Lebensmittelspekulation macht reich. Und arm.

Eins der beliebtesten Märchen in der Spekulanten-Szene beginnt so: Es war einmal eine Weltbevölkerung, die wuchs und wuchs. Deshalb stieg der Bedarf an Nahrungsmitteln rapide. Und die hohe Nachfrage verteuert nun mal das Angebot. Und so werden Weizen, Mais und Zucker weltweit nun mal immer teurer.

Doch in Wahrheit ist die Teuerung auch das Ergebnis der Geschäfte von Finanzakteuren großer Banken. Sie verkaufen möglichst vielen Anlegern Finanzprodukte, die auf steigende Preise auch von Grundnahrungsmitteln setzen: Profit für Finanz-Jongleure, die solche Fonds anbieten. Darunter die Commerzbank, die Volks- und Raiffeisenbanken, die Allianz, die Sparkassen und die LBBW. Vor allem aber die Deutsche Bank. Die Investitionen in Geschäfte mit Rohstoffen – darunter auch Lebensmittel – stieg von 13 Milliarden im Jahr 2003 auf sagenhafte 600 Milliarden 2011. Fast 50-mal soviel wie zum Start solcher Fonds an den Finanzmärkten vor acht Jahren. Ein boomender Handel, der viele reich gemacht hat. Und dennoch beteuern Banken, steigende Preise hätten mit ihren Geschäften nichts zu tun.

Doch die wachsenden Gewinne der einen verursachen den Hunger der anderen mit. Millionen Arme können sich ihr tägliches Essen kaum mehr leisten. Sie geben ohnehin schon rund 80 Prozent ihres Einkommens für ihre Ernährung aus. Seit die Spekulanten am Werk sind, werden es mehr und mehr. Die UN-Ernährungs- und Landwirtschaftorganisation FAO geht jetzt von 925 Millionen Hungernden weltweit aus. 75 Millionen mehr als noch 2008, dem Jahr der letzten großen Hungerkrise. Auch die aktuelle Hungersnot am Horn von Afrika ist nicht allein der Dürre und korrupten Regierungen geschuldet, sondern auch den unerschwinglichen Nahrungsmittelpreisen.

Was die Investoren lockt, das sind unmoralische Angebote der Banken und Institute, die solche Rohstoff-Papiere auflegen. Mit ihren Index- und Agro-Fonds lässt sich auf einmal mit Essen handeln, so einfach wie mit Aktien. Nicht ausgeschlossen, dass viele kleine Anleger dabei nichts anderes wollen, als das zu kaufen, was alle anderen auch gerade kaufen. Doch die Folgen sind fatal.

Dagegen kämpft die EU dieser Tage in Brüssel. Sie glaubt nicht mehr an das Spekulanten-Märchen. Am Donnerstag wird die Kommission einen Vorschlag präsentieren, wie die schädliche Spekulation an den Finanzmärkten eingedämmt werden könnte. Dann schlägt die Stunde der Lobbyisten. Sie werden mit Macht darauf hin arbeiten, dass die Gewinne im Lebensmittel-Kasino auch weiter sprudeln. Moral? Egal.

194 Kommentare | 18. Oktober 2011 | 14:50 Uhr | Twittern | Facebook

194 Kommentare

  1. Die bodenhaftlose Logik unserer Berliner Regierung hat schon etwas Skurriles an sich. Einerseits die wieder pünktlich zur vorweihnachtlichen Zeit beginnenden Spendenaufrufe an unsere geplagte Gewissen wegen hungernder Kinder in Afrika und andererseits das staatlich subventionierte verwenden von Getreide für Biobenzin statt des Anbaus für Brot! Das appellierende Nutzungsverhalten an das Gewissen in Richtung des Verbrauchers nimmt der eigenen artentfremdeten Verarbeitung von Grundnahrungsmitteln wie Getreide- Raps- Mais und Weizen für industrielle Nutzung ihre Zweckentfremdung vorweg und stellt die schöpfungsgewollte Daseinsberechtigung vom täglichen Brot zu Gunsten industrieller Produktentfremdung vorn an. Das sich verhungernde Weltweit von Biosprit keine Mägen füllen können, Egal!
    .
    Wie anders als durch diese Sprachumschreibung wäre sonst auch das Durchdrücken dieser Zweckentfremdung zu Rechtfertigen, als das Umdeuten von über Jahrtausende alt währenden Begriffen wie Brot- Nahrung- Lebensmittel- Saatgut- Acker- Feld- Ernte …und unser täglich Brot? Das einem oftmals schon im Supermarkt nur vom reinen Anschauen der so entnaturalisiert sterilen Lebensmittel Übel wird, ist da nur ein Nebeneffekt unter vielen. Hautausschläge und multiple Unverträglichkeiten sind heutzutage keine Seltenheit mehr. Auch Erwachsene leiden unter der Angst, nicht zu wissen, was und welche Sachen im Brot oder der Marmelade sind.
    .
    Nur wenige Bürger gehen mit ihrem täglich Brot achtlos um, der Großteil hat trotz Überfluss immer noch ein Ur-gesundes Verhältnis zum täglich Brot. Das schlechte Gewissen plagt nicht den Bürger sondern den Politiker. Denn er ist es, der Brot und Nahrung zweckentfremdet und zugunsten des leidigen Geldes den Packt mit dem Teufel normal findet.
    .
    .
    susi

    susi bibelmaus | 18. Oktober 2011 | 15:00 | Antworten
    • Ich glaube, dass sich weitere Kommentare erübrigen: Ein Zitat von P.J. Dunning (1860), das Karl Marx in einer Fußnote im „Kapital“ bekannt machte, wird oft zur Charakterisierung des Profits gebraucht: „Das Kapital hat einen Horror vor Abwesenheit von Profit, oder sehr kleinen Profit, wie die Natur von der Leere. Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv und waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens.“

      Alexander Voigt | 18. Oktober 2011 | 20:20 | Antworten
    • Das soll nicht die Berliner Regierung entschuldigen,doch der Hinweis,dass derartig Spekulationen mit Lebensmittel die man eigentlich als Verbercherich bezeichnen muss,aLeider auch in anderen Laender,an der Tagesordnung der Boersen sind.
      Was das Urgesunde Verhaeltnis der Buerger zum Taeglich Brot angeht,man brauch nur mal hinzuschauen,welsche Lebensmittel Produkt im Handel sind,und gekauft werden.Wuerden sie nicht gekauft,waehren sie schon aus den Regalen verschwunden.die Oualitaet dieser Produkte,spottet oft jeder beschreibung. Die von zeit zu zeit bekannt werdenten Lebensmittel Skandale sind nur sie Spitze des Eisberges.
      Einen Pakt mit dem Teufel haben die Politiker geschlossen? Geht schlecht,es gibt keinen Teufel.Erfindung der Kirche,die Schaefchen bei der Stange zuhalten.Einen Pakt mit der Kirche kommt schon eher hin,man nehme bloss die *C*Parteien reicht schon.Warum ich die Kirche erwaehne?Die stckt selbs in allen moeglichen Geschaeften.Auch im Waffenhandel und haben selbstverstaendlich Anteile bei Lebensmittel Konzernen.somit machen auch die Frommen Kirchenvertreter (Banken haben sie auch,die Lebensmittel als sichere Anlage empfehlen)satte Gewinne mit dem Hunger.
      Predigen tun sie anders.

      gerhard | 19. Oktober 2011 | 08:26 | Antworten
    • .. süße kleine bibelmaus ..

      Herzlichen Glückwunsch,
      mal wieder Ertste.

      Ich finde Deine Kommentare echt witzig,
      und wenn Du dich aufregst ..#
      kommt immer gutes Kontra von Dir,
      die Deine Blog-Gemeinschaft,
      ins staunen versetzt.

      Bleib wie Du bist .. immer freundlich sein ..

      Gruß
      bcstony

      P. Degoulange | 19. Oktober 2011 | 09:55 | Antworten
    • Der Beitrag von Frau Petersen ist Klasse und trifft wohl den Kern des Problems.
      Allerdings bin ich schon auch der Meinung, dass hier nicht nur Politiker und Banker die schuldigen sind, sondern auch wir, die Kapitalanleger. Es obliegt unserer Verantwortung, wie mit unserem Geld gearbeitet wird.

      Gruß
      Bin Online
      Pharus Forum

      bin online | 19. Oktober 2011 | 17:52 | Antworten
    • Hallo, @Susi!(Glückwunsch zur Pole)

      Was hätten sie denn dagegen, dass ich meinen PickUp mit
      Biodiesel fahre, der aus dem Kartoffelsalat, Nackenkoteletts und den Grillwürstchen gewonnen wurde, die am Wochenende bei uns übriggeblieben sind?
      Schließlich wirft die EG (unrecycelt)ja auch jährlich abertausende Tonnen von landwirtschaftlichen Produkten auf die Müllkippen, nur um die Preise stabil zu halten, oder weil z.B. die Salatgurken sich nicht in EU-Normen pressen ließen, die unsere Handlanger des bürokratischen Wahnsinns dafür bereithalten.
      Sollte es stattdessen nicht besser heißen(?):

      “Welthungerhilfe!”

      bitte überweisen sie die Reste ihrer Mahlzeiten auf folgende
      Konten….

      Schade nur, dass es auch mir künftig seltener gelingen wird, mit solch bitter-bösen Scherzen, noch jemanden durch den Kakao zu ziehen.Der ist einfach zu teuer geworden, weil irgendsoein Finanzgenie sich für 1 Mrd. US $, die gesamten Lagerbestände dieses Zeugs unter den Nagel gerissen hat.
      Aber vielleicht gelingt es ja der Lebensmittelindustrie Schokolade künftig aus Klärschlamm, oder ähnlichen Scheußlichkeiten, herzustellen.Dann wären wir Naschkatzen natürlich aus dem Schneider, und dieser Spekulantenheini würde auf seinem Kakao sitzen bleiben.

      freundliche Grüße,

      Henk

      Delitant | 20. Oktober 2011 | 05:53 | Antworten
  2. “Sie werden mit Macht darauf hin arbeiten, dass die Gewinne im Lebensmittel-Kasino auch weiter sprudeln.”

    Darauf würde ich sogar wetten, dass die darauf hin arbeiten.

    Die Katze aus dem Sack | 18. Oktober 2011 | 15:08 | Antworten
    • Da sind wir wieder, bei der Kapitalismusdebatte.
      Nach Marx käme als Ablösung der jetzigen Gesellschaftsform der Kommunismus. Ergebnisse, die allesammt nicht brauchbar waren, kennen wir aus dem letztem Jahrhundert.

      Was , bitte schön, soll die Gier des Menschen nach mehr und schneller und weiter aber ablösen.
      Ist die Gier, auch in ihren Auswüchsen nicht die Triebfeder des Fortschritts?

      Tomca | 18. Oktober 2011 | 15:22 | Antworten
      • Ich habe keine Ahnung was danach kommt. Ich persönlich schlage etwas neues vor, das sich weder an dem Muster ‘kommunistisch’ noch an dem Muster ‘kapitalistisch’ orientiert.

        Meine Triebfeder ist nicht die Gier, sondern der Spass an der Freude, die mein Wirken bestimmt. Ich bin froh, wenn alle anderen auch froh sind. Bei etwa 925 Millionen Hungernden gibt es jedoch ein Problem: Es will einfach keine Freude bei mir aufkommen. Was ist los mit mir?

        Die Katze aus dem Sack | 18. Oktober 2011 | 15:31 | Antworten
        • Die Spekulanten werden doch immer kränker,welche man mal geschäftsunfähig erklären sollte,denn Lebensmittel sind das was sie sind, Nahrungsmittel und keine Währung oder Spielzeuge.Die Lebensmittelspekulanten müssten vielleicht erst einmal zu reifen Erwachsenen erzogen werden.@Die Katze aus dem Sack

          M.G. | 18. Oktober 2011 | 16:12 | Antworten
      • zitat Tomca:
        “Ist die Gier, auch in ihren Auswüchsen nicht die Triebfeder des Fortschritts?”
        –> Wenn die Gier für den Fortschritt, der zur Entwicklung der Atombombe geführt hat, gemeint ist, kann ich darauf verzichten. Wenn die Gier für grüne Gentechnologie gemeint ist, kann ich ebenfalls darauf verzichten. Nicht jeder Fortschritt und nicht jede Art von Gier ist per se gut.
        Das Wort Gier ist ein zu allgemeiner Begriff. Gier nach Aufmerksamkeit ist zum Beispiel eine andere Art von Gier, als wenn man nach Reichtum und Macht giert. Ähnlich verhält es sich mit dem Begriff Fortschritt. Ist man gegen einen bestimmten Aspekt eines Fortschritts, gibt es sofort jemand der einem komplette Technologie- oder Fortschrittsfeindlichkeit vorwirft.
        Es geht hier nicht darum, wer Gier nach was hat, oder gegen welche “bestimmte” Art von Fortschritt man ist. Es geht darum, wie kann man verantwortungsvoll handeln, ohne jemand anderes zu schädigen.

        zitat Tomca:
        “Was , bitte schön, soll die Gier des Menschen nach mehr und schneller und weiter aber ablösen.”
        –> Die Antwort ist einfach.
        –> Verantwortungsvolles Handeln.

        Oberkobold | 18. Oktober 2011 | 15:41 | Antworten
        • Ja schon. Aber einfach bedeutet nicht immer leicht.

          Nimmste mich mal als Beispiel: Als kleines Kind habe ich von den mir umgebenden Erwachsenen folgendes gelernt: Mit Essen spielt man nicht.

          Und was muss ich erleben: Es wird mit Essen in einer perfiden Form herumgspielt, das einem das Grausen kommt, beschäftigt man sich mit allen Abarten diverser Spielkünste.

          Und so bleibt ein Spruch bestand, dessen Verfasser/in ich nicht kenne: Kleine Kinder spielen gern, grosse noch viel lieber. Was macht man mit spielenden Kindern, die ihr Spiel erheblich übertreiben?

          Die Katze aus dem Sack | 18. Oktober 2011 | 15:49 | Antworten
          • … wenn jemand von Ihnen 100 € haben will und schwört, daß er binnen 3 Tagen daraus 500 € macht, und dafür nur ein paar Leute irgendwo sterben, die sie weder kennen noch irgendeine Rolle für Ihren Lebenswandel spielen, dann werden 95% der Bevölkerung fragen, ob das auch mit 1000 oder 10.000€ geht, soweit ist es schon und jede, ach so biedere, konservative und christlich orientierte Bank wird ihnen so einen oder einen ähnlichen dreckigen Deal anbieten können, weil´s ihnen mittlerweile völlig egal ist, Hauptsache man macht Profit und gehört zu den Gewinnern, und verschweigt die eine oder andere “unangenehme Begleiterscheinung” solcher Deals.
            Das bedeutet defakto, daß die Menschen, die sich soetwas ausdenken, daran verdienen oder teilhaben sich ganz bewusst des vorsätzlichen Mordes schuldig machen, die Straftat mit der höchstmöglichen Strafe in der Bundesrepublik…. es ist ja nicht so, daß diese Verbrecher nur billigend in Kauf nehmen, daß andere die von ihnen angezettelte Zeche zahlen werden müssen, sondern sie wissen es ganz genau!!!
            Ja, Frau Bundeskanzlerin, das sind ihre schlauen Finanzexperten und Berater….wir reden hier nicht mehr über Grössenwahn im Unverstand sondern über vorsätzlich geplanten Massenmord…. vielleicht sollten wir so einen Finanzexperten nebst Familie mal in einen somalischen Slum aus dem fahrenden Auto werfen, und einfach so tun, als ob wirs nicht gewusst hätten, ausserdem hätte der Herr Finanzexperte ja schnell weglaufen können.. Selbstverantwortung …. jaja….

            Staatsfeind No1 | 19. Oktober 2011 | 08:14 | Antworten
        • Bei Gutmenschen geht das. Wir sind aber nicht alle Gutmenschen, sondern eben Menschen. Und wie es “gute” Menschen gibt, sind auch die ” Bösartigen”, Skrupellosen gut unterwegs.
          Willst du, Oberkobold, die nicht verantwortungsvoll handelnden, alle einsperren?

          Tomca | 18. Oktober 2011 | 15:55 | Antworten
          • zitat, Die Katze aus dem Sack:
            “Was macht man mit spielenden Kindern, die ihr Spiel erheblich übertreiben?”
            –> Auf die Finger haun. :P

            zitat Tomca:
            “Willst du, Oberkobold, die nicht verantwortungsvoll handelnden, alle einsperren?”
            –> Wer gegen Gesetze und Regularien verstößt sollte bestraft werden. Wer die Allgemeinheit schadet sollte bestraft werden. Das bedeutet in manchen Fällen Gefängnis.

            Die aktuellen Probleme sind überwiegend auf Veränderungen in den letzten zwei Jahrzehnten zurückzuführen. Die Immobilienkrise ging auf eine Gesetzesänderung der Bushregierung zurück, die es erlaubte, in dieser Form, günstige Immobilienkredite zu vergeben. Dazu wurde vor 12 Jahren die Trennung von Investment- und Normalbanken in den USA aufgehoben. … und noch paar Änderungen, die hier zu weit führen würden.

            Wir haben kein Systemproblem. Die aktuellen Probleme sind aus dem Deregulierungs- und Liberalisierungswahn der Märkte entstanden. Zurück zur regulierten sozialen Marktwirtschaft muss es heißen.

            Oberkobold | 19. Oktober 2011 | 05:47 | Antworten
          • Oberkobold, dem stimme ich zu.

            Tomca | 20. Oktober 2011 | 10:00 | Antworten
      • Ja, leider ist sie das. Deshalb geht es auch – wie ich meine – den wenigsten Menschen darum, die Gier abzuschaffen (was unter den derzeitigen gesellschaftlichen Bedingungen eh nicht wirklich praktikabel wäre), sondern sie zu bändigen und in Fesseln zu legen. So, wie man einen Hengt bändigt, um ihn vor den Wagen zu spannen.
        Erhardt nannte das glaube ich eine “Soziale Marktwirtschaft”…

        Das eigentlich verabscheuungswürdige an dieser Gier (und allen von ihr getriebenen) ist aber, dass sie hemmungslos ausbeuten und buchstäblich über Leichen gehet, solange es um ihren Profit geht. – Sobald sie aber selber nicht mehr erfolgreich ist, winselt sie um die Hilfe anderer.

        Wie viele sogenannte Kapitalisten waren schon konsequent genug, nach Jahren des Wohlstandes zu verelenden und vor die Hunde zu gehen, als sie nicht mehr “am Markt bestehen” konnten?
        Nach meinem Wissen noch nicht einer!
        Die selbsternannten Kapitalisten entpuppen sich dann leider regelmäßig als schäbige Oppertunisten, die sich dieses System nur zunutzen gemacht haben, so lange es ihnen Vorteile versprach. Wie erbärmlich!

        Barabbas | 18. Oktober 2011 | 16:23 | Antworten
      • Vielleicht die Erfüllung in einem Leben mit Gott? Der Gott der Bibel möchte die Sehnsucht nach “schneller, weiter und mehr”, kurzum die Sehnsucht nach Leben, Abenteuer und Liebe stillen und das ohne dabei schlechte Nebenwirkungen zu verursachen.
        Wenn wir alle Jesus nacheifern und in Liebe, Demut und Rücksichtnahme wachsen, kann es funktionieren.

        @Tomca: Ist Fortschritt auch immer gleichzeitig gut?

        Andi | 18. Oktober 2011 | 17:12 | Antworten
      • @Tomca | 18. Oktober 2011 | 15:22

        wir brauchen auch hier, bei den Rohstoffen/Nahrungsmitteln Regulierungen des Ablaufs einer BörsenAuktion. Die hat es schon immer gegeben, zu Hanse-Zeiten usw. Nur man hat mit der Ware gehandelt, nicht mit Wettscheinen auf die Ware – di machen es so teuer. Deshalb auch hier: die Derivate müssen verboten werden.
        Wir brauchen keine maximalen Forderungen, wie den unheiligen Kommunismus, sondern das Bewußtsein von Werten. Auch ein Wochenmarkt ist eine Börse im Kleinem. Haben wir da schon Derivate im Angebot gesehen? Dann wäre der ja schnell leer, weil man Derivate nicht essen kann. Deshalb haben die Menschen in Afrika Hunger.

