Krisenmanagement à la Fukushima

Erinnern Sie sich noch an den japanischen Regierungssprecher Yukio Edano? Nach dem Atomunfall in Fukushima am 11. März füllte er täglich die Nachrichten mit seinen beschwichtigenden Lageberichten. Keine direkten Gefahren für die Gesundheit, so sein Dauer-Kommentar. Das Magazin Frontal21 hat Monate später recherchiert: Hat der Mann irgendwie Recht behalten? Um es gleich vorweg zu nehmen: Er und die japanische Regierung haben die Lage verharmlost, Gefahren verschwiegen.


Dass im havarierten Atom-Meiler jüngst Spitzenstrahlungen gemessen wurden, ist vielleicht nicht allzu verwunderlich. Und der Betreiberfirma Tepco traut nach all den Pannen wohl ohnehin niemand mehr zu, das Desaster unter Kontrolle zu bekommen – wie es versprochen war. Doch Gerüchte machen in Japan schon lange die Runde, dass etwa auch Reis und Rindfleisch aus der Region verseucht sein könnten. Doch die Informationen der Regierung über die wahre Lage sind zweifelhaft. Oder bleiben gleich ganz aus. Behörden nehmen wenige Stichproben aus dem Acker, um dann eine ganze Präfektur für wenig belastet zu erklären. Organisationen wie Greenpeace wurden gar an eigenen Messungen gehindert.

Unsere Kollegen in Japan sind jetzt in die Gegend von Fukushima gereist. Und erhielten bei stichprobenartigen Messungen der Erde eines Reisfelds 80 Kilometer entfernt vom AKW erschreckende Ergebnisse: 35 000 bq pro Kilogramm. In Deutschland gelten 60 bq/kg als kontaminiert. Pilze aus Fukushima wiesen 7000 bq/kg auf. Erlaubt wären hier 500 bq. Zwei japanische Wissenschaftsjournalisten haben Verantwortliche wegen Körperverletzung und fahrlässiger Tötung verklagt. Unsere ZDF-Kollegen beobachteten in japanischen Supermärkten Hamsterkäufe: Die Menschen wollen nur noch den Reis der Vorjahresernte.

In der Stadt Fukushima ist jetzt die Zeit der Sommerfestivals. Die Menschen essen dort regionale Produkte, den sonst üblichen Mundschutz sehe man kaum mehr, berichten unsere Kollegen. Und haben nach ihrer Reise das Gefühl: Eigentlich müsste man die Menschen da rausholen, weit über die offizielle Sperrzone hinaus.

Doch die Regierung versucht ihr Problem auf anderer Ebene zu lösen. Seit sich 80 Prozent der Japaner gegen Atomkraft aussprechen, kündigt Ministerpräsident Naoto Kan jetzt vorsichtig die Wende an: Japans Abhängigkeit von der Atomkraft sei zu reduzieren. Das soll beruhigend klingend. So wie Herr Edano vor fünf Monaten. Vertuschen und verschweigen bleiben die Strategien in Japan.

Frontal21, heute um 21.00 Uhr im ZDF

70 Kommentare | 09. August 2011 | 12:00 Uhr | Twittern | Facebook

70 Kommentare

  1. So what???

    horst | 9. August 2011 | 12:16 | Antworten
  2. Schnell Herr Dr. Herles schreiben sie das hier nur Panikmache betrieben wird vom ZDF. Das ist doch nur Angst eines durchhysterisierten Volkes.

    meier | 9. August 2011 | 12:23 | Antworten
  3. Oh nee, nicht schon wieder.
    Es wird langsam echt langweilig.

    G.Walter | 9. August 2011 | 12:24 | Antworten
  4. Verantwortung / Gewissen

    Wenn Greenpeace an Messungen gehindert wird sagt das eigentlich alles aus.

    Der Staat versagt und kommt der Sorgfaltspflicht gegenüber der Bevölkerung
    in Japan nicht nach.

    Darüberhinaus kommt er seiner Informationspflicht gegenüber der Weltmenschheit
    nicht nach.

    Das sollte auf allen Ebenen angeklagt und eingeklagt werden.

    Besser heute aktiv, als morgen radioaktiv. Joseph Beuys, 1972

    Gruß Wolfgang Püschel 9.8.2011

    wolfgang püschel | 9. August 2011 | 12:26 | Antworten
  5. Shikita ga noi!

    Axel | 9. August 2011 | 12:28 | Antworten
    • Shikata ga nai

      horst | 9. August 2011 | 12:50 | Antworten
      • Japanisch ist nicht so einfach – da kann man nichts machen ;-) Jetzt wieder ernst: Gegen Atomkraft schon. Aber das müssen die Japaner jetzt selber hinkriegen. (Wir haben auch Wir sollten die entsprechende Technik (natürlich gewinnbringend) anbieten, aber der Rest… Yamu o enai

        whim | 10. August 2011 | 08:13 | Antworten
      • Sorry, bei meinem Kommentar in Klammern ist etwas auf der Strecke geblieben. Es sollte lauten:

        (Wir haben auch genügend Baustellen… Der Ausstieg aus der Atomkraft bei uns bietet jedoch jede Menge Chancen. Alleine der Know-How-Aufbau für alternative Energien wird uns auch ökonomisch weit nach vorne bringen. Darum: Wir sollten die entsprechende Technik (natürlich gewinnbringend) anbieten…)

        whim | 10. August 2011 | 08:23 | Antworten
  6. Die Atomlobby in Japan ist immer noch viel zu stark, die kann in alle Parteien hineinregieren, alle Gegner der Atomkraft mundtot machen, sodass der Ministerpräsident Kan, der ohnehin nur noch ein Ministerpräsident auf Abruf ist, gar keine Chance hat, eine neue Energiepolitik durchzusetzen. Und die japanische Beschwichtigungspolitik hat noch einen anderen Grund, sie ist zukunftsgerichtet, wenn in 15 oder 20 Jahren Menschen wegen Krebserkrankungen gegen Tepco und den Staat klagen wollen, dann können mit den heutigen Gutachten alle Klagen abgeschmettert werden, denn auf Grund der fehlenden Messergebnisse und der Statements der Regierung, lassen sich alle Folgen von Fukushima als nicht gesundheitsgefährdend deklarieren. Das ist das besonders Perfide an der derzeitigen Politik.

    wolpeziwolfy | 9. August 2011 | 12:50 | Antworten
  7. Ist es denn so, das man nach einigen Jahrzehnten Demokratie dort angekommen ist, wo diktatorische Regime in der Vergangenheit endeten: Bei Tarnen, Tricksen, Täuschen? Aber Bitteschön, es darf doch nicht sein was nicht sein kann! Klar, dem Demos (Volk) ist ja nicht alles zuzumuten.. Ist es denn überhaupt mündig genug? Bei uns wird ja auch genug getrickst: Arbeitslosenstatistik, Statistik für Lebenshaltungskosten, Schulden.
    Eine Niederlage für die Demokratie! Aber man will ja wiedergewählt werden…

    silberdistel | 9. August 2011 | 13:10 | Antworten
  8. Es ist im Interesse aller -ausser der Atomlobby- dass endlich eine internationale Untersuchungskommission sich der Lage in Fukushima annimmt.

    Wenn Greenpeace an Messungen gehindert wird, wenn Regierung und Betreiber eine Berichterstattung des wahren sachverhaltes entweder verhindern und/oder verfälschen dann darf das von den Völkern nicht unwiedersprochen hingenommen werden.

    Wenn der UN-Generalsekretär jetzt in Fukushima ist dann müsste er klar und unmissverständlich sagen dass das jetzt ein Fall für die IAEO ist und unabhängige Wissenschaftler entsenden die aufklären statt verklären.

    Es erstaunt mich bei allem versuch die Mentalität zu verstehen trotzdem dass in Japan selbst so wenig offener Wiederstand gegen TEPCO und die Regierung stattfindet.

