Der Entschleunigungs-Test

Morgen verlässt die Familienministerin für 14 Wochen die Politik in den Mutterschutz. Viele tun so, als sei das selbstverständlich. Ist es aber nicht. Das private Glück der Kristina Schröder ist nach den Gesetzen der Politik ein Risiko.

Gääähn, sagten einige Kollegen, als ich vorschlug, etwas zur Babypause der Familienministerin zu schreiben. Ist doch nichts dabei, hören sich viele Männer gerne sagen und bewundern voller Stolz ihre aufgeklärte Liberalität. Und ein paar Kolleginnen öffneten gleich ihre Chauvi-Schublade, als ich bekannte, dass ich den Schritt Schröders bemerkenswert finde.

Drei Monate: Für die Politik eine Ewigkeit

Wäre ja schön, wenn sie alle recht hätten, aber für den politischen Betrieb sind drei Monate Auszeit eine Ewigkeit. Wolfgag Schäuble musste das erleben, als er im Krankenhaus lag und schon nach ein paar Tagen von Zweifeln in der Zeitung las, ob sich die Politik einen im Krankenhaus liegenden Minister leisten könne. Und Andrea Nahles gab vor ihrer Babypause ganz offen zu, dass ihr mulmig sei und sie Angst habe, von Parteifreunden ausgebootet zu werden.

Das spiegelt eher die Realität des politischen Betriebs wider als der pseudo-emanzipierte Gestus der Selbstverständlichkeit in Sachen Babypause. Es war die Kanzlerin, die Kristina Schröder ihren Rückhalt für Kind und Auszeit zusicherte. Und es ist die gleiche Kanzlerin, die fast im Minutentakt SMS in ihr Handy tippt, auf Nachrichten reagiert und nichts mehr hasst als den Kontrollverlust. Die Art und Weise, wie Berlin Politik macht, ist rast- und oft gnadenlos. Wer neu in diesen Betrieb kommt, fühlt sich wie auf einem anderen Stern, Merkels nicht mehr völlig neuer Regierungssprecher kann ein Lied davon singen.

Nachrichtenlage ändert sich im Stundentakt

Die Beschleunigung des Nachrichtentakts hat Politik nicht nur schneller, sondern unberechenbarer gemacht. Die Nachrichtenlage ändert sich im Stundentakt. Jeden Tag ein neues Thema, die Intervalle von Aktion und Reaktion werden immer enger, machen müde, zermürben. Die Dynamik, die selbst harm- und belanglose Debatten annehmen, entzieht sich jeder Kontrolle. Wer ein Spitzenamt in Berlin bekleidet, gerät in einen Sog, dem sich zu entziehen immer härter, ja fast ein eigener Kampf geworden ist.

Jeder Tag ohne eine Schlagzeile sei ein verlorener Tag, sagte ein Regierungsmitglied neulich schmunzelnd. Aufmerksamkeit ist die Währung der Politik, O-Töne, Zitate, Talkshowauftritte das Schmiermittel des Betriebs. Kristina Schröder muss nun viele solcher Tage überstehen. Ihre Babypause taugt nicht zum Lackmustest darüber, wie frauen- und familienfreundlich die Politik ist. Aber sie wird zeigen, ob der politische Betrieb eine so hohe Dosis Entschleunigung verträgt, wie Schröder es vorhat. Die Ministerin will weder öffentliche Termine wahrnehmen, noch aus dem Mutterschutz heraus Interviews geben. Aber, sagt sie nach ein paar Sekunden Zögern, ihren Blackberry will sie natürlich eingeschaltet lassen.

29 Kommentare | 19. Mai 2011 | 19:59 Uhr | Twittern | Facebook

29 Kommentare

  1. Sowohl die Art und Weise, in der Politik aufzusteigen- die oft beschworene Ochsentour- als auch die Art und Weise, dort zu verweilen , wird wohl in seinen Auswirkungen auf die politischen Entscheidungen unterschätzt.

    Wäre mal interessant , zu beobachten , wie Politik und Bevölkerung auf einen Politiker reagieren würden , der konsequent nach vielleicht 10 Stunden nach Hause geht , um sich Familie oder Freunden zu widmen.

    new kid on the blog | 19. Mai 2011 | 20:11 | Antworten
  2. 4 x Schröder – 2 x Köhler – - wat denn nu?

    Der Gerd | 19. Mai 2011 | 20:18 | Antworten
  3. Richtig gefährlich sind Politiker nur, wenn sie “arbeiten”, sprich, sich überlegen, wie sie Macht festigen und den Bürger ausnehmen können.

