Warum die Erregung über den EHEC-Erreger legitim ist
Zugegeben, weit mehr
Menschen sterben an saisonaler Grippe, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder an Krebs. Deshalb ist das Thema EHEC noch lange nicht trivial: EHEC ist tausendmal ansteckender als Salmonellen, und in fast 300 Fällen nimmt die Infektion in Deutschland gerade den beunruhigend schweren Verlauf, der zu Nierenversagen oder Hirnschäden führen kann.
Neue Gefahren verunsichern uns mehr als bekannte. Sie erzeugen erhöhten Informationsbedarf. Das Massenmedium Fernsehen hat hier eine besondere Verantwortung. “Panik vor der Killer-Gurke” ist ein Tenor, der seinen Verfassern besser im Hals stecken geblieben wäre. Im Fernsehen waren solche Töne nicht zu hören. Unser Job ist vielmehr, strukturelle Ursachen eines Problems transparent zu machen.
Hier gibt es Nachholbedarf, auch im eigenen Programm. Wir haben an jedem Tag dieser Woche im heute-journal über EHEC berichtet, auch heute gibt es wieder einen Beitrag. Keine Panikmache, sondern Aufklärung! Was wir aber noch liefern müssen, ist die Drehung mehr, den Schritt weiter: Der Keim ist bekannt, aber wie kommt es immer wieder zu tierischen Infekten, die dem Menschen lebensgefährlich werden? EHEC hat mit unserem Verhalten zu tun. Massentierhaltung ist ein Eingriff in die Natur, vom Menschen gemacht. Sie ist nur unter Einsatz von Antibiotika wirtschaftlich, diese Medikamente wiederum führen zu Resistenzen, die am Ende für den Menschen gefährlich werden können.
Lebensmittel sollen zu allen Jahreszeiten ausreichend verfügbar sein, das bedeutet lange Transportwege. Wenn Transportketten von Spanien zum Hamburger Großmarkt nicht sicher sind (ein Unfall wie der mit der Ladung Paletten ist nun mal nicht ausgeschlossen), hilft es auch nicht, dass die jetzt inkriminierte Salatgurke aus einem Biobetrieb stammt.
EHEC ist als Thema ein Muss, aber die Qualität muss stimmen. Das hat das Fernsehen mit der Gurke gemein.
55 Kommentare | 27. Mai 2011 | 13:13 Uhr |
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Sehr geehrte Frau Reidt,
zu diesem Thema empfehle ich Ihnen den Blog der Tagesschau in dem Dr. Kai Gniffke passendes dazu sagt.
http://blog.tagesschau.de/2011/05/25/nun-also-doch-ehec/
Saisonales und regionales Einkaufen reduziert einige negative Erscheinungen.
Aufklärung?!
Mal höre und sehe ich Beiträge, in denen dazu geraten wird auch Bananen zu waschen, mal wird genau dieser Ratschlag als Nonsens bezeichnet.
Meines Erachtens hätte es genügend zu sagen: “Ein Virus ist vermehrt unterwegs. Er überträgt sich bei Kontakt. Mögliche Träger sind rohe Waren. Bitte auf Hygiene achten, Hände waschen und Gemüse putzen.”
zu EHEC
Dieser neuerliche Lebensmittelskandal zeigt m.E. zweierlei:
1. der immer wieder so hoch gelobte und propagierte grenzenlose Handel mit Waren beinahe aller Art innerhalb der EU geht wohl auf Kosten von Kontrollen
2. Kontrollmechanismen bei Einfuhr und Weiterverteilung in Deutschland haben wohl versagt (zu lax gehandhabt oder gänzlich fehlend??)
Für den einzelnen Bürger wird es dann wohl eher schwierig: auch wenn grundsätzlich nur inländische Produkte gekauft werden (je nach Saison gibt es eben dann keine Tomaten, keine Erdbeeren etc auf dem täglichen Speisezettel), ist man nicht 100%ig sicher, entsprechende Qualität, die gesundheitlich unbedenklich ist, einzukaufen. Aber immerhin vermindert man dadurch mögliche Kontaminationen der Waren auf ihrem “grenzenlosen” Transportweg quer durch die EU.
Es sind ja nicht nur die Lebensmittel, die kaum kontrollierbar sind. Bisher wurde dis Infektionsquelle noch nicht gefunden. In unserem globalisierten Wirtschaftssystem kommt von der ernte über die Verarbeitung, über den Transport bis zum Verkau so vieles mit Lebensmitteln in Berührung. Und nach dem Einkaufen zuhause geht es weiter: Trinkwasser, Zubereitungsmischungen, Spülmittel, Hygieneartikel. Wer untersucht andere denkbare Infektionsquellen wie Salatsossen und Gewürzmischungen, Transportbehälter, Reinigungs- oder Spülmittel, Haushaltsartikel wie Handcreme, Plastik oder Papiertüten, Wattestäbchen…???
Kartoffeln sind doch unter der Erde im direkten Kontakt mit Gülle und Mist, (Scheiße) (Dünger.)
Sie sind dann also alle verseucht.
Schäle ich Kartoffeln mit dem gleichen Messer,wie Gurken werden auch die verseucht?
Also müssen in erster Linie die Kartoffeln vernichtet werden?
Wer untersucht die Kartoffeln auf den Erreger?
Zeigt das ganze Thema nicht auch, wie schnell sich ein Anschlag auf unsere Lebensmittelproduzenten und -lieferanten auswirken könnte.
Immer weniger Unternehmen stellen unsere Lebensmittel her, und immer abhängiger werden diese von einer immer kleiner werdenden Zahl von Produzenten.
Eigentlich ist es schon ein Wunder dass bei den der Globalisierung geschuldeten reduzierung von Kontrollen nicht schon viel eher etwas passiert ist.
Von Seiten der Politik hören wir dazu immer nur beschwichtigende Worte – schließlich würde ein mehr an Kontrollen auch unheimlich teuer werden (und Behörden und Industrie müsste dafür auch noch Leute einstellen!)
Es bleibt abzuwarten bis die Terroristen diesen Bereich für ihre Anschlagsziele entdecken.
Wahrscheinlicher und deutlich einfacher als ein Anschlag auf einigermaßen gesicherte Kraftwerke sind verseuchte Lebensmittel allemal.
Bei den dieser Tage übertragenen Krankheitserregern dürfte es sich also nur um einen leichten Vorgeschmack dessen handeln was da noch kommen könnte – aber hoffentlich nicht wird.
