Terrorplot in Washington – Der lange Arm Teherans?

Es klingt alles wie in einem schlechten Hollywood-Film – iranische Agenten beauftragen mexikanische Killer, um den saudischen Botschafter in Washington zu ermorden. Was wie eine Verschwörungstheorie klingt, ist für den iranischen Ex-Agenten Reza Kahlili keine große Überraschung. Er war Agent bei den Revolutionsgarden und für Geheimoperationen in Europa zuständig. “Wir nutzten iranische Botschaften, Banken und Moscheen weltweit als Anlaufstelle, um Terrorakte zu planen. Die Waffen und Gelder dafür haben wir mit Flugzeugen der staatlichen Fluggesellschaft Iran-Air transportiert und an Konsulate weltweit verteilt.“

Als IT-Experte war Kahlili bei den Revolutionsgarden für die Logistik zuständig. Dass die Eliteeinheit der berüchtigten Revolutionsgarden, die Al-Quds-Brigaden, Oppositionelle und Gegner im Ausland jagen und eliminieren, haben sie bereits mehrfach unter Beweis gestellt. 1991 wird der iranische Ex-Premier Bakhtiar in Paris ermordet, 1992 vier kurdische Oppositionelle im Berliner Restaurant Mykonos. Solche Attentate, so weiß Reza Kahlili aus eigener Erfahrung, werden unterstützt von iranischen Regierungsstellen im Ausland.

Bisher jedoch haben Agenten der Al-Quds-Brigaden Dissidenten im Ausland eliminiert, keine diplomatischen Vertreter anderer Staaten. Ob die Revolutionären Garden wirklich hinter dem Mordkomplott in Washington stehen, ist offen. Jedoch sind die politischen Differenzen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran offenkundig. Beide Staaten, der schiitische Iran und das sunnitisch-wahhabitisch ausgerichtete Saudi-Arabien, erheben einen religiös begründeten Führungsanspruch innerhalb der Golfregion und in der arabischen Welt.

Saudi-Arabien, das Land, das die muslimischen Heiligtümer Mekka und Medina beherbergt, ist für den Iran die Verkörperung von Dekadenz, Korruption und Sittenverfall. Der Export der Islamischen Revolution soll die Herrschaft der Sauds beenden. Saudi-Arabien wiederum fürchtet, dass der Iran die Aufstände in der arabischen Welt zum Anlass nehmen könnte, die schiitische Bevölkerung Saudi-Arabiens gegen das Herrscherhaus aufzuwiegeln. So verwundert es nicht, dass das Herrscherhaus in Riad Waffen, Flugzeuge und Raketen für knapp 60 Milliarden Dollar in den USA eingekauft hat und gerne Kampfpanzer aus Deutschland beziehen würde.

Ob Teheran durch den Mordkomplott eine offene Konfrontation mit den USA sucht, ist fraglich. Ganz sicher will man in Teheran den USA keinen Angriffsgrund liefern. Daher ist der aufgedeckte Komplott auch Ausdruck der inneren Zerrissenheit des Regimes. Experten vermuten, radikale Kräfte innerhalb der Revolutionsgarden könnten auf eigene Faust vorgegangen sein, um außenpolitische Spannungen zu verschärfen und damit die Rolle der Sicherheitskräfte im Innern weiter zu stärken.

Die Pasdaran, die Revolutionären Garden, sind eine Art Privatarmee des Revolutionsführers Khamenei und haben sich inzwischen zu einem Staat im Staat entwickelt. Im internen Machtkampf zwischen Khamenei und Präsident Ahmadinedschad, einem ehemaligen Revolutionsgardisten, könnten Ahmadinedschad-Getreue unter den Pasdaran die Position Khameneis schwächen wollen. 2012 stehen in Iran Parlamentswahlen an, 2013 wird ein neuer Präsident gewählt. Unabhängig vom Machtkampf in Teheran fordern erste Stimmen in den USA jetzt einen Militärschlag gegen den Iran. Ein weiterer Tiefpunkt in den amerikanisch-iranischen Beziehungen ist erreicht.

84 Kommentare | 14. Oktober 2011 | 14:31 Uhr | Twittern | Facebook

84 Kommentare

  1. susi?

    Bernhard | 14. Oktober 2011 | 14:33 | Antworten
    • susi bessert sich

      HG | 14. Oktober 2011 | 16:53 | Antworten
      • die zionistische macht regiert die ganze welt und gegen diese bösartige macht müssen wir entweder schweigen oder aber wenn wir nur versuchen gegen diese starke macht zu kämpfen, dann werden wir eiskalt umgelegt. irgendwas ist doch ungerecht oder? ich hoffe nur das die zionisten endlich damit aufhören mit diesen bösen spielchen und verschwörungstheorien in der islamischen welt zu treiben. langsam reichts doch. seit ihr immer noch nicht satt von unseren öl? lasst uns einfach in ruhe leben. was haben wir euch getan das ihr sowass mit uns macht?

        jamal | 21. Januar 2012 | 04:29 | Antworten
  2. Der Iran hat keinerlei Interesse daran, den säbelrasselnden Amerikanern und Israelis einen Angriffsgrund zu liefern. Suchen Sie besser beim CIA und beim Mossad nach den Hintermännern des versuchten Anschlags. Wir kennen diese Geheimdienste und ihre Methoden zwischenzeitlich zur Genüge.

    Auch die Lügenpropaganda der US-amerikanischen Regierung glauben immer weniger Leute. Der gigantische Betrug an den Finanzmärkten trifft die arbeitenden und sparenden Bürger der ganzen Welt. Davon soll wohl wieder abgelenkt werden und ein neuer Angriffskrieg inszeniert werden. Hoffentlich werden Rußland, China und Indien dies verhindern. Unsere europäischen Claqueure werden ja wieder einmal Amerika und Israel auf die Schulter klopfen.

    Einen schönen Friedensnobelpreisträger hat das Osloer Komitee mit Obama da ausgewählt!

    Simon Boccanegra | 14. Oktober 2011 | 14:58 | Antworten
  3. Es gab schon einmal “viele beweise”, die dann zum krieg mit dem Irak geführt haben! Also, ist grösste vorsicht geboten, wenn sich plötzlich ein ähnliches szenario auftut.
    Wo bleibt in diesem kommentar eine kritische betrachtung der amerikanischen seite? Obama muss punkten, wenn er die nächste wahlen gewinnen will. Innenpolitisch ist er sehr unpopulär! Und eins darf man nicht vergessen, die CIA hat schon viele Dinge gedreht, dass einem die haare zu berge stehen, speziell im Iran. Man sollte sich schon kritisch mit dem Iran auseinandersetzen, aber bitte nicht so!

    EugenO | 14. Oktober 2011 | 15:06 | Antworten
    • um einen krieg vom zaun brechen zu wollen, wurde seit anbeginn der menschheit gelogen und getrickst.
      das war in troja so, im römischen reich, im namen der kirche, im namen des deutschen volkes (seit 5:45 wird zurück geschossen), im namen der freiheit der vereinigten staaten von amerika.

      ein skurriles ablenkungsmanöver seitens der usa, das mit einem einmarsch allein schon aus kostengründen kaum umsetzbar wäre. iran ist schon lange nicht mehr ein
      “mal eben kurz einzunehmendes land” wie einst die bushs tönten.

      ich denke, das ist hier eine riesige zeitungsente.
      … oder doch eher ‘ne “online ente”?

      herr von s. | 14. Oktober 2011 | 20:58 | Antworten
      • Wenn die Verantwortlichen im Iran also schlau sind, dann durchschauen sie dieses Ablenkungsmanöver, und gehen, als Antwort auf diese Drohungen, den diplomatischen Weg.

        Wenn sie schlau sind!

