertritt, aber soll wir für diese Zocker unseren Kopf mit hinhalten?

      Blogleser | 10. Dezember 2011 | 18:09 | Antworten
  18. @ZDF Sibylle Bassler
    Sie fragen: “Aber: Wo sind wir denn?”

    Wir sind in der realen EUdSSR-Welt und nichts hat sich geändert; ausser einem weiteren Akt in diesem Schmierentheater.

    Die Briten brauchen Europa nicht. Es gehört ihnen. Konkret der amerikanisch-britischen Finanz-Kleptokratie. Ob GB auch noch EU-Scheinmitglied ist oder nicht, das ist reine Show.

    Was hat sich denn an der AKTUELLEN Situation geändert…?
    Gar nichts! Deutschland bezahlt weiterhin die AKTUELLEN Schulden der Pleitestaaten und die AKTUELLE Bankenrettung…

    “Fiskalunion”? Klingt wie ein neuer Firmenname aus der Werbeagentur.
    Die könnte nur sehr langfristig umgesetzt werden. Wenn überhaupt. Eine Armee von “Experten” arbeitet bereits an der Verwässerung mit allen verfügbaren Rechts-, Finanz- und Bilanz-Tricks.

    Was sagt das deutsche Grundgesetz zu einer “Fiskalunuion”?

    Werden irgendwelche dahergelaufenen Ausländer aus Brüssel, die kein deutscher Bürger und Steuerzahler jemals gewählt hat (und die keiner kennt und keiner kennenlernen will!) künftig unseren Haushalt bestimmen…??
    Konkret: Werden uns wildfremde Apparatschiks von einem anderen Stern künftig die Steuererhöhungen diktieren (!) und uns die Infrastruktur- und Sozialleistungen kürzen…??

    Auf gut deutsch heisst das: Machtübernahme, Abtretung, Diktatur, Kolonialisierung, Ausplünderung, etc.
    :-(

    Tillmann | 10. Dezember 2011 | 18:22 | Antworten
    • volle zustimmung, aber wo ist der widerstand gegen diesen
      eu-wahnsinn? nichts gegen betroffene, die gegen bahnhöfe
      u. fluglärm protestieren, aber wo bleiben demos, die den
      schleichenden verlust nationaler souveränität anprangern?
      hat man angst vor der “nazi-keule?
      ich weiß, das sind gleich 3 fragen auf einmal…

      fritzguitar | 10. Dezember 2011 | 18:39 | Antworten
  19. das Schlimmste,was passieren kann,ist eine Erpressbarkeit der Eurostaaten durch EU-Mitglieder
    das hat für Großbritannien nicht so funktioniert.Dieser gemeinsame Schritt ist eine gute Entscheidung,und läßt aufhorchen;denn
    nicht nur der EURO ist eine manifestierte Gemeinsamkeit,
    sondern das Ausmerzen gemeinsamer Fehler ebenso.In meinem Bekanntenkreis gibt es auch unterschiedliche Auffassungen,
    die im konstruktiven Gespräch zu einem Nenner führen.Und glauben Sie mir,ist nicht immer leicht,vor allen Dingen,wenn man auch ein paar Klugsch……. dabei hat.
    Wegen der strikten Haltung GB wird es auch da irgendwann zu
    neuen Gesprächen kommen,bin ich mir eigentlich sicher.
    Es wird dann wie immer von “einigen vielen” Journalisten zur Hähme hochstilisiert und genau das macht mir viel mehr Sorgen,denn das verbindet nicht gerade.
    Die Äußerungen von Herrn Genscher entsprechen da schon eher meinem Denken.
    Und selbst wenn GB sagt:nö wir wollen nicht,ist das ihr gutes Recht,denn eigentlich verfolgen wir alle unsere
    eigenen Interessen.

    charlotte | 10. Dezember 2011 | 19:12 | Antworten
  20. Möchte hier noch einen besonderen Aspekt anbringen zum Verhalten von GB: Mich stört es schon lange, daß in den
    Gremien der Euro-Gruppe von maßgeblichen Vertretern englisch
    gesprochen wird, obwohl diese Sprache in den Mitgliedsländern der Euro-Zone nicht gesprochen wird. Es
    sollte in den entsprechenden Gremien, angefangen bei der EZB, nur solche Sprachen gesprochen werden, die auch in
    den Mitglierdsländern der Euro-Gruppe vertreten sind.

    Dieter Peerenboom

    Dieter Peerenboom | 10. Dezember 2011 | 19:47 | Antworten
    • Englisch ist Weltsprache.Es ist richtig,dass man die Sprachen berücksichtigen sollte,dessen Länder auch in der EU sind den € haben,aber egal ob die Briten nun in der EU bleiben,oder nicht,Englisch wird dennoch Weltsprache bleiben.

      M.G. | 10. Dezember 2011 | 22:06 | Antworten
    • eigentlich ist deutsch ja eine EU “Arbeitssprache”, neben englisch und französisch.
      ….vielleicht ist deutsch auch deshalb “untervreten” weil z.B. frau koch-merin so selten anwesend ist…??

      mein Arbeitgeber würde mir was husten, wenn ich während der Arbeitszeit shoppen bin oder sonst warum fehle…..der Steuerzahler ist nun mal der “optimale Arbeitgeber”

      sprachlos | 11. Dezember 2011 | 07:12 | Antworten
      • Nicht nur Arbeitssprache ist Deutsch,sondern auch Amtssprache bei Verwaltungs- und Gerichtsverfahren bei uns in Deutschland.
        Das wir Steuerzahler zu viel durchgehen lassen, ist mir bekannt,denn jeder macht gern was er will und so gut, wie
        er kann.
        Bei meinem Arbeitgeber wird auch wärend der Arbeitszeit gearbeitet, statt gshoppt oder andere Sachen und wir schreiben auch Schriftstücke in Deutsch.@sprachlos

        M.G. | 11. Dezember 2011 | 12:30 | Antworten
        • ….und im Steuerrecht ham´wir den §87 I AO…”Amtssprache ist deutsch”…..wobei ich bis heute nicht verstanden habe wo der “deutsche Sprachkern” im “Reverse-Charge-System” enthalten sein soll….

          haben Sie was “bestandsfähiges” getan, heute am dritten Advent @M.G.?

          sprachlos | 11. Dezember 2011 | 17:52 | Antworten
  21. Jetzt auch mal ein bißchen cool bleiben.
    Die Engländer mit Sonderwurst , das ist nicht neu , da steht nicht gleich Europa in Frage , eher im Gegenteil , der Umgang mit den Verschiedenheiten ist essentiell für Europa und das konnten wir schon mal besser.

    Darüberhinaus hat Cameron keine langfristige Zukunft in GB, der ist sowas wie die Endstufe des Thatcherismus und es ist keine Frage mehr ob , sondern wann die Briten ihrer Regierung die Hölle heiß machen werden.
    Labour ist zunehmend dabei , sich von “New Labour” abzuwenden und damit gibt es sowas wie eine Opposition , im Gegensatz zu Deutschland.

    “Europas letzte Chance”.

    Das wird von den Herdentieren in den Medien rauf und runter gebetet und das ist hanebüchener Unfug- vergleichbar der nicht weniger blödsinnigen Aussage , Europa würde mit dem Euro stehen oder fallen.

    Absurd , daß die Euro-Staaten ausgerechnet bei den Schuldenbremsen Einigkeit zeigen.
    Die sind kein europäisches Fortkommen , sondern neoliberale Ideologie, die EU ist nicht dazu da , diese Vorstellungen durchzuboxen – ich würde mir wünschen , daß Journalisten mal aufhören damit , jedem Brocken hinterher zu hecheln , den jemand ihnen vor die Füße wirft.

    new kid on the blog | 10. Dezember 2011 | 19:59 | Antworten
    • @new kid on the blog:

      Na, was glauben Sie wohl, was einen Journalisten bei der Welt oder der F.A.Z., beim ZDF oder Bayerischen Rundfunk oder sonstwo passiert, wenn er/sie plötzlich wirklich inne halten würde und Tacheles reden würde?

      So verlockend ist Hartz4 dann auch wieder nicht ;)

      Thomas Sievers | 10. Dezember 2011 | 20:04 | Antworten
      • Es ist schon ein ziemlich verqueres Verständnis von Journalismus, wenn man den Leuten unterstellt, auf Befehl zu schreiben. Das war so zu Zeiten eines gewissen Joseph Goebbels.
        Wer “links” schreiben will, kann dies tun, bei der Frankfurter Rundschau, bei der TAZ oder vielleicht beim Parteiblatt der Linkspartei.
        Nein, die Journalisten auch in der FAZ schreiben IHRE eigene Meinung, und paßt natürlich etlichen hier im Blog überhaupt nicht. Und dann geht die ewige Sinnlos-Argumentation los: Weil ja angeblich kein Journalist von sich aus etwas schreiben kann, was der geheiligten unfehlbaren Meinung mancher Blogger widerpricht, muß ein Journalist, der das trotzdem tut, ja auf Anweisung handeln. Alles Söldlinge des Kapitalismus, der Finanzhaie, ders Establishmants usw. usw.
        Denn also schließt der Blogger messerscharf, daß nicht sein kann , was nicht sein darf – nämlich daß es viele Leute gibt, die in der FAZ ihre höchst eigene Meinung vertreten.
        Am Ende könnte die ja sogar stimmen – aber das darf erst recht nicht sein. Schon gar nicht, wenn sich manche permanent vor einer imaginären EUdSSR fürchten – in der echten UdSSR waren die mit Sicherheit nie – aber mal schöne Grüße an Väterchen Stalin…..

        Blogleser | 10. Dezember 2011 | 22:36 | Antworten
      • - tut mir leid – total überzogen !

        Ramses | 11. Dezember 2011 | 15:03 | Antworten
  22. Nochmal kurz zusammengefasst:

    Der Euro ist DAS europäische Zukunftsprojekt. Er dient allen Europäern, allen wird es besser gehen, als mit ihrer jeweiligen eigenen Währung. Alle Europäer rücken dichter zusammen.

    Passiert ist:

    - Alle Staaten stehen am Abgrund, kein einziger profitierte letztlich von diesem Lobbyistenprojekt der 1990er Jahre – nein, auch wir nicht, denn die Rechnung wird ja jetzt erst aufgemacht. Zählen wir mal zu unseren Netto-Zahler-Summen dann mal die Rettungsschirmchen, Inflationen usw. zusammen: gute Nacht!

    - Der Euro sorgte für die Spaltung der Europäischen Union.

    Tolles Projekt. Ganz klasse! Ach so.. fast vergessen, stimmt ja: ist ja grad Globalisierung, also brauchte man das neue Papiergeld (nur das die Erde schon immer Global ist und man jederzeit wieder die Zölle einführen könnte. War bis 1990 völlig normal und auch da waren wir “Weltmeister” und Italien, Griechenland, Portugal konnten mit ihren Währungen wunderbar leben und waren konkurrenzfähig.

    Thomas Sievers | 10. Dezember 2011 | 20:02 | Antworten
  23. Sehr geehrte Frau Bassler, es gibt keine “Solidarität” in diesem Europa. Jedes Land – Deutschland ausgenommen – hat Politiker, welche die eigenen Interessen protegieren. Deshalb unterstützen etwa in Griechenland alle Parteien von den Kommunisten bis hin zu den Nationalisten die gegenwärtige Politik: Alle kassieren, nur Deutschland zahlt. Da kann man als Grieche fast nicht dagegen sein. Aber als Deutscher? Wehe uns! Und wehe unseren Politikern und wehe den sie stützenden Journalisten, wenn die Deutschen endlich merken, wie sie und ihre Interessen hintergangen werden!

    Simon Boccanegra | 10. Dezember 2011 | 20:08 | Antworten
    • @Simon Boccanegra:
      - es ist eine absolut alte Erfahrung:
      1. Solidarität wird generell nur von denen gefordert, die etwas zu vergeben haben (siehe Deutschland),
      2. umgekehrt wird von jenen die Solidarität erfahren, jede Bringschuld entrüstet zurückgewiesen (siehe Griechenland, das mit gefälschten Bilanzen der Euro-Zone beitrat),
      3. müßten unsere naiven deutschen Politiker allmählich die Weisheit anerkennen, daß man sich Freunde nicht kaufen kann (siehe die anti-deutsche Stimmung in Hellas und anderen EU-Empfängerländern).
      - Was also ist gefordert ? Ganz simpel: mehr deutsches (nicht arrogantes) Selbstbewußtsein bei gleichzeitiger Hartnäckigkeit, Hilfen an Bedingungen zu koppeln !
      Welche Motivation hätten sonst Netto-Empfängerländer zu eigenen Anstrengungen ?

      Ramses | 11. Dezember 2011 | 01:02 | Antworten
    • @Simon Boccanegra: “deutsche Interessen” ?? Sie meinen uns als Volk? Bitte glauben Sie doch nicht ernsthaft, dass wir aktuell von Volksvertretern regiert werden! Wir werden von Politikern “regiert”, die aber letztlich die Ideen von neoliberalen Wirtschaftsberatern und Lobbyisten umsetzen. Sie können bei Hartz4 anfangen:geplant und erdacht von McKinsey & Company, DaimlerChrysler Services AG, Roland Berger Strategy Consultants, Market Access for Technology Services GmbH usw. und bei der freiwilligen Bankenabgabe oder der Hotelsteuer, den Kassenbeiträgen und verfranzten Schulsystem, den Strompreisen oder dem Privatisierungswahn der 2000er Jahre weitermachen.

      Überall steckt Lobbyismus dahinter. Bitte glauben Sie nicht ernsthaft, es gäbe “deutsche” Interessen…. Das war einmal

      Thomas Sievers | 11. Dezember 2011 | 06:26 | Antworten
  24. Man verteidigt die deutsche freiheit nicht in Hindukosh,sondern mit dieser Begrundung wollte man Amerika in den Arsch krieschen.
    Afghanistan braucht keine Hilfe vom Ausland.
    Afghanistan braucht nur in Ruhe gelassen werden von Europa,Nato und U.S.A.
    Frieden ist,wenn Bomben woanders fallen.
    Die Politiker,die deutsche freiheit in Hindukosch verteidigen,wo waren die während RAF Terror?Wieso haben diese Feige damals deutshe sicherheit nich in Ostberlin und Moskow in gleiche Art wie seit zehn Jahren in Afghanistan,nehmlich mit Bomben und Morden der wehrlosen Menschen verteidigen wollen.
    Eine Grund zum Nachdenken!

    latif ahmad | 10. Dezember 2011 | 20:10 | Antworten
    • @Latif:
      - im falschen Blog gelandet ? Vielleicht können Sie sich mit der Bibelsusi zusammentun ? Sie verfehlt auch ständig das eigentliche Thema, und zwar mit einer bewundernswerten Sturheit…
      Ihr wäret ein perfektes Duo !

      Ramses | 10. Dezember 2011 | 21:01 | Antworten
  25. Seit dem späten Beitritts Englands zur Gemeinschaft bestanden englische Regierungen stets auf einem Sonderstatuts ihres Landes; der sich einfach definieren läßt. Bei herausragendem Mitbestimmungsrecht, geringsten Einzahlungen, größte Ausschöpfung der EU-Mittel und sonstigen Vorteilen, die eine solche Gemeinschaft bietet.
    Wer arges denkt, könnte auf den Gedanken kommen, daß die Insulaner sich dem „dem Vetter“ aus Übersee weit näher fühlen, als den Festlandseuropäern und der EU lediglich beigetreten sind um eine gewisse Kontrollfunktion zu behalten.

    Das die Verteilung der Rollen und auch die Position Englands innerhalb des vereinigten Europas, vielleicht von Anfang an so geplant war, könnte aus der Rede von Winston Churchills von 1946 in Zürich hervorgehen: … „Bei diesem so dringend notwendigen Werk muessen Frankreich und Deutschland zusammen die Fuehrung uebernehmen. Grossbritannien, das Britische Commonwealth, das maechtige Amerika und, wie ich hoffe, auch die Sowjetunion – denn in diesem Falle wuerde tatsaechlich alles gut sein – muessen dem neuen Europa als wohlwollende Freunde gegenueberstehen und ihm zu seinem Lebensrecht verhelfen. So moege denn Europa erstehen!“ …
    Diese Rede zeigte deutlich, daß von vornherein ein vereinigtes Europa, ohne Großbritannien, entstehen sollte.
    Später gab es noch weitere dahingehende Äußerungen: „Eine politische Föderation, begrenzt auf Westeuropa, ist weder mit unseren Bindungen zum Commonwealth noch mit unseren Verpflichtungen als Mitglied der größeren Atlantischen Gemeinschaft noch mit dem Status einer Weltmacht vereinbar.“

    Schon damals stellte sich Churchill das Verhältnis Englands zu Europa so vor, wie es jetzt eigentlich auch besteht. Die Rolle des Gönners und Befürworters aus der Ferne, der sich jedoch nicht in jeder Hinsicht beteiligt und schon gar nicht vereinnahmen läßt. Das scheint sich nie geändert zu haben und wird, so scheint es, von jeder Politikergeneration an die nächste weitergeben.

    Auch wir Deutschen füllen die uns damals wohl schon zugedachte Rolle, am zugewiesenen Platz, gebunden und eingeengt von Verflechtungen und Verpflichtungen, inzwischen vollständig aus.

    Gilt in der Innenpolitik doch immer das Dogma: Es können keine Wohltaten verteilt werden, die nicht zuvor erwirtschaftet worden sind, scheint das bezüglich der Sicherung und Weiterentwicklung der europäischen Union keine Gültigkeit zu haben.
    Da sind sämtlich abhängig Beschäftigte, Selbstständige und Mittelständler nicht nur die Deppen der Nation, sondern ganz Europas. Die braven Michels werden ständig zu neuen Höchst- und Mehrleistungen angespornt, sollen bereitwillig staatliche Kompetenzen aufgeben, müssen Abgabe- und Zahl- und Umverteilungsorgien über sich ergehen lassen.
    Am erstaunlichsten ist, mit welcher Leichtigkeit uns “Untertanen” sogar von den eigenen Politikern immerwährende Zurückhaltung bezüglich eigener Interessen und Opferbereitschaft zugunsten der EU auferlegt werden. Auch Altkanzler Schmidt bekräftige dies beim letzten SPD-Parteitag, mahnte zugleich aber an, daß das unter Demut und Dankbarkeit zu geschehen habe. Aha.