        Emil | 18. Oktober 2011 | 18:51 | Antworten
      • @die Katze
        das ist tatsächlich die Frage an der sich viele Gelehrte den Kopf zerbrechen werden müssen. Die bi-polare Angebotspalette an Wirtschafts- und Gesellschaftsmodellen ist mit Liberalismus und Sozialismus/Kommunismus zu einseitig.
        Das Eigenartige ist: Trotz aller Kritik an der Trennung von Finanzwirtschaft und Realwirtschaft ist das System der sozialen Marktwirtschaft wie in Deutschland eine Mischung aus beiden Ideologien und funktionierte bis in die 70er ganz gut. Jetzt sind die Gleichgewichte (wie es gestern Hr. Roubini schrieb) aus den Fugen geraten und müssen neu ausbalanciert werden.

        Den Ideen á la: Ich arbeite und entwickle mich aus mir selbst heraus weiter und will mit allen Menschen in friedlicher Kooperation Gedanken austauschen sehe ich ebenso nicht als funktionierendes System.
        Was für eine Person noch stimmt reicht als Antrieb für Völker nicht aus. Zumal zu dieser Art von Selbstverwirklichungsantrieb ein hohes Bildungsniveau gehört und ein stabiles und sicheres staatliches Umfeld. An beidem darf in vielen Regionen in der Welt gezweifelt werden. Und beim Bildungsniveau habe ich auch in D meine Zweifel.

        Grüße aus Berlin
        Alexander

        Alexander Rocha Irmer | 19. Oktober 2011 | 08:47 | Antworten
        • .. Grüße aus Baden-Baden ..

          P. Degoulange | 19. Oktober 2011 | 09:57 | Antworten
    • Jeden der diesen turbokapitalismus anprangert in die kommunistisceh Ecke zu stellen ist ein totschlagsargument das nichts bringt.
      Ich bin ein ueberzeugter Anhaenger der Marktwirtschaft aber der sozialen MArktwirtschaft. Man muss das existierende System reformieren nicht komplett wegwerfen.
      - spürbare weltweite Steuer auf Finanztransaktionen
      - Alle Einkommensarten gleich hoch besteuern auf alle Einkommensarten ohne Beitragsbemessungsgrenzen gleichermassen Sozialabgaben erheben.
      - Subventionen und sonnstige Steuerschlupflöcher auf den Prüfstand stellen und auf maximal 10% der eigentlich zu zahlenden Steuern begenzen
      - durch deutlich höhere Preise und einen besseren und preiswerten öffentlichen Nahverkehr den Benzienverbrauch für den Individualverkehr reduzieren die Leute zu verbrauchsärmeren Autos und zum Stehenlassen des Autos animieren.
      - “Bio”sprit und Beimischungen die nicht aus Abfällen der Nahrungsmittelproduktion gewonnen werden so besteuern, dass sie unaktraktiv werden

      avdr | 18. Oktober 2011 | 17:11 | Antworten
      • ich stimme zu

        Alexander Rocha Irmer | 19. Oktober 2011 | 08:47 | Antworten
  3. Sehr geehrte Frau Petersen,
    Sie stellen in Ihrem Beitrag die Behauptung auf, dass die Teuerung der Lebensmittel auch das Ergebnis der Geschäfte von Finanzakteuren großer Banken ist. Als Begründung nennen Sie, dass viele Finanzprodukte verkauft werden, die auf steigende Preise von Grundnahrungsmitteln setzen. Wie sehen Sie da den Zusammenhang? Wieso steigen die Nahrungsmittelpreise, nur weil viel darauf spekulieren? Diese Erläuterung hätte mich sehr interessiert, Sie bleiben Sie aber leider schuldig. Stattdessen liefern Sie Zahlen über Fond- und Hungerentwicklung, die nur deskriptiven und keinen erklärenden Charakter haben. Ihre Behauptungen wirken auf mich rein spekulativ. Vielleicht steigen die Nahrungsmittelpreise ja doch wegen zunehmender Weltbevölkerung und Verknappung der Grudnahrungsmittel? Und einige haben hier halt richtig spekuliert? Gerne hätte ich Gegenteiliges erfahren.

    Kris | 18. Oktober 2011 | 15:54 | Antworten
    • Du willst Gegenteiliges erfahren? Kein Problem. Wenn Du selbst zu müssig zum Suchen bist, dann wirst Du bei youtube fündig. Hier ein sehr ausführliches Video hierzu (Achtung! Laufzeit über 7 Minuten!!): http://www.youtube.com/watch?v=X32bhc9EB_I

      Falls die Redaktion den Link sperrt, wofür ich durchaus Verständnis habe, suchst Du einfach selbst nach “Nahrungsmittelspekulation”.

      Danach, so glaube ich, so hoffe ich, hast Du bestimmt erweiterte Fragestellungen.

      Die Katze aus dem Sack | 18. Oktober 2011 | 16:10 | Antworten
      • Wenn das mit den Spekulanten, wie im Video gezeigt,weitergeht kann man die Sozialstaatlichkeit in Deutschland ganz in die Tonne kloppen.Die Spekulanten sollten mal zu Sozialhelfer werden um Hungersnot zu bekämpfen.@Die Katze aus dem Sack

        M.G. | 18. Oktober 2011 | 16:28 | Antworten
    • Bist Du blind ? Diese Tatsache nicht erst seit kurzem bekannt sondern in den Ländern, die sich die Preise leisten können lediglich kaum beachtet worden. Das hat nun ausnahmsweise nichts mit der aktuellen Bankenschelte (die andere Ursachen hat) zu tun, aber Nahrungsmittel sind schon seit langem bevorzugtes und lukratives Spekulationsobjekt der Finanzwelt. Und die oft korrupten Regierungen in den Ländern der 3. Welt helfen kräftig mit. Sie enteignen ihre Kleinbauern und verpachten dann deren Land massenhaft an internationale Lebensmittelkonzerne wie “Pigrims Pride”, Nestle und andere. Diese bauen dann dort Grundnahrungmittel mit wesentlich höherem Wasserbedarf an, welche sich vor allem in die wohlhabenderen Länder bestens verkaufen lassen. Die Folge: regional können sich die Menschen diese Produkte nicht mehr leisten, die Versorgung durch die Kleinbauern existiert kaum noch (wie auch ohne Land ?) und bricht zusammen. Ironie: die Regierungen dieser Länder werden bei der FAO vorstellig, um Hilfe gegen eine drohende Hungernot zu fordern. Wenn man dort z.B. Äthiopien auf die Enteignung der Kleinbauern und die daraus resultierende Verknappung der Nahrungsmittel ansprach, kam die Antwort, auf diese Weise käme landwirtschaftliches Know How ins Land, von dem zuerst die Kleinbauern profitierten. Bitte ? Wie soll das funktionieren nach der Enteignung und ohne Land ?
      Ein dritter Aspekt ist die lukrativere Produktion von Pflanzen zu Energiezwecken, überwiegend (aber nicht nur) in südlichen Regionen. Dadurch werden in großem Ausmaß wertvollste Anbauflächen der Nahrungsmittelproduktion entzogen. Die Gründe für eine weltweite Verteuerung der Nahrung sind demnach vielfältig. Was also kann man tun ? An der Souveränität der verantwortlichen Regierungen in den betroffenen Ländern kommt man wohl nur schwer vorbei. Schlimm allerdings und moralisch äußerst verwerflich, daß man auch bei uns den Banken erlaubt, mit einem Grundrecht zu spekulieren, denn beim Recht auf Nahrung (siehe UN-Charta) handelt es sich um ein solches.

      Ramses | 18. Oktober 2011 | 18:12 | Antworten
    • Zitat: »
      Sehr geehrte Frau Petersen,
      Sie stellen in Ihrem Beitrag die Behauptung auf, dass die Teuerung der Lebensmittel auch das Ergebnis der Geschäfte von Finanzakteuren großer Banken ist. Als Begründung nennen Sie, dass viele Finanzprodukte verkauft werden, die auf steigende Preise von Grundnahrungsmitteln setzen. Wie sehen Sie da den Zusammenhang?
      «

      Frau Petersen hat auch die Banken anscheinend erst gar nicht gefragt, warum die Banken gemäß ihrer Blog-Einleitung beteuern, steigende Preise hätten mit ihren Geschäften nichts zu tun. Hätte sie ja machen können. Stattdessen schwurbelt sie Zusammenhänge zurecht, die sie nicht erklären kann. Wer hat beim ZDF eigentlich die Verantwortung für Demagogie?

      Wolkenspalter | 18. Oktober 2011 | 20:20 | Antworten
      • @Wolkenspalter: muß Frau Petersen ausnahmsweise beipflichten. Selbstverständlich wird mit Ernten und Nahrungsrohstoffen spekuliert, diese Tatsache betreiten ja nicht einmal die Banken selbst, auch die entsprechend spezialisierten Finanzinstitute nicht. Und zwar wird das 1. schon seit längerem praktiziert und 2. (wirklich traurig) hatte bis dato niemand was dagegen einzuwenden. Was sich allerdings gewaltig geändert hat, sind Ausmaß und die Gewinnmargen. Die ziehen seit einiger Zeit die Spekulanten an wie die Sch….. die Schmeißfliegen. Diese ekelhafte und skandalöse Art von Spekulation präsentiert sich inzwischen in den verschiedensten Spielarten und Ausprägungen (siehe mein Beitrag von 18:12) und leider beteiligen sich daran sogar jene, die sie eigentlich zum Wohl ihres Volkes verhindern sollten.

        Ramses | 18. Oktober 2011 | 23:36 | Antworten
        • Auch Sie erklären nicht die ZUSAMMENHÄNGE zwischen Spekulation (an Börsen) und dem realen Markt.

          Die Tatsachen bestreitet keiner — aber die behaupteten Wirkungen. Frau Petersen/ZDF hat bis jetzt auch im Blog nicht “nachgeliefert”. Nach den ganzen Hinweisen auf fehlende kausale Erklärungen hätte sie sich wenigstens die Mühe machen können.

          Wolkenspalter | 19. Oktober 2011 | 13:29 | Antworten
  4. ja ja das ist so in der “careless” gesellschaft jeder ist sich selbst der naechste ,ohne auch nur einen moment an andere zu denken, warum auch ??

    die banken sollten auf ihre “grundgeschaefte” “zurueckgeschnitten” werden, also einlagen gegen zinsen annehmen und kredite ausleihen thats it

    um dies aber durchfuehren zu koennen, via gesetz, muesste sich die gesamte politische ebene aendern oder aber abgewaehlt werden, warum? sehr einfach weil :

    in den aufsichtsraeten der landesbanken und sparkassen sitzen fast ausschliesslich politische figuren, wie landraete, buergermeister, landtagsabgeordnete,bundestagsabgeordnete und und ..

    in den aufsichtsraeten der genossenschaftsbanken, sitzen auch eine vielzahl von politischen (direkt / oder indirekt) taetigen, als “aushaengeschilder”

    die grossbanken wiederum haben wunschkandidaten aus dem politischen lager damit der lobbyismus noch einfacher vonstatten gehen kann

    also zurueck zu dem was ich eingangs sagte ………..

    ich muss noch einmal zurueckkommen auf den gestrigen artikel der sich mit den juengsten protesten befasste, wenn die buerger, nicht mehrheitlich auf die strasse gehen und gegen diese art von ueberbordendem kapitalismus protestieren ( ich bin uebrigens kein linker) und dies konstantfortsetzen, bis eine aenderung der situation eintritt, werden wir wirtschaftlich jahre vor uns haben, gegen die ein schwarzer freitag, ringelpitz mit anfassen war, hoffentlich stehen alle nicht nur die jungen leute auf und gehen auf die strasse und zeigen der politischen kaste aller colleur einmal waer derjenige ist der das mandat hat – naemlich die buerger ……………….

    parkbank | 18. Oktober 2011 | 15:56 | Antworten
  5. Wenn die Spekulanten weg sind, werden wir uns wundern, dass die Preise für Basislebensmittel trotzdem hoch sind. Weil wir uns entschlossen haben, Lebensmittel zur Energiegewinnung zu verheizen. Ein Hoch auf diese “lebensfreundliche” Idee!

    Wolkenspalter | 18. Oktober 2011 | 16:48 | Antworten
    • Spekulation muß eingedämmt werden , Lebensmittel als Brennstoff ist aber in der Tat fragwürdig .

      new kid on the blog | 18. Oktober 2011 | 20:21 | Antworten
    • Es ist beides verwerflich, Spekulationen mit Lebensmittel und Lebensmittel zur Energiegewinnung.Ich finde es gut, dass das E10 ein Reinfall war,vielleicht denkt man mal vernünftiger nach.@Wolkenspalter

      M.G. | 18. Oktober 2011 | 20:33 | Antworten
  6. bei den (mit dem beliebten Feindbild behafteten) Heuschrecken wird die Population kleiner,wenn sie weniger zu fressen haben.Bei den Menschen geht man von 10 Milliarden in nicht allzu ferner Zukunft aus, da wird die Natur/Evolution auch ohne Mithilfe der Spekulanten etwas dagegen unternehmen.

    manni.baum | 18. Oktober 2011 | 16:58 | Antworten
  7. Es passt ja schön hinein, wenn es denn stimmen würde!
    Nicht die Banken oder irgend ein Food-Fonds ist schuld an der Ernährungssituation, sondern die Pharmakonzerne. Wer dazu Wissen braucht, sollte nicht einer schlecht informierten Journalistin glauben, sondern den Leuten die etwas davon verstehen. Diese findet man z. Bsp. im Greenpeace-Film “Good Food, Bad Food” ausführlich in Wort und Bild.
    Nicht die Banken, sondern die Patente der Pharmakonzerne auf Getreide, Mais, Obst und Gemüse. Den Bauern in Indien und Afrika werden gezwungen Getreide zu kaufen (natürlich patentrechtlich geschützt!) welches nicht in der Lage ist Saatgut zu erzeugen. Somit sind diese Bauern gezwungen immer wieder Saatgut zu kaufen, weil sie eigenes nicht erzeugen können. Dazu kommen Pestizide, Dünger und sonstiges Zeug, das den Menschen krank macht. Dan braucht der Mensch Medikamente und wird davon abhängig. Das ist der Teufeklskreislauf, denn alles wird von den Pharmakonzernen hergestellt und durch Patente geschützt. Ziel der Pharmakonzerne ist die Weltherrschaft und dieser Kampf begann schon im letzten und vorletzten Jahrhundert. Das schlimmste Kapital waren die Menschenversuche im 3. Reich. Heute sitz en Vertreter dieser Pharmakonzerne im Gesunheitsministerium, arbeiten Empfehlungen aus (siehe Schweinegrippe) und sitzen in der DGE und anderen Gesellschaften und Verbänden. Sie bestechen Ärzte mit horrenden Summen und verdummen die Bevölkerung.
    Alles ander ist Pillepalle. Lebensmittel, Rohstoffe und Energie wird schon immer an Börsen gehandelt (Fischmarkt, Goldbörse, Getreidebörse, Strombörse usw.) und natürlich bestimmt sich der Preis hier durch Angebot und Nachfrage. Das ist selbst auf der Tauschbörse und bei Ebay so.

    Peter Pink | 18. Oktober 2011 | 17:01 | Antworten
    • Na das geht ganz Pink: freigeistig denken ohne gefühlten Frust@

      silberdistel | 18. Oktober 2011 | 19:34 | Antworten
  8. @Die Katze aus dem Sack
    Vielen Dank für den Link. Sehr informativ! Diese Zusammenhänge hatte ich vermisst.

    Kris | 18. Oktober 2011 | 17:01 | Antworten
    • Gern geschehen.

      Die Katze aus dem Sack | 18. Oktober 2011 | 17:27 | Antworten
  9. Vielen Dank “parkbank”, was Sie schreiben ist vollkommen richtig. Kapitalismus und Demokratie erfordern Verantwortung, nur gerade das ist den heutigen Politikern in Deutschland sehr fremd geworden. Das ist uebrigens auch ausgesprochen Dumm, aber Intelligenz ist auch heute bei den Politikern in Deutschland sehr rar geworden. Denn optimale wirtschaftliche Erfolge lassen sich nur erzielen, wenn es den Konsumenten gut geht. Ist dies nicht mehr der Fall, lassen sich auch keine Geschaefte mehr realisieren, und wenn dann nur schlechte.

    Da es aber um die Zukunft geht, naemlich gerade der naechsten Generation, koennen verantwortungsvolle Menschen nur noch auf die Strasse gehen, oder aber die “Piraten” waehlen. Schon ein Finanzminister der einmal in einen Steuerhinterziehungsskandal der CDU verwickelt war, ist eigentlich untragbar. Das ist als wenn die Deutsche Bank als Nachfolger fuer Herrn Ackerman sich einen Bankraeuber fuer diesen Posten aussucht.

    Detlev G. Pinkus | 18. Oktober 2011 | 17:23 | Antworten
  10. Das hungerproblem ist nichts neues. Seit mehr als 50 jahren wird es immer wieder debattiert. Unsere erde kann alle ernähren, wenn , ja wenn da nicht die eu mit ihrer landwirtschaftlicher planwirtschaft und markabschottung wäre,
    die gewaltigen spekulationen mit lanwirtschaftlichen erzeugnissen und rohstoffen wären, liesse sich alles bewerkstelligen. Die spekulanten arbeiten mit gewaltigen hebelwirkungen, so kann man heute mit einem einsatz von ca 5% fast die gesamte ernte z.b. von weizen des nächsten jahres aufkaufen. Zu entsprechneder zeit wird die menge dann zu diktierten preisen auf den markt geworfen. Gezielte prognosen sorgen dann schon dafür, das der gewünschte preis bezahlt wird. Man erinnere sich nur, über die landwirtschaftlichen prognosen im frühsommer. Die bauern in deutschlan haben da über die schlechte ernte gejammet. Was lese ich heute, überall rekordernten!!
    So lange ich lese, dass alleine in deutschland fü ca 20 milliarden eure lebensmittel weggeworfen werden, sehe ich keinen grund , warum so viele menschen hungern müssen. Es ist , wie immer ein politisches probem. Die medien transportieren diese auf ihre weise, ohne nach “ursache – wirkung” prinzip vorzugehen.

    EugenO | 18. Oktober 2011 | 17:37 | Antworten
    • Die gesamte Ernte eines Jahres kann noch nicht mal annhähernd aufgekauft werden, weil das Allermeiste gar nicht über die Börse gehandelt wird sondern direkt zwischen Erzeuger und Weiterverarbeiter.

      Das ist dasselbe wir beim Rohöl. Dort gibt es langfristige Lieferverträge, die an der Börse völlig vorbeigehen.

      Wolkenspalter | 18. Oktober 2011 | 19:56 | Antworten
      • Sie sollten sich die Warenteminbörsen einmal anschauen!
        Wenn sie recht hätten gebe es keine Preisschwankungen, weder beim rohöl noch bei anderen erzeugnissen.

        EugenO | 19. Oktober 2011 | 10:27 | Antworten
        • @EugenO: Sie dürfen hier nicht Ursache und Wirkung verwechseln

          Wolkenspalter | 19. Oktober 2011 | 13:24 | Antworten
          • Das stimmt schon, man muss nur sehen, in einem normal funktionierendem markt regelt angebot und nachfrage den preis. Wenn es nur wenige anbieter gibt, aber sehr viele nachfrager, steigt der preis sehr schell, siehe kunstwerke wie bilder!

            EugenO | 19. Oktober 2011 | 16:54 | Antworten
    • @ EugenO | 18. Oktober 2011 | 17:37 |

      Der hergestellte Zusammenhang zwischen Lebensmittelspekulation und dem Wegwerfen von Lebensmitteln macht mich misstrauisch.

      Aus Überzeugung und durch Erziehung vermeide ich auch das Wegwerfen von Lebensmitteln. Trotzdem habe ich mich schon gewundert, warum dieses Thema auf einmal so intensiv durch die Medien wandert. Kann es sein, dass durch eine Ablenkungsdebatte die Regulierung der Spekulation erschwert werden soll?

      Ich möchte weder EugenO noch Ilse Aigner an dieser Stelle etwas unterstellen.

      Es ist aber egal, ob es Zufall ist oder eine bewusste Nebelkerze der Spekulanten. Hauptsache wir verlieren die weitgehende Regulierung des Finanzsektors als Aufgabe nicht aus dem Auge. Die tatsächlich für viele Menschen tödlich wirkende Lebensmittelspekulation verdient unsere Verachtung, unseren vollen Einsatz und unsere uneingeschränkte Aufmerksamkeit.