    Von daher ist es schön, dass Frau Schröder in Mutterschutz geht. Schade aber, dass sie, wenn Deutschalnd Pech hat, wieder zurück kommt.

    Noch desillusionierter wird man, wenn man sich überlegt, ob vielleicht auch die Kanzerin…

    Bernd | 19. Mai 2011 | 20:29 | Antworten
    • Richtig gefährlich sind Politiker nur, wenn sie “arbeiten”, sprich, sich überlegen, wie sie Macht festigen und den Bürger ausnehmen können.
      DAS STIMMT
      Ich glaube nicht das ich sie vermissen werde.

      Guido Weh | 20. Mai 2011 | 01:44 | Antworten
    • sehe ich genau so

      Horst | 20. Mai 2011 | 07:59 | Antworten
  4. Es ist höchste Zeit, dass eine Politikerin ein Zeichen setzt, dass auch Kaderpersonen ein Privatleben haben. Für die Gleichstellung von Männern und Frauen halte ich diese Erkenntnis für essentiell, gerade im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. In diesem Sinne begrüße ich die Schwangerschaft von Frau Schröder und hoffe, dass sie kein Einzelfall bleibt.

    Cornelia | 19. Mai 2011 | 20:40 | Antworten
  5. Das stimmt alles. Aber was soll ich jetzt dazu sagen?

    Karl Letis | 19. Mai 2011 | 20:44 | Antworten
  6. Frauen sind im Leben i.d.R. doppelt belastet als Männer. Heutzutage müßen sie, sofern der Mann nicht genug verdient, selbst ihr Brot erwerben und, sofern vorhanden auch noch die Kinder betreuen und den Haushalt führen, bis die Kinder genügend selbstständig sind. Dazu kommt, daß sie, laut diverser Statistiken nicht gleich bezahlt werden und sowohl im Auswahlverfahren als auch bei zuzuweisenden (Führungs-)positionen benachteiligt werden. Frauen verfügen zudem wegen ihrer Rolle in der Familie zum Teil über eine geringere Qualifizierung und Berufserfahrung. Zusätzlich wird weibliche Erwerbstätigkeit in unserer Gesellschaft überwiegend immer noch nicht als Arbeit für einen selbständigen Lebensunterhalt bewertet, sondern als Hinzuverdienst zum Einkommen des Ehemanns, dem die hauptsächliche Aufgabe des Unterhalts der Familie zugeschrieben wird. Wie schon ein deutscher Kaiser sagte: “Kinder, Küche und Kirche.”

    Wie paßt das nun auf die Politik? Es ist gewiß ungewöhnlich und erstmalig, daß eine dt. Ministerin während der Amtszeit schwanger wird und ausscheidet, doch ansonsten ist die Zeit des Mutterschutzes eine Angelegenheit wie jede andere auch. Ein wenig verwunderlich ist, daß sie gleich von drei Personen, von den Staatssekretären Josef Hecken, Hermann Kues und Bundesbildungsministerin Annette Schavan vertreten wird. Ein wenig Aufwand zuviel? Hm…

    3 Monate sind in der Politik eine Ewigkeit. Nicht jedoch, wenn Frau Schröder sich auf dem Laufenden hält und bis auf kurze Zeitspannen um die Entbindung herum die Geschenisse aus dem Hintergrund lenken wird. Dies wird sie meines Erachtens tun. Daß bei Dr. Schäuble nach der Messerattacke über ihn hergezogen wurde, einen solchen könne man sich nicht leisten, waren reine Sticheleien aufgrund der langen Kohlära. Später fragten manche Idioten sogar, ob “ein Krüppel Kanzler sein könne.”. Wie die Geschichte gezeigt hat, sind zeitweilige Ausfälle in der Politik selten ein nachhaltiges Debakel.

    Gleichwohl ich ein solches Frau Schröder wünschen würde, aufgrund ihrer negativ zu beurteilenden Familienpolitik. Immerhin, so weiß sie nun endlich wie man sich als Mutter fühlt und braucht sich nicht mehr auf Statistiken zu stützen.

    Glückwunsch dazu und, besonderen herzlichen Glückwunsch an das kommende Familienglück.

    Michael Egler | 19. Mai 2011 | 20:48 | Antworten
  7. Ist das Thema wichtig? Oder fällt in China der sprichwörtliche Sack Reis um? Doch, ich halte das Thema für wichtig. Es ist von großer Symbolik!