Einen Anschlag in die Diskussion zu bringen, also absichtliche Manipulation, halte ich für Panikmache. Welche Gruppe sollte daran Interesse haben? Viel wahrscheinlicher sind natürliche Ursachen, nämlich Kontamination. So schildern es die Wissenschaftler, die sich mit Entstehung und Ausbreitung des Erregers seriös beschäftigen.
Doch, Frau Reidt, wir müssen auch eine absichtliche Manipulation (Anschlag) mit in Betracht ziehen.
Zu Ihrer Frage: _Welche Gruppe sollte daran Interesse haben?_
Antwort: Die ganzen Rohkostfresser natürlich – die bekommen doch jetzt alles, wofür sie bisher viel Geld bezahlt haben, zum Null – Tarif oder gar nachgeschmissen!
Hier liegt ein ganz starkes Motiv vor!
Gruß D. Ackermann
PS: Das war natürlich jetzt nicht mein Ernst.
Welche Gruppe ein Interesse haben könnte Lebensmittel im großen Stil zu vergiften? Da fallen mir eine ganze Reihe ein, über die auch fast täglich im Fernsehen berichtet werden.
Ich hatte allerdings nicht davon geschrieben dass es sich in diesem Fall um einen Anschlag handelt.
Allerdings hatte ich geschrieben dass die Möglichkeit von Anschlägen über die Nahrungskette möglich ist.
Das hat nichts mit Panikmache zu tun, sondern ist eine Realität mit der wir uns auseinandersetzen sollten.
Guten Frau Reidt ,
einen Anschlag halte ich auch nicht für möglich , wohl aber einen sehr mißlungenen Feldversuch der Pharmaindustrie, um mal schnell ein paar Medikamente zu Testen .
Mfg
Michael Dombrowski
Es müssen ja nicht unbedingt Feldversuche zum Testen neuer Medikamente sein, die die Herzen der Oberbosse vieler Pharmakonzeren seit Auftauchen von EHEC höher schlagen lassen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass aufgrund der vermehrten Warnungen vor dem Verzehr von Rohkost, Salaten und Früchten sogenannte Nahrungsmittel-Ergänzungsmittel wie Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen in Tabletten- und Pülverchenform reissenden Absatz finden werden, ein mehr als warmer Regen für die Pharma-Industrie!
Vielleicht ist da ja schon ein Anschlag von den Talliban und die Regierung weiss es schon längst. Wie sollte man sonst das beharrte Schweigen deuten??? diethelm
Ich bin für einen sofortigen und unumkehrbaren Ausstieg aus dem Rohkost-Verzehr.
Es ist einfach ein Skandal dass schon kleine Kinder in Kindertagestätten diese hochgefährliche Nahrung bekommen, und dass wo doch schon lange bekannt ist, dass man dies alles durch die wesentlich bekömmlicheren und Kindern auch viel besser schmeckenden Fast-Food Produkte wie Pommes, Chicken-Mc-Nuggets, Hamburger, Chesseburger etc ersetzen könnte, bei denen erwiesen ist dass sie keinerlei Keime mehr enthalten.
Man sollte die ganzen Vegetarierer und Veganer und Bioladenbesucher auf die Intensivstationen zerren, damit sie mal sehen was sie anrichten mit ihrer perversen Ernährungsweise und wieviel Unglück sie über die Menschen bringen!
Rohkost tötet!
Bio tötet!
Schluss mit Bio
Abschalten, SOFORT!
Danke für diesen Beitrag, das Wochenende ist gerettet!
Steuerzahler,
Sie haben mit Inhalt und Ton Ihres Beitrags genau ins Schwarze getroffen.
Bei uns in der Kantine, die sonst so großen Wert auf gesunde und regionale Produkte setzt, gab es nur Salat aus der Dose im Salatbuffet.
Und zig Landwirte insbes. in Norddeutschland pflügen ihr gesundes und völlig unbedenkliches Gemüse um.
Noch irgendwelche weiteren Anmerkungen dazu, wie wir Deutschen mit solchen Dingen umgehen, und wie insbesondere unsere Medien Angst verbreiten?
Nach Kernenergie wird jetzt mal wieder unsere Nahrung als Sau durchs dorf getrieben. Und dabei waren Obst und Gemüse, das wir für den Verzehr zur Verfügung haben, noch nie so vielfältig und gesund (auch im Winter!), wie heute und in den letzten Jahrzehnten – trotz aller bekannten Probleme.
@Steuerzahler
Zu Ihrem Finale:
_Rohkost tötet_
_Bio tötet_
habe ich noch weitere bittere Erfahrungen:
_die Ehe tötet die Liebe_
Deshalb – Schluss mit der Ehe! Abschalten! SOFORT!
Gruß D. Ackermann
Genau! Über diese EHEC-Erreger kann man sich gar nicht genug aufregen! Was sagt eigentlich der Bundespräsident Wulff zu EHEC? Habe von dem schon seit anno tobac nichts mehr gehört. Wäre doch sicherlich eine nette Gelegenheit, sich wieder einmal gefahrlos zu profilieren. Oder? Und Frau Merkel ohnehin: Die Bundesreagierung- nachdenk – distanziert sich in aller Form von den menschenverachtenden Machenschaften des EHEC-Erregers. Die Gusundheitsbehörder wurden umgehend eingeschaltet. Mitschuld der Linken ist nicht 100%ig auszuschließen… (läßt sich aber auch nicht begründen)… Warum hat das Acronym eigentlich 4 Buchstaben? Ist doch echt uncool. Und gar kein X oder wenigstens ein 2 for you mit drinnen. PR-mäßig grottenschlecht und absolut nicht zu gebrauchen. Einen schönen “Restnachmittag” noch! (Und der Abend kann wohl voll besch***** werden, was? Verfluchtes Neusprech!)
hallo Leute,
also was eure Kommentare angeht, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Die Sache hat rein gar nichts mit einem Anschlag zu tun. Das ganze ist ein Problem mit unsauberen Lebensmitteln.
Aber die Fakten dazu sind diese hier:
1. Der Keim, der umgeht ist eine genetisch veränderte Version des bisher bekannten EHEC-Erregers. Dieser Erreger kann das HUS-syndrom auslösen, dass zum Tod führt.