    Naveen T. R. | 9. August 2011 | 13:17 | Antworten
    • Die Reaktion der Leute in Japan war und ist auch mir zum Teil unheimlich. Ich wohne seit zwei Jahren in der Naehe von Tokio und habe auch das Erdbeben und seine Folgen miterlebt.

      Wieso bleiben die Leute hier so ruhig? Ich bin bestimmt kein Fachmann, aber zwei Dinge kann ich vielleicht dazu sagen. Zum einen bleiben die Leute gar nicht so ruhig, wie es von aussen den Anschein hat. Die Regierung wird sehr wohl kritisiert, obwohl Ihre Arbeit so schlecht nun auch wieder nicht ist. Man darf ja nicht vergessen, dass Fukushima nur ein Teil einer Katastrophe unglaublichen Ausmasses ist. Im Vergleich zu den vom Tsunami vernichteten Staedten und Existenzen ist Fukushima nun mal das derzeit kleinere Problem. Trotzem wird natuerlich die radioaktive Kontaminierung sehr wachsam verfolgt und nimmt einen Dauerspitzenplatz in der medialen Berichterstattung ein (es nervt schon fast).

      Zum Zweiten wird Fukushima auch als nationale Schande und nur als ein Problem empfunden, das einzelne wie Tepco oder die Regierung zu verantworten haben. Viele Japaner, so ist mein Eindruck, haben ganz persoenlich ein bisschen Schuldgefuehle wegen Fukushima und dafuer, dass man z.B. vor Fukushima relativ gedankenlos mit Energie umgegangen ist und die Gefahren der Kernkraft verdraengt hat.

      Dieses nationale Wir-gefuehl, nicht Tepco, nicht die Regierung, wir Japaner haben Fukushima zu verantworten, ist tatsaechlich sehr sehr stark in diesem Land.

      Franz | 10. August 2011 | 16:19 | Antworten
  9. @ Hilke Petersen

    Verwirrend und verworren!

    Meine liebe Frau Petersen, ich möchte ein Geständnis ablegen – vor Ihnen und der Gemeinschaft der Blogger:
    Ich habe Ihren Beitrag mehrmals gelesen. Aber ich komme nicht dahinter, was Sie mit Ihrem Artikel ausdrücken wollen. Es mag sein, dass es sich hierbei um einen „Vorratsartikel“ handelt, um einen Artikel, den man vor Urlaubsantritt schreibt und der dann irgendwann eingestellt wird. Das, was Sie hier schreiben, ist bekannt.

    Dann nehme ich doch mal den ersten Absatz Ihres Beitrags auszugsweise:
    „Hat der Mann [der Regierungssprecher] irgendwie Recht behalten? Um es gleich vorweg zu nehmen: Er und die japanische Regierung haben die Lage verharmlost, Gefahren verschwiegen.“ Zitatende
    Hat er irgendwie Recht behalten …? Was kann ich damit anfangen?
    Wie auch immer: Auch wir hier in Deutschland haben einen Regierungssprecher (vom ZDF an die Regierung Merkel ausgeliehen). Wird er immer das sagen was er weiß?
    Er wird das Lied von dem singen dessen Brot er isst. Oder er „ist“ weg!
    Diese Verhaltensweisen sind bekannt – kein aufgeklärter Bürger erwartet mehr.

    Oder dann auch noch:
    „Unsere Kollegen in Japan sind jetzt in die Gegend von Fukushima gereist. Und erhielten bei stichprobenartigen Messungen der Erde eines Reisfelds 80 Kilometer entfernt vom AKW erschreckende Ergebnisse: 35 000 bq pro Kilogramm.“ Zitatende
    Sind Ihre Kollegen in Japan in die Gegend von Fukushima gereist und haben Messungen durchgeführt? Oder haben Ihre Kollegen Messergebnisse von Sachverständigen erhalten?
    Das ist alles sehr verwirrend.

    Es könnte aber auch ganz anders sein:
    Ihr Beitrag könnte ein Gleichnis sein. Vielleicht wollten Sie die bundesrepublikanische Wirklichkeit (natürlich ohne AKW-Unfall) darstellen. Möglich, dass es Ihnen um die Informationspolitik des Bundespresseamtes geht.

    Ich bin ratlos! Helfen Sie mir bitte.

    Einen freundlichen Gruß aus Eisenach

    Heinz Sahl - Eine Stimme aus Thüringen | 9. August 2011 | 13:23 | Antworten
  10. Insgesamt ein wichtiger und guter Bericht.

    Schon die USA haben kurz nach der Havarie geraten, die Sicherheitszone zu erweitern.

    Es zeigt sich die typische japanische Mentalität.
    Wenn es peinlich wird, wird auf Kosten der Menshen zur beruhigung der Öffentlichkeit fleißig unter den Teppich gekehrt. Das war auch bei den bisherigen Unfällen und Unregelmäßigkeiten bei Tepco der Fall. Hier zeigt sich, dass der Staat sich aus der Energieversorgung und vo langfristigen energiewirtschaftlichen Strategieentscheidungen herraushalten sollte.

    Möglichereise werden auf dieser Basis, ähnlich wie in Tschernobyl, zahlreiche Spätfolgen auftreten. Wobei die russische Havarie noch eine ganz andere Nummer gewesen ist.

    Ich denke, die japanischen Techniker brauchen noch mindestens 8 Monate, um die Lage vollständig unter Kontrolle zu bingen. Dann wird es darum gehen, die Reaktoren sicher zu verschließen. Die Bergung und der Einschluß wird mehr Geld kosten, als der schon seit Jahren umstittene Konzern Tepco zur Verfügung stellen kann. Hier wird der Staat eingreifen müssen.

    zu den Grenzwerten:
    Grenzwerte sind immer ideologisch umkämpft.
    Die Gegner der Kernenerie wollen natürlich möglichst kleine Werte. Anhänger der esotherischen Feinstofflichkeit, die Homöopathen und Anthroprosophen, haben die Wirkung von unendlichen Verdünnungen sogar als ein zentrales religiöses Ziel definiert. Das mag auf der Ebene des Plazeboeffektes sogar helfen, es ist aber auch anzunehmen, dass eine übervorsichtige Vermutung von vermeindlich oder beführchteten verseuchten Stoffen auch umgekehrt Pathogen wirkt. So kann es kommen, dass Menschen und Kinder erkranken, weil Angst hier verbreitet wird.

    In Deutschland galten bisher für Lebensmittel Grenzwerte von 600bq/kg. Jetzt wurde diese auf 1250bq/kg herraufgesetzt. Die Angabe von 60bq/kg für kontaminierte Erde mag richtig sein. Es scheint mir aber, dass hier die Medien gerne übertreiben, hysterisieren um die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und eíne tolle Meldung zu landen.

    Zu: “Zwei japanische Wissenschaftsjournalisten haben Verantwortliche wegen Körperverletzung und fahrlässiger Tötung verklagt” — Warscheinlich zu Recht

    Zu: “Eigentlich müsste man die Menschen da rausholen, weit über die offizielle Sperrzone hinaus”. — Die Sperrzone ist eindeutig zu klein. Das sagen fast alle.

    Zu: “Doch die Regierung versucht ihr Problem auf anderer Ebene zu lösen. Seit sich 80 Prozent der Japaner gegen Atomkraft aussprechen, kündigt Ministerpräsident Naoto Kan jetzt vorsichtig die Wende an: Japans Abhängigkeit von der Atomkraft sei zu reduzieren. ”

    – Das ist keine Lösung für aktuellen Strahenbelastungen und ist wenig glaubwürdig.

    Was Japan macht, ist die Sache der Japaner. Das ist wenig glaubwürdig. Japan hat wenig andere Chancen. Mit dem schnellen Brüten werden die Japaner in Zukunft unabhängig von Uranimporten werden. Das werden die sich nicht nehmen lassen.

