Der Kotflügel Europas

Europäische Flaggen

“Merkel und Sarkozy … und …der schlechtgefärbte Herr Berlusconi und vielleicht noch dieser Juncker aus Liechtenstein, Nein! aus Luxemburg.”
Mal ehrlich: Wie viele der Staats-und Regierungschefs, die gerade über unseren Euro und unsere Zukunft verhandeln, kennen Sie überhaupt? Es sind immerhin insgesamt 17,  und selbst bei ausgiebiger Zeitungslektüre erfährt man von der Anwesenheit dieser Staatsmänner und -frauen bei den Verhandlungen so gut wie nichts.

Vielleicht gerade mal dann, wenn Sarkozy dem Briten Cameron sagt, er solle die Klappe halten. Aber der und die Briten haben ja noch nicht mal den Euro und wollen ihn auch nicht – genau wie die Dänen und bislang die Schweden.

Von den 27 EU-Ländern haben derzeit 17 den Euro und 7 weitere haben sich verpflichtet, ihn einzuführen. Selbst wenn man der Meinung ist, dass die drei notorischen Nörgler nicht mitreden sollten, macht das 24 Stimmen, die gehört und ernstgenommen werden müssten.

Sicher, auf Deutschland und auf Frankreich kommt es de facto an. Ohne die beiden wirtschaftlichen Riesen geht nichts. Auch wenn es angesichts ihres Streits schwerfällt, von „tiefer deutsch-französischer Freundschaft“ zu sprechen, scheint das Bild vom europäischen „Motor Europas“ zumindest treffend. Auch deshalb, weil alle anderen Europäer sich im Moment bestenfalls vorkommen dürfen, wie der Kotflügel Europas.

Na klar, können die paar Millionen Slowaken, Slowenen, Österreicher oder Esten den Euro nicht retten. Klar, sind die Litauer, die Tschechen oder die Polen noch nicht im Club. Aber für die Menschen in all diesen Ländern steht mit dem Euro genauso ihre Zukunft und die ihrer Kinder auf dem Spiel, wie für uns Deutsche und für die Franzosen. Wenn wir – mit Recht – so peinlich genau darauf achten, dass der Deutsche Bundestag nicht übergangen wird, dann sollten wir uns mindestens ebenso sehr darum sorgen, dass die Stimme der „Kleinen“ in Europa gehört wird. Wenn sie sich dieses Gehör erpressen müssen, wie die Finnen, oder dafür mit politischem Selbstmord drohen müssen, wie die Slowaken, dann ist das keine gute Basis für die gemeinsame Zukunft in einem Europa, das auf noch engere Zusammenarbeit setzen will. Einen Motor kann man bestenfalls aufheulen lassen. Ohne Getriebe, Lenkrad, Räder und Karosserie samt Kotflügel kommt man damit aber nicht weit.

121 Kommentare | 27. Oktober 2011 | 15:19 Uhr | Twittern | Facebook

121 Kommentare

  1. Wie soll man Personen *kennen*, welche nie etwas konkretes oder gar vernünftiges sagen sondern sich im wesentlichen in Neusprech, Buzzwords, Worthüllen, etc. artikulieren.

    Im Kontext mit der *Euro-Rettung* fällt mir spontan ein:
    Versailler Verträge
    Stupid German Money
    Spontan bedeutet: Nicht drüber nachdenken.

    Saubermann | 27. Oktober 2011 | 15:34 | Antworten
    • Nicht mehr darüber nachdenken, sondern handeln.
      Ich wiederhole mich jetzt, ich weiß.
      Keine neuen Schulden machen, Bürokratie abbauen, Steuerbetrug und – Flucht schwer bestrafen ( mit Gefängnis und Vermögenseinzug ).
      Ansonsten, sich nicht irre machen lassen und versuchen, gut zu leben. Denn das Leben ist kurz und endlich und für so ein Kasperletheater viel zu schade.

      Tomca | 27. Oktober 2011 | 15:42 | Antworten
    • @Saubermann | 27. Oktober 2011 | 15:34 |
      Mal nachdenken! Geht’s jetzt ums Geld oder um Europa!?
      Wer zahlt schafft an! Dabei wird den Nehmenden doch automatisch das Maul verboten! Wer aber außer den Schreihälsen noch andere Stimmen vernehmen will, der kann es, wenn er es nur will!

      martin | 27. Oktober 2011 | 17:43 | Antworten
    • … ja, wenn wir dir Namen derer, die uns höchstdemokratisch und in völliger Verblendung, Ignoranz und Dummheit in den Ruin treiben nicht kennen, dann sind ja wir selber schuld oder wie…. wenn wir selbst die Kenntnisse und Fähigkeiten eines Kfz-Mechanikers hätten dann bräuchten wir die Werksatt nicht…. jaja, klar soweit… aber die meissten haben die nicht und bezahlen deshalb Geld dafür, daß sojemand das Auto in Ordnung bringt, und wenn er das falsch macht, bekommte er kein Geld dafür, und wenn er sich daneben benimmt, seine Arbeit nicht richtig erledigt oder die Werkstatt nachhaltig schädigt, dann fliegt er raus, kriegt keine Abfindung und sicher auch keinen höherdotierten Posten, wo er noch mehr ruinieren kann und noch weniger arbeiten muß….
      … wir brauchen keine 100ste Erklärung, warum wir auf dem Holzweg sind, sondern Lösungen, Frau Illner oder Frau Merkel oder wer auch immer diesen politischen und finanziellen Trümmerhaufen in andere Worte zu packen versucht…
      ist so wie immer… über Mallorca lacht die Sonne und über Deutschland die ganze Welt…

      Staatsfeind No1 | 28. Oktober 2011 | 08:10 | Antworten
  2. Also ich glaube nicht dass es noch Länder gibt die keinen Euro haben und so dumm sein werden ihn einzuführen…
    Das ist ja so als würde man nur Kuhfleisch von BSE-verseuchten Kühen kaufen

    Rokko | 27. Oktober 2011 | 15:43 | Antworten
    • *man NUR

      sry

      Rokko | 27. Oktober 2011 | 15:43 | Antworten
    • Da w#äre ich mir nicht so sicher, man sollte die Beitrittskandidaten bezüglich ihrer Schuldensituation sehr viel sorgfältiger prüfen. Füpr manchen Kandidaten könnte gerade der EFSF verlockend wirken. Diese ungezügelte Gelddruckmaschine ESFS und sein geplanter Nachfolger wecken durchaus Begehrlichkeiten der unterschiedlichsten Art und Weise.

      Tillmann | 27. Oktober 2011 | 16:13 | Antworten
    • Also Großbrietanien will sich davor hüten,den Euro einzuführen.@Rokko

      M.G. | 27. Oktober 2011 | 17:00 | Antworten
  3. Nur wenn die nationalen Währungen wieder eingeführt werden würden, wäre endlich Ruhe im Hause Europa.

    Die Idee Europa ist im Grunde nicht schlecht, eben nur mangelhaft ausgeführt und ideolgiegeschwängert.

    Die gestrige “Befreiungsaktion” schafft mal wieder Luft für ein paar Monate, aber nicht mehr.

    skywalkerohnelaserschwertM90471 | 27. Oktober 2011 | 15:44 | Antworten
  4. Seit 20 Jahren wird mit großem Vorlauf und scheibchenweiser Taktik an der globalen Neuorientierung eines diktatorischen Imperiums gearbeitet. Mal fallen so selektive Vorgänge wie zum Beispiel die der Wirtschaftskoordinierung, dahinter verbirgt sich die Zentralisierung zu einem einzigen globalen Welthandelsministerium bisher getrennter Märkte, oder der Europäisierung, welche den Vorreiter zum kommenden globalen Imperium darstellt und schon jetzt alle seine imperialen Wesenszüge offenbart, für sich genommen nicht weiter ins Gewicht. Jede Veränderung für sich genommen, wird von den Triebkräften des Imperiums hervorragend kommuniziert so dass die scheinbar notwendigen Verdichtungen auch mehr oder weniger verständlich akzeptiert werden.
    .
    Galt es vor 20 Jahren vorerst nur die Europäische Freihandelszone zu konkretisieren um säkulare Handelsabkommen währungsungleicher Staaten im Einklang zu bringen, wurden seitdem Schritt um Schritt erst die Zuständigkeiten – dann die Befugnisse und später die Unabhängigkeiten und die Währungen der Mitgliedsstaaten verändert, sprich – harmonisiert. Wer hätte 1995 ahnen können, dass sieben Jahre später nur noch der Euro als Währung gilt? Zu diesem Zeitpunkt aber wussten die Hintermänner der globalen Logen schon um den europäischen Kahlschlag und der so sehnlich herbeigewünschten Gelegenheit mit der Waffe zuschlagen zu können, welche die größte Hebelwirkung hat: Geld!
    .
    Seitdem vergeht keine Woche ohne immer neue Notwendigkeiten. Wer sich hinführen lässt, in den mit derweilen schon tagesrhythmischen Einschlägen nach Lösungen zu fachsimpeln und in der Kompetenz akademischer Grade Licht am Tunnel sieht, wird schon am darauf folgenden Tag eines besseren belehrt. Lösungswege sind für das sich in rasender Geschwindigkeit formende Imperium nie vorgesehen gewesen und nur dafür gedacht, Rauchbomben zu zünden um das wahre Ziel bis zum bitteren Ende zu vernebeln. Ein Imperium unter der Führung eines Schurken, gleich dem Krieg der Sterne oder den Berichten der Bibel. Eine vermeidliche Modernisierung der heimischen Bundeswehr fügt sich da zum Beispiel auch nur noch in die Bildung einer globalen Eingreiftruppe des Imperiums ein. Und Gleich der Sturmtruppen von George Lucas, werden diese dann zu den globalen Krisenherden – den aufmüpfigen Bürgern gesandt, um mit ihren Feldläufern und Laserwaffen abtrünnige Rebellen zur Strecke zu bringen.
    .
    Das Ziel, die Etablierung eines globalen Weltwirtschafts-Finanzsystems das mit einer Stimme spricht und unter einer Flagge steht – ist gerade dabei seine letzten Schachzüge zu setzen. Ich als evangelische Kampfmaus sage: Widerstand ist Zwecklos! Alle die ihre Kleider und sich nicht mit klarem Wasser gewaschen haben, werden das kommende Zeichen des falschen Weltherrschers auf die Hand oder die Stirn stempeln lassen müssen. Eine andere Aussicht steht euch nicht zu Verfügung.
    .
    .
    susi

    susi bibelmaus | 27. Oktober 2011 | 15:53 | Antworten
    • Liebe Susi,
      vin welchem Imperium redest du?

      Tomca | 27. Oktober 2011 | 16:04 | Antworten
      • Nicht” vin “sondern” von “

        Tomca | 27. Oktober 2011 | 16:05 | Antworten
      • Wahrscheinlich meint sie den Antichristen oder das “Tier” ;-)

        Rokko | 27. Oktober 2011 | 16:06 | Antworten
        • Wenn die Sparmaßnahmen von Deutschland und Brüssel so weitergehen, werden die andeen EU-Staaten den Deutschen und Belgiern mal im Krieg zum Tier.@Rokko

          M.G. | 27. Oktober 2011 | 16:57 | Antworten
          • Ein Tier als Schreckgespenst??

            Jedes Tier ist harmloser aufrichtiger als jeder Mensch.

            Bei “Susis” Worten fallen mir unweigerlich die “Bilderberger” ein. Einfach mal googeln ;)

            HG | 27. Oktober 2011 | 17:13 | Antworten
          • Die Bilderberger sind schon die richtigen Schreckgeister.@HG

            M.G. | 27. Oktober 2011 | 22:37 | Antworten
        • @Rokko | 27. Oktober 2011 | 16:06 |

          Harmagedon

          martin | 27. Oktober 2011 | 17:09 | Antworten
          • Harmagedon
            Ist bei der Eurokriese vielleicht gar nicht mehr so weit.@martin

            M.G. | 27. Oktober 2011 | 22:39 | Antworten
    • Wenn Sie sich über etwas auslassen, sollten Sie zumindest eine Kleinigkeit davon verstehen und sich nicht in Platittüden ergehen. Erklären Sie uns armen Menschen doch einmal was Sie z.B. mit der Freihandelszone von vor 20 Jahren (1991 ?) genau meinen….wahrscheinlich steht doch eine Definition in Ihrem Buch der Bücher ? Unsäglich, was man so von manchen lesen muss.

      hel | 27. Oktober 2011 | 17:02 | Antworten
      • Tja, die Bibelmaus ist vielleicht fit im Zitieren irgendwelcher nebulöser Heilsbotschaften aus dem Buch der Bücher, was aber konkretere Daten zur EFTA, EWG, EG und später EU bzw. dem Euro-Block angeht, da hapert es dann doch schon gewaltig.
        Also Susi, besser mal schweigen !