    V.S. | 10. Dezember 2011 | 20:33 | Antworten
    • guten morgen,schonen dritten advent
      Ihre Ausführungen sind sehr interessant,sollte man durchdenken

      charlotte | 11. Dezember 2011 | 12:22 | Antworten
  26. Mich wundert eigentlich nicht, dass sich Großbritanien so verhalten hat, wie es sich verhalten hat, da sie das immer tun (sie haben ja z. B. auch noch ihren Beitragsrabatt, beim Großteil der Vereinbarungen bestehen für GB Sonderregeln). Und Cameron hat es ja selbst gesagt:”Die EU interessiert uns NUR als Absatzmarkt” (wenigstens ehrlich!). Die Briten haben keine Vision eines vereinigten Europa. Punktum.

    Mich wundert es eher, warum man die Briten diesmal nicht gewähren ließ. Wenn ein Kind ständig verwöhnt wird und beim Mittagessen eine Extrawurscht gebraten bekommt, wird es eben trotzig und rebelliert, wenn sich die Eltern mal anders verhalten.

    Jetzt gilt es hart zu bleiben und die Briten entscheiden lassen: Entweder zustimmen oder draußen bleiben = Auch keine Rettungsaktionen. Wie die englische Presse schrieb: Not one penny more!

    Ratzl | 10. Dezember 2011 | 21:19 | Antworten
    • Liebes Ratzl,

      ich habe meinen kommentar verfasst, bevor ich deinen gelesen habe. ich teile deine verwunderungen voll und ganz. aber glaube mir, politiker, die auch nur halbwegs so ehrlich wie cameron sind, verschwinden in aller regel rasch in der versenkung. da ich weiss, dass die mehrheit der briten ausserhalb londons ihr dasein fristen muss und fast alle von denen, die ich kenne, europafreundlich eingestellt sind, bin ich sehr zuversichtlich, dass die briten mehrheitlich eine entscheidung treffen werden, die den weiteren fortbestand unserer gemeinschaft nicht gefährden wird.
      letztlich haben alle (stimmberechtigten) briten mit der magna charta schon vor jahrhunderten den grundstein für unsere moderne demokratie gelegt. noch nie wurde – anders als jetzt gerade im osten europas – von wahlfälschungen größeren ausmasses berichtet. von daher bin ich relativ verhalten optimistisch, dass sich die briten nicht von europa verabschieden werden. relativ nur deswegen, weil ich nicht alle briten kenne, und verhalten nur, weil ich mir über die bedeutung irgendwelcher rating-agenturen noch keinen kopf gemacht habe.
      hoffen wir also das beste für europa

      YNWA

      RaRa Rasputin | 11. Dezember 2011 | 03:06 | Antworten
      • @RaRa Rasputin (letzter Absatz):
        – Die Magna Charta ist nicht “der” Grundstein moderner Demokratie und wurde erst recht nicht von normalen stimmberechtigten Briten “gelegt” sondern von einem privilegierten Kreis vermögender Grundbesitzer (häufig Adeligen) dem Königshaus nach und nach beharrlich abgekungelt. Die gewöhnliche Bevölkerung wurde nicht beteiligt und hatte noch jahrhundertelang nichts zu melden…
        - Eher könnte man wohl die Schweiz als eine frühe Demokratie bezeichnen, wenn man davon absieht, daß Frauen noch Jahrhunderte außen vor blieben. Das jedoch hatten sie mit den Briten bis ins 20 Jahrhundert gemein…

        Ramses | 11. Dezember 2011 | 04:08 | Antworten
        • ich habe nichts gegen die schweiz. namen wie stephane chapuisat oder alexander frei erwecken in mir glückliche erinnerungen. aber die schweiz als frühe demokratie zu bezeichnen, geht dann doch entschieden zu weit. ein staat, der etwa die hälfte seiner bevölkerung noch bis 1971 von einem urrecht der demokratie ausscheidet, nämlich von dem recht auf freie wahl, von wem er oder sie regiert werden möchte, ist für mich alles andere als demokratisch.
          stimmberechtigt waren stets nur die grundbesitzer. gerade deswegen sind die angelsachsen, mag man es drehen und wenden, wie man will, vorreiter. wer das land besass, besass eben auch die leute und damit letztendlich alle rechte.
          noch heute ist in den islamischen staaten dieser grundsatz der gleichberechtigung in der kairoer erklärung der menschenrechte manifestiert. eine frau ist demzufolge nur gleichberechtigt, wenn sie dem haushalt eines mannes angehört, aber sie hat ansonsten den mund zu halten.
          gleich- (und damit auch stimm-) berechtigt waren stets nur die männer. insofern ist aber auch die demokratie in den vereinigten staaten von amerika nur als relativ zu betrachten, galt sie eben nur für menschen weisser hautfarbe.
          erst der holden olympe de gouges haben wir es zu verdanken, dass auch frauen ein gewisses mitspracherecht in der politik haben. sie wurde aber kurze zeit später, nachdem sie sich offen zu ihrer meinung bekannt hatte, auf veranlassung von robespierre geköpft.
          nichtsdestotrotz gilt die magna charta hierzulande als die mutter aller verfassungen. ich freue mich, dass zumindest im deutsch-französischen kulturkreis die vollkommene gleichberechtigung zwischen mann und frau mittlerweile erkannt ist. nicolas und angela, das duo merkozy, sollten für uns alle ein leuchtendes vorbild sein.
          die beiden verstehen sich auch ohne viele worte. manchmal brauchen sie sich nur anzulächeln, und schon geraten bunga bunga präsidenten in nationale erklärungsnöte. wenn selbst die sonst so auf ihre freiheit bedachten dänen diese zeichen verstehen, mache ich mir um die einigkeit europas keine sorgen.
          der wahre held dieser geschichte ist für mich aber herr merkel. über kurz oder lang würde ich echt sauer werden, wenn meine frau sich mehr mit einem anderen kerl herumtreibt, als mit mir.
          vieraugengespräche mögen in der politik durchaus ratsam sein, aber wenn meine frau in aller öffentlichkeit mit einem durchaus attraktiv zu nennenden und noch dazu jüngeren mann herumschäkert, würde ich doch mal etwas näher nachfragen, was denn da so eigentlich gerade auch im zwischenmenschlichen bereich vorgeht. auch ein präsident ist schlussendlich eben nur ein mann.
          nicolas ist immerhin ein franzose, der sich nicht so einfach wie ein amerikanischer präsident damit herausreden kann, er wüsste gar nicht, was sex ist. und angela ist alles andere als eine unerfahrene praktikantin, die ihren trieben einfach so mal freien lauf lässt.
          lassen wir aber einmal alle eifersüchteleien und auch die erotik ausser acht, so sollten wir nicht vergessen, dass es europa stets gut gegangen ist, wenn sich frankreich und deutschland gut verstanden haben. wirklich schlimm war es eigentlich nur, wenn wir bzw. unsere herrscher echt böse aufeinander waren.
          ich hoffe sehr, dass dies auch cameron früher oder später einsehen wird. sich von grossbritannien zu verabschieden, erachte ich jedenfalls für viel zu früh.

          RaRa Rasputin | 11. Dezember 2011 | 06:50 | Antworten
  27. Liebe Frau Bassler,

    es ist sonst nicht meine art, meinen kommentar in irgendwelchen blogs abzugeben, wenn ich die urheberinnen nicht kenne. ehrlich gesagt, bin ich nur hier, weil mich das thema brennend interessiert. ich habe zwei gute schottische freunde, deren verhältnis zu den engländern seit jeher schon in etwa so gut ist, wie jetzt das verhältnis der übrigen europäer zu den briten insgesamt.
    persönlich halte ich nichts davon, argumente mit personen auszutauschen, die zu einer sachlichen diskussion nicht willens oder einfach nicht dazu in der lage sind. in aller regel ziehen dich solche typen runter auf ihr niveau und schlagen dich dann mit ihrer erfahrung.
    folgerichtig fiel mir beim lesen der einzelnen kommentare zuweilen die entscheidung schwer, ob ich vor lachen vom stuhl fallen oder lieber vor wut ins klo kotzen sollte. dass ich mich gleichwohl zu diesem thema jetzt äussern möchte, liegt vor allem daran, dass ich fast immer das mittagsmagazin sehe und besonders ihren kollegen norbert lehmann sehr schätze. er ist mein jahrgang und in derselben stadt wie ich geboren. und, nunja, der von uns beiden geschätzte ballspielverein spielt erst morgen.
    im prinzip ist das wesentliche hier schon geschrieben worden. grundsätzlich teile ich ihre ansicht, frau bassler, und ich rede mir immer wieder ein, dass jemand, der die gleiche meinung wie ich vertritt, kein so ein schlechter mensch ist. es sind begeisterungsfähige und kluge frauen wie sie, die mich vom glauben an einer objektiven berichterstattung nicht haben abfallen lassen.
    Meinen schottischen freunden bin ich es aber schuldig, dass ich sie bitte muss, nicht britische mit englischen interessen verwechseln. sie sind genauso briten wie die engländer, nur liegt london eben in england. londoner haben es immer verstanden, den karren notfalls alleine aus den dreck zu ziehen. ich bezweifele aber, dass ein david cameron das format eines winston churchills hat.
    eines ist sicher. die hart arbeitende bevölkerung ausserhalb der börsenmetropole wird es sehr schwer haben, ihren lebensstandard weiterhin auch nur halbwegs aufrechtzuerhalten.
    für die gesamte britische bevölkerung hoffe ich, dass ich mich täusche. gleichwohl werde ich rein vorsorglich, bevor cameron zu einer blood, toil, tears and sweat rede ansetzt, aufs klo gehen.
    auch warne ich eindringlich vor allgemeinerungen. man kann die interessen eines englischen politikers nicht mit den wünschen und hoffnungen der gesamten bevölkerung gleichsetzen. wir sind alles individuen, die sich alle mehr oder weniger nach ein bisschen gemeinschaft sehnen. in dieser hinsicht kann ich cameron sehr gut nachempfinden. gemeinschaft hat auch für mich keinen so hohen stellenwert. ich bin unverheiratet und habe auch nicht vor, das in absehbarer zeit zu ändern.
    insofern betrachte ich ihre äusserungen auch eben als ein typisch weibliches schutzbedürfnis: stets etwas bemutterndes für ihren partner, immer auf der suche nach herzenswärme und geborgenheit, womöglich noch ein paar kinder gemeinsam in die welt setzen – auch wenn diese dann so widerspenstig wie eben jetzt der euro sein können. als mutter steht frau zu ihren kindern und verteidigt sie gegen alle unbilligkeiten.
    aber glauben sie mir, frau bassler, in einer von harten männern regierten welt haben derartige gefühle keinen platz. die welt lächelt sie nicht an wie mona lisa. wenn du als politiker einen freund haben möchtest, schaff dir einen hund an.
    ich hoffe, ich habe ihre zeit nicht über gebühr in anspruch genommen. in jedem fall bitte ich sie, ihrem kollegen lehmann die besten schwarzgelben grüsse auszurichten. echte freunde stehen zusammen, gerade auch in der not. kein fan versteht dies besser als ein dortmunder.
    london ist nicht glasgow. meine schottischen freunde werde ich auch weiterhin besuchen. aber reisende sollte man niemals aufhalten.

    YNWA Mr Lehmann and Mrs Bassler

    RaRa Rasputin | 10. Dezember 2011 | 21:20 | Antworten
  28. “in der um den Fortbestand Europas gerungen”

    Quatsch. “um den Fortbestand eines politischen Projekts”.

    Europa hat da nichts mit zu tun. Die Menschen werden nicht gefragt. Ist immerhin normal im Faschimus.

    Roland Tluk | 11. Dezember 2011 | 02:51 | Antworten
    • Ich würde eher von Diktatur der EU-Regierung reden.@Roland Tluk

      M.G. | 11. Dezember 2011 | 12:34 | Antworten
  29. ich hoffe, du möchtest damit nicht zum ausdruck bringen, dass frau bassler hier normales faschistisches gedankengut verbreitet. sie spricht mir aus dem herzen, und das allein ist der grund, warum ich hier bin. naja gut, und borussia spielt erst heute nachmittag.

    RaRa Rasputin | 11. Dezember 2011 | 03:32 | Antworten
  30. cameron hat es genau richtig gemacht. respekt. heute beneide ich die briten.

    raus aus dem euro!

    Tim | 11. Dezember 2011 | 05:22 | Antworten
    • Naja mal langsam. Die britischen Interessen sind die neoliberalsten schlechthin. Das hat also in GB weniger etwas mit Patriotismus oder wirklicher Sorge um das Land zu tun, sondern setzt nur das fort, was im Thatcherismus begann:

      100%-Abhängigkeit von den Finanzmärkten, keine Regeln, keine Limits. The show must go on – auf Teufel komm raus. Das britische Volk wird über die wahren Interessen da nur sehr wage informiert. Wenn da in den Medien bei BBC oder ITV von “britischen Interessen” die Rede ist, gehts dabei in Wirklichkeit hauptsächlich um die Interessen der Lobbyisten in der City of London und deren Neoliberal – fast schon wirtschaftsfaschistoiden – Glauben an den “guten alten Manchester-Kapitalismus”

      Die Gründe sind Unterschiedlich, fest steht:

      die Mähr vom Bindeglied Euro ist enttarnt. Der Euro hat Europa an die Wand gefahren und trennt es nun. Er war nicht für Europäer, sondern für ein paar große Zocker, die hinter den verschlossenen Türen ganze Arbeit geleistet haben.

      Thomas Sievers | 11. Dezember 2011 | 06:16 | Antworten
      • das stimmt so gerade nicht. die mär vom euro ist nicht enttarnt worden. wie frau bassler ganz oben festgestellt hat, haben alle 17 euro-staaten einen gemeinsamen bechluss gefasst, die anderen staaten innerhalb der eu überlegen es sich noch, scheinen aber dem gedanken an einem einigen europa nicht abgeneigt zu sein – alle staaten bis auf einen: eben die besagten briten. gerade das ist das thema hier

        RaRa Rasputin | 11. Dezember 2011 | 07:07 | Antworten
        • Naja … langsam mit den Pferden..

          Was hier angesprochen wurde, sind die politischen Führungskräfte. Sie spannen “alternativlose” Rettungsschirme, jonglieren mit Eurobonds oder dann doch nicht, mit einer Bundesbank-EZB oder doch lieber einer FED-EZB usw.

          Wurden denn jetzt eigentlich irgendwann mal die Europäer befragt? Also ich noch nie

          Thomas Sievers | 11. Dezember 2011 | 19:11 | Antworten
    • Wenigstens die Briten haben Mut nicht alles im der EU mitzumachen,ich beneide diese auch.@Tim

      M.G. | 11. Dezember 2011 | 12:41 | Antworten
  31. Schon der Linksverkehr GB’s, gilt dem restlichen Europa zwangsläufig als Geisterfahrt.
    So verwundert es keineswegs, dass auch die Länge der neuerlichen Extrawurst, auf der Groß Britanien so eigensinnig besteht, in Inch gemessen wird.
    Mir selbst geht es im Grunde nicht anders als Cameron.
    Wenn ich mal wieder zwingend den Längsten haben muss, behaupte ich auch immer, von der anderen Seite der Tischplatte aus gemessen zu haben.

    Delitant | 11. Dezember 2011 | 07:05 | Antworten
    • es ist doch völlig wurst, ob rechts oder links verkehrt wird. hauptsache ist, dass derjenige, der dir entgegenkommt, die gleichen regeln befolgt, wie du selber. andernfalls ist ein crash kaum zu vermeiden
      was die sache mit der tischplatte anbelangt, zählt dein argument nicht, weil ich eine runde platte habe. aber im interesse der hier möglicherweise anwesenden damenschaft sollten wir das thema nicht weiter vertiefen.

      RaRa Rasputin | 11. Dezember 2011 | 07:20 | Antworten
      • Lieber @RaRa Rasputin!

        Wie schön, mit ihnen auf eine bodenständige Humorgegabung zu treffen, die sich trefflich auf das Ausdeuten von Methaphern versteht.

        Gruß,

        Henk

        Delitant | 11. Dezember 2011 | 12:48 | Antworten
        • ich gebe zu, dass ich fast alle filme von monty python gesehen habe und von john cleese ein autogramm besitze. es hat mich nicht ganz unbeeinflusst. insofern bin ich schon ein bisschen britisch. aber vielen dank für ihre netten worte :)

          RaRa Rasputin | 11. Dezember 2011 | 19:08 | Antworten
    • Ich finde,die Briten haben wieder so richtig gezeigt,was sie drauf haben.Ich habe von einer bekannten mal gehört,welche Kontakt zu Briten hatten,sie seine richtige Snobs.@Delitant

      M.G. | 11. Dezember 2011 | 12:45 | Antworten
  32. @ ZDF
    Nein, Frau Bassler, Grossbritannien lag noch nie in Europa. Diese mittelalterliche Pirateninsel im Atlantik liegt näher an ihren Steuerparadiesen rund um den Globus als am Kontinent Europa.

    Jetzt malen die Medien das nächste Gespenst an die Wand: Jetzt drohe die EU zu “explodieren”. Das letzte Schreckgespenst vom Super-GAU…?

    Dabei müsste es korrekt heissen “die EU implodiert”; sie stürzt von selbst in sich zusammen, weil sie keinerlei sinnvollen Inhalt hat. Eine Implosion knallt zwar auch, aber keinem der Aussenstehenden (Bürger!) fliegt was um die Ohren; nur den EUdSSR-Marionetten im Inneren des naturgesetzwidrigen Kunstgehäuses…

    Eine “Explosion” wird es nur dann geben, wenn die Bürger in Europa auf die Strasse gehen und sich gegen die bedrohliche Dimension dieser Diktatur wehren. Weil 99% der Europäer keine “Vereinigten Staaten von Europa” wollen und weil die Bürger, die alleinigen Eigentümer ihrer Staaten, bis heute niemand um Erlaubnis gefragt hat.