    Ich halte den vorschnellen Atomausstieg in Deutschland für einen großen Fehler. Es gibt zahlreiche Details, welche ich an anderer Stelle hier ausführlich genug dargestellt habe.

    In seine Gesamtwirkung ist dieses Vorgehen gegen eine in Deutschland etablierte Technik langfristig hochgradig schädlich für alle.

    Karl Letis | 9. August 2011 | 13:42 | Antworten
  11. PS
    Auf Erwiderungen, von Typ (s.u. ) werde ich nicht antworten.

    “ich kann nicht verstehen, wie jemand so herzlos(!) sein kann”

    “ich bin sprachlos wie jemand…” (Sprachlos, von wegen!)

    “bestimmt von der Atom-Lobby” (.. bestimmt!)

    “Solche Leute sollte man nach Thernoby schicken” (Reisekosten Bitte)

    “da, und da dran hat man gesehen, dass ganz allgemein dies und das nicht Sicher ist” (zu grob)

    etc.

    Karl Letis | 9. August 2011 | 13:47 | Antworten
    • das für und Wider kann man ja wenn man will, in mehreren Blogs nachlesen.
      über die verschiedenen Zukunftsaussichten wurde auch schon diskutiert, von langfristig hochgradig schädlich bis zu, Deutschland wird unabhängig und dadurch wirtschaftlich noch stärker.

      aber wie gesagt wer will einfach in diversen Blogthemen hier nachlesen.

      meier | 9. August 2011 | 14:30 | Antworten
  12. Mich nervt es, immer und immer wieder zu lesen “Tschernobyl ist aber auch etwas viel größeres gewesen”. Die Japaner könnten sich ein Beispiel an den Sowjets nehmen. Sie haben das Problem wesentlich schneller in den Griff gekriegt! Ich hätte den Japanern ein besseres Krisenmanagement zugetraut. Aber das, was hier abläuft, ist unbeschreiblich! … und dazu noch die dummen Kommentare “Tschernobyl wäre ne Nummer schlimmer gewesen…” Mein Gott, wenn die Japaner so weitermachen, werden wir weltweit die Folgen zu tragen haben (wenn es nicht schon so ist!!!)

    Annette Bernhardt | 9. August 2011 | 15:20 | Antworten
  13. Dem Entsetzen wird Pragmatismus folgen. Da nichts rückgängig gemacht werden kann, wird Schadensbegrenzung betrieben. Dazu gehört es natürlich auch, das tatsächliche Ausmaß der Katastrophe so lange wie möglich unter der Decke zu halten. Derweil schaut man interessiert zu, wie viele Erkrankungen in den kontaminierten Regionen auftreten. Erst wenn Zusammenhänge mit der Strahlenbelastung nicht mehr zu leugnen sein werden, wird man den Opfern das Bedauern aussprechen. So oder so ähnlich wird es laufen.

    H.Jue | 9. August 2011 | 15:37 | Antworten
  14. Dem Entsetzen wird Pragmatismus folgen. Da nichts rückgängig gemacht werden kann, wird Schadensbegrenzung betrieben. Dazu gehört es natürlich auch, das tatsächliche Ausmaß der Katastrophe so lange wie möglich unter der Decke zu halten. Derweil schaut man interessiert zu, wieviele Erkrankungen in den kontaminierten Regionen auftreten. Erst wenn Zusammenhänge mit der Strahlenbelastung nicht mehr zu leugnen sein werden, wird man den Opfern das Bedauern aussprechen. So oder so ähnlich wird es laufen.

    H.Jue | 9. August 2011 | 15:42 | Antworten
  15. Wer nach Majak 1957, Tschernobyl 1986, Fukushima 2011 immer noch behauptet Atomkraft sei “sicher” (wie Westerwelle und Co. im Wahlkampf ´09 in Bezug auf deutsche Akws) dem ist nicht mehr zu helfen.

    Glück im Unglück, dass diese 3 Unfälle in Orten passierten, wo keine Millionen wohnen (z.B. Moskau oder Tokio).

    In privater Hand wo es um Profit und nicht um Sicherheit geht, hat so eine gefährliche Technologie nichts zu suchen.

    Marvin | 9. August 2011 | 16:27 | Antworten
  16. Die Angst und die Empörung der Redakteurin und aller mener Vorschreiber in allen Ehren. Ich hoffe nur, sie beziehen alle keinen Atomstrom mehr und wir sehen uns alle im Novembe in Gorleben, wenn der Castor rollt. Strahlende Grüße aus dem Wendland schickt Stefan Buchenau

    Stefan Buchenau | 9. August 2011 | 16:30 | Antworten
  17. Die Angst und die Empörung der Redakteurin und aller mener Vorschreiber in allen Ehren. Ich hoffe nur, sie beziehen alle keinen Atomstrom mehr und wir sehen uns alle im November in Gorleben, wenn der Castor rollt. Strahlende Grüße aus dem Wendland schickt Stefan Buchenau

    Stefan Buchenau | 9. August 2011 | 16:30 | Antworten
  18. Solange nur Profit und Macht wichtig sind wird der Mensch und seine Gesundheit vergessen bleiben.Erst wenn durch Erkranken an der Atomstrahlung das Geldveridenen unmöglich macht, wird sich der verlorenen Gesundheit besinnt und nach Fehlern der Vergangenheit gesucht. Der Mensch im Ganzen mit Gesundheit ist nicht wichtig nur die Gesichtswahrung.Zudem ist zu bedenken, wer hat die Kamikaziflieger mal ins dasein gerufen ?

    M.G. | 9. August 2011 | 16:39 | Antworten
  19. Es tut mir leid, ich muss mich direkt an die Redaktion wenden und bei denen beschweren, die für die Beiträge in Mediathek verantwortlich sind.

    Dort gibt es eine Bilderserie, die mit dem Titel: “Schlacht um London” angeboten wird.

    Ich finde, das geht auf gar keinen Fall, das ist Bild-Zeitung Stil, mit solchen Schlagzeilen wird bekanntlich Öl ins Feuer gegossen.

    Will sich ZDF auf diese Weise an der Eskalation in London beteiligen?

    Wenn sie vernünftig sind, dann bennen sie bitte die Bilderserie schnell um. ZDF soll ein sachlicher und mutiger Sender bleiben und nicht den Revolverblättern nachlaufen.
    Wir werden noch genug damit zu tun haben, die sozialen Unruhen zu verstehen, zu kanalisieren und zu verhindern. Für zeitgleiche Sachlichkeit und schnelle Analyse werden sie Kräfte brauchen, also kompromitieren sie sich nicht.

    Emil | 9. August 2011 | 17:55 | Antworten
    • heute.de

      Lieber “Emil”,
      die “Schlacht um London” im Titel unserer Bilderserie ist klar als Zitat gekennzeichnet und wird gleich zu Beginn im Text mit dem Quellenhinweis “wie sie britische Zeitungen nennen” verknüpft. Eine solche Verfahrensweise in einer Überschrift mag man unterschiedlich bewerten. Wir teilen aber nicht Ihre Auffassung, dass das “auf gar keinen Fall” geht.
      Mit freundlichen Grüßen
      die Redaktion

      heute.de | 9. August 2011 | 19:32 | Antworten
      • an die redaktion “heuute.de”:
        Danke für Ihre Antwort, kann ich verstehen, wenn es eine übernommene Überschrift ist, ich hätte sie nicht übernommen, ich würde mich hüten, Auseinandersetzungen in sozialen Brennpunkten als Schlachten hochzustilisieren. Wir müssen mit der Gewaltbereitschaft runter und müssen uns klar machen, dass die Deeskalation auf der verbalen Ebene beginnt. Es ist eh schon schwer, in den heutigen Zeiten Befriedung zu finden.