    Wir haben heute eine Arbeitswelt, die keinen Raum für Privates lässt. Es ist, als ob wir nur als Arbeitskräfte für die Wirtschaft existieren. Erziehung, Ausbildung, Studium, Leben als Erwachsene, alles wird nur an den Erfordernissen der Wirtschaft ausgerichtet. “Fit für den globalen Wettbewerb” lautet die Parole!

    Für Familienleben ist keine Zeit mehr. Ich denke, dass viele Menschen damit nicht glücklich sind. Ob Kommunismus, ob Kapitalismus, man ließ den Menschen ihre Familie. Heute passiert Seltsames. Für Privates ist keine Zeit. Angeblich haben die Menschen auch gar keine Lust mehr auf Familie. Ist das wirklich so? Die dauernden Liebes- und Familiengeschichten in den Medien deuten eher auf unerfüllte Sehnsüchte.

    Familienministerin Kristina Schröder bekommt ein Kind und geht in Mutterschutz. Dann geht sie in die Politik zurück. Das passt doch alles wunderbar! In einem Spielfilm könnte man das nicht bringen. Aber nur, weil der glückliche Zufall allzu unwahrscheinlich erschiene.

    Die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie wird eine wichtige Aufgabe der Politik sein. Ich hoffe, man findet Lösungen ohne allzu viel Bürokratie. Die Tendenz von Ursula von der Leyen, alles haarklein zu regulieren, gefällt mir nicht.

    Bertram in Mainz | 19. Mai 2011 | 21:29 | Antworten
    • Hm, lieber haarkleine Regulierung bis vor die Haustür oder ins Kinderzimmer, als nur grobe Vorgaben zu machen und Gaben nur mit dem Finanzminister abszusprechen…

      Michael Egler | 19. Mai 2011 | 21:38 | Antworten
  8. Die Franzosen werden uns immer als die Kinderfreunde schlechthin vorgeführt. Ich erinnere mich, dass da auch eine Ministerin war, die quasi noch im Wochenbett zurück zur Politik ging, um ihren Posten nicht zu verlieren. Vor so einer Art Kinderfreundlichkeit bleiben wir hoffentlich bewahrt!
    Leider bedeutet “familienfreundlich” in unserem Land scheinbar nur “Ganztagesschulen”, “Ausbau von Kitas” und “Betreuung möglichst postnatal”, damit Mama gleich wieder arbeiten gehen kann. Irgendetwas läuft da gänzlich schief…

    Möppelchen | 19. Mai 2011 | 21:45 | Antworten
  9. Tja, so ist das halt. Wobei es um Frau Schröde jetzt bei einem Machtverlust nicht unbedingt so schade wäre, ihre eigene Schwangerschaft ist ja wohl die bisher größte Errungenschaft in Sachen Familien in ihrer gesamten Amtszeit. Von zweifelhaften Tiefschlägen wie dem erst am Wochenende gehörten “Frauen sollten früher Kinder bekommen, vielleicht auch im Studium!” mal ganz zu schweigen.

    Für mich die viel interessantere Frage ist aber, wie die Politik reagieren würde, wenn ein Minister wegen der Geburt seines Kindes mal drei Monate frei nimmt – um in der stressigsten Phase, in der das Kind nur stundenweise schläft, seiner Frau helfen zu können. Um für sein Kind da zu sein, wie es sonst immer nur Frauen aufs Auge gedrückt wird.

    DAS wäre der wirkliche Test dafür, wie fortschrittlich wir wirklisch sind – außerhalb von Regierungschefin, schwulem Außenminister und den anderen paar netten “Minderheiten”, die bei uns wichtige Ämter bekleiden.

    Azaza | 19. Mai 2011 | 22:33 | Antworten
  10. Hallo, hallo,…doch, Mutterschutz ist selbstverständlich, aber in einer korrupten Industriegesellschaft ist m.u. Selbstverständnis gebrochen!

    werner | 19. Mai 2011 | 22:45 | Antworten
  11. Wozu Gedanken machen?!

    Wenn die CDU sie ersetzen will, wechselt sie einfach zur FDP.
    Die haben, wie die derzeitige Rochade zeigt, scheinbar so wenige Politiker die ein wichtiges Amt auf Bundesebene wahrnehmen können, dass eine weitere Person mit Erfahrung helfen könnte.
    Damit wären auch die Partei-internen Querelen mit vdLeyen kein Thema mehr.