        Ramses | 27. Oktober 2011 | 17:44 | Antworten
    • @susi bibelmaus | 27. Oktober 2011 | 15:53 |
      Zitat:”Ich als evangelische Kampfmaus sage: Widerstand ist Zwecklos! ”

      Ist nicht der “Widerstand” das einzige Mittel um sich rein zu waschen ??!!

      martin | 27. Oktober 2011 | 17:27 | Antworten
    • Und wieder was (von Susi) hingerotzt… Leider (diesmal) nicht die Erste – oh – wie traurig… “Susi Weltversteher – mit biblischem “Tatsch”, super (@alle), oder?? Schlauer geworden??

      whim | 27. Oktober 2011 | 17:39 | Antworten
  5. Der Vatikan fordert Weltfinanzbehörde, lautet eine Zeitungsmeldung am 25. Oktober.( Die Tagespost)
    “Der päpstliche Rat für Frieden und Gerechtigkeit fordert eine Weltzentralbank, welche der erste Schritt zu einer
    politischen Weltautorität sein soll.In einer Welt der schnell voran schreitenden Globalisierung sei eine Weltautorität der einzig angemessene Bezugspunkt, der den neuen Gegebenheiten unserer Zeit und den Bedürfnissen der Menschheit gerecht würde.”
    Hier sehen wir, wie nahe wir schon einer Schaffung einer Weltautorität sind, welche richtiger gesagt ein Weltdiktator sein wird, der ein einheitliches Geld und Währungssystem schaffen wird.
    Wer kann sich einem solchen System einer Gelddiktatur dann noch entziehen ?

    Joel84 | 27. Oktober 2011 | 16:10 | Antworten
    • Im Gegenteil,wenn es so mit der Gelddiktatur so weitergeht, vor allem von Deutschland aus, wird es mal Krieg von Seiten der anderen pleitegegangenen Staaten geben, da sie sich gegen den Sparmaßnahmen wehren werden,denn die Kanzlerin wird ja von den Griechenbürgern jetzt schon als deutscher Panzer gesehen, der wieder Druck auf das griechische Volk macht mit Sparzwängen.@Joe84

      M.G. | 27. Oktober 2011 | 16:56 | Antworten
      • … genau, die leihen sich dann bei den Saudis die Kohle dafür um unsere Leopard II und HK- Knarren bei uns zu kaufen…. wenn ich das richtig verstanden habe und Europa den Geldhahn zudreht, dann können die nichtmal mehr mit Zaziki werfen…. solche Staaten gibt es in Afrika haufenweise, aber da wird einfach nicht drüber berichtet und dann gibt es das auch nicht…. mal drüber nachgedacht welche andere Schweinerei uns mit der aufgeblasenen Griechenlandpleite verschleiert wird ??? war doch immer so, daß ein Riesenaufreger hochgepuscht wird um andere Sauereien zu vertuschen…. mal eben so ´ne Kleinigkeit, wie, daß den Großindustiellen ca. 1,5 Mrd. € Energiekosten erlassen werden, die alle anderen mehr zu zahlen haben, und es die deutsche Politik zugegeben hat, daß sie die Vergabe solcher Geschenke gar nicht mehr im Griff hat bzw. das niemand mehr überprüft…. stellen sie sich vor, mit der Kohle würde Hilfsbedürftigen Bildung angediehen, dann wären wir bald wieder ein Land der dichter und Denker, aber wer will das schon…………

        Staatsfeind No1 | 28. Oktober 2011 | 08:27 | Antworten
  6. Bei allem ideologischen Geplänkel in diesem blog, würde mich jedoch interessieren, was uns im worst case, das alles kosten würde. Allein die stereotypen Aussagen einiger Politiker, dass dann eine Katastrophe eintreten würde, befriedigt mich nicht. Wer kann denn folgende Fragen kompetent beantworten:
    1. Woher nimmt diese oder gar eine andere Regierung 211 Mrd Euro her, um die dann fälligen Forderungen zu begleichen?
    2. Welche Auswirkungen hat dies dann für den Arbeitsmarkt?
    3. Welche Branchen haben voraussichtlich die Konsequenzen zu tragen?
    4. Mit welcher Arbeitslosenquote ist zu rechnen?
    5. Wie kann verhindert werden, dass die Reichen unseres Landes, ihr Kapital auch so abziehen, wie es einige reiche Griechen gemacht haben?
    6. Wie sehen unsere Renten nach dem worst case aus?
    7. Gibt es dann noch ein vereintes Europa?
    Danke erst mal und vielleicht gibt es mal eine plausible Antwort.

    Jens Jobs | 27. Oktober 2011 | 16:32 | Antworten
    • @ Jens Jobs | 27. Oktober 2011 | 16:32

      Die Antworten kennen Sie.
      Bereits gestern, fast zur gleichen Uhrzeit, haben Sie in dem Blog „Der Krampf der Angela“ „fast“ die gleichen Fragen gestellt. Die Antworten sind in den Fragen enthalten.

      Trotzdem einige Anmerkungen von mir:

      Woher kommt das Geld?
      Alle Euro-Länder hängen am Tropf. Wir Deutschen müssen uns mit 30 Milliarden verschulden um 50 Milliarden Zinsen zahlen zu können.

      Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt:
      Exportierende Unternehmen werden weniger produzieren. Dafür braucht man halt nicht mehr so viel Mitarbeiter.

      Konsequenzen für welche Branchen?
      siehe Antwort zu 2.

      Arbeitslosenquote:
      Eine genaue Zahl kann ich nicht angeben.

      Kapitalflucht:
      Das kann man nicht verhindern

      Renten:
      Aus gut unterrichteten Kreisen der Bundeshauptstadt höre ich, dass die Renten in jedem Falle „sicher“ sind. Prognosen bezüglich der Höhe wagt niemand abzugeben.

      Fortbestand der EU:
      Ja, es wird auch weiterhin ein vereintes Europa geben. Dieses Boot kann niemand verlassen – es sei denn, er will untergehen.

      Also, was könnte uns die Zukunft bringen:
      Kleinere Brötchen zum bisherigen Preis – auch eine Art Inflation.

      Für konkrete Zahlen wenden Sie sich bitte an das Finanzministerium. Von dort aus werden Sie unverzüglich mit dem Chef-Volkswirt der Deutschen Bank verbunden.

      Einen freundlichen Gruß aus Eisenach

      Heinz Sahl - Eine Stimme aus Thüringen | 27. Oktober 2011 | 17:09 | Antworten
      • Hallo Hein Sahl aus Thüringen,
        aus Deinen Antworten entnehme ich, dass das alles gar nicht so schlimm wird. Also Ergo – was solls, dann können wir doch auch gleich ein paar Billionen auf den Markt schmeissen. Bleibt die Frage: Wer bekommt sie und was wird daraus gemacht?
        Na, wenn das alles sein soll, dann gute Nacht Deutschland.

        Jens Jobs | 27. Oktober 2011 | 17:48 | Antworten
        • @ Jens Jobs | 27. Oktober 2011 | 17:48

          Haben Sie in meinem Beitrag nicht die Ironie erkannt. Ja, ich weiß, eine bittere Ironie.

          Was werden wird, kann Ihnen zur Zeit niemand sagen.
          „Unsere liebe Frau“ sagt heute dies und morgen das. Eine klare Richtung ist nicht erkennbar.
          Warum verlangen Sie von mir, was selbst sie [die Kanzlerin] Ihnen nicht geben kann oder will? Die Kanzlerin schwimmt mit dem Strom. Manchmal will sie gegen ihn schwimmen. Und dann lässt sie sich wieder treiben. „Mal sehen, wie sich die Umfragewerte entwickeln.“ Erst nach Rücksprache mit Herrn Ackermann kommen dann wieder neue Themen auf den Tisch.

          Genug ist genug, sagt der Bürger. Mehr ist besser, sagt der Bänker.

          Einen freundlichen Gruß aus Eisenach

          Heinz Sahl - Eine Stimme aus Thüringen | 27. Oktober 2011 | 18:12 | Antworten
          • Hallo Herr Sahl,

            zu Ihrem vorletzten Satz:
            Unsere liebe Frau hat nun bereits ihre Rücksprache mit mir gehalten. Sie konnte mich – als ehemalige Kollegin (Physiker / in) – jetzt nachhaltig überzeugen, dass alles was z. Zt. zum Thema EURO und Finanzen geschaukelt wird, gar nicht so schlimm und tragisch sei. Sie konnte mich überzeugen, dass es sich bei den ganzen Operationen und Manipulationen, welche hier Im Milliarden – und Billionenbereich jongliert werden, nur um virtuelle Zahlen handele. Auch konnte sie mich überzeugen, dass man hier mit ähnlichen oder denselben Gesetzten und Formeln wie in der _Mathematischen Physik (Quantenmechanik)_ mit imaginären, komplexen und konjugiert komplexen Ausdrücken und Zahlen rechnen darf.
            Es resultieren dann immer wieder, wenn man will, reelle und reale Zahlen – so z. B., wenn man einen komplexen – mit dem konjugiert komplexen Ausdruck multipliziert, hat man als Ergebnis wieder einen reellen Ausdruck (oder Zahl) – allerdings mit negativem Vorzeichen.

            Ihr momentanes Problem sei, sagte sie mir dann mit einer etwas kläglichen Stimme, diese komplizierten Zusammenhänge der deutschen Bevölkerung rüber zu bringen – und selbst ihre Verhandlungspartner, Sarkozy, Berlusconi usw. hätten beträchtliche Probleme mit dem Verständnis solcher Komplexe.

            Zwischen den Zeilen konnte ich dann auch heraushören, dass mein „Onkel“ Josef von der DB doch jetzt auch mehr und mehr große Probleme mit dem Verstehen solcher Zusammenhänge hätte. Sie sagte mir dann noch vertraulich, dass er gerade in Abendkursen versuche, diese Problematik mathematisch zu durchschauen – aber dass dies wahrscheinlich in seinem Alter weder sein Verstand begreifen, noch sein Wille zwingen könne.

            Ich hoffe, dass Sie nun ein größeres Verständnis für diese Problematik haben, und dass ich mit diesem Beitrag unsere Kanzlerin auch bei der Aufklärung und Überzeugung der Wähler unterstützen konnte.

            Einen freundlichen Gruß, aus dem konjugiert komplexen Süden
            D. Ackermann

            Dieter Ackermann | 27. Oktober 2011 | 20:15 | Antworten
      • .. ganz Ihrer Meinung ..

        .. nur in der Gemeinschaft ist EUROPA und die EU stark. Doch sollte diese Gemeinschaft scheitern, dann fallen Alle. Da haben Sie Recht. Hier geht “ES” um mehr, als nur Geld. Hier geht “es” um`s Prinzip.

        .. einen freundlichen Gruß aus Baden-Baden ..

        P. Degoulange | 28. Oktober 2011 | 11:03 | Antworten
    • Hallo Jens,
      beantworte deine Fragen lieber nicht, sonst bekommst du Magengeschwüre.Sarkastisch würde ich sagen ” Bitte Lächeln “

      Tomca | 27. Oktober 2011 | 17:14 | Antworten
    • @Jens Jobs | 27. Oktober 2011 | 16:32 |

      Im worst case bricht alles zusammen. Welcher Pfeiler zuerst wegbricht, ist egal. Das Endergebnis ist ein Trümmerhaufen.

      Interessanter ist der best case.

      Im besten Fall wird wird nichts von den 211 Mrd Euro gezahlt. Es bleiben die Milliarden aus der Bankenrettung 2008, die sind noch nicht getilgt, stehen in den Bad Banks und es fallen Zinsen an.

      Es bleibt die teilprivatisierte Renten. Selbst ohne Sexparties und “versehentliche” Rechtenfehler müssen Kosten und Gewinnerwartung der privaten Versicherungen weiter aus Rentenbeiträge bezahlt werden. Durch Niedriglohn können viele keine Rentenbeiträge zahlen. Die Demographie ist unser geringstes Problem.

      Die echte Arbeitslosenqoute kenne ich nicht mal von heute. Millionen werden nicht gezählt. Zum Beispiel alle in sinnlosen Massnahmen, von privaten Vermittlern betreut, ab einem gewissen Alter, usw.

      Es bleibt der Niedriglohn und Missbrauch der Leiharbeit. Das waren Maßnahmen zur Erhaltung der Exportüberschüsse. Dummerweise brach die Binnenwirtschaft dadurch ein und es folgte eine Pleitewelle im Einzelhandel. Die bleiben auch im best case pleite.

      Für Leute mit schrägen Humor kommt jetzt der witzige Teil. Wenn andere Länder sparen sollen, können sie nicht importieren und wir nicht exportieren. Nach dem Einbruch der Binnenwirtschaft bricht dann auch die Exportwirtschaft ein.

      Wir verlieren in jedem Fall; nur wer schon nichts mehr hat kann nichts verlieren. Ob best case oder worst case – alles Käse.

      Siggi | 27. Oktober 2011 | 18:49 | Antworten
    • Abwarten – Tee trinken, die Weihnachtsgeschenke kommen, mit Sicherheit!

      Ernst Lipps | 27. Oktober 2011 | 18:56 | Antworten
    • @ Jens Jobs / Fragen

      Wie wäre es mal mit selber nachdenken, und dann die weissagenden Antworten hier bloggen?
      Bin gespannt auf ihre Analyse & Prognose.

      Ernst Lipps | 27. Oktober 2011 | 19:33 | Antworten
      • Wenn ich selber nachdenken sollte über die 211 Mrd. Euro, die vielleicht mal fällig werden sollten, dann versagt bei mir das Vorstellungvermögen. Deshalb bin ich ja auf der Suche nach Erklärungen, die das scheinbar Unvorstellbare, mir mal plausibel darstellen könnten.
        In der sog. Volkswirtschaftlehre soll es doch Antworten auf Szenarien geben, die bestimmte Parameter zur Grundlage haben. Also, wo sind die 211 Mrd. Euro, die hier zur Disposition stehen und wer stellt sie zur Auszahlung bereit, wenn sie denn fällig werden und welche Konsequenzen hat das dann für uns “Otto Normalverbraucher”? Ich hätte zu diesen Fragen weniger Geschwafel, sondern ernstgemeinte und fundierte Antworten erwartet.