2. Es ist jetzt nicht die Zeit, dass wir irgendwem die Schuld zuweisen. Denn: in den Betrieben die diese Waren nach Deutschland geliefert haben und bei deren Zulieferern wurden von den spanischen Behörden Kontrollen durchgeführt und diese waren nachweislich sauber!!! Das heißt, dort wurden keinerlei Erreger gefunden! Und das bedeutet im Umkehrschluss: der Spieß dreht sich damit gegen uns! Was bedeutet das für Uns? Das bedeutet nichts geringeres, als dass die Kontamination auf deutschem Boden in Deutschland passiert ist! Und das bedeutet wiederum, dass die Spanier jetzt mit Recht mit Fingern auf uns zeigen und sagen können “ihr Deutschen habt unsere gelieferte Ware kontaminiert”! Und das bedeutet wiederum nichts geringeres als dass wir nun in der Beweispflicht stehen zu beweisen, dass bei uns in Hamburg sauber gearbeitet wurde und bei uns die Regeln eingehalten wurden.
3. Es sehr warscheinlich danach aus, dass die Verunreinigungs-quelle bei uns in Deutschland zu suchen ist. Warum?
Denn der Erzeuger sagt, dass in Hamburg bei der Anlieferung eine Palette mit unverpackter Ware abgestürzt sein soll und eventuell dadurch kontaminiert wurde. Dafür soll es sogar Zeugen geben!!
Daher müssen wir jetzt dringend darauf gucken, ob die Hamburger Großmarkt-Halle wirklich so sauber ist, wie es die Regeln von uns verlangen!! Und wir müssen nachschauen, ob dort sauber gearbeitet wurde.
Aber die Frage ist: können wir das guten Gewissens von uns sagen? Könnnen wir uns sicher sein, dass bei uns sauber gearbeitet wurde und nicht etwa jemand in Hamburg Mist gebaut hat???
Aus all diesen Gründen können wir jetzt nicht behaupten, dass die Spanier die Schuldigen wären. Denn es sieht derzeit so aus, dass die Beweislage gegen uns Deutsche steht!! Es geht um hier um nichts geringeres als um den Ruf unseres Landes und unsere Lieferbeziehungen zu den anderne europäischen Mitgliedsstaaten!!!
Deswegen ist es jetzt um so wichtiger,
Deswegen ist es jetzt umso wichtiger, dass dass alles überprüft wird und wir danach wissen, was wo wann passiert ist und wie es zu dieser Kontamination kommen konnte. Ehrlichkeit bei diesen Ermittlungen ist nun das A und O in dieser Sache. Die Spanier waren ehrlich zu uns und nun haben wir die verdammte Pflicht, ihnen gegenüber dieselbe Ehrlichkeit walten zu lassen und nicht mit Beschuldigungen über Sie herzuziehen!!!
Sehe es genauso wie Linuxhelfer. If you point your index finger, three fingers are pointing back at you.
Wenn man den Bildern Glauben schenkt: Der spanische Geschäftsführer wird in steriler Arbeitsumgebung gezeigt (50% davon ist sicher auch mediale Inszenierung), der Hamburger Hafen präsentiert sich als der Umschlagplatz, der er nun mal ist. Dass die Verunreinigung der Gurken hier statt gefunden hat, wird bei den Kontrasten jüngster Tagesschau-Bilder durchaus sinnfällig (ZdF Kameras zeigen bestimmt ähnliche Gegensätze).
Also, Hamburger Hafenmeister, bitte mal alle(s) abduschen, inklusive jener fiebergeschädigten Gurken-Politiker, die ihre eifrigen Zeigefinger nach Spanien ausgestreckt haben…! Hygiene die man andernorts einklagt, sollte man erstmal selbst gewährleisten!
Hier in Deutschland gibt viele Probleme mit Keimen, die leider auch von höheren Stellen ignoriert, bagatellisiert oder sogar vertuscht werden. Es gibt zwar überall Hygienevorschriften, die aber nicht eingehalten werden.
@ susifox: und deswegen ist es jetzt umso wichtiger, dass mit diesen Schludereien bei der Hygiene Schluss ist!! Und deswegen müssen diese Ermittlungen jetzt dringend sein. Und danach dann muss jemand ernannt werden, der sich um die Einhaltung der Hygiene-Regeln auch in der hamburger Großmarkt-Halle kümmert und darauf achtet. Ich weiss zwar nicht, ob das bereits der Fall ist. Aber ich sehe das als sehr wichtig an, dass wir uns genauso an die Hygiene-Richtlinien halten, wie es die anderen EU-Mitgliedsstaaten ebenfalls tun müssen. Wir müssen hier mit Beispiel vorangehen und zeigen, dass wir darauf achten!!! Unser Land muss in dieser Beziehung sauberer werden!! Hier müssen wir in Deutschland unsere Hausaufgaben dringend erledigen!!!
Ich kann mir nicht vorstellen, daß in einer Großmarkthalle, welche seit Jahren existent, auf einmal so ein Fauxpas passieren kann. Deutschland hat mit die strengsten Kontroll- und Hyginevorschriften, daher muß der Fehler, wenn nicht in Spanien, so aber doch auf dem Transportweg geschehen sein.
Interessant ist jedoch der wissenschaftliche Umgang mit dem Bakterium. Es handelt sich dabei um den Typus Bakterium E.coli. Das ist schon lange bekannt und befindet sich vor allem in Tiermägen von Wiederkäuern, z. B. Kühe und kann auf Menschen übertragen werden.
Mal wieder mußte was passieren, bevor man etwas gegen die Gefahr unternimmt. Prävention ist scheinbar stellenweise ein Fremdwort für Wissenschaft und Staat.
Übertragungen sind sowohl durch Tröpfchen-Infektion von Tier zu Mensch oder dann von Mensch zu Mensch möglich, aber auch durch Schmierinfektion, d.h. Verunreinigung, sich nicht die Hände zu waschen, nach Berühren von infizierten Tieren, Pflanzen oder halt Gurken.
Eher unwahrscheinlich ist, daß Düngen von Gemüse verantwortlich ist. Denn in der Regel werden die Pflanzen nicht mit Gülle gedüngt, das erfolgt vor der Aussaat. Und bis zur Ernte vergeht viel Zeit u.ä.
Es sind vor allem Frauen und jüngere Menschen betroffen, die normalerweise am robustesten gegen die Krankheit sind. Vor allem gelten bisher eher Kleinkinder und Immunschwache als stärker gefährdet. Warum? Eine mögliche Erklärung: Aus dem Stamm der E.coli-Bakterien hat sich ein neuer gefährlicherer Erregertyp gebildet, weswegen er auch nicht oder nur geringfügig auf Antibiotika anspricht. Die Antibiotika selbst als krankheitsverschlimmernd auftreten können. Dazu kommt, daß seit Jahren Antibiotika auch in Tierfutter verwendet wurde. Das trägt auch die die Gefahr mit sich, daß resistente Bakterien sich entwickelt haben.