    Übrigens, ich würde gerne die Diskussion sehen, wenn ein männlicher Minister in Babymonate nimmt…

    Azed | 19. Mai 2011 | 23:19 | Antworten
  12. Wenn man als Ministerin durch sonst nichts auffällt, dann wenigstens durch die Inanspruchnahme des Mutterschutzes.

    Irgendwer fand das “bemerkenswert”.

    Sauregurkenzeit also. Gäääähn!

    Wolkenspalter | 20. Mai 2011 | 01:13 | Antworten
  13. Schade ist nur, das das nicht Fr. Merkel ist und der Rest der Regierung.
    Mutterschutz ist selbstverständlich,und auch die Elternzeit.
    Aber natürlich auch das Elterngeld für alle, das ja gerade abgeschaft wurde für die ärmsten der Armen die Hartz 4 ler.

    Karlo | 20. Mai 2011 | 01:25 | Antworten
  14. Wenn das problemlos möglich ist, zeigt es wie verzichtbar diese Dame ist.
    Sie hätte sich vor der Amtsübernahme entscheiden müssen: Kind oder Amt.
    Das gilt zumindest für sehr hohe Regierungsämter.
    Für eine Sachbearbeiterin in einer Behörde ist das natürlich O.K.

    HG | 20. Mai 2011 | 03:04 | Antworten
  15. @ alle

    Frau Schröder nimmt eine „Auszeit“ – was soll dieses Thema?

    Frau Schröder ist Jahrgang 1977.
    Sie ist (noch) im gebärfähigen Alter.
    Arbeitsrechtlich steht auch ihr dieser Mutterschutz zu.
    Ein/e Minister/in ist eine Gallionsfigur für das Ministerium.
    Ausreichende Vertretung während ihrer Abwesenheit ist gewährleistet.
    Eine gelebte Frauenquote!
    Sie wird nicht fehlen.
    Und nach 14 Wochen „Pause“ kommt sie wieder.
    Warum also diese Aufregung – und warum dieses Thema?

    Ende des Beitrags – oder fast.
    Ich habe in dem vorstehenden Text den Versuch unternommen, entsprechend den Regeln der „dpa“ von 1949, einen Beitrag mit maximal neun Wörtern pro Satz und den gesamten Beitrag mit neun Sätzen zu schreiben.
    „Neun Wörter pro Satz sind die Obergrenze der optimalen Verständlichkeit.“(!?)

    Gut, verstanden haben Sie meinen Text. Aber, Sie sehen, die deutsche Sprache würde zum Telegrammstil verkommen.
    An alle „Gern- und Langschreiber“:
    Bleiben Sie bei Ihrer Art zu schreiben. Schreiben Sie endlos lange Artikel. Schrauben Sie die Sätze, schmücken Sie sie aus, selbst auf die Gefahr hin, dass Sie aus diesen Sätzen nicht mehr „herauskommen“. Schreiben Sie!

    Ja, das war’s. Jetzt weiß ich nicht mehr, warum ich Ihnen das schreibe.
    Vielleicht ist heute auch kein guter Tag (für mich).
    Es gibt so viele drängende Probleme in der Welt, in der wir leben müssen oder dürfen.
    Der Mutterschaftsurlaub einer Ministerin ist natürlich auch ein Thema.

    Aber dann doch noch etwas Versöhnliches zum Abschluss:
    “Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben. Man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken.” Dieser Seitenhieb des Schriftstellers Karl Kraus galt den Journalisten.
    Herr Leifert mag es mir nachsehen – er ist damit nicht gemeint.

    Einen freundlichen Gruß aus Eisenach

    Heinz Sahl - Eine Stimme aus Thüringen | 20. Mai 2011 | 10:26 | Antworten
  16. Was soll denn diese Diskussion? Ist das schon die Vorbereitung auf das nahende Sommerloch?
    Frau Schröder bekommt ein Kind. Gratuliere. Zumindest scheint sie hier eine gewisse Begabung zu besitzen, die sie in ihrem Job gern mal vermissen lässt.
    Und weiter, was ist das Besondere?
    Es soll ja gelegentlich auch bei uns vorkommen, dass Frauen Kinder bekommen. Und dass sie nun gerade Bundesministerin ist, da kann sie nun nichts dazu und man sollte es ihr auch nicht vorhalten.

    Ich finde es jedenfalls mal gut, dass sie den Regierungspartnern von CSU und FDP mal zeigt, dass man auch ohne Plagiate gut durchs Leben kommt.