        Jens Jobs | 27. Oktober 2011 | 20:17 | Antworten
        • Wer schwafelt?

          Ernst Lipps | 27. Oktober 2011 | 21:41 | Antworten
  7. Sehr geehrte fr.illner, ich denke, ihr plastisches bild, vom motor, usw. entspricht nicht ganz der realität. Man sollte lieber von einem bus sprechen, bei dem man vor einiger zeit festgestellt hat, das ein zwillingsreifen platt war. Die reparatur wäre billig und einfach gewesen.
    Bei näherer inspektion stellte sich heraus, dass da noch mehr war,als nur ein reifen. Heute stehen vor der situation, ist der bus noch zu reparieren oder ist er schrottreif.Politiker versuchen nun der breiten öffentlichkeit klar zu machen, dass alles reparierbar sei!!!
    Hier arbeitet man mit dem prinzip “hoffnung”, es wird irgendwie klappen.
    Nun zu den Banken. Auch hier wird suggeriert, dass die deutschen banken “nur” ein paar milliarden abschreiben müssen. Diese werden sie wohl verkraften. Ganz nebenbei wird unterschlagen, dass abschreibungen gewinnmindern sind. Somit wird der verlust der banken wieder mit ca 50 % vom staat mitgetragen!!
    Es eben leicht, mit dem geld des steuerzahlers, ohne persönliches risiko, monopoli zu spielen, man kann ja nie verliern.

    EugenO | 27. Oktober 2011 | 16:39 | Antworten
    • Habe ich richtig verstanden, dass Sie mangels Unternehmensgewinn entgangene Steuereinnahmen so interpretieren, als seien dies Gaben des Staats ans Unternehmen?

      Wolkenspalter | 27. Oktober 2011 | 16:50 | Antworten
      • Ich kann es kurz verdeutlichen:
        sagen wir die deutsche bank macht 10 milliarden gweinn.
        Aus dem griechenland muss sie 4 mill. abschreiben,
        somit versteuert sie nur noch 6 mill. ist da der staat nicht dabei?

        EugenO | 27. Oktober 2011 | 16:54 | Antworten
        • EugenO,
          Werden Sie nie Unternehmer; sie wären schnell pleite.
          Werden Sie lieber Politiker, dann können Sie Monopoli mit dem Geld fremder Leute spielen…

          Nota bene:
          Ansonsten verzichte ich auf jeden Kommentar zur Frau Illners Beitrag; das wäre nicht druckreif.

          Tillmann | 27. Oktober 2011 | 17:05 | Antworten
          • @Tillmann
            Ich war mein ganzes leben unternehmer und bin es heute noch!(65 jahre alt) Und es erschüttert mich, was zur zeit bei uns abläuft!

            EugenO | 27. Oktober 2011 | 17:10 | Antworten
  8. @Maybrit Illner,
    in welcher abgehobenen Welt leben Sie? Sicher nicht auf diesem Kontinent.

    “Von den 27 EU-Ländern [...] macht das 24 Stimmen, die gehört und ernstgenommen werden müssten.”

    Leben Sie bereits in den “Vereinigten Staaten von Europa”…?
    Daraus wird nichts. Einen “Bundesstaat Deutschland” in einem angelsächsischen Vize-Königreich wird es nie geben. Noch lange vorher wird die jetzige EUdSSR wieder aufgelöst.

    “Aber für die Menschen in all diesen Ländern steht mit dem Euro genauso ihre Zukunft und die ihrer Kinder auf dem Spiel…”

    Diese Behauptung entbehrt jeder Logik.

    Sind die 500 Millionen Menschen “in all diesen Ländern” jemals gefragt worden – per Wahlzettel! – ob sie den Euro überhaupt haben wollen…?
    Haben die 500 Millionen Menschen “in all diesen Ländern” jemals einen Wahlzettel mit den Namen der EU-Apparatschiks gesehen, die seit 20 Jahren unkontrolliert Billionen (mit B) Steuergelder verschieben…?

    “…für die gemeinsame Zukunft in einem Europa, das auf noch engere Zusammenarbeit setzen will.”

    WER ist dieses “Europa”, das “noch engere” Bananenkrümmungsgrade, Glühbirnenvorschriften und Billionen-Schulden will…? Das ist eine handvoll politischer Seilschaften und Schmarotzer.

    Den “restlichen” 500 Millionen Europäern, die in der realen Welt auf diesem Kontinent leben, ist eine alte EWG/ETFA-Freihandelszone völlig ausreichend.
    Die hat exakt die selben Vorteile, kostet Steuergeld und keine Schulden.
    Und: Politiker sind darin völlig überflüssig! ;-)

    Moritz Paris | 27. Oktober 2011 | 16:44 | Antworten
    • Zu EWG/EFTA muss es natürlich richtig heissen:
      “…kostet KEIN Steuergeld und keine Schulden”

      Moritz Paris | 27. Oktober 2011 | 16:54 | Antworten
      • absolut gleicher Meinung, alles danach nur für die Katz !Doch was schert das unsere Kanzlerin, die den “Partner”-Ländern großkotzig versichert: “Euro-Block, der deutsche Steuerzahler steht geschlossen hinter Euch !”
        Pech, wir sind nur leider nicht gefragt worden….

        Ramses | 27. Oktober 2011 | 17:23 | Antworten
  9. Unbestritten, Merkel, Sarkozy, Berlusconi, vielleicht noch Cameron sind mit Abstand die Rampensäue Europas. Die Anderen bleiben im Dunkeln, bis sie irgendein politisches Erdbeben ins Licht rückt, zuletzt Griechenlands Papandreou.

    Hierzulande gibt es nicht viele, die alle 27 EU-Länder aufzählen und noch weniger, die die 17 Euro-Länder davon korrekt benennen können. Es fragt sich allerdings, ob das für uns Deutsche, das heißt den Bürger, wirklich wichtig ist. Der deutsche Bürger entscheidet nicht, wer in die EU darf, er entscheidet nicht wer den Euro haben darf (nicht mal für sich selber durfte er das), er entscheidet nicht über Millionen, Milliarden, Billionen, die irgendwer versemmelt, die dann irgendwer anderes mit irgendeinem Trick wieder aus dem Hut zaubert. Lediglich das Portemonnaie soll er schon mal bereit halten.

    Bei diesem Sachverhalt von uns die Leidenschaft zu erwarten, daß “die Stimme der „Kleinen“ in Europa gehört wird”, ist wohl ein bißchen viel verlangt. Und ob die nun das Gehör erbitten oder erpressen, wen von uns schert das schon. Soll sich doch unsere Politik darum kümmern, die hat schließlich die Generalvollmacht in Europafragen für sich gepachtet.

    Sicher ist unser Desinteresse keine gute Basis für eine gemeinsame Zukunft in Europa, aber selbst der dümmste Esel merkt irgendwann, daß er die Möhre an der Angel nicht erreicht, obwohl er den Karren fleißig zieht. Vielleicht bedarf es aber auch etwas mehr von diesen Gurken-Gimmicks, die uns aufmerksamer werden lassen. Jeder Eu-Staat könnte sich dabei was landesspezifisches einfallen lassen. Europa hat dann wenigstens noch einen gemeinsamen Spaßfaktor.

    Tocqueville | 27. Oktober 2011 | 16:50 | Antworten
  10. Die Einführung des Euro wurde schlampig und verantwortungslos vorgenommen, Fehler die nicht mehr gutzumachen sind versucht man jetzt mit Hängen und Würgen gerade zu biegen.
    Es wird in einem Desaster enden.
    Glaubt wirklich auch nur ein einziger Politiker, dass Berlusconi hält was er verspricht?
    Kann man einer solchen Person etwas glauben?
    Berlusconi wird nichts tun was er in Brüssel zusagt, sobald er das Geld vom Rettungsschirm eingesäckelt hat wird er wieder tun und lassen was er will.
    Er hat doch in seinem Telefonat bereits gesagt, was er von seinem Italien hält. Wer denkt nun, dass Berlusconi sein Land am Herzen liegt? Ich nicht!
    Und wenn Italien fällt dann fällt der Rest von Euroland mit.
    So ist das!

    Towanda | 27. Oktober 2011 | 17:14 | Antworten
  11. .. EUROPA ..

    Was in EUROPA ab geht, da kann Ich, gerade noch so mitreden, ohne nachlesen.
    Aber was zur Zeit, mit den Banken geht, dieser “Hebel” und das ganze Theater um den €uro.

    Was kann EUROPA und der €URO schon in 10 Jahren, angestellt haben..?

    Die USA ist jetzt über 400 Jahre alt, genau so der DOLLAR.
    Obama hat geasgt, das die USA ca 17 Billionen DOLLAR Schulden, zu verzeichnen hat, und die Uhr tickt.

    .. EUROPA .. war nicht mal, auf einer Bank..!
    Hat nicht mal ein Konto..!
    Aber soll für 1 Billion €URO, gerade stehen.

    Und das tut EUROPA auch..!

    Wer da gerade regiert, spielt keine Rolle..!
    Die Regeln sind klar, das Ziel eindeutig..!
    Eigentlich, kann man EUROPA nicht falsch lenken..!
    Weil jede Richtung, innerhalb EUROPA, nur Vorteile bringt. Und für Infrastruktur sorgt, und somit EUROPA selbst.

    Alles was mit dem AUSLAND zu tun hat, schadet EUROPA nur, und stellt Ansprüche, die EUROPA, nicht will und nicht braucht.

    Um “ES” mal klar zu stellen..!

    Wenn ..EUROPA.. Geld geliehen wird, dann leihen WIR, UNS dieses Geld selbst. Deshalb kommt der Steuer-Zahler auch dafür auf.
    Jetzt meine Frage..??! :

    .. Wem Schulden WIR dieses Geld .. am Ende wirklich..??!

    UNS..?
    den Banken..?
    dem Staat..? also genau genommen UNS

    Ohh man, was für ein Durcheinander..! Egal, kommt Zeit, kommt Rat.

    Gruß
    bcstony

    P. Degoulange | 27. Oktober 2011 | 17:20 | Antworten
  12. Bei Hans Sachs heißt es im Jahre 1557:

    “Mensch, was du tust, bedenk’ das End,

    Das wird die höchst’ Weisheit genennt!”

    Sollte man allen unseren politikern zuschreien!!!!

    EugenO | 27. Oktober 2011 | 17:21 | Antworten
  13. Mehr Kindisch als Weise sind die Spötter, die mit Begrifflichkeiten wie Armageddon- Antichrist- Zahl des Tieres- Papsttum- oder sonst was… stets altertümliche Vorstellungen verbinden. Erstens erschien der Teufel im Garten Eden ja auch nicht als gehörnter Ziegenbock sondern als schmeichelnd smart zutraulich fragender „Hatte Gott das wirklich so gesagt?“ und zweitens – müssen sich die Menschen endlich mal damit abfinden, dass es von Anbeginn der Zeiten an einen unerschütterlichen Schöpfungsplan gab: Die Versöhnung des Menschen mit seinem Schöpfer.
    .
    Wer die Welt und die kommenden Ereignisse nur im Lichte sterblicher Geschichte sieht, ist ein Narr. Jeder der noch ein funktionierendes Hirn hat wird merken, dass die globalen Zentralisierungen nicht zu mehr Freiheiten der Völker führen sondern zu mehr – zu totaler Kontrolle! Und die wird dann auch auf allen Ebenen von jenem lang Jahrtausende vorher angekündigten falschen Messias, einer redegewandt smart charismatischen Persönlichkeit, zum angeblichen Wohl der Menschen ausgeübt. Macht euch mit dem Gedanken vertraut, dass kein Hinkefuß die Weltenbühne betritt um aus dem globalen Chaos ordnendes Heil zu versprechen. Erst wenn das Durcheinander, das Chaos den Politischen Führern aussichtslos über den Kopf gewachsen ist, kommt der Schrei und der Ruf nach jenem einen „Macher“ der alles richten soll – und auch wird. Die Macht der Verführung wird für die meisten Menschen dann so groß sein, dass sie im Blindlings folgen werden. Davon berichtet die Bibel, und das schon Jahrtausende vorher! Wer meint er weiß es besser… dem will ich nicht vom Gegenteil überzeugen.
    .
    .
    susi

    susi bibelmaus | 27. Oktober 2011 | 17:36 | Antworten
    • @susi bibelmaus | 27. Oktober 2011 | 17:36 |
      Zitat:”Mehr Kindisch als Weise sind die Spötter, die mit Begrifflichkeiten wie Armageddon- Antichrist- Zahl des Tieres- Papsttum- oder sonst was… stets altertümliche Vorstellungen verbinden.”

      Unter dem Begriff “Harmagedon” in der Offenbarung Johannes beschreibt der Verfasser im Kontext des Verses die letzte Serie von endzeitlichen Plagen.