    Europa war, ist und bleibt der Nabel der Welt. Weil unser Kontinent nur wegen (!) seiner einzigartigen Vielfalt der aufgeklärteste und lebenswerteste Flecken auf diesem Globus ist. Der dummdreiste Putschversuch einer handvoll Finanzfürsten, unser altes Europa in eine Dritte-Welt-Kolonie zu verwandeln, ist gescheitert!

    Die “Explosion” auf der Strasse war gar nicht nötig, aber die Warnung wurde offenbar verstanden. Eine peinliche Schlappe für die Medien, denen die 500 Millionen Europäer genau so wenig glauben wie Politikern und Bänkern.
    ;-)

    Moritz Paris | 11. Dezember 2011 | 07:44 | Antworten
    • Ich finde den angeblichen “Super-Gau der explodierenden EU” auch noch ganz ruhig interessant und kustig.Die Aufregeung der Massenmedien erschuttert mich nicht.@Moritz Paris

      M.G. | 11. Dezember 2011 | 12:48 | Antworten
  33. .. Bye, Bye Großbritannien..? ..

    Endlich haben “ES” das US-Kapital geschafft..!
    Einen Keil .. in EU zu treiben.

    Naja,.. sich in die US-Geschichte einschreiben zu können, ist keine Ehre.
    Tunesien, Lybien, Ägypten, dann kommt noch Syrien, Jordanien und Iran.
    Wenn das US-Militär mit diesen Ländern fertig ist, werden WIR bemerken, das die EU und der €uro, dem US-Kapital ein Dorn im Auge ist.
    In den USA .. wird fleißig und entschlossen, gegen den €uro gewettet und agiert.

    Das erste Opfer, dieser Tatik, war jetzt England durch Premieminister Cameron.
    Obwohl Cameron, genau gewußt hat, das EUROPA nicht nachgeben würde, erzwang das US-Kapital, Cameron`s Gefolgschaft.

    Die Folgen treffen nicht nur EUROPA, sonder England, Polen und die Schweiz.
    Sollte ein “direkter Nachteil” für EUROPA entstehen, dann könnte ein “Divisen-Steuer” fälig werden und der erzwungene Vorteil, wäre dahin.

    Um “ES” genau zu sagen .. falls EUROPA in einen wirtschaftlichen Konflikt verwickelt werden sollte, dann fragen WIR unsere “russischen Freunde” ob Sie UNS helfen, die Krise zu überstehen.

    .. und ein sollches Zenario, kann England sich nicht leisten ..

    EUROPA ist an den “größten Rohstoff-Markt” der Erde, angeschlossen und wird “bevorzugt” behandelt.
    Ein stabiler €uro, bedeutet einen starken Rubel und einen schnell kommenden Yen.

    EUROPA`s Motto..:

    “..wer UNS hilft zu überleben, dem helfen WIR zu überleben..”

    Wir in EUROPA verkaufen keine Ilusionen..!
    Sondern produzieren “höchste Qualität” mit TÜV-Abnahme.
    Davon können die “Amerikaner” nur träumen.

    P.S.
    “..wer kein TÜV-Zertifikat hat, wird in Frage gestellt..”

    Gruß
    bcstony

    P. Degoulange | 11. Dezember 2011 | 09:34 | Antworten
    • “..wer kein TÜV-Zertifikat hat, wird in Frage gestellt..”

      Das soll heißen, das man Produkte mit TÜV, auch “versichern” kann und somit “reale Sicherheit” geschaffen wird.
      Ein Produkt aus den USA, hat weder TÜV noch ein Garantie.
      Und wenn Russland und China Ihre Zusagen halten, dann gilt das Motto, Qualität über Quantität..!

      Nur “höchste Qualität” schafft Sicherheit und Arbeitsplätze. Eine Massen-Produktion, ohne Standards, schadet dem Land, in dem diese Massen-Teile produziert werden.
      Der Schaden macht sich im “Sozial-System” bemerkbar und schwächt die Kaufkraft und die Steure-Einnahmen.

      Gruß
      bcstony

      P. Degoulange | 11. Dezember 2011 | 09:49 | Antworten
  34. @ alle

    Ich verstehe diese Aufregung nicht.
    Im Klub der siebenundzwanzig Staaten sagt ein Regierungschef „Nein“. Und schon wird dieses Land zum Verlassen der EU aufgefordert. Ist die Europäische Gemeinschaft ein Gesangverein? Nicht alle Sänger müssen dasselbe Lied singen. Der, dem Melodie und Text nicht gefallen, hat das Recht als Solist aufzutreten.

    „Alle denken an sich – der Einzige, der an mich denkt, bin ich.“
    Dieser Satz drückt es doch wohl aus. Europa ist eine Großfamilie. Wir dürfen aber nicht erwarten, dass sich alle Mitglieder immerzu in den Armen liegen. Alle Mitglieder haben Eigeninteressen, die sie (wenn sie können) auch verteidigen werden.

    Nun gut. Wir befinden uns mitten in der Adventszeit. Advent ist die Zeit der Erwartung und der Vorbereitung auf das Fest. Zum Festessen werden halt eben nur 26 Familienmitglieder kommen. Ein Mitglied ist verschnupft – oder sind 26 Mitglieder verschnupft?

    Das, was viele Menschen Herrn Cameron vorwerfen, erwarten die gleichen Menschen von „Unserer lieben Frau“. Standfestigkeit, Vertretung deutscher Interessen – auch mal „Nein“ sagen können. Nicht aus Gründen der Ego-Pflege, nicht aus Geltungssucht, sondern „für“ das Land, das sie vertritt.

    Ich freue mich auf ihre Weihnachts-/Neujahrsansprache.
    Wird sie wieder den nachfolgenden Satz sagen?

    „Deutschland ist so erfolgreich, weil Sie Tag für Tag Ihre Arbeit machen. Sie sind früh morgens auf den Beinen. Sie arbeiten im Schichtdienst, an Sonn- und Feiertagen. Sie kümmern sich um Aufträge und um Ihre Mitarbeiter. Sie meistern Ihren Alltag, wie schwer er oft auch sein mag. Gemeinsam haben wir Enormes geleistet. Wir haben erfahren, was möglich ist.“ (Zitat: Auszug Neujahrsansprache 2010)

    Einen freundlichen Gruß aus Eisenach

    Heinz Sahl - Eine Stimme aus Thüringen | 11. Dezember 2011 | 10:05 | Antworten
    • @..Heinz Sahl – Eine Stimme aus Thüringen

      .. gut erkannt ..

      WIR sind aber weit davon entfernt, UNS Streit zu suchen..!

      EUROPA hat jetzt 104 Jahre “KRIEG” hinter sich und WIR werden, keiner Provokation aus dem “Ausland” nachgeben..!

      Der Premierminister des Vereinigten Königreichs ist der ranghöchste Minister der Regierung Großbritanniens und Nordirlands und ist genau so unter DRUCK geraten, wie
      President OBAMA.

      WIR stehen zu Premierminister Cameron und zu President Obama, aber damit stehen WIR “alleine” da..!

      .. denk mal nach ..

      Premierminister Cameron und President Obama, haben das selbe Problem..: den US-Kapital-Markt.
      Obama und Cameron werden aus den Republikaner-Lobby`s erpresst und in Ihrer Handlungsradius eingeschränkt.
      Wenn nicht gar “Handlungsunfähig” gemacht.

      .. Geld .. Geld .. Geld .. schade eigentlich..!

      Ich hab mich jetzt 10 Jahre, für die NATO eingesetzt, aber für “GELD” zieh ICH nicht in den Krieg..!!!!!!!!

      .. WIR sollten die NATO auflösen ..

      Wer für GELD in den Krieg zieht, ist ein SÖLDNER.

      Gruß
      bcstony

      P. Degoulange | 11. Dezember 2011 | 12:27 | Antworten
    • Dieses Jahr könnte unsere Kanzlerin aber mal “eine neue CD auflegen”, “Alle Jahre Wieder…” wird langweilig.
      Mit freundlichen Grüßen aus HVL
      @Heinz Sahl-Eine Stimme aus Thüringen

      M.G. | 11. Dezember 2011 | 12:54 | Antworten
    • Hi, @Heinz!

      Ich stehe weiß Gott nicht auf der Seite David Camerons, der offenbar dem neoliberalen Kapitalvampirismus das Gebiss zu pflegen gedenkt.Wenn ich jedoch z.B. als eingefleischter “Fußballfan” feststellen muss, dass der Verein, dem ich aus diesem Grund einst beigetreten bin, sich zusehends auf das Spielen von Tennis verlegt, könnte mich das durchaus dazu veranlassen, meine Mitgliedschaft dort zu überdenken.

      liebe Grüße,

      Henk

      Delitant | 11. Dezember 2011 | 13:00 | Antworten
      • ein vortrefflicher vergleich und ich glaube sogar, ich habe ihn verstanden ;)

        RaRa Rasputin | 12. Dezember 2011 | 22:51 | Antworten
  35. an alle @, Ich hoffe ,das England aussen vor bleibt.
    Man muss sich die Geschichte anschauen um dann zu verstehen,das die englische Politik immer zwei Gesichter
    hatte um Ihre Vorteile zu haben,egal wieviel Opfer es gab.
    England hat schon immer einen keil in friedliche Visionen getrieben.Der zweite Weltkrieg ist nicht alleine den deutschen zu zuschreiben.(Churchill)Wir brauchen Europa,auch um stark zu sein gegen eine Globalisierung die vorsieht das Amerika ( Kapital,Krone u. Juden) die Vormachtstellung hat.Schaun Sie in den Balkan,Amerika mit Europa (Mitläufer)haben erst Jugoslawien zerstört um dann besser,die kleinen Staaten wie Slovenien,kroatien,usw. kaufen zu können.Was jetzt Frau Merkel und Europa mit Serbien treibt ist zu verachten.Als noch mehr Daumenschrauben an die Hände der Serben,und ein Hatzi Tatzi,ein Mafiaboss sondergleichen wird gedeckt von der politischen Elite Europas.Sollte das Spiel was Amerika u. Europa mit Serbien treibt weiter gehen,fängt das Feuer im Balkan wieder an zu brennen.
    Also wie gesagt,die Engländer können ruhig draussen bleiben sie bringen immer Unruhe,man muss nur aufpassen da das Königshaus auch zu den Bilderbergern zählt,wenn Sie wissen was das für eine Vereinigung ist.Bibelmaus muss ich einmal Recht geben,diese ganzen Datensammlerei von Facebook usw. alles voran getrieben von der Geldelite , die das sagen haben will bei einer Globalisierten Welt.
    Bitte Frau Merkel,wenn Sie nicht Schuld sein wollen das es im Balkan wieder brennt,oder es einen grossen Ruck
    gibt in Richtung Nationalismuss in Serbien,wo gerade das Pflänzichen Demokratie anfängt zu wachsen,so schlagen Sie den Kosovoalbanern ein bisschen auf die Finger.(Drogen,Organhandel) aber vielleicht ist dieses ja gewollt von unserer Elite.
    Gruss Kurt

    Kurt | 11. Dezember 2011 | 11:56 | Antworten
  36. Was mich stört ist wie unser Bundespräsident Wulff sich schon wieder in die Tagespolitik einmischt. Erst meinte er, der Islam gehöre zu Deutschland, was sicher nicht der Fall ist und nun schleimt er England gegenüber. Die Briten müssen selber erleben was ihnen die Politik einbrockt!
    Ich war diesen Sommer im Baltikum und überrascht von der Freude des Esten, Mitglied in der EU zu sein und Euro-Land. Was diese Menschen in kurzer Zeit geleistet haben hat mich tief beeindruckt. Europa kann nur mit “Willigen” gelingen und nicht mit “Unwilligen” die nur Rosinen haben wollen aber Bittermandel verschmähen.
    Die Grundkonstruktion bei der Einführung des Euro mag falsch gewesen sein, indem man nicht auf die Wirtschaftskraft der Euroländer achtete, dies bestreite ich nicht. Unser Kontinent hat aber nur eine Zukunftschance, wenn wir alle zusammenstehen! Zur Not müssen wir eine Nord-Union und eine Süd-Union gründen, wie weiland die Amerikaner. Aufgrund von eigenen Erfahrungen können wir uns den Krieg der Nord- gegen die Südstaaten schenken und nach einer gewissen Anpassungszeit über die Vereinigten Staaten von Europa freuen. Nur gemeinsam werden wir die Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft meistern. Wie erfolgreich wir da sein können zeigen die Airbus Industrie, die Weltraumforschung und andere Projekte.
    Ich gehe sogar soweit zu behaupten, dass Russland in die EU gehört. Den Euro nehmen die Menschen dort übrigens sehr gerne. Russland gehört jedenfalls eher zu unserem Kulturkreis und Landmasse,als die Türkei!
    Es wird Zeit, dass wir uns die fast täglichen Angriffe dubioser amerikanischer rating-Agenturen auf Länder der EU nicht mehr bieten lassen. Amerika will damit nur von seinen eigenen, sehr schwerwiegenden, Problemen ablenken.
    Das diese Agenturen rein “sachlich” urteilen kann mir jemand erzählen der glaubt, ich zöge die Hose mit der Beißzange an.
    Ja, wir müssen runter von den Schulden, auch wir Deutsche, das sind wir unseren Kindern und Enkel schuldig aber nicht den amerikanischen Rating-Agenturen und weltweit operierenden Investoren. Diese sind das Krebsgeschwür des Kapitalismus in seiner Reinform.

    Helmut | 11. Dezember 2011 | 12:07 | Antworten
    • - sehr treffend ausgedrückt aber leider wird davon nur sehr wenig politisch zur Kenntnis genommen oder gar umgesetzt.
      - Was diese obskuren Rating-Agenturen angeht, dürfte längst klar sein, daß es sich dabei um Lobby-Werkzeuge handelt. Oder sollte ich eine eine schlechte Bewertung Großbritanniens übersehen haben ? Wäre wohl mit der “Londoner City” nicht zu machen…

      Ramses | 11. Dezember 2011 | 14:47 | Antworten
  37. Schöner Propagandabeitrag Frau Bassler.

    Endlich haben die Briten ihr wahres Gesicht gezeigt. Es ist schon nicht nur ein Skandal, wenn der britische Premierminister David Cameron vor laufenden Kameras sagt, dass die Briten Europa nur als Absatzmarkt ihrer Waren interessiert. Da fragt man sich doch, warum seit 500 Jahren die Engländer jeden Krieg in Europa mitgemacht haben. Wo ist heute die Balance of Power? Wo ist der stets ausgefochtene Anspruch Mitglied der Pentarchie zu sein? Warum haben die Engländer im 2. Weltkrieg ihren wichtigsten Absatzmarkt in Europa weggebombt? Ach so ich verstehe. Damals konnte man ja anderen Nationen ausrauben und für Jahrzehnte Tribute abfordern, auch wenn selbst die Kinder in den Ländern zu hunderttausenden verhungerten – z. B. im Nachkriegsdeutschland nach 1945.
    Heute sollen die Briten im Zweifel Solidarität für die Staaten der Europäischen Gemeinschaft bekunden und in der Not helfen. Sorry Europa, das geht natürlich entschieden zu weit.
    Lassen wir die Insel ziehen und kappen am Besten sofort die Leine. Wir brauchen die Briten nicht und endlich stehen die Briten da wo sie hingehören – im Abseits.

    Der mit der Wahrheit tanzt | 11. Dezember 2011 | 12:08 | Antworten
    • Nehmen Sie doch das nein-sagen der Briten nicht so übel,denn sie haben doch auch ein Recht auf Freiheit.@Der mit der Wahrheit tanzt

      M.G. | 11. Dezember 2011 | 12:59 | Antworten
  38. Der Mensch hat die Fähigkeit und vor allem auch die Freiheit (z.B. hier in Europa) zu denken und seine Gedanken zu formulieren. Diese Freiheit wissen wir doch alle zu schätzen.

    Durch die Vielfältigkeit und Individualität eines jeden Einzelnen von uns, kommt es(wie man doch auch hier erkennen kann)zu den kontroversesten Diskussionen. Der eine sieht es aus religiöser Sicht, der Nächste ist eher konservativ oder sieht die Dinge der Politik aus liberatär/nationalistischer Sicht,usw.

    Auf allen Ebenen unseres Gesellschaftslebens(auch innerhalb des persönlichen Umfeldes, ist die Toleranz gegenüber dem Andersdenkenden, einfach erforderlich, um auch den Frieden zu wahren.

    Ich muss nicht die Entscheidung und auch die Zusammenhänge innerhalb der britischen Politik von Herrn Cameron gut heißen, aber ich muss sie respektieren/tolerieren. Und wie schon Herr Sahl anmerkte, hat Herr Cameron national entschieden, eine Entscheidung, die viele Bürger hier in BRD auch von unserer Regierung fordern.

    Es wäre der Anfang vom Ende unserer persönlichen Freiheit und der Demokratie, wenn nicht auch Journalisten oder sonstige Personen des öffentlichen Lebens, nicht mehr ihre Sichtweisen zu den einzelnen Problemstellungen äußern dürften.Außerdem gäbe es ja dann auch gar nichts mehr zu diskutieren:-)

    sille | 11. Dezember 2011 | 12:29 | Antworten
    • sie sprechen das offen aus, was mein herz fühlt. an europa schätze ich besonders seine kulturelle vielfalt und die begeisterung, auch andere völker daran teilhaben zu lassen. so haben die iren unseren vorfahren christliche moral und wertvorstellungen unterrichtet, die franzosen uns einsicht in die kunst des lebens gegeben, die spanier uns gezeigt, was leidenschaft und temperament ist, und die italiener uns in die geheimnisse der liebe eingeweiht (ich sag nur casanova und bunga bunga).
      die engländer haben uns die regeln des fussballs erklärt und sind sogar so nett, uns jedesmal gewinnen zu lassen :)
      gut, auf fussball könnte ich notfalls verzichten. aber ein bisschen schlimm finde ich es schon

      RaRa Rasputin | 11. Dezember 2011 | 19:49 | Antworten
      • Ja, das wissen viele hier in Deutschland viel zu wenig zu schätzen.Ich kann mich noch gut an meine Jugend(in den siebzigern) erinnern, wo die Grenze zu den Nachbarn(ich wohne direkt an der Grenze zu Belgien und Niederlande), nicht nur ein Schlagbaum war, sondern er war noch in den Köpfen der Menschen drin.Das beruhte einfach darauf, dass die Kriegsgeneration noch nicht vergessen hatte und auch wir jungen Leute dafür verantwortlich gemacht wurden, welches Unrecht Deutsche ihrem Land angetan haben.Seit ca.25 Jahren ist es überwunden und ich wünsche mir einfach, dass es so bleibt.