      Siggi | 19. Oktober 2011 | 11:33 | Antworten
      • Es sollte sie nicht misstraurisch machen sondern wütend!!!

        EugenO | 19. Oktober 2011 | 16:56 | Antworten
  11. Die Spekulation auf Nahrungsmittel ist eigentlich uralt. Früher, und heute natürlich auch noch, waren das die berüchtigten “Warentermingeschäfte”, bei denen kräftig auf Schweinebäuche, Soja, Weizen, Kaffee, Orangensaft u.v.m. gewettet wurde. Wenn es nun einen krassen Ernteausfall wie 2010 durch die Flächenbrände in Russland gibt, steigen die Preise natürlich, in dem Fall für Weizen. Dies ausschließlich dem Spekulanten von heute anlasten zu wollen, ist zu kurz gegriffen, wobei es natürlich Übertreibungen mit zunehmender Tendenz gibt.

    Im übrigen sind wir Verbraucher der “reichen” Staaten auch schuld, ganz ohne direkte Spekulationsteilnahme. Nehmen wir beispielsweise Fisch. Fisch ist beileibe kein Grundnahrungsmittel für den herkömmlichen Inländer. Trotzdem sind unsere Supermarkttheken tagtäglich mit einem Überangebot an Seefisch bestückt. Und weil das so sein soll, werden die Meere zunehmend leergefischt. Auf Völker, die auf den Seefischfang angewiesen sind, wird keine Rücksicht genommen. Die reagieren entsprechend. Somalische Piraten kapern Schiffe nicht aus Langeweile, wie wir wissen. Das Letzte dabei ist aber, daß der Fisch sich zunehmend verteuert, eben weil es kaum noch welchen gibt. Und der bleibt dann in den Theken liegen, wird am Ende weggeworfen, weil ihn sich kaum einer leisten kann.

    Tja, hätten wir mal nicht den Kannibalismus abgeschafft. Dann könnten wir jetzt mit frischen Bänkerschenkeln, Aktionärslenden und Managerbäuchen spekulieren. Die Jagd ist schließlich schon eröffnet und so ein saftiges Ackermann-Steak… Das würde dem guten Mann sicher nicht gefallen, aber vielleicht macht mal jemand den Vorschlag so richtig publik, damit diese Leute ins Grübeln kommen.

    Tocqueville | 18. Oktober 2011 | 17:51 | Antworten
  12. “Money makes the world go round…” Mag sein, aber in unserer globalisierten Welt herrschen inzwischen Gier (u.a. die Finanzmärkte) und Machtsucht (u.a. die Politiker). Menschlichkeit ist nicht gefragt, Moral schon gar nicht. Höchstens Doppelmoral.

    Für alle, die von der Studie (nicht von irgendeinem Verein, sondern von einer renommierten Universität) noch nicht gehört haben:

    “Studie über Aktienhändler: Rücksichtsloser als Psychopathen”
    http://www.swr.de/contra/-/id=7612/nid=7612/did=8657438/1dv3sek/index.html

    Unbedingt lesen. Ein Kommentar erübrigt sich.

    Miss Moneypenny | 18. Oktober 2011 | 18:05 | Antworten
    • Das ist wohl wahr,nach dem Lesen des Links ist kein Kommentar nötig,außer Börsianer ab zu den Psychopaten,welche eine betreuung brauchen und die Geschäftsfähigkeit verliehren sollten.@Miss Monypenny

      M.G. | 18. Oktober 2011 | 20:27 | Antworten
  13. Sehend der globalen Einschläge um sich herum und wissend der erfolglosen Fachkompetenzen, suchen sich Menschen den Lösungsweg aus jedem einzelnen Aufschlag dennoch im irrigen Ruf nach noch mehr Fachkompetenz. Längst genügt ein profaner Doktortitel schon nicht mehr um sich Gehör für auch nur eines dieser Probleme zu verschaffen und außer ein Kurzxxposé bei dem Fernsehsender xyz ist ein Doktor viel zu hergeholt, um schlüssige Antworten auf scheinbar sehr sehr komplizierte Fragen zu geben. Es müssen schon Professoren sein, am besten noch mit mehreren Doktors vorn dran… erst dann werden von den Hilferufenden ihre ebenso sinnlosen Worte als das wahrgenommen was man aus ihnen heraushören will: Rettung!
    .
    Der Ruf nach Kompetenzen die den Kitt für globale Komponenten haben und das künftige Heil im Determinismus sehen, ist nichts anderes als der vorletzte Akt im Jahrtausende vorher ankündigenden Zustand einer sich vom Schöpfer gelösten Welt. Wer wirklich noch meint, es würde alles Gut werden, wieder ins Lot kommen oder es sich schon wieder richten – hat die Zeichen der Zeit immer noch nicht verstanden! Hat sich ein Tüftler und Problembewältigter schon mal vor Augen gehalten weshalb es den gebildeten unter Uns nicht gelingt die Fäden zu ordnen? Sind sie nicht akademisch genug? Haben sie was übersehen oder lesen sie unsere Blogkommentare nicht mit die vollgestopft sind mit neunmalklugen Vorschlägen? Vielleichtmüssen die Blogger in Großbuchstaben schreiben…um gelesen zu werden? Was… auch nicht!
    .
    Du Mensch, du hast geschaut, was in der letzten Zeit geschehen wird (Daniel 8:17). Ich weiß es, meine Schwestern wissen es und unsere Brüder in Nah und Fern wissen es. Die verworrenen Zustände um uns herum sind Ankündigungen des sich in voller Sünde offenbarenden Menschen. Dieses globale Chaos ist die Voraussetzung dafür, dass die Menschen nach einem rufen der Lösung verspricht. Das Chaos ist jetzt noch nicht groß genug, es müssen noch weitere Einschläge folgen und eine kommende Lebensmittelverteuerung und knappe Ressourcen reihen sich nahtlos in dieses Szenario ein. Alles tüfteln, knobeln oder fachsimpeln ist nur Jagt nach Wind. Das Chaos ist nicht durch Menschenhand sondern durch die wenige Zeit die dem falschen Messias noch verbleibt entstanden. Erst wer das weiß, zieht sich zurück.
    .
    susi

    susi bibelmaus | 18. Oktober 2011 | 19:51 | Antworten
    • In der wenigen Zeit,die ihm noch bleibt,baut der Teufel aber eine Menge Misst,wer soll denn da den Schadensersatz leisten,das zahlt ihm keine Gaftpflichversicherung.@susi bibelmaus

      M.G. | 18. Oktober 2011 | 20:30 | Antworten
      • .. kann man sehen wie man will ..

        .. wenn nicht die Haftpflicht zahlt, dann wird “ES” wie bei den Banken sein. der Steuerzahler, wird für die Rechnung des Teufel`s aufkommen müssen.

        Gruß
        bcstony

        P. Degoulange | 19. Oktober 2011 | 10:00 | Antworten
        • Dann sollte der teufel aber die Haftpflichversicherung kündigen,weil sie nichts taugt.@P.Degoulange

          M.G. | 19. Oktober 2011 | 12:34 | Antworten
    • @ susi bibelmaus | 18. Oktober 2011 | 19:51 |

      Den “Ruf nach noch mehr Fachkompetenz” sehe ich auch kritisch; das ist nicht das Problem. Mit dem gesunden Menschenverstand kann man die Grundzüge der Welt leicht verstehen. Nur wenn man Wahrheiten verdrehen will, wird es bewusst kompliziert gemacht und als Experten getarnte Lobbyisten vollenden den Betrug.

      Die Krise hat nicht der Teufel gemacht sondern Menschen, die in der Zeit Bush / Schröder der Welt einen zerstörerischen Stempel aufgedrückt haben. Die will ich auch nicht aus der Verantwortung lassen. Es ging einfach und primitiv nur um Geld: Steuern runter, Löhne runter und Deregulierung. Wenn man die Verbindung zur Religion unbedingt sucht, sehe ich lediglich die Abkehr von christlichen Wertvorstellungen.

      Den Weltuntergang sehe ich nicht, nur Veränderung. Sicher geht zum Beispiel für Gaddafi die Welt unter, für Libyen sehe ich die Geburt einer besseren Welt; auch wenn die Veränderung ziemlich blutig ist Der Untergang des Neoliberalismus ist überfällig; selbst wenn die Veränderung ziemlich blutig werden sollte.

      Den Vorschlag sich zurückzuziehen halte ich für völlig falsch. Veränderungen entstehen nicht, die muss man machen. “Occupy Wall Street” ist dabei sicher ein Anfang.

      Siggi | 19. Oktober 2011 | 10:30 | Antworten
    • …, nun denn, — die geflügelten Diener von ganz oben haben auf Befehl, gegen den Turmbau,
      die allgemeine und allseits bekannte Verwirrung/Verirrung angerichtet ;)
      Alles im Vorgriff auf den Plan zur End(er)lösung ? @susi Bibel maus ?

      Bernhard | 19. Oktober 2011 | 22:25 | Antworten
  14. Ein Bauer, egal ob groß der klein, ob in der sogenannten ersten oder in der dritten Welt hat unvermeidlich mit Wetterkapriolen, oft mit Schädlingen und/oder Krankheiten zu kämpfen. Und am Ende wenn er die Ernte eingeholt hat, kommt noch das Preisrisiko am Markt dazu. Das ist im Mittelalter ohne globale Märkte schon so gewesen und keine neuzeitliche Erfindung. So nun kann ein Bauer eine kleinen Teil des Risikos (der erzielbaren Preises) an einen Spekulanten abwälzen. Er sichert sich damit einen festen Abnahmepreis. Der Spekulant kann Gewinn machen wenn der Preis höher ist oder er nimmt den Verlust hin. Natürlich arbeitet niemand umsonst. Aber dem Bauern hilft es; es bleibt ihm genug Risiko übrig.

    Mich nervt diese Diskussion, weil jetzt scheinbar jemand gefunden wurde, dem man die ganze Schuld aufbürden kann. Egal wie weit ich schau, ich sehe aber keine Unschuldigen.

    1. Die EU mit ihrer besch… Agrarpolitik schottet bei uns den Zuckermarkt ab; auf dem Weltmarkt bekämen wir den Zucker aus Thailand zum Drittel des Preises und den Bauern dort wäre mehr geholfen als jede mildtätige Gabe an Entwicklungshilfe. Und uns käme es billiger wenn man den Zuckerrübenbauern einfach das Geld für nix in die Hand drücken würde.

    2. die Bürger in diesem Land, die natürlich nicht bei Aldi und Co einkaufen, deshalb produziert auch niemand Preisdruck der beim letzten Glied der Kette, dem Bauern rauskommt.

    3. Die Hersteller, die Verkäufer und die Käufer die meinen um 18:00 Uhr muss das Brotregal noch rappelvoll sein und kurz drauf und bei sonstiger Gelegenheit dann die Hälfte alles Essens wegwerfen (siehe separaten Bericht von heute)

    4. die Leser dieses Blogs die sich scheinbar jeden halbseidenen Vorwurf unterjubeln lassen und wie von dem Schreiberling erwünscht einer künstlichen Erregung hingeben.

    HubertD | 18. Oktober 2011 | 21:36 | Antworten
  15. Schon merkwuerdig, als Bauer kann ich von den Lebensmitteln, die ich erzeuge nicht leben. Die Spekulanten schon. ie geht denn das?

    Bambauer | 18. Oktober 2011 | 21:45 | Antworten
    • ziemlich einfach, die Größe bzw. Menge machts ! Für einen Landwirt mit 1000 ha ist das gar kein Problem. Es rechnet sich sogar die die Anschaffung eines entsprechenden Maschinenparks. Ein Bäuerchen mit wenig Hektar tut sich da doch logischerweise etwas schwer. Verstanden ?
      Übrigens, wo kommt das “…bauer” in Deinem Namen her ?

      Ramses | 18. Oktober 2011 | 23:44 | Antworten
  16. Das Geschwätz mit der für alles schuldigen Sünde und dem nahen Ende ist so alt wie es die Geschichten vom Teufel gibt, der alle Bösen dereinst in der Hölle (wo ist die? Im Erdinneren?)in Schwefel braten wird. Dem Offenbarer Johannes ist aus seiner damaligen Sicht nichts schlimmeres als gebraten Sünder in stinkendem Schwefeldampf eingefallen – sonst wäre die Hölle bestimmt noch fantasievoller ausgestattet worden.
    An das nahende Ende hat man im Jahr 1000 und auch 2000 und sonstigen zur Bibel passenden glatten Jahreszahlen geglaubt und das ganze mit Predigten zur Sünde usw. garniert – passiert ist bekanntlich nichts. Das hilft auch nicht weiter, um den Hungernden zu Lebensmitteln zu verhelfen.

    Daß Lebensmittel auch durch Spekulation und durch verantwortungsloses Handeln von Regierungen (und das insbesondere in den Hungergebieten)verteuert werden , ist nichts Neues – und daß afrikanische Staaten sich sogar weitgehend selbst ernähren könnten, wenn dort mal die Lebensmittel mangels Transportmöglichkeiten nicht dort verfaulen wo sie reichlich wachsen und dort dann fehlen, wo sie nötig gebraucht werden, ist auch nichts Neues.
    Neu ist eigentlich nur, wer dann als politisch korrekt deklarierter Sündenbock für die ganze Misere “ausgezeichnet” wird. Das sind abwechselnd die Kapitalisten, die USA, die EU, ab und zu auch die Warlords, die mit Entwicklungshilfegeld Krieg führen, ganze Landstriche verwüsten und die Bewohner ins Elend treiben und jetzt mal wieder die Spekulanten. Beteiligt sind sie irgendwie alle – aber daß bei immer mehr Menschen auch immer mehr Lebensmittel gebraucht werden und vor allem zu den Menschen gelangen müssen – das ist auch nichts Neues, und wenn es dabei klemmt, dann ist das mehr eine Frage der Organisation, des Transports, der Vorratshaltung für schlechte Zeiten (da gibt es sogar eion altes biblische Beispiel mit den sieben fetten und mageren Kühen)und weniger eine Frage der selektiven Schuldzuweisung an die, die momentan gerade am unsympathischsten sind.

    Julius Cäsar | 18. Oktober 2011 | 21:49 | Antworten
    • Ja…ja, dann organisieren Sie doch schon mal Lebensmitteltransporte. Auf Sie hat die Welt gewartet… sind sie doch, die Transporte, bisher noch niemand eingefallen – außer Ihnen!
      .
      Weiter so…wir brauchen Sie.
      .
      .
      susi

      susi bibelmaus | 18. Oktober 2011 | 22:48 | Antworten
      • Ich habe den Eindruck, daß Sie keine Nachrichten sehen, weil Sie ja offensichtlich ständig fromme Sprüche posten müssen. Da war erst vor ein paar Tagen eine diesbezügliche Nachricht aus Kenia. Den Transport organisieren – dafür ist die dortige Regierung zuständig. Aber die hat andere Probleme. Und daran sind ausnahmsweis nicht die Spekulanten schuld sondern die eigene Unfähigkeit.
        Polemik ist schön, vor allem fromme Polemik. Das Peinliche ist nur, daß immer gern irgendwelche weit weg angesiedelten Schuldigen gesucht werden, an denen man sich dann ob deren Sündhaftigkeit trefflich reiben kann. Das Naheliegende und durchaus sogar mögliche Handeln, das vor Ort von den dort Zuständigen ohne weitere geleistet werden könnte aber nicht wird – da kommt dann statt einer vernünftigen Stellungnahme das “ein machen Sie es doch!”
        Halleluja sog I, sacklzement Luja. Vielleicht bringt Ihnen ja der Engel Aloysisus die eigentlich für die bayrische Staatsregierung vorgesehenen göttlichen Eingebungen vorbei.

        Julius Cäsar | 18. Oktober 2011 | 23:16 | Antworten
        • @Julius, muß Dir zustimmen. Habe selbst seinerzeit an Luftransporten in afrikanische Länder mitgewirkt. Die Ladungen wurden bestens verstaut auf den nationalen Flugfeldern ausgeladen und einem speziell dafür ausgewiesenen Areal gestapelt. Nach Monaten der Regenzeit befand sich das Material in teilweise beschädigten Behältern immer noch an der selben Stelle. Rundherum übrigens genügend nationales Militär mit eigenem Fuhrpark…
          Eine andere ebenfalls deprimierende Erfahrung: häufig wurden die gespendeten Lebensmittel und Hilfsgüter später in ihren Originalverpackungen zu stattlichen Preisen auf den regionalen Märkten zum Kauf angeboten.
          Realität übertrifft Wunschdenken bzw. gute Absicht !
          Aber das paßt der Susimaus natürlich nicht in ihr vorgefertigtes Denkschema…

          Ramses | 19. Oktober 2011 | 00:16 | Antworten
          • In asiatischen Ländern zur Tsunamizeit 2004 wurde Hilfe angeboten von Außen,welche aber nicht von manchen asiatischen Ländern nicht angenommen wurde, wegen ihrem Stolz.@Ramses

            M.G. | 19. Oktober 2011 | 12:52 | Antworten
          • Der geschaßte Ministerpräsident TH’s, Thaksin Shinowat, hat seinerzeit in der Tat großkotzig erklärt, dass sein Volk keinerlei Spenden
            benötige, da die Wahlen kurz bevorstanden, und er sich auf Kosten der Hilfsbedürftigen, keine Blöße geben wollte. Ich habe seinerzeit im 35 Grad warmen Ban Nam Khem allerdings selbst auch erlebt, wie dort hunderte von Skianzügen aus den mildtätigen Kleiderspenden aussortiert wurden.
            Wenige Tage nach der Katastrophe tauchten auf Phuket dann Luxusfahrzeuge (Ranch-Rover)auf, die eigens von Unicef für die Bedarfsermittlung angeschafft wurden, und das 4fache dessen kosteten, was man für einen
            angemessenen PickUp aufbringen muss.Hinweise, in meiner Berichtestattung(für eine deutsche Tageszeitung)darauf, strich der zuständige Redakteur dann, mit dem Argument gegen mich, solche wären völlig kontraproduktiv.
            Viele der gutgemeinten Spenden, fanden sich anschließend in den Händen von korrupten Gemeindevorständen und anderer Lokalpolitiker wieder.

            Delitant | 20. Oktober 2011 | 18:13 | Antworten
      • .. komm bleib friedlich ..

        P. Degoulange | 19. Oktober 2011 | 10:01 | Antworten
      • Diese Fahrzeuge dafür, werden dann mit Biosprit
        betrieben, der aus den Lebensmitteln dieser Hilfsgüter gewonnen wird.Das wäre nicht nur umweltfreundlich, sondern spart darüber hinaus auch noch Transportkosten.

        Delitant | 20. Oktober 2011 | 06:05 | Antworten
  17. Schade das es die 68er nicht mehr gibt. Einigen Herren würde dann nämlich der Arsch auf Grundeis gehen..Aber vielleicht erleben wir ja eine Renaissance…wäre schön, bevor man in die Kiste steigt..

    Werner2605 | 18. Oktober 2011 | 21:55 | Antworten
  18. sind eigentlich immer die Banken und das böse Finanzsystem an allem Schuld?

    Der heutige Frontal21 Bericht tut gerade so als wären die Banken allein Schuld an dem Problem. Aber liebe Leute – wer investiert denn Geld in die so schön reißerisch aufgelisteten Fonds? Das sind keine Instrumente die Banken nutzen, das sind Instrumente für Privatanleger!!! Alle wollen Rendite ohne wenn und aber.. Die Banken als Produktlieferant (schonmal über Angebot & Nachfrage nachgedacht) sind schuld? Das verstehe zumindest ich nicht…

    Warum... | 18. Oktober 2011 | 21:57 | Antworten
  19. Ich bin maßlos enttäuscht. Enttäuscht vom Frontal21 Team, das sich dermaßen billig vor den Karren von Ex-Grünen Bode und dem allgemeinen linken Budenzauber zerren zu lassen. Da werden hanebüchene Zusammenhänge konstruiert die es so gar nicht gibt. Erschrecken kommt hinzu das sich diese Dummheit zu verbreiten droht. Das hat mit ausgewogener Berichterstattung nichts mehr zu tun. Das ist reinste politische Agitation.

    Warentermingeschäfte und der Handel mit Agrarprodukten sind so alt wie die Menschheit. Aber hier gilt wohl die gleiche Regel wie beim Tod, je weniger die Allgemeinheit damit konfrontiert wird um so größer das Gedusel darum. Die Meisten leben in der Stadt, können allenthalben zwischen Karotte und Blumenkohl unterscheiden, will aber den Bauern permanent vorschreiben was er auf dem Acker hat.