        Die Katze aus dem Sack | 14. Oktober 2011 | 21:15 | Antworten
        • und wer soll dem Iran den diplomatischen Weg beibringen? Welcher ist der bessere: Propaganda, Lügen, Drohgebärden, Märchen…. so ein Schwachsinn, alle politischen Spitzen dieser Welt sollten von ihren den eigenen Bürgern in die Sahara gebracht werden, da wo es nicht mal einen Stein gibt, in ein großes umzaüntes Gebiet und nach dem letzten wird abgeschlossen und der Schlüssel weggeworfen und die GPS Daten gelöscht…. grausam? Es wird keinen Falschen treffen, alle schaden in großem Masse dem Wohlergehen der Menschheit…. und wer sich dann fragt, wer es denn dann richten soll kann sich sicher sein er/sie selbst bestimmt nicht….. das war wieder ein Appell an die Meschheit : vertragt euch und wacht endlich auf…

          Staatsfeind No1 | 15. Oktober 2011 | 10:59 | Antworten
  4. “Ob Teheran durch den Mordkomplott eine offene Konfrontation mit den USA sucht, ist fraglich. Ganz sicher will man in Teheran den USA keinen Angriffsgrund liefern. Daher ist der aufgedeckte Komplott auch Ausdruck der inneren Zerrissenheit des Regimes.”

    Fraglich? Ganz sicher nicht? Dann wieder ein Komplott des iranischen Regimes? Oder doch radikale Kräfte innerhalb der Sicherheitskräfte?

    Teilweise interessant, aber auch widersprüchlich und wirr, dieser Beitrag …

    Gernot | 14. Oktober 2011 | 15:09 | Antworten
  5. Das ist dann wohl die Antwort auf “Occupy Wall Street”

    Ali | 14. Oktober 2011 | 15:11 | Antworten
  6. Dem kann ich nur zustimmen. Es macht überhaupt keinen Sinn für die iranische Regierung so ein Mordkomplott zu planen und durchzuführen. Leider hat die Glaubwürdigkeit der USA nach dem ABC Skandal im Zusammenhang mit dem Irak
    Krieg deart gelitten, daß die jetzige Beweislage nicht ausreicht, um Iran in der Weltöffentlichkeit zu verurteilen. Wir brauchen mehr und bessere Beweise.

    Klaus Spengler | 14. Oktober 2011 | 15:15 | Antworten
  7. Wenn die USA einen Schlag gegen den Iran führen wollen, dann machen die das so oder so. Peinlich wird es immer erst dann, wenn zur Wahrung des Scheins wieder einmal eine faustdicke Propaganda-Lüge dienen soll, die in der Nachbetrachtung so dilletantisch gestrickt ist, daß nur unterbelichtete Vollidioten dieser blindlings glauben.

    Los ging es 1964 mit dem Tonkin-Zwischenfall als Grund für den offiziellen Kriegseintritt gegen Nordvietnam. Es folgten Laos und Kambotscha (kommunistischer Nachschub), 1983 Grenada (Schutz amerikanischer Bürger), 1991 Kuwait (Brutkastenlüge), 2003 Irak (ABC-Waffen). Das Afghanistan-Abenteuer seit 2001 läßt sich immerhin noch als verpatzte Wanzenjagd gegen Terroisten deklarieren. Aber jetzt also ein Attentat auf einen saudischen Botschafter? Das klingt irgendwie nach 1914, dem Attentat von Sarajewo.

    Den USA scheint langweilig zu sein, wenn sich nicht irgendwo auf der Welt die Marines austoben können. Irgendwo muß der größte Militärapparat der Welt ja auch hin mit seinen ganzen teueren High-Tech Spielsachen, sonst könnte ihm womöglich der Etat gekürzt werden. Sollte es wirklich zu einem Angriff auf den Iran kommen, dann muß Obama seinen Friedensnobelpreis allerdings schleunigst wieder abliefern, sonst kann man diesen nächstes Jahr auch an Gaddafi oder Assad verleihen.

    Tocqueville | 14. Oktober 2011 | 15:33 | Antworten
  8. Ich bin froh dass anscheinend immer mehr Menschen sofort durchschauen dass das alles nur eine Farce von Seiten der USA ist.
    Ich vermute selbst Frau Bibelmaus tut dies, da sie noch keinen islamophobisch-durchsetzen Kommentar abgegeben hat :D

    Rokko | 14. Oktober 2011 | 16:08 | Antworten
  9. Ein paar Hintergründe:

    http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2011/10/washington-muss-in-panik-sein.html

    Rokko | 14. Oktober 2011 | 16:11 | Antworten
    • Kennt man doch, nicht nur aus der relativ jungen Geschichte der USA mit dem Bush-Clan und IRAK sondern auch schon früher lenkten Machthaber gern von ihren innenpolitischen Unfähigkeiten ab, in dem man seinem Volk ein anderes Land als Feind mit fingierten Beweisen präsentierte. Funktionierte fast immer ganz gut, doch inzwischen ist es nicht mehr ganz so einfach diesen miesen Trick zu verkaufen…

      Ramses | 14. Oktober 2011 | 16:45 | Antworten
      • Schon frueh fingen die Americaner mit solchen falschen Beschuldigungen an,das letzte mal wissen wir noch:Irak hartnaechig behauten doch gaebe es Massen vernichtungs Waffen,doch nie gefunden.
        Jetzt wollen sies wieder Probieren.
        Der Iran ist doch nicht so Dumm,den USA einen Grund zum Angriff zugeben,also legt man die Lunte.
        Die Waffen Produzenten wirds freuen.

        gerhard | 23. Oktober 2011 | 08:50 | Antworten
  10. Einige Mächtige wollen also tatsächlich den letzten grossen Krieg beginnen. Wenn sie heute auch noch scheitern, morgen schon werden sie erfolgreich sein.

    Die Katze aus dem Sack | 14. Oktober 2011 | 16:51 | Antworten
    • Pleite, aber bewaffnet bis unter die Zähne.

      Ernst Lipps | 14. Oktober 2011 | 17:49 | Antworten
  11. Zu: “Ein weiterer Tiefpunkt in den amerikanisch-iranischen Beziehungen ist erreicht.”

    Noch tiefer? Welch eine Einschätzung!

    Die USA haben der Sache einen Bärendienst erwiesen.
    Möglicherweise was das das Ziel der Aktion durch den Iran.
    Die USA zu diskreditieren.

    Der Iran ist tatsächlich Förderer des Terrorismus
    und eines der düstersten Länder der Welt.
    Es vergeht keine Woche, in der dieser Staat im Nahen Osten nicht wieder irgendeine Aktion die Region destabilisiert.

    Es sollte eines der wichtigsten Ziele der Menschheit sein, die Mullas und das Regim abzulösen.

    Es ist unerträglich dass der Iran sich Nukleartechnik aneignet und damit zur Atom-Bombe kommt.

    Die Ablehnung von Kontrollen durch die IAEO sollte ein Grund für die UN sein, dieses Land zu besetzen.

    Die Aktion wäre gut finazierbar, das das Land reich ist.

    Die Menschen in diesem Lande wären jedenfalls dankbar.

    Karl Letis | 14. Oktober 2011 | 16:52 | Antworten
    • Sie glauben diesem Terrorplot tatsächlich? Warum? Weil sich, hoch offiziell, Leute hinstellen, hierzu extra eine Pressekonferenz anberaumen, um stolz zu verkünden: Wir haben sie wieder einmal erwischt, die bösen Terroristen, noch bevor etwas schlimmes passieren konnte.

      Interessant. Dinge, die eigentlich im Geheimein passieren, werden plötzlich öffentlich und Dinge die eigentlich veröffentlicht gehören, passieren im Verborgenen.

      Was erwarten diese jämmerlichen Gestalten nun, z.B. wie von Menschen wie mir? Menschen, die sich nicht jeden Scheiss als Wahrheit verkaufen lassen und Wahrheiten erheblich Lügen strafen?

      Sollte ich es machen wie Karl Letis? Also auf den zur Verfügung gestellten Karren aufspringen, und dem Sündenbock die Peitsche geben?

      Die Katze aus dem Sack | 14. Oktober 2011 | 17:16 | Antworten
      • Zu: “Sie glauben diesem Terrorplot tatsächlich?”

        Nein. Jedenfalls so, wie es dargestellt nicht.

        Das hatte ich geschrieben:

        “Die USA haben der Sache einen Bärendienst erwiesen.
        Möglicherweise war DAS das Ziel der Aktion durch den Iran.”

        Bei Geheimdienstklamotten ist ohnehin jede Meldung mit Vorsicht zu genießen. Da haben sie Recht.