        Emil | 9. August 2011 | 22:57 | Antworten
    • In so einer „strittigen“ juristischen Frage: „ob was auf gar keinen Fall geht“ kann nur ein klar kalküler Jurist eine Antwort geben. Ja,… wenn doch da Einer mit Durchblick wäre um das zu analysieren?

      susi bibelmaus | 9. August 2011 | 19:42 | Antworten
  20. Regierungssprecher Yukio Edano fasst nur in Worte was ihm von oberster Stelle vorgegeben wird. In Japan zielt alles darauf hin niemals das Gesicht zu verlieren wenn die Wahrheit zu entsetzlich erscheint. Sie bleibt somit meistens auf der Strecke. Die eigene Schande wird nicht zur Schau gestellt, aber der Ehrenbürger konnte früher einmal einen Ausweg finden: Harakiri.

    Lisbeth

    Lisbeth aus dem Kohlenpott | 9. August 2011 | 19:44 | Antworten
  21. Die Geschichte wiederholt sich, wer die Verhaltensweisen der offiziellen Stellen nach Tschernobyl mit den jetzigen Verhaltensmustern vergleicht, stellt fest, dass das alles schon mal da war.

    Wer sich über Fukushima und darüber hinaus über Atomkraft informieren möchte, der sollte die Seite http://www.atomlüge.de ansehen.

    Atomstrom good-bye.

    Atomlüge | 9. August 2011 | 20:02 | Antworten
  22.  
    Wer kontrolliert eigentlich die Richtigkeit der Messungen und Aussagen von Greenpeace?
     

    Wolkenspalter | 9. August 2011 | 20:08 | Antworten
    • Greenpeace .. der Umwelt Dedektiv

      Grennpeace hat seit seiner Gründung 1971, viel für die politische Meinung und zur öffententlichen Aufklärung, beigetragen.

      Greenpeace .. ist “unbestechlich” man könnte sagen, mit höherem Ziel .. für das LEBEN.
      Kontrolle ist eine Ilusion des Geistes, und bedenken Sie bitte,.. Greenpeace hat damals, ein Schiff verloren, als Sie versuchten, einen “Atom-Test” zu verhindern.

      Wer sein LEBEN einsetzt, um das LEBEN zu schützen, muß gebildet und fähig sein und ein Labor, auf dem Wasser, war neu. Greenpeace verfügt über eine gute Oragnisation und Fachleuten aus Universitäten und dem Privat-Sektor, die bereits viel gesehn und evtl. auch schon verhindert haben.
      Greenpeace .. hat mich schon als Jungendlicher in den 80er interessiert. Und die Aufgleber ist auch Cool.

      Gruß
      bcstony

      P. Degoulange | 9. August 2011 | 23:56 | Antworten
      • Darauf gibt es eine ganz einfache Antwort: Greenpeace ist ein höchst undemokratischer Verein mit einer kleinen Gruppe autokratischer Führer. Die Masse der Mitläufer hat keine Chance auf Mitbestimmung. Er hat sich prioritär Gesellschaftsveränderung an die Fahnen geschrieben. Es ist zweifelhaft, ob Umweltwschutz wirlich das Kernanliegen ist nur oder Vehikel des Ersten. Der Aktionismus streift oder übertritt mit Vorliebe gesetzliche Limits, liegt oft genug nahe der Grenze zur Gewalt und dient dazu, auf der Gegnerseite Gewalt zu provozieren. Das ist gewiss -kein- Verein mit einer friedlichen und friedensfördernden Grundhaltung und Ausgestaltung. Auch wenn Green-”Peace” gerne so erscheinen möchte, ist das Friedensetikett nur ein schlecht gemachtes Feigenblatt.

        Und es gibt auch klare Hinweise, wo Greenpeace mit Zahlen und Daten schlichtweg hanebüchen lügt.

        Wolkenspalter | 10. August 2011 | 09:21 | Antworten
  23. Ban war ja jetzt in Fukushima. Es haben Anwohner an die UN geschrieben. Ban hat die japanische Regierung angemahnt und versprochen sich mit den “Sicherheitsrichtlinien” der atomaren Krisenregion zu beschäftigen. (Habe ich einem Kurzbericht von nhk entnommen) Ich finde es entsätzlich, wie hier mit dem Leben und der Existenz dieser Menschen umgegangen wird. Bei einem Bericht letztens im ZDF, sage ein japanischer Bauer, er stehe mit dem Rücken zur Wand. Und genau das ist es! Die Betroffenen haben kein angstfreies Leben mehr vor sich und keine Regierung, die ihnen den Rücken stärkt. Es wird vertuscht wo es nur geht. Der Kurs der Khan Regierung: wenig Messergebnisse herausgeben, wenig Verantwortung übernehmen, wenig humanitäres Engagement soll hier dem restlichen Japan und der Welt weismachen: wenig passiert, kein Grund zum Handeln, vertuschen.

    E. Mustermann | 9. August 2011 | 20:40 | Antworten
  24. In Japan hat der Mensch als Individum mit Rechten wenig wert.
    Er ist eigendlich nur Figur in einer programierten Welt, Würde eines menschen ist erschreckenderweise offensichtlich ein Fremdwort in Japan und das recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit auch. Find ich Grausam.

    M.G. | 9. August 2011 | 21:53 | Antworten
  25. 3 Tage nach Fukushima habe ich in einem Blog vorgerechnet, dass diese Reaktoren nach mehr als 12h ohne Kühlung unweigerlich in der Kernschmelze sind. Kann jeder mal nachvollziehen die Energiemenge, die in Dampf produziert wird ist, ca 1/3 der elektrischen Energie.

    Oki, schon damals habe ich geschrieben, dass ich damit rechne, dass diese japanische Insel wahrscheinlich über kurz oder lang, in 2, 3 oder 5 Jahren gänzlich unbewohnbar sein wird.

    Bis jetzt sind es nur ein paar Ecken, an denen die sehr hohe Strahlenbelastung messbar ist, ein Träumer, wer denkt, dass das das Ende ist – es ist der Anfang.

    Alle 6 Anlagen werden bis aufs Grundwasser durch schmelzen und wie in Chernobyl hochgehen (es sei denn, die japanischen Freunde transportieren wenigstens die Brennstäbe aus den 2 noch beherrschbaren Kühlbecken schnellstens ab); die Folgen kennen wir…

    Auch diese Bloggemeinde wird wieder über mich herfallen, aber ich bin mir sicher, irgendwann werdet ihr mir alle recht geben müssen.

    Jürgen Freyer

    Jürgen Freyer | 9. August 2011 | 22:32 | Antworten
  26. @Letis,Sie halten den Atomausstieg für schädlich,keine Ahnung.Es ist eine grosse Change.
    Sie haben vor mehreren Wochen in einem Blog sich total für die kernenergie ausgesprochen ,jetzt reden Sie schon etwas vorsichtiger jetzt möchten Sie die Leute raus holen.
    Vielleicht haben Sie doch etwas dazu gelernt,(auch Susi Bibelmaus )freut mich jetzt das Sie auf dem Wege sind zu
    erkennen das Kernkraft nicht beherrschbar ist und abgeschafft werden muss.Dieses ist eine grosse Change für Deutschland der Spitzenreiter von Erneuerbaren Energien zu werden.Ich hatte Ihnen damals empfohlen ihren Urlaub in Fukushima zu verbringen,da doch alles nur Panikmache ist.
    Endlich haben Sie kapiert ( auch Susi ) das es kein anderen Weg gibt als so schnell wie möglich raus, aus dieser Energiegewinnung.Ich nehme an Sie sind realtiv alt,und haben keine Kinder,oder sind Atomlobbyist ,da Sie damals so wehement für Atomkraft sich eingesetzt haben.
    Versöhnlichen Gruss Kurt
    Redaktion:Kann das sein, das Herr Thevessen nicht nur Terroexperte ist,sondern auch Finanzexperte,ich meine er hätte einen Kommentar über die Finanzkrise gesprochen.
    Sie sind sehr sparsam beim ZDF ,Sie haben einen “Journalisten “der auf allen Gebieten Experte ist.