Man sollte zum jetzigen Zeitpunkt sich vor Spekulationen und Schuldzuweisungen hüten. Man kann nicht ausschließen, daß hier ein zufälliges Zusammenkommen von besonderen Umständen eine Rolle spielt. Der Gipfel des Berges könnte durchaus auch schon überschritten sein, was die nächsten Tage zeigen werden.
Man muß das selbstverständlich ernst nehmen, darf aber nicht in Panik verfallen. Normale Hygiene reicht aus, man sollte Lebensmittel vor Zubereitung und Verzehr reinigen, die Hände vor dem Essen waschen und vor allem nach Kontakt mit Tieren. Jedoch auch vorerst, zumindest keine spanischen Gurken essen. Schälen und waschen reicht nicht, da die Bakterien auch in der Gurke drin sind.
woher haben sie die Information das die Bakterien durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragbar sind?
Irgend wo mal gelesen.
Was ist mit Deutschentomaten und Gurken Möhren muss ich darauf verzichten.was ist mit Tk Gemüse und Obst
Bis auf die Tatsache daß laut DPA-Meldung nun das 8. Todesopfer bestätigt wurde, sind keine Schädlinge bei deutschem Gemüse und Obst bekannt. Allerdings wird aus Prävention eben dieses massenweise geschrott…, will sagen geschreddert.
Die Niederlande haben in letzter Zeit eine lange Periode von trocknem Wetter erlebt. Trifft das gleiche auch für den Norden Deutschlands zu?
Gibt es eine Chance dass ein Gemüsezüchter das Gewächs bewässert oder bespritzt hat mit Wasser das verschmutzt war?
Konnte die Quelle des EHEC-Bakteriums ein Graben oder eine Kleinsee gewesen sein, die in directem Kontakt mit Nütztieren bzw. ihrer Gülle stande?
Hoffentlich werden die Behörden die Quelle nun schnell isolieren und identifizieren. Die obige Bemerkung dient nur den Zweck dass man keine Möglichkeit übersieht.
Das ist gar nicht so abwegig und ich wundere mich, welshalb diese Möglichkeit nicht viel mehr diskutiert wird. Im letzten Jahr hatten wir in Schweden einen Vorfall, bei dem das kommunale Trinkwasser einer Kleinstadt mit einem Darmparasiten verseucht war, der bei 12.000 Menschen Durchfall auslöste. Wasser in Flaschen war in kuerzester Zeit ausverkauft und Leitungswasser sollte mindestens eine Minute gekocht werden um es verwenden zu können. Viele Haushalte waren Monate lang auf Trinkwasserlieferungen aus Tankwagen angewiesen.
Nicht vorstellbar, was so ein Scenario fuer eine deutsche Grossstadt wie Hamburg bedeuten wuerde.
hallo ihr zusammen,
ich kann verstehen, dass ihr euch Gedanken macht, was man nun noch sicher essen kann. Diese Sorgen teile ich mit euch. Ich mache mir darüber auch Gedanken.
Was ich anraten würde ist derzeit, auf frisches Obst zu verzichten oder wenn: dann sollte man es vor dem Verzehr besser mehrere Minuten lang abkochen, bevor man es verzehrt. Auf Gurken oder rohe Tomaten würde ich derzeit ebenfalls sicherheitshalber verzichten (das tue ich ebenfalls).
Allerdings ist auch meine Frage: können die Erreger auch anderes Obst befallen haben wie Erdbeeren oder gar Pfirsiche oder Nektarinen oder ähnliches?? Und wie sieht es mit alternativem Gemüse wie Blumenkohl, Kohlrabi, Kartoffeln, Karotten, usw. aus?? Da gibt es derzeit in der tat noch keine Informationen. Da wäre ich auch mal dankbar, wenn uns die Wissenschaftler mal aufklären könnten.
Aber nochmal die Bitte: hört auf mit pauschalen Beschuldigungen, solange wir dafür keinerlei Beweise vorliegen haben. Diese Beschuldigungen können ganz schnell nach hinten losgehen.
Dann hier noch ein paar kleine Tipps: Tomaten sollte man nicht mehr roh essen. Daher sollte man diese vorher mehrere Minuten lang kochen. Aber mit gekochten Tomaten gibt es so viele leckere Rezepte, dass es da eine riesige Auswahl gibt.
Bei Obst würde ich vorsichtig sein und vorsichtshalber ebenfalls abkochen. Erdbeeren, sämtliche Beerenfrüchte und auch Pfirsiche kann kann man kochen (Pfirsiche besser vor dem Kochen schälen und abwaschen!!) und dann verwenden. So macht es derzeit meine Tante, die in Norddeutschland lebt und sie ist bisher nicht krank geworden.
Auch Zucchini würde ich derzeit sicherheitshalber ebenfalls nicht roh verzehren, sondern ebenfalls vorher abkochen. Aber auch hier gibt es sehr viele leckere Rezepte, die viel Abwechslung versprechen.
Bei Karotten und Kartoffeln sollte man auf jeden Fall sowohl schälen als auch kochen, um sicher zu gehen. Diesen Rat befolgt meine Familie auch und uns ist damit bisher noch nichts passiert.
Auch Blumenkohl würde ich sicherheitshalber kochen vor der Verwendung.
Bei Gurken allerdings rate ich dringend zum Verzicht solange bis die Warnungen aufgehoben werden.
Liebe Anne Reidt,
die aktuelle EHEC-Debatte ist meines Erachtens nicht zu verharmlosen.
Hier in Spanien ist meines Wissen bisher noch kein Fall von EHEC-Erkrankung bekannt geworden, nur in Deutschland und das ausgerechnet auf BIO Gurken.
Was steckt dahinter?
Verzeihen Sie folgende Frage, ohne weitere Verschwörungstheorien in die Welt setzen zu wollen.
Was ist, wenn die Ursache der noch lokal begrenzten EHEC-Seuche BIO-Terrorismus zuzuschreiben ist?
Der norddeutsche Raum ist es doch, wo die meisten Fälle der Erkrankung auftreten.
Es kommt mir schon etwas spanisch vor, wenn das Robert-Koch-Institut wochenlang vergeblich nach der Quelle sucht.