        Ich sehe jetzt, dass der gesamte Respekt und die Freundschaft untereinander großen Schaden nimmt. Alle EU-Länder haben ein massives Problem mit der Politik und der Finanzwelt, das ist nicht nur hier in Deutschland so. Schaut man sich den OECD-Bericht über Griechenland an, muss man sich doch aufrichtig fragen, inwieweit der Bürger Griechenlands dafür verantwortlich ist, dass der gesamte Staatsapparat regierungsunfähig ist.

        Obwohl wir alle wissen, wo die Verursacher sind, beginnen die Bürger, die Bürger aus anderen Nationen für die Misere ganz allgemein verantwortlich zu machen.Mal sind es die faulen Südländer, die die Deutschen mit Transferleistungen stützen müssen, jetzt werden die “schrulligen”Engländer angegangen.

        Die gesamte europäische Bevölkerung sitzt in einem einzigen Boot und man kann es nur gemeinsam in eine Richtung steuern. Ich bin froh darüber, dass man sich beim EU-Gipfel nun auf eine Richtung geeinigt hat, um das Schiff halbwegs wieder manövrierfähig zu machen. Und ich bin ziemlich sicher, dass sich die Engländer auch wieder auf die EU zubewegen werden, denn die Entscheidung von Herrn Cameron wird nicht grundsätzlich von der englischen Bevölkerung mitgetragen. Mich würde es sehr freuen, wenn sich dies alles wieder einrenkt.

        sille | 12. Dezember 2011 | 08:43 | Antworten
        • ich bin völlig ihrer meinung. mein vater musste damals die ddr verlassen, meine halbe verwandtschaft war drüben, einen teil habe ich erst nach der wende getroffen. mein cousin hat nur über eigene recherchen herausgefunden, dass er drei halbgeschwister hat – schon komisch, dass man im reifen mannesalter plötzlich mehrfacher onkel wird.
          aber bereits deutschland hat schwierigkeiten, die teilung zu überwinden und zusammenzuwachsen. wie soll das funktionieren bei einem europa, dass zuletzt zur zeiten der römer vereint war und das zu einem grossen teil nicht mal freiwillig?
          auf jeden fall teile ich ihre zuversicht, dass die briten nicht aus der EU ausscheiden werden. dazu bedarf es nämlich mehr als nur einer entscheidung eines einzelnen politikers oder einer partei. das gesamte volk muss hierzu befragt werden.
          die briten, die ich kenne, sind durchweg europafreundlich gesinnt, und mögen sogar uns deutsche :) bleibt also abzuwarten. nichts wird so heiss gegessen, wie es gekocht wird.

          YNWA

          RaRa Rasputin | 12. Dezember 2011 | 13:36 | Antworten
          • wissen Sie, was ich so unerträglich finde, ist die Tatsache, dass die Trennung zwischen Ost-und West-Deutschland wieder so gelebt wird… und das nach 20 Jahren. Aber das sind wir Älteren und nicht unsere Jugend. Unsere Tochter wird jetzt 27 und kann sich gar nicht mehr daran erinnern, wie es vor der Wende war, geschweige unser 14-jähriger Sohn. Die kennen auch nur Europa und da liegt die Zukunft und die berufl.Perspektive für unsere Kinder.

            Mir ist es egal, ob sich GB umfänglich der Fiskalunion anschließt, aber eine offene, von Toleranz geprägte Beziehung wünsche ich mir.

            Ich gebe die Hoffnung ja auch nicht auf:-)

            YNWA zurück

            sille | 12. Dezember 2011 | 16:03 | Antworten
  39. warum hört man eigentlich keine Drohungen des Tripple A Verlustes für England von den Ratingagenturen?
    Kann es sein, dass die Hedgefonds, welche in England besonders aktiv sind, dieses verhindern?
    Verdient hätte England den Verlust des AAA schon lange, liegt die Verschuldung sogar über der von Griechenland.
    Ist es vielleicht deshalb, weil die Hedgefonds auch die Geldgeber der Ratingagenturen in USA sind?

    Ameliegnom | 11. Dezember 2011 | 12:50 | Antworten
    • @ Ameliegnom: So ist es!

      und allein hieran wird überdeutlich_

      - wir lassen uns vollsülzen von Medien, Politikern und Lobbyisten, es ginge um “Europa”. Geht es aber nicht. Es geht um die Finanzwirtschaft. Das eine hat mit dem anderen aber nichts zu tun.

      Primat hatte einmal die Demokratie. Heute leben wir de facto in einer Diktatur.

      Nach dem ganzen Finzanzmarkt-Blabla (“alle Bürger sollen blechen und wir blenden mal eben kurz aus, das die ganzen Staats-Schulden fast überall durch die Bankenzockerei 2008 entstanden sind”) ist das wesentliche immer noch nicht geklärt:

      - Was genau soll denn nun diese omminöse “Idee Europa” sein?

      Ein Tripple A ? wäre mir als Definition zu wenig, und wird unserem Kulturkontinent mit seinen verschiedenen Bewohnern nicht gerecht. Aber auch das fällt keinem Journalisten sonderlich auf ;)

      Peter Lustig | 11. Dezember 2011 | 15:59 | Antworten
  40. Welche Aufregung und warum,war dieses Ergebnis doch von Frau Merkel, die bekanntlich eine weise und vorausschauende Dame ist, anl. des letzten Treffens mit Cameron so ausgehandelt worden. Nur, dass wir alle das nicht verstehen wollen. Warum hat sie das getan ? Bekanntlich will ja auch Frau Merkel den Jungbankern (die von Bankgeschäften im eigentlichen Sinne rein gar nichts verstehen, oder soviel wie mein Hund) in London für deren Casinokonzessionen engere Grenzen setzen (was ich als Kollege dieser Superbanker nicht glaube).Dies hätte aber verheerende Folgen für Festllandeuropa. Es wurde ja schon hinlänglich diskutiert, dass GB ansonsten nicht über viel verfügt, was es an den Mann/die Frau bringen könnte. Warum verheerende Folgen? Bei Einführung einer stärkeren Kontrolle des Casinos würden viele gutbezahlte Jungbanker arbeitslos. Nun erinnern sich ja vielleicht einige an die ersten Semester VWL und den Multiplikatoreneffekt!? Diese nun arbeitslosen Jünglinge könnten folglich nicht mehr in teuren Bekleidungsgeschäften/Schneidereien einkaufen, in teure Bars gehen, teuren Wein genießen usw.
    In der Folge würden viele dieser „einfachen“ Mitarbeiter des Deinstleistungegewerbes für die Banker arbeitslos. Diese nun könnten nicht mehr in die Touristencentren des europ. Festlandes reisen, um sich dort besinngungslos zu besaufen, anschließend das Mobiliar zu zerschlagen und dann guter Dinge die Heimreise antreten. Der Festlandsvolkswirtschaft würde also ein immenser Schaden entstehen, denn heimische Hotels (z.B. Benidorm oder Lloret de Mar) und Brauereien hätten einen nicht zu verkraftenden Umsatzeinbruch.
    Die Handwerker, die die Schäden beseitigen müssen, wären gezwungen, Insolvenz anzumelden. Ganz zu Schweigen von dem Schaden, den der Festlandfussball nehmen würde.
    Also, wir sehen, alles war wohl durchdacht.
    VieleGrüße aus Brasilia/DF

    hel | 11. Dezember 2011 | 12:53 | Antworten
    • Also kein EU-Untergang,wenn alles durchdacht war.Wieder nichts los.@hel

      M.G. | 11. Dezember 2011 | 13:03 | Antworten
  41. Bitte verzeiht uns und betrachtet uns nicht alle als EU-feindlich!
    Es leider der Fall, dass wir hier in GB seit etwa dreißig Jahren, nämlich seit der abscheulichen Thatcher, unter EU-feindlicher Propaganda von der Konservativen Partei sowie von der gelben Presse leiden, und die Labour Partei hat sich auch nie hundertprozentig für die EU eingesetzt. Infolgedessen gibt es eine ganze Generation, die überwiegend nur negative Meinungen zur EU gehört haben.
    Hingegen sind sehr, sehr viele von uns schier am Verzweifeln, wie dumm und introvertiert diese jetzige Regierung ist. Sie sind unsere Ewiggestrigen, die in der Welt von 1911 und nicht 2011 leben.

    Bill Cooper | 11. Dezember 2011 | 13:54 | Antworten
    • .. 1911 ..

      Dieses Datum sagt mir was..! Und Ich kenne auch dessen Bedeutung..!

      Aber um “ES” auf den Punkt zu bringen..:

      “.. mit Gründung der EU ist dieses Datum hinfällig..”

      Und um “es” genau zu sagen, die meisten Verträge, an die WIR uns halten müssen, sind so aufgebaut, das eine “NOT-Bremse” für EUROPA eingebaut ist.

      Doch auf einer Streck, von 10 Jahren, diese “NOT-BREMSE” mehrmals zu ziehen, ist unverschämt..:

      “.. Notbremse ..” , (Deutschen Bahn)
      “.. Handgriff nur bei Gefahr ziehen ..”
      “..Jeder Mißbrauch wird bestraft ..”

      Wenn ein Zug mehrmals auf einer Streck, mutwillig und sinnlos angehalten wird, kostet das Zeit, Geld und Ansehen..!
      Und genau das ist die Tatik..!!

      Wenn man “ES” nicht verhindern kann, dann stört man ALLES was nicht niet oder nagelfest ist.
      Die so entstandenen “Unkosten” können schwere wirtschaftliche Folgen haben, für “Kleinbetriebe” und “Selbstständige”.
      Man greift die jenigen an, die sich “nicht wehren” können, und hofft darauf, das der Schaden so groß wird, das der jeweilige Staat, eingreifen muß..!

      Das Ziel ist erreicht und fordert zum mitmachen auf..!

      Immerhin machen die “Menschen” nur Ihren Job..! oder nicht.

      P.S. GB ist nicht Schuld, sondern die US-Rep.

      Gruß
      bcstony

      P. Degoulange | 11. Dezember 2011 | 15:14 | Antworten
      • Na ja, war das Jahr in dem der brit. König zum Kaiser von Indien gekrönt wurde…..

        hel | 11. Dezember 2011 | 15:27 | Antworten
    • ich kenne eine reihe von britischen staatsbürgern. sie sind überwiegend fleissige arbeiter und gesetzestreu. auch können sie mit fug und recht stolz auf ihre geschichte, tradition und kultur sein. der britische humor ist weltweit unübertroffen.
      falls es tatsächlich zu einem austritt der briten aus der EU kommen sollte (was ich definitiv nicht hoffe), wird die zeche wieder einmal der kleine mann auf der strasse zahlen. verdienen wird am ende nur das kapital, und das sitzt in london.
      lieber bill, sie leben in einer demokratie, und es liegt auch an ihnen, wie lange sie sich eine regierung leisten können und wollen, die in den übrigen europäern nur kaufkräftige kunden für ihre produkte und keine freunde sehen.
      auch in england gibt es menschen, die in freundschaft andere werte und eben nicht nur materielle sehen.

      YNWA Bill ;)

      RaRa Rasputin | 11. Dezember 2011 | 17:04 | Antworten
    • @Bill Cooper:
      - es gibt überhaupt nichts zu verzeihen ! Regierungen sind meist weit entfernt vom Normalbürger und zudem oft der Lobby verpflichtet. Das trifft nunmal leider auch auf GB zu, genauso wie auf die meisten anderen Europäischen Staaten auch. Insofern befinden wir uns alle in ähnlicher Situation.
      - Habe übrigens in GB nur gute Erfahrungen gemacht und seine Bürger schätzen gelernt. Wäre in der Tat ein Verlust, sollte sich diese Nation von der EU total abkoppeln. Die Insel gehört unbedingt zu Europa, welches gerade auf seine Unterschiede und einzigartige kulturelle Vielfalt soviel Wert legt und darauf auch stolz sein sollte.
      Welch anderer Kontinent kann da schon mithalten ?

      Ramses | 11. Dezember 2011 | 18:36 | Antworten
  42. Liebes ZDF !!!
    Warum drucken Sie meinen Beitrag von heute 11.12.2011 11:56 nicht.Leben wir schon in einer Diktatur,ich habe niemanden beleidigt,nur die Wahrheit gesprochen,und diese
    wird von Ihnen unterdrückt.
    Gruss Kurt

    Kurt | 11. Dezember 2011 | 14:09 | Antworten
  43. Liebes ZDF !!!
    Warum wird mein Beitrag nicht gezeigt ?
    Zuviel Wahrheit schadet !!!!!
    Gruss Kurt

    Kurt | 11. Dezember 2011 | 14:15 | Antworten
  44. Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Frau Bassler

    vorweg möchte ich mich entschuldigen für das viele provozieren und Frau Bassler zurufen das ich Ihren vorauseilenden Gehorsam zum Kotzen finde und Sie scheinen abends vor dem Spiegel zu stehen und Heil Merkel zu brüllen.

    Sie werden merken das hört den ganzen Text lang nicht auf, aber es liegt mir wie Blei auf der Seele und muss raus.

    Also, es gibt verschiedene Traditionen im Umgang mit Geld in der Welt. Die Angelsächsische Tradition kennt keine Zwangssolidarität wie sie gerade von unserer Führerin Merkel eingefordert wird.

    Cameron verweigerte bereits 2010 die Britische Teilnahme am EFSF, also ist sein Verhalten auf dem hier angesprochenen EU Gipfel nicht isolierend oder nach innen gewendet, sondern einfach nur ehrlich und konsequent, aber Ehrlichkeit geht der Deutschen Frau ja schon lange ab.

    Sie verehrte Damen und Herren, aber vor allem Sie Frau Bassler sollten sich ganz andere Fragen stellen.

    Warum verweigern die Briten ihre Teilnahme am EFSF und jedem weiteren Euro Rettungsschirm?

    Warum redet Cameron von Britischen Interessen, will aber den Euro erhalten?

    Und warum redet die englische Opposition davon, dass sie nicht nicht nur am EU Gipfletisch sitzen wollen, sondern das gehandelt werden soll?

    Sie Frau Bassler zitieren hier Douglas Alexander.

    “Es ist nicht im nationalen Interesse Großbritanniens, dass Entscheidungen getroffen werden, ohne dass wir auch nur mit am Tisch sitzen.”

    Aber Sie, Frau Bassler, ziehen daraus die völlig falschen Schlüsse.

    Das Britische Interesse an Europa ist das Europa seine Schuldenprobleme löst. Und das geht in der Angelsächsischen Tradition eben nicht mit Sozialismus (Zwangssolidarität), nein, in Angelsachsen löst man solche Probleme radikaler und damit gerechter!
    Denn da zahlen die Schulden die, die sie verursacht haben. Sprich wenn es nach Groß Britannien ginge, würde man Griechenland Bankrott machen, das hieße das die Gläubiger keinen Pfennig sehen würden, Griechenland wäre seine Schulden los und könnte von vorne anfangen. Das vermeintlich negative daran wäre, das der Griechische Staat sich die nächsten Jahre kein Geld mehr leihen könnte, was aber bei der Verschwendungssucht des Griechischen Staates eher von Vorteil wäre.

    Nach diesem Staatsbankrott müsste dann das Griechische Volk anfangen vernünftig zu wirtschaften und wir alle wissen das die Griechen das auch können.

    Ein weiterer Vorteil wäre das man Nachahmeeffekte wie Italien im vornherein verhindert hätte. Aber da ist ja jetzt mit Monti ein Finanzmensch am Werk der, im gegensatz zu Berlusconi, weiß was er tut.

    Nicht Cameron ist der Buhmann, auch wenn Sie Frau Bassler das anders haben wollen, nein Frau Merkel ist der Buhmann und das wird Ihnen auch sehr schnell klar werden.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dennis Kufner

    P.S. Nachfolgend einige Videos bei Youtube, die vielleicht zum Nachdenken anregen.

    Obama’s Jobs Act:
    http://www.youtube.com/watch?v=wsc-npUcuC8

    Obama, one voice can change a room:
    http://www.youtube.com/watch?v=sRqLRLI0q4g&feature=fvst

    Cameron, sort out it’s issue’s:
    http://www.youtube.com/watch?v=JGbikw-HWG8

    Hat Merkel, Cameron überhaupt verstanden?:
    http://www.youtube.com/watch?v=xQIJkgpP1hg

    Und würde die Opposition wirklich den Britischen Kurs ändern?:
    http://www.youtube.com/watch?v=L90BCEVH41U&feature=related

    Dennis Kufner | 11. Dezember 2011 | 15:35 | Antworten
    • londoner gell?
      bleib an deinem platz an der börse

      RaRa Rasputin | 12. Dezember 2011 | 22:59 | Antworten
      • Sehr geehrte(r) Herr oder Frau Unbekannt

        eigentlich ist es nicht meine Art auf solche Anonymen Seitenhiebe zu reagieren, aber da ich hier auch provozierend unterwegs bin, muss ich halt mit solchen Nonsens Kommentaren wie den Ihren leben, aber da ich ein höflicher Mensch bin, möchte ich Ihnen, aber vor allem dem Publikum, Ihre Frage beantworten.

        Nein ich bin kein Londonder. Ich stamme aus Niedersachsen, um genauer zu sein aus der Lüneburger Heide. Als Heidjer waren meine Vorfahren mal Teil des Königreiches Hannover. Das Königshaus von Hannover ist mit dem Britischen Verwandt und einige Zeit lang, war der König von Hannover auch König von England. Sie merken also ich kenne mich mit Angelsächsischen Traditionen einigermaßen aus, denn die sind in Niedersachsen auch Teil der Tradition, auch wenn diese Niedersächsische Tradition durch die Zwangsassimilierung durch Preußen nicht mehr rein Angelsächsisch ist, so ist doch die Sprache (Plattdeutsch) und die Lebensweise in Niedersachsen, der Britischen ähnlicher als der Preußischen (Berliner Lebensweise), denn dort (Berlin) lebe ich zur Zeit!