    Verlogen bis ins letzte. Der Hunger in Kenia ist sicherlich die Folge permanenter Bürgerkriege und Gewalt, kaum effizienter Agrarwirtschaft und mangelnder Infrastruktur. Wer Investoren behindert an diesen Umstand etwas zu ändern, beklagt in der Folge das Ergebnis um von den eigenen Fehlern abzulenken. Was für eine Chuzpe.

    Ach ja, ein weiterer Grund warum Nahrungsmittelpreise steigen sind die weltweiten Umstellungen weg von der Nahrungsmittelproduktion hin zur Industriemittelproduktion für Bio-Sprit und Bio-Masse-Kraftwerke. Allein in DE wurden 20 Prozent der Anbaufläche dafür umgemünzt. Man kann glatt behaupten, wegen grüner Endzeitromantik zahlen alle über ihre Kartoffeln ihren Anteil mit.

    Frank Meier | 18. Oktober 2011 | 21:58 | Antworten
  20. Die These des Beitrags, durch Börsenspekulationen stiegen die Narungsmittelpreise und treibe Millionen Menschen in den Hungertod, ist nur vordergründig richtig.

    Armut und Hungetod hängen vielmehr mit der Vermögens- und Geldkonzentration weltweit bei wenigen Meudalherren zusammen. Die Spekulation ist dabei nur eine von vielen Kausalketten.

    Die Redaktion sollte sich einmal in die Schriften zum modernen Feudalismus einarbeiten.

    Nicht die Beseitigung des Börsenhandels mit Nahrungsmitteln kann den Hungertod für Millionen beseitigen, sondern nur die Beschränkung des Reichtums Einzelner vor Ort und weltweit.

    Dr. Wo | 18. Oktober 2011 | 21:58 | Antworten
    • Es ist ein Märchen das Jemand nur reich sein kann wenn wo anders Jemand arm ist. Das ist linker Budenzauber und seit der Abkopplung vom Goldstandard völliger Humbug.

      Frank Meier | 18. Oktober 2011 | 22:12 | Antworten
  21. Finde, dass generell die Sorgen der “Armen” in Deutschland überbewertet werden.

    Diese ganzen Untermensch mit ihrem “Occupy” Theater…

    Banker | 18. Oktober 2011 | 21:59 | Antworten
    • Na, diese Aussage erläutern Sie doch mal bitte etwas näher…

      Jawoll | 19. Oktober 2011 | 10:42 | Antworten
  22. Es ist einfach nicht fassbar, dass aus reiner
    Profitgier Menschen hungern und verhungern.
    Jeder der sich hieran beteiligt müsste verurteilt
    werden verhungernde Kinder zu besuchen.

    Roland Schmidt | 18. Oktober 2011 | 22:04 | Antworten
    • Aus Profitgier hungern keine Menschen. Hierzulande weil das iPhone wichtiger ist als eine Mahlzeit ist und in Afrika wegen der vielfach vorhandenen Waffen. Ein Menschenleben ist dort genau eine Patrone wert. Ändern sie das und es wird keiner mehr hungern.

      Frank Meier | 18. Oktober 2011 | 22:14 | Antworten
      • Wenn die Menschen 50 € im Monat verdienen,
        sind die Lenbensmittel ein großer Teil des Budgets.
        Verteuerungen bei den Lebensmitteln bedeuten deshalb
        in vielen Fällen *auch bei normalen Bürgern in Entwicklungsländern* HUNGERN

        Roland Schmidt | 18. Oktober 2011 | 22:26 | Antworten
    • Dann dürften wir nicht mal ein einfaches Girokonto haben, wenn wir uns nicht an die Profitgier der banken beteiligen sollen.@Roland Schmidt

      M.G. | 19. Oktober 2011 | 12:58 | Antworten
    • Nicht nur besuchen von verhungernde Kinder, müsste das Urteil gegen profitgierige Menschen heißen,sondern auch Pflege und Hilfe ihrer Rechte auf Leben und zwar auch mit Einsatz eigener Mittel.@Roland Schmidt

      M.G. | 19. Oktober 2011 | 18:48 | Antworten
  23. Das mag wohl richtig sein. Die Frage ist nur warum sich die Nahrungsmittel verteuern? Sie hatten ja ganz konform mit der Mehrheitsmeinung die Spekulanten mit ihrer alleinigen Profitgier ausgemacht. Könnten Sie mir kurzerhand erklären was Spekulanten sind und wie das Geschäft derer aussieht. Gern wie für einen Schüler erklärt.

    Frank Meier | 18. Oktober 2011 | 22:33 | Antworten
    • Sie können mit auf steigende- und fallende
      Preise *natürlich auch bei Lebensmitteln* “wetten”
      Wenn mit riesigen Summen gezockt wird, bewegen sich
      die Preise entsprechend.
      Solche Spekulation tötet!!

      Ich fahre im November wieder nach Afrika und lade jeden gerne ein mitzufahren.

      Roland Schmidt | 18. Oktober 2011 | 22:51 | Antworten
      • Sie können mit auf steigende- und fallende Preise auch beim Kupfer wetten. Der Einfluss ist jedoch gering, sie erhöhen die Macht der Spekulanten um Ihr Weltbild zu retten. Es sind deren Knappheit und die gleichzeitig hohe Nachfrage auf dem Weltmarkt der den hohen Preis ausmacht.

        Gleichwohl verhält es sich mit den Nahrungsmitteln. Die Effizienz der Nahrungsmittelindustrie in Afrika ist irgendwo seit den 1960 stehen geblieben. Dazu kommen Jahrzehnte lang behinderter Ausbau der Infrastruktur. Die Nahrungsmittel kommen ja teilweise nicht mal zum Empfänger und verrotten auf den Feldern. Von Lagerung und Logistik wollen wir hier gar nicht anfangen. Dafür bräuchte es Anleger, aber die sind ja böse. Vielleicht hilft ja die KP mit einem Fünfjahresplan?

        Frank Meier | 18. Oktober 2011 | 23:01 | Antworten
        • @Frank Meier: was die erwähnte Effizienz angeht, voll einverstanden. Nur ein markantes Beispiel. Ostafrika (besonders Kenia, das heutige Uganda usw.) kannten zu Kolonialzeiten überhaupt keine Nahrungsprobleme. Das relative Einkommen und die persönliche Versorgung waren höher bzw. besser als heute. Ein Skandal ! Will damit nur auf den Niedergang im Agrarsektor hinweisen, den die korrupten nationalen Regime auf dem Gewissen haben.
          Und Ostafrika ist kein Einzelfall. Die Beispiele sind Legion: man denke nur an das ehemals reiche Simbabwe (ex-Rhodesien), welches seine Nachbarländer einst mitversorgen konnte, seit der Mugabe-Ära aber zum Armenhaus wurde.

          Ramses | 19. Oktober 2011 | 00:34 | Antworten
          • Diese Weisheit zieht sich durch den gesamten Kontinent. Afrika ging es noch nie so schlecht wie heutzutage. Trotz oder vor allem dem westlichen Milliarden an Entwicklungshilfe seit den Ende des zweiten Weltkrieges geschuldet. Bedingungsloses Kapital welches auf Schweizer Nummernkonten landete, Diktatoren alimentierte oder schlichtweg in Waffen investiert wurde. So kann sich keine Volkswirtschaft nirgendwo entwickeln.
            Hinzu kamen moralisches Gewissen á la Kleiderspenden um auch noch die letzte intakte Wirtschaft vollends zu ruinieren.

            Was es braucht sind Investoren, Handel und Zugang zu unserem Markt.

            Frank Meier | 19. Oktober 2011 | 00:52 | Antworten
          • Es braucht nicht vorrangig Investoren und Zugang zu unseren Märkten. Ein Ende der Subventionen für Agrarexporte um deren einheimische Produkte konkurrenzfähiger zu machen, eine gerechtere Bezahlung der Rohstoffe und Dienstleistungen, keine ausbeuterischen Verträge mit Eliten um billige Waren und Rohstoffe importieren zu können, keine Verlagerung von umweltschädigenden Produktionen um Auflagen bei uns zu umgehen, kein Export von Sondermüll als kostengünstige Entsorgungsalternative, kein Vertrieb von verbotenen Chemieprodukten in diese Länder, dass ist es was es braucht. Von den Investitionen in Waffen profitieren vorrangig die großen Exportnationen. Sie werden mit billigen Rohstoffen bezahlt. W I R brauchen den unbeschränkten und von uns diktierten Zugang zu I H R E N Märkten.

            Organisationen wie “Miserior” oder “Brot für die Welt” unterstützen Projekte wie “Hilfe zur Selbsthilfe”, die zur Existenzgründung in Kleinstbetrieben beitragen (anders als die offizielle Entwicklungshilfe der Bundesregierung, die an die Regierenden für Prestigeprojekte gezahlt wird). Spenden für diese Organisationen sind gut angelegtes Geld, das den Menschen vor Ort nützt. Nicht Kleiderspenden sondern unsere Gier (Geiz ist geil) durch die Ausbeutung über Niedrigstlöhne ruinieren die Wirtschaft in den ärmsten Ländern!!! Dazu kommt: W I R bestimmen die Preise (auch für die Lebensmittel) durch unser Verhalten incl. der Macht unserer Finanzmärkte.

            Bodo Wagner | 19. Oktober 2011 | 06:40 | Antworten
          • Freilich bin ich kein Freund der Subvention, bei Leibe nicht, Aber deswegen werden ausländische Agrarprodukte nicht billiger.

            Und bei … gerechtere Bezahlung der Rohstoffe … kippe ich aus den Latschen, den es ist auch nur wieder eine Aneinanderreihung der üblichen Floskel von DGB bis hin zu Brot für die Welt.

            Frank Meier | 19. Oktober 2011 | 09:14 | Antworten
  24. Da hilft weder Kommunismus noch Kapitalismus, nur Anlegerstreik, soweit sie über ihre Anlagenziele überhaupt aufgeklärt werden und neben der Gier noch ein Fünkchen menschlicher Verantwortung verspüren.
    Für mich ist klar: Spenden anläßlich von Hungerkatastrophen oder Naturgewalten werde ich niemandem mehr empfehlen, die Hilfsorganisationen müssen überteuerte Lebensmittel kaufen (wer glaubt, die Lebensmittel werden aufrgrund der Fonds nicht überteuert, muß naiv sein), Kindern wird mit rührenden Bildern im Fernsehen das Taschengeld entlockt, während sich die deutschen Banken am Elend anderer bereichern. Meine Abscheu ist unbeschreiblich, die Proteste gegenüber dem Bankensystem immer wichtiger.

    Muecke | 18. Oktober 2011 | 22:36 | Antworten
    • Der Handel mit Nahrungsmittel, auch an der Börse existiert nicht erst seit gestern. Und es werden seit jeher Investoren, Händler, Abnehmer und Spekulanten benötigt um überhaupt aktiv Anbau und Handel betreiben zu können. Heutzutage produzieren in DE 10 Prozent der Einwohner die Nahrung für 100 Prozent Bevölkerung. Was für eine Effizienzsteigerung in nicht einmal einhundert Jahren. Eine logische Folge von Entwicklung und Arbeitsteilung.

      Es ist schon unglaublich, das viele in einem Land leben aber die einfachsten Grundregeln des Marktes der dort stattfindet nicht verstehen können oder wollen.

      Was den Spendenmarathon mit Kinderkulleraugen angeht so stimme ich ihnen zu. Almosen waren noch nie förderlich im Abbau von Hunger und Elend.

      Frank Meier | 18. Oktober 2011 | 22:52 | Antworten
    • Kindern wird mit Fernsehberichten kein Taschengeld entlockt.
      Stimmt. Wir versuchen Schulpartnerschaften zu begründen.
      Die Kinder schreiben sich gegenseitig. Jedes Kind hat einen
      Brieffreund. Diese Kinder werden sicher nicht mit dem
      Hunger ihrer Freunde spekulieren.

      Roland Schmidt | 18. Oktober 2011 | 22:57 | Antworten
      • Eine löbliche Idee Brieffreundschaften zu knüpfen. Viel Glück und Erfahrungen über den Tellerrand sei den Kindern gewünscht.

        Aber der Spendenmarathon kommt. Spätestens drei Wochen vor dem 24. Dez wird kaum ein Werbeblock davon ausgenommen sein. Und wie immer werden auch Schüler in den Schulen angehalten sein in den Familien als billige Spendeneintreiber den Klingelbeutel zu schwingen. Und kaum einer wird sein Kind in Verlegenheit bringen wollen und der Schule die Leviten lesen.

        Frank Meier | 18. Oktober 2011 | 23:07 | Antworten
      • Ich gehe konform, denn seit dem Tzunami in Thailand unterstützen wir konkret ein Waisenhaus, wir kennen den unermüdlichen Leiter, erhalten regelmäßige Berichte, inzwischen sogar erfolgreiche Schul- u. Studienabschlüsse.Da weiß ich einfach, wo Spenden sinnvoll sind, sie leiden keinen Hunger, werden gefördert. Vielleicht könnten einige Kinder lieber auch nepalesischen Kindern ihr Taschengeld für eine Augenoperation durch die dortige Mission ermöglchen. Was ist denn aus Haiti geworden? Wo bleiben da die Banken und die Hilfsorganisationen? Das ist der gleiche Schrei wie heute: Entsetzen und Hilflosigkeit

        Muecke | 18. Oktober 2011 | 23:38 | Antworten
        • Haiti ist eine endlos traurige Geschichte. Die erforderlichen Mittel und Spenden gab es (nach Anlaufschwierigkeiten) in mehr als ausreichendem Maße. Der jetzige Präsident mußte kürzlich vor laufenden Kameras eingestehen, daß niemand weiß in welche Kanäle die internationalen Millionenspenden verschwunden sind. Noch Fragen ?

          Ramses | 18. Oktober 2011 | 23:57 | Antworten
  25. Es ist echt Zeit zu handeln. Ich habe große Achtung vor den zeltenden Demonstranten. Ich weise schon seit 2009 darauf hin, dass der börsliche Handel mit Lebensmittelwerten aufhören muss. Ich habe sogar die Energiewerte mit eingeschlossen. Mindestens drei Jahre wissen die Politiker, was abgeht. Steinbrück halte ich für sehr intelligent. Heute kritisiert er die Bundesregierung, Mit Rot-Grün hat diesen Handel mit Leerwerten eingeführt. Es graift sich jeder selbst an seine Nase.

    Ich überlege auch vor die Banken zu ziehen. Es müssen genauso viele werden, wie in Amerika. Es musst endlich Schluss damit sein, dass wir Bürger uns alles gefallen lassen.

    Die Politik beruhigt wider besseren Wissens. Jetzt ist es Zeit, auch die Verantwortung zu übernehmen.
    Auch der Privatmann neigt zur Lüge, wenn er nicht mehr weiter weiß. Also wehret dem Ende. Kein Griechenland, keine Schuldenübernahme, Zeit für Pleiten und zwar rigoros. Wir müssen wieder nach vorn schauen können. Meine Kinder sind ebenfalls verunsichert. Sie und auch noch ihre Enkel, werden mit diesem Scherbenhaufen leben müssen. Handeln wir doch verantwortungsvoll und nicht gedankenlos.
    OCUPIE Hamburg
    und macht alle mit. Jeder 1x im Monat und wir werden mehr! Es wird ein langer Weg und wir halten durch.

    wolf@57 | 18. Oktober 2011 | 22:36 | Antworten
    • Ein langer Weg. Wohin? In die blühende Phantasie? Oder in Ziele die niemend nennt, weil er sie nicht kennt? Es ist richtig, wenn man etwas ändern will, aber dann muß man auch ehrlich sagen, was wie geändert werden soll und was dabei dann herauskommt. Den Handel abschaffen? Gewinnstreben abschaffen? Das bedeutet zurück zu den Neandertalren (keine Währung). Handel und Gewinnstreben gibt es bereits seit der Steinzeit und spekuliert wurde schon bei den alten Ägyptern. Wer so etwas ernsthaft fordert muß der gesamten Menschheit eine totale Gehirnwäsche verordnen.

      Julius Cäsar | 18. Oktober 2011 | 23:25 | Antworten
      • Na Ja, Cäsar, welcher Gehirnwäsche hat Dich Kleopatra unterzogen, erinnerst Du Dich?

        Muecke | 19. Oktober 2011 | 00:03 | Antworten
        • Und welcher bei Dir?
          Es gab eine Zeit in der die Menschen in Polen und anderen Ostblockstaaten vor leeren Geschäften Schlange gestanden haben. Daran waren sicherlich auch die Deutsche Bank und Spekulanten Schuld … merken Sie auch oder?

          Frank Meier | 19. Oktober 2011 | 00:08 | Antworten
          • Die lehren Geschäfte im Osten, waren wohl das Resultat, der Ausfuhr von Ostprodukten gegen harter Deviesen,was auch über Banken geregelt wurde.@Frank Meier

            M.G. | 19. Oktober 2011 | 18:54 | Antworten
          • Oha! Dann wäre es ja ein leichtes gewesen, die Transporte in den Westen zu stoppen und den größten Hunger abzuwehren, immerhin herrschte in Polen zu der Zeit das Kriegsrecht. Wäre für Jaruzelski sehr leicht gewesen ein paar Wurstlaster umzudeklarieren. Merken Sie auch oder?

            Ein anderes Beispiel wie Zwangsbeglückungsmärkte ohne Börsen, Spekulanten und freien Handel funktionieren kann, sieht man, wenn man denn will in der Hungersnot 1932–1933 in der Ukraine, auch Holodomor genannt.

            Frank Meier | 20. Oktober 2011 | 15:50 | Antworten
  26. @ Julius Cäsar: Genau das ist leider auch die Methode, mit der neue Ideen – auch durch die Banken – bekänmpft werden: Wenn ihr was ändert, werdet ihr schon sehen, dass alles zusammenbricht und wir ganz schnell in der Steinzeit landen. Mit dem Unsinn haben wir uns lange genug Angst machen lassen. – Was geändert werden soll, wird doch klar angesagt: Regulierung. Was dabei heraus kommt, auch klar: Ein Ende der Preistreiberei.
    Wer hat davor eigentlich Angst außer denen, die sich auf Kosten anderer bereichern?

    Jo Kip | 19. Oktober 2011 | 00:09 | Antworten
    • …, und die (Spekulanten) die auf Kredit über (die Massen ;) ) leben,
      sind wie selbstverständlich auch ? Systemrelevant ;)

      Bernhard | 19. Oktober 2011 | 22:40 | Antworten
      • Ja. Die haben ihre eigene Systemrelevanz hergestellt. Nun verteidigen sie sie vehement. Arbeitsplatzsicherungsmassnahme nennt sich sowas wohl.

        Wer schickt auch schon Moral und Anstand voraus, wenn es um die Art und Weise des Geldverdienens und damit des Broterwerbs geht (der Mensch lebt schliesslich nicht nur vom Brot allein)? Ich, ich mache das. Du kannst Dir sicherlich vorstellen, wieviel Verständnis ich damit bei meinen ehrenwerten Mitmenschen ernte. Übrigens auch von anderen Veganern, Vegetariern oder eingefleischten Pazifisten.

        Die Katze aus dem Sack | 19. Oktober 2011 | 22:52 | Antworten
  27. Es waren Politiker die meinten das Banken systemrelevant wären. Allen voran Landesbanken und deren Tochtergesellschaften. Es wäre schön gewesen diese in geordnete Insolvenzen zu zerschlagen, leider sind die Feuerwehrleute auch hier die Brandstifter.

    Frank Meier | 19. Oktober 2011 | 00:32 | Antworten
    • Ich bin erstaunt über Ihre Aussage, die Landesbanken und ihre Tochtergesellschaften (welche?) wären vorrangig systemrelevant und müssten zerschlagen werden. Sind Sie Mitarbeiter einer Privatbank oder plappern Sie unqualifiziert irgendwelche Meinungsmache nach?

      Ich gebe zu, einige Landesbanken sind dem allgemeinen Größenwahn verfallen und meinten sie könnten wie die großen Privatbanken als Globalplayer auftreten. Sie haben aber vorrangig im Rahmen einer landespolitischen Strukturpolitik Finanzierungsaufgaben für die mittelständische Wirtschaftsförderung übernommen. In sofern waren sie lokal tatsächlich systemrelevant.

