Operation geglückt – Aussichten ungewiss

Der Euro hält OberwasserDie Not-Operation scheint geglückt. Ob der Patient Euro überlebt, das wissen wir aber heute noch nicht.

Immerhin – Europa hat sich bewegt. Deutschland und Frankreich an einem Strang. Nach zu langer Unentschlossenheit und Uneinigkeit ist das schon was. Am Donnerstag wurden Tabus gebrochen, auch wenn die Politik die klaren Vokabeln noch scheut. Zu den Medikamenten der europäischen Doktoren gehören jetzt auch das gemeinschaftliche Aufkaufen griechischer Altschulden. Selbst Haircuts wurden angedacht. Die Transferunion ist kein Tabu mehr.Europa hat sich bewegt, aufgerafft. Aber die Gefahr ist noch nicht gebannt. Die Märkte werden den Daumen über den Euro heben oder senken, wenn Griechenland im Herbst, wenn auch nur kurz, pleite geht. Ohne Risiko ist das nicht. Auch die neue Absicherung von Risikoländern kann zu unerwünschten Nebenwirkungen führen, den Druck zu Reformen, zum Sparen mindern.

Ein Ärgernis bleibt, dass wieder nur über Finanzinstrumente gestritten wurde, aber der Mut fehlt, am Konstruktionsfehler Nr. 1 zu arbeiten. Ohne politische Union kann eine Währungsunion nicht funktionieren. Es geht nicht ohne Verzicht auf nationale Souveränität. Das gilt für Griechenland, das ein Jahr Euro-Hilfe glatt verbummelt hat. Das gilt aber auch, wenn die Großen, wenn Deutschland oder Frankreich zu Schuldensündern werden.

Die Bundesregierung verweist jetzt stolz auf den Beitrag der Banken am Rettungspaket. Wer mit Griechenland tolle Zinsgewinne gemacht hat, soll zahlen. Gut so. Wirklich schmerzlich ist die Beteiligung aber nicht. Peanuts sind das für die großen Institute, fast möchte man sagen: Pistazien.

Am Ende zahlt der Steuerzahler. Auch die vielen Rettungsschirme werden ihren Preis noch fordern und z.B. die Spielräume für Steuersenkungen in Deutschland einschränken. Schmerzlich ist das und dennoch, gerade aus Sicht des großen Exportlandes Deutschland, richtig. Wir profitieren am meisten vom Euro. Die Kanzlerin muss jetzt erklären, dass das seinen Preis hat.

66 Kommentare | 21. Juli 2011 | 22:15 Uhr | Twittern | Facebook

66 Kommentare

  1. Herr Dr. Frey schreibt mal wieder über Sachverhalte, die er überhaupt nicht versteht, wie so oft

    Ströbele | 21. Juli 2011 | 22:34 | Antworten
    • … nicht nur Herr Frey, auch Frau Illner – gerade im heute journal – haben vor allem eines deutlich gemacht, nämlich dass ihnen die polemischen Floskeln ganz einfach über die Lippen gehen. Wird denn im ZDF nicht mehr nachgedacht und gründlich nachrecherchiert?

      Vorab: Ich bin keine Bankerin und habe auch nichts mit Banken zu tun, aber diese Polemik gegen dieselben im Öffentlichrechtlichen parallel zur Schuldenkrise ist einfach unerträglich.

      Behauptung: Die privaten Gläubiger, insbesondere die Banken, hätten sich unzureichend beteiligt.

      Gegenrede: Wer Kredit – nichts anderes sind Anleihen – zu rund 100 Prozent an Griechenland vergeben hat, kriegt seit rund einem Jahr nur einen Bruchteil davon zurück, wenn er diese an der Börse – oder auch an die EZB – verkauft. Das heißt, er hat schon erhebliche Verluste darauf realisiert. Wer noch nicht alles verkauft hat, sondern einen Teil – wie von den Europäischen Regierungen lange öffentlich verlangt – behalten hat, der hat jetzt noch mal das Nachsehen. Als Deutsche Bank würde er nochmals 21 Prozent abschreiben. Und siehe da: Aus den 150 Mrd ist plötzlich nur noch ein niedriger zweistelleiger Mrd-Betrag geworden. Verlust mehr als 50 Prozent. Und das sollen Peanuts bzw. Pistatien sein? Vermutlich sind die Gehälter bei den Öffentlichrechtlichen so hoch, dass man sich solche Sprüche wie gerade im heute jourmal (22 h) gesehen erlauben kann. Mit sachlicher Berichtertstattung hat das rein gar nichts mehr zu tun!

      Weitere Behauptung: Der Steuerzahler zahlt.

      Gegenrede: Auch ich bin Steuerzahlerin. Und ich sehe nicht, dass ich zahlen muss. Die deutlich entwerteten Staatsanleihen Griechenlands sind von der EZB bereits zu deutlich günstigeren Kursen gekauft worden. Sollte darauf eine etwa 20-prozentige Abschreibung erfolgen, macht die EZB – indirekt der Steuerzahler – einen Gewinn. Dazu ist der Zins für die deutsche Verschuldung am Markt so niedrig wie selten, weil die Investoren aus Griechenlandanleihen raus und rein in Bundesanleihen sind. Riesengeschäft für den deutschen Bundeshaushalt. Und die Kredite der EU-Staaten werden lange laufen – bis 30 Jahre zu 3,5 Prozent. Also wo bitte soll da mein Verlust als Steuerzahler sein? Ich mache da doch Gewinn, und deshalb will ich auch eine Steuersenkung!

      So, jetzt bin ich mal gespannt, was die “ZDF-Experten” dazu sagen. Vielleicht kann Herr Zink sich mal dazu äußern, denn er hat geschickt, aber leider etwas zu leise auf Frau Illner gekontert. Dazu auch noch mal ganz konkrete Fragen: Wieviel haben private Investoren ursprünglich an Griechenland gegeben, wieviel haben sie davon inzwischen zu welchen Kursen verkauft, welche Verluste haben sie dabei realisiert, wieviele Anleihen hat die EZB gekauft und zu welchem Kurs und zu welchem Betrag wird sie die EZB einlösen?

      BlaBla | 22. Juli 2011 | 23:11 | Antworten
  2. Hier wurde mal wieder ein Kommentar des Heute-Journals “abgedruckt”. Glückwunsch zu dieser journalistischen Leistung! Inhaltlich jedoch leider etwas kurz gesprungen…

    Ist das jetzt Europas Rettung? Wir werden sehen. Ich befürchte nein, da die strukturellen Probleme NICHT gelöst wurden. Merkel hat Sarkozy zwar übertrumpft – mehr aber auch nicht. Der deutsche Steuerzahler wird trotzdem der ZAHLER bleiben.

    Ansonsten zwei Punkte noch:

    1) Dass wir vom EURO am meisten profitieren, sollte das ZDF (wenn “es” – bzw. Herr Frey – schon so unsichere Thesen aufstellt) bitte mit Belegen und Argumenten untermauern.

    2) Es heißt Pistazien, nicht Pistanzien.
    (Liest denn hier beim ZDF wirklich keiner gegen?) *

    *Anmerkung der Redaktion: Vielen Dank für den Hinweis.

    whim | 21. Juli 2011 | 22:52 | Antworten
  3. Mit was, bitte soll Griechenland diese Milliarden + Zins und Zinsenzins zurueckzahlen, mit Oliven??
    Das Land ist doch von Politikern ausgebeutet und an die Wand gefahren, bis geht nicht mehr, diese muessten mal als Erste zur Brust genommen, bzw. enteignet werden!
    Vielleicht liesse sich dann auch das Sparprogramm leichter an den Mann bringen?
    Und wie bitte profitieren wir, wenn wir Waren exportieren, die wir auch noch selbst bezahlen duerfen?
    Und dann wird mal wieder Alles teurer, naturlich nur ein bisschen, der Strom ein bisschen, aber wahrscheinlich 3x soviel, die Miete, die Lebensmittel und natuerlich der Sprit, die Zigaretten nicht zu vergessen und auch unsere Manager und Politiker brauchen dann deutlich mehr, aber nur ein bisschen!!

    rudolf | 22. Juli 2011 | 01:26 | Antworten
  4. Immer ein bisschen mehr. Manchmal frage ich mich, warum Steuerzahler nicht gleich als Milchkuh zu Welt gekommen sind. So werden sie überall in der Welt behandelt. Auf Leistung für Banken getrimmt.

    Emil | 22. Juli 2011 | 03:03 | Antworten
  5. Was sollen diese vielen Debatten (Ablenkungsmanöver) im Zusammenhang mit den Peanuts, welche für dieses „Griechenland – Bankröttchen“ aufgebracht werden müssen?
    :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
    “ITALIEN ANTE PORTAS“ ……“USA ANTE PORTAS“
    :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
    Mal sehen, wenn dieser Tanz dann demnächst so richtig losgeht, ob sich vielleicht dann auch die ganze Problematik aus dem vorhergehenden Blog (Stuttgart 21) nicht ganz von selbst erledigt!