        Vielleicht haben die USA einen Mann in Iran der das gestartet hat.

        ABER: Das ändert nichts an dem “Zustand” Iran.

        Der Iran ist verantwortlich für Hisbolla, Hamas und vieles andere was im Nahen Osten schief läuft.

        Es ist ein ständiger Unruhepunkt und eine ständige Bedrohung für andere Staaten in der Region.

        Die USA haben ihr Pulver in Afghanistan, Irak und anderwo verschossen.

        Karl Letis | 15. Oktober 2011 | 09:28 | Antworten
    • @ Karl Letis:

      Interessanter Kommentar!

      Zu den Atombomben: Also ich möchte auch nicht, dass die Amis Atombomben haben; ich möchte, dass niemand Atombomben hat.

      Thema Regionen destabilisieren: da sind die Amis ja normalerweise die absoluten Spezialisten drin. Ist Vietnam stabil? Ist Korea stabil? Irak? Afghanistan?

      Thema Terroristen: Leute, ich glaube, uns hier im Westen ist eines nicht klar: in den Augen der arabischen Welt, die dem Westen nicht so zugeneigt ist, sind wir, DER WESTEN, die Terroristen, und wenn ich mir die amerikanische Außenpolititk anschaue – und ich meine her nicht die diplomatische, sondern die militärische – kann ich diese Denkweise sogar nachvollziehen. Der Iran schickt ein paar Leute, die USA gleich ein paar Armeen; beides anscheinend von den jeweiligen Regierungen gedeckt. Wo liegt die Grenze zwischen Krieg uind Terrorismus? In der Anzahl der Soldaten / Geheimdienstleute, die man schickt? Mit oder ohne Panzer / Flugzeuge?

      Zitat: “Die Ablehnung von Kontrollen durch die IAEO sollte ein Grund für die UN sein, dieses Land zu besetzen.” Dann sollte man die USA gleicht mit besetzen, denn die lehnen gleich die ganze UNO ab, solange die USA die UNO nicht als Instrument für ihre Kriegszüge missbrauchen können.

      Um das klar zu stellen: ich find den Iran nicht gut; die USA aber auch nicht!!!

      Rüdiger | 14. Oktober 2011 | 19:23 | Antworten
      • Wäre etwas wirklich stabil, dann könnten sich die vielen Kümmerer doch nicht ständig darin aufspielen, wie fleissig sie dabei sind, etwas stabil zu halten.

        Die Katze aus dem Sack | 14. Oktober 2011 | 19:33 | Antworten
        • Sowas nennt man dann wohl politische ABM, oder
          !?

          Rüdiger | 14. Oktober 2011 | 19:40 | Antworten
          • Joo, komplett mit unserem Segen, wenn auch nicht mit dem, aller Wählerinnen und Wähler.

            Die Katze aus dem Sack | 14. Oktober 2011 | 19:44 | Antworten
      • Danke

        Zu: “ich möchte, dass niemand Atombomben hat.”

        Ich meine, dass wird sich nicht verhindern lassen.
        Der Iran ist aber aus bekannten Gründen noch eine andere Kasse in dem Zusammenhang.

        Das die USA viel Mist bauen ist bekannt. Auch gegenüber uns Europäern. Bei all den Aktionen der USA muss man immer überlegen, was gewesen wäre, wenn diese nicht stadtgefunden hätten.

        ABER: Das ist kein Argument, gegen das vorzugehen, was der Iran vorhat.

        Die USA ist ein wichtiger Verbündeter der Bundesrepublik und der Europäer. Wir teilen auch eine Wertegemeinschaft. Auch wenn dass zum beispiel beim Justizvollzug einen Europäer die Haare zu berge stehen lässt. Wie es aber mit den Justizvollzug im Iran aussieht ist bekannt. Die Berichte von Folterungen von unschuldigen Frauen sind im Internet nachzulesen.

        Es geht auch nicht nur darum, was die USa machen. Wir Europäer müssen zusammen mit den friedlichen Staaten in der Region mit allen Mitteln gegen diesen Staat vorgehen.

        Eine Möglichkeit wäre es, dass sich die Großmächte(Russland, USA, CHina) zusammen tun und das Regim stürzt. Die Vorteile (Rohstoffe, etc) daraus können die drei sich dann teilen.

        Karl Letis | 15. Oktober 2011 | 09:49 | Antworten
    • kriege führt man heute zwar via videomonitore und viel viel geld. doch vergessen sie bitte nicht allzu schnell das wesentliche eines krieges.

      es wird unmengen blut fliessen. unmengen.
      … mehr blut als öl, macht und einfluss es jemals wert sein kann.

      herr von s. | 14. Oktober 2011 | 21:07 | Antworten
  12. Den iranischen Machthabern traue ich alles zu.

    Hinterhältige Morde,sind doch in diesem Land keine

    Seltenheit .

    Muschel | 14. Oktober 2011 | 17:16 | Antworten
    • Ich traue wiederum den amerikanischen Machthabern nicht weniger zu, als Du den Iranischen. Hinterhältige Morde, sind in diesem Land ebenfalls keine Seltenheit. Allerdings finden sie nicht immer auf amerikanischen Boden statt.

      Die Katze aus dem Sack | 14. Oktober 2011 | 17:20 | Antworten
    • Hinterhalt sind nicht nur im Irak möglich,da gibts noch mehr Länder.@Muschel

      M.G. | 14. Oktober 2011 | 20:04 | Antworten
    • Gibt es heutzutage überhaupt noch jemanden in irgendwelchen Chef- oder Regierungsetagen, dem man nicht alles zutrauen muss???
      Wir haben das INet und eine ansich gut funktionierende Presse, aber die Informationsflut gestaltet sich dermaßen inflationär, als das man sich noch über jede skandalöse Schweinerei ausreichend empören könnte.
      Genau das, wissen auch die Mächtigen, und deshalb für sich zu nutzen.

      Delitant | 15. Oktober 2011 | 09:14 | Antworten
      • Also ich möchte meinen Chef loben,welcher OK. ist,aber es gibt natürlich auch das Gegenteil.Ich muss sagen Obama hätte ich anders eingeschätz,schade nur.@Delitant

        M.G. | 15. Oktober 2011 | 11:17 | Antworten
  13. Wenn die Amis wieder einmal nach einem Vorwand für Krieg suchen, wird es ernst.

    Aber naja, wer hat von dem “Friedensnobelpreisträger” Obama auch was anderes erwartet. Er ist halt geenauso armseelig wie sein Vorgänger.

    Also dann, spielen wir hallt mal wieder Krieg im Mittleren Osten. Allerdings glaube ich fast, daß die Sache dieses Mal für die Amis und vor allem die Israelis (welche schon seit 2 Jahren den Iran angreifen wollen) schlimm ausgehen könnte.
    Dieses Mal sitzen Ihnen die Russen, Chinesen, Türken und der Rest der arabischen Welt im Nacken.
    Ameerika setzt alles auf eine Karte und könnte eventuell seinen Statuss als “Weltpolizei” verlieren.

    Zum Thema iranischer Terrorismus:
    Is klar! Deletantisch geplante Mordanschläge passieren bekanntlich allen, außer den Amis. Daher wird auch gerade die NY – Nummer von 2002 wieder interessant. Scheinen ja doch nicht alles Verschwörungstheorien gewesen zu sein.
    Bevor ich den Amis in dieser Richtung glaube, fliege ich lieber auf den Mond.
    Altes amerikanisches “Naturgesetzt”: Hast Du innenpolitisch Probleme, zettel einen hübschen regional begrenzten Krieg an (natürlich gegen grausam Diktatoren, die die Zukunft der USA praktisch schon ausgelöscht haben). Das eint die Nation – und die Amis sind dumm genug, ihrer Regierung auch noch zu glauben.

    Berios | 14. Oktober 2011 | 17:24 | Antworten
    • Amerika, Israel, Russland, China, Türkei sowie der Rest der arabischen Welt? Das hört sich nicht nach einem regionalen Scharmützel an. Ich kann hier durchaus Potenzial zu mehr erkennen, zu viel mehr. Diese Kriegstreibereien sind primitiv und barbarisch. Ich bin erstaunt, dass sich einige Menschen von barbarischen Primaten anführen lassen. Jedoch: Ein Blick in die Geschichtsbücher offenbart: Es war nie anders – reine Beständigkeit.