    Jetzt ist sie für ein paar Wochen weg und eigentlich sollte die Diskussion erst dann einsetzen, wenn sie wieder da ist und sich die Frage stellt, ob sie wirklich jemand vermisst hat.
    Vielleicht könnte man hier so eine Art Stresstest für Politiker entwickeln. Jeder von denen wird mal ein paar Wochen in die Wüste geschickt und bei dem es nicht auffällt, dass er weg ist/war, der kann dann gleich wegbleiben. Würde dem Steuerzahler einiges an Geld sparen.

    Und wie wäre es denn jetzt mit einem anderen Thema für die Diskussion?

    MichaT

    MichaT | 20. Mai 2011 | 14:40 | Antworten
    • @MichaT

      Jetzt versuche ich dieses Thema, _der umgefallene Sack Reis in China_, mit etwas Humor abzuschließen:

      Zitate aus Ihrem Kommentar:
      1.) „Es soll ja gelegentlich auch bei uns vorkommen, dass Frauen Kinder bekommen. Und dass sie nun gerade Bundesministerin ist, da kann sie nun nichts dazu und man sollte es ihr auch nicht vorhalten.“
      2.) „Ich finde es jedenfalls mal gut, dass sie den Regierungspartnern von CSU und FDP mal zeigt, dass man auch ohne Plagiate gut durchs Leben kommt.“

      Als ich diese Zeilen las, musste ich laut vor mich hinlachen – meine Frau fragte mich dann, ob ich denn jetzt schon nach dem Mittagessen besoffen wäre!

      Zu Ihrem 1. Satz:
      _Und dass sie nun gerade Bundesministerin ist………….._
      Dass sie es zur Bundesministerin gebracht hat, da kann sie schon etwas dazu – eine derartige Karriere zu machen, dazu gehört schon etwas – das war bestimmt anstrengend. Das _Kindermachen_ hingegen, war gewiss viel schöner, einfacher und angenehmer!

      Zu Ihrem 2. Satz:
      _………..dass man auch ohne Plagiate gut durchs Leben kommt!_
      Dass Pimpern und Kindermachen viel einfacher und schöner sind als sich auch noch mit Plagiaten zu beschäftigen, bedarf wohl keiner besonderen Erläuterung!

      Gruß D. Ackermann

      Dieter Ackermann | 20. Mai 2011 | 15:29 | Antworten
      • @Dieter Ackermann,

        freut mich, dass ich Sie zum Ende der Woche ein wenig erheitern konnte. Und dass Ihre Frau sie hoffentlich fälschlich verdächtigt hat, tut mir natürlich leid.
        Wobei ich zugeben musste, dass sich bei mir während des Lesens der Beiträge ein Wunsch nach Alkohol entwickelt hat.
        Ein schönes Wochenende

        MichaT

        MichaT | 20. Mai 2011 | 17:12 | Antworten
  17. Gerade sehe ich, dass schon ein neues Thema da ist (Strauss – Kahn)- und dass ich mit dem Begriff _Pimpern_ den richtigen Übergang vorgelegt habe!

    Auf gehts!

    Dieter Ackermann | 20. Mai 2011 | 15:39 | Antworten
    • …, genau —

      die einen leben um zu arbeiten,
      die anderen arbeiten um zu leben ;)

      Bernhard | 20. Mai 2011 | 16:11 | Antworten
  18. Außer mit ihrer fragwürdigen Dissertation ist Kristina Schröder bisher ja kaum in Erscheinung getreten.
    Vermutlich wird sie in ihrer Abwesenheit niemand vermissen.
    Und wer ohne jemals irgend etwas besonderes geleistet zu haben und ohne irgend eine Befähigung, sondern nur als Quotenhessin, Bundesministerin werden konnte, muss sich um den Fortgang seiner Karriere keine Gedanken machen.

    heute-Fan | 20. Mai 2011 | 17:17 | Antworten
  19. Wer nichts zu verbergen hat, kann seine Dissertation ja ruhig überprüfen lassen. Frau Schröder drohte der Bild mit einer einstweiligen Verfügung.

    Michael Egler | 20. Mai 2011 | 18:15 | Antworten
  20. Natürlich ist Kristina Schröders Babypause nicht so wichtig wie die wirklich wichtigen Themen im Leben, z.B. Weltraumforschung ;-)

    Ich freue mich nur, dass diese Feindseligkeit gegenüber Familiärem, die Jahrzehnte lang herrschte, offenbar langsam verschwindet. Lange konnte man “Frau” und “Kinder” nicht in einem Satz nennen.