    Kurt | 9. August 2011 | 22:38 | Antworten
    • Aber ich habe mich doch gar nicht gegen das Atom ausgesprochen! Nach wie vor halte ich an sauber zuverlässiger Stromgewinung fest. Sauber,… nicht im Sinne von „ohne Gefahr“ das haben wir ja gerade, aber zu Verstehen als Umweltschonend. Sicher, die Brennstäbe müssen gelagert werden und das Zeugs hat es auch noch Jahre später in sich, aber der ganze Herstellungsprozess von Solaranlagen und Windrädern oder das Betreiben von Biogasanlagen – verursacht zwar kein Atomgau, bringt dafür jedoch weitaus grössere Umweltschäden.
      .
      .
      susi

      susi bibelmaus | 9. August 2011 | 23:10 | Antworten
      • Sorry susi,

        aber kurz drei Punkte zum Nachdenken:

        1) Atomkraft ist kurzfristig gedacht und gefährlich!

        2) Atomkraft wurde bislang subventioniert und nur deswegen “künstlich” günstig. Hierbei wurden die Kosten der Endlagerung und Abbau der Kraftwerke noch gar nicht berücksichtigt und der Steuerzahler bekommt dies wahrscheinlich als “Abschiedsgeschenk” nochmal obendrauf.

        3) Dass regenerative Energiequellen weitaus größere Schäden verursachen sollen, entspringt wohl Ihrer Fantasie. Natürlich müssen Windräder o. ä. irgendwo produziert und aufgestellt werden (genauso wie Autos). Aber sie rechnen sich komplett energetisch. Und jetzt fragen Sie mal die Menschen, die neben einem AKW leben, ob sie statt dessen vielleicht nicht doch lieber ein paar Windräder hätten.

        Wie gesagt – zum Nachdenken…
        Beste Grüße

        whim | 10. August 2011 | 11:44 | Antworten
        • Auch die “Erneuerbaren” werden staatlich subventioniert. Schlimmer noch, sie haben “Vorrang” vor allen anderen weil etwas durchgedrückt werden soll was gerade “In” zu seien scheint.

          susi bibelmaus | 10. August 2011 | 12:32 | Antworten
  27. Wieviel Biomasse ist für die Energiegewinnung nötig, welche aus Lebensmittelrohstoffe besteht und wieviel Menschen haben Hungersnot durch Dürreperioden ? Biogasanlagen auf Basis von Nährstoffe ist wohl bei hungersnot in armen Ländern auch nicht das Richtige, wenn diese zur Ernährung
    dringender gebraucht werden.

    M.G. | 9. August 2011 | 23:19 | Antworten
  28. Fukushima .. Atomkraft außer Kontrolle

    In Japan geht die Angst um..!
    Man sieht Sie nicht, man hört Sie nicht, man kennt Sie nicht.
    Die Kraft, die aus der “Steck-Dose” kommt .. Strom.

    In den letzten hundert Jahren, hat sich vieles Verändert. Doch das System, bleibt zurück.
    Das Problem ist nicht die Atom-Kraft .. sonder der Umgang damit.

    Uran .. ist eigentlich .. ein sehr umgängliches Element..!
    Doch die Sache wird erst kompliziert, wenn man “buster” einsetzt.
    Plutonium .. hat in einem Atom-Kraft-Werk ..!.. nichts zu suchen..!!!

    Uran .. schmielzt nur .. fertig.
    Plutonium .. schmielz, verdichtet sich (Kri.Mas) .. BOOM.

    Fukushima hat Uran und Mix-Reaktoren am laufen gehabt.
    Das bedeutet minimum 2 Tonnen Schmelze in 4 Reaktoren.
    Das ist hart..!
    Uran wäre kein Problem, aber diese “Mischungen” aus, weiß Gott was..! Macht das alles “Hoch Kompliziert”.

    Zum Glück,.. (leise ausgesprochen) haben die Russen Erfahrung in diesen Dingen und haben “sofort” Hilfe angeboten..! Das Angebot der Atom-Aufsicht (USA), läßt noch auf sich “warten”..!
    Europa und Russland, helfen so gut Sie eben können, aber ohne die “Hilfe” der Atom-Aufsich (USA) wird das, nicht reichen.

    Um Japan, effektiv zu HELFEN .. müssen ALLE helfen..!
    Ein Blanco-Check .. sollte “Pflicht” sein..!
    Alleine nur für .. das Leben im Meer.

    In diesem Fall .. geht “ES” um mehr .. als nur Geld..!
    Unsere Nahrungs-Quellen sind bedroht ..!
    Und baden im Meer, ist auch nicht Logisch.

    Das Atom-Zeitalter, kann doch, nicht nur Haß und Bedrohung, erzielt haben..? “ES” muß doch Organisationen geben, die “verpflichtet” sind zu helfen, ohne Auffoderung..!!?

    Doch wie lange, ist die ganze Katastrophe jetzt her ..?
    Mrd. m³ Meer-Wasser verseucht, nur weil niemand zuständig ist..??!
    Hallo .. “es” gibt hunderte AKW`S in Europa, WER ist da zuständig..? die Atom-Aufsicht..?? HILFE..!!

    Die EU braucht Experten im “Ernstfall ABC”..!
    A. Atom-Kraftwerke
    B. Pharma-Konzerne
    C. Chemie-Konzerne
    Ich sehe die EU ..!!.. hier in der “Pflicht” nach zu Rüsten.
    Eigentlich .. müssten alle helfen können, die Atom-Waffen haben.
    Nur mal so,…

    Gruß
    bcstony

    P. Degoulange | 9. August 2011 | 23:35 | Antworten
  29. Ist es zulässig, Frau Petersen, wenn ich hier weniger auf Ihren Text und mehr auf den Filmbeitrag in der heutigen Sendung zu sprechen komme? – Offenbar ist die japanische Bevölkerung das Opfer einer Atom-Mafia, die sich aus Regierung, Verwaltung und Atomindustrier zusammensetzt. Da werden Grenzwerte für Verstrahlung bei Kindern willkürlich so hoch gesetzt, dass der englische Wikssenschaftler, der sich in dieser Sendung äußert, mit vielen Todesfällen rechnet. Er spricht von der größten Umweltkatastrophe weltweit. Und da schreibt jemand: “Nicht schon wieder.”

    Viele Grüße

    Peter Gudelius

    Peter Gudelius | 9. August 2011 | 23:59 | Antworten
  30. @Hilke Petersen

    Zu Ihrem letzten Satz:
    „Vertuschen und verschweigen bleiben die Strategien in Japan“.

    Glauben Sie wirklich, dass unter dieser „Krankheit“ nur Japan leidet? Sind die Worte _Moral Verantwortung, Ehrlichkeit, Anstand usw._ inzwischen nicht in allen Führungsebenen auf der ganzen Welt nur noch Hülsen, Phrasen oder Metaphern?
    Sind unsere so genannten Demokratien, welche wir als vorbildliche Staatsgebilde in alle Welt exportieren wollen, nicht durchdrungen und getragen von Unehrlichkeit, Scheinheiligkeit, Heuchelei und Massenverblödung?

    Ich glaube, dass sich unsere westlichen Demokratien im Hinblick auf diese Untugenden im Klassement noch weit mehr vorgearbeitet haben als z. B. Japan. Wir werden dies demnächst im Zusammenhang mit unserer monetären Katastrophe erleben.

    Zum Thema „Verlogenheit“ würde ich also Japan nicht so sehr in den Vordergrund stellen!

    Gruß D. Ackermann

    Dieter Ackermann | 10. August 2011 | 03:15 | Antworten
    • Und noch etwas:

      Diese Verlogenheit in allen Führungsebenen und auch von Staatswegen her dürfte mit der tiefere Grund dieser Randale in England sein – und wir sollten uns nicht wundern, wenn bei solchen Voraussetzungen irgendwann eine Generation (Jugend) kommt, die alles kurz und klein schlägt und abbrennt.