      Wobei, alle ja nicht. Aber was zählen die schon? Ggf. kann man sie, dieser Tage, ja immer noch in der Sicherungsverwahrung (SV/KZ) verschwinden lassen.

      Die Katze aus dem Sack | 14. Oktober 2011 | 17:42 | Antworten
      • Und dann ist Frieden, bei Sicherungsverwahrung ?
        Dann sollten die von Ihnen Genannten aber auch zum Friedenstiften therapiert werden.@Die Katze auch dem Sack

        M.G. | 14. Oktober 2011 | 20:02 | Antworten
        • Nein, Frieden ist dann sicher nicht, aber der Krieg ist dann weit weniger in Gefahr, als Selbstbereicherungsmaschinerie entlarvt zu werden.

          Die Katze aus dem Sack | 14. Oktober 2011 | 20:04 | Antworten
          • Der Aufruf ist zwar alt:”Schwerter zu Pflugscharren.”, aber er ist heute immer noch aktuell.@Die Katze aus dem Sack

            M.G. | 14. Oktober 2011 | 20:12 | Antworten
          • Wäre doch ein schönes Firmenmotto, z.B. für Heckler & Koch. Aber statt dessen …. Naja.

            Die Katze aus dem Sack | 14. Oktober 2011 | 21:47 | Antworten
          • Stimmt,verdienen sie ihre Gelder mit der falschen Produktion.@Die Katze aus dem Sack

            M.G. | 14. Oktober 2011 | 21:51 | Antworten
          • Und die Beschäftigten verdienen ihre Gelder mit der falschen Arbeit. Aber das stört die nicht, denn sie sind in der Lage, solche moralischen Gewissensfragen wie folgt zu kontern: “Wenn ich den Job nicht mache, dann macht’s jemand anderes.”

            Wer schickt schon moralische Bedenken voraus, wenn es um’s grosse oder kleine Geld verdienen geht?

            Die Katze aus dem Sack | 14. Oktober 2011 | 22:32 | Antworten
          • Frage wer,hält denn noch etwas von Moral und Gewissen,was letztendlich immer vom Geld verdorben wird.@Die Katze aus dem Sack

            M.G. | 15. Oktober 2011 | 11:19 | Antworten
  14. Da keiner wirklich was Konkretes weiß, können hier nur entweder anti-amerikanische oder anti-iranische Animositäten ihren Ausdruck finden. Dem Amerikanern kann man in solchen Frangen nicht wirklich trauen, den Iranern aber genausowenig – das sind nun ja auch keine Unschuldsengel. Oder ist die endlose Besetzung der US-Botschaft in Teheran schon vergessen?
    Das Thema hier überhaupt in einen Blog zu stellen, ist von seiten ZDF hirnlos. Unsere Antworten sind weder “repräsentativ” noch anders als emotional begründet, weil wir nichts beurteilen sonden nur glauben oden nicht glauben können. Eigentlich DAS Thema für Bibelmäuse….

    Julius Cäsar | 14. Oktober 2011 | 17:58 | Antworten
    • stimmt

      Ramses | 14. Oktober 2011 | 18:01 | Antworten
    • Das Thema ‘Krieg’ geht uns doch alle an, sollte es zumindest. Mich geht der Krieg sehr wohl etwas an, daher arbeite ich auch nicht in der Waffen- und Rüstungsindustrie, noch bin ich ihnen dienlich. Das mir Steuergelder aus der Tasche gezogen werden, um derartiges dennoch zu finanzieren, stört mich erheblich. Aber was soll’s? Was mich erheblich stört und anderen Menschen das Leben zur Hölle macht, finden wiederum andere Menschen ganz prima.

      Lass mal die Bibelmäuse ruhig machen. Sie vermögen den Blickwinkel zu erweitern, das ist zwar weniger als Verständnis, aber man kann nicht gleich alles erwarten.

      Die Katze aus dem Sack | 14. Oktober 2011 | 18:07 | Antworten
    • Angesichts dieser latenten Bedrohungen unserer Welt, frieren wir jetzt wenigstens vor lauter Gemütlichkeit, und schlucken unsere Wut auf die Finanz-Mafia, nebst den darin involvierten Politikern hinunter. Es geht uns doch allen noch prima.
      Also alles halt halb so schlimm, wenn es vom Iran aus gesteuert, noch grausamer und scheußlicher kommen kann.

      Delitant | 14. Oktober 2011 | 19:46 | Antworten
      • Na hoffendlichnicht, da sich ja dann 2 Mächte mit Atomwaffen gern haben, was wird mit dem Klimaschutz ?
        USA und Irak sollten sich jetzt lieber friedlich einigen,wir haben alle schon genug mit den Wirtschaftskriesen zu tun.@Delitant

        M.G. | 14. Oktober 2011 | 19:59 | Antworten
  15. Krieg wird es solange geben, so lange somalische oder afghanische oder sonstwelche Warlords meinen, Macht mit Waffen ausüben zu müssen, selbst wenn alle Politiker von heute auf morgen dem Krieg abschwören würden. Daß diese Politiker auch noch nicht so weit sind, sieht man an Herrschaften à la Gaddafi, Ahmadinedschad, George W. Bush, den diversen afrikanischen Diktatoren, den Generälen in Myanmar (Birma), den Herren Chavez & co. Selbst in Europa sind wir davon nicht gefeit, der Herr Milosevic wirkt noch nach und dadurch kloppen sich irgendwelche Verrückten in Serbien und Umgebung heute noch herum. Daß wir im größten Teil Europas heutzutage friedlich leben, liegt bestimmt nicht an höherer Einsicht, sondern daran, daß sich 2 Weltkriege doch irgendwie in der Erinnerung befinden.
    Der Bibelspruch mit der rechten und der linken Backe hilft da auch nicht weiter, so was interessiert die Warlords und Konsorten nun gar nicht.Da gilt leider immer noch der Spruch der alten Römer si vis pacem para bellum – auch wenn das ziemlich teuer ist.

    Julius Cäsar | 14. Oktober 2011 | 18:36 | Antworten
    • Diese alten Sprüche haben also noch immer ihre Gültigkeit, nach all der Zeit? Das verwundert mich jedoch gar nicht. Es offenbart den Intellekt einer Spezies, die sich selbst als intelligent bezeichnet, während sie damit herumprotzt aus der Geschichte gelernt zu haben.

      Die Katze aus dem Sack | 14. Oktober 2011 | 19:09 | Antworten
    • @Julius Cäsar

      Sie müssen bei bei der Aufzählung Ihrer _Warlords_ gar nicht so sehr in die weite Welt hinausschweifen – Sie können zu diesem Thema ruhig auch ganz in unserer Nähe, in Zentraleuropa bleiben.

      Vor kurzer Zeit schwadronierte doch der damalige französische Staatspräsident Jack Chirac – als der Konflikt mit dem Iran losging – von einem Nuklearangriff, falls, wie er wörtlich sagte, die vitalen Interessen Fränkreichs gefährdet werden könnten.
      Der jetzige _Sarkozy_ ist keinen Deut besser und eher noch eine Stufe dümmer als sein Vorgänger.

      Gruß D. Ackermann

      Dieter Ackermann | 14. Oktober 2011 | 19:38 | Antworten
      • Aber der Westen verteidigt sich doch nur, oder!? Notfalls gerne auch auch prophylaktisch.

        Hab ich wenigstens immer so verstanden…

        Rüdiger | 14. Oktober 2011 | 19:43 | Antworten
  16. Für Kriege haben die Amerikaner kein Geld mehr und kein Präsident wird dem kriegsmüden Volk einen weiteren aufzwingen, solange am Hindukusch und anderswo gekämpft wird. Allerdings ist die Provokation eine Offensichtlichkeit.

    Ist es so weit – mal wieder ein “Überfall auf den Sender Gleiwitz”?

    Michael Egler | 14. Oktober 2011 | 19:48 | Antworten
  17. Damit es komme nicht zum Knackse,
    gibt es das Militär, zur Prophylaxe.
    Doch leider beugt der Mensch, der Tor,
    sich der Gewalt, anstatt ihr vor.