    Mal sehen, wenn dann über Schuldenpakete von mehreren Tausend – Milliarden diskutiert wird, ob die “Schwäbische Hausfrau“ dann auch noch so ein paar “Milliärdchen“ für dieses S21 Projektchen übrig hat!

    Mal sehen, ob dann nicht plötzlich deutlich sichtbar und spürbar wird, dass nicht nur die paar Griechen maßlos über ihre Verhältnisse gelebt haben, sondern auch noch ein paar andere, “größere Mächte“ in Zentraleuropa!

    Mal sehen, ob dann überhaupt noch jemand (auch vom ZDF) über Griechenland reden wird!

    Wir werden es erleben!

    Gruß D. Ackermann

    Dieter Ackermann | 22. Juli 2011 | 03:03 | Antworten
    • Als Nachtrag noch ein Zitat von “Karl Valentin”:
      :::::::::::::::::::
      “Die Zukunft war früher auch besser!”
      :::::::::::::::::::

      Dieter Ackermann | 22. Juli 2011 | 03:20 | Antworten
  6. Hat eigentlich ein einziger Journalist mal hinterfragt, aus welchen Forderungen sich die Schulden Griechenlands zusammensetzen?

    Man redet immer darüber, dass wir etwas bezahlen sollen, aber niemals darüber => an wen?

    Welcher Anteil der Schulden sind die tatsächlichen Ausgaben für den Staat Griechenland und welcher Anteil davon sind die Zinsen, mit denen die privaten Banken immer höhere Gewinne einfahren.

    Keiner kritisiert in den Medien, dass Rating Agenturen Bewertungen abgeben, in deren Ergebnis private Banken zu der Forderung von höhere Zinsen autorisiert werden.
    (naja stimmt nicht ganz, nur der ist dann über eine Zimmermädchen gestolpert)

    Und das schöne daran ist, dass diese höheren Zinsen – die Gewinne der privaten Banken – niemals Thema eines Medienbeitrages sind. Wer verdient hier an Griechenlands Situation, die durch Rating Agenturen immer neu verschärft wird, eigentlich so richtig gutes Geld?

    Es liegt wohl nicht im unabhängigen journalistischen Interesse, für wen hier Geld durch den europäischen Steuerzahler aufgebracht werden soll.

    Lutz Schwaeblein | 22. Juli 2011 | 05:56 | Antworten
  7. das problem ist doch ein ganz anderes!

    es darf aber nicht laut gesagt werden!

    die zentrale frage ist:
    werden die griechen jetzt mehr arbeiten, weniger korruption zulassen, innovativer werden??

    wird sich denn etwas ändern können in diesem Staat??
    (300 mrd Euro griechisches schwarzgeld in der schweiz)

    sie müssten 1000 jährige traditionen über bord werfen..
    sie haben den euro nur durch lug und trug bekommen!
    seit damals haben sie von der EU 100 mrd Euro bekommen
    und ihnen wird jetzt wieder geholfen!

    wenn ich mein kind so erziehen würde?
    was würde es denn daraus lernen?

    das ergebnis wird sein das sich griechenland wieder weiter verschuldet und wir die zeche zahlen!!

    von dem sinnlosen und dummen gerede dass der euro uns so viel geholfen hat möchte ich erst gar nicht anfangen…

    ulli | 22. Juli 2011 | 07:30 | Antworten
  8. @ alle

    „Frankfurter Gold“

    Wenn wir schon an dem Euro scheitern, dann können wir auch ohne den Euro scheitern!
    Das Spiel, dessen Regeln wir bestimmen wollen aber nicht können, wird uns recht bald ruinieren.
    Das ständige Beschwören der europäischen Idee deckt sich nicht mit dem Festhalten an der Kleinstaaterei in den Köpfen einiger europäischer Staatschefs.
    Die allermeisten Länder im Euro-Verbund sind hoch verschuldet – Deutschland ebenso.
    Das hält nicht mehr lange!

    Ein einheitliches Steuer- und Arbeitsrecht in den Euro-Staaten wird hier und da zaghaft gefordert – immer mit dem Schielen auf Mehrheitsfähigkeit, aber nicht „ultimativ“. Gegenstand der wieder und wieder stattfindenden Krisensitzungen ist dieses Thema nicht.

    Wie gut, dass Europa (noch) Deutschland hat!
    Den deutschen Bürgern werden immer größere Lasten aufgebürdet, und gleichzeitig sinken die Reallöhne – Ausnahmen bestätigen die Regel.
    Das „Wiegenlied“, das die „großen deutschen Europäer“ den Bürgern singen lautet:
    „Deutschland hat einen Nutzen von dem Euro.“ Worin dieser Nutzen konkret besteht, wird nicht erklärt.
    Unsere in Deutschland hergestellten Maschinen, Kraftfahrzeuge, Industrieanlagen usw. werden weltweit nachgefragt. Sie werden nicht gekauft, weil wir dem Euro-Verbund angehören. Sie werden gekauft, weil es sich um Qualitätsarbeit handelt und weil das Preis-Leistungsverhältnis stimmt.

    Lassen Sie mich zum Abschluss zu der Überschrift meines Beitrags kommen:
    Die Finanzkrise ist keine amerikanische Erfindung, und die Euro-Krise ist nicht vom Himmel gefallen.
    Die älteren Teilnehmer werden sich an den Fernsehfilm „Frankfurter Gold“ erinnern.
    Da ist es einem „findigen“ Menschen gelungen, falsche Goldbarren mit dem passenden Gewicht herstellen zu lassen. Die Goldbarren wurden von einem Sachverständigen geprüft, von einem Notar die Echtheit bestätigt und in versiegelten Kästen den Kapitalanlegern „angedreht“. Natürlich kam dieser Betrug letztendlich auf.
    Erklärung des Täters bei der Festnahme:
    „Im Grunde habe ich nichts anderes getan als der Staat.“

    Ja – Gleichnisse und Märchen!
    Ein Gleichnis haben Sie hier oben gelesen. Für Märchen ist „Unsere liebe Frau“ und ihr Hofstaat zuständig.

    Einen freundlichen Gruß aus Eisenach

    Heinz Sahl - Eine Stimme aus Thüringen | 22. Juli 2011 | 07:51 | Antworten
    • Freundliche Grüße aus Baden-Baden

      Eine Stimme aus Baden-Württemberg

      Denk mal nach .. bevor Sie “andere bewerten”
      Einen kleinen Tip .. von mir persönlich

      “Immer freundlich sein” .. dann kann man besser “diskutieren”

      Gruß
      bcstony

      P. Degoulange | 23. Juli 2011 | 14:41 | Antworten
  9. Und wieder einmal hat Europa entschieden, daß vor allem wir Deutschen die Zeche bezahlen müssen.

    Ein großer Schritt und ein großer Wurf ist gelungen. Zum zweiten Mal veruntreut die deutsche Bundesregierung Steuergelder in Milliardenhöhe. Und zum zweiten Mal tut sie dieses in aller Öffentlichkeit. Mann spuckt dem Steuerzahler ins Gesicht und verkauft dieses auch noch als Erfolg.

    @whim:

    Zu Ihren beiden berechtigten Anmerkungen:
    Natürlich würden die Wirtschaftsjournalisten und auch die deutschen Politiker gerne anhand von Fakten aufzeigen, daß Deutschland vom Euro profitiert.
    Leider gibt es aber hierfür keine Argumente und auch keine Fakten. Diese Behauptungen sind noch nicht einmal wissenschaftlich Nachweisbar.
    Dies liegt an der Tatsache, daß nach dem makroökonomischen Modell nach Keynes die Währung innerhalb einer Wähungsunion (Land/Kontinent) keine volkswirtschaftliche Rolle mehr spielt.

    Das ist auch vollkommen logisch, denn wie soll ein Land von einer Währung profitieren, die alle anderen Länder innerhalb einer Währungsunion ebenfalls haben?
    Wenn Sie einem Bekannten 10,- Euro geben und dieser gibt Ihnen dafür 10.- Euro zurück, was haben Sie dann davon?
    Richtig, nichts.

    Währungen sind nur solange profitabel, wie man sich deren Werteverhältnis zu anderen Währungen zu nutze machen kann. Früher hat Deutschland aus dem Umtauschkurs zwischen Euro und Dollar profitiert. Das ist aber heute nicht mehr der Fall.

    Fakt ist, Deutschland profitiert nicht vom Euro, sondern leidet unter dem Euro. das läßt sich auch wissenschaftlich Nachweisen. Hier zwei Beispiele:

    1.) 2002 hatte Deutschland über 4 Mio. Arbeitslose. Diese Menschen bezogen Leistungen von Staat (sogenannte Leistungsempfänger). Damals gab es noch keine 400,- Euro und 1,- Euro Jobs. Die Statistik war sozusagen rein.

    Heute haben wir fast 10 Mio. Leistungsempfänger, welche aber nicht mehr in der Statistik auftauchen. Aufgrund der neuen Moddelle “400,- Euro” und “1,- Euro”, sowie den Weiterbildungsmaßnahmen des Arbeitsamtes, hat man diese Leute einfach aus der Statistik herus gerechnet.