Bei meiner Frage erinnere ich mich an einen Vorfall, als jemand vor ein paar Jahren versucht hat, den kompletten Bodensee und das Trinkwasser zu vergiften, jedoch glücklicherweise vorher sozusagen auf frischer Tat ertappt u. geschnappt wurde.
Ich weiss, für viele klingt das weit hergeholt und aus der Luft gegriffen, obwohl es in der Vergangenheit bereits Erpressungsversuche mit vergifteten Lebensmitteln gegeben hat.
Man macht sich eben so manche Sorgen und mir war die letzten Tage auch nicht mehr ganz wohl in meiner Haut bei dem Gedanken, mein Essen könnte mit dem Erreger infiziert sein, da ich mich seit ca. 20 Jahren ausschliesslich frugivor ernähre.
Also, ich wundere mich auch, dass außer ein paar Blog-Kommentatoren niemand den Gedanken an Bio-Terrorismus laut zu äußern wagt. Noch nicht einmal den berühmten Satz hört man: “Ein Anschlag kann ausgeschlossen werden”, geschweige denn “… wird nicht ausgeschlossen”. An das Thema will offensichtlich niemand denken. Verständlich, aber irgendwie ist das doch alles sehr komisch. Wieviel Gurken müssen denn infiziert gewesen sein, damit so viele Menschen erkranken? Oder kann man sich auch an Türklinken u. dgl. anstecken, wie beim Noro-Virus? So wie die Experten reden, klingt es nicht danach, denn sie reden immer nur vom Essen. Und wie erklärt man sich, dass sowohl holländische als auch spanische Gurken infiziert waren, aber weder in Spanien, noch in Holland Menschen erkrankten, jedenfalls nicht signifikant? Und wenn die Gurken wirklich auf dem Großmarkt in Hamburg umgekippt sind – Du liebe Zeit, wieviel Mist muss denn da herumliegen? Und wieviele Gurken müssen da hereingefallen sein, damit über 1000 Menschen erkranken? Also, irgendwie ist das schon seltsam. Tatsache ist, dass für Terroristen das Vergiften von Lebensmittel viel einfacher wäre als sich Bomben um den Gürtel zu binden und in die Luft zu sprengen… Und sie kämen selber mit dem Leben davon!
“Tatsache ist, dass für Terroristen das Vergiften von Lebensmittel viel einfacher wäre als sich Bomben um den Gürtel zu binden und in die Luft zu sprengen…”
Wem sagen Sie das …
Auch wenn ich in diesem Fall eher nicht davon ausgehe, so ist das doch ein Thema mit dem wir uns alle (allen voran die SicherheitsExperten – Hallo ZDF: Experte ist doch Ihr Stichwort) auseinandersetzen müssen.
Übrigens:
Man kann mit Lebensmitteln auch ganz gezielt Anschläge durchführen. Gerade wenn ich da an unsere muslimischen Extremisten denke: Einfach nur die Lebensmittel vergiften die nicht Halal sind, und so erwischt man auch keine “richtigen” Muslime…
Und nebenbei werden die Lebensmittel auch nur auf die wenigsten Gifte und Krankheitserreger geprüft – einmal davon abgesehen dass das bei der gigantischen Menge an Lebensmitteln wie auch der Menge an Möglichkeiten kaum zu bewerkstelligen ist.
Und wir haben zudem eine immer kleiner werdende Zahl von Lebensmittelproduzenten, wodurch bei einem Anschlag auch die “Durchschlagskraft” steigt.
Im aktuellen Fall fehlt es aber tatsächlich an der Zielgruppe, was die Theorie eines Anschlags (nur bezogen auf diesen Fall) ad absurdum führt.
Wie die Forscher schon sagen scheint es eher ein Problem der Hygiene zu sein. Ob verseuchtes, fauliges Wasser, Gülle die zum düngen über das Gemüse verteilt wurde oder andere Umstände – ich hoffe der/die Verursacher werden bald ausfindig gemacht.
Der Gedanke an einen Anschlag ist mir auch schon des Öfteren in den Sinn gekommen… Was mir während der vergangenen Jahre immer häufiger aufgefallen ist: Immer wenn das deutsche Volk ein neues politisches Bewusstsein entdeckt und beginnt aufzubegehren, wird binnen Kurzem entweder eine Viruserkrankung oder eine Terrorwarnung quer durch alle Medien aufgebauscht und bis zum Überdruss aufgebläht, um mittels Panik, dem Schüren von Ängsten und Sensationsgier das “Stimmvieh” abzulenken und wieder ruhig zu stellen…
Das EHEC-Bakterium über verseuchte Gurken in den Handel zu bringen, ist allemal ein Anschlag auf unsere Gesundheit, ob direkt, oder indirekt.
Wir haben jährlich ca. zwischen 4-5 Lebensmittelskandale in Deutschland & Europa, die alle nicht passieren dürften.
Wenn nicht eine vorsetzliche Vergiftung vorliegt, dann bleibt nur noch die grob fahrlässige Variante übrig.
Ich frage mich allerdings auch, wer Interesse daran haben könnte, ausgerechnet BIO-Waren-Konsumenten als Zielgruppe auswählen zu wollen – die Biobauern wohl kaum.
Wenn nun bereits die Diskussion losgeht, BIO zu meiden und konventionellen Anbau zu favorisieren, bekommt dies einen üblen Nachgeschmack.
Die letzten 10 Jahre habe ich mir ca. 15 mal mit konventionellen Fruchtgemüsen leichte bis schwere Spritzmittelvergiftungen zugezogen, weshalb ich das letzte Mal noch vor zwei Jahren in ärztlicher Behandlung war.
Gemüse aus konventionellen Anbau geniesse ich seitdem mit äusserster Vorsicht und ich finde es ein Verbrechen der verantwortlichen Giftpantscher, uns Verbrauchern derartigen gemeingefährlichen Giftmüll als gesunde Nahrung aufzutischen und das nicht nur einmal, sondern im wiederholten Falle.
Ausserdem kann ich das Argument von Frau Dr. K. nicht teilen, in Zukunft nur noch auf Ware aus konventionellen Anbau zurückzugreifen, da mir die Vergangenheit gezeigt hat, welche Risiken der Verzehr vergifteten Fruchtgemüse gerade auch aus konventionellen Anbau birgt.
Mit Ware aus kontrolliert ökologischem Anbau hatte ich abgesehen von den schwindelerregenden asozialen Preisen bisher noch nie Probleme.