      Wenn Sie, susi bibelmaus, dies in der Unterstellung altertümlicher Vorstellungen sehen, übertragen Sie doch, ohne nachzufragen “Ihre” Denke auf ihre Mitmenschen und bezeugen somit, daß es der eigen Aufklärung bedarf. Daß man geistiges nicht im Bilde fassen darf, ist zwar einem hellen Geiste klar, lässt sich aber rein mit einem funktionierendes Hirn nicht erfassen! Wer aber bildliches =(reale materielle Umstände), nicht mit dem geistigen Zusammenhang bringen kann, der redet wie ein ‘Pharisäer’, die in kleinlicher Weise Kritik üben und dabei den Zusammenhang vernachlässigen.
      Die Macht der Verführung ist und war, für die Menschen schon immer so groß, wie sie von Anbeginn der Zeit war!
      Wie kann, ohne die Macht der Verführung, eine Prüfung, Läuterung und Erlösung stattfinden ?! Also erschien der Teufel, weder im Garten Eden, noch in der Neuzeit, uns in irgendeiner Gestalt, sondern ist ein Teil von uns selbst, in Form unseres Freien Willens! Weshalb jeder Mensch für sich selbst entscheiden kann, ob er den Weg geht, den uns Jesu ihm gezeigt hat, oder seinem Willens eigenen.
      Wer meint er weiß es besser… dem hoffe ich, sich vom Gegenteil zu überzeugen.

      martin | 27. Oktober 2011 | 19:43 | Antworten
      • Sie müssen sich mal Entscheiden!
        Entweder ist der Verführer nur „in uns selbst“, in unseren heimlichen Gedanken sozusagen und Abhängig von der Gedankenwelt der Menschen – oder er ist wie die Bibel beschreibt ein reales Wesen!
        .
        Wenn es nur um die soziale Komponente einer Jesus Nachfolge im Sinne von „Gott in Dir“ oder „Jesus war Gut“ geht, wie ordnen Sie dann die Notwendigkeit von Jesus Auferstehung für Ihre Sündenvergebung und sein sichtbares Wiederkommen ein? Biblische Personen sind reale Wesen, unabhängig von ihrer Einbildungsvorstellung und gänzlich unabhängig ihrer menschlichen Gedanken. Die größte Lüge des Teufels ist, den Leuten glauben zu machen er sei nur „das Böse in ihnen selber“!

        susi bibelmaus | 27. Oktober 2011 | 19:56 | Antworten
        • @susi bibelmaus | 27. Oktober 2011 | 19:56 |
          Liebe susi, ich muß mich nicht Entscheiden, allenfalls anderst ausdrücken. Die Bibel ist ein Bilderbuch (Bildnisbuch), also der Verführer ein reales Wesen, wie wir Menschen auch real(Materie) sind.
          Gottes Geist hat sich dem Menschen im Fleische Jesu(Materie) offenbart. Und die Auferstehung soll (bildlich) verdeutlichen, daß nur der Sieg über die (im Satan gebundene) Materie ins geistige Himmelreich führt. Somit ist es keine Lüge, daß das Böse(Satan) in uns selbst ist und aus uns selbst hervorgeht. Genau so wie Gottes Geist in uns selbst ist! Wenn wir dies also erkennen, durch den von Gott uns gegebenen freien Willen und unter Zugabe dessen Erkenntnis durch Jesu und des neuen (bildlichen) Testamentes, daß dies so ist, können wir, über den uns gezeigten Weg, zur Wiedergeburt (Auferstehung vom fleischlichen Tod) gelangen.
          Also ist die Bibel bildlich (irdisch)gefasst um zu verstehen, jedoch geistig zu lesen um zu erlösen. Somit ist materielles und geistiges von gleichen Ursprungs und dennoch zwei grundverschiedene Welten.

          martin | 27. Oktober 2011 | 23:47 | Antworten
          • Mein Gott! was für ein irrer Quark…..

            susi bibelmaus | 28. Oktober 2011 | 06:18 | Antworten
          • @susi bibelmaus | 28. Oktober 2011 | 06:18 |

            Liebe susi, wenn Sie das für einen irren Quark halten, dann dürfte das Waschwasser, von dem Sie sprechen, doch mehr trübe als klar sein und verschleiert Ihnen den Blick hin zur Wahrheit. Wer sich rein an die Worte der Bibel klammert, diese bei der erst besten Gelegenheit zitiert, ohne die geistige Botschaft dahinter zu erkennen, der trägt zwar zur geschichtlichen Aufklärung bei, sollte sich aber sonstige Interpretationen verkneifen, so er nicht derjenige sein will, vor dem er seine Mitmenschen warnt !

            Liebste Grüße

            martin | 28. Oktober 2011 | 15:07 | Antworten
  14. .. die €uropäische Zentral-Bank ..

    Ansprüche die das Leben stellt..!

    Ich als Bürger der EU, habe Bedürfnisse, die mir EUROPA, möglichst günstig und hoch qualitative, gedecken soll.
    Die Verantwortung den Zentral-Bank, sich “selbst zu finazieren” ist Pflicht, in einer Neu-Zeit, wie heute.

    .. EUROPA .. braucht Punkte, an denen sich die Menschen, treffen können und feiern können.
    Plätze für Groß-Raum-Veranstaltungen (Love-Parade) EUROPA weit.

    Öffentlicher Verkehr, Bus, Taxi und Bahn. (bezahlbar)

    Einheitliche Bankautomaten in der EU. (Gebühren-frei)

    Internationale Handy-Tarife in der EU für EU-Bürger.

    Öffentliches Fernsehen und Internet (Breitband) in der EU. (GEZ)

    .. ICH will FREI sein .. und nicht überwacht und Kontrolliert.
    Und ganau das, kann EUROPA bieten, ..!..

    .. FREIHEIT BRÜDERLICHKEIT und RECHT für Alle ..

    Etwas .. wofür “ES” zu kämpfen lohnt..!

    Gruß
    bcstony

    P. Degoulange | 27. Oktober 2011 | 17:41 | Antworten
  15. Der Klimadingens, na, wie heißt er noch ? Ach ja der Schellnhuber. Der möchte eine große Transformation einführen um den Leuten leichter das Geld abnehmen zu können und für seine Welterrettung einzusetzen.
    Hier bei dem Europa-Konstrukt kann er sich angucken, wie so was funktioniert.

    Hans | 27. Oktober 2011 | 17:44 | Antworten
  16. Vor 75 Jahren sagte “der Führer” in Deutschland: keiner soll hungern und frieren. Dies aus dem Hintergrund, dass viele Deutsche im 1. Weltkrieg gehungert und gefroren haben.
    Wenige Jahre nach dem Ausspruch des Führers haben Millionen Deutsche mehrere Jahre gehungert und gefroren.

    Heute heisst es: die Renten und Sparguthaben sind sicher.
    Man muss kein Prophet sein, wenn man behauptet, dass dieses Versprechen genau so eine Lüge ist wie das Versprechen des Führers vor 75 Jahren.

    Joel84 | 27. Oktober 2011 | 17:50 | Antworten
  17. Vertrauen in Preisstabilität, Wachstum und Beschäftigung durch Ratifizierung des EFSF durch alle sowie weitere Absichtserklärungen samt Überwachung und Leitlinien werden dem EFSF eine hohe Bonität zukommen lassen.

    Die Begrenzung des Leverage auf 4-5 begrenzt das balooning. Ausgeglichene Haushalte, Finanztransaktinssteuer sowie konsolidierte Bemessungsgrundlage bei der Körperschaftsteuer stärken Wachstum und Beschäftigung und die Wettbewerbsfähigkeit steigt.

    Zehn Maßnahmen im Euro-Bereich samt Tagungen und Arbeitsplan auf verschiedenen Ebenen EFSF/CEO/ESM sowie das Banking-Paket tragen zum Gelingen bei.

    Gerd Görtz | 27. Oktober 2011 | 18:00 | Antworten
    • Herr Görtz, allein, mir fehlt der Glaube! Sie sind ein Optimist.

      Genau wie nach der ersten großen Bankenkrise werden sie auch jetzt wieder nichts zustande bringen.
      Wenn die Gelder geflossen sind legen die Politiker wieder müde ihre Hände in den Schoß und hoffen auf den lieben Gott der alles richten wird.
      Sie werden so gut wie nichts ändern, wetten?

      Towanda | 27. Oktober 2011 | 18:49 | Antworten
    • Ich will MEIN Geld zurück!
      Abrechnung 1 Euro = 1,95583 DM
      Plus Zinsen plus Zinseszins plus Verzugszinsen plus Inflationsausgleich plus Schadensersatz für meine fehlgeleiteten Steuern an wildfremde Banken, EU-Kassen und EU-Länder.

      Herr Görtz, statt mit Nebelgranaten aus Zocker-Kauderwelsch um sich zu werfen, sollten Sie lieber Milton Friedman (1912-2006) studieren. “Der Euro wird seine erste Krise nicht überleben” hat Friedman schon VOR der Euro-Einführung gewusst.

      Die Bank- und Staats-Feinde um Milton Friedman von der Chicago School of Economics sind allesamt ANTI-KEYNESIANER und haben mehr Nobelpreisträger als Harvard und Yale zusammen.
      Dagegen haben Keynes & Plünderer nur eine 100 Jahre lange Blutspur durch (fast) alle Staatshaushalte rund um die Welt hinterlassen…
      Soviel zu Ihrem “EFSF-leverage-balooning”.
      Wen wollen Sie mit Ihrem Zockerdeutsch beeindrucken?

      Moritz Paris | 27. Oktober 2011 | 19:02 | Antworten
      • @Moritz Paris | 27. Oktober 2011 | 19:02 |
        Zitat:”Ich will MEIN Geld zurück!”
        Das hatten wir doch schon mal!
        Aber, warum sind Sie, lieber Moritz, denn nicht mit Ihrem Wissen um das Wissen, nicht schon VOR der Euro-Einführung in eine Euro-Freie Zone geflohen um sich Ihrer Plunderung zu entziehen?

        martin | 27. Oktober 2011 | 20:15 | Antworten
        • “Weißt du denn nicht, mein Sohn @martin,
          mit wie wenig Verstand die Welt regiert wird?”

          Solange EU-Gesundbeter nicht müde werden, Lügen zu verbreiten,
          solange darf man nicht müde werden, Wahrheiten zu verbreiten.
          Principiis obsta. Wehret den Anfängen!

          Anders ausgedrückt:
          „An nescis, mi fili, quantilla prudentia mundus regatur?“
          „Weißt du denn nicht, mein Sohn, mit wie wenig Verstand die Welt regiert wird?“

          Der schwedische Kanzler Oxenstierna soll dies seinem Sohn geschrieben haben, der in Münster an den Verhandlungen zum Westfälischen Frieden teilnehmen sollte und sich der Aufgabe nicht gewachsen sah…

          Nota bene:
          Warum ich nicht “geflohen” bin?
          Ich glaube an die Marseillaise.
          http://www.youtube.com/watch?hl=en&v=CyeAgINs8Ys&gl=US
          Googel dir die Übersetzung, mein Sohn… ;-)

          Moritz Paris | 28. Oktober 2011 | 06:25 | Antworten
    • Das EU-/Euro-Problem ist seit 200 (!) Jahren bekannt
      und sollte inzwischen zum Bildungsstandard gehören.

      Thomas Jefferson, 3. US-Präsident und einer der aufgeklärtesten Staatsmänner der Weltgeschichte, hat das heutige (Finanz)-Desaster schon vor 200 Jahren vorhergesagt…

      Das geschichtsträchtige Jefferson-Zitat von 1809:
      »Ich bin davon überzeugt, dass die Bankinstitute eine größere Bedrohung für unsere freiheitliche Ordnung darstellen als stehende Armeen … Sollte das amerikanische Volk je zulassen, dass private Banken die Kontrolle über die amerikanische Währung erobern, dann werden die Banken und die in ihrem Umfeld entstehenden Unternehmen … die Menschen all ihres Reichtums berauben, bis ihre Kinder eines Tages … ohne ein Dach über dem Kopf aufwachen. Die Macht, Geld in Umlauf zu bringen … , muss den Banken entrissen und an das Volk zurückgegeben werden, dem sie von Rechts wegen zusteht.«

      Dem ist heute, 200 Jahre später, nur hinzuzufügen, dass Banken und Politik inzwischen ein- und dasselbe sind.

      Nordfriese | 27. Oktober 2011 | 19:30 | Antworten
      • Nomen est omen: BRÜSSEL heisst SUMPF.
        Der Name Brüssel stammt aus einer Wortzusammensetzung des keltischen Wortes bruoc, SUMPF, und des lateinisch-keltischen Wortes sella, TEMPEL.
        Der Stadtname bedeutet also TEMPEL IM SUMPF.

        Ob man sich dieser etymologischen Bedeutung bewusst war, als man sich auf den Sitz der EU gerade in dieser Stadt verständigte? ;-)

        Moritz Paris | 27. Oktober 2011 | 19:40 | Antworten
    • @ Gerd Görtz

      Hä?!, bitte in Deutsch, für normalos.
      Danke.

      Ernst Lipps | 27. Oktober 2011 | 19:42 | Antworten
      • @Ernst Lipps | 27. Oktober 2011 | 19:42 |
        Zitat:”Hä?!, bitte in Deutsch, für normalos.
        Danke.”

        Frag @Ernst Lipps doch besser, ob er das Ganze mit AAA oder D bewerten würde.
        (Die Ratingcodes spiegeln dabei zunächst nur eine Rangfolge wider. Allerdings wird auch Widerstandsfähigkeit gegen Konjunkturschwankungen berücksichtigt, so dass zumindest höhere Ratings auf dauerhaft stabile Unternehmungen hinweisen.)

        martin | 27. Oktober 2011 | 20:36 | Antworten
        • sorry:
          Frag @Gerd Görtz doch besser,- war natürlich gemeint-

          martin | 27. Oktober 2011 | 21:36 | Antworten
  18. Stimmen die Geruechte, dass neben den “Piraten” noch eine solche artverwandte Partei gegruendet werden soll, namens “Zukunft (durch) Deutsche Fachkompetenz” (Kuerzel: “ZDF”.)?