      Ich habe es schon des Öfteren hier in diesen Blogs von mir gegeben: Man kann einen Staat oder einen Staatenbund auch ohne Weltkrieg restlos ruinieren und zerstören!

      Gruß D. Ackermann

      Dieter Ackermann | 10. August 2011 | 03:37 | Antworten
      • Und nochmals,volle Zustimmung!

        ein Bürger | 10. August 2011 | 07:03 | Antworten
      • @Ackermann

        Ich stimme Ihnen voll zu!

        ein Bürger | 10. August 2011 | 12:07 | Antworten
    • Volle Zustimmung, Herr Ackermann!

      ein Bürger | 10. August 2011 | 07:02 | Antworten
  31. Ja Herr Ackermann, ein Staat kann man auch ohne Weltkrieg ruinieren, nämlich, durch in Abhängigkeit bringen, wie Obama in den USA.
    Er musste zur Sozialleistungenskürzung teilweise zustimmen, sonst wäre es vielleicht nicht zur Schuldengrenzenanhebung gekommen, wegen der Tea- Party-Partei.

    M.G. | 10. August 2011 | 10:29 | Antworten
  32. @Susi,
    Natürlich halten Sie daran fest,genau wie die Kath. Kirche
    egal was passiert sie halten sich immer an uralte Rituale fest.Das es Umweltschäden geben kann auch bei erneuerbaren
    Ernergien,möchte ich nicht abweisen,aber diese kann man
    begrenzen und man sieht oder merkt es wenn irgendwas schief läuft.Bei der Strahlung merken Sie garnichts,und das schlimme daran das Politiker und Experten die Sache immer klein reden,oder schreiben,das ist auch noch eine sehr grosse Gefahr.Wissen Sie wie es in Bayern aussieht,hervor gerufen durch Tschernopyl,Wildschweine überhaupt alle Waldtiere,werden angeblich gleich in die Abdeckerei gefahren,warum wohl derweil die Verstrahlung zu gross ist,jetzt kommt noch Fukushima,die Strahenwerte wurden vorsichtshalber hoch gefahren,damit sich manche Lebensmittel noch verkaufen lassen.Denken Sie in Ruhe einmal nach !!
    Wir werden,egal um was es geht belogen von Politikern und Medium,damit die Profitgeier zufrieden sind.
    Bankenkrise usw.alles zahlt der dumme Steuerzahler,bei profit wird geschaut das ja kein Cent mehr Steuer gezahlt wird.(Mercedes)
    Gruss Kurt

    Kurt | 10. August 2011 | 10:48 | Antworten
    • Lieber Kurt, Sie haben ja so Recht.
      Egal um was es geht, welche Sachen und Dinge bewegt werden, wir wurden immer und werden es heut wieder: getäuscht und belogen. Im täglichen Leben und bei einigen Usern hier ist die Verbitterung darum auch schon ins Wort geschrieben. Es bildet sich Hass, es staut sich eine ungeheurere Wut auf, die sich irgendwann einmal entladen muss. Um Sie vor den Folgen einer vor bitterster Enttäuschung ausbrechend gewaltsamen Seele zu bewahren, möchte ich Ihre Aufmerksamkeit auf unsere diesjährige Jahreslosung 2011 richten: „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Römer 12:21)“.
      .
      Wir als bibeltreue Christen wissen um das wuchtige Auftreten des Bösen vor der Wiederkunft des Gottessohnes. Das, was an Bösen bisher noch zurückgehalten, wird für die letzte Frage „Ob der Mensch ohne den Schöpfer leben kann“ freigegeben. Daher, lieber Kurt, die immer brutaleren ungerechten barbarischen – bösartigen – Übergriffe auf Leben- Freiheit- Moral – auf den Menschen. Wir Christen stemmen uns nicht dagegen, denn das Böse muss sich vollends offenbaren. Und die Bibel ist zwar lange vor uns geschrieben – aber für „unsere“ Zeit. Und wenn Sie mal einen Blick hineinwerfen werden Sie merken, der Mensch hat sich nicht geändert, er benennt die Dinge und Sachen um ihn herum nur mit anderen Worten. Früher ein König – heut ein Ministerpräsident. Einst Sklave – heut Niedriglohnarbeiter.
      .
      Immer mehr Menschen lachen heut mit dem Verweis der „Aufgeklärtheit“ darüber, machen sich lustig, doch sie wollen ihre Sündhaftigkeit nicht wahrhaben. Ein von Gott gelösten Leben führt immer zum Tod. Das sehen wir heut. Je mehr die Menschen von Frieden reden um so mehr müssen dafür ihr Leben lassen. Je öfter die Menschen von Gerechtigkeit reden je einschneidender wird die eigene Freiheit. Je intensiver die Menschen von Einigkeit reden um so mehr der Zwang zur Gleichmacherei.
      .
      .
      Darum, lassen Sie sich nicht vom „Bösen“ überwältigen.
      .
      .
      susi

      susi bibelmaus | 10. August 2011 | 12:24 | Antworten
      • Hallo Susi, hallo alle,

        ja, natürlich gibt es die Prinzipien (“Ich alles, Du nichts”) genauso heute wie damals. Aber eigentlich sollten wir uns doch mit unserem Verstand (ok, der hat sich nicht weiterentwickelt) und Erfahrung davon lösen.

        Oder?

        Klappt aber irgendwie nicht. Woran liegts? Darüber sollten wir uns mal Gedanken machen. “Es muss immer irgend etwas passieren, ehe etwas passiert.” (whim)

        whim | 10. August 2011 | 15:09 | Antworten
      • PS @Susi – obwohl bzw. auch weil ich Christ bin:

        Ein Leben führt IMMER zum Tod, egal ob von Gott gelöst oder nicht… Die Frage ist nur, wie man es führt!?

        whim | 10. August 2011 | 15:12 | Antworten
        • Bruder, wenn Sie nichts von “zu hause” wissen – geben Sie hier nur vor, ein Bruder zu sein. An dem was Sie seit Monaten hier alles geschrieben haben sage ich Ihnen, wir kennen Sie nicht.
          .
          .
          susi

          susi bibelmaus | 10. August 2011 | 15:23 | Antworten
          • Hey Susi (ich bin jetzt mal förmlich),

            dann “outen” Sie sich bitte mal: Opus Dei? Eine “normale” Christin sind Sie nicht, sondern vertreten extreme Positionen (was ich generell ablehne – egal ob rechts oder links, schwarz oder weiß, grün oder rot, und vor allem braun! – was auch immer…).

            Aber warum lassen Sie “normale” Christen nicht normale Christen sein? Christlich ist DAS nicht!!

            Bitte mal kurz nachdenken…

            PS: Und ich bin MIT SICHERHEIT nicht Ihr “Bruder” – saudoofe Formulierung!

            whim | 10. August 2011 | 16:09 | Antworten
          • Halten Sie sich vor Augen: wenn Sie mit anderen zu tun haben, sehen „Sie“ nur den Körper, nicht den Geist dahinter. Deshalb hauen Sie auf die Körper anderer ohne zu Wissen was das für Folgen, auch für Sie hat. Und gleich ob der Körper stark oder schwach ist, in „jedem“ steckt der gleiche empfindliche Geist. Wenn Sie also mit ihrem Nächsten zu tun haben, vernichten Sie ihren Mitmenschen nicht nur durch das Schwert, …auch durch Worte.
            .
            .
            Und ja, ich… als gutaussehend aufrechte Kampfmaus stemme mich mit angelegter Rüstung- Schild und schönem Morgenstern der Lüge jederzeit entgegen (Epheser 6 :10). Da Sie mir „kein Bruder“ sein wollen, frage ich Sie: Wer ist dann Ihr Vorgesetzter?
            .
            .
            susi

            susi bibelmaus | 10. August 2011 | 16:14 | Antworten
          • Was ein wirres Zeug (Sie reden sich doch nur selber schön)… Ohne (mehr) Worte.