    Delitant | 14. Oktober 2011 | 19:56 | Antworten
    • Donnerwetter,Sie sind ja richtig poetisch begabt und wenn der Irak und die USA auch so poetisch ihren Streit schlichten,kommen sie trotz Weltwirtschaftskriese billiger bei weg.@Delitant

      M.G. | 14. Oktober 2011 | 20:07 | Antworten
  18. Am besten wäre es, wir ziehen irgendwo zwischen Europa und Nahem oder Fernem Osten eine Mauer längs durch die Landkarte, dann können die Amis im Osten nichts mehr kaputt machen, und die A-Bomben der Iraner verfangen sich im Netz :-)

    Rüdiger | 14. Oktober 2011 | 20:00 | Antworten
    • Stimmt, und Arbeitsplätze werden auch wieder geschaffen wodurch die Arbeitslosenzahlen weiter sinken.@Rüdiger

      M.G. | 14. Oktober 2011 | 20:09 | Antworten
      • Sollte dieser Konflikt am Ende noch was Gutes haben???

        Oder müssen wir dann “Danke, Obama!” sagen??

        Rüdiger | 14. Oktober 2011 | 20:18 | Antworten
        • Dazu müsste der Konflikt aber friedlich gelöst werden, nicht mit Atomwaffen, sonst können wir zu Obama gar nichts mehr sagen.@Rüdiger

          M.G. | 14. Oktober 2011 | 20:21 | Antworten
          • “Frieden” werden die beiden wohl erst dann geben, wenn einer von beiden in Schutt und Asche liegt.

            Echter Frieden ist was Anderes, und den werden wir hier auf der Erde sowieso nie erleben, es sei denn, wir ziehen wirklich eine Mauer, damit die unterschiedlichen Kulturen und Religionen bloß niemals mehr aufeinander treffen können, nur um nach dem Entdecken der allzugroßen Unterschiede bezüglich der Ansichten über die wahre Staatsform, Religion und Weltanschauung überhaupt festzustellen, dass ich mich vom jeweils Anderen allein schon deshalb bedroht fühle, weil es ihn gibt, und ihn noch besser vorsichtshalber gleich erst mal in Schutt und Asche lege.

            Stell dir nur mal vor, ich mach das nicht, und dann macht der das mit mir und meinem schönen Land:

            dann werde ich beim nächsten Mal ja nicht wieder gewählt, und das geht gar nicht!!!

            Rüdiger | 14. Oktober 2011 | 20:32 | Antworten
          • Das ist auch eine akseptable Ansicht,da die unterschiedlichen Religionen und Weltanschauungen sich gegenseitig beweisen wollen, dass immer seine die bessere ist,wird es den wahren Friesen geben.Ich fürchte es auch, dass jeder der Erste sein will, der den anderen in Schutt und Asche legt,aber wieviel unschuldige Bürger müssen wieder sterben ?@Rüdiger

            M.G. | 14. Oktober 2011 | 20:52 | Antworten
          • …also wenn ich mir das so recht überlege –
            so steht daß doch schon in der Betriebsanleitung von ganz oben – für uns bestimmt/geschrieben.
            Als der Turm damals zu hoch gebaut wurde, wurden auch die Geflügelten zu unserer aller Verwirrung eingesetzt ;)
            es kann ja bekanntlich nur Einen geben !
            Eigentlich schade das die Maus nicht da ist —
            Die weiß es mit Sicherheit noch besser.

            Bernhard | 14. Oktober 2011 | 23:21 | Antworten
          • Die Frage besteht dann noch,ob der Eine überhaupt geflügelt dort oben ist.Aber es kann nur eine Urkraft geben,welche die natürlichen Funktionen im Universum in Betrieb gesetzt hat,so sehe ich dies auch.Ich habe mir nämlich Videos über das Universum angesehen mit Urknalltheorie usw.@Bernhard

            M.G. | 15. Oktober 2011 | 11:22 | Antworten
  19. Big Brüssel is watching you”: George Orwells Vision wird wahr – und sogar noch schlimmer
    Gast-Autor | 13. Oktober 2011 | 7 Comments
    Brüssel (DE) – Dieser Artikel behandelt nicht die Wirtschaftsabsichten der Europäischen Union. Vielmehr möchte ich eine Verbindung zwischen zeitloser Literatur und den heutigen politischen Verhältnissen ziehen.

    Von Lohengrin*

    Es gibt nur wenige Bücher, die ihrer Zeit weit voraus sind. Eines davon ist vielen bekannt, sollte aber in jedem Bücherregal eines patriotischen Deutschen stehen und auch gelesen worden sein. Wenn man es liest, kommt man sich vor, als wäre das, was man gerade liest, Realität. So falsch ist diese Vermutung auch nicht. Die Rede ist von George Orwells Klassiker “1984″.

    Die Geschichte dieses mitreißenden, aber dennoch recht schwer zu lesenden Romans ist schnell erzählt: Wir leben in einer Welt, in der es nur noch drei Staaten gibt: Eurasien, Ostasien und Ozeanien. Eine Nation befindet sich mit mindestens einer anderen Nation immer wieder im Krieg, jedoch nicht um ihre Macht zu erweitern, sondern um die Bevölkerung auf einem Wohlstandsminimum zu halten, denn: Wenn jemand sich nur um das Nötigste sorgen muss, dann hat dieser keine Zeit sich über den Staat und dessen Aktivitäten Gedanken zu machen. So lassen sich alle Menschen einfach überwachen und kontrollieren und es ist nicht möglich aus diesem Käfig der Unterdrückung zu fliehen, da die Partei bzw. der “große Bruder” alles und jeden überwacht. Das perfekte totalitäre System. Doch die beste Seite dieses Regimes zeigt sich nicht nur in seiner offenen Überwachung, sondern darin, dass selbst die Opposition, der Widerstand, vom Staat geschaffen wurde, um Freidenker zu ködern und diese zum Schluss zu töten.

    Dass dies nur eine Vereinfachung ist, sollte bekannt sein, doch die Härte dieses Romans ist erdrückend, zumal auch Parallelen in die heutige Zeit rein greifen.DDDDDDD

    1. Die Opposition

    Dass wir in der Bundesrepublik, zumindest auf Bundesebene, keine parlamentarisch vertretene Opposition haben ist wohl bekannt und muss nicht weiter erläutert werden.

    2. Die Medienzensur und Abschaffung demokratischer Rechte

    Es ist allgemein bekannt, dass wir in der Bundesrepublik durch Erklärungen der Mediengesellschaften keinen freien Austausch von Informationen haben. Nicht nur, dass diese Themen nicht angesprochen und de facto aus der Öffentlichkeit herausgehalten werden sollen, nein, es wird gegen jegliche Art von nichtstaatlicher Opposition agitiert, und zwar nicht nur gegen Mitglieder dieser Opposition, sondern auch gegen Sympathisanten und einfache Freidenker. Diese Medienzensur besteht beinahe in jedem Land des europäischen Kontinents, das sich in der Europäischen Union befindet. Ein Zufall?

    Rechte wie Versammlungs-, Rede- und Pressefreiheit werden immer weiter eingeschränkt. Arbeitnehmer verlieren ihren Arbeitsplatz oder werden aus Sportvereinen ausgeschlossen, trotzt jahrelanger Arbeit, weil sie einmal zu oft ihre Meinung sagten. Der Beginn des Präventionsstaates.

    3. Bildung von Superstaaten

    Seit kurzer Zeit hört man wieder eine Phrase, die einem Patrioten einen kalten Schauer über den Rücken beschert. Die Rede ist von den “Vereinigten Staaten von Europa”. Nicht nur, dass der Name verdächtig danach klingt, dass sich dort nicht europäische Völker allein tummeln sollen, sondern auch andere Gestalten, die mit Europa so viel zu tun haben wie eine Kuh mit einem Schwein. Durch den Eurosuperstaat hätten diese Gestalten den perfekten Vasallen, um ihre Politik weiter in die Welt zu tragen. Auch in Asien haben wir zurzeit eine Solche Bildung: So versuchen sich die Chinesen intensiv in die Innenpolitik der Indochina-Staaten einzumischen, z. B. mit enormen wirtschaftlichen Vorteilen. In Südamerika beginnt, begründet durch die wachsende Bevölkerung und Wirtschaft, eine Art Entstehung eines sozialistischen Kontinentes, was durch die Krise der Bauern in Bolivien zu erkennen ist und durch die Tatsache, dass Brasilien seit geraumer Zeit Argentinien als wichtigsten Wirtschaftsstaat in Südamerika ablöst.