    Frau Ilgner soll schon beauftragt worden sein, fuer den Fall eines durchaus moeglichen Sieges bei der naechsten Bundestagswahl das Schattenkabinett zusammenzustellen:
    Gut informierte Kreise berichten ueber folgende, heisse Minister-kandidaten:

    Kanzler: Hasskerl (so serioes/ernsthaftig)
    Vizekanzler und
    Aussenminister Slomka (so diplomatisch)
    Verkehr Wettervogel (war schon ueberall)
    Ernaehrung/
    Verbraucherschutz Lafer (in allen Toepfen zu
    Hause)
    Verteidigung Feldhoff (Angriffsexperte)
    Inneres Cerne (so aufklaerend)
    Finanzen Gottschalk (so sparsam)
    Justiz Kleber (so abwaegend)

    Fuer die anderen Ministerien faellt es auesserst schwer, aus der unueberschaubaren Vielzahl kompetenter und qualifizierter Mitglieder der ZDF-Partei auszuwaehlen. Auch soll bei der Aemterverteilung niemand vor den kopf gestossen werden. Andererseits ist aber auch durchgedrungen, das einige verdienstvolle Kandidaten aus Furcht vor der bekannten Medienmacht und moeglicher Oeffentlichkeitsattacken der eigenen Parteimitglieder nicht fur ein Amt zur Verfuegung stehen, da Frau Ilgner schon einigen zu forschen Bewerbern gedroht hat deren Naehe zu dem Juncker in Liechtenstein an die Oeffentlichkeit zu zerren.

    Neutraler | 27. Oktober 2011 | 18:46 | Antworten
    • Und der Regierungssprecher (der hauptamtliche unter den 10.000 freiwilligen) ist auch schon abgeworben: vom “Eurovölkischen Beobachter”.

      Moritz Paris | 27. Oktober 2011 | 19:10 | Antworten
  19. Wiviel Neumilionäre gibt es seit 2002 in Grichenland.

    H.Morisse | 27. Oktober 2011 | 19:20 | Antworten
  20. Das Euro-Rettungsschauspiel hat was von einer Ruderpartie mit einer Galeere in schwerem Sturm. An Bord der Bootseigner, ein reicher Latifundienbesitzer mit seinen ebenso reichen Gästen „Nobiles“. Dienstpersonal verschiedenen Ranges und zu unters Sklaven und Strafgefangene. Bei normaler See schlemmt die High Society, nur durch das Benutzen der Reiherfeder unterbrochen, der Rest arbeitet schwer, beziehungsweise knechtet. Dann kommt schwerster Sturm auf. Wenn jetzt nicht alle mit anpacken, geht die Galeere unter. Die an den Rudern sind angekettet und gehen chancenlos unter. Die Betuchten können über Bord springen und sich an einer Planke festhalten, haben eine Chance auf davonkommen. Selbst wenn alle zusammenhalten, obwohl es für die von Unterdeck überhaupt gar keinen Grund für Solidarität mit denen von der Luxusetage gäbe, ist die Belohnung für das Teamwork nicht gewiß, denn es gibt kein GPS. Geht`s raus oder mittendrin in das Sturmtief?

    Analog zu Loriots Sketch mit dem Handels-Vertreter, der zu Zeiten des kalten Krieges Atombunker für Private verkauft, der auf die Frage eines potentiellen Kunden, was denn wäre, wenn die Entspannungspolitik Erfolg habe, antwortete, man wolle ja nicht gleich mit dem Schlimmsten rechnen, so könnte die Antwort der Zocker und Börsenjunkies auf die Frage ausfallen, was denn wäre, wenn die Politik die Euro-Finanz-Krise in den Griff bekäme.

    Drastisch(er) wäre die Überschrift „Der Kot Europas“. Kotflügel sollten ja als Abdeckungen der Kutschenräder, den Straßendreck (-kot) abhalten.

    In der ganzen letzten hektischen Zeit, die mittlerweile schon ein ganzes Jahr anhält, habe ich mich manchmal gefragt, wie man sich fühlt als Niederländer, Grieche, Österreicher oder als Bürger der anderen Euroländer. Wie haben ja immer gesehen: Merkel bei Sarkozy in Paris, beide in Brüssel, Sarkozy in Berlin, beide in Brüssel und dazwischen Treffen bei den EU-Vorsitzländern usw. usw. Die selben, gleichen oder ähnlichen Bilder sind wahrscheinlich auch in den anderen Eurostaaten über den TV-Apparat gelaufen, waren Radionachrichten oder Headlines in den Gazetten. Da muß langsam aber stetig das Gefühl aufgekommen sein, wir haben da nichts zu melden.
    Insbesondere Kohl hat die Scheckheftdiplomatie intensiv eingesetzt und hielt sich ansonsten vornehm zurück. Er kann sich zugutehalten, damit das ein oder andere Mal Europa nach vorne gebracht zu haben. Als Repräsentant des inzwischen wiedervereinigten Europas kündigte Kanzler Schröder bei Amtseintritt an, Deutschland werde in der EU nun selbstbewußter auftreten. Dazu kam es dann aber eher negativ beim Brechen des Eurostabilitätspaktes. Total berechtigt, von Anfang an und ex post bestätigt, war die Anti-Irak-Krieg-Allianz von Schröder/Fischer und Chirac.

    Zuletzt hat die aktuelle Krise Merkel geradezu in die Führungsrolle gedrängt. Im internationalen Vergleich waren die Wirtschaftsdaten Deutschlands für viele Europäer fast beneidenswert makellos (das Fehlen von Mindestlöhnen und das jahrelange trading down bei den Reallöhnen der Arbeitnehmerschaft wird da gerne mal übersehen). Und Frankreich schwächelte. Die Ratingagenturen beleidigten die stolze Nation. Die Welt hat erwartet, sogar Obama rief nochmal igens an, daß Merkel als prima inter pares Dampf macht, sowohl nach innen, sprich Deutschland, wie auch nach außen, also nach Europa und Eurolandia.

    Deutschland wird wohl auch mittelfristig nicht an einer neuen Führungsrolle vorbeikommen. Dieser Vorsprung ergibt sich an vielen Stellen aus der Sache heraus.
    Europäische Führung durch Deutschland kennt Deutschland nicht so richtig; im Schlechten durch den Naziterror über Europa. Deutschland muß lernen, diese Rolle zu spielen, vor allem fair. Vor der Krise war Deutschland nicht nur der Musterschüler Europas. Oft hat, gerade auch die Merkel-Regierung die EU-Kommission brüskiert, gerade im Umweltbereich. Deutschland hat etliche Vertragsverletzungsverfahren am Hals.

    Die EU hat nur dann eine echte Chance, wenn sie eine wirkliche Gemeinschaft ist. Die EU-Bürger der anderen Mitgliedstaaten dürfen nicht den Eindruck gewinnen müßen, da spiele Deutschland egoistisch seine Vorteile aus. Gerade im psychologischen Bereich kann viel Porzellan zerschlagen werden.

    Melzer | 27. Oktober 2011 | 19:39 | Antworten
    • @Melzer
      Die “EU” ständig als “Europa” zu bezeichnen, ist eine Schande für den Jahrtausende alten Namen.
      Weder Merkozy noch die sogenannten Staatsmänner der übrigen EU-Mitgliedsländer sind “Europa”.

      Die Herrschaften sind nicht einmal die Brüsseler “EU”.

      Diese “EU” wurde von den Siegermächten aus London und Washington inszeniert und allein von dort wird diktiert, was in Brüssel “entschieden” wird. Die Briten sind seit Jahrhunderten gewiefte Kolonial-Ausbeuter und betreiben seit 1945 ein egozentrisches Joint-venture mit den USA.
      Deren jüngste Kolonie heisst “EU”.

      Mit von der Partie war anfänglich die Siegermacht aus Paris. Aber die Franzosen haben inzwischen kapiert, dass sie sich nach britischen Bauplänen selber ein Grab geschaufelt haben.
      Den Alten, De Gaulle und Adenauer, wäre das nicht passiert!

      Nordfriese | 27. Oktober 2011 | 20:29 | Antworten
  21. @Melzer

    Völlig richtig , es ist nicht akzeptabel , wie mit den kleinen europäischen Partnern umgegangen wird.
    Diese selbstgerechte Art , den Anderen die “richtige” Einstellung beizubringen , ist einfach nur peinlich , allerdings nicht sonderlich neu , was einen Teil der Deutschen angeht .

    Das hat auch nichts mit Patriotismus zu tun , dazu gehört schließlich auch die Größe , mit der eigenen Stärke richtig umzugehen , den Anderen -noch dazu falsche- Sparprogramme auferlegen ,das ist sicher der falsche Weg , und es kann gut sein , daß die Deutschen die langfristigen Verlierer ihres eigenen Verhaltens sein werden.

    new kid on the blog | 27. Oktober 2011 | 20:33 | Antworten
    • @new kid
      Es gibt eine ganz einfache Lösung, die nicht mal Geld kostet:
      EU samt Euro in die Mülltonne. Und alle Probleme sind vom Tisch.

      @Nordfriese
      So ist es!
      Aber auch in Frankreich haben das noch längst nicht alle “kapiert”… Speziell die Sozis verfluchen seit heute die Deutschen; obwohl sie Sarko meinen, denn seit heute ist der Wahlk(r)ampf eröffnet… ;-)

      Moritz Paris | 27. Oktober 2011 | 20:49 | Antworten
      • Den Deutschenhass haben nicht nur die Franzosen,sondern auch die einfachen griechischen Bürger, wegen den Sparmaßnahmen,die so wie sie meinen von Frau Merkel als deutscher Panzer durchgedrückt wird.@Moritz Paris

        M.G. | 27. Oktober 2011 | 23:03 | Antworten
    • bin da ganz anderer Meinung. Die sogenannten kleinen EU-Partner sollen sich endlich einmal am Riemen reißen. Jedes Land muß sich einbringen, nicht nur die angeblich Großen. Man hört immer wieder die gleiche Leier: die reichen Deutschen und Franzosen, bla, bla, bla…
      Wo sind die deutschen Bürger reich ? Ein Land ohne Resourcen, dessen Bevölkerung sich allerding in der überwiegenden Mehrheit arbeitsam und diszipliniert den Ar… aufreißt um auf einen grünen Zweig zu kommen. Das ist die Realität.
      Aber lassen wir unser Land außen vor und nehmen wir als Beispiel die Schweiz, Österreich, die Niederlande oder Skandinavien. Diese Nationen haben schlechtere oder ähnlich ungünstige Grundbedingungen wie in der Größe vergleichbare südliche Partnerländer, z.B. Griechenland: kaum Bodenschätze, klimatisch (Halbjahr Winter, der Rest kalt), privat und industriell muß mehr Geld für Energie ausgegeben bzw. importiert werden als im Süden, oft zu gebirgig für irgendwelche Nutzung, trotzdem teilweise erfolgreiche Exporteure von Agrar-Produkten, Chemie, HighTec und ähnlichem. Was diese Länder aber vorrangig auszeichnet ist die Aktivierung, Investition und Pflege ihrer wirklichen Resource: Ausbildung und nochmals Ausbildung: schulisch, beruflich und universitär. Einzig diese ermöglicht ihnen trotz widriger Umstände wirtschaftlich und industriell eine gewichtige Rolle zu spielen mit beträchtlichem, beispielhaftem Sozialniveau und Wohlstand. Dazu die kaum nennenswerte bzw. vergleichsweise niedrige Korruption und eine einiger-maßen Steuerdisziplin.
      Frage: wieso ist das in südlichen Ländern wie Griechenland nicht möglich ? Die Menschen dort sind weder dümmer noch intelligenter. Sie müssen nur endlich einmal bei sich anfangen und nicht immer die Schuld woanders suchen… Wo sind eigentlich die enormen EU-Hilfen geblieben und was hat man über die Jahre damit geschafft ?

      Ramses | 27. Oktober 2011 | 22:42 | Antworten
  22. Danke für die vielen Anmerkungen. Kann ich alle nachvollziehen. Das Protokoll EURU SUMMIT STATEMENT 26.10.2011 hier:
    http://www.consilium.europa.eu/uedocs/cms_data/docs/pressdata/en/ec/125644.pdf

    Gerd Görtz | 27. Oktober 2011 | 22:39 | Antworten
    • Dankeschön Herr Görtz, das ist der wissenschaftliche Beweis:
      Auch Klopapier lässt sich vortrefflich bedrucken! ;-)

      Moritz Paris | 28. Oktober 2011 | 09:21 | Antworten
  23. Diejenigen, die die Bannmeile nicht akzeptieren wollen, können nur für sich sprechen. Sie haben überhaupt kein Recht, dies im Namen und stellvertretend der und für die Bevölkerung zu tun. Es gibt keine, und sei es noch so mittelbare, Zwangsmitgliedschaft in Protestbewegungen.

    Es ist ein alter Trick der Bannmeilenstörer, diejenigen, die für die Einhaltung der Bannmeile sind, des Formalismus zu überführen, dergestalt, daß diese angeblichen Formalisten kaschieren wollten, daß sie nicht oder nicht mehr demokratisch legitimiert sind. “Schaut mal, wir sind doch nur ganz einfache Bürger, die demonstrieren wollen. Was müssen die Politiker zu verbergen haben, daß sie uns nicht mal auf eine güne Wiese lassen wollen”. Billig, diese Nummer.

    Die Bannmeilenzone ist ein befriedeter Raum, der unsere demokratisch legitimierten Verfassungsorganen Bundestag, -rat und das Bundesverfassungsgericht ermöglicht, ihren demokratisch fundierten Auftrag gemäß Kompetenz wahrzunehmen.

