Danke, Quadriga!

Die Posse ist hochnotpeinlich. Ein russischer Premier ist düpiert, ein deutsches Preis-Komitee blamiert. Trotzdem: dem deutsch-russischen Verhältnis tut der kleine Eklat vielleicht ganz gut, denn er rückt mal wieder ins Licht, was zu häufig im Dunkeln bleibt.


Es mag den Notwendigkeiten einer pragmatischen Außenpolitik geschuldet sein, auch einem Vladimir Putin gelegentlich zu schmeicheln. Doch die Unmäßigkeit, mit der der schmale Grat zwischen Anbiederung und Isolation immer wieder verlassen wird, hat in der Quadriga-Ankündigung ein neues Symbol gefunden. Unter Rot-Grün war es die Mär vom lupenreinen Demokraten, nun ist es ein Preis, der vor ein paar Jahren auch schon Vaclav Havel zuteil wurde.

Das Quadriga-Kuratorium beteuert, Putin für seine Verdienste um die deutsche Einheit geehrt haben zu wollen und zieht die Ehrung nun beleidigt und nur deswegen zurück, weil es dem Druck von außen nicht mehr standhalten und einen noch größeren Eklat verhindern wollte. Die Quadriga gehört zu den jüngeren Erfindungen der Berliner Republik, die ihre Bedeutung nur aus der Prominenz der Geehrten, nicht aus der Autorität der Auszeichnenden schöpfen. Der Preis an sich hat die große Aufmerksamkeit, die er nun bekommt, nicht verdient. Doch er markiert ein Motiv, das im deutsch-russischen Verhältnis immer wieder aufscheint: das Weichzeichnen der russischen Verhältnisse.

Deutsche Außenpolitik wird nicht ändern können, dass Russlands autoritäre Machthaber Demonstranten niederprügeln, an allen Ecken und Enden demokratische Triebe abschneiden und einen brutalen Krieg gegen Tschetschenien führen. Aber sie muss auch nicht so tun, als wären die russischen Verhältnisse lupenreine Demokratie, nur eben russischer Provenienz.

Angela Merkel hat nicht nahtlos an Schröders Putin-Schwärmereien angeknüpft. Doch auch sie macht beim Petersburger Dialog in Hannover ein Polit-Schauspiel mit, bei dem Russland ein Demokraten-Mantel umgelegt wird, der ihm nicht passt. Was als Dialog der Zivilgesellschaft verkauft wird, ist ein Treffen mit denen, die Russland zur Zivilgesellschaft ernannt hat. Mag sein, dass Dialog und Wandel nur so funktionieren. Aber falsche Etiketten sind genauso überflüssig wie peinliche Preise.

71 Kommentare | 19. Juli 2011 | 12:06 Uhr | Twittern | Facebook

71 Kommentare

  1. Auch die Russen haben

    genau

    nur so viel Freiheit,

    wie sie nicht mehr brauchen,

    vgl Deutschland

    werner | 19. Juli 2011 | 12:24 | Antworten
    • Schöner Gruß, an alle ..

      Bin wieder zurück. Wo steckt eigentlich meine
      “susi bibelmaus ..?”

      Ist hoffentlich im Urlaub, oder habt Ihre, meine kleine Maus vertrieben..?
      Na ja, mal sehen.

      Gruß
      bcstony

      P. Degoulange | 20. Juli 2011 | 00:40 | Antworten
      • …, hoffentlich war`s nicht der Schneider :(
        (aus dem allgemein bekannten Kinderlied)

        Bernhard | 20. Juli 2011 | 06:27 | Antworten
  2. Haben wir wieder etwas für’s Sommerloch gefunden?

    Putin ist ein perfekter Selbstdarsteller, ein gnadenloser und machtgieriger Politiker. Er geht über Leichen. Wie der sich mit seinem “Gang” in der Öffentlichkeit präsentiert, ist einfach nur noch lächerlich. Einen Preis hat er sicherlich nicht verdient, eher eine Untersuchung und Offenlegung seiner jahrelangen Machenschaften.
    Wer ihm einen Preis verleihen möchte, ist nicht ganz dicht, aber das ist in Berlin ja mittlerweile an der Tagesordnung. Haben wir wirklich keine anderen Probleme? Brauchen wir noch einen Preis?
    Man möge Obama erst mal den Friedens-Nobelpreis entziehen, dann können wir weiterreden. Unglaublich!

    G.Walter | 19. Juli 2011 | 14:16 | Antworten
    • @G.Walter Sie haben es auf den Punkt gebracht.Wie ge-
      fährlich Putin ist,hat der ehemalige Schachweltmeister
      Juri Kasparow,in einem Gespräch,mit einem ausländischen
      Journalisten zum Ausdruck gebracht.Ich nehme nur ein-
      mal der Prozess gegen den ehemaligen Ölmagnaten.Dies
      ist ein politischer Prozess,dies sagt auch Kasparow.
      Er kennt die politische Szene in Rußland wie kein
      anderer.Er kennt den Herrn Putin so gut,wie ein Herr
      Dr,Scholl-Latour,die übelsten Diktaturen die radikalsten
      islamische Regime wie Saudi-Arabien und noch weitere
      Regime in Afrika.Auch ein mitlerweile bekannter Inter-
      net Blogger,hat mit einem ausländischen Journalisten,
      in einem Gespräch hingewiesen,wie gefährlich Sie leben.
      Wer den ehemaligen KGB Mann Putin lobt,der verherrlicht
      auch die frühere DDR.

      HOPF T. | 19. Juli 2011 | 16:52 | Antworten
      • Die alten Sprüche…(

        Jean | 20. Juli 2011 | 15:48 | Antworten
  3. Typisch Deutschland: kleinkariert, besserwisserisch, übereifrig!
    Putin, der aus den Ruinen des Suffkopfs Jelzin, ein funktionierendes Land gemacht hat, in dem wieder Löhne und Steuern gezahlt werden, der aus einem heillos verschuldeten Russland, ein Russland mit Geldreserven machte, der die Bodenschätze wieder in die Hand des Staates brachte und die Oligarchen zügelte, der in jederlei Beziehung ein besseres, kein perfektes, Russland schaffte, hätte eigentlich jeden Preis verdient.