      Politiker haben ihre Aufsichtspflicht verletzt! Das ist richtig. Im Rahmen der Finanzwirtschaft hat die Politik aber insgesamt versagt. Europaweit wurden in den vergangenen Jahren gesetzliche bzw. aufsichtsrechtliche Vorgaben verwässert oder abgeschafft.

      Die Vorstände der Landesbanken haben sich leider an Herrn Ackermann und seiner Deutschen Bank orientiert. Selbst das kleinste Institut meinte, die Vorgabe von 25% Kapitalverzinsung wäre d a s erstrebenswerte Ziel, was von den renomiertesten Wirtschaftsinstituten bestätigt wurde. Der Totengräber der IKB war das Vertrauen auf die Integrität der größten Bank Deutschlands. Diese hat es verstanden ihre toxischen Papiere an unbedarfte Vorstände weiter zu verkaufen und ist dadurch ziemlich unbeschadet durch das Jahr 2008 gekommen. Also ist das Problem nicht die Organisationsform des Instituts sondern das Problem unfähiger, hochbezahlter Vorstände und ihrer noch unfähigeren Aufsichtsgremien!

      Nach den bisherigen Erfahrungen frage ich mich: welche Qualität haben eigentlich die Witschaftsinstitute und wie weise sind die “Wirtschaftsweisen”? Ganz zu schweigen von den Ratingergebnissen der Ratingagenturen in der Vergangenheit. Das was jetzt als Begründung für Herabstufungen angeführt wird sind keine neuen Erkenntnisse sondern Schnee von gestern!

      Bodo Wagner | 19. Oktober 2011 | 05:12 | Antworten
      • Ich bin nicht der Meinung das Banken systemrelevant sind. Es waren Politiker die Konkurse bei Banken zu verhindern versuchen.

        Das Landesbanken ihre landespolitische Strukturpolitik für den Mittelstand aufgeben hat ist doch kein Geheimnis. Die Frage ist wer hat sie ermutigt GlobalPlayer zu werden. Rot-Grün vielleicht? Zumindest in deren Legislaturperiode … recherchieren Sie mal.

        Das sich deren Vorstände an Herrn Ackermann und seinen Renditen orientieren ist zwar löblich, führt jedoch in einem strukturell anders aufgebauten Unternehmen schnell in die Irre. Wenn dann im Aufsichtsrat Politiker (z. B. Lafontain) statt Banker sitzen wird es schnell kriminell. Albern wird es, wenn man Herrn Ackermann dafür die Schuld zu geben versucht.

        Was die Wirtschaftsweisen angeht frage ich mich allerdings auch was der wiederkehrende Oraklebschwörungsdienst soll. Ebenso unglaublich der Ifo-Index. Was für lächerlicher Meinungsterror.

        Frank Meier | 19. Oktober 2011 | 09:35 | Antworten
  28. ich glaube, Selbstjustiz ist in diesem Land mit gutem Grund verboten ^^
    Und es muss ja auch einen Grund haben, warum man die wahren Übeltäter gar nicht mehr in Frankfurt auf dem Parkett sieht … der Digitalisierung sei Dank können die ja völlig unerkannt agieren.
    Aber vielleicht öffnet das Volk irgendwann mal die Bankakten, wie einst die Stasiakten ;o)
    Und dann können diese Übeltäter nur hoffen, dass sich auch jeder verarmte Bürger an das Selbstjustizverbot hält ^^

    Michael | 19. Oktober 2011 | 01:55 | Antworten
  29. Es macht doch überhaupt keinen Sinn mehr, über einzelne Segmente dieser _globalen, von Menschen gemachten Katastrophe_ zu diskutieren.
    Wir betrachten doch hier wieder nur eines der vielen Wahnsysteme, welche wir stets aufs Neue aufbauen, fördern und stabilisieren.
    Es gibt doch bei uns nichts mehr was nicht völlig entartet und dekadent ist. Ja, man kann eigentlich nur noch von _Wahnsystemen_ reden.

    Diese Wahnsysteme haben ihren Ausgangspunkt in dem unsäglichen _Parteiunwesen_ und in dem daraus resultierenden verantwortungslosen Handeln von Politikern – und der tumbe Mob wählt dieses verantwortungslose Pack, dessen Handeln nur noch auf das Überleben von Legislaturperioden ausgerichtet ist, stets aufs Neue.

    Aber, Wahnsysteme sind bekanntlich dadurch gekennzeichnet, dass sie zugrunde gehen!

    Wir werden es erleben – und wir haben es so verdient!

    Gruß D. Ackermann

    Dieter Ackermann | 19. Oktober 2011 | 02:04 | Antworten
    • .. kann sein, das Ich das nicht ganz verstanden habe ..

      Aber nicht alle Banken sind schlecht .. oder gar Schändlich.

      Immer nach den Fakten und Tatbeständen .. handeln und verurteilen.

      Wenn eine Bank, andere Banken gefährdet, durch Spekulation.
      Dann liegt ein Tatbestand vor. Bis dort hin .. keep cool.

      Gruß
      bcstony

      P. Degoulange | 19. Oktober 2011 | 10:07 | Antworten
  30. 1965 habe ich meine Ausbildung zum Bankkaufmann begonnen. 1966 haben wir in der Berufsschule im Bereich der Volkswirtschaftslehre Planspiele betrieben, wie die damals größten Kreditinstitute der westlichen Industrienationen durch koordinierte Maßnahmen ganze Staaten finanziell trocken legen können. Das war vor 45 Jahren und nur ein Gedankenspiel. Das, was heute machbar und teilweise bereits Realität ist, war für uns Science-Fiction wie Orwells 1984. Sowohl die Inhalte unserer als auch der orwellschen Gedankenspiele sind nur durch allgemein anerkannte Werte und Normen über nationale Gesetze und internationale Vereinbarungen zu verhindern. Die derzeitigen Diskussionen über die Banken- und Finanzkrise sowie den Bundestrojaner sind für mich ein Indiz, wie wichtig und dringend eine e r n s t gemeinte Regulierung dieser existenziellen Bereiche ist.

    Sicher, auch Warenterminmärkte waren bereits 1966 ein Thema in der Ausbildung. So wie die Arbitragegeschäfte auf den Devisenmärkten waren sie als Regulativ in der Preisbildung positiv besetzt. Auf die Idee, das über Optionsgeschäfte auf die Zukunftsentwicklung von Lebensmittelpreisen spekuliert werden könnte, sind wir nicht gekommen. So perfide konnten wir einfach nicht denken. Dass die Deutsche Bank an vorderster Front mitmischt wundert mich nicht. Irgendwoher müssen schließlich die angestrebten 25 % Kapitalverzinsung kommen. Entsetzt bin ich darüber, das die Gruppe der öffentlich rechtlichen Kreditinstitute (Sparkassenorganisation) bei diesem unmoralischen Spiel mitmacht!!!

    Meine Berufsschulklasse war eine gemischte Klasse, in der alle Bankengruppen vertreten waren. Wenn die Auszubildenden der Deutschen Bank oder der Commerzbank voller Stolz darauf verwiesen, dass sie bei einer “richtigen” Bank arbeiteten war ich stolz darauf bei einer Sparkasse beschäftigt zu sein: der Region verpflichtet, nicht auf Gewinnmaximierung ausgerichtet, durch gesetzliche Regelungen daran gehindert über eigene Wertpapiergeschäfte spekulativ tätig zu werden (daher mündelsicher), Dienstleister am Menschen (Gründungsgedanke war, den “einfachen Leuten”, die die Banken nicht haben wollten, Bankgeschäfte zur Verfügung zu stellen). Allenfalls die Genossenschaftsbanken konnten (Kunden = Anteilseigner und damit am Erfolg beteiligt) meinen moralischen Vorstellungen genügen. Heute denke ich, ich erzähle ein Märchen aus grauer Vorzeit: Es war einmal …

    Ich hoffe, das Märchen findet ein positives Ende: die Erkenntnis, dass Marktwirtschaft ohne Moral a l l e n schadet (langfristig selbst den Spekulanten) und dass sich das Bewußtsein durchsetzt, dass man Geld nicht essen kann. Geld ist nur ein allgemein anerkanntes Tauschmittel für reale Güter und Dienstleistungen. Dieses Tauschmittel funktioniert nur, solange es akzeptiert wird (wie die Zigarettenwährung der Nachkriegszeit zeigt).

    Bodo Wagner | 19. Oktober 2011 | 02:53 | Antworten
    • Sehr gute Begründung; Diese 25 % Kapitalverzinsung sind nur möglich geworden, weil hier alles subventioniert wird. Ohne Sub. würde hier das Brot 10 € kosten.

      Sania | 19. Oktober 2011 | 11:01 | Antworten
  31. manchmal kriegt man ja den Krampf wenn man mitbekommt, welche Moderatoren auch das ZDF so auf die Zuschauer losläßt: aktuelles Interview Dominik Rzepka vom ZDF-Hauptstadtstudio mit CDU-Urgestein und Parteiquerdenker Heiner Geißler zum Thema Banken. Rzepka spricht dabei ua. von einer Elite und setzt diese gleich mit: jung, männlich, die zudem Facebook und Twitter benutzen kann. Hä ? Dachte immer Elite hätte was mit herausragenden Qualitäten zu tun. Neue Lesart bzw. Definition laut Rzepka also: keinesfalls weiblich, Facebook- und Twitter-Kenntnisse, das langt völlig um in die Elite eingereiht zu werden. Vermutlich das einzige was er selbst kann und daß er männlichen Geschlechts ist, wahrscheinlich auch eigenes Verdienst; naßforsch hat er allerdings vergessen (passiert schon mal). Diesem Klugsch…… scheint ent-gangen zu sein, daß heutzutage fast jeder (ja, auch die Mädels) ab 12 Jahren Facebook und Twitter mit Links händelt. Liebes ZDF, schick diesen Rzepka doch bitte zur Nachhilfe, damit man ihm die Definition “Elite = Auslese der Besten” beibringt oder aber (alternativ) untersag ihm einfach den Gebrauch von Fremdwörtern.

    Ramses | 19. Oktober 2011 | 03:14 | Antworten
    • Lieber Ramses,

      vielen Dank für Ihren Eintrag. Ich habe ihn leider gerade erst gesehen, sonst hätte ich mich früher gemeldet.

      Ich bezog mich in meiner zweiten Frage an Herrn Geißler auf eine Untersuchung von Thomas Pfeiffer von den webevangelisten. Er hat im Jahr 2009 die Nutzerstruktur deutscher Twitterer untersucht und fast 3.000 Twitterprofile ausgewertet. Sein Ergebnis: Der durchschnittliche Twitternutzer ist männlich, 32 Jahre alt und hat Abitur. Nur etwa 25 Prozent der Twitternutzer sind Frauen.

      http://www.netzpiloten.de/2009/04/01/twitter-nutzer-sind-jung-mannlich-und-medienaffin/

      Mal angenommen, diejenigen, die twittern setzen sich in politischen Fragen durch. Dann stellt sich meines Erachtens die Frage, wie repräsentativ eine solche Entscheidung wäre. Oder zugespitzer gefragt: Setzt sich die Elite durch? Gewinnt am Ende derjenige, der gebildet und gut vernetzt ist und sich organisieren kann? Vor dem Hintergrund der von Thomas Pfeiffer zitierten Zahlen verstehe ich nicht ganz, warum Sie die Verwendung des Begriffes Elite kritisieren.

      Im Übrigen möchte ich Sie bitten, Ihre Kritik demnächst etwas sachlicher und weniger persönlich verletzend zu halten.

      Vielen Dank und beste Grüße,
      Dominik Rzepka,
      ZDF Hauptstadtstudio/ heute.de

      Dominik Rzepka, ZDF | 8. November 2011 | 17:07 | Antworten
  32. Es hat mir schon vor 2 jahre geschockt ein Plakatanzeige der Deutsche Bank am Flughafen zu sehen

    ” Investieren sie In Lebensmittelknappheit”

    Eigentlich kriminell!

    Chris Price | 19. Oktober 2011 | 07:18 | Antworten
    • Investieren sie In Lebensmittelknappheit?
      Können Sie belegen dass dieser Satz irgendwo genau so gestanden hat?
      Wenn es dafür ein Plakat gegeben hat muss es ja dafür irgendwo einen Beleg existieren.

      Ich geh davon aus sie meinen Anzeigen für den DB Platinum Agriculture Euro Fonds oder?

      Frank Meier | 19. Oktober 2011 | 09:51 | Antworten
  33. Danke für diesen Report! Das war noch das i-Tüpfelchen auf der rein zu waschenden Weste aller Börsenspekulanten und Banker! Noam Chomsky hatte recht in seinem Buch “Profit over People” : Diese Leute gehen für jeden geheckten Zinssatz über Leichen!

    Da die Deutsche Bank dabei ganz vorne mitmischt, werde ich mein Konto bei diesem Laden kündigen. Und ich sage denen auch, warum. Auch wenn es die natürlich nicht juckt……….

    Wiedemann Uwe | 19. Oktober 2011 | 08:39 | Antworten
  34. Sehr geehrte Frau Petersen,
    es ist wichtig,dass den Menschen die Augen geöffnet werden und sie aus der “Zuschauermentalität” heraus endlich im kleinen Rahmen Veränderungen vornehmen.Ich selbst lehne seit Jahren die Deutsche Bank als Geschäftspartner ab. Die Bank habe ich wie folgt “umgetauft”:DIE BANK,DIE LEIDEN SCHAFFT anstatt der Werbeslogan Die Bank mit Leidenschaft.Bleiben Sie weiter mit der Recherche am Ball ,selbst,wenn Sie Anfeindungen ausgesetzt sein werden.Es wird Zeit,daß jeder einzelen Bürger wachgerüttelt wird.Einerseits spenden die Bürger um Menschen in der Hungersnot zu helfen und andereseits werden Fonds aufgelegt und Bürgen wollen am Hunger auf der Welt noch verdienen? Wie krank ist das denn??

    Martina Florschütz-Ertin | 19. Oktober 2011 | 09:04 | Antworten
    • Ihr Geld wäre bei der Deutschen Bank wesentlich besser aufgehoben als als Spende irgendeinen Despoten damit zu ermöglichen Waffen zu kaufen. Weiterhin müsste es Sie dann nicht ärgern, wenn mit Ihrer Spende nur sogenannte NGOs von Jahr zu Jahr fetter werden, die Armut in Afrika aber immer weiter zu nimmt.

      Sie lassen sich vor den Karren linker Ideologen, die Frontal21 zu ihrer eigenen PR-Abteilung gemacht, haben zerren.

      Denken Sie doch einmal darüber nach, was in dem Bericht suggeriert worden ist. Spekulanten sind ein wunderbarer Sündenbock, der so schön ablenkt. Ablenkt von den eigentlichen Problemen, die nur schwer zu lösen sind. Eine von der EU eigens in Auftrag gegebene Studie, die die Verantwortung der Spekulanten belegen sollte, genau zu dem gegenteiligen Resultat kommt (1).

      Warum erwähnt man nicht einmal, daß etliche Studien existieren (2), die zu dem Ergebnis kommen, daß es keinen nennenswerten Einfluß von Spekulanten auf die Preise gibt und daß ein Versuch, die Spekulation einzudämmen, unerwünschte wirtschaftliche Kollateralschäden nach sich zöge? Wieso gibt man dem Zuschauer nicht die Informationen an die Hand, die es ihm ermöglichen würden, zu einem eigenen Urteil zu gelangen?

      (1) http://blogs.reuters.com/felix-salmon/2010/12/09/the-eu-debunks-the-debt-speculation-meme/

      (2) http://www.project-syndicate.org/commentary/drechsler2/English

      Frank Meier | 19. Oktober 2011 | 09:46 | Antworten
      • Lieber Herr Meier, die Form Ihres Deutschstils und die Art Ihrer Argumentation in den diversen Beiträgen lassen in mir den Verdacht aufkeimen, dass Sie der rechtspopulistischen Szene nahestehen. Übrigens, Studien vertraue ich nur, wenn ich weiß wer sie beauftragt (bezahlt) hat, welches Datenmaterial zu Grunde gelegt wurde, welchen Hintergrund der/die Verfasser hat/haben, in welchem Zusammenhang die Studie beauftragt wurde und was mit der Studie bezweckt werden soll. Mit Studien läßt sich hervorragend manipulieren! Sie wissen doch: wes Brot ich ess, des Lied ich sing.

        Bodo Wagner | 20. Oktober 2011 | 00:20 | Antworten
        • Danke für Ihre Erheiterung.
          BTW. Der Auftraggeber der erstgenannten Studie war übrigens die EU himself.

          Frank Meier | 20. Oktober 2011 | 15:42 | Antworten
  35. Das Übliche.

    Keine wirklichen Lösungen.

    Die Spekulationen werden nur in der EU verhindert.

    Das wiederliche Schauspiel gaht dann in den USA weiter.

    Karl Letis | 19. Oktober 2011 | 09:09 | Antworten
  36. Gleich auf welche Einschläge vor und hinter ihnen sie sich konzentrieren, ob sie den Begriff „Wirtschaft“ auf dem Sprengkörper haben oder sich „Bank“ auf dem Gehäuse befindet – diese Blendgranaten vernebeln ihnen im wahrsten Sinne den Verstand. Sie tüfteln endlos wer die den abgeschossen hat oder ob der Kanonier den richtigen Winkel einstellte. Wenn ihnen vor 15 Jahren jemand gesagt hätte, dass in nicht allzu langer Zeit ihr Geld einer anderen Währung weichen würde und sich ein religiös Europäisches Gebilde formen würde an deren Spitze sich ein Präsident setzte um von da aus erst Europa danach die ganze Welt in Knechtschaft zu nehmen – hätten sie ihn mit Hohn und Spott überzogen. Die Realisten sollten sich einmal Fragen: auch wenn das aktuelle Chaos gelöst werden würde, wohin treibt diese Welt? Noch gibt es unterschiedliche Währungen, noch säkulare Gebiete und noch haben sich nicht alle den globalen Kontrollmechanismen unterworfen. Wohin also nach der Krise? Bleibt alles so wie es ist, oder wird wie vorher zu erwarten alles unter ein Kommando gestellt? Den Spekulanten sollte ja vorgebeugt werden damit sich so was ja nieeee wiederholt! Also…wohin geht die Reise?
    .
    .
    susi

    susi bibelmaus | 19. Oktober 2011 | 09:42 | Antworten
    • Wenn sich die Reiseleitung nicht ändert, führt sie uns noch tiefer in den Abgrund.

      Die Katze aus dem Sack | 19. Oktober 2011 | 13:09 | Antworten
      • Tiefer als bis unter der Erde kann uns die EUkriese mit Reiseleitung auch nicht führen,denn ewig lebt keiner.@Die Katze aus dem Sack

        M.G. | 19. Oktober 2011 | 19:14 | Antworten
    • Diese Frage verstehr ich überhaupt nicht. Insbesondere verstehe ich nicht, wie man so eine Frage stellen kann. Die Antwort steht doch schon längst in der Bibel. Oder etwa nicht?

      Julius Cäsar | 19. Oktober 2011 | 15:22 | Antworten
  37. .. Lebensmittelspekulation macht reich. Und arm ..

    .. Ja das Stimmt ..

    Reich auf dem Konto .. aber arm im Herzen
    Wenn man Menschen verhungern läßt, um Geld zu verdienen, dann ist sind alle Verhandlungen, unnötig.

    Kommt man, einmal Straf-Frei davon, tut man “ES” immer wieder.
    Schande über die,…

    .. die ihr Geld, mit dem Tod, anderer Menschen verdienen ..
    So etwas, Jahrzehnte lang, mit angesehen zu haben, macht UNS und die Spekulanten “schuldig”..!

    Erinnert mich an den Holocaust, im zweiten Welt-Krieg.
    Viele wußten “ES” .. keiner tat was.
    Die Angst vor den Tätern ist so groß, das man schweigt.
    Naja,..
    zumindest war das mal so..!!!

    Am Anfang des 21th Jahrhunderts, erhoben sich die Menschen, gegen das System und die Banken.
    Das Volk verstand und sah “ES” ein, das die Politik, schon versklavt war, und “kämpften” diese Politik, wieder frei. Dann wendetet sich das Blatt, und skrupellose Geschäfte-Macher, verloren ihr Gesicht und alles, was Sie besaßen.
    So sollte “ES” laufen..! Naja eine Traum-Vorstellung.