    Das Demonstrationsrecht ist eines der besten rechtlich gewährten und geschützten weltweit. Wer das bestreitet, hat vielleicht ganz andere Ziele, als sein Demonstrationsmotto vorgibt.

    Herr Kauder hält den Schutz der Pfandbriefinhaber so hoch. Da bin ich der Ansicht, daß jeder seines Risiko eigener Schmied ist. Hier werden auch private Risiken sozialisiert. Warum dann nicht gleich beitragsfinanzierte Sicherungssysteme mit Zwangsmitgliedschaft. Warum wird nicht genauso die Ausbildung, Qualifikation und Berufserfahrung – alles auch Fleißsubstrate- in den Bereich des Bestandschutzes aufgenommen?

    In die zu verändernden EU-Verträge oder zumindest im Regelwerk für die Euroländer muß definitiv die Möglichkeit des Ausschlußes aus der Währungsunion aufgenommen werden. Denn dann passen nicht nur die jeweiligen Länder auf ihre Einhaltung der Regeln auf, sondern auch die Kreditgeber, die sehenden Auges “Schrottpapier” erworben haben und larmoyant die Politik anjammern, aber ihr habt uns doch die “rosa-rote Brille” aufgesetzt!

    Melzer | 28. Oktober 2011 | 00:28 | Antworten
    • @Melzer | 28. Oktober 2011 | 00:28

      und genau diese Klarheit und Eindeutigkeit der individuellen Verantwortung, personenbezogen oder systembezogen, wird in diesem Babylon systemisch vermieden.
      Das ist mein Eindruck. Es darf nicht mit dem Finger gezeigt werden. Verboten. Aber das RISIKO darf, muss, wird versucht, sozialisiert abzubauen. Das würde ich als Laie alchimistische Giftmischerei bezeichnen (die Müll-, Schrott-und Derivat Milliarden der internationalen BAD BANKS werden “verpackt” und wiederverkauft dem Bürger, ich vermute mal innerhalb werbetechnik gut beworbener Zusatzversicherung beliebiger Art: Alter, Krankheit, Lebensangst, Zukunftssicherung (der Werbeprofi versteht sein Geschäft). Leider blickt der einfache Bürger, zu dem ich mich auch zähle, nicht mehr durch, ob er gerade wieder mal über den Tisch gezogen werden soll.

      Das sind meine laienhaften Erklärungs- und Erkenntnisversuche. Sollte das dilettantischer Blödsinn sein, den ich mir hier zusammengereimt habe, dann darf mich jeder der es besser weiß belehren und aufklären. Ich bin kritik- und lernfähig.

      Danke

      Ernst Lipps | 28. Oktober 2011 | 09:02 | Antworten
      • Lobbypolitik hat den eigenen Vorteil zum Gegenstand. Das geht meistens nur, wenn die Risiken, die man selbst zu tragen hätte, anderen überhilft. Es gibt zu viel Lobbypolitik. Diese Krise ist so groß, daß viele zu lange das gemeinwohlwidrige getan oder zugelassen haben.

        Melzer | 28. Oktober 2011 | 21:30 | Antworten
    • @Melzer
      “Diejenigen, die die Bannmeile nicht akzeptieren wollen, können nur für sich sprechen. Sie haben überhaupt kein Recht, dies im Namen und stellvertretend für die Bevölkerung zu tun.”

      Das ist nur die halbe Wahrheit.
      Die andere Hälfte lautet:

      Diejenigen, die dem Auftrag ihrer Wähler zuwider handeln, haben ihr Recht verwirkt, sich hinter der Bannmeile zu verstecken. “Sie haben überhaupt kein Recht [mehr], dies im Namen und stellvertretend für die Bevölkerung zu tun.”

      Dasselbe gilt für Ihren Folgesatz:
      “Es gibt keine, und sei es noch so mittelbare, Zwangsmitgliedschaft in Protestbewegungen.”

      Korrekt. Dasselbe gilt auch umgekehrt:
      “Es gibt keine, und sei es noch so mittelbare, Zwangsmitgliedschaft in…” der CDUFDPSPDGRÜNE-Partei.

      DAS sind die wesentlichen Unterschiede zwischen Diktatur und Demokratie. :-)

      Moritz Paris | 28. Oktober 2011 | 10:28 | Antworten
      • “Jedes Volk hat die Regierung verdient, die es wählt”. Das Volk setzt die Legitimationskette in Gang: Bundestag, Kanzlerin, Minister. Daran sind wir vier Jahre gebunden. Wenn sie das Ergebnis demokratischer Wahl Zwangsmitgliedschaft nennen, dann sind wir beiden in anderen Filmen.

        Melzer | 28. Oktober 2011 | 21:47 | Antworten
  24. Europapolitik war historisch gesehen hauptsächlich Versöhnungspolitik unter de Gaulle und Adenauer zwischen den “Erzfeinden” mehrerer Kriege: Frankreich und Deutschland, aber auch England.
    Doch jeder einzelne Staat in Europa war in seiner Geschichte aus gutem Grund auch immer ein völlig souveräner Staat gewesen. Mit eigener Kultur, eigener Sprache und teils mit seinen Kolonien in der Aufteilung der damaligen Welt. Und das in hegemonialer Konkurrenz zu seinen europäischen Nachbarn. Man sollte diesen jüngeren historischen Hintergrund nicht vernachlässigen, um das Europa von heute zu verstehen.

    Ganz besonderer Teamgeist in der Box ist deshalb heutzutage gefragt wenn man mit einem gemeinsam gebastelten Vehikel im Stockcarrennen der Weltnationen vorne mit dabei sein will, um in der Metapher von @Frau Illner zu bleiben. Und nur eine gemeinschaftlich akzeptierte Währung, die den Turbosprit für den Motor liefern soll, sich aber als E10-Plörre herausstellen könnte, reicht da beileibe noch nicht für die Pole-Position aus. MfG

    silberdistel | 28. Oktober 2011 | 00:30 | Antworten
  25. Das war eine nette Runde heute Abend im Talk, nach dem “historischen Gipfel”. Alle waren nett miteinander und geredet wurde über… tja, was denn eigentlich? Wenn “Verblüffung” ein Nachname wäre, dann wäre das ein hübsches Familientreffen gewesen. Nur der Schmuddel-Gregor hat mal wieder den Friede-Freude-Eierkuchen mit ein bißchen Essig versetzt, aber nur ein bißchen, erkennbar hilflos und geschmacksneutral.

    Allen großen Talkrunden auf allen Programmen geht es aber seit gestern so. Plötzlich sind alle mit allem zufrieden, die Politiker aller Parteien mit ihrem Lösungsansatz, die Bänker mit ihrem Schuldenschnitt, selbst die Occupyer ziehen sich auf die althergebrachten, ideologischen Grundsätze zurück. War’s das im Großen und Ganzen mit der Krise?

    Nun, Griechenland ist damit noch nicht über den Berg, und da wäre noch diese Sache mit dem Hebel. Ca. 20% bei der Versicherungslösung gehen auf Garantie der Staaten, des EFSF. 80% des Risikos müssen die Investoren selber tragen. Bislang gibt es kein einziges Statement darüber, mit welchem Zinssatz diese Investoren – so es sie denn gibt – sich dieses Risiko vergüten lassen. Der Hebel muß aber nun einmal unbedingt her, was den potentiellen Investoren erneut die Möglichkeit gibt, alles zu verlangen, was noch irgendwie vertretbar ist. Zwischen 10 und 15% Zins könnten da durchaus im Raum stehen. Und wer zahlt diesen Zins dann? Natürlich, die Staaten, die das Risiko anbieten. Das haben wir aber doch eigentlich schon, es muß sich also um Déjà-vu-Anleihen handeln. Klar, kommt China, kann es auch billiger werden, aber die Debatte über die Menschenrechte mit ihren ständigen Ermahnungen ist dann sicher passé.

    Irgendwie drängt sich der Verdacht auf, daß die Euro-Mogelpackung selber zur Blase wird, seit gestern mit dem Unterschied, daß nun endgültig keiner mehr den Durchblick hat, ob das jetzt der vorläufige Befreiungsschlag war, oder ob nun endgültig Feuer an die Lunte gelegt wurde. Der Optimist würde sagen, das Glas ist halbvoll. Der Pessimist würde sagen, das Glas ist halbleer. Wer schlau ist, trinkt das Glas besser aus, bevor es ein anderer tut.

    Tocqueville | 28. Oktober 2011 | 02:00 | Antworten
    • @Tocqueville, präzise auf den Punkt gebracht.

      Die relativ kleine Griechenland-Blase ist als Ablenkungsmanöver enttarnt. Jetzt folgt die nächst grössere Blase. Bei vollem Bewusstsein, dass diese erste Billion nicht einmal für die Italien-Blase ausreichen wird.
      In Kürze wird die zweite, dritte und x-te Billion folgen. Für Spanien, Frankreich, etc.
      Wie Frau Illner ganz richtig bemerkt: Es gibt 17 Euro-Länder…
      Das fröhliche Blasen hat gerade erst begonnen!

      Die USA stehen bei 12 Billionen – oder schon 14?
      Nach oben ist also noch Luft zum Aufblasen…

      All das vor den Augen von 500 Millionen Steuerzahlern,
      von denen jeder einzelne strafrechtlich verfolgt wird und schnurstracks im Knast landet, wenn er dieses Klopperbuden-Modell kopiert. Wegen betrügerischem Bankrott und Konkursverschleppung.

      Im Vergleich dazu fallen die “Menschenrechte in China” in das Kapitel Kleinkriminalität.
      Hier bei uns zu Hause hat die Euro-EU nicht nur die Menschenrechte ausgeHELBELT, sie plündert obendrein und vorsätzlich die Brieftaschen, Konten, Sparbücher und Renten von 500 Millionen Bürgern UND der Realwirtschaft.
      Die Chinesen sind besser dran als die Europäer.

      All das vor den laufenden Kameras der Jubelpresse.
      Genial (!?) – Lenin und Mao mussten dafür noch Panzer auf die Strasse schicken. :-(

      Nordfriese | 28. Oktober 2011 | 08:05 | Antworten
      • @Nordfriese | 28. Oktober 2011 | 08:05

        Sie bringen den entscheidenden Aspekt messerscharf auf den Punkt: 99% werden so behandelt, genau so und nicht anders:

        “All das vor den Augen von 500 Millionen Steuerzahlern,
        von denen jeder einzelne strafrechtlich verfolgt wird und schnurstracks im Knast landet, wenn er dieses Klopperbuden-Modell kopiert. Wegen betrügerischem Bankrott und Konkursverschleppung.

        Im Vergleich dazu fallen die “Menschenrechte in China” in das Kapitel Kleinkriminalität.”

        und 1%, Tendenz steigend, macht Gewinne, zockt auf Teufel komm’ raus, süchtig, gierig, verblendet, obsessiv, und rücksichtslos – auf Kosten jetzt und in Zukunft der 99 Micheleins – welch ein Hohn, welch ein Zynismus, welch ein Skandal!

        Das ist die Wahrheit.

        Ernst Lipps | 28. Oktober 2011 | 08:25 | Antworten
  26. Wenn man diese ganze Geschichte – alle Debatten, Berichte, Zwischenergebnisse usw. bis zum heutigen Tag aufmerksam verfolgte und jetzt versucht, ohne Voreingenommenheit und Polemik ein Resümee zu ziehen, dann kann (könnte) das ganze Vorhaben mit dem Rettungsschirm und dem Hebel funktionieren und der Euro und die Finanzlage in Europa auch wieder über einen längeren Zeitraum stabilisiert werden.

    Aber die Crux ist, dass die ganzen Vorgaben und Berechnungen, wie bei allen in der Vergangenheit abgewickelten Aktionen in diesem Zusammenhang, ausschließlich auf einem stetigen und relativ hohen _W A C H S T U M_ basieren.

    Und hier könnte das ganze Gebäude sehr schnell ins Wackeln kommen und einstürzen, denn die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Wachstumswunsch in Erfüllung gehen wird, ist bei einer sachlichen und nüchternen Betrachtung der globalen Situation sehr gering. Wir sind nicht China, Brasilien oder Russland; wir sind Europa und bereits auf einem sehr hohen Niveau.

    In Griechenland haben wir ja bereits ein eklatantes Beispiel mit diesem Wachstumswunsch!

    Wenn die Energiepreise – Öl, Gas, Strom usw. bei uns demnächst steigen werden – und man kann, nein man muss sogar sicher davon ausgehen, dass sie infolge des globalen Bevölkerungswachstums und der eskalierenden Industrialisierung (China, Indien, Brasilien, Russland usw.) dramatisch steigen, dann werden wir mit diesem _W A C H S T U M S W A H N_ mächtig in Bredouille kommen.

    Alle jetzt Beteiligten und Entscheidenden werden dann wieder die wunderbare Ausrede haben: _Das war doch so niemals vorhersehbar_ – und sie werden sich dann sukzessive in den wohlverdienten und hoch bezahlten Ruhestand zurückziehen.

    Unser Wachstumswahn und unsere Borniertheit in diesem Zusammenhang werden unser Schicksal sein und unser Verderben!

    Ich hoffe, dass ich alles falsch sehe und in allen Punkten falsch gedacht habe – hier möchte ich ausnahmsweise nicht unbedingt recht haben!

    Gruß D. Ackermann

    Dieter Ackermann | 28. Oktober 2011 | 02:58 | Antworten
    • @Dieter Ackermann | 28. Oktober 2011 | 02:58 |
      Zitat:”Ich hoffe, dass ich alles falsch sehe und in allen Punkten falsch gedacht habe – hier möchte ich ausnahmsweise nicht unbedingt recht haben!”