        Ach ja und einen Platz an der Börse hätte ich liebendgern, kann aber damit leider nicht dienen!

        Mit freundlichen Grüßen

        Dennis Kufner

        Dennis Kufner | 13. Dezember 2011 | 19:07 | Antworten
        • die könige von hannover gelten nicht unbedingt als gewinn für die britische krone. unter george III. gingen die kolonien in nordamerika verloren, und er wurde verrückt.
          insofern stimmt meine vermutung, sie haben irgendwas mit london zu tun, schon.
          wer selbst provoziert, sollte sich nicht beschweren, wenn er entsprechende bemerkungen zurückerhält. ihre ansichten über frau merkel und frau bassler teile ich in keinster weise und finde sie äusserst unproduktiv.

          RaRa Rasputin | 13. Dezember 2011 | 20:28 | Antworten
          • Sehr geehrte(r) Herr oder Frau Unbekannt

            eben eben wo keine Berge sind. Das ist ja der Grund warum ich auf Ihren anonymen und somit im Normalfall nicht beachtenswerten Kommentar geantwortet habe, ich habe provoziert, aber das schrieb ich ja schon.

            Sie scheinen nicht nur nicht alles zu Lesen, Sie scheinen auch gar nicht kapieren zu wollen, worum es geht. Sie versuchen nur rum zu stänkern und das in einer sehr unrpoduktiven Weise.

            Sie und ich werden auf keinen Nenner kommen, ich habe Ihnen gesagt was ich von Ihnen halte, nichts. Von meiner Seite aus ist nun alles gesagt.

            Ich wünsche Ihnen noch viel Erfolg beim NACHdenken, den werden Sie nötig haben.

            MfG
            Dennis Kufner

            Dennis Kufner | 14. Dezember 2011 | 20:53 | Antworten
  45. Europa ist ein Fall für Dr. Zwegat von RTL

    Wenn interessiert es noch, ob Europa politisch, wirtschaftlich oder militärisch noch eine große Rolle in der Welt spielt. In Brüssel und Straßburg haben wir nur noch Pappnasen (Euro-Politiker) vertreten, die sich hauptsächlich mit der Frage beschäftigen: wie sie ihre eigene soziale Frage lösen können. Wenn sie am Freitagmorgen um 7:00 Uhr ins Wochenende auschecken und ihre Unterschrift für eine Sitzung unterschreiben, an der sie nachweislich nicht teilnehmen werden, dann ist Welt in Europa in Ordnung.

    Dass nun GB vorrangig seine eigenen Interesse vertritt, ist genauso legitim, wie das Russland, China und Saudi Arabien tun. Die, die Europa am Leben erhalten wollen, wissen noch nicht einmal, ob sie nur eine politische, eine ökonomische oder militärische Union haben wollen. Da gehen die Meinungen so auseinander, wie ein Hefe-Zopf.

    Europa ist chronisch Pleite.

    Die hohen Sozialausgaben, in fast allen Ländern der EU, sind der Grund warum an den Börsen und Märkten gezockt werden. Alle Länder leben über Ihre Verhältnisse, das ist erst einmal nicht schlimm, wenn daraus keine exorbitantische Inflation erwächst wie 1929. Was ist zutun in Zukunft: Das ist so einfach wie das ABC des Dr. Zwegat bei RTL: nur das ausgeben – was man auch einnimmt.

    Bart Simpsen | 11. Dezember 2011 | 15:51 | Antworten
    • FALSCH

      1. Entstanden fast überall die riesigen Staatschulden (Außnahme das kleine Griechenland) durch die Rettungsaktionen der Staaten nach der Bankenzockerei 2008

      2. Zeigt Ihnen jede OECD-Studie, dass die “normalen Bürger” fast überall in Europa seit Jahrzehnten die Verlierer sind. Nix mit Sozialstaat – eher mit A-Sozialstaat, denn die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer und die Mittelschichten tendieren eher zur Verarmung.

      Was Sie zum Ziel Europa sagen, ist der eigentliche Punkt und hier meine volle Zustimmung! Dieses omminöse “Ziel Europa” definierten bisher einzig die Wirtschaftslobbyisten und einige wenige politische Eliten. Immer schon vergaß man dabei, die Europäer einmal selbst zu fragen.

      Sie sollen immer nur finanzieren. Selbstverständlich “alternativlos”….

      Peter Lustig | 11. Dezember 2011 | 16:03 | Antworten
    • @…Bart Simpsen

      .. interessante Einstellung ..

      Aber von Geschichte, sollten Sie nicht reden.
      Ich glaube, die Geschichte ist ein Teil von Ihnen und das währe nicht “neutral” aus meiner Sicht.
      Aber,.. Ich verstehe Ihren Zorn.

      Aber jetzt mal Klartext..:

      In EUROPA gibt “ES” genug Gold, Silber, Diamanten und Geschmeide .. um den EURO locker an einem Tag zu entschulden..!
      Doch wer will das..?!!?

      .. denk mal nach ..

      Wenn jeder Mensch auf der Welt, so aggressive wäre wie Sie, dann hätten WIR schon lange, ALLES verloren..!
      Doch die GUTEN schlafen nicht, im Gegenteil, im 3-Schichtbetrieb, wird gearbeitet, geschaffen und Produziert. Jede Sekunde schaffen WIR “Real-Werte”.

      .. Programme tuen das nicht..! ..
      .. Programme “drucken” Geld und Ich dachte immer, das sei verboten..! Geld “drucken” darf nur der Staat..!!!!!
      Naja,.. in den USA, darf jeder Geld drucken, wie man lustig ist. Kauf dir einen Server, instaliere ein sinnvolles Programm darauf und “drucke” los.
      Ich werde “London” echt vermissen, auf dem “freien Markt”.
      .. Schade eigentlich ..

      Egal,.. WIR haben genug um den €uro zu stellen .. und keine US-Raiting-Agentur, kann mir mein Auto, mein Haus oder mein Leben nehmen..!

      .. Aber so sicher bin Ich mir jetzt da auch nicht..! ..

      Gruß
      bcstony

      P. Degoulange | 12. Dezember 2011 | 00:39 | Antworten
  46. Die Engländer machen es wie die Ratingfirmen … sie machen sich gerade selber lächerlich. Italien, Frankreich, Deutschland, was besseres gibts ja gar nicht.

    Einfach machen lassen.

    Wer rated eigentlich diese Ratingfirmen? Nach dem was man weiß wird kaum was besseres als triple-z dabei rauskommen …

    Wird Zeit, dass sich die Großbanken zusammenschließen und diese Nichtsnutze aus ihrem Lieferantenverzeichnis streichen. Für die Engländer kommt das allerdings zu spät.

    Schleim hin oder her. Ich hoffe, Westerwelle baut nicht wieder Scheiße. Sehr gute Beziehungen zu China und USA sind für Deutschland und damit Kontinentaleuropa nicht verzichtbar.

    Richtig, man kann durchaus die Meinung vertreten, dass der europäische Teil Russlands und die Menschen dort näher an uns sind als der europäische Teil der Türkei oder gar die ganze Türkei.

    Marc | 11. Dezember 2011 | 16:27 | Antworten
  47. Es macht ueberhaupt keinen Sinn ueber die Rating Agenturen zu meckern und denen vielleicht auch noch ein Verschulden an der EURO Krise zu zuschreiben. Schuld an dem ganzen heutigen Disaster hat die Regierung Helmut Kohl. Uebrins auch der Namensgeber “EURO” war der damalige Finanzminister Theo Weigel.
    Der EURO sollte laut dem Bundesverfassungsgericht, Entscheidung Nr. 33/98 vom 2. April 1998 erfuellen:
    1. Die Erreichung eines hohen Grades an Preisstabilität.

    2. Eine auf Dauer tragbare Finanzlage der öffentlichen Hand.

    3. Die Einhaltung der normalen Bandbreiten des Wechselkursmechanismus des europäischen Währungssystems seit mindestens zwei Jahren.

    4. Die Dauerhaftigkeit der von dem betreffenden Mitgliedstaat erreichten Konvergenz.
    Nur was liegt heute vor?
    Eine Volksbefragung in Deutschland wurde geschickt von den Politikern umgangen.
    Grundlagen der Volkswirtschaftslehre ignoriert, Finanzerperten weltweit als nicht kompetent verurteilt, und den Menschen in Deutschland wurde Hoffnung vorgegaukelt.
    Was stellt sich eigentlich Frau Merkel vor, als Retterin einer Einheitswaehrung die Geschichtsbuecher zu fuellen?
    Alles was in Richtung EURO heute unternommen wird ist einfach absurd und unverantwortlich. Heute ist aus Deutschland heraus bisher kein Geld geflossen, aber es gibt Garantien die sehr risikobehaftet sind. Als Folge davon werden staatliche Investitionen begrenzt, was der Wirtschaft schadet.
    Banken werden subventioniert, das sind aber Wirtschaftsunternehmen die eigenverantwortlich zu handeln haben. Es findet sogar eine doppelte Subvention statt, denn wuerde Deutschland nicht mit Garantien anderen Staaten helfen, muessten die Banken weitere Abschreibungen vornehmen. Das ganze System EURO ist zum Scheitern verurteilt, weil der Traum der “Vereinigten Staaten von Europa” ein Traum ist.
    Was kann als Folge eintreten wenn die einzelnen Staaten Europas wieder zu ihren urspruenglichen Waehrungen zurueckkehren, nichts weiter als das diese neues Geld drucken muessten. Politisch wuerde Europa nicht zerfallen, im Gegenteil, ich denke Europa wuerde politisch wie auch emotional mehr zusammen wachsen.
    Der Fortbestand des EURO hat zur Folge das sich Staaten in Europa von einer Organisation bevormunden lassen muessen wie sie ihre Haushaltplanung anzulegen haben, undenkbar.
    Die Briten haben vollkommen richtig, und ehrlich gehandelt. Die britische Wirtschaft wird keinen Schaden nehmen.

    Detlev G. Pinkus | 11. Dezember 2011 | 17:57 | Antworten
  48. Langfristig wirds darauf hinauslaufen, dass sich Staaten nur noch bei der EZB das Geld besorgen. Die EZB wird aber keine Gewinne erwirtschaften sondern es einpreisen auf die Verzinsung.

    Insofern dann das endgültige Aus für sämtliche Ratingagenturen und für die Finanzmafia im Nadelstreifen. Börsianer sind dann endlich auf das zurechtgestutzt was sie immer schon waren: spielsüchtige Kinder – die dann endlich wieder mit der Holzeisenbahn spielen dürfen, anstatt mit Staaten.

    Thomas Sievers | 11. Dezember 2011 | 18:05 | Antworten
    • sehr schön kommentiert. ich vertrete einen skeptischen optimismus. man muss nicht erwarten, dass gleich alles gut wird, aber man kann zumindest dran glauben. dieser krisengipfel war ein schritt in die richtige richtung. ob die briten uns auf diesen weg begleiten möchten, ist für mich eher nebensächlich. es gibt genügend menschen, auch und gerade in england, die voller inbrunst you’ll never walk alone singen. man muss deswegen nicht gleich eine feste beziehung eingehen. never ever :)

      RaRa Rasputin | 11. Dezember 2011 | 18:22 | Antworten
    • @Thomas Sievers:
      - das wäre wirklich zu hoffen ! Tatsächlich wird Ihre Ansicht schon verschiedentlich von Altpolitikern und Fach-Ökonomisten da und dort geäußert, wenn auch noch etwas zögerlich oder sogar verschämt. Man will ja nun die eigene Partei bzw. die Branche der man angehört nicht allzu sehr verschrecken oder gar aufscheuchen. Sei´s drum: es wären Überlegungen in die richtige Richtung und ein Anfang; auch wenn es dann noch länger braucht um in den eigenen Kreisen Überzeugungsarbeit zu leisten. Hauptsache diese Idee wird endlich umgesetzt damit die Banken-Zockerei und Rating-Lobby ein Ende hat !

      Ramses | 11. Dezember 2011 | 18:51 | Antworten
    • Das bedeutet keineswegs das AUS, denn die leben nicht nur von Staaten (die i.Ü. kaum etwas dafür bezahlen) sondern auch von vielen anderen Auftraggebern….

      hel | 11. Dezember 2011 | 19:41 | Antworten
  49. Die Heute-Redaktion des ZDF wird ja nicht müde, Beiträge zu bringen, in denen zum Euro und zur Einigkeit für diese Währung appelliert wird. Die Bevölkerung und viele Experten der Volkswirtschaft stehen dem Euro sehr ablehnend gegenüber: Hatte die DM doch den dummen “Fehler”, dass sie gut funktioniert hat, während sich unter dem Euro die Negativsalden in den Zahlungsbilanzen der schwachen Länder und die Schulden der Haushalte aufhäufen.

    Das Euro-System mit seinen wirtschaftlich völlig unterschiedlich starken Ländern ist eine Katastrophe – wann bringen die Medien endlich wieder genauso viele kritische Berichte, in denen z.B. eine Rückkehr zur DM offen gesagt werden darf? Naja, beim Thema Euro gibts genauso wenig eine wirkliche Meinungsfreiheit wie zum Beispiel zum Thema Islam, bzw. lässt man durch einseitige Berichterstattung nicht zu, dass auch andere Meinungen in die Politik dürfen.

    Marc Magoni | 11. Dezember 2011 | 18:32 | Antworten
    • - Oha, wir haben keine Meinungsfreiheit, dürfen also nicht kritisieren, nicht diskutieren, müssen uns strikt zurückhalten wenn wir uns äußern ? Und es gibt auch keine Presse mit unterschiedlicher Ausrichtung. Alles und Alle in Deutschland sind gleichgeschaltet. Alle ? Aber nein, nicht Alle:
      - @Marc Magoni, ich bewundere wie Sie das Risiko eingehen hier Ihre Gedanken darzustellen ! Befürchten Sie nicht, daß gleich bei Ihnen die staatliche Meinungspolizei anklopft ?

      Ramses | 12. Dezember 2011 | 01:52 | Antworten
  50. Wer nicht will, der hat gehabt. Interresant wird es nun für David Cameron, und zwar dergestalt, ob er dieses Desaster heil übersteht oder nicht. Die Torries sind ja für ihre Sturheit bekannt, doch David Cameron schiesst da möglicherweise den Vogel ab. Das gilt für den Fall, dass Großbritannien aus der EU austritt, was Cameron offenbar favorisiert, auch wenn er das weglügt.

    Johannes Lauck

    Lauck | 11. Dezember 2011 | 18:33 | Antworten
    • cameron ist kein guter politiker. wer überzeugend lügen möchte, muss ausserordentlich intelligent sein. vielen politikern fällt es schon schwer, ihr eigenes volk zu belügen. aber in aller öffentlichkeit auszusprechen, was man wirklich denkt über seine “freunde”, ist taktisch völlig unklug und diplomatisch ein desaster.
      cameron kann ich nur zugute halten, dass er von der situation überrascht und zumindest im ersten moment überfordert war. wahre größe zeigt sich gerade darin, niederlagen würdevoll ertragen zu können. darauf war er eben nicht vorbereitet.
      warten wir ab, was er von sich gibt, wenn er ausreichend zeit gehabt hat, die passenden antworten zu formulieren. vielleicht findet er ja noch einen hervorragenden ghostwriter, der partnerschaft in einer wohlklingenderen form ausdrücken kann.

      RaRa Rasputin | 11. Dezember 2011 | 18:58 | Antworten
  51. Ich frage mich bei alledem, was Merkel geritten hat, einen jahrzehntelang verfolgten Kompromiss so mir nix dir nix über Bord zu werfen. Stets war die EU bemüht, die Briten drin zu halten, und hat sich dafür auf viele Kompromisse eingelassen. Jetzt scheint Merkel sich die EU auch ohne die Briten denken zu können. Ist das auch wieder so eine Volte, wie sie sie schon mehrfach geschlagen hat?

    Erst Verlängerung der Atomlaufzeiten, dann Atomausstieg. Erst Deauville – Beteiligung privater Gläubiger, kein Sanktionsmechanismzs -, jetzt das Gegenteil. Angeblich verfügt sie doch über einen Kompass …

    Wir bei Ybersinn haben uns gefragt, was das für ein Kompass sein könnte. Ich mag hier nicht schon wieder einen Link dorthin platzieren; wer sich für diesen speziellen Merkel’schen Kompass interessiert, der kann einfach auf meinen Namen klicken und wird das dann schon finden.

    Ybersinn | 11. Dezember 2011 | 19:20 | Antworten
    • Die Wechselhaftigkeit bei Merkel ist eine Frage der Gewöhnung.Sie wird wohl noch öfter tun.@Ybersinn

      M.G. | 11. Dezember 2011 | 19:42 | Antworten
  52. Diese Ratingagenturen sind nicht die Mahner, die Ratingagenturen sind durch ihre triple-A Bewertungen der Immobilienbriefe, auf die fast alle Banken – vorallem die öffentlichen – hereingefallen sind, die Ursache des Problems.

    Dazu kommt, dass diese Firmen – die Eigentumsverhältnisse sind im Wesentlichen bekannt – von ihren eigenen Bewertungen auch noch profitieren.

    Man wette gegen Deutschland und senke dann das Rating z.B., genauso primitiv wie wirksam.

    Gut dass Banken und Politik inzwischen anfangen, die nicht mehr für voll zu nehmen und sich selber wieder um ihre Aufgaben kümmern.

    Marc | 11. Dezember 2011 | 19:42 | Antworten
    • Was soll’s,schlimmsten Falls,wird die menschheit wieder zu Jäger,Sammler und Fischer,weil sie mit Geld nicht klar kommen,handeln sie wieder Ware gegen Ware.@Marc

      M.G. | 11. Dezember 2011 | 20:14 | Antworten
  53. heute morgen wachte ich auf, mit einem lächeln auf den
    lippen. ich hatte geträumt, daß der euro-alptraum ein gutes ende gefunden hatte. leider war es nur ein traum…

    fritzguitar | 11. Dezember 2011 | 22:13 | Antworten
    • liebe fritzguitar,
      du hast dich nicht getäuscht, denn der alptraum ist dank der kontintaleuropäischen einigkeit endlich zu ende.
      wenn ich könnte, würde ich dir meine kuscheldecke schenken, aber so bitte ich dich einfach um vertrauen und zuversicht. schau dir einfach mal ein video von merkozy an. ich hoffe, es wird auch dir hoffnung geben.