    Gruß
    bcstony

    P. Degoulange | 19. Oktober 2011 | 09:46 | Antworten
  38. Konten bei der Deutschen Bank auflösen … tolle Idee!
    In Griechenland streiken ja heute auch die Banken, weil sie sich selbst nicht mehr sehen können?
    Schauen sie sich doch Griechenland an. Dort passiert nichts mehr. Es wird nicht mehr gearbeitet, der Müll stinkt zum Himmel und die Schulden werden immer grösser. So kann man keine Krisen bewältigen! Doch linke Populisten und Gewerkschaften heizen weiter ein. Das soll der Weg in die Zukunft sein? Nein Danke!
    Und Sie können sich immer wieder neue Feinbilder schaffen – Es ändert nichts!
    Sie können Hilfkonvois organisieren und “Lebensmittel” liefern, es hilft nichts! Von den “kranken” Lebensmitteln wird man zwar vorübergend satt, aber nicht gesund sondern krank. Und die armen Hungernden können sich nicht mal wehren, denn sie bekommen nichts anderes! Die Welt (auch die WHO) weiss dass und auch, dass bis zu 80% der Volkskrankheiten (Herzkrankheiten, Bluthochdruck, Diabetes, Alzheimer, auch Krebs und viele andere)vermeidbar wären, wenn …
    Doch das ist ja nicht populär und deshalb hört man es nicht. Man meint den Sack und schlägt den Esel! Dafür nimmt man dann auch gern den selbstverliebten alten Mann Heiner Geissler von der Attac als Alibi. Was ist das nur für ein Theater.
    Nun hat man in der EU wenigstens die Möglichkeit der Patenterteilung auf menschliche Embryonen verboten. Wenn man nun noch die Patente auf Lebensmittel verbieten würde, dann wär man einen nächsten Schritt weiter.
    Ich kann nur nochmals raten: Schaut Euch den Film zur Ernährungssituation an (Good Food, Bad Food), dann ist Euer Erkenntnisstand bestimmt ein anderer.
    Im übrigen: 80% der Bevölkerung kennen nichts anderes als Zeit gegen Geld zu tauschen und werden dabei immer “Ärmer”, denn ihre Zeit ist immer weniger Wert – es gibt einfach zu viel davon auf der Welt!

    Peter Pink | 19. Oktober 2011 | 09:50 | Antworten
  39. Treffende Analyse von Frau Petersen. Sie hat nur einen Grund des Hungers ausgelassen, einen Grund der schon vor dem Beginn von Nahrungsspekulationen besteht: den Irrtum der Bürger durch Geburten ihren Wohlstand zu sichern. Das verschlimmert das Problem.

    Matthias | 19. Oktober 2011 | 09:51 | Antworten
    • .. der Grund für den Hunger ..

      Man .. die haben nichts zu Essen, weil da, wo das Essen angebaut werden sollte, Minen und Blindgänger liegen.
      Und von den mageren Kühe die “es” dort gibt, kann man auch kein McDonald aufmachen.
      Statt Essen an zu bauen und Viehzucht .. werden Diamanten und Gold gefördert. Die Minen liegen meist da, wo Bodenschätze oder Taktische Stellungen liegen.

      Um die Menschen dort .. schert sich, “kein Mensch”

      Und der Hunger dort .. ist Dein Ehering hier.

      Gruß
      bcstony

      P. Degoulange | 19. Oktober 2011 | 10:16 | Antworten
  40. Würden hier die Lebensmittel nicht subventioniert werden, dann wäre unsere Nahrung auch unbezahlbar. Sehr problematisch sind auch die Gen-Manipulationen von Nahrung s. Greenpeace-Link. Das Trojaner-Beispiel in TOLL war gut gut.

    Sania | 19. Oktober 2011 | 10:27 | Antworten
    • .. “ES” ist ein Unterschied ..

      .. ob man für 80 Mio Menschen oder für 100 Tausend Menschen einkauft, denk mal nach ..

      Gruß
      bcstony

      P. Degoulange | 19. Oktober 2011 | 19:27 | Antworten
  41. Der Grund für den Hunger?
    Tatsache ist, dass die Bauern und Viehzüchter dort nicht überleben können, weil Nahrung die aus dem Ausland viel billiger angeboten wird als ihre eigenen Produkte. Dazu kommt, dass sie das gekaufte oder auf anderen Wegen(Solispenden)erhaltene Saatgut nicht zur Erzeugung von neuem Saatgut einsetzen können, da dieses Getreide für die Saatgutgewinnung ungeeignet ist. (Ähnlich wie unser Grünmasse-Mais)Damit ist der Bauer gezwungen neues Saatgut zu kaufen. Nach einer Missernte eine Unmöglichkeit. Die aus dem Ausland kommende Nahrung ist teilweise ungeeignet diese Menschen (z. Bsp. in Afrika) zu ernähren, da sie diese Nahrung nicht vertragen. Daher lagern auch tonnenweise Nahrungsmittel in Lagern und auf Flugplätzen bis sie engültig vergammelt sind. Und so beginnen diese endlosen Kreisläufe, die zu einer immer weiteren Verschärfung der Situation führen. Ich könnte das noch ausführlicher darlegen, doch die Zeit reicht dazu nicht. (Auch ich muss Zeit gegen Geld tauschen und für diese Zeit bekomme ich kein Geld!)

    Peter Pink | 19. Oktober 2011 | 10:34 | Antworten
  42. Ach, und für die Kontotauscher noch einen Rat.
    Löst die Konten bei den deutschen Banken auf und legt es auf eine türkische Bank. Dort ist es sicher!
    Denn wenn die Anarchie in Europa (wie in Griechenland) erreicht ist, dann erhören 650.000 türkische Reservisten den Ruf zur Mobilmachung. Dann hat der Islam in Europa ohne ernsthafte Auseinandersetzung gesiegt. Und dann tauschen wir in Europa eine Stunde Zeit (wie in China) gegen 0,80 EUR Geld.
    Ach nein, in der Türkei gibt es ja wenigstens schon 1,25 EUR Geld für eine Stunde Zeit. (Den Mehrgewinn bekommen aber auch nicht die Hungernden – den kriegt dann die türkische Bank)
    P.S.: bitte nicht übertrieben ernst nehmen – als Denkanstoß schon

    Peter Pink | 19. Oktober 2011 | 10:48 | Antworten
  43. @ alle

    Bei allem Respekt für das Engagement der Teilnehmer in diesem Blog …

    Ich glaube, auch diese Diskussion wird nicht zu Änderungen führen.
    Natürlich bin ich gegen das Spekulieren mit Währungen, mit wichtigen Rohstoffen und (wie hier) mit Nahrungsmitteln. Da stimme ich allen Teilnehmern zu. Wir sind also einer Meinung. Und nun?

    Wenn ich meine Meinung hier im Blog einstelle, dann weiß ich, dass ich nichts ändern werde. Ich mache mir „Luft“. Das ist gut für meine Gesundheit.
    Der Mutter, die in den Hungergebieten dieser Welt heute ihre Kinder sättigen will, habe ich nicht geholfen. Eine Perspektive für morgen habe ich ihr auch nicht gegeben.
    Na ja, wer kennt schon diese Mutter und die unterernährten Kinder persönlich – alles anonym!

    Nicht anonym für uns sind unsere Bundeskanzlerin, unser Finanzminister und unser Wirtschaftsminister. Wer ist eigentlich Entwicklungshilfeminister? Ist mir entfallen.
    Dann wenden wir uns doch an diese „Angestellten“. Wir haben sie per Wahl beauftragt, für uns zu handeln.

    Ein Verbot für Spekulationen (besonders für Nahrungsmittel) braucht es nicht.
    Eine hohe Steuer auf Gewinne aus Spekulationen täte es auch. Wir müssen nicht auf eine europäische oder globale Vereinbarung warten. Das können wir als Nationalstaat selbst angehen. Nach deutschem Steuerrecht unterliegen sämtliche inländischen und ausländischen Einkünfte der deutschen Einkommensteuer. Wer nicht im Inland seinen ständigen Aufenthalt haben will, der soll gehen. Leute, die dieses System nur für Ihre egoistischen Zwecke gebrauchen wollen, die „brauchen“ wir nicht!

    Im vorhergehenden Blog habe ich über das „Haben-Wollen“ geschrieben.
    Der Teilnehmer „@Die Katze aus dem Sack“ hat sich gegen meine Verallgemeinerung verwahrt. Natürlich gibt es auch Menschen, die nichts haben wollen.
    Echte Katzen sind offensichtlich anders.
    Ich erinnere mich an eine Karikatur (früher regelmäßig im STERN erschienen – vielleicht immer noch):
    Die Katze sitzt auf dem Stuhl vor dem Schreibtisch des Personalchefs.
    Sie sagt: „Ich will mehr Mäuse“.
    Ein kleiner Scherz – jetzt mache ich den Sack wieder zu.

    Ich muss leider schließen. Das Mittagessen ist fertig. Es gibt Schweinebraten.
    Schweine werden nachhaltig produziert. Sie wachsen „immer schneller“ nach!

    Einen freundlichen Gruß aus Eisenach – Mahlzeit

    Heinz Sahl - Eine Stimme aus Thüringen | 19. Oktober 2011 | 12:53 | Antworten
    • Die Katze hat nie nach mehr Mäusen verlangt. Sie wurden einfach übergeben. Jedes Jahr mehr. Oh – selbstverständlich habe ich mich dagegen nicht gewehrt. Hätte ich das tun sollen?

      Ich esse gar kein Fleisch. Allerdings würde ich auf Fleisch zurückgreifen, wäre ich dazu gezwungen. Dann wäre es mir auch ganz egal welches Fleisch. Absolut egal.

      Die Katze aus dem Sack | 19. Oktober 2011 | 13:05 | Antworten
      • @ Die Katze aus dem Sack | 19. Oktober 2011 | 13:05

        Ja, mein Lieber (Sie sind doch ein Mann? – Mit fremden Frauen darf ich nicht reden).
        Ihren Humor vorausgesetzt musste ich dieses „Katzenbeispiel“ bringen.
        Sie sehen mir das nach?

        Der Tenor, wenn auch zum Ende meines Beitrags erwähnt, liegt auf den „Schweinen“.
        Aber, das ist Ihnen nicht entgangen.

        Einen freundlichen Gruß aus Eisenach.

        Heinz Sahl - Eine Stimme aus Thüringen | 19. Oktober 2011 | 13:21 | Antworten
        • Mal ganz ehrlich wieviel Schweinen haben Sie denn mit ihrem Mittagessen eins übergebraten,Herr Heinz Sahl
          Mit den besten Grüßen aus HVL
          @Heinz Sahl-Eine Stimme aus Thüringen

          M.G. | 19. Oktober 2011 | 19:27 | Antworten
        • Wir kommen schon klar, Heinz. Kannst mich übrigens Dutzen, auch wenn wir zusammen noch keine Schweine eingeritten haben, und selbst wenn wir könnten, auch sicherlich davon ablassen würden.

          Tatsächlich gibt es gar keine Gier, es ist eine perverse Erfindung des menschlichen Verstands.

          Ist ein Eichhörnchen gierig, nur weil es die Nahrung für den kommenden Winter hortet, also mehr nimmt als es gerade braucht? Ist ein Raubtier gierig, nur weil es das ganze Tier tötet, obwohl es gar nicht alles fressen kann und keinen Kühlschrank hat? Ist ein Mensch gierig, nur weil er soviel Geld mehr am Ende des Monats zur Verfügung hat, wie andere am Anfang des Monats nicht verdienen? Menschenleben ist also nicht gleich Menschenleben. Die einen Leben und werden dick und fett und die anderen sterben, weil sie nicht ernährt wurden und sich auch noch nicht selbst ernähren konnten.

          Und wenn man meint es geht nicht schlimmer, kommen auch noch jene daher, die meinen dann sinngemäß: Recht so, die Natur korrigiert nicht schnell genug, wir helfen nach. – Was für ein mieser Haufen wir doch sind.

          Die Katze aus dem Sack | 19. Oktober 2011 | 22:40 | Antworten
    • @Werter Herr Sahl. “Bei allem Respekt für das Engagement der Teilnehmer in diesem Blog. Ich glaube, auch diese Diskussion wird nicht zu Änderungen führen”. Zitatende.

      Zivilcourage tut Not und ganz persönlich Gut! Halten wir es doch mit dem alten chinesischen Sprichwort: “Stetel Tlopfen höhlt den Stein!”.
      Eine beliebte chinesische Foltermethode ist es ja auch einzelne Tropfen über längere Zeit auf die Stirn des Delinquenten tropsen zu lassen…
      Wer weiß, vielleicht lesen unsere Bundeskanzlerin, Finanzminister, Wirtschaftsminister, Entwicklungshilfeminister, in Ihren anarchistischen Minuten – die soll´s bei denen mutmaßlich auch geben – den @zdf-blog. Nach dem Motto: “Gutel Lad ist mil heutel abel wiedel teuel!”

      silberdistel | 19. Oktober 2011 | 14:20 | Antworten
      • @ silberdistel | 19. Oktober 2011 | 14:20

        Ja, ein schöner Beitrag!

        Das gefällt mir. Weiter so!

        Einen freundlichen Gruß aus Eisenach

        Heinz Sahl - Eine Stimme aus Thüringen | 19. Oktober 2011 | 14:32 | Antworten
        • War toll, gell, Troll ;-)

          silberdistel | 19. Oktober 2011 | 22:04 | Antworten
      • Hallo, @Silbeldistel und @Heinz!

        Wie mil scheint, müsste dieses “Lad” elst einmal lepalielt welden. Die Luft ist laus, und die Leifen sind platt.

        liebe Glüße,

        Henk

        Delitant | 20. Oktober 2011 | 06:18 | Antworten
    • .. jetzt wirf mal nicht gleich die Flinte ins Korn ..

      Ich bin sicher, wenn WIR hier, über jemanden reden, das diese Person, das auch zu lesen bekommt..!
      Ansonsten würde Ich mir, den Streß nicht machen.

      Und wenn Sie glauben, Ihre Bildung, sei besser als meine.?!
      Dann kann Ich nur sagen,..

      .. Jeder Mensch, egal welcher, muß sich in der gleichen Umgebung zurechtfinden. Rote Ampeln, Polizei-Kontrolle und vieles mehr…usw.

      Warum sollten Sie, etwas aufgeben .. wofür Ich kämpfe ..?!

      Eine Frage .. die das Leben stellt
      Eine Antwort von Ihnen wäre nett, warum Sie uns “Jungen” (bis 30), nicht zutrauen und auch nichts zumuten..?!
      Kann das sein, das Ihnen diese Revolution, nicht in Ihr Konzept passt..?! Naja, wie schon gesagt, Fragen die das Leben stellt.

      Gruß
      bcstony

      P. Degoulange | 19. Oktober 2011 | 19:38 | Antworten
  44. Frage:
    warum kommt man jetzt mit diesem Thema?
    Das war doch schon immer so, dass man in reichen Ländern verschwendet, trotz der Kenntnis, dass in anderen Ländern die Menschen an Hunger sterben
    also, warum gerade jetzt ist dieses Thema plötzlich wichtig für unsere Ansager hier?
    Will man vielleicht bei den Bürgern die Aufmeksamkeit auf etwas Anderes lenken als Finanzkrise?

    Ameliegnom | 19. Oktober 2011 | 13:33 | Antworten
    • Das ganze hat system. Nach einer gewissen zeit haben die medien kein interesse mehr. Es gelten einschaltquoten und umsatzzahlen. Dann wird wieder eine “neue sau” durchs dorf getrieben. Man kreiert eine neue “krise”, alle sind begeistert!!So funktioniert unsere mediengesellschaft.

      EugenO | 19. Oktober 2011 | 17:02 | Antworten
    • Nein, ganz und gar nicht, im Gegenteil. Hier wird darauf-hingewiesen, daß es die gleichen Spekulanten sind, die dort wo es erlaubt ist hemmungslos zocken (und es ist ihnen alles erlaubt, fragt unsere Politiker). Ob das nun auf die angebliche oder reale Bonität ganzer Staaten ist oder auf die internationale Nahrungsmittelproduktion und deren künstliche Verknappung. Es winken immense Spekulations-gewinne. Was denn, Skrupel ? Sch…egal, Hauptsache, die Boni stimmen.

      Ramses | 19. Oktober 2011 | 17:33 | Antworten
      • Lieber ramses,
        ich weiss nicht , wie alt sie sind. Aber das problem mit den spekulaten ist ja nun uralt. Von zeit zur zeit wird es wieder hochgekocht. Warten sie ab, in kürze wird ein neues “altes” thema wieder hochgekocht und alle medien springen auf den zug auf.Vielleicht haben wir im herbst einen neuen grippevirus oder das klima wird wieder zur diskussion gestellt.
        Ich bin schon etwas älter, habe viele “krisen” erlebt.
        Sie dürfen ncht vergessen, wir und auch die politiker leben in einer mediengesellschat. Diese ist sehr mächtig.
        Leider ist der raum hier nicht gross genug, alle meine erfahungen darzustellen.

        EugenO | 19. Oktober 2011 | 17:52 | Antworten
        • Also das mit einer möglichen neuen Vierusgrippe kann wirklich warten ja.Denn ich habe mich Vierusgrippeschutz impfen lassen und mir geht es trotzdem grippig danach.Ich würde erst mal gern wieder gesund werden.
          Bei den Medien ist es so:” Alles hat seine Haltbarkeitszeit und zwar solange,bis kein Hahn mehr danach schreit.”@EugenO

          M.G. | 19. Oktober 2011 | 19:36 | Antworten
        • Muß zugeben bin ziemlich alt, noch in den letzten Kriegsjahren geboren – trotzdem insofern anderer Meinung als die Spekulation 1. ein nie dagewesenes Ausmaß erreicht hat und zum 2. jede bis dato an sich “normale” moralische Bremse vor dem Spekulationsobjekt, in diesem Falle Nahrungsmittel, ausgeschaltet bzw. abhanden gekommen ist (vornehm ausgedrückt).
          Wenns nach mir ginge, wäre Spekulation generell verboten (die immer noch erlaubte Leer-Spekulation sowieso), denn sie ist durch nichts gedeckt, weder durch reales Erwirtschaften, noch durch Produktion, noch durch Arbeit bzw. Arbeitsleistung, noch durch Realwerte. Häufig wettet sie auf einen erhofften Mangel oder Verknappung eines Wirtschaftsgutes (auch Geld) und wenn das dann nicht eintritt, werden alle unseriösen Mittel eingesetzt und eben etwas nachgeholfen. Und sei es mit den Ratingagenturen. Selbst das Aufkaufen von kompletten Ernten hat schon stattgefunden, nur um die Preise zu manipulieren.
          Wie gesagt, zu beklagen sind Ausmaß und die verlorene Scheu auch mit Gütern, die ein Grundrecht (Nahrung) betreffen zu jongolieren. Und dagegen gilt es dringendst zu mobilisieren.

          Ramses | 19. Oktober 2011 | 22:54 | Antworten
          • Stimme dem voll zu.
            Die Taktiken sind mittlerweile so perfide geworden, daß selbst Fachleute mühe haben diese zu durchschauen. Habe mir z.B. mehrmals schon durchgelesen, wie ungedeckte Leeverkäufen von statten gehen, könnte es aber hier ohne erneutes studieren nicht in vollem Umfang wiedergeben, weil es auf mich komplizeirt und unwirklich wirkt, wobei das noch einer der einfacheren Handel ist.

            Und das mit den Ernte aufkäufen, daß diese auf dem internationalem (Zocker)Handelpakett zig mal hin und hergeschoben werden, ohne daß dabei ein einziges Korn bewegt wird. Die Lebensmittel somit dem realen Markt entzogen werden, also künstlich verknappt und während dessen wird so oft als möglich verkündet, daß die Nachfragre die Angebote übersteigen und somit abermals an der Preisschraube gedreht. Dazu steigt dann noch der Ölpreis und die Ernte wird durch die gestiegenen Tranportkosten bei einer realen Liefenung nochmals verteuert.
            Und abends, zur Belohnung, für ihre so geschickt ausgeheckten Taten genehmigen sich diese Teufel ein saftiges Steak und grübeln darüber wie sie ihr Geschäft noch ertragreicher machen könnten.