      Sie wissen selbst, daß es mehr ein frommer Wunsch, als die erhoffte irre Ihrer Thesen ist.

      Das Wohl und Weh unserer Lebensform,( = Zivilisation in gelebter Form von Demokratie und Marktwirtschaft), hängt von stetig stetigem _W A C H S T U M_ des Wirtschaftssystems ab.

      Sie haben dies völlig richtig erkannt,
      darum aber,lieber Herr Ackermann, möchte ich Sie, wegen Ihres hellen Verstandes, Ihrer vortefflichen Analyse und Ihrer weiser Voraussicht, dem deutschen Bundestag empfehlen, um unseren Politikern und sogenannten Wirtschaftsweisen Ihre Erkenntniss ins Ohr zu flüstern. Zu flüstern einmal deshalb, um sie nicht der ganzen Weltöffentlichkeit ihrer hohlköpfigkeit gewahr werden zu lassen ! Und zum andern besteht, wenn auch nur winzigst klein, die Möglichkeit, an ein nicht ganz taubes Führer/in Ohr vozudringen, das dem gehörten, den Zutritt zur weiteren Verarbeitung im Gehirne nicht verweigert, selbst wenn es alles bisherige Handeln in Frage stellt, und mit dem Verstand wohlwollend prüft und geistig erhellt zu der Einsicht kommt; daß hier dringenst eine öffentliche Debatte angestoßen werden muß, ob die Weiterführung des eingeschlagenen Weges nicht unweigerlich ins Verderben führt.

      Ich hoffe, mich zu irren, mit meiner Vermutung, dass die Einsicht bei den Verantwortlichen erst kommen wird, wenn alles darnieder liegt!

      martin | 29. Oktober 2011 | 16:03 | Antworten
      • @Martin
        Einerseits ist es eine Genugtuung für mich, dass es auch noch andere gibt, die sich nicht nur von dem, was uns die Politiker und auch die Medien ständig vorgaukeln, einlullen lassen, andererseits habe ich regelrecht Angst davor, dass meine und Ihre Betrachtungsweise und Analyse richtig sein könnte – obwohl ich überhaupt kein ängstlicher Mensch bin und mich als 70 jähriger Rentner mit einem relativ guten Ein – und Auskommen eigentlich zurücklehnen und die ganze Geschichte belächeln könnte.

        Ich bezweifle mehr und mehr, ob jemand von unseren verantwortlichen Politikern jemals darüber nachgedacht hat, was es wirklich bedeuten könnte, wenn diese _Euro – Kapriole_ schief geht – dass hier sogar, was sich sicher fast niemand vorstellen kann, in Europa eine _Hungersnot_ entsteht, dass mehrere Millionen Menschen verhungern könnten.
        Wer wird uns denn noch Bananen, Kartoffeln, Erdöl, Erdgas usw. usw. verkaufen wollen, wenn der gedruckte EURO dann nicht einmal mehr sein Papier wert ist (hier jetzt im Sinne des Wortes)?

        Deshalb wiederhole ich hier noch einmal das Resümee meiner Analyse: Ich hoffe, dass ich alles falsch analysiert und durchdacht habe – und dass man uns beide in 3 bis 5 Jahren als hoffnungslose Pessimisten und „Apokalyptiker“ bezeichnen kann.

        Mit den besten Grüßen
        D. Ackermann

        Dieter Ackermann | 29. Oktober 2011 | 19:14 | Antworten
        • @Dieter Ackermann | 29. Oktober 2011 | 19:14 |

          Der Haken an der “Geschichte” ist doch, wenn unsere Währung vor einem Absturz ins bodenlose, mit all den damit verbundenen katastrophalen Folgen verhindert werden wird, dann doch wieder mit den alten, aufgebrauchten Mitteln, von noch mehr Schulden und noch mehr Wachstum !
          Die Binnennachfrage wird zukünftig kaum noch nenneswerte Steigerungen erfahren, weil ein gewisser Sättigungsgrad von Konsumgütern in der Bevölkerung erreicht ist, Lohnsteigerungen inflationsbereinigt praktisch nicht mehr stattfinden und wir einer starken demografischen Schrumpfung (Antiwachstum)unterliegen. Unseren “reichen” EU-Nachbarn geht es da nicht anderst.
          Den “unterentwickelten” EU- Nehmerländern fehlt das Geld und sollten sie wie, im Falle Greichenlands nennenswerte Summen bekommen, dann nicht für ihr Wachstum, sondern um den komletten Absturz der Infrastruktur zu verhindern.
          Also bleibt als Hoffnungsträger der Export, z.B nach Asien, mit reißigem Potenzial der industrieellen Aufrüstung und dem Konsumhunger von 4 Miliarden Menschen um den
          _W A C H S T U M S W A H N_ fort zu setzen.
          Europa und vor allem good old Germany ginge es zeitweise durch den boomenden Export wieder glänzend, Erdöl, Gas und andere wichtigen Rohstoffe werden innerhalb weniger Jahre Mangelware und allein die Chinesen setzen dan mehr CO2 frei als Amerika und Europa zusammen und Fleisch hat Reis als Grundnarungsmittel abgelöst. Alle Folgen der globalen Klimaerwärmung setzen früher und stärker als erwartet ein und manche Staaten werden nur noch auf dem Echolot zu sehen sein. Und es fliehen und steben Abermillionen von Menschen.

          Also frage ich mich; wenn kein sofortiges umdenken und umgetalten der bestehenden Gesellschaftsformen stattfindet, ob der Zusammenbruch besser heute als morgen wäre, den der Schaden wird nicht kleiner werden.

          martin | 30. Oktober 2011 | 01:32 | Antworten
  27. Offensichtlich sind alle zufrieden mit dem Euro-Gipfel: die Politiker sind voll des Lobes über sich selbst, die Banken und Versicherungen scheinen richtig fröhlich über ihren 50-prozentigen “Verzicht” und die Börsen schossen geradezu nach oben, vor allem die Banktitel (schau an). Nur der quengelige Bundesbürger schießt mal wieder quer: 90 Prozent sehen einer ARD-Umfrage zufolge die Krise nicht überwunden.
    Und die Medien ? Die berichten Obama, Präsident der größten Schuldenmacher-Nation, würdigt die Beschlüsse, fordert allerdings mehr Tempo, einfach toll !
    An @Alle: insofern muß man dieses Forum realistisch sehen: ein Ventil für politischen Frust, zwar ganz interessant aber mehr nicht.
    Wenn sich nicht bald kluge, nüchterne Köpfe finden und organisieren, um unsere degenerierte politische Landschaft aufzumischen und das bestehende brutal-kapitalistische Wirtschafts- und Finanzsystem in ein humaneres, der Allgemeinheit verpflichtetes zu überführen, sehe ich schwarz (oder rot ?)….

    Ramses | 28. Oktober 2011 | 03:44 | Antworten
    • Ramses, ob “schwarz” oder “rot”, ist bereits zweitrangig.
      Inzwischen ist jede Farbe willkommen, die uns von der blauen EU-Fahne befreit.

      Kackbraun und Preussen-Flagge ausgenommen; die hatten wir schon. Obwohl: Ob ich als Leibeigener in einer EU-Kolonie ende oder als Untertan in einem teutschen Reich, ist gehupft wie gesprungen.

      Nordfriese | 28. Oktober 2011 | 08:43 | Antworten
      • allzu wahr…

        Ramses | 28. Oktober 2011 | 18:59 | Antworten
  28. Guten Morgen, liebe Demokraten!

    Jaques Delors liest seine Rede vom Zettel ab, spricht nicht frei (?!).

    occupy Frankfurt beginnt “von vornen” mit dem Verständnis über demokratisches Handeln zu sprechen und zu definieren.

    Einig scheint sich 1/99 in einer Sache zu sein: weiter wie bisher, das geht nicht mehr.

    Wer jetzt noch glaubt, oder insgeheim hofft, dass der deutsche Michel eine alte Schnarchnase ist, der nimmt dieses Volk nicht ernst und unterschätzt sein historisch gewachsenes Potential nach zwei Weltkriegen (verlorenen!), Unsummen an Reparationszahlungen, die in versteckter Form heute noch fließen, an beschädigtem Nationalgefühl und an Intelligenz.

    Dieses Volk ist aufgewacht und ist nachdenklich geworden. Es kann nicht das ändern, was jahrzehntelang etabliert worden ist, mit eindeutigen Absichten, aber, und das ist neu und aufregend positiv, es sagt, denkt, hanndelt und steht nicht still.

    Ich finde es gut jetzt gerade dabei zu sein bei einer wegweisenden Veränderung. Wir haben Zeit und wir haben Wille. Jeder, jeder kann mitmachen, oder es bleiben lassen – wir werden sehen, was die Zukunft bringt.

    Einen guten Tag Euch allen da draussen!

    Ernst Lipps | 28. Oktober 2011 | 08:15 | Antworten
    • @Ernst Lipps: bin nicht religiös, aber man sagt ja wohl “Ihr Wort in Gottes Ohr”. Wäre mehr als froh und auch gar nicht ungeduldig sollte der vorletzte Absatz zutreffen. Hauptsache es bewegt sich diesbezüglich endlich und tatsächlich etwas….

      Ramses | 28. Oktober 2011 | 19:05 | Antworten
  29. Freud´sche Fehlleistung von Angela Merkel.

    Merkel forderte vor dem Bundestag für andere Länder eine “eigene Solidarität”. Sie hat meinte aber “eigene Solidität” und hat sich sofort korrigiert.

    Die “eigene Solidarität” gibt aber auch auch einen Sinn und einen Lösungsansatz. Es gibt genug Geld in Griechenland um alle Schulden zu tilgen. Warum soll der deutsche Fabrikarbeiter als Steuerzahler solidarisch sein, wenn es der griechische Millionär als Steuerhinterzieher nicht ist?

    Dieter M. | 28. Oktober 2011 | 08:20 | Antworten
    • @ Dieter M. | 28. Oktober 2011 | 08:15 |

      Mit Ihrem Schlußsatz sprechen Sie mir aus tiefster Seele.
      Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

      Ernst Lipps | 28. Oktober 2011 | 09:12 | Antworten
  30. Trotz Schulden – Hick- Hack schaut unsere Zukunft doch relativ gut aus.
    Wir können jetzt schon nicht genug qualifizierte Arbeitskräfte rekrutieren, um alle Exportchancen zu ergreifen.
    Solche Krisen zwingen die Unternehmen geradezu, noch effektiver und mit weniger Personal zu arbeiten. Wirtschaft und Demografie scheinen sich hier zu einigen.
    Nur die Aufbringung der Transfergelder für unsere unter- oder nichtqualifizierten Mitbürger wird schwieriger. Hier sozialen Konsenz zu erzielen, braucht große Nächstenliebe und sollte von Niemandem mißbraucht werden.
    Mit mißbrauchen meine ich den Steuerbetrüger, Wirtschaftskriminellen und auch den Harzt 4 – Betrüger und arbeitsunwilligen Bürger.

    Tomca | 28. Oktober 2011 | 08:41 | Antworten
    • :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-)
      Oder sollte das eine Satire sein…?

      Nordfriese | 28. Oktober 2011 | 08:57 | Antworten
  31. @ Frau Illner

    Ihre Sendung vom 27.mit diesen “fachkundigen” Gästen war ja wohl das Letzte. Hatte diese junge Frau (Schauspielerin) etwas genommen ? Eine Zumutung für den Zuschauer, mal abgesehen von den Anderen.

    hel | 28. Oktober 2011 | 09:06 | Antworten
    • Die Castingeinlage in Illners Sendung hat mir sehr gut gefallen. Junge Schauspieler/innen-Talente sollte viel öfters eine Chance erhalten. Wie wärs mit einer Wiederholung in der “heute show”?

      Melzer | 28. Oktober 2011 | 22:11 | Antworten
  32. Noch mal zum Autoteilevergleich der Frau Illner:
    Ist Griechenland höchstens die Anhängerkupplung, auf die man als Sonderausstattung auch gerne verzichten kann,muß man Italien doch schon als Vorderachse bezeichnen. Ohne diese geht es nicht, oder wir verzichten auf das Auto.

    Die Qualität der Vorderachse sollte aber etwas besser als von Fiat sein. Ob das mit Südalpiner Mentalität zu schaffen ist, muß sich erst beweisen. Vielleicht hilft da ein deutscher Qualitätsmanager, auch wenn dann der oberste Mädchenfi… beleidigt ist.

    Tomca | 28. Oktober 2011 | 09:10 | Antworten
    • @ Tomca | 28. Oktober 2011 | 09:10 |

      Liebe/r Tomca – wessen Geschlecht sind Sie nun ?

      Man sollte nicht so viel Rücksicht nehmen auf die bizarren Neigungen älterer Herren. Sie treiben dem sensationslüsternen TV – Flachbildschirm – (geschützter Befriff von Henk, dem thailändischen Hochwasser – Guerilla)
      Bürger die Augen aus dem Kopf.

      Und zum Vergleich Fiat / Kruppstahl, wo bleibt da die nationale Souveränität?

      Ernst Lipps | 28. Oktober 2011 | 09:30 | Antworten
      • Männlich, noch nicht zu alt, aber in 2. Lebenshälfte.
        Sehr guter Steuerzahler, letzte Finanzamtprüfung gut überstanden.