Umso schwerer ist es heutzutage, beste Ökoware zu bekommen, wenn man sie nicht selbst anbaut (wenn u. wo man dies überhaupt noch kann), da diese im grossen Stil kommerzialisierten Industrie-Bio-Waren manchmal über weite Strecken importiert werden, vom hohen Betrugs- und kriminellen Etikettenschwindelpotential ganz zu schweigen.
Betrüger, die mittlerweile auf der Bioschiene Halt zu finden versuchen, gibt es anscheindend immer wieder, ebenso es Menschen gibt, die bereits seit 50 Jahren versuchen, BIO schlecht zu machen.
Haben wir es den elitären Grünen zu verdanken, dass BIO selbst für die Alternativen zu teuer gemacht wurde, denen wir die an und für sich gesunde naturnahe Ökoszene zu verdanken hatten?
Ich habe ja nichts dagegen und würde mich sogar freuen, wenn jeder Erdenbürger z.Z. ca. 2,4 ha der fruchtbaren Erde selbst bestellen können würde, um sich eigenständig ernähren zu können, aber dagegen spricht die ungerechte Landverteilung auf der Welt.
Den EHEC-Opfern hilft dies jetzt im Augenblick jedoch denkbar wenig und ich hoffe, dass es ihnen bald wieder besser geht.
Entsprechend einer Statistik über alle an das Robert-Koch-Institut gemeldeten Fälle von EHEC in Deutschland gibt es durchschnittlich ca. 1.000 Fälle jedes Jahr.
Hallo,
seit Tagen versuche ich damit durchzudringen:
WELCHE MÖGLICHEN WEITEREN PRÄVENTIONEN SIND VERFÜGBAR
NEBEN HYGYNENE UND VERZEHRVERZICHT ?
Manchmal meine Hallo,ich, wir hätten eben gerade von Hr. Virchow neueste Informationen über Erreger und Viren bekommen !
Soweit doch weidlich bekannt ist, lassen sich Erreger in Essigessenz- Natronlaugen- oder Chlorbädern wenn nicht sofort abtöten, so doch zumindest schwächen oder schädigen !
Schreibt denn in den Medien hierzulande nur Einer vom Anderen lückenfüllend ab?
Mit besorgtem Gruss
Ihr
A.Wudd
“WELCHE MÖGLICHEN WEITEREN PRÄVENTIONEN SIND VERFÜGBAR
NEBEN HYGYNENE UND VERZEHRVERZICHT ?”
In vielen Fällen hilft die Vorgehensweise die auf Schiffen – wie auch in den Ländern der 3. Welt – angewandt wird: Obst, Gemüse, Salat erstmal in ein Desinfektionsbad (Bitte nicht die Standard Desinfektionsmittel für’s Bad verwenden!)
Natürlich hilft das nur wenn die Bakterien noch nicht im innern z.B. der Salatgurken sind.
Ansonsten gilt (wie in den Tropen): Kochen, braten, backen, schälen (ohne die Keime in die Frucht zu bringen, Schmierinfektion!).
Wie immer in einer guten Küche: waschen, putzen, sauber machen.
Und natürlich: Keine Panik!
“Soweit doch weidlich bekannt ist, lassen sich Erreger in Essigessenz- Natronlaugen- oder Chlorbädern wenn nicht sofort abtöten, so doch zumindest schwächen oder schädigen !”
In diesem Fall genügen wohl bei den meisten modernen Weltbürgern schon recht wenige Bakterien um eine massive Erkrankung auszulösen.
Da wir schon von Kindesbeinen an von schlauen Eltern vor Dreck, Schmutz und den ekligen Spielplätzen ferngehalten wurden ist es unser Körper auch nicht mehr sonderlich gewöhnt sich auf Keime einzustellen… Auch das ist eine Lektion die wir aus dieser Krankheit lernen sollten.
So wie es jetzt aussieht, versuchen die noch immer unbekannten wirklichen verantwortlichen EHEC-Verseucher von sich abzulenken und ziehen schon seit Wochen ihre Köpfe ein.
Besagter Betrieb beliefert mehrere Länder mit seinen Produkten und angeblich nur in Deutschland treten die Erkrankungen Punktuell und konzentriert auf.
Und wie haben sich die Spanier auch noch zu unrecht beschimpfen und verprügeln lassen müssen?
Frau Dr. K. lag als Mainstreamnitschmimmerin wie erwartet falsch mit ihrer Empfehlung, BIO zu meiden und auf konventionelle Ware zurückzugreifen.
Mittlerweile nimmt die EHEC-Debatte groteske Züge an.
Wenn die Waren immer so gut, schön brav und korrekt kontrolliert werden, wie immer gerne behauptet, wäre die Krankheit nicht in den Handel gelangt.
Nun fordern die sich verleumdet fühlenden und zu Unrecht beschuldigten europäischen Futterautmaten Schadensersatz in dreistelliger Millionenhöhe..
Gülle kommt normalerweise aus der Massentierhaltung auf die Felder, aufs Gemüse, ins Quellwasser etc. – Kot eines Hyperresistenz-Rind soll es angeblich gewesen sein.
Mit etwas Glück kann man die Krankheitsausbreitung noch stoppen, wenn sich die Betroffenen richtig verhalten.
Die Suche nach der Herkunft des EHEC scheint bedrohliche Ausmasse anzunehmen und ein europaweites Problem zu werden. Vielleicht könnten auf biologische Kampfstoffe spezialisierte Fachleute des Militärs in Europa bei der Suche helfen. Zumindest wäre hier genügend Personal vorhanden, dass Kliniken und Labors für externe Ermittlungen nicht haben.
Beitrag mit klarer Kante, jetzt auch verlinkt auf http://www.politikalarm.de!
Hat schon mal jemand über einen Anschlag nachgedacht? Was ist, wenn irgend jemand solche Bakterien z. B. auf Gemüsemärkten versprüht? – Können wir uns in Zukunft nur noch mit Medikamenten aus der Gentechnik behelfen? Wir werfen sich da Fragen über Fragen auf?
Ich denke auch mehr an einen Anschlag, man bedenke das wohl nur die westlichen Länder betroffen sind.
Und nun auch noch eine Mutation aus 2 Komponenten???????????
Die Regierung ist nicht wirklich Interessiert oder wissen Sie was, was uns verschwiegen wird?