            PS: Sie wollen tatsächlich mit Bibelzitaten (altes Testament – total überholt) die Welt retten?? Sorry, das ist die Politik und Weltanschauung der letzten Jahrtausende…

            Trotzdem Grüße

            whim | 11. August 2011 | 11:00 | Antworten
          • PS – Anmerkung für “Gelehrte”: “Epheser” ist natürlich neues Testament – andere Zitate an dieser Stelle (dieser Blog bzw. andere) aus dem AT hatte ich gemeint…

            whim | 11. August 2011 | 11:10 | Antworten
          • Also Ihre PS-ses, manchmal sogar mehrfach, sind ja immer wieder eines: sie sind schöön. Sie wollen also “einfach ein normaler Christ” sein? Schöön, dass können Sie auch. Daher nochmal meine Frage: Wer ist Ihr Vorgesetzter?

            susi bibelmaus | 11. August 2011 | 11:54 | Antworten
          • Ohne Kommentar (was ein Schwachsinn)…
            Aber Gegenfrage: Wer ist denn Ihr “Vorgesetzter”??

            PS: Lieber mal ein PS schreiben (vertuen oder etwas vergessen kann jeder), als irgendwelchen Müll verzapfen – sorry.

            whim | 12. August 2011 | 11:36 | Antworten
  33. @Jürgen Freyer,
    Stimme Ihnen voll zu,aber wissen Sie die ganze Atomlobbyisten sind finaziell sehr stark,und finden immer wieder sogenante Experten die das gegenteildarlegen oder beschwichtigen.Oder wie jetzt soweit ich das mitbekomme im Ausland wird es ausgesessen.Das heisst,Ruhe nicht soviel Berichten,wenn dann nur ein paar Sekunden.Alle Experten,
    oder in Deutschland lebenden Afghanen die für den Einmarsch in Afghanistan waren (z.B.ein Schriftsteller
    der sagte wenn Afghanistan befreit ist gehe ich in mein geliebtes Land zurück ) dieser gute (schlechte Mensch)Mensch sitzt heute noch mit seiner Familie in deutschland am trockenen und verkauft seine Schundbücher über Afghanistan Er wird Millionär,und seine Landsleute leiden,er aber war Befürworter für die sogenannte Befreiung.
    Gruss Kurt

    Kurt | 10. August 2011 | 11:01 | Antworten
  34. Wenn Bauern 80 km vom Gau weg ihre Felder aufgeben und sogar ihre Höfe verlassen, weiß man wie doll die Atomlobby und die Japanische Regierung gelogen haben.
    Leider währe das in Deutschland auch so, zumindesten konnte man davon im Führjahr noch von Ausgehen. Vielleicht ist das jetzt anders, warten wir es ab ob es die CDU/CSU erst meinen. Nur der FDP wird es keiner glauben das Sie eines Tages erlich wird und nicht mehr die Lobbypartei ist.
    UM DIE ARBEITSPLÄTZE BEI EON ZU RETTEN, BEDARF ES NUR DEN SOFORTIGEN RÜCKBAU DER STILLGELEGTEN AKW´S ZU BESCHLIESSEN!
    Und Japan sofort aufzufordern Ihre Schutzzonen zuerweitern um mind. 80 km, sowie das die Messwerte von Dritten nachgeprüft werden können.(NICHT VON DER ATOMLOBBY)
    Das würde ich als Vertrauensnaßnahme gelten lassen.

    Mit friedlichem Gruß

    Karlo | 11. August 2011 | 00:43 | Antworten
    • “…sowie das die Messwerte von Dritten nachgeprüft werden können”

      Damit ist sicher nicht Greepeace gemeint, von denen man schließlich weiß, dass die sogenannte Atomlobby ihr ausgemachtes Feindbild ist.

      Unsere “Atomlobby” betreibt übrigens auch Windparks. Im Grund ist es ihr egal, womit sie ihr Geld verdient. Und wenn sie es nicht marktwirtschaftlich entscheiden darf (was preislich effizienter wäre), dann muss eben der Staat die Preise garantieren, die sich auf dem Markt nicht durchsetzen ließen.

      Wir wandern also auf teuren Strom zu, dessen Preisaufschlag bis ins Jahr 2030 allein wohl 10 mal so teuer ist wie der GAU von Fukushima. Allein die 200 Mrd. Euro, die für den EEG-Photovoltaikstrom bezahlt werden müssen und die laut Energiekommissar Oettinger 1 Billion Euro für den europäischen Netzausbau. Denn der Ökostrom kommt, wann er will — und Keiner weiß wo gerade in Europa. Dafür brauchen wir viel mehr und teure Netze, die selber keinen Strom produzieren.

      Wolkenspalter | 11. August 2011 | 13:22 | Antworten
      • @ Wolkenspalter
        schöne Zahlen,
        das mit den Stromnetzen ist O.K. auf ganz Europa gesehen und alles nicht als Überlandleitungen.
        Ersparniss ca. 20 AKW´s bis 40 AKW´s, warum wohl ?
        Weil der größte Stromverbraucher die Überlandleitungen sind.
        Auf 1000 km um die 20% der Ennergie die dadurch veschickt wird, Erdkabel sind bei 3% gleich 17% Ersparniss.

        Messwerte nachprüfen es muß nicht umbedingt Die Atomlobby oder Greenpeace sein, manchmal reicht es schon wenn die freien Institute in Japan Ihre Zahlen veröffnetlichen können.
        Nur den Japaner fehlt das Geld und das Personal dazu.

        Und der Gau in Japan wird mit sicherheit doppel so teuer wie der in der UDSSR ( bis heute ca. 250-400 Milliarden und alle 30 Jahre einen neuen Sarg, bis in alle Ewigkeit )
        Kosten ohne die 20000 – 200000 Toten, weil man Menschenleben nicht bezahlen kann.

        P.S. die Keinen Zahlen sind von der Atomlobby die größeren von Freien Instituten, Greenpeace hat noch höhere Zahlen.

        Ja und die Atomlobby hat seit 2001, schon unterschrieben das es mit den AKW´s zuende geht, nur die Traumehe der Wirtschaft von CDU/CSU u. FDP konnte es auch nicht verhindern, sondern mußten es noch feste gestalten.

        Mit friedlichem Gruß
        Das Ende der ATOMINDUSTRIE kommt überall, nur manche brauchen dazu etwas länger.

        Und für Deutschland wurde von der Industrie bis 2030 von mehrkosten für den Strom von Insgesamt 36 Milliarden gesprochen. Das heißt unter 1 ct je khw.

        Karlo | 11. August 2011 | 21:50 | Antworten
        • Karlo, Sie arbeiten auch mit falschen Zahlen. Nicht der GAU von Fukushima kostet 250-400 Milliarden Euro sondern alle Schäden durch Erdbeben und Tsunami zusammengenommen. Fukushima schlug zuletzt noch mit unter 100 Mrd Dollar zu buche. Das wird natürlich noch mehr werden, da noch nicht zuende, aber es ist unseriös, einfach mal das Doppelte draufzuhauen. Das wäre spekulativ, aber nicht “mit Sicherheit”, wie Sie es ausdrücken.

          Es ist zwar effektiv, die Toten aufzuzählen, und hinterher zu sagen, dass man sie eigentlich nicht aufrechnen kann. Also bitte: entweder man kann rechnen und vergleichen — oder man lässt es aus dem Spiel.

          Wie also sollen sie wirklich gezählt werden? Sollen sie mit unseren Verkehrstoten verglichen werden (ca. 6000 pro Jahr in D-Land) — oder die Opfer in Krankenhäusern aufgrund nicht mehr bekämpfbarer Bakterien? Oder sind die AKW-Toten ein Absolutum, weil es eben ein AKW ist und Greenpeace mit der Zahl der Toten eine angeblich nicht verlgeichbare Jokerkarte zieht, die über Allem steht? Wir sollten nicht so -ambivalent- umgehen mit Opfern.