    2.) Die Preisveränderung von Gütern liegt mittlerweile in vielen bereichen weit über 100%. Kostete zu DM – Zeiten ein Mercedes noch 60.000,- DM, kostet er heute 60.000,- Euro. Das sind über 95% Preissteigerung zur DM.
    Weiterhin hat Deutschland zugunsten seiner Exporttätigkeit praktisch seinen ganzen Binnenmarkt aufgegeben. Hier sind die Unternehmen abgewandert bzw. haben einfach ihre Tore geschlossen. Dieses läßt sich sehr schön anhand der Außenwirtschaftsbilanz nachweisen, in welcher nicht nur der Exportanteil von 2002 an gestiegen ist, nein es ist auch der Importanteil enorm gestiegen.
    Was uns schon zur nächsten Euro – Lüge bringt:
    Seit dem Euro ist der deutsche Export massiv gewachsen.
    Eine 50% Aussage, von welcher lediglich der zweite Teil stimmt. Natürlich ist der Export gewachsen. Das ist aber auch schon zu DM – Zeiten. Der Euro hatte hiermit rein gar nichts zu tun (wie gesagt, nach makroökonomischen Darstellungen und Ableitungen auch gar nicht möglich).

    Selbst Euro – Befürwortet wie Herr Prof. Dr. Sinn haben dieses bereits bestätigt. Auch von ihm die klare Aussage: “Deutschland (hier die Banken) profitiert erst seit Beginn der Krise vom Euro. Vorher hat Deutschland nicht vom Euro profitiert”.

    Daher ist alles, was unsere Damen und Herren Politiker reden, einfach nur dummes Zeug. Deutschland wird gar nichts von der Investition in den Staat Griechenland haben. Überhaupt nichts, außer neue Schulden.

    Und der absolute Hohn ist die Aussage der Banken, nach der Miteinbeziehung in die neuerliche Rettung: “Wir sind getroffen…”. Die lachen sich höchstens kaputt! Die verzocken ihr Geld, müssen aber nicht als erster Schuldner haften. Nein, daß ist der deutsche Steuerzahler, welcher dann auch noch froh sein kann, wenn sich die Banken “freiwillig” an deren eigenen Schulden beteiligen.
    Sie können ja auch mal versuchen, Ihre Schulden “freiwillig” zu bezahlen. Mal sehen, wie lange es dauert, bis der Gerichtsvollzeiher vor der Türe steht.

    Solche Sachen gehen nur in Deutschland unter der schlimmsten Lobbyregierung aller Zeiten.

    Berios | 22. Juli 2011 | 07:55 | Antworten
  10. Andreas Popp: “System vor dem Crash – Run auf Banken hat begonnen.”

    http://goo.gl/0uRTp

    Martinaköln | 22. Juli 2011 | 08:04 | Antworten
  11. Deutschland exportiert Waren für Milliarden nach Griechenland,die die Griechen aber nicht bezahlen.Die Schulden zahlt dann der deutsche Steuerzahler.Zusätzlich
    bekommen die Griechen noch ständig EU-Nettozahlungen von
    Deutschland.So profitiert der deutsche Steuerzahler gleich
    dreifach vom Euro.Da Deutschland der grösste Exporteur von nicht bezahlten Waren in der EU ist und die größten Nettozahlungen leistet und von den Rettungsschirmen auch das meiste bezahlt, sieht man sofort, dass Deutschland am meisten vom Euro profitiert.
    Mathematisch geniale Aussage von Dr. Peter Frey.

    Mathe-Genie | 22. Juli 2011 | 08:21 | Antworten
  12. Griechenland ist mit falschen betrügerischen Zahlen im Euroraum gelandet, das war ein Kapital(er)fehler im doppelten Sinne.

    Anstatt danach zu wirtschaften haben die Griechen so weitergemacht wie bisher.

    Man hätte Griechenland damals sofort aus dem Euroraum entfernen müssen.
    Das hätte m.E. die Europäer wenig tangiert und die Weltwirtschaft überhaupt nicht, weil Griechenland wirtschaftlich unbedeutend ist.

    Die krampfhafte “Rettung” dieses Landes wird negative Auswirkungen auf die anderen Wackelkandidaten haben, warum sollen die denn noch sparen?

    Und wir, Deutschland, wir haben innerhalb EINES Jahres unseren Schuldenberg um 15% von 1700 auf 2000 Milliarden Euro erhöht. Also sind 300 Milliarden zusätzlich ausgegeben worden zu unserem Staatshaushalt von 315 Milliarden.
    Oder verstehe ich etwas falsch :D
    Guten Morgen!

    HG | 22. Juli 2011 | 08:48 | Antworten
  13. Das sind doch alles psycho-statistische Spielchen. Einem Opfer der kalten Progression oder einem Hirni, der sein Geld nicht abhebt weil andere Hirnis über Merkel eine Bestandsgarantie artikullieren lassen, ist mit den Ausführungen dieses Bloggers auch nicht geholfen. Es reicht eben nicht aus, viel zu reden. Kommunikation ist eine Sender-Medium-Empfänger Sache. In der Regel dient sie der Täuschung. So long…

    Zaunkönig | 22. Juli 2011 | 08:49 | Antworten
  14. Griechenland ist die unverschämte Spitze des Eisberges.
    Wir sollten den Stein aber nicht zu weit werfen. Unsere 2 Billionen Euro Schulden sind auch nicht von Pappe.
    Also, klare Ansage, auch wir müssen aufhören, mehr auszugeben als wir einnehmen. Jahr für Jahr neue Schulden aufnehmen geht nicht mehr, denn wenn es hier kracht im Gebälk, rettet und keiner.

    Dr. Heinrich | 22. Juli 2011 | 08:52 | Antworten
    • ‘tschuldigung mal. Ich habe persönlich keine Schulden obwohl man mir ständig mehr “Zuschläge” vom Lohn abzieht. Offenbar wird der Gedanken des Kollektivs gerne ein wenig überspannt. Ich lasse mich für diesen Unfug nicht in Haftung nehmen. Das klüngeln die in Berlin aus und keiner wird gefragt.

      Fritz | 22. Juli 2011 | 09:14 | Antworten
    • Genau das meinte ich!!!

      HG | 22. Juli 2011 | 09:53 | Antworten
  15. Das System der Transferunion ist zum Scheitern verurteilt. Das machen die Bürger auf Dauer nicht mit, das finanzielle Risiko ist zu groß. Wenn es alle so machen würden wie Deutschland, wettbewerbsfähig durch seit über 10 Jahren stagnierende Reallöhne zu sein, funktioniert es auch nicht. Bei den niedrigeren Löhnen bis zu 22%(!) Reallohnverlust – inflationsbereinigt.

    Das ist Neoliberalismus pur. Reiche wurden dazu am Sparpaket hier nicht beteiligt, nebenbei erwähnt.
    Deutschland hat von der Verschuldung Griechenlands und anderer über den Export profitiert und dabei in Kauf genommen dass der Deutsche das Ungleichgewicht wieder mit Milliarden-Transfers ausgleicht.

    Deutschland hat auch zu DM-Zeiten, vor dem Euro, “profitiert”. Das wird unterschlagen.

    Geordnete Staatsinsolvenz muss her und die Einsicht, dass sich derart verschiedene europäische Kulturen sich nicht zwangsvereinheitlichen lassen, mit Verlust von nationaler Souveränität. Kohls Europa funktioniert nicht.

    Marvin | 22. Juli 2011 | 09:17 | Antworten
  16. Eine Staatsinsolvens, oder etwas kleiner, eine Insolvens non Gemeinden, gibt es in Deutschland nicht. Leider.
    Ansonsten müßten wir zum Beispiel Berlin und Bremen einzäunen, bis sie ihre Schulden bezahlt haben.

    Dr. Heinrich | 22. Juli 2011 | 09:30 | Antworten
  17. Wenn es aber eine Insolvens von Gemeinden, Bundesländern und Staaten gäbe, würden die kreditgebenden Banken keine Kredite mehr geben. Siehe Berlin: wer glaubt schon, daß Berlin jemals seine Schulden zurückzahlt. Nein, nein, arm ist und bleibt sexy. Schuldenmachen hat hier keine ernstzunehmende Konsequenz.

    Dr. Heinrich | 22. Juli 2011 | 09:46 | Antworten
  18. Vielleicht hatten wir früher einmal so etwas wie eine Europa-Politik. Heute kann man es als Copperfield-Politik bezeichnen, denn wieder einmal sind die Schuldenprobleme Griechenlands auf magische Weise verschwunden. Der Trick ist einfach: Wenn das Kaninchen nicht in den Zylinder passt, dann nehmen wir einfach einen anderen Hut. Dumm nur, egal welcher Hut das ist, die Ohren schauen immer noch raus und das Kaninchen wird zudem von Vorstellung zu Vorstellung größer und fetter.