    Es zeigt sich an nur drei Punkten wie weit unsere heutige Welt die Welt von 1984 ist. Zu erwähnen ist zudem, dass es zumindest an meinem Gymnasium den Deutschlehrern untersagt ist, den Roman “1984″ im Unterricht zu lesen und zu besprechen. Die Geburtengeneration der 1960er bis 1980er durfte dies noch, doch den weiteren Generationen soll dieses Buch wohl verschlossen bleiben. Die Begründungen sind recht dürftig: So würde dieser Roman zu lang, zu schwer zu lesen und zu kompliziert in seinem Aufbau sein und es die Schüler nicht interessieren. Aber andere Bücher schon?

    Deshalb möchte ich jedem empfehlen, dieses Buch nicht nur zu Hause im Bücherregal stehen zu haben, sondern es auch einmal gründlich gelesen zu haben. Es bedrückt, wie viele Parallelen wir heute schon sehen können. Würde George Orwell heute noch leben, so würde er vielleicht folgende Worte aussprechen: “Ich schrieb diesen Roman, um die Menschen davon abzuhalten in einen Totalitarismus zu fallen. Nun ist die Fiktion von 1984 wahr geworden und übersteigt selbst meine Erwartungen.”

    *Leserbeiträge geben nicht zwingend die Meinung der Redaktion wieder.

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    Kommentare (7)
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    blacksun87 sagt:
    13. Oktober 2011 um 17:59
    Ja das hab ich mir auch schon so oft gedacht! Und ich hab nur den Film…

    Rating: +3 (from 3 votes)
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    blacksun87 sagt:
    13. Oktober 2011 um 19:28
    http://youtu.be/sRuUM9oegWM

    Rating: 0 (from 0 votes)
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    Gerswind sagt:
    13. Oktober 2011 um 18:13
    Der Film ist ganz gut für den Einstieg, aber dieses Buch(heute Tatsachenroman) sollte wirklich Pflichtlektüre sein, da die parallelen beängstigend real sind. Desweiteren kann ich nur empfehlen den Lebensweg von Georg Orwell zu verfolgen, insbesondere seine Zeit in Spanien, sowie den daraus resultierenden Büchern!

    Rating: +2 (from 2 votes)
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    Prinz Eugen sagt:
    13. Oktober 2011 um 19:47
    Orwell hatte recht.

    So ist er halt, der Einheitsstaat EU.

    Rating: +1 (from 1 vote)
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    Reichsbürger sagt:
    13. Oktober 2011 um 21:36
    Das Buch ist Realität.Opositionen werden Weltweit unterdrückt.Eine politische Oposition wird niemals geduldet werden.Wird eine Oposition zu mächtig dann wird sie ausgelöscht,notfalls mit bomben und Raketen.
    Auch wenn einige mich jetzt wieder als Spinner, oder wie Organisator immer sagt :”Du nervst”,abmahnen*,sage ich es immer wieder.Wir müssen kämpfen und vieleicht sterben oder wir gehen freiwillig in die Versklavung.Demokratie gibt es nicht.Das ist eine Erfindung der Zionisten,die so die Völker kontrollieren,indem man ihnen den Glauben gibt man könne durch Wahlen etwas verändern.

    Du nervst. – organisator

    Rating: 0 (from 0 votes)
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    VoxPopuli sagt:
    14. Oktober 2011 um 13:19
    Diese Parallelen sind mir auch schon oft aufgefallen, misslich ist nur: Orwell zeigt in 1984 keinen weg der BEfreiung auf. Das Problem heute ist ja auch, dass wir kein reines 1984 haben, sondern eine Mischung aus 1984 und “Brave new World”.

    Die Menschen werden geknechtet und zugleich bespaßt. Eine teuflische Mischung, die die Knechtschaft vernebelt.

    Kurze literaturkritische anmerlung: Im Text heißt es, dass die drei Supertstaaten gegeneinander Krieg führen. Ich meine mich erinnern zu können, dass eben selbst das in “2 plus 2 macht 5″-Manier unsicher ist im Roman. Aber gut, da geht es nicht drum.

    Jedenfalls helfen Kommentare wie “So ist es halt” nicht weiter…

    Rating: 0 (from 0 votes)
    antworten
    Gegenpol sagt:
    14. Oktober 2011 um 13:51
    “Nun ist die Fiktion von 1984 wahr geworden
    und übersteigt selbst meine Erwartungen.”

    Und nur nochmal zur Erinnerung, diese Fiktion
    Orwells stammt bereits aus dem Jahr 1948 (!),
    bevor noch ein Nachgeborener darauf kommt, sie
    sei erst knapp 30 Jahre alt, sie ist schon 63

    Rating: 0 (from 0 votes)

    georg orwell | 14. Oktober 2011 | 20:31 | Antworten
  20. Der Ex-CIA-Agent Robert Baer sagte gestern :
    »USA-Schilderung kann nicht stimmen«
    Während die USA von einer gefährlichen Eskalation durch den angeblichen Terroranschlagsversuch des Iran sprechen, fallen die Reaktionen weltweit gemischt aus. Ex-CIA-Agent Robert Baer, dessen Aufgabe lange die Beobachtung der Quds-Eliteeinheit umfasste, sagte dem britischen Guardian, »die Quds seien sehr gut. Die amerikanische Schilderung und der unprofessionelle Plan seien gänzlich untypisch für die Eliteeinheit«. Auch der renommierte Iran-Experte Nafisi hält das für ausgeschlossen. Es sehe »der Quds nicht ähnlich, auf amerikanischem Boden zu operieren, weil sie Vergeltungsmaßnahmen befürchteten«, sagte er der New York Times.
    Das Nachrichtenmagazin The Atlantic wirft die Frage auf, warum Iran überhaupt Interesse an der Operation haben könnte. Der Plan sei ein Schuss ins Knie, da er sich gegen die eigenen Interessen richte und außerdem gänzlich dem bisherigen Vorgehen widerspreche.
    Quelle: Der Standard

    Joel84 | 14. Oktober 2011 | 21:10 | Antworten
  21. hallo ihr lieben Poster,

    ich habe mir den Kommentar von oben zweimal durchgelesen, bevor ich hier gepostet habe, um es erst mal richtig zu verstehen.

    Aber trotz zweimaligem Lesen bleiben doch Fragen zurück. Zum Beispiel diese hier: welche Beweise hat Amerika denn in der Hand, um nun schon wieder Kriegsgeschrei anzustimmen?? Und außerdem: niemand weiss doch wirklich, wer wirklich hinter diesen Anschlagsplanungen steckt?? Und niemand weiss wirklich, ob es sich nun um ein Komplott handelt oder nicht??

    Von daher wäre es mir persönlich lieber, wenn beide Seiten – sowohl der Iran als auch die USA – sich um Mäßigung bemühen würden. Denn der Nahe Osten ist doch auch jetzt schon ein Pulverfass mit dem Konflikt zwischen Palästina und Israel. Brauchen wir jetzt auch noch einen weiteren Konflikt dort zwischen den USA und Iran?? Muss es unbedingt schon wieder einen neuen Krieg geben??

    Denn ein Krieg dort (ganz zu schweigen von einem Bombenkrieg) hätte dort verheerende Folgen. Denn im Iran ist kürzlich das erste AKW in Buscher in den Vollbetrieb gegangen. Und wenn da auch nur eine Bombe drauffallen würde, dann wäre der gesamte Nahe Osten auf lange Zeit verstrahlt und unbewohnbar.

    Von daher hoffe ich nur, dass hier ein neuer Krieg ausbleibt und beide Seiten zu einer diplomatischen Lösung dieser Sache finden. Denn mit einem gezielten Bombenangriff auf dieses AKW würde tausenden von unschuldigen Menschen dort die Heimat genommen. Sowohl im Iran als auch in den angrenzenden Nachbarländern, da die Strahlung überall hin kommen würde.