          Machen wir einmal die Gegenrechnung, wieviele Menschen tagtäglich an Hunger sterben, weil sie KEINE Infrastruktur und Organisation kennen, die, wie wir wissen, allesamt nur auf Basis der Verfügbarkeit von Energie funktioniert. Täglich sterben 25.000-70.000 Menschen, weil sie -keine- Technik und dafür insbesondere auch keine Energie haben.

          Dabei wäre die AKW-Katastrophe in Japan vermeidbar gewesen. Es wurde von mehreren Stelle unglaublich geschlampt, Sicherheitsvorkehrungen nicht getroffen oder krass vernachlässigt.

          Deswegen muss man die AKWs nicht mit Stumpf und Stil ausrotten sondern … verbessern. (Die technische Überwachung der AKWs ist bei uns, anders als in Japan, sowieso ziemlich intensiv.) Es gibt schon längst Entwicklungsansätze, wie man Reaktoren ohne aktive Kühlsysteme fahren kann, weil es die Geometrie und eine rein passive Kühlung tut, die aus naturgesetzlichen Gründen nicht ausfallen kann.

          Der Fehler ist, dass wir im stigmatisieren und GANZ abschalten … und anschließend bei den kommenden, sicheren Reaktoren nicht dabei sind. Wir werden unser Knowhow langsam verlieren und aufs Ausland angewiesen sein. Und das in einer Zeit, wo das Öl auch irgendwann knapper wird…..

          Wolkenspalter | 12. August 2011 | 10:59 | Antworten
          • @ Wolkenspater
            1. Die kosten waren für den Super GAU von 1986, umgerechnet in EURO zum jetzigen Stand.
            2. Tote kann man mit Geld nicht auf wiegen.

            Hunger ist was ganz schlimmes, ja da gebe ich Ihnen Recht
            nur wie viele Menschen an unsere Wegwerfgesellschaft gestorben sind können wir nicht errechnen.
            Aber wir können sagen wie viele Leute in Afrika keine Arbeit mehr haben, weil wir unsere Übererzeugung bei Ihnen unter den Eigenerzeugungswert im Land verkaufen.
            Und das führt zu Hunger in der dritten Welt.
            Ausgenommen natürlich Hunger durch Dürren, da können wir nicht viel zu außer unser CO².

            Und Unternehmen die Gewinn machen wollen, müssen, werden immer da sparen wo es geht und nicht zuletzt an der Sicherheit, vielleicht ist die Atomindustrie in 1000 Jahren soweit das man nochmal über Sie nachdenken kann,
            aber zur Zeit ist Sie nur ein Sicherheitsrisiko was man vermeiden kann, muss.

            Denn in Japan ist noch nicht mal 10% offengelegt worden was da alles passiert ist.
            Aber wenn nur die Schutzzone auf die 100km ausgeweitet werden muss, dann sind es schon Volkswirtschaftlich Billionen von Kosten.

            Mit friedlichem Gruß

            Karlo | 12. August 2011 | 13:54 | Antworten
          • Wenn man Ihren Text liest, könnte man meinen, wir sind an allem Übel der Welt schuld. Gratuliere zu Ihrer Kontruktivität! Macht bestimmt Mühe, die Logik zu überlisten ;)

            Auch wenn das Wegwerfen gewiss keine Tugend ist… und dies vermieden würde: mehr leisten kann sich in der Dritten Welt deshalb trotzdem niemand. Eher werden dort ein paar Arbeitsplätze abgebaut, eben weil wir -nicht- konsumieren.

            Ich überlege mir gerade, wie es hier aussieht, wenn sich weniger dreht. So kommen wir der Dritten Welt sicher näher…..

            Also bitte etwas mehr Vernunft bei uns…. aber nicht fatal daneben.

            Wolkenspalter | 18. August 2011 | 19:22 | Antworten
  35. All diese Diskussionen um Schutzzonen und Strahlungswerte zeigen mir einfach, daß niemand so recht weiß, wie das alles einzuordnen ist. Natürlich sind Schutzzonen von 100 km im Umkreis besser als solche von 50 km Radius und natürlich sind weniger Sievert besser als mehr. Und weil das eben niemand so genau weiß ist Besorgnis und Panik die natürliche Reaktion aller Verantwortlichen und Betroffenen. Es geht nicht ums Recht haben, sondern darum vernünftige Maßnahmen zu ergreifen und die Panik zu verhindern. Zu Tschernobyls Zeiten habe ich in Bayern gelebt. Friedrich Zimmermann hat verhindert, daß die Werte bekannt wurden, die über bestimmte Teile Bayerns niedergewaschen wurden. Deshalb blieb Panik in der Bevölkerung aus und gravierende Folgen hat es ja auch nicht gegeben. Heute noch muß ein Viertel der Wildschweine im nördlichen Bayern nach Maßgabe der Grenzwerte nach dem Abschuß als Sondermüll vernichtet werden. Wenn damals schon Greenpeace einen parallelen Nachrichtenkanal eröffnet hätte, dann hätte man in Bayern auch Panik in der Bevölkerung gehabt. Also kreisförmige Schutzzonen sind ein Unsinn. Man muß sich schon die Mühe machen, tatsächliche Krisenregionen zu indentifizieren. Die können einmal viel nähr an den Kraftwerken liegen, dann aber bis zu 300 km weit reichen.
    Genausowenig wie man die Gefährdung einordnen kann (jeder Mediziner wird darauf hinweisen,daß Radioaktivität schädlich ist – das weiß man schon seit Madame Curie), genausowenig weiß man, wie man in solchen Schadensfällen politisch handeln soll. Rücktritte helfen dabei nicht, wenn der nächste Verantwortliche auch nicht besser Bescheid weis. Und wie erst recht sollte das ein Moderator beim ZDF wissen.

    Ich grüße freundlich

    Dr. Friedrich Wörndle | 15. August 2011 | 14:30 | Antworten
  36. heute.de

    Anmerkung der Redaktion: Der Beitrag von peter müller wurde wegen unsachlicher Wortwahl und menschenverachtenden Äußerungen gelöscht.

    heute.de | 17. August 2011 | 16:21 | Antworten
  37. Hier sieht man wie unberechenbar und unkalkulierbar die Herstellung von Atomstrom ist. Was ich vermisse sind Angaben über die Gesamtstrahlendosis derjenigen Tebco-Arbeiter und Tokioer-Feuerwehrleute die immer noch in Fukushima das schlimmste verhindern sollen. Werden sie regelmäßig ausgetauscht, wenn sie den “Höchstwert” der Strahlung ausgesetzt waren? Oder kann auf diese Fachleute nicht verzichtet werden? Auch wenn sie dadurch Erbschäden oder gar den Tod erleiden?

    Otto Mayer | 21. August 2011 | 19:36 | Antworten
  38. Jetzt fangen sie auch an, in Tokio Häuser zu “dekontaminieren”.
    Es wird Zeit, dass sich ein Zorn aufmacht, der diese japanische Regierung, Gesichtsverlust international hin oder her, wegbläst. Ebenso wie die Leute, die in der sogenannten “internationalen Atomenergie-Kontrollbehörde” seit Jahrzehnten dafür zuständig sind, “die friedliche Nutzung der Kernenergie zu fördern” – Lobbyisten. Sogar die Weltgesundheitsbehörde hat einen Knebelvertrag seit den 50ern mit diese Behörde, dass alles, was Kernenergiefolgen betrifft, vor Veröffentlichung über den Tisch der Atomlobby zu laufen hat.
    Wann kratzen weltweit endlich die schwangeren Frauen diesen Leuten eigenhändig die Augen aus, wo sie sie zu fassen kriegen?

    Heinrich

    Joern Heinrich | 26. Oktober 2011 | 00:11 | Antworten

Was sagen Sie dazu?