    Griechische Staatsanleihen werden jetzt einfach umgetauscht, längere Laufzeit, weniger Wert, niedrigere Zinsen. Ein schwerer Schlag für die privaten Anleger, die sich dieser Staatsanleihen doch weitgehenst längst entledigt haben. Die meisten dieser Anleihen hält mittlerweile die EZB, also der Steuerzahler, und die garantiert nun die neuen Umtauschpapiere. Wenn man so will, dann sind das bereits Euro-Bonds light. Italien, Spanien, etc. werden nicht mehr lange auf sich warten lassen das gleiche zu tun, wenn sich ihre Situation verschlimmert, denn, oh Wunder, der Zaubertrick beruhigt die Märkte, d. h. noch.

    Letztendlich wurde doch eigentlich wieder nur Zeit gekauft, die Probleme nur umgeschichtet aber nicht gelöst. Es ist die gleiche Performance, die gleiche Magie, nur ein neuer Hut. Das Zusehen ermüdet und die Hüte mit ausreichend Platz darin werden in absehbarer Zeit ausgehen. Aber unsere Politiker sind sicher auch dann noch unerschütterlich. Die werden aus dem Kaninchen Senf machen und aus dem Hut eine Tube.

    Tocqueville | 22. Juli 2011 | 09:47 | Antworten
  19. Die deutsche Wirtschaft hat aus Griechenland schon 198 Milliarden Zinsen bekommen,jetzt sollen Sie davon wieder was zurück geben das ist OK !

    Aber nur 50 Milliarden Euro in ganz Europa und das Freiwillig, das hört sich wieder nach dem Unwort ” Freiwilligeselbstverpflichtung” an.

    “Die Zinssätze werden von 4,5 auf 3,5 Prozent gesenkt, die Laufzeiten auf mindestens 15 Jahre verdoppelt.” hört sich richtig an, nur leider ist das nur für die Kredite der EZB möglich und nicht für die Kredite der Banken und Versicherung, das wäre dann ein richtiger Schritt gewesen:
    Das für alle Staaten, Länder und Privatleute der EU eine Grenze der Höchstzinsen zu erheben “Wucherzins” !!!

    Aber wenn 110 Milliarden und jetzt noch 109 Milliarden an Griechenland gegen sollen, sind da schon weitere Nettobeträge der Staaten EU drin und nicht mehr nur Bürgschaften.

    Erst vor paar Wochen wurde zugesagt dass wir ca. 20 Milliarden netto in die Krisenkasse einzahlen, nachdem wir der größte Gewinnler Europas sind, werden wir auch den größten Teil tragen müssen, das steht fest.

    Aber wenn wir weiter bei uns die Sozialausgaben beschränken, die Länder und Kommunen vernachlässigen und immer mehr Altersarmut bei uns in Kauf nehmen, wird irgendwann der Konten platzen und bei uns es auch zu Aufständen kommen.
    Wollen wir das, oder sollten wir jetzt nicht mal daran denken, das die Steuern für das obere Drittel der Bürger erhöht werden muss um diese Christlichen kosten aufzufangen.

    Bei Kohl hatten wir noch einen Spitzensteuersatz von 56% und die Industrie um die 50%, heute haben wir einen Spitzensteuersatz von ca. 37% (je nach Berechnung) und die Industrie kommt auf ca. 30% wenn Sie ehrlich ist und Steuern zahlt in Deutschland.

    Auch die Gewerbesteuer ist weit hinter dem was man früher gezahlt hat und in manchen Städten 15% unter dem Durschnitt des Landes, hier sollte sofort ein einheitlicher Satz geschaffen werden in ganz Deutschland, damit nicht noch mehr Städte verarmen.

    Mit friedlichem Gruß

    Karlo | 22. Juli 2011 | 10:26 | Antworten
    • 198 Milliarden nur an Zinsen zurückbekommen? Das glaube ich nicht! Wird da etwas verwechselt??

      Freundlichen Gruß!

      HG | 22. Juli 2011 | 11:47 | Antworten
    • Sorry, aber das mit den 198 Milliarden Euro Zinsen stimmt nicht.
      Wir haben “nur” Bürgschaften in Höhe von 120 Milliarden für den gesamten Rettungsschirm 1.0 übernommen. Daher können wir auch keine Zinsen in Höhe von 198 Millarden Euro aus einem Land, welches hiervon nur einen Teil bekommen hat, zurückbekommen.

      Außerdem kann die deutsche Wirtschaft keine Zinsen von einer staatlichen Unterstützung bekommen. Die anfallenden Zinsen würden auf das Staatskonto gehen.

      Soll das eine Ablenkungsaussage sein oder ist das mal wieder die übliche Schönrederei?

      Berios | 22. Juli 2011 | 12:03 | Antworten
      • Da wurden wohl Zinsen mit Schuldenrückzahlungen verwechselt, ein kleiner Unterschied :) :D !

        HG | 22. Juli 2011 | 14:01 | Antworten
  20. …erklären,dass das seinen Preis hat. …

    Die FDP bekommt ein Problem mit diesen Beschlüssen. Bleibt sie standhaft, muß sie die Beschlüsse ablehnen. Erst recht kann sie sich die Steuersenkungsfantasien abschminken.
    Mir würde es schon reichen, wenn keine Steuererhöhungen kommen. Diesen ” roten ” Reflex gilt es zu verhindern.
    Wenn das die Kanzlerin schafft, kann ich mit den Griechenlandbeschlüssen leben.

    Dr. Heinrich | 22. Juli 2011 | 11:54 | Antworten
  21. Merkel eiert rum

    Es fehlt eine klare Linie in der Schuldenkrise. AZ-Chefredakteur Arno Makowsky über die deutsche Haltung zum Euro.

    Die Deutschen sind unzufrieden mit ihrer Regierung. 80 Prozent finden, dass Merkel & Co. in der Schuldenkrise zu lasch agieren. Verwunderlich ist das nicht. Erst die Debatte um Steuererleichterungen, dann der dubiose Panzer-Deal mit Saudi-Arabien, jetzt die Unentschiedenheit in der Schuldenkrise: Was Schwarz-Gelb aufführt, nervt selbst ihre Anhänger.

    http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.az-meinung-merkel-eiert-rum.8dfb8ec0-f730-4ad1-8118-43e68eb8ba2a.html

    jps-mm | 22. Juli 2011 | 12:14 | Antworten
  22. CDU-Politiker machen Merkel für Umfragetief verantwortlich

    Eine orientierungslose Regierung, ein verheerendes Umfragetief und eine unglaubwürdige Energiewende: Mehrere Unionspolitiker haben den Zustand der eigenen Partei scharf kritisiert. Auch eine Schuldige haben sie ausgemacht – die Merkel selbst sei für diese Entwicklung verantwortlich.

    So machte der Vorsitzende der CDU/CSU-Mittelstandsvereinigung (MIT), Josef Schlarmann, Merkel mitverantwortlich für das Umfragetief der Union .

    Es liege auch “an der Art und Weise, wie geführt wird”, dass die Lage der CDU so schlecht sei, sagte Schlarmann gegenüber der Nachrichtenagentur dapd. Er warf der Bundesregierung Orientierungslosigkeit sowohl bei der Energiewende als auch bei der EU-Schuldenkrise vor.

    Auch der Präsident des Wirtschaftsrates der CDU, Kurt Lauk, attackierte unter anderem die “Kehrtwende” der Union in der Energiepolitik als nicht überzeugend. Außerdem fehle es an Klarheit beim Umgang mit der EU-Schuldenkrise.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,774509,00.html

    jps-mm | 22. Juli 2011 | 12:15 | Antworten
  23. Den Ratingagenturen sollte der Karlspreis verliehen werden.Sie haben viel für die Einigung Europas getan.Viel mehr als manch so ein Ausgezeichneter der letzten Jahre….

    iosono | 22. Juli 2011 | 13:22 | Antworten
  24. @ Christian:

    Mit ihren Äußerungen haben sie aber schönes Öl ins Feuer gegossen… War das Absicht? Sie untergraben mit einem natürlich immer kontroversen Thema den ganzen Themenfluss im Blog. Damit verhindern sie, dass man sich ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen kann und wird geradezu dazu gezwungen, auf ihre zweifelhaften Äußerungen einzugehen. Das ist nicht im Sinne des Erfinders!

    @ alle anderen:
    Im Übrigen ist es blamabel, wie an jeder Ecke wieder der deutsche Provinzialismus hervorlugt. Das es uns “tollen und fleißigen” Deutschen natürlich egal ist, ob in Griechenland gerade der halbe Staat kolabiert, war klar. Aber jetzt wird in Anflügen von verträumtem Revanchismus die “gute, alte DM” gefordert, natürlich neben der Aufforderung, gleich die ganze “sinnlose” EU abzuschaffen.

    Das würde auch alle Konkurrenten aus China, USA, Indien, Brasilien und Russland sehr freuen, wenn sich die Ego-Europäer mal wieder nur mit sich selbst beschäftigen, während Beziehungen zu neuen Bündnispartnern immer wichtiger werden (gerade in Afrika). Nö, aber wie heulen lieber, dass wir unseren aufgepumpten Lebenssti nicht in alle Ewigkeit weiterfinanzieren können (ach nee).