    Und zum Schluss bleibt die Frage: welchen Sinn hätte ein solcher neuer Krieg?? Und brauchen wir unbedingt ein zweites Fukushima oder besser ein drittes Tschernobyl?? Wer will sowas??

    Von daher möchte ich beide Seiten in diesem Konflikt dringend um Mäßigung ersuchen: sowohl bei Präsident Obama in seiner Wortwahl und seinem Benehmen gegenüber dem Iran als auch den Iran selbst wegen diesem absolut unnötigen Spannungsaufbau zwischen dem Iran und den USA. Dass muss doch nicht sein, oder???

    Gruß
    Linuxhelfer

    Linuxhelfer | 14. Oktober 2011 | 21:22 | Antworten
    • Vergiss in Deinen Aufzählungen auch nicht die Möglichkeit von B- und C-Waffen. Deren Einsatz wird ja ebenfalls militärisch befehligt, auch wenn man sich hinter Abkommen und Selbstverpflichtungen versteckt. Wie gross schätzt Du das Potenzial, gerade auch im Angesicht von Filmen wie Resident Evil, an menschenvernichtenden Viren, Bakterien und Pilzen?

      Der Vorteil dieser Waffen: Sie zerstören das Leben, belassen jedoch Häuser, Gebäude und Strukturen. So kann alles, nach einer bequemen Säuberung, unmittelbar danach wieder in Betrieb genommen werden. Die Ölquellen, die Schatzminen und all die anderen materiellen Kostbarkeiten werden so nicht radioaktiv verstrahlt, und können weiterhin auf dem Weltmarkt bedenkenlos weiter gehandelt werden.

      Die Katze aus dem Sack | 14. Oktober 2011 | 22:09 | Antworten
  22. Es gibt einen ganz klitzekleinen Unterschied zwischen dem fiktiven Orwell und der jetzigen Situation, zumindest bei uns. Das zeigt dieser Blog. Es wird keiner wegen seiner Posts als unerwünschtes Element eliminiert. Und es gibt auch keinen Blockwart, der alles der allmächtigen Partei meldet, mit anschließender Einfachfahrkarte nach Dachau, Bergen-Belsen usw.
    Ich gönne auch allen ihre Träume von einer konfliktlosen Welt – wer träumt das nicht. Wir haben unseren großen Religionskrieg (damit fing der zumindest an) seit 1648 hinter uns, unseren großen Kolonialkrieg seit 1918 und unseren Rassenkrieg seit 1945. Der Kalte Krieg hat zumindest bis 1990 gedauert und wurde nur deswegen nicht heiß, weil jede Seite vor der anderen zuviel Angst hatte. Nur was hat das alles mit Orwell zu tun? Krieg “spielen” scheint irgendwie eine Lieblingsbeschäftigung vieler Leute zu sein, ersatzweise verprügeln sich heute soganannte Fußballfans oder konkurrierende Rockergruppen oder bei den Kirchweihfesten die Jungs aus den Nachbardörfern um die Mädels.
    Aber immer noch besser so als mit der Luftwaffe oder Cruise Missiles.
    Nur vom Grundsatz her scheint die Konfliktlösung mit zuerst Prügeln, dann Waffen und dann Vernichtungswaffen irgendwie in der Menschheit mal mehr und mal weniger verankert zu sein.
    Bei der 1. allgemeinen Verunsicherung war das Satire: “Das Böse ist immer und überall”- aber leider mit einem sehr realen Hintergrund.

    Julius Cäsar | 14. Oktober 2011 | 21:25 | Antworten
    • Recht haben Sie,wenn jeder Krieger und Prügeland es mal mit einem Rechtsantrag nach den allgemein zugelassenen Prozessordnungen versuchen würden,würde es nicht soviel Tote und Verletzte geben.Denn ein Kriegsspiel artet meist in ernsten Auseinandersetzungen aus,wobei der Mensch als das intelligenteste Lebewesen gefährlicher ist, als die Tiere gleicher Rasse untereinander sind.@Julius Cäsar

      M.G. | 14. Oktober 2011 | 21:48 | Antworten
  23. Aus meiner Sicht erkenne ich zwei diskutierbare Szenarien.
    1. Der Arabische Frühling droht Israel am Ende zu verschlucken. Zur Prophylaxe zeigen die Israelis und ihre Busenfreunde die Amis schon mal die Zähne und machen klar, wer Chef im Haus ist. Den Iranern mit Krieg zu drohen und damit der größten und schlagkräftigsten muslimischen Armee der Welt, ist gewiss eine funktionale Abschreckungsmaßnahme für den muslimischen Rest.

    2. Die Iraner planten tatsächlich den Anschlag, allerdings ohne Umsetzungsabsicht und in der Erwartungshaltung, dass die Amis/Israelis sofort ihren Saudischen Freunden zur Seite springen. Man darf nicht vergessen, dass im Kontext des Arabischen Frühlings nunmehr die Türkei den muslimischen Führungsanspruch einfordert. Dies finden die Ayatollahs im Iran bestimmt nicht lustig. Nach der Maxime, lasst die Türken die Gazahilfsflotte beschützen, wir legen uns mit dem USA-Israel-Saudi-Arabien-Bündnis an, könnte sich auch gegen anatolische Träumereien richten und zumindest zeigen, wer die Hosen im muslimischen Häusle anhat.

    Sphaira | 14. Oktober 2011 | 21:51 | Antworten
    • Ich würde sagen,da haben sich so richtig die Vorlautesten und Hitzköpfigen gefunden, um sich gegenseitig etwas beweisen zu wollen.@Sphaira

      M.G. | 14. Oktober 2011 | 21:58 | Antworten
  24. Äh,Iran bezahlt mexikanische Killer um den saudischen Botschafter in Washington zu töten.
    Naja,wenn es sonst keine Propleme gibt scheint es uns auf der Welt ja noch gut zu gehen.
    Man könnte jetzt hier die Frage stellen ist das wirklich aus unserer Zeit oder hat da jemand etwas aus den Geschichtsbüchern abgeschrieben?
    Nein,dazu fällt einem wirklich nichts mehr ein.

    Manfred | 14. Oktober 2011 | 22:48 | Antworten
    • Die Drecksarbeit können ja wohl Iraner auch allein verrichten,dazu müssen sie ja keine Mexikaner anheuern.@Manfred

      M.G. | 15. Oktober 2011 | 11:51 | Antworten
  25. Warum sollten die Iraner ein geplantes Attentat nicht wirklich ausführen können, hält man sie für so unfähig?
    Ich halte die Iraner nicht für so bescheuert ein Attentat auf amerikanischem Boden durchzuführen, nur müsste im Falle von einem geglückten Attentat nicht Saudi Arabien in den Krieg ziehen, statt den USA? Wenn in Deutschland der Belgische Botschafter durch iranische Agenten umgebracht wird, erklärt dann Deutschland oder Belgien dem Iran den Krieg?

    Trax | 14. Oktober 2011 | 23:45 | Antworten
    • Ja, aber statt eben ein Special-Ops-Team zu entsenden, das den gewünschten Auftrag schnell und effizient erledigt, scheinen die Verantwortlichen auf ein Spezial-Oops-Team a la Johnny English zurückgegriffen zu haben.

      Die Katze aus dem Sack | 15. Oktober 2011 | 02:03 | Antworten
    • Die Wikileaks-Daten zeigen, dass Saudi-Arabien einen US-Angriff auf Iran forderte
      .Vor zwei Jahren im April saß der saudische König Abdullah mit amerikanischen Gästen in seiner Residenz von Riad zusammen. “Mehrfach” habe der Monarch während des Gesprächs einen amerikanischen Angriff auf Iran gefordert, sollte später einer der anwesenden Diplomaten im Protokoll vermerken. Teherans Atomwaffenprogramm müsse gestoppt werden. “Schlagt der Schlange den Kopf ab, bevor es zu spät ist !

      nimiloo | 16. Oktober 2011 | 00:08 | Antworten
  26. Das Thema heisst Terrorplot in Washington.
    Ohne vom Thema ablenken zu wollen, ich bin die vier Blogthemen rückwärts durchgegangen und glaube, einen längeren Artikel, offensichtlich nationalsozialistischer Ausrichtung, zu vermissen. Der war heftig, eindeutig.