    Wir Deutsche, die wir schon mit der Einführung eines Nichtrauchergesetzes überfordert sind, die wir Waffen an jeden Halunken liefern und mit allen Despoten Handel treiben und diese stützen solange sie uns nützen, die wir in Afghanistan Krieg führen, sollten vorsichtig beim aus dem Fenster lehnen sein.

    Wir können uns die Leistung kaum vorstellen, die ein Russischer Präsident und Ministerpräsident vollbringen muss, um Verbesserungen in diesem riesigen Land, mit all seinen Problemen herbeizuführen- eine Leistung mit der wohl jeder dieser “Empörten” mehrfach überfordert wäre.

    Müssen wir uns über Russlands “Bockbeinigkeit” eigentlich wundern? Wir zeigen dieses Land nur negativ, nur wenn es Katastrophen gibt, nur mit der typischen Abwertung und Häme. Wir ergehen uns in einer Dauerklage über Russlands Politiker, ohne Verständnis für deren Pflicht, die Interessen des eigenen Landes vertreten zu müssen, wie das die Pflicht der Politiker eines jeden Landes ist. Jeder Vorschlag, etwa über einen gemeinsames Sicherheitssystem in Europa, wird hochnäsig abgelehnt und bis hin zu dieser kindischen Empörung, weil der “Quadriga-Preis” nun an Putin gehen sollte, zeigen wir die ganze beschämende Arroganz, die uns denken lässt, dass wir etwas besseres sind.

    Man kann sich nur über die Affengedult wundern, mit der Putin und Medwedjew ausgestattet sind und die wäre auch einen Preis wert!

    Auf der anderen Seite ist es so, dass man fragen wuss, was ein ein Preis eigentlich wert ist, der auch schon an Guttenberg und Westernhagen gegangen ist!

    Roter | 19. Juli 2011 | 14:17 | Antworten
    • Ich teile Ihre Ausführungen.

      Sphaira | 19. Juli 2011 | 14:33 | Antworten
    • Guter Kommentar – kann ich nur voll und ganz zustimmen!

      Gruß D. Ackermann

      Dieter Ackermann | 19. Juli 2011 | 15:44 | Antworten
    • Sie haben völlig recht – Putin ist kein Heiliger, und er bedient sehr gut alle Register der “öffentlichkeitsarbeit”, aber dass es in diesem Riesenland nach einem totalen Systemumsturz überhaupt funktionierende Strukturen und sogar besser funktionierende gibt, das war und ist sicher ein Kraftakt, für den er Anerkennung verdient hat.

      Dafür ist allerdings so ein “Quadriga”-Preis ein bisschen mickrig bemessen, denn das scheint ja etwas zu sein, mit dem man sich so “unter uns Pastorentöchtern” untereinander ehrt. Wie man überhaupt bei vielen Preisen den Eindruck hat, dass sie eigens erfunden wurden, damit jeder warum-auch-immer-V.I.P. mal drankommt.

      Sibylle | 19. Juli 2011 | 21:14 | Antworten
    • Nachtrag:

      Es lohnt sich unter Wikipedia nachzuschauen. Gut gefallen mir diese beiden Einträge unter 2010:

      Giorgos Papandreou, griechischer Premierminister, für die Neustrukturierung der Finanzpolitik und die Abwendung eines Staatsbankrotts, in der Kategorie
      “Kraft der Wahrhaftigkeit”

      Die Bundeswehr, vertreten durch Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, Bundesminister der Verteidigung, und Generalleutnant Günter Weiler, Stellvertreter des Generalinspekteurs, in der Kategorie
      “Dienst der Verantwortung”

      Ich habe nichts gegen Papandreou – ein anderer könnte vermutlich nicht mehr tun – aber die Kategorie “Kraft der Wahrhaftigkeit” könnte aus “Neues aus der Anstalt” stammen.

      Putin ist noch ‘mal davon gekommen!

      Sibylle | 19. Juli 2011 | 21:30 | Antworten
    • Teile diese Meinung. Wo Russland ohne Putin wäre (bei aller Kritik) möchte ich mir lieber nicht vorstellen.

      Andi | 20. Juli 2011 | 00:21 | Antworten
    • Sie sehen es richtig.
      Mittlerweile ist auch schon Neid ob der Petrodollars dabei.
      Aber es gibt in Deutschland Kräfte, die gern Russland als Hort des Teufels sehen und nicht etwa GB und USA, was für mich nachvollziehbar wäre!

      Jean | 20. Juli 2011 | 15:45 | Antworten
  4. Das Quadriga-Kuratorium ist keine Kegeltruppe, die bei einem Bierchen über dies und das plaudern. Wieso konnte man sich nicht im Vorfeld über die zu Nominierenden verständigen. Ich glaube nicht, dass man mit der Entscheidung für Wladimir Putin bis zuletzt gewartet hat und ihn dann wie den Hasen eines Zauberers aus den Hut gezogen hat. Interessant wäre zu erfahren, wer den Vorschlag Putin gemacht hat, wer die Nominierung vorantrieb und wer mit aller Macht und letzter Konsequenz die Verleihung durchsetzen wollte. Der eigentliche Eklat ist jedoch ein anderer. Wie kann es sein, dass ein deutsches Kuratorium von ehemaligen Preisträgern und politischen Bonzen erpresst wird und anschließend offensichtlich über die Vorgänge schweigen muss. Entsetzt war ich davon, dass der Bundesvorsitzende der Grünen Cem Özdemir aus dem Vergabe-Kommitte des Quadriga-Preises ausgestiegen ist. Würde er es auch machen, wenn der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan geehrt werden sollte – wohl sicher nicht. Mir ist nicht bekannt, dass er schon zuvor bzw. in den letzten Jahren gegen Putin protestiert hat. Türken und Russen sind alte Feinde. Herr Özdemir hat nicht das Recht, türkische Außenpolitik in Deutschland zu betreiben und das Quadriga-Kuratorium zu kompromittieren.

    Sphaira | 19. Juli 2011 | 14:26 | Antworten
    • Ist das hier schon das Sommerloch?

      Wie peinlich ist ein nicht vergebener Preis?

      Putin ist nun wirklich ein streitbarer potentieller Preisträger. Gibts da wirklich keinen anderen/andere??

      Ansonsten: Preis abschaffen. Geld irgendeiner Kita spenden. Tausendmal besser…

      @Shpaira: Also das auf Türken/Russen zu reduzieren ist ja mal wieder haarscharf an der Grenze des Auszuhaltenden!