    Keine Vision, keine Verantwortung für das Wohl von nicht 80 Millionen Deutschen sondern gut 600 Millionen Europäern. Warum auch? Der eigene Wohlstandbauch will weiter kultiviert werden – wenn wir endlich von dieser ewigen Neid/IchGönnsDirNicht-Debatte herunterkämen, wären wir schon fast von allen deutschen Macken geheilt.

    … Was wollen wir eigentlich? Was wollen wir eigentlich wirklich? Wir können uns nicht von den unbequemen Wahrheiten einer globalen Welt verschließen! Wir können nicht davor weglaufen oder den guten alten Zeiten hinterherheulen! Euro und EU sind die richtige Reaktion auf die Globalisierung, in der der einzelne Staat einen Fliegendreck wert ist! Natürlich kann man das alles abschaffen… aber die Globalisierung macht dann trotzdem keinen Bogen um uns.

    Orbiter | 22. Juli 2011 | 13:58 | Antworten
  25. Sozialstaat

    Schön, im Moment werden Gewinne privatisiert und verluste sozialisiert. Diese Subvenbtionsmechanismus zeichnet den Subventionskapitalismus aus.

    Sozialstaat ist für sich alleine genommen eine leere Hülse, weil es nur einseitige Leistungen, nämlich des Staates definiert und macht damit den Bürger unmündig.

    Deshalb ist der Begriff der sozialen Marktwirtschaft ein weiterführender – es geht um Partizipation an der gemeisamen Produktion. Die Schaffung von Werten durch Arbeit ist das eine, die Verteilung der Ergebnisse dann das Soziale.

    Seit 2007 erleben wir, dass die Finanzinstrumente der Banken gerade die geschaffenen Werte wertlos machen. Durch Derivate (Kreditversicherungen usw.) werden Unmengen an Geldwetten mit großem Hebel um den Globus elektronisch transportiert, sie bestimmen in einem unakzeptablen Maß Preise für Produkte oder Dienstleistungen. Und das muss aufhören, wenn wir aus den Fianzmarktkrisen rauswollen. Diese Finanzprodukte müssen weltweit verboten werden und dorthin verbannt werden, wo sich dann Hazardspieler am Hafenrand meinetwegen treffen und ihre Würfel werfen können. Für das Ergebnis muss aber der Steuerzahler nicht geradestehen. Das müssen die Spieler selber ausbaden.
    Deshalb ist die Trennung von Investmentbanking und Banking für laufende Geschäfte sehr wichtig.
    Das nächste sind Steuern. Es gibt nichts unsozialeres als wenn es in jedem Staat einen anderen Steuersatzsystem gibt. Ist nicht nötig und hat auch mit der nationalen Integrität wenig zu tun – spätestens dann, wenn diese Unterschiede sich in ihren Auswikungen auf alle negativ auswirken (d.h. die besonders Geldreichhabenden profitieren von der Wanderung durch die Oasen). Aber dessen ungeachtet wäre eine gleiche besteuerung für die Werktätigen vor allem von Vorteil, weil sie tatsächlich überall gleich beteiligt wären am Wohlstand des Staates. Der Staat kann dann aus dem Wohlstand eine Wohlfahrt finanzieren, die den Schwachen oder schwach gewordenen den Weg durch den Dschungel der Leistungsgesellschaft erleichert.

    Die Wechselwirkungen müssen systemisch betrachtet werden und dabei darf dann nicht nur an einer Stellschraube gedreht werden – vor allem, wie bisher, an der Stellschraube, die sich ein Lobbyist für seine Klientel wünscht. Wir müssen also aus dem Sumpf des Selbstbedienungsladen raus. Seit 2007 spätestens haben sich die banken und ähnliche Institutionen daran gewöhnt, dass es den Steuerzahle rgibt, d.h. wenn ich schon als bank nicht jeden Bürger als Kunden haben kann, mache ich systemrelevante Verluste und bekomme diesen Kunden in Form des Steuerzahlers oben drauf.
    Wir haben also einen Sozialstaat, nur für wen?

    Emil | 22. Juli 2011 | 13:59 | Antworten
    • @Emil

      Ein sehr guter sachlicher Beitrag ! Das ist kein Lob aber der Inhalt ihres Kommentars ist größtenteils auch meine Meinung !
      Wenn man schon eine gemeinsame Währung hat, müssen in den Mitgliedsstaaten natürlich die selben Gesetze und Richtlinien gelten. Auch Kosten und Löhne müßten sich in etwa entsprechen ! Denn sonst ist Lohndumping und Kapitalflucht immer möglich. Allerdings hätte man diese Gesetze und Richtlinien schon vor der gemeinsamen Währung einführen sollen. Das war aber von bestimmten Lobbys und “Mächten” nicht erwünscht, denn dann hätten sie keinen Reibach auf Kosten der Arbeiter machen können !

      Christian | 22. Juli 2011 | 14:15 | Antworten
      • Das Problem der Entwertung hat begonnen, als USA 1970 oder ähnlich den Goldstandard aufgehoben hat. Seitdem haben Fiat Money und keine abgesicherten Währungen, und jeder kann Geld drucken nach dem Verschuldungsgrad. es müssen also wieder Standards hersgestellt werden, die basalen kaufmännischen Regeln folgen und genügen. Alles andere ist leben und arbeiten auf Pump.
        Der EURO ist also schon in der Vollentwicklung des Fiat Money Systems entstanden und läuft seitdem diesem Entwertungswahnsinn hinterher. Zum Glück ist Europa immer noch weniger verschuldet als die USA, aber wie lange können wir den globalen Staubsager der Entwertung noch aushalten? Nationale Politik hilft hier wenig. Eine europäische mit Konsolidierungsmaßnahmen und Regualtion des Finanzmarktes in Europa bringt das Kapital nach Europa zurück. Man kauft immer noch am liebsten dort, wo ein echter Gegenwert die Investition absichert. Dabei muss man sich aber von 20% Gewinnen verabschieden. Die gibt es nur bei ausgeprochen guten Patenten. Und diese kommen aus der Forschung, den UNIs und aus der Entwicklung. Es ist also nicht national was sozial ist, sondern human rational ist sozial :-)

        Emil | 22. Juli 2011 | 15:07 | Antworten
  26. @Heinz Sahl

    Sehr geehrter Heinz Sahl, ich merke wie Sie um die Beatwortung meiner Fragen herumschlängeln. Ich wollte wissen ob Sie allgemein für oder gegen einen Sozialstaat sind (egal ob dieser national ist oder nicht)!

    Was das mit dem Thema zu tun hat ? Sie werden nicht leugnen können, dass die Eurokrise unmittelbar mit der Hochfinanz zu tun hat. Außerdem wäre Europa besser dran, wenn es aus befreundeten Vaterländern bestehen würde. Wäre Griechenland bei seiner Währung und Deutschland bei seiner geblieben, hätten wir keinen Streit. Und was noch wichtiger ist, die Kapitalmärkte könnten uns nicht schröpfen und gegeneinander ausspielen. Wenn Europa aus sozialen Nationalstaaten bestehen würde, könnten wir uns der Globalisierungsmafia entgegenstemmen und sie evtl. beeinflussen. In Europa findet zur Zeit eine Zuwendung zu nationalen Parteien statt. In Deutschland noch nicht, aber Deutschland ist oftmals Schlußlicht ! Für die Völker muss gesorgt sein, wenn Arbeiter UNVERSCHULDET durch Hochfinanzspekulanten in Not geraten. Ich hoffe Sie geben zumindest diesem (vorhergehendem) Satz recht.
    Obwohl ich nicht so gut wie Sie formulieren kann, können Sie mir glauben, dass mein Einsatz für einen GERECHTEN Sozialstaat echt und ehrlich ist.

    Einen freundlichen Gruß nach Eisenach
    Ihr Christian

    Christian | 22. Juli 2011 | 14:39 | Antworten
  27. @ Christian | 22. Juli 2011 | 14:39

    Zitat – Ihr Text:
    Sehr geehrter Heinz Sahl, ich merke wie Sie um die Beantwortung meiner Fragen herumschlängeln. Ich wollte wissen ob Sie allgemein für oder gegen einen Sozialstaat sind (egal ob dieser national ist oder nicht)!
    Zitatende
    Nein, mein Lieber, so geht das nicht!
    Ich möchte lediglich verhindern, dass wieder einmal eine sachfremde Diskussion entsteht. Man wird sich verzetteln, und das eigentliche, wichtige Thema bleibt auf der Strecke.
    Ihre Frage: Ja, ich bin für einen Sozialstaat im Sinne von „sozial“. Lesen Sie bitte meine Beiträge – nicht nur die aktuellen. Dann werden Sie erkennen, dass mir Fürsorge und Solidarität für und mit den Schwächeren sehr viel bedeutet.

    Einen freundlichen Gruß aus Eisenach

    Heinz Sahl - Eine Stimme aus Thüringen | 22. Juli 2011 | 15:01 | Antworten
  28. Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Nicolas Sarkozy haben bei ihrem Treffen im Vorfeld des EU-Sondergipfels von Forderungen nach einer Abgabe der Banken für das so genannte zweite “Hilfspaket” für Griechenland Abstand genommen. Das wird aus Kreisen der Europäischen Union berichtet. “Sie sollten davon ausgehen, daß es keine Bankensteuer geben wird”, erklärte ein Insider.