    Nun frage ich alle, ob ich mich täusche, oder diese ‘Stellungnahme’ zwischenzeitlich gelöscht worden ist. Der Begriff ‘Terror’ begänne dann nicht erst im Iran, oder in Washington, wir säßen dann mittendrin.

    Nur mal so gefragt.

    Ernst Lipps | 15. Oktober 2011 | 01:35 | Antworten
  27. Wenn man hinter die Kulissen manch locker-lächelnder Diplomatie blickt, – mags einem vom Schauen schaudern. Da entpuppt sich die Friedenstaube dann doch schnell mal als Beute reißender Falke. Geheimdienste und Morde scheinen untrennbar zueinander zu gehören (Mit den Begriffen läßt es sich erkenntnisreich googeln).
    So wurde aktuell wieder ein Blick hinter die Kulissen der internationalen Macht- und Hegemoniepolitik frei gegeben. Dahin, wo zur Durchsetzung ´höherer Interessen´ ein Menschenleben schnell seinen Wert verlieren kann.

    Ich bin ziemlich froh in einem Land leben zu dürfen, indem man zwar von der Politik aus auch gerne mal für einen Blödbürger, dem man alles erzählen kann, gehalten wird. Aber das dann doch ein Land ist, indem ein Menschenleben mit seinen -Rechten, vom Staat her weitestgehend Achtung beigemessen wird.
    Früher war das in DEU aber längst auch keine Selbstverständlichkeit. Denn die Zeit, in der ein Leben dem Staatsapparat nicht viel galt, gab´s hier ja auch reichlich.
    Allerdings waren zwei vernichtende Weltkriege auf dem Boden diesen Landes dann anscheinend doch heilsam genug gewesen um sich auf Besseres zu besinnen. Wer weiß, vielleicht haben andere, die Ihr Spiel der Macht, Ihre Kriege doch nie gewinnen, diesen Lernprozess noch vor sich.

    silberdistel | 15. Oktober 2011 | 01:41 | Antworten
    • Ja, das finde ich auch.

      AntiGruen | 3. November 2011 | 15:52 | Antworten
  28. Dieser Frage geht der Autor des Buches ‘Ich war im Sarkophag von Tschernobyl’ nach. Dieses Buch ist schwer verdaulich, aber hoch informativ für eine Recherche über Motive, die Menschen antreiben, sich vernichten zu wollen.

    Genau dieser Thematik widmet der Autor sein Buch.

    Und auf Deutschland bezogen, wir liegen zwischen diesen Machtblöcken und teilweise deren Satelliten, sind es genau diese Erfahrungen der durchlebten Katastrophen der Weltkriege, die, zumindest seit genau 66 Jahren es anscheinend verhindert haben, in neue Apokalypsen hineingezogen zu werden.

    Ob es die atomare Drohung der Atomstaaten ist, oder die globale Zeitbombe der 99% zu 1% von Arm und Reich sein wird, die Erde ist in beschleunigter Bewegung / Verwerfung. Die Symptome (Terror, Kriege, Mord, Gewalt usw.) zeigen in ihrer weltumspannenden Ausbreitung, dass Deutschland es bisher geschafft hat, durch Glück, Fleiß, Vernunft, Bündnispolitik, oder bloßen Verzicht auf Aggression, eine kleine Insel der Glückseligen zu sein.

    Ob das so bleibt?

    Ernst Lipps | 15. Oktober 2011 | 02:22 | Antworten
    • Na selbstverständlich bleibt das so. Aber nur, wenn wir weiterhin so vernünftige Bündnispolitik betreiben wie bisher. D.h. zunächst beide Seiten mit Waffen zu beliefern, gut daran zu verdienen, und sich rechtzeitig auf die Seite des Siegers zu begeben und beim Wiederaufbau zu helfen, und daran auch wieder sehr gut zu verdienen. Verdient wird also immer. Meintest Du das mit Fleiss?

      Als die Bundeswehr noch eine reine Verteidigungsarmee des inneren Landes war, da haben wir auf Aggression verzichtet. Erst seit uns die politisch Verantwortlichen wieder auf die Schlachtfelder dieser Erde zurückgeführt haben, Verzichten wir wohl kaum auf Aggression, wir sind Teil der Aggression.

      Das Glück ist eben immer mit den Dummen. Und damit das auch so bleibt, arbeiten wir alle daran fleissig mit.

      Die Katze aus dem Sack | 15. Oktober 2011 | 03:08 | Antworten
      • Guten Morgen, Katze,

        Darauf antworte ich gerne. Von nichts kommt nichts, aber mit dem schönen an und für sich positiven Wort Fleiss meine ich nicht diese spezifische Art der geschäftspolitischen Taktik, obwohl diese sicherlich entscheidend zum “Erfolg” beigetragen hat, eher eine grundsätzliche deutsche Werthaltung, die nicht erwartet, dass in erster Linie die Anderen etwas für mich tun sondern ich selbst. Das scheint für eine gewisse Phase mehr oder weniger gut funkktioniert zu haben. Es gab auch eine Belohnung für diese urdeutsche Tugend in Form leistungsbezogener Einkommen, zeitweise gesicherter, scheinbar gut bestückter Rentenkassen und noch einiger angenehmer Nebensächlichkeiten. Nennen wir es das vielzitierte deutsche Wirtschaftswunder, Export – Weltmarktführer, wie es die Fachleute nennen, einschließlich der damit einhergehenden Ideologie.

        Wahrscheinlich bleibt nichts wie es ist oder einmal war: irgendwann muss diese Gleichung schleichend oder schlagartig ungleich gemacht worden sein. Zeitpunkt und Gründe dafür zu suchen, das sprengt den Rahmen dieses Textflusses.

        Zum Begriff angewandte und kommerzialisierte in die Welt hinausgetragene Aggression mit Waffen (-Geschäften), Bündniskriegen, Soldaten, Kriegsschiffen, dem traditionellen Geschäft einer instrumentalisierten Wirtschafts- und Machtpolitik, kam es am Wendepunkt des Besiegten-Status hin zum mitmachen, zahlenden und produzierenden Waffenbruder des Weltmarktführers in diesen Angelegenheiten.

        Ab da scheint etwas in Gang gekommen zu sein, die Taube des Friedens endgültig in die Flucht geschlagen hat. Dabei fällt mir das positive Bild ein, das Ramses weiter oben von aussen betrachtet von unserem Land beschrieben hat. Es scheint ein tiefer, immer deutlich werdender Riß innerhalb der Gesellschaft zu geben, dessen Ursachen und Hintergründe die aktuellen innergesellschaftlichen Auseinandersetzungen im Rahmen globalisierten Welt verschärft zu Tage treten lassen muss.

        Als Deutscher beobachte ich das nun einmal und habe anscheinend den Zustand des Schweigens und Hinnehmens verlassen (müssen).

        Mit freundlichen Grüßen,

        Dann wurde aber

        Ernst Lipps | 15. Oktober 2011 | 08:46 | Antworten
  29. Schreibfehler entdeckt: ‘funktioniert’ muss es heissen. Und der letzte angefangene Satz gehört nicht zum Text.

    Ernst Lipps | 15. Oktober 2011 | 08:51 | Antworten
  30. _______________________
    *Anmerkung der Redaktion: Der Beitrag wurde wegen fehlendem Bezug zum ursprünglichen Thema gelöscht.

    himmel sackra | 15. Oktober 2011 | 15:08 | Antworten
    • Wer kommt denn da aus dem schönen Bayern,denn da fehlt noch Kruzifix noch a ma.@himmel sackra

      M.G. | 15. Oktober 2011 | 15:23 | Antworten
  31. wieviele terrorplots haben eigentlich die usa
    und ihre verbündeten so über die jahrzehnte aus-
    führen lassen – alleine in kuba dürften es dut-
    zende sein?
    hätten lügen kurze beine
    hätt’ nicht nur der CIA-
    -chef keine!

    eberhard seelig | 4. Dezember 2011 | 23:39 | Antworten

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