Was soll das ganze Gequatsche über Anschläge und Schuldzuweisungen? Wir befinden uns gerade in einer Notlage, auch wenn das vielen noch nicht klar ist. Wir können bei der Suche nach dem schuldigen Lebensmittel aktiv mitwirken, indem wir mit System vorgehen: Ab sofort sollte jeder in Deutschland lebende jedes Lebensmittel, was er zu sich nimmt, in eine Liste mit jeweiligen Datum eintragen. Erkrankt er in den nächsten Tagen an dem EHEC-Erreger, soll er die Liste dem behandelnden Arzt übergeben, der sie an eine zentrale Stelle weiterleitet. Mit Hilfe der Statistik wird das betreffende Lebensmittel schnell gefunden, besonders dann, wenn sich die Zahl der Neuerkrankungen in der nächsten Zeit um ein Vielfaches erhöht.
Die Idee mit der Lebensmittelliste ist gut, sollten wir versuchen umzusetzen erleichtert einiges an Ursachenforschung.
Für den Fall das es doch ein Anschlag sein sollte müssen wir damit rechnen das es in den nächsten Wochen zu einen massiven breitgefächerten auftreten von Infektonen kommt.
Es kann natürlich ein “Testlauf” vor einer größeren Aktion sein.
In diesen Fall wäre die medizinische Versorgung stark gefährdet und es käme zu unzähligen Opfern.
Das wäre dann leider der entgültige Beweis für die Anschlagstheorie.
Lebensmittel großflächig zu kontaminieren ist leider heutzutage sehr leicht, fürchte ich.
Wichtig ist, alle Möglichkeiten in Betracht zu ziehen, auch von Behördenseite.
Auf der anderen Seite wäre selbst eine herkömmliche Epidemie mit diesem Erreger verherend, wenn ich mir die Ausbreitung von anderen Durchfallerkrankungen in der Vergangenheit anschaue.
Schon 1 Million Fälle wären absolut katastrophal.
Vermeidung von Infektion sollte momentan von Seite der Bevölkerung an erster Stelle stehen!
Ein fahrlässiger Unfall oder nur ein lässiger Unfall anstelle eines Anschlags?
Was macht den Unterschied?
Die Bedenken sind nicht abwägig und völlig berechtigt, wo doch gerade erst kurze Zeit vor dem Ausbruch der Epidemie rein zufällig Anträge auf Fördergeld zur Erforschung agressiver EHEC-Erreger in “Rindern” gestellt wurden.
Wie kommt’s also dass kurz danach die EHEC-Erreger in freier Wildbahn verschmiert wurden und das Robert-Koch-Institut noch immer nichts gefunden hat, wenn keine Spuren verwischt worden sind?
Warum Sollen wir nur in eine Richtung ermitteln, wenn schon von einer Notlage die Rede ist?
Da ist doch jede gute Idee willkommen um dei Seuche zu stoppen und man muss sich deshalb noch lange nicht von den lautesten Marktschreiern mundtot brüllen lassen. Schliesslich geht es um unsere Gesundheit und unser Leben. MfG
Sind Kreuzungen von Bakterienstämmen in “freier Natur” überhaupt möglich? Kann es denn nicht auch sein, dass irgendwo im Hohen Norden aus einem Forschungslabor eine “Portion” EHEC-Erreger in die “freie Wildbahn” entfleucht ist? Dergleichen soll schon mehr als einmal vorgekommen sein…
Die Bakterienstämme sind jedenfalls Antibiotika-multiresistent und könnten rein theoretisch in unfermentierter Gülle aus der Massentierhaltung,
wenn nicht gar wirklich aus einem dreisten Forschungslabor stammen, doch das soll keine Schuldzuweisung sein. Wer nichts zu verbergen hat, braucht isch auch nicht aufregen weder etwas vertuschen.
Wenn die Lebensmittel im grossen Stil u.U. grob fahrlässig mit Gülle handelt worden wären, würden wir heute mit grosser Wahrscheinlichkeit schon lange die Herkunftsquelle kennen..
ausserdem..
wenn die Massentierhaltung die Quelle der Erreger sein sollte, könnte man sie mit hoher Wahrscheinlichkeit relativ einfach vor Ort finden, wenn dort überhaupt schon gesucht wurde.
Wie die Erreger auf die Lebensmittel gelangen konnten, gilt noch als unklar und es stellen sich unangenhme Fragen, wie z.B.:
Wurden bereits im Vorfeld aus allen landwirtschaftlichen Betrieben mit Tieren und allen Versuchslabors umfangreiche Proben genommen?
Wer hat die Lebensmittel womöglich wo in welcher Gülle gebadet und welche Pharmakonzerne sind mit ihren Produkten involviert?
Was allerdings auf einen Anschlag hindeuten könnte, ist die Tatsache, dass die Erreger noch immer nicht lokalisiert werden konnten, so die Prüfer nicht unterbesetzt oder gar inkompetent sind.
Derweil wird seit Wochen das Gemüse vergeblich nach dem EHEC-Erreger abgesucht.
Wenn der Erreger aus einem Labor käme, hätten die Verursacher bereits mehrere Wochen Zeit gehabt, die Spuren zu verwischen.
Da bis heute nichts mehr auf neuen Gemüse gefunden wurde, haben die Verursacher evtl. bereits interveniert, damit sie nicht auffliegen, was die Suche nach der Quelle noch schwerer macht, doch dann müsste die Seuchenausbreitung zurückgehen.
Anhaltspunkte könnten evtl. Neuinfizierungen liefern und wie oben bereits erwähnt ein genaues Tagebuch Klarheit liefern über Nahrung, Quellen, wem man die Hände geschüttelt hat, von wem man Geldscheine in die Hand genommen hat, welche Zapfsäulen und Türgriffe gedrückt wurden..usw. – Wie Sie sehen, reichen die Möglichkeiten ins Bodenlose..
Was ich nicht verstehe, ist, warum noch nicht ganz Deutschland mit Stoffhandschuhen und Schutzmasken rumrennt, die neben dem vermehrten Hände waschen täglich öfter gewechselt und ausgekocht werden, wenn die seuche schon so gefährlich sein soll.
Schlimmstenfalls kann man die Erregerausbreitung mit den bisherigen Methoden gar nicht mehr stoppen, wenn sich die Erreger bereits zu weitläufig unter der Bevölkerung verteilt haben.
Das unschuldige Gemüse lenkt ja offensichtlich von der eigentlichen Quelle ab, solange nichts mehr gefunden wird.
Verdächtigungen über Verdächtigungen.