    Sicher doch, nachdem die Banken Staatshilfen erhielten und nur die wenigsten diese auch zurückzahlten, sollen die armen Banken, welche genug stille Reserven haben, nicht noch weiterhin belastet werden. Es war schon ein Verstoß gegen die europäischen Verträge, daß man dem Ausland hilft, nur damit es keinen Bankencrash gibt. Doch ist der Preis, der massiven Senkung des Lebensstandards der Griechen und unserem sowie der exzessiven (indirekten) Ausplünderung des Guthabens des einfachen Mannes von der Straße dadurch gerechtfertigt? Nein, also, Schuldenerlaß und Bankenabgabe. Griechenland muß natürlich sparen und sich verändern, aber nicht so dramatisch, daß es Tote gibt und die Verbrechensrate ansteigt.

    Michael Egler | 22. Juli 2011 | 15:15 | Antworten
    • ja das will ich hoffen, dass es in Europa friedlich zugeht. Sonst kann man sich ja Rettungspakte sparen.

      Emil | 22. Juli 2011 | 15:22 | Antworten
  29. Solange es immer wieder Pleitestaaten gibt, werden immer
    wieder die reichen Staaten zahlen müssen, bis auch diese
    Pleite sind. Man kann niemandem seine Wirtschaft vorschreiben, da sie staatlich ist. es müsste gleiche
    Wirtschaft und gleicher Zinssatz sein, nur dann ist der €
    zu erhalten, aber an soviel Einigkeit glaube ich nicht, denn
    die Atmosphären in den einselnen Staaten ist ja doch immer
    verschieden.

    M.G.

    M.Ganzer | 22. Juli 2011 | 15:24 | Antworten
  30. Gleich drei potenzielle SPD-Kanzlerkandidaten stellten am Montag vor, was sie angesichts der EU-Verschuldungskrise unter “Oppositionspolitik” verstehen. Bereits zuvor hatten der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel und Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier einen Brief an Kanzlerin Merkel geschrieben, in dem sie ihr Unterstützung bei der Bewältigung der Krise angeboten haben. Notfalls will die SPD-Führung ihr für die Durchsetzung der Krisenbeschlüsse im Bundestag zur Mehrheit verhelfen, falls die CDU/CSU/FDP-Koalition nicht mehr genügend Stimmen zusammen bekommt.

    Wer noch einen Funken Hoffnung hatte, daß sich die SPD in der parlamentarischen Opposition auf eine “sozialere” Politik besinnt, kann diese getrost aufgeben. Ihren Gallionsfiguren ist angesichts der drohenden Gefahr offener Staatsbankrotte und der Vertiefung der latenten politischen Krise der Berliner Regierung nichts wichtiger, als dieses aktuelle System derselben noch irgendwie zu stabilisieren um langfristig selbst die Zügel in die Hand zu nehmen. Es ist kein Wunder, daß die SPD mit einer solchen Politik nicht in der Lage ist, von den sinkenden Umfragewerten der Regierung und ihrer Kanzlerin nennenswert zu profitieren.

    Und das ist gut so, denn dann bekommen vielleicht mal andere Parteien eine Chance, und nicht bloß diese [...] Nutznießer des Steuerzahlers.

    Anmerkung: Dieser Beitrag wurde wegen unangemessener Wortwahl editiert.

    Michael Egler | 22. Juli 2011 | 15:27 | Antworten
  31. Der globalisierte Kapitalismus ist an die Wand gefahren und die Politik kann es nicht mehr richten, sondern nur noch verzögern!

    kurteisner | 22. Juli 2011 | 16:13 | Antworten
  32. Neue Politiker braucht das Land. Leute die wissen, daß es nicht weiter geht wie bisher. Die sich nicht von der Macht korrumpieren lassen. Das ist keine Utopie, sondern geht tatsächlich.

    Michael Egler | 22. Juli 2011 | 16:48 | Antworten
    • Klingt nach “Bürger Roms, hört meine Worte..”
      Wollen sie sich aufstellen lassen?

      Karl Letis | 25. Juli 2011 | 12:56 | Antworten
  33. Sehr geehrter Herr Dr Frey,
    jedem seine Meinung. Wenn Sie persönlich eine politische Union unter einem demokratisch sehr fragwürdigen “Brüssler Regime” wollen, dann ist das Ihre Sache. Bitte sehr!

    Zwei Anmerkungen aber dazu:

    1.) Die Aufgabe von Souveränität einzelner Staaten in so zentralen Bereichen wie den Finanzen war NIE(!) auch nur angedacht sondern soll nun durch die Hintertür eingeführt werden.

    2.) Dass Deutschland am meisten vom Euro profitiert wird – gerade auch im ZDF – gebetsmühlenartig wiederholt. Das macht es nicht richtiger.
    Die DEUTSCHE (GROß-) INDUSTRIE und die BANKEN haben am meisten vom Euro profitiert. Die deutsche Bevölkerung hat – wie zahlreiche Studien zeigen – reale LohnVERLUSTE(!) hinnehmen müssen.

    Von der Bürokratie, die von seiten Brüssels verordnet wird, will ich hier gar nicht anfangen.

    Also Herr Dr. Frey, Ihr persönlicher EU – Enthusiasmus sei Ihnen zugestanden… Aber für einen Kommentar in einem öffentlich – rechtlichen Medium wünsche ich mir etwas mehr kritische Distanz und keine plumpe Propaganda – Rhetorik, wie Sie auch aus einer Presseerklärung der Bundesregierung stammen könnte.

    T.G. | 22. Juli 2011 | 18:58 | Antworten
  34. Wenn ich schwerwiegende Verletzungen an mehreren Gliedmaßen habe und nur ein Glied operiere, stirbt der Patient auf lange Sicht wahrscheinlich trotzdem.

    Genauso handeln aber unsere Politiker in der Euro-Krise.
    Sie haben jetzt Griechenland “operiert”, übersehen aber Italien, Spanien, Portugal und Irland.

    Und die dt. Regierung lernt nichts aus den Fehlern Griechenlands, sondern strapazieren mit Ankündigungen von Steuersenkungen, verkappten Steueramnestien (s. Pläne mit der Schweiz) und verfehlter Sozial-und Arbeitspolitik die dt. Haushalte.
    Viele dt. Gemeinden sind bereits in Nothaushalten, was im Prinzip die Insolvenz bedeutet.

    Und die Frau Bundeskanzlerin verstärkt die Krise noch, indem sie unhaltbare Vorurteile über die Arbeitsmoral der Griechen etc. bedient.

    Die “Kröte” welche die “privaten” Gläubiger schlucken müssen entpuppt sich als Froschschenkel.

    Wenn ich meinem Nachbarn Geld leihe, obwohl der keine Sicherheiten hat, und dieser Nachbar geht in die Insolvenz gehe ich leer aus.
    Wenn Banken nicht in der Lage sind Risiken korrekt zu bewerten und unsichere Geschäfte machen, sollten sie im Rahmen der Marktwirtschaft die Konsequenzen selber tragen.

    @ Kritiker von Christian

    Ich finde, Christian sollte man reden lassen.
    Nichts ist entlarvender als den Blödsinn, den er verzapft. Jemand, der Beweise für den Holocaust negiert, kann nicht ernst genommen werden. Das müsste sogar dem dümmsten Mitlesenden (und sich gedanklich ernsthaft mit diesen Thesen-beschäftigenden) auffallen.

    Bori | 22. Juli 2011 | 19:23 | Antworten
    • Verständlich .. dieser Ausbruch der Empörung..!

      “Immer freundlich sein” .. das gilt für beide Seiten.