      RaRa Rasputin | 11. Dezember 2011 | 23:57 | Antworten
  54. Ich wundere mich nur, dass sich so viele wundern. War es doch schon immer so mit den Briten, selbst beim Ihrem Eintritt in die EU haben Sie sich erst mal zahlen lassen, und natürlich erst nachdem die anderen die Wege geebnet hatten. Großbritannien weiss sehr wohl eine Kuh zu melken, mit dem füttern allerdings habert es. Rainer von Daarle (Saarbrücken)

    Rainer von Ireland | 12. Dezember 2011 | 00:10 | Antworten
    • lieber rainer,
      die baronin margaret hilda thatcher hat es damals klar zum ausdruck gebracht: we want our money back. damals hat dies keiner ernst genommen, und heute kann keiner cameron ernst nehmen.
      kein vernünftiger mensch schlachtet aber eine kuh, die er noch melken kann. allein deswegen teile ich deine verwunderung

      RaRa Rasputin | 12. Dezember 2011 | 00:43 | Antworten
  55. @..heute.de

    “..Ich hätte da mal eine “offizelle Frage..”

    Wäre es möglich, mal ein Blog zu machen, indem man mal so, die einzelnen US-Staaten mal Raiten könnte..?
    Hab mal nachgedacht, bekomme keine 3 Staaten zusammen..!
    Und wieviele Staaten hat die USA..? “.. 50 ..”

    Ich kenne die nicht mal..! Texas – G.W.Bush, Arizona-Rambo, Hawai-Obama .. ab dann hagt´s bei mir..ehrlich..!

    Wir in Europa, haben nur 17 evtl. 28 und nicht mal alle “politischen” Freunde, sind mir bekannt. WIE raten die UNS..??????? Wie geht das..?

    Bitte erklärt mir das..!

    Gruß
    bcstony

    P. Degoulange | 12. Dezember 2011 | 01:55 | Antworten
    • wie passt diese frage zu diesem thema?

      RaRa Rasputin | 12. Dezember 2011 | 02:37 | Antworten
  56. Wenn ich das hier so lese, dann finde ich viele inhaltlicch unverständliche Kommentare.

    Die Hauptfrage ist wohl: Ist das Verhalten der Briten europalegitim?

    Und zur Überraschung vieler ist die Frage schnell und klar zu beantworten: JA!

    Jetzt werden einige Leute anfangen zu protestieren. Allerdings fragt man sich warum diese Leute mit der Antwort nicht einverstanden sind. Vielleicht, weil sie nicht genau mit der Historie der EU / EG vertraut sind.

    Im Gegensatz zu den eutschen Politikern, welche lieber ihr eigenes Land ruinieren und auch für Volks- und Landesverrat nicht zurückschrecken, liegt den Briten weit weniger an Europa.
    Da heutige Europa wurde als eine Wirtschaftsunion gegründet, nicht als eine politische Union. Diese Ausbaustufe kam erst wesentlich später hinzu – allerdings hätte sie niemals hinzukommen dürfen!

    Die Briten habeen schon damals signalisiert, daß sie politisch eigenständig bleiben wollen.

    Nun ist das Kind also in den Brunnen gefallen und auch bereits ertrunken. In der Folge des tragischen Todes gehen jetzt 2 Staatschefs her und wollen das bereits tote Kind durch Magie erneut zum Leben erwecken.
    Da der Euro aber bereits klinisch od ist, weigern sich also die Briten, diesem vollkommen hirnverbrannten und nutzlosen Aktionismus zuzustimmen.

    Ich finde diese Reaktion vollkommen verständlich und eine logische Konsequenz:

    1.) Der Euro nicht das Problem von GB – was die ein Glück haben. Außerdem gibt es in den EU – Verträgen ein No-Bail-Out – Klausel, welche die Argumentationsgrundlage für die Briten ist. Warum sollte GB auf etwas verzichten, nur weil in anderes Land zu viele Schulden macht?
    Auch bei uns Deutschen ist das eine Frage. Da wir aber kein demokratisches System in Deutschland haben, sondern in einer parlamentarischen Diktatur leben, ist dies bei uns von deutschen Politikern gegen das eigene Volk ebntschieden worden.
    Ein klarer Vertragsbruch und somitein Volksverrat und -betrug. Da machen es die Briten besser (auch mit Eigeninteresse natürlich – siehe Punkt 2).

    2.) GB lebt von seinem Finanzmarkt. Warum sollten die Briten diesen aufgeben? Man hat sich damals der EU us wirtschaftlichen Interessen angeschlossen. Gibt man den Markt auf, braucht man auch keine EU mehr in GB.
    Anders herum: Wenn die EU wollte (und sie will es), daß Deutschlan auf seine Exportüberschüße verzichtet, dann würden wir doch auch ein Veto einlegen (was bereits passiert ist – nur ist es medial nicht so breit berichtet worden.. Betrifft uns ja schießlich selbst und könnte das Bild der EU in Deutschland stark schädigen), oder?

    Also, was ist den Briten vorzuwerfen?
    Antwort: Nichts! Ganz im Gegenteil, eiin gut überlegter und für GB sehr vernüpftiger Schritt. Meine Gratulation für die Standhaftigkeit der Briten. Ich wünschte, wir hätten so etwas an Politikern auch in Deutschland.

    Berios | 12. Dezember 2011 | 08:51 | Antworten
  57. @Berios

    Ob dieser “Schritt” für die englischen Bürger “vernünftig” war, würde ich eher sehr skeptisch betrachten.Die “upper class” in diesem Land hat noch nicht begriffen, dass die Fixierung auf die sogenannte Finanzindustrie, bei gleichzeitigem Verlust der realen Wirtschaft eine Spirale nach unten ist. Wie sagte Gorbatschow? “Wer zuspät kommt, den bestraft das Leben”. Die Schotten liebäugeln auch schon mit den östlichen skandinavischen Nachbarn. Die würden sich lieber heute als morgen vom “Mutterland” trennen. Es gibt für uns überhaupt keinen Grund zu jammern!
    Aber das können wir Deutsche in Europa und der Welt am besten und dies auf sehr hohem Niveau.

    Helmut | 12. Dezember 2011 | 10:52 | Antworten
  58. @Helmut:

    “Es gibt für uns überhaupt keinen Grund zu jammern!
    Aber das können wir Deutsche in Europa und der Welt am besten und dies auf sehr hohem Niveau.”

    Das sehe ich alledings ganz anders. Was ist denn “Jammern auf hohem Niveau”? Das ist eine von Politikern geprägte Aussage ohne Sinn und ohne Verstand. Gazprom Schröder ha den Spruch seiner Zeit im Vergleich zu Äthopien gebracht. Selbst hier hält die Sache nicht Stand. Ja, wir haben zu Essen und ein Haus über dem Kopf. Aber wir haben auch imense Kosten hierfür. Die Meisten von uns arbeiten zwischen 8 – 10 Stunden jeden Tag für diesen “Luxus”. Viele haben noch eine zweite Atbeitsstelle damit sie sich und ihre Familien überhaut ernähren können. Wir haben über 11 Mio. Leistungsempfänger (vor dem Euro waren 5,5 Mio.).

    Wenn jemand Grundd zum Klagen hat, weil ihm der Euro gar nichts gebracht hat außer mehr Kosten, dann ist das eindeutig Deutschland und das deutsche Volk.
    Das “Jammern auf hohem Niveau” ist eine wirklich blöde und durchsichtige Phrase – in der Kommunnikationslehre nennt man so etwas eine Killerphrase, welche den Gesprächspartner sofort zum Schweigen oder in die Defensive bringen soll. Hier gibt es in Deutschland noch andere, gern genommene Phrasen: “Ohne Euro gibt es Krieg”, “europafeindliches Verhalten”, “ist nationalistisch eingestellt”, etc..

    Ich amüsiere mich immer über diese Art der Manipulation. Vor allem, weil so viel Menschen auf diesen Quatsch herein fallen. Schließlich will keiner in die Nähe von Nazi`s gerückt werden….

    Aber zurück zum Thema:
    Wir müssen diesen hirnfreien Euro – Blödsinn bezahlen – und wir sind noch nicht einmal gefragt worden, ob wir das überhaupt wollen.

    Nein, die Briten machen es vollkommen richtig. Europa braucht Mitbestimmungsgrenzen – Politier brauchen Grrenzen. Ansonsten leben wir bald in einer europäischen Diktatur unter einem belgischen und portugisischen Schmerlappen.

    Berios | 12. Dezember 2011 | 11:41 | Antworten
    • @berios:Da muss ich jedoch kurz intervenieren.Ich habe in Erinnerung, dass wir alle vor Jahren bei einer Wahl zum Euro abgestimmt haben, habe allerdings auch in Erinnerung, dass die Wahlbeteiligung äußerst gering war.

      Vielleicht waren Sie damals noch nicht wahlberechtigt oder Sie gehörten damals auch zu denjenigen, die sich gar nicht für das Thema interessiert haben.

      sille | 12. Dezember 2011 | 12:45 | Antworten
      • @Sille:

        Wann haben Sie in Deutschland per Wahl über die Einführung des Euros abstimmen dürfen?
        Wann haben sie über die Beibehaltung des Euros abstimmen dürfgen?

        Das haben Sie vielleicht geträumt – stattgefunden hat so etwas nie. Sie meinen vielleicht die Europaparlamentswahlen. Die sind aber so uninteressant, daß man da wirklich nicht hingeht. Man tauscht hier den einen Euro – Faschisten gegen den anderen aus. Absolut statisch, da es keine Europa – Opposition in Deutschland gibt.

        Herr Schröder hat damals ausdrücklich gesagt, daß die gewählten Abgeordneten ie Entscheidung für das deutsche Volk treffen würden.

        Und so hat man sich gegen über 80% der Bevölkerung, welche gegen die Abschaffung der DM waren für den Euro entschieden.

        Sie haben niemals über den Euro abgestimmt, es sei denn Sie wohnen nicht in Deutschland. Die Ddeutschen hatten niemals eine Chance, den Euro abzulehnen. Hätte es eine solche Wahl gegeben, dann gäbe es in Deutschland noch die DM. Übrigens wäre der Euro auch heute sofort Geschichte, wenn die Deutschen abstimmen dürften. Daher gibt es inn Deutschland keine Volksentscheide, denn dann würde das Volk ja mündig sein.

        Ich schätze, Sie verwechseln hier etwas. Eine Euroabstimmung hat es niemals gegeben. In Bezug auf die Bundestagswahlen war es damals vollkommen egal, da alle Konstellationen hätten den Euro eingeführt.

        Fakt ist: Eine Wahl gab es in Deutschland zum Euro niemals – auch keinen Volksentscheid.

        Berios | 12. Dezember 2011 | 13:30 | Antworten
        • @berios: Vielleicht erinnern Sie sich doch daran.Nach dem Mauerfall wurde das “Zusammenschweißen” der EU intensiv vorangetrieben. Für die Einführung des EURO hat sich besonders die Regierung Kohl eingesetzt und wie Sie schon selber gesagt haben, hatten es die etablierten Parteien alle auf ihrer Fahne stehen.

          Es gab jedoch auch kleine Außenseiterparteien, die gegen die Einführung waren, deren Ergebnis war extrem enttäuschend, jedenfalls für uns hier.Das wäre damals die Gelegenheit gewesen, sich gegen die Euro-Einführung zu wehren, oder zumindest den Dialog zu eröffnen.

          Hatte mich vielleicht etwas unglücklich ausgedrückt,sorry.Aber Fakt ist jedenfalls, dass diejenigen, die überhaupt wählen gingen, sich wenig mit den Zielsetzungen dieser Europa-Politik auseinandergesetzt haben, geschweige sich Vor-und Nachteile des Euro gemacht haben. Und letztendlich ist es nicht die Währung als solche, die zu dieser Krise geführt hat, sondern die permanent fehlenden Steuerungsmechanismen(Brüssel),die schon immerwährende Angewohnheit aller Staaten, ihren Haushalt über Schulden zu finanzieren und natürlich die gesamte Finanzwelt.

          sille | 12. Dezember 2011 | 15:42 | Antworten
          • @Sille:

            Ihre Aussagen stimmen teilweise. Der Euro ist nicht der Ausschlag für die Krise gewesen (das waren die Staaten selber), allerdings hat der Eeuro die Krise überhaupt erst möglich gemacht.

            Der Euro ist ein Bindeglid zwischen den europäischen Staaten. Da er als Währug Einfluß auf jede Volkswirtschaft im Euro – Raum hat, verbindet er somit auch indirekkt die Volkswirtschften miteinander. Wenn jetzt ein wirtschaftlich schwaches Land aus dem Euro fällt, dann würde der Euro aufwerten. Und genau das ist das Problem. Die Eurozone hat seit Jahren wirtschaftlich schwache Länder aufgenommen, um den Euro abzuwerten bzw. konstant zu halten. Fallen diese Länderr jetzt raus, würde der Euro massiv aufgewertet werden. Und genau das können die starken Wirtschaftsnationen nicht zulassen. Daher wird man alleine durch das Verhandensein des Euros in eine Finanzkrise gezwungen. Hätten diee einzelnen Staaten noch ihre eigenen Währungen gehabt, dann wäre das nie passiert. Übrigens stehen wir erst am Anfang einer permanten Finanzkris. Das System Euro ist so nicht zu halten. Alles Geld der Welt nutzt nichts, wenn man schwache Volkswirtschaften die auch noch Importländer sind mit starken Volkswirtschaften, welche Exportländer sind, kombiniert.
            Das ist Basisphysik: Wenn zwei Kräfte aufeinander treffen, dann wird die größere Kraft die kleiner absorbieren.

            Genau das passiert gerade mit Griechenland – allerdings kaufen wir mittlerweile unsere Exporte nach Griechenland selber ein.

            Das Ganze ist absoluter Schwachsinn und wird niemals funktionieren.

            Berios | 13. Dezember 2011 | 13:02 | Antworten
    • @Berios

      “Es gibt für uns überhaupt keinen Grund zu jammern!
      Aber das können wir Deutsche in Europa und der Welt am besten und dies auf sehr hohem Niveau.”

      Diesen Satz von mir möchte ich trotz Ihrer Kritik aufrecht erhalten. Ich war beruflich und privat schon so in manchem Land der Erde unterwegs. Es gibt Menschen auch in Europa die würden sich glücklich schätzen, wenn sie unsere “Probleme” hätten. Bei uns erhalten sogar Menschen Unterstützung, die nur der Sozialhilfe wegen zu uns gekommen sind, versuchen sie das mal in einem anderen Land! Die bisherige Krise haben wir in Europa und auch im Vergleich mit den USA hervorragend bewältigt. Dies ist auch und besonders dem Verhalten der Arbeitgebern und den Gewerkschaften zu verdanken. Das der Euro zunächst einmal ein “Teuro” war streite ich überhaupt nicht ab. Hier haben als erste die Gastronomen zugeschlagen und was haben die Kunden gemacht? Die Kneipen sind voll!

      Vergleichen Sie mal die Lebensmittelpreise in Deutschland mit den anderen Ländern.

      Helmut | 12. Dezember 2011 | 13:42 | Antworten
  59. Der Kommetar von Frau Bassler übersieht einige Fakten.
    Ich habe sieben Jahre in London gelebt. Viel schlimmer als Cameron ist die Tatsache, dass die Mehrheit (Umfragen)
    der Bevölkerung sehr Europaskeptisch ist. Das hat zum Teil mit dem unsäglichen Rupert Murdoch zu tun, einem Australier, der die meisten britischen Zeitungen dominierte. Es ist auch so, dass die City über 50 Milliarden Euro Steuern zahlt, etwas 20% des gesamten Steueraufkommens des Landes. Cameron stand vor einem objektiven Dilemma. Britannien hat seine Industrie aufgegeben und ist heute abhängig von der City. Das aber ist eine Tatsache, die kurzfristig nicht zu ändern ist.
    Bereits mit Margaret Thatcher fand die Fehlenetwicklung an.

    Daher ist mit der Beitrag von Frau Bassler zu emotional, zu wenig faktisch.
    Jochen

    Jochen | 12. Dezember 2011 | 13:17 | Antworten
    • ich finde es nicht schlimm, dass eine journalistin auch einmal gefühle zeigt, und wenn diese noch von weiblicher güte und herzenswärme zeugen, macht sie das nur sympathischer.
      euroskeptiker gibt es überall. wenn es nach der meinung der bildzeitungsleserInnen geht, wären wir schon längst ausgeschieden. aber ich benutze die bildzeitung nur, weil mir das klopapier zu teuer ist

      RaRa Rasputin | 12. Dezember 2011 | 13:46 | Antworten
  60. jetzt gerade rechtfertigt cameron sein verhalten vor dem englischen parlament. schauen wir mal, ob er wieder so ehrliche worte findet :)
    ich selbst bin aktiv in der dortmunder fangemeinde. wir dortmunder pflegen besonders enge kontakte zu celtic glasgow und liverpool. in den letzten stunden haben mich zahlreiche mails, faxe und ein anruf erreicht. wahrlich, ich kenne nicht alle briten. aber die, die ich kenne, haben mir ewige freundschaft versichert. echte freundschaft, die dieser londoner nicht versteht. YNWA komme was kommen mag, du gehst niemals allein!
    glaube ich meinen glasgower freundInnen, ist bereits halb schottland in aufruhr. möglicherweise übertreiben sie, aber das verhältnis zwischen schotten und engländern ist ja schon traditionell von diversen spannungen geprägt.
    in liverpool gibt es eine starke hooliganszene, die schon sehr viele körperkontakte mit londonern gehabt hat. wenn da noch so ein dummer spruch von cameron und consorten fällt wie: du hast keine arbeit? kannst doch häkeln gehen, dann garantiere ich für nichts mehr. gegen die liverpooler sind die dresdener harmlose milchbubis, die gerne im sandkasten spielen können. aber unser ehemaliger aussenminister kennt die bedeutung des spruches: unterm pflaster gehts zum strand.
    joschka wirft die steine ja nur so in die luft, ohne wirklich jemanden wirklich schlimm wehtun zu wollen, sagt er ja sehr glaubhaft. ein echter hooligan hat andere vorstellungen über die wirkung eines pflastersteines.
    nun ist es so, dass in dortmund auch eine etwas größere fangemeinde besteht. wir dortmunder lieben aber unsere polizei :) alle jahre wieder tanzen wir mit ihnen auf den strassen und plätzen unserer kleinen gemeinde, singen lustige lieder, umarmen uns, verteilen sträusschen und küsschen. ist so ähnlich wie karneval, nur brauchen wir nur einen schwarzgelben bus zu sehen.
    die liverpooler mögen nicht mal ihre eigene polizei. nunja, hoffen wir, dass der londoner premier ein paar halbwegs beruhigende worte findet ;)
    im zweifel bleibt ihm immer noch ein rücktritt aus gesundheitlichen gründen oder eine beförderung in eine position, wo er noch am wenigstens schaden anrichten kann, offen.
    ich bin fest davon überzeugt, dass grossbritannien, in jedem fall aber schottland in der EU bleiben wird. cameron kann dann ja häkeln gehen.