            Aber sie, die scheinbar über alles ungestraft hinwegkommen, für sie wird auch der Tag des Gerichtes kommen. Und da möchte ich, für keinen
            Schatz der Welt mit ihnen tauschen.

            martin | 20. Oktober 2011 | 01:39 | Antworten
  45. @ alle

    Es ist soweit (leider) richtig, daß Banken für unsere Wirtschaft systemrelevant sind. Richtig wäre auch, Banken die sich durch Spekulationen selbstverschuldet in den Ruin getrieben haben, auch diesem zu überlassen. Doch das Risiko eines Domino-Effekt ist groß und erst einmal in Gang gekommen, ist es mit der Beherrschbarkeit dahin, was schlimmstenfalls in einer noch nie dagewesenen Weltwirtschaftskriese enden könnte!
    Was also, in irgend einer Weise jeder von uns spüren würde. Die ärmsten träfe es wieder ein mal am schlimmsten, Hunger und Not wären größer denn je!

    Und das kann doch niemand wirklich wollen!???

    Also werden wir mit unseren Steuergeldern noch einmal für einige Banken einstehen müssen. Ob wir, wie aktuell, das Geld den Griechen geben, die es wiederum für die Tilgung ihrer Verbindlichkeiten bei den Banken verwenden, oder wir bei einen Schuldenerlass der Griechen, die Banken dann selbst bedienen, ist so gesehen doch egal. Oder???

    Natürlich muß genau geprüft werden, in wie weit das Geld des Volkes für die Abwendung eines System-Kollaps eingesetzt wird, und ob da etwa Teilverstaatlichungen sinnvoll wären.
    Die Legimitation, auf Verlangen sorgsamsten Umganges der Steuereinnahmen, habe ich, als einer dessen Geber!
    Über die mögliche Ausführung, kann und will ich nichts zum Besten geben, wohl aber hoffe und vertraue ich, notgedrungen auf die “Elite” unseres Landes; die Politiker, Wirtschaftsweisen, BWL’er, VWL’er und Wissenschaftler.
    Auf jeden Fall muß alles Menschen mögliche getan werden, das bestehende System (@D.Ackermann; auch Wahnsystem) so zu stützen und zu stabilisieren, daß weitere Handlungsfähigkeit bestehen bleibt!!!

    Sobald die dringlichsten Maßnahmen,(Euro-Rettungsschirm, Hilfsfonds, Eurobonds u.ä.)greifen und sich das (europäische) Finanzsystem tragfähig stabilisiert darstellt, stelle ich folgende, für – jeden – leicht zu begreifende und in einem Satze, all dem Übel beendente Forderung:

    -Das Verbot jeglicher wirtschaftlichen Spekulation!!!-

    Auszug Wikipedia:
    “Erfolgreiche Spekulationen sind hauptsächlich auf das frühzeitige Erkennen und Ausnutzen von vermuteten Fehleinschätzungen des Marktes durch Marktbeteiligte über künftige Kursentwicklungen zurückzuführen, die sich wiederum durch ungleich verteiltes Wissen und Können
    zwischen Käufern und Verkäufern erklären lassen.”

    Umfangrieche Begriffserkläung unter Wikipedia oder sonstigen Nachschlagwerken.

    Gesellschaftliche Auswirkungen der jüngsten Zeit:
    -Speklationsblase Dotcom = Verömgens- und Totalverluste für tausende von Kleinanleger in 2000.
    -Immobilienspekulation = verantwortlich für den Banken- Crash und wirtschaftlichen Zusammenbruch in 2008.
    -Währungsspekulation = der Grund, warum der Eurorettungsschirm auferlegt werden musste.
    -Spekulation mit Staatsaleihen = verursachen, daß diese Anleihen in küzester Zeit nur noch Ramschwert haben und angeschlagene Staaten vollends in den Abgrund reißen.
    -Fehlspekulationen = u.a. unglaubliche Milliardensummen, die von Einzelpersonen einer französischen und schweizer Bank verspielt wurden.
    -Spekulationen mit Grunstücken, Gold, Öl, Gas usw. usw.

    Und der Gipfel allens ist:

    Die Spekulation mit Nahrungsmitteln = Hunger, Not und Tod für die ärmsten der Armen!!!

    Wenn ich dann noch Berichte sehe, von Menschen, die sich kein ganzes Kilo Reis mehr kaufen können, sondern nur noch kleinste Portionen, weil sich der Preis innerhalb weniger Monate verdoppelt hat, dann treibt es mir Tränen ins Gesicht und ich schäme mich für mein Volk, das sich an diesem Elend bereichert!

    Können wir eigentlich noch tiefer sinken???

    Ich für meinen Teil ziehe daraus die Konsequenz und werde zu meiner Volksbank gehen und so sie diese Founds anbietet, werde ich sie bitten diese aus dem Angebot zu nehmen, ansonsten werde ich meine Konten kündigen.

    Weiterhin werde ich aus Erleuchtung (Einsicht meiner Mittäterschaft) einen Fonds aufkündigen, den ich schon seit vielen Jahren besitze und in eine nicht spekulative Anlage umwandeln. Auch wenn der momentane Tauschkurs mit Verlusten verbunden ist, ist das nichts, gegen die Schuld, die ich, jetzt als Mitwisser und Mittäter auf mich lade.

    Ich erlaube mir hier mein erworbenes Wissen mit euch zu teilen:
    Auszug Spiegel Online:
    “Spekulationsgeschäfte: So funktioniert die Milliarden-Zockerei.”
    “Der Begriff Spekulant kommt aus dem Lateinischen (speculor: ich erspähe). Der gängigen Definition nach ist ein Spekulant ein Mensch, der auf ein Ereignis in der Zukunft wettet. Zum Beispiel auf Preisveränderungen an den Finanzmärkten, um daraus Profit zu schlagen. Jeder, der Aktien besitzt, jeder, der in Fonds investiert, tut das indirekt – über seine Bank.”

    Ich verlange, nein ich bestehe als Christ und Bürger dieses Landes darauf, daß die durch mich(uns)gesetzten Vertreterinnen und Vertreter, allen voran die jenigen, welche Christlich … … auf den Fahnen mit sich tragen, schnellstens mit all ihrer Kraft und Macht diesem Treiben, ein Ende setzen; heißt als solches:

    - Verbietet jegliche wirtschaftlichen Spekulation -

    Liebe Vertreter unseres deutschen Volkes, macht dieses zum Wohle desselben und traget dabei, wie es einem echten Christen gebührt eure Fahnen vor euch hoch, sonst werden sie bald vollends mit Schmutz und Blut getränkt der Schwere wegen von euch losglassen und ihr stehet mit leeren Händen da. Ihr wisst es aber selbst, daß die Zeit drängt, dem zügellosen Treiben Einhalt zu gebieten und anstelle des losen Geplapperes Taten folgen müssen. Wartet also keinen Tag länger, sonst werdet ihr mehr Zuschauer als Handelnde sein! Die wenigen, welche die Änderung nicht für gut heißen werden, weil sie sich zukünftiger Gewinne beraubt sehen, sind die Selben, die in jüngster Vergangenheit durch ihr selbstsüchtiges Handeln abertausende Mitmenschen in den Abgrund gerissen haben und anstatt über ihr angerichtetes Unheil nachzudenken feiern sie sich schon wieder als Könige!
    Und bis zur Stunde sind sie auch noch euere Könige !!!

    Meine lieben
    Volksvertreterinnen und Volksvertreter!!!!!!!!

    Mit hoffnungsvollen Grüßen
    Martin T.

    martin | 19. Oktober 2011 | 17:52 | Antworten
  46. Was war eigentlich die Ursache für die weltweiten, auch Europa immer wieder heimsuchenden Hungesnöte, bevor die Spekulanten für alles verantwortlich waren?
    Und eine noch viel ketzerischere Frage: Es gab einmal eine Zeit, da war in Europa die Kirche nahezu allmächtig und alle Welt fromm aus Angst vor Höllenqualen etc. Wie war es da mit dem Hunger? Komme keiner und sage, damals wurden Almosen für die Hungernden gespendet, die haben nun überhaupt nicht ausgereicht. Ich rede auch vom Irland der Jahre 1840 bis 1850 – aber das ist ja nicht mehr gegenwärtig.
    Man kann alles verbieten, was “unmoralisch” ist – erst die Spekulation, dann das Geldverdienen überhaupt, dann die von dem Verbieterverein (sagen wir mal Wohlfahrtsauschuß) abweichende Meinung – bis hin zur Diktatur der Vernunft, und dann alle Mann auf zur Guillotine. War alles schon da, mit höchst zweifelhaftem Erfolg. Die einen moralisieren, die anderen machen erst schön sachte mit und greifen dann zur Macht – und die frommen Moralapostel reiben sich die Augen, war dann das Sagen hat. Vielleicht bekommen wir dann auch sogenannte Tugendwächter, auch dazu gibt es Vorbilder, sogar lebende.

    Julius Cäsar | 19. Oktober 2011 | 18:50 | Antworten
    • Ja finde ich auch alles unfaire und Menschenwürdeverletzen kan zur Hungersnot bei anderen führen,weil der Mensch es nicht lernte vernünftig br+derlich zu teilen,er konnte leider nur zu oft schwesterlich behupsen.@Julius Cäsar

      M.G. | 19. Oktober 2011 | 19:41 | Antworten
    • @Julius Cäsar

      Zu Ihrem ersten Absatz:
      _“Was war eigentlich die Ursache für die weltweiten, auch Europa immer wieder heimsuchenden Hungersnöte, bevor die Spekulanten für alles verantwortlich waren?………………“_

      Gut, dass Sie dieses Thema hier auch noch anschneiden und diese Fragen stellen!
      Man kann sie aber relativ schnell und gut beantworten:

      Auch damals schon bestand die gesamte politische Führungsebene aus Mafia ähnlichen Seilschaften und Strukturen – Adel, Königshäuser, Herzogtümer, Fürstentümer, Kirchenfürsten… usw. – deren einziges Ziel es war, auf bequeme und billige Art andere für sich schuften zu lassen uns selbst in Saus und Braus in einem Feudalismus zu aasen, während ihre Völker, ihre Untertanen zeitweise buchstäblich am Hunger verreckten.

      Lassen wir doch die ganze Auswanderungsgeschichte noch einmal kurz Revue passieren – warum sind denn große Teile der europäischen Völker nach Amerika ausgewandert – Iren, Schotten, Engländer, ja eigentlich aus allen europäischen Staaten? Weil sie samt Ihren Kindern hier hungerverreckten, Während diese Adels – und Kirchenmafia das ganze Land, die Flüsse und das Meer für sich beanspruchten und wenn einer, der nicht zu ihnen gehörte einen Hasen jagte oder in einem Fluss eine Fisch fing, wurden ihm die Hände abgehackt oder es stand sogar die Todesstrafe darauf – wobei er den Hasen oder den Fisch dringend benötigte, um seine Kinder vor dem Hungertod zu bewahren.

      Diese Zustände waren doch auch der Ausgangspunkt für die französische Revolution.

      Aber es ist doch schön, heute immer wieder zuzuschauen, wie diese damaligen Mafia – Verbrecher von unserer Bevölkerung noch verehrt und bewundert werden – wenn zig Millionen von Menschen, der tumbe Mob, ein großer Teil einer vollständig verblödeten Bevölkerungsschicht, sich vor ihren Fernsehern an Hochzeiten dieser hochwohlgeborenen, blaublütigen und arroganten Sippe ergötzten.

      Betrachten wir doch in diesem Zusammenhang nur mal das englische Königshaus. Wer hat denn dieses Milliardenvermögen erschafft? Doch nicht diese Gestalten, die es bis heute noch besitzen und auf Kosten anderer ein Feudalleben führen. Nein, genau jene, deren Kinder am Hunger verreckten und die deshalb nach Amerika usw. auswanderten, haben dieses Vermögen zusammengeschuftet.

      Denken Sie mal gerade über diese ganze Auswanderungsgeschichte in Europa nach! Jetzt könnte ich weitermachen mit dem unsäglichen Kolonialismus – aber mir geht jetzt die Tinte aus!

      Gruß D. Ackermann

      Dieter Ackermann | 19. Oktober 2011 | 20:29 | Antworten
    • @Julius Cäsar
      Die Ursachen für Hungersnöte früherer Zeiten lagen genau so wie heute, in der ungleichen Verteilung. Die Ausbeutung der armen Bauern und der maßlosen Völlerei der Fürsten, dazu waren die Anbauflächen wesentlich kleiner und die Erträge darauf viel geringer(Traktoren und Kunstdünger waren noch nicht stand der Dinge).

      Und im Grunde hast Du dir deine “kezerische Frage” schon selber beantwortet! Schubs // Fromm aus Angst vor Höllenqualen//. Die Geistlichen Herren der Inquisition, Verdammung, Ablasses, Folter und Hexenverbrennung; ja allein gemessen an ihren Taten kann doch jeder mit gesundem Verstande erkennen, daß diese Kirchenmänner in finstester Nacht wandelten. Daher hielten sie die biblischen Schriften vor dem Volke auch schön unter Verschluß und zitierten wie es ihnen am besten kam,und verprachen den Gläubigen bei Zahlung eines bestimmten Betrages den Erlass von zeitlichen und Fegfeuerstrafen. Und für die Ketzer(Irrgläubigen)gabes allerlei Folterwekzeuge um sie zu behehren.

      “Geldverdienen verbieten”? also Arbeit verbieten? stehlen gehen? von anderen leben? was meinst Du da?

      “Diktatur der Vernunft” der jenige sich das auferlegen kann, tue es! Er wird dann weniger von seinen Treiben, Süchten, Faulheit, Wut, Haß, Verzweiflung usw. getrieben weden. Außer der Liebe. Vernunft und Liebe ergänzen sich und anderst herum. Wer erstmal vernünftig ist begreift das und anders herum.

      Das ander verstehe ich beim besten Willen nicht???

      martin | 19. Oktober 2011 | 21:50 | Antworten
      • Dazu muß man Geschichte kennen. Die Diktatur der Vernunft war die Maxime der französischen Revolution nach dem Machtantritt von Robespierre und seinem Wohlfahrtsausschuß. Und die Begründung war durchaus vernünftig. Als Konsequenz dieses vernünftigen Denkens und Handels wurden Tausende sinnlos auf der Guillotine abgeschlachtet, die waren wohl entweder nicht vernünftig genug oder haben das Machtspiel des “vernünftigen” Herrn Robespierre durchschaut und daher für ihn gefährlich. Das ging so lange, bis der Herr Robespierre selbst auf der Guillotine landete. Danach kam dann nicht die von den ursprünglichen Revolutionären erhoffte Herrschaft des Volks sondern der selbsternannte Kaiser Napoleon, der dann noch einmal eine Million Menschen seinen Machtkriegen opferte.
        Soviel zum anschaulichen Beispiel über die Diktatur der Vernunft.

        Julius Cäsar | 19. Oktober 2011 | 22:16 | Antworten
  47. .. das Grundbedürfnis eines Menschen ..

    Wasser zum trinken und waschen
    Essen aus Korn und Fleisch
    Luft zum atmen
    Schutz aus Stein und Holz und Stahl
    Schutz im Recht
    Freizeit und Konsum

    .. fällt noch jemanden etwas ein..??

    Gruß
    bcstony

    P. Degoulange | 19. Oktober 2011 | 20:05 | Antworten
  48. .. und noch was ..

    WARUM KOSTET WASSER UND ESSEN :: GELD ..???

    Die Luft kostet ja auch nichts .. noch nicht

    Gruß
    bcstony

    P. Degoulange | 19. Oktober 2011 | 20:07 | Antworten
  49. Es gab einmal eine Zeit, da waren alle Menschen Selbstversorger. Dann hat irgendjemand die Arbeitsteilung erfunden – die einen trieben Ackerbau, die anderen Viehzucht, die dritten stellten Werkzeuge her (und nebenbei natürlich Waffen). Und dann kamen die Händler, die die Erzeugnisse der einen gegen die Erzeugnisse der anderen tauschten. Und irgendwann hat jemand das, was wir heute Geld nennen, erfunden, sozusagen als fiktiver Vergleichswert für den Wert der Erzeugnisse. Mit fiktiv konnte niemand was anfangen, dashalb bestand das Geld aus Metall. So – und damit sind wir irgendwo im Jahr 1000 vor unserer Zeitrechnung angekommen. Seitdem gibt es die Spekulation, wie kann ich möglichst viel Geld bekommen, damit ich mir alles, insbesondere Macht kaufen kann.
    Noch Fragen? Oder die Uhr um 3000 Jahre zurückdrehen?

    Julius Cäsar | 19. Oktober 2011 | 20:24 | Antworten
  50. Ich habe den Beitrag im TV verfolgt,
    und bin dadurch erst auf das Thema Aufmerksam geworden.

    Mal unabhängig davon, dass sich Sparkassen, Volksbanken, Deutsche Bank, Commerzbank und alle anderen daran beteiligten Banken und deren Kunden in Grund und Boden schämen sollten – an ihren Konten kleben tausendfach Hungertote – zeigt es doch überdeutlich, wie weit und groß die Krake Finanzwirtschaft schon geworden ist.

    Nahezu aus jedem absurden, menschenverachtendem machen diese Täter in Anzug und Krawatte blitzendes Schein-Geld.

    Eine gesellschaftliche Debatte tut Not:
    In wie weit haben sich solche “Mitmenschen” in den Banken, Sparkassen und Versicherungen vom Menschsein entfernt. Ist das Treiben dieser Damen und Herren in Anzug und Krawatte gleichzusetzen mit Mördern, Triebtätern und ähnlichem Gelichter?

    Es gibt keinen Grund noch länger zu verschweigen, was Fakt ist: Ihr handeln diskreditiert diese “Menschen”. Ihr tun und handeln ist schädlich für die Gesellschaften, Menschen und das weltweit. Kein Grund, Ihnen irgend eine Achtung entgegenzubringen.

    thomas sievers | 19. Oktober 2011 | 21:06 | Antworten
    • Sind das jetzt “Untermenschen”?

      Julius Cäsar | 19. Oktober 2011 | 21:20 | Antworten
      • PS: @thomas sievers: Haben sie ein Bankkonto? Oder ein Sparbuch? Ganz zynisch: Willkommen im Klub. Weniger zynisch: Ein Konto hat heute im Prinzip jeder – sonst bekommt er weder Gehalt noch staatliche oder sonstige Unterstützung. Und Konten abschaffen? Mann stelle sich mal vor, jemand wie Siemens holt sich am Monatsersten (wo wohl?) das Geld in Säcken, um es dann bar an seine Belegschaft auszuzahlen.
        Also sind alle “schädlich für die Gesellschaften, Menschen und weltweit”. Der kleine Bankangestellte, der Ihre Überweisung für irgendwas entgegennimmt – ein verachtenswerter Schädling? Wo bitte fängt der schädliche Unmensch in Schlips und Kragen an?

        Julius Cäsar | 19. Oktober 2011 | 21:29 | Antworten
        • Ich bezog mich auf die Finanzwirtschaft und deren Menschen, die solche Produkte verkaufen. Sie handeln aus Gewinnsucht und zocken mit solchen Papieren auf Nahrungsmittelknappheit, verteuern bewußt Nahrungsmittel, nehmen Hunger und Tot dafür billigend in Kauf. Das hat nichts mit einen Gehaltskonto zu tun, nichts mit einem Sparbuch, sondern mit Derivaten, und darum handelte der Film, und diese Personen, die das in den Umlauf bringen prangere ich an.

          Ich habe nichts zurückzunehmen.

          thomas sievers | 19. Oktober 2011 | 21:57 | Antworten
          • Wenn ich ihren Text richtig gelesen haben, dann kleben an den Kontoinhabern bei den Sparkassen tausendfach die Hungertoten, weshalb sich diese Kontoinhaber in Grund und Boden schämen sollen. Oder steht da was anderes?
            Wenn Sie aber auf diejenigen abheben, die Warentermingeschäfte treiben in der Hoffnung, damit Geld verdienen zu können: Das klappt einmal und einmal nicht – und dann haben diese Spekulanten ihr Geld verloren. Diese Leute verteuern nicht die Ware durch Spekulation, sondern hoffen darauf, daß die Ware aus anderen Gründe ohne eigenes Zutun ganz von alleine (aus welchen wirklichen Gründen auch immer) teurer wird als zum Zeitpunkt des Einkaufs – und dann erhalten sie die so entstandene Differenz ausbezahlt. Oder die Ware wird entgegen der Spekulation billiger – dann ist das vermeintliche Geschäft geplatzt.
            Ware verteuern gezielt die, die auf Vorrat einkaufen, und hoffen daß außer ihnen niemand die Ware anbieten kann – um dann die Preise zu erhöhen. Das geht nur dann, wenn die Ware aus Gründen, die nicht in den Händen der Spekulanten liegen, knapp wird – aber knappe Ware wird bei konstanter Nachfrage immer teurer. Dazu muß man nicht einmal spekulieren.