    Allerdings kommt inzwischen eine neue Welle. Familie wird schon wieder als Hölle auf Erden hingestellt. Gewalt, Alkohol, Kindergeld versoffen, Verwahrlosung. Am besten nimmt man Kinder so lange wie möglich aus der Familie in staatliche Obhut, z.B. in Ganztagsbetreuung. Ist nicht meine Meinung, sondern der aktuelle Trend.

    Da halte ich Vereinbarkeit von Arbeit und Familie für eine bessere Lösung. Die Medien sollten auch das Aufbauschen von extremen Einzelfällen unterlassen, etwa bei spektakulären Kindstötungen.

    Frage: Wenn Kristina Schröders Babypause völlig unwichtig ist (wie der Sack Reis in China), warum gucken dann alle (außer mir) die Promi-Hochzeiten an? Wenn in England demnächst der Thronfolger geboren wird, gibt es wahrscheinlich wieder ein riesiges Medien-Spektakel ;-)

    Da wünsche ich mir lieber ein intaktes Familienleben für uns alle :-)

    Bertram in Mainz | 20. Mai 2011 | 21:31 | Antworten
  21. …. sie kostet zwar dann immer noch, richtet aber keinen Schaden an, bleibt zu hoffen, daß sie ganz furchtbar viele Kinder nacheinander kriegt…. aber wenn´s so weitergeht ist diese Regierung Geschichte, bevor es nen Kitaplatz braucht…. gibt´s eigentlich aufs Wochenende ein interessantes Thema ? Obwohl dieses Thema aus meiner Sicht eher erfreulich ist, die amtierenden müssen schnellstmöglich weg, egal wie….

    thÖmas | 20. Mai 2011 | 23:31 | Antworten
  22. schade, dass Guido und Horst nicht schwanger werden können und die vielen anderen….

    wünschelrute | 21. Mai 2011 | 17:29 | Antworten
  23. Neben den ganzen Personen hier, die auf Politiker schimpfen (so 08/15 Stammtisch…) finde ich den ANSATZ des Artikels mal ganz interessant. Wir haben heute eine Welt, in der Politiker ununterbrochen aktiv sein müssen. Nicht unbedingt, weil sich die Welt schneller dreht, sondern einfach, weil die medialen Möglichkeiten, im speziellen durch Handys, Internet etc. (und ja, die sind gar nicht so alt, wie manche glauben), wesentlich mehr Spielraum für politische Aktivitäten (bzw. destruktiven Interessen-Lobbyismus) seitens der Bevölkerung zulassen. Hier mögen zwar einige glauben, durch desinteresse an der Politik nicht politisch zu sein… aber auch Desinteresse und blöde “Anti”-Kommentare sind Zeichen dafür, dass Politiker wesentlich mehr tun müssen, also auch mehr gestresst sind. Diese Politiker, wie unsere Kanzlerin, sind so vernetzt, dass sie sich aus der Flut der verschiedenen Interessen ihrer Bürger, die ununterbrochen auf sie einprasseln und die sie ja zu vertreten haben, ständig neue auswählen müssen, wie der Algorithmus einer Google-Suchmaschine. Heute kann man sich einen Politiker, der sich mal Zeit.. oder Auszeit nimmt, bevor er/sie eine Entscheidung trifft, gar nicht mehr vorstellen. Das Internet hat unsere Politiker zu Kaugummi gemacht und unsere Politik zu einem Wackelturm, ist meine Hypothese. Das muss nicht so sein. Mehr Eigeninitiative gegen die Medien, die ja oft nur noch Internetforen gleichen, funktioniert, da gibt es viele Beispiele. Nur unsere Politik ist zu feige gegenüber den Medien, sich mal zu behaupten. Es nützt nichts, wenn einem um kurz vor Mitternacht im ZDF Wissenschaftler erklären, wie dumm der Atomausstieg wirtschaftlich und politisch ist…. da guckt doch der deutsche Michel gar nicht zu oder versteht das meiste nicht (und wenn er sich dumm fühlt, guckt er erst recht nicht). Die Politik muss Aufklärungsarbeit im großen Stil leißten, nicht gleich einknicken, nur weil mal Wahlen sind. Ich vermisse eine Politik, die sich den Medien mit ihren Simpel-Botschaften ala “ATOM IS PÖSE” etc. in den Weg stellt mit Kampagnen und Erziehung, anstatt sich auf jeden Mist einzulassen, den das Internet für richtig hält. Das gilt für alle Themen, nicht nur für den Atomausstieg.

    Michu | 27. Mai 2011 | 01:44 | Antworten

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