    Du gehst niemals allein, steht auf unserem schal
    special thanks to our british friends

    RaRa Rasputin | 12. Dezember 2011 | 18:16 | Antworten
  61. Habe mir gerade die Nachrichten angesehen.

    Frage:

    Was für Schutzklauseln hat denn dieser Cameron konkret gefordert?

    Was hat er uns im Gegenzug dafür angeboten?

    Marc | 12. Dezember 2011 | 20:17 | Antworten
    • zut ersten frage: schutz der finanzmetropole london.
      zur zweiten frage: verbleib großbritanniens in der EU

      RaRa Rasputin | 12. Dezember 2011 | 20:39 | Antworten
      • Na dann :-D

        Marc | 12. Dezember 2011 | 20:39 | Antworten
    • @ Marc: Ich habe mir sogar die Parlamentsdebatte auf Phönix angeschaut. Detaillierte Ausführungen zu den von ihm geforderten Schutzklauseln hat Hr.Cameron nicht abgegeben.Das interessierte mich genauso wie Sie :-)

      sille | 12. Dezember 2011 | 20:48 | Antworten
      • liebe sille,

        Dr. Friedrich Wörndle hat es hier oben schon kommentiert: “Europa interessiere ihn nur als Handelsplatz” (ibd). wer so über seine freunde spricht, braucht sich nicht zu wundern, wenn er bald keine mehr hat.
        aber cameron hat eben nicht nur für sich selbst gesprochen, sondern für alle briten. und deswegen sind die schotten so verdammt sauer. dieser spruch mag für londoner sprechen, aber die highlander haben eine andere auffassung von freundschaft.
        es kann nur einen premier geben. und ich glaube nicht, dass es cameron auf längere dauer sein wird

        RaRa Rasputin | 12. Dezember 2011 | 22:38 | Antworten
        • ganz ehrlich lieber Rasputin? Bereits aus beruflichen Gründen war/ist es für mich immer notwendig, zwischen den Zeilen zu lesen oder zu hören. Dort liegen in der Regel die Informationen, wenn z.B. gravierende Änderungen anstehen etc..

          In der Regel ist es so, dass man z.B. eine getroffene Entscheidung detailliert und plausibel begründet/verteidigt. Es gilt ja, seine Kontrahenten davon zu überzeugen, ggf. über “Horrorszenarien” und dergleichen.

          Was ich jedoch gestern gesehen, bzw. gehört habe, war weit davon entfernt.

          Mir fehlte eigentlich nur noch, dass er trotzig mit dem Fuss aufgestampft hätte:-).
          Letztendlich hat er Schadensbegrenzung gegenüber der Opposition betrieben, indem er die Kehrtwende gemacht hat, nun doch in der EU bleiben zu wollen. Die Blicke einiger seiner Mitstreiter sprach jedoch seine eigene Sprache, als er seine “Beruhigungspillen” verteilte:-))

          Jedenfalls wird es auch in GB noch politisch unruhig werden, zumal nun ja die Forderungen aus den anderen EU-Ländern lauter werden, dass GB aus der EU austreten soll und dass wird, zumindest aus meiner Sicht, Ängste bei der Bevölkerung auslösen, weil sie die Konsequenzen nicht genau absehen können. Zudem habe ich auch anhand von Kommentaren, sie aus London kommen, nicht den Eindruck, dass die Londoner so 100% hinter ihrem Premier stehen.

          Schauen wir mal, wie es weitergeht!

          VG.

          sille | 13. Dezember 2011 | 07:57 | Antworten
  62. sollte ein *lol* werden

    Marc | 12. Dezember 2011 | 20:40 | Antworten
  63. Ich amüsiere mich auf jeden Fall königlich.
    Zuerst will man einen Schuldensünder nicht gehen lassen und riskiert dann mit vollkommen sinnlosen Maßnahmen, daß andere EU – Mitglieder freiwillig gehen.

    Und was lernen wir daraus?

    Lieber ein insolventes Land in der EU behalten und dafür Milliarden bezahlen, als ein nicht insolventes Land behalten und dafür nichts bezahlen.

    Das nenne ich mal Logik. Politikerdenken halt – dumm, einfältig, ohne Hintergrund und vollkommen sinnfrei.

    Berios | 13. Dezember 2011 | 09:44 | Antworten
    • ich denke mir, dass man aus wirtschaftlichen Gründen wenig Interesse daran hat, Griechenland in die Insolvenz zu schicken, bzw. aus der EURO-Zone zu entlassen.

      Z.B. verdient Deutschland(genauer genommen Thyssen-Krupp und deren Zulieferfirmen)recht ordentlich an den Rüstungsaufträgen.(wurde nicht sogar in den vergangenen Tagen noch ein Vertrag in Höhe von 1,3 Milliarden € abgeschlossen, war jedenfalls zeitnah an die Auszahlung der ersten Tranche)Für BRD bedeutet das wieder,Steuereinnahmen,Erhalt von Arbeitsplätzen usw.

      Mit einer schwachen Drachme, könnte Griechenland diese Güter gar nicht finanzieren. Und dies wird für so sämtliche Güter so sein, die nach Griechenland oder andere exportiert werden.

      Man könnte unter diesem Gesichtspunkt die Rettungsschirme auch als Subventionen bezeichnen.

      sille | 13. Dezember 2011 | 10:48 | Antworten
      • so ist es. kein euro-land kann es sich leisten, den euro fallen zu lassen. und die nicht-euroländer können schlecht nach euroland exportieren, wenn dieser zu schwach ist. darum unterstützen sogar die schweizer (als nicht-eu-mitglied) den euro.
        da für mich die schweizer die besten bänker überhaupt sind, werden sie gute gründe haben, warum sie das tun. cameron hat es uns in seiner tollpatschigen art ja gesagt: england braucht uns als absatzmarkt. nur so was sagt man eben nicht offen.
        schotten und waliser haben nichts mit england am hut. und selbst unter den engländern mögen nicht alle die londoner (wenn ich da nur allein an meine liverpooler freunde denke).
        england kann es sich gar nicht erlauben, aus der union auszutreten. es hat keine kolonien mehr, selbst kanadier denken mittlerweile ernsthaft darüber nach, sich vom einfluss der krone zu lösen, die USA sind noch pleiterer als wir – wohin soll den england exportieren, wenn nicht nach europa?
        das weiss jeder finanzexperte. cameron hat einfach zu hoch gepokert. es war ja auch nie seine absicht, er wollte einfach noch ein paar vorrechte mehr für england erreichen. das gestanden ihm seine anderen partner nicht zu. die reaktionen von merkozy zeigen dies sehr deutlich.
        wenn er klug ist, macht er es so wie kohl: erstmal gar nichts, einfach nur aussitzen. denn egal, was er jetzt macht, er kann nur leute verprellen.
        wir sitzen alle in einem boot. vielleicht ist es die titanic. dann können wir nur hoffen, dass wir diesmal einen besseren überblick und einen besseren steuermann haben. ich bin da verhalten optimistisch ;)

        YNWA

        RaRa Rasputin | 13. Dezember 2011 | 11:52 | Antworten
        • @RaRa Rasputin:

          Ich gehe mal nicht auf alles ein, was Sie geschrieben haben. Nur soviel:

          Die Schweizer haben am Euro ein Interesse = 0.
          Das die den Euro “unterstützen” ist reiner Selbsterhaltungstrieb. Das hat etwas mit der Währrungsflucht in den Franken zu tun. Dieser wurde so massiv nachgefragt, daß er fast unbezahlbar wurde. Die Schhweizer konnten diese Aufwertung nicht tatenlos hinnehmen, ansonsten hätten sie massive Handelsprobleme in der Realwirtschaft bekommen. Daher und nur daher haben sie den Franken an den Euro gekoppelt und unterstützen den Euro.

          Übrigens ist England immer noch eine Kolonialmacht und exportiert vor allem in seine ehemalign Kolonien.

          Berios | 13. Dezember 2011 | 12:18 | Antworten
          • ich habe nie geschrieben, dass die schweizer den euro mögen. natürlich müssen sie ihn unterstützen, aber eben aus eigennützigen gründen. deswegen sind wir in diesem punkt völlig einer meinung.
            nur darum müssen die briten auch den euro unterstützen. das wissen die banker sehr wohl. dass sie damit bei einer großen zahl der bevölkerung nicht auf verständnis stossen, müssen sie hinnehmen.
            cameron hat klar gesagt, vor allem die londoner brauchen uns als absatzmarkt. von freundschaft war nie die rede. auf derartige partner kann ich persönlich und mit mir alle anderen handelspartner in der EU verzichten.
            im übrigen exportiert england mehr als die hälfte seiner produkte und dienstleistungen nach euro-land. glauben sie im ernst, die armen entwicklungsländer und indien als ehemalige kolonien können sie derart teure produkte leisten?

            RaRa Rasputin | 13. Dezember 2011 | 13:01 | Antworten
          • Naja, die deutschen Politiker stoßen auch mit Europa und dem Euro in Deutschland auf Unverständnis der Mehrheit der deutschen Bevölkerung. Und interessiert das jemanden? Nein.

            Wenn es nach über 70% der deutschen Bevölkerung gehen würde, dann hätten wir keinen Euro mehr. Über 60% der Deutschen möchten auch dieses Europa nicht mehr.

            Konsequent wäre ja, wenn ddi deutschen Politiker repräsentativ handeln würden. Aber diese Verhaltensweise gibt es nur in Demokratien, was Deutschland nicht ist.

            Übrigens ist der größte Teil der britischen Bevölkerung auch gegen Europa eingestellt. Daher hat der gute Cameron eigentlich nur die Meinung seiner Bevölkerung vertreten.

            Übrigens haben Finanzprodukte den Vorteil, daß sie nicht an Währungen gebunden sind. Den Bankern ist egal, ob sie Euro oder DM handeln. Daher muß GB auch den Euro nicht unterstützen (ich würde das auch nicht machen).

            Letzlich brauche ich gar keinen dieser Euro – Freunde. Wir brauchen einfach wieder nationale Währungen. Ist der Euro endlich weg, dann herrscht auch wieder Ruhe und Frieden.

            P.S.: Nein, es wird keinen Krieg geben und die Welt wird sich auch ohne Euro weiter drehen. Wirklich!!

            Berios | 13. Dezember 2011 | 13:21 | Antworten
      • @Sille:

        Sie überraschen mich.

        Es tut mir wirklich leid das sagen zu müssen, aber wirtschaftlich zeeiht Deutschland überhaupt keinen Nutzn aus Griechenland.
        Volkswirtschaftlich hat Deutschland noch nicht einmal einn Nutzen vom Euro gesamt. Herr Prof. Dr. Sinn hat dieses bereits belegt.
        In Bezug auf Griechenand ist die Sache noch einfacher:

        Das Land ist pleite. Wir kauft aber ein zahlungsunfähiges Land Waffen in Deutschland?
        In der heutigeen Zeit ist das sehr einfach: Man holt sich Gelder aus dem Rettungsschirm. Woher stammen aber diese Gelder? Aus den anderen Euro – Ländern – maßgeblich aber aus Deutschland (30%).

        Also kann man ohne viel Rechenarbeit feststellen, daß wir unsere eigenen Waffen zu 30% über Griechenland kaufen. Leider geht das Geld aber nicht an den Staat Deutschland, sondern an die Privatwirtschaft.

        Heißt also im Endeffekt, daß Sie und ich demnächst höhere Abgaben zahlen müssen, damit wir in Griechenland unsere Waffen von Thyssen kaufen können.

        Das ist doch mal ein funktionales System, oder? Bei uns haben immer mehr Menschen immer weniger zum Leben, unser Gesundheeitssystem verarmt, die Bildung geht den Bach runter und die Komunen sind pleite. Aber wichtig ist, daß wir Griechenland unsere eigenen Waffen finanzieren.

        Übrigens ist das Exportvolumen nach Griechenland beträgt 0,641% der gesamten deutschen Exporte.

        Das sind ca. 5 Milliarden Euro. Dafür buttern wir aber im ersten Schritt schon mal 13 Milliarden praktisch ummsonst nach Grichenland (u.A. für Waffen).

        Das Deutschland an dem Euro noch zugrunde gehen wird überrascht mich nicht, wenn ich hier so einige Kommentare lese.

        Berios | 13. Dezember 2011 | 12:13 | Antworten
        • das nutzt primär erst einmal der Privatwirtschaft. Da gebe ich Ihnen natürlich recht. Diese Privatwirtschaft schafft aber die Arbeitsplätze. Es geht ja nicht nur um Rüstungsexporte, sondern auch um KFz,Chemie, Lebensmittel u.v.m..

          Sekundär profitiert dann im Nachgang die Volkswirtschaft. Die arbeitende Bevölkerung zahlt Steuern und Sozialabgaben. Jeder Arbeitnehmer, der aufgrund von fehlenden Auftragseingängen arbeitslos wird,erhält dann die staatl.Leistungen.
          Dadurch wird ja dann die Verarmung der Bevölkerung weiter vorangetrieben. Die arbeitslosen Menschen besitzen kaum Kaufkraft und bei denen, die noch Arbeit haben, schwindet sie,weil durch höhere Arbeitslosigkeit höhere Sozialabgaben entstehen. Infolge des Ganzen verringert sich dann nicht nur die Exportwirtschaft, sondern es wird auch der Binnenmarkt entsprechend geschädigt.

          Diesen internationalen Wirtschaftskreislauf gab es schon immer und wir haben ja davon profitiert.

          Die spürbare Verarmung eines jeden von uns, ist erst einmal ein innerdeutsches/nationales Problem. Und dies ist für ein gros unserer Bevölkerung durch diese unseligen Arbeitsverhältnisse entstanden, wie z.B.Leiharbeit,400 €-Jobs,Zeitarbeit. Es gibt kaum noch Unternehmenskultur mit der Verantwortung für Deutschland und da mache ich der Politik den schweren Vorwurf, die tatenlos zugesehen hat,wie die Unternehmen ihre Gewinne erhöht haben, (z.B. auch Arbeitsplätze ins billiger produzierende Ausland verlegt haben), indem sie sich die Arbeitnehmer durch die Sozialkassen subventionieren lassen.(Denken Sie bitte z.B. an die Aufstockungsleistungen für Geringverdiener)

          Wenn Europa, vor allem BRD den Wirtschaftskreislauf unterbricht, dann wird unser Sozialsystem komplett zusammenbrechen. Man muß Deutschland einfach aus betriebswirtschaftlicher Sicht als ein Unternehmen betrachten.

          Die Gewinner in diesem Spiel sind Anleger und Banken. Deutschland und die anderen Länder werden aus meiner Sicht nicht am EURO zugrunde gehen, sondern an ihrer eigenen Misswirtschaft.

          sille | 13. Dezember 2011 | 13:18 | Antworten
          • sie verstehen wirklich etwas von der volkswirtschaft. ich bin wirtschaftsjurist und hätte es nicht besser formulieren können. alle achtung :)

            RaRa Rasputin | 13. Dezember 2011 | 13:51 | Antworten
          • Bin aber auch froh, dass ich bei Ihnen Unterstützung finde. Ich habe das im Zuge meines beruflichen Werdegangs gelernt(Vilfredo Pareto läßt grüßen:-))Mir war auch recht schnell bewußt, dass auch Sie sich intensiv mit den Dingen auseinandersetzen, und trotzdem, genau wie ich, lebendig und fröhlich bleibe.

            Auch ihrem Beitrag, den Sie um 13:48 Uhr eingestellt haben, kann ich nur zustimmen. Und in diesem ganzen Getriebe sind wir alle nur ein ganz kleines Rädchen und da uns dies gleichzeitig wieder unsere Existenz sichert, verdrängen wir es auch wieder. Und das ist gut so, sonst würden wir noch depressiv.