            Julius Cäsar | 19. Oktober 2011 | 22:36 | Antworten
          • Tja, Herr Cäsar,

            dann darf ich an Ihrer Lesekompetenz zweifeln.

            Schauen Sie nochmal ganz unauffällig, wie der Blog hier heisst. Und dann schauen Sie nochmal ganz genau, was ich geschrieben habe!

            Ich schrieb von den – hier im Blog behandelten – Nahrungsmittel-Zockern der Sparkassen, Volksbanken, Commerzbank, Allianz, Deutsche Bank.

            Diese – und weitere – haben dies in ihrem “Portfolio”.
            Und diejenigen, die solche – und nicht Gehaltskonten oder Sparbücher – Derivate auflegen, sind alles, aber in keinster weise ein Gewinn für unsere und andere Gesellschaften.

            Sie machen Ihre Lobbyarbeit übrigens schlecht, wenn sie nicht mal genau lesen und so plump agieren.

            Nicht um Sparkonten und Gehaltskonten oder der Kreditvergabe geht es in diesem Blog und diesem Thema. Eigentlich wissen sie das auch, nur Nebelkerzen sollen hier wohl was verwischen.

            thomas sievers | 19. Oktober 2011 | 23:53 | Antworten
          • Was ich besonders gerne lese, sind Blogs, in denen das abgestritten wird, was vorher gepostet wurd. Ich habe Ihren Text ziemlich wörtlich abgekupfert. Und jetzt kann ich nicht lesen? Und Lobbyarbeit betreiben? Sie Ahnungsloser! Jemand, der verquere Texte über Banker=Triebtäter=Gelichter schreibt und ihnen das Menschsein abspricht – ja Untermenschen gab es schon einmal, die wurden dann deswegen kosequent beseitigt. Wollen sie das wieder? Ihre Wortwahl entspricht der eines Haßpredigers oder der Zeitschrift “Der Stürmer”, herausgegeben von einem gewissen Frankenführer namens Julius Streicher. Aber an so was denken sie in Ihrem Haß auf das Establishment ja nicht. Immer feste druff.

            Julius Cäsar | 20. Oktober 2011 | 00:34 | Antworten
          • Und immer noch: Ihre Lesekompetenz lässt zu wünschen übrig.

            SIE fingen an, von Sparkonten und Girokonten, von Lohn- und Gehaltskonten zu schwadronieren. Nicht ich!

            Ich spreche vom Derivatenhandel und vom zocken auf Nahrungsmittel.

            thomas sievers | 20. Oktober 2011 | 01:39 | Antworten
          • “Wenn ich ihren Text richtig gelesen haben, dann kleben an den Kontoinhabern bei den Sparkassen tausendfach die Hungertoten,…”

            Dann haben Sie falsch gelesen.

            Thomas Sievers | 20. Oktober 2011 | 20:24 | Antworten
      • Nein…

        Wir vielleicht für sie,
        aber veruteile ich Mörder, Triebtäter und sonstiges offensichtliches Gelichter, gibt es keinen Grund, auch solches Handeln nicht ganz genauso zu betrachten.

        Insbesondere dann, wenn mit Gewinnsucht massiv der Hunger und Tot anderer billigend in Kauf genommen wird, und sollte es nicht richtig funktionieren, die Gesellschaft in finanzieller Haftung genommen wird.

        thomas sievers | 19. Oktober 2011 | 21:54 | Antworten
      • Ja “Unmenschen”!

        martin | 20. Oktober 2011 | 00:14 | Antworten
      • (…)*

        *Anmerkung der Redaktion: bitte vermeiden Sie Doppelposts. Lieben Gruß, Redaktion heute.de

        martin | 20. Oktober 2011 | 00:18 | Antworten
  51. Welcher normale Mensch kann denn etwas gegen ein Konto haben, auf das sein wohlvedienter Lohn eingeht mit dem er sich und seine Familie ernährt

    Wer kann heute noch ein Haus bauen ohne Kredit von einer Bank.

    Firmen brauchen Banken um Invetitionen zu tätigen und neue Abeitsplätze zu schaffen.

    Geld ist ein praktisches Tauschmittel.

    Darum geht es doch gar nicht!!!

    Geld muß uns Dienen und uns nicht zu Dienern des Geldes machen! Darum geht es! Kapital muß diiienen

    Geld ehrlich zu verdienen hat absolut nichts mit
    Spekulation zu tun. Geld gegen Ware,Geld gegen Leistung.

    Spekulieren heißt zu Wetten und dabei Geld eizuseten.

    martin | 19. Oktober 2011 | 22:19 | Antworten
    • 100% Zustimmung.

      Ganz genau das ist der Punkt!

      Banken von heute sind Menschenfresser und keine Banken mehr.
      Sie haben sich längst vom Kerngeschäft verabschiedet und betreiben nichts weiter als primitives zocken – wie am Beispiel Nahrungsmittel-Derivate zu sehen – ihr dreckiges spiel auf kosten von Menschenleben.

      thomas sievers | 19. Oktober 2011 | 23:47 | Antworten
  52. Spielt jemand Lotto? Oder Fußballtoto? Das ist die tägliche Spekulation auf den Sechser mit Superzahl und zwar auf Kosten derer, die leer ausgehen. Solange das gesellschaftsfähig ist, darf sich niemand wundern, wenn andere auf Preisänderungen so wetten, daß dabei was herausspringt.
    Beim Lotto verhungert zwar kein “Verlierer”, aber im Grunde ist das nichts anderes, als die schamlose und unverdiente Bereicherung eines einzelnen auf Kosten Vieler.

    Julius Cäsar | 19. Oktober 2011 | 22:44 | Antworten
    • Ja Herr Cäsar,
      ich nehme mal an Sie sind ein Troll der Bankenlobby.

      Lotto und Toto spielt man mit Wetten auf Zahlen.

      Nicht aber wettet man bewußt auf steigende Lebensmittelpreise, damit andere dran krepieren, man selbst aber Milliarden-Gewinne ausbezahlt bekommt.

      Ferner ist die Lotto – Toto – und Glückspiral-Gewinne gedeckt durch den Einsatz !! Eigentor, Herr lobbyist.

      thomas sievers | 19. Oktober 2011 | 23:49 | Antworten
      • Siehe oben – mit der Bankenlobby habe und hatte ich nichts zu tun.Und wer von Wetten auf steigende Preise nichts versteht, der darf hier auch nicht ernsthaft erwarten, daß man seine Argumente ernstnimmt. Vor allem, wenn er sich im Ton vergreift. Lotto ist gedeckt durch den Einsatz – den eigenen? Ein paar Euro für eine Million? No Sir, gedeckt vom Einsatz der Loser – die leer ausgehen. Das meiste Lottogeld sahnt übrigens der von Ihnen so gescholtene Staat ab, das ist dann die risikoloseste Zockerei. Man hängt den Leuten eine Million vors Maul, alle fallen drauf rein, einer darf mitkassieren und den Löwenanteil kassiert der Staat.

        Julius Cäsar | 20. Oktober 2011 | 00:42 | Antworten
        • Können Sie rechnen?

          Die Gewinnausschüttung beim Lotto wird durch die Einzahler, die am Lottospiel beteiligt sind, garantiert und generiert. Die Überschüsse fließen sogar noch der Allgemeinheit zu. Das nur am Rande.

          Verluste erleiden hier nur die direkt am Spiel beteiligten Mitspieler, sie verlieren ihren Einsatz, aber nicht unbeteiligte, oder irre ich?

          thomas sievers | 20. Oktober 2011 | 01:37 | Antworten
    • Salve @Julius Cäsar.
      Ein wenig hinkt der Vergleich doch: Während die Lotto/Toto-Spieler den Teilnehmerbedingungen freiwillig zustimmen und die Inflationswährung bereitwillig für die nano-chance hinlegen; haben die Hungernden dieser Welt wohl leider keine Wahlmöglichkeit und keine wirkliche Chance. MfG

      silberdistel | 20. Oktober 2011 | 00:23 | Antworten
      • so sehe ich das auch.

        Zudem wird nicht auf fiktives, nicht vorhandenes Geld gewettet, sondern mit realem. Auch das ein kleiner Unterschied zum Wetten auf Nahrungsmittelknappheiten oder auch ganz grundsätzlich dem Derivatehandel.

        thomas sievers | 20. Oktober 2011 | 01:41 | Antworten
  53. Da hast Du wohl recht jeder Einzelne spekuliert auf den großen Gewinn. Einer wird ihn auch bekommen und alle anderen sind die dummen. Ich persönlich spiele nicht mehr,
    weil mir bewusst geworden ist, wie oft ich rechnerisch und wahrscheinlich der dumme sein werde, um vieleicht irgendwann, wenn überhapt eimal den anderen dummen den Hintern strecken kann.

    Wenn ich das aufspare habe ich “sicher” mal ein schönes Sümmchen zusammen. grins

    martin | 19. Oktober 2011 | 23:17 | Antworten
    • Obwohl du hier den Elefenten mit der Mücke jagen willst.
      Denn Lott ist immen noch Einahmen-Gewinn=Auszahlung, und wirft dauerhaft Rendite ab;kann somit keine Staaten in den Abgrund reißen.
      Aber die Zockermetalität der Menschen wird sicherlich Vorschub geleistet!

      martin | 19. Oktober 2011 | 23:29 | Antworten
  54. Vielleicht müssen die Banken auch auf die Verteuerung von Lebensmitteln spekulieren und somit die Preise anheizen, weil anderweitig die Märkte bereits ausgereizt sind. Schließlich haben wir es mit armen Banken zu tun die selbst am Hungertuch nagen, wie dieser aktuelle link von heute zeigt =

    http://www.daf.fm/video/finanzsystem-am-abgrund-dt-bank-und-coba-brauchen-25-mrd–50148622-DE0008032004.html

    silberdistel | 19. Oktober 2011 | 23:21 | Antworten
    • guuut, Gelesen und Gesehen

      Fischer hats erkannt:”Die leute werden auslippen und die Systemfrage wird gestellt werden”.

      Deshalb oben mein eindringlicher an die Politis!
      Die haben uns lange genug verarscht!
      Sie müssen dem Tiger erst die Zänhne ziehen, bevor sie wieder von uns verlangen ihn weiter durch zu füttern, so ist er noch zu gefährlich und zerfleischt seine Gönner bei der nächsten Gelegenheit wieder!

      martin | 19. Oktober 2011 | 23:57 | Antworten
  55. Sinn dieses Blogs war doch die Stellungnahme zu den Spekulationen in der Nahrungsmittelkette, die den Kreis der Teilnehmer weitgehend empört hat. Alle geschichtlichen Darstellungen “das hat es doch schon immer mal gegeben” lösen unser derzeitiges Entsetzen nicht. Die gegenwärtigen Regierungen müssen LÖSUNGEN finden, dafür sollten wir einfachen Leute notfalls auch “auf die Strasse” gehen.

    muecke | 20. Oktober 2011 | 00:12 | Antworten
    • Diesem Text stimme ich zu – ich bin nur Pessimist, was das Finden von Lösungen angeht. Letztlich ist dieser Pessimismus auch die Ursache, daß viele hier im Blog in der Vergangenheit forschen und feststellen, daß es noch nie eine zufriedenstellende Lösung jetzt konkret des Hungerproblems gegeben hat.
      Meine Ansicht ist: Solange Menschen bereit sind zu zocken, und zwar egal ob beim Lotto, im Spielcasino, beim Rennen nach besonders hohen Zinsen, beim Spekulieren auf steigende Aktienkurse oder auf Änderungen von Warenpreisen in die erhoffte Richtung, wird es keine Lösung geben. Zockerei scheint eine menschliche Grund-Untugend zu sein, und wenn die eine Gruppe von Zockern verschwunden ist, kommt die nächste nach und beginnt das Spiel von vorne. Mit allen Auswüchsen übrigens.

      Julius Cäsar | 20. Oktober 2011 | 00:52 | Antworten
      • Falsch.

        Lösungen kann es immer geben und oftmals gab es in der Vergangenheit bessere. So zum Beispiel bis vor nicht allzu langer Zeit so eine Selbstverständlichkeit, wie die Trennung von klassischem Bankgeschäft von der reinen Finanzmarkt-Zockerei.

        Hier hat nur die Bevölkerung nicht aufgepasst und der Lobby freie Hand gelassen. Allerdings auch befeuert durch einen von der selben Lobby durchtränkten Journalismus. Nicht zuletzt auch bei ARD & ZDF

        thomas sievers | 20. Oktober 2011 | 01:35 | Antworten
      • @Julius Cäsar
        Pessimisten kennen Probleme für jede Lösung

        martin | 20. Oktober 2011 | 02:01 | Antworten
  56. Unerträglich, immer diese Verbote!

    Ich bin dafür, die neoliberalisierten Kräfte walten zu lassen, mit denen die Märkte sich selbst zum Wohle der Menschen regulieren.
    Diese langerkämpften Freiheiten müssen wir uns durchaus auch mal etwas kosten lassen, und hin und wieder mal ein daran bankrott gegangenes Land, oder ein paar Banken retten.
    Ich finde es schön, dass unsere Regierungen es dem Bürger ermöglichen, so hilfsbereit zu sein, und sich in christlicher Nächstenliebe üben zu dürfen.

    Delitant | 20. Oktober 2011 | 06:30 | Antworten
    • leider hält meine christliche Hand sehr fest an den Geldern die uns der “Volksverkauf” kosten soll, da ich nur mit Krämpfen diese Gelder loslasse, schaffe ich mir aber gerade keine “Schätze im Himmel”…..doofe Situation,
      dann muss ich halt mal öfter beim “Musiker vorm Lidl” anhalten

      gesaeussel | 20. Oktober 2011 | 08:43 | Antworten
  57. Wie schön, wenn so ein Obolus dabei auch noch an ein paar griechische Volksmusiker gingen, die ihre Bouzouki-Klänge jetzt (vorm Lidl) auf dem Kamm blasen müssen, weil sie dazu aufgefordert sind, andere Saiten aufzuziehen, obwohl sie ihre Instrumente schon längst verpfändet haben.

    Delitant | 20. Oktober 2011 | 08:58 | Antworten
  58. Nun beginnen unsere politker das gleiche zockerspiel, das sie genau den banken vorwerfen. Laut schäuble will man die hebelwirkung der zugesagten hilfen in höhe ca eur 240 milliarden 1:5 vergrössern. Ohne risiko!!!!?? Plötzlich steht der deutsche sterzahler mit einem ausfallrisiko von 2 billionen da. Wer sagt endlich “STOPP”!?

    EugenO | 20. Oktober 2011 | 09:44 | Antworten
  59. Beim Kommentar vermisse ein konkretes Beispiel, auf welche Weise durch die Spekulation die Lebensmittel verteuert werden und dadurch vielen Menschen Schaden zufügt wird. Vor kurzem hat in einer Fernsehsendung ein Landwirt gesagt, dass er den Preis für die Weizenernte schon zu Beginn des Jahres durch ein Wertpapier abgesichert hat, um nicht nach der Ernte einen Verkaufspreis zu erzielen, bei dem er keinen Gewinn hätte. Ist dies auch eine Spekulation die den Hunger in der Welt vergrößert?

    Wolf | 20. Oktober 2011 | 09:53 | Antworten
    • Eine gute Antwort und Erklärung auf diese Frage liefert Dirk Müller:

      Die Warenterminmärkte sind im Grunde nichts Schlechtes. Im Gegenteil: Es ist absolut sinnvoll, dass Landwirte ihre Ernte und Verbraucher (z.B. Mühlen) ihre Einkäufe gegen die immer stärker werdenden Preisschwankungen absichern können. Auch ein kleines Maß an Spekulation gehört an diese Terminmärkte.

      Makler oder Banken, die als MarketMaker in jener Stunde den Mais vom Bauern kaufen, wenn gerade keine Mühle zur Stelle ist und es einige Stunden oder Tage später an die Mühle verkaufen, wenn gerade kein Bauer sich absichern will.

      Aber dieses an sich ehrbare Geschäft, das seit über 500 Jahren existiert ist nur noch ein kleiner Teil des gesamten Milliarden-Rohstoff-Spekulationsmarktes. Durch Investition und überbordende Spekulation wird es ausgehebelt.

      Bis zum Jahr 2000 hat die Investition in Rohstoffe kaum eine Rolle gespielt. Doch plötzlich kamen Indexfonds auf und den weltweiten Anlegern war es nun möglich auf Knopfdruck Kupfer, Öl, aber auch Weizen zu kaufen und zu verkaufen. Von 2003 bis 2008 sind die Investitionen in Rohstoffindizes von 20 Milliarden auf 260 Milliarden US$ explodiert. Das ist eine extreme zusätzliche Nachfrage.

      Die Indexfonds kaufen ihre Terminkontrakte an der gleichen Warenterminbörse in Chicago wie der Mühlenbetreiber und entziehen dem Markt so die Ware, um sie dann alle gleichzeitig abzustoßen und den Kurs in den Keller zu jagen.

      Die Geschäfte, die abseits jeder Börsenregulierung „OTC – Over The Counter (Über die Theke)“ zwischen allen möglichen Teilnehmern (meist spekulativer Natur) getätigt werden, können – da nicht registriert – nur geschätzt werden. Die vorliegenden Zahlen gehen von 3 Billionen US$ an offenen Verträgen nur im Rohstoffbereich aus.

      Anleger hielten 2008 über 1 Milliarde Bushel Weizen, was fast 3 Jahresernten der USA entsprach. Es gibt keinen volkswirtschaftlichen Grund, warum man Anlegern und Spekulanten erlauben sollte, Weizen oder auch wichtige und knappe Industrierohstoffe dem Markt zu entziehen, damit eine Preissteigerung auszulösen um es später teurer an die Hungernden zu verkaufen. Wenn jetzt – wie gerade begonnen – auch noch physisch unterlegte Rohstofffonds hinzukommen, die direkt Lagerhallen und Silos in großem Maße kaufen um dem Markt die Rohstoffe physisch zu entziehen, ist sicherlich ein weiterer Gipfel der Sauereien erreicht.

      martin | 20. Oktober 2011 | 21:40 | Antworten
  60. Wer mit Nahrung spekuliert wird Hunger ernten.

    Andreas K. | 10. Dezember 2011 | 09:05 | Antworten
  61. Die „Finanzkrise“ ist nichts anderes als ein Geldstreik, d. h. die Gemeinschaft der Sparer (das Finanzkapital) ist aufgrund eines global sinkenden Kapitalmarktzinses, der sich der Liquiditätspräferenzgrenze nähert, immer weniger bereit, Geldersparnisse mittel- bis langfristig zu verleihen, bzw. sich vom Vorteil der Liquidität des Zinsgeldes zu trennen (der Anstieg des Zinsfußes etwa in Griechenland ist allein auf einen überproportionalen Anstieg der Risikoprämie zurückzuführen, während die Liquiditätsverzichtsprämie weiterhin sinkt).

    Für Großsparer und (Investment-)Banken wird die Spekulation lukrativer als die Investition, was die Volkswirtschaft zusätzlich schädigt, indem durch Spekulation künstlich verknappte Waren (z. B. Rohstoffe oder Grundnahrungsmittel) sinnlos verteuert werden:

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/10/vollinvestition.html

    Stefan Wehmeier | 11. Februar 2012 | 15:08 | Antworten
  62. Seit dem 18. Oktober 2011 ist einige Zeit vergangen. Ist etwas konkretes passiert seither? Nein!

    Daher haben wir diese Petition gegen Spekulation mit Nahrungsmitteln an den Bundestag gestartet: Occupy-Occupy.de

    Auch den Medien geht es darum, nur die Themen zu diskutieren, die gerade nachgefragt werden. Frau Petersen, unterstützen Sie unsere Aktion trotzdem mit einem Folgeartikel?

    Es stirbt alle 6 Sekunden ein Mensch an Hunger. Die Regulierung der Spekulation mit Nahrungsmitteln wird nicht das ganze Leid beheben. Aber neben einer gerechteren Preissteuerung wird es auch den Hilfsorganisationen helfen, günstiger Grundnahrungsmittel für Soforthilfen einzukaufen. Und es wird auch den Hilfe-zu-Selbsthilfe-Organsiationen nutzen, die Bauern vor Ort zur Produktion zu motivieren.

    Occupy-Occupy | 19. April 2012 | 22:18 | Antworten

Was sagen Sie dazu?