Ein Professor äußerte zwischenzeitlich, wohl weil er auch mal etwas sagen wollte, den Verdacht auf einen Terroranschlag. Wahnwitzig, da es nicht nur an einer Zielgruppe mangelt – sondern vor allem auch an einem Bekennerschreiben. Abgesehen davon ist es auch durchaus vorstellbar und sehr wahrscheinlich dass wir künftig mit Anschlägen auf Lebensmitteln zu rechnen haben – aber in diesem Fall wohl eher ein Fall von Profilneurose.
Dann gibt es Verdächtigungen über diverse Feste in Norddeutschland. Hafenfest, etc. Nebenbei wird dann ein Restaurant als Urheber der Probleme vermutet.
Irgendwann einmal gab es dann den Verdacht, die Transporteuere wären nicht hygienisch genug. Zuvor war bereits der Hamburger Großmarkt wegen Hygieneproblemen im Verdacht – was wohl auch alles so stimmen mag.
Der neueste Verdacht scheint sich jetzt auf Biogas-Anlagen zu fokusieren. Eigentlich etwas, auf das man längst hätte kommen können – wenn man in der Grundschule besser aufgepasst hätte. Natürlich entstehen dort Unmengen an Bakterien, die mit 100%iger Sicherheit auch zu neuen Bakterien führen werden.
Aber die Ausbreitung hätte schließlich auch auf öffentlichen Toiletten, z.B. in Zügen der Bahn, ihren Anfang nehmen können.
Ach hätten sich doch all die Klugschwätzer der Ministerien, Nachrichtenagenturen, Medizinmänner & Co. doch etwas mehr zurückgehalten.
Am einfachsten wäre es doch gewesen eine Empfehlung zur äußerlichen Desinfektion der Lebensmitte, Hygieneanweisungen und der Hinweis zum abkochen gewesen.
Der Wille sich selbst zu profilieren war jedoch offensichtlich deutlich stärker.
Und deshalb werden wir jeden Tag neue Verdächtige haben – und die effizienten Handlungsanweisungen in den Medien untergehen.
Ach ja, da sind wir auch schon wieder beim Thema:
Liebes ZDF!
Kommen Sie doch bitte – endlich!!!! – Ihrem Bildungsauftrag nach, und produzieren Sie kurze Werbefilmchen in denen ein geeignetes Vorgehen (Hygiene, Umgang mit Lebensmitteln, …) gezeigt wird. Ich denke da an so etwas wie der 7. Sinn – so Sie sich denn noch daran erinnern können.
So hilft zum Beispiel die Mitnahme eines Händedesinfektionsmittel für unterwegs über das ein oder andere Risiko hinweg. Weitere Leitfäden können durchaus von denen der Weltenbummler entnommen werden.
…also wenn man denn in der Grundschule besser aufgepasst hat, lieber Gernot, dann weiss man, dass in Biogasanlagen anaerob (also unter Sauerstoffabschluss) die Umsetzung von Mist zu Gas erfolgt. die Mehrzahl aller Keime übersteht diesen Prozess nicht!
Viel schlimmer als alle Hypothesen, Schuldzuweisungen oder Verdächtigungen ist meines Erachtens die unsägliche Tatsache, dass inkompetenten Strukturen die Ermittlung überlassen wird. Das RKI an der Spitze. Hier wird sich dannn sogar noch ausgiebig beschwert, dass Niedersachsen seinen fundierten Verdacht auf eine mögliche Quelle umgehend veröffentlicht hat!!! Was ist das für ein schäbiges Trauerspiel?
Muss eine solche Ermittlung nicht möglichst radsch zu Ergebnissen führen, die weiteren Schaden von der Bevölkerung fernhält? Nein, nicht bei uns, hier sind die Profilneurosen der beteiligten Institutsleiter vorrangig……
Ohne die vermaledeite Länderkompetenz hätte man ja wohl die Mittel moderner forensischer Methoden und Kriminalistik wesentlich besser zu unserem Schutz (also zur Aufklärung der Hintergründe) einsetzen können. Statt dessen benötigt die “task force” aus Profilneurotikern allein 2 Wochen um einen Fragebogen auszuarbeiten.
Einmal mehr sehen wir ein komplettes Versagen der Politik im Umgang mit unserer Sicherheit.
Wann jagen wir all diese Grossmäuler endlich zum Teufel?
Zitat:
“die Mehrzahl aller Keime übersteht diesen Prozess nicht!”
Richtig! Und wie Sie selbst schreiben: Nur die “Hartgesottenen” Keime überstehen diesen Prozess …
Richard gut gesprochen.
Hallo, ich hoffe das mitt das Vermuten jetzt das die Sprossen die moegliche ursache ist alles gut Uenterbaut wird.
Und nich wieder erst mal die Finger nach die Niederlanden, und Spanien zeigen
Damitt zahlose Betriebe ins verderf werfen incl einen Exportverbot nach Rusland.
ein Niedersachser
Also, nochmal zum Bioterrorismus. Offenbar ist es eher unwahrscheinlich, wie die Experten sagen. Aber die Argumente, die sie dafür anbringen, erstaunen mich. Es sei keine klare Zielgruppe, meinte Herr Theveßen. Zu gern würde ich von ihm wissen, inwiefern die Zielgruppe der Attentate von Madrid oder London klarer war. Das war doch auch einfach “nur” Bevölkerung. (Die unmittelbar Betroffenen vom 11.9. letztlich auch, aber da war natürlich das symbolträchtige Gebäude des WTC.) Das einzige Argument, das mich bislang überzeugt, ist: Man sollte niemand verdächtigen, bevor man nicht wirklich klare Hinweise hat. Das sollte dann aber für alle gelten: potentielle Terroristen, Gurken und Sprossen. Wobei es bei den Gurken und Sprossen natürlich schon etwas deutlichere Hinweise gab. Und es geht immerhin um Menschenleben, da sollte man nichts riskieren. Aber ich finde es unverantwortlich, gleich einen konkreten Biobetrieb in den Medien zu nennen (und damit wirtschaftlich zu schaden), bevor man nicht in Proben von diesem Betrieb wirklich Ehec-Keime gefunden hat.
Die Verursacher haben sich im EHEC-Feldzug bisher erfolgreich aus der Affaire gezogen und der schwarze Peter bleibt nun scheinbar endgültig am Bürger hängen.
Erst mussten die Gurken und Gemüse dran glauben, dann die Sprossen, nur nicht die Gülleausbringer und -erzeuger.
Nun sind die Kläranlagen ins Visier gerückt und Wissenschaftler warnen vor Trinkwasserverseuchung. Dass die Massentierhaltung, und Kraftfutter noch nicht verboten wurden, grenzt an ein Lobbywunder der besonderen Art. LG