            Cameron kann man künftig als Paradebeispiel für fehlende Diplomatie bei jedem Grundkurs”Qualitätsmanagement” anführen.Müßte der eine Firma führen, die wäre längst insolvent. Ist aber nur meine persönliche Beurteilung:-)

            sille | 13. Dezember 2011 | 16:50 | Antworten
          • vilfredo pareto habe ich nie richtig verstanden. ich bin aber auch jurist und kein soziologe. als wirtschaftsjurist musste ich mich mit der entstehung des manchesterkapitalismus intensiver beschäftigen.
            wir westfalen haben eine etwas eigenartige art von humor. in dieser hinsicht sind wir den briten nicht ganz unähnlich. jürgen von der lippe mag hier als beispiel herangeführt werden. ich freue mich, dass wenigstens Sie ihn verstehen :)

            RaRa Rasputin | 13. Dezember 2011 | 17:38 | Antworten
          • Ja so weit wohne ich von Dortmund nun auch nicht entfernt. Da gibt es sogar eine weitere Gemeinsamkeit:-) Allemannia Aachen hat dieselben Farben im Schal wie Dortmund.Nein im Ernst, ich kenne den Humor und finde ihn köstlich, weil sich auch viel Tiefsinniges dahinter verbirgt.Das rollende R bei der Aussprache der Worte unterstreicht das ganze dann. Die Kölner und Aachener haben ja mehr diesen”singenden”Klang in der Stimme und leben so ziemlich nach den Kölsche Gesetzen(die beinhalten ja bekanntlich die Toleranz gegenüber Andersdenkenden. Eines ist immer Gewiss, treffen die Kollegen aus Westphalen mit den Kollegen aus dem Rheinland am gemeinsamen Arbeitsplatz in Düsseldorf zusammen, dann ist eine tolle Zusammenarbeit möglich und das ganze getragen von viel Spaß. Sie glauben gar nicht, was das bei der Teamarbeit und auch der Leistungsfähigkeit ausmacht:-)

            Und wenn gar nichts mehr klappt, dann versuchen wir es mit unserem Galgenhumor :-)

            LG.

            sille | 13. Dezember 2011 | 18:31 | Antworten
          • irgendetwas schwarzgelbes habe ich schon vorher erkannt. wer in deutschland nahe den grenzen zu belgien und den niederlanden wohnt, dem dürfte diese farbkombination vertraut sein :)
            aus einem mir völlig unerfindlichen grunde behaupten manche, dies seien die stadtfarben von dortmund. ich lasse sie oft in diesem glauben, aber Sie wissen es besser.
            wer den orden wider den tierischen ernst verleiht, der muss auch etwas davon verstehen. und humorvoll war der preisträger in diesem jahr auf alle fälle. nur schade, dass er verhindert war, den orden persönlich entgegenzunehmen. aber ich bin sicher, er kommt nochmal wieder. spätestens dann, wenn er eine ordentliche doktorarbeit hinbekommt ;)
            wer mit kölnern und düsseldorfern an einem arbeitsplatz friedlich zusammenarbeiten kann, ist ein lebender beweis dafür, dass eine einigung in harmonie gelingen kann. dies lässt mich für die zukunft europas hoffen, ob mit oder ohne euro.

            YNWA und schwarzgelbe grüsse

            RaRa Rasputin | 13. Dezember 2011 | 20:12 | Antworten
          • also wenn wir da auf eine ordnungsgemäße Doktorarbeit warten wollen, kann das aber ein paar Jährchen dauern. Bei dem Stress, den er mit Familienleben uns so hat und nun kommt ja auch noch seine Beratertätigkeit in Brüssel hinzu..mmh.Aber ich kann sie schon jetzt froh stimmen. Wir sehen ihn im Januar, mit Narrenkappe in der Bütt, und dann hält er die Laudation für seinen Nachfolger. Mutig ist er jedenfalls, wenn er sich da hineinwagt.
            Denn, wie es halt im Karneval ist, wird er ein hochgehandeltes Thema für jeden Büttenredner sein. Vielleicht schickt er auch wieder seinen Bruder :-)

            sille | 13. Dezember 2011 | 21:27 | Antworten
          • also wenn der freiherr höchstpersönlich in aachen erscheint, dürfte der saal überfüllt und karten schwer zu bekommen sein. ausverkauft – das erinnert mich irgendwie an das westfalenstadion :)
            aber ich nehme an, dass er aufgrund seiner verantwortungsvollen tätigkeit in brüssel erneut verhindert sein wird und wieder nur seinen bruder schicken kann. der ist aber auch nicht von schlechten eltern. ich habe die diesjährige veranstaltung am tv mitverfolgt, und ich fand sie alles in allem recht lustig. humor hat er jedenfalls auch.

            RaRa Rasputin | 13. Dezember 2011 | 22:12 | Antworten
          • ich könnte mir eher vorstellen, dass dieses Jahr die Einschaltquote für die ARD etwas höher ausfällt. Ansonsten glaube ich nicht, dass da kreischende Fans den Eurogress stürmen, um ihr Idol zu sehen :-) .

            Ich verschaffe mir ja gerne, das haben Sie ja mittlerweile mitbekommen, gerne einen persönlichen Eindruck und lasse mich nicht gerne von Medien etc. beeinflussen.Ich hatte mir bei der Übertragung der Pressekonferenz nicht nur die Zielsetzung der angedachten Netzfreiheit angehört, sondern die Akteure dabei beobachtet. Ich denke, dass das vordringlichste Anliegen von Frau Kroes war, Herrn zu Guttenberg wieder eine Plattform zu geben.Um auf diesem Gebiet etwas Umsetzbares zu erreichen, nimmt man Netzaktivisten, IT-Spezialisten und Juristen in sein Gremium.Ihn als Berater mit entsprechenden Kontakten, erscheint mir sehr durchsichtig.zu Guttenberg stand mit einer solchen Anspannung und verunsichert neben Frau Kroes, dass er es gar nicht schaffte, eine eigene Selbstironie(da er ja nun selber über das Internet gestolpert ist) humorvoll rüberzubringen. Wie will er zwei bis drei Stunden im Karneval durchstehen??? Das wird er frühestens nach dem 10. Bier schaffen:-)
            Man darf gespannt sein, was ihm denn jetzt sein persönliches Umfeld rät.Weitsichtig sind diese Personen jedenfalls nicht, sonst hätten sie ihn bei seinem Vorhaben, in der Form wie er es getan hat, in die Öffentlichkeit zurückzukommen ausgebremst. Also schlimmer gings nimmer.

            sille | 14. Dezember 2011 | 08:58 | Antworten
          • ich mag den kölschen karneval sehr, aber Sie sind der grund, warum ich mich allmählich auch für den aachener interessiere :)
            den letzten öffentlichen auftritt hätte sich der freiherr aus meiner sicht schenken können, aber da musste er durch. wer die öffentlichkeit sucht, muss einen gewissen druck auch aushalten können. als franke ist er einiges gewohnt, aber ich glaube kaum, dass er selbst bei 10 maß bier (maß im sinne von ortsüblich angemessenen) es schaffen wird, eine seinem nachfolger würdige rede zu halten.
            falls er es dennoch schaffen sollte, wird er in meiner achtung enorm steigen. dann sehe ich ihn auch als potentiellen kanzlerkandidaten. frei nach dem motto: wer durch die hölle von aachen gegangen ist, schafft auch den berliner reichstag :)
            doch vergessen wir nicht seinen stark ausgeprägten familiensinn. dieser hinderte ihn bekanntlich daran, seine doktorarbeit noch vollkommener zu machen, als sie eh schon war (manchmal frage ich mich, ob seine prüfer auch einen solchen sinn hatten, zumindest zum wohle ihrer universität).
            ich gehe davon aus, dass es dieser sinn sein wird, der ihn in amerika hält. aber warten wir ab. in der politik ist man vor überraschungen nie sicher.
            von aachen ging auch ein gewaltiger anstoss für die europäische einigung aus. manche sachsen meinen aber noch heute, ob das unbedingt notwendig war. etwas über die köpfe eines volkes hinwegzusetzen, heisst ja nicht, dass sie vorher gerollt werden müssen. aber möglicherweise hatte karl damals etwas missverstanden.
            zwischenzeitlich habe ich mit meinen freundInnen aus glasgow und liverpool gesprochen. sie stehen voll und ganz zu europa und legen wert auf die feststellung, dass london nicht britannien ist.
            aber sie stammen überwiegend aus sozial niederen schichten. wer kein geld in den taschen hat, dem ist die währung des landes völlig schnurz.
            es rumort mächtig. ich habe sie mit georg büchner vertraut gemacht: Friede den Hütten, Krieg den Palästen. die briten bewundern uns deutsche wegen unserer gründlichkeit und ordnung, obwohl mich ihr verständnis für unsere geschichte zuweilen irritiert.
            die hools warten nur noch auf einen geeigneten führer, der sie eint und ordnung schafft. die bisherigen strassenschlachten waren nur der aufschrei von hilflosen immigrantenkindern. wenn die hools kommen, erzittern die strassen und wackeln die wände.
            joschka ist ja ein ganz lieber kerl. der hebt die steine wohl nur deswegen von der strasse auf, damit andere nicht darüber stolpern, und wirft den einen oder anderen dabei auch einfach mal so in die luft.
            hools haben jahrzehntelange erfahrung im strassenkampf, die wissen genau, wie man tötet, und sie werden es auch tun. reguläre polizeieinheiten werden nicht ausreichen, um sie zu stoppen. da müssen im nahkampf erfahrenen truppen ran.
            die kelten in glasgow haben bereits erste kontakte zu den rangers aufgenommen. dies kam seit kriegszeiten nicht mehr vor und beweist, wie bedrohlich die situation ist. dazu haben sie traditionell gute beziehungen zu ihren walisischen brüdern.
            ich kenne keinen waliser. aber ich weiss, dass dieses land im laufe seiner geschichte niemals erobert worden ist, alle machten einen bogen um dieses kampflustige volk. ähnlich wie bei asterix beschrieben, sind sie unbeugsam und fürchten sich nur davor, dass ihnen der himmel auf den kopf fällt.
            ihr nationalsport ist rugby. fussball sei ein sport für mädchen und weicheier. nicht auszudenken, was passieren kann, wenn dieses rauflustige volk sein rauhes land verlässt und die londoner zu einem auswärtsspiel besucht.
            panem et circenses, so heisst es. das hilft aber wenig, wenn die eigene mannschaft stets verliert. und warum soll man brot essen, während der kuchen in london verteilt wird?
            alles in allem täte cameron gut daran, die wogen rasch zu glätten. hoffen wir das beste.

            RaRa Rasputin | 16. Dezember 2011 | 11:49 | Antworten
      • liebe sille,

        sie überraschen mich nicht. das ist von jeher der grundsatz unserer entwicklungspolitik gewesen. man gewährt den armen schwarzafrikanern großzügig kredite, damit diese geld genug haben, um die entwicklungsprojekte finanzieren zu können. und wer führt diese projekte aus? doch wohl kaum die einheimischen kräfte, die werden nur als billige arbeitskräfte benötigt. das geld verdienen die europäischen, amerikanischen und jetzt auch chinesische firmen – das großkapital eben. und alle haben etwas von dieser “hilfe”.
        es ist eine schande, dass nach abzug der entwicklungshelfer soviele bauwerke verrotten. es fehlt am personal, sie zu unterhalten und zu betreiben. gutes personal kann man nicht mit ein paar cents abspeisen. macht nichts, bauen wir halt was neues. wollt ihr noch einen kredit ;)
        insofern ist es doch ganz prima, dass wir nun auch unsere freunde und handelspartner unterstützen dürfen. wie sollen die denn sonst unsere produkte und dienstleistungen erwerben können?
        freunde darf man ja nicht einfach wegbomben, um dann ihnen den neuaufbau finanzieren zu dürfen. das klappt nur bei den kräften des bösen, also bei irak und libyen zum beispiel. iran wird wohl als nächstes dran sein. der hat die atombombe und ist auch wirklich böse, zumindest gegenüber den amis, den israelis und ach ja – war da nicht was mit der britischen botschaft?
        wirklich böse länder gibt es sonst nicht mehr viel. in nordkorea verrecken tägliche tausende, weil sie sich nicht ernähren können. auf kuba gibt es zwar leckeren rum und feine zigarren, doch damit lässt sich unmöglich der wiederaufbau finanzieren.
        dann gibt es noch böse diktatoren wie in syrien, aber da ist ausser sand und antiken kunststätten nicht viel zu holen. deswegen lohnt sich dort ein militärisches eingreifen nicht. das kostet schließlich auch was. das leben der eigenen soldaten zu opfern, ist angesichts der kriegsunlust wenig ratsam.
        andererseits geht bei einem krieg viel material bei drauf. insofern ist es auch ganz toll, dass wir waffen an unsere freunde liefern. wenn diese über umwege in die hände des feindes landen, ist das pech, aber dafür können wir doch nichts. wir wollten nur verkaufen. dass mit unseren waffen auch menschen getötet werden können, wollen wir doch alle nicht. mit so einem sturmgewehr kann man prima auf jagd gehen, auf antilopen zum beispiel – oder was immer da grad so rumläuft.
        und ein panzer kannst du auch prima im gelände einsetzen. der kommt überall durch. und der kann dann helfen, die armen menschen dort zu versorgen, die dort noch leben und durch ein ungewöhnliches ereignis schrecklich dezimiert worden sind.
        thyssen-krupp hat auch hitler persönlich finanziert. dass der später so schlimme sachen mit den panzern und flugzeugen gemacht hat, konnte thyssen-krupp doch damals noch nicht ahnen. oder was glaubst du?
        ich finde politik einfach ergötzlich. da wird stets die wahrheit gesagt, nur eben oft irgendwie anders formuliert. aber cameron war einfach zu dämlich.
        es ist schwierig, am krieg zu verdienen, wenn man nur noch freunde hat.

        YNWA

        RaRa Rasputin | 13. Dezember 2011 | 13:48 | Antworten
  64. @Sille:

    “Und dies ist für ein gros unserer Bevölkerung durch diese unseligen Arbeitsverhältnisse entstanden, wie z.B.Leiharbeit,400 €-Jobs,Zeitarbeit.”

    Und jetzt raten Sie mal, warum es 400,- Euro Jobs, 1,- Euro Jobs und vor allem Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen gibt?
    Genau, damit die Statistik manipuliert werden kann. So fällt es nämlich kaum jemandem auf, daß wir vom Euro überhaupt nicht profitiert haben – nein, wir haben mit dem Euro ein sehr schlechtes Geschäft gemacht.

    “Wenn Europa, vor allem BRD den Wirtschaftskreislauf unterbricht, dann wird unser Sozialsystem komplett zusammenbrechen. Man muß Deutschland einfach aus betriebswirtschaftlicher Sicht als ein Unternehmen betrachten.”

    Teil 1 Ihrer Aussage: Volkswirtschaftlich noch nicht einmal eine These. Das ist Blödsinn zum Quadrat. Meinen Sie wirklich, daß Deutschland nichts mehr expoortiert, wenn wir die anderen Länder nicht mehr unterstützen? Der Bedarf der Völker ist mit oder ohne Euro vorhanden. Wir hatten zu DM – Zeiten ein sehr gesundes Wachstum. Das haben wir jetzt nicht mehr.

    Teil 2 Ihrer Aussage: Ja, aber wenn Sie Deutschland als ein Unternehmen betrachten, dann sollte Ihnen sehr schnell etwas auffallen:

    Investitionen sollten nicht nur mit Fremdkapitral durchgeführt werden. Hier kommt es auf die Quote an.
    Deutschland lebt ja praktisch nur noch von seinen Exporten und ist daher von sovielen exogenen Faktoren abhängig, daß man den Wohlstand unseres Landes als ein reines Glücksspiel bezeichnen muß.
    Da haben wir einen weiteren Grund, um die Grenzen wieder dcht zu machen und Einfuhrzölle zu erheben – wir würden die deutsche Binnenwirtschaft wieder massiv stärken und würden so wieder an Unabbhängigkeit gewinnen.

    “Deutschland und die anderen Länder werden aus meiner Sicht nicht am EURO zugrunde gehen, sondern an ihrer eigenen Misswirtschaft.”

    Ja, aber der Euro wirkt hier wie ein Multiplikator. Desto mehr Schulden wir von anderen Staaten übernehmen, dest schneller gehen wir pleite und desto mehr Einbußen hat die Bevölkerung.

    Berios | 13. Dezember 2011 | 13:34 | Antworten
    • Widerspruch.
      Sie schreiben: “So fällt es nämlich kaum jemandem auf, daß wir vom Euro überhaupt nicht profitiert haben – nein, wir haben mit dem Euro ein sehr schlechtes Geschäft gemacht.”
      hmm. was glauben sie, warum die reichen bei uns immer reicher werden? irgendwer wird schon profitieren, und sei es nur ein paar große unternehmen.

      RaRa Rasputin | 13. Dezember 2011 | 14:08 | Antworten
    • Deutschland hängt doch nicht nur vom Export an Griechenland ab. Die Kaufkraft schwindet derzeit ja vor allem in den südlichen Ländern und das hat Auswirkungen auch auf alle anderen noch leistungsstarken produzierenden Länder. Die Synergien werden, wie ich sie für Deutschland oben beschrieben habe, auch da zeitversetzt geschehen.

      Solange, wie europaweit der Wirtschaftskreislauf in Gang bleibt, hat jedes Land neben seinen Ausgaben für seine Bürger auch Einnahmen gegenüberstehen.Z.B. auch Einnahmen aus Zöllen.

      Wir haben nicht viel Wahl.Mir ist es lieber, der Staat investiert jetzt in den Wirtschaftskreislauf und das investierte Geld kommt auf Umwegen hier wieder im Staatshaushalt an, anstatt Deutschland aufgrund steigender Arbeitslosigkeit Schulden machen muss, um seine Bevölkerung zu ernähren.Der Binnenmarkt wird gewiss nicht dadurch gestärkt, da sich dann immer weniger Leute ein neues Auto, oder andere Konsumgüter kaufen können. Die Folgen für Opel,VW etc.kann man sich doch überlegen!

      Wir wissen alle nicht, was langfristig mit dem Euro sein wird, daran kleben tue ich gewiss nicht, aber ohne bestimmte Rahmenbedingungen, die alle Länder wieder in den IST-Zustand von vor 10 Jahren bringt, wo der Warenaustausch übergreifend funktionierte, wird das nichts mit einer stabilen DM.
      Wie aus Griechenland zu hören ist, will man die Transferleistungen z.B. in erneuerbare Energien investieren. Ist doch o.K., oder? Dann kaufen wir den Öko-Strom dort ein und können uns hier ggf. die Investitionen sparen:-)Man muß alles umfassend betrachten und vor allem in Ruhe, auch ggf.für eine Rückführung in alte Währungen.

      Lassen Sie erst einmal alle Länder schön ihre Hausaufgaben machen und dann sehen wir weiter:-)

      sille | 13. Dezember 2011 | 15:47 | Antworten
  65. “Engländer verpisst Eusch -Ihr kommt nicht in die EG “

    Monty Pyton | 14. Dezember 2011 | 15:44 | Antworten

Was sagen Sie dazu?