        Tomca | 28. Oktober 2011 | 12:01 | Antworten
        • @ Tomca | 28. Oktober 2011 | 09:10 |

          Danke für die offene Auskunft, beendet mein gelegentliches Rätselraten, mit welchem geschlechtsspezifischen Hintergrund der “Stand der Dinge” betrachtet wird.

          Männlich – sehr gut, nicht zu alt, sehr gut (nach der Reife kommt die Fäulnis), 2. Lebenshälfte (Erfahrung) sehr gut, sehr guter Steuerzahler (für beide Seiten positiv), letzte Finanzprüfung gut überstanden, exzellent, spricht für Seriosität, Ehrlichkeit, deutsche AAA-Tugenden. Sapperlot, eine Menge Kompetenz.

          ********

          Ernst Lipps | 28. Oktober 2011 | 15:43 | Antworten
  33. Mit Vergleichen, Bibeldeutungen und “Reparaturwerkstätten” nach Merkel/Sarkozy Art kommen wir nicht weiter. Der gestrige (vorgestrige) ach so erfolgreiche Gipfel hat nur den Zweck gehabt, dass die Staats- und Regierungsschefs endlich Zeit bekommen, sich auszuschlafen – damit die Chance, klaren Kopf zu bekommen. Ansonsten sind die Staats- und Regierungschefs weiterhin die von dem Finanzkapitalismus Gejagten geblieben. Mit dem kleinen Unterschied, dass die Chinesen eine Einladung bekommen haben, in Europa (-Hebel) zu investieren. Sie werden es aber an ideologische Bedingungen knüpfen, die den Europäern fremd und hoffentlich auch unangenehm aufstoßen werden.
    Es ist weiterhin wichtig, zwischen Kapital und Finanzkapital, Kapitalismus und Finanzkapitalismus zu unterscheiden. Das bringt leider auch Frau Illner immer wieder durcheinander.
    Die Beschlüsse gestern/vorgestern schaffen nur Zeit, sie sind nicht grundlegende Veränderungen. Das war auch gestern bei Frau Illner deutlich, wie sich die Banken über das Ergebnis freuen, Herr Kauder sich in schwäbischer Zufriedenheit sonnt “wir haben was geschafft und nun können wir ins Wochenende rechtschaffen und ruhig gehen”, die Wahrheit zu beschreiben überlässt man Herrn Gysi, der deutlich macht, es werde bei dieser Entwicklung alles am Ende nur die Hälfte Wert. Man hofft, wenn Herr Gysi das sagt, wird es die Masse an Steuerzahlern nicht ernst nehmen, weil man DIE LINKE nicht ernstnehmen kann. Das ist die Hoffnung von Herrn Kauder und Co. Sie merken aber nicht, dass sie der LINKEN in die Hände spielen. Und wird es gefährlich. Nach dem Erfurter Programm wissen wir, was für sozialistische verquerten Vorstellungen die wieder hoffähig machen.
    Kurz: es muss einiges korrigiert und reguliert werden, damit wir zu einem ordentlich kaufmännischen Wirtschaften zurück finden. Mit Hebeln zu arbeiten beudeutet nicht anderes, als das Geld an sich für Maß aller Dinge zu machen und vor allem: Geld aus Geld zu produzieren ist genau das, was uns in diese Krisen seit 2007 hineingebracht hat. Der Breitopf ist eben übergelaufen und der Brei fließt schon durch die Straßen – im Moment durch Griechenlands Straßen, aber wie bekannt, Geld kann man nicht esssen.

    Emil | 28. Oktober 2011 | 10:23 | Antworten
  34. Solange 140 Jahre alte Griechen ihre Rente beziehen, solange griechische Zahnärzte mit florierender Praxis im Jahr etwa 20000 Euro Steuern zahlen, solange das griechische Finanzamt mit seinen Methoden ein Relikt aus der Steinzeit ist und Steuerhinterziehung als Lebendsart betrachtet wird, dann sollten wir allgemein solche Staaten nicht unterstützen, sondern aus der Eurounion herausschmeißen.

    Wenn Parteien wie FDP und CSU ihren realen Machtverlust durch Aussagen eines Kleinkindes verdeutlichen: In meinen Sandkasten kommt ihr nicht und meine Förmchen behalte ich auch, dann sollte man über Neuwahlen nachdenken.

    Ich habe zum Glück nie einen Krieg erlebt und ich mußte nie hungern. Meine Eltern und Großeleltern haben in jeweils beiden Weltkriegen das erleben müssen.

    Deswegen wünsche und fordere ich nicht nur für mich und meine Familie, sonderen für alle Bevölkerungsgruppen ein starkes Europa, das uns näher zusammenrücken läßt. So unterschiedlich wir als einzelne Nationen sein mögen aber vielleicht eint uns eine gemeinsamen Währung, die Europa auf Dauer stark macht und als heutiger Wegbereiter letztendlich für die Probleme der Zukunft eine gemeinsame Lösung bereit hält.

    Das wäre mein größter Wunsch.

    Tuklov | 28. Oktober 2011 | 10:32 | Antworten
    • @Tuklov | 28. Oktober 2011 | 10:32
      ja das ist da Ziel, ein gutes Ziel, das erreicht werden muss (und kann). Dafür ist es aber notwendig, dass Politik für die 500 Millionen EU-Einwohner gemacht wird und nicht für die Geldproduzenten. Europa muss sich der Verantwortung bewusst werden, dass sie mit Regulierungen nicht auf angelsächsische Länder warten kann, sondern diese auf der Basis der alten guten europäischen Vernunft schon mal im EURO-Raum installieren muss.
      Die anderen kommen dann nach, weil denen wie USA z.B. noch viel mehr das Wasser in die Schuhe läuft wie Europa. Es ist ein unehrliche Verdummung der EU-Bevölkerung wenn man der vorbetet, EUROPA würde die Welt zu Grunde richten – welch ein Hohn, bislang hat EUROPA die Globalisierung immer aus dem Matsch der Kolateralschaden rausgeholt. Und das kostet Geld. Den Amerikanern ist das immer zu wenig, was wir aufwenden, die wollen, dass wir genauso die Geldpresse heiß laufen lassen, wie die FED.
      Das ist aber Unvernunft hoch drei. Deshalb ist der Hebel ein Trugschluss und ein Verbrechen, dass es so leicht durchgegangen ist. Aber es gibt zum Glück eine Bewegung dagegen, die sich spätestens bei der Bundestagswahl 2013 auswirkt, ich denke schon früher auswirken werde.
      Es muss friedlich gehen, was anderes macht schon gar keinen Sinn.

      Emil | 28. Oktober 2011 | 11:35 | Antworten
      • ich stimme ihnen voll zu, aber glauben sie wirklich, dass nach neuwahlen sich etwas ändern wird?
        spd u. grüne haben allem zugestimmt!!

        EugenO | 28. Oktober 2011 | 11:53 | Antworten
      • Ein denkenswerter Kommentar der viele Punkte beleuchtet, die ich in meiner gedanklichen Enge nicht gesehen und beachtet habe.

        Nochmals vielen Dank dafür.

        Tuklov | 28. Oktober 2011 | 12:00 | Antworten
    • @Tuklov
      seibert ohne rot zu werden: “Deswegen wünsche und fordere ich nicht nur für mich und meine Familie, sonderen für alle Bevölkerungsgruppen ein starkes Europa, das uns näher zusammenrücken läßt. So unterschiedlich wir als einzelne Nationen sein mögen aber vielleicht eint uns eine gemeinsamen Währung…”

      IHR GESEIBER ist so unerträglich wie die dummdreiste Heuchelei der CDUFDPSPDGRÜNE-Parteipfaffen.

      WAS HINDERT SIE DARAN, schon heute mit jedem beliebigen Europäer an jedem beliebigen Ort “NÄHER ZUSAMMENZURÜCKEN”…?

      Oder sind Sie schwul der andere Europäer will sich von Ihnen gar nicht betatschen lassen…? Auch nicht gegen “gemeinsame Währung…?

      Einige Kommentatoren scheinen für ihre Ergüsse bezahlt zu werden. Anders ist der Stuss nicht zu erklären :-(

      Nordfriese | 28. Oktober 2011 | 12:59 | Antworten
      • @ Nordfriese | 28. Oktober 2011 | 12:59
        Ihr Kommentar geht an den Menschen völlig vorbei und könnte glatt von Volker Kauder stammen. Und bezahlte Kommentare? Wo leben Sie denn?

        Emil | 28. Oktober 2011 | 13:41 | Antworten
        • @Emil
          “Ihr Kommentar geht an den Menschen völlig vorbei”

          Ich wiederhole meinen Kommentar:
          WAS HINDERT SIE DARAN, schon heute mit jedem beliebigen Europäer an jedem beliebigen Ort “NÄHER ZUSAMMENZURÜCKEN”…?

          Was, bitte sehr, geht dabei “an den Menschen völlig vorbei”?
          Benötigen Sie dazu eine EU-amtliche Gebrauchsanleitung?
          :-)

          Nordfriese | 28. Oktober 2011 | 19:59 | Antworten
  35. Immer wieder wird Rot-Grün als (alleinige) Sünder hingestellt die die Stabikriterien verletzt haben und welche die Griechen in den Euro gelassen haben. In fast jeder Sendung. Dass Schwarz-Gelb (unter Kohl) die Euroeinführung damals überhaupt beschlossen hat – ohne die Deutschen zu fragen, wird unterschlagen.

    Ebenso gern unterschlagen wird, dass die Kohl-Regierung den Euro hier ohne gemeinsame (wirksame) Wirtschafts- und Finanzpolitik einführten – dem Konstruktionsfehler schlechthin. Dazu hat Deutschland unter Schwarz-Gelb und auch unter Schwarz-Rot die Stabikriterien verletzt. Wird auch gern “vergessen”.

    Ein halbe Wahrheit ist nicht besser als eine Lüge. Die von Frau Illner zitierten europäischen Länder die nicht im Euro sind, tun gut daran dabei zu bleiben.

    Matthias | 28. Oktober 2011 | 12:09 | Antworten
  36. wisst ihr, ich hab einfach kein Bock mehr auf diese “Kacke”, ich will keine Eurokrise und auch keine Merkel mit Rettungspaketen mehr in meinem Leben sehen.
    Hab heute all mein Kapital von der Bank abgehoben (Schock bei meinem Bankster) und alles im Garten vergraben.
    Vorher noch Kaffeebohne, Benzin und Gran Gru Weine sowie gute Weinbrände eingekauft und auf Lager gelegt und haltbare Lebensmittel eingekellert.
    Hab mein Darlehen abgelöst somit Schuldenfrei.
    Frau Merkel und Konsorten, Euromafia etc. Ihr könnt mich jetzt mal. Basta!

    Towanda | 28. Oktober 2011 | 14:58 | Antworten
  37. und was besonders traurig ist: durch dieses Kapitalistengetue verliert sich völlig diese Genialität, diese Vielfalt und dieses ganz besondere Genusspotential, was wir in den anderen Ländern erleben können.
    Ich möchte nicht auf das satte vollmundige Erlebnis des hervorragenden Olivenöls aus Griechenland verzichten, nicht auf diese aromatische Erlebnisvielfalt des Ziegen- und Schafskäse der mir beim Genuss bereits die Vision von karger Landschaft, Sonne und Meer in meiner Vorstellung aufblühen lässt. Ich möchte Europa in seiner Originalität erleben und nicht im Sinne von widerlichen Finanzmärkten.
    Ich werde immer in Griechenland Urlaub machen weil die Menschen wunderbar gastfreundlich sind und weil ihre Produkte einfach nur Spitzenqualität sind.
    Ihr Finanzmärkte könnt mich mal! und Angela Merkel auch!

    Towanda | 28. Oktober 2011 | 15:40 | Antworten
  38. @Towanda
    “Ich möchte Europa in seiner Originalität erleben und nicht im Sinne von widerlichen Finanzmärkten.”

    Und nicht im Sinne dieser widerlichen EU-Appartschiks mit ihrer ungebetenen Gleichmacherei und ihren dämlichen Politikern.

    So ist und bleibt Europa ein Genuss!
    Mit all seinen charmanten Fehlern und Schwächen.

    Amen!

    Moritz Paris | 28. Oktober 2011 | 17:39 | Antworten
  39. ____________
    ZDF heute.de: Der Beitrag wurde wegen der Verwendung von Nazi-Vokabular entfernt

    gelöscht | 3. November 2011 | 19:10 | Antworten
  40. Die EU hat sich ein Korsett verpaßt. Finanzsolidität ist das Ziel. Aber Stabilitskriterien hatten wir schon. Wurden nur nicht eingehalten. Warum sollte sich daran was ändern? Die Unfähigkeit und der widerstrebende Wille im griechischen Staats- und Beamtenapparat und auch in den Parteien, in der Spur zu bleiben und die vereinbarten Auflagen zu erfüllen, verdeutlichen nur zu sehr, Papier ist geduldig und läßt sich austricksen. Deshalb ist die Linie Merkels nachvollziehbar und notwendig, erst muß Haushalts-Facon rein in die Eurostaaten, dann kann über instutionalisierte Vergemeinschaftungen gesprochen werden. “Sparkommissar” ein verbaler Verritt. Das hätte man den Deutschen mal andienen sollen als sie unter Schröder die Stabilitätskriterien verfehlten. Politisch, gesellschaftlisch, wirtschaftlich und verfassungsrechtlich muß Europa nach vorne springen. Deutschland wird nur in einem Europa, das der Welt als ein Europa auftritt, überlebt. Aber kontrolliert muß er sein, der Evolutionssprung!

    Melzer | 31. Januar 2012 | 00:20 | Antworten

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