      @ Watson
      In Deutschland gibt “es” eine “alte Weisheit”

      ” So wie man, in den Wald hineinruft .. so kommt “ES” wieder raus”

      Hören Sie auf ..!!.. zu provozieren.
      Dann kommen solche “rechts orientiete Äußerungen” auch nicht vor.
      Die “Schuld” .. liegt bei Ihnen @ Watson

      Gruß
      bcstony

      P. Degoulange | 23. Juli 2011 | 14:57 | Antworten
    • heute.de

      Liebe Blog-Kommentatoren,
      leider ist die Diskussion um die Euro-Rettung stark abgedriftet. Manche Kommentare waren schlicht beleidigend, rassistisch oder menschenverachtend. Wir mussten deshalb eine ganze Reihe von Kommentaren löschen. Darunter sind auch Kommentare, die sich nicht mit dem Thema befasst haben. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Wir freuen uns über sachliche Beiträge.
      Die heute.de-Redaktion

      heute.de | 24. Juli 2011 | 14:18 | Antworten
  35. @ Herr Frey(Entschuldigung den Dr. lass ich weg,man weiss ja nie ? )
    Am meisten profitieren wir,bitte Definition von wir !!
    Die Banken,die Grossverdiener die Oberschicht,natürlich die Politiker.Wenn man sieht wie hier mit Milliarden gespielt wird,dann frag ich mich manchmal,ob schon alle pervers geworden sind.Es gibt hier in Deutschland ,die soviel von Europa profitieren,Kinderarmut,Altersarmut,
    Gewalt,Sucht usw.für alles haben wir Geld nur nicht für unsere eigene Bevölkerung,da wird bei Hartz IV um 5,-Euro mehr im Monat, ein halbes Jahr verhandelt damit das blöde Volk glaubt jetzt ist ein ganz grosser Schritt gelungen.
    Wir haben keine Fachkräfte mehr,fragen Sie Herrn Hundt(möchte gerne das t weglassen ) oder Vorgänger der Arbeitgeber Vertreter,die haben die Suppe eingebrockt und andere sollen Sie wieder auslöffeln.Diese Profitgeier kriegen immer wieder Applaus,warum,derweil das Volk durch das Medium so manipuliert wird das ein Herr Frey etwas schreibt und jeder glaubt daran,oder anders ausgedrückt wir lassen unseren Terroristen Experten,
    ich weiss nicht wo er studiert hat ( Herr Thevessen )
    und er sagt dann das man vermutet das es Terroristen sind.Vielleicht sind es Freiheitskämpfer Herr Thevessen
    bevor der Ami den Terroristen erfunden hat waren es Freiheitskämpfer.(Heute gibt es nur Terroristen das ist auch gut um Profit zu machen ,gell Ihr klugen Journalisten oder seit Ihr auch nur Marionetten wegen der Karriere wegen ???
    Gute Nacht Kurt
    (als der Russe in Afghanistan war,waren es Freiheitskämpfer)meine lieben Journalisten gehen Sie in die Schule von Scholl Latour vor diesem Menschen habe ich Respekt,von Ihm können Sie was lernen wenn es noch nicht zu spät ist.

    Kurt | 22. Juli 2011 | 22:22 | Antworten
    • @ Kurt

      Sie haben völlig Recht..!

      Das Problem liegt in den Verträgen, die über “zu kurze” Zeiträume abgeschlossen werden und “nicht individuell” angepasst werden können.
      Da durch diesen Fehler, die Zins-Rechung durcheinander kommen könnte, haben wir “mehr Probleme” als nötig wären.

      Europa ist “sehr kreativ” doch die Schuldner wollen Ihr Geld, nach den abgeschlossenen Verträgen (Fiction) und nicht nach der aktuellen Gesamtlage (Realität)
      Diesen Fehler zu korrekieren, ist die Aufgabe der Politik und nicht die Aufgabe des Volkes.
      “Wir leiden nur” .. unter den Folgen, des zögerns der Politik. Geschwächt unter der Last, des Schuldners.

      Gruß
      bcstony

      P. Degoulange | 23. Juli 2011 | 12:25 | Antworten
    • Freiheitskämpfer attackieren Soldaten, Polizisten, Politiker etc.

      FREIHEITSKÄMPFER ERMORDEN JEDOCH KEINE KINDER.

      Wen hat noch schnell der Verbrecher in Oslo ermordet? :D

      HG | 23. Juli 2011 | 12:50 | Antworten
  36. Starker €uro .. starkes Europa

    Straker €uro

    viele Mneschen machen sich Sorgen .. zurecht.

    Der €uro startet mit einer gewaltigen “Schulden-Last”, aber das war vorraus zu sehen.
    Europa hat in den letzten 100 Jahren, zwei Welt-Kriege erlebt und verschuldet..!
    “ES” könnte schlimmer sein .. doch Finaz-Disziplin und Wiederaufbau, hat unser Denken und Handeln geprägt.

    Der €uro .. kan nur so “stark sein” .. wie sein Volk

    Sehen “Wir” die Sache doch mal “menschlich”..!

    Die Deutschen sind “metrisch genormt und diszipliniert”.
    Die Franzosen sind “trempramentvoll und leidenschaftlich”.
    Die Engländer sind “geduldig und stolz”
    usw,…

    Wenn man den €uro bewerten will, muß man die Zukunft, des entsprechenden Landes bewerten.
    Eine “Raiting-Agentur” kann da keine Werte liefern.

    Die Griechen “Philosophen und Schriftgelehrten” mit Jahrtausenden alter Kultur, läßt sich, von einem “Kind” wie dem €uro, nur unter Protest, den Weg vorgeben.
    Aber nach dem Vater, kommt der Sohn, und die Uhren ticken jetzt langsamer. Diesen Zeitvorteil, haben sich die “Söhne” verdient, nicht die Vater..!

    Die Zukunft gehört den Kindern .. niemanden sonst

    Ein starkes Volk

    Ein starkes Volk .. kann “ES” nur geben, wenn alle Bedürfnisse geklärt und befriedigt sind.
    Ein zufriedenes Volk, zahlt seine Steuern, ohne Protest..!
    Doch Steuern zahlen .. ohne Sinn und Verstand, macht ein Volk unzufrieden und verursachen .. Revolution.
    Zum Nachteil .. der Herren.

    Gruß
    bcstony

    P. Degoulange | 23. Juli 2011 | 00:42 | Antworten
  37. HÜTCHENSPIELERTRICKS! Es ist noch gar nicht heraus was aus Griechenlands Schuldenmisere wird. Der griechische Bürger behält zunächst einmal seine Schulden. Gerettet werden die Termine, an denen die Banken Ihre Zinsforderungen gegenüber dem griechischen Staat geltend machen. Insolvenzverschleppung!
    Was ist mit den anderen Schuldenstaaten: PIIBS? (Portugal, Italien, Irland, Belgien, Spanien). Ein F und ein D für Frankreich und Deutschland darf man getrost hinzufügen…

    Es ist die Relation verloren gegangen, wo man sich mit den Schuldenständen heutzutage befindet. Deshalb hier nochmals der selige F.J.Strauss, der sich 1979 über mickrige 35 Mrd. DM (!!). Wie kleinlich der Mann…

    http://www.youtube.com/watch?v=t0oI5X79hPM

    silberdistel | 23. Juli 2011 | 03:56 | Antworten
  38. Falls die “Griechenland-Rettung” funktioniert werden laut ZDF selbstverständlich die allgemeinen Umstände, die generelle wirtschaftliche Lage dafür verantwortlich sein. Wenn es schiefgeht war es selbstverständlich der Fehler unserer Bundesregierung. In den letzten Jahren ist diese Perspektive weit verbreitet: Deutschland geht es in Europa sehr gut; andere Länder beneiden uns um Wirtschaftswachstum, Beschäftigungslage und Exportvolumen. Selbstverständlich hat die Politik der derzeitigen Bundesregierung damit nichts zu tun. Ginge es uns Deutschen momentan tatsächlich schlecht so, wie das tägliche Jammern im “Randgruppen-Fernsehen” suggeriert, wüssten wir natürlich genau, dass die unfähige Bundesregierung daran Schuld ist….
    Die traurige Wahrheit ist, dass die Konsequenzen bestimmter Entscheidungen nicht im Voraus bekannt sind und sich erst viel später herausstellt ob man mit seiner Überzeugung richtig gelegen hat.
    Am 19. März schrieb Stefan Raue in seinem Blog unter dem Titel “Eine Blamage für Deutschland”:
    “Dieses Signal hat der Diktator Gaddafi verstanden. Der UN-Sicherheitsrat hat eine Flugverbotszone für die Jets des Despoten beschlossen, die mit allen Mitteln außer dem Einsatz von Bodentruppen erzwungen werden kann. Gaddafi, der dem Volk und den Aufständischen ein Blutbad angedroht hat, hat nun eilig das Ende der Kampfhandlungen verkündet. Er weiß wohl, dass die NATO-Flugzeuge ihm in kurzer Frist sein modernes und teures Kriegsgerät zu Schrott bomben können. Ein Achtungserfolg für den UN-Sicherheitsrat, vor allem für die ständigen Mitglieder Frankreich und die USA, aber eine Blamage für das Mitglied Deutschland und seinen Außenminister Westerwelle.”

    Am 23, Juli 2011 hat Gaddafi leider noch immer nicht verstanden und wie viele tausende Menschen (Zivilisten, Rebellen UND Regierungstruppen) bisher getötet wurden ist noch unbekannt. Hat sich Deutschland also wirklich blamiert? Herr Raue vermutete einen schnellen Rückzug Gaddafis und lag damit falsch. Die Verantwortung für eine solch folgenschwere Entscheidung wird er wohl nie tragen. Hätte die Bundesregierung begeistert “mitgebombt” und deutsche Kampfjets hätten sogenannte “Kollateralschäden” an Zivilisten verursacht. (wie bereits geschehen) wäre das Geschrei darüber gross, wie unverantwortlich die Teilnahme an einem “Krieg” in Libyen war.
    Die Fehleinschätzung eines ZDF-Bloggers in seiner Unwissenheit bleibt ohne Konsequenzen und so kann man unbeschadet unausgewogene, polemisierende Meinungen von sich geben.
    Hoffen wir nur , dass von diesen Damen und Herren niemand in einer wichtigen politischen Funktion landet…..