      PS: Erdogan wäre übrigens auch kein würdiger Preisträger – genauso wenig wie Obama den Friedensnobelpreis verdient hat (viel heiße Luft um nichts).

      whim | 19. Juli 2011 | 14:41 | Antworten
      • Welche Motive stecken denn Ihrer Meinung nach hinter der Protestreaktion von Herrn Özdemir? Es wäre schön, wenn Sie die Tatsache achten würden, dass jeder hier im Blog eine Meinung vertreten kann und diese auch äußert – auch wenn Widersprüche zu erwarten sind. Die Meinungen stehen ja zur Diskussion. Sie sollten nicht den Moralapostel à la Michel Friedmann geben. Ihre Aussage den Preis auch an verdienstvolle Bürger zu vergeben, teile ich voll und ganz.

        Sphaira | 19. Juli 2011 | 15:56 | Antworten
        • Also nur ganz kurz:

          Ich habe keine Ahnung was Herrn Özdemir bewegt hat. Aber anscheinend war er der einzige, der geblickt hat, dass da Unsinn entschieden wird.

          (Anmerkung: Auch wenn ich NICHT alle Meinungen von Herrn Özdemir teile – ich nehme mir das Recht, “wahlweise” zu entscheiden…!)

          PS: Ich meinte nicht nur verdienstvolle Bürger in Deutschland, sondern auf der ganzen globalisierten Welt. Gibts da wirklich sonst niemande(n), der/die den Preis verdient hätte??

          PPS: Friedmann finde ich auch schlecht. Zu einseitig. Ist aber nicht das Thema…

          whim | 19. Juli 2011 | 16:06 | Antworten
    • Nachtrag: Warum können solche Preise nicht einfach auch mal an “kleine Leute” vergeben werden – Menschen, die sich in ihrem Umfeld für das Wohl anderer einsetzen.

      Preise immer nur an die Kohls und Clintons – und jetzt auch Putins zu vergeben, ist zum einen langweilig, und wird zum anderen der aktuellen Situation nicht gerecht.

      Aber: Geld und Macht regiert die Welt – nicht die Vernunft…

      whim | 19. Juli 2011 | 14:53 | Antworten
  5. Vorab muss ich hier mal ehrlich und aufrichtig sein- das kann ich mir als älterer Mensch und Rentner leisten:
    Bis Ende der letzten Woche, als dieses unsinnige Thema im Zusammenhang mit Putin hochgespielt wurde, wusste ich gar nicht um was es sich bei diesem „Quadriga – Preis“ handelt.
    In dem Zustand (Alter), in dem ich mich befinde, muss man natürlich sofort hinterfragen und testen, ob man noch „normal“ ist, oder ob bereits „Alzheimer in statu nascendi“ vorliegt. Deshalb habe ich dann gleich 3 weiter Hochschulabsolventen, welche z. T. noch in Führungsfunktionen aktiv sind, zu diesem Thema gefragt – und siehe da, die wussten auch nichts um was es sich hier handeln soll.

    Was glauben wir eigentlich, wie viel PPM (Parts per Million) der russischen Bevölkerung (auch der besser gebildeten) mit einem solchen Unsinn etwas anfangen können? Und ich bin überzeugt, dass Putin selbst und auch Medwedew vor dem Beginn dieses „Affentheaters“ nicht wussten, um was es sich hier handelt!

    Zur Sache:
    Ich war zwar in meiner aktiven Zeit nicht in der politischen Führungsebene, sondern nur in einem Großkonzern. Welche Schritte hätte ich jetzt in einer solchen Situation – bei soviel deutscher Dummheit auf einem Haufen – anstelle von Putin und Medwedew in die Wege geleitet, welche Fäden hätte ich gezogen?

    Ich hätte die für das Erdgasgeschäft entsprechenden Verantwortlichen kurz zu einer Besprechung an den Tisch geholt und hätte Ihnen folgendes gesagt: „Bitte geht mal bei zukünftigen Erdgas – Lieferungen für Deutschland an die oberste Grenze – reizt das bitte voll aus bis zum Gehtnichtmehr – ich denke dabei an so 5 bis 8 Milliarden €, welche für uns zusätzlich zukünftig pro Jahr herausspringen sollten!“

    Für wie dumm halten wir eigentlich die russischen Politiker (auch die Bevölkerung)?

    Die echten Dummen in diesem Zusammenhang sind doch die Masse der deutschen Normalbürger, welche eine solche Ausgeburt von Dummköpfen in der deutschen politischen Führungsebene ausbaden und bezahlen müssen!

    Wir haben doch momentan so viele echte und massive politische Probleme in diesem unserem Lande – muss man denn tatsächlich zusätzlich aus dem „Nichts“ kreierte neue auftischen?

    Armes Deutschland – soviel Dummheit au einem Haufen haben wir noch nicht erlebt!

    Gruß D. Ackermann

    Dieter Ackermann | 19. Juli 2011 | 15:40 | Antworten
  6. Quadriga- Preis, was ist das, kenn ich nicht.
    Wenn man aber schon rausposaunt wer es denn sein soll, der Preisträger, und zieht dann zurück, peinlich,peinlich.
    Der grüne Druck war da wohl zu groß.

    Dr. Heinrich | 19. Juli 2011 | 15:46 | Antworten
  7. Wes’ Brot ich ess’ des’ Lied ich sing’
    (Volksmund)

    Hannes | 19. Juli 2011 | 15:49 | Antworten
    • Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral
      (Brecht)

      Wenn das Geld singt, schweigt die Musik
      (Sizilianisch)

      Gunnar | 19. Juli 2011 | 15:52 | Antworten
  8. Einen russischen Premierminister Putin zu düpieren mit dem Zurückziehen eines Preises ist ein Versagen der Jury.
    Derartiges würde man sich mit Obama nicht erlauben, wobei dieser Guantanamo immer noch zulässt.
    Die Beurteilung Russlands erfordert genaueste interkulturelle und historische Kenntnisse. Ein amerkianisches cool oder dynamisches OK ist hier fehl am Platz.
    Putin hat Russland genau das gegeben, was Europa heute nützt, nämlich Stabilität, gesunde Staatsfinanzen (mit China nahezu einziges Land mit einem Staatsguthaben !) und wirtschaftlicher Austausch mit vor allem westeuropäischen Ländern.
    Die Behauptung Russland sei kein demokratisches Land ist amerikanische Propaganda. Leider ist die deutsche Presse eher ein Befürworter der Hetze gegen Russland. Da spielt bei unseren sogenannten öffentlich rechtlichen Journalisten noch der kalte Krieg ein zu grosse Rolle in den Köpfen.
    Differenzierte Beurteilung Russlands hilft manchmal und am Ende hilft immer erst einmal vor der eigenen Haustüre zu kehren)

    Jean | 19. Juli 2011 | 15:56 | Antworten
    • Sie dürfen aber bei all Ihrer Präzision nicht vergessen, dass Preise nicht nur eine Bedeutung für die Gepriesenen haben sondern auch für die Bevölkerung, denen letztere als Vorbild dienen sollen. Und die nimmt es naturgemäß nicht so genau wie Sie. Außerdem gibt es nicht nur die Deutsche sondern auch die internationale Bevölkerung… und all die Aliens. Da ist ebenfalls Vorsicht geboten.

      Fiete | 19. Juli 2011 | 16:05 | Antworten
      • Nur ist eben die Stimmung in Russland nicht gegen Putin !
        Da unterliegen Sie leider einer Propagandastimmung der öffentlich-rechtlichen Sender(

        Jean | 20. Juli 2011 | 15:51 | Antworten
  9. Während Russland noch Nachholbedarf in Sachen Demokratie hat, erleben wir einen schleichenden Abbau von Demokratie. Schwarz/Gelb regieren Deutschland im Stil einer Besatzungsmacht, hat ein Zeitgenosse neulich in einem anderen Blog ziemlich treffend geschrieben. Egal aus welcher Ecke nun Kritik an Russlands Demokratieverständnis kommt, “Ein jeder kehr’ vor seiner Tür, da hat er Dreck genug dafür”. Ob Putin den Quadriga-Preis verdient hat, mag fraglich sein, wäre Angela Merkel nominiert, wäre das jedenfalls nicht weniger fraglich. Es wird sich zeigen, ob sich im Weiteren Russland in Sachen Demokratie zu uns hocharbeitet oder wir uns auf das Niveau Russlands herunterarbeiten. Wenn die Zustände pari sind, wo immer sie sich treffen, können wir uns ohne schlechtes Gewissen gegenseitig mit Preisen zuschütten. Unerheblich welchen zweifelhaften Wert diese dann haben mögen.

    Tocqueville | 19. Juli 2011 | 16:06 | Antworten
  10. Einen russischen Premierminister wieder auszuladen, ist starker Tobak. Ich möchte mich als deutscher Staatsbürger für dieses Unding bei allen Russen entschuldigen. Sie sollten nicht denken, daß wir ein Volk sind, was gerne beleidigt. Die Quadriga- Preiskommision schämt sich hoffentlich für die Öffentlichkeitsarbeit, sollte sie jedenfalls.

    Dr. Heinrich | 19. Juli 2011 | 16:34 | Antworten
    • Ihre Meinung teile ich nicht,im Gegenteil,ich bin überzeugt,
      hätte man dem einfachen russischen Volk ,den Grund
      für diesen Preis erklärt,den Putin erhalten sollt,
      wäre ein Kopfschütteln noch die geringste Reaktion gewesen.

      Muschel | 19. Juli 2011 | 17:50 | Antworten
      • Leider kennen Sie die Stimmung im Volk in Russland nicht!
        Nicht alles glauben, was im öffentlich-rechtlichen TV so alles erzählt wird. Sehen Sie sich mal die Zusammensetzung der Rundfunkräte an!!! Man könnte auch Kirchenräte sagen.)

        Jean | 20. Juli 2011 | 15:54 | Antworten
  11. @Roter 14 Uhr 17
    Sehr gut,sag es unseren arroganten,Besserwissern.
    Dies ist ein guter Kommentar!!
    Wer möchte schon einen Preis den ein falscher Doktor bekommen hatt,der nicht zur Rechenschaft gezogen wird.
    Hat auch noch grosse Aussicht wieder in der Politik Fuss
    zu fassen.In was für einem Land leben wir,was haben wir für unsere Jugendlichen für Vorbilder ?Guttenbergs,Riester,
    Schröder ? Und dann regen wir uns auf über einen Preis für
    Putin der nicht besser oder schlechter ist wie fast jeder Politiker auf der Welt.siehe Bush sen.Bush jun.was haben diese Leute für Elend gebracht.( Obama ist leider nicht besser)
    Gruss Kurt

    Kurt | 19. Juli 2011 | 16:58 | Antworten
  12. Putin ist ein Spitzbube – er hat keinen Preis verdient. Das Quadriga Kuratorium gehoert gereinigt von denen, die meinten Putin sei ein wuerdiger Preistraeger. Chodorkowski, der unschuldig in Haft sitzt, haette den Preis verdient!

    Jochen the Rochen | 19. Juli 2011 | 17:21 | Antworten
    • @Jochen the Rochen

      Dass, so wie Sie es vorschlagen, Chodorkowski, den Preis verdient hätte, das muss ich doch sehr bezweifeln!
      Dass Putin u. A. hier eine persönliche Rechnung begleicht und ihn unter vielen anderen, welche in Russland in diesem Zusammenhang auch den Prozess verdient hätten, herauspicken ließ, ist möglich und auch wahrscheinlich.
      Doch wenn jemand nachweislich (ich betone: nachweislich) Milliarden betrügerisch absahnt, welche dann von den russischen Kleinverdienern wieder mühevoll erarbeitet werden müssen, dann gehört er weggesperrt. Der ist im Arbeitslager, wo er vielleicht mal „Arbeiten“ lernt, gut aufgehoben.

      Für Cleverness, Klugheit, gute Bildung, Erfolg usw. sollte es nicht auch noch Preise geben, wenn diese Attribute nur für Egoismus und Mafiamethoden eingesetzt werden!

      Gruß D. Ackermann

      Dieter Ackermann | 19. Juli 2011 | 18:10 | Antworten
    • Sorry, so ein Unsinn. Chodorkowski ist keinesfalls unschuldig, das hat im Übrigen der europäische Menschengerichtshof vor ein paar Monaten festgestellt.
      Die Frage die sich stellt ist jedoch, warum andere Oligarchen nicht neben ihm sitzen?

      Jean | 20. Juli 2011 | 15:27 | Antworten
  13. Putin ist doch kein schlimmerer Kommunist, Faschist und Menschenrechtsverletzer, als Ossen-Angie.

    Und wenn man mal die ganzen Toten zählt, die auf Angie’s Konto gehen, weil sie sie zu ihrem persönlichen Vergnügen in Afganistan und sonstwo auf der Welt sterben lässt, sieht Putin doch noch richtig gut aus.

    Wer solche Lumpen zum Staatsoberhaupt wählt, sollte seine Steine nicht so weit werfen. In Sachen Demokratie hatten beide sicher den gleichen Lehrer.

    Jörg | 19. Juli 2011 | 17:44 | Antworten
    • Nein, Putin sieht NICHT gut aus – vgl. Tschechenien…
      Und die Russischen Staatsbürger haben ihn NICHT gewählt, sondern Medwedew (ok, ob der besser ist – sei mal dahin gestellt). Aber Putin hat sich ernennen LASSEN – kleiner Unterschied… Demokratie? Tendiert gegen NULL!

      whim | 19. Juli 2011 | 18:11 | Antworten
      • So spricht ein Blinder von der Farbe?
        Die meisten hier im Forum waren noch nie in Russland, das auch nach vielen Jahren Aufenthalt nur durch Auguren zu durchschauen ist.
        An alle!!! Nur durch Informationen des ZDF und der ARD, also aus zweiter Hand, kann man sich kein Bild über Russland machen. Da ist zuwenig journalistische Unabhängigkeit. Opfer der Sender sind: Memec, Tilgner und Scholl-Latour.Alle wurden ganz oder teilweise aus dem Programm genommen. Einer dieser hervorragenden Journalisten hat mir gegenüber persönlich bestätigt, dass es political corectness im öffentlich- rechtlichen TV gibt. Und das hört sich nicht gut an!

        Jean | 20. Juli 2011 | 15:38 | Antworten
        • Und so spricht “eine Farbe” von den vermeintlich Blinden…

          (Anmerkung – nur zur Anregung: Waren Sie z. B. schon mal in Nordkorea? Oder in Libyen? Muss man überall gewesen sein, um sich vorstellen zu können, dass manche Dinge falsch laufen??)

          PS: Wer von den hervorragenden Journalisten hat Ihnen denn bitteschön was erzählt? Mit der Bitte um Namen bzw. Inhalte. Ansonsten kann ich auch Mr. Meier-Müller als Gegenbeispiel anführen…

          whim | 20. Juli 2011 | 16:02 | Antworten
    • Jörg, die Beleidigung von Frau Dr. Merkel ist hier fehl am Platz und unterhalb der Gürtellinie. Warum lesen Sie sich Ihren Kommentar nicht durch bevor Sie ihn von sich geben?

      Lisbeth aus dem Kohlenpott | 19. Juli 2011 | 18:27 | Antworten
  14. Wieso bekommt Putin nicht den Karlspreis? Das würde besser passen. Wenn man bedenkt, was Karl für eine war…

    AntiIllusionist | 19. Juli 2011 | 17:55 | Antworten
    • Oder den Orden wider den tierischen Ernst ;-)

      whim | 19. Juli 2011 | 18:04 | Antworten
  15. @ an alle —-
    ist nach der immer noch nicht geklärten “whim” Orgie im vorherigen Blog mal jemand aufgefallen das sich urplötzlich so viele neue User mit uns völlig unbekannten Namen hier einklinken! Meine vermutung, der Störenfied gibt sich hier wie immer wieder völlig neue namen um von sich abzulenken. Ich habs durchschut!

    ein Beobachter | 19. Juli 2011 | 18:04 | Antworten
    • “ein Beobachter” hat wohl nicht alle braunen Tassen im Schrank. whim ist whim. braun ist braun. Und die Sonne dreht sich um die Erde (Mittelpunkt: Deutschland)…

      PS: Seien Sie doch froh, dass endlich mal über die Sache diskutiert wird, als dieses leidige Thema immer wieder aufzuwärmen. Und “er” hats echt “durchschut!”

      whim | 19. Juli 2011 | 18:16 | Antworten
  16. @ Herrn Leifert: Den Wladimir vor dem Putin schreibt man mit W und nicht mit V. ;-) Nur zur Info.

    Putin bekommt den Quadriga Preis, wer wird wohl den für Menschenrechte bekommen, Stalin?
    Verstehen muss man derartiges wohl nicht. Es geht nur darum, die offenbar angefrosteten Beziehungen wieder neu aufleben zu lassen, zwecks Erschließung neuer Wirtschaftsräume. Merkel sprach von “Verjüngung der Petersberger Gespräche”. Jugend in Führungsebene. Ist dies ein zweifelhafter Versuch, Leuten das Steuer in die Hand zu drücken, welche von der Sowjetdoktrin nicht mehr allzu sehr befallen sind? Fakt ist jedenfalls eine erneute Blamage der Regierung.

    Michael Egler | 19. Juli 2011 | 18:35 | Antworten
  17. TV-Tipp: Am 22. July 22.45 Uhr Das Erste: Diebe im Gesetz.
    Dieser Beitrag liegt auch einer jüngeren GEO-Zeitschrift zum Thema Mafia bei.

    Hier wird insbesondere klar, was für Typen ein latent rechtloses Land wie Russland _nicht_ regieren können… und was daraus folgt.

    Toll an diesem Beitrag ist auch, wie gewisse Neureiche versuchen, ihre Vergangenheit unter den Teppich zu kehren und einen auf bon homme machen. Trifft man sie als Mitglied der Schikeria auf einem Golfplatz, weiß man letztlich gar nicht, wie man sich verhalten soll: Gibt man ihnen die Hand, hat man Interpol an den Hacken, gibt man sie ihnen nicht, einen Killer.

    Man muss derartige Informationen unbedingt berücksichtigen, wenn man sich ein Bild davon machen möchte, wie die “globalisierte Welt” heute tickt. Denn vom Ural bis irgendwo nach Südamerika zieht sich ein Gürtel des organisierten Verbrechens, dem mit konventionellen Mitteln kaum beizukommen ist. Leider sind viele Länder dieses Gürtels entweder bereits Teil der EU oder aber im Begriff dieses zu werden.

    Im Grunde ist nicht mit dem Besten zu rechnen sondern eher mit dem Schlimmsten.

    Pollenflug | 19. Juli 2011 | 18:56 | Antworten
    • Die Ausstrahlung dieses Berichtes war vorletzte Nacht auf 3SAT. Die Wahrheit kommt immer sehr spät – wenn die kleinen Kindlein bereits tief schlafen. Zu spät – möchte man meinen. Ist aber nicht schlimm: Wer nichts weiß, der schläft auch besser.

      Pepe | 19. Juli 2011 | 19:36 | Antworten
  18. Guter Kommentar , Herr Leifert. Der Preis für den Elefanten im Pozellanladen geht an die Quadriga-Jury , die Beziehungen zu Rußland müssen tatsächlich immer den Grat wandern zwischen Offenheit und Distanz zur “russischen Art” , innenpolitische Probleme anzugehen.
    Einen Staatschef , der mit höchster Wahrscheinlichkeit beteiligt ist an der Ermordung von Journalisten , kann man einladen , aber nicht auszeichnen.

    Nichtsdestoweniger liegt die Zukunft Europas auch und gerade in der Zusammenarbeit mit Russland.
    Und wer weiß, auch das russische Volk könnte erfaßt werden vom weltweit zunehmenden Freiheitsdrang.

    new kid on the blog | 19. Juli 2011 | 19:53 | Antworten
    • Also bei allem Respekt…an Kommentaren wie dem von Herrn Leifert und Ihrem, enthüllen sich mir immer sofort die Leute, deren Russlandkenntnisse streng in den Grenzen der aktuellen deutschen Medien zuhause sind. Ich bin seit über 10 Jahren beruflich oft im Osten unterwegs…und versichere Ihnen, der Freiheitsdrang der Masse der russischen Bevölkerung ist dank Jelzins 90ern für die kommenden hundert Jahre befriedigt. Die Lebensverhältnisse haben sich in den letzten Jahren massiv verbessert…was hauptsächlich Putins Beschneidungen der Wild-West-Freiheit zu verdanken ist. Ja, Russland hat einige Probleme, aber andere als die, die hier komischerweise immer wieder kanalisiert werden. Z.B. die Korruption (mit der sich aber nach meiner Erfahrung deutsche Unternehmen hervorragend arrangieren) und ein erschreckender Nationalismus. Aber die Freiheit normaler Bürger wird kaum eingeschränkt, und Grosny ist heute eine der neusten und schönsten Städte Russlands

      Theo E. | 19. Juli 2011 | 21:17 | Antworten
      • In tiefer Unkenntnis der Dinge stimme ich Ihnen zu , was die Wiederherstellung stabiler Verhältnisse angeht , Jelzin hat da wohl unerträgliches Chaos hinterlassen und das erklärt die hohe Zustimmung für Putin im eigenen Land.

        Die Trampeltier-Politik der Bush-Regierung tat ihr Übriges.

        Freiheit für den , der die Klappe hält , das mag besser sein als die Willkür der Sowjets, deshalb ist Kritik aber nicht verboten und alles nur noch FriedeFreudeEierkuchen.

        Haben Sie schon mal daran gedacht , woher denn der erschreckende Nationalismus kommt?
        Von zufriedenstellenden Verhältnissen sicher nicht.

        Übrigens hat den Arabern kein Mensch die Revolution zugetraut , gerade auch wegen der breiten islamistischen (=nationalistischen) Minderheit.

        new kid on the blog | 20. Juli 2011 | 14:33 | Antworten
  19. Der Grüne ist mal wieder vorranmarschiert.
    Dann typisch Medienhysterie.

    Man hätte ihn den Preis geben können. Das hätte gut gepasst.

    Karl Letis | 19. Juli 2011 | 21:21 | Antworten
    • Ja, genau, “Der Grüne” ist schuld ;-) LOL
      PS: Klar, der Preis hätte saugeil gepasst… Mr. “Oberkörperfrei” als Heilsbringer der Welt. Puh.

      whim | 20. Juli 2011 | 08:18 | Antworten
      • Na, ja..

        ZB “Goldkettchen Schröder” hat auch den Preis bekommen.
        Also – passt ganz gut.

        Karl Letis | 20. Juli 2011 | 13:40 | Antworten
  20. Wozu diese Preisverleihung…

    Betrachten wir uns doch mal genauer, welche “Persönlichkeiten” in diesem Sammelsurium der Eitelkeiten sitzen, und dann sollten wir zum Schluss kommen: dieses ganze Kommiteé ist überflüssig und darf sich selbst gern komplett zurückziehen.

    Tobias Severin | 19. Juli 2011 | 21:41 | Antworten
  21. Das Putin kein “lupenreiner Demokrat” ist dürfte außer Frage stehen. Probleme mit Pressefreiheit, Tschetschenien u.a. sind aus westeuropäischer Sicht ebenfalls nicht wegzudiskutieren.

    Aber wenn man sich dazu entschließt jemanden einen Preis zu verleihen und später diese Entscheidung revidiert, ist das ein Armutszeugnis für das entsprechende Gremium.
    Und zwar unabhängig von der Farbe der Weste des Betreffenden.

    Es haben schon Schlimmere größere Preise verliehen bekommen.
    Man muss sich nur mal anschauen, wer alles den Friedensnobelpreis bekommen hat.

    Putin selber wird wahrscheinlich in den russischen Geschichtsbüchern nicht auf den vorderen Plätzen sein.
    Diese “Quadriga”-Posse hat höchstens im Verhältnis der dt. und russ. Politker etwas kurzzeitig verändert.

    Bori | 19. Juli 2011 | 22:06 | Antworten
  22. „Mag sein, dass Dialog und Wandel nur so funktionieren. Aber falsche Etiketten sind genauso überflüssig wie peinliche Preise.“

    —, bei einem Streitwagenrennen ergibt es wi(e)der-Sinn;
    Die früheren Streitwagen sind heute ?

    Bernhard | 19. Juli 2011 | 22:18 | Antworten
  23. Was ich dazu sage?

    Tun wir doch nicht so,als wären wir in Deutschland ein Muster
    an Tugend u.demokratischen verhalten.In unserem Land wird
    tausendfacher Mord an ungeborenem Leben verübt.Und über
    allen Wipfeln ist Ruh.

    Hannes

    Hans haisch | 20. Juli 2011 | 10:55 | Antworten
    • @Hannes

      aber dieser Massenmord wird doch an Deutschen verübt, und die zählen doch nicht als Menschen

      Hans | 20. Juli 2011 | 11:06 | Antworten
  24. Jo, klar Christian (Ironie). Dass der Sozialstaat von Hitler erfunden bzw. ausgebaut wurde (und wenn, dann höchstens zur Heranziehung von Soldaten-Zöglingen), dass man/frau Hitler “loben” sollte (wie Frau Hermann dies ganz toll gemacht hat) oder hier “Heil” zu schreiben – dies sind Errungenschaften der moralischen bzw. menschlichen Definition??

    Lieber Christian (oder wer Du immer auch sein mögest): Solche Dinge aufzuführen – ohne jeglichen Zusammenhang zum eigentlichen Thema! – zeugt nur mal wieder von brauner Verblendung bzw. Zerstörung des Blogs… Susi konnte ich ja noch ignorieren – dies jedoch nicht! Analog zu “Wohnst Du noch, oder lebst Du schon” die Frage: “Denkst Du auch, oder schreibst Du nur”…

    whim | 20. Juli 2011 | 11:27 | Antworten
    • @whim

      Ihr Beitrag ist eine Zumutung ! Wörter aus dem Zusammenhang gerissen und sinnfrei im Blog verteilt ! Soll ich die Sätze jetzt selbst zusammensetzen ?

      Mein Beitrag war ein sachlicher Beitrag, weil er zeigen sollte, dass der Begriff “Moral” dehnbar ist und von jedem anders verwendet wird. Egal ob von Putin oder Merkel,oder vom ZDF, etc..

      Lieber “whim” Sie scheinen es immer noch nicht bemerkt zu haben, dass Sie im Blog von den meisten anderen Bloggern nicht erwünscht sind und als störend empfunden werden !

      Widerlegen Sie doch einfach mit ARGUMENTEN, dass das Dritte Reich ein Sozialstaat war ! Nennen Sie Quellen, etc… Ich würde mich über neue Erkenntnisse freuen ! Und woher wissen Sie das Hitlers Sozialstaat nur “zur Heranziehung von Soldaten-Zöglingen” gedient hat.Haben Sie Hitler sogut gekannt ? Und dient nicht jede politische Handlung einem Ziel ?

      Frau Herman ist übrigends eine ganz normale, vernünftige und hübsche Frau, welche NICHTS mit Rechtsextremismus zu tun hat !

      [...]*

      * ZDF heute.de: Beitrag editiert. Bitte beachten Sie unsere Foren-Regeln (http://chatsundforen.zdf.de/ZDFde/inhalt/3/0,1872,2345059,00.html).

      Christian | 20. Juli 2011 | 12:01 | Antworten
      • @Christian

        Sorry, aber IHRE Antwort (und Einstellung) ist eine Zumutung – und spricht eigentlich für sich…

        Dennoch sollten Ihre “Argumente” so nicht stehen bleiben:

        1) Moral ist dehnbar – da gebe ich Ihnen recht.

        2) NICHT dehnbar ist, dass das 3. Reich ein Sozialstaat war – mitnichten! Wie sozial ist ein Staat, der sich vielleicht um die eigenen Mütter kümmert, aber dafür die Mütter von Millionen anderer ihrer Kinder beraubt – tschuldigung: umbringt!?

        3) Ich kannte Hitler nicht persönlich – kann aber auch drauf verzichten. Seine Untaten kenne ich sehr wohl.

        4) “Jede politische Handlung dient einem Ziel” – fragt sich nur welchem?

        5) Was hat das Aussehen von Frau Herman mit dem Inhalt diesen Blogs zu tun??

        6) Vielleicht (aber auch nur “ganz eventuell”) sind IHRE braunen Beiträge ja nicht erwünscht – zumal Sie sich (wie albern) wechselnder Pseudonyme bedienen!

        7) Durch Ihren letzten Absatz leugnen Sie den Holocaust sehr wohl – wie jeder erkennen kann. Dies ist unerträglich.

        8) Die allerbesten Grüße – hoffentlich hilfts was…

        whim | 20. Juli 2011 | 13:43 | Antworten
        • @whim

          Beweise !!! Kein Geschwätz !!!

          Christian | 21. Juli 2011 | 20:59 | Antworten
          • Beweise? Wofür? Für Ihre Holocaust-Verleugnung? Diese Beweise hat das ZDF. Alles andere kann sich jeder selbst denken…

            whim | 21. Juli 2011 | 22:30 | Antworten
  25. Wie wäre es, wenn man die “positiven” Veränderungen des Nationalsozialismus im Kontext sieht?!

    Es wurden der Tag der Arbeit als Feiertag eingeführt, Steuerfreiheit auf Lohn aus Sonn-Feiertags- und Nachtarbeit,Verdopplung der Urlaubstage und Integration der Rentner in die Krankenversicherung.

    Von diesen Leistungen waren alle ausgeschlossen, die nicht dem Reinheitsgebot der Nationalsozialisten entsprach. Also auch körperlich Behinderte (Kriegsversehrte).
    Frauen wurden aus dem Arbeitsmarkt gedrängt und an den Herd verbannt. Urlaub wurde staatlich organisiert.

    All dies diente der Gehirnwäsche und sollte die Bevölkerung dazu veranlassen dem Führer bedenkenlos in den Krieg zu folgen und die Rassenpolitik der Nationalsozialisten zu verinnerlichen.
    Der Arbeitsfrontführer Ley bezeichnete die Menschen als Maschinen, die ab und zu gewartet werden müssen, um gut arbeiten zu können. Das zeugt vom wahren Hintergrund für die “soziale” Ader der Nazis….

    Die Abschaffung der Lohnzuschläge, die Rentenerhöhung und der Einschluss in die Krankenversicherung geschahen während des Krieges. Also zu einem Zeitpunkt wo der Großteil der männlichen Bevölkerung davon nichts hatte, da sie mit der Wehrmacht unterwegs waren.
    Die Rentner wurden auf einen möglichen Volkssturm vorbereitet.

    Rassisten und Nationalsozialismus-Schönredner fehlt das entscheidende bisschen Verstand!

    Bori | 20. Juli 2011 | 11:57 | Antworten
    • @Bori

      Ihr Beitrag ist so wie ich ihn mir gewünscht habe, voll mit Argumenten !
      Allerdings sind ein paar Fehlinformationen darin enthalten : zB.das Kriegsversehrte von sozialen Leistungen ausgeschlossen waren, das Gegenteil ist der Fall.
      Auch Ihr letzter Absatz ist historisch falsch. zB. Lohnzuschläge gab es bereits seit Anfang 1938 (da war noch kein Krieg) ! Außerdem haben Sie nur einen ganzkleinen Bruchteil der sozialen Leistungen des Dritten Reiches aufgezählt.
      Bei der Verdoppelung der Urlaubstage, hätte man noch sagen können, dass diese im Gegensatz zum Kaiserreich BEZAHLT waren.
      Aber wie gesagt es ehrt Sie, das Sie zumindest etwas recherchiert haben und um eine sachliche Diskussion bemüht sind !

      Christian | 20. Juli 2011 | 12:12 | Antworten
      • Es gibt Lob, auf das ich gerne verzichte! Besonders Lob von Ihnen!

        Bori | 20. Juli 2011 | 12:21 | Antworten
  26. An Bori: wie wahr, wie wahr.

    Dr. Heinrich | 20. Juli 2011 | 12:10 | Antworten
    • Dem schließe ich mich: Auf das Lob von einem “Christian” (oder wer auch immer – zu feige unter gleichbleibendem Pseudonym zu schreiben) kann man wirklich verzichten…

      whim | 20. Juli 2011 | 13:50 | Antworten
  27. @ alle

    Sind wir nicht ein bisschen zu ungeduldig, auch ein bisschen ungerecht?

    Nach dem Zerfall der ehemaligen Sowjetunion nach sehr kurzer Zeit demokratische Strukturen nach dem westlichen Vorbild zu erwarten, ist rührend naiv.

    Alte Seilschaften aus der KGB-Zeit halten die Fäden immer noch in der Hand. Sie werden das Feld nicht einfach der demokratischen Opposition überlassen. Es geht um Macht = Geld, viel Geld!
    Bemerkenswert ist doch, dass seit Stalin sämtliche Präsidenten aus den Reihen des KGB kamen – ja, auch Gorbatschow. Aber er ist für uns ein Held, eine glückliche Fügung bezüglich der Deutschen Einheit. In seinem Heimatland wird er von großen Teilen der Bevölkerung verachtet.

    Die Geschichte, die Entwicklung Russlands mit der deutschen Geschichte zu vergleichen, bringt nichts. Ebenso die Forderung nach einer Demokratie in „Reinform“. Diese Demokratie haben wir auch nicht. Sicher, sie ist im Grundgesetz und in Bundes- und Landesrecht beschrieben. Bei näherem Hinsehen erkennen wir, dass es keinen Grund gibt, den Schulmeister zu spielen.

    Es wird dauern.

    Nach dem letzten Krieg waren die deutscher Bürger damit beschäftigt, dieses zerstörte Land wieder aufzubauen. Sie haben nicht mitbekommen, dass sich einige wenige die Taschen vollgestopft haben. Später hat man gesagt, das sei gesunder deutscher Unternehmergeist.
    Es wurde ein funktionierender Sozialstaat aufgebaut. Die Menschen wurden ruhiggestellt.

    Wenn ich schon bei dem Sozialstaat bin:
    Da schreibt ein Teilnehmer in diesem Blog (@ Christian | 20. Juli 2011 | 10:29) einen Satz, der mir eine Gänsehaut über den Rücken jagt.
    Zitat:
    „Entscheidend ausgebaut wurde der Sozialstaat aber von Hitler.“
    Zitatende

    Die immerwährende Sorge um das Wohlergehen des deutschen Volkes hat diesen fehlgeleiteten Menschen aus Braunau dazu veranlasst, im März 1945 einen Befehl zu erlassen. Ich darf mal auszugsweise zitieren:
    Hitlers Zerstörungsbefehl vom 19. März 1945:
    »Wenn dieser Krieg verloren geht, wird auch das Volk verloren sein. Dieses Schicksal ist unabwendbar. Es ist nicht notwendig, auf die Grundlagen, die das Volk zu einem primitiven Weiterleben braucht, Rücksicht zu nehmen. Was nach dem Kampf übrig bleibt, sind ohnehin die Minderwertigen, denn die Guten sind gefallen. Ein Mittel, den Überlebenden des Vernichtungskampfes die weitere Lebensmöglichkeiten abzuschneiden, ist die Vernichtung der Bergwerke, Fabriken, Eisenbahnen, Verkehrsanlagen sowie aller Versorgungsanlagen«.
    Zitatende

    Haben Sie es gelesen, @ Christian. Ein Musterbeispiel für soziale Einstellung!

    Zu Eva Herman:
    Die „Mutterkreuze“, die sie lobend erwähnt hat, kamen dann später als „Eiserne Kreuze“ von der Front zurück – in einem Briefumschlag.

    Denken Sie mal darüber nach – wenn Sie Zeit haben.

    Einen freundlichen Gruß aus Eisenach

    Heinz Sahl - Eine Stimme aus Thüringen | 20. Juli 2011 | 12:55 | Antworten
  28. Und wieder mal ein Beitrag (aufgrund von Zensur) verrutscht – wenngleich diesmal synchron (@ZDF), aber noch mit Sicherheit nicht zufriedenstellend…

    whim | 21. Juli 2011 | 20:31 | Antworten
  29. Mir wird schlecht beim Kommentar von “Christian” (Christian | 21. Juli 2011 | 19:47). Und @Herr Sahl: Dieses Lob von Christian wollen Sie bestimmt nicht, oder?

    @Christian: Der einzige Satz, den Sie richtig argumentiert haben: JA, Sie sind entbehrlich. So viel Selbstkritik hätte ich Ihnen zwar nicht zugetraut, aber auch ich kann mich mal täuschen.

    Also: Wegen meiner brauchen Sie mit Sicherheit nicht für Deutschland zu sterben – welch schwachmatische “Heroie”! Ihre rechten Parolen sterben zu lassen – das dürfen Sie…

    whim | 21. Juli 2011 | 20:41 | Antworten
    • @whim

      Argumente ? BEWEISE ?

      Christian | 21. Juli 2011 | 20:56 | Antworten
      • (s. u. – mehr Buchstaben zu verschwenden ist mir zu verschwenderisch…)

        whim | 21. Juli 2011 | 22:32 | Antworten

Was sagen Sie dazu?