    Andi | 23. Juli 2011 | 11:48 | Antworten
  39. Eine Meinung .. die Realität

    Der Unterschied zwischen einer Meinung und der Realität, ist die Fiction.
    Was wäre wenn ..!?!
    Eine Meinung, hat nur selten was mit der Realität zu tun.
    Ploitik und Diplomatie, stehen jeden Tag, vor Probleme, die keiner kennt und die niemand erwartet hätte.

    Einen Plan gibt “es” nicht .. Kreativität ist gefragt.

    Um die Verantwortung zu übernehmen, für etwas, das kreativ ist und somit unberechenbar, treibt die Raiting-Agenturen, in den Wahnsinn. In-Sider-Wissen bleibt aus und steht nicht zur Verfügung.
    So ein Pech aber auch.

    Gruß
    bcstony

    P. Degoulange | 23. Juli 2011 | 12:06 | Antworten
  40. Sehr geehrter Herr Dr. Frey

    Ich kann Ihnen nur beipflichten:

    Die Aussage von Herrn Ackermann, die Banken seien hart getroffen ist ein Affront gegen die Bürger und Bankkunden: Die Bürger zahlen mit ihren Steuerngeldern den Ausfall mit, die Abschreibungen auf Anleihen sind schon lange in den Vorjahren gebucht, der Aufwand hierfür in den Bankgebühren mit eingepreist und am Ende wird Herr Ackermann trotzalledem beste Bilanzzahlen präsentieren. Wer wie die Finanzinstitute an den Anleihen prächtig verdient hat (Risiko-Spread, dafür ist er gedacht), sollte jetzt den Schneid haben, die vollen Risiken hierfür zu übernehmen. Wie gesagt, meiner Ansicht nach hätte das keinerlei Auswirkungen auf die Bilanzen.

    Auch die Aussagen des “Chefökonoms” der Allianz Herr Heise schreien zum Himmel. Wie naiv muss man sein, wenn man in dieser Lage folgendes vorschlägt; Zitat: “Eine Anleiheversicherung, wie die Allianz sie vorschlägt, kann da ein probates Mittel sein.” Das ist nichts anderes als der Rückfall in die Zockermentalität, die Aufforderung Ausfallversicherungen, d.h. Kreditrisikoversicherungen (Credit Default Swaps) zu kaufen. Die Wette gegen die Wette geht weiter, der Kreislauf beginnt von vorne.

    Ein Hoch auf deutsche Finanzmanager!

    Marcel Keil | 23. Juli 2011 | 14:12 | Antworten
  41. Eine Meinung, kann nicht zurück gestellt werden..!

    Eine Meinung ist eine “akute Sache” und kann sich “morgen” schon wieder ganz anders anhören..!
    Haben Sie schon mal einen Text geschrieben, und Ihn dann, ohne zu speichern, gelöscht..??!

    Könnte wetten, das Sie den Text, nicht mehr so hinbekommen, wie der Text ursprünglich war.

    Weil schon .. 10 Minuten später, vertreten Sie .. eine andere Meinung, als vor 10 Minuten..!!!

    Denk mal nach .. “großer Lehrer”

    Gruß
    bcstony

    P. Degoulange | 23. Juli 2011 | 14:13 | Antworten
  42. @ Christian

    Sie haben völlig Recht ..!

    “Würde man aber die Kapitalmärkte ernsthaft versuchen zur Rechenschaft zu ziehen, gäbe es wieder Krieg”

    Diese Angst, versperrt unseren Politikern, den Weg, vernünftig zu handeln..!
    Da immer in betracht gezogen werden muß .. wie verhält sich der Schuldner.

    Gruß
    bcstony

    P. Degoulange | 23. Juli 2011 | 14:37 | Antworten
  43. @ Marcel Keil

    Nein, das ist ganz und gar kein Affront gegen die Bürger und die Bankkunden: Die Abschreibungen auf die maroden Griechenlandanleihen sind keineswegs in den Bankbilanzen bereits erfasst, denn vor rund einem Jahr waren sie noch so viel wert, wie von den Gläubigern investiert wurde. Und damals appellierte die Regierung an die Banken und Versicherungen, sie sollten ihre Anleihen halten. Zum Teil haben die Institutionellen aber doch verkauft – mit Verlust und zu einem Spotpreis an die EZB. Wenn die Banken nur mit CDS (Ausfallsversicherungen)gehandelt hätten, dann hätten sie spätestens am Mittwoch verkauft und einen dicken Spekulationsgewinn gemacht. Mag durchaus sein, dass sie das auch getan haben – das federt dann wenigsten zum Teil die Verluste ab, die sie jetzt haben werden durch die Entwertung der Griechenlandanleihen. Vielleicht werden dann die Bankgebühren dann doch nicht so hoch steigen wie Sie befürchten…

    Und außerdem: Die Deutsche Bank hat keine Staatsgelder genommen, das hat man ihr ja auch lange zum Vorwurf gemacht. Die Commerzbank aber sehr wohl, hat sie allerdings auch schon zum Teil zurückgezahlt – mit dem Geld ihrer Privateigentümer und ohne Verlust für den Steuerzahler und mit Gewinn für ihren Chef: Der darf demnächst nämlich wieder mehr als 500.000 Euro pro Jahr einstreichen. Und zu guter Letzt: Eigentlich müssten die Hedge-Fonds prächtig dastehen, denn diese handeln vorzugsweise mit CDS, aber irgendwas muss schiefgelaufen sein: “Die Ergebnisse der Hedge-Fonds enttäuschen” stand im Handelsblatt vom letzten Mittwoch zu lesen. Sie hätten nur rund 0,7 Prozent Rendite in diesem Jahr erzielt. Hätten sie in Gold investiert, wären es 8,5 Prozent gewesen. Die Notiz war auch nur ganz klein, schließlich will man ja weiter auf die bösen Hedge-Fonds schimpfen…

    BlaBla | 23. Juli 2011 | 15:19 | Antworten
  44. Niemand wird den Mut aufbringen, den Euro sterben zu lassen, aber niemand hat auch den Mut, die Webfehler des Euro zu beseitigen. So wird weiter kostspielig an Symptomen herumgedoktert ohne die Krankheit zu heilen. Jedem muss doch klar sein, dass Europa am Scheideweg steht: Entweder eine Art von Freihandelszone oder die Vereinigten Staaten von Europa. Wie es nun aussieht, werden die alten Rezepte aus der Kohl-Ära, alle Probleme mit Geld zuzuschütten, weiter verfolgt. Bis zum bitteren Ende.

    Jakobiner | 23. Juli 2011 | 15:43 | Antworten
  45. Der €uro ist “sicher”

    Über 300 Millionen Menschen … können will erreichen.
    Ob EU-Bürger oder Einwanderer … die Ziele ist da gleiche.
    Wir alle wollen … eine Zukunft und einen festen Platz, im System.

    Gruß
    bcstony

    P. Degoulange | 23. Juli 2011 | 21:20 | Antworten
  46. @ZDF
    (@alle)

    Sie schreiben oben (heute.de | 24. Juli 2011 | 14:18), dass Sie einige Kommentare gelöscht haben. Danke an dieser Stelle für die Löschung der radikalen bzw. kriminellen Äußerungen…

    Drei Krtitik-Punkte jedoch dazu:

    1) Warum schreiben Sie diese wichtige Mitteilung als Kommentierung von (Bori | 22. Juli 2011 | 19:23), und nicht als eigenständigen Eintrag – evtl. vorgehoben?

    2) Warum löschen Sie Kommentare, die auf Missstände hinweisen (z. B. Holocaust-Verleumdungen u. ä.)? Weil Sie evtl. mit dem Bug in Ihrem Blog nicht klarkommen?

    3) Der rechtskadikale Kommentar “Christian | 22. Juli 2011 | 10:57″ steht immer noch drin, wo “er” Beweise für den Holocaust anfragt? Immer noch unterträglich…

    Also entweder Sie betreiben einen Blog konsequent und moderiert, oder lassen es.

    Schöne GEZ-Grüße

    whim | 24. Juli 2011 | 15:28 | Antworten
    • Kommentar (whim | 24. Juli 2011 | 15:28) schon wieder nicht richtig eingeordnet (Bug beim ZDF)…

      Ich glaub ich wechsel zur Tagesschau. Danke.

      whim | 24. Juli 2011 | 15:30 | Antworten
      • Nun nach Stunden hat das ZDF editiert bzw. zensiert – “schön” dass dabei auch ganze Kommentare gelöscht wurden, die ua ein Zitat eines solchen rassistischen, menschenverachtenden Beitrags hatten!

        Das System wann und vor allem wie zensiert bzw. editiert wird muß man nicht wirklich verstehen!

        Andreas | 24. Juli 2011 | 15:58 | Antworten
  47. 1. Sieht so aus, als wenn die Not-Operation nicht reicht.

    2. Frau Merkel sollte JETZT einfach zurücktreten um weiteren Schaden zu vermeiden.

    Karl Letis | 25. Juli 2011 | 08:33